Mr ah,deckc”-61Clchgegen emea r' °n Inzug L °7'L *«. Jöbel, Beitelu1 S0wi* Väsche Kip'in °a erwMen tnütitt Jce Qer$toHe etc. oll an diP i? jertraueus- . jSZ^Iinna er dies alle« W?den' w° 61165 schon mit ^Zahlung pro Woche und mtklemstei Anzahlung er- halten kann. 1 Jllma Giessen Blockstrasse 14-16. Verkauf anch gegen Baar. Liderung diskret u. franko Jeder neueKänfer, der diese Annonce vorzeigt, erhält 1 Hark auf den Kaufte- trag vergütet. au/. ;||jt RlllW e”*1) I.» d- brelski, sondern der stellver tretende KolonialdircktorGb- prinK zu Hohenlohe-Langenburg. Die „Nordd. Ällg. Zfi." gibt das überrcflcheu.be^EreigniS heute abend an ziemlch versteckter Stelle und iTt^unaufsälligem Druck bekannt. Tn Erbprinz hat um Enthebung von seiner Stellung gebetet. Ter Grund liegt nahe genug: es wird dem Erbprinzen, dir in aller Unabhängigkeit leben kann, leid geworden feit, sich noch länger mit den kolonialen Sorgen zu befassen, mi den bereits erfolgten und den vielleicht noch zu gewärtigen- den. peinlichen Enthüllungen, einem Kreuzfeuer von Än- griffen, im Reichstage ausgesetzt zu werden, itnb bei alle denk nicht einmal der Chef eines selbständigen Kolonialamts, mit dem Titel Staatssekretär, zu sein. Vielleicht mag auch der Erbprinz nach genauer Einsichtnahme in alle Einzelheiten sich der Aufgabe nicht gewachsen gefühlt haben, mit eiserner Faust in das Kolonialgetricbe einzugreifen. Er hat dem Reichstag versprochen, die Miststände in der Kolo Malverwaltung zu beseitigen, er hat. zweifellos den besten Willen dazu mitgebracht und eine ehrliche Begeisterung für die koloniale Sache. Mer wenn man sieht, daß der größte Reform eifer wenig nützt, dann kommt schließlich die Stunde, wo die Geduld reißt, und wo man gerne einem Anderen die glücklichere Fortsetzung des Werkes überläßt. Ter Direktor der Bank für Handel und Industrie, der Darmstädter Bank, Herr Bernhard Dernburg, ist der Mutige, der die Reorganisation des Kolonialwesens durchzuführen sich getraut. Mit welchem Erfolge muß die Zeit Lehren. Immerhin wird durch die Berufung, die eine längst geltend gemachte Forderung erfüllt, daß kaufmännisch geschulte Persönlichkeiten in der Kolonialverwaltung einen bestimmenden Einfluß ausüben sollen. Es hätte ja schwerlich zu den mancherlei erstaunlichen Erfahrungen bei Aufträgen und Lieferungen für die Schutzgebiete kommen können, wenn die Verwaltung über kaufmännische Sachverständige verfügt hätte. Von Beamten und Militärs läßt sich die genaue Kenntnis von Waren, Preisen, des Rechnungswesens usw. nicht verlangen. Hoffentlich wird aber in Herrn Dernburg nicht nur ein Sachverständiger an die Spitze gestellt; es ist vielmehr nötig, daß die gesamte Kolonialverwaltung von dem kaufmännischen, klar und nüchtern rechnenden Geist erfüllt wird, dessen Wirken Fürst Bismarck im Auge hatte, als er als sein Ziel den „regierenden Kaufmann" in den Kolonien bezeichnete. «Also auch in den Kolonien selbst muß dafür gesorgt werden, daß neben den bureaukratrschen und militärischen Elementen der Kaufmann, und zwar in der Verwaltung, zu seinem Recht kommt. Der Erbprinz zu Hohenlohe geht, und Herr v. Pod- ibielskr bleibt. Der preußische Landwirtschaftsminister wird nicht mehr bei Tippelskirch u. Co. als Vertreter seiner Frau erscheinen, Frau v. Podbielski gehört, wie die „Tägl. Rundsch." mitzuteilen weiß, schon in nächster Zeit der Firma nicht mehr an. So ist alles in Ordnung, und im übrigen sollen Herr v. Podbielski ine Preßangriffe, die „der Krone ihren Willen aufzwingen wollten" — so versichert wenigstens pathetisch die agrarische „Tagesztg." — recht sehr gestärkt haben. Herrn v. Podbietskis Mienen können in neuer Heiterkeit erstrahlen. Personen mit vergnügter und hoffnungsvoller Lebensauffassung ergeht es selten schlecht, ©ie lächeln das Schicksal an, und werden von ihm wieder an gelächelt. » Berlin, 3. Sept. Der für den Posten des Kolonialdirektors ausersehene Bankdirektor Dernburg ist int Jahre 1865 zu Darmstadt geboren und besuchte in Berlin das Gymnasium. Dernburg ist ein Schchler des Direktors der Deutschen Bank, v. Siemens, mrt dem er mehrfach zu Studienzwecken in Amerika weilte. Auch war Dernburg längere Zeit in der von der Deutschen Bank gegründeten deutsc^n Treuhand-Gesellschaft an hervorragender Stelle tätig, bis er im Jähre 1901 in das Direktorium der Darmstädter Bank eintrat. Dernburgs Vater war früher in Darmstadt 'Advokat und eine Reihe von Jähren einer der Führer der nationalliberalen Partei. Als solcher vertrat er den Wahlkreis Offenbach. Längere Zeit war Dernburgs Mater Chefredakteur der „Rationalztg.", bis tr als Redakteur beim „Berl. Tagebl." ein trat, dem er auch jetzt noch angehört. Der bekannte Professor der Jurisprudenz Heinrich Dernburg ist ein Oheim des Direktors. Die Mutter desselben entstammt einer Frankfurter Arztsamilie. Ter neue Kolonialdirektor wird als Mann von großer Tatkraft bezeichnet, der nicht nur große Sachkenntnis, sondern auch umfassendes Wissen besitzt. Dernburg hat die Darmstädter Bank in ein modernes Fahrwasser üborgeteitet und speziell den überseeischen Verkehr organisiert. Er gilt als Mann von großer Tatkraft, der nicht nur große Fachkenntnis, sondern auch umfassendes Wissen besitzt. .'An der Reorganisation der Pommer scheu Hypothekenbank und der Deutschen Grundschuldbank hatte er hervorragenden Anteil. Deutsche» Reich. Berlin, 3. Sept. Bei der Audienz, die der Kaiser vor der Paradetafel am Samstag dem Präsidenten der verflossenen St. Louiser Weltausstellung Franei s gewährte, erwähnte dieser den Besuch des Kaisers in Amerika und fügte hinzu, der Monarch könne setzens des amerikanischen Volkes eines Empfanges sicher sein, wie er noch keinem Menschen zuteil geworden sei. Darauf antwortete der Kaiser, er freue sich sehr über das Interesse, das das amerikanische Volk an seiner Persönlichkeit nehme. Er würde die Verein. Staaten gern einmal sehen, aber er habe zu Hause zu viel zu tun. — Tie Abreise des Kaiserpaares in das Ma - növergelände ist aus nächsten Tonnerstag vormittag IO1/2 Uhr festgesetzt. Tie Reise geht zunächst nach Breslau. Heute morgen hörte der Kaiser den Vortrag des Chefs des Zivilkabinetts v. Lueanus und empfing dann den Ministerialdirektor Schwartzkopff. — Ter Reichskanzler Fürst Bülow begab sich gestern abend nach Norderney zurück. >2Cm Nachmittag war der Reichskanzler vom Kaiser empfangen worden. — Die Reichsgerichtsräte Pi lanck und Reichardt wurden zu Senatspräsidenten beim Reichsgericht und der Kammergerichtsrat Ebbecke in Berlin und der sächsische Landgerichtspräsident Fuchs in Freiberg zu Reichsgerichtsräten ernannt. Krel, 3. Sept. Heute mittag feuerten die hier weitenden dänischen und