Nr. 302 Zweites Blatt ISO. Jahrgang Montag 24. Dezember 1906 (Er1d)ctnl täglich mit Aufnahme bet eonntogi. Tie „Etetzener gamtlienblötter** werden dem ryni< ^Uuution in Kejjen vor den Keia slagswayten. Gießen, 24. Dezember 1906. Nur noch vier Wochen trennen uns von den Neuwahlen zum Reichstage. Die Darmstädter Einigungsverhandlungen der beiden großen liberalen Gruppen haben zu dem kläglichsten Ergebnis geführt, das sich denken läßt. In voller Uneinigkeit ist man auseinander gegangen und wird getrennt in den Wahlkampf marschieren. Das ist die unangenehmste Weihnachtsbescherung, die man den Liberalen Hessens bereiten konnte. Alle übrigen Parteien aber haben Grund zu gerechter Freude. Für sie bedeutet das Darmstädter Zerwürfnis die schönste Gabe des Christkindes, die sie sich wünschen konnten. Die Situation in der Wählerschaft ist nun natürlich nichts weniger als stimmungsvoll. Die letzten Vorgänge im alten Reichstage bis unmittelbar vor> dessen Auslösung, die undurcl>dringliä)e Haltung der Reiä-sregierung, die bis zum letzten Lebenslage des alten Reichstages eigentlich nur das Zentrum auf seiner Seite hatte, um es jetzt zu seinen heftigsten Gegnern zu zählen, sind nicht vergessen, und nur die Wahlparole „gegen schwarz und rot" konnte vorübergehend den Mißmut und die Unlust der breiten Bürgermassen an allen politischen Dingen unterdrücken. Und heute vollends bietet sich uns das klägliche Bild völliger Zerfahrenheit und Versahrcnhctt dar, das im Kampfe um eine Anzahl von Reichstagsmondaten vor weiteren Volks.reisen zutage treten wird. Alle rechtzeitigen eindringlichen Mahnungen zur Einigkeit waren in den Wind geredet. Trotzige, eigensinnige Hartköpfigkeit hat den Bruch zwischen beiden liberalen Teilen herbeigesührt und wird sich bitter rächen. Wir hatten nicht ohne Grund zuversichtlich gchosfl und erwartet, daß es gelingen würde, in Darmstadt eine Kandidatur zu stände zu bringen, die von allen bürgerlichen Elementen akzeptiert und unterstützt wersden würde zum Kampse allein gegen die Sozialdemokratie. Im Jahre 1903 war die Anregung zu einem solchen Zusammengehen von Vertrauensmännern sehr Rechtsstehender auSgegangcn, die sogar aus freien Stücken für einen zuerst von natwnalliberalcr Seite in Aussicht genommenen Kandidaten ihre Unterstützung bestimmt zugesagt hatten. Leider war die betreffende Persönlichkeit trotz aller günstigen Chancen für die Kandidatur nicht zu gewinnen, und so sah man sich genötigt, eine andere Wahl zu tressen, die zum Siege Cramers führte. Heuer hatte man in Negierungsrat N o a ck einen il E. vortrefflichen Kandidaten gesunden. Aber die Linke präsentierte wieder ihren Korell, der allerdings — das hätte sich doch wohl für alle Teile von vornherein . on selbst verstehen sollen nach den häßlichen Vorgängen im vorigen Jahre — für die National- liberalen, die freilich im Vorjahre die Gehässigkeit in den Wahlkampf getragen hatten, schlechterdings unannehmbar war. Das Verlangen der Nationalliberalen, für die Unterstützung der Freisinnigen im einzigen Wahlkreise Bingen nach alleinigem Ermessen über alle übrigen hessischen liberalen Kandidaten zu verfügen, war zweifellos viel zu weitgehend und ebenso fehlerhaft wie das trotzige Festhalten der Freisinnigen an ihrem Korell, den man allenfalls durch D. Naumann abgelöst wissen wollte, dessen Kandidatur aber „von nationalliberaler Seite natürlich ebensowenig akzeptiert werden konnte", sagt der „Darmst. Tgl. Anz." So natürlich ist das keineswegs, denn soeben hat in Heilbronn die „deutsche", d. h. die nationallib. Partei, die Kan>i- datur Naumann, die von Volkspartei und Nationalsozialen proklamiert wurde, einstimmig gutgeheißen!! Dort also sind die Nationalliberalen erheblich einsichtsvoller als in Darmstadt; sie traten, um mit größerer Zuversicht dem Liberalismus zum Siege zu verhelfen, gemeinsam mit der Linken unter der Aegide Naumanns auf den Plan. Die National- liberalen Darmstadts dagegen haben den Rechtsanwalt Dr. Osann II. dem Pfarrer Korell entgegengestellt, und es besteht die große Gefahr, daß der Wahlkampf dort nun dieselbe heftige Tonart annimmt wie im Vorjahre, sodaß alle Möglichkeit eines gemeinsamen Vorgehens der Liberalen wenigstens bei der unaus- bleibliclzen Stichwahl wieder unterbunden wird. Heute aber hat die lib. PresseHessenskeinewichtigereAufgabe, als vor heftiger Befehdung der beiden liberalen Gruppen aufs eindringlichste zu warnen, damit wenigstens der Liberalismus geeint am Stichwahltage vor die Urne tritt. Der Kampf der Darmstädter Liberalen gilt nur der Sozialdemokratie, der man den Sieg bereitet bei getrenntem Marschieren und schädlich törichtem Geplänkel der lib. Gruppen gegen einander. Alle übrigen hessischen Wahlkreise aber mögen sich das Darmstädter Zerwürfnis beileibe nicht zum Muster nehmen! Liefern die uneinigen Darmstädter Liberalen ihren Wahlkreis unselig und eigensinnig der Sozialdemokratie aus, so mögen diesem bösen Beispiel nicht auch noch andere folgen und die von ihnen zu vergebenden Mandate den Gegnern mutwillig präsentieren. Wir geben zu, daß manchem Liberalen dieser ober jener bereits nominierte liberale Kandidat nicht sonderlich bchagt. Forsche man also allenthalben gründlichst in der gesamten liberalen Wählerschaft in Stadt und Land! Und wenn man die Entdeckung macht, daß die Aussichten des Kandidaten zweifelhaft sind, daß er selbst in den Kreisen Liberaler Gegner besitzt, dann scheue man sich nicht vor einer Revision der Kandidatenfrage und suche mit Eifer nach einem alle Liberalen willkommenen Manne! Trotziges Verharren auf etwa nicht mit der notwendigen Umsicht Erkorener führt zur Niederlage, zum Siege eines nicht liberalen Gegners! Warnen müssen wir auch vor der Nominierung zweier liberaler Kandidaten. Das bräirte z. B. in Alsfeld-Lauterbach-Schotten und wohl auch für G i e ß e n sehr leicht den Sieg eines Gegners. Wir haben hier in Köhler und Krumm zwei sehr gefährliche Gegner. Köhler ist nach wie vor in ländlichen Kreisen ungemein beliebt, und Krumm hat zahlreiche Freunde in Stadt und Land, auch unter den Bürgerlichen. Diese Bürgerlichen, die vielleicht meinen. Krumm sei gar kein so unebner Mann, vielmehr ein Mann von starker Intelligenz, ein Mann, dessen maßvolle Ruhe und Besonnenheit in seiner Partei vorbildlich wirten sollte, und wenn man ihm seine Stimme gebe, so handle man durchaus noch nicht unbedingt gegen die eigenen Interessen, sondern fördere vielmehr die Wahl eines auch für die kleinbürgerlichen Kreise bedachten Mannes — diese Bürgerlichen würden überaus töricht handeln und sich tief ins eigene Fleisch schneiden. Denn Krumm wäre in Berlin nichts weiter als ein willenloses Glied in der harten und strengen, rigoros aus unbedingte Disziplin achtenden Kette der sozialdemokratischen Parteiherrschaft. Er zöge dort mit seiner Partei bur chdick und dünn; denn