su«11 j*C . Miet Ütu'\,n teil! '•tf «&•« iiüplen LÄW Sg^ ÄM WM dech^, ^.^iienbea Ten^it 2 s**s rtmßrbiae S, >° °u! * Ä,n^ K rn?neilb A b? lLn Q l01,en mit 33L" $til etl'^t Unsinm gen der S Urteil e Weiterleit) d-, *"« Amt fift e’ vptMsmus. ro? LLI ä‘"5*"W5 rach htj.j, mQn bizhki sLZZ i uberbouht «;*< Wenn £ * U„' »nemtapierei Weiterleit) nili «A ™ « MmiA öallestrein: Ae Täuschung de? M :T, L6 ”1^ anftenben. $ti ü bitte Sie, das nicht tv§ nung rufen. >rtfahrend): stg iss. dann foiH ich ihn tun! |en: corriger la iortunt Lallcstmn: - st- ist noch schlimmer all ü [e Sie zur Ordnung (r> rrtfahnnd): der Abg. 6emler PkHcvla lusständischen alles &!:«* ilbireltor, obmandava:.^M nlonb zu lonfiSziena. Mu er, der sonst immer ri Itm ttelt bei den Stehen btt W lioriiicht. (Groge hütnW chrift aus, darüber süvt'gt ider schweigt der kolonial' r Senner toiff, daß mitte- >er genannten Nitänbifim n toir entschieden Verwahrung daß den Eingeborenen v zur Betvirtschchnng braui: . NaüvnaMnÄen, Vit, w bann abyAM W- Mj mü^eu, wenn es ihneiic- onallrberalen: Machend« mnhungen, dem perl di.:' Sie haben hier vor W] schwungvolle Reden gegn^ Tir müßten damals anat-- - icfimen wollten - WZ bei den Nationaltweralu- Lcutschland entgegen-^ Sie müssen Taten zeW^ schallendes Lachen de s ans! werden Sie t»W Mn. (Lachen.) M nt ist es nicht getan, ns* em zu Feide zie ^ Krönung des ®^üß.L, jU Öen des Dolles 3^.D!rM »t^TettuErstteden, Parlamentshen^ rden Sie * enn dnnn ^9C tut >ls leeres \,orneWn, "i.sfSS HW'SfS anderer .( 6er AolM jngebutbet •!njti(a N b»iiwn S «(»WS Tinte ««M £13*5 *** Erstes Blatt GietzenerAn;eiger General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen 156. Jahrgang mbrlicb 'HK. 2.20, durch Abhole- u. 3roetgfteQen monatlich 65 Pt., durch die Post 'Hit. 2.— otertel- jährl. au6fd)L Bestell g. Annahme von Anzeige, für die Tagesrnu inner bis vornnllagS 10 tthr. ZetlenprerS: lokal 12i$tw auSwärlS 20 P»g. Verantwortlich *üt den poltL und allgem. Teil. P. Wittko. tüt .Stadt und üantr und .Gerichtssaal' (i t nfi peß, hit den Anzeigenteil: vanS Nr. 282 Erschein» tafltld) ouhet SonniaaS. Dem Gießener Anzeiger werden im Wecblel mit dem lieffischen Eanörolrt die Gießener Kamillen« blätter viermal in der Woche beiqelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen Unlverf.-Buch-u. Stern- bruderet, öt Lange. Redaktion, Eroedrrum und Drucreret: Schul st raße 7. Redaktion 113 Verlag u.Exved. e^51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Freitag 3V. November 1906 VezngspreiA, monatlich75Pi.. viertel» Die heutige Mummer umfaßt 14 Seiten. Gießen, 29. November 1906. $9 etc.: Die Voranschläge der Landgemeinden deS Kreises Gießen für das Rechnungsjahr 1907. Das GtosshcrMliche Kreisamt Gietzen an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Greises Wir bringen unsere Verfügung vom 28. August l. Js. — KretSblatt Nr. 108 — wiederholt in Erinnerung und erwarten, soweit eS noch nicht geschehen, baldigste Vorlage der Voranschläge. ___________________Dr. B r eid ert.___________________ Lrkanntmacyung. Die Auslosung der Reihenfolge der Hauptschöffen zu den Sitzungen 1907 soll Donnerstag, 6. Dezember 1906, nachmittags 4 Uhr, nn Zimmer Nr. 5 des Amtsgerichts in öffentlicher Sitzung stattfinden. Gießen, den 28. November 1906. Grobherzogliches Amtsgericht. tzm amerikanisch s Aachurterl über deutsche Keeresemrichtung. In Göttingen, beim 2. Kurheff. Jnf.-Regiment Nr. 82, hat in Genehmigung der militärischen Zentralstellen ein Offizier der amerikanischen Bundesarmee längere Zeit unsere Heereseinrichtungen studieren dürfen, lieber seine Beobacbtungen hat er, der Hauptmann Eli A. Helmick, in dem „Journal of the United States Jnfantry Association" sich des längeren ausgelassen. Sein Urteil hat auch für uns Interesse. Hauptmann Helmick stand, wie er schreibt, vor der Wahl, entweder wenig von vielen Teilen unserer Armee, oder verhältnismäßig viel von einem tleinen Teil des Heeres zu sehen. Er hat sich für die letztere Alternative entschieden. Es ist erstaunlich, daß gerude ein Republikaner und unbefangener Kritiker als am auffallendsten bei der deutschen Armee „nicht die Leute, näht die Offiziere, und nicht die Heereseinrichtungen (militari) methods)" ansieht, sondern ihren Geist, bie Gründlichkeit und den Enthusiasmus, mir dem der Dienst getan wird. Hauptmann Helmick schreibt, so lesen wir in der „Gött. Ztg.", diesen Erfolg dem ständigen aneifernden Beispiel, der Initiative in Wort und Tat unseres Kaisers zu und preist das Pflichtgefühl, das durch dies Vorangehen des obersten Kriegsherrn dem Heere eigen geworden ist. Als ein Hauptmitt el für den inneren Zusammenschluß und die Wahrung der Tradition eines Truppenteils bezeichnet der amerikanische Beobachter die Einrichtung des Offizierkasinos und der Erholungsräume der Mannschaften. Mit gewiß beabsichtigter Gegenüberstellung amerikanischer Verhältnisse betont Hauptmann Helmick, daß er in dem Göttinger Kasino niemals Spiel- oder Trinkgelage sah. Er rühmt die Einfachheit der geselligen Unterhaltungen und die durch die Kasinoeinrichtung gebotene Möglichkeit der gegenseitigen Erziehung im Ofsizierkorps. Lächerlich gering ist nach Ansicht des hochbezahlten, amerikanischen Militärs das Gehalt der deutschen Subalternoffiziere. Hauptmann Helmick findet es darum auch selbstverständlich, daß ihre gesellschaftliche Stellung eine andere als in den Vereinigten Staaten i|t, und daß mit dem Offiziersrock eine gemiife Bevorzugung des Trägers verbunden ist. Sehr b eg ei ft ert ist Hauptmann Helmick von dem deutschen Unteroffizier. Er chrcibt die Ueberlegenheit unserer Unterchargen gegenüber dem amerikanischen Material außer der höheren Bildung zwei äußerlichen Gründen zu: der — von den Gemeinen — getrennten Unterbringung und der Tatsache, daß alle Unteroffiziere von den Mannschaften auch außer dem Dienst gegrüßt werden müssen. Die weitgehende Detail- instruklion durch die Ofsiziere und Unteroffiziere ist nach Ansicht des Fachmannes aus dem Ljankeelande ein weiterer Hauptgrund für die Vorzüglichkeit der Armee. Ich sah die Leute Fehler machen, aber zu keiner Zeit habe" ich gesehen, daß auch der Fclddienft nicht — in nachlässiger oder oberflächlicher Wer)e betrieben wurde. Gerade bte mühselige (painstating), geduldete Aufmerksamkeck, bie allen Einzelheiten geschenkt wird, zeitigt solche vorzügUche Resultate. Nichts wird als zu unbedeutend angesehen, um nicht mit der gleichen Sorgfalt behandelt zu werden." Nur wenig hat dem Ae,ucher aus Amerika unsere Uniform gefallen. Er findet die Zusammenstellung der weiten „sackartigen" (baggy) Hose mit dem hohen Stiefel unvorteilhaft für das militärische Aussehen. Dazu bezeichnet Hauptmann Helmick den hohen Stiefel als „unbequem und steif" und sieht in ihm den Grund zu vielen berechtigten Klagen aus den Reihen der Soldaten. Ter Helm dagegen wird als bequeme militärische Kopfbedeckung gerühmt. (?) Bon auch politischem Interesse und Wert ist, was der Amerikaner über die Einstellung der Rekruten und ihre Ausbildung sagt. Er schreibt von der „geschickten Verteilung" der verschiedenen Elemente, welche die allgemeine Wehrpflicht unter der Fahne zusammcnbringt, unter die Kompagnien des Regiments. „Auch die wütigen Sozialdemokraten werden nach diesem Prinzip behandelt; man läßt sie nicht zusammen, verbiete! ihnen auch, sich während der Dienstzeit in irgend einer Weise mit Politck zu beschajtcgen. Ein forgfaltig ausgeuroeiteter Bücher- schatz dient mit dazu, die sozialipischen Ideen einzelner Rekruten in den zwei Jahren des altiven Dienstes zu beein- lussen und umzumodeln. Der Mann wird nicht nur als Soldat ausgebildet, sondern man arbeitet dauernd an ihm, ihn u einem nühlichen Glied der Gesellschaft im Sinne der beut- chen Regierung zu machen. Ten Tienst der Rekruten nennt Hauptmann Helmick allerdings übertrieben. Dabei findet er aber die Aufmerksamkeit, die gerade diesem Dienst geschenkt wird, und mit der er behandelt wird, ganz außerordentlich. Tas „gespannte Interesse eines jeden