schwedischen Ge schwader den Abschiedssalut, der von den deutschen Schiffen erwidert wurde. Bald nach 4 Uhr machte sich das schwedische Flaggschiff „Äeran" von der Boje los und ging, gefolgt von den übrigen schwedischen Kriegsschiffen, durch die Reihen der deutschen Kriegsschiffe in See. Die Mannschaften auf den deutschen Schiffen nahmen Paradeaufstellung auf Teck ein und begrüßten die schwedischen Kameraden beim Passieren mit Hurrarufen. Tie Bordrapelten der schwed. und deutschen Flaggschiffe spielten die Nationalhymnen. Gleich darauf folgte unter den gleichen Abschiedsfeierlichf- keiten die dänische Flotte. Tie dänischen und schwedischen Kriegsschiffe führten im Großtopp die deutsche Flagge, während bic deutschen Schiffe zuerst die schwedische und dann die dänische Flagge im Großtopp führten. Köln, 3. Sept. Von dem Korrespondenten der „Köln. Ztg/' wird die erneute Behauptung der „Tepeche Maroesine", der deutsche Gesandte Rosen habe in Fez auf En tsend- ung einer marokkanischen Gesandtschaft nadj Berlin gedrungen, als lacherliche Erfindung bezeichnet. München, Z. Sept. Der deutsche Kronprinz und Gemahlin tind heute vormittag hier eingetcosfen und am Bahnhofe von der Herzogin Karl Theodor begrüßt - worbe n. Tas Kronsirinzenpaar bestieg! sodann nut seinem Gefolge Automobile und fuhr nach Tegernsee ab. — Äuf der Generalversammlung des Tuntenhausener bayrisch-patriotischen Bauernvereins hielt die Hauptrede Dr. S chä dler, der u. a. gleich zu Beginn sich scharf über die Kolonialständale aussprach und meinte, daß etwas nicht in Ordnung jein könne, wenn Frauen nach Tippelskirch fischen gehen und Staatsbeamte indirekt an solchem Geschäft beteiligt seien. Die Mitteilung, daß Oberst Deimling eine Bahn bauen lassen wolle, füp die der Reichstag das Geld nicht bewilligt habe, veranlaßte Tr. Schadler zu der Bemerkung, daß, wenn der Reichstag sich das gefallen lasse, er keine andere Behandlung als die mit dem Stiefelabsatz verdiene. AUs die Verstaatlichung der pfälzischen Bahnen zu sprechen kommend, bemerkte Redner, dies fei ihm recht, da sie jetzt vor preußischer Umarmung gesichert sei. Was die Neuwahlen im Mai 1907 anbelange, so sei die Ablehnung an andere Gruppen nicht ganz unmöglich. Der Ausstand in Deutsch-Südwestafrika. Berlin, 3. Sept. Der am 22. August bei Oas im Bankcevier geschlagene Gegner wich vor der energischen Verfolgung der Abteilung Bech in die Großen Karasberge aus, luo er sich zerstreute. Bei der weiteren Verfolgung, an der sich auch die Besatzungen dec in den Großen Karas- bergen liegenden Wasserstellen Nurudas und Dunkermodder beteiligten, fiel am 25. August ein Reiter. Die Hauptkräfte des Feindes sammelten sich anscheinend wieder in den Kleinen Karasbergen und griffen mit einer starken Bande am 29. August den Viehposten in Warmbadkies nördlich von Keet- manShoop an. Der Feind wurde geschlagen. Auf unserer Seite fielen hierbei zwei Reiter. Hauptmann Wobring nahm am 30. August früh die Verfolgung auf, überraschte den Gegner am Abend im Busch und warf ihn nach einem kurzen Gefecht zurück. Die Verfolgung wird fortgesetzt. Am Oranje, im südlichen Teile des Schutzgebietes, griff Hauptmann Anders mit dem 4. Bataillon eine stärkere Hottentottenbande in der Gegend nordwestlich von Ramansdrift an. Der Gegner leistete in einer starken Stellung fünf Stunden lang hartnäckigen Widerstand und floh dann nordwärts. Die Verfolgung ist auch hier eingeleitet worden. Auf unserer Seite fielen ein Bur und ein Offizier (der Name ist im Telegramm verstümmelt); zwei Reiter wurden schwer und ein Bur leicht verwundet. — Um das Hereroland gründlich von kleinen zerstreuten Banden zu reinigen, hat Oberst von Deimling im Einverständnis mit dem Gouverneur für September und Oktober eine allgemeine Streife angeordnet. Ausland. Wien 3 Sepk Wie in parlamentarischen Kreisen der- lautet, wird da§ ö str - i chi! ch - Ab g - ° rdnet - n » au s Endc yrovember au fg Höft werden. Die Neuwahlen finden am 25. Sv I statt, sodaß das neue Abgeordnetenhaus bereits 9rnf$3ef6 = n ‘iWIMfc&f des G--°r-lfl°b-s Beck bei dem heutigen Manöver, von seiner Suite begleitet, einen Bach mit steiler Löschung überschreiten wollte, glitt fein Pferd aus und geriet von der seichten Uebecgangsstelle in das cnisoßende metertiefe Stauwasser, v. Beck mit sich ziehend, der bis zum Kops im Wasser versank. Nur durch das rasche Eingreifen seines Gefolges gelang es, den Generalstabschef vom User aus zu erreichen. Er bestieg sofort ein anderes Pferd und setzte ohne Unterbrechung die Leitung der Hebungen fort. Sofia, 3. Sept. Die Nachricht von der Absage der bulgarischen Manöver infolge eines Protestes der Pforte ist unrichtig, der Beginn der Manöver ist aber um eine Woche verschoben worden. London, 3. Sept. Die „Daily Mail" kommentiert den Besuch des englischen Kriegsmini st ers Haldane in Berlin. Sie spricht ihre Anerkennung über die Liebenswürdigkeit Kaiser Wilhelms ans, sagt aber, daß die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Englands durch den freundlichen Empfang des Ministers in keiner Weise verändert wurden. Während Deutschland seinem Gaste einen mehr als zuvorkommenden Empfang bereite, baue es lustig an seiner Flotte weiter und betreibe im Orient mit allen Mitteln eine Politik, die sich gegen England richte. Deutschland habe die Bagdad-Bahn gebaut, um Englands Politik in Kleinasien zu schädigen. An dieser Tatsache könnte auch die Höflichkeit nichts ändern, mit der Haldane jetzt in Berlin empfangen werde. Belfast, 3. Sept. Das Blatt „Belfast Telegraph" will von einem nationalistischen Abgeordneten erfahren haben, daß nach Wiederzusammentritt des Parlaments ein Gesetzentwurf betreffend die Einführung der Homerule in Irland eingebracht werden wird. Paris, 3. Sept. Im Feldlager von Fousseret erschoß sich ein Reservist des 59. Infanterieregiments namens Loubet, angeblich, weil der Stabsarzt sich geweigert hatte, ihn als krank zu erklären. Ws der Selbstmord bekannt wurde, veranstalteten die Soldaten des Regiments eine Kundgebung und sangen die Internationale. Einige Offiziere, welche die Leute beruhigen wollten, wurden mißhandelt. — Die aus 18 Mitgliedern bestehende ständige Abordnung des französischen Episkopats hielt gestern ihre erste Sitzung ab, um das Programm der morgen beginnenden Vollversammlung der französischen Bischöfe vorznbererten und besprach hierbei, wie mehrere Blätter wissen wollen, die durch die Enzyklika des Papstes und das Rundschreiben des Unterrichtsministers Briand geschaffene Lage. Heute finden noch zwei weitere Sitzungen der Bischofs- abordnung statt. — Der Bischof von Orleans veröffentlicht im „Gau- lois" eine längere juristisch-theologische