täte er es nicht, bann flöge er schleunigst hinaus! Mo es heißt bei uns in Gießen gegen Köhler ulnd Krumm mit äußerster Energie kämpfen, wenn wir unfern Wahlkreis, den der hessischen LandeS- universität, nicht einem in einseitigen Vorurteil enbefangenen Manne, ober einem willenlosen Knechte Bebels ausliesern, sondern dem Liberalismus erhalten wollen, der in gleicher Weise eifrig bedacht ist für das Wohl von Stadt und Land, von Handel und Industrie, der für bie berechtigten Forderungen der Landwir.sa-ast stets gern reiche Mittel zur Verfügung gestellt hat, und der des Arbeiters soziales Wohlergehen mit größtem Eifer und echter Humanität zu fördern trachtet. Die Aussichten für bie Reichstagswahl sind also bei uns in Hessen für die liberale Sache nur dann nicht ungünstig, wenn die liberalen Gruppen beide von vornherein geeint marschieren. Darmstadt möge tun, was ihm beliebt. Was kümmerts viel uns andere! Die Hauptsache ist, oaß fiu) die bürgerliche Wählerschaft sonst allenthalben eint und aus ihrer Lethargie aufrafst und geschlossen zur Wahlurne schreitet. Tas möchten wir über die Festtage zu erwägen geben. Nachdem dieser Artikel gesetzt war, ging uns von national liberaler Seite folgender Bericht zu: Gießen, den 24. Dezember 1906. Der Gießener nalionalliberale Verein hielt am gestrige»» Nachmittag im Ccisü Ebel eine VertraucnSmäuner- versaminliing ab, die namentlich au8 den ländlichen Bezirken dcS Wahlkreises äußerst zahlreich besiicht war. Ter derzeitige Vorsitzende des nalionallibeialen Vereins, Stadtverordnete Kirch, leitete die Versammlung und erstattete nach begrüßenden Worten an die Erschienenen Bericht über die biS jetzt ein- geleiteten Schritte und Verhandlungen mit den, dem itQtionaUibcralen Verein nahestehenden politischen Parteien. Alsdann berichtete der Schriftführer Dr. Rraud müllet übet die leider resultailoS verlaufenen EinigungSvetsuche der liberalen Parteien in Darmstadt, betonend, daß der Bericht in der Fkf. Ztg. sich nicht mit den wirklichen Vorgängen decke. Nach längerer eingehender Aussprache, an der sich u. a. Professor Dr. Sier in er, Professor Dr. Biermann, Lehrer Wagner ouS Großen-Buseck, Joeckel auS Grünberg beteiligten, wurde beschlosien, den seitherigen ReichslagSabg. Kommerzienrat Heyligenstaedt zur W»e d e rw a h l zu empfehlen und dementsprechend nachstehende Resolution einsiiminig gefaßt: „Die Versammlung erkennt die ersprießliche Tätigkeit dcs seitherigen, von den liberalen Parteien im Jahre 1903 ausgestellten und gewählten beioahrten Reichstagsabgeordnewn Kommerzienrat Heyligenstaedt dankend an und beschließt, ihn für die bevorstehende Reichstagswahl als Kandidaten wieder zu empfehlen unu seine Wiederwahl kräftig und energisch zu unterstützen. Tie Versammlung bedauert aufrichtig, daß eine Einigung der liberalen Parteien in Darmstadt nicht zustande gekommen ist und gibt dem Wunsche und der Hoffnung Ar.sdr.rck, b die mit iben hiesigen politischen Vereinen eugeuiteteu Verhandlungen zu einem befriedigenden Abschluß gelangen möchten. Der tatsächliche Erfolg bei der letzten Stadtverordneten-, Landtags- und Reichstagswahl dürfte ein gemeinsames Vorgehen rechtfertigen, um hierdurch dem Wahlkreise eine würdige vaterlandsgetreue Vertretung im deutschen Reick>stage zu erhalten." Der zweite Vorsitzende Rechtsanwalt Kaufmann richtete alsdann an bie Anwesenben einen warmen Appell zur tatkräftigen Mitarbeit in dem bevorstehenden Wahlkampf und brachte zum Schlüsse der gut verlaufenen Versammlung ein Hoch auf das Vaterland aus, das begeisterten WiederhaU fand. Wir erfahren ferner noch folgendes über den Verlauf dieser Versammlung: Prof. Dr. B i e r m e r beklagt- in längerer Rede besonders lebhaft die bisherige Zurückhaltung des Gießener Freisinns zur Kandidatur Heyligenstaedt. Er polemisierte gegen den Bauernbund. (Sin Mann der Arbeit und der Tat und des großen Gewerbesleißes wie Heyligenstaedt genieße von vornherein und seit langen Jahren die Sympathie des Volkes. Prof. Biermann, ein Schwager des Kolonialbirektors Wernburg, betonte, daß ein Zusammengehen der Nationalliberalen mit dem Freisinn nach Kräften anigeftrebt werden müsse. Lehrer Wagner aus Großen-Buseck, ein F r e i f i n n i g e r, befürwortete gleichfalls die Kandidatur Heyligenstaedt, der als eine auch auf dem Lande populäre Persönlichkeit gute Aussichten habe. Nur ein auch in der ländlichen Bevölkerung bekannter und geachteter Liberaler könne mit Aussicht auf Erfolg den Kampf gegen Bauernbund und Sozialdemokratie ausnehmen. Herr I o e ck e l aus Grünberg sprach sich in ähnlichem Sinne aus unter Betonung des Umstandes, daß der Liberalismus, wie ihn Heyligenstaedt vertrete, auch Die ländlichen Verhältnisse in erschöpfender Weise in Berücksick)- tigung ziehe. Der Gießener freisinnige Verein hält in diesen Tagen eine Vorstandssitzung unb am 2. Januar eine Generalversammlung ab, um Stellung zur Reichstagswahl zu nehmen. Aus Darmstadt wird uns drahtlich gemeldet: In einer am Samstag abend abgehaltenen Vorstandssitzung des nationalliberalen Vereins wurde einstimmig beschlossen, den Landtagsabgeordneten Rechtsanwalt Dr. O s a n n IL als Reichs- tagskandidaten für den Wahlkreis Darmstadt-Groß-Gevau aufzustellen und ihn einer demnächst statt findend en allgemeinen Vertrauensmännerversammlung als Kandidaten vorzuschlagen. Wie verlautet, haben die deutsche Reform Partei und der Bund der Landwirte sich zur Unter ft ü^ung der Kandidatur bereit erklärt. Ferner liegt folgende Darmstädter Meldung vor: In einer zahlreicy, auch aus beiiachöarten Landorten besuchten Versammlung der freisinnigen Parteien des Wahl- Ire. «es D a r m st a d t - Grotz-Gerau wuroe Pfarrer Korell einstimmig zum Kandidaten der bereinigten Liberalen proklamier t. Korell war in letzter stunde vom Zentralausschuß Der (reif. Voltspartei eine aussichtsreiche Kandidatur in einem aus iv artigen Wahlkreise angeboten worden; er lehnte: sie aber ab. « Im Wahlkreise Alsfeld beschloß der Bund der Landwirte, Wallau zu unterstützen. In Friedberg sand unter Leitung des Wahlkreisvorsitzenden Gutspächters Miller-Marienborn eine Wahlversammlung des Bundes b er Landwirte statt. Die aus dem gesamten Wabttreis Friedbcrg-Bübingen jturl .besuchte Versammlung erklärte den seitherigen Rcichstagsadg. Gra>cn O r i o l a zu ihrem Kandidaten. Die Nationalliberalen beschließen am 27. Dez. über ihre Kandidatur. Ter bisherige Lf.enbacher Reichstags abgeordnete Dr. Becker wird, wie jetzt nach der „Frkf. Ztg." verlautet, mit Rücksicht auf seinen angegriffenen Gesundheitszustand bei den beDoriicljenben Wahlen überhaupt nicht kandidieren. Die S o z i a l d e m o 1 r a t e n in Worms stellen den Arbeiter, cfretät Engelmann als Kandidaten auf. In Reichelsheim unb Michelstadt fanden Versammlungen statt, in welck-en die mittelftädtischen Vertrauensmänner sich fast einstimmig für die Kandidatur Nippel (chr.