HanS Be Er wurde von Recht mit so unerfreulichen Vorgängen tote dem vor- Xi Son ♦n __r.____T. . . C w Erstes Blatt Mummer . US.lv ' 34.30 156. Jahrgang - Die Gärung in Rußland. In dieser Woche hat Stolypin ernstlich versucht, durch Heranziehung bekannter Nichtbureaukratcn in seinem Kabinett seine Stellung in den Augen Rußlands und der ganzen Welt zu befestigen. Einer halbbureaukratischen, halb nicht» bureaukratischen Regierung würde es — meint Stolypin — vielleicht gelingen, das Volk genügend zu beruhigen, um mit Hilfe verschiedener Reformen Ordnung und Ruhe zu schaffen. Der Minister-Präsident verhandelte mit verschiedenen Mitgliedern der Partei der friedlichen Erneuerung (früher Oktoberverband). Wir meldeten bereits, daß Fürst Lwoff den Posten des Landwirtschastsministers, Graf Heyden den des Reichs- Kontrolleurs und Gutschkow den des Handels- und Industrie- Ministers bekleiden sollten. Jetzt aber sind die Verhandlungen über den Eintritt von Nichtbureaukraten in das Kabinett ins Stocken geraten, Graf von Heyden ist au seinen Landsitz ab gereist und außer ihm hat auch der Senator Koni den ihm angebotenen Ministerposten abgelehnt. Die Lage des KabinetSchefs ist nun kritisch. Stolypin soll seinen Mißmut darüber ausgedrückt haben, daß die Herren allerlei Gründe angaben, welche sie an ihrer Beteiligung an. der Kabinetsbildung verhindern. Der Kabinets- chef soll ferner geäußert haben, wenn e§ nicht anders gehe, werde er das Kabinett durch Bureaukraten vervollständigen. Inzwischen vertieft sich die revolutionäre Bewegung. Das Wiborgmanifest wird in hunderttausenden von Exemplaren verbreitet und erweckt allgemeines Aufsehen. Der Minister des Innern erließ zwar eine Verordnung, wonach alle Druckereibesitzer sich schriftlich verpflichten müssen, kein Exemplar des Aufrufes zu drucken, da sonst die Druckereien unvermeidlich geschlossen würden. Aber auch das wird wenig nützen. Von ernstester Bedeutung ist die Bewegung in der Armee, die die Sozialrevolutionäre mit allen Mitteln nun auch in Petersburg fördern wollen. Die militärische Bewachung der Straßen und der öffentlichen Gebäude dort, darunter der Post- und Telegraphenämter, ist erheblich ver- tärkt worden. Seit Donnerstag abend wird die Newa in )er Nacht von einem auf der baltischen Werft liegenden Kreuzer aus durch Scheinwerfer beleuchtet. Die Kriegsschiffe md Jachten erhielten den Befehl, sich in voller Kampfbereit- chaft zu halten. Der von dem Streikkomitee beschlossene Generalstreik scheint sich im Gegensatz zu den starken Zweifeln, die bisher darüber geäußert wurden, doch zu verwirklichen. Ec soll bei Gelegenheit der Ueberführung der Leiche des früheren Dumaabg. Herzen st ein nach dem Nikolaibahnhof beginnen. Die Bevölkerung ist erregt über die standrechtliche Erschießung einiger Meuterer in Kronstadt. Den Verkehr auf den Hauptbahnen hofft man mit Militär aufrecht 311 erhalten. Im Arbeiterviertel am Nordufer der Newa haben Arbeiter Unruhen bereits begonnen. Militär und Polizei wurden in großer Zahl dorthin entsandt. In Narva und den Vorstädten soll, wie es heißt, schon heftig zwischen Truppen und den Ausständigen gekämpft werden. Die Zahl der letzteren beläuft sich auf 15 000. Die Ausständigen erhalten ständig aii§ den Fabriken und namentlich von Tramwaybeamten Verstärkungen. In Kronstadt fist augenblicklich die Ruhe wieder her- gestellt. Während der Meuterei wurden furchtbare Grausamkeiten verübt. Unter den durch rot-weiße Armbinden gekennzeichneten Anführern des Aufstandes bemerkte man auch weibliche Personen. Der Kapitän Krinitzky, der zur Ruhe aufforderte, sollte auf der Straße von den Revolutionären hingerichtet iverden und wurde noch iin letzten Moment gerettet. Der Revolte lag em sehr gut ausgearbelteter Plan Deutsches Reich. Swinemünde, 3. Aug. Der Kaiser und bie Kaiserin unternahmen heute eine längere Segelfahrt an Bord der Iduna. Berlin, 3. Aug. Wie die ,9L®.(£.4 aus guter Quelle hört, ist seit dem letzten Zusammentreffen des Kaisers mit dem Herzog von Cumberland bei der Trauerfeier für den König von Dänemark der Gegensatz zwischen den beiden noch schärfer geworden und zwar lediglich durch das schroffe Benehmen deS letzteren. Der Kaiser hatte dem Herzog einen ersten Besuch gemacht, indem er einem in dem gleichen Palais wie der Herzog wohnenden Verwandten seine Aufwartung machte, wobei dann der Herzog erschien, aber kaum ein Wort sprach. Um den Gegenbesuch hat sich der Herzog dann aber in der Weise herumgedrückt, daß er einem Hoflakaien seine Karte für den Kaiser in einem Momente gab, wo dieser sich nicht in seinem Zimmer aufhielt, was der Herzog gewußt haben soll. Der Kaiser, sagt man, werde es wohl in Zukunft vermeiden, dem Herzog irgendwo wieder zu begegnen. — Der .Reichsanz." veröffentlicht die Verleihung deS Schwarzen Adlerordens an den bisherigen Chef des Marinekabinetts Admiral Senden-Bibran. — Der Herzog von Sachsen-Koburg und Gotha hat aus Anlaß der Geburt des Erbprinzen eine Amnestie erlassen, durch welche alle Strafen wegen Majestäts- oerbrechen, Vergehen gegen die Staatsgewalt, Vergehen der Kaiser in solchen Sachen keinen Spaß verträgt, ist man in gewissen Kreisen der Meinung, daß der Minister sich nun doch wird entschließen müssen, — vielleicht erst Herbst — sein Portefeuille in die Hände des Königs zurückzulegen. Der Fall Fischer wird auch von neuem die öffentliche Aufmerksamkeit auf den Wirkl. Geh. Legationsrat a. D. Hellwig lenken, der vor einigen Monaten in den Ruhestand getreten ist. Geheimrat Hellwig dürfte zweifellos, so behauptet wenigstens einer unserer Berliner Mitarbeiter, von Unregelmäßigkeiten in der Geschäftsführung des Bekleidungsamtes beim Oberkommando der Schutztruppen Kenntnis gehabt haben. Es hat seinerzeit einiges Aufsehen erregt — und jst auch in den Kommissionsverhandlungen des Reichstages zur Sprache gekommen, daß Geheimrat Hellwig sofort nach seiner Verabschiedung in den Aufsichtsrat der Eisenbahn-Bau- firm a L e n z eintrat (die u. a. den B h n b a u L ü d e r i tz- bucht Kubub ausführt) und jetzt als der chancenreichste Kandidat für den Berliner Direktorposten der neuen Kamerunbahn gilt. Geheimrat Hellwig hat übrigens sein frühes Ausscheiden aus dem aktiven Reichsdienst damit erklärt, daß sein Verhalten als Staatsanwalt in der Peters- Angelegenheit ihm neuerdings den Vorwurf der persönlichen Animosität und übertriebenen Schärfe eingetragen habe. Tatsache ist, daß Geheimrat Hellwig noch