Nr. 302 ®r I djeint ( 4qft J) QiiHfi Sonntag*. Tem toiebenet Anzeiger werden nn iL hnachts - glocfen. Ueber Tächer und Giebel trägt leichter winterlicher Wind den Schall, und wessen Ohr er trifft, bem zieht weihevolle Stimmung ins Herz, ber horcht auf ob dem holden Klange, und Erinnerungen, die weit, weit zurückliegeu, werden lüifbcr wach, süße Erinnerungen an bie Kindheit. Es hat einen eigenen Zauber, das Weihuachlssest, einen Zauber, bem nch niemand entziehen mag. Tage froher (Sriuaitung leiten eS em; wie hat zumal bie Jugenb gejubelt und frohlockt bei dem Gedanken an das heranuahenbe Weihnachtsjest, wie hat sie kaum ihre llngcöulb bemcifietn können. Morgen, Kinder, ivrrdS ivas gedeih Morgen iverden wir uns heim, Werst) em Jubel, welch em Leben Wird in unienn Haust stur. Einmal iverden iuiv noch wach, Heißa I Tann ist Feieriag ! Nun ist endlich ber ersehnte 'Augenblick gekommen. In allen Häusern prangt ber ChrlUbaum, durch die Straßen zieht würziger Harzgeruch und Kuchendiift, und hunderlsältig erklingt öie getragene Weise: »Stille 3lad)t, heilige Nacht.* Und in den Sang hinein tönt der Ton der Kirchenglocken, eindringlich mahnend, daß dem Feste der weltlichen Freuden eine tiefe religiöse Bedeutung zu Grunde liegt, daß es das Fest der Liebe ist. /Liebet einander,* das ist Leitmotiv des Weihnachtsfestes. Liebe war es, die all die Herrlichkeiten erstehen ließ, die heute bei der Familienfeier unter dem im Lichter- glanz erstrahlenden Weihnachlsbaum ausgebreitet liegen; Liebe bereitet auch an zahllosen Orten denen, bie sonst keine Wcih- uachtsfreude haben würben, ben Weihnachtstisch, ben Armen und Kranken. Weihnachten spendet Bekümmerten Trost und macht harte Herzen weich und milde. Wenn bie Lichter glänzen unb Tannenduft uns umweht, wenn wir bie Gaben empfangen, bie Liebe uns gewährt, dann fühlen wir uns entrückt den Leiden und Sorgen der Alltäglichkeit, und das Glück einer reinen, besseren Welt verklärt uns nut seinem Schein, dann feiern wir — was wir allen unseren Lesern von Herzen wünschen — in wahrhafter Weise: Fröhliche Weihnachten! - Erste Kammer. S. K. H. der Großherzog haben den Gerichtsasseffor Gustav Becker aus Darmstadt zum Kanzleidirektor der Ersten Kammer der Stände ernannt. •• Besondere Auszeichnung. Rektor und Senat der technischen Hochschule in Berlin haben durch Beschluß vom 14. Dezember 1906 bem Vortragenden Rat im Ministerium ber öffentlichen Arbeiten in Berlin, Geh. Oberbaurat Keller, in Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste um bie Förberung ber Wafferbaukmrlt bie Würde eines Doktor-Ingenieurs ehrenhalber verliehen. Geh. Rat Keller ist der Sohn des früheren hiesigen Beigeordneten Buchdriickereibesitzer Keller. •• Der Winter hat sich gründlich aufgerafft und deutliche Beweise seines Daseins gegeben. Es scheint, daß er in den Kalender geguckt und gemerkt hat, seine Zeit sei gekommen. Als »Winters Anfang* fand er den 23. Dezember verzeichnet. Ta sagte er sich: Nun darfst du nicht länger zögern, sonst glaubt man gar, du seiest so gemütlich, wie die deutsche Neichsregierung es bisher war, und könntest das Zepter nicht führen. Zeigt sie sich stark, so tu* lch's auch. — Und so trat er denn schon ein paar Tage vor dem festgesetzten Termine aus seiner hoch oben in den Bergen gelegenen Eishöhle heraus und schritt m die Täler hinunter und zog über die kahlen Ebenen, und überall, wo er hmkam, erstarrte bie Erde unter feinem Fuß und baS Wasser gefror unter seinem eisigen Anhauch. Im Handumdrehen sank die. Tempelatur 10, ja sogar 12 Grad unter Null, Eisblumen bildeten sich an ben Fenstern und Eisflächen auf ben künstlich unter Wasser gesetzten Wiesen. Mit freubestrahlenden Augen iahen bie Freunde und Freundinnen des Eislaufes das lang ersehnte Erscheinen des Winters zur Tatsache werden und nut blank geputzten Schlitiichuhen