-soz.) aus Hagen aussprachcn und ihre Bedenken zum Ausdruck brachten, welche sich der erneuten Wahl des Abg. Haas gegenüberstellen. Sehr beachtenswert ist eine Mainzer Korrespondenz des führenden mefibentb^n Zentrums blattes, der „Köln. Volksztg.", m der es heißt: „Die von der „Köln. Volksztg." gegebene Parole, b e i der Stichwahl unter keinen Umständen natio- nalliberale Kandidaturen z u un ter stützen, kommt besonders im Großh^rzogtuin Hessen zur Geltung und wird auch zweifellos hier streng befolgt werden. Wie herrlich Die kiUturlumpserischen Neigungen der Mainzer Liberalen unter der gegenwärtigen Hetze gedeihen, beiveist die Austeilung des jungen altdeutschen Rechtsan>oa,ts Winkler in Oppenheim... Das Mainzer Sozialistenblatt erbliut mit Recht in d.ejer Käü- didatur eine Selbstaufgabe des Liberalismus in Mainz-Oppenheim und erinnert daran, daß dieser Herr vor zwei Jahren in Oppenheim vor b e r Einführung des direkten Landtagswahlrechts gewarnt hat. Selten herrschte unter den Zentrumsanhängern eine solche Erbitterung wie heute, unb man muß schon bis in die Kutturiauipijai/re zuiückgehen, um einer solch freudigen Begeisterung für dieZentrurns fache zu begegnen. Dem Fürsten Bulow und feiner Adlatus Dernburg werden am 25. Januar d.e Augen ausgehen. Das hat mit feinem jähen Zentrumsbruche, der einzigen Partei, au| die er jich bisher mat Sicherheit stützen konnte, Fürst Bütow getan, der nun plötzlich zur Sammlung gegen das Zentrum Sturm bläst. Das Zentrum, das im nächsten Jahre als bisherige einzige der Reichsregierung freundlich gesinnte Partei ohiie Zweifel als erzreaktionäre Mitregenten-Panei in einen sehr schweren Wahlkampf ohne jegliche starke Wahlparole hätte ziehen müssen, führt jetzt den Wahllampf mit besonderer Begeisterung als sckpnähnch ven der Reichsregierung verlassene Partei und wird mit Leichtigkeit enorme Wählet mast en aujzubieten vermögen unter der nicht ganz unrichtigeit Behauptung, von der Reichsregierung verraten und betrogen worden zu «ein, die es darauf abgesehen habe, das Recht beS Reichstages als selbständiger gesetz- geberndjcn Faktor zu verkümmern. So sind dem Zentrum die besten Waffen von vornherein in die Hände gespielt wo.den! ZSaylvoiöcreitungcn im Acich. In Frankfurt a. 2JL wurde Dr. Max Quarck als sozialdeinokrattscher NeichStagskandtdat aufgesleUt. In Ni ar bürg beschlosien bie Nationalliberalen sich mit einem eigenen Kandidaten an der Reichstags- ivahl zu beteiligen. Im Wahlkreise Höchst-Usingen kandidiert für daS Zentrum Privatier Clemens von Stumpf-Brentano m Rödelheim an Stelle des bisherigen Vertreters Jlschert. In Berlin ist die Aufstellung gemeinsamer Kandidaten gegen die Sozialdemokraten gescheitert. Tie Antisemiten erklären, unter keinen Umständen für die von freisinniger Seite ausgestellten Kandidaten für Berlin 2 und 5, Rosenow und Cassel, einlretcn zu können, weil sie jüdischer Konfession seien, und werden ihnen Gegenkandidaten von entschieden antisemitischer Färbung gegenüberstcllen. Auch die Deutsch- Konservativen, die einer Einigung mit den Freisinnigen über die Berliner Kandidaturen nicht abgeneigt waren, machen den Freisinnigen den Vorwurf, sie hätten durch eigenmächtige Aufstellung von Kandidaten für die aussichtsreichsten Wahlbezirke ohne vorherige Verständigung das Scheitern des Kompromisses aller bürgerlichen Parteien verschuldet. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird sich die Situation genau so wie im Jahre 1003 gestalten. Die Nationalliberalen werden mit den Freisinnigen zusammengehen, während Konservative und Mittelstandsparteien, Antisemiten sich über gemeinsame Kandidaten verständigen werden. Tas erste sozialdernotratische Flugblatt für Großberlin ist am gestrigen Sonntag in einer Auflage von 780 000 Exemplaren in allen Wahlkreisen verbreitet worden. Im Großherzogtum Sachsen-Weimar ist zwischen den Freisinnigen unb Nationalliberalen ein Ab- ko Minen getroffen worden, auf Grund deffen für Eisenach- Dermbach eine nalionalliberale, für Weimar-Apolda eine freisinnige Kandidatur ausgestellt wird. Zwischen dem Vorsitzenden der nat.-lib. Partei der Pfalz und dem Bund der Landwirte fanden in den letzten Tagen bezüglich der Neichstagswahlen Verhandlungen stall, um möglichst in der ganzen Pfalz zusammen zu gehen. Der Bund verlangte zwei Reichstags-Kandidaturen. Tie Nationalliberalen summten dem zu unb zwar für zwei gewisse Kreise. Ter Bund lehnte dies aber ab und wünschte das Abkommen auf zivei andere Kreise bezogen. Hier rouröc eine Einigung nicht erzielt und nun haben sich die Verhandlungen zwischen dem Bund und den Liberalen zerschlagen. Die Nationalliberal en und Der Bund gehen in der ganzen Pfalz selbständig vor und der Baliernbimd hat bereits Dr. Näslcke als Kandidaten für einen Wahlkreis aufgestellt. Basser ma n n Hal nicht nur in Frankfurt a. O., sondern auch die ihm für den Wahlkreis M ül h e im - Du is b n r g- Oberhausen angebotene Kandidatur endgültig a b g e l e h n t. Im Wahlkreise Neuslettin hat Ahlwardt seine Kandidatur ausgestellt. In Gotha stellte eine Vertreteroersammlung der nat. Parteien den Erbprinzen zu Hohenlohe-Langenburg als NeichstagSkandidaten auf. Graf Ltmburg-Sttrum, der bisherige Reichstagsabg. M I cana. idealer Gatte/ Tie Zusammenkunft ist auf der Sicher Straße an der 2. Schneise. Bh/m Danksagung Ludwig Ranft I 7582 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verluste meiner unvergeßlichen Frau, sowie für die trostreichen Worte deS Herrn Pfarrers Schmalz und für die aufopfernde Pflege unserer lieben Krankenschwester sagt herzlichen Dank Wanne ücrficigrrt: 2315 Ficht.-Terbstangen m.78,64Fm. Gießen, den 22. Dezember 19u6. Großherzc^li e V ' r^metsterei Gießen. I. V.r (5nrsebmann. HolzvttsteigtrMß im GiesitNkr Stadtwald. Donnerstag, den 3. Januar 1007, vormittags 07. Uhr beginnend, werden tn den Waldungen der Stadt Güßen im Distrikt lustige Witwe/ Donnerstag den 27. Dezember, nacbm-ttags halb 4 Uhr: „Sneewittchen/ Abends 7 Uhr: .Die lustige Witwe/ Freitag den 28. Dezember, nachmittags halb 4 Uhr: „Sneewittchen/ Abends 7 Ubr: „Daniel und Gretel/ Hieran!: .Cavalleria msti- Camstaa den 29. Dezember, nachm. halb 4 Uhr: „Snee- Märkte. fc. Frankfurt a. M., 24. Dez. (Qrig.-Telegr. deS „Gießen. Anz/) sämtliche Notierungen der beutigen Fruchtrnarktvreise. Weizen Alk. 17.75—18.00, Kurbessiscber Mk. 18.00-00.00, La Plata T?f.'19.50—20.00, Sanlas Alk. 19.50—20.00, Roagen «hiesiger) Mk ]G.50—16.75, Gerste (Wetterauers Alk. 17.00—17.75, Franken- selder Mk. 18.50—19.25, Hafer 17.00-^18.00, AlaisAlk. 13.50—13.75, Weizenmehl 27.00—28.25, M. 00—00, 2. Qualität Alk. 25.00 bis Alk. 26.25, 3. Qualität Mk. 23.25—23.75, Noggeumehl 0 Mk. 25.00—25.50,1. Qualität Alk. 24 00—24.50, Weizenkleie Mk. 10.00 bis Alk. 1O.5O, Noggenkleie Alk. 11.00—11.25. Alaiskeime Alk. 11.00 bis Mk. 11.50, Franken, Pfälzer, Nied 9)if. 18.00—18.50. Alles per 100 Kg. ab hier. fc. Frankfurt a. M., 24. Dez. «Telear. Qrig.