Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Ale heutige Kummer umfaßt 10 Seiten. nun, dieser Worte des leitenden Ministers ein- gedenk zu bleiben. Tut Herr Eißnert wie jeder andere Staats- oder städtische Beamte seine Pflicht als ein aus daS Gesamtwohl in der rechten, objektiven Weise bedachter Staatsbürger, benutzt auch er seine Erfahrungen im Amte zur besseren Unterrichtung Übel beratener Parteigenossen, tut er das Seine in gehöriger Einfügung in die bestehende Staats- ordnung, dann steht es außer Zweifel, daß feiner Bestätigung als städtischer Beamter die anderer Sozialdemokraten folgen wird, wie es sich nach Recht und Gesetz gehört. Jedes Versäumnis seinerseits nach dieser Richtung hm aber käme seiner ganzen Partei teuer zu stehen. Die Regierung wird seine amtliche Tätigkeit mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgen und ihre Maßnahmen in Zukunft danach treffen. Herr Eißnert mag sich also nach berühmten Mustern die Mahnung gegenwärtig Als ein Teil der National liberal en, d. h. die < ,Nationalliberalen", die unter der Aegide Heyl-Oriola den : knnservaliven Ostelbiern näher stehen als dem Bassermannschen : NatwnalltberaliSmus, auf der bekannten Darmstädter Ver- sammlung gegen die Bestätigung deS Sozialdemokraten Eißnert zum Beigeordneten von Offenbach in recht Lem- peramentvoUer Weise protestiert und die Einbringung einer Interpellation im Landtag angekündigt hatten, da unter- ' breitete Staatsminister Ewald dem Großherzog das Rück- ; trittSgesuch deS gesamten Ministeriums. Der Groß- ; Herzog lehnte das Gesuch natürlich ab, und versicherte , die Minister seines vollen Vertrauens. Damit hätte sich ein preußisches Ministerium und wohl auch jedes andere Ministerium im Deutschen Reich zufrieden gegeben. Anders das hessische Ministerium. Außer der Gunst deS Monarchen schien eS ihm auch darum zu tun, nicht im Gegensatz zur'Vo lks v ertre t u n g die Regierung zu fuhren, sondern mit dieser. Deshalb hat Staatsminister Ewald in der zweiten Kammer mit aller Entschiedenheit die Vertrauensfrage gestellt; allerdings nicht in der schroffen Form, daß nun, bie Billigung oder Mißbilligung der Bestätigung EißnertS durch den Landtag die Entscheidung Über das Verbleiben des Ministeriunis im Amte bringen soll. Vielmehr fragte Staatsmimster Ewald, ob die Mehrheit des Landtags glaube, daß sie — unter Ausschaltung des Emzel- falleS Eißnert — auch in Zukunft mit dem derzeitigen Ministerium zusammenarbeiten könne. Auf dieser Grundlage bot Staatsminisler Ewald die Hand zum Frieden, und die alleruntertänigste Opposition war klug genug, sie nicht zurück- zuweisen. Somit ist ja denn der Friede zwischen der Re- gierung und der bisherigen Regierungspartei besiegelt. Das jetzige Triumphgeschrei von Hessens oppositioneller Rück- schriltler-Presse aber als letzte Szene des Schlußaktes der politischen Sensations-Jntriguen- und Tragikomödie wirkt äußerst burlesk. Diese Sorte politischer Kannegießer klammert sich nämlich gleich Ertrinkenden, die von einem Strohhalm Rettung erhoffen, an den SchlußpassuS der ministeriellen Erklärung: Zum Schluffe betone ich ausdrücklich, daß die Bestätigung des Herrn Eißiierl ohne jedes Präjudiz für die Zukunft erfolgt ist, und daß in elwaigen künftigen Fällen die freie Entschließung der zuständigen Stelle nur unter der selbstverständlichen Veobachtung größter Vorsicht und auf Grund der Erfahrungen im vorliegenden Falle ergehen wird." Dann erblickt die in der Furcht Hey IS erzogene Preffe einen deprezierenden Rückzug des Ministeriums und eine Verbeugung vor der besseren Weisheit der Kammermehrheit I Es wird allezeit Käuze von solchen Einsichtsqualitäten geben, die durch ein geschickt abgesaßteS Diplomatensätzchcn sich verblüffen kaffen. Daß die Bestätigung Eißnerts »ohne jedes Präjudiz für die Zukunft" erfolgt ist, war doch durchaiiS nichts Neues! DaS halte die Regierung im Voraus versichert und durch die Mülheimer Nichtbesiätigung bereits bewiesen. Hessens Groß- Herzog und Regierung werden auch in Zukunft, wie das der Offenbacher und der Mülheimer Fall in ihrer Gleichzeitigkeit von vornherein bewiesen haben, so daß der ganze Protest- rumniel als ein Farce politischen Unverstandes sich von An- sang an erwies, ihre »freie Entschließung" auf Grund vor- sichtigster Einschätzung der Persönlichkeit der Gewählten treffen. Wir haben schon am Tage des Bekanntwerdens der Bestätigung Eißnerts unsere Ansicht dahin kundgegeben, daß sie einen politisch klugen .Versuch" bedeute. Diese unsere Ansicht wird durch des Ministers Bemerkung voll bestätigt, daß für die Regierung ihre „Erfahrungen" aus der amtlichen Bestätigung Eißnerts für die Zukunft maßgebend sein werden. Wer daran je zweifeln konnte, der stehle weinend sich aus dem Kreise politisch Denkender. An Herrn Eißnert und! der gesamten hessischenSozialdemokratie liegt es! geheime Sitzungen dcs Landtags. Wir haben vor kurzem aus Anlaß der vertraulichen Unterhaltung von Mitgliedern der Ersten Kammer über den Fall Eißnert behauptet, daß auch über geheime Sitzungen der Landslände, sofern die Nichlöffent- lichkeit nicht durch die Regierung veranlaßt wurde, eine Veröffentlichung deS Protokolls (mit Verhandlungsbericht) zu erfolgen hat. Nicht etwa, um einer in der Furcht Heyls erzogenen Zeitung, die diese Behauptung als „Ungereimtheit" abtun zu können glaubt, zu entgegnen, sondern, um unsere Leser zu orientieren, wollen wir hier den entscheidenden Artikel 38 der landständischen Geschäftsordnung zum Abdruck bringen. Er lautet; Ein Ausschluß der Zuhörer findet statt: I. wenn dies von der Regierung wegen der von ihr der Kammer zu machenden Eröffnungen, sei es für diese Eröffnungen allein, oder auch für die darüber slattfindende Beratung und Abstimmung verlangt wird; 2 wenn die Abhaltung einer vertraulichen Sitzung von der Regierung in anderer, als in den unter 1. bemerkten Fällen, oder von wenigiiens 10 Kammermilgliedern oder von dem einschlägigen Ausschüsse beantragt wird und die Kammer den Antrag für begründet erkennt, während der Beratung über einen solchen Antrag sind die Zuhörer vorläufig zu entfernen. . Die Organe der Regierung find von keiner vertraulichen Sitzung ausgeschlossen. ... . , Tie Verhandlungen geheimer Sitzungen werden nicht durch den Truck oeröffemlicht, wenn es im Falle Str. 1 von der Regierung verlangt wird. Der Artikel unterscheidet also zwei Arten von geheimen Sitzungen, nämlich solche, die von der Regierung gewünscht, und solche, die von wenigstens 10 Kammermitglicdern beantragt worden. Der letzte Absatz des angezogenen Artikels spricht eine Befreiung von der Veröffentlichung der Berichte Nr. «84 OrfAetet außer Sonntaqft. Dem Gießener Anzeiger werben im Wecküei mit dem Hessischen Landwirt die Sichener Kamillen- blätter viermal üt bet Woche betqelegt RoiakionSbruck u. Verlag bei Brühl 'fchen Univerj.