unlängst, d. h. vor etwa drei Jahren, erklärt hat, er würde „eher seinen Abschied nehmen, als Dr. Karl Peters wieder als Reichskommissar und gleichberechtigten Kollegen begrüßen." . MxW* 211.3- Ber^erk- ' 'M Lsnrab6, eß. ' M"::' Türken1086 Tur»- ‘ix’ i> , 140'0- Kerr v. Hippclskirch. Die gestrigen Berliner Mendblätter veröffentlichen eine Erklärung des Herrn v. Dippelskirch, des geschäfts- sührenden Inhabers der Firma Tippelskirch u. Cv., in der im Gegensatz zu den Gerüchten, die Firma habe dem Vorstande des Bekleidungsamtes bei der Kolonialverwaltung, Major Fischer, jahrelang Darlehen gegeben, deren unbeglichene Höhe derzeit etwa 100 000 Mark betrage, festgestellt wird, daß die Firma dem Major Fischer niemals Darlehen gegeben, auch niemals Geldzuwendungen in irgend welcher Form gemacht habe. Vor etwa sieben Jahren, so fährt Herr v. T. fort, war der damalige Hauptmann Fischer unverschuldet in eine schwierige wirtschaftliche Lage geraten, weil seine kranke, später entmündigte Frau, hinter seinem Rücken Schulden in hohen Beträgen kontrahiert hatte. Der unterzeichnete Mitinhaber der Firma v. Tippelskirch, der mit Fischer als Aftikaner seit Jahren 6efreunbet war, trat damals mit Freunden des Fischer zusammen, um zu erwägen, was zu geschehen habe, um eine Katastrophe abzuwenden. Das Ergebnis der Beratung war, daß ein alter angesehener Afrikaner, der mit Fischer in der Wiß- mann-Truppe gestanden hatte, 3000 Mark und der Unterzeichnete 2000 Mark zur Verfügung stellte, dabei aber vorgab, das Geld habe ein anderer dergegeben. Jeder Hintergedanke, so heißt es dann weiter, ser ausgeschlossen gewesen, ebenso bei einem Darlehen von 2000 Mark, das er Fischer einige Jahre später gab. Ferner erklärt v. Tippelskirch gegenüber der Behauptung, infolge der finanziellen Abhängigkeit Fischers von der Firma habe dieser der Firma das Lieferungsmonopol für die Tropenausrüstungen für die Schutztruppen zugewendet, wodurch der Firma ungebührlich hohe Gewinne und dem Reiche Schaden erwachsen sei, die Lieferungsverträge seien mit der Leitung der Kolonialverwaltung geschlossen worden. Die Bedingungen seien jedesmal das Ergebnis sehr genauer Prüfungen und Kalkulationen gewesen, wobei unparteiische Korporationen mit- wirkten. Wesentlich anders als diese Darstellung des Herrn v. Tippelskirch lautet die Mitteilung, welche der „B. Z." von gut informierter Stelle zugeht. Vor allem fällt es jener Stelle auf, daß Herr v. Tippelskirch sich zu feiner Erklärung so unendlich viel Zeit gelassen hat. Bei der Vernehmung haben die Herren v. Tippelskirch und die Teilhaber der Firma anfangs glattweg bestritten, daß dem Major Fischer von ihnen überhaupt Darlehen gewährt worden sind. Erst nach und nach, als ihnen die einzelnen Fälle vorgehalten wurden, gaben sie es schließlich zu. Der in dem Schreiben genannte Afrikaner, welcher angeblich an den dem Major Fischer gewährten Privatzuwendungen beteiligt gewesen ist, ist ebenfalls ein Teilhaber der Firma Dippelskirch. Auch die vielen anderen Herren, die zugegebenermaßen dem Major Fischer mit mehr oder minder größeren Beträgen unter die Arme gegriffen haben, waren ausnahmslos Teilhaber der Firma Tippelskirch. Am auffallendsten ist die Tatsache, daß die größte Darlehns summe, die Major Fischer jemals von seinen Freunden erhalten hat, gerade in das Jahr 1899 fällt, in welchem die Verträge mit der Firma Tippelskirch erneuert worden sind. So weit die B. Z. Der „alte angesehene Afrikaner" war wohl der bei der Firma Dippelskirch beteiligte Legationsrat Dr. Bu- miller. Herr v. Tippelskirch beruft sich darauf, die .Verträge seien mit der Leitung der KolonialverwaLung geschlossen; es fiel jedoch das Gutachten des Majors Fischer entscheidend ins Gewicht. Warum ist nun trotz der .Versicherungen des Herrn v. Tippelskirch Fischer unter dem schweren Verdacht, Bestechungen empfangen zu haben, verhaftet tvorden? Und warum ist die Haft bis heute aufrechterhalten? Wenn weiter nichts vorlag gegen den Major Fischer, als das, was Herr v. Tippelskirch berichtet, so würde eine solche Maßregel nicht verständlich erscheinen. Die Behörde, welche L Jlnterf ud)ung führt, muß doch wohl die Sachlage als nicht so einfach und harmlos ansehen. BeMhtung verdient auch, was der Vorwärts schreibt: Jcao) uns gewordenen Informationen bezog Fischer ohne Remuneratwnen und Extravergütungen ein. Einkommen von 8000 Amck und nach seinem vor zwei Jahren erfolgten Avancement zum MZor 10 000 Mk. Diese festen Bezüge von 8 resp. 10000 Mk. erhöhten sich noch durch öftere Jnspettionsreiseu nach Hamburg, für deren ie^ er extra 150 bis 200 Mark liquidierte, sowie Reisen nach Kapstadt und Swakopmund (zum Zwecke der Ab- Wf. ledesmal extta 4000 Mark Entschädigung erfnelt. ^tnenb Major Fischer sich bei seinen Beziehungen zur Firma Tippelskirch lange sehr gut stand, bekam einem I 1 aVVn, ein ähnlicher Versuch, seine Geschäftsverbindung zu Tippelskirch auszunuhen, sehr schlecht. . . . Dieser ZaUmeyter-Aspirant, der sich in einer momentanen Notlage befand, hat sich von dem Kassierer der Firma Tippelskirch uuter Berusung auf eine angebliche Verständigung mit dem Chef der Frrma 200 Mark Darlehen auszahlen lassen. Diese Ge- bcfdSfLber- 5"irma Qn bie Oeffentlich- kert, Der bloßgestellte Darlehnsbedürstige beging in seiner Verzweiflung Selbstmord. * Et der Firma Tippelskirch bleibt übrigens der Namen des Ministers v. Podbielski verknüpft, da seine stille 'Teilhaberschaft an der Firma, die unter dem Namen der Gattin des Ministers besteht, von unterrichteter Seite nie» rmals bestritten worden ist. Es ist zwar möglich, daß Herr w. Podbielski von dem Abhängigkeitsverhältnis des Majors Mischer zu Herrn v. Tippelskirch nichts gewußt hat; immer- hm ist es peinlich und für die Staatsautvrität schädlich, Wenn der Name eines Ministers auch nur mit einem Schein aber schlecht ausgeführt. Um Mitternacht brach die Revolte weit außerhalb Kronstadts bei der Festung der Torpedo-Kompagnie aus, die über ihre Offiziere hersiel und sie ermordete. Gleichzeitig sammelten sich am entgegengesetzten Ende dec Insel an 2000 bewaffnete Arbeiter, die nach dem Zentrum der Stadt zogen, um die Arsenale in ihren Besitz zu bringen. Schließlich zogen von einer dritten Seite Matrosen-KommandoS heran. Wenn alle diese drei Teile streng nach dem Plan vorgegangen wären, so hätten sie sich ohne Schwierigkeit der ganzen Festung bemächtigen und Peterhof und Oranienbaum bombardieren können. Durch