-Bericht deS „Gieß. Anz/). Amtl. Slotiernngen der heutigen Vie hm arktprei le. Zum Verkaufe standen: 313 Achsen, 110 aus Qestreich, 29 Bullen, 14 auS Qcsterreich. 0 au? Dänemark, 501 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 ans Dänemark, 292 Kälber, 63 Schale unb Hämmel, 00 Schale aus Qesterreich, 0 Ziegen, 835 Cchiveme. Bezahlt wurde st'ir lOOPlnud Schlachtgewicht Qchsett 1. Qualität 85—90 Alk., 2. Qual 75—80 Mk., 3. Qual. 67—7OMk.-, Bullen l.Qnal. 78 bis 80 Alk.. 2. Qual. 74—76 Mk.: Kühe 1. Qual. 78-8O Mk., 2.Qual. 70—74 Mk., 3. Qual. 60- 64 Mk, 4. Qual. 00—00 Mk., 5. Qual. OO—OODlk. Kälber: l.Qnal. 104—102 Mg., Lebendgewicht 60-62 Pf., 2. Qnal. 95—98 Psg., Lebeitdge'vicht 56—58 Psg., 3. CiiflL 00— 00 Psg., Schlachtgeivicht 70—75Psg., Schake: l.Qnal. 78—80, 2. Qnal. 00—00 Psg., 3. Qnal. 00—00 Psg.; Schweine 1. Qual. 72—00 Psg., Lebdgcw. 57.OO—OO.OO Psg., 2. Qu. 71 - OOPlg., Lebend- gew. 56.00—00 Psg., 3. Qnal. 65—00 Psg. Lebendgew. 00 Plg. Geschält bei Hornvieh mittelmäßig, Ueberstand unbedeuteitd; bei Kleinvieh aut, kein lleberftnnb. nachnüttags halb 4 Uhr: „Alt-Heidelberg/ Abends 7 Uhr: „Hnsarensteber/ Montag den 31. Dezember, abends 7 Uhr: „Mamsell Nitonche/ 1 Rmtr. Erlen.Knüppelholz wittchen." ''Abends 7 Uhr: „Iolef und seine Brüder/ Sonntag den 30. Dezember, nachnüttags halb 4 Uhr: „Sneewiltcheil/ Abends 7 Uhr: „Don Inan/ Montag den 31. Dezember, nachm. batv 4 Uhr: „Sneewittchen/ Abends 7 ttlw: „Die lnstige Wiiive/ Dienstag den 1. Iannar, nachmittags halb 4 Uhr: „Sneewittchen/ Abends 7 Uhr: „Tiefland/ SchansvielhanS. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Albach für das Rechnungs- jahr 1907 liegt erst vom 25. ds. Alts. a>t auf dem Bürgermeisterei- Bureau zur Einsicht der Interessenten offen. Albach, den 23. Dezember 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei Albach. Balser. Dienstag den 25. Dezember, nachnüttags halb 4 Uhr: „Ein Abends 7 Uhr: „Hnsarenfieder/ Mittivoch den Das Blumenboot/ Hnsarenfieber/ Donnerstag den 27. Dezember, abends halb 8 Ubr: „Alamsell Nitonche/ Freitag den 28. Dezember, abends 7 Ubr: „Wilhelm Tell/ Samstag den 29. Dez., abends 7 IIhv: „Hrüarensieber/ Sonntag den 30. Dezember, 26. Dezember, nachmittags halb 4 Uhr: Abends 7 Ubr: „Husarenfieber." D?'.'".ers Driginal-Drahtmeldungen. Mülheim am Rhein, 24. Dez. Auf dem Köln-Mindener Bahnhofe drang in der verflossenen Nacht ein Beamter in einem Tobsuchtsanfall und die mit dem letzten Zuge ab-- fahrenden Personen ein und verhinderte sie gewaltsam an der Abfahrt. Schließlich feuerte er mehrere Nevolver- s ch ü s s e in die Menge, worauf er überwältigt und dingfest gemacht wurde. Washington, 24. Dez. Präsident Roosevelt erließ einen Aufruf zu Geldsammlungen für die in C h i n a an der H u n g e r s - not leidenden und kündigte an, daß er eine Vorlage beim Kongreß einbringen würde, in der Geldmittel für den gleichen Zweck verlangt werden. Paris, 24. Dez. Ein Teil des Dorfes Hospitalet (Provinz Barcelona, Spanien) wurde von einer Schneelawine verschüttet. Ein Mann wurde getötet, die übrigen wurden gerettet. St. Paul, 24. Dez. Zwischen hier und Minneapolis stieß ein S ch n e l l z u g mit einer rangierenden Lokomotive zusammen. Der Zug entgleiste vollständig, 25 Personen tour» den getötet. MerichtssaaL. Greifswald, 22. Dez. Der vom Schwurgericht zum Tode verurteilte Lu st mörder Tessuow hat Revision eingelegt. gpielplaK her «reinigte« Frankfurter Ztadtlheater. OveruhanS. Dienstag den 25. Dezember, nachnüttags halb 4 Uhr: „Sneewittchen/ Abend? 7 Uhr: „Tannhäuser/ Mittwoch den 26. Dez., nachmittags halb 4 Uhr: „Sneewittchen/ Abends 7 Ubr: „Die Wunden beigebracht. — Erhängt hat sich heute nacht in seiner Wohnung der Schutzmann Bick es. Gießener Wetterdienst. sroranSfichttiche Witterung für Heilen am Dienstag, den 25. Dezember: Zunehmende Trübung. Schneebälle. Langlame Ermärmuna. 'sehende westliche Winde. Witlernna^weehsel 369 2 „ -ReiSstangkn m. 5,34 „ Rmtr. Eichen-Nuvscheicholz 18 24 Kiefern- Buchen-Stockholz 77 „ Buchcn-Schettholz 42,4 ff Eichen- „ 38,7 „ Eichen- 1 ff ElSbeer- „ 3 „ Elsbeer- „ 23,6 Fichten- „ 1 „ Asven- N 910 Wellen Buchen-Neisia 4 „ Kiefern- „ 1690 tt Eichen- „ 22,4 „ Buchen-Knüppelholz 3020 ff Nadel- , 24,3 „ Eichen- „ des Prinzen und der Prinzessin Heinrich von Preußen nach Kiel abacrcist und werden dort über die Feiertage bleiben. ** In Audienz empfangen wurde von S. K. H. dem Großhcrzog am Samstag u. a. der fürstliche Kammerdirektor Korell von Büdingen und .Hochbauausseher Rahn von Gießen. ** Sein fünfzigjähriges Jubiläum als G a s - fachmann begeht heute, gemeinsam mit dem von ihm geleiteten Werk (vgl. den Artikel „Ein städtischer Gedenktag"), der Direktor unseres Gas -und Wasserwerks Otto Bergen. Als Ingenieur der Firma Riedinger in Augsburg war Herr Bergen bereits beim Bau und ersten Betrieb des Gießener Gaswerks zwei Jahre lang beschäftigt, alsdann vier Jahre bei Riedinger, 24 Jahre bei dem späteren Besitzer Heß und seit 20 Jalwcn als Direktor des nunmehr städtischen.Gaswerks. Herr Bergen hat es verstanden, in dieser langen Zeit das Gaswerk (und auch das ebenfalls unter seiner Leitung stehende Wasserwerk) den wachsenden Bedürfnissen der Stadt entsprechend zu gestalten. Seine humane Gesinnung gegen die ihm unterstellten Beamten und.Arbeiter, sein Entgegenkommen gegen die Geschäftsleute und ins^ besondere auch die Installateure haben ihm die allgemeine Liebe und Wertschätzung erworben. Wir wünschen de*rn Jubilar zu seinem heutigen Ehrentage, daß es ihm noch lange vergönnt sein möge, dem Gas- und Wasserwerk in gleich ersprießlicher Weise wie seither vorzustchen. •• Die Zahl der Gießener ReichstagSwähier beträgt bei der demnächstigen Wahl rund 5600. Bei der Wahl an, 16. Juni 1903 hatte die Stadt Gießen 5069 Wähler, sodaß inzwischen eine Vermehrung von etwas über 500 Wählern eingetreten ist. *• Um dieHerstellung eineSFußpfads vom .Haltepunkt Nödacn bis zur Kreis st raße Rödgen- Trohe ersuchen die Ortsvorstände Altcn-Buseck und Trohe. Die beiden Ortsvorstände namens ihrer Gemcindemitglieder glauben umsomehr berechtigt zu sein ein derartiges Gesuch einzureichen, weil noch beide Gemeinden jährlich größere Beträge zum Eisenbahn-Gelände Entschädigung der O.-H.