-L* 16« ?5 Lrft j - ?m o , "Ovinig »ifa, * 6llott in «tat ^ZLL: sj*Si and i Qtf. / I Sbit «• k ’ b-i tttebigk, |Utc Ehemann, bereit L ” $t^! 3n ^mvartete, da? erst S* Samens de? 7* Filippo bei !rtbcn Lwcikampi ' ^gt er, war außer »hörte, und tatM. . uffiampfcnb jol^enben I,ert man sich, ober as unblutig Der* be direkte Befehl de? ■c dem Sekundanten 1 datz die?mat — auf gewagt ward und Ekgnir genau in die it schwächliche Gestalt 1 Zug: Kleine, Du Sorte. - Die Beilage? ohne mildernde i§ verurteilt. (Sine an bedenkt, daß da? lefehl be? Vorgesetzten SüjtuT “W> Unlängst ertrank im ta§ auffallend hüb- elwa Jahresfrist in Ellen Sirr, der Achters Otto Erich Kind badete unter trug einen Schwimm- : iibtte w. tmer w einem vorbei- überstutete das Kind Dieselbe Welle warf 'ade, wo sic sich an verfing. Das arme, m der vor Lchmerz halb retten konnte. Als es äon der Odem ent- mersuche blieben er- Münster i. L. 'st der k— hei bft ^uaikyr mürben bei SStz ;.;?Ä!ibltT unb ftö 00 Ehe verwergcrt ,»*!! A u r.M al? neue V.«ffEÄ tion de G^rtcht. ■n> ‘W* fSfeä"-* ;«neneue » ... «s !* " sS-ti‘5 islicüs« ’,V b«t)«*9: "iSiWÄ1»? Sir. löö Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siegener Zamilien- b lotter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univeri.-Buch-u.Stem- druckeret. R. Lange. Redaktion, Exveditior» und Druckerei: Gchulstraße 7. Redaktion 113 Verlag u.(srpeb.e^51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. WDLW8BMSSLW Erstes Blatt LS6. Jahrgang Donnerstag 5. Juli 1906 Sietzener Anzeiger General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen BezugSpretSr monatlich 7bPf., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost 2!k.2.— Vierteljahr!. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeige« für die Tagesnmmner bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12 Pf. auswärts 20 Psg. Verantwortlich für den polit. und allgern. Teil: V. Witt ko; für »Stadt und ßanb' und »Gerichtssaal*: Ernst Heß; für den Anzeigenteil: HanSBeck, Ire Heutige Dummer umfaßt 10 Seiten« Nochmals die Meichstagswaljl Altena-Iserlohn. Von einem gelegentlichen Mitarbeiter wird uns geschrieben: Die Reichstagswahl in Altena-Iserlohn hat das überraschende Ergebnis gebracht, daß die f r e i s i n n i g e Volkspartei, seit 1874 mit einer einzigen Ausnahme Inhaberin des Mandats, bereits im ersten Wahlgang endgiltig unterlag und nur noch für die Stichwahl die Entscheidung zu treffen hat, ob die schwarze oder die rote Fahne über dem Wahlkreis aufgezogen werden soll. Zu derselben Rolle sind annähernd 7000 nationalliberale Wähler verurteilt. Welche Stellung der Liberalismus beider Schattierungen in der engeren Wahl einzunehmen haben wird, soll hier unerörtert bleiben, der Gründe für und gegen werden genug hervortreten. Es soll nur die Tatsache erwähnt und in ihrer ganzen be schönenden Nacktheit hervorgehoben werden: 15 000 liberal gesinnte Männer, die in ihrer Gesamtheit zweifellos das Üebergewicht an Bildung, Besitz und wirtschaftlicher Bedeutung darstellen, haben zurückzutreten vor einer an Zahl geringeren Partei, welche es aber meisterhaft versteht, durch eine stramme und durchgreifende Organisation, nicht minder durch eine unbeugsame Parteidisziplin auszugleichen, was ihr an numerischer Stärke avgeht. Zn dem zu 73 Prozent evangelischen Wahlkreise gab es von feiten des Zentrums stets nur Zählkandidaturen; heute tritt diese Partei in den engeren Wettbewerb. Es wiederholt sich die schon seit Jahren in verschiedenen Wablkreisen (Bielefeld, Hildesheim, Diez) gemachte Wahrnehmung, daß deren parlamentarische Vertretung wegen der Uneinigkeit der übrigen Parteien von der konfessionellen Minderheit gestellt wird oder worden ist. Ein Vorwurf kann hieraus bem Zentrum nicht gemacht werden, denn es hat jeder das Recht, zuzugreifen, wo etwas zu haben ist. Gegen tuen aber die Anklage einer schweren Unterlassungssünde gerichtet werden muß, das sind die liberalen Parteien, die es von vornherein an der so nötigen Verständigung fehlen ließen. Neulich Darmstadt, jetzt Iserlohn, und wer weiß, was noch kommt. Aber damit nicht genug! Zwischen Sozialdemokraten und Zentrum besteht im Zielbewußtsein kein Unterschied. Beide Parteien erkennen mit Scharfblick ihren politischen Endzweck und richten darnach ihre anzuwendenden Mittel ein. Die Sozialdemokraten verfügen über eine stets gefüllte Kriegskasse, weitverzweigte Presse, eine bis ins Kleinste reichende Organisation bei nie versagender Opferwilligkeit der Genossen. Bei dem Zentrum ist es ein mächtiger Heerbann von Kongregationen, Sodalitäten, .Jünglings-, Männer-, Bauern- und Winzervereinen, welche zwar als religiöse bezw. wirtschaftliche Körperschaften gegründet sind, aber auf den ersten Anruf bei Wahlen geschloffen der Sturmfahne folgen. Wo findet sich Aehnliches bei den liberalen Parteien? Wo besteht hier eine Organisation, die ihre Fang- arme hinausgreifen läßt auf das platte Land, von Städtchen zu Städtchen, von Dorf zu Dorf, überall mit ihren Vertrauensmännern bei der Arbeit, in steter Fühlung mit den Wählern und unterrichtet von deren Stimmungen, Wünschen und Bedürfnissen? Verkehrt und unverzeihlich ist es, wenn das politische Leben innerhalb der staatserhaltenden Parteien das Bild tatenloser Ruhe, der Kirchhofsruhe mit Moderdnft, darbietet. Stillstand ist Rückschritt! Den liberalen Parteien ist es im Jahre 1903 gelungen, die Wahlkreise Gießen und Lauterbach zu erobern, allem in zwei Jahren ergibt sich die Notwendigkeit, den Besitzstand gegen den Ansturm extremer Parteien von rechts und links zu verteidigen. Hierzu bedarf es unausgesetzter selbstloser Arbeit im Dienste der Partei und der von ihr vertretenen Sache. Es genügt nicht, zwei Monate vor der Wahl vor den Wählern zu erscheinen, ein Dutzend Versammlungen abzuhalten, einige Pakete Flugblätter zu verteilen und dann auf Siegesnachrichten zu warten, welche oftmals ausbleiben. Der Wahlkreis Altena-Iserlohn hat eine weithin sichtbare Warnungstafel aufgerichtet. Mögen die von dorther kommenden Lehren und Mahnungen verständnisvolle Hörer finden und beherzigt werden von allen, denen es um eine friedliche und freiheitliche Entwickelung unseres Vaterlandes ernit i|t. Wird dieses erreicht, dann hat auch die Wahlniederlage in Altena-Iserlohn ihr Gutes gehabt. „tzin Schalten der Vergangenheit". Man schreibt uns: In der Zuschrift aus Paris: „Ein Schatten der Ver- gangenheit^ in Nr. 154 finden sich einige Bemerkungen, die nicht umvidersprochen bleiben dürfen. Der Verfasser schreibt: Zivei Dinge hat der Dreyws-Prozeß in Neunes seinerzeit gelehrt: einmal die ungeheure Macht der A l l i a n c e Israeltte, die eine ganze Welt mit dem goldenen Zauberstabe m Bewegung setzen kann, wenn