zogen sie hmalis zur Eisbahn, um dem stählenden Wintersport nach Herzensliist zu huldigen. Während wir nun aber ElS in Hülle und Fülle haben, fe. (t es an den rechten Mengen Schnee. Die Poesie der Weih- nachtsfeierkage erleidet diirch den Mangel an Schnee eine Einbuße. Edgar Allan Poe, ber amerikanische Dichter, hat m einem seiner herrlichsten Gedichte bie süße Melodie ber Schlittenglöckchen wundervoll wtederzugeben verstanden. Doch wir werden wohl sobald kein munteres Schellengeläute in ben Straßen vernehmen, dafür aber wird zu Hause em Glöckchen erklingen, das em noch süßeres Stimmchen hat als alle Schlittenschellcn: das Weihnachtsglöckchen, daS grofe und klein heute abend zusammenrntt. - Bei Stockkeim wurde em alter Mann int Felde erfroren aiiiacnmben. Der Schnee ließt dort recht koch und die Poftfukrwerke sind jetzt sämtlich Schlittenfichrwerke geworden. Auch dein Schneeschuh- sport wird im Oberwald und am Hoherodskopf eifrig gebul- biqt — Kältenachrichteu kommen aus dem ganzen Reiche. In Leipzig wurden zwei Männer erfroren aufgefunden. 9luf allen deutschen Strömen mutzte wegen Treibeises die Schiffahrt eingestellt werden. Im Weichselgebiet hotte man am Sonntag' 25 Gr. Cel. Aus Weit- und Ostpreußen werden gleichfalls mehrere Fälle durch Erfrieren gemeldet. — Eine seltsame Kunde fonunt aus der kleinasiatischen Stadt Smyrna: Die großen Täler von Aidin und Magnesia sind von den infolge heftiger Regengüsse aus den Wern getretenen Flüssen überschwemmt worden. Das Hochwasser hat große Verwüstungen angerichtet. Einige Ortschaften sind völlig zerstört. Es sind auch Menschen u m g e k o m m e n. ** Kunstverein. 7k Gemäldeausstellung, am Brand, die seit Sonntag, nach dem letzten Bilder'.vachse!, wieder geo^inct und zirka 150 Bilder M'.l. ist wieder recht siedelt.g und l>at sehr interessante Bilde' aaszuiooyen. Sehr bekennte Emitter, rate E. Blume, C. Kästner. A. Jahn und A. Wenk-Munchen, C. Röchling und 5). Lich-^h rlottenburg. Klara gooeban, M. Weese und M. Ränke-Berlin, I. Happ-Franuurt, F. Wucherer- Cronbcrg, N. Civriani-Rom, B. GiullanEalland usiv. und vertreten. Auch f/.t Prof. F. Hein-Leipzig mit emer Lwllektwn Aguarelle und Zeichnungen die Ausstellung beichickt, ferner mit hervorragenden plastischen Ltrüeiten Luise Staudmger-DarmUadt. Zraei ganz neue Bilder, eine Sommer- und Wmterlandichast, zeigt unser einheimischer Künstler W. Barthel. - Nicht unerwähnt sollen drei Porträtstudien cüte5 jungen Gteßener Künstlers, W. Friebel, bleiben, der zurzeit noch in München studiert Die Ausstellung ist an dem 1. und 2. Feiertag von 11 bis 3 Uhr nachmittags ununterbrochen geöffnet. — Bei der vorgestern nachmittag in Darmstadt abgehutme.t Verlosung des Kunstvereins sind von 61 Gewinnen £>ic folgenden aus in Gießen wohnende Mitglieder gefallen: 1. Oelgemälde und Aquarelle: „Gardasee" von A. Siebert, Gewinner: Leutnant v. Nathusius. „Bcssunger Herrengarten" von A. Noack, Gew.: Professor Dr. Geppert. „Jäger und Treiber" von R. 3tip- pert, Gew.: Kaufmann F. Kraatz. „EU Eichen" von W. Bader, Gew.: Major Freiherr v. Röder. 2. Plastik: „Spielende Knaben" iKlingetplatte) von L. Staudinger, Gew.: Kaufmann E. Schmoll. 3. Kunstdrucke: „Tri-bes Wetter" von F. Hoch, Gew.: Alice Fähnderich (Gießen-Dcunchen). „Gastmahl des Plato" von Feuerbach, Gew.: Privatdozent Dr. Thomae. „Aus einem alten Städtchen am Rhein" von H. Otto, Gew.: Hotelier Haubach. „Herbstgo.d" von H. Otto, Gew.: Justizrat Hir-chhorn. „Stock^ilm" von Heine, Gew.: Rechtsanwalt Dr. Stahl. „Grune- waldsee" von W. Leistikow, Gew.: Fabrikant Silbereisen. „Goethe im 12. Jahre" von K. Bauer, Gew.: Kaufmann C. Reiber. „Rembrandt, Porträtkopf aus den Starämecsters", Gew.: Fabrikant A. Bock und Frl. Bansa. „Mondnacht von M. Klinger, Gew.: Geb. Justizrat Dr. Reatz. „Bär und Elfe" von M. Klinger, Gew.: ApLthkki'nbefitzer Dr. Caesar. „Gcsallener Reiter" (Intermezzi) von M. Klinger, Gew.: Drogist L,tto Schaaf. „Billa Borghese" von O. Achenbach, Gew.: Malerin Emmy Dingeldem. „Brautfahrt im Frühling" von L. Richter, Gew.: Sbeoiteur Zänker. „Goethe" von H. Simanowicz, Gew.: Professor Tr. Strahl. 