»9 Die heutige Aummer umfaßt 10 Seiten. daß die Regierung dem Reichstag nicht Rede und Antwort stehe in Angelegenheiten der Fremdcnpolizei. Von Rechts wegen Hütte der preußische Minister des Innern schleunigst herbeigeholt werden müssen, um sich zu den schwerwiegenden Anklagen Bebels zu äußern. Ter Sehnsucht nach einem Einwanderungsverbot für russische Juden gab Abg. 2 a 11 m a n n (Wirtsch. Berg.) unverlftlllten Ausdruck. Tas sei ein radikales Mittel, Ausweisungen überhaupt überflüssig zu machen. Nebenbei lehnte er die Gemeinschaft mit dem „Radau-AntisemitiSmus" der Herren v. P ü ck l e r und A h l w a r d t, die er als g e i st i g minderwertig bezeichnete, ab. Mg. v. Czarlinski (Pole) verwies das „barbar." Preußen stolzen Tones auf den polnischen Staat von ehedem, der die verfolgten fßrDteftaiiteu gastfreundlich ausgenommen habe. Im Sinne Tr. Spahns sprach Abg. Bassermann (natl.). Tie schrmikenlosc Zuwanderung russischer Flüchtlinge scheint ihm zwar nicht im Staatsinteresse zu liegen, aber von der Ausweisung solle hi schonender Weise Gebrauch gemacht werden, solange die Machtbefugnis der Verwaltung nicht durch Erlaß eines Fremdenrechts gesetzlich geregelt sei. Alles im allem darf man sagen, daß die Ausweisungsdebatte die Notwendigkeit einer Rechtfertigung der preuß. Behörde ergeben hat. Dem preußischen Minister des Innern dürste im Landtag hierzu Gelegenheit gegeben werden. Tie Dimensionen der H-mvll Messe sind noch gewaltiger, alS bei der schon sehr umfangreichen Beethoven scheu Missa solcnlnis, die am 18. Juni 1902 hier in der Stadtkirche zur Aufführung kam. Beide sind zur Verwendung int eigentlichen Gottesdienst unbrauchbar. Die H-nwll Messe ist stüäiveise entstanden und nur in einzelnen Teilen im Gottesdienst aufgesührt worden. .... c „ „ Von der Struktur ist neulich in dem entführenden Aussatz des „Gieß. Anz." schon gesprochen worden. Nach dem Klagen (Khrie eleison) des Chors folgt cm anmutendes Duett (Christe eleison für 1. und 2. Sopran unt ansprechender Geigenbegleitung. Hieran schließt fick das „Khrie" des Chors, fcierlül^, mir ernster Würde, dann in schärfstem Kontrast hierzu sein schmetterndes „Gloria", in dem Bach den Singstimmen Passagen wie Instrumenten, vorschreibt und groLe Geläufigkeit vorausseht; in der Folge steigert er oft noch diese Anforderungen bis an die Grenze des Möglichen. Tie nächste Nummer ist die Allarie „Laudamus4 mit weicher lieblicher Orgelbegleitnng und hervorragendem Solo- vivlinpart. Wunderbar ist hier das Vorspiel, die Schleifenbewegung der Violine, ihr einschmeichelndes Umspielen der etwas burschikosen Gesangspartie, einer „musikalischen Naturstudte, zu welcher Vogelgesang das Modell gegeben zu haben scheint", wie Kretschmar meint. . . _r Der folgende Chor „Gratias agimus“ verwendet dasselbe Motiv wie der Schluß „Dona nobis pacem", das charakteristische Ansteigen in den vier letzten Tönen der Tonleiter gibt dem Ganzen ein eigenartiges Gepräge. Hieran schließt sich das Duett für Sopran und Tenor „Tomine Dens"'. Ein liebtid)C5 Flöten- motio leitet ein, man glaubt Hirten auf der Weide zu hören. Lei den Singstimmen fällt auf, wie kunstvoll der ocrschieden- artige Text der beiden Stimmen in einander verwoben ist. Ob Lach damit ausdrückm wollte, daß Vater und Sohn untrennbar per eine im andern aufgeht? Die Begleitung trägt den Charakter des Flütenspiels der Hirten und soll wohl die gläubige, herzenseinfache Anbetung versinnbildlichen. Der Chor nimmt dann in „Qui' tollis" in einem überaus sanften Motiv den Gedanken wieder auf. Das Sanfte kehrt durch alle Stimmen wieder, das geduldige Tragen andeutend. Tann ist dem Altsolo in der Arie „Qui jedes" wieder eine Glanznummer gewidmet. Auch hier fällt an Bach ein burschikoses, lustig temperamentvolles Wesen auf, das sich in gefälligem 6/8 Takt ergeht, und auch hier ivieder der Oboe und den Geigen eine anmutige Legleiterrolle gibt. Die Altarie löst die schwere Baßarie ,/Quoniam" ab, mit eigenartiger Klangsürbung in der Hornbegieitung. Störend wirkt in der Singstimme das s am Schluß der fick immer wiederholenden Worte solus, sancrus. Dominus, altissimus usw. In dem folgenden Chor „Cum saneto spiritu", der die Herrlichkeit Gottes m jubelnden Tönen verkündet, wirkt überaus reizvoll das in ichönen Harmoniefolge» lang hinansgezogene patris und Amen gesteigert durch die daMtschenttegendeu llvhaiten Pajsagen und schnellen Figuren. Ter Chor „Credo" Nr. 12) fiel auS (zwischendurch erfolgten übrigens auch noch weitere Kürzungen), der nächste Chor beljmibcU cbcnsalls das „Credo". Das folgende Duett für Sopran und Alt ,.Cc in unum" hat eine eigentümlich enggeführte Nackahutmig der Äcvtivc in Sing- und Orchesterstimmen, auch hier das Eüi- heillichc, Zusammengchörende, Jneinanderübergehende betonend. Eigenartig wirkt gegen den Schluß Duetts die düstere Farbe in der Vertonung des Herabsteigens aus lichter Höhe zur sündigen Erde (descendit de coelis.!. Ter Chor singt dann das „Ct incarnatus" und das „(£rucw sixus". In diesem wird weniger das Schaurige betont als der wehmütigen Trauer um das Geschehene, Unfaßlicke Raum ge- gegeben. Eigenartige und l)ervorragend schöne Klangwirkung hat hierin die Stelle über die Grablegung, das passus et eepultus est, das zuletzt still wie ein Grab aiidtlingt, um sofort mit schärfstem Gegensatz in das jubelnde Auserstanden (Et resurrexü) Überzug ehen. In der folgenden Baßarie „Et in spiritum" hat Bach das Gegenstück zu dem 'Sopran- und Tenorduett „Domine Deus"^ geschaffen. Auch hier ein kindliw frohes, wiegendes Spiel mit Hirtenflöten. Ter Chor nimmt dann im „Consitcor" das Bekenntnis aus und preist im „Sanctus" in lieblichen Trioleitgängen, die wie Wellen hinfließen, den heiligen Gott Sabaolh. Einzig schon wirkt hier das iraftoolle, energische sanctus Dominus Deus Sabaoth des Lasses zu dem lang austönenden, gezogenen Sanctus der fünf anderen Chorstimmen, zu dem Spiel der Orgel und des ganzen Orchesters. Plötzlich fällt dann in die Begeisterung der Tenor mit „Pleni sunt" ein und der Jubel eilt in rastloser Bewegung nochmals durch alle Stimmen des mächtigen Chors. Zu der nun folgenden Tenorarie „Benedictus" gibt Bach ein reizendes Solospiel der Violine als Einleitung und als eine in äußerst anmutigen Triolen dahinschwebende Umspielung des Gesanges. Hieran schließt sick das irische, marschmäßigc „Osanna" des Chors, dem die Altarie „Agnus Tei" folgt, ein Stück tiefer Innerlichkeit, weich und scyön in der Begleitung, gewinnend und ansprechend im Gesang. Im Schluß des Werkes erbittet der Chor in dem „Dona nobis" Frieden mit mehr zuversichtlicher Stimmung, als einem flehenden Bitten. Tie H-nwllMesse hatte in Frau Hedy Brügelmann aus Köln .Sopran, Fräulein Agnes LeyoHecker aus Berlin D'llt, Herrn Anton Ko hm a nn aus Frankfurt a. M. (Tenor,, Herrn Kammersänger Emil Liepe aus Berlin (Baß, ferner im akademisch en Gesangverein, der durch Mitglieder des K r v n b a u er'sch n Quartettvereins verstärkt war, durch das Vereinsorchester, einschließlich auÄvärtiger Künstler, ferner in Herrn A. Hempel, Organist aus München, der den Orgelpari übernommen, hatte, vorzügliche Darsteller und in dem Großh. ü-moU-Wefle von Nach. (9. Konzert des Gießener Konzert-Vereins.) Gießen, 4. Mai 1906. Wir standen im Zeichn hoher Festtage, am Dienstag Kaiser- Gesuch am Mittwoch in der Stadtkircke die „hohe" Messe. Gießen, erst jetzt eingereiht in die Städte des Kaiferbesuchs, kann auf dem Gebiet der zwuzertdarbietungen schon lange mit größeren Ltädtcn wetteifern. Ter Iaiser roll übrigens vor einiger Zett in Berlin die H-moll Messe mitangehört und von dem gigantischen Werk so gefesselt gewesen sein, daß er den Wagen, der ihn wieder abholen sollte, über eine Stunde warten ließ, um auch den Schluß zu hören, und soll geäußert haben, «er sehe nun, daß nicht Händel allein, wie er geglaubt, Gewaltigstes in kirchlicher Chvr- und Orchestermusi! geschaffen habe.