-Buch-u. Slein- bruderet. R. Lange. Redaktion, GrpebUtott und Druckerei: GSui st raffe 1. Rebaktion fcsä» 118 Verlag u.Exped.L^Kdl Adresse für Deoefchen: «nzctger Wieffen. Der Reichstag ist in die Kolonialdebatte eingetreten, und Exzellenz Dernburg debütierte mit seinen Jungfernreden. Der neue Kolvnialdirektor hat keinen leichten Stand; von allen Missionen ist die des Reformators die schwierigste. Es gelang Hrrn Dernburg, das Interesse und die Achtung aller Fraktionen mit einzigem Ausschluß der Sozialdemokraten zu erringen. Was er sagt, hat Hand und Fuß, er hält sich an reine Tatsachen, ohne dabei aber, wie seinerzeit Dr. Stübel, trocken zu werden und einschläfernde Reden zu halten. Jedenfalls ist deutlich erkenn- bar, daß ein neuer Geist in der Kolonialverwaltung seinen Einzug gehalten hat. Man kennt Dernburg als eine sehr energische Persönlichkeit aus seinem früheren Wirkungskreise, und es ist daher anzunehmen, daß seinen Worten auch die Tat folgen wird. Durch das Ableben des Erzbischofs v. Stablewski sind Preußens polnische Sorgen nicht geringer geworden. Die Ernennung seines Nachfolgers ist ein überaus heikles Problem, bei dessen Lösung es nicht ohne langwierige Verhandlungen zwischen Berlin und dem Vatikan hergehen wird. Die preußische Regierung hat das lebhafteste Interesse daran, daß aus der Dominsel zu Posen ein Priester residiert, bei dem die polnische Propaganda keine Unterstützung findet, also ein deutscher Kirchenfürst; der heilige Stuhl dagegen fürchtet nicht ohne Grund, daß die Anhänglichkeit der Polen an die katholische Kirche einen argen Stoß erleiden konnte, wenn zum Erzbischof von Gnesen- Posen nicht ein Nationalpole ernannt werden sollte. Es heißt also, unter den wenigen Personen, die bei der Sedis- oatanz in Betracht tommen, jene herauszufinden, die poln. Abstammung mit gut deutscher Gesinnung verbinden. Also eine Aufgabe, weiche an die Quadratur des Zirkels erinnert! Man empfiehlt hier und da den Prinzen Max Die hessischen Sozialdemokraten, die wegen ihrer Zustimmung zur Glückwunschabreffe an be. Kgl. Hoh. den Großherzog vom .Vorwärts' abgerüffelt wurden, finden Zustimmung bei der sozialbemokr. Mannheimer .Volksstimme". Sie schreibt: .Uns beucht, baß die Motivierung, die Genoffe Dr. David der Zustimmung unserer hefstschen Lanblagsiraklion zu der Glückwunfcb- Adresse beigab, feme und seiner Genossen Pallung vollkommen erklärt und in genügender Weife rechilerligt. In dem Augenblick, wo bie Bürgerlichen den Versuch machen, bem Lanbesfursten wegen feiner vorurteilsfreien und vernünftigen Haltung gegenüber der Sozialdemokratie Schwie- vigteiteu zu bereiten, biefem Fürsten eine einfache Anstandsbezeugung verweigern, hieße jenen Scharfmachern basyandwerk in lörichier, zum mi n besten aber tn Höch st überflüf- j t g e n Weife erleichtern, ganz abgejehen von ben rein menfchlichen Empfindungen, bie in biefem Fall, rote Dr. Dcwad ja auch anbeuiete, eine Rolle spielten. Unseres ErachlenS liegt alfo zu einer prinjipien-retterifcben Tadelaktion gegen die Darmstädler üanbtagsiraknon lein Anlaß p o r". Tie Ansicht dürste unter den süddeutschen Sozialdemokraten üverwiegende Zustimmung finden. halten: wCave adsuin 1* Xie sozialdem. Lan dta g S f r a k t i o n hat denn auch ihre Lehren aus diescm Falle zu ziehen begonnen. In der zweiten Kammer sprach der Präsident die Glückwünsche deS Hauses zur Geburt des Erbgroßher- zogs aus. Das Haus beschloß eine Botschaft des Groß- Herzogs in einer Adresse zu beantworten. Namens der Sozialisten schloß sich auch der Abg. Dr. David an, um die Teilnahme an dem ausblühenden Familienglüü des Großherzogs zum Ausdruck zu bringen. Selbst ein so rechts stehendes Blatt wie die „Rhein.-Weftf. Ztg." nennt das einen „Fall von sehr anständigem Verhalten der Sozialdemokratie". Der „Vorwärts" mißbilligt das natürlich von seinem unentwegt Vernunft- und taktlosen Standpunkte aus und beweist damit »ugleich seine plebejische Gefühlsroheit. Die gebildeteren uiu> klügeren Sozialdemokraten Hessens ab-er wiesen diesen Tadel entschieden zurück, und so ist denn die hessischesozialdem. Landtags- f r af tion gerade infolge der vorbildlich staats- klugen Politik der Großh. Negierung drauf und dran, sich in aller Form umzumausern zu einem aus vo sl- konimen gesetzlichen Bahnen sich bewegenden „staats er halte nd en" gesetzgeberischen Faktor, dem, wenn er sich von gehässiger und hetzerischer, in häßlicher und gewissenloser, ost geraüezu schamlos ni-eoerträchtiger Minierarbeit alle Bürgertugend besudelnder, gelegentliche Vergehen einzelner Bürgerlicher in unflätiger Weise verallgemeinernder Kralehlerei befreien wollte, kein in blind machenden Vorurteilen befangener Bürgerlicher seine Acht- von Sachsen, dessen "Abstammung von polnischen Königen ihn einerseits bei den Polen und dessen unbedingt politische Zuverlässigkeit ihn anderseits bei der Negierung akkreditieren müßte. Indessen scheinen sich gegen die Berufung des Prinzen zum Nachfolger StablewskiL unkontrollierbare Einflüsse geltend zu machen. Ein Panzer ge sch wader ist aus Toulon nach Tanger abgedampst unö damit wurde die Lösung der marokkanischen F r a g e in Fluß gebracht. Trotz aller Versicherungen von offizieller Seite in Paris, sich streng an die Abmachungen von Algeciras zu halten, wird man doch nicht umhin können, die Entwickelung der -Dinge im scherisischen Sultanate mit einiger Besorgnis zu betrachten. Denn der Eiser, mit dem sich plötzlich Frankreich und Spanien daran machten, das ihnen übertragene Polizci- manbat in Ausführung zu bringen, noch bevor die Parlamente das llebereinkommen von Algeciras ratifiziert haben, bleibt immerhin verdächtig. Auch kann bie Lage in Marokko unmöglich so bedrohlich sein, wie sie in der Londoner und Pariser Presse hingestellt wird. Die vor einem Monate signalisierten Unruhen sind noch immer nicht zum Ausbruche gelangt, und es ist sonderbar, daß die Eingeborenen solange mit dem Los sch lagen zögen Sie scheinen offenbar daraus zu warten, bis Frankreich und Spanien soviel Truppen gelandet haben, als genügt, um ganz Marokko zu besetzen! Fast sieht es so auch als handele es sich um eine abgekartete Sache, wobei ge,chafiige Hande hinter den Kulissen für die französische Politik tätig sind. Rußland ist wieder in den Hintergrund des Interesses getreten, und bie wenigen belangreichen Nachrichten, die von dort eintreffen, lassen den Schluß zu, daß es Stolypin wirklich gelungen ist, die Nevoluiiousbcivegung in das fiiedliche Fahrwasser politischer und ökonomifcher Reformen zu Unten. Die Duma-Wahlen stehen vor der Tür, die Lust zu positiver Arbeit ist bemerkbar. Premier Minister Stolypin hat eine Tatkraft gezeigt wie keiner seiner Vorgänger. Wenn sich die zweite Duma arbeitsfähig erweist, dann hat Stolypin das Spiel gewonnen. In Oesterreich hat die W a h l r e f o r m glücklich das Abgeordnetenhaus passiert, aber es fragt sich, ob sie nicht, wie so oft schon die hessische, an der Klippe des Herren. Hauses noch scheitern werde. Denn in allen europäischen „Houses of LordS" herrscht von AlterS lM herzlich wenig 'Neigung dafür, die zweiten Kammern auf die breüe Basis deS allgemeinen und direkten Wahlrechts zu stellen. Wir wollen unseren österr. Freunden wünschen, daß es ihnen mi dtem Wahlrechte besser ergeht alS uns in Hessen, die wir immer noch am alten ungleichen und ungerechten tialjl-„Rechle" hauten. KkkmmtmachMg. Betr. Feldbereinigung in der Gemarkung Inheiden. In der Zeit vom 5. bis einschließlich 18. Dezember 1906 liegt auf bem Amtszimmer der Gr. Bürgermeisterei Inheiden das Projekt über Be- und Entwässerung der Wiesen am Köstgraben nebst Abschrift deS Beschlusses der Bollzugskommission vom 1. Oktober 1906 zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen hiergegen sind bei Meidung deS Ausschlusses innerhalb der oben angegebenen Offenlegungsfrist bei Gr. Bürgermeisterei Inheiden schriftlich einzureichen. Friedberg, den 28. November 19U6. Der Ewofchcrzogluye xuAgungskommissär: Schnittspahn, KreiSamtmann. politijd^e Lvochcnscharr. Gießen, 8. Dez. 1906. Das Großherzogtum Hessen gehört zwar räumlich nicht zu den größeren deutschen Bundesstaaten, dafür ist seine Regierung aber, wie dieser Tage ein großes badisches Blatt sehr richtig bemerkte, den Regierungen anderer deutscher Bundesstaaten um einige Nasenlängen voraus. Sie bemüht sich, versaffungsgelreu und konstitutionell zu handeln und eine Politik der Ehrlichkeit zu treiben, selbst auf die Gefahr hm, dadurch mit der Mehrheit der noch immer auS indirekten Wahlen hervorgchenden Volksvertreter in Konflikt zu geraten. ung versagen würde. Ministerialpräsident Braun wies in der Kammer, wie wir das vorher wiederholt getan hatten, darauf hin, daß der Kampf gegen die Sozialdemokratie nur dann Aussicht aus Erfolg habe, wenn er auf dem Boden der bestehen- ben Gesetzgebung und unter Beachtung der verfassungsmäßigen Gleichheit der Staatsangehörigen vor dem Gesetz in Pflichten wie in Rechten geführt werde. Wäre der Kampf gegen die Sozialdemokratie im Deutschen Reich immer unter diesen Gesichtspunkten geführt