Denkschrift über die Bedeutung der Enzyklika des Papstes, in der es u. a. heißt: Wir werden der uns durch die Enzyklika auferlegten heiligen Pflicht gehorchen. Man wird uns als Römlinge hinstellen. Wir werden das ruhig hinnehmen, denn wir wissen: Um Katholik zu sein, muß man sich dem Papste in Rom unterwerfen. Wir wissen aber auch, daß man sein Land nichtsdestoweniger mH ganzer Seele und aus vollem Herzen lieben soll. Der Befehl des Papstes scheint zu lauten: Weder Ausrührer noch Betrogene. Wir sind niemals Aufrührer gewesen, wir wollen aber auch nicht die Rolle von Betrogenen spielen. Madrid, 3. Sept. In Regierungskreisen heißt es, das spanisch-schw eizerisch e Ueb ereinko mmen sei tatsächlich unterzeichnet worden. Die von der auswärtigen Presse veröffentlichten Einzelheiten über das Übereinkommen feien jedoch vollkommen unrichtig. Die einzelnen Bestimmungen würden erst bekannt werden, wenn die Cortes und der Bundesrat gleichzeitig darüber beraten werden. — Meldungen ans Corunna berichten, daß die vom Militärproviantamt her gestellte Brotmenge nicht für die Bevölkerung ausreicht. In Santander ist die Sage noch immer gespannt, sie trägt jedoch teilten besonders ernsten Warakter. In Bilbao bessert sich die Situation fortwährend. Man vermutet, daß die Arbeit bald wieder ausgenommen wird. Konstantinopel, 3. Sept. Infolge der jüngsten Kriegserfahrungen beschloß auch die Türkei, die Kavallerie mit Maschinengewehren auszurüsten. Der in türkischen Diensten stehende französische Waffentechniker Berthier-Pascha ist zu Vorverhandlungen über die betreffende Bestellung gestern nach Frankreich abgereist, denn da die Streitfrage wegen der Oase Djanet als geregelt betrachtet wird, sollen eventuell französische staatliche Fabriken die Bestellung erhalten. Washington, 3. Sept. Bryans Eintreten für die Verstaatlichung der Eisenbahnen veranlaßte sehr erregte Erörterungen in der Presse. Republikaner wie Demokraten verkünden, 1131äjaoa uvP.UusqUv.rA «>uios ans usourhH siq jiuiöq as tzvq habe. Havanna, 3. Sept. Es gilt als sicher, daß man Versa che unternehmen wird, um auf dem Wege des Vergleiches den Abschluß des Friedens herbeizufuhcen. In gut unterrichteten Kreisen ist man der Meinung, daß dies der einzige Weg sei, auf dem man zur Beilegung der inneren Unruhen gelangen könne. Präsident Palma soll seine Haltung insoweit geändert haben, daß er jetzt gegen Unterhandlungen, die von privater; Seite unternommen werden, keinen Einspruch mehr erhebe. Eine Versammlung solle in dieser Woche ftattfinben behufs Erörterung des Planes eines Friedensschlusses. Peking, 3. Sept. Tuanfang, /ines der Mitglieder der nach Europa entsandten Studienkommifiion wurde zum Vize - könig von Nanking ernannt. Außland. Petersburg, 3. Sept. Hier waren Gerüchte im Umlauf, der Kurier d es Ministerrats sei von dem Kutscher der Droschke, in welcher er fuhr, angefallen und wichtiger Papiere beraubt worden. Dem gegenüber wird festgestellt, daß die Papiere unversehrt geblieben sind. Der Kutscher war erwiesenermaßen betrunken, zur Seite gefahren und eingeschlafen. — Den jüngsten Meldungen zufolge ist der Aufstand in Libau ernster, als die offiziellen Berichte glauben machen wollen. Die lettischen Revolutionäre eröffneten aus Häusern und Barrikaden ein regeZ Feuer auf Truppen und Polizei. Die Truppen gingen zu einer Attacke vor und nahmen mit dem Bajonett HauS um HauS. Auch zahlreiche Frauen kämpften auf den Barrikaden. Die Schlacht dauerte zwei Stunden und zahlreiche Tote bedeckten die Straßen. Die Ausständigen hofften auf die Unterstützung der Matrosen. Diese jedoch wie auch das Militär blieben durchweg treu. Die revolutionären Letten beschlossen die Ermordung. Bezirks Tschistopol griffen 200 betrunkene Bauern unter i « h1 des die Mitgliederzahl sich von 8537 auf 9043 Die Einnahmen betrugen einschließlich einer Bis die Kranke Stiftu ihr ei Minis orden Ex- ein mi lichen zum Schutze der Interessen der Mohamedaner ge- jd)affen werden folle, der das Recht besitzt, dem Kaiser direkt Vortrag zu halten. anwaltschaftlichen Ermittlungen, die in einem Ausschreiben gipfelten, haben bisher in keiner Weise Erfolg gehabt und es scheint, als ob tatsächlich ein Wandcrgeselle, der gleich nach der Tat ins benachbarte Bagern oder nach Preußen abging, der Mörder gewesen sei. Indessen kann man sich doch der Vermutung nicht verschließen, daß der Täter vielleicht unter | den männlichen Bekannten der Ermordeten zu suchen ist, die in Zellhausen und auch in Seligenstadt manchen Verehrer/ hatte. Das Mädchen war für sein Alter gut entwickelt und hübsch, mancher junge und alte Mann fand an ihm Gefallen. Neuerdings hat die Staatsanwaltschaft hcrausgesimden, daß zwischen dem Zellhausener Mord und der vor zwei Jahren erfolgten Ermordung der Telephonistin Haas bei Aschaffenburg gewisse Ähnlichkeiten bestehen. Sie hat deshalb von Aschaffenburg die Akten cingesordert, um genauere Vergleiche anzustcllen. Der Mörder der Haas ist bekanntlich noch nicht entdeckt, vielleicht hat er auch das Verbrechen bei Zellhausen auf dem Gewissen. h. Naunheim, 3. Sept. Der an der hiesigen Mainschleuse angestellte Schleusenwärter Schwärs ging gestern mit seiner Frau und seinem fünfjährigen Söhnchen, das er an der Hand führte, über den schmalen Steg der Schleuse Führung eines Priesters und eines Küsters 10 P o l i z i ft e n an, die in einer Herberge am Tische saßen. Die Polizisten gaben nach Erlaß einer Warnung Feuer, tüteten den Küster und "einen Bauern und verwundeten den Priester schwer. Die Bauern verübten dann verschiedene Brandstiftungen, bis sie schließlich auseinandergetrieben wurden. Siebzehn Personen wurden verhaftet. Jusowka, 3. Sept. Auf allen Gruben ist die Arbeit wieder ausgenommen worden. Tiflis, 3. Sept. Ueber die Bezirke Delow, Sig- nach und Tioneti der Provinz Tiflis ist der Kriegszustand verhängt worden. Vereins naff, Aus Siaöt uns Luns. Gießen, den 4. Sept. ** Personalien. S K. H. der Großherzog haben den Finanzaspiranten Adolf Treppinger in Gießen zum Verwalter bei der Gemeinschaftsverwaltung der medizinischen und der Frauenklinik der Landesuniversität ernannt und den !Bureauvorsteher bei der Ministerialabteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, Karl Hch. Petri, auf sein Nachsucheu unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste und unter Verleihung der Krone zum Ritterkreuz 2» Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen in den Ruhestand versetzt. Dr. Darmstädter den Profefforen-Titel. Letzterer wurde zum ordei/lichcn Ehrenmitglied des Instituts für experimentelle Thc^tpie ernannt. .Aschaffenburg, 3. Sept. In scheußlicher Weise hat/das Kindermädchen Wally