sie will und wenn es sich um eines ihrer Mit- glieder handelt, zum anderen den Rückgang des französischen Nationalismus ... Es ist nicht festtustellen', wer mit gewaltsamen Mitteln gearbeitet hat, die französ. Nationalisten oder die Alliance, lind wenn die Alliance ihre Faden im Geheimen spann, die Natio- rmlisten schlvoren ihre Meineide in der Oessentlichkeit.. Schlimmer mißverstanden kann das Wesen der Alliance Jsraelite nicht werden als in diesen Sätzen. Die Alliance, eine Gründung des einstigen französischen Ministers Adolphe Cremieux jüdischen Glaubens, ist eine Vereinigiing aller Israeliten, um den unglücklichen Glattbcnsbrüdern in un- oder halbzivilisierten Ländern durch Förderung friedlicher Kulturarbeit, namentlich Gründung und Unterhaltung von Schulen, beizustehen, so in Palästina, Rlunänien, Persien, Marokko. In Zeiten grausamer Verfolgungen sucht die Alliance mit ihren bescheidenen Mitteln das angerichtete Unglück, soweit es durch materielle Hilfeleistung möglich ist, zu heilen. lieber ihre Tätigkeit erscheint alljährlich ein Jahres- bericht, der für die Mitglieder der verschiedenen Länder in ihre Landessprache übersetzt wird. Die Alliance ist fein Geheimbund und besitzt feine „ungeheuere Macht", sondern nur eine sehr beschränfte, sie hat feine anderen Mitglieder als solche, die ihren mäßigen Beitrag an dieses kulturfördernde und menschenfreundliche Institut entrichten. Niemals aber hat die Alliance mit „gewaltsamen Mitteln" ihre Ziele verfolgt, ja ihre Erfolge sind viel geringer, als der Verfasser des^Artikel ahnt. Ob Dreyfus Mitglied der Alliance gewesen ist, kann ernstlich in Zweifel gezogen werden, da er jüdischen Angelegenheiten keinerlei Interessen entgegenbrachte. Daß die Boten der Gerechtigkeit oft nur mit dem „goldenen Zauberstabe" in Bewegung gesetzt werden können, weiß jeder, der nur einmal in den Tempel der Gerechtigkeit, Bureau eines Rechtsanwalts, eingetreten ist, auch wenn seine Sache noch so gerecht sein mag, das brauchte nicht betont zu werden; daß aber die Familie Dreyfus, die reich begütert ist, und an ihrer Spitze der Bruder deö Verurteilten, Matthieu, ihr ganzes Vermögen zu opfern bereit gewesen sein mag, um Schmach, seelische und körperliche Qualen des Unglücklichen zu beseitigen, ist so selbstverständlich, daß es fein Lob verdient, noch weniger aber darf daraus Jemandem ein Vorwurf gemacht werden. Hätte die Alliance Mittel zur Verfügung gestellt, um das schändliche Lügengewebe zu zerstören und mit allen gesetzlichen Mitteln die Wahrheit ans Licht zu bringen, wer hätte sie darum tadeln dürfen, da ja das Verschulden des einzelnen Israeliten oft genug zum Verhängnis für weitere Kreise wird? Die Verteidiger des Dreyfus, der Vizepräsident der Deputierten-Kammer, Scherer-Kestner, Picquart Zola, brauchten gewiß nicht durch den goldenen Zauberstab in Bewegung gesetzt zu werden, sie trieb die Liebe zur Wahrheit und Gerechtigfeit, die Liebe zu ihrem Vaterlande, das sie aus den Banden jener meineidigen „Vaterlandsfreunde" gerettet haben. Nicht die Macht der Alliance feiert ihren Triumph, sondern die Prophezeiung Zolas: la verite est en marche et rien ne 1’ arretera pas. Diese Vorkämpfer der Wahrheit hatten das Recht für sich, sie spönnen Fäden im Geheimen, wie jeder Denkende sorgfältig seinen Plan entwirft und führten dann scharfe, aber ehrliche Waffen bei der Verteidigung der Wahrheit, die Alliance Jsraelite aber ist bei der Affäre völlig außeracht zu lassen. politische Tagesscharr. Für die Wiederbelebring des nationalen Gedankens wirbt mit starken und eindringlichen Worten Graf E. Reventloiv in der Leipziger Wochenschrift „Welt und Haus". Es ist hohe Zeit, damit Ernst zu machen. Durch eine ununterbrochene Kette von Mißerfolgen unserer auswärtigen Politik ist das Ansehen des deutschen Reiches im Abnehmen begriffen. Dies geht schon aus der fortschreitenden Isolierung gegenüber dem immer lückenloser werdenden Zusammenschluß der anderen europäischen Staaten hervor. Der s. Zt. von uns ausgegangene Konferenzgedanke mag zwar manchem als eine geniale Lösung völkerpolitischer Konflikte erschienen sein, allein in Wirklichkeit sei der glatte Abschluß der Marokko- Konferenz nur durch fortgesetztes Zu rück weichen der deutschen Regierung möglich gewesen. Das be- rühinte Wort Bismarcks: „Wir laufen Niemand nach" sei durch die Ereignisse längst Lügen gestraft. Wo gibt es eine Großmacht, der wir während des letzten halben Menschenalters nichtnachgelaufen wären? Bismarck schuf Reibungs- slächcn zwischen den anderen Staaten nach dem alten, ewig richtigen Grundsatz: „divide et imperau, wir beseitigen sie und damit die Freiheit des politischen Handelns für uns. An die Stelle der Politik der schiveigenden Tat mit alleiniger Rücksicht auf einen im Sinne des ReichswohlL positiven Erfolg sind Worte getreten und Versuche, durch rein persönliche Einwirkungen Politik zu machen. Was uns fehlt, ist das Gefühl aufrichtiger Besorgnis, Verständnis für den Ernst der ganzen Verhältnisse und eine freie und gesunde sachliche Kritik. Man wende nicht ein, daß man in Fragen der auswärtigen Politik den verantwortlichen Vertretern nicht dreinreden dürfe, daß man ihnen einfach Vertrauen schenken muffe. In» Gegenteil — je gründlicher sich die Volksvertreter und gebildete, öffentlich tätige Leute mit auswärtigen Fragen beschäftigen, desto mehr Anregung ivird die Regierung erhalten. Mehr politisches Interesse also! Fangen wir an, politisch und national ernsthaft zu werden. Ans Brno tano« Gießen, den 5. Juli. ** Vom HessischewLandeslehrerverein. Vom 13. August bis 4. September findet in Darmstadt ein Fortbildungskursus für Lehrer und Lehrerinnen statt.' Pros. Dr. Natorp-Marburg liest im Barackensaale der Technischen Hochschule über: „Sozial- padagogik und ihre Hauptvertreter". DaS Großh. Ministerium des Innern, Abteilung für Schulangelegenheiten, hak' die Kreisschulkommission angewiesen, den Lehrern und Lehrerinnen den zur Beteiligung an dem Fortbildunaskursus erforderlichen Urlaub zu bewilligen. Die Vorlesungen finden am 13., 14., 20., 21., 27., 28. August, 3. und 4. September statt, jedesmal nachmittags von 41/* bis 6 Uhr. ** Der XIX. deutsche evangelische Kirchengesangvereinstag, der unter dem Vorsitz des Ober- konsistorialrats Dr. Flö ring-Darmstadt in Schleswig stattsinden soll, wird nach neueren Bestimmungen vom 2. bis 4. September abgehalten werden, da der früher angekündigte Termin (18. und 19. September) aus örtlichen Gründen nicht beibehalten werden konnte. ** 28. Mittelrheinisches Kreisturnfest in Hanau. Nur noch wenige Tage trennen uns von dem Termin, an dem das 28. Kreisturnfest abgehalten wird. Am Samstag 14. Juli wird an der Vorfeier schon eine große Zahl Turner teilnehmen und das Gros wird am Sonntag seinen Einzug halten. Die Anmeldungen aus Turnerkreisen sind in großer Zahl eingelaufen. Der Wohnungs-Ausschuß hat mit Hochdruck gearbeitet und eine stattliche Zahl Bürgerquartiere beschafft. Der. Zug- und Ordnungs-Ausschuß hat seine Dispositionen über Aufstellung und Marschroute des Festzuges getroffen und der Zug selbst wird ein freundliches, turnerisches Bild bieten, frei von jedem überflüssigen Ballast. Die Aufstellung erfolgt Sonntag mittag 12 Uhr, der Abmarsch V21 Uhr. 11 Musikkapellen werden den Zug begleiten. Die Beteiligung unserer Bürgerschaft an dem Feste wird eine allseitige werden, wie dies die starke Nachfrage nach Familien- und Dauerkarten beweist. Auf dem Festplatz ist eine Post- und Fernsprechstelle errichtet, woselbst Briefe und Postkarten aufgegeben und abgenommen werden können, welche den Poststempel „Hanau Festplatz" tragen. 