*) In der Thal ist der Eindruck der Bachfcke» H-moll Mette übcrivältigend. Ter Ausspruch Beethovens über Bach, „nicht Bach, Meer sollt' er heißen", hat leine Berechtigung, xie Un- ermeßlichkeit der Tonfülle, die Reichhaltigkeit der Motive hat etwas meerartig Unbegrenztes. An diefem Werk schuf Bach von seinem 47 Lebensjahre an 6 Jahre lang. Es ist die ausgereiste Leistung des besten Mannesalters, deshalb der tiefe Ernst, du große Anlage und kraftvolle Durchlührung. An die Mitwirken- den wie nn die Hörer stellt er dann die höchsten Sllispruche. , Man hat viel über die Entstehung und den religiösen Gehalt oder gar die „llnfessionelle Stellung" der H-moll Messe gestritten. Manche können sich nickst beruhigen, datz der „strenge Lutheraner" eine „katholische" Meise in "Jcuin letzte 7/udere wollen ans ihr doch einen unverkennbar „protestantischen Gust heraushören, während sie Beethovens Mifta wlemnis als hockme Leistung der katholischen Sette preften. Auch hat man ich gefragt, ob Bach die Messe schrieb, um den Titel eme» fmhfttchen Hofkapellmeisters zu erlangen, oder um sich bei dem katholischen .Hof überhaupt gerade mit einer so grandiosen Messe besonders in Gunst zu setzen. Uns braucht es nickst zu flimmern, was dem allen Thomaskantor die Feder in die £mnb ircüatc. Genug, daß er uns ein Werk hinterlassen Hal, das, wie jebe gute Mustk, andächtige Stimmungen oder religiöse Gefühle und Vorstellungen auAlvst und sich über kleinlichen Parteistreit erhebt. *) Das ist unfern Lesern bereits bekannt. Wir haben in unserer Nummer vom 18. April berichtet, daß der Kaiser der Aufführung der H-rnoll Messe durch den Berliner Phllharinonischen Ckor beigewohnt und sein Auwmobil für 9ist Uhr zur Heimfahrt bestellt hatte, aber nach seiner eigenen Aeußerung durch das Werk so ergriffen wurde, daß er bis zum S-chlusfc blieb. Er bemerkte dein 'Dirigenten Prof. Ochs, daß für iIn: fortan nickst mehr Händel als Oratorienkompanist den Gipfel der geistlichen Musn bcbente; Lach habe ihm eine neue Welt erschlossen, die H-moll Ptesse habe ihn Lachsckw Bedeutung für die mul italische Kunst M recht erkennen gelchrt. D, Red. Aus dem Reichstag. R. Berlin, 3. Mcki. Die heimflüchtigen, in Berlin weilenden Russen hatten sich von! bier heutigen Reichsttttzsdebtttte über die vom Berliner Polizeipräsidenten verfügten Russenausweisungen ganz Besonderes versprochen. Sie saßen dichtgeschart in Erwartung auf den Tribünenbänken, konnten aber ein gewisses Bessernden nicht unterdrücken, daß sich im Reichstag — zunächst wenigstens — nur ein beschränktes Interesse für die Äusweisungsfiage kundgab. Das Erstaunen der Gäste wuchs, als Staatssekretär Graf Posadowskh in Vertretung des ReiMkcmzlers erklärte, die Beantwortung der sozioldemokrcuischen Interpellation a b l e h n e n zu müssen, aus Kompetenzrücksichten, weil die einzelsraat- llche Verwaltung in dieser Angelegenheit zuständig sei. In Konsequenz dieses Standpunktes kann die Regierung natürlich auch nicht anerkennen, daß die Ausweisungen ungesetzlich sind und in Widerspruch stehen mit den Bestimmungen des russischen Handelsvertrags. Der Erfolg der Interpellation konnte also bestenfalls ein moralischer sein, und Bebel gab sich in seiner leiden- scl>astli.chen Anklagerede redlicb Michc, diesen Erfolg zu sichern. Er stützte sich auf eine Fülle von Material, aus dem hervorging, daß nicht nur „Schnorrer und Verschwörer" von dem Ausweisungsbefehl der Berliner Polizei betroffen loorben sind. Bebel nannte das Verfahren der Polizei „leichtfertig", es spreche daraus „die Freude am Ruinieren von Existenzen". In seiner Verteidigung der frusfischen Arbeiter, die ebenfalls des preußischen Landes verwiesen wurden, ging der SoKialisteuführer soweit, diesen Arbeitern die üb erleg euere Intelligenz gegenüberden deutschen Arbeitern zuznerkennen. Ob diese llebertreibung notwendig war, um die nichtrevo- lutionärc Gesinnung der Russen darzutun, darüber werden die deutschen Arbeiter vielleicht anderer Meinung sein, als Bebel. (Seinen Haupttrumpf spielte der Redner zum Schluß ans mit der Behauptung, die Berliner Polizei habe sich eines Verbrechens sch-uldig gemacht- In den Bei- salls- und den Entrüslungssturm, die gegeneinander prallten, dröhnte die Glocke und der Ordnungsruf des Vizepräsidenten Grafen Stolberg. Der Tumult Hub aber bald von neuem an. Mg. v. Oldenburg (kous.) sprach mit schriller Kom- inandosiimme den Exekutivbehörden seinen Dank aus für das schneidige Vorgehen gegen die „lästigen" Ausländer. Deutschland habe keinen weiteren Bedarf an „Revolutio- uären", und die Sozialdemokratie sei am wenigsten berechtigt, sich zu entrüsten, denn wer bei ihr sich mißliebig mache, fliege kurzer Hand hinaus. „Besser zu hart, als zu schlapp. Für eine andere Praxis den russischen Zuwan- derern gegenüber hat das deutsche Volk kein Verständnis" — so votierte Herr v. Oldenburg unter dem lärmenden Widerspruch der Linken. Eine entsprechende Antwort erteilte ihm Mg. Pohl (Frs. Volksp.'. Durch den Unfug der Massenausweisnngen werde Deutschland in der ganzen Welt lächerlich gemacht. Auch Abg. Tr. Spahn stellte die Rücksichtnahme auf die nationale Würde in den Vordergrund. Er rügte scharf, Deutscher Reichstag. 83. S i tz u n g vom 3. Ai a i 1906. Auf der Tagesordnung steht eine Interpellation der Sozialdemokraten, betrcssend Älusweisuug russischer Staatsangehöriger. Staatssekretär Graf PosabomSki): Aach Artikel 4 Absatz 1 unterliegt allerdings die Fremdenpolizei der Beaufsichtigung unb Gesetzgebung durch das Reich. Diese Versasiungsbeslimmung habe aber zunächst einen provisorischen Charakter, so lange sie nicht durch Spezialgesetz in den Einzelstanten geregelt sei. Tie Einzelstnaten blieben daher so lange selbständig. Zwischen Nußlnnd und Deutschland bestehe ein besonderer NiedcrlassungSvertrag iiicht. Die Frage der Fremdenpolizei werde aber auch in den Verträgen des deutschen Reiches mit zahlreichen Staaten überhaupt nicht berührt. Hier kämen Bestimmungen der Einzelslaaten in Frage. Aus diesen materiellen Gründen lehne der Reichskanzler die Beantwortung der Interpellation ab. (Beifall rechts.) Auf Antrag des Abg. Singer (Soz.) tritt das Haus in die .Besprechung der Jnterpellatton ein. Abg. Bebel (Soz.): Ganz gewiß sei die Frage der Ausweisung von Ausländern eine Angelegenheit der Einzelstaaten. Früher habe der Reichskanzler zu einer solchen Interpellation allerdings eine andere Haltung eingenommen. Die Ausweisung von Ausländern berühre das Reich aber in einem sehr hohen Maße, daß die Interpellation und ihre Besprechung in diesem Hause durchaus berechtigt sei. Es sei unzweifelhast, daß auf Grund des § 1 des russisch-deutschen Handelsvertrages rufsische Staatsangehörige das Recht haben, sich in Deutschland niederzulassen. Es ginge nicht an, daß Leute, die sich feines Vergehens