worden, dann hätte die „llmsturzpartei" wohl nicht, von der Gloriole des Martyriums umgeben, ihre jetzige große Ausdehnung gewonnen, und auch der Kampf selbst hätte weniger heftige Formen angenommen, wie es jetzt leider der Fall ist. Durch die Mitunterzeichnung der Glückwunschadresse an S. K. H. den Großherzog durch die Sozialdemokraten ist die Handlungsweise der Großh. Regierung gegenüber der Sozialdemokratie besser ge r echt f er ti g t, als d ur ch die bündigste Erklärung. Trotz aller fleißigen Versuche, im Volke gegenteilige Stimmung zu machen, trifft folgende Bemerkung durchaus das Rechte, die unser Abg. Dr. Gutsleisch machte: „Nie stand der Großherzog dem Herzen des Volkes näher als in dem Augenblicke, in welch em er Herrn Eißnert-um Beigeor dneten bestätigte." Erstes Blatt LS«. Jahrgang Montag 3. Dezember ISO« 1LJ ,, w ÄTÄ monatlid)7511l^otertel* W V jährlich Mk. 8.20. durch GietzenerAnzeiger s w General-Anzeiger ” ** SJ: Teil. V. Will ko. tüt .Cladi und Land" und -(Äend)i6|aar. Ernst peß, hü den An- jeinenteil: k>an S Beck. Siur für die von der Negierung bewirkten nichtSffentlichten Sitzungen aus. Auch Cosack sagt in seinem Werke „DaS Staatsrecht des Großherzogtums Hessen" (im Handbuch deS Oeffent- lichen Rechts HI. I 4, pa£. 29 und 30: „Die Verhandlungen beider Kammern sind für erwachsene Zn- horer öffentlich. Doch ist die Oeffentlichkeit auszuschließen, sobald die Regierung eS wegen der von ihr der Kammer flit machenden Eröffnungen verlangt, sei es für diese Eröffnungen selbst, sei es für die darüber stattfindende Beratung und Abstimmung: die Regierung kann in diesem Falle auch fordern, daß die Verhandlungen nicht i m D ru ck v e r ö f f e n t l i ch t werden. Die Kammer kann die Entfernung der Zuhörer auch noch in anderen Fällen nach freiem Ermessen beschließen; doch unterbleibt alsdann die Veröffentlichung durch den Druck nicht/ Der Staatsrechtslehrer Cosack zitiert zum letzten Satz auch ein Beispiel au§ dem 22. Landtag, Zweite Kammer, Prot. VI, Nr. 72.______________________ 5er SchusterHauptmann von /:öpenick vor Kericht. Berlin, 1. Dezember. Vor der 3. Strafkammer des Landgerichts Berlin 2 begann tute der Prozeß gegen den falschen Hauptmann von Köpenick, chuhmacher Friedrich Wilhelm Voigt. /Das Kriminalgebäude war schon in früher Morgenstunde von einer dichten Menschenmenge umlagert. Allein die große Mehrheit des Publikums muhte wieder abziehen, da vor jedem Portal zahlreiche Schutzleute postiert waren, die den Auftrag hatten, Privatleute nur passieren zu lassen, wenn sie eine Eintrittskarte vorzeigen könnten. Der große Schwurgerichtssaal war schon vor 9 Uhr von vielen Personen, darunter elegant gekleideten Damen, Offizieren und hohen Beamten umlagert. Ms der Saal geöffnet wurde, Juaren der Zuhörerraum, Geschworencnbänke und Berichterstatterplätze im Augenblick überfüllt. Es hatten sich Vertreter der Presse aus dem In- und Auslande eingefunden. Gegen 91/2 Uhr wurde der Angeklagte in den Saal geführt. Voigt ist ein großer hagerer Mann mit tief liegenden Augen und starken Backenknochen. Sein Gesicht ist grau und fahl. .Sein ?änzlich ergrauter Schnurrbart hängt über seine Lippen, ein stark ergrautes Haar ist noch ziemlich dicht. Seine Körperhaltung ist schlapp. Er geht etwas nach vorn gebeugt. Pünktlich 91/2 Uhc erschien der Gerichtshof. Der Angeklagte, der sich ziemlich lebhaft mit seinen Verteidigern unterhält macht, als der Gerichtshof erscheint, eine tiefe Verbeugung.. Er gibt auf Befragen des Vorsitzenden zu, daß er 1849 in Tilsit geboren und mit langjährigem Zuchthaus vorbestraft ist. Es wird nunmehr der Anklagebeschluß verlesen, wonach Voigt beschuldigt wird, eine Uniformunbefugt getragen, öffentlich sich mit der Ausübung eines öffentlichen Amtes befaßt, vorsätzlich und widerrechtlich den Bürgermeister und Stadtkassen-Rendanten und den Ober-Stadt- sekretär von Köpenick eingesperrt, ferner die Stadt- kasse dort beraubt und eine Privat-Urknnde gefälscht zu haben. Rechtsanwalt Bahn erhebt den Einspruch der Unzu- st ä nd i g k e i t gegen dieses Gericht, da seiner Meinung nach die Sache vor das Schwurgericht gehöre. Der gefälschten Urkunde hafte der Charakter einer öffentlichen Urkunde an. Der Staatsanwalt widerspricht dieser Auffassung und nach kurzer Beratung lehnt der Gerichtshof den Antrag ab. Hierauf erzählt der Angeklagte seine Leb en S- geschichte. Da er leidend ist, darf er sich setzen. Er berichtet, wie er nach einigen kleinen Vorstrafen endgültig Schiffbruch litt. Er sei ein leidenschaftlicher Freund des Militärs gewesen und habe immer in der Kaserne der Dragoner in Tilsit gesteckt: er könne Wohl sagen, daß er den Dienst des Kavalleristen so gut verstehe Wie ein Dragoner. Diese Aeußer- ung ruft im Publikum große Heiterkeit hervor. Voigt erzählt in gesetzter Rede, wie er zu seinen Vorstrafen gekommen ist. Er beklagt sich, daß er viel zu hart für die einzelnen Taten bestraft worden fei. Mit Bezug auf den Einbruch in die Gerichtskasse zu Mongrowitz, wofür er 15 Jahre Zuchthaus erhielt, führt Voigt auS: „Heute dürfte ein so barbarisches Urteil wohl nicht mehr möglich fein. Das Gericht hatte die von mir vorgeschlagenen 6 Entlastungszeugen nicht geläden, mir überhaupt icde Beweisführung abgeschnitten. Revision konnte ich nicht anmelden, weil mir das Urteil zu spät zugestellt wurde." Der Vorsitzende bestätigt diese Angaben und fügt hinzu, daß dasUrteiltatfächlichdurchRevifionanfecht- Lar gewesen wäre. (Bewegung.) Voigt erzählt, wie es ihm im Zuchthause ergangen ist. Die ersten 7 Jahre sei er geistig tot gewesen. Dann habe er einen Leutnant kennen gelernt, dem er die Geschichte seiner letzten Bestrafung erzählte. Dieser habe ihm geraten, Schritte zur Wiederausnahme des Prozesses zu tun. Seine Bemühungen seien aber ersoglos geblieben. Er wäre vielleicht nicht rückfällig geworden, aber er sei nirgends vor der Polizei sicher gewesen. Ueberall sei er belästigt und gehetzt worden. Gerade die neun Monate, die er vor der Köpenicker Affäre in Freiheit gewesen fei, habe er durch sein Tun bewiesen, daß er ein ordentliches Mitglied der menschlichen Gesellschaft werden wolle. In Wismar habe er bei einem Hofschuster- Weister eine Vertrauensstellung eingenommen und dessen Vertrauen glänzend gerechtfertigt. Als er das letzte Mal, aus dem Zuchthaufe entlassen worden sei, habe er 200 Mark besessen. Mit den Ersparnissen habe er ins Ausland gehen wollen. Er verstehe sein Fach gründlich und es sei ein Leichtes für ihn, viel Geld zu verdienen. (Heiterkeit.) Aber sein Vorhaben sei an der Weigerung der Behörde gescheitert, ihm einen Paß auszustellen. Der Angeklagte schildert in stundenlangem Vortrage seine ganze verfehlte Lebensgeschichte uni) lehnt sich leicht auf die Schranke der Anklagebank, macht ausdrucksvolle Geberden und verliert allmählich jede Befangenheit. Immer wieder klingt in seiner Darstellung die entsetzliche Grausamkeit der unausgesetzten polizeilichen Ausweis äugen hindurch. Man habe ihn nicht nur ausgewiesen, sondern ihm auch zur Strafe fein sauer verdientes Geld abgenommen. Der An- geklagte bestreitet, im Zuchthaufe zu Rawitsch geäußert zu haben, daß er einen Beutezug mit Hilfe deS Militärs vorhabe. Weiter bleibt er dabei, den ganzen Zug nach Köpenicknur unter» inommen zu haben, um sich einen Paß zu verschaffen. Der Präsident warnt den Angeklagten in eindringlichen warmherzigen Worten, seine Hartnäckigkeit fallen zu lassen und der Wahrheit die @J>re zu geben, wenn er auf die Milde deS Gerichtshofes rechne. Er möge lieber reumütig seine Tat ein- Sestehen. . Des Weiteren schildert der Angeklagte, tote er stch seine Uniform zu seinem Beutezug beschafft hat. Er gibt eine genaue Darstellung, wo er die Sachen gekauft und wo er sie anprobiert hat. Er bleibt dabei, daß er zunächst keinesw egs von gewinnsüchtigen Motiven geleitet war. Erst allmählich, als die Sache schon arrangiert war, sei ihm der Gedanke gekommen, daß er vielleicht ein Stück Geld dabei verdienen