Elter das ihm anvertraute 10/Wochen alte Kind der Sattlers-Eheleute Arnold in KIjiinheubach getötet. Es drückte ihm einen gebogenen D/rring in den Schlund, sodaß das arme Wesen erstickte. gegen Unser weiftet Nikolai Ohne geläufig ist, w Ter, Wrung seine dir Umstände Nikolo heigelnkn, son denZusainmens Aber als tr ro der Innungs Miftcr in Ss Wehen routbi Das jür den 31. «cht gut, ! weiter. ( ließ er sei bezüglich t Unterschrift mit der I verstcherü Miiffion gesetzte Pr versammlun * Un Innung da- Innung § Rohrbach bei Büdingen, 3. Sept. Das hiesige Pfarrhaus wird von Grund auf renoviert. Während dieser Zeit wohnt der Geistliche, Pfarrer Köhler, in Stockheim. bä. Darmstadt, 3. Sept. Der Zellhausener Mord ist noch immer nicht aufgeklärt. Die staats- For st wirte. Aus dem Geschäftsbericht sei i "» x Treis a. d. Lda., 3. Sept. Gestern wurde hier das jährliche Jugend fest verbunden mit dem Sedanfest in der üblichen Weise gefeiert. Vormittags fand ein Festgoltes- dienst statt; nachmittags führte ein Festzug, an dem sich die Lehrer mit ihren Schülern, der Orts-, Kirchen- und Schulvorstand, der Turn-, Krieger- und Gesangverein beteiligten, durch die Hauptstraßen unseres Dorfes nach dem unter hohen Bäumen schattig gelegenen Festplatz am Abhang des Toten- bergcs. Hier war für Sitzgelegenheit und gute Speisen und Getränke reichlich gesorgt. Nach der vom Ortsgeisllichen geholfen werden. Minister v. Studt sicht in der ein leuchtendes Beispiel von Bürgersinn und wünscht glückliches Gedeihen. Gleichzeitig überreichte der Frau Speyer im Namen des Kaisers den Wilhelms- Dr. Ehrlich erhielt den roten Adlerorden 3. Klasse, Dux.Z Die der Part arbeitet, zeitig tagen! Bergarbeiter^ abhängi;'n < tjerfammJmg Führer der ( räumte den t * Antwerpen, 3. Sept. Eine große Feuersbrunst zerstörte zwei Schuppen, die mit der hauptsächlich aus Baumwolle, Wolle und Holz bestehenden Ladung des englischen Dampfers „Corby-Castle" versehen waren, vollständig. Der Schaden wird auf 500 000 Franks geschätzt. Man hofft, im Laufe des Nachmittags des FeuerS Herr werden zu können. Für andere Schuppen oder Schiffe besteht keine Gefahr. * London, 3. Sept. In Barrow in Furneß ereignete sich auf dein im Bau befindlichen russischen Kriegsschiff „Rurik" eine Explosion. Vier Personen wurden getötet, acht verwundet. Die Explosion entstand dadurch, daß entzündliche Gase an eine Naphtastamme kamen. "Der Oberleutnant als Verteidiger. Eine niedliche Nedeblüte leistete sich in München ein Oberleutnant vom Jnfanterieleibregiment, der einen militärischen Dieb zu verteidigen hatte: „Meine Herren! Ich bitte das Geständnis des Angeklagten um so höher anzurechnen, als er dasselbe bereits abgelegt hat, lange bevor er in Ihre Klauen geraten war." * Ein Opfer d es H ex e n g la ub e n s. 'Aus Intschede in Hannover Wird berichtet: Das Kind eines Einwohners in der Nachbarschaft war Tnng'e krank und sollte, wie die törichten uni) unwissenden Leute glaubten, „behext" sein. Auf den Rat eines „weisen" Mannes wurde, um das Kind zu heilen und den Zauber der bösen Hexen zu brechen, dem armen Wesen ein lebender Regenwurm! eingegeben. Der Wurm blieb dem Kinde in der Kehle stecken und so mußte das unglückliche Opfer des d-nnkelsten Wahns elendiglicb an Erstickung" sterben. * Neue Eisenbahnunfälle. Tie Kroto- schrner Kleinbahn entgleiste am Sonntag zwischen Rodrazewo und Drzemesno. Die Lokomotive stürzte in einen Graben und zog die Waggons nach sich. Ein Passagier wurde getötet, eine 'Anzahl verwundet. — Ein vollbesetzter' Zug der Zahnradbahn auf den Schafberg bei Ischl entgleiste heim 'Aufstieg. Nur durch die Geistesgegenwart des Zugführers tomite größeres Unheil verhütet werden. — Ein heftiges Unwetter hat die staatliche Eisenbahnlinie ber Colvmba-Vecha (Algier) auf eine Länge von mehreren Kilometern zerstört. Ein Zug entgleiste, wobei zwei Personen getötet wurden. r > . * K leine Tageschronik. In Köln explodierte vor der Elsigsobrik von Kvnerts ein S p i r i t n s ke s s e l. Sieben in der Nähe spielende Kinder wurden schwer verletzt; fünf von ihnen liegen im Sterben. — In Neustadt a. d. H. wollte das Automobil des Filzfabrikantcn Hoffmann in Lambrecht auf der Straße nach Speyer einer Droschke ausweichen, stieß dabei jedoch gegen einen Grenzstein und zerschellte. Frau Hoffmann erlitt tödliche Schädelvevletzungen, ein Sohn ist leicht verletzt. — Bei Quesfant ist ein noch unbekannter Da m Vf er in dichtem Nebel auf Grund gelaufen. Mehrere Fahrzeuge sind zur Hülseleistung abgegangen. — In Dinkelsbühl brannte das Gasthaus zur „Goldenen Krone" vollständig ab. Die Inwohner konnten nur das nackte Leben retten. — Die Rettungs-Expedition, welche den feit IQ Tauen bei B o_r e u ■ seit 160; Jer Atm ^ederlat h Iler Pastoren. Eine Rotte metzelte bestialisch den hochgeehrten Propst Zimmermann mit seiner Familie nieder. Auch der Rappelsche Pastor wurde tätlich verwundet. Mehrere andere Pastorate wurden gebrandschatzt. Reval, 3. Sept. Die Schule mit deutscher Unter« richtssprache in Wyschgoloo, welche 14 Jahre geschloffen war, wird wieder eröffnet. Nichnij-Nowgorod, 3. Sept. Ein hier abgehaltener M oh am ed aner-Ko n g re ß sprach sich dafür aus, daß bei'dem Ministerium des Innern der Posten eines Geist- VermZschtes. Stralsund, 3. Sept. Ein 13jähriger Tertianer urde im Grcrniner Walde bei Puttbus auf Rügen, aus einer Schußwunde blutend, besinnnungslos aufgefunden. Er hatte sich mit einem Revolver eine Kugel in die Brust gejagt. Der jugendliche Lebensmüde wurde dem hiesigen Krankenhaus zugeführt, wo das Geschoß auf operativem Wege entfernt werden konnte, sodaß eine Lebensgefahr nicht mehr besteht. Der junge Lebensüberdrüssige soll ein Graf v. Schwerin und das Motiv der Tat „verschmähte Liebe" sein. * Interlaken, den 3. Sept. Ueber das Attentat im Hotel Jungfrau wird berichtet: Bei der Mörderin fand man die Zeitung „Tribüne Russe" mit dem Bilde Durnowos. Offenbar suchte die Mörderin nach diesem Bilde die Persönlichkeit des Ministers zu identisizieren. Da nunmehr festgestellt ist, daß Durnowo tatsächlich in Interlaken weilte und vom 19. August bis vor wenigen Tagen im Hotel Victoria, das an das Hotel Jungfrau anstößt, gewohnt hat, war die Mörderin heute noch fest überzeugt, Durnowo getötet zu haben. Nachdem ihr der wahre Sachverhalt dargelegt worden war, äußerte sie, cs tue ihr leid, einen Unschuldigen getötet zu haben, aber in so schrecklichen Zeiten, wie den gegenwärtigen komme es auf einen Menschen mehr oder weniger nicht an, jedenfalls habe sie ihre Pflicht getan. Weiteres war nicht aus ihr herauszubringen, auch konnten ihr richtiger Name und ihre Herkunft noch nicht ermittelt werden. Ihr Begleiter ist