schuldig gemacht hätten, einfach ausgcivieseu mürben. Zn einzelnen Staaten, fo in Preußen und Sachsen, bestündeil jedoch Aeftimmnngen, nach denen Ausländer als lästig ausgewieseu werden können. Der Begrisi lästig sei aber sehr dehnbar und lasse den Ausgewiesenen nicht erkennen, aus tvelchem Grunde er ausgewieseu werde. Die Polizei verfüge ohne Rücksicht auf die Existenz der Betrosscncn. Alle lllassen des russifchen Volkes feien unter diesen Flüchtlingen vertreten. Er gebe jein Wort darauf und mache fein Hehl daraus, daß die Sozialdemokratie solchen Leuten, luenu sic mich Deutschland gekommen mären, Mistel zur Verfügung stellten, damit sie schnell die Grenzen Preußens und Deutschlands hinter sich bringen konnten. Bei den Llusweisungen fet die Polizei von Berlin und auch der Nachbarstadt Schöneberg rigoros und geradezu leicljh’ertig zu Werke gegangen. Aber nicht nur ganz unschuldige Russen hatte» unter >en Ausweisungen zu leiden, sondern auch Berliner Fabrikanten. Diese Schädigung wirtschaftlicher Interessen deutscher Industrieller habe ja sogar die Berliner Handetstammer veranlaßt, dagegen einen Beschluß zu sassen. Wie komme c5, daß den westfälischen Schlotbaronen gestaltet werde, taiiscnde fremdländischer Arbeiter zu beschäftigen. Die Wlinistcr seien eben ergebene Diener dieser Schlotbarone, gegen die sie nichts zu verfügen wagte». Ter Mapitalidmud herrsche bei uns. Eine geradezu sadistische Freude am Ruinieren von Existenzen trete bei den Ausweisungen zlttage. Was würde man sagen, wenn deutsche Staatsangehörige auf gleiche Weise im AiiSlande behandelt würden ? UUius beabsichtige man beim eigentlich mit ben Ausweisungen? Jii Oesterreich Jet es anders. Dort begrüße man es, wenn Mittel gesammelt würden, um die Annen vor Not zu bewahren. Auch die christliche» Grundsätze gebieten, baß man ben Fremdling, bet in Not ist, freiindlich aufnehme. Ein russischer Jude erhielt, bannt er als bcutschcr Spion unb Spitzel nach Rnßlanb zurückkehren foimte, von bei Berliner Polizei einen falschen Paß, bannt sei» Paß bas russische Visum erhalten würbe, eine Bestätigung, baß er Christ sei. Das fei cm Verbrechen der Polizei. (Vizepräsident Graf Stolberg rügt Gefeit Ausdruck. Diesen Zuständen müsse ein Ende gemacht werden, das sei man der Ehre Detttschlands fdjulbig. (Beifall und Unruhe.) Abg. v. Oldenburg (Kons.): Ich glaube, Herr Bebel hat gesagt, der Slouig und die Minister suhlen sich als Diener der kapitalistischen Gesellschaft unb ben Kohlenbaronen gegenüber (der Sozialdemokrat Hoffmann-Berlin ruft: Hatz nid) jesagt, aber bet stimmt!). Wenn er ba5 gefagt hätte, wäre es eine Unverschämtheit gewesen. Ich spreche meine Genugtuung, über bie Nichtbeant- wortung ber Interpellation aus. Die Sozialbemokraten haben bod) selbst bas Prinzip: Wer unbequem wirb, fliegt heraus.- (Heiterkeit rechts.) Tie anftänbigen beutfchen Juden bedanken fid) für die Gesellschaft dieser russischen Juden. In Ausweisungssachen ist eher Härte al5 Schlappheit gut. Ich spreche dem Wtirnfter des Innern und dem Berliner Polizeipräsidenten unseren besonderen Taut aus. Wir haben im Jnlande so reichliche Revolittionäre, daß wir einen Erporlartikel daraus machen könnten. (Stürmische Heiterkeit.) Es isi'unverständlid), roarum die Russen sich an den gegen bie preußische Versassung gerichteten Versammlungen vom 21. Januar benehimgs- weise 18.'Marz beteiligten, bei denen übrigens statt des konsignierte» DülitärS die Feuerspritze unb ber Gummiknüppel genügt hätten. (Bestall rechts.) Abg. Pohl (sreis. Vp.): Eine Aenderung des bestehendeii Frembeiiredits, baS unser Baterlaiid verächtlich mad)t, ist nötig. Die anständigen Juden vervneile» diese Ausweisungen. Diese Ailsweijungeil sind, weil sie grundlos sind, ein flagranter Rechts- brud), ein Bruch der Verträge, und schädigen baS Llnsehen unb das Vertrauen, welches Teutschlanb im Auslände noch genießt. Abg. 2r. S p a h ii (Zentrum) wünscht, daß bie verbündeten Regierungen sich darüber verständigten, daß über Fratzen der Frenidenpolizei hier im Reichstage Auskunft gegeben wird. Es wäre gut gewesen, wenn der preußische Minister des Junenl sofort irgendwelche Unrichtigkeiten bei den Behauptungen Bebels berichtigt hätte. Wichtiger als die einzelnen Answeifungen sind btc Erörterungen über bie prinzipielle Stellung bes Bundesrats und dcS Reichskanzlers zu der Frage, warum diese Interpellation nicht beantwortet wirb. Wir haben das Recht, über bas Reich an- gehenbe Beschnlbigungen Anskunst zu verlangen, damit wir unS tlav werben können, ob ein Reichs-Frembengesetz nötig wird. And) vom Kultiirstanbpunkt aus habe» wir ein Recht, darüber zu wachen, ob baS Gastrecht ber Auslänber richtig gewahrt bleibe. Ich kann nur ben Wunsch auSdrücken, baß die verbündeten Negierungen wieder auf ihren srühei^ii Standpunkt in der Frage der Fremde.i- polizei guriicftommc. (Beifall.) Abg. Lattman » (Wirtsch. Vgg.): ES ist nicht der Fall, baß Nr. 104 Erstes Blatt 156. Jahrgang Freitag 4. Mai 1906 e'll*nts‘]mtollAl* D A • mon«t?id)75$“tertd. ss- fitipfepitpr w® ,.S'&VJlVllvIlvL 4llllvlllvl Redaktion, ** General-Ameiaer v Verantwortlich töt und Druckerei: den potit und allqem. MM Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW Anzeiger Gießen. v zeigenteil: Hans Beck. fm Artikel 1 des deutsch-russischen Handelsvertrages ein Nieder- kassrmgsrecht zugesichert werde. Wer sich als Ausländer lästig wache, könne und müsse ausgewiesen werden. Die jetzige Invasion russischer Juden sei erst der Anfang einer größeren Einwanderung. Mit verantwortlich für diese russische Gefahr für Berlin seien die reichen Sammlungen sozialdemokratischer Gelder für die russischen Juden. Seine Partei stimme dem Grundsatz der Ausweisungen zu und begrüße es, wenn die Gesetze gegen die russischen Juden recht scharf ängewendet würden. Er freue sich, daß von der Regierung in patriotischem Interesse ein Unterschied zwischen Balten und dem anderen Gesindel gemacht werde. Abg. v. E z a r l i n s k i (Pole): Es ist ein Irrtum, daß hier hauptsächlich Juden in Betracht kommen. Redner tadelt dann die Ausweisungen, von denen auch viele Polen betroffen worden seien. Abg. B a s s e r m a n n (natl.): Ein Reichsgesctz zur Regelung des Ausweisungswcsens ist dringend erforderlich. Es tft bedauerlich, daß Bebels Rede vom Bundesratstische nicht beantwortet wurde. Mir liegt ein Antisemitismus fern, allein im nationalen Interesse liegt nicht eine Einwanderung von Elementen, unter denen sich so viele Revolutionäre befinden. Abg. Schrader (freis. Vgg.) bekämpft die Ausweisung als einen Rückfall in die Barbarei und eine Schädigung des Ansehens Deutschlands, das nirgends Freunde habe. Auch in Rußland liebt man uns nicht, leicht könnte es in Rußland zu einem Boykott deutscher Waren kommen. Abg. H u ö (Sozd.) klagt, daß Angehörige von Bergarbeiter- Organisationen ausgewiesen werden, wenn sie sich weigerten, als Lohndrücker zu fungieren, sonst aber unbehelligt bleiben. Abg. F r ö h l i ä)Zb. Res. P.) hält diese Frage für eine vorzugsweise jüdische. Selbst die deutschen Juden wünschten keinen Zuzug russischer Glaubensgenossen. Welcher Art die Einwanderer feien, zeigten die Anarchisten Mandelstanmr und Silberfarb. Deutschland müsse sich gegen solche Menschen, schützew Dem Polizeipräsidenten von Berlin ser durchaus Beifall zu spenden. Damit schließt die Debatte. Freitag E i g a r