könne, und ans diesem Gedanken heraus habe sich nachher die weitere Entwicklung der Dinge ergeben. Der Angeklagte sagt, daß ihm von vornherein die Absicht der Urkundenfälschung und desRaubes gefehlt habe und begründet dies in längeren Darstellungen. , Er habe Köpenick aus Zweckmäßigkeitsgründen gewählt, weil es iam leichtesten mit der Bahn zu erreichen war. Nachdem er sich als Hauptmann augekleidet, begab er sich am 16. Oktober mittags gegen 1 Uhr nach Plötzensee. Da kam ein Wachtkommando von 5 Mann. Er habe dem Kommando Halt zugerufen und gesagt, sie könnten jetzt noch nicht zur Köserne zurück, sie müßten zunächst mit nach Köpenick gehen. Da ihm aber 5 Mann zu wenig waren, habe er den Gefreiten gefragt, ob nicht noch ein zweites Kommando in der Nähe wäre. Der Gefreite habe einen Sold.tten nach den in der Nähe gelegenen Schießplätzen geschickt und von dort fei sofort ein zweites Wach^ Kommando von 5 Mann angeiommen. Hierauf sagte Voigt den Leuten: „Sie müssen mir nach Köpenick folgen, ich habe rt auf Befehl Sr. Majestät Aufträge auSzu? führen." Voigt übertrug dem dienstältesten Gefreiten bas Kommando. Auch ließ er das Seitengewehr aufpflanzen, weil die Soldaten mit aufgepflanztem Gewehr mehr Eindruck machen müßten. Nach seiner festen Absicht sollte die Sache so ausgeführt werden, daß aus dem ganzen Abenteuer den Soldaten nichts böses passieren könne. Auch in seiner Darstellung über die Besetzung des Rathauses und seine Begegnung mit dem Bürgermeister Langerhans, dem Stadtsekretär Rosenkranz und dem Stadtkassenrendanten von Wiltberg befinden sich kaum Abweichungen von den bisher bekannt gewordenen Daten. Ein Gefreiter hatte den Auftrag erhalten, dafür zu sorgen,, daß die int Rathause befindlichen Leute in ihren. Zimmern blieben und ihr Verkehr miteinander zu verhindern sei. Der Angeklagte begab sich zunächst zu dem Obersekretär, ließ dessen Amtszimmer durch zwei Soldaten mit aufgepflanztem Seitengewehr bewachen und erklärte ihn für verhaftet. Auch dem Bürgermeister Langerhans habe er gesagt: „Im Namen Sr. Majestät, Sie sind verhaftet." Der Angeklagte meint, der Bürgermeister sei in einem Zustand gewesen, daß er unfähig gewesen fei, etwas zn tun, was ihm doch eigentlich als Oberhaupt einer Stadt.... Vors.: (unterbrechend): Voigt, lassen Sie doch diese Ausführungen! — Angekl.: Der Bürgermeister to ar ganz niedergeschmettert. Der Bürgermeister sei mit allerlei Anträgen an ihn herangetteten. Zunächst wollte er seine Frau sprechen; das sei ihm auch gestattet worden. Dann habe der Bürgermeister auf seiner Fahrt nach Berlin einen Polizeidiener als Begleitung verlangt. Das sei ihm etwas bedenklich gewesen, weil es doch kein persönlicher Diener war. 'Samt habe der Bürgermeister gewünscht, daß er mit seinem Stellvertreter sprechen könnte, habe aber die Antwort erhalten: „Tie Verwaltung der Stadt habe ich übernommen: ich werde für Ihre Vertretung sorgen, ich bleibe bis 9 Uhr hier." Die Frau Bürgermeister hatte an demselben Abend noch Abendgesellschaft und sprach den Wunsch aus, sie abbestellen zu können. Ties hat ihr der Angeklagte „gestattet". Der Bürgermeister habe, so erzählt der Angeklagte weiter, wiederholt gefragt, weshalb die Verhaftung erfolge; ob vielleicht der Landrat oder vielleicht das Bezirkskommando dahinterstecke. Daraus habe er entnommen, daß der Bürgermeister Referveleutnant fei und deshalb zu ihm gesagt: „Sehen Sie, Sie können ganz ruhig fein. Gerade bei Ihnen ist es angemeffett erschienen. Sie nicht durch einen Leutnant, sondern durch einen Hauptmann zu verhaften." — Richtig sei es, daß außer den Soldaten auch die Gendarmen und ein Oberwachtmeister seinen Befehlen durchaus gehorcht haben. Auf seine Anordnung haben sie draußen auf der Straße die Ordnung aufrecht erhalten. .In eingehender Darstellung gibt der Angeklagte dann ein Bild von den Vorgängen in dem Kössen- zimmer. Heber den Empfang des Geldes entsteht eine längere Auseinandersetzung zwischen, dem Vorsitzenden und dem Angeklagten. Voigt stellt dies in der Weise dar, daß der Rendant v. Wiltberg auf seinen Befehl an den Kassenschrank gegangen wäre und aus diesem zwei Geldbeutel herausgeholt habe. Der Rendant habe dann die Beutel selbst versiegelt und ihm eingehändigt. Mit den Geldbeuteln habe er dann in Gemeinschaft mit dem Rendanten das Kussenzimmer verlassen, welches von Wiltberg verschlossen wurde. Vors.: Wieviel war in den Beuteln enthalten? — Voigt: Genau 4000 Mark 70 Pfennige. — Vors.: Wieviel haben Sie wieder zurückgeliefert? Voigt: Annähernd 3000 Mark. — Vors.: Was haben Sie mit dem übrigen Geld angefangen? — Voigt: Ich bin sofort nach der Tat nach Berlin gefahren, um mich umzukleiden. Ein Droschkenkutscher, dem ich Auftrag gab, mich zu irgend einem Garderobengeschäft zu fahren, fuhr mich zu einem der teuersten Geschäfte. Ich mußte für Anzug, Paletot und Hut 187 Mark bezahlen. Ich nannte mich Hauptmann von Maltzahn. • Der Verteidigung liegt ein amtliches Schriftstück vor, aus dem sie feststellt, daß Voigt auS 30 Orten ausgewiesen worden war. Der Vorsitzende schließt nun die Vernehmung des Angeklagten ab und tritt in die Beweisaufnahme ein. Das Zeugcnvcrhör. Ms erster! Zeuge wird der Arbeiter Kallenberg, der mit Voigt in dem Zuchthaufe zu Rawitsch gesessen hat und durch den die erste Spur auf den Angeklagten gelenkt wurde, vernommen. Der Zeuge bekundet, daß Voigt, während er mit ihm in Strafhaft gesessen habe, sich zu ihm geäußert habe, wenn man ein paar Soldaten habe, bann könne man gute Geschäfte Machen. Der Gefreite Klapdohr vom Garde-Füfilier-Regirnent bekundet, wie Voigt sich ihm und dem Wachkommando alS Hauptmann ausgab. — Vors.: „Haben Sie an der Sprache^ Haltung oder Kleidung irgend etwas bemerkt, wodurch, Sie Verdacht schöpfen mußten? — Zeuge: Nein, nur auf der Fahrt nach Köpenick habe ich öfter zum Fenster hinausgesehen, da ein Kamerad zu mir sagte: Du paß mal auf, daß er nicht aussteigt. (Heiterkeit.) — Vors.: Hat der Angeklagte irgend einen unrichtigen Befehl erteilt? — Zeuge: Nein, wir haben alle bestimmt geglaubt, einen Hauptmann vor unS zu sehen. Stadtobersekretär Rosenkranz bekundet: Etwa zwischen 3 und 4 Uhr sei ihm auf dem Korridor deS Rathauses ein Offizier in Begleitung von zwei Soldaten begegnet Er habe auf Aufforderung seinen Namen genannt, worauf der Offizier ihm mitteilte, er sei im Allerhöchsten Auftrage verhaftet Auf seine Frage, weshalb seine Verhaftung erfolgt fei, erwiderte der Offizier: Das werden Sie ja selber wissen. Es handelt sich um die Kanalisation. Der Landrat ist suchswild. und hat daher schon ganz Berlin in Ausregung versetzt. Bis ich von der Mitnahme der Stadtkasse erfuhr, nahm ich an, es handle sich um die fixe Idee eines Geisteskranken oder um eine kleine militärische Hebung! (Große Heiterkeit) ~ Vors.: Sie sind doch selbst Soldat gewesen. Haben Sie nichts Auffälliges an dem Hauptmann bemerkt? — Zeuge: Nein, weder in der Haltung noch an der Uniform. Bürgermeister Dr. Langerhans als Zeuge erklärt, er habe geglaubt, es mit einem Geisteskranken zu tun zu haben. Aus den Vorhalt des Verteidigers Schwindt, warum Langerhans nicht versuchte, diesen Mann, den er für einen rabiaten Geisteskranken hielt, durch eine Frage zur Vernunft zu bringen, erklärt Langerhans, daß er fürchtete, sich vor den Soldaten, die dem Hauptmann blindlings gehorchten, lächerlich zu machen, denn diese hatten nie auf feine Weisungen gehört, sondern nur auf die Voigts. Bert.: Warum haben Sie dem Angeklagten^ nicht erklärt: Wenn Sie mich verhaften wollen, dann ziehen Sie sich gefälligst erst vorschriftsmäßig an und setzen Sie sich einen Helm auf. Langerhans: Wenn ich sechs Wochen Zeit gehabt hätte zum Ueberfegen, dann hätte ich eS vielleicht getan. (Heiterkeit.) Es folgt die Vernehmung des Rendanten v. Wiltberg, sowie des Pastors Bennert vom Zuchthaus in Rawitsch, des Lehrers Sobiecki, deS Sttasanstaltsinfpektors Krause und des Hosschuhmachers H i l b r e ch t in Wismar, die übereinstimmend