noch nicht gefunden. * Kopenhagen, 3. Sept. Ein heute vormittag hier eingetroffenes Telegramm aus •■Nome an derBeringstraße in Alaska meldet, daß dort das Schiff der norwegischen Polarexpedition „Gjoea" in Nome angekommen ist. Die Nordwestpassage ist durchgeführt. » of 5«°» «jf rfua von 0 Ad'5-- fid) d°s k war jol Sc-arg" S--^nßm lio ver w c-'^storft, 5ovenya Überlapcilt k:> der d vo-i'1848 fängnls. fei, wurdc^ Han-c Wien, Ahe derer iier unter। r; c a n ins Tonnen Tra! her neuen ( lischen Rhede Vcrleln im Stadtrat Lauteichlager rühmte namens der Stadt die Verdienste deS schehl'nden Gelehrten und bedauerte lebhaft, daß es nicht niögli^ gewesen sei, ihn länger an unsere Stadt zu fesseln. — Die /arie16-Vorstellungen im Schumann- wieder begonnen und üben ihre große Anzi^ungSkraft aus. Besonders ist eS die Saharet, di/ wieder das alte Interesse entfesselt. — Heute mittag wurde das Georg Speyer-Haus, eine Stiftung de^verstorbenen Georg Speyer und seiner Gattin Frau Franz/ka Speyer, eine Millionen-Stiftung für Chemie- Therapie, öffnet. Anwesend waren Minister v. Studt, Ministerialstektor v. Althoff und Regierungspräsident Schmidt. Dr. Darmhdter übergab namens der Frau Franziska Speyer die Stiftuß in Erinnerung an ihren Gatten der Stadt Frankfurt. Zuli Direktor wurde Geheimerat Dr. Ehrlich ernannt. Oberbürajrmeister Ad ickes übernahm seitens der Stadt die Georg eyer-Stiftung und dankte für die von Frau Speyer gestiftete/ Mittel zur Weiterführung derselben. In der Stiftungfsoll gleichzeitig die Wissenschaft gefördert und den o Da ■?? Meister Zungen wil will und ist die Nikolaus ji ^u'ahrung -yaben diese Riknlc, M so Preisen stz und Willen W uureeüe c gehaltenen Festrede, die mit einem Hoch auf das Vaterland schloß, entwickelte sich ein lebhaftes, festliches Treiben auf Warschau, 3. Sept. Gestern kam' in Zürnr-l^m großen Platze, wobei der Männergesangverein unter der dow gekegentlich des Begräbnisses eines vom Militär er- Lotung des Lehrers GÖdtel, der Kirchenchor unter der de§ schofsenen Arbeiters zu Ruhestörungen. Tas Militär Lehrers Eberle treffliche Proben ihrer Kunst abgaben. Die gab eine Salve ab, durch die 6 Personen getötet und un Schüler vergnügten sich durch allerlei Spiele und trugen gefäbr 20 verwundet wurden. dadurch, sowie durch ihre Gesangs- und Gedichtvorträge zur .'Odessa, 4. Sept., Mehrere Mitglieder der hiesigen allgemeine Unterhaltung bei. Auch unser junger Turnverein QtliTn: ei”;. 'vr^' Aoliger, die ^achter führte einige gut eingeübte Reigen und sonstige Turnübungen VÄÄ * ,7- W *n hie Sch-le- je eine B-ehel L versucht zu haben, die gegenwärtige Regierungssorm stürzen olkoholsreie Getränke nach Belieben. Gegen 7 Uhr war allzu helfen und Kundgebungen organisiert zu haben. Ten ll^wekner Uufbruch, man zog m der oben angegebenen Ord- Verhasteten droht nach Rechtsprechung des Militärgerichts nuil9 wieder zum Dorfe bis an die neue Schule, wo die die Todesstrafe. Festteilnehmer mit herzlichem Danke gegen unseren Orts- Kasan, 3. Sept. In dem Dorfe Mamykow des Vorstand, der die Anregung zu dem schönen Feste gegeben, SftnuWa onn ___co _ __________, I , • < . ' v 1 u J ' auseinander gingen. •• Lehrerpersonalien. Überträgen wurden dem Lehrer Adam Foßhag zu Ober-Hainbrunn eine Lehrerstelle vn der Gemeindeschule zu Königstädten, dem Schulverwalter Aug. Becker ans Holzhausen v. d. H. die Lebrerstelle an. . _ . ,. „r s Ler Gemeindeschule zu Wohnfeld, dem Schulverwalter Richard naä) hmuber, als das Kind ploZlich ausglstt und Wolf aus Jugenheim a. d. B. eine Lehrerstelle an ber ?uS £"ec Höhe von 12 Metern in den Main siel. Trotzdem Eem-ind-schul- zu der Schul°erw°lterin I°- dor Vut°r sofort uochspronq, konnte -r som Kind nicht k><-nn-- Jockel aus Weisenau eine Lehrerinnenstelle an der ""en und schwebte selbst m größter Lebens-ie.ahr. höheren Bürger-(Mädchen->Schule zu Alsfeld. ^tzt ist cs trotz Absuchen durch Schiffer nicht gelungen, ** /v. s rw, c I Leiche des Kindes zu finden. ^erbsteszekt"^cwvrk«n'^ilnd^unsere^jun^n^^^ieger^stnb , (Rheinhessen), 3. Durch die hinausgezogen aus dem ewigen Einerbei Kasernen- ^swn einer Petroleumlampe ist m unserer Gemeinde Hebens airf die unblutige Wahlstatt des Manövers, nur der großer Brand ent'tanden, der fünf Wohnhäuser sog. „Schwamm" bseibt zurück zur Bewachung der Kasernen, sämtlichen Nebengebäuden in Asche legte. (Frkf. Ztg.) Die 168er (1. Bat.) Butzbach verließen bereits am 24. August [] Biedenkopf, 3. Sept. In der Festhalle der land- ^§,re Garnison und begaben sich zum Truppenübungsplatz I wirtschaftlichen Ausstellung tagte heute mittag unter dem Wiih elm (Gießen)I Vorsitz des Landeshauptmanns Sartorius-Wiesbaden die rückte 27. August nach Griesheim. Am 23. August sand 85. Generalversammlung mrs den Mannschaften des Beurlaubten stand es die Zn- Qflltbä unb - - J sammanstellung öet 3. Bataillone der Regimenter 166 Kanau) und 168 (Bußbach-Offenbach) statt. Diese beiden cn™t)nt, daß iBatarblone würden seither mit dem neuen Gewehr Modell 981 °ecme?,rt . ... imb in dem neuen Exerzierreglement ausgebildet und sind Anzahlung für verkauftes VeremSgelande bei Hof Geisberg dieser Tage ins Manöver gerückt. Das 3. Bat. 168er ver- bei Wiesbaden 234645.35 Mk., die Ausgaben 214 096.12 Mk., ließ ant ntag früh Offenbach und marschierte in sechs- Kaffenbestand zusainnien 205 49.23 Mk. Insgesamt bring stündigem' Marsch über Langen nach Griesheim. So ist der Verkauf von Geisberger Gelände 473 020 Mk. ein. denn setzt die 49. Jüfanterie^8rigade (115er, 116er und 168er) IN. a. wurde dann der Antrag des Unterlahnkreises, den ein= m .^uppenilbungsplatz vereinigt und beginnt dort zelnen Bezirksvereinen für laufende Ausgaben 900 Mk. an- " »“ Bcihilscfür b-d-ststigc zu Ende ist. !Wm gestrigen Montag beschloß die 42. Inf- der ^andwlrsichaftvschule fallen zu lassen, abgelehnt. Brigade (80er, 81er, 166er) ihr Regimentsexerzieren in $cv fuc 1907 wurde dann auch auf 37 769.69 Mk. den Gemarlüngen Nieder-Ursel, Praunheim und Weiß-I festgesetzt. Zum Schluß hielt Privatdozent Dr. K le berge r- kirchen durch eine Besichtigung, die Exzellenz v. Eichhorn Gießen einen Vortrag über die Bedeutung der ©orten- abhielt. Seit Freitag hatte Böckenheiw Einquartierung. Die Prüfungen, sowie der mit ihnen in Verbindung stehenden 42. Brigade rückt Dienstag nach Mainz und dann nach Rhein- Saat-Änbanstellen und der Samenkontrollstation. Der Redner hef,en. Uür 9. bezw. 11. September beginnen die eigentlichen empfahl allen Landwirten, auf ihren eigenen Grundstücken bst u« ÄV Md^n^ÄuMsem"^ 'dN"ck b"6 i>en Brig-ademanövenr beginnen am 17. Sept, die Divisions- sich auf dem Nachbargrundstuck bewahre, für den -Manöver, die am 22. Sept, für dw hessische Division in CI9Cnen Cl9ne- In allen vorkommenden Fallen möge der Gegend Dicburg-Babenhausen-Reinheim enden. 