8. Ulfa, 4. Juli. Die Gast wirtschaft und Metzgerei von Christian Müller hier ging zum Preise von 17 000 Mark an Joseph Oppers aus Aßberg in Westfalen über. X Friedberg, 4. Juli. Zu der hiesigen bereits kurz gemeldeten Kinde^m ordaffare sei noch bemerkt, daß die unnatürliche Mutter bei einem hiesigen Gymnasiallehrer in Diensten gewesen war und vor 14 Tagen einen gewissen Henkel in Nieder-Wöllstadt heiratete. Die Frau Henkel hat den Mord eingestanden, sie hatte dem Kinde vor etwa sieben Wochen das Leben geschenkt und alsbald in die Pfuhlgrube geworfen. Der Ehemann hat bereits die Scheidung der Ehe beantragt. — Hungen, 4. Juli. Hier ist ein Altertums- Museum gegründet worden; man hat es in den Räumen des hiesigen Solms-Braunfelsischen Schlosses untergebracht. In den nächsten Tagen sollen die Gegenstände geordnet und der Besichtigung zugänglich gemacht werden. Vorher findet eine Eröffnungsfeier statt. Zahlreiche Altertümer sind dem Museum von hiesigen Famillen überwiesen worden. Die Ordnung der Altertümer liegt in den Händen des Lehrers Staubach. 1. Eichelsdarf, 4. Juli. Gestern wurde der hiesige Bürgermeister Peter Freymann unter Begleitung zahlreicher Kollegen und der Gemeinde zu Grabe getragen. Er erreichte ein Alter von 70 Jahren. a. Einartshausen, 5.Juli. DasBczirkskrieger- fest des Bezirks Schotten findet Sonntag, den 15. Juli, in unserem Orte statt. Mit ihm ist gleichzeitig Fahnenweihe verbunden. Reichenbach i. O., 3. Juli. Mehrere Kinder spielten im Schuppen des Eduard Hochgenug von hier mit Zündhölzern und verursachten hierbei einen Brand, der sich so rasch über den ganzen Holzschuppen verbreitete, daß ein vier Jahre altes Töchterchen des Hochgenug sich nicht mehr zu retten vermochte. Zwar eilte der Großvater des armen Kindes auf das Geschrei der übrigen Kinder hin sofort zur Hilfe herbei, und entriß das bereits brennende Kind dtzn Flammen, doch hatte dies schon so furchtbare Brandwunden erlitten, daß es bald darauf st arb. Leider zog sich auch der Großvater derartig schwere Brandwunden zu, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. (.) Lau n s b a ch, 4. Juli. Ter im Frühjahr gegründete Lahn-Dünsb erg-Tnrn<5rbund hält am nächsten Sonntag hier sein Verbandssest, verbunden mit Wetturnen, ab. Dem Verband gehören Die Turnvereine Wieseck, Rod-, heim a. d. B., Fellingshausen und Launsbach an. f K r o f d o r f, 4. Juli. Tie Anlage einer guten Q u e l l- wasserversorgung hat schon seit Jahren die Gemeindevertretung von Krofdorf-Gleiberg beschäftigt, zumal auch hier manches Trinkwasser nicht ganz einwandfrei ist. Allein vergeblich suchte man bis jetzt in der Umgebung nach geeigneten Quellen. Die Wasserversorgung kann daher nur von außerhalb, etwa vom Dünsberg oder aus der Gemarkung Königsberg möglich gemacht werden. Ersteres Projekt erscheint aber faum ausführbar, zumal die Leitung ausschließlich durch den königl. Forst geführt werden müßte. Es dürsten daher nur die Quellen in der Gemarkung Königsberg in Betracht kommen, woher auch die Gemeinden Rodheim unb Bieber demnächst ihre Wasserversorgung erhalten. R. Frankfurt a. M., 4. Juli. Am Guterbahnhofe wurde heute Mittag, als sie Arbeitern Essen bringen wollte, die 68jährige Frau Ernst aus Bockenheim von einer Rangiermaschine erfaßt und getötet. vor, III 3% Portnciesen . 115.50' der 209.00' D7, 2 2 2 35.10 127.00 11,9 14,4 13,1 025 9»6 Elektriz. Lahmeyer . . Elektriz. Schuckcrt . . Eschweilcr Ber2-werk . 4. 5. 5. Juli. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. Lanrahittte . . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . . Türkenlose . . . . 143.40 . 129.95 . 254 50 . 219.00 Gestern Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbahn . 158.50 . 138.60 . 235.90 . 82.80 Berliner Handelsges Darmstädter Bank . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommaudit. Dresdner Bank Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . Gotthardbahn . . . Lombard. Eisenbahn Bem. Himmel Regen Bed. Himmel Cauada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: ruhig. höchste Temperatur am Niedrigste 748,4 747,2 746,3 — Zollfrei! — Muster au Jedermann! — Seidenfabrikt. Henneberg, Zürich . 35.20 . 143.80 . 152.50 Tendenz : ziemlich fest. Berliner Börse, 4°o Öesterr. Goldrente. . 41/6?K Oestcrr. Silberrente 4 "6 Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Bente . . . 3 So Portugiesen Serie I . und Industrie. Giessen. Firnnkfnrter Börse. 5. Juli, 1.15 Uhr. mss. Staat sanl. 1905 414n'n japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose...... 4% Griech. Monopol-Aul. - 4% äussere Argentinier . 4°/0 Mexikaner . . . . 3>4% Chinesen . . . . Aktien: Bochum Guss..... Buderus E. W . . 240.80 127.30 S ESE NE Wft 3% 3 3% 3 M°/f 3%°l. 99.75 88.40 99.85 88 40 98.70 Peichsanleihe do. Konsols . . do. . . Hessen . . . Oberhessen 55 83 95 Universitäts-Nachrichten. — Der Generaldirektor der Königs. Bibliothek in Berlin und ord. Professor für Kirchengeschichte an der Friedrich - Wilhelms «Universität, Dr. theol. med. et. phil. Adolf Harnack ist jum Wirkl. Geheimen Oberregierungsrat mit drin Rang der Räte erster Klasse ernannt worden. Prof. Harnack, der als Nachfolger von WilmannS zum Kommissarischen Generaldirektor der KSnigl. Bibliothek berufen wurde, bat vor kurzem das Generaldirektorat endgültig erhalten. Dem Lehrkörper der Berliner Universität gehört er seit 1888 an, nachdem er von 1874 als akademischer Lebrer in Leipzig, Giessen und Marburg tätig gewesen war. — Ank Grund einer Arbeit über „Die Bedeutung dcS Aufsichtsrats für die Aktiengesellschaft" ist Dr. phil. et jur. Richard P as so w aus Teterow in Mecklenburg mit Genehmigung als Privatdozent für Nationalökonomie an der Akademie für Sozial- und Handelswissenschastcn zu Frankfurt a. M. zngelassen worden. uit her La btt von Jahr