ein günstiges, teilweise ein vorzügliches Leumundsatte st über Führung und Leistungen VoigtS ausstellen. H i l b r e ch t schildert Voigt alS e h r l i ch und unbedingt zuverlässig: er hätte ihn nie entlassen, wenn er nicht ausgewiesen worden wäre. Die Ausweisung sei ihm sehr nahe gegangen, und er habe geweint, als er abgereist sei. H., ein hagerer, ausgedienter Soldat, der ein ebenso treuherziges, wie schwerverständliches Plattdeutsch spricht, verfehlt feinen Eindruck nicht. ES wirkt röhrend, wie dieser 9)1 ann die Ungerechtigkeit der polizeilichen Ausweisung empfindet und ausspricht. AuS der Aussage des AnstaltspfarrerS Bennert erfährt man, was erst durch die Verhandlung bekannt wird, daß Voigt unbedingt der F ü r f 0 r g e empfohlen worden wäre, wenn nicht auch hier, wie so ojt in seinem Leben, ein bloßes! Versehen unterlaufen wäre. Man hatte ihm im Fürsorgeamt mißverstanden und ihm deshalb die Hilfe entzogen. Die Aussage des Köpenicker Kaffenreuoanten v. Wiltberg stellt fest, daß der falsche Hauptmann keinen Schritt zu tun brauchte, um das Geld in feine Hand zu bekommen. Er hat den Rechnungsabschluß verlangt und daraufhin eine Quittung von dem Rendanten selber vorgeschrieben und daS Geld ouS- geliefert bekommen. Man hat ihn sogar auf das noch von der Post eintreffende Geld aufmerksam gemacht: man hat ihn aus die in dem Tresor vorhandenen 2 Millionen Spargelder hin- gewiesen. Die PlaldoherS. Die Beweisaufnahme wird hiermit geschlossen. Zur Tatfrage nimmt der Erste Staatsanwalt Wagner daS Wort: Es ist nicht meine Aufgabe, dem „Hauptmann von Köpenick", der von der Oeffentlichkeit über Gebühr gefeiert worden, heute hier auch noch in ein glänzendes Licht zu stellen, aber ich muß ihm das Zeugnis ausstellen, daß er die von ihm einmal übernommene Rolle vorzüglich durch geführt hat. Man muß staunen, wie ruhig und tonfequent der Angeklagte sich in alle nicht Dor» ansznsehende Zufälligkeiten hinein geschickt hat. Wenn aber der Angeklagte seine Rolle so trefflich gespielt hat, so kann man seinen Opfern keinen Vorwurf daraus machen, daß sie sich haben täuschen lassen. Es kommt in Betracht die grenzew- lose Erregung, in die diese Herren durch die Erklärung des Angeklagten, daß er sie im Namen Sr. Majestät verhafte, versetzt wurden. Schließlich der moralische Druck, den zehn preußische Gardisten mit aufgepflanztem Seitengewehr ausüben. Der Angeklagte hat seine Absicht, die Hüter derStadtkasse zu Köpenickzu täuschen, vielleicht überfein (Srtoarteit hinaus erreicht imb er hat durch diese Täuschung beit Rendanten veranlaßt, ihm das Ziel seiner Wünsche, die Kassen» schlüssel her auszu g eben. Der Staatsanwalt setzt in Darlegungen auseinander, daß neben den in der Anklage verzeichneten geringeren Delikten Betrug und Fälschung einer, Privaturkunde vorliegt. Es ist Pflicht, diesen alten Gewohnheitsverbrecher so lange als möglich unschädlich zu machen und gerade sein Fall liefert den Beweis dafür, daß die Polizeiaufsicht, so hart sie für den Einzelnen fein mag, im Interesse der Allgemeinheit notwendig ist. Ich beantrage gegen den Angeklagten fünf Jahre Zuchthaus, Verlust der bürgerlichen Ehren- rechte und Einziehung der Uniform. Die Verteidigung. Rechtsanwalt Dr. Schwindt: Nichts von dem, was ft(5( draußen in der Welt abgewickelt hat, durfte der Sache in dnt Gerichtshof folgen, nur eins ist von draußen her gefolgt, nämlich ein Gefühl eines gewissen menschlichen Mitfühlens und Mitleids. Selbst die Herren, denen der Angeschuldigte in Köpenick so übel mttgespielt hat, können heute den Angeklagten nicht mehr zürnen. Ihm sei in überraschender Weife das Geld von den Gemeindebeamten förmlich in den Schoß gelegt 'worden. Er habe arbeiten wollen und auch gearbeitet und wer nach schwerer Tat zur Arbeit zurückkehrt, hat gesühnt. Voigt habe . von 4 Hhr morgenS bis abends 9 Hhr still unU ruhig gearbeitet, kein Lokal besucht, nichts für sich selbst gebraucht. Auf dem Wege der Rückkehr -in die anständige Gesellschaft sei ihm plötzlich wie ein Blitz aus heiterm HimmcL die Ausweisung gekommen. An und für sich stehe ja der Polizei dieses Recht zu: man müsse dabei aber so human.verfahren, daß man arbeitswillige und in der Besserung begriffene Leute damit verschone und nur Bummler und Arbeitsscheue, die eventuell einer Gemeinde zur Last fallen würden, ausweisen. Dieses Herausreißen aus dem warmen Nest, das ihm die christliche Nächstenliebe, die Liebe eines Pastors gebaut hatte, ist das Verderben deS Voigt geworden, der damals hinausschrie in die Welt: Ihr gönnte'mir armen alten Manne nirgends ein Plätzchen, wo ich meine müden Kwochen auSruhen kann. Die Menschheit hat sich durch jenes Umherhetzen, durch jene, Ausweisungen furchtbar gerächt an ihm. Der Verteidiger spricht die Bitte auS, dem alten zermürbten Mann, der schon an dem Rande des Grabes steht, die Freiheit wiederzugeben: gönnen Sie ihm, daß er noch einmal als reuiger Sünder die Gefäng- nismauern verläßt, und vielleicht doch noch in einem stillen Winkel in der ehrlichen Arbeit seine Befriedigung finden wird und seinen Lebensabend beschließen kann. Rechtsanwalt Bahn führte aus, man müsse diese Sache nicht juristisch, sondern mit dem Herzen beurteilen. Der Angeklagte sei ein Opfer der Ausweisungspraxis der Polizei, ein Unglücklicher, dem man cs verwehrt hat, wieder ehrlich zu werden. Das Urteil. Nach längerer Beratung verkündet Landgerichtsdirektor Dietz daS Urteil datzin: Der Angeklagte wird wegen unbefugten Tragens einer Uniform, Vergehens gegen die öffentliche Ordnung, Freiheitsberaubung, Betrugs und schwerer Urkundenfälschung zu ö i e r Jahren Gefängnis verurteilt. Es handelt sich um einen schweren Eingriff in die Kommandogewalt deS Staates, um eine äußerst raffinierte Art und Weise wie eS der Angeklagte verstanden hat, alles unter seine Gewalt zu bringen und wie er den Plan bis aufs, kleinste ausgeklügelt hat. Bezüglich der schweren Urkundenfälschung find ihm mildernde Umstände bewilligt worden in der Erwägung, daß Voigt einerseits tatsächlich ein Opfer derVerhältnisse undderbestehen- den staatlichen Ordnung geworden und ohne die Ausweisungen vielleicht noch heute ruhig als Schuhmacher in Wismar lebte, daß also mit der Ausweisung ein schweres Unglück über ihn gekommen ist: andererseits aber noch mehr in der Erwägung, diß die schwere Urkundenfälschung gegenüber den anderen (Straftaten vollständig im Hintergrund steht und ein bloßes Annex zu diesen schon abgeschlossen gewesenen Straftaten bildet. Auf Befragen deS Vorsitzenden erklärt der Angeklagte, auf Rechtsmittel zu verzichten und die Strafe an- n e hm en zu wollen. Als das Urteil verkündet war, druckte Wilhelm Voigt seinen Verteidigern befriedigt u n d dankbar die Hand. Und der L a n d g e r i ch t s d i r e k 10 r' D i e tz trat zu Voigt und sagte ihm leise: »Möge Gott Ihnen die Kraft verleihen, die v i e r I a h r e zu ü b c r ft e b e it !* Mitleidige haben sich Voigt angeboten, ihm nachAbbüßnng seiner Strafe hilfreich zur Seite zu stehen. So hat sich ein Ziegeleibesitzer ans dem Streife Osnabrück, der in seinem Orte zugleich die Polizeigewalt ausübt, erboten, Voigt später in seine Dienste aufzunehnunr. Und ähnliche Anerbieten sind dem Angeklagten von anderer Seite gemacht worden, der freundlich lächelnd für alle ihm in Aussicht gestellten Wohltaten dankte. Voigt, der vorläufig in das Moabiter Untersuchungsgefängnis zurückgebracbt wurde, verbüßt seine Strafe voraussichtlich in Tegel. (^crtdytsfaaL Nürnberg, 1. Dez. Vor dem Schwurgericht wurde heute der Prozeß wegen der S t r e i k a u s s ch r e i t u n a e n am 23. und 24. August verhandelt, die ein Eingreifen des Militärs notwendig machten. Lackierer Rodler, ©Meiner Schürlein und Installateur Völkel wurden beschuldigt auf SchutzleuteSteine geschleudert, bezw. sich an dem Bombardement auf die Fensterscheiben beteiligt zu haben. Völkel wurde wegen Landsriedensbruches zu 7__ imb Rodler wegm Aufruhrs zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt, Scbürlein wurde fremeivrochen _______________________ Landwirtschaft. D ip l 0 m - L a n d w ir t. Erne neue Verordnung bestimmt, daß Studierende der landwirlschastlichen Abteilung der Technischen Hochschule in 9)? ü n ch e n, welche die Diplomprüstmg der land- wirischastlichen Abteilung bestanden und hierüber unter den nach den Bestimmungen der TwloinprüMngsordnung erforderlichen Voraussetzung außer dein Prüfungszeugnis ein Dr lom erhalten haben, nach Maßgabe der vom bayerischen Kultusministerium zu erlassenden näheren Anordnungen das Recht erhalten, den Titel „Diplom-Landwirt" zu führen. Handel und Verkehr, Volkswirtschaft. T e u t f eh e Rentenwert e. Bekanntlich finb in der letzten Zeit die deutschen Rentemverte in der Gunst des Stapitahftcnpub- likums wieder etwas geftiegen und das Konsortium, das die neue Anleihe übernommen halte, konnte seine Bestände in jüngster Zeit verringern. 