das energische Vorgehen des Grafen Adlerberg wurde das Zentrum der Meuterei sofort gesprengt und der Plan vereitelt. Kontreadmiral Beklemytschew ist seinen Wunden erlegen. Ju Helsingfors dauert der Kampf zwischen der roten Garde und der aus Konstitutionalisten bestehenden Weißen Garde fort. Es gab beretts viele Tote. Der Eisenbahnverkehr ist noch immer stark bedroht von Revolutionären, die den Zuzug von Militär verhindern können. Svea borg ist in den Händen des Kommandanten; au fden Forts herrscht wieder Ordnung. Die Zahl der Opfer wird auf 100 angegeben. Auf der Reede liegen die Kriegsschiffe „Zesarewitfch", „Bogatyr", „Sslawa" und ein Minenkreuzer. Die Meuterer von Sveaborg haben den O b e r st e n N 0 t 0 r 0 w, als dieser sich weigerte, die Insel zu verlassen, zu Tode geprügelt und den General Akejew schwer verwundet. Auf Befehl des Kaisers soll den Abzuurteilenden kein Pardon gewährt werden. Die Mannschaft des Kreuzers „Asin", welche nach Abo entsandt worden war, meuterte unterwegs. Ter Kreuzer, auf dem die rote Flagge gehißt wurde, ist nach Sveaborg abgedampft. Ferner wird bekannt, daß das m e u t e r n d e Kriegs- schiff „Pamatt Azowa" sich in die Ostsee geflüchtet hat. Es wird von drei Dampfern und mehreren Torpedos verfolat. Wie ein Reval er Blatt meldet, ist dort das Torpedoboot 106, welches sich geweigert hatte, dem Panzerkreuzer „Pamatt Atzowa" zu folgen, nach Reval durchgebrochen. Die Mannschaften der übrigen Kriegsschiffe im Revaler Hafen sind an Land gegangen und haben im Walde Schutz gesucht. Den Kreuzer „Mbrek" hat die Mannschaft am Ufer anlaufen lassen. Auf dem „Pospeschin" hat die Besatzung die Heizung gelöscht. Nach anderen Revaler Privatmeldungen kam es zwischen den Meuterern und den loyalen Regierungsttuppen zu blutigen Kämpfen. Die revolutionäre Partei ist im Einverständnis mit den Meuterern und veranstaltet einen regelrechten Aufstand. 160 Sozür listen, welche an diesen Kämpfen teilnahmen, wurden in eine Falle gelockt und von Regierungstruppen niedergeschossen. Schließlich wurden Meuterer und Revoluttonäre von den Regierungstruppen auseinandergejagt. Sewastopol ist gleichfalls in vollem Aufvuhr. Vier Kriegsschiffe und zwei Torpedoboote befinden sich in Meuterei. In Paris ist das Gerücht verbreitet, der Zar habe angesichts der immer mehr wachsenden Unruhen seinen Vertrauten gegenüber Ab dan kn n gs-Gedan ken geäußert. Die Kaiserin soll ihn hierin unterstützen, in der Befürchtung, daß ihr Gemahl sonst über kurz oder lang durch Verbrecherhand fallen werde. Das Gerücht will sogar wissen, Stolypin sei in dieser Sache bereits nach dem Kaiserpalast befohlen worden. — „Grl Blas" tischt seinen Lesern wieder einmal die Hundstagsmeldung auf, der deutsche Kaiser habe, als die Lage in Helsingfors kritisch wurde, dem Zaren seine Hilfe ana-eboten. Auf Verfügung des Hausministers Baron Frederiks muß die Jacht des Zaren, „Standard", spätestens am 13. August seeklar sein. In Genf beschlagnahmte die Polizei ein dort redigiertes, aber in Frankreich gedrucktes Blatt „L'Aktion anar- chique", worin die russischen Revolutionäre aufge- fordert werden, den Zaren zu ermorden. Nr. 181 Erscheint täglich außer SonnlagS. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem besfischrn Landwirt die Siebener Familien- blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univ ers.-Buch-u. Steindruckerei. R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Redaktion 113 Verlag u.Exped.^^51 Adresse für Depeschen: «uzeiger Gießen. jjt von der So,'ia WilF 1 Granit 7 16. 6en ds'n ^Wetterkarte reldungen.^ ^'s'lsch-Polen veranlaßten :h9e Verstärkung der 7 Grenze anzuordnen; der Wachtdienst verstärkt. Ausstand der Arbeiter ttoben Ausschreitun- deitswillige, die beschimpft 'lt»eibeamter in Zivil, Qte, wurde von den Allste, tätlich anqeqrissen und stritte mißhandelt, mristen Blenk aus Kempen . und ein Gepäckträger, die b er st darf einen gesähr- werden vermißt. : Petersb. Telegr.-Aa. wird lekoimnenen Unruten Folgen- lltierten die Soldaten der teten den Kommandeur, v, den Gehilfen, Kapitän Mutter, sowie die 5. Die Meuterer marschiw 00 sie den Kommandeur :obrere anbete Ossi. DaoenichnMn ein frerr- itn Meuterern an > Kw- itatoren in bürg* W’ ten einen Fesinnys- dem Fort Konstmvn fferiilen sich weigerten, M n sie Wnommen irnb M eiang es oder, Verschlüsse M >inen. Nachdem bre Wem ’ die tote Magge unb gaben mrbc vom Damme aus M £ der Garde-Wülmeg^ cutercr das Feuer, dann ft nurbf «"f* i5tbtA« WH ®'"' -> ”,bt"„,n''(rrmorbuM lervrteui. Samstag 4. August 1906 O WM Vczug-pretS, Ä T - - _ _ UW monaltich7bVs.,vtetteb- Eichener Anzeiger V General-Anzeiger a SS Amts- und Anzeigeblatt fiir den Kreis Gießen WW ewde. Iuqust. N 8 h, «»Hl. ' ■■*** i !" g ft e;» ‘."Hon. unb tu beridf,, ^emeinb, M7>- ' Uhr. «9. JS5%*' . - • ^red.itA«ieanä 0d'o- ß8itimore-anu . ysenbaba ■ _ , : lUj« ctMtebab» ■ • 145.3° Prin«'BeD Giessen. ' 3 AnM 1.1" ^r' 143.70 bktriz Lahmeyer. • ' lektritSchnekert . • ' 354.10 heiler Bergwerk • sea'ee -pafenverk ■ ;|«Ankirchen , „ j30.10 -2n. mener Bemerk. 933.00 w Handelst ■ ' ]39.20 CSdter Bank ■ • ' 338.00 IRrm k. Bank - ' 175.70 »etl^ *,iatBank • ' 33.90 )entecb'^18_n,#nait . ■ Ag 211.00 hegen die öffentliche Ordnung, Vergehen nach § 196 bis 197 des Strafgesetzbuches, Vergehen gegen das Reichsgesetz über die Presse, sowie alle polizeilichen Strafen bis zur Höhe von 20 Mk. erlassen werden. Köln, 3. Aug. Die „Köln. Volksztg.* will aus militärischen Kreisen erfahren haben, daß Fürst Bülow bei der im Anschluffe an die Besichtigung des UebungSplatzcs in Wahn stattfindenden Parade dem Kaiser das Bonner Husaren reg im ent vorführen werde. Der Kaiser beabsichtige, den Reichskanzler bei dieser Gelegenheit zum (£ b e : dieses Regiment 8 zu ernennen. Das Blatt giebt die Meldung nur unter Vorbehalt wieder. München, 3. Aug. Kammer der Abgeordneten. Bei der Beratung des Eisenbahnetats erklärte Verkehrsminister v. Frauendorfer u. a., daß bereits ein Projekt über den Uebergang der bayerischen Bahnen zum elektrischen Betriebe fertig sei. Ueber die Ausnutzung aller Wasserkräfte Bayerns müsse ein einheitliches großzügiges Projekt durch einen Fachmann allerersten Ranges aufgestellt werden. Eisenbahngemeinschaften abzuschließen sei Bayern bereit, wenn sie Vorteil brächten, aber nicht auf Kosten der Selbständigkeit Bayerns. Die von einem sozialdemokratischen Redner gemachte Bemerkung, Preußen sei ein sozialpolitisches