zu Jahr zunimmt, so daß selbst minderwertiges Biel) hoch im Preise steht. Der Kälbermarkt, der sehr gut versehen war, hatte diesmal darunter zu leiden, dass die hohe Preise onlegeude Kundschaft, die für Frankfurt und Wiesbaden einkauft, ausgeblieben war. Diese Plätze hatten ihren Bedarf am Frankfurter Markt decken können, der in Kälbern überfahren lvar. Der Kälberhandel liess sich nur bei weichenden Preisen machen. Selbst der starke Einkauf unserer Giessener Metzger konnte dagegen nichts machen. Der Gangviehmarkt war ohne Bedeutung. Nm die 10 bis 15 Paar Ochsen, die aufgefahren waren, entwickelte sich kein eigentlicher Handel. Recht schleppend gestaltete sich der Schweinemarkt. Trotzdem konnten die Verkäufer die hohen Preise der letzten Märkte für die Ware, halten. ES war aber für unsere Verhältnisse zu wenig War? am Markt, so dass ein Druck auf die hohen Preise nicht ausgeübt werden konnte. Es wurden gehandelt: das Paar Kühe, srisckr- melkend und tragend, I. Qual. 460—525 Mk., 2. Qual. 375 bis 425 Mk., 3. Qual. 280 bis 340 Mk. Verkauft wurde Fettvieh der Zentner Schlachtgelvicht: fette Rinder 1. Qual: 76—78 Mk., 2. O ual. 73 74 Mk., fette Kühe 1. Qual. 68—71 Mk., 2. Qual. 64 66 Mark. Kälber 1. Qual. 76—78 Mk. besonders schwere Ware bis 82 Mk.,, 2. Qual. 72-74 Mk., 3. Qual. 65—70 Mk. Die Preise für Schweine touren dieselben wie beim letzten Markt. x Nächste Markttage 17. und 18. Juli. Am 18. Juli ist auch Krämer- und Kirschenmarkt. Bei Kinder» mit Brechdurchfällen und Sommerdrarrhöeu bewährt sich als ausgezeichnetes Nährnüttel Knfekes Kindermehl ohne Milch in Wasser gereicht, da cs die in der Muttermilch vorhandenen Bestandteile im richtigen Verhältnisse enthält und daher zur ansschliesslichen Ernährnng der Kinder dienen kann. Die (vv »stosse desselben bilden einen sehr ungünstigen Nährboden für die Umstellung der Organismen, welche die Durchfälle verursachen, v > ewirken daher eine Sistierung der Krankheit. hv’/ri| Gelsenkirchen Bergwerk Hamburg - Amerik. Paketf. 160 90 Harpener Bergwerk. . • 208 90 Laurahntte......231.75 Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fllr Handel Gevichtssaal. V Marburg, 3. Juli. Die hiesige S t r a f k a m m c r beschäftigte sich heute mit einem umfangreichen Pressebelei- digungs Prozess. In Bettenhausen hei Kassel wirkt seit längerer Zeit ein Lehrer Schäfer, über dessen Unterriebtsführung und Behandlung der Kinder, bereit Zahl in seiner Klaffe manchmal 130—150 betrug, dann und wann bei der vorgesetzten Behörde Beschwerden entliefen. Als diese nichts bnlfeit, erschien eines Tages int „Volksblatt für Dessen und Waldeck" ein Artikel aus Bettenhausen, in dem der Mehrer als Prügelpädagoge bezeichnet wurde. Die Folge war eine Klage gegen den damaligen verantwortlichen Redakteur Ernst Müller, die jedoch Teilten Erfolg hatte, denn das Landgericht Kassel erkannte auf Freisprechung. Auf eingelegte Revision bin hob das Reichsgericht dieses Erkenntnis aus, indem es den § 193 als^in diesem Falle nicht anwendbar bezeichnete und verwies die Sache ans Marburger Landgericht. In der heutigen Verhandlung waren etwa 20 Zeugen, meistens Einwohner aus Bettenhausen, sowie der Pfarrer, ein Arzt und mehrere Schulkinder erschienen. Alle in der ersten Instanz in Kassel erwähnten Vorkommnisse, die man dem Lehrer zur Last legte, kamen noch einmal zur Sprache. Tatsächlich wurde durch den Ortsschulinspektor festgestellt, dass Schäfer etwas übertrieben mit dem Stock unterrichtete, wenn ihn auch die grosse Zabl der Schüler etwas entschuldigt. Auch der Arzt bekundete, dass man mehrfach mit folchen Schlägen in Verbindung zu bringende Atteste von ihm verlangt habe: der Tod eines Schülers sei jedoch auf andere Ursachen zurückzufiihrcn. Der Staatsanwalt tonr mit dem Reichsgericht der Meinung, daß der t? 193 hier nickst in '-Anwendung zu bringen fei, denn zu solchen Ausdrücken sei ein Redakteur, in seiner Zeitung nicht befugt. Er beantrage auf eine Geldstrafe von 400 Mark zu erkennen. Das Gericht schloss fick' der letzteren Ansicht an und erkannte auf 150 Mark Geldstrafe. Leipzig , 4 Juli. In dem S v i 0 n a g e p r oz e ss gegen den M a s ch i n e n b a u s ch ü l e r D 01 f e n aus Essen wurde dieser von dem Vereinigten zweiten und dritten Strafsenat des Reichsgerichts wegen versuchten Verrats ntilit. Geheimnisse z u 3 Ja h reu Z u ch t h a u s, 5 3obren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht verurteilt. Er hatte einen Fragebogen einer auswärtigen Regierung beantwortet und von einem Dreher bei Krupp Zeichnungen von Rohrrücklauf ge schütz en verlangt, an Stelle dieser jedoch Zeichnungen vor Schiffsgeschützen erhalten, die nickst geheimgebalten zu toerber brauchten. Der Angeklagte wurde freigesprochen, soweit es sick um das Pulver bandelt, da man nicht gewohnt ist, dieses gelpstn zu hatten. Strafverschärfend bei dem Urteil wirkte die Hart näcki 'keit. mit je er der AnaTlaat-' npraeqaimen war. Major v. Zauder und Genossen vor deu Geschworenen. (Unberechtigter Nachdruck verboten.) H. F. BreLlau, 3. Juli 1906. (Vierzehnter Dag der Verhandlung.) Die Tätigkeit des Angeklagten v. Zander als AufsichtSrat. Rmifmmm Ernst Schmitz (Hannover) als Zeuge bctimbct: Er habe mit v. Zander zusammen im AufsickstSrat der Steinkohlen Bergbau Gesellschaft „Witze" gesessen, v. Zander sei ein sehr fleissiges und tüchtiges Aufsichtsratsmitglied gewesen; er habe die Interessen der Gesellschaft mit grosser Sorgfalt wahrgenommen. Wenn die Tätigkeit hev Angeklagten nicht sehr erfolgreich war, so lag es an den Verhältnissen und war nicht die Selrnld des Aiigeklagteii. Der Vors. hält hen Angeklagten weiter vor, dass sie im De- Reinber 1904 g r 0 ss e P 0 ft c u Kolonial w a r c n u n d Delikatessen, im Jahre 1905 Kinderkleider, Darncngarderobe ufiv. gekauft haben. Bei öeinemann u. Eo. in Berlin hat Frau v. Zander im Juli 1905, also zu einer Zeit, als der Mann bereits verhaftet war, bestellt Briefwagen, S1 i e f e 1 st ä n d e r, Schreibmaterialien und 23,7 20,1 16,4 100.60 100.40 96.00 103.50 70.00 70.50 89.10 95.25 95.60 146.60 53.70 90.25 70.30 98.00 eiiw große Anzahl anderer Bifouteriewareu. Der Vors. hält hierauf dem Aiigeklagten v. 3anher un einzelnen die von ihm, bezw. seiner Frau geuiachten Schulden um die Summe der Schulden sestzustellen. Bei einer dem Angeklagten v. Zander weiter vorgehalteiien Schuldforderung eines Kaufmanns Weiss (BreSlmO bemerkt v. Lander: Da? ist der Freund von Schoevke, der die auf meinem Gute von Schoevke verübten Wilddiebereien verkauft Hai. Vors.: Darauf kommt es doch hierbei gar tiicht an, lassen Sie doch endlich die lächerliche Wilddiebereigeschichte. _ v. Zander: Wenn ein anderer etwas getan hat, dann ist es lächerlich, wie wäre es, wenn es von mir geschehen wäre. Bors, (heftig) : ist eine Kritik meiner Leitung, die ich mir ganz entschieden rcr- nhtraqt. Reichsbank. Am 16. Juli wird in Ingolstadt eine von RcichSbank.Hauptstellc in München abhängige Neichsbanknebenstelle nut Kasseneinrichtung und beschränkten Giroverkehr eröffnet werden. Nordd. Lloyd ...... 