4. Mappen: „Mappe des Nadiervereins zu Berlin 1906", Gew.: Geh. Medizinalrat Tr. Löhlein Wwe. „Spitzweg Mappe des Kunstvcreins zu München", Gew.: Geh. Justizrat Professor Dr. Schmidt. Nach Darmstadt sielen 32, nach Gießen 22, nach Offenbach 3, nach Mainz 3, nach Worms 1 Gewinne, zusammen 61. , »*Der Vorstand des Landes-Lehrervereins hielt am Montag in Darmstadt eine Sitzung ab, in der über die Besoldungsregulierung, die von der Regierung geplant ist, beraten wurde. Der Vorstand will sich erneut an die maßgebenden Faktoren wenden und wünscht vor allem eine Erhöhung des Grundgehaltes. Ferner wurde beschlossen, für den 2. Januar eine außerordentliche Hauptversammlung des Landes-Lehrervereins einzuberufen, um Stellung zu der Vorlage zu nehmen. Am gleichen Tage hält auch der kathol. Lehrerverein in Darmstadt eine Versammlung ab. "Freigelassene Hunde. Gesetzlicher Vorschrift gemäß muß der, der den Besitz eines Hundes aufgibt, ihn spätestens bis zum Ablauf des Kalenderjahres bei der Bürgermeisterei seines Wohnorts abmelden, da er andernfalls zur Entrichtung der Hundesteuer auch für das folgende Jahr verpflichtet ist. Daher kommt es, daß gerade im Monat Dezember die Zahl der zur Abmeldung gelangenden Hunde besonders groß zu sein pflegt. Bedauerlicherweise gibt cs viele Hundebesitzer, welche sich des Hundes, dessen Besttz sie aufgeben wollen, am einfachsten dadurch zu entledigen suchen, daß sie ihm die Steuermarke abuehmcn und ihn sodann auf die Straße jagen und seinem Schicksale überlassen. Dieses besteht darin, daß er — vielfach erst nach tage- und nächtelangem Umherirren in der Kälte ohne Nahrung und Obdach — von dem Hundefänger eingefangen und nach Ablauf der Auslösungsfrist getötet wird. Diese mitleidlose Behandlung kann den armen Tieren erspart werden, wenn sie von dem Hundefänger bei dem Besitzer abgeholt und alsbald getötet werden. " Auch ein Wahlaufruf. In Bad Nauheim fmdet demnächst Stadtverordnetenwahl statt, die einen Wähler zu folgendem „poetischen" Wahlaufruf begeistert hat: Wählt Schlossermeister Knipp! Mitbürger Nauheims! Ein Mann voll Tatkraft und Verstand, Ein Mann, der Eisen bricht Nicht leicht vor Andern kriecht. Ein solcher Mann ist Nauheim mehr von Nöten, Als Hans und Kuntz mit all ihren Moneten. ** Tannenbaumbräu de pflegen sich jedes Jahr zur Weihnachtszeit zu ereignen. Trotz aller Belehrungen über ihre Verhütung ereignen sich solche Brände immer wieder. Wer aber vermeiden will, sich hierdurch die Festfreude zu verderben, dem sei empfohlen, den Tannenbanm mit festem, genügend breitem Fuß zu versehen und von allen brennbaren Gegenständen, insbesondere von Fenstergardinen, möglichst entfernt aufzustellen, Kerzen fejt und derart sicher anzubringen, daß ihre Flamme oder ausstrahlende Hitze die Zweige nicht zu entzünden vermag, Baumwolle (SBattc. und Papicrdekorationen überhaupt nicht oder nur im imprägnierten (feuersicheren) Zustand zu verwenden. Aus Zelluloid verfertigte Sachen sollte man niemals zur Ausschmückung des Baumes benutzen, sie sind infolge ihrer leichten Entflammbarleit ungemein feuergefährlich, wie die dadurch verursachten, nicht unerheblichen Zimmerbrände beweisen. Ein Cl>rist- baum mit brennenden Lichtern darf nicht ohne Aufsicht gelassen werden. Hat der Tannenbanm seinem Z.veck gedient, so Hute man lieb, Stamm und Zweige ins Ofenfeuer zu stecken, da ihr reicher Harzgehalt folgenschwere (txplosionen verursachen tann. ** Tränket die Vögel. Nachdem das Thermometer kräftig unter Null gefallen ist, sei daran erinnert, daß zu dieser Zeit unsere Logelwelt viel