Kamerun, bedauere er, der Minister, auf das tiefste. Bayern habe in Berlin das größte Entgegenkommen gefunden, besonders bei der Frage der Mainkanalisation. Zu einer Eisenbahngemeinschaft mit Bayern habe Preußen kaum ein Bedürfnis. Bayern würde daraus nicht gleiche Vorteile erzielen können, wie Hessen, auch könne die bayerische Negierung sich nicht zu einer solchen Entäußerung ihrer Selbstständigkeit entschließen. Aus StaSt uns Luno. Gießen, den 4. Aug. ** Der Turnverein Gießen begeht heute und morgen seinen Ehrentag, das Jubelfest seines 60jährigen Bestehen?. Er wurde zu einer Zeit begründet, in der mit dem immer mehr zunehmenden Drang des deutschen Volkes nach Einheit und Freiheit auch die Turnerei mehr diesen idealen politischen Zielen nachstrebte, als der eigentlichen Pflege der Leibesübungen, die von den Turnern jener gährenden Zeit mehr als Mittel zum Zweck betrachtet wurden. So konnte eS nicht auSbleiben, daß auch die Turngemeinde Gießen, wie der Verein in den ersten Jahren hieß, sich an den politischen Bestrebungen jener Zeit beteiligte und infolgedeffen mit seinen hessischen Brudervcrcinen der Auflösung verfiel. Das Jahr 1848 brachte neben vielen anderen Errungenschaften auch das Wiederaufleben des Turnvereins und eine ungeahnte Ausdehnung des Turnwesens in unserer Stadt, das in der Gießener Bürgerschaft stets eine feste Stütze fand. Das Scheitern der deutschen Freiheitsbewegung brachte auch im Turnwesen abermals einen Rückschlag, aber in der trüben Zeit der Reaktion hielt der Gießener Turnverein allezeit seine Ideale, die sich mit den Worten Vaterland und Freiheit am besten bezeichnen kaffen, aufrecht und suchte in diesem Sinne eine starke und wehrhafte Jugend heranzuziehen. Das Wiederaufleben der nationalen Bewegung in den sechziger Jahren erweckte auch den Turnverein zu neuer Blüte. Er wurde Mitgründer des mittelrheinischen Turnkreises und seine Mitglieder standen in ihren turnerischen Leistungen auf Kreis- und deutschen Turnfesten fast stets in erster Reihe. Das Jahr 1870 brachte den deutschen Turnern die Erfüllung ihres Sehnens und Träumens von einem einigen deutschen Vaterland und damit andere und neue Ziele. An Stelle der politischen Bestrebungen trat die hohe Aufgabe, die Leibesübungen mehr und mehr zu verbreiten, um so dazu beizutragen, das deutsche Volk gesund und stark zu erhalten. Der Gießener Turnverein hat allezeit an dieser Aufgabe nach besten Kräften mitgearbeitet und vereinigt heute in seinen Reihen nahezu 700 Männer, die teils durch eigene Arbeit, teils durch finanzielle Unterstützung in diesem Sinne wirken. Und wie in der Gießener Bürgerschaft, so steht auch in den näheren und ferneren Turner- krcisen unser Turnverein als eines der geachtetsten Glieder ehrenvoll da und mit dem Jubelverein werden morgen Hunderte von Turnern aus Nah und Fern Zeugnis ablegen von den hohen idealen Bestrebungen der deutschen Turner. $=5 öge der Geist der Vaterlandsliebe und des Brudersinnes, der im Gießener Turnverein seit 60 Jahren waltete, ihm auch in Zukunft erhalten bleiben zum Heil des Vaterlands, zum Segen der Stadt Gießen und zum Nutzen unserer Heranwachsenden Jugend! In diesen» Sinne wünschen wir seinem Jubelfest den besten Verlauf. •• Jubelfeier des Turnvereins. Der heute abend 7 */, Uhr stattfindende Zapfenstreich nimmt folgenden Weg: Ludwigsplatz, Ludwigstraße, Bismarckstraße, Südanlage, Seltersweg, Kreuz, Mäusburg, Marktplatz, Kirchenplatz, Lindenplatz, Walltorstraße, Asterweg, Nordanlagc nach dem Festplatz. Der Weckruf bewegt sich morgen früh 6 Uhr vom Torhaus Neuenbäue durch Neuenweg, Weidengaffe, Neuen- baue, Diezstraße, Ostanlage, Walltorstraße, Lindcnplatz, Kirchenplatz, Marktplatz, MäuSburg, Kreuzplatz, SelterSweg, Westanlage nach dem Festplatz. •* Entdeckter Brand. In einer Bäckerei in der Neustadt machte sich seit einigen Tagen Rauch bemerkbar, der einer hinter dem Backofen besindlichen Wand entquoll. Gestern ließ man nun die Stelle aufbrechen und entdeckte unter dem Mauerwerk des Backofens Holzschwellen, von denen eine angekohlt war. Die Schwellen dürften bereits 100 Jahre an dem Orte liegen, ein später neu gebauter Backofen war auf das alte Mauerwerk des früheren Ofens gesetzt worden. Es handelt sich somit um einen vor ca. 10 0 Ia h re n begangenen Bau fehler. •• Prämiierte Oberhessen. Auf der 3. deutschen Knstgewerbe-Ausstellung zu Dresden erhielt Möbelfabrikant H. Bindewald in Friedberg das Diplom für die Goldene ^Medaille und Kunsttöpfer Leonhard Bauer in Lauterbach das Diplom für die Silberne Medaille. ** Fernandos Kinematograph gibt während des Turnfestes auf dem Juxplatze Vorstellungen. Die Vorführungen des Herrn Fernando, sowohl auf ernstem wie auf heiterem Gebiet, haben — wie wir aus vorliegenden Preß- äußcrungen ersehen — überall lebhaften Beifall und starken Zuspruch gefunden. ** Kleine Mitteilungen ans Hessen und den Nachbarstaaten. In Hungen fand die Ehefrau der Heinrich Fritz einen schrecklichen Tod dadurch, daß sie von einem Krampfanfall betroffen wurde, in eine Waschbütte stürzte und er traut — Der 39 Jahre alte Landwirt Peter Sauer aus Boden heim wollte gestern, als sein Schweinestall einstürzte, zwei Schweine retten. Dabei fiel er in eine Jauchegrube und fand darin den Tod. Er ist Vater von 7 Kindern. — In Mainz hat die Stadtverwaltung beschlossen, angesichts des ausgezeichneten Verlaufs des diesjährigen ersten FrühjahrspferdcmarkteS für die Folge alljährlich zwei Pferdemärkte und zwar im Frühjahr und im Herbst abzuhalten. vermischtes. * Feuer in der Mailänder Ausstellung. Am 3. August brach in der Ausstellung zu Mailand ein Großfeuer aus. Den Anstrengungen der Feuerwehr im Verein mit Truppen gelang es, den Brand zu lokalisieren, sodaß die übrigen Abteilungen gerettet werden konnten. (Änige Feuerwehrleute wurden verletzt. Man alaubt, daß der Brand auf Kurzschluß in der elektrischen Leitung zurückzuführen ist; der Verdacht eines Verbrechens scheint ausgeschlossen. In den Abteilungen für dekorative Kunst sind die deutsche, englische, russische, niederländische, persisch-türkische und japanische Sektion unversehrt geblieben, während die ungarische und italienisch eSektion vernichtet wurden. Auch der Pavillon der Abteilung für, italienische Baukunst i st zerstört. Der Schaden wird auf etwa 15 Millionen Lire geschätzt. Der Vollzugsausschuß der Ausstellungskommission beschloß nach gemeinsamer Beratung mit dem Bürgermeister den sofortigen Wiederaufbau der Galerie für dekorative Kunst, und gab dabei der Hoffnung Ausdruck, daß alle Aussteller au der Wiedererrichtung dieses Teils der Ausstellung Mitwirken werden. Etwa die Hafte der verbrannten Gegenstände scheint versichert gewesen zu sein. Unter den Geschädigten befinden sich mehrere Künstler, darunter ein Norweger, der allein an 100 000 Franks an Kunst-, Bijouterie-, Bronze- und keramischen Werken einbüßte. Totschlag an einem Dragoner vor Gericht. (sd.) Darmstadt, 3. Aug. Der Totschlag an einem Dragoner, der in der Nacht zum Fastnachtsmontag den 26. Febr. d. I. begangen wurde, beschäftigte heute das Kriegsgericht der 25. Division. Angeklagt sind 6 Dragoner, als Haupt- beteiligter Eugen Deckhuth aus Hornbach bei Zweibrücken, Aug. Schmidt IV. aus Lützel-Wiebelsbach i. O., Heinrich Philippi aus Worms von der 2. Schwadron des Drag.