in der Ausbildung begriffenen Mannes" bezeichnet er direkt eine „Erquickung" für jemanden, der amerikanisches Material gewohnt ist. Detttlche» Reieh. Schloß Randau (Schlesleu), 29. sJIod. Anläßlich der Anwesenheit des Kaisers fand gestern abend eine Tafel statt, an der u. a. teilnahmen: Ter Herzog und die Herzogin von Trachenberg, Fürst zu Hohenlohe-Oehringen, Graf v. Hülsen- Häseler, Oberpräsident Graf von Zedlitz-Trützschler, Prinz Heinrich XXX. von Reust. — Heute vormittag begab sich der Kaiser mit dem Gefolge in das Jagdgelände. Berlin, 29. Nov. In der heutigen Sitzung des Bunde SratS wurden die Mitteilungen des Präsidenten des Reichstags über die Beschlüsse des Reichstags a) vom 13. Nov. 1906 zu der Petition betr. die Rechtsverhältnisse der in die häusliche Gemeinschaft aufgenommenen Dienstverpflichteten; b) vom 13. Nov. 1906 zu den Petionen des Deutschen Apotheker- veremS usiv. wegen Regelung des Apotheker wese ns dem Reichskanzler überwiesen. — Ferner wurden die Vorlagen über a) den Entwurf eme5 Gesetzes zur Aenderung des Ge- etzes betr. die Abwehr und Unterdrückung der Vieh- euchen und b) den Entwurf eines Gesetzes betr. die Feststellung des Haushaltsetats für die Schutzgebiete auf das Rechnungsjahr 1907 den zuständigen Ausschüssen überwiesen.— Die Verordnung betr. die Abänderung der AusführungS- bestimmungen zu dem Gesetz über Kriegsleistungen wurden genehmigt. — Dem Gesetzentwurf vom 20. Aug. 1906 betr. den Veredelungsverkehr mit Kaffee zum Rösten wurde zugestimmt. Die Anzahl der Etats für das Rechnungsjahr 1907 sand Zustimmung. — Die auffallend zahlreichen Sitzungen des preußischen Staats Ministerin ms in den beiden letzten Wochen sollen, wie verlautet, sämtlich der Frage der Linderung der Fletsch- teuecung gegolten haben. Hamburg, 29. Nov. Von bestunterrichteter Seite wird mitgeteilt, daß die Direktion des Schlachthauses beauftragt worden ist, an zuständiger Stelle sich zu informieren, welche Einrichtungen event. getroffen werden müßten, falls die Neichs- regierung sich entschließen sollte, amerikanisches lebendes Vieh zur Einfuhr zuzulassen, das dann in Hamburg unter gewißen Kaiitelen geschlachtet werden müßte. — In einer von der Woermannlinie einberufenen Versammlung der Verschiffer nach Deutsch-Südwestafrika wurden von Woermann Zugeständnisse inbezug auf billigere Tarifierungen von Baumaterialien aller Art, Getränken und Futtermitteln gemacht. Ferner sollen Gewichtsraten und ein Rabattsystem eingeführt werden. Der Frachtsatz von Lüderitzbiicht nach Swakopmund ist auf 15 Mk. per Tonne einschließlich Ausschiffung und Landung festgesetzt worden. Dadurch soll erreicht werden, daß in der Kolonie sich ein Stapelplatz bildet. Posen, 29. Nov. Nachdem die Ueberführung der Leiche deS Erzbischofs v. Stablewski gestern nachmittag vom erzbischöflichen Palais nach dem Dome stattgefunden hatte, erfolgte heute die Beisetzung in der Herz-Jesu-Kapelle des Domes. Die Zahl derjenigen, die am Sarge oorbeigegangen sind, beträgt gegen 50 000. Der Beisetzung wohnte im Auftrage des Kaisers Oberpräsident v. Waldow teil. Ferner waren die Spitzen der Behörden anwesend, u. a. der kommandierende General v. Luck, Regierungspräsident Kramer rc. — Erzbischof von Stablewski hat, Posener Blättern zufolge, letztwillig über drei Viertel Millionen Ntart für polnische Legate und wohltätige Stiftungen hinter- lassen. Aus Siaot Miio fcano. Gießen, den 30. November 1906. ** Die Taufe des Erbgroßherzogs. An den am 4. Dezember stattfindenden Tauffeierlichkeiten werden außer einem Berte eter des Kaisers und dem Vertreter des Königs von England, dem Herzog von Teck, nur die nächsten Verwandten der Allerhöchsten Herrschaften, ferner die Diplomatie, die Spitzen der Behörden und der Hofstaat teilnehmen. Nach Beendigung der Taufhandlung findet im Neuen Palais eine Frühstückstafel statt. "Die zweite Volksvorlesung von Dr. Ebel über die Geschichte der Stadt Gießen fand vor zahlreicher Zuhörerschaft am Mittwoch statt. Der Vottragende holte zu- nächst die Hauptereignisse aus der mittelalterlichen Geschichte der Stadt nach und schilderte sodann das 16. Jahrhundert, das für Gießen von besonderer Bedeutung geworden ist. In dieser politisch und religiös bewegten Zeit wurden die Festungswerke angelegt und Gießen tonnte als Stützpunkt und Waffenplatz in den Kämpfen Philipps des Großmütigen eme nicht unbedeutende Rolle spielen. Dann wurden bie Bauten besprochen, die sich seit der Nennaissance in der Stabt erhalten haben, und hierauf die Gründung der Universität, ihre Bedeutung und das akademische Leben dargestellt. Eine Schilderung der Festung und Garmion leitete über zu den Kriegsereignissen des 17. und namentlich des 18. Jahrhunderts, woran sich eine Skizze des bürgerlichen Lebens und der Kulturzustände, des Handels und des Gewerbes in diesem Jahrhundert anschloß. DaS 19. Jahrhundert begann mit politischen Umwälzungen, die knapp erörtert wurden, ebenso wie das Verhältnis der Biirgerschaft zu den nationalen Strömungen dieser Zeit. Die Fortsetzung bildete die Geschichte der revolutionären Bestrebungen bis zum Schluffe des Jahres 1848. Ein kurzer Ueberblick über die Entwicklung, die die Stadt seit der iDtitte des vorigen Jahrhunderts genommen hat, beschloß den Vortrag. Die ausgestellten Pläne, Ansichten und Archivalien auS dem Besitze der Stadt und des Vortragenden förderten die Anschaulichkeit des hochinteressanten Vortrags, der durchweg auf eigenen Forschungen beruhend sehr viel Äteues, noch nicht Veröffentlichtes bot. Reicher Beifall lohnte denn auch den Redner, dem der Ausschuß zlim größten Dank verpflichtet ist. ** Lehrerpersonalien. Uebcrtragen wurde dem Lehrer Henkel zu Glauberg die zweite Lehrerstelle an der Gemeindcschule zu Friedberg, Stadtteil Fauerbach. — In das Stirdjengebet wurde durch ein Ausschreiben des Oberkonsistoriums eine Fürbitte für den Erbgroßherzog ausgenommen. "Der Evang. Arbeiterverein, der seit Jahren bemüht ist, den Mitgliedern und Freunden gute Musik und Darbietungen der Kunst zu vermitteln, veranstaltet nächsten Sonntag, abends 8 Uhr, im Konfirmandensaale Liebig- straße 56, wiedereinen HauSmusik-Abend, zu dem jeder Aiusikfreund unentgeltlich Zutritt hat. b'0 Darmstadt, 29. Nov. Als in vergangener Nacht ein Herr aus einem Restaurant in der Dieburgerstraße herauskam, trat ihm ein junger Mensch entgegen und stierte ihm in unverschämter Weise ins Gesicht. Der Herr oerbat sich das, worauf ihm der Niensch sofort den Zwicker entzweischlug. Nun entwickelte sich zwischen den Beiden eine Balgerei, in deren Verlaufe der Bursche dem ohne jede Ursache angegriffenen Herrn die Nase ab biß. Mainz, 29. Nov. Die Eingemeindung von Mo mb ach kann vorerst deshalb nicht perfekt werden, weil nach einer Mitteilung des Oberbürgermeisters Mombach in Bezug auf die Bestattung der Leichen und der Wasserversorgung von Mombach Bedingungen aufgestellt hat, die für Mainz unannehmbar seien. (Fkf. Ztg.) Frankfurt, 29. Siov. Nach der „Frkf. Ztg." hat dort eine Versammlung einer Anzahl Zeitungsverleger auS Frankfurt, der Provinz Heffen-Nassau und dem Großherzogtum Hessen beschlossen, die Mehrkosten, welche ihnen durch die tarifmäßige Erhöhung der Arbeitspreise und der Preise für die Materialien erwachsen, durch eine Erhöhung der Abonnement- oder Anzeigenpreise auszugleichen. FC Frankfurt a. M., 29. Nov. Wegen falscher Beurkundung wurde gegen einen hiesigen praktischen Arzt ein Verfahren eingeleitet. Er war nach dem Hinscheiden eines Kindes gerufen worden und hatte auf die Angaben der Mutter, ohne die Leiche genau zu untersuchen, bescheinigt, daß das Kind an Stimmritzenkrampf gestorben sei. In Wirklichkeit war es, wie der Gerichtsarzt auf erhobene Anzeige feststellte, an einem Schädelbruch gestorben, den es dadurch erlitten hatte, daß es von der Mutter mit dem Kopse gegen die Wand geworfen wurde. Die Ntutter sitzt in Hast. Deutscher Reichstag. Sitzung vom 29. November 1906. Am Bundesratstisch die Staatssekretäre v. Tschirschky und Frhr. v. Stengel, sowie