'Sün mnn ^cht fleißig von der Samenkontrollstation in Gießen, gleichen Tage werden noch die Regimenter heim befördert, bie ja auch für den Kammerbezirk Wiesbaden zuständig sei, Die zur vierwöchigen Uebung eingezogenen Reservisten wer- Gebrauch machen. Im Anschluß an die Versammlung fand den am 19. Sept, entlafsen unb damit die 3. Bat. 166er und im Hotel ^Tannhäusers ein Festmahl statt, an dem über 168er wieder aufgelöst. Tie Reserve des Jahrgangs 1906 200 Herren teilnahmen E^?°p«Easseu. 15. Homburg u.d.H., 3. S-pt. Hi-r gmg das G-rücht, o Lrch, 3. Sept. Erneuten Wahlprotest daß sich in Bad Soden ein junger verdächtiger Russe haben dre Gegner des kürzlich gewählten Beigeordneten aufhalte. Die Polizei stellte darauf Recherchen an und es Seit er beim Provinzialausschuß eingelegt, nachdem der lenkte sich der Verdacht auf einen Studenten aus Rußland RreiZausschuß Reklamanten ~ bereits abgewiesen hat — namens Katznelson, der sich seit Mitte des Sommers in Bad Auch in dem nahen Münster wurde gegen die Wahl Soaen aufhielt. Der Russe wurde einem längeren Verhör des neuen Bürgermeisters Gontrum Einspruch am unterzogen und in Haft genommen. Die weitere Untersuchung 5xrci§amt erhoben. Die Erregung ist dort so hoch ge- ergab jedoch nicht Verdächtiges, worauf der Verhaftete wieder stiegen, daß dieser Tage eine Schlägerei entstand, die ein auf freien Fuß gesetzt wurde. gerichtliches Nachspiel haben wird. ve. Wiesbaden, 3. Sept. Heute nachmittag stürzte r. 4. c.lm' Sept. Das Großh. Tief- in einem Neubau der Rheinganerstraße eine eben vollendete bauamt hatte sich m einem Gesuch an die Stadt gewandt, Betondecke im dritten Stockwerk ein, durchschlug die Beton- oetresteno Herstellung eines Kanals von den Badehäusern decken in der zweiten und ersten Etage und verschüttete rc1 ~uknng§brunnen für die Abwässer des Bades, zwei Arbeiter. Die Feuerwehr zog den Arbeiter Karst In der Erwiderung wies die Stadt auf das gemeinsame schwer verletzt, den Arbeiter Tiel tot unter den Trümmern Xlarau£a$cn= unt Kanalisations-Projekt für hervor. Das Unglück soll durch zu frühzeitige Entfernung Heide Städte Friedberg und Bad-Nauheim der Verschalung entstanden sein. Gerichtliche Untersuchung hm und bemerkte, daß dessen Verwirklichung für die ist eingeleitet. ?r?^dad-Nauheim nur dann ausführbar sei, wenn der H. Frankfurt a. M., 3. Sept. Samstag'abend fand ^.^f^ - ^n Poften (415000 im Fürstenhof ein Abschiedsessen für Professor von SKarf) mindesten^, die Hastte trüge. Das Projekt ivird No orden statt, der an die Wiener Universität berufen ^nche Schwierigkeit stoßen. I wurde. 50 Personen nahmen an der Veranstaltung teil. Hunde-Bhot Nährmittel für t ME M ' "irrige-T-rii-n-r *6 mi|$üg(n, iung§(oa ausgesunden. ®c :e 7'gel m die Brust gejagt. c bem hefigen Krankendaus operotiüein Wege entfernt 'Gefahr nicht mehr besteht, ik ein Gras v. Schwerin hmähte Liebe' sein, ept. lieber das Attentat erichtct: Bei der Mörderin Russe' mit dem Bilde die Mörderin nach diesem isters zu identisizieren. Ta noiDO tatsächlich in Intel- ist bis vor wenigen Ägen Hotel Jungfrau anW, ge« heute noch fest überzeugt, chdem ihr der wahre Sachwerte sie, cs tue ihr leid, en, aber in so schrecklichen nme es auf einen Menschen fn((§ f)(bc fie ihre Wcht )r tytauSiubtingen, auch e berfnnft not) nidjt et» aoch nicht gefunirrn. Lin fyult namMtz chin me an der BerinAme in M i>er norwegischen in Nome angekommen ist. rchgefnhrt. Eine große Feuersbrunst der hauptsächlich aus Baum- nden Ladung des englischen ien waren, vollsiändig. cks geschätzt. Mn hofft, m cr§ Herr werden zu können, mc besteht keine Gefahr. . .„ssjschen Kriegsscy !I iMmd d-dxrch. d°ß mt lamme kamen. re Verteidiger. “ rin Obetteirtnout n Muucheu r#,s?*ss nglanbens- Kn- ichtrt- hgnf und sollte, endennnf§ w* s ,/we-sbN J ^fen Hexen Infälte- L,/A-n reifte w -m %e ^$^nWa9S iKn »Mschl ;f 3n »uskells'-smi voii in »Vj H:-4sAs UllCM < nScnimSe^t ,lt if '6en ifo Mteie die ■" ©Peiet M«. - >,»d ^,8' «1= Sn’Sli«nng |6'(i> "wtar.gf.'^W feilens r,f t bie °">F,A die '"'S betjelb,.,‘"Mr idn chast Qpti i ’ Ä der h"'et r^h'« »onSiJJ fi,6| 'n btt be§ Wisers den A tc roten Adlen»^ . ^'"Z- iitcl S n \Ne, Instituts 7 ”Ulbe ium ' c kxperuncntelle »* des Handel 3% Harpener Bergwerk. . . 215 0 । 3% Portugiesen III 120.20 Berliner Börse, 3. 3M7< s%7, 247.50 126,50 34.30 145.20 145.50 . 176.20 . 141.40 . 240.20 . 83.90 . 160.00 September. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. . Lanrabütte .... Lombarden E. B. . . Nordd. Lloyd .... Tiirkenlose .... Lanrabütte...... Nordd. Lloyd..... Oberschics. Eisen-Industrie Berliner Handelsges . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto-Kommandit. . . Dresdner Bank . . . Kreditaktien..... Baltimore- und Ohio- Eisenhahn . Gotthardbahn..... Lombard. Eisenbahn . . Oesterr. Staatsbahn . . . Prince-Henri-Eisenbahn . 99.70 100.25 95.15 103.40 70.15 70.60 86.00 94.10 96.10 146.20 54.80 89.75 69.10 97.80 Elektrir. Lahmeyer . Elektriz. Scbuckert . Eschweiler Bergwerk 245.00 131.25 132.5,0 172.50 141.60 240.25 175.00 185.90 160.10 212.20 Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: ruhig. 143.40 126.75 253 50 228.00 162 00 Vermissten Augsburger Lehrer Gsell cunudjen wollte, hat in einer Gletscherspalte eines dem Namen nach noch nicht bekannten Berliner Bankiers aufgefunden. Tie Leiche wurde zu Tal.gebracht. — Von einer Gesellschaft, die trotz der tropischen Hitze einen Ausflug von Berlin nachGrünau unternahm, wurden sieben Personen vom Ditzschlag betroffen. — Beim Wildern wurden ■früh im Donnermarckschen Walde bei Nadzionkau zwei Wilderer von zwei Förstern überrascht. Im Handgemenge, bei dem ein Wilderer mit einem Knüppel um sich schlug, entlud fid; das Gewehr eines Forstgehilsen und traf einen der Wilderer. Er war sofort tot. — Bei den Manöver Übungen in der Saargegend überritt Kavallerie beim Durchbrechen einer S- ■ tzenlinie drei Soldaten, von denen einer schwer, zwei erheb- l'f > verletzt wurden. — Das zweijährige Söhnchen des Grafen B . storff, des Militärattachees der deutschen Gesandtschaft zu Kopenhagen, stürzte, als cs'sich einen Augenblick allein überlassen war, aus dem Fenster und starb kurze Zeit darnach. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 5. September: Veränderliche Winde, vorwiegend heiter, trocken; Temperatur nicht erheblich geändert. . 215.20 . 244.00 . 34,10 . 130.90 . 