127.00 Obeischles. Eisen-Industrie 127.00 bitten muss. Darlehen vom Oberhosmarschall Fürsten zu Solms. Der Vors. hält dem Angeklagten v. Zander ferner vor, dass er dem Oberhofmarschall Fürsten zu Solms 6000 Mark schulde, v. Lander: Mein Freund, der Oberhofmarschall deö Kaisers, Fürst Solms, lieh mir aus Anlass der Ueberschwemnuing 6000 Mark. Siaatsanwalt: Da? Darlehen wurde vor der lleberschwemmung gegeben, v. Zander: Dann war es vielleicht aus Anlass des Wasserhochdrucks. ' Jedenfalls sandte ich dem Fürsten zur Deckung zwei Teutonia-Aktien, die damals einen inneren Wert von mindestens 10 000 Mark hatten. 14 Monate lang sind mir nur immer die Belastunqsmomente vorgehalten wordeii. Bors, (heftig): Ich muss diese sich immer wiederholenden versteckten Angriffe gegen den Untersuchungsrichter mit voller Entschiedenheit zurückweisen, v. Zander ruft in grosser Erregung dazwischen: 14 Monate lang hat man mir nur immer Belastungsmomente vorgehalten und alle entlastenden Momente ignoriert und mich in einer Zelle ein- acfpcni gehalten. Bors.: Ich bemerke Ihnen, Angeklagter, ivenn Sie mit den Angriffen gegen den Untersuchungsrichter fortfahren sollten, so haben Sie sich die Folgen selbst zuzuschreiben. Auch der Vorwurf, die Untersuchung sei in die Länge gezogen worden, ist vollständig unbegründet. Sie haben eine grosse Anzahl Beschwerden erhoben. Diese mussten an der zuständigen stelle geprüft werden, - dies hm ganz besonders die lange Untersuchung verschuldet. Also nicht der Untersuchungsrichter, sondern Sie durch Ihre vielen Beschwerden haben die lange Untersuchlmg im wesentlichen ver schuldet. _ . . Bei deu weiteren Vorhaltungen der von v. Zand.r und /S-rau gemachten Schulden bemerkt v. Zauder mit bewegter Stimme: Ich werde sedenfalls bis zu meinem letzten .*öauch haran arbeiten, um alle meine Schulden abzutragen. Ich hoffe, ich werde nickst eher die Angen schliessen, ehe ich alle meine Schulden, auch tue durch die unsinnigen Handlungen meiner Fran entstandenen, vollständig bezahlt haben werde. Soweit mir meine Schulden be fannt waren, hätte ich mit den 120 000 Mark he stimmt alles be zahlen können. Fck konnte nicht mehr tun, als' die Entmündigung meiner Frau beantragen. Eine Scheidung wäre nach den gesetz liehen Bestimmungen unmöglich geivesen. Tagebuchanfzeichuungen. Alsdann gelangt eine Reihe D a g e b u ck 0 u f z e i ck n u n g e n des Angell, v. Zander zur Verlesung. Es heisst in diesen n a.: „Ich bedauere ganz unendlich, dass ich von der Landtrnrtsckaft fern Verständnis habe. Marie sagte mir: Ich bin B u m m 1 er, der nichts versteht. Sie mag recht Haben. Marie ist eine sehr kluge Frau, sie muss aber ihr Versprechen, nickt mehr 10 ver schwcnderisck zu fein, endlich erfüllen." „Ick habe bv' Gemüts . stimmung eines V e r b re cke r s , d e r g e h ä n g t toe rd e n wll. Alle meine Spekulationen haben sick zerschlagen, ^ck habe letzt selbst die Hoffnung aufgegcben, dass die ^Teutonia Aktien unter zubringen sein toerhen." An anderer Stelle: ,.Jck ltudierte die Danzardnnng am vreussiscken Königshofe und beteiligte mich ab-nds lebhaft am Danz." In ferneren Aufzeichnungen klagt v. Zander über Geldnot „Ich habe, kaum noch so viel,, um mein .Hotel bezahlen zu können. Ich färbte mir aber mein Haar und fuhr seelenvergnügt nach V)ause. Voriger schrieb ick an Lucttig und andere mit der Ditte um Stundung." v. Zander: Diese Aufzeichnungen sind auf augenbfickl'cke Seelenitimmungcn zurückzuführen, die mit der Wirklichkeit keineswegs übereinstlmmen. Gerichtsvollzieher stade bekundet als Zeuge: Im Jahre 1903 habe er 53 Pfändungen auf Schloss Schmoegerle vor- genommen. gittme Tochter Napoleons III. Auch diese Angabe wird ins Reich der Phantasie zu verweisen sein, da Napoleon III. zwar tatsächlich mehrere illegitime, zum Teil anerkannte Kinder hinterlassen hat, diese aber sicher nichts ntit dieser Herzogin von eigenen Gnaden zu tun saben. • Kindermund nm Z 0 Na m t. Ans Luxemburg wird geschrieben: Den in der Nähe der belgisehen Grenze wohnenden Familien ist das Recht zugestanden worden, jenseits der Grenze ge- wiffe Quantitäten von Fleisch und Mehl, die hier sehr teuer sind, einzukaufen und zollfrei herüber zu bringen. Jede Familie darf sich aber mir einmal wöchentlich in dieser Weise in Belgien verproviantieren und mit dieser Aufgabe bloss ein Mitglied der Familie betrauen. Der betreffende Einkäufer muss bei der Rückkehr den luxemburgischen Zollbeamten den Erlaubnisschein vorweisen, auf dem Tag und Quantum der Einfuhr verzeichnet werden. Kürzlich kehrte eine Frau au§ dem Belgischen zurück und liess den Schein visieren. Auf die Frage des Zollbeamten, ob sie etwas Zollpslich- tiges zu deklarieren hätte, erwiderte die Luxemburgerin fest und tolz: „Nein!" Da rief ihr Töchterchen: „Aber Mama, du denkst lickst an die Würste, die du in deine Strümpfe gesteckt hast!" Die tapfere Frau fiel beinahe in Ohnmacht, als die Würste, die nickst zollfrei sind, konfisziert wurden, und sie überdies noch em Protokoll unterschreiben musste, das für sie böse Folgen haben wird. * Kleine T a g e 8 ch r 0 n i k. In einer Alpenhütte unweit des G 0 t l h a r d h 0 s v i z e s wurde eine erstarrte L c i ehe gefunden und nach den aufgefundenen Papieren als die des Bürsteisiabrikanten Adam Stock ans Aschaffenburg sestgestellt. Stock muss durch Erfrieren seinen Tod gefunden haben. — Während eines Gewitters in (S c n t r a 1 i a in Pennsilvanien fuhr der B l i tz in ein Bergwerk und wurde durch eine Metallader einen Kilometer weit fortgeleitet. Durch den Blitz wurde ein D y n a m i t l a g e r zur Explosion gebracht, wobei viele Bergleute getötet, oder schwer verwundet wurden. . 169.80 . . 139 20 . . 236 40 . . 177.80 . . 182.80 . . 158.50; . . 209.80 vermischter. * Essen, 4. Juli. Frl. B a r b a r a Krupp, zweite Tochter des verstorbenen Alfred Krupp, verlobte sich heute mit dem Regierungsassessor Freiherrn T h i l 0 von W i l in 0 w s k i. Der Bräutigam ist 28 Jahre alt und der älteste Sohn des neu ernannten Oberpräsidenten von Sachsen und dessen Gemahlin, einer geb. von Wilke. Erst am letzten Samstag hat er in Berlin fein Assessor- Examen bestanden. * Unfälle. Auf dem Bahnhof Joawctche bei Breslau fuhr der Personenzuq Nr. 911 einer Rcm- gierabteilung in die Flanke, wobei fünf (Güterwagen ent- qleisten. Von den Passagieren wurde Niemand verletzt. Ein Bremser aus Gleiwitz wurde leicht verletzt. Ter Materialschaden ist bedeutend. — In Altona stiess ein Unbekannter einen Strassenbahnwaqcn den stellen Abhang zwischen den Bergwcrksstädten Puntian und Vortage hinab. Elf Personen kamen habet ums Leben. * Herzogin oder Hochstaplerin? Vor dem Pariser Strafgerichte fass dieser Tage auf der Anklagebank eine hochelegante ^rait von tadellosen gesellschaftlichen Umgangsformen, um sich wegen einer Reihe von .