Kvlonialdirektor Dernburg. In der fortgesetzten Beratung der Nachtragsetats für Südwest a s r i k a erklärt: Abg. Dr. Semler (natl.): Tie Wahl des neuen Leiters der Kvlonialverwaltung schien ein Hirogramm zu bedeuten und btefe Vorlage scheint dem Programm zu entsprechen. Daß wir gestern eine erschöpfende Programmrede nicht bekamen, sei nicht zu bellagen. Kaufmännische Art ist es nicht, klug zu reden, sondern klug zu handeln. Mit seinen Leitsätzen sind wir im allgemeinen einveruanden. Den Wunsch des Reichskanzlers, daß man dem neuen Kolonialdirektor mit Vertrauen entgegen kommen möge, wolle seine Partei gern erfüllen. Wir sind bereit, mit ihm milzuarbeiten. Die Uebersicht über die finanzielle Entwicklung der Schutzgebiete hätte am besten auch bie Militariasten enthalten sollen. Eine genaue Uebersicht über die milttärrjcyen Ausgaben ist bringenb erwünscht. Mit dem Prinzip der Ex- peduionen m unaufgeschlossene Gebiete muß gebrochen werden. In der Bilanz sind mehrere Posten auf das militärische Kvnw gesetzt, die aber auf das wirtschaftliche Kvnw gehören, so Hafenanlagen, Anlage von Telegcaphenlinien und dergleichen. Der Ausvau der Eisenbahnen läßt iwch sehr viel zu wünschen übitg. Das Bahnprogramm Keetmanshoop—Kubub halte ich für ein Proielt, welches der 9ict gehorchend, nicht dem eigenen Triebe entbanden ist. Ich bäi.e eine großzügige Bahnpolttir erwartet, durch d.e ganz Südwestofrika durchquert würde. Es fehlt an einer Planmäßigkeit. Wir wollen nicht von Fall zu Fall Bahnlinien bewilligen: desh.ilb verlangen wir für d'e Zukunft ein bestimmtes System, toodnrch nicht das Geld ausgegeben, sondern erspart wird. Ten Süden von Westasrika zu räumen, h->eße das ganze Schutzgebiet räumen. Das wollen und bürgen wir nicht. In bie Not unterer bort kämp,enden Truppen groß, so ist sie doch nicht so groß, wie die Undankbarkeit im Vaterlande. (Hört! Hört!) Daß im vorigen Jahre hier bie Bahn abgelehnt wurde, erklärt sich aus btr ollg. Koloniawerstimmung. Tiefe Stimmung wird man auch diefcs Jahr zu erzeugen suchen. Das darf aber unser Urteil nicht irretuhren. Tenn cs ist Tatsache, daß ein iltieg immer Miß- stände auf gesundheitlichem wie auch, auf geistigem Gebiete her- vorbringt; das ist immer so gewesen, und so ist es klar, daß auch die kolonialen Verhältnisse jetzt Schwierigkeiten Hervorrufen. Man muß daher die Kritik in vernünftigen Grenzen halten; man darf deswegen nicht die Kolonialpolitik, um cs kurz zu sagen, in Grund und Boden diskreditieren. Gewiß ist es nützlich, wenn man durch Anwendung von Lauge einen Baum von seinen Schädlingen befreit, aber man darf die Lauge nicht auf die Wurzel gießen und dadurch -en ganzen Baum vernichten. Der Abg. Ledebour sagte gestern, ich hätte der Konfiskation des WitboigcbieteS in meiner Schrift das Wort geredet. Er hat nicht richtig referiert, es handelt sich in meiner Schrift lediglich um die Wiedergabe einer Mitteilung des Bezirkshanptmanns von Gibeon, nicht um meine eigene Meinung. Aber, ich will es hier aussprechen, ich bin durchaus der Meinung, daß das Witboigcbiet konfisziert werden muß (Zurufe: Na also! bei den Sozialdemokraten), und zwar aus dem Grunde, weil wir unmöglich die Stämme, die sich empört haben, ebenso behandeln können, wie die Stämme, die sich unterworfen haben und Frieden halten. Das ist praktisch unmöglich. Ich habe in meiner Schrift deshalb auch dafür gesprochen, daß man den Bersebahottcntotten ihr Land lasten soll, so lange sie Frieden halten. Aber daß man Stämmen, die erst mit uns gekämpft haben, ihr Land läßt, damit sie nachher weiter kämpfen können, das ist ausgeschlossen. Es kann äußerstenfalls die Frage sein, den Leuten nach wie vor die Möglichkeit einer ordnungsmäßigen Existenz zu geben. Sie (zu den Sozialdemokraten) wollen ja garnicht einmal den Leuten oie Möglichkeit geben, sich in den Bergwerken zu beschäftigen. Ich meine, man sollte doch froh sein, wenn man durch Eröffnung der Minen den Leuten es ermöglichte, ihr Leben zu führen; aber wenn Sie das Witboiland nicht konfisziert sehen wollen, wie wollen Sie e§ dann bewirtschaften? Wollen Sie das Nomadentum im Lande lasten? (Zurufe bei den Sozialdemokraten: Selbswerständlich!) Der Abg. Ledebour hat gestern noch die Bemerkung gemacht, die klimatischen Verhält- niste duldeten nicht, daß deutsche Weiße in den Kolonien arbeiteten. Ich kann ihm nur raten, einmal hinzugehen. Er wird zu der gegenteiligen Ansicht kommen. (Zuruf bei den Sozialdemokraten: Haden Sie denn dort gearbeitet?) Ich habe nicht gearbeitet, ich habe aber daS Klima erlebt. Ich weiß, daß man dort arbeiten kann, eS geht ein allgemeiner Zug des Interesses für die Kolonien durch da§ Land. Der Dichter beschäftigt sich schon mit der Materie. Und wir wollen uns nicht täuschen darüber, daß der Dichter mitunter mehr Einfluß hat, als mancher große deutsche Redner. In einem Punkte aber stimmen wir alle überein, daß es in der bisherigen Art nicht weitergehen kann, daß man so nicht wirtschaften, nicht kolonisieren kann. (Beifall.) Abg. Frhr. v. Richthofen (kons.)'k " Ich kann nicht umhin, dem Reichskanzler meinen Dank dafür anSzu sprechen, daß er sich so warm unserer Beamten angenommen hat. (Beifall.) Es ist gar kein Zweifel, daß eine ganze Maste grundloser Verdächtigungen ausgestreut worden sind. Dem Prospekt, einen besondern Gerichtshof zur Untersuchung der Vorkomm- niste einzusetzen, stehe ich mit gemischten Gefügten gegenüber. Solcher besonderer Ermittlungskammern sollte man sich nicht bedienen, wenngleich sie sich in diesem speziellen Falle vielleicht rechtfertigt. Wir sehen mit Vertrauen auf unfern Bcmntenstand der «entgegen. Den Leistungen der Firma Tippclskirch gebührt rwurf, sondern lediglich der unpraktischen Art und Weise, wie der Vertrag mit der Firma abgeschlossen worden ist. Wir hegen das Vertrauen zur Verwaltung, daß derartige Fehler in Zukunft vermieden werden. Sehr bedauern muß ich es, daß die Firma Woermann so mit Schmutz beworfen ist. Wo wären wir heute ohne sie, wo hätten wir die Schiffe hergenommen? Die Firma hat kaufmännische Gesichtspunkte verfolgt, gewiß, aber es ist in keiner Weise nachgewiesen, daß sie ihre Stellung mißbraucht hat. Es würde uns freuen, wenn wir die Sectransportabtcilung des Marineamts in Zukunft benutzen könnten; aber eS ist fraglich, ob das in größerem Umfange sich wird ermöglichen lasten. Der Firma Lenz haben wir hohe Anerkennung zu zollen. Die Erklärungen des neuen Kolonial- öirektors haben wir mit Befriedigung vernommen. Wir muffen aber, wenn wir über die Mißstände in der bisherigen Verwaltung und die Mißerfolge der Kolonialpolitik herziehen, bedenken, daß der Reichstag zum großen Teil mit schuld daran ist. Zu bedauern ist, daß das deutsche Kapital sich nicht in höherem Maße an unfern Kolonien beteiligt. Wir Höften, daß der neue Kolonialdircktor in den Kreisen seiner bisherigen Wirksamkeit bertin starke Heranziehung veranlaßt. Für eine uferlose Eisenbahnpolitik, wie sie Herr Dr. Semler wünscht, können wir uns nicht erlvärmen. Auch in unserm Mutterlande sind die Eisenbahnen erst so nach und nach eittstanden. Die Rechtsverhältnisse in den Kolonien sind nicht genügend klargestellt. Die Deklamationen des Herrn Ledebour werden ja hoftentlich gegenstandslos werden. Aber erwünscht wäre es uns, wenn der Kolonialdirektor uns einige Unterlagen in dieser Beziehung gegeben hätte. Hoffen wir, daß die weitere Entwicklung unserer Kolonien sich in den Bahnen vollziehen wird, die eines großen Bolles und des deutschen Namens würdig sind. (Beifall rechts.) Kolonialdirektor Dernburg: Es ist im Verlauf der Debatte, soweit ich ihr folgen konnte, hier von vielen Seiten dieses hohen Hauses mancherlei Freundlichkeit und mancherlei Wohlwollen mir ausgesprochen worden. Ich brauche Sie nicht zu versichern, daß ich diese Aussprüche nur dahin auffasse, daß sie mir als ein Ansporn dienen sollen, um die kolonialen Angelegenheiten mit Eifer weiter zu fördern. Ich nehme mir die Freiheit, hier in die Debatte einzugreifen, nm das Material, auf das ich