- Bahn bezahlen müssen; außerdem hat die Gemeinde Trohe zur Errichtung des Haltepunktes Rödgen einen Beitrag geleistet. Tie Ortsangcsessenen beider Gemeinden können jedoch, wenn sie erhebliche Umwege vermeiden wollen, den Haltepunkt Rödgen nicht erreichen, ohne erst Feldwege im Schlamme bis fast an die K»ie durchwaten zu haben, und dieses führt besonders jetzt im Winter und bei Nachtzeit, zu geradezu kaum glaublichen aber wahren Vorkommnissen. Es ist vorgekommen, daß ältere Leute aus dem Schlamme getragen werden mußten, und daß Kindern Schuhe und Strümpfe im Schlamme stecken geblieben sind u. s. w. • • Schlägerei. Gestern abend fand am OsmaldS- garten zwischen jungen Leuten eine solenne Keilerei statt, in der eS auf beiden Seiten blutige Köpfe absetzte. Anzeige ist erhoben. • * Betrüger. Am verfloßenen Samstag erschwindelte sich ein Mann in einem Ladengeschäft ein Paar Schuhe im Werte von 5 Mk., indem er angab, von einer Kundin des Geschäfts geschickt worden zu sein. — Seit einigen Tagen sucht ein Unbekannter hiesige Geschäftsleute auf, um angeblich im Auftrage einer Gesellschaft, die hier eine Fabrik bauen will, Vertrage abzuschließen. Hierbei pumpt derselbe die Leute an unter der Vorgabe, sein Portemonnaie vergeßen zu haben. Vor dem Betrüger wird gewarnt. * • Männerturnverein. Wie auS dem Inseratenteil ersichtlich war, feiert der Männerturnverein am 2. Weihnachtsfeiertag im Neuen Saalbau seine Weihnachts- bcscherung. Daß Programm ist sehr reichhaltig, worauf die Mitglieder nochmals aufmerksam gemacht werden. sd Darmstadt, 23. Dez. Ein schwerer Messerexzeß hat sich heute nacht ereignet. In der kleinen Kaplaneigaße kamen einige Männer, von welchen einige Mädchen bei sich hatten in Streit, der sich auf der Straße sortsehte, wobei der vorbestrafte Taglöhner Becker seinem Gegner Boclar einen derart tiefen Stich in die Seite ver» setzte, daß Nieren, Blase und sonstige innere empsindliche Organe schwer verletzt wurden. Der Gestochene war heute noch nicht vernehmungsfähig und sein Zustand gibt zu ernsten Bedenken Veranlaßung. Als der festgenommene Täler Becker heute früh mit dein Transportwagen nach dem Untersuchungsgefängnis gebracht werden sollte, da er absolut nicht gehen wollte, war er nur mit größter Mühe in den Wagen zu bringen. Er schlug und trat um sich, demolierte die Scheiben und die Gitter des Wagens, sodaß er schließlich gefesselt werden mußte; auch er hat sich mehrere starke Bekanntmachung. Die NeichStagSwahl betreffend. Die Liste der bei der bevorstehenden NeichStagSwahl in der Stadl Gießen stimmberechtigten Personen liegt von Freitag, *28. Dezember, bis Freitag, 4. Januar 1907, 1j ibe Tage einschließlich (auch am Sonntag und NenjahrStagf, vormittags vvn 9 bis 12 Ubr und nachmittags von 3 bis 6 Uor auf dem Bürgermeisterei-Bureau — Zimmer Nr. 9 — zu jedermann- Einsicht offen. Einsprachen gegen die Nichtigkeit und Vollständigkeit der Liste sind bei Vermeidung deS Ausschlusses binnen 8 Tagen, von Beginn der Offenlegung ab gerechnet, daselbst vorzubringen. Gießen, den 24. Dezember 1906. v"/„ Großher?" ■ ■ -•niciftpret Gießen. I. D.: T n r s ch m a n n. PtUlmg um Wstttarbeit. Die znr Herstellung deS HofeS beim Neubau der höheren und erweiterten Mädchenschule erforderliche Pflasterarbeit soll Samstag, den 5. Januar 1907, vorm. 10 Uhr öffentlich vergeben werden. ArbeitSbeschreibung und Bedingungen liegen bei unS zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Z'ülpunkt an uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 24. Dezember 1906. Städtisches Hochbauamt. __________________________Kerbel.___________________ Die Beerdigung findet statt am Donnerstag Mittag 2 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs. Den Altersgenossen von 1842 die Tranernachricht, daß heute früh */,5 Uhr unser Altersgenosse Herr* CaipS Herbert in ein besseres Jenseits abgerufen wurde. 7589 Sonratosel ■i# Ausland. Sofia, 22. Dez. Es verlautet, daß die Reise des F ü r st e n Ferdinand über Berlin nach Mecklenburg, die in geheimnisvoller Weise unternommen wurde, mit einem Heiratsplan in Zusammenhang steht. • Newyork, 23. Dez. Der Gouverneur Mickey versprach eine gründliche Untersuchung der sensationellen Anklage deutschcrBlätter, wonach deutsche Kinder nach Nebraska importiert und für 25 Dollar an Farmer verkauft werden. Die Untersuchung erfolgt auf den Antrag der Kinderschutzgesellsckmft. Bei der überstrcngcn Kontrolle aller Ankömmlinge in der Lan- dungshäfcn erscheint die ganze Nachricht der deutsch-amerikanischen Blätter doppelt sensationell. (FLEISCH-EIWEISS) Somatose regt in hohem Maasse den Appetit an. Der Gebrauch von Somatose ist allen Personen, welche geistig stark angestrengt od. körperlichen Strapazen ausgesetzt sind angelegentlichst za empfehlen. Erhältlich in Apotheken und Drosmerlen. für den Wahlkreis Breslau-Land-Neumarkt, kandidiert nicht mehr. An seiner Stelle wurde Graf Cartner auf Zieserwitz, der den Wahlkreis im preußischen Abgcordneten- hause vertritt, ausgestellt. Die „Nordd. Allg. Zig/ schreibt heute zum Wahl- kampf: Die Köln. Volkszlg/ und sozialistische Blätter wiederholen tn den verschiedensten Wendungen die Agitationssvrache von dem Kamps gegen den Absolutismus". Es handelt ficb um eilt Schlagwort ohne jeden tatsächlichen Gehalt, nrniit man ans die Wähler nur einen Eindruck zu machen vermag, wenn man sie über dgs Wesen des vcrsgffnngsmgmgen Leben? in Denüchlgnd int Dunkeln läßt. In Wahrheit ist tn Teuüchlgnds Verfassung bei der Verteilung der Gewalten f n r die Betätigung des Absolutismus fein 9? o it m gelassen, ebensowenig für die Einrichtung der parlamentarischen Frgktionsherrschast. Nicht au? den Anschauungen, die dem fürstlichen Absolutismus vergangener Jabrlmnderte gngeborlen, er- flflb sich der einstimmige Beschluß des BundesrgtS über die Not- wendigleil der Reichslagsauflösung, soiiderit ans der patriotischen Ilederzengung, daß die Fragen der Massen ehre und bc5 nationalen Ansehens nicht zum Spielball ber Partet- i n t e r e s s e n werden dürien.___________ Neues aus Rußland. Gerüchte von einer ernstlichen Erkrankung des Zaren werden von informierter Seite als n ich t den Tatsachen entsprechend bezeichnet. Dagegen wird bestätigt, dis; es der Polizei gelungen ist, ein gegen den Zaren geplantes Attentat rechtzeitig zu vereiteln. Mit dem Anschläge stehen auch die in den letzten Tagen durchgeführten Massenverhgstungen in Zusammenhang. In P e tersburg finden in hohen Osfizierökren en Vorbereitungen für einen demnächst!gen Staatsstreich statt, um da? alte a b s o l u t i st i s ch e Regiment wiederher- z u st e l l e n. Der Staatsstreich soll eingeleitet werden durch einen Petitionssturm patriotischer Organisationen, denen zur Erzielung größeren Nachdrucks Ofsizicröpetitionen folgen sollen. In der Presse soll darauf hingewiesen werden, daß die Armee revoltieren werde, wenn man ihr nicht Gehör schenke. Wie aus Petersburg berichtet wird, wurde der russische Mili- tärattachee in Berlin, Gras Tatischesf, vom Zaren in Audienz empfangen. Er überreichte demselben ein eigenhändiges Schreiben Kaiser Wilhelms. Ans Smolensk wird vom 22. Dez. gemeldet: Als gestern der Adelsmarschall Für st Urussow das Gebäude des AdclS- klubs betreten wollte, feuerte ein unbekanntes' Individuum mehrere Revolverichüsse auf ihn ab. Fürst Urussow wurde leicht verletzt. Dem Attentäter gelang es, unbehelligt zu entfliehen. In Twer wurde das Reichsratsmitglied Graf Alexis Jg- natiew ermordet, als er mit einigen Semstwomitgliedern in den Räumen der Adelsversammlung saß. Der Mörder suchte sich dann 'n er'cküesien. wurde aber verhaftet. Todes-Anzeige. ... Freunden und Bekannten die schmerz- iche Nachricht, daß e? Gott dein Slllmdcblincn gefallen bat, unieven heben Sohn, Bruder, Schwager und Qukel Heinrich Kessler am Samstag nachmittags 12'/, Uhr, nach kurzem aber schwerem Leiden tin 28.Lebeltsiahre in ein besseres Jenseits abzurufen. v 1 Die trarierndcu Hinterbliebenen. Familie Kessler. Wieseck, den 24. Dezember 1906. Die Beerdigung findet am 1. Feiertage, nachmittags 2 Uhr vom Sterbehause aus statt. 