e t t e n st e u e r. preußisches Abgeordnetenhaus. Berlin, 3. Mai. Erster Gegenstand der Tagesordnung ist der Antrag des Abg. Schiffer (nl. , dem Artikel 26 der Verfassung folgende Fassung zu geben: Das Schul- und Unterrichtslvesen ist durch Gesetz geregelt. Bis zu anderweiter gesetzlicher Regelung sindcn hinsichtlich des Schul- uitd Unterrichtswesens das jetzt geltende Recht und die auf Grund desselben von den Behörden erlassenen ober zu erlassenden Urschriften Anwendung. Den Artikel 1'12 beantragt Abg. Schiffer zu streichen. Der Antrag geht an eine Kommission von 21 Mitgliedern. Es folgt die 2. Abstimmung über die beiden Wahlrechtsvorlagen, die gemäß § 19 der Geschäftsordnung vorzunehmcn M. Dbg. Dr. Wiemer (fr. Vp.i lehnt nochmal die beiden ^Vorlagen mit aller Entschiedenheit ab. Seine Freunde seien iGegner des Treiklassenwahlrechts und wollten durch Annahme Lieser Vorlage nicht zur Festigung dieses Wahlrechts beitragen. Abg. Brömel (fr. 35-gg.) wendet sich ebenfalls gegen die beiden 'Entwürfe, die seit der letzten Beratung auch nicht besser geworden feien. Die beiden Vorlagen werden daraus in der Ge- samlabftimmung gegen die Stimmen der Freisinnigen und Polen angenommen. Letzter Gegenstand der Tagesordnung ist die erste Lesung des Entwurfs über die Zulassung einer Ve r.schinl du n gsgre nze für land- ober fvr st wirtschaftlich genutzte Grund- ;stücke. Abg. Frhr. v. Putlitz (fionf.) ist der Ansicht, daß Ler vorliegende Entwurf materiell sehr wenig biete. Er begrüße «zwar diesen Gesetzentwurf mit Freude als ersten Schritt zur .Abhilfe. Abg. Glatzel mlj führt aus, daß seine Freunde eine Abwartende Stellung einneymen und ihre endgiltige Stellung- jNahme erst von dem Ergebnis der Kvmmissionsberatung abhängig ^machen könnten. — Äbg. Dr. Crüger - Hagen (fr. Dp.): Es gibt keine schwierigere Frage als die der Entsckmldung des ländlichen Grundbesitzes. Eine rationelle Entschuldung dnrchzuführcn, fist ein Ding der Unmöglichkeit. Glatzel batte Recht, wenn er »meint, auf den ersten Blick sehe die Vorlage völlig harmlos aus. ^Es handelt sich aber darum, was für Ävnseauenzcn daraus entgehen können. Herr v. Putlitz hat daraus hingewiesen, daß iburds die Statistik jetzt die von der reckten Seite längst hervor- kpehobene Ueberschuldung erwiesen sei. Man kann aus' der Sta- nstik mancherlei lierauslesen, aber die Ueberschuldung der Landwirtschaft kann ick aus der dem Gesetzentwurf mitgegebenen Statistik nicht herauslesen. Durch das Gesetz würde der Personal- krctnt in ganz bedenklicher Weise beeinflußt werden. Die Genossenschaften werben sich sehr überlegen müssen, ob sie einem Landwirt, der die Verschnldungsgrenze hat eintragen lassen, den höheren Kredit gewähren können. — Landwirtschastsminifter von Podbielski: Es ist Pflicht des Staates, für die Landwirtschaft zu sorgen. Und wenn auch das Erbrecht vielfach an jder schlechten Lage der landwirtschaftlichen Grundstücke schuld ist, sv müssen wir doch Versuchen, ob der vorgeschlagene Weg gang- dar ist. Von einem Risiko kann insofern keine Rede fein, als die landwirtsckw.stlichen Taxen außerordentlüb vorsichrig sind. jTa die märkische Landschaft einige Millionen zur Verfügung gestellt hat, um diesen Weg zu gehen, dürfen wir diesem Vorgehen ifeine Hindernisse in den Weg legen. Ich hoffe, daß die Landwirtschaft bei Besserung der Verhältnisse wieder der Eckstein unseres Staates werden wird. .Universitäts-Musikdirektor Trautmann einen ausgezeichneten «Dirigenten. Bei der Fülle des Geleisteten und Gehörten ist es schwer, einzelnes besonders herouszugreifen. Es ist oben bei Besprechung der einzelnen Nummern schon auf die Schönheiten, die bei der Aufführung durckiveg zur vollen Geltung kamen, hingewiesen övorden. Welche Kunst, Aufopferung und Ausdauer, welche Mühen nötig sind, um ein solches Werk zur formvollendeten Aufführung zu bringen, und eine solche war es, das k.mn wohl auch der ermessen, der nicht in Einzelheiten eindringt. Das Orchester bewältigte leine Aufgabe gut, der Ehvr sang flott und energisch, die chromatischen Schwierigkeiten fehlerfrei, tauch das hohe h im ,,Credo" kam sauber heraus, der Ehor- ksvpran war durchweg frisch und kräftig, dem Alt hätte man manch- imal mehr Kraft gewünscht, so im „Et incarnatnS", allerdings ihat hier Bach wegen des 2. Soprans die Mtpartie besonders ilief gehalten: der Tenor zeigte Schneid und Ausdauer, der Baß war sattelfest, das konnte man an der »sicht leichten Stelle et iternm ventnrus est cum gloria im „Et resurrexit“ bemerken. i Tie Solo Partien, Sopran, Alt, Tenor und Bäß, sowie Geigen- jfafo, lagen durchweg in guten Händen Im „Laudamus" war das Geigensolo brillant. Unter den Solosingstimmen sprach uns «ganz besonders die Vertreterin der Altpartie an. Das Trillern amd Jauchzen in der Dlltarie „Laudamus" war herzerfrisckieud, ber kräftige, frische Zug, das Schwungvolle ließen dieses Stück ßu einer Glanznummer werden. Erstaunlich war die Taktsestig- keit. Das jubelnde adoramus, glorificamus te am Schluß des .„Laudamus" war hervorragend Ebenso ansprechend war die Altar je „Qui jedes", die die Künstlerin mit herzlichem Ausdruck fang und in d.w sie für den reichen Umfang ihrer Stimmittel Mirzügliche Verwendung sand. Reinheit im Ton, in den Jvtcr- ^alün, in der Aussprache, das schöne fpmvathische Lrgan, das «uw in der Tiefe ausgiebig war, kamen vollends zu ihrem -Reckt in der Altarie „Agnns Dei", mit einem Wort: ein musi- tanjcher Hochgenuß ^^Auch der Baßsolist erneute uns durch seinen „herzhaften", kräftigen Baß. An das tiefe fis in ,.Et in spiritum“ wollte er ^allerdings nicht heran auch sang er den G. und 7. letzten Takt {her Gesangspartie dieser Arie in der Haupt'-robc und int Konzert Puders, als im Klavierauszug vorgeschrj l en. Seine Baßarie Qnoniam" war eine präckstige Leistung Sopran, und Tenor sangen ebenfalls flott und frisch, auch das Orgelsviel war anzuerkennen. Zum Schluß sei der bekannten Tüchtigkeit des Dirigenten jgedacht und ihm der Tank dafür ausgesprochen, daß er es Ermöglichte, uns in Gießen ein so schtveres, sonst nur in größeren Städten aufführbares Werk zu Gehör gebracht zu habeu. R. I Abg. Dr. R ewv-ldt (ft) begrüßt die Vorlage und erklärt, daß seine Freunde an ihrem Zustandekommen gern mitarbeiten werden. (Beifall.) — Mg. v. Arnim lkons.) hält die vorliegende Maßregel für eine solche, die, wenn sie in zweckmäßiger und praktischer Weise angewandt wird, immerhin vom agrarpolitischen ^Gesichtspunkte betrachtet in der Praxis noch bedeutsam werden kann. Er beantragt Bcrweiftmg an eine Kommission von 21 Mitgliedertt. — Abg. Stull (Ztr.) sieht in der Vorlage anch einen kleinen Schritt zur Besserung der bäuerlichen Verhältnisse. — Abg. Brömel (fr. Vg.) ist der Ansicht, daß von einer Verschuldung nicht die Rede sein kann. Ter Entwurf sei einseitig, nur im Interesse einer kleinen Zahl Privilegierter gemacht. Der Kommissionsbcratung stimmt er zu. — Abg. Dr. v. Wvyna (ff.) sieht in dem Gesetzentwurf den bescheidenen Extrakt aller geäußerten Wünsche und beantragt Verweisung an eine Kommission von 21 Mitgliedern. Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, 3. Mai. Anwesend: Oberbürgermeister Mecum, Beigeordneter Hcyligenstaedt, die Stadtverordneten: Brück, Dr. Ebel, Eichenauer, EmmeliuS, Euler, Faber, Dr. Gutfleisch, Dr. Haberkorn, Haubach, Heichelheim, Helfrich, Helm, Huhn, Jann, Jughardt, Keller, Kirch, Krunun, Leib, Löber, Orbig, Petri, Schaffstaedt und Wallenfels. Der Kaiser an und über Gießen. Der Vorsitzende teilt mit, daß ihn Se. Majestät der Kaiser beauftragt habe, der Bürgerschaft seinen Dank für die hübsche Ausschmückung der Stadt zur Kenntnis zu bringen. (Lebhafte Bravorufe.) Weiter wolle er mitteilen, daß der Kaiser wiederholt die Schönheit der Garnisonsstadt Gießen überhaupt, wie auch das hier zwischen Garnison und Bürgerschaft herrschende gute Verhältnis betont und seine Befriedigung hierüber auS^sprochen habe. Den städtischen Beamten und Arbeitern, sowie den zugezogenen Unternehmern und ihren Arbeitern wolle er seinerseits im Namen der Stadt wärmsten Dank für den Eifer aussprechen, mit dem sic die Schmückungsarbeiten ausgeführt hätten. Sie hätten tatsächlich mehr als ihre Pflicht getan. Vom Exerzierplatz. Ferner wird mitgeteilt, daß die Gemeinde Wieseck eS ab- gelchnt habe, Gelände zurVergroßerun g dcsExerzier- pla tzcs kauf- oder pachtweise herzugeben, während die Stadt Gießen sich ihrerseits früher bereit erklärt hatte, das ihr gehörige Gelände abzutrcten, falls auch Wieseck dies tue. Die Geläudetaxatiou zur Kläranlage. Oberbürgermeister Mecum verliest sodann eine längere Erklärung über die in den letzten Sitzungen erörterten Geländetaxationen der Lokalkommission für das für die Zwecke der Kläranlage zu enteignende Gelände und die daran sich anschließenden Erklärungen in der Presse. U. a. erklärt er, cs sei nicht richtig, daß er 18 Prozent über die Taxe der Lokalkommission geboten habe. Die Bürgermeister Leun und Schaum hätten ihm erklärt, daß sie glaubten, die Besitzer der in Frage kommenden Grundstücke seien mit der Abtretung einverstanden, wenn 15 Prozent über die Taxe von der Stadt bezahlt werde. Er habe darauf erwidert, beide Herren sollten fragen, ob sie mit den 15 Prozent einverstanden seien, er wolle dann die Sache der Baudeputation rtnterbreiten. Später hätte Bürgermeister Leun ihm mitgcteilt, sie wollten 18 Proz. mehr, worauf er erwidert habe, er werde eS der Bau- dcputation vorlegen. Diese hübe daraufhin den VcrgleichS- vorschlag abgclehnt. Er habe in der Sache dem Stv. Helfrich keinen persönlichen Vorwurf gemacht, sondern nur gesagt, daß die Nebernahmc der Mitgliedschaft in der Lokalkommission mit seinen Pflichten als Stadtverordneter in Widerspruch stehe. Dem Stadtv. Helfrich war das Gebot der Stadt bekannt, er hielt es für zu niedrig, deshalb hatte cr nicht in die Lokalkommission gehen dürfen. Stadtv. Helfrich hält diesen Vorwurf nicht für berechtigt, er habe sich der Abstimmung enthalten. Er habe ausdrücklich erklärt, er unterschreibe nicht, als beschlossen worden sei, die OrtSgerichtstaration von 1904 als Grundlage zu nehmen. Auch habe er in der letzten Sitzung nichts davon gesagt, daS Gelände am Philosophenwald sei weniger wert als das zur Kläranlage benötigte. Bezüglich des Angebots der 18 Proz. berufe er sich auf die Erklärungen der Bürgermeister Leun und Schaum. Es sei schwierig für ihn, kurzerhand auf die sorgfältig vorbereitete Erklärung des Ober- bürgenneisters zu antworten, aber er weise jeden Vorwurf zurück und werde, wenn es gewünscht werde, dies auch öffentlich tun. Oberbgm. Mecum bemerkt, es sei gleichgiltig, ob S-tadtv. .Helfrich sich der Abstimmung enthalten habe. Der springende Punkt sei, daß Stadtv. Helfrich ein Amt übernommen habe, von dem er gewußt hätte, daß er die Interessen der Stadt schädige. Stadtverordneter Han b ach lueift daraus hin, daß auch die Stadtverordneten Haübach und Löber in Lokalkommissionen tätig gewesen seien und niemand daran Anstand genommen habe. Oberbürgermeister Mecum bemerkt, es sei solange kein anderes Amt von einem Stadtverordneten zu übernehmen, als zu befürchten sei, daß er damit die städtischen Interessen schädige. Stadtv. Löber weist darauf hin, daß Stadtv. Helfrich schon in der letzten Sitzung dagegen protestiert habe, bei der Abstimmung über die Daxe mitgewirkt zu haben. Tas müsse im Protokoll gewahrt sein und der Wahrheit müsse die Ehre gegeben werden. Taxen würden auch sonst geändert. Der Vorsitzende erklärt, die Taxe Von 1901 habe Helfrich unterschrieben, und auf diese allein komme es au. Er habe Stadw. Helfrich auch keinen Vorwurf gemacht, daß er als Ortsgerichtsmann zu einer höheren Taxation gekommen sei, sondern daß er das 9üitt als Mitglied der Lokalkommission angenommen habe, nachdem cr gemußt hätte, daß das Land höher geschätzt werde. Stadtverordn. Helfrich erklärte, er habe in der Lokalkommission die Interessen der Stadt vertreten und das Gelände nicht höher und nicht niedriger geschaht, als sein wirklicher Wert betrug. Gerade er habe die Preise zurückgeschraubt, denn die anderen hätten viel höher geschätzt. Auf die Erwiderung des Vorsitzenden, daß Stadtverordneter Helfrich zweimal vor dem Provinzialausschuß gegen die Interessen der Stadt gesprochen habe, ohne gefragt zu sein, erwidert dieser, cr sei als Auskunftsperson verpflichtet gewesen, die verlangte Auskunft zu geben. Stadtverordneter Petri führt aus, nach seiner Ansicht sei Stadtv. Helfrich der Ansicht gewesen, daß cr mit seinem Eintritt in die Lokal- kommission der Stadt nützen werde. Stadtv. Helfrich fei mit keiner Schuld belastet und habe nach bestem Wissen imd Gewissen gehandelt. Er meine, man solle die Sache fetzt fallen lassen. Stadtv. Sjruntnt weist darauf hin, daß dieselben Herren, die sonst nicht genug über die Not der Landwirtschaft jammern könnten, hier zu so hohen Taxationen gekommen seien. Er mache niemaubcnt einen persönlichen Vorwurf und sei überzeugt, daß jeder nach bestem Wissen gehandelt habe, aber es' sei mißlich, als Stadtverordneter bei solchen Sachen gewissermaßen zwei Herren zu dienen. Stadtv. Helfrich weist nochmals darauf hin, daß auch schon andere Stadtverordnete in Lolalkommissionen Mitglieder gewesen seien. Stadtv. H a u b a ch hält die Schätzung für übertrieben, aber er sei überzeugt, daß Helfrich nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt habe. Auch er sei schon in Lokalkommissionen gewesen, aber nur einmal bei einer die Stadt angehenden Sache, und dabei habe sich seine Ueberzeugung ntit dem städtischen Interesse gedeckt. Er sei der Ansicht, daß es' dem Oberbürgermeister gelungen sei, die ihm öffentlich gemachten Vorwürfe zu widerlegen. Es könne sich auch nach der Sachlage bei dem Angebot der 18 Proz. gar nicht anders verhaltet!, als der Oberbürgermeister bargetan habe. Stadtv. Helfrich weist darauf hin, daß die Bürgermeister Leun und Schaum seine Darstellung bestätigt haben. Gegenüber dem Stadtv. Hau- bach wolle er bemerken, daß seiner Taxation die Taxation der Feldbereinigung mit 62 Pfg. zugrunde liege. Stadtv. H a u b a ch hält auch diese für zu hoch Der Vorsitzende gibt seiner Hoffnung Ausdruck, daß die große Mehrzahl seiner Sck)ilderung glaube. Stadtv. Heiche lheim kann sich gar nicht denken, daß die Vorgänge bei der Taxation sich anders abgespielt hätten, als der Vorsitzende sie geschildert habe. Vaugesuchc, städtische Arbeiten und Lieferungen. Karl Nikolaus hat wegen des Geländes Ecke Moltkestraße und Roonstraße einen Kaufvertrag mit der Stadt abgeschlossen, der nunmehr im Wortlaut vorliegt. Der Plan wird genehmigt und der Bauplan für das von Nikolaus dort zu errichtende Gebäude nach den torliegenden Plänen gutgeheißen. Ter für einen Erker erforderliche