zu antworten habe, nicht zu groß werden zu lassen, so daß ich darin ersticke. Selbstverständlich werde ich auf weitere Anregungen auch später antworten. Zunächst kann ich mich der Anregung aller Parteien dieses hohen Hauses, daß die Vorlagen gründlich geprüft werden sollen, nur anschließen. Gerade ich habe das größte Interesse daran, diese Prüfung herbeizuführen. Die Vorwürfe, welche die Sozialdemokraten gegen die Denftchriften gerichtet haben, um deren Zahlen zu diskreditieren, mutz ich zurückweisen, denn sie stellen einen Versuch bar, sowohl System als auch Person in Mißkredit zu bringen. Auf die Sache selbst aber will ich näher eingehen; weniger wegen der maßlosen Angriffe des Abg. Ledebour, als wegen der Bedenken, die von anderer Seite in ernster Weise geäußert worden sind. Da muß ich zunächst feststellen, was überhaupt der Sinn der Denftchriften ist. Einige von den Herren legen ihnen größeren Wert Bei, als ihnen beigelegt werden kann. (Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten, Heiterkeit und Unruhe.) Die Denkschriften stellen fein Programm dar, sondern nur die Bausteine zu einem solchen. Was sie bedeuten sollen, das steht in den Eingangsworten, und wenn Sie diese aufmerksam gelesen haben, so werden Sie in der Einleitung der Denkschrift über die Entwicklung der Schutzgebiete folgendes finden: -Als Ziel einer erfolgreichen Kolonisationspolitik darf man wohl die finanzwirtschaftliche Selbständigkeit der einzelnen kolonialen Gebiete und im Zusammenhänge damit eine gewisse Selbstverwaltung der Kolonien im engen Anschluß an das Mutterland hinstellen. Der Zeitpunkt für die Gewährung größerer Selbstverwaltung hängt aber wieder zum guten Teile davon ab, daß die Kolonie finanzwirtschaftlich selbständig geworden ist." Meine Aufgabe besteht mm darin, festzustellen, wie weit diese finanzwirtschaftliche Selbständigkeit bereits gediehen ist., Me Vorredner, mit Ausnahme de§ Herrn Ledebour, haben anerkannt, daß der Zweck einer verständigen Kolonialverwaltung der sein mutz, eine gewisse administrative Unabhängigkeit der Kolonien zu erreichen. Und daS war der Zweck der Denkschriften, zu zeigen, wie es bis jetzt damit steht. Es war nicht der Zweck, wie mir insinuiert wird, die militärischen Lasten zu unterdrücken, um so weitere Gelder von Ihnen zu bekommen, die wir sonst nicht bekommen würden. In diesem Hause gibt es doch auch nicht einen, der nicht weiß, was für Gelder für den Krieg ausgegcben sind (Widerspruch bei den Soz.), und wenn es jemand geben sollte, so möchte ich bitten, daß er sich meldet. (Große Heiterkeit.) Soll man nun mit der Statuicrung der finanziellen Selbständigkeit der Kolonien warten, bis sämtliche Okkupationskosten bezahlt sind, bis der letzte Mann der Schutztruppe zurückgezogen ist? Das hat in Algier siebzig Jahre gedauert, und ich würde es für sehr bedauerlich halten, wenn es bei uns so lange dauerte. Sic werden aus den Kolonien nicht das Richtige machen, Ivenn Sie die Leute nicht selbst verantwortlich machen. Solange die Leute einfach auf das RcichÄudget hin wirtschaften können, und solange sie nicht am eigenen Leibe fühlen, was die Sache kostet, werden sie nicht sparsam fein. (Sehr richtig!) Die Weckung des GcmeinsinneS auch da draußen ist also durchaus notwendig. Das ist herauszulesen aus der Denkschrift, wer mehr herausgelesen hat, der hat etwas gelesen, was nicht drin steht. WaS die zweite Denkschrift anlangt, so ist für jede der darin enthaltenen Ziffern der entsprechende Fragebogen vorhanden; und kann vorgelcgt werden. Die Sache ist sehr ernsthaft gehandhabt worden. Ich bemerke dabei, daß die Denkschrift in einem Punkte von Herrn Semler mißverstanden worden ist. Es ist darin ein Unterschied gemacht, den Herr Semler nicht genügend erkannt hat, nämlich der Unterschied zwischen Rentabilität und werbenden Unternehmungen. Werbende Unternehmungen sind alle diejenigen, die zum Zwecke des Gcldcrlverbs gemacht werden, rentabel aber sind sie erst dann, wenn sie tatsächlich Geld erwerben. Als werbende Unternehmungen sind alle Eisenbahnen eingestellt, selbst bann, wenn sie mit Untcrbilanz arbeiten; und rentabel sind sie bann, wenn sie eine angemessene Verzinsung bringen. Was dann die , Schätzung deS Kapitalwertes 1 - anlangt, so muß man auch hier die Denkschrift verständig lesen. (Heiterkeit.) Man nmß sehen, was tatsächlich darin steht. Zu beachten ist dabei, daß wir hier durchweg nur die deutsche Kapitalanlage festgestellt haben, dagegen nicht versucht haben, den gesamten Kapitalwert der Kolonien überhaupt festzustcllen, weil dazu die Anhaltspunkte fehlen. Um diese zu finden, müssen aber die Exportprodukte ins Auge gefaßt werben. Die Angriffe gegen die in den Denkschriften angewandte Methode muß ich zurück- weisen. Denn diese ist in Deutschland gang und gäbe, warum soll sic also nicht auch in Afrika gebraucht werden? Daß es sich natürlich hierbei um Erträgnisse unb nicht um Renten handelt, ist selbswerständlich. Wenn jemand die Absicht hat, einen Fischweiher zu erwerben, so wird er gar nicht anders rechnen können, als wir. Er läßt den Weiher ein ober zwei ober drei Saisons hindurch ab# fischen, und bann sagt er sich, für diesen Weiher kann ich so und so viel zahlen. Er weiß nicht, wie viel Fische darin sind, aber er weiß, was er herausbekommcn hat. Ebenso wissen ivir nicht, was die Eingeborenen besitzen, aber was herausgekommen ist, das haben wir gesehen. Wenn es sich hier in Berlin um die Schätzung eines Grundstückes handelt, bann kommt der Taxator unb stellt den Reinertrag des Grundstückes fest, und wenn in dem Grundstück der Besitzer selbst wohnt, so gilt auch der Wert dieser Wohnung als zum Reinertrag gehörig. So haben auch wir berechnet, was herauskommt und bann den Wert kapitalisiert. Die Eisenbahnen werden ja mich im allgemeinen gewertet nach dem 25fachen der Dividende. So haben auch wir hier eine Taxiermethode angewandt, die durchaus üblich ist, sowohl im gewöhnlichen Leben, wie im administrativen und legislatorischen. Nun hat Herr Lcdcbour uns an einem wunderschönen Beispiel zeigen wollen, wohin wir kämen, wenn wir den Export kapitalisieren, und er hat dabei auf Deutschland exemplifiziert. Es ist ihm dabei aber baS Versehen passiert, baß er bei der Zahl ber Milliarden eine Null zuviel genommen hat (Heiterkeit), er hat bas allerbings im „Vorwärts" korrigiert. (Erneute Heiterkeit.) Herr Ledebour hat gestern gesagt, meine Berechnung sei Unsinn, ich gebe ihm dieses Kompliment freundlich zurück. (Heiterkeit.) Wenn die Verhältnisse in den Kolonien so wären wie in Deutschland, dann wäre seine Rechnung ganz richtig. Aber bas ist nicht ber Fall: In den Kolonien kommt das Naturprodukt plus ber Eingcborenenarbeit plus Transport an bie Küste unb wird verarbeitet, in Deutschland wird verarbeitet das Rohmaterial unb cs kommt dazu der sämtliche Lohn, der in Deutschland gezahlt wirb, bie Kosten der Amortisation ber Maschinen usw. und das sämtliche Brotgetreide unb Fleisch, welches für die Ernährung der deutschen Arbeiter imvortiert wirb. Wenn Sie auf dieser Grundlage eine Rechnung aufmachtcn, so würden Sie in ber Tat ziemlich nahe an den Wert von 167 Milliarden kommen. Das wird ungefähr stimmen; aber das ist reiner Zufall. (Große Heiterkeit.) Die Herren haben meine Schätzung bemängelt; sie sagen, man kann gar nicht wissen, wie das ist. Das erinnert mich daran, baß zu einem Vorgänger von mir in der Darmstädter Bank vor 20 Jahren jemand kam und ihm ein Kohlenbergwerk anbot, was sich nachher gut rentiert hat. Er hat gesagt: Gehen Sie mir fort mit Ihrem Bergwerk; was unter der Erde ist, kann man gar nicht wissen. (Große Heiterkeit.) So ist es hier mit den Herren. „Gehen Sie mir fort mit Ihrer Schätzungl Was daran ist, kann man gar nicht wissen!" (Heiterkeit.) Wie steht es nun? Wir haben 12% Millionen Eingeborenen, unb wenn Sie für diese 12% Millionen eine Produktion in Höhe von nur einem Pfennig täglich annehmen, dann kommen Sie auf 42 Millionen Rente. Das kapitalisieren Sic, wie Sie wollen, mit 6 