-Regts. Nr. 23 (rote Dragoner), sowie der Gefreite Alois Merkel aus Bretzenheim, und die Dragoner Phil. Rattzgeber aus Jugenheim und Otto Neuhaus aus Berg-Neustadt, sämtlich von der 3. Schwadron des Drag.-Regts. Nr. 24. Die weißen Dragoner kamen an dem genannten Abend in die Wirtschaft „zum Anker" in der Altstadt und brachten die in der Nähe bedienstete Rosa Kolb mit. Die ebenfalls anwesenden roten Dragoner forderten das Mädchen auf, sich zu ihnen zu setzen, was dies auch tat. Darüber gerieten die Weißen mit den Roten in Streit. Die Wirtin entfernte die hübsche Rosa, um die sich die Dragoner stritten, und bald verließen diese das Lokal, erst die Weißen, dann die Roten. Draußen wurden dann die Worte zu Taten und es entwickelte sich eine große Schlägerei, bei der die Soldaten ihre Säbel benützten. Am schlimmsten kam bei der Sache der Dragoner M a s s o n aus Mainz weg, der schwer verletzt wurde und bald danach im Garnisonlazarett starb. Auch ein Bursche namens Seipp, der bei den Roten war, wurde erheblich verletzt. Dragoner Deckhuth erzählte beim Nachhausegchen, er habe einen Weißen mit einem Stein geworfen, daß der Mann glatt umfiel. In der heutigen Verhandlung erllärte er jedoch, er habe einen Gefreiten getroffen. Die Sachverständigen Oberstabsarzt Dr. Eichel, Medizinalrat Dr. Reisinger-Mainz, sowie Oberstabsapotheker Dr. Krause vom 18. Armeekorps und Gerichtssachverständiger Chemiker Dr. Popp aus Frankfurt waren einmütig der Ansicht, daß der Tod des Masson durch einen Steinwurf herbeigcführt worden sei. Man ' hat in der Schädelwunde Sie.inteilchen gefunden, woraus zweifellos auf einen Wurf mit einem Backstein geschlossen werden kann. Der Vertreter der Anklage beantragte gegen Deckhuth 1 Jahr Gefängnis, gegen Philippi und Schmidt je 2 Monate Gefängnis. Die Verteidiger plädierten für Freisprechung. Der Gerichtshof verurteilte Deckhuth wegen Raufhandels, verbunden mit rechtswidrigem Waffengebrauch, sowie Körperverletzung mit tödlichem Erfolg zu 9 Monaten Gefängnis, abzüglich drei Monaten Unter» üchungshaft, Philippi und Schmidt erhielten je eine Woche Ge- ängnis. Die weißen Dragoner wurden freigesprochen. Gegen die Zivilisten, die bei der Sache beteiligt waren, den erwähnten Seipp und einen anderen namens Orth wird auch ein gerichtliches Verehren eingeleitet werden. Festgrnß zum 60 jährigen Stiftungsfeste des Gießner Turn-Vereins gegründet 1846. Willkommen wackre Turnerschar! Schon prangt die Feststadt Gießen In Flaggenschinnck und Tannengrün, Euch herzlich zu begrüßen Mit Trommelklang und Paukenschlag Zieht frisch, fromm, fröhlich ein. Zu feiern gilts den Ehrentag Vom „Gießner Turnverein". Der Turnverein, an Siegen reich Trotz sturmbewegter Zeiten, Mög' lange noch auf seiner Bahn Zu neuem Ruhme schreiten. Die Turnerei beseelt ein Geist: Er soll die Jugend mahnen An deutsche Einheit, deutsche Macht — Die Sehnsucht unsrer Ahnen. Willkommen, wackre Turnerschar! Schon prangt die Feststadt Gießen In Flaggenschmuck und Tannengrün, Euch herzlich zu begrüßen Mit Trommelklang und Paukenschlag Zieht frisch, fromm, fröhlich ein Und stimmt mit ein, auS voller Brust Gut Heil — dem Turnverein! Louis 31 o! o f f. Märkte. Gießer», 4.Ang. Marktbericht. Auf heutigem Wocbenmarkte kosteten: Butter pr. Psd. 1.10—1.20 Alk., Hühnereier 1 St. 7—8 Pfg., 2 Stck. 00—00 Pfg., Gäitseeier 00—00 Vfg., Enteneier 0 Psg., Käse vr. Stck. 6—8 Pf., Kasematte 2 Stck. 5—6 Psg. Erbsen p.Pßmd 22 Psg., Linseit p. Pfund 32 Pfg., Tauben vr. Paar 0,80—1,00 Alk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse vr. Psd. 00-00 Pfg., Ochseusteisch pr. Pfg. 78—86 Psg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 70—72 Pfg., Schweine- leisch pr. Pfund 80—94 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 94 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 80—84 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 60—80 Psg. Welsche per Pfund —.— Kartoffeln pr. 100 Kg. 6,00—7,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,00—8,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Aepfel per Pftlnd 00 bis 00 Pfg., in Körben 00 Psd., Nüsse 100 Stück 00-00 Pfg., Birnen per Psd. Mk. 0.00—0.00, Kirschen per Psd. 00—00 Psg., Weißkraut per Stück 00 Psg., per Zentner Mk. 0.00-0.00. — Marktzeit 7—1 Uhr. Original-Drahtinel-Uttgen. fc* Frank urt a. M., 4. Aug. Heute morgen */, 8 Uhr kam der 18jährige Hilfsarbeiter A. E. Schäfer aus Flörsheim im hiesigen Güterbahnhof zwischen die Puffer zweier Wagen. Er war sofort tot. Frankfurt a. M., 4. Aug. Die hiesige Eisenbahndirektion hat eine eigene Selterswasser- und Limonadenfabrie eingerichtet, die den Bedarf für das gesamte Bahnpersonal liefert. Die dort beschäftigten Arbeiter haben nun die Arbeit nieder- gelegt, weil ihnen die versprochene Zulage nicht ausgezahlt wurde. Die Abgabe von. Wasser und Limonaden an Bahnbeamte mußte infolgedessen gestern eingestellt werden. Berlin, 4. Ang. Der Kaufmann Riebert verübte auf seine Braut ein Revolver-Attentat und verletzte sie leicht, worauf er sich eine Kugel in die Brust jagte. Riebert ist schwer verletzt. Herne, 4. Auglist. AuS Uebermut warfen einige rüde Burschen einen elfjährigen Schlilknaben in den Kanal. Der Knabe ertrank. Paris, 4. Ang. Petit Parisien berichtet, daß es drei d e n t s ch e n K o l o n n e n n i ch t gelungen ist, die H o t t e n - totten beiJolsdrift zu umzingeln. Es fanden Kämpfe am Montag und Donnerstag statt. Auf deutscher Seite sind drei Offiziere und 5 M ann getötet worden. Mailand, 4. Aug. Die Ursache der gestrigen Feuersbrunst in der Ausstellung ist nach Behauptung des Personals auf Brandstiftung zurückgeführt. Nach der Untersuchung scheint Kurzschluß der elektrischen Lichtleitung ausgeschlossen zu sein. Für Brandstiftung spricht auch der Umstand, daß das Feuer gleichzeitig an zwei verschiedenen Stellen ausbrach. Bozen, 4. Alig. Ein Dresdner Tourist namens Stückl fiel in den Zillertaler Alpen in eine Gletscherspalte und lvurde, mehrfach verletzt, von seinen Begleitern gerettet. Prag, 4. Aug. Bei einem Wirtshausstreit in Sellowa in Böhmen kam es zu einer furchtbaren Kirchweihschlacht, in deren Verlaus mit Biergläsern. Messern und Revolvern gekämpft lvurde. Die Gendarmerie ging mit dem Bajonett vor, um die Streitenden auseinander zu treiben. Drei Personen blieben tot auf dem Platze. Außerdem wurden viele verwundet. Als die Gendarmerie erschien, wollten verschiedene Raufbolde durch das Fenster in den Garten flüchten, wobei sie vier Bienenstöcke umwa'-fen und von den Bienen furchtbar zugerichtet wurden. 