mehr unter dem Durst, ms unter dem Hunger zu icioeu hat. Wer es gut mit unseren gliederten Sängern meint, halte deshalb ^.röge tu Bereit,ch ist, Deren Waner nb und zu erneuert oder besser nvchi warnt gehalten wird, um es vor dem Einfrieren zu bewahren. X. Hönau, 23. Dez. Alif seiner Urlaubsreife i n das Eltern bans verunglückte gestern abend auf dein Ost- bahnstofe der in Wilhelmshaven bei der 2. Matrosen-Artillerie- Abteilung dienende Einjährig-Freiwillige Presber nlis Langenschwalbach aus schreckliche Art und Weise. Er befand sich in einem Militär-Sonderzuge, der stier nach feinem Einlaufen kurzen Aufenthalt statte. Diesen Aufentstalt benutzte der Einjährige, um auszusteiaen und sich nach dem Warte- -aale des Bahiistofs zu begeben. Unterdessen setzte sich der Sonderzug wieder in Bewegling, der Einjährige sprang nach, bemerkte aber leider nicht, daß aus der entgegengesetzten Richtung ein Güterzug sterankam, von dessen Maschine er erfaßt unb schrecklich verstümmelt wurde. Nach Anlegung eines Notverbandes wurde er in das hiesige Garnisonlazarett gebracht, in dein er heute früh 7 Uhr verschied. [] Marburg, 21. Dez. Bei der Viehzählung im Kreise Marburg wurden gezählt 3300 Pferde (gegen 3482 im Jahre 1904', 27 068 (25 929) Rinder, 15 070 17 192) Schafe und 27 015 (23 531) Schweine. § Laasphe, 23. Dez. In Niederschelden mürbe der in der Charlottenstütte beschäftigte 22 jährige Arbeiter Diehl von einer umstürzenden Eisenplatte getötet. — Das gleiche Schicksal ereilte in der Grube Altenberg bei Bitifeld der Bergmann Katz, der unter herabstürzende Steinmassen geriet. sfj Kirchhain, 21. Dez. In Burgholz siel gestern der Landwirt Nöcher die Treppe hinunter und blieb auf der Stelle tot. Die durchgtsiranrte ^tora. Ihre Wiege stand aus den Urwaldbäumen Brasiliens. Bei einem Aussluge mit Stammesgenossen geriet sie in Gefangenschaft, ward aus ein Schiff geschleppt und in einer fremden Stadt trrfaurt Hier kam sie zu einem Mann, der ein Diener des großen Königs des Landes war. Er hatte ein Instrument, dem er Töne entlockte, welche bei der Gefangenen die Erinnerung an die heimatlichen Walder wachrief und ihr Heimweh weckten. Endlich winkte die Freiheit. An einem sonnigen Morgen des Juli hatte man vergessen, b'5 Gefängnis zu schließen. Sie entfloh und kam nach einigem Umberirren in einen Garten, der sie heimatlich anmutete. Dort beschloß sie zu bleiben, denn hier wuchseit Palmen und mancherlei andere ihr bekannte Gewächse. Am srähen Morgen schwang sich Lora, — diesen Namen hatte man ihr beigelegt, — auf die höchsten Bäume und hielt Um- chau nach den Verwandten, wobei sie ihre Stimme laut erschallen ließ. Es tamert a ber nur etliche Raben herbei, die ihr nicht halb waren und sie aus Neid wegen des schönen Federkleides bekämpften. Lora blieb jedoch Siegerin, trotz der Uebermacht der schwarzen Gesellen und ward seitdem von allem Mitgeflügel respektvoll behandelt. Ja, es ward nicht einmal Widersprach laut, als sie das verlassene Rabenneft in der Krone einer Kiefer bezog. Loras Nahrung bestand aus Beeren, Samen und Insekten. Ihr grünes Kleid schützte sie vor den Blicken feindseliger Menschen. Als aber die Bäume kahl wurden und die Nahrung zu Ende ging, lebte sie ausschließlich von den sauren, hartgefrorenen Holzäpfeln eines Baumes, der sich über die Hütte hiesiger Eingeborener bog. Bei einem so kärglichen Mahle hatte sie ihr Herr gesehen, dessen Gefangenschaft sie entflohen war. Er hing an den Baum einen großen Käfig, nachdem er zuvor allerlei gute Sachen hinein- getan hatte, und hoffte dann auf die Rückkehr des Flüchtlings. Dieser schätzte jedoch die liebgewonnene Freiheit trotz aller Not höher als materielle Genüsse. Darüber ward der Herr zornig and hätte den Krummschnabel am liebsten getötet, um mit dem Skalp sein Wigwam zu schmucken. Lora entfloh jedoch noch