oder 7 Proz., jedenfalls kommen Sie bann viel höher, als Sie (nach links) an# nehmen. (Heiterkeit rechts. Lachen b. d. Soz.) Der Abg. Schäblcr hat verlangt, ich solle mich etwas mehr mit ber Eingeborenen-Frage beschäftigen. Nun, gerabe, weil ich es für meine wichtigste Ausgabe halte, bie Eingeborcnenprobuktion und als, bereu Vorbedingung die Eingeborenenwohlfahrt zu fördern, habe ich ja diese Zahlen auf- gestellt. Ich glaube, daß gerade die Aufstellung dieser Ziffern, sie mag so genau oder so ungenau fein, wie sie will, geeignet ist, das deutsche Volk davon zu überzeugen, wo man eigentlich eingreifen muß. Ich befand mich in dieser Hinsicht durchaus im Einverständnis mit dem Sprecher ber konservativen Fraktion. Weiter hat der ?lbg. Schädler gesagt, in der Kolonialabteilung muß auch im Innern Ordnung geschaffen werden; er hat dann einige Ausschnitte verlesen aus verschiedenen Blättern vom 12., 14. und 16. September. Ich bemerke dazu, daß das meine Verwaltung nicht betreffen kann, da ich die Geschäfte erst am 10. September übernommen habe. Ich habe mir aber die Mühe genommen, festzustellen, wie es bisher gewesen ist. Aus ber Geschäftsanweisung ergibt sich, daß im Amt eine gewisse Arbeitsteilung geherrscht hat, die Eingänge gingen an drei verschiedene Referenten, nur die wichtigsten Sachen wurden dem Direktor vorgelegt. Und zwar ist das die Folge der ArbcitSüberhäufung. in diesem Amte. Ich habe nun 2% Monate den redlichen Versuch gemacht, alles selbst durchzulesen, und alles selbst zu unterschreiben. Das erstere habe ich nicht ganz durchgesetzt, das zwette habe ich durchgesetzt. Das hat mich praeter propter 13 Stunden am Tage auf meinem Sessel fcstgehalten. (Härt! hört!) Ich habe schon gestern gesagt: zu einer wirklich administrativen, legislatorischen oder volkswirtschaftlichen Arbeit bin ich nicht gekommen. Ein Amt, das in % Jahr über 60 000 Eingänge hat, kann von einer Person gar nicht übersehen werden. (Sehr richtig!) Ich setze das durch, so lange es geht, aber in dem Moment, wo cs nottoenbig ist, bie Arbeiten der Kolonialabteilung in diesem Hause zu vertreten, ist natürlich meine ganze Anordnung in die Brüche gegangen, denn wenn man hier 4 oder 5 Stunden zu_ sitzen die Ehre hat (Heiterkeit) unb dann noch in Kommissionen tätig ist, bann hat der Tag ein Ende. Länger als 24 Stunden ist er nicht. (Heiterkeit.) Noch ein Wort über Den ✓ sogenannten Optimismus, der mir borgeworfen ist. Der Optimismus scheint etwas ganz furchtbares zu fein. (Heiterkeit), ich bin ihm noch nicht begegnet (erneute Heiterkeit), aber er wird mir immer entgegengehalten. Ohne die Zuversicht, daß man aus der übernommenen Aufgabe etwas machen kann, ohne den festen Willen, die Sache auch durch- zuführen ohne Rücklicht auf die Schwierigkeiten und Unannehmlichkeiten, die man sich dabei zuziehen kann und ohne die Anstrengungen, die dazu notwendig sind, wird überhaupt nichts in der Welt gemacht. (Sehr richtig!) Und diese Sorte von Optimismus besitze ich und hoffe sie mir audj zu bewahren. (Beifall.) DaS führt natürlich nicht dahin, daß man uferlose Dinge unternehmen soll. Das habe ich auch nicht gesagt. Kein Mensch kann mir das vorwerfen. Im Gegenteil, ich habe gesagt, bie koloniale Entwickelung Deutschlands kann nur vor sich gehen ziel- unb plangemäß, mit einem festen Plan, sodaß man sich einrichten kann. Ter Abg. Semler sagt, er hätte es lieber gesehen, wenn jetzt nicht wieder ein solches Stückchen gefordert, sondern wenn gleich ein volles Programm für alles gekommen wäre, was bezüglich Südwcstafrikas auszugeben ist. Ja, das ist sehr leicht gesagt, wenn man nur zwei Monate Zeit vor sich hat. Vor zwei Monaten habe ich die Geschäfte übernommen, wie kann man da einen Plan ausarbeiten, wie ein Land durch Eisenbahnen erschlossen werden kann, das zweimal so groß ist wie Deutschland, das man nie gesehen hat und das auch den meisten Herren in seiner geologischen Beschaffenheit unbekannt ist? Wie kann man einen Plan machen, wenn man nicht weiß, was die Sache kostet! Ich glaube, daß der Abg. Semler das Vertrauen hat, baß ich halte, was ich verspreche, nämlich daß wir einen Plan machen. Aber ber Plan wird erst reif, wenn man weiß, was die Sache kostet, und dazu müssen Sie uns eine gewisse Zeit lassen. (Sehr richtig!) Ich benötige bie Zeit auch deshalb, weil ich finde — und darin unterscheide ich mich von einigen Mitgliedern des Hauses — baß wir zur Zett ziemftch viel Eisenbahnen Bauen, und daß es richtig ist, daß wir jetzt nicht wieder etwas neues anfangen. Wir bauen jetzt für beinahe 60 Millionen Mark. Da muß man vorsichtig fein und erst bie Erfolge abwarten. Dann haben wir Daten in Händen, unb von diesen Daten erwarte ich, baß sie uns nicht abgeneigter, sondern geneigter machen werden, neues Geld auszugeben. (Sehr richttg!) Von demselben Gesichtspunkt aus, habe ich Ihnen eine Karte zugehen lassen, ich wollte eigentlich schon gestern darüber sprechen, kam aber nicht dazu, da ich die Geduld des Hauses nicht $u sehr ermüden wollte. Die Karte verdankt ihre Entstehung einer Anregung beS Abg. Dr. Müller-Sagau, welcher eine Art beschränkten Schutz eingeführt haben wollte, weil er sich sagte, es ist nicht möglich, auf die Dauer diese hohen Kosten zu tragen. Herr Ledebour hat allerbings gestern gesagt, wir hätten bas Prinzip, die Eingeborenen abzuhetzen. Das soll aus der Denkschrift des hohen Gencralstabes hervorgehen. Ich habe die Denkschrift durchgelesen, habe diese Stelle aber nicht gefunden. Herr Ledebour, vielleicht zeigen Sie sie mir, die Regierung hat das nicht ausgesprochen. (Ruf rechts: Also wieder nicht wahr! — Große Heiterkeit rechts.) Die Karte hat zu Irrtümern Anlaß gegeben, weil sie nicht bas gesamte Schutzgebiet enthält; sie zeigt, wieviel Weiße int Jahre 1903 hier gewohnt haben unb wieviel außerhalb des Limes. Der Limes auf der Karte ist 100 Km. weit rechts und links gezogen worden, indem man angenommen hat, baß bis auf 100 Km. eine Bahn einen wesentlichen Schutz Zu geben in ber Lage ist. Man kann bie Beschränkung ber Besiedelung auf diesen Limes ermöglichen, indem man Kronland außerhalb dieses Kreises nicht verkauft, indem man ferner denjenigen, die draußen sind, anheim gibt, sich innerhalb des KreiscS anzu- siedcln, und den anderen sagt: Ihr habt auf einen militärischen Schutz nicht zu rechnen! So kann man diesen limitierten Kreis Zuerst besiedeln, und erst wenn die Kraft ber Bevölkerung so stark ist, baß sie hinausdrängt außerhalb des Kreises, dann soll man sie hinausbrängen lassen. Das ist viel natürlicher, als wenn matt dieses Niesengebiet von vornherein über die ganze Fläche besiedel» läßt, und das hat vor allen Dingen den Zweck, die Ausgaben zu verringern. Es ist übrigens gesagt worden, die Linie sei etwas zu hoch, und Herr G o u v e r n e u r L i n d c q u i st , der bie Sache noch näher erklären wird, hat gewünscht, daß bie einzelnen Punkte noch etwas anders gelegt werden sollen. Eine weitere Art, ( die Kosten zu verringern, ist bie Folge der Enquete, die Herr Gouverneur Linbcquist unter den Schutztruppen angestellt hat. Es ist ganz rührend, zu sehen, wie jeder Mann, der einmal da draußen war, immer wieder zurück will in das merkwürdige Land. (Lachen bei den Sozialdemokraten.) Ich habe noch niemand gesehen, der nicht wieder zurück wollte. CS wird nun eine Wehrordnung eingeführt, eine Art Miliz, bie jeden waffenfähigen Mann auf den Ruf deS Gouverneurs parat stellt, eine Art Landesverteidigung ersten Grades, darntt solche Dinge, tote der Aufstand, nicht wieder Vorkommen. Dadurch sparen wir natürlich viel an der Schutztruppe. Ebenso muffen wir dafür sorgen, daß der Fiskus in Subwestafrika reiche Einnahmen bekommt, unb es erscheint das richttgfte, eine Grundwertsteuerordnung zur Einführung zu Bringen. Wir werben bann die Möglichkeit haben, ohne große Belastung des Reiches hier zu beantragen, daß den Farmern, nicht in Form von Entschädigungen, sondern in Form von Unter st ützungen, werbende Beihilfen gegeben werden. (Zustimmung.) Es wird Ihnen