7581 SüdwestasritanischeS. Ein Telegramm aus Windhuk meldet: An Kran kheiten gestorben: Unteroffizier Paul Mahlig an Malaria, Nierenentzündung undHerzfehler; Gefreiter Julius Hasse an TyphuS und Skorbut; Gefreiter Alfred Panse an Blinddarmentzündung. 2liis Stadt und Land. Gießen, den 24. Dezember 1906. **VomGroßherzo glichen.Hofe. S. K. H. der Großherzog begab sich am Freitag nachmittag 3 Uhr in Begleitung des Oberstallmeisters Frhrn. v. Riedcsel und des Qberkammer- herrn Frhrn. v. Ried?sel im Automobil nach Mainz. Er besichtigte zunächst die Privatsammlungen des Herrn Sallh Fürth, nahm darauf den Tee beim Provinzialdirektor Gcheimerat Frhrn. v. Gagern und wohnte dann der Aufführung der „Salome" im Mainzer Stadttheotcr beü Nach dem Theater begaben sich der Großherzog zum Abendessen zum Geh. Kommerzienrat Dr. Strecker. Die Rückkehr nach Darmstadt erfolgte mittels Sonder- zuges um 11 Uhr 54 Min. abends. — Prinzessin Ludwig von Battenberg wohnte am Donnerstag der Einweihung des neuen Aliceheirns in Mainz bei. — Prinz und Prinzessin Franz Josef von Bottenbero sind am Mitttuoch zum Besuche W w W U ■;tv w M D -..< I s _____., ^.r^—- . .L.----ma-ursaa Samstag Abend entschlief nach schwerem Leiden meine liebe, gute Frau, unsere teuere Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter Frau JenBi® WeaB, geb. Schamberg, Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass heute nacht um 4 Uhr unser lieber Galle, Vater, Binder, Schwiegervater und Grossvater Herr Gerhard Schneider nach kurzem Leiden verschieden ist. 7594 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Gustav Schneider. Wieseck, den 24. Dezember 1906. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 26. d. M-, nachmittags 2 Uhr statt. im 63. Lebensjahre. Iin Namen der trauernden Hinterbliebenen: Moses Weil Giessen (Landgrafenstrasse 6), den 24. Dezember 1906. Die Beerdigung findet Dienstag, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des alten Friedhofes ans statt. 7587 Blumenspenden dankend verbeten. ‘"'"TT;-.;I|M ' "",MI Geschäftsbücher. Niederlage u. Verkauf der Hannov. Geschäftsbücher-Fabrik W. Oidemeyer Nacnf., Hannover empfiehlt Wilhelm Klee, Giessen, Marktstr. 2 Buch- und Papierhandlung. 7586 Mönchhof und Büdingen, Weihnachten 1906. stets vorrätig bei [7829 iDOAU freundlichst euilabct 5iid)ev|iiOBe 19. L. BM/t* '43 rau bad). Dfciiliorfcljcr Eine Partie Cieiiooriegev, welche aut dem Lager etwas gelitten, verkante weit unter Preis. [73uV I. Häuser, Neustadt 56. 2 gute Gielgen billig ju verkaufen. öeriiev wird gründlicher Bioliu-Uuicrricht erteilt. 09148 'JtäDeres bei Julius Buch. an Ort und Sielle öffentlich mciftbictenö vcrsicigrrt werben, (yicgru, den 24. Dezember 1906. ^EObiJcriugiu t m in. merci (Sieben. I. V.: Cursch mann. Prima Kognak | Spezialmarke, garantiert franz. Berschuilt, ärztlich enipioblcn, per Literflasche 2 Pik., ist der preis- luertefte und beliebt wegen setneS vorzüglichen Geschmackes. Ferner gelten meine tranzösijchcnM-gnals uiiter Criginalver|d)hiB als die besten, w.lche der 'JJlar’t bringt. E. Dort, WalltorsiraBe -.5. Drosselsang neues ttnlverjalsutter v. Gustav •Bob in (Löln, six und fertig ol>ne tierische Feite; sowie sämmistche Botz'jche Pogelsutler-Ptijchuugen & rgebum] von Erdarbeitcn. Tie Grdarbeiten für die Herstellung von Baumgruben auf dem Landgrai-Philipp-Platz sollen Lamstag, den 5. Januar 1907, vorm. 11V, Uhr öffentlich vergeben werben. Arbeitsbeschreibuiig und Bedingungen liegen iväl-reud der Tieiislstundeii bei uns zur Einsicht offen. An- g»i>ole aui üorgeicl)riebenem Formular, das daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt an uns einzureichen: Zuschlags'rist 3 kochen. Giepen, den 22. Dezember 1906. Stadt. Tieibauamt. Bdanntmad)ung. Die Firma Ottilie ^)eerz zu (Siegen ist erlo chen. Eintrag zum Handelsregister ist erfolgt. Wieben, den IL.Dezbr. 1906. Grobh. Amtsgericht. sZ"/" BekannNnachnng. Die Benutzung dcS -schwcinemarupiatzes uno o.ischiedener anderer Plätze zur Förderung des in der Lahn gewonnenen lSises soll für öcu lauftiiöcn Stornier Tonnerstag, den 27. Dezember, vormittags 11 Uhr, fliegen Nichtkonzessionierung des Uogierbetriebs iverden im „Alkoholfreien Rcstauraut" (Bahicho'straBe 52A) die NIÄeE von 15 vollständig eingerichteten Zimmern im Einzeln oder auch ganze Zimmer billigst vertäust. [7495 Lämmtliche Möbel sind neu! Näheres Bahnhofstr. 54,1L l Klavier- I Stimmen Reparieren Polieren in tadelloser Ausführung durch LDV, Wilh. Rudolph Grosbh. liess, fiullieleraut Pianobandlg. u Reparatur- werkbtätte, Seltcrsweg bl. Zum «biam^nuus. Am 3. Feiertag: 09192 Frühschoppen mit Konzert abends 8 Uhr: Weihnachts-Bescherung Konzert und komische Borträge, üntijcliunfl non wjkB-MMMcii Hard) Ltjiilhe unH Matten. Ncujihr 1UJ7. Zur Enthebung von Neujayrs-tS.ütkwüuschen bei dem be- vorslehendcii Zahreswcchiel bitten wir, wie in beii puheien Jahren, der Meinkinder-Bewahranftalt eine Gabe spenden und einem der Unterzeichneten übermitteln zu wollen Durch Beio„eniiichung Der Namen der ipever im ^Guvener 'Anzeiger,, nodi vor ^uinesichlng wird cs allgemein aneriannt, daß alle Genanmen von Uit>ituttuii0 der Neujahrsvcsnche, sowie von Zusendung von Neniahkötarten ve,reit sind und ihrerseits betoco nicht bcanivrnchen. Zugleich wird hierdurch der genannten Wohlialigieus> omiaii mit luten nahezu 260 Kindern eine sehr wünschenswerte Untersuchung zu teil. U( (iheyeui, den 24. Dezember 1906. v hi Direttor Doering. Pfarrer Euler. Kirchenrat Dr. Naumann. Fabrikant Emil Schmält.________________ Husten-, Katarrh-, Brust- u. Lungenleidende gebrauchen mit Vorliebe ttatjer's Malz-Extract Mit den 3 Launen, weil es in feiner HeiUvirtung uiv übertroffen und daher ärztlich verordnet lüivbl Wegen seiner hohen Nährkraft bestesRraitiguugsmiitel für Jung und Alt. Flasche 90 P,g. bei H. Dornberger, Pew. Pelilan-Apotheke, m Gieszen und sonstigen Apotheken. Lärnli. Wirtschasts-Juvcutar ist billig abzugeben.. Zu eilr. in der Gejchäjtsst. d. Gieß. '21114. L08101 |£iii I. Qualität fetter Gemeinde v2/ bulle soll auf dem Wege des schrillt. Angebots verlauft weid. Angebote für pr. Zentner Lebendgewicht, mit bezüglicher Aufschrift, sind bis zum J. 1. 