20 bis 30 Personen sind mehr oder minder schwer verletzt. Dcmbrowa, 4. Juli. Fünf mit Revolvern bewaffnete Männer drangen in die Stationskasse der Weichselbahn ein und zwangen die Kassenbeamten zur Herausgabe der Kassenbestände von 1079 Rubeln. Sie hinterließen eine Quittung mit dem Stempel PPS. Reval, 4. Aug. Als das meuternde Kriegsschiff Pa mjat Asowa in Reval eintras, geriet die ganze Stadt in heftige Aufregung, da man eine Beschießung befürchtete. Alles strömte am Ufer zusammen, um die Vorgänge auf hoher See beobachten zu können. Man hörte Gewehrfeuer und sah, wie Menschen über Bord geworfen wurden. Als die Meuterer überwältigt waren, fand man an Bord 5 Offiziere und 15 Matrosen tot sowie viele Verwundete vor. Samara, 4. August. Gestern wurde eine Bombe gegen den Gouverneur geschleudert, die ihm Kopf und Beine abriß. Der Attentäter wurde verhaftet. N e w y o r k, 3. Aug. Der „Sun" meldet die bevorstehende Abtretung der Insel Tahiti an England. Die französische Garnison von Paputo wurde abgerusen und sogar das einzige Kanonenboot, das der Gouverneur befehligte. Frankreich soll durch englisches Gebiet in anderen Regimen entschädigt' werden. Der Tausch erfolgte, weil Frankreich keinerlei Nutzen aus dem Archipel zu ziehen vermöge und die Ein- ioofrncr überwiegend die englische Herrschaft v o r z ö ge n. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boranssichtlichc Witterung in Hessen für Sonntag, den 5. August 1906: Langsame Aufheiterung, meist trocken, nachts kühler, nm Tage etwas wärmer. Schwache westliche Winde. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Heute wurde uns ein kräftiger Junge geboren. Dr. med. Wagner und Frau Minna, geb. Balser. Hungen, den 3. August 1906. mitten in herrlicher Gebir&swaldun£, nhaiatorium Deutschlands. 1 Grösstes I <6000011 nhaiatorium | pWcrra^ I Die nach- * am7|a sind Sonntaff, den 6. Anff. von stellenden A v 1 £i l ü 12 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts sicher anzntreffen. [D6/8 Dr. Geyer, Seltersweg 64. — Dr. Richter, Frankfurt. Str. 4. __Dr. Stuhl, Bahnhofstr. 26.________________ Sonntaff 4—9 Uhr 354 Nur PeBikan«ftpotheke offen. Telefonische Kursberichte Handel Frankfurter Riirsp. 4. August, 1.15 Uhr. 99.10 3% Portugiesen III . 118.40 . 242.60 . 127.00 4%°/0 rnss.Staatsanl. 1905 4 XA0 „ japau. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 100.50 100.50 95.30 103.55 69.50 70.70 84.30 94.85 95.80 . 68.20 . 98.25 Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schnckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk. . . Lanrahtttte...... Nordd. Lloyd..... Obeischles. Eisen-Industrie . 139 20 . 237.00 . 175.50 . 182.10 . 157.25 . 210.40 34 30 144.00 142.80 87.35 99.20 87 35 98.30 143.12 127.80 254 10 226 00 159.00 210 80 230.90 127.60 125.50: 68.90 Beichsanleihe do. Konsols . . do. . . Hessen . . . Oberhessen des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fflr und Industrie, Giessen. Berliner Handelsges . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto-Kominandit. . . Dresdner Bank . . . Kreditaktien..... Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . Gotthard bahn..... Lombard. Eisenbahn . . Oesterr. Staatsbahn . . . Prince-Henri-Eisenbahn . 3°/n Mexikaner . . 4^°/o Chinesen . . Aktien Bochum Guss . . . Buderus E. W . . 3K6/< 3% 3K7c 3% 3A°/c 3'A°/f Türkenlose......145.00 4% Griech. Monopol-Anl. 54.15 4% äussere Argentinier . 90.50 4% Oesterr. Goldrente. 4l/8 Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . . 3% Portugiesen Serie I . Tendenz: schwach. Rerliner Rörse, 4. August. Anfangskurse. Canada E. B..... Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . . Tendenz: schwach. . 164.60 . 138.70 . 237.00 .' 15730 Harpener Bergwerk. Laurahütte . . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . . Türkenlose . . . . 210.50. . 230.90 ' 127 JO . 144.70 Th. Brück. Wbel-Zabrik Gegründet 1858 Lieferung franko, eventuell bis Wohnung mit besteingerichtetem eigenem maschinellen v w d Betriebe w w w Telefon 573 Uunstgewerblicher Etablissement I. Ranges Aeltefter Md größter Möbellager in Gberheffen 10 Schaufenster * 100 Zimmereinrichtungen Elle Schlohgaffe-Vrandplatz und Ranzleiberg »»»* Fabrik Raplaneigaffe Hotel-Restaurant Central West-Anlage 35 Telephon 559 Telephon 559 Haus-Schürzen Mk. —.75, —.80, —.90,1.— etc. Etablissement sein. Zier-Schürzen Mk. —.30, —.40, —.50, —.60 etc. Knaben-Schürzen • C. Röhr & Co 05575 Freie Fahrt a41( D4/f Besuch soust zweSlos. B4A Pfandhaus Neuenweg 5p Neu eröffnet. i-1 Joh. Horneck GelegeuheitSkauf in [05335 05591 Müeil-Pchll-ier. I. P. Saun, Bismarckstr. 10. Zuschlagsfrist 5 Wochen. Gießen, 1. August 1906. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Hiermit zeige ich die Eröffnung meines mit allen Bequemlichkeiten und zeitgemäßen Einrichtungen versehenen Hotel-Restaurant Central ganz ergebenst an. Meine bisherigen Gäste im Restaurant Kaiserkrone, welche die vorzügliche Küche, wie überhaupt die Art meines Restaurantbetriebes kennen, werden, wie ich hoffe, die beste Empfehlung auch für mein neu eröffnetes Gehe Geld auf Goid, Silber und Waren aSier Art. Ferner empfehle mein reichhaltig sortiertes Cigarren-Lager Hochachtend Versteigerung. Montag, den 6. ds. Mts., nach,». 27, Uhr, sollen dahier, Walltorstr. 6 (Darmst. Haus): 1 Pferd, 1 Oekonomiewagen, 2 Stämme Werkholz, 1 Spiegelschrank, 1 Partie Schuhwaren, verschiedene Gold- und Silber- sachen, Haus- u. Küchengeräte aller Art u. v. A. zwangsweise gegen bar versteigert werden. 