^reditschwindeleien zu verantworten. Von einer ganzen Reihe erster 'Firmen hatte sie unter falschen Vorspiegelungen Waren von beträchtlichem Werte, so von einem Juwelier ein Diamanten-Halsband, das auf 30000 Mk. geschätzt wurde, herauszuloeken verstanden. Vor Gericht wollte sie nur zugeben, Schulden gentacht zu haben, bestritt aber jede betrügerische Absicht, da sie ein Jahreseinkommen von 75 000 Jranks habe. Sie gab an, „Herzogin Aivy Mandas de Villanda" zu heissen, aber es dürfte nicht ganz leicht sein, einen authentischen Ursprung dieses etwas opcrcttenhaft klingenden Herzogtitels aufzuspüren. Die Richter liessen sich denn oitch durch fernen (hlcmz nicht blenden, fondcrit verurteilten die Iran Herzogin zu einer Gefängnisstrafe von insgesamt anderthalb Jahren. Noch weniger Eindruck erweckte die immer noch stattliche und gut aitssehende Iran dainit, dass sie durchblicken liess, in ihren Adern fließe das Blut eines entthronten Herrscherhauses. Sie sei nämlich eme tlle- Märkte. ftb-> Giessen, 5. Juli. Der Viehmarkt hatte einen Austrieb non etwa 1500 Grossvieh, 200 Kälbern und 4oO Schw.'inen. Obaleick der Vorhandel sich weniger flott machte, als sonst, und obschon man seitens der Käufer stark auf ein sinken der Preise für Milchvieh am Hauptmarkt rechnete, tote pic-s an den Märkten der letzten 14 TiiflC auch anderswo sich gezeigt hatte, war der .Handel in dieser Ware, dock bet den ölten' hohen Preisen put, wenn das Geschäft int Anfang nur langsam und schleppend ging. Die Käufer zeigten bei dem grossen Vorrat keine Kauflust, inußten dann aber zur Deckung ihres Bedarfs übergehen. Dadurck, entwickelte sich ein flotter -Handel, besonders in guter Milchware, toolche die Verläuser mit Erfolg Mir Erzielung höchster Preise benutzten. Der Bedarf an Milche kühen für die Gegenden am Niederrhein, bei Frankfurt und Wiesbaden, sotoie für die Badeorte, lag -'bett vor und musste gedeckt werden Das Geschäft in Fettvieh war von Beginn des Marktes an sehr ilott. Tie eriieilen Preise waren höher, als bei den letzten Märkten. Der nickst unerhebliche Austrieb an Scklachttieren war int Umsehen verkauft und genügte nicht für M«' Nachfrage Für fette Rinder mussten unsere hctmischen Metz^i- - die diesmal stark in das Geschäft eingriffeu^ Preise anlegen, luic wir sie seit Jahren nicht gehabt habet!, ^chlackst- litrc werden in der Provinz immer knapper, weil Der Bedarf in den Badeorten und in den kleinen 'iahten der - 'vknz und 4. Juli = -4- 24,4 6 C. 4 „ = 4- 15,00 C. IFonSartl - Seide T. 95 pr. -» Landwirtschaft. § Aus dem Ohmtal, 4. Juli. Ein solch reicher Heuscgen, wie er in diesem Jabrc unfern Landwirten beschert ist, gehört zu den Ausnahmen. Die Heuböden und Heuschober reichen nicht au5, den Heuvorrat zu fassen; die Fruchtböden müssen zur Hilfe herangezogen werden. Es ikt nicht zu viel gesagt, wenn man die Heuernte als eine Dovpelernte im Vergleich zu den normalen Ergebnissen bezeichnet. Insonderheit sind es die Bergwiesen, die Triften, die Feldwiesrn, welche ganz unerwartet reiche Erträge liefern. Trotz deS unbeständigen Wetters ist auch die Qualität des Heues meist eine recht gute. Da die Arbeitskräfte rar sind, haben sich die Landwirte zur Einführung der amerikanischen Mähmaschinen entschlossen. Wie auSg ebig man davon Gebrauch macht, zeigt die große Zahl dieser Maschinen in den versd;iedenen Orten. ? s; 0 ln Vogelsberg, 4. Juli. Die Bienen entsprechen nicht den guten Erwartungen, zu denen die Imker nach den Aussichten des Frühjahres berechtigt'gewesen. Tie wcchselvolle, meist scuchtkalte Witterung bat die Honigerntc sehr beeinträchtigt und auch das Schwärmen der Völker vielfach vereitelt. Der Bienenhonig dürfte hiernach wiederum ein seltenes Produkt werden. Budapest. 4. Juli. Amtlicher Saotenstandsbericht dcS AckerbaumiuistertumZ vom 1. Juli: Weizen 46,15, Roggen 12,95 gegen 12,88, Gerste 13,25 gegen 12,79, Hafer 11,64 gegen 11,26 Millionen Meterzentner der Schätzung vom 15. Juni. Der Bericht hebt Irrüor, dass infolge des Vorhandenseins von Rost die Endergebnisse für Brotsrückste sich noch nachteilig ändern dürften. Die Maispflanze ist befriedigend, die Entwicklung geht normal vor sich und die warme Witterung lässt ein gutes Erträgnis erbosten. Die Kartoffel liefert einen befriedigenden Ertrag. Zuckerrüben gedeihen dort, wo ein Wurmschaden nicht ru verzeichnen iss, reichlich. Die Pflanze ist üppig und verspricht im Landesdurchschnitt ein gutes Erträgnis. Der Ergänzung^ anbau besserte sich um ein Bedeutendes, stellenweise bedarf re Snst noch Regen. $piefpf(tn des Grosshcrzoftlichen Kurtüeatcrs Bad-Rauheim. Direktion Hermann ©teingoetter. Montag den 9. Juli: Unter Mitwirkung der Kurkapelle: „TaS Wetterhäuschen". Musikalisches Genrebild in einem Akt von B. Selbp. Hierauf: „Die schöne Galathe/ Mythologische Over in einem Akt von SuppS. Mittwoch den 11. Juli: „Pension Schöllerch Posse in drei Akten von W. Jacobi und Karl Laufs.,' Im ersten Zwischenakt: Ballet-Einlage. Freitag deu 13. Juli: Unter Mitwirkung der Kurkavelle: „Die Fledermaus". Operette in drei ?lkten von Joh. Strauß' Samstag den 14. Juli: „Alt-Heidelberg". Schauspiel in vier Auszügen von W. Meyer- Förster. Meteorologische Beobachtungen der Station Giessen. Ruust uttb Wissenschaft. Ein Kongreß für Kinderforschung und Jugendfürsorge wird voin 1.-4. Oktober zu Berlin in der Universität nbgchalten werden. Dem vorbereitenden Ausschuss und Vorstände gehört u. a. der Gießener Psinbiater Prof. Dr. Sommer an. Sanfccl tiitfe VerFcbr, Volkswirtschaft. 4 pro 5. Anleihe der Stadt Köln. Von den 36 Mill. Mark 4 proz. Anleihe werden am 9 b. M. 30 Mill. Mark zur Zeichining aufgelegt, sowohl in Berlin tote in Frankfurt a. M. Der Zeicknungspreis beträgt 101,90 Prozent. Die Tilgung her Anleihe beginnt im Jahre 1907. Tie Zulassung derselben zum Börsenhandel wird in Berlin, Frankfurt a. M. und Köln be- l ' Juli 1906 ;asstnqs.r o0‘ t'w ■uuauio.wft Temperatur der Luft Älbsolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter Einen Einen Einen Einen Einen Einen Einen Einen umfasst u. A.: Das Lager Mk. 383 Einen Mk. Mk. und Spangen-Schuhe Einen . von 2.50 Mk. an Posten Damen-Stoff-Stiefel in grau und beige von 3.