145.70 Handel unb Verkehr, Volkswirtschaft Wien, 3. Sept. Die Anglo-Oestreichische Bank ruft eine suhederei-Aktiengesellschaft für den Verkehr zwischen der unterenDonauund den Häfen am atlantischen Ozean ins Leben, welche vorläufig sechs Dampfer mit 35 000 Tonnen Tragfähigkeit in Dienst stellen soll. Ter Generaldirektor der neuen Gesellschaft wird der bisherige Direktor einer englischen Rhederei, Eugen Pollassek, fein. Die Gesellschaft wird den Verkehr im Anfänge des Jahres 1907 aufnehmen. TeSefomsc^e Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen. Arbeiterbewegung. Dux, 3. Sept. In einer gestrigen Versammlung beschlossen die der Partei' der unabhängigen Sozialisten angehörigen Bergarbeiter, sofort in den Ausstand zu treten. Die gleichzeitig tagende Delegierten-Versammlung der sozialdemokratischen ^Bergarbeiter sprach sich gegen einen Ausstand aus. Die unabhängigen Sozialisten drangen in den Saal der Delegierten-- Versammlung ein, wodurch ein Tumult entstand. Einige Führer der Sozialdemokraten wurden verletzt. Die Gendarmerie räumte den Saal. Gerichtssaal. Flensburg, 3. Sept. Die hiesige Straskammer verurteilte fcc; aedakteur Simonsen von dem dänischen Blatte Flens- ?t' der die Offiziere der früheren schleswig-holsteinischen Armee vo i 1848 bis 1852 meineidig nannte, zu 9 Monaten Gefängnis. Der Antrag auf sofortige Verhaftung des Verurteilten wurde abgelehnt. Kassierer und raubten 7000 Rubel, die zur Löhnung bestimmt waren. — In SoSnow ice streiken die Angestellten der Monopolläden. Paris, 4. Sept. Der Chicagoer Bankdirektor StcnS- land, der nach Defraudation von 21/, Millionen Dollars geflohen war, wurde in Tanger verhaftet. Sofia, 3. Sept. Die Zeitungen verbreiten das Ge- rücht von der Demission des Kabinetts, aber gut un- terrichtete Kreise mesien dem Gerüchte fein en ©tauben bei. Berlin, 3. Sept. Eine Massen-Protest-Kund- g e b u n g gegen die Nürnberger Vorgänge veranstalteten die Berliner Metallarbeiter am gestrigen Sonntag in 5 stark- besuchten Versammlungen. In allen Versammlungen gelangte einstimmig solgende Resolution zur Annahme: Die versammelten Berliner Metallarbeiter nehmen mit Entrüstung Kenntnis von der Ermordung ihres Berufskollegen Fleischmann und den sich anschließenden blutigen Nürnberger Schlachttagen. Sie erblicken in diesen Vorgängen Erscheinungen, welche den Geist des Zuchthausgesetzes grell widerspiegeln. Wien, 3. Sept. Hier sind sämtliche Böttchergehilfen sowie die Kutscher der internationalen Transport- Gesellschaft wegen wirtschaftlichen Forderungen in den Ausstand getreten. OrrgirrnL-DrLrhtmeldungen. Berlin, 4. Sept. Das „Berl. Tagebl." meldet, die Verhandlungen mit dem Direktor Bernhard Dernburg seien bereits abgeschlossen. Dernburg sei zum selbstständigen Leiter der Kolonialabteilung mit dem Charakter als Wirkl. Geheimer Rat mit dem Prädikate „Exzellenz" ernannt und werde zunächst, bevor er seinen Posten antrete, einen Urlaub nehmen. Würzburg, 4. Sept. Gestern fand man im Straßengraben ermordet die 21jährige Dienstmagd Anna Gaß- Kaetzgau, die bei dem Oekonomen Lutz unter Theres bedienstet war. Der Mörder brachte seinem Opfer nach heftigem Kampfe und Vergewaltigung Stiche in Hals, Brust und Unterleib bei. Der Mörder ist flüchtig. Straßburg i. Els., 4. Sept. Der Unteroffizier Stahl von der 4. Kompanie des Ftlßartillerieregiments Nr. 14 wurde unter dem Verdacht des Landesverrats verhaftet. Er soll in Beziehungen zu einem französischen Offizier in Epinal stehen, dem er zahlreiche Zeichnungen und Pläne der Feste Kaiser Wilhelm in Mutzig ausgeliefert haben soll. Kattowitz, 4. Sept. In Zombkowice überfielen fünf Personen im Kontor der Elektrizitätsgesellschaft den 4%°/0 russ.Staatsanl. 1905 4 >2°'n japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose...... 4% Griech. Monopol-Anl. äussere Argentinier . 3°/0 Mexikaner . . . . 4J4°/o Chinesen . . . . Aktien: Bochum Guss..... Buderus E. W . . . Tendenz: schwächer. Gelsenkirchen Bergwerk . 97.301 Hamburg - Amerik. Paketf. 4Oesterr. Goldrente. . 4*/5?< Oesterr. Silberrente 4 °o Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . . 3?(? Portugiesen Serie I . Ftrnsikfarfer Börse. Z. September, 1.15 Uhr. Reichsanleihe . . 98.80' do. . . 87.25 Konsols .... 98.85 do. . < . . 87 30 Ressen . . Oberhessen seit 1601 medizinisch bekannte alkal. Quelle ersten Ranges. Heilkräftig bei Erkrankungen der Atmungs-, Verdauung»-, und Harnorgane, bei Gicht, Zuckerkrankheit, Asthma. Niederlagen in allen Apotheken und Mineralwasserhandlungen des In- und Auslandes. Farbach & Strieboll, Versand der Herzoglichen Mineralwasser, Bad Salzbrnnn i. Schl. Schweinefleisch 50 Pfg. l$41» 10 Mark bestraft werden. Gießen, den 1. September 1906. Gwßherzvglichc Bürgermeisterei GieAn. Errrfchmann. HflMwoch, de» 5. September d. SjU uachm. 2 Uhr 196462 werden im Bieker'schen <5°Qle versteigert: Möbel aller Urten, eine Mangel, 1 Fahrrad, 30 Mtr. Gartenschlauch, Gas-, Waffer-, Bierfaß- und Zapfhähne u. a. nx. Geißler, Gerichtsvollzieher. Bekanntmachung. Das Polizeireglement vom 24. Februar 1882, wonach die Sorten- und Feldbesitzer an den ihren Grundbesitz an öffentlichen Fahr- oder Fußwegen einsricdigendcn Hecken im Laufe des Monats September die neuen Sprößlinge wiederholt zu beschneiden oder zurück zu binden haben, wird mit dem Anfügen wiederholt zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Zuwiderhandlungen auf Grund des Artikel 43 des Feldstrafgesetzes mit Geldstrafe von 1 bis Erklärung gegen den Weißbinvermeifter Nikolaus. Unsere Erklärung in Nr. 203 des Gießener Anzeigers veranlaßte Herrn Weißbindermeister Nikolaus zu einer Gegenerklärung in Nr. 205 dieser Zeitung. Ohne auf den Ton dieser Erklärung einzugehen, denn Jeder gibt sich, wie es ihm geläufig ist, wollen wir in tatsächlicher Hinsicht folgendes klarstellen: Der „Wahrheit die Ehre geschenkt" hätte Nikolaus, wenn er nicht nur die Erklärung feines Austritts aus der Innung vom 4. Mai er. erwähnt hätte, sondern auch die Umstände, unter denen diese Austrittscrklärung geschah. Nikolaus war seiner Zeit bei Gründung der Innung nicht „gekeilt" zu dieser beigetreten, sondern xvar gerade einer derjenigen, die unverhohlen mit voller Begeisterung den Zusammenschluß der Weißbinder zur Bekämpfung des Submissionswesens begrüßten. Aber als er wegen einer schon in Nummer 203 dieser Zeftung dargelegten Hintergehung bev Innung (in Submissionsangelegenheiten der höheren Töchterschule) von einem Innungs- Meister in öffentlicher Versammlung und in seiner Gegenwart des Wortbrnchs igeziehen mürbe, und ihm gleich dabei nahegetegt wurde, doch den Weg der Jnjurienklage -zu betreten, falls er sich in seinem Recht fühle, teilte Nikolaus der Innung seinen Austritt mit, ohne jedoch klagend vorzugehen. Daß dies nach § 21 des Jnmmgsstatuts, der den Austritt aus der Innung nur für den 