07 bei unter- zeichneten Stelle einzureichen, woselbst auch die Bedingungen bekannt gegeben werden. Leihgeueru, 24. Dezember 1906. Großh. Bürgermeisterei. Heg.7579 Danksagung. Da es uns bei der überaus zahlreichen und warmen Anteilnahme an dem so schweren Verluste unseres innigst geliebten Sohnes, Bräutigams, Bruders und Schwagers Herrn Dr, med. Otto Weher nicht möglich ist, auf alle Beileidsknndgebungen zu antworten, so spiechen wir auf diesem Wege allen, die uns ihrer Teilnahme versichert haben, unseren herzlichsten Dank aus. Familien Weber und Grebe. Kuhmist mehrere Wagen abzugeben. [wt01 Emil Fischbach, Öiner’s Souper’© sowie reichhaltige Abend- und Frühstückskarte empfiehlt 7572 Metager’s Weinstube. Inhaber: €?. Köhler. • h ein gioges, geräumig. Lager- -vi haus mit maifiöcm '-tooljii- Haus, abgeschlossenem Pof, elcftr. Lichtanlage, Wasserleitung :c., im Zentrum d. Stadl (Maplausgafje) beabsichtige zu verlamen. Siäheres Seltersweg 19. [7524 Tas Honig-Tepot des Cbcrl). Bienenzüchtervercins befindet sich emgg und allem bei C. ü. KBesn.tenn Bahuhofstratze 59. m Daselbst tu la garantiert reiner Viencuhouig stets vorräiig. fabeltet* ^auhnaarig, ca. 1 Jahr alt, zu Caufcu gesucht. Schrijti. Angebote unter 09178 an d. (Siegener Anoeiger erbeten. B8-e kllk reisende HOSPIZ Damen evang. Schwesternhaus, tiieeeeu. lobanoeattr I. UertrelMng. » Brennabor-Werke, Brandenburg a. Havel. 0 Wir suchen für unsere bestbewäbiten und guteingeführten Brennabor- Fahrräder für Giessen mit nä hster Umgebung geeignete ________Johann Aerkicher. Zither*. Gut erhaltene Konzert-Zither ncb|t Anleitung billigst abjit» geben. Lbelstratze 80 Pt. |7ö54 n^‘ SiM-MmjOe billig z»i verk. Tiefenweg 10. im Alter von 64 Jahren sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Herbert Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mitteilung, dass heute früh nach kuizem Krankenlager unser inmgstgeliebter Gatte und Vai er, Schwiegervatei, Grossvater und Onkel Herr Karl Herbert Küfermeister Giessen und Gustavsburg, den 24. Dezember 1906. Kathariueugasse 10 Die Beerdigung findet am 27. Dezember, nachmittags 2 Uhr, vom Portale des neuen Friedhofs aus statt 7591 Todes-Anzeige. SÄ - rtJl Dö semestn I »■um Schülheflnn u Qstira.CS3rEE2^ Wa$ rckentzea wir? Eier-Kognak L Flasche 220—65 Pf. Echten Steinhäger FL200, FL 110 „ Bonekamp Vi „ 240, V» „ 125 „ Diverse Liköre 1h „ 120, Vi „ 65 „ Rheinisches Kaufhaus GIESSEN für Lebensmittel. Bahnhofstr. 26 Was scheuen wir? Rnm-Punsch, ff. Vi FL 195, i/2FL 11 OPf. Fettwaren, Wein und Liköre. aM/, w n 1? r n 7, 'n r> » n IlO 135 135 95 130 n n n n n Arac-Punsch, ff. Vi Kaiser-Punsch, extra 1/l Burgunder Punsch Vi 225, V, 250, -/, 250.V, 180,i/, 250, V, Bekannt beste und billigste Bezugsquelle für Prima Kolonialwaren, Südfrüchte, Delikatessen Gut gepflegte Rhein-, Mosel-, Rot- u. Südweine, sehr preiswert, ff. dekor. Frühstücks-Körbchen, Präsent-Zigarren. Passendste Weitahts-Geschenke. = Kognak * J/i Kognak ** 1/l Bum a. Flasche 200—70 Pf. = Passendste Wnachls-Geschenke. = Alle Saison-Speisen [7o61 Kaffee-Torten Diners und Soupers 09204 Weine nur erster Firmen Culmbacher Petzbrän Pilsener U. B. G, Schöne 5-^nnmerivol)inmg nut Badez. per 1. April zu miet. ges. Sckrijtl. Angebote unter 08984 nn d. Lietzener Anzeiger erbeten. zu mieten oder faulen gesucht. 20. Allmeroth, Marburg. 30 Mark täglich sind nut 250 Mf. Aniage-Uapital In guter Itage em Laden Während der Feiertage: ft Holl. Austern, frische Hummern und Schipp-Molosol Wohnung, 7—8 Zumner,I jer 1. April ob. früher ges. | Schrntl. Ang. unt. 7511 an b. | chießener Anzeiger erbeten. Theater - Restaurant und Cafe Aaitou Koch Freisinniger Verein. AchrockllWe ßrncrßLScrfßinmlnng m 2. 3annat 1907, pDltlilh abciiSs 9 Wr, im unteren Saale i>eS Edel. Tagesordnung: AufstellungdesRcichs- tags'Kandidatcn. UÜfeitigeS Erscheinen dringend erbeten. D**/1S •______________________Ter Vorstand. Stadt Kassel Dritten Feiertag: Frühkonzert 7584 Frühstück Leberklös mit Sauerkraut. Gesangverein JUraonit gegründet 1846. Am 2. Feiertag, abends 71/, Uhr: Weihnachtsfeier verbunden mit Konzert, Gesangsvorträgen und Verlosung bi sämtlichen Räumen der Restauration zum Pfau. Freunde und Gönner des Vereins sind willkommen. v"/„_____________________________Der Borstand. LckmIlMHmWIW. Dienstag, den 1. Weihnachtsfeiertag von abends 8 Uhr ^SiristhescheernaMg' im Festsaal des Caf6 Leib. Von 12 Uhr ab: TaiBK. Hierzu ladet höflichst ein (D,4/„) Der Vorstand. AUendorfa.d.Lulnda. Am zweiten Weihnachtsfeiertag findet in der Bäuerischen Wirtschaft, zum Bicrgrund Grosses Konter! statt. 7593 Eintritt frei! Anfang 4 Uhr! Es ladet freundlichst ein Franz Bauer. Hergestellt mit dem beliebten Tola-Parfüm, u>ld und angenehm.ÜberaH vorrätig. Preis 25 Pfg. Pertamene Heinrich Mack, U.„, *. o. Spezialitäten: Tole-b«Ue Uud Kaiser-Borax. Aepfel 7490 Koch- und Baaapscl 10 Pfd. Mk. 1.10. Tafeläpfel Psd. von 12 Pfg. an Frische Eier 10 Stück 80 Pfg. ernpftehll die Cb ft- u. Gernüsehdl. J. Hnnkel Ncuca Baue 7. Iü'v^rrnretett 3it meinem 9leubau SelterS- roeg 79, moderne 7-Zmuner- woh'iung mit Badezimmer, eine 4- und eine S-Zilninerwoi)>iung im 3. Stock per 1. Marz 1007 zu vermieten. August Kilbtuger, eelter^mefl 10.|7523 S-Zimmerwohnung mit Balkon und allem ßubebör zu vermiet. 91dl). Bahnhostir. 32, B. Wolf. ['"" viSmarckstratze 10. Neuzeiiiiche ö-^jimmenootmn., Badezimmer iu, z. 1. Aprll 19u7 zu vevmielen.7409 5 Zimmer Ltebigstrage 57 Schöne 5-Zuulnerw. im mittleren Stock p. 1. Januar ev. auch [rüber zu verm. 9lab. inebtgjir.61. [6301 Frankfurter Strafe 60 ist die erste l^iage, neu Hergericht., bestehend ans 5 Zimmern mit Zubehör, Leucht- und Heizgas joiuie eieltr. Licht per |o|ovt oü. 1. April zu veruueleu.17334 Schöne 5-Zimmer-Wohl»ungen mit Llüche u. Zubehör m meinem yieuban, Eder- u. Steinstr.-Ecke, zu vermieten. [4040 Uarl Stückrath, Möbelfabrik, ___________Sellersiveg.___________ Schöne 5'Ziiumerwohu. fof. zu verm. Wen-Aulage 58. [^" Bleichstrage 31 2 neuzeiU. 5-Zimmerwohnungen, Badezimmer, Earteuanteil rc., jo- ion oder spater zu vermiet. [7444 Ltevigstratze 68. Parterre und L Stock, je 6 Zimmer und Badezimmer, neu hergerichlet, tanalifieii, (Las und Wasser, pr. L April 07 zu vermieten. [7214 Näheres bei Adolf Fischer, ______________________Alicestr. 28. Nordanlage 1,1, schöne Fünf- zimuierivohuung nut allem Zub. per sofort zu uermieten. [4616 9täh. bet L. Bür, ^tord-Anlage 3. Laudgrafcustrahe 5, mitil. Stock, 5 Zim. nebst all. Zubehör alsbald zu vermieten. [7481 öiüheres bei Architekt Steiu. | 4 Zimmer | Scl)öue 4-Zimmerlv. m. Znbeh., d. Neuzeit entipv., Gas, Bleiche u. Garteuant. z. v. Aiarburger[tr. 75. _____________09182____________ Schölle 4-Zimmeriv. joiort oder per 1. Januar z. u. Friedrichstr. 