rechtzeitig and erscheint seitdem nur dann zum Aepfelstehlen, wenn die Menschen nicht sichtbar sind. Zum Weihnachtsfeste Haven ihr mitleidige Kinder ein Bäumchen geschmückt. Statt Lichter sind Maiskolben daran. Auch Aepfel, Nüsse, Kränze aus Kürbiskernen und andere Süßigkeiten fehlen nicht und als weiterer Schmack glitzert echter Schnee daraus. So feiert Lora Weihnachten. Zwar in der ersehnten Freiheit, aber fern von ihrer Heimat und bei 14 Grad Kälte in einem hiesigen Garten. Gießen, 24. Dez. 1906. —t Vertnifd>tc»e • E i n origineller Heiratsantrag. Die „Itzehöer Nachrichten" geben folgenden HeiratsantragSbries wieder, den kürzlich ein wackerer Hamburger an ein in der Nachbarschaft von Oldesloe bedienstetes Mädchen gerichtet hat: .Hamburg, 2. Dezember 06. Liebe Freundin! Was zuerst den Anfang meines Briefes betrifft, so bin ich in Verlegensteit, wie ich anfangen soll, denn die Liebe ist ein Gefühl des menschlichen Herzens, doch zur Sache. Ein anderer würde es Ihnen vielleicht mündlich gesagt haben, aber mit mir ist es etwas anderes. Ich bin in Wandsbek von rätlichen Eltern erzogen, sehr nette Leute, aber ohne jeden Aufwand, stille Familienverhältnifse und etwas Viehzucht, doch jur Sache. Sie erinnern sich, mein Fräulein, was ein ehrlicher Sohn unter diese Verhältnisse für'n netten Menschen sein muß. Sie erinnern den Herrn, der sechs mal mit Sie am Lüb'chen Baum tanzte und Sie eine Brause, sogar mit einem Schuß, nebst ihre Freundin geben ließ und zuletzt noch zwei Rundstücke mit Käse ä 30 Pfennig, ich tat es ja so gerne, doch zur Sache. — Dieser selbige Herr schreibt jetzt Sie, denn warum soll ich es länger verhehlen, ich fühle es schon zum ersten Mal, als ich Ihnen sah, ein Gefühl, ein Gekribbel und Gekrabbel, ganz so als wenn ein Floh auf und nieder hüpft, doch zur Sache. Tenn als ich näher zusah, war es fein Floh, sondern die Liebe zu Sie, vielleicht haben Sie dasselbe Gefühl gefühlt, und dann muß Ihnen doch auch etwas daran gelegen sein, in andere Verhältnisse zu kommen, denn ich als herrschaftlicher Diener kann eine Frau ernähren. Ich bin ein spaßhaften Gesellen, denn wenn es sich macht, daß Sie meine Frau sind, so sollen Sie als ''Nebenverdienst unsere Herrschaft kochen. Ich würde gern in den Mußestunden eine Frau unterhalten. Auf diesen Antrag eines offenen und ehrlichen Mannes erwarte ich baldigst zärtliche Antwort. Ihr treuer E. H." *■ D i e n e u c ft e n Ei s en b a hu un f ä l l e. In (Slogan fuhr am Sonntag abend ein Zug bei der Einfahrt in den Bahnhof auf zwei nach dem Schuppen fahrende Maschinen. Der Packwagen entgleiste und örüdte die Stirnwand des folgenden Personenwagens dritter Klasse ein. Zwei Soldaten erlitten Beinbrüche, eine dritte Person wurde leicht verletzt. — Als der von Köln nach Hannover fahrende Personcnzug Nr. 215 am Samstag abend in den Bahnhof Haste einfnhr, entgleisten die Lokomotive und einige folgende Wagen. Personen find nicht verletzt worden. * Ein großherziges Weihnachtsgeschenk für die Universität von New York. Die Universität von Newyork h t von einem unbekannten Gönner als Weihnachtsgeschenk Grundbesitz im Wert von ein und einer B ie c tc l miIlion Mart gestiftet erholten. Der Grund und Boden stößt an das Terrain der Universität an und rundet es ausgezeichnet ab. Dies ist das größte Geschenk, da? die Universität von einer einzelnen Person je erhalten hat, wenn man von dem Bibliotheksgebäude absieht, das Helen Gon'd der Universität vor einigen Jahren bauen ließ. Wie es heißt, ist das großherzige Geschenk eine Sti'tun-a der W'tve des vor liirzer Zeit verstorbenen Multimillionärs Russell Sage. * K l e i n e T " a " s ck' r nn t T In R h e i n h a u s e n ereignete sich in der Alfred Friedrich-Hütte ein scknveres Unglück. Drei TUa- idumfteit sollten einen Gasmotor in Bewegung setzen und bemerkten dabei, dal; das