9(m vergangenen Samstag tft wieder ein ganz bedeutender Posten in Höhe von 23 Mill. Alk. zum Verkauf gelangt und es waren Käufer ein Staalsinstntut und zwei Berliner Großbanken. HO 1 Gegr. 1 jeder Ar Tpezi Nenplält Nur A /idii Ziehen, Har dJe Qe\ Ku (Ohne Oen !U 801 5 M 2VS llGOO, J’(H 63 to t M <3 564 W <0i 61 « 'M 11 HU 51 10056 80« 4 811 519 911 110 M S20 18054 263 ■ Ul 81 826 1 20181 1 493 5.5 101 12» ISOOü) I 21036 131 M 26055 27o,i I10W] 181 2 W M ?I1 , HOOOj 63 S W 19 201 1 » CI2 3425 110 IM] w 38010 3 40m | 398 S6 ijuüj w ho oooi t* tu booo 45l6'1 241 4. I1 232 649 48to 49 233 404 5 S»1 106 63 851 ; 8|2 53117 «9 54000 16 H0001 k «2 1 25 30 . 663 du 53, , ; tiüO49 I e bolu S1)7 ÜI0 953 , k' 3 8-19 11J *12 7M * 76. « 6 11 11 w 221 in ?°161 ÜW1| 50 f’2 684 io? W I5«)j?8 p9"90 lioot ft p hüGO A 627 **1'000] ; 587 M4 984 3 LbÜO] 2 2010 210 926 2 3040 1600] 120 13000] 80 58 235 699 841 743 45 878 926 1500] 24030 107 358 63 898 2 5010 [ 10001 48 206 36 13000] 909 2 6055 13000J 112 21 607 632 743 44 811 961 70 2 7 0.1 110001 .-5 128 110001 70 802 7 7 2 472 534 88 620 [1000] 781 2 8090 94 178 130001 241 [510] 53 384 L8UU0] 648 t-0 712 20 29005 762 852 30122 244 817 688 41 78 [1000 ] 63 89 822 13000 ] 31121 88 840 451 72 3 2019 153 7 9 201 14 31 659 720 980 87 80 3 3 075 219 506 20 70 012 34253 1500] 637 758 87 907 79 35154 57 270 632 710 1500] 3 6009 11000) 118 22 560 672 1500] 37338 670 3 8070 390 601 720 847 912 3 9128 846 64 572 693 4Ü090 [500] 120 837 417 682 682 793 682 41290 693 536 |500] 42020 [ 500 ] 749 55 842 43548 [3000] 92 620 | 10 000 ] 726 66 808 4 4029 [500] 109 211 812 614 41 135 ilOOO] 50 720 [500 1 9v2 llüOOJ 83 [600 ] 90 45b6ll 247 413 11000] 72 5 29 64 1 843 930 75 93 4 6 16t 75 232 619 78 87 906 4 7008 08 250 875 475 621 66 910 4 8034 150 61 228 29 62 629 63 C.68 723 945 49 233 404 56 559 804 86 94 936 4 7 6 0083 829 504 58 [30001 706 [ 30001 955 1500] 5 1 062 192 1500] 465 644 720 83 85 1 909 J500J 5 2 288 341 672 684 758 80 892 912 5 3117 43 [600] 280 824 [3000] 56 89 742 18000] 4H 54 000 169 890 549 766 87 807 'M 55078 586 605 91 698 11000] 56'05 326 69 596 688 703 802 909 5 7133 6d2 725 30 49 810 981 58155 62 [lODOj 288 376 464 6U3 917 59055 824 52 437 572 630 980 ■ 60(149 62 116 361 602 48 83 «07 61141 311 436 508 748 ' r-JO] CG 801 6 2529 [600] 631 [500] 860 »09 71 631 I, 997 612=9 [luoo] 802 50 11000 ] 88 441 [500 ] 70 774 810 953 U5üO7 66 [50001 168 832 644 66160 871 77 C"3 849 61 204 8 5 648 1500 ] 715 6 8079 260 325 [>T> M2 796 820 997 11000) 6 9012 1500] 605 7 11000] 803 10 9.1 7ÜJ2') 588 7 1 218 4 2 700 46 13000] 68 307 88 7 2'1'1) 122 350 793 [1000 ] 863 »51 73093 125 50 96 265 823 50 461 585 614 935 74144 254 11000] 331 74 6(1- 26 40 990 7 5030 50 110 220 97 401 71 684 608 711 14 998 760.13 123 266 470 87 «25 98 784 7 7 094 183 505 6 28 794 'S 8126 |100ü] 898 444 542 623 875 7 3007 840 82 8 3116 393 407 577 702 817 117 71 450 564 707 [1000] 614 SO 870 49'3 658 89 87 616 902 8 8117 407 580 604 36 79 985 =2 [8000] 260 333 [500] 81 662 820 23 437 05 51 531 [5001 «5 86 119054 22« 225 616 931 92 UOtHij 121149 «01 494 51» 299 23- 785 »35 452 E20 11b l«4 421 I 20084 75 [3000] 98 51 [500] 720 11000I 019 802 114114 276 1 1Ö1M [60b] 50 84033 167 !-8 257 412 576 800 95175 808 529 ... --- 86108 [80001 830 8 7117 238 062 75 117 227 [500] 64 835 552 67» bO161 81 625 626 ->'2 972 07 13000] 81055 18000] c,., nD., 790 900 21 67 95 12205? 205 123 05 3-2 484 91 630 875 76 »74 12434 2 66 43b 40 05 '7.*'» 1500] 80- 907 54 1 2 5 213 ]50Q] 87 89 «2« h<8 126'11 91 [500 ] 86« 976 127'J?7 82 288 6 « 746 13000] 85t 11000] 1 2 8030 82 13000) 162 6 8 IlOOO] 423 592 777 129W 145 [500] 711 13U"28 iS iw 400 763 831 903 17 91 13 1 022 95 15001 152 l«(urf,l 58 132205 49 31C 63 529 608 fr- 7Cr7 87 1 133083 IM 48^03 I8U0S 812 442 M 940 1 34159 362 061 702 13 5077 367 98 83! 53 430 'N «75 " I%ß119 403 51 1 633 137000 55 101 313 42 423 M 711 S “ 138.« - -3 s« w 7, 7« IS».-. 01112 r.3-5 f!5 181 81 [5961 SU _ ne rin 61 V:- l7 • ■ 77 | 'M 4-3 «»7 i 11’29 52 « M2 fio-.nl ,( r37‘=il 17 14205» 2=7 r-2 66.) .43UM 141 11» «0 108 68 015 144011 193 835 71 60 413 40 631 62 634 797 817 960 782 1500] 89 [500] 89'100 [1000) 184 74 .---- . - . . [8000] 90014 102 380 93 431 694 91 >91 328 1500] 77 47 1 I10O00] 583 72 629 804 9 2126 9 3080 [560] 127 254 t-1 627 37 700 [1000 ] 94 04"05 80 437 40 542 80-» I 1000] 11 9 5 255 323 47 - 723 48 =43 73 965 96124 05 4»2 597 697 848 51 9 7 047 172 82 87 220 597 631 73 722 -'14 984 72 77 98103 299 [500] 803 IlOOO) 403 87 543 -tß8 855 985 9 9128 258 885 452 609 79 IlOOO] lOU-'M 319 59 502 807 J 01155 [1000] 281 465 566 715 (W ?70 97 102043 266 879 443 701 103282 3M 88 536 39 79 104153 97 813 [ 8000] S3 935 91 1500] 105104 272 830 HU 522 711 IlOOO) 855 [1000] 106080 336 58 7» 603 6 24 761 [500] °?> 11000] 32 945 1O7066 87- «05 [3000 ] 753 90 844 LÖS'* 15 225 ...... 109020 61 114 486 623 59 85 11Ü008 49 291 832 4-5 757 983 [500] lllüöC 240 486 [SOU! , 869 112141 78 228 [ 500 ] 52 94 3-11 710 60 [50001 8.0 113276 806 552 736 75 [OüM 268 421 80 88 63 659 87« «1 115)91 ' — 4t 67 1 17044 )1OOO] 294 837 790 9C3 790 [500] 874 922 14 5204 77 577 18000 ] 98 715 L1UUUJ 818 945 146270 875 4«8 94 681 709 875 9-1 147176 2u0 .166 (W 450 622 712 148154 586 47 820 80 977 14!- >86 124 241 8.99 15011» 560 90 772 880 [1000[ 905 15 1011 20 [30 0001 211 [1000 ] 372 578 847 1 52106 29 130'0] 73 [600] 153015 189 470 638 154121 296 510 37 672 981 155261 575 [ 500 ] 85 |50»l 156098 300 4« 79 410 6C3 762 81 1500] 850 (10001 157228 8(1 404 [50-'I 10 [10001 69 527 »42 158108 512 lM2 806 62 927 1 5 U0i5 231 4 26 516 600 83 93 722 66 82 866 <" 160183 670 775 UOOOl 801 46 932 1 6 1 091 201 35 53 462 77 524 »84 130001 162840 79 4"! 841 86 163203 28 36 835 82 [500 ] 678 789 76 857 902 1641)87 833 1100"] 84 456 77 556 f 10001 65 609 46 77 871) 953 1 6 5258 82t 22 81 IlOOO) 488 760 60 808 82 1 6 6053 280 93 97 831 404 130001 71 94 628 78 1500] 802 1 67 218 884 405 739 919 96 163288 4GS 94 683 072 92 1 69003 65 84 193 211 753 851 913 170» 16 |1000| lli 158 892 931 17 1126 204 13 88 53 494 501 795 97 936 [500] 172145 70 1500] 28» 500 678 780 911 17 3280 86 434 819 959 IlOOO) 72 17 4053 852 815 79 959 65 1 7 5047 114 887 496 579 684 810 920 70 1 76(113 110 808 901 177681 178'40 293 898 628 807 [ 1000) 93 987 1 7 9011 lu8 95 219 867 107 95 843 92 996 180218 447 90 668 98 630 1 81172 212 308 15 422 63 86 97 663 [1000] 753 [öOOl 887 1 8 2229 fiOOO) 853 kni 18 3086 118 680 84 801 951 68 1 8 4041 185 328 434 51 535 185216 611 696 186239 [6001 85 494 525 33 47 720 51 [500 | 59 859 926 IlOOO] 187096 839 91 675 728 952 188103 327 487 63 [1000] 76 666 [1000] ft« 709 94 808 4 4 907 1 89016 27 8 t 229 859 [1000] 914 89 68 190117 [1000] 200 607 743 1 9 1 067 285 848 401 526 731 820 920 87 64 1 9 2229 661 [600] 66 9-1 791 “05 83 18000] 193082 IlOOO] 85 192 304 18 748 881 19 4012 63 74 372 677 615 195025 156 94 506 718 49 933 19 6001 173 382 414 577 628 062 1 97(1'8 | 500 l 65 [50'] 250 392 874 1 9 8386 572 [10001 615 763 90 813 25 970 19 9 265 93 862 489 [1000] 653 65 755 200114 891 406 8 617 715 [5001 14 977 90 201193 213 40 76 813 612 685 (500) 079 2O2208 41 9 86 [1000] 530 676 058 1500] 203101 95 885 481 46 624 81) [500] 63 709 078 2 04146 417 669 701 68 79 841 997 2 0 5-10 387 82 647 [10001 206101 [500] 89 419 90 601 632 33 785 2 0 7041 (1000) 203 21 386 40» 616 [500] 833 054 208018 •119 44 62 546 618 727 917 2O9000 1 2 4 9 817 44 7 653 818 939 80 210086 229 46 434 46 57 767 805 [500] 211151 458 689 713 8? 