4737 DieVersteigerungfindetvoraus- stchtlich statt. Gießen, den 4. August 1906. Seipel, Gerichtsvollzieher. hat jeder Kunde auf 20 Kilometer Entfernung, der seinen Bedarf auf Teilzahlung oder gegen Baar in Möbel, Betten, Polsterwaren sowie Garderobe Mk. 5000.— Reinverdienst in 6—8 Wochen! erzielt derjenige, welcher die Licenz unserer sensationellen, konkurrenzlosen gesetzt, geschützten Neuheit erwirbt. Von jedermann auszuführen ohne Fachkeuutnisse, risikolos und spielend leicht, weil für jede Stadl nur ein Licenz-Jnhaber in Betracht kommt. Auskunft DienStag, und Mittwoch den 7. und 8. August von 10—1 und 3—6 Uhr im Qotel Schütz durch die Erfinder, jedoch mit an solche Herren, die sich über Mk. 500.— bar ausweisen können. Arbeitsvergebung. Die Maurer- und die Pflaster- und Chausfierarbelten für den Ausbau der Stephanstraße zwischen Bismarck- und Bleichstraße sollen Montag, den 13. August, vormittags 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen während der Dienst- stundcn bei uns auf Zimmer No. 1 zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis znm vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und nut entsprechender Aufschrift versehen an uns einzureichcn. 4730 Loeb GrüsiewaSd, früherer Besitzer des Restaurant Kaiserkrone. Kittel-Schürzen für Kinder in allen Preislagen und Grössen. Reform-Schürzen grosse Mk. —.80, 1.—, 1.50, 2.— etc. Träger-Schürzen grosse Mk. —.50, 1.—, 1.20 etc. Auf dem Juxplatz an der Lahn Fernandos Mjenkinematograph Wimmler Prachtdliii. Feenhafte Belegung. Das Programm umfaßt 500 der neuesten Nummern, teils ernsten, teils humoristischen Charakters. Alle Ereignisse der jüngsten Zeit in lebenden Photographieen, Sport, Marine-Bilder, Märchen, Dramen, Ritter-- und Festspiele, hochinteressante Naturaufnahmen, Sitten und Gebräuche in Birma, Oainen^indcii L aia/6 C. Röhr & Co. - Vor dem Eintreffen der Herbst-Neuheiten — - möchten wir mit unseren vorrätigen Schürzen möglichst räumen und offerieren dieselben zu wesentlich ermässigten Preisen. Kleider-Schürzen grosse Mk. 2.—, 2.50, 3.— etc. Das Leben in Japan, Das internationale Automobil-Rennen von Neapel nach dem Besuv. 2C. 2C. sowie die neuesten humoristischen Schlager. Eröffnung Samstag abend V„9 Uhr. J. Jttmann deckt. Blockstrasse 14-16 gjeSS6Il Plockstrasse 14-16 Kleinste Anzahlung! Bequemste Abzahlung! Kunden ohne Anzahlung I Mk. —.80, —.90, 1.— etc. für Herren Damen... Kinder im anerkannt grössten, ältesten und koulantesten Waren- und Möbel-Kredit -Haus Schwarze und weisse = Schürzen a., a lt in allen Preislagen. Deutsche erstklassige Roland-Fahrräder. I Motorräder, Näh-, Landw.-, Sprech- und ’ Schreibmaschinen auf Wunsch auf Teilzahlung. Anzahlung bei Fahrrädern 20—40Mk. Abzahlung 7—lOMk. monotl. Beißarzahlung liefern Fahrräder schon von 56 Mk. an. FahrradzubehOr sehr billig. K-talog kostenlos. •- 1 Roland«.Maschinen - Gesellschaft . --------‘"“ft424 -------1 SS3 mit R ein billig zu verlausen. >4570 den Stand, meinen verehrten Gönnern stets das Preiswerteste und Veste zu liefern, und bitte ich, mein Unternehmen gütigst unterstützen zu wollen. 4729 Hochachtungsvoll Von der Reise zurück! Bk. chir. deut. Hoddes 4727 Wasche mir Wäschern besten 3 und 4 Mk. 4013 C. Rübsamen 05394 05493 Neustadt 75. ss30/, 05620 nach Maß an 05221 Reise-Effekten. hv’7# bittet Der Borstand. Llerl'chiedeuec. Vereine UWEUWM WWWUWU Rohrpl.-Koffer Pappelpf.-Koffer Schiffs-, Anzugs- Coope-.Hemden- und Hut-Koffer Val. Brauer, Seilerei, Neustadt 28. Grösstes Spezialhaus feiner Lederwaren, Koffer, Taschen und aller erdenklichen Eintritt frei! 05606 Visitenkarten liefert rasch and billigst Brüblsche Univ-Druckerei. beseitigt in 7 Tagen vollständig altbow ährtcs, ausgezeichnetes, unschädliches Mittel. — Preis: ES ladet ergebens! ein Ludwig Wagner. Sonntag, den 5. ds. MtS. Beteiligung an dem Festzuge des Turnverein- Gießen. Zusammenkunft um 1 Uhr bei Kamerad Kunz „Haberkasten". Zahlreiche Beteiligung dringend erwünscht. v4/. Das Kommando. Kriegemreiu Gießen Antreten zum Fcstzug Sonntag F/4 Uhr am Cass Leib. (v*/M 05613) Heute ftische Fastenbretzein Ludwig Kronebcrg jr., Bahnhofslraßc 58. Bügelkursus. Mädchen können das Fein- und Glanzbügeln in 4 Wochen gründlich erlernen bei [05389 Frau M.Baljer, Bruchstr. 13a,I. ES ladet ergebenst ein _____Ludwig Abel. Mönncr-Tnrn-Lerein Gießen. fI Sammelpunkt zum Festzng Sonntag mittag präzis l1/* Uhr „ins Lotze" Seltersweg. Vollzähliche Beteiligung der Mitglieder wird gewünscht. vVs Der Vorstand. Fuhrleistungen jcderArtprompt u. zuverlässig. Dr. Flocli verreist. Gießener Zitherkiub (Wohltätigkeitsverein) Unsere Mitglieder werden gebeten, sich an dem Festzug des Turnvereins vollzählig zu beteiligen. y«/ Zusammenkunft: Sonntag 1 Uhr bei Mitglied Betz, Darmstädter Haus. 05636] Geschnitzter alter eichener Kletderschrank von 1792 zu Der- kaufen._______Seltersweg 10. Starker Restaurant Ostend, Wnberga Struyc. Sonntag, den 5. August 1906 _ Tanz —" bei gutbesetzter Streichmusik. Eintritt frei! Eintritt frei! Tüchtige [4714 Schlösser UWger unt) Hilssiirbeiter für Eisenkonstruktion gesucht. Zu erfragen i. d. Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. Mm liläiitalil mitten im Walde, umschlosten von prächtigen Buchen-, Eichen- n. Nadel- holzwaldungen, schöne Wege, ange- nehme, ruhige Lage, 20 Minuten von der Station BorSdorf, Strecke Gießen-Gelnhausen, eigene Milch, wirtschaft, gute Bedienung, empfiehlt sich für Sommeranfeuthalte. 4735] Frau K. Numrich. te hcitia Ztisanunenkunst zum Festzug 1 Uhr im Vereinslokal. [05596 Um vollzähliges Erscheinen ihnif-OnTndjc Gesangverein Harmonie. Unsere Atltglieder werden gebeten, sich an dem Festzuge des Turnvereins zahlreich zu beteiligen. Zusammenk. im Schwanen l*/2 Uhr. Der Borstand. Vertreter: Sanitäterat Dr. Haupt, Asterweg 29 und ®r. Mey erhoff, Neuen Baue 27. Wbinfflffpr irisch entleert, (rocin- grün) in all. Größen emvfichlt Will). Kohlermann, Küferei 4341] Neustadt 12. Lbstpresse zu verleihen. LLoewenherz, Frankfurt a.i. Gegr. 1881. 13 Goethestr. 13 Telephon 2898 Abbruch Seltersweg 50 rüher Wirtschaft G. Trinkaus, sind gut erhaltene An«, Fenster«, kreppen, Lesen, SerSe, N»8- unk Brennholz nnl> Lachzieiiel billig abzugeben. 