Dispens wird befürwortet. Einem Gesuch von Georg Schwan EL Neustadt 75 um Anschluß an das Elektrizitätswerk kann trotz aller Bemühungen nicht entsprochen werden, da das Kabel durch einen Privatweg gelegt werden muß und die Besitzer dieses Weges mit der bedingungslosen Benutzung dessewen nicht einverstanden sind. Es wird nach kurzer Debatte beschlossen, durch mündliche Verhandlung eine Einigung mit den Besitzeim des Weges zu erstreben und dabei auch die Niederlegung der Reste des Hombergerschen Fabrikgebäudes in der Westanlage anzubahuen. Die Ergiebigkeit des Hubertusbrunnens hat so nachgelassen, daß eine neue Queklfassung erforderlich wurde. Diese wurde mit Erfolg ausgeführt, sodaß jetzt 112 Kubikmeter täglich statt zuletzt 18 erzielt werden. Ter bewilligte Kredit reichte jedoch nicht aus, sodaß 6500 Marl nachbewilligt werden. Für die Verbesserung der alten Stollen- anlag e bei Großen-Buseck wurden 2250 Mk. gebraucht, während nur 2000 Mk. bewilligt waren. Ter Mehrbetrag wird genehmigt. Für die A n l a g e eines Schachtes zum Wasser- v e r t e i l u n g s k a st e n bei der Bürgermeisterei werden einschließlich der Kosten des Verteilungskastens, der schgdhast ist und erneuert werden muß, 670 Mk. bewilligt. (Schluß folgt.)___________________________ Aus Stadt uno £attO* Gießen, den 4. Mai. * * Gcrichtsschrciberaspiranten werden seit dem 30. April bis auf weiteres mit Rücksicht darauf, daß die Zahl der sich meldenden jungen Leute ungeachtet der ungünstigen 9lussichten, die bei der Ueberfüllung des Berufs für ihr späteres Fortkommen bestehen, keine Abnahme zeigt, zur Vorbereitung nicht mehr angenommen. Auf bereits zu- gelassene Aspiranten findet die Bestimmung feine Anwendung. * * Auswanderung nach Brasilien. Einer Notiz des in Dortmund erscheinenden Wohnungs- und Stellungs- anzcigers „Srcmonia" vom 25. Februar d. I. zufolge sind in der Gegend von Schmidthorst, Kreis Ruhrort, Personen tätig, um Arbeiter zur Aliswanderung nach Brasilien anzuwerben. Es ist anzunehmen, daß diese Tätigkeit sich aus den brasilianischen Staat Sao Paulo bezieht. Für den Fall, daß die Tätigkeit dieser Agenten sich auch auf das Groß- Herzogtum erstrecken sollte, wird davor gewarnt, den verlockenden Vorspiegelungen, mit denen sie an auswandenmgs- luftigc Personen herantreten, Glauben zu schenken. Die Angaben und Anerbietungen der Betreffenden sind mit Vorsicht aufzunehmen. * * Vesitzwcchsel. Bäckermeister Fritz Schreiner, Lindenplatz 4, erwarb von seinen^,Nachbar daS Haus Ecke Zozelsgasse und Lindenplatz für 42 000 Mk. X Laubach, 2. Mai. Zwei für unsere Stadt wichtige Ticitbauten werden im Laufe der nächsten Wochen in Angriff genommen. Tic Arbeiten zum Amtsgerichtsgebäude werden Ende dieses Monats begonnen und das Gebäude soll bis zum Herbst im Rohbau vollendet ein. Die Pläne zum Gaswerk sind gegenwärtig zur Prüsung am Ministerium. Die Gasgesellschaft hofft das Werk bis Weihnachten vollenden zu können. Mehrere Nachbarorte haben bereits ihren Anschluß an die Zentrale beschlossen. — Die Bahnstrecke Laubach - Mücke zeigt einen wachsenden Güterverkehr, besonders ist es Ban-, Brenn- und Werkholz, das die ausgedehnten Waldungen zwischen Laubach, Freien- een, Weikartshain und Gonterskirchen liefern. In der Nähe der Bahnstrecke sind mehrere Schneidewerke entstanden. Das Holz wird größtenteils auf der Holzverladestclle Laubacher Wald, die zugleich dem Personenverkehr Gonterskirchens dient, verladen. Zwischen Freienseen und Gonterskirchen ist eine Straße projektiert, die die Vortadcstellc schneidet. Die Bahnbehörde beabsichtigt, auf der Strecke mit Rücksicht auf den tarfen Gütertransport stärkere Schienen und Schwellen einzu- fegen. Die Holzpreise sind durch die Bahn sehr gestiegen, sodaß die Stadt jährlich ca. 5000 Mk. mehr einnimmt gegen rühcr, nämlich im ganzen ca. 25 000 Mk. p. Aßlar (Dill), 2. Mai. Gestern ist die bekannte Gastwirtschaft Zipp an Herrn Wilh. Diehl von Ehringshausen übergangen. Der neue Besitzer ist viele Jahre in Afrika gewesen. Im Burenkriege wurde er hart mitgenommen. Die Engländer nahmen ihn sogar für längere Zeit gefangen. Nach dem Kriege verließ er deshalb mit feiner Familie den zur zweiten Heimat gewordenen Orangcfreistaat und kehrte in seine Heimat Ehringshausen zurück. Kursblatt des Eichener Anzeigers Van! für handel und Industrie vom 3. 2Hai (906. vepositenkasse Gießen. Staats-Anleihen. a. Tetttsche. 31/, Deutsche Reichs-Anleihe...... 3 do. do. ...... 3'/, Preußische ConsolS....... B do. do. ....... 4 Badische Anleihe v. 1901 unk. 1909 3*/ do. do. von 1892 u. 94 . . 87, do. do. v. 1902 unk. b. 1910 . 3 do. do. v. 1896 ...... 4 Dayr. E.-B.-Anl. unk. b. 1906 . . . 3V, do. E.-B. u. Allg. Anl...... 3*4 do. Landeskultur-Rente..... 3 do E.-B.-Anl......... 3'/, Bremer St.-Anl. v. 1888, 92, 99 . . 3 do. do. v. 1896 unk. 1912 . 3 Hamburger v. 1902 unk. b. 1912 . . 4 Hamburger St.-Anl. amrt. 1900 n. 1909 . 3'/, do. do. do. v. 18tz7,91,93,99 3 do. do. bo. b. 1886,97,1902 4 Hessische St.-Rente....... 4 do. St.-Anl. v. 1899 ..... 3'/, do. Anl. abgcst........ 3% bo. bo.......... 3 do. bo. . . ....... 3 Sächsische Rente........ 3'/, Württembg. v. 1875—80 abgcst. . . . 3 7, bo. v. 1900 ....... 37, bo. v. 1903 ....... 3 bo. v. 1896 ...... . 100.30 88.35 100.35 88.35 102.30 99.— 9890 101’15 99.10 88*— 98.40 86.- 102’40 98.80 103.10 99 20 85.70 87.25 99.35 99.60 99.80 89.— b. Ausländische. L Europäische. <*/» Bosnien u. Hercegov. v. 1902 nnk. 1913 Kr. 4 bo. do. ....... 5 Birlgar. Tab. Anl. v. 1902 i. <8. . M le/i» Griech. E.-D. v. 1890 steuersr. . Fr. l'/4 do. Monopol-Anl. v. 1887 . . 4 Italienische Rente......Lire 27io do. da i. G..... „ 47, Oest. Silber-Rente......ä. fl. 47$ do. Papier-Rente...... 4 do. Gold-Rcnte...... öff.G 4 do. einbeitl. Rente (conti.) . . . Kr. 4 do. Staats-Rente..... 4 Oest. E.-B. St. Sch.-Bersch. (conti Elisab. Obl.) i. G. steuersr. . . öfl.G. 5*/^ Oest. E.-D. St. Sch.-Bersch, (conti. Franz-Iosef) i. Silb. steuersr. . ö. fl. 8 Oesterr. Lokalb. (verstaatl.) . . . fir. f>74 bo. E.-B. St. Sch.-Bersch. (abgcst. Elisab.-A.) i. steuersr. Pp. . . „ 3 Vortitg. uniflx. v. 1902 Ser. I . . „ bo. unifiz. v. 1902 Ser.HI . . , bo. Spezifiz......... 4 Rum Sn. am ort. Rente 1881/88,92,93 M. 5 bo. bo. Rente i. ®. v. 1903 „ 4 bo. do. do. i. G. ti. 1891 „ 4 do. amort. Rente v. 1894 . . M. 4 do. amort. Rente v. 1898 . . „ 47, Ruff. StaatSanl. ti. 1905 ..... 4 bo. Consolid.-Anl. v. 1880 . . „ 4 bo. Gold-Anl. ti. 1889 .... „ 4 do. Eons. E. B. Ser. I u. II 89 4 do. Gald-Anl. Em. ITT ti. 1890 . 3’/10 do. StaatS-Renle v. 1894 . alt.Kr.Rbl. 4 do. do. ti. 1902 steuersr. M. 37, do. Gold-Anl. ti. 1894 steuersr. . „ 3 do. do. v. 1896 steuersr. . „ 37, Schwedische v. 1880 abgesi..... 37, do. ti. 1890 ..... 3 do........... 37, Schweiz. Eidg. (A.-G.) unk. b. 1911 Fr. 4 Serb. amort. . 1895 (405) ... 4 Span. auSl. Rente ti. 1882 abgcst. Pes. 8‘/, Türk.-Egypt. Tribut.....Lstr. 4 do. priv. ti. 1890 steuersr. 20/10m M. 4 do. ronf. ti. 1890 steuersr..... 4 do. conti, unif. v. 1903 . . . Lstr. 4 bo. Bagbad-Bahn.....„ j 4 Ungarische Gold-Rentc 2025 r . . M. 4 do. StaatS-Rente .... Kr. 37, bo. bo. ti. 1897 stcnerfr. „ 3 bo. (Eisern Thor) Gokdstfr. . M. II. Außereuropäische. Arqeut. tun. G.-Anl. ti. 1887 . . Pes. 5 bo. bo. abgest. 5 do. äuß. E.