— Mk. an . von 1.20 Mk. an Posten Kinder-Segeltuchschuhe . . Mit diesem Ausverkauf bezwecke ich rasch zu räumen und bietet sich für Jedermann eine aussergewöhnlich günstige Kaufgelegenheit. Blarktstrasse 9 Wettergasse Telephon 434 Telephon 434 Wetln Arn old. Auskunft durch Professor H. Kossel-Giessen. Kindt, Georg Wallenfels, Einen Einen Posten Posten Posten Posten Posten Einen Einen Einen Einen Einen 27/30 Z.- Aus Die Bei Die Posten Posten Posten Posten von und Posten Posten Posten Posten Posten Band I Hauswirten Inhalt: der Wirtsbank Brautschau der Metzelsuppe Kindtaufe Herren-Halbschuhe, sehr stark, . . Herren-Schnürstiefel, sehr stark, braune und rote Herren-Halbschuhe braune und rote Herren-Schnürstiefel . 4 50 . 6.— . 4.50 Herren-Segeltuchschuhe . . Wichsleder-Knopfstiefel ren. feinere Qualität 7.50 Sandalen, Radfahrer-Schuhe und Stiefel sehr billig. Tennis-Schuhe und Stiefel extra billig. farbige Herren-Lederpantofiel, bessere Ausfuhr. 2.75 Band III Werktagsgestaltcn Inhalt: Bei der Bosse larbeit Der Olv'l Er läßt sich heimgeigen Der Juchs'l Sichelhans Der Galoppschuster Horspech Der Flickschneider Am Hechelkamm Der Schofnik't Ein Volksdichter Kehraus Altweibersommer Im Oienwinkel Beim Latwergkessel Die Hochzeit Ter Flannerts re Vad-Xauheint. acet ter. na derKurlavelle: ,Tas 15 in einem Mt von Mvihologische £rer -en II. Juli: .Pension Jacobi und Karl Lau>?. inlaqe. Freitag den -[le: ,?ie Fledermaus'. Samstaa den 14. Juli: ty'gm von D Myen qut beit städtischen Marktanlageu (Lindeuplatz) statt. Für diesen DJlcirft sind für die besten Pferde und Fohlen hessifcher, sowie nichthessischer Züchter und Händler Prämien im Betrage von rn. Mk. 1500 vorgesehen. Tiefe Prämiierung beginnt morgens 8 Uhr. Es können nur fehlerfreie Tiere prämiiert werden, variierte Fohlen rangieren bei den Fohlen ihrer Altersklassen. Kreuzungsprodukte sind von jeder Prämie ausgeschlossen. Deck-, Geburts- bczw. Körscheine sind vorzuzeigen. ^lnmelduugen zu diesem Markt sind an die Geschäftsstelle des Hess. Landes - Pfcrdezuchtvereins in Darmstadt, Neckar- straffe 10, bis zum 25. Juli ebenso Wünsche und Anfragen insbesondere wegen Stallungen an Grosrh. Bürgermeisterei in Alsfeld bis zum gleichen Termin zu richten. Gleichzeitig findet eine hinterlegen. Darmstadt, den 3. Juli 1906. Großherzogliche Landgestüts-Direktion von Willich. J15.5O' ' 35.2" ! ’ 143.80 I .1»» I Hew. Himmel Regen 9eb. Himmel Markt 21, gegenüber der Engel-Apotheke. Pferde-Versteigermng. Dienstag, den 10. Juli, vormittags 10 Uhr, sollen im Großh. Hofmarstalle dahier zirka 8 ausrangierte Landgestütsbeschäler, wovon voraussichtlich 3 unter der Bedingung des sofortigen Abschlachtens, versteigert werden, lieber das Abschlachten ist ein beglaubigtes veterinärärztliches Zeugnis einzureichen und ist bis zur Erbringung desselben eine Kaution von 100 Mark für jeden zu schlachtenden Hengst sofort zu Schnhwarenbaus. Alleinverkauf der berühmten „ Herzu -Schuhwaren. Verlosung auf dem Markte anzukaufenden Fohlen, Zuchttieres Führung durch Herrn Oberlehrer Udo Kraft. Abfahrt 908 Uhr. Ankunft in Gießen 105v Uhr. Voraussichtliche Kosten etwa 6 Mk. (ohne Getränke). Anmeldungen sind bis 10. Juli an den Schriftführer, Herrn Johannesstraße 4 zu richten. v5/r AEsfeld Station der Preußisch-Hessischen Eisenbahn. Am 30. Juli l. Js. findet der V. Pferde- und Fohlen-Markt tn Verbindung mit dem [C7, Främisnmarkt Maschinen verbunden. Der Losevertrieb liegt in den Händen der Lotterieagentur Georg Kurtz jr. in Alsfeld. Großherzogliche Bürgermeisterei Alsfeld. rHandeW ' Älter • »« Bi«‘ ' . ■ Band II Wtldheckcu Inhalt: Kein Jägerlatein Die Auernhahnbalz Äug' um Auge Am Mossauer Bild Auf Meister Grimbarts Spuren Netz und Schlinge Ter Meisterschütz In derJohannesnacht Im Schneetreibeit Rück'ällig verurteilt Das Osterhäschen Unentgeltlicher Forihiliuyyrs für Aerzte an der Universität Giessen vom 23. Juli bis 4. August ds. Js. Sommer-Unterzeuge lilaecohemden mit farbigen Piguö-Einsätzen Poröse Hemden, Hosen und Jacken Strümpfe und Socken _ [c”/6 Korsetten, Handschuhe, Gürtel Herrenkragen und Manschetten re. empfiehlt zu billigsten Preisen Julius Schulze Mcuzplatz ,,,per S* F p. - • . .Je» . iw • ■ 14- L ' , .inet • pH. Buxbaum Silber aus dem Gdenwälber Volksleben: 8 °, mit Buchschmuck von A. Buxbaimr braune Kinder-Knopf- und Schnürstiefel, echt Ziegenleder, sehr frisch und dauerhaft Lis». I . ®u kiben ktr fcbr ...sc V""kr ' k- N MB Nt 2 ^0 big l brsondersi^l. ’ -ual. GöLite6 «ril ■ Submission. Die Lieferung von Weißzeug, Bettwerk, Krankenkleider, Stoff zu Stores, Krankenteppiche, Roffhaar- matrotzen und 2lufarbeiteit von solchen für die neuen SUinifcn soll auf dem öffentlichen Stlbmissionsivcge für das Rechnungsjahr 1906 vergeben werden. Die Vergebung erfolgt auf Grund des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 und ist derselbe nebst Lieferungsbedingungen und Mustern auf dem Vecwaltungsbureau, nachmittags von 3 bis 5 Uhr einzusehen. Offerten mit entsprechender Aufschrift versehen sind bis zum Eröffnungstermin Donnerstag, den 12. Juli 1906, nachmittags 5 Uhr unter Beifügung von Mustern an die Großh. Verwaltung der neuen Kliniken einzureichen. Znschlagsfrist 16 Tage. Die Lieferung kann auch geteilt vergeben werden. Gießen, den 2. Juli 1906. b3/7 Großh. Verwaltungs-Direktion der neuen Kliniken. °U$' Mni- net -SnfmbirMt . i» «li fe S1«'* tu in !_"* W bi. JJJ* m« tln . beS Stüh. ; WdltSitttrung 6at ' e®»=rmtn btt Dölka 14 ein stltmt; «‘W Coggin baser 11,64 .'Vimq D(im 15. 3unj - ^ortflndenseins von W nachteilig ändern *. bit 6ntoidiung geht mmg lätt, ein gutes einen befriedigenden ein Lumschaden nicht i'J biroig und verspricht ' v _2i’t Ergänzung-- ■ stellenweise bedarf GeseWst für Eril- null Völkerkmide Ausflug nach Büdingen-Gelnhausen Sonntag, den 15. Juli 1906. Abfahrt nach Gelnhausen 8,s Uhr. Ankunft daselbst 1051 Uhr. Besichtigung der Kaiserpfalz und sonstiger Sehenswü rdigkeiten der Stadt. Abfahrt nach Büdmgen 1250 Uhr. Ankunft daselbst lu Uhr. Mittagessen l30 Uhr. (Gedeck 1,50 Mk.) Besichtigung von Büdingen und Umgebung. Vortrag. Simois-Brot eijtlti-Sltttt u. Pumpernickel regelmäßig frisch zu haben bei von Emil Roth in Giessen | 31/35 4.25 25/26 2.75 31/35 3.75 Alsfeld. Der diesjährige Pferde- und FohlenmarA in Verbindung mit dem Prämienwarkt findet am 30. Juli l. Js. statt. An Prämien kommen insgesamt Mk. 1500 für Pferde und Fohlen hessischer und nichthessischer Züchter und Händler zur Verteilung. Beginn der Prämiierung 8 Uhr morgens. Anmeldungen an die Geschäftsstelle des Hess. Landes- Pfcrdezucht-Vereins in Darmstadt, Neckarstraße 10, bis zum 26. Juli. Anfragen wie Bestellungen auf Stallungen an unterzeichnete Bürgermeisterei. Mit dem Markt ist eine täglich frisch, empfiehlt |4123 H. F Nassauer Neuenweg 15. . (am'- ( t . , ,• „jr* bA get Jeder Baud cinzelu drosch. 