noch eine entsprechende Vorlage zugehen. Herr Dr. Semler hat angeregt, nunmehr zunächst einmal eine Feldspurbahn zu bauen. Dieser Gedanke hat etwas Bestechendes. Wir fürchten aber, daß die Vorteile doch nicht erreicht werden, die Herr Dr. Semler sich davon verspricht. Motiviert ist der Gedanke ja mit der Notlage unserer Truppen, ihrer schlechten Verpflegung usw., und selbstverständlich wird die Anregung fteundlich geprüft werden. Nun zu einigen anderen, kleineren Bemerkungen, bie sich auf bie Rede des Abg. Dr. semler beziehen. Herr Dr. Semler hat uns unrecht getan, und er wird das Unrecht nicht aiifrechterhalten. Wo haben wir denn den Gebauten ausgebrückt, daß der deutsche Export vielleicht auf der Welt unterbunden toirb, und daß wir bann zurückgrcifen müssen auf unsere Kolonien.. Wenn wir bad gesagt hätten, würden wir allerdings Tadel verdienen. Aber gar keine Rede davon. Die betreffende Stelle in der ^Denkschrift aber, die Herr Dr. Semler im Auge hat, bezieht sich lediglich aus China, und was wir uns von China zu versehen haben, das haben wir ja bereits erlebt. Aber daß dem deutschen. Handel die ganze. Welt verschlossen werden würde, davon ist gar keine Rebe. Dazu ist der deutsche Handel viel zu aktiv, dazu sind seine Produkte viel z» gut (lebhafte Zustimmung.) Es ist bann auch die Frage aufgeworfen worden, ov eS ma> möglich fei, den deutschen Handwerkerstand mehr zu Materiallieferungen und fonftigen Zwecken heranzuziehen Ich komme später noch daraus, warum das bisher nicht mogln® gewesen ist unb welche Vorbedingungen notwendig waren, um es zu ermöglichen. Man hat deshalb den Vertrag mit der F^rma Tippclskirch seinerzeit gemacht, weil man keine Organisation im Kolonialmnt hatte, die bie Angebote der einzelnen..Lieferanten prüfen konnte, mit Verschiedenen Verhandlungen an knüpf en konnte unb so weiter. Wenn Sie dem neuen .Kolonialamt das notwendige Personal geben, so daß wir die Intendantur voll besehen können, bann werden wir uns auch an die kleinen Sßrobuftcnten toent^u (D fall rechts), wenn aber ein einziger Mann, wie Maior ,^cher, ferungen für 16 000 Mann in kurzer Zett beschaffen muß, ohne baß Viehversteigerung. Donnerstag, den 6. Dezember 1906, vorm. 11 Uhr werden auf dem Rathause dahier öffentlich meiftbictcnt) versteigert: 2 gut gemästete Faselochsen, einzusehen im Faselstall dahier und bet Polizeidiener Rhein-Hüttenfeld. 1 gut gemästeter Eber, einzusehen bei Polizeidiener Rhein-Hilttenfeld. 2 Ziegenböcke, einzusehen bei M. Kork und Daniel Schollmeier, hier. hv”/11 Lamperth eim, am 27. November 1906. Großh. Bürgerlueisterei Lampertheiin. Boxheimer. Die Gemä'de.Ausstellung iin Turm- bau« am Brand, ist täglich mit Aus. nähme SamSiags, von 1t bis 1 Uhr ocöffnct, Mittwochs auch noch von 3 bis 5 Uhr nachmittags. All Sonn- und Feiertagen, von I I bis 3 Uhr nachmittags ununterbrochen. Eintritt für Mchtinitglieder d-S KunstverelnS, an Werktagen —.50 Pfg. an Sonn, und Feiertagen —.2u Pfg. ®”/io FI» gehabt, von der UndanDarkett de« deutschen Vaterlandes zu reden. ! Seine Rede war nur ein Aufguß der Teimlingschen Rede, aber i wa« wir von einem Deimling entgegennehmen müssen, das haben ' wir nicht nötig, unS von einem semler gefallen zu lasten. Mit der Dankbarkeit oder Undankbarkeit gegen unsere Truppen hat die Haltung des Reichstags nichts zu tun. Ausdrücklich betone ich, daß auch ich Herrn Erzberger unsere Anerkennung ausspreckie. 23c» dauern mutz ich jedoch, datz Herr v. Podbielski unmittelbar vor dem Beginn des Reichstags, und nicht gleich nach dem Bekanntwerden seiner Beziehungen zu der Firma TippelSkirch entlaßen ist. Erinnern will ich daran, datz bei einer Gutsbcleihung in Schlesien durch die Vermögcnsverwaltungsstelle, deren Kuratorium Herr von Podbielski angehört, infolge einer ausgefallenen Hppo- thek von 400 000 Mar! viele Offiziere und Beamte ihr Vermögen verloren haben. Datz ein Kaufmann für unsere Kolonral- verwaltung gewonnen ist, begrützen auch wir. Hoffentlich ist es jetzt auch mit der Proteltionswirtschaft, wie im Fall Tlppelskirch, ein für allemal zu Ende. Der neue Kolonialdirektor tritt für die Selbständigkeit unserer Kolonien ein. Hoffentlich werden unsere Kolonien auch finanziell und wirtschaftlich selbständig, sie dürfen nicht nur die fal'che Selbstständigkeit erlangen, die ein junges Ehepaar besitzt, das sich von den Schwiegereltern ernähren läßt. Bermitzt habe ich in der Rede des Herrn Dernburg jedes Wort über die Eingcborcnensrage. So wie bisher darf es nicht weiter gehen, wenn wir den Eingeborenen alles nehmen, so ist das ein ach eine Raubund Mordpolitik. Die Denkschriften sind ganz wertlos, auch die laufmännischen Kreise hatten wobl etwas anderes ermartet. Tie Denkschriften sind mehr byzantinisch als kaufmännisch. Vielleicht hat Herr Dernburg auch zeigen wollen, wie schnell er sich aus einem Kaufmann zum Diplomaten entwickelt bat, für den bekanntlich die Sprache nur dazu da ist, um die Gedanlen zu verbergen. Redner geht auf die Einzelheiten der Denkschriften ein und kritisiert sie abfällig. Der Verglich mit Elsatz-Lothrmgen, den der Kolonialdirektor gestern brauchte, h-nkt gewaltig, denn bei Elsaß-Lothringen handelt es sich nicht nm Landerwerb, sondern um die Zurückgewinnung deutschen Bodens und hnnderttausendcr deutscher Brüder. Wo ist die Deckung für die Kolonialbahnen? Der Schatzsekretär sagte doch erst kürz.ich, er würde keiner Vorlage zustimmen, wenn nicht die Deckungsfrage gelöst sei. Soll es denn mit der Pumpwirtschast noch immer so weiter gehen? Fragen müssen wir endlich, weshalb die Truppen noch nicht zurückgezogen sind. Das muß sofort geschehen. Was die Denkschrift anlangt, so weiß ich nicht, was ich mehr vewundern soll: die Kühnheit der Rechnung oder den Glauben, daß sie auf den Reichstag Eindruck machen wird. Ein gewisser Optimismus ist freilich bei Hofe jetzt sehr beliebt; es wird aber derselbe in weiten Kreisen nicht geteilt. Ich wünsche, daß wir in Zukunft weniger Phcmtasie- politil sehen tverdenl Abg. Dr. Arendt (Rp.): Ich möchte zunächst meiner Freude darüber Ausdruck geben, daß dem Kolonialdireltor die glatte Erledigung der VertragSangelegenheiten so schnell gelungen ist. Herr Kopsch hat im Namen des deutschen Volles gesprochen; ich glaube nicht, daß er dazu berechtigt ist. (Sehr wahr I) Daß die Zurück ührniig der Truppen auf jede mögliche Weise beschleunigt wird, dafür bin auch ich. Aber eben deshalb bin ich für den fchleunigen Bau der Dahn. Die Vorschläge des Abg. Kopsch laufen darauf hinaus, datz man ; den Krieg und die Opser verewigte. Da ist der Abg. Ledebour wenigstens konsequent, indem er die ganzen Kolonien arckgrbk« will. Welche Erfolge man durch Vahnbauten crzie t lehren die Erfahrungen, die die Engländer mit der /^anda B-chn g macht haben. Diese Bahn hat auch unS einen schweren^ Aufstand erspart, der unS viel Opfer gelastet bat. A.,o. entweder wir geben die Kolonien auf oder wir bauen Bahnen, um die moderne Kultur hineinzutragen. Diesem Gedanken hat auch Windthorst einmal AuSdr?ck gegeben. Bei der Rede deS Abg. Ledebourhabe ich mich gefraat, wie mag denn eigentlich die sozmlistifche Kolonial. Politik auSfehen. Nehmen wir an, wir hatten eine Republik, mit Herrn Bebel als Präsidenten, Herrn Singer als ReichSlanzler und Herrii Ledebour als Kolonialdirektor! Wie würden Sie denn die Deutlchen ui den Ko onien schützen? (Abg Bebel: Wir tvürden Sic hinschicken! — Grotze Heiterten links). Herr Bebel, jetzt bin ich gern hingegangen "Jet mit« Ihrer Herrschaft würde ick das nicht tun. (Grotze Heiterkeit recktS). EtivaS Mitgefühl mit den deutschen Landsleuten konnte Herr Ledebour wohl haben, er mußte sich tagen, datz Die Entwicklung der Kolonien nicht au« sich selbst erfolgen kann, sondern daß ihnen Hilfe vom Mutterlande werden muß. Ein Zugeständnis hat Herr Ledebour freilich schon gemacht, « sprach gestern uick't von den wertlo-en Kolonien, sondern von den relativ wertlosen Kolonien. DaS ist sehr bezeichnend. Heute liegen die Verhältnisse nicht mehr so tote früher, heute