31. Dezember jeden Kalenderjahres zuläßt, nicht angängig war, wußte auch Nikolaus recht gut, denn er bezahlte unbeirrt seine monatlichen Beiträge zur Innung weiter. Er hielt auch seinen Verkehr mit der Innung aufrecht, denn noch am 18. August ließ er seinen Vertreter einer Jnnnngsversammlung beiwohnen, in der die Offerten bezüglich der Arbeiten an den neuen Kliniken und der Bibliothek durchberaten und zur Unterschrift den einzelnen eingebenden Meistern vorgelegt wurden. Nikolaus reichte auch mit der Innung für die Arbeiten an den neuen Kliniken ein» Auf die Bibliothekarbeitcn versicherte er ehr?nwörtlich, nicht zu reflektieren. Trotzdem nahm Nikolaus an der Submission der Slrbeitcn der Bibliothek durch eigene Eingabe teil, worin er niedriger gesetzte Preise offerierte, als die ihm durch die Teilnahme seines Vertreters an der Jnnungs- versammlung vom 18. August bekannten Angebote. Und diese Manipulationen erfolgten, nachdem er direkt vorher dem Obermeister der Innung das ganz bestimmte Versprechen abgegeben hatte, er wolle jetzt die Bestrebungen der Innung unterstützen, denn er hätte bei seinen billigen Preisen mchts verdient und nur für die Gesellen und Geschäftsleute gearbeitet, ohne daß ihm selbst Etwas übrig geblieben wäre. Damit hatte Nikolaus übrigens feine Arbeitsmethode selbst am Besten charakterisiert. Der Meister, der, wie e5 recht und billig ist, in seinem arbeitsreichen Leben es 511 Etwas bringen will, kann nicht derart arbeiten, daß ihm nach Schlixß der Abrechnung Nichts bleibt, er will und muß verdienen, damit er seinem Geschäft eine sichere Existenz begründen kann. Das ist die Erfahrung eines jeden Gewerbetreibenden jeglicher Art. Freilich scheint Letztere Nikolaus zu fehlen, da er ja nicht von Jugend aus als Weißbinder tätig war, seine Erfahrung in diesem Gewerbe daher wohl eine nicht allzu „reiche" ist. Von diesen reellen Grundsätzen gehen auch die Meister der Innung au§, und sie haben diese auch stets bei ihren Eingaben in der Tat hoch gehalten. Wenn nun in den von Nikolaus angeführten drei Fällen einzelne Meister unter die festgesetzten Jnnungspreise gingen, so geschah dies, um einmal Nikolaxxs, der trotz Innung zu nicht mehr annehmbaren Preisen ständig weiter submittierte, griindlich auszxxschalten. Es war dies auch mit Wiffen und Willen deS Jnnungsvorstandes geschehen. Wir hoffen, daß hierdurch jetzt endgültig daS Publikum über die Person und das mrreelte GeschäftSgebahren des Nikolaus genügend aufgeklärt ist. Gießen, den 3. September 1906. 5304 Die Maler- und Weitzbinder-Jnnung. Erd- und sonstige 9(vbeiten Goldene und silberne Medaille St. Louis. 154 446 sollen ans dem Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Die Verdingungsxrnterlagell liegen auf dem Bureau der unterfertigten Behörde, Frankfurter Straße 29, während der Dienststunden zxxr Einsicht offen. Angebote haben in Prozenten des Voranschlags zu erfolgen, sind verschloffeix mit entsprechender Aufschrift versehen nnd Tie Arbeiten und Lieferung der Materialien zur Erbauung eines Stellwerksgebäudes auf Bahnhof Hungen in Oberhessen sollen vergeben xverden. Verdingungsunterlagen sind bei der unter* zeichneten Inspektion einzusehen und föitnen auch gegen postfreie Einsendung von 1,00 Mk. in bar bezogen werden. Eröffnung der mit entsprechender Aufschrift versehenen mxd vorher einzllsendenden Angebote erfolgt am Sonnabend, den 15. September d. Js., Dormittagd 11 Uhr im Bureau der unterzeichneten Inspektion. Zlxschlagsfrist 14 Tage. Vollendungsfrist 10 Wochen nach Aufforderung. B4/9 Gießen, den 3. Sevtember 1906. Großherzogliche Ersenbahn-Betriebsinspektiorr 2. postfrei bis längstens Montag, den 10. Septembcr, vormittags 11 Uhr bei uns einzureichen. Die Eröffnung der Angebote findet zur angegebenen Zeit auf unserem Bureau in Gegenwart etwa erschienener Bieter statt. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, am 1. September 1906. Grotzherzogliche Knlturinspektion Gießen. I. V.: Wallek. Verdingung. Die zur Erbauung eines Wehres an der Gänsxnühle zu Wieseck ersorderlicheix Arbeiten und Lieferungen, und zwar: Betonarbeiten........veranschlagt zu 300 Mk. Liefern und Einraminen einer Spundwand Schulwandkarten. m «oet veltedtgen S(öujiü!i Uttd Norton» EFB 6bTT(OfTlSil lortc, sowie mit oirtcln aller fiubtrrtift^tt* v Vereinigungen, liefert zu möhigen preisen BrLtzl'sche Unwerßtäts-Vruckerei, Schulstratze 7 Bekanntmachung. Behufs Vornahme von Kabelarbeiten ist das Kabel in der Bahnhofstraße, von Westanlage bis Aiarktstraße, anx 5. September vormittags ansgeschaltet und die Stroinlieferung unterbrochen, was tvir hiermit den anliegenden Konsumenten zur Kenntnis bringen. Gießen, den 4. September 1906. Städtisches Elektrizitäts-Werk Gießen. Axifgezogen auf Leinwand mit Stäben Mk. 20.—. (In derselben Ausführung sind die Wandkarten der beiden Halbkugeln in Bearbeitung.) o 3. Auflage. Axifgezogen auf Lein- NO. Oe M&ödSöIlB wand mit Stäben Mk. 20.—. im a4/g Wamser’s Handkarte von Dentsehland fllr Schüler. Massstab 1 : 500000. 30 X 33 cm. Preis 20 Pfg. Auf Pappe (einmal gebrochen) 35 Pfg. Auf Leinwand und Karton (Buchformat) 45 Pfg. Wamser’s Handkarte von Hessen für Schüler. Massstab 1:500000. 30X33 cm. Preis 20 Pfg. Auf Pappe (einmal gebrochen) 85 Pfg. Auf Leinwand und Karton (Buchformat) 45 Pfg. Professor Alfred Kirchboff-Leipzig hat in einer ausführlichen, sachlich begründeten Kritik der Schul Wandkarte von Deutschland eine glänzende Empfehlung ausgestellt. Professor Dr. Willi Ule-Halle schreibt u. a. in einer längeren, ausserordentlich lobenden Kritik: -Die Schul Wandkarte von Deutschland habe ich eingehend geprüft: man darf Herrn Professor Wämser zu dieser Arbeit aufrichtig beglückwünschen.“ Seminar-Oberlehrer G. Partheil-DesF.au schreibt am Schluss einer längeren, sehr günstigen Besprechung: .Die ganze Ausstattung ist eine vornehme, die Ausführung eine solide, sodass ich die Anschaffung dieser vorzüglichen Wandkarte angel egentlichst empfehlen kann. Im Interesse der Schule wünsche ich ihr eine weite Verbreitung.“ Ausführliche Prospekte gratis und franko. Emil ROtlljVerlagsbacbhaudl., Gi©SSöH. Professor Wamsers Schulwandkarten von In Höhenschichten und No. 1. HJvlliSClllciSlde Reliefmanier. 1:750000. ....... 190 x210 cm. Aufgezogen auf Leinwand mit Stäben Mk. 20.—. Massstab 1:250 000. Format NO. «2. JjJMl UpSl« 226X204 cm. InHöhenschichten- t. ... . ■ n...... । Darstellung und Reliefmanier. — Hem am 12. d. 13. S* 1966. Gothaer eU-Lotterle 3338 Gewinne u. 1 Prfimie Hk. °48000 Grösster Gewinn Im glUcklkhsten Falle: -25000 I Prämie:15000 5; 10000 Lose ä 1—M., 11 Lose 10—, Porto u. 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