9)1. 1.50, geb. M. 2.— Komplett (3 Bände tu einem Band) geb. M. 6.— Die stark realistische Behaltdlung des Stoffes erinnert an Thomas Agrieola, aber ich finde die Gemütstiese feiner entwickelt als in letzterem Werke, dao ich auch sehr hoch schätze. Ich halte Buxbaums Haus.vtrken stir eines der besten Werke dieser Art überhaupt: überall Wahrheit, Leben, Frische und Naturtreue Wie köstkich ist z. B. die Fahrt von und zur Kmdlaufe! Dte dtalektstche Seite kann ich natürlich nicht ganz genau beurteilen, ich verliehe die Sprache aber recht gut von längerem Aufenthalt tm Odenwald und glaube, jeder Süddeutsche wird sich leicht hmemlesen. München, 2. Juli 1906. a«yw Geh. Justizrat, Unw.-Prosessor Dr. Garers. 25/26 3.— Kinder-Schnür- 25/26 2.75 von Fohlen, Zuchttieren, Maschinen 2c. statt. Lose ä 50 Pfg. sind zu haben bei der Lotterie-Generalagentur Georg Kurtz jr. in Alsfeld. Wiedcrverkänfcr erhalten Rabatt. Zum Besuche dieses Alarktes wird freundlichst eingeladen. Alle Pierdezüchter und -Verkäufer werden gebeten, den Markt zahl reich zu beschicken und zu besuchen. C2/7 _ 31/35 3.25 4. 24,4 * C. 4- 15,0* 27/30 3.25 27/30 3.75 21/24 Mk. 2.25 Damen-Halb- und Spangenschuhe .... 2.50 Damen-Knopf- und Schnürstiefel . . . . 5.— Damen-Chagrin do. in braun und rot . . . 5.— Damen-Hauspantoffel in braun und rot . . 2.25 Grosses* Inventur-Ausverkauf zu enorm billigen Preisen. Nach beendeter Inventur habe einen grossen Posten Schuhwaren zurückgesetzt und verkaufe solche zu ausser^ewohnlioh biBBägen Preaseo. Ute. ■ ■ ■ ; : 127.00 । ' " ' 13920 ' 236 40 ' 177.80 '182.80, 158.56' ; 209^0 "ali 1.16 Uhr. ' -.hmever. • ' ^9.95 . .'nackert . • ' 954 50 , . p.erewerK . • 919 oq - en Rergw^K . - 'tnerik. W; zo89O , p^rzwerk. - 231.7b i 21/24 Mk. 2.50 Posten braune 21/24 Mk. 2.25 Spitzen A. Holterhoii Söhne Weisse Damen-BIusen Giessen Seltersweg 20 Giessen Seitersweg 20 D "/< Kinder-Kleidchen üungs-Verkauf Schürzen Corsetten Corsett-Schoner üntertaillen Klelder-Besätze Handschuhe reellen, billigen Preisen noch 10° Strümpfe anf alle Waren, äusser Garne. Damen - Unterröcke Am ersten Festtag ständiger Omnibusverkehr von der Sahn nach dem Festplatz und zurück. 28. WuM-MmM statt, wozu ergebenst einladet Das Festkomitee. 4133 V»/r Zum S&ngerfest V|U$ti|ii|er pmnfphlp. xun E* _ _ empfehle 4140 fei §oM»;clnrm!r zu und nnter Einkauf wegen Aafgabe dieses Artikels. •Bail. Bach J, H. Fuhr en to Wegen Neu- und Anbau unserer Geschäfts-Räume gewähren vom I. Juli bis I« ausnahmsweise zu unseren raube, v3% rahnnn Fahnenstangen, Spitzen rmillöBl, und Quasten, Fahnenstoffe. Macco- Herren-Jacken -Hosen und -Hemden Elegante Herren-Garnituren Hose und Jacke Poröse Gesundheits- Oberhemden mit farbigen Einsätzen Sommer- Trikot- Unterkleider Poröse Gesundheits- Herren-Hemden, -Hosen und -Jacken . Rabatt Samstag, den 7. Juli: Abends 7*/z Uhr: Zapfenstreich durch die Stadt. Abends 8 Uhr: Eröffnungsfeier mit Konzert und Gefanasvorträgcn (Massenchöre der Gießener Gesangvereine). Sonntag, den 8. Juli: Morgens 6 Uhr: Weckruf. Don vormittags 71/2 Uhr ab: Empfang der auswärtigen Bnndesvereiue an der Bahn und Einzug in die Stadt mit Musik. Vormittags 9 Uhr: Beginn des Einzelwettstngens der Bundesvereine in der Turnhalle des Turnvereins. Vormittags ll1/» Uhr: Hauptprobe der Bundesvereine in der Festhalle. Nachmittags 1% Uhr: Aufstellung des Festzuges am Walltor. Festzuq durch die Stadt nach dem Festplatz. Donnerstag abend 9 Uhr Sitzung des geschäftsfnßrenden Ausschusses in der Festhalle und in der Restauration Sauer. Freitag abend 10 Uhr Sitzung aller Ausschüsse bei Festwirt Sauer, Neustadt. Nachmittags von 4 Uhr ab: Aufführung der Gesamtchöre der Bundesvereine unter Leitung des Bundesdirigenten Herrn Lehrer Gör lach, sowie Vorträge üou Einzclchörcn. — Großes Konzert auf dem Festplatz. Von abends 8 Uhr ab: Konzert in der Festhalle und auf dem Festplatz. — Tanz und Volksbelustigungen. Montag, den 9 Juli: Vormittags: Spaziergänge durch die Stadt nach Textors Terrasse. Vormittags 9 Uhr: Bundcssäugertag im Restaurant „Gambriuus". — Frühkonzert auf dem Festplatze. Mittags 1 Uhr: Festessen in der Festhallc und Konzert. Nachmittags 4 Uhr: Großes Konzert, Tanz und Volksbelustigungen in der Festhalle und auf dem Festplatze. Abends 8 Uhr: Turnerische Aufführungen (Marmorgruppe«) in der Festhalle, Grosses Brillant-Feuerwerk ant dem Festplatte. SU Musik wird ausgeführt von der ganzen Kapelle des 2. Großh. Hess. Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm Rr. 116, unter Leitung des Grotzh. Musikdirektors Herr» K unb der Gießener Fenerwehrkapelle, unter Leitung ihres Dirigenten Herrn Weller. Sonntag, den 8. Juli ds. Js», findet zu Lannsbach das l. Bundes-Turnfest des Turnerbundes Lahn-Dünsberg 26. Lahntal - Sänger - Vun-esfest vom 7. bis 9. Juli 1906 Zn (Stegen auf dein Oswatdsgarten. Wtiii Staiirc Mtenit 1810), Saer’Hn W. 1864), Hckttl-it tzq,. 1878), 1885). ST FEST-PX.AM. -WZ Garderobe mit Aufbewahrungsort für Fahrräder auf dem Fetzplatz. Eintrittspreäse s nrfp * Ä 2 ®clfarten ^ur 3 Personen) S Alk., im Vorverkauf 2.75 Mk. . (sohne über 17 Jahre haben besondere Eintrittskarten zu lösen.) Wettere Beckarten 50 Pfg. 0 1 ’ Einzeldauerkarte ♦ 2 Mk., im Vorverkauf 1.75 Mk. S/OQCSf (IttC ♦ 1 Mk. Einmaliger Eintritt 50 Pfg. Sie Karlen berechtigen zu allen Veranstaltungen auf den: Fcstplatz. Für das in der Turnhalle beS $1101061:61^5 ftattfinbenbe Wettstngen find besondere Eintrittskarten zu lösen. Der Eintritt betragt für Inhaber von Dauerkarten 50 Pfg., für andere Teilnehmer 1 Mk. JnxplaH an der Lahn. Vorverkauf sstelien für rtott ünd eingerichtet bei den Herren: Louis Althoff, Walltorstr. 16. Ernst |lll ^wUUluiiUl Balser, Dtänsburg 11. Gebr. Berdux, Bahnhofstr.27. Ehr. Bieker, Neustadl 55. Rich. Buchacker, Neuen Baue 11. Ernst Challier, Neuenweg 9. Jakob Danh, Bahnhofstr. 64. Leonh. Dechert, Grünberger Str'. 13. Jakob Häuser, Ludwigstr. 36. Daniel Heil Nachf., Lindenplatz 3. Hcinr. Insel, 2lsterweg 5. C. G. Äleinhenn, Bahnhosstr. 59. Ad. Lenhard Nachf., Klinikslraste 22. Louis Lind, Kirchenplatz 10. Friede. Lotz, Bahnhofftrahe 28. Eberh. Metzger, Seitersweg. PH. Mootz, Neustadt 30. Fritz Schnecko, Neustadl. Ioh. Seibel, Ludivigsplatz. Wilh. Semmler, Seltersweg 25. Gustav Sonntag, Sonnenstr. 10. Joseph Strauß, Mänsburg 1. Christian Wallenfels, Marktplatz 17. Philipp Weiler, Marktplatz 1. Luftkurort Schotten 'm Vogelsberg Sommerfrische Posthäuschen herrlich gelegen mit schönem schattigen Garten und prachtvoller Aussicht nach dem Gebirge. Ganz in der Nähe schöne ausgedehnte Waldungen. Vorzügliche Verpflegung und schöne luftige Zimmer. — Mässiger Pensionspreis. ai64 Besitzerin: Jean Merz W\v.