-B. i. G. v. 1890 . Lstr. 47, do. innere ti. 1888 .....M. 47. do. äußere Gold-Anl. ti. 1888 . Lstr. 4 bo. bo. bo. v. 1897 . M. 17, Chile Gold-Aul. v. 1889 ...... K Chinesische StaatS-Anl. v. 1895. . Lstr. do. do. v. 1896. . „ 47, bo. bo. ti. 1898. . „ 4 ‘ Egyptische unifizierte.....Fr. 37, bo. privil........ - 3 bo. garantierte.....Lstr. 47, Japaner Ser. II v. 1905 ..... 4 bo. v. 1905 ........ n Mexik. amort. innere Ser. I—IV . Pes. 5 bo. cons. äußere ti. 1899 steuersr. Lstr. ,3 bo. cons. innere......Pes 101.30 98*40 53.10 54 45 101.20 101.20 100.75 99.95 100.20 68’75 69.35 91'60 162.35 92 — 91.90 91.70 91.50 81.55 82.25 8L75 74.— 99’20 10L- 82.10 99’50 93.40 89.20 96.80 96.15 87.- 80.10 101.— 100.95 98.50 97.25 91.60 96.30 105.50 102.10 97.85 94.40 87.60 100.65 Eisenbahn-Prioritäten. Inländische. 4 Braunschweig. Landes-E.-B. II E . . 37, do. do. I E abgcst. . 31/, do. do. HIE unk. b.1905 4 Pfälzische........... 37, do. ........... 3 Allgemeine Deutsche Kleinbahnen abg. 60% 37, Südd. Eisenbahn-Ges. Darmstadt . . . 37, bo. do. do. v. 1904 101.20 j 98.15 1 —.— I 95.20 1 95.20 Ausländische. Elisadtty ster-rfr. t. G. . . 2000 4 K. Ferd. 9irbb. 1887 stf. i. S. 4 do. do. 1887 stf. gar. . . 4 Franz-Ios. . . i. S. 200/1000 4 Kaschau-Odrb. v. 1889 i. S. . . 4 do. bo. v. 1889 t. G. 4 bo. do. ti. 1891 i. G 5 Oest. Süd (Lomb.) stf. t. G. 400 4 do. »0. , i. G. . . 2%, do. bo. „ t. G. 500 bo. bo. E. v. 71 i. G. 500 M. 101.25 ö.fl. 100.— * 100’20 ö. fl. 99.80 M. — Fr. iog’— 67.15 Ocst.-Ung. Stsb. 1873/74 i.G. Brünn-RS. 72 stf. i 100 v. 1000/2000 M. 4 Vorarlberg . . 1. S. Lire 500 1889 do. Russische Südost 97 fkurrhr. gar. 80.30 M. 66.30 bo. bo. 500 200 3 4% . 1000 . 500 . 1000 106.50 100.70 87.35 Sard. See. st fr. gar. I u. II Sicilianische steuersr. t. G. v. G. G. G. G. G. G. 500 500 500 500 4 4 4 3 3 (Erqänzgs.-N.) „ v. 1895 fif. i. G. 400 400 400 80.8' 80.80 80.80 80.30 Schweiz. Central ti. 1880 MoSkau-Kasan unk. 1915 StaatSb. 1—vm ö.fl. M. ö.fl. G. G. G. G. S. ti. 83 Em. Em. 1885 M. Tlr. M. Fr. Fr. ti. 1889 I. Rg. ti. 1889 n. Rg Fr. M. 81.50 103.80 103.66 87.80 101.10 79.- 84.50 81.90 82.15 77.70 75.6-. 75.20 100.30 100.80 27,»Ital.stl.gar.E.B.Scr.A-E.'.G. 4 Jtal. Mittclmecr steuersr. i. G. 27,g LtvorneS. Lit. C. D. 11. T> 2 74.40 101.60 101.70 102.20 72.1,0 116.— 104.30 100.— 101.- 100.- 104 50 Salonique-Constant. Jonction . . bo. Monastir . . 2020/4040 bo. bo. bo. bo. do. bo. do. bo. bo. do. bo. 98 nnk. 1909 stlr. gar. do. 1901 tincti. b. 1915 stf. a. Südwest stsr. gar. 408/2040 5 4 3 3 3 3 3 3 3 3 3 4 4 5 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 5 Ryäsan-KaSlaw stcnerfr. gar. do. UralSk steuersr. gar. 404/2020 do. do. 97 steuersr. gar. Warseb.-Wien. stsr. gar. 2020/4040 Wladlkawk. 95 ft fr. gar. 408 2040 Anatolische i. G..... 2040 r bo. i. G. (S. II Erqnz.) 2040 Porig. E. B. ti. 86 Balra Balxa . . 1. G. v. 1891 Prag-Dux v. 1896 „ i Raab-Oed.-Edens. „ i do. do. ti. 91 „ i. do. do. ti. 97 „ t Rudolf .... „ i bo. (Salzkgtb.) stf. i. G. Ungar.-Galizische . ftf. i. 2%oSüdital. (Merid.) @r.A-H. 4 Toscanische Central . . 5 Wests!cilian ti. 1879 . 31/, Gotthardbabn .... 31/, Jura-Dern-Lnzern gar. 37, Jura-Simvlon ti. 1894 Nheinprovinz AuSg. 20 u. 21 nnk. l>. 1902 29 37, Hess. Provinz Oberhessen 37, Alzey 0. Bingen v. 1901 nnk. b. 1906 37, Darmst. abg. v. 79 Lii. U n. 81 Lit. A 4 Erlangen v. 1900 u,nk. b. 1911 i. B. ti. 1900 nnk. b. 1905 4 Freiburg n. 1884 abge 98.40 Fnlda v. 1901 Ser. I 100.10 4 ' Heidelberg 3% Karlsruhe 87.20 8 ti. 1886 u. 88 ti. 1905 unk. b. 1915 100.70 102.60 88. 3 47, Offenbach unk. b. 1904 v. 1898 37, Offenburg 100.50 abgest. . amort. ab 1907 amort. ab 1910 37. 37 do. do. unk. unk. nnk. nnk. 37, 57, 4 37, do. do. bO. bo. bo. de. bo. bo. bo. bo. do. bo. bo. bo. bo. bo. bo. 4 4 37, do. do. do. bo. do. do. 98.60 98.60 98.60 98.70 98.60 d. 1901 v. 1883 37, 4 37, 3" 37, 37, 37, 37, 10250 100.80 98.75 98.50 37, 37, 37, 3 11. 1894 . . ti. 1891 Lit. H ti. 1901 unk. b. 1906 ti. 1888 .... ti. 1895 .... v. 1898 nnk. b. 1903 1905 ..... v. 1888 convert. v. 1897 v. 1902 ti. 1905 4 37. v. 1903 unk. a. b. 1908 ti. 1879 ...... 22 u. 23 . . 10, 12-16, 24-26 nnk. b. 1902 nnk. b. 1908 nnk. b. 1906 Starkenburg . . . a. 5PL Lit. N u. Q abgest. 37, Aschaffenburg v. 1888 ... 4 ’ Augsburg v. 1901 unk. b. 1908 . 4 Babenhausen (Hessen)..... 37, Baden-Baden ti. 1898 nnk. b. 1903 37, Bamberg ti. 1888 ...... 37, Berlin v. 1886/92 ...... v. 1890 ti. 1893 ti. 1896 ti. 1897 ti. 1903 ti. 1905 4 3% 37, 3V, 37, „ R abgcst. . (Straßenbahn) v. 1899 ti. 1901 Abt. I. . . ti. 1901 Abt. II. u. TU 1899 unk. b. 1912 . ti. 1895 v. 1898 37, 37, 3V, 37, 37, v. 1901. . , . . ti. 1894..... v. 1905 ..... ti. 1902 unk. b. 1907 ti. 1903 unk. b. 1908 ti. 1897 ..... 102.55 104.20 1900 unk. b. 1906 1891/92 (abgcst . 1898 ..... 1902 uni b. 1908 1905 ..... 37, Limburg abgest....... 37, Ludwigshafen ti. 1896 . . . 3% bo. v. 1903 unk. b. 190 4 37, 37, b. 1901 . b. 1902 . b. 1908 . b. 1910 . ti. 1881 ti. 1888 v. 1898 ti. 1903 37, Kassel abgest........ 3% Kissingen ti. 1886, 1888 u. 1903 4 ' Köln v. 1900 ...... 37, Kreuznach ti. 1888 u. 1898 . . 37, Lahr v. 1889 ...... 37, do. v. 1902 ...... Gießen bo. bo. bo. bo. do. 1903 v. v. ti. v. v. 4 3 37, Pforzheim v. 1899 unk. b. 1904 unk. b. 1906 Nürnberg v. 1899*1901 . . . bo. v. 1902 unk. b. 1913 bo. bo. Provinzial- nnd Conimnnal- Obligationen. 3% Metz ti. 1903 nnk. b. 1912 . . . 4 München v. 1900/01 nnk. b. 1910/1 37. bo. ti. 1903 untilgb. b. 1908 3% Nauheim v. 1902 unk. b. 1912 37, Neustadt a. d. H. ti. 1889 . . 37, do. v. 1903 unk. b. 4 4 37, Mannheim bo. bo. bo. bo. .V Mainz ti. 1900 unk. b. 1910 . abgest. 1878 n. 83 . . abgest. Lit. J v. 1884 . bo. bo. bo. bo. bo. 37, bo. b. JCUU u. V. 37, bo. ».1894 . . 3% bo. 37, bo. bo. 37, Frankfurt < 4 Stuttgart v. 1895 unk. b. 1905 . . . 3% bo. v. 1904 untilgb. b. 1912 . . 4 Trier v. 1901 unk. b. 1906 .... 37, bo. ». 1899 ......... 37, Ulm v. 1905.......... 4 Wiesbaden ti. 1900 unk. b. 1905 . . . 4 do. ti. 1901 unk. b. 1906 . . . 37, bo. abgest......... 37, bo. n. 1887 ....... 37, do. v. 1891 abgest...... 37, bo. ti. 1896 ....... 37, bo. v. 1898 ....... 3% bo. ti. 1902 Ser. II nnk. b. 1907 4 Worin? v. 1901 unk. b. 1907 .... 37, bo. 0. 1887/89 ...... 37, bo ti. 1896 unk. b. 1901 .... 37' do. ». 1903 unk. b. 1914 . . . . 4 Würzburg v. 1899 unk. b. 1910 . . . 37, bo. v. 1903 nnk. b. 1910 . . . 47, Bukarest v. 1884 conv..... M. 47, do. ti. 1888 conti..... „ 47, do. v. 1895 . . . 4059 r w 47, bo. ti. 1898 ...... 4 Kovenhag. v. 1901 unk. 1011 2043r „ 37, bo. v. 1886 ...... 3 bo. v. 1895 ...... „ 4 Lissabon ». 1886 . . . 2000t 4 Moskau Ser. 30-33 unk. b. 1913 Rbl. 3%, Neavel staatl. gar. . . 1000 r Lire 4 Stockholm v. 1880 ...... M. 5 Wien Kommunal i. G..... „ 5 bo. bo. i. P.....B. fl. 4 do. v. 1898 unk. b. 1908 Kr. 4 do. Jnvest-Anl..... M. 37, Zürich v. 1889 ...... Fr. 6 Stadt Buenos-AireZ v. 1892 i. P. Pes. 47, do. do. v. 1888 i. G. Lstr. 100.40 98*80 102*50 99.15 85*— 86.65 101 50 100 80 10030 100.20 100.— 103.- Aktien ausländischer Transport- Anstalten. Oest.-Ung.StaaSb. Oest.Südb./Lomb Oest. Nordwcst A bo. B . Naab-Odenb. . . 23.10 Gotthardbahn . . I —.— 3tat. Mittelmeer . | — Anatol. Eiscnb. . | 126.30 Srincc Henri .! 147 50 Prag-Dnx St. Akt.1 159.— Standesherrliche Anleihen. 47, Grs. Henckel Hg.v. Tonn. r.L105v.84 4 Fürst!. Solms-Braunfels ti. 1880 . 37, bo. bo. v. 1886 . 37, Gräfl. Solms-Laubach abgest. . . 