sind 16 Abgeordnete auS allen Parteien Dort ge- wesen, die alle mit der Meinung zurückgelommen sind, datz ihre Erwartungen übertroffen seien und daß untere Kolonien nicht relativ wertlos wären. Ich halte es Tür einen schweren Fehler unserer früheren Koionialverwalmng, datz der Bau der Bahn im Süden nicht sofort- bei AuSbruch, des Aufstandes in Angriff genommen Mtd ferner, daß sie tm vorigen Jaore nicht die Fortführung der Bahn btS KeelmannS- Hoop, sondern statt dessen die Rohoboth-Dahn forderte. Dm Keetmannshoop - Bahn wäre von der Budgetkommission^ ohne weiteres bewilligt worden. (Sehr richtig! rechts.) Die militärischen Forderungen für Südtoesta'rika sind bereits erheblich herabgesetzt, und sie werden sich noch weiter vermindern. Diejenigen Opfer, die die reichsten Früchte tragen, sind und bleiben die Opfer für Eisenbahnen. Herr Kollege Paasche bat in Den von ihm angestellten Berechnungen in keiner Weise übertrieben. Die Tatsache, datz jetzt sogar die Engländer trotz ihre« großen Kolonialbesitzes aus einer deutschen Kolonie etwa« zu holen suchen, wird hoffentlich auch d -m deiitschen Michel die Augen offnen. Wir wllten aushören, die Koloniaifrage als Parteifrage zu betrachten, sondern uns statt dessen vereinigen, um Die Kolonie» zu einer Quelle steigenden Wohlstandes für Deutschland zu machen. Natürlich haben wir Lehrgeld zahlen müssen, aber jetzt dürfen wir den Optimismus des Kolonialdirektors für berechtigt halten, denn wir stehen an der Schwelle einer aufsteigenden Entwicklung. Gerade die Anhänger der Kolonialpolitik haben das größte Interesse daran, daß nur die besten Beamten nach den Kolonien geschickt werden, aber deshalb braucht man noch nicht jede Verfehlung in der ärgsten Art breit zu treten. Ich hoffe, daß jetzt endlich ein frischer Geist in unsere Kolonial« Verwaltung einziehen wird. Durch eine vernünftige Kolonialpolitik fördern wir die Interessen des deutschen Volkes. (Beifall rechts.) Ein Vertagungsantrag wird angenommen. Nächste Sitzung: Freitag 1 Uhr: Fortsetzung. Schluß 6>» Uhr. er frgertbtoeldje Hilfskräfte hat, dann toei*d er stch natürlich nicht i an bte kleinerer» Firmen, sondern macht Abschlüsse mit em# eigen großen. Weiter ist die Rechtsfrage in den Kolonien angeschnitten worden. Sie ist KveifelloL eines der toidjtrQflen Probleme, kann ab« nur gelöst werden, wenn wir uns die Erfahrungen älterer Kolonialvölker zunutze machen. Wir haben viel zu wenig Darauf gesehen, toa-3 unsere Nachbarn tun, und uns viel zu viel mit eigenen Dogmen herumgeschlaacn. (Sehr richtig!) Dadurch haben wir furchtbar viel Lehrgeld bezahlen muffen. s^hr wahr! Sehr richtig!) In der Frage desMngeborenenrechtS Haven andere Nationen sä)on eine lange Praxis hinter sich. Das musten wir zunächst studieren, und daher ist tm neuen Etat der Poften eines Kolonialattaches gefordert worden (Hört, Hörti und Lachen bei den Soz.), der an Ort und Stelle sich die Sachen ansehen soll. Denn, was in der Wilhelrnstrahe zu studieren ist, das können wir alleine. (Grotze Heiterkeit.) ____ Nunmehr komme ich zu dem letzten Wunsch deS Freiherrn von Nichthofen, nämlich, daß das deutsche Kapital in größerem Umfange zu Den Kolonien herangezogen werden soll. Das deutsche Kapital ist aber gegenwärtig sehr schwer Heranzuzwhen, nicht etwa, weil eS kein Verlrauen zu unseren Kolonien hatte, sondern weil es hier wirklich zu ungewöhnlich guten Sä^n eine überreichliche Betätigung findet. So lange wir einen Bankdiskont von 6 Prozent und ein Kontokorrent von 7 Proz. haben, geht das Kapital nicht nach den Kolonien und legt sich dort zehn Jahre brach. Andererseits kann man das Kapital unter* stützen, DaS dorthin will, aber nicht daS, welches sich,in großen Landgeschäften zu Bodenspekulationen festlegt (Großer Beifall rechts), sondern wir wollen es da unterstützen, wo es die Gewahr bietet, daß es werbend, wirkend, fördernd in die Entwicklung der Kolonien eingreift. Aber da Dürfen wir auch nicht knausern, da müssen wir auf etwas breiter Grundlage vorgehen. Nur dürfen wir, wie schon gestern gesagt, nicht denken: das Kapital wird dort unsere Eisenbahnen bauen. Eisenbahnen sind Angelegenheit des Staates. Monopole soll man eben nicht in private Hände geben I DaS haben uns unsere bisherigen Erfahrungen zur Genüge gewährt. .(Lcbh. Beifall.) Wg. Kopsch (fress. Vg.): Die Danksagungen von dem Kolonialdirektor waren ja zwar sehr liebenswürdig, aber nicht notwendig. AuS der Rede des Direktors klang heraus, als ob er um mildernde Umstände für seine Denkschriften vlaidiere. (Lachen rechts.) Nun, wir gewähren ihm mildernde Umstände, im Hinblick auf die große Arbeitslast, die auf ihm jetzt ruht. Herr Kollege Semler hat auf Grund seiner persönlichen Erfahrungen hier gesprochen. Aber diese persönlichen Erfahrungen können für uns nicht vollkommen maßgebend sein. Das deutsche Volk glaubt an Erfolge in unseren Kolonien nicht, und es ist müde, dafür immer Opfer zu bringen. Die Kolonien müssen nach kaufmännischen Grundsätzen regiert werden, aber Kaufmann ist nicht gleichbedeutend mit Zahlenjongleur. Da wir einmal Kolonien haben, so werden wir, wenn sie vernünftig bewirtschaftet werden, auch daran mitwirlen, wie wir es bisher schon getan haben. Herr Dr. Semler hat den Mut Belinntumchmtg, betr. die Hundesteuer. Diejenigen hiesigen Einwohner, welche tm Laufe dieses Jahres Hunde abgeschafft, aber noch nicht abgemeldet haben, wollen die- fpäiestens bis zum 31. Dezember entweder mündlich oder schriftlich bei der unter- zeichneten Bürgermeisterei (Zimmer Nr. 2) anzeigen. Vordruck für schriftliche Abmeldungen ist dort erhältlich. Die Verbindlichkeit zur Em- richtung der Hundeadgabe dauert bei Nichtabineldimg auch im folgenden Jahre und zwar solange fort, al« die entsprechende Anzeige versäumt wird. Gießen, den 29. November 1906. Großherzoaiww L^uro''rmeisteret Gießen. B“/11 _________I. B.: Eurschmann. ________________ Bekanntmachung. In das Genossenschaftsregister wurde bezüglich des Spar- und Borfchutz-Rerein Staufenberg, e. G. m. u. H. eingetragen: der Rechner Heinrich Benzler ist aus dem Vorstand ausgeschieden. Der Landwirt Ludwig Kaiser II zu Staufenberg ist als Kontrolleur in den Vorstand ge-- wähll und das Vorstandsmitglied Ludwig Kraft III zum Rechner bestellt worden. Gießen, den 29. November 1906. B-°/"____________Großherzogliches Amtsgericht.___________ Bekanntmachung. Die Firmen: a) „ Wilhelm Reiber"; b) „Kaisers Kaffeegeschäft, Kaiser & Cie. zu Dülken, Zweigniederlassung Gießen" sind erloschen. — Die Firma „Kölner Konsum-Anstalt Gebrüder Berdux, Gießener Seefisch- Markt zu Gießen" ist ab 15. Oktober I. Zs. mit Aktiva rind Passiva auf den Kaufmann Heinrich Berdux in Marburg übergegangen; die Prokura der Julius Berdux Ehefrau ist erloschen. — Die Firma „Theodor Rinn & Cie. Zweigniederlassung in Gießen" ist ab 1. November 1906 ohne Aktiva und Passiva auf den Fabrikant Friedrich Solger von Hanau übergegangen und wird unter der alten Firma als Hanptniederlassung weitergeführt. — Der Sitz der Zweigniederlassung Gießen der Firma S. H. Cohn zu Woerlitz ist nach der Badenburger-Mühle, Gememde- bezirk Wieseck, verlegt worden. Gießen, den 26. November 1906. Großh. Amtsgericht. B“/11 ES bittet um den Besuch seiner grossen in sämtlichen Kinderspielwaren für Knaben u. Mädchen Grösste Auswahl. Viele Neuheiten. Christbaumschmuck- und Ständer. Lichter. Lichthalter. 7053 Sonnenstrasse 1831 25 Aufforderung. Ansprüche an das Grundstück in der Gemarkung Gießen alt Flur 28 Nr. 140, neu Flur 13 Nr. 153 Acker am Sand- kailten-Weg links 1188 qm, im Grundbuch zugeschrieben dem Heinrich Eapeller und dessen Ehefrau (Äisabethe, geborene Buß zu Gießen, das überschrieben werden soll, sind binnen vier Wochen vom Erscheinen in den Blättern gerechnet, dahier gehörig begründet geltend zu machen, als sonst die Beschränkung vom 3. April 1879 im Mntationsverzeichnis gelöscht wird. Gießen, den 28. November 1906. Großh. Amtsgericht. B“/11 Leberwnrst ä P!d. 30 Pfg. Presskopf „ 60 „ 7106 Neuenweg 33 F- Ewige Jugend erhält man sich z durch den GebrauchKein von Abscbmntzen färbt sofort 'Xv-i^Prämllert m mehrer gold. Medaillen 5^ Garantiert unsch&dlleh Alleinverkauf: / Emil Koch Herren- u Damen - Frlseurgeschaft 62 Bahnhofstrasse 62 in mim Giebt schönste Wäsche Eli nns NurechtMIT ROTBAHD Ortskrankenkasse Gießen. Geueral-Berfammlmig Sonntag, den 9. Dezember 1906, vormittags 10 Uhr, im Felseukeller Tagesordnung: 1. Wahl des Ausschusses zur Prüfung der Jahresrechnung. 