05619 Die Kameraden werden ersncht, sich an dem morgen, Sonntag, stattfindenden Festzug des Turn- Vereins recht zahlreich beteiligen zu wollen. Antreteir l1/« Uhr anr Tllrmhaus. Uniform: Tuchrock, Helm und Gllrte. v*/a] DaS Kommando. Zweispänner-Wagen zu verkaufen. Georg Schwan, Wagner, Neustadt._______[05634 05635] Gravensteiner Falläpfel und Stachelbeeren zu verk. Seltersweg 81. ecSz Sonntag und Montag Gross« Garteafyiztrt Eintritt frei! Eintritt frei! Während des Turnfestes Bayrische Bedienung in Nationaltracht. Spezialität: Würstchen mit Kraut. 05590 Emil Sieck ___________________ Nordanlage 8. ______ Achtung! Achtung! Lorchs Bierkeller Sonntag, den 5. August Grosse Tanamusik. Bit SU leihen gesucht tiV W lUlk. gegen Sicherheit, 6 ”4Bin), u. monutl.Rückzahliing. Schristl. Angebote unter 05552 an,d^Gießener Anzeiger erbeten. Ein seid. Jackett in d. Bahnhofstraße gefunden. Abzuholen bei Karl Lapp, Walltorslr. 49. [05549 Vorschrifts- <7- mässige Offlzier-Ord.- u. । Manöverkoffer Fvl alle Sorten i— Taschen mltund ohneElnrlchtung Ein älteres zllverlässiges Mäd° chen in Hessentracht, welches selbständig kochen kann u. alle Hausarbeit versteht, sticht Stelle als od. zu ält. alleinst. et Herrn oder Dante per 15. August oder später. Näheres in der Geschäftsstelle )es Gießener Anzeigers. [05588 Geschäfts-Empfehlung. Einem verehrlichen Publikum von Gießen und Umgegend die ergebene Mitteilung, daß ich dem Heutigen neben meinem seither bestandenen Zigarren-Engros- und Versand-Geschäft, das ich in unveränderter Weise vollständig separat weiterführe, in der Plockstratze Nr. 9 Zigarren-, Zigaretten- und Tabak-Detail-Geschäft eröffnet habe. — Langjährige Erfahrung als Fachmann in der Zigarreu-Fabrikation setzt mich in In Äiftzikl- imH Polslkt- arlwitan iomie Aumachcu von UtUluni Gardinen empfiehlt sich A. Schmidt, Tapezier, Eherne Wendeltreppe 4 Meter hoch, zu kaufen geslicht. 4657] G. Nauheimer, Bleichstr. 1 Ach.-Wigei gut erhalten, zu kaufen gesllcht. Herm. Bender, Tiefbaugeschäst 4716]' Bleichstraße 3. Gesangverein Heiterkeit. Zusammenkunft zur Beteilt- gung am Festzuge des Turnvereins Sonntag nachmittag 1 Uhr im Schip kapaß. Auch die passiven Mitglieder werden ersucht, daran teil- zunehmen. v4/8 Der Borstand. Vereidigter knnsm. SniJiiirritüniiiger, anerkanitt befähigter Katlfinann m angesehener Stellung empfiehlt sich größeren Firmen zur Prüfung von Geschäftsbüchern und Aufstellung von Bilunzeu. Rat und Auskunft in allen kausmänn. Fragen. Anfragen, welche mit größter Verschwiegenheit behänd, werden, unter 4342 an die (Öe» jchäusslelle des Gieß.Anz. erbeten. Betten werden gereinigt. 06612 Krofdorfer Str. 3 pari. Toteu-Stränße und -Kränze werden gebunden. 08t,u Krofdorfer Str. 3 Part. Meine Wohnung befindet sich jetzt 5 ni Kuhmist sow. Jauche m. W. s. F. v. bill. abzug. Licher Str. 19. """" VimBärtvorzüglich im ■ lOBBiBC Ton, billig zu verkaufen. 05571 Näheres Seltersweg 33 L Ein Posten neue und gebrauchte Fahrräder äußerst billig zu verk. 05584] H. Strohbach, Bleichstr. 3. Frühkartoffeln hat billig abzugeben Karl Puth Nachftg., Marburger Str. 24. 06600 feine neue LauM-Mage von 10—12 P.-S. ist ohne Anzahlung bet sehr günstigen Ratenzahlungen abzugeben. U. Collin, Frankfurt a. M., ________Kaiserstr. 60._______hv'74 Jiiiigr Dachshunde Fruchtfcgmühle und eine Häckselmaschine, beide sehr gut, billig abzugeben. [05633 Karl Euler, Hanunstr. 5. Mehrere Einmachfäsicr, Weinfässer sowie Bütten in allen Größen zu verkauf. Licher Str, 9. [4736 Mein neues [4424 Haus WMchche 31 ist zu verkaufen evtl, zu vermiet. H. Leib. Feuerspritze zu verkaufen. Näheres Bürger- meisterei Rödgeil._________' [4651 feine l'üöen-feiiiridjtung zll verkaufen. Seltersweg 34. ["^ Für Itoloninlronrenljniiiilii., Eisen-, Kohlen-, Baumat.- u. Mäbelhandlitng, Sattler,Konditoren und Gastwirte ist ausnahmsweise günstige Kaufge° legcnheit geboten. Näh. bei omTj_ H Schäfer, Stemslr. 19. Zn verkaufen schönes Wohnhaus mit schattigem Garten in erster Lage Gießens. Näheres in der Geschästsst. d. Gieß. Anz. [4713 erhaltenes Fahrrad für 35 Mark sowie ein [4708 AmöMlisebch S&. Wilh. Ziegenhain, Franks. Str. 72. A ÄllserskhilieiU das Paar von 70—120 Mk., sowie 2 hochträchtige Zuchtsauen stehen zum Verkauf bei [05589 Philipp Debns, Launsbach. Zwei junge [05587 Kriegshunde (Airdale-Terrier), 7 Wochen alt, zu verk. Frankfurter Str. 143. Heinrich Tichy Seltersweg 48, Ecke Goethestr. Zur Lieferung aller Kanalisations- Artikel hält sich bestens empfohlen [S30° Firmll Emil Horst Liebigstraste 51 (Riegelpfad). feiimWäser, Süiiigglästt, feiniodnW 6inni(id]töpie,feiiinifl(i)|i(i'ni)et empfiehlt billigst Phil. Wagner, Neustadt 4. 05497 Eine gute Holzdrehbank zu verkaufen. Neuenweg 6, III. [05601 Eisschrank gut erhalten, billig zu verkaufen. Konrad Malkomesins, 05603]_____Mäusburg 19._____ 03637] Ein weißer Liegwagcu mit Gumnurädern, fast neu, billig zu verk. Landgraf Phillpp.Platz 8, HI. FliMM KeSBsier aushilfsweise zmn 15. August ges. Zu erfragen i. d. Geschäftsstelle des Giegener Anzeigers. [4715 Tüchtiger, solider Pfevdebrrrfche ledig oder verheiratet wird für ein hiesiges, großes Kolonial- waren-Geschäst gesucht. [4719 Heinr. Simon, Alicestr. 28. Schiffenberger Weg 21. Rein KlnsiijenvjeezejPft mit Wohnhaus, Scheune,Stallung, Hoi, zwei Ar Gartenland, Pferd, Jlajchenbierivagen ujw. ivegen Slerbefall zum Preise von 8500 bei geringer Anzahlung zu ver- kaufeit. Jährlicher Bierverbrauch 400 Hektoliter. [4574 Witwe Bender, Krofdorf. Schwarten zu Schutzdcckcn [4576 sowie Schwarten zu Wagenbretter und Tenner Gerüst-Bohlen sind preisivert abzugeben bei Friedr. Schmidt, Zimmerer und Damps- schneiderei rn Lich, neben der Poft. Hkmiiseilk hält auf Lager und fertigt (früher Br. Webers Besitztum), f. VfidMtyer, Schreinermeiper. Modernes, leistungsfähiges Kunststeiuwerk jucht [peziell liir seine Grauitoid- uud Terazzo- platten - Abteilung an allen Plätzen mit [sss/B Baumater eaisen- Handiungen behufs Uebernahme des Alleinverkaufs in Verbindung zu treten. Gest. Offerten sab K. K. 1582 an Rudolf Mofse, Köln._____ Privat- Tanz-Unterricht erteilt zu jeder Tageszeit Karl Schmidt, Tanzlehrer 31 Wetzsteingasse 31 wa Empfehle für die moderne Frisur chöne leichte Zöpfe voll 3 Mk. an. ferner werden Dreher, Toupe, Scheitel, Perücken und Haaruhrketten smlber und gut ange- ertigt bei [775 Heinrich Tichy Seltersweg 43, Ecke Goethestraße. Kartoffeln Kaiserkronen, prima per Zentner 3.50 Mk. GelbeSalatkartoffeln billigst eiupfiehlt J. Weisel 4695 Telephon 235. Somieustraße 6. Backsteine Feldbrand la. Qualität. Jedes Quantum billigst. 4277] Nahe und gute Abfahrt. Audi*. Euler.