37, Fürftl. SolmS-Lich...... 37, Gräfl. Solms-RSdelheim ..... 4 " Fürftl. Wittgenstein-Hohenstein . . 4 bo; Psenburg-Büdingen . . 37, bo. Psenb.u.Büd -Birstcin v.1887 4 do. bo. -Wächtersbach v. 1881 M. s.fl. M. 100'.- 98.- 98.— 99.- Bank-Aktien. ReichSbank . . M. 1000/3000 Frankfurter Bank . . M. 1000 Badische Bank . . . Tlr. 100 Bayr. Bank (Münch.) abg. M.1000 bo. Hy».- n. Wcchselbk. s. fl. 500 Berliner Handelsg. . M. 500/1000 bo. Hyp.-Bk. Lit. A M. 1000 bo. bo. Lit. B M. 1000 BrcSl. Tiskontobank Mk. 600/1200 Commerz, n. Diskonto-Bank . . Darmstädter Bank . . M. 1000 (Bank f. Handel it. Industrie) Deutsche Bk. S.I-VII M. 600/1200 Effekt.« n. Wechselb. Tlr. 100 Bereinsbank . . . M. 600 DiSkonto-Gesellschaft M. 600/1200 Dresdner Bank . . M. 600/1200 Dresdner Bankverein . M. 1000 Eisenbahn-Renteu-Bk. . M. 1000 Franks. Hypothek -Bank M. 1000 bo. Hyp.-Kred.-V. M. 600/1200 Mitteld. Bdkr. (Greiz) Au. B.M. 1000 Mitteldsche. Kreditb. . M. 300/1200 Natlb. s. Dtschl. S. IV M. 300/1200 Nürnberger Bank . . . M. 1000 Nürnberg. Bereinsbk. M. 300/1200 Oest.-Ung. Bank . . Kr. 1400 Oest.-Ländcrbank . . 0. fl. 200 Oeft.-Krcdit-Anstalt. . S. fl. 260 Pfälzische Bank ... M. 1200 Preuß. Bodenkreditbank Tlr. 200 bo. Hyp-Akt.-Bk. M. 600/1200 Rhein. Kreditbk. W. 600/1000/1200 Rhein. Hyp.-Dank M. 600/1200 Schaffhaus. Bankvrr. . M. 1000 Südd. Bodenkredit-Bank . fW. 600 Ungar. Kreditbank . . ö. ft. 200 Ilnionbank (Dien) . . ö. ft. 200 Wiener Bankverein . . ö. ft. 200 Württbg. Bankanstalt . . M. 600 do. Bereinsbank , s. fl, 350 Vorl. Dir. 7.04 87, 5V. 3 12.9b 8 4 4 6 67, 7" 12 5 6 87, 77. 1 57, 6'7 5 10 46/, 6 87« 4 7 5 672 9 77. 8 97, 0 Leute Dir. 6.15 87, 9 4V, 7 67. 8' 7 7 12 5 6 9 87, 6 6V, 9 77, 4V, 67, 7 5 7, 10 57r 6 8'/. 47, 77, 7 9 87. 8 7. 155.70 203.— 133.— 92.50 292 50 172.40 123.50 164.— 123.— 122.25 143.90 238.80 112.90 130.80 187.40 161.40 113 80 119.70 237 — 158.7, 96.80 123.40 130.20 117.25 215 60 118.10 102.20 157.— 121.40 143.— 199.10 161.45 187.- 287 — 144.— 149.60 151.50 do. Bdkr. Hyv. (Köln) S. 1 unk. b. 1904 Ser. 2 . Südd. Boden Kr. S. 53 n. 54 unk. b. 1906 bis inet. Ser. 52 bo. 47, Mccklb. Hyp. n. Wbk. Ser. I verl. ä 125 do. bo. bo. bo. do. do. 4 4 unk. nnk. nnk. unk. nnk. b. b. b. b. b. Hyv. do. bo. bo. do. bo. Westd. do. bo. da. bo. bo. do. bo. bo. bo. bo. bo. do. Ser. 5 Ser. 6 Ser. 7 Ser. 3 Ser. 4 1909 1911 1913 1905 1907 Rbein. do. Ser. «9.82 unk. b. 1904 . Kommunal...... 100.75 100.50 100.50 102.— 102.70 96.50 96.50 96.50 97.— 100.25 94.25 100.— 95.50 100.80 100.80 101.60 102.— 102.50 99.10 100.— 94.60 94.90 96.75 100.50 100.70 95.80 95.80 97.50 101.— 101.- 101.40 101.90 102.40 95.40 96.50 101.30 97.90 37, 4 4 4 4 4 37, 3'/, 4 37- 37, do. 37, do. 1. Mannheim unk. b. 190? do. unk. b. 1907 37^ do. bo. Ser. 3 abgcst...... 37, bo. bo. Ser. 2 11. 3 nnk. b. 1905 . 4 Meininger Hyp.-Bk. Ser. - • 4 bo. bo. Scr. •: . ■ . . 4 do. bo. Ser. 7 mit. b. 1906 . 4 bo. ho. Ser. 8 unk. b. 1911 . 4 do. bo. Ser. 9 . . . ■ 37. bo. bo. abgcst. 37, bo. nnk. b. 1905 u. b. Der . nmtschb. 37, bo. nnk. b. 1907 . . . 37, do. Ser. 10 4 Prenß. 37, bo. 5W«t6efen.Sttt..®t. 1 , 8OC/ e bo. | J 4 do. Hyp-B. Zf 4"'.gar.v.b.G.b.l901 37, do. bo. bo. 4 bo. Pfdbr. Bk. S. 1" unk. b. 1908 . 4 bo. do. S. 19 unk. b. 1Q09 . 4 bo. bo. S. 22 nnk. b. 1912 . 4 do. bo. S 25 unk. b. 1914 . 4 do. bo. S. 27 unk. b. 1915 . 87, bo. do. S. 23 unk. b. 1912 . 37. do. bo. S. 26 unk. b. 1914 . 37, bo. bo. S. 17 nnk. b. 1905 . 37, bo. bo. S. 18 unk. b. 1908. 37, bo. bo. S. 24 unk. b. 1912. Staatl. oder provinzial-qarant. 37, Hcss.LandeS-Hyp.Bk. Ser.I—V nnk 1909 37. bn. bo. Kommunal Ser In.II unk. 1909 37, Nassauische LandeSb. Lit. F. G. H. K. u. L. 37, bo. do. „ M. N. P. . . 37, Casseler LandeS-Creditanst. unk. . . . 98.70 98 83 99.70 99.70 Diverse Obligationen. 4 Buderus r. 103........ 5 Dtsch. Luxemb. r. 100..... 47, bo. r. 102...... 47, Eisenb. Rentenbank....... 4 bo. bo. ....... 47, Eisenwerke Lollar r. 102..... 47, Elektr. Derk Homburg r. 103 . . . . 4 D. Atlant Telegraf....... 4 Franken-Allee, garant. v. Frankfurt .. . 4 Franks. Hof r. 105....... 4 Neue Boden r. 102....... 37, do. do. r. 101....... 101.80 102.20 102.70 102.60 100.— 103- 103.10 100.80 102*- Verzinsliche Lose. 4 Badische Prämien.....Tlr. 100 4 Bayerische Prämien .... Tlr. 100 5 Donau-Regulierung .... ö. ft. 100 3'/,Gothaer Präm. Psändbr. I . . Tlr. 100 37, do. do. II Tlr. 100 3 Hamburger v. 1866 .... Tlr. 50 3 Holländische Komm. v. 1871 . . h.sl.100 3'/^Köln-Mindener......Tlr. 100 3'/,Lübecker v. 1863 .....Tlr. 50 2'/,Lütticher v. 1853 .....Fr. 80 3 Madrider abgcst......Fr. 100 4 Meininger Präm. Psandbr. . . Tlr. 100 4 Oesterr. v. 1860 ..... 6. ft. 500 3 Oldenburger.......Tlr. 40 5 Russische v. 1864 . . . alt. K. Rbl. 100 5 Russische ti. 1866 . . . alt. K. Rbl 100 27,Stuhlwcißenb..Raab-Grar . . 5. ff. 150 27, do. do. ex. A. Sch. . 5. ff. 150 bo. Anrcchtscheine..... 159.30 106B0 145.— 135 — 65.— 142.55 160.35 133.90 350.— Unverzinsliche JLose. AnSbach-Gunzenh........ff. 7 Augsburger.........ff. 7 Braunschweig .......Tlr. 20 Finnländische .......Tlr. 10 Freiburger .........Fr. 15 Genna..........Lire 150 Mailänder ........Lire 45 Mailänder ........Lire 10 Meininger .........s. ff. 7 Nenchateler........ Fr. 10 Oestr. v. 1864 ....... 8. fl. 100 Oestr. Kredit v. 1858 ..... 8.ff. 100 Papenh. Gräfl.........s. fl. 7 RndolsS-Stiftung......ö. ff. 10 Türkische.........Fr. 400 do. .... Ultimo... Fr. 400 Ungar. Staats....... 8. ff. 100 Denetiancr........Lire 30 161 — 47*90 487*50 403.— 145.50 146.— 375.- 39— Ptandbriefe. 4 Berk. Hyp.-Bk. (vr. Pommr.) abgcst. 80°/o 37, do. do. abgest. 80°/0 S. 15-19, 21-26, 35, 36 u. 38 4 Frk., Hyp.-Bk. Ser. 14..... 4 bo. bo. Ser. 16 n. 17 Mik. 1910 4 bo. bo. Ser. 18 uuk. b. 1905 4 do. bo. Ser. 20...... 37, do. bo. Ser. 12, 13..... 37, bn. do. Ser. 15 unk. b. 1906 37, bo. bo. Ser. 19...... 37, do. bo. Kommunal L-er. 1 unk. 1910 4 " Frk. Hyp.-Kred.-Der. 4 do. bo. S. 27, 37, 39 u. 42 unk. 1905 4 bo. bo. S. 31 11. 34 unk. b. 1907 . 4 do. do. S. 40 11. 41 unk. b. 1910 . 4 do. do. S. 43 nnk. b. 1913 . . . 4 do. do. S. 46 unk. b. 1908 . . . 4 do. do. S. 47........ 37. do. do. S. 44 unk. b. 1913 . . . 37, bti. bo. S. 28, 30, 32 u. 33 (tilgb.) 37, bo. do. S. 29 unk. b. 1906 . . . 37, bo. do. S. 45 (tilgb.)..... 4 bo. Landw. Kreditbank Lit. D-J . . . 4 bo. bo. Lit. N-P....... 4 Hambg. Hyp.-Bk. S. 141 -> 340 unk. b. 1905 4 bo. do. S. 341-400 unk. b.1910 4 bo. bo. S. 401-470 unk. b. 1913 3'/, Hambg. Hyp.-Bk. Ser. 1—190 unk. b. 1905 37, bo. do. Ser.301-310 unk.b. 1908 37. bo. bo. Ser. 311-330 unk. b. 1913 1 99.80 ' 94— 100.80 102— 1 100.90 * 103— 96.30 96.30 | 97.50 99.— 100— 100.— 100.50 ; 101.30 | 102.30 > 101.30 102.60 ! 100— : 97.— 97.— j 97.60 1 99.10 I 99.50 । 100.60 101.90 102.50 ! 94.60 ! 95 70 Industrie-Aktien. jravksllrler yörle Aschaff.Masch.Pav Reue Boden A. G. Brauerei Binding „ Henninger . „ do. Pr.Akt. Kempff . . „ Mainzer Akt. ,, Reltenmeyer „ Stern(Oberr.) „ Werger . . Zements. Karlstadt Chem. öcb. Anilin „ Blciu.Silb.Dr. „ GrieSh. Elektr. „ Albert . . . Dt. Atl. Telegraph Elektr. Böse Borz. „ Allgem. Berlin „ Lahmeycr . , „ Schlickert . „ Siem. & HalSkc „ Untern. Zürich Farbwerke Höchst. KunstscideFfl.a.M. Masch. Kleyer. . „ Gritzner . . „ Fav.LSchleich. Hamb.-Am.-Pcktft. Nordd. Lloyd . . 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