5. Näheres Ereduerstr. 36, p. j5939 Wabe der Bahn 3 Zimmer mit Kabinett liecht Zubehör zu verm. Näh. Hinter der West-Anlage 15. Schöne 3.Zimmerlv. (Alans.) der Neuzeit eutipr., billig zu verm. 7101)________Sleiuiiraoe 48, pl. 3 Zinimer mit öiuche p. 1. ^an. zil vermieten. 7140 Ieau Eckert, Lndlvigstraße 16. Slecustratze öO, H. 0944 8-Zimmerwouming soiort zu vermieten. Vlai). Aloltke[lr. 24 p. Motttestrave 21 6943 Mansardenwohnung, 3 Zimmer mit Zubehör zu vermieten. Verschiedene | i—8 Zimmer inr 1. oiua mit Bleichplau und (»arten zu uer- micten. Friedrichstr. 12. [7040 «vityetmnrage 41 sind z. 1. April oder früher geräumige, hemchaitl. elegant aus- geiiaiteie 6-8 Zunmerwohnung., < adezuumer, gr. (Saiten, ncb|i sauill. reicht. Zubehör zu verm.et. Näheres touji. Belitz, Malermeister, Liebiguraste 83. 7262 Jniolge Weggangs des Herrn Uuiv.-Proi. Dr. Wünsch ist per 1. April 1907 der 1. u. 2. Stock, eventU auch die Parterre-Wohnung zu üernueien. 7551 Gartcustratze 20. CT\er von Herrn Zuuizrat ALeibig belvohiite 1. Stock ist per 1. April 1907 anderweitig zu vermieten. 7570 H. Schmidt, Bahnhofstr. 37. Z>l meinen Neubauten in Verve rl. Eoetheslr. sind 5- und 6- Ztmmerlvohnungen nebst Badez., der Neuzeit eiiiiprecheiid emgeu, mit (Äas, eieltr. laicht, Balkon u. Foggia zu vermieten. 6900 vtäheres Stephamtraße 25 ptr. <7\ie Beletage des Hauies 'Jleuen 'v Bäus 25 ist zum 1. April zu vermieten. Näh. daselbst. 7513 2-, 3- utid 4-Ziuiilier-Wohnun- gen zu yennieten. [4777 iliäheres Ebelstraste 39, park. Schöne Alan[ardcil° Wohiiung sofort oder zum 1. Januar zu oermieten. 9läheres [09107 Lammstrage 42, bei Noll. .^»ivet gvoue, aneiuanber gehende <0 Zimmer, Seltersweg 79, 1. Stock im yteubau, möbliert oder unmöbliert per 1. April 1907 zu vermieten. Näheres [7525 Sellersiveg 19, im Laden. 3-Zitilinerlvohn. p. Febr. ob. spät, z. verm. 'Marktplatz 18. [6972 Moltiestratze 10 hübsche Mansarden-Wohnung an tleine, ruhige Familie p. 1. April zu vermieten. 7474 Näheres daselbst 1. Etage. Eine Wohltug zu üernueien. 09201 Schlostqasse 6. | Möbl. Zimmer~~\ (L>ut liiobt. Arohli- u. Schiaszilli. zu verm. Süd-Einlage 20 I. Schön möbl. Zimmer zu uer» mieten. Wetzstemstr. 40 pt. ["""> 'Möbl. Zimmer zii vermieten. Sellersiveg 81, fllebenhs. (Ättt möbl. Zimmer zu verm. 6989_____ Lüden etc. I "Ul '-wor-uuug öum 1. April zu vermiet. 7482 Lindenplatz S. Laden nut Wohnung n. 'Ldert- ftalte auch lür Bäckereibetrleb geeignet ui meinem Neubau Ecke Stein- u. Ederstr. joiort zu verm. Earl Stuckrath,Ullöbebabrit 5221s Seilet sw eg. Laden mit Kontor, m mein. Neubau, Seiiersweg 79, euent. auch nut Wohnung per 1. Aprii 19u7 zu vermieten. August ktlbiuger, Sellersiveg 19. 7526 toröticre Lagerräume sofort zu veruueleu. (5422 Na h er es .Nuilijcher Hoi". Alietgeluche Ruhige Beanueniamilie mit 1 Kind von 5 Jahren sucht zum 1. Aprii 1907 4-Zimmerwohnung. Schristl. Angeb. m. Prechang. u. 7574 an den Gtech JUtz. xrb. durch Hausiiiduslne zu uerbienen. Benötigt wird em Zimmer. Näh. gegen Rückporto. hv3l/12 Hahn, Reischdorf i. Böhmen 113. Allererste [09196 LckkiSmßtzttniS- bat ihre Agentur mit bedeutend Inkasso für Eiesten u. Umgebung neu zu besetzen. Schriitl. Angebote unter 0919b an d. Gieüener Anzeiger erbeten. LSljtizcr ^nitallatcuc auf bessere HauotnstaUatioucu sofort gesucht. Schriiti. Meidling, unt. 7560 an d. iL^tzener Anzeiger erbeten. Zwei bis drei tüchtige 758o Metzgergesellen findeii soiort öauetnöe Arbeit. Kriedr. Schreiuer. Wurstiabrik. Mccct SdjmicDtßtitüe gejucht, te. Euter, Asterweg 15. ____________09179___________ Hausbnrsche gesucht. Neuer Saaldau. i7583 Tüchtiges Mädchen gesucht. Ludwigstr. 32, »t.[w>w Nach Frankfurt a. M. einfaches, traniges, sauberes Mädchen welch, tocheu fann, m tl. burgerl. Haushalt, bei hohem Lohn u. guter Behandlung, atiiangs Zauuar 1907 gejucht. [ss"°/„ Ofserten an Fr. Krug, Frant- flirt a. Al., Röderbergweg 121. Ein braves [7586 Dienstmädchen per 1. Januar 1907 für Hausarbeit gesucht. W. Lclel, Marktstrabe 2. Sauberes [09197 Dienstmädchen sofort gesucht. Frau Karl Beil, Marburger Stratze 42.______ dhödcheu für tagsüber ge- jucht. Tauernde Stellung. Frau Herr, Sounenstr. 6. [09199 ^.uche noch mehrere Mädchen zum 1. Januar. [09200 Frau Herr, Sonnenslraste u. Em tüchtiges 7590 Mädchen per 1. Jan, ges. Aläusburg 15. Jüngere» Kindermädchen per sofort oder 1. Januar gesucht. Fran Zahnarzt Schwalm, tüiebcn, Plockstraste 7. _________________________7556 Stiche zum 1. Jattuar em im °°wL°chiUlSmadchen Frau Negierungsrat Welcker, 755 d_____Süd-Anlage 10 1. Ordentliches [7573 Mädchen für tieuivii ^uiiv.;uu iv.au: ovinb.) gesucht. Eintritt 1. Januar. Frau L. Markus, tvoethestrade 1V l. Bin BläücLvit ßciadjt. 7305] West-Anlage 27, H. Älhchcs Sicniimiihiljcn zum 1. Januar gesucht. [09156 Xraguhofstratze 58 Pt. süchtige Mädchen 'ür Küche und Haus, sotvie em junges Mädchen zu einem Kind sowrt gejucht durch Fr. Hüttcnbcrger, Sellersiveg '>7. [0912t» Perfektes Nülichen für Ziüche uud Hausarbeit gejucht, bei hohem Lohn. [7535 Fraii Setta Schulhof Friedberg i. pesten. Näh, zu erir. lÄiesten, Dlarttstr. 4. Stellely Gesuche Ein in der Hüchc durchaus erfahreues, jüngeres Mädchen sucht zur iveit. Ausbild. für sofort oder baldigst Stelle in bess. Hanie. Schristl. Angebote unter 7553 an d. Giestener Anzeiger erbeten. yerfdiiclcnc» Danksagung. Von Herril Fernle in L'onbon isi nur durch lernen ivohibekanut. Hauptbevollmächngteli bapur, zu Weihnachten eine beträchtliche Summe übergeben worden, zur Benvendung für die Riemfmbet- Belvahraustalt und für andere gute, wohltätige Zivecke. D14/1* Tem Herrn Geber uud Herrm Verinittler sage ich auch ans diesem Wege meinen herzlichsten Tank. <Ä»ietieu, 24. Tezember 19u6. Dr. Naumann, Kirchen rat. Zill Hausschlachten empfiehlt sich Jof. Steiu, Metzger, 08874_______ValmltinBe 51. it^esttaufschrUiuge u. 2. Pypo- <* thetcu am pnma Cbjeite, in Höhe von 7000—11 uou Ack., bei jedesmaligem hohen sAachlag ab- zuireicn. Schriitl. Angebote unter 7578 an d. 05icBcnet Atizeiger erbeten. Bll 18000 Hypothek und Bürgscha't am htes. Objekt gejucht. Schristl. Angeoote unter 09167 an d. (Gießener Anzeiger erbeten. tieiratsgesuch. fiammarni m geitchert.Stellung, 25 Jahre all,ladetlojeErscheinung, aus guter Familie, sucht Betamu- jchast mit gemütvoller, häuslich erzogener Dame. Vermögen er- ivülhcht. Ernstgemeinte Lfferten inögl. m. Photographie u. 09191 an den (Siebener Anzeiger erbeten. Diskreiioti Ehrensache. Anonym ztvecklos. Goldener Kneifer verloren. Abzugeben gegen Be- lohnitng Aiarktplatz L. ^o9l86 Visitenkartell liefert rasch and billigst Brühl sehe Uolv^DruckereL Auf Kredit and gegen Bar Hlöbel, Betten Herren-, Damen- a Kinder Konfektion Spielend leichte Abiahlan*- J. Jttmann Glessen, Plockstr 14 -16