Beiitil in der Kammer unter dem Motor undicht geworben war. Cie stiegen deshalb in die Kammer hinab, um den Schaden zu reparieren, fonnien aber nicht wieder heraus. Alle drei wurden nach einiger Zeit als Leichen aufgetimbeu. — In Leipzig ermordete ber 19 jährige Konservatorist Miabkoff, einBnlgare, s e i n e 1 7 j ä b r i g e G e l i e b t e, F r i e b a N l l r i ch, indem er ihr mit entern Messer den Hals dnrchscbnitt, er stieß sich bann in selbstmörbertscher Absicht das Messer selbst in den Hals. Schwerverletzt wurde er nach dem Krankenhanse gebracht. — Der Kaiser hat ben wegen Zweikampfes zu 3 Monaten Festungshaft verurteilten i)lisistenzarzt Dr. Pust in Stettin begnadigt. — Im Zentraltheater zu Stettin enistand Ktirzschlaiß am Kiite- matogravhen. Der Maschinennteister wurde getötet. Der Direktor erhielt schwere Braitdivimdett. Im Publikum brach eine Panik ans. Dort iaitdeit bei einem Zimmerbrcmde drei Kinder den Erst t ck lt n g s t o d. — Der Senat Hamburgs beantragte bei der Bürgerschaft die Ausschrestnmg eines Jdeemvettbewer^s unter deutschen Künstlern für die Anlage eines 140 Hektar großen Stadt- parks. Tie Kosten der "Aiilage und znm Hochstbetraae von 3 'Millionen angenommen. Der erste Preis beträgt 10 ( 00 9)1 f., ;wei zweite Preise sind nut 6000 Mk. und zwei dritte nut je 4000 Mk. dotiert. — In Wien vergiftete der Photographengehülie Pani Brandes seine Fran und seine zwei Kinder mittelst Cyankalt. Als Beweggrund der Tat wirb Not und Krankheit ange« nomrnen. Kird>lidK Nachrichten. Evangelische Gerneinoc. ibienfl. 1. Weihuachtsfeicrtag, den 25. Dezember. Kollekte für bte K l e t n k t n de r - B e w a h r a n st al t. In der Stadtkirche. Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer S ch w a b e. Beichte und heiliges Abendmahl für Matthäus- und Markus* gemeinde. Anmeldungen vorher bet dem Pfarrer jeder ©cmetnbe erbeten. Abends 5 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Abends 61/. Uhr: Weihnachtsfeier der beiden Konsirmanden- ' Vereinigungen der Piatthäusgemeinde. In der JohanneSkirche. Vormittags 91/, Uhr: Professor D. Eck. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Kraus. 2. Weihnachtssciertag, den 26. Dezember. Kollekte für d i e ?l r m e n. In der Stadtkirche. Vormittags 91/, Uhr: Professor D. DrewS. Abends 5 Uhr: Stehe Johanneskircbe. In der Iohanneökirche. Vormittags 9V, Uhr: Pfarrassistent Steiner. Beichte und heil. Abendmahl für die Lukas- und Johannes-f gemeinbe. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Abends 5 Uhr: Liturgische Andacht. Pfarrer Euler. Abends 7 V. Uhr im Lnkassaale: Weihnachtsfeier der beiden Konstrmierten-Vereinigungen der Lukasgenteinde. Bandel und verkehr, Volkswirtschaft. V i e r i 11 i a r d e u S ch u l d e n. Ter neue deutsche Reichstag sieht sich gleich bet seinem Zusammentritt vor eine recht unerqmcf- liche Aufgabe gestellt, denn er wird erst neue Mittel zu bewilligen' haben. Nach dein Reichshaushaltsetat für das Jahr 1907, der unverändert auch dem neuen Reichstage zttgeheit tvirb, soll die Umlcim- suntme der schwebendeit Schatzschemverpstichtnngen bis auf 350 V.X’itlJ Mk. erhöht werden dürfen. Jetzt ist die Höchstgrettze 275 Altll. 9)lf; Es sollen ferner im Wege des Kredits flüssig gemacht werden 264 752 389 Mk., wird hinzu gerechnet der vorläufig abgelegne. Nachtragsetat für Südwestafrika mit 29 220 000 Mk. und ferner bie; Summe ber noch n er tilgbaren Anleihekrebite in Höhe von 40 599 546 Mk., zusammen 334 571 935 Mk., so ergibt sich, das für das nächste Jahr mit einer Vermehrung der Reichsschuld um mehr als 30 Bltll. Alk. zu rechnen ist, sodaß das Cchtildkapital des Retcbs auf 4100 Mill. Mk. steigen wurde und zivar ohne Berücksichtigung ber Reichskasietf scheine (120 Mitt. Alk.) unb der kurzfristigen Reichsschatzscheine. Die irrage, wie der Geldmarkt den großen Bedarf oes Reichs aufbringen sott, ist porläufig schwer zu beantworten. Telefonische des Giessener Anzeigers, mitge und Industi' Frankfurter Börse. Beichsnnleihe . . 