2. Vorstandswahl bezw. Ersatzmänner. 3. Statutenänderung (§ 21). 4. Bericht von der Jahresversammlung des Verbandes deutscher Ortskrankenkassen inDüsseldorf. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung sieht der Vorstand zahlreichem Besuche entgegen. c»o.u Der Borstand. Sonntagsverein für Mädchen. Die Vereinigung der Mädchen findet statt an jedem Sonntage zwischen 2 und 7 Uhr nachmittags im Saale der Kleinkinderschule, Diezstraße 15, die Mädchen können zu jeder Zeit kommen und gehen; von etwa 4 Uhr bis 5 Uhr findet gemeinsame Unterhaltung statt mit Gelang, Andacht, Ansprache, Vorträgen. Gute unterhaltende Bücher und Spiele sind in großer Zahl vorhanden. Wir laden zur Tellnahme freundlichst ein. D”/a Der Vorstand: Dr. Naumann, Kirchenrat. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die Geschenkartikel Gesellschaftsspiele Bilderbücher Grossen-Linden, den 30. November 1906. 7130 Frau Anna Kessler 7128 MMFW PWsVWN'AWf. ■ Joh. 7118 Orgelnachspiel dt ■ haben Sägewerk [7027 Georg Schubecker. ein. Familie« Gundrum-Stumpf. 7119 der Danksagung Anna Maria Zacher Teleoramm! Salzböden, 29. November 1906 7123 08800 Gießen, den 30 November 1906. 08795 Lrlrfon 540 6652 UebcrinihM [amtlicher Arbeiten bei LterbeUen eröffnet habe. 08813 08753 LI ti zahlreichen Kranzspenden bei dem Hinscheiden meines lieben Gatten sage innigen Dank. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Mutter Generalversammlung b ZM- ii. Mrsthchnereills E. m. 11. K. Ter Besitzer: BCarl Funk© i. V.: W. Dillinanii. Fm Namen der trauernden Hinterbliebenen: Friedr. Vogel II. Donnerstag, den 6. Dez. l. Fs. Generalversammlung bei Gastwirt Daniel Erb. 7117 Tages-Ordnung: 1. Revisionsbericht. 2. Bericht über den VerbandZtag. 3. Verschiedenes. Wieseck, .den 30. November 1906. Für den Aufsichtsrat: Schäfer. Bringe morgen ans den Brand eine große Menge holländisches Rotkraut von 20 Pfg. an, -100 große, weifte Blumenkohl 40 und 45 Pfg., große Menge feinste Schwarzwurzel 10 Pfd. 2 Mk., fernste Speise« Möhren 10 Pfd. 45 Pfg., prima feste Speisezwiebcl 10 Pfd. 45 Pfg., im Zentner 4 Mk., Riesenwirsing Stück 30 Pfg., feinsten Amcyer Weißkohl Stück 30 Pfg., dunkle, zarte Roterübeu per Pfd. 5 Pfg. einen Fehler, wenn Sie nicht Ihren Kindern ben flaraiuiert reinen Medizinal-Leberthran aus der Germania-Drogerie Car9 Jeebel, Telephon 593 Frantf.Str.39 geben. [7032 Die ständige Nachfrage nach demselben ist der beste Beweis, wie gerne alle Kinder lhn nehmen. Eine Probeflasche wird Sie hiervon überzeugen. Einem ferneren Wohlwollen sieht, unter dem Versprechen, nur gute preiswerte Ware zu liefern, entgegen Minna Simon. Mittwoch, 5. Dezbr. 1906, abends 8—9 Uhr Dankeskirche • Bad-Nauheim Konzert des Soloquartetis für Kirchengesang —..... ans Leipzig —:...... - (Orgel: Een sind. phiL et inus. Otto Wissig). Unsers Heilands Erdenwallen Juh. Seb. Bach: Pastorale in F-dnr (Orgel) In Betulebein Gesänge von Eccard, Riedel, Praetorius, Mergner Durch Canaans Gefilde Gesänge von Hiller, Röthig, Hauptmann, König Seb. Bach: Choral vorspiel: in dich hab ich gehoffet, Herr Auf Golgatha Gesänge von Haster, Crtiger, Bach, Schurig, Schütz, Becker Ter heutigen Nummer liegt ein Prospekt der jFirma Georg Bernhardt, Leipzig, bei, enthaltend eine Einladung zum Bezüge der .Illustrierten Romane von Nalaly von Eichstruth'. he*/ Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die zahlreichen Blumenspenden, bei dem Hinscheiden unser lieben, unvergeßlichen Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter Frau Gastwirt Ferdinand GundrnrnI,Ww. sagen hiermit herzlichsten Dank. In sLuts uiscuer i^uainäi zu hauen bei H. Heiller, Konditorei, Giessen. ss8/s sagen wir innigen Dank. Familie Zecher. Metrostyli e । Erst durch ein Pianola kann das Klavier richtig zur Geltung kommen, denn selbst der gebildetste Musikliebhaber empfindet oft mit Bedauern die Grenzen seines Könnens. Das PIANOLA allein macht ihn unabhängig von seiner Technik und beseitigt somit jede Schwierigkeit für die künstlerische Wiedergabe von Meisterwerken, wie sie der großen Mehrzahl der Musikfreunde versagt ist. Wird Interessenten täglich vorgeführt im Magazin von Wilh. Rudolph, Gießen Großh. Hess. Hoflieferant Flügel, Pianinos, Harmoniums Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheideu meiner lieben Frau, unserer guten unvergeßlichen Mutter, Lochler, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante Frau Glisalrrthr Uogcl ged. Doch sowie für die überaus zahlreichen Blumenspenden, insbesondere für die trostreichen Worte deS Herrn Pfarrer Hellwig am Grabe sagt innigsten Dank. Wieseck, den 80. November 1906. Hochachtungsvoll Fr. Hammel Geschäfts-Eröffnung. Einem werten Publikum von Gießen und Umgegend mache ich die Mitteilung, daß ich, ermutigt durch das mir während meiner mehrjährigen Tätigkeit am hiesigen Platze entgegengebrachte Vertrauen, ein Kaffee-Geschäft • Lindenplatz 12 (Thee uud Confilüren) unter der Firma Klein & Weber ~— Beginn 81/, Uhr pünktlich. . Wir laden Mitglieder und deren Gäste zum zahlreichen Besuch — Vereinsabzeichen sind anzulegen. Der Borstand. Sonntag, 2. Dezember, nachmittags 3 Uhr Ausflug nach Ltcbigshöhe (^rebigssaal). [D*0/11 Liedertexte zu 10 Pfg. an den Kirchportalen zu haben. Eintritt: 1 Mk. für Erwachsene, 6u Pfg. für Schüler. Zug in Richtung .Friedberg zurück; 941 Uhr Giessen „ 1014 „ Anfang pünktlich. -------—— Beerdigungs-Institut Friede Frankfurter Str. 41 und Kapiansgasse 27 Lettin kjemligtr Sintert zu Gießen. SamStag, den 1. Dezember, findet im Hotel Einhorn das diesjährige Winiervergnügen verbunden mit Großherzogö Geburtstagsfeier stall. Unsere Weihnachtsausstellung ist eröffnet. Grösste Auswahl in Fell- und Holzpferdcn, Leiterwagen, Puppenwagen, Sportwagen, Festungen, Ställen, Läden und Küchen. Puppen gekleidet, Ledergeste 5 !e, Celluloidpnppen und -Köpfe. Puppenwäsche und -Kleider. Soldaten, Soldatengarnituren, Eisenbahnen und Dampfmaschinen Wrlschafts-Erössnung. Der verehrt. Einwohnerschaft von Lollar zu gefl. Kenntnis, daß ich am 1. Dezember ds. Js. die frühere Wirtschaft m d-r Villa Funke wieder eröffnen werde. Zum Ausschank gelangen la. Biere, Weine und Liköre. Warme und kalte Speisen zu jeder Zeit. Um zahlreichen Zuspruch bittet Zur Konfekt- und Kuchenbäckerei empfehle Back- und Konfektformen Ausstecbförmchen, Butterspritzen Rühr- und Teigknetiuuochinen Bisquitförmcheu, Schaumschläger, Mefilsiebe, Vanille- brotfonnen, Kuchenformen und Sprungformen. PlockstF. 10 Ludwig Kröll Plockstr. 10 Haus- und Küchengeräte-Magazin. 711, Montag, den 3. Dezember, abends 81/, Uhr, im Cafü Leib (Gießener Festsaal) 4. öffentlicher Vortrag Herr Prof. Broümann-Offenbach: Der Simplon-Tunnel (mit zahlreichen Lichtbildern^ v^i EiutrittSkarten sind zu 50 Pfg. abends an der Kasse zu haben. Kaufmännischer Verein und Ortsgewerbeverein. = Vereine erhalten Rabatt. " IfioB'its Bregorä & Sohn, I Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem M Hinscheiden unseres lieben Töchterchen, Schwesterchen und y Ellkelchen U sagt innigsten Dank Familie Albert Franke. Prima Spsisekartoffela Magnum bonum, Up to dates, Imperator, Älärker, Woltmaim, gelbstelsch. Industrie rc. rc. als oiirl) Kutterkartosfclu offeriert billigt ab altmärtischen und umlieg. Stationen ladungSweise FHsdlr. FeWg Äloctze (Altmark). [7024 Fussöotoiager in allen Längen und Stärken, also keine Stöße und kem Berltist, zu iSST OIE GAMZE WELT. §rr. Orscheb' Die -1 llebe 1 .Ni? es h Mein, g ^'achten. ' tzögiich ° Am aus. 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