98.10 3% do. . . 87.10 314% Konsols .... 98.05 3% do..... 87 25 3|4°/o Hessen .... 96.20 s*^°/6 Oberhessen . . . 95.50 4% Oesterr. Goldrente. . 99.80 4l/6% Oesterr. Silberrente 100.10 4 ?6 Ungar. Goldrente . . 95.90 4% Italien. Rente . . . — 3% Portugiesen Serie I . 69.10 3% Portugiesen „ III 69.70 4 Vs % russ.Staatsanl. 1905 91.10 4/5° ö Japan- Staatsanleihe 9 .30 4 % Conv. Türken von l‘JU3 94.00 Türkenlose ... . . 144.60 4% Griecb. Monopol-Anl. 52.10 A% äussere Argentinier . 89.30 ö°/e Mexikaner . . 66.80 4>4°/o Chinesen .... 9615 Ir ■ 4a *1 * Bochum Guss . . . '. . 242.30 Buderus E. W .... 133.00 Tendenz: etwas schwächer. Berliner Börse, 24. Can ad a E. B. . . . . . 195.90 Darmstädter Bank . . . 140.30 Deutsche Bank .... 241.90 Dortmunder-Union C. . . 84 lu Dresdner Bank . . . 157.60 Tendenz: schwächer. Kursberichte teilt von der Bank für Handel ie. Glessen. 24. Dezember, 1.15 Uhr. Elektriz. Lahmeyer . . . 140.00' Elektriz. Schlickert . . . 120.50 Esehweiler Bergwerk . . 253.00 Gelsenkirchen Bergwerk . 229 50 Hamburg-Amerik. Paketf. 158.00 Harpener Bergwerk. . . 214.00 Lanrah litte...... 243 50 Nordd. Lloyd.....130.70 Obeiachles. Eisen-Industrie 126.20 Berliner Handelsges . 173.60 Darmstädter Bank . . . 140.50 Deutsche Bank . . . 242.10 Deutsch-Asiat. Bank . . 173.00 Diskonto-Kommandit. , . 185 50 Dresdner Bank . . . 157.50 Kreditaktien.....216.00 Baltimore- und Ohio- Eisentahn . . . 121 10 Gotthard bahn.....193.00 Lomoard. Eisenbahn . . 34 60 Uesterr. Staatsöuiin . . . 145.80 Pnnce-Henri-Eisenbalm . —,— lezember. Antanjyskuree. Harpener Bergwerk. . . 213.50 Laurahütte . . . . 243.30 Lombarden E. B. . • • 34.60 Nordd. Lloyd ..... —.— Türkenlose . .... —.— Die nach- A ö r „ f o sind DienNtuff, den 25. !>eebr. von stehenden ü 1 lt l ü 12 Uhr mittags bis U Uhr nachts sicher anzutrelfen. |D“/u H. Arndt, Bahnhofstr. 39. — l>r. Kipper, Wilhelmstr. 2. Dr. 51 eyerhoff. Neuen Bäue 27. Mittwoch, den 26. Dezember S.-It. Dr. Haupt, Asterweg 29. - Ur. Schliephake, Goethe» Strasse 44. - F. Wagner. Westanlage 51. 1. Feiertag 4—9 Uhr Nur offen. . 2. Feiertag 4-9 Uhr Nur Hirsch-Apotheke offen. 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Weihnachtsfeiertage, abends punkt 8 Uhr im Neuen Saalbau Grosse Whnachis-Feier begehend aus Theater, Lebenden Bildern, Verlosung und Ball. Einladungen beim 1. Vorsitzenden, Ecednerslr. 40, zu haben. Wegen der bei den lebenden Bildern rnitwirkenden kleinen Kinder ist der Anfang auf Punkt 8 Uhr festgesetzt. vM/ö Der Borstand. Neues* Saalbau (Sterns Garten.) Am 2. Weihnachtst eiertago Konzert der Kapelle des Inf.-Regts. Kaiser W.lhelm (2. Gr. Hess.) Nr. 116 unter persönlicher Leitung des Giossh. Musikdnektors Henn C. Krausse. Spielplan. 1. Mit dem Kommandostah! Maisch v. Lincke. 2. Ouvertüre: Das Spitzentuch der Königin v. Strauss. 3. An der Weser! Lied v. Presscl. (Po.-aunen-Solo Herr fcchiidde) 4. Putpuurn a. d. Ausstattungsrevue: „Der Teufel lacht dazu* v. Holländer, b. Ouvertüre Isebucadnezar v. Verdi. 6. Berceuse. Gotard und Taranlelle. Puppor. Solo lür Cello Herr Krausse. 7. Walzer a d. Revue! Der Teulel lacht dazu v. Holländer. 8. Fiüuliche Weihnachten! Tongemä de v. Rödel. 9. Silbeine Myrten! Marsch v. Krausse. M. Maiglöckchen! Mazurka v. Scheele. Tubus Cainpernophon-Solo Herr Conrad 11. Walzer-Intermezzo a. d. Optte. „Die lustige Witwe" v. Lohär. 12. Kinkerlitzchen: Potpourri v. Morena. 7«69 Anfana 4 ühr. Ein'ritt 50 Pfg. Bürgkrgeseüschiist. 1. Feiertag: Niich Textors Terrasse. v24 11 Der Vorstand._ Feuerwerk Veagalische flammen empfiehlt 09185 Bneler ________Marltstrastc 5.________ Cchchcick Küserei nebst Werkstatt, Werkzeug, gutem Holz und flutcr Kilndjchast ijt als- balö zu verpachleu. Näheres in der Ge'chästsftcvle des dienen er An ei er?. i C>32 Statt Karten. Elisabeth Wagner Heinrich Reh Verlobte. Giessen, Weihnachten 1906. 09163 tä mwMwsws'Mra Statt Karten I 8 7577 Marie Kaltwasser Adoli Fuchs Verlobte. Weihnachten 1906. Giessen Essen a. d. Ruhr Frankfurter Str. 7 Huttropstr. öS Gesangverein Heiterkeit 1. Weihnachtsfeiertag: Nachmittags von 4 Uhr ab: Zusammenkunft bei Mitglied Seibel. 2. Weihnachtöfeiertag: Familien-Zusammenkunft auf der „Schönen Aussicht". 3. Weihnachtsfeiertag: Nachmittags von 4 Uhr ab: Weihnachtsfeier auf dem Felsenkeller. Um recht zahlreiche Beteiligung bittet Der Borstand. Giessener AlkerW. Wohltätigkeits-Verein. ▼*/„ Dienstag den 25. Aez., 1. Aeiertag, findet in der Turnhalle, Steinstratze, die Weihnachts-Bescherung für hiesige arme Kinder statt. Konzert, komische Vorträge, Theater und Verlosung. Nach 12 Uhr BALL Eintritt und Ball frei. Anfang 8 Uhr. Es ladet ein Der Borstand. Turn-Verein Giessen gegründet 1846 Mittwoch, den 26. Dezember Weihnachts-Feier mit Verlosung und Tanz. Nur Mitglieder haben Zutritt. v"/„ Der Borstand. W Am 3. Feiertag nachm. Ausflug nach dem Windhof. Rodberg-Club. Am 2. WeihuachtStag findet im Saale der „Stadt Marburg" unsere Weihnachtsfeier mit Verlosung statt. Nachmittags 4 Uhr ab Tanz Eintritt frei. Gäste sind willkommen. 09158__________________________________Der Borstand. Auf zum Ostend! Am 2. Weihuachtötage S? Großes Tanzvergnügen wozu freundlichst einladet 09174 Fr. Reinartz, Grünberger Strasse 47. Carneval-Geseilschaft _: Giessen.--------- Am 2. Weihnachtstage auf „Lonys Bicrkellcr", Zchanzenstratze bei Nlitglnd Wagner 09177 Weihnachts-Feier verbunden mit Konzert, Verlosung, Theater und darauf, folgendem Ball, wozu alle Freunde und Gönner einladet Der Vorstand. Sshaffesilaer’ges’ TaL Am 1. Weihnachtsfeiertag abends 8 Uhr Gemütliches Zusammensein <$► bei festlich erleuchtetem Weihnachisbaum Am 2. Weihnachtsfeiertag von nachmittags 5 Uhr an Großes Tanzvergnügen Es ladet ergebenst ein Gong Johann van gen Hassend. r Restaurant Otto Steck | ... _________ Hamm st rasse 14 . o O X Am 3. Feiertage gelegentlich der Eröffnung T meines Nestaurants 09184 Gröhes humoristisches t Jrühschoppen-Konzcrt. J Für la Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Zum Kronprinz Lieber Strafe. Am 3. Weihnachtstag: Zrüh-Nonzert. 09198______C» Fehl* Vauerscher Gesangverein Dienstag, den 25. Dezember: Pojtkcller. Mittwoch, den 26. Dezember: Wett-nachts-Keier im Hotel Einhorn. Beginn abends 8 Uhr. v84/18_________Der Borstand. Mein-Linden Mittwoch, den 26. Dezember = Grostc —— Tauz - im Beruhardtdhänfer Hof Spegr Eintritt tret! Hierzu ladet freundlichst em 09187|H. HerjanS. Slail-Ttoler Giessen Direktion Hermann Stelngoetter Freitag, den 28. Dezember Auber Abonnement! Blocks ii. Gutscheine hab.Gültigkeit Gastspiel von Herrn Bruno Eichgrüu Eunnallge Aumihrungl Die Liebzthiijiihrlgtll. S6)aujpiet tn 4 Aulzügen von M. Dreyer. Leberthran feinst Aledizuial (7242 lose und in Flaschen bet Emil Fischbach. Alis inm Klliscr Fncörich! Am zweiten Weihuachtstage: Gröhes 09195 Tal-NkMtzk» wozu freundlich einladet Gottfried Abel, GrünberqerStr. HoieS ' Prinz CaH Menu. Giessen, den 25. Dezember 06 Hots d’ oeuvres Caviar- und Lachsschuittchen Hühner-Suppe Rheinsalm Sauce Mouseline und Kartoffeln Rehnlcken garniert Riesen-Stangenspargel, Butter und Kalbsgrenadine Getrüffelter Indian Salat und Kompott melange Bombe ä la Nessselrode Käse und Butter Obst Giessen, den 26. Dezember 06 Ochsenschwanz-Suppe Steinbutt, Caviartuuke und Kaitofieln Roastbeef garniert Junge Erbsen und kalte Platte Hamburger Ente Salat und Kompott Pfirsich-Bombe Käse und Butter 09183 Obst Zugleich bringe ich meinen schön eingerichteten Garten saal zu Hochzeiten und sonstigen Fest» lichkeiten in Erinnerung.