2 1 2079 120 [1000 | 246 412 «02 2 1 3649 919 73 89 2 1 4'171 90 IlOOO] 159 [ 3000 ] 307 05 406 [8000] 500 688 852 21 5045 267 343 625 7»4 870 2 1 6000 145 [10001 51 69 448 687 786 2 1 7u02 229 809 614 39 785 890 2 1 8147 289 336 795 2 1 9003 182 839 2 2 0227 492 715 812 60 944 51 22 1 038 156 485 518 38 [1000] 785 819 [1000 ] 222084 290 I lOOo] 816 691 791 2 2 3 270 606 653 56 99 867 [5OoJ 925 26 224"27 107 315 510 634 1500] 816 24 951 225405 556 665 705 27 910 2 2 6069 270 91 441 881 110001 01 22 7378 1 4»] 435 661 802 932 2 2 8009 190 201 399 6uO 81 825 18000] 067 [ 3000] 229036 51 240 1500] 84 486 588 774 80 944 IlOOO] 71 2 3 0003 954 73 [500] 23 1012 96 172 229 52 85 432 43 50 63 98 506 33 86? 2 3 2014 78 [lOOü] 354 841 613 28 57 780 87 947 2 3 3052 151 270 439 l»-00] 532 «14 85 97 968 234.79 96 461 95« 235051 81 254 13000 ] 380 405 12 37 510 36 «17 938 80 I8O001 236067 221 61 339 (500] 55« 700 [500 ] 51 |300o| 64 237082 839 481 83 86 911 238219 49 92 490 693 239124 78 282 310 1500] 699 606 702 940 76 <• 24 0031 108 54 381 72 488 512 791 951 79 2 4 1 075 [3000] 241 344 606 88 741 2 4 2-5.» 741 [500] 918 61 243117 ] 500] 217 303 36 626 76 92 [ 500] 2'4132 [lOOol 57 [1000 ] 213 335 484 534 733 74 BU7 9-11 2 4 5012 11000] 33 154 13000 ) 458 675 IlOOO] 609 1500] 75 794 836 77 79 967 17 2 4 6004 26 170 835 51 [1000 ] 41» 15001 661 716 99 2 47105 371 444 718 1500] 64 885 2 4 8050 627 «38 61 249181 «2 238 76 310 678 661 92 708 802 2 5 9056 285 93 501 25 1 053 181 260 815 [500 ] 595 620 1-000) 41 44 [8000] 703 50 2 5 2027 100 73 221 481 614 789 990 1500 1 253"»7 25« 86 90 652 78« 49 254)65 348 621 57 71 828 [ 3000 ] 44 79 966 2 5 5012 16 53 534 656 8f0 258162 7 1500] 862 63 467 lia7022 33 372 443 2 5 8 293 467 529 681 715 (5001 «1 845 68 2 5 9074 88 [10001 192 314 47 61 403 9 640 [1000] 66 67 260121 66 71 09 282 [500] 72 491 534 50 k-47 2611’9 2«3 [500] 93 398 |1000 | 507 87 7oO 180001 9» 841 HOOOj 2 6 2 069 109 64 275 90 438 71« [500] 82 61 917 263429 36 726 971 97 UOOOl 284M» 81 785 2155103 85 92 [500] 465 521 956 266120 835 913 2 6 7 207 I (5001 22 362 403 501 65 «31 7»3 9lfl 268108 72 367 522 [1000] | »4 613 (1000] 19 978 2 6 9562 7-2 804 51 947 2 ^0*91 ; 149 76 1500) 238 681 727 47 «0 27 1020 41 76 126 801 4»? 505 15001 606 722 2 7 2-137 786 “87 273 87 68 617 ' 1500] 723 SO 823 978 2 7 4111 60 273 506 IlOOO] 96 W4 i 1300" | 92 795 MM) 2750.3« 506 4« 764 967 87 2 7 65)9 | «20 21 35 792 82 866 923 25 44 277011 67 134 219 880 13000] 447 60 »37 278' "9 105 15 235 402 |50M «5 13000] 503 717 78 809 IlOOO] 279'40 880 591 721 89 85 931 280)22 58» 717 >30001 835 60 2 81106 839 776 82 87« 282M5 28 46 223 45 «25 933 75 88 283163 88 487 69« 111)001 714 807 13 45 900 284113 34 42 308 01 67« 752 55 285008 155 625 85 87 85» 286120 63 870 435 5nn 54? 96 805 28 7073 110 21 288 611 629 70 84 649 88 92 f Im Gewinnrade ▼erb»“t-«-T i Prämie ft 300 000 M., 1 Gewinn 5 40 000, 8 A 3" Oon. 4 ft 15 000. 13 L 10 000, 15 ä 5000. 300 ft 3000, <19 ft 1000. 620 ft 500, Berichtigung: In der 1 I»', rom 29. November, _v_ä- , mittags, Iles 163 332 statt 2M «£i. Donnerstag, den 6. Dezember 1906 Gastspiel von Irene Triesch ---------------- als Ellida Wangel in ---------- — „Dio Frau vom Meere“ Eintrittskarten zu Mk. 5—, 4—, 3.— (Studierende Mk. 2—) bei Herrn Chal 1 ier und an der Theaterkasse. Zur Einführung in „Die Frau vom Meere“ dient die von Prof. Dr. Collin bei der Ibsen-Feier gehaltene Rede, welche soeben im Verlag von A. Töpelmann erschienen und in den Buchhandlungen sowie bei Herrn Challier und im Theater für <50 Pfg. käuflich ist. v*/18 LUmtliche Bchiltckn zur Konsekt- und Kuchen-Bäckerei bester Beschaffenheit. Adler-Drogerie, SelterSweg 39 Otto Schaaf. 7068 Achr AMrkch in prima 108494 Solinger Stahlwaren wie: Alle Arten Schceren,Rasiermesser, Taschen-, Schlacht- und Küchen-Messer, feine Tisch- mefser und Löffel. Farbige Gipssignrcn und solche aus Elsenbetnmassc sowie viele andere Artikel zu billigst. Preisen. A. Itflase, Messerschmied, Kirchenplatz 11. T Wnzcubutlcc i 100 °/0 Fettgehalt ’ per Mund 60 Pf. bei 5Pid.57Pf. 7043 Schmalz gar. rein per Psund 65 Pia. bei 5 Pfund 64 P'g. —— Palmin —— Bitello-Margarine p.Psd.80^, b. 5 Psd. 76^ Li. Steinhäuser 17 Neuen Bäue 17 ...» ChriVeslhmliil »n Kleillkiütr-Beniahrachlt Weihnachten naht heran, das Fest der Liebe und der Freude, das Fest der Kinder. Ain 4. Advent, Sonntaa, den 23. Dezember d. I., soll diesmal die Ehrutbescherung für die Kinder unserer Anstalt 'tattfinden. Wir haben für 250 Kinder den Weihnachtstisch mit Gaben zu decken. Um dies ausfuhren zu können, wenden wir uns wieder an die Liebe und den wohlwollenden Sinn der Freunde unserer 9lnflolt und ihrer Kinder. Wir bitten, unS Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen und dergl. zuwenden zu wollen, besonders nbet auch Gcldgabcn, die uns die gleichmäßigste Bescherung für unsere Kleinen ermöglichen. Eine Liste zur Erhebung von Beiträgen wird nicht herumgegeben. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der nachbenaunten Vorstandsdamen gelangen zu lassen: Frau Professor Trcws, Seltersweg 87; Frau Rechtsanwalt Grünewald, Liebigstratze 21; Frau Johanna HaaS, Ostanlage 31; Frau Rechnungsrat Kalbfleisch, Ludwigstraße 7; Frau Professor Leist, Mollkeslraffe 32; Frau Kirchenrat Naumann, Diezstraße 16; Frau Luise Ottens, Noonstraße; Frau Lina Schmal!, Ostanlage 86; Frau Marie Schwan, Seltersweg 64. Auch die Schwestern unserer Anstalt sind bereit, Gaben anzuuehmen; man wolle freundlichst beachten, daff dies die Meirrkinderschulschwesleru sind, wohnend Tiezstraffe 15. Gieiren, den 19. November 1906. [vw/lt Ter Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. _______________Dr. Naumann, Kncheurat.____________ . Warenhaus Gesdiw. Seuling Wetzsteinstraffe 45 empfiehlt Wetzsteinstrasie 45 echt schwarze und farbige Kinder- und Damenstrümpfe, Socken n. Beinlängen, Rormalhemdcn, Jacken, Hosen, Nnterzeuge, gestrickte Herrenwesten, blauleincne Jacken und Hosen, Strohsäcke, Wachstuche. Stricken u.Anstricken v.Westen u. Strümpfen wird billigst besorgt. Wieder neu eingetroffen: Küchen-Etagören in großer Aus- I wähl, Markttaschen und Küchenlampen sehr billig. [6996 22. Ziehung 5.Kl. 215.Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 1. Dezember 1906, nachmittags. Nur die Gewinne Uber 240 Mark lind den betreuenden Nummern in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 631 [1000] SS 758 =62 1 063 312 4 00 05 C77 S04 55 [600] CO 2341 3114 416 19 722 4291 0-15 5032 120 271 316 791 887 63 95 98'1 85 6182 816 [500] 701 9 29 [500] 882 '4 0(31 388 461 644 661 981 [8000] 91 8116 2(11 620 22 915 80 56 9 004 131 75 424 CI 1500] 892 9G9 10015 125 31 323 075 982 L8U00] 11036 156 519 052 774 95 [81)00] 864 911 12170 202 70 803 480 68 [1000] 568 797 932 77 85 87 13'228 300 j 4 669 14015 20 21 [1000] 669 967 1 5 988 127 20» [500] 642 718 61 819 977 16166 865 66 415 518 Gil 72 834 UiO 17040 409 54 605 814 [3O00] 29 HOOOj 81 65 988 18272 800 403 27 622 685 [ 500] 719 54 19163 248 612 53 749 58 813 929 00 2OU23 115 41 47 [ 8000] 76 254 11006) 603 14 1600J 87 641 <59 93 8 50 [1000] 2 1 012 103 301 1500J 90 415 96 745 96 22029 242 79 691 719 [600] 23075 527 950 11 24295 853 608 110001 727 53 926 25029 117 69 73 86 38 1 265 826 57 499 809 962 IlOOO] 26096 136 [500] 383 39 684 I [500] 714 30 933 2 7048 83 1500] 882 431 91 28058 376 I 506 699 945 69 29097 189 276 |500] 335 98 469 86.782 818 I 978 3 O008 118 58 854 99 [15000] 463 67 90 526 899 [8000] 3 1 010 238 60 350 622 [ 3000] 774 876 32005 117 91 212 [1000] 372 [500] 519 622 37 88 863 7 5 3 3007 189 814 458 609 781 900 3 4156 429 85 920 51 3 5037 49 687 1500] 695 767 16000] 3 6034 38 61 148 56 570 |8"00| 665 82 01 923 [600] 3 7 055 157 91 [600] 654 756 800 3 8114 90 240 IlOOO] 65 71 836 450 66 643 76 735 860 930 3 9161 91 [3000] 350 883 936 40140 71 [30001 208 48 41195 737 4 2060 260 852 IX)2 44 IlOOO] 43018 393 585 683 733 49 828 923 [600] 60 4 4235 431 831 [50001 45187 204 20 407 31 76 600 58 602 29 74 809 (600 ) 402'0 837 461 47 034 164 [3000 ] 70 289 746 830 4 8118 835 402 82 86 561 M 691 794 49187 611 919 96 5O000 567 626 812 25 5 1095 502 62 601 83 885 5 2009 895 907 [8000] 33 5 3(38 612 22 46 609 [500] 829 [10001 54 388 93 863 9il) 55050 101 251 409 635 64 60 88 6 6 537 [ 500] 66 856 941 88 57091 104 7 10 [3000] 257 403 611 98 751 858 60 88 5 810« 221 41 814 85 425 97 676 722 979 [500] 59213 506 601 721 75 60118 84 242 63 762 894 963 61006 108 842 76 83 485 90 93 654 70 715 93 [500] 860 6 2097 247 73 896 403 655 939 83 63178 344 458 76 001 31 9'3 64128 54 243 382 498 693 65151 491 884 901 6 0047 894 460 621 712 85 6 7150 52 427 658 702 872 6 «025 417 81 41 538 81'6 69142 63 [1000] 821 728 |5C0] 8ul 40 7Uu00 431 [3000] 543 77 99 IlOOO] 709 68 863 68 900 71089 130001 597 744 828 72222 75 [10001 322 468 7 3160 309 65 406 2 510 719 82 899 932 7 4032 [3000 ] 46 182 816 515 661 731 807 921 75032 41 74 336 413 534 620 41 [1600] 50 »3 13000] 768 76018 [500] 181 92 783 »11 77036 15001 48 113 473 82 578 93 87 824 61 78015 115 382 IÖ00J 403 92 854 11000] £78 791«« 282 [600] 688 656 74 79!) 80038 334 633 869 81'>53 226 624 797 800 9.7 «6 82297 365 608 808 25 [1000] 1XW (lOvOl 53 8 3 2 .; 97 3(1« 414 826 909 35 84275 82 498 [1000] 701 1500] 47 '.1 85001 [500] 80 110001 508 26 [500 ] 710 971 86147 265 87171 494 615 980 88(189 870 425 714 1500] 50 [500J 802 3 22 958 89010 184 271 628 [1000J 735 926 99 9017t 412 77 15001 56» 983 9 1 229 317 428 596 747 92).,8 27') 314 60 829 878 84 POO 93687 261 358 415 »3 IlOOO] 570 604 110 006] 815 9 4560 708 88"> 065 95061 iSOOU] 318 [1000] 61) 580 13000] 804 973 78 9 0018 74 186 220 874 7 -3 «3 37186 517 I5"0] «68 |500| 857 990 98200 41 83 (1000] 460 722 836 942 99030 51 401 50 714 038 100162 343 89 459 ISCCO] 519 691 90 |500] 106 21 [500] 73 843 67 »17 101081 |500) 830 444 595 721 983 102110 85 ir-000) 263 18000] 820 33 54 2 70 6« 769 63 361 971 103168 133 81 239 441 (02 785 985 1 04076 291 44.3 IlOOO) 637 709 [1000] 105"14 228 358 Ml 11000 ] 705 814 41 83 IlOOO] 106119 765 [600] 968 1 07134 33-1 53 538 446 51 64 736 1 0 8331 [500] 488 45 l5U0| »63 109028 31 3M 673 71» 86 1 10 107 274 877 78 «02 92» |500] 63 111306 664 773 919 112052 126 215 857 548 1500) 697 744 960 113062 86 111 250 522 740 74 [6000) 825 89 933 IlOOO] 114213 88 476 596 757 [ 600] 115170 |50C] 382 592 UM] 701 60 IlOOO] 110085 Ito 547 «27 746 82 88 c64 [500] 06 »62 117069 102 358 816 069 118078 27! 352 86 457 794 895 9?.4 111)00] 11900» 268 424 80 600 49 > 120177 269 [WO] 86 1 44 0 509 607 14 750 978 93 121162 502 17 1 22112 64 220 387 417 589 87 66« 67 98 IlOOO] 803 »34 94 123120 20« 841 609 776 835 124042 102 43 271 399 442 575 617 57 945 fil 125029 58 2o3 352 403 804 [8000] 12 0 076 84 87 102 420 574 688 720 805 78 127291 Ml 679 799 805 »42 79 1 28186 656 70 705 808 33 12 9085 147 95 582 ['000] 811 130)11 399 IlOOO] 431 [500] 579 827 971 13 1 860 64 490 703 1 3 2078 149 52 385 806 90 863 798 904 133188 <79 918 1 34« 5 135051 [500] 287 89 315 540 IlOOO) 904 28 [MO] «8 130772 858 936 137213 »6 572 852 1 3 8023 | 500 | 44 298 348 80 458 57! 748 810 IlOOO] 32 [10000] 525 13906! 66 8«3 468 [500] 608 91 786 »55 78 77 140U9 88 789 [503] °8!) 940 141037 251 [500] 83 PO 816 581 767 053 142277 95 493 CU 69 774 84 UH 149162 228 [500] 370 518 55 [WO] öö 315 96 124 460 818 440 91 15 0352 SU 473 S8 904 1 5 1 074 111 218 24 625 862 090 152082 151 75 [5000] 214 868 961 153062 283 606 807. 15416; »1 94 236 328 [10000] 588 685 722 806 40 57 03 736 Ul 89 487 400 748 800 71)8 664 120 601 719 032 ÖU louuini 240 d'JU 6SO b21 38 744 87 826 17U18S 425 18000] 842 88 971 171172 800 80 718 52 17 2062 97 98 [1000] 801 615 [600] 27 1 7 3260 68 841 484 658 29 [500] 77 747 808 174086 486 867 944 17 0034 885 80 176095 [3000] 238 67 810 481 604 82 618 28 715 77 710 972 1 63170 213 566 665 89 886 93 928 164188 203, 447 79 [ 600] l>0 668 03 844 909 78 105008 316 1600] 53A 83 878 1 60163 310 069 708 888 906 1 67 184 707 37 [8000] 47 [600] 888 918 168008 [500] 246 382 lütOj 59 695 [8000] 62 1 55081 70 818 432 1 5 0037 184 888 498 682 767 157150 76 274 374 88 617 50 158044 [8000] 282 885 677 89 625 [500] 705 1 59219 483 557 969 [500] IbUllO 233 507 86 908 1 6 1 047 198 230 430 49 06 633 748 [600] 883 162106 [600] 809 454 551 [500] 76 838 94 98 143013 40 808 68 68 481 99 T08 44 92 906 144120 81 [8000] 462 689 900 145079 106 81 [600X 651 72 90 644 [3000 ] 704 1 40067 194 217 69 92 IlOOO] 39 671 786 [8000] 896 1 47128 218 42 479 676 613 91 148005 21 119 224 75 837 [1000] 681 78 92 669 6ti 2OOU20 [1000] 256 68 98 [10Ö0] 864 432 91 676 81 657 885 998 201165 320 9J [3000] 476 500 618 [8000] 2O2051 790 812 »20 2 0 3033 266 640 88 993 2 0 4278 810 95 473 1500] 78S 90 [500] 965 81 [50ü] 205519 82 876 2Q0O-'.» IlOOO] 174 601 706 54 966 94 2 07 107 7J [1000] 823 57 694 703 50 839 208055 59 156 97 481 770 2 09162 298 888 HOOOJ 470 578 780 865 901 [500] 210092 185 202 62 70 412 707 79 833 21 1046 182 236 425 500 6U 86 762 73 2 1 2033 •*' 30 300 4G9 500 708 23 822 99 915 2 1 3066 83 99 226 687 HOUOj 69 214087 169 95 281 77 [ 500] 402 898 215076 282 560 635 39 . 78 965 [ 500] 2 1 0188 860 650 610 741 70 881 2 1 7021 865 529 665 98 99 742 901 218007 70 [80001 165 [500] 201 20 5U Y2 738 90 978 210029 282 829 85 57 400 606 43 798 f 13000] 957 1 7 7210 28 [1000] 497 677 [500] 768 93 1,000] 17 8 060 98 123 222 98 568 711 [8000] 804 179866 606 9» 879 981 180083 [600] 182 306 7 14 478 612 774 1 81163 856 98 482 [1000] 684 777 95 970 1 82074 [500] 849 [1000] 892 931 41 18 3 810 494 516 55 [1000] 674 700 35 868 960 184251 471 586 [1000] 714 969 185019 84 221 828 [1000] 500 845 52 18 0336 66 876 89 1 87044 145 552 1 88300 81 54 450 84 92 569 17 654 »6 768 858 58 915 1 89224 335 71 487 610 785 972 190206 [5001 551 68 788 882 903 1 9 1 046 245 873 448 815 1920 -> [500] 127 46 411 98 605 962 1 93123 57 289 46 699 754 194214 324 25 88 446 679 [3000] 74- 76 80 802 19 5046 53 336 403 649 620 727 45 840 [1000] 44 190185 429 750 849 67 197046 82 199 274 462 66 626 82 785 198 084 172 202 31 SOL 401 81 [1000] 621 826 29 994 1 99118 206 BUS 41 [500] 458 586 962 22O010 78 9! 225 68 812 628 [8000] 74 818 43 221208 41 327 406 48 548 630 832 222132 L500] 620 615 87 761 856 903 40 223111 570 897 22^572 97 724 942 220 825 545 »3 70« 875 2 2 0019 21 45 149 868 630 [500] 66 840 63 227206 461. 066 [8000] 97 813 88 9«! 220008 418 77 009 [500J 229014 »5 l>0 238 842 476 [1000] 541 .5001 603 885 44 913 28 2 3 0237 60 485 562 IlOOO) 77 788 828 34 fl(W 85 23 1 003 21 841 910 16 2 3 2046 194 318 21 81 44ft 46 2 3 3058 62 197 [500] 228 89 480 537 64 761 234155 404 [£V00| 17 848 74 982 235004 68 [1000] 845 498 812 2 3 6 017 108 207 671 907 68 2 3 7 381 642 678 8M 93 41 481 691 689 229193 96 507 HOOOJ "U v-iö < 34 11 LUU 1 2 4 0260 634 728 47 885 43 64 977 [1000] 241127 61 63 232 877 403 570 908 61 2 4 2218 360 67 [3000] 414 512 3000 62 788 (1000) »26 24304! 192 266 79 684 815 8000] 244076 156 458 662 758 985 67 245397 80 683 15001 745 1500) 6- 240086 415 63 619 716 69 340 996 247009 923 248096 155 220 882 441 24Bu32 85 21 243 99 410 VI 557 875 78 968 84 2 5 0^1 839 51 041 251122 873 501 [300] 6 28 808 027 11000 ) 76 IlOOO] 252039 361 576 | 500 ) 800 [8400] 943 2l>30'J6 hcOOl 177 387 521 99 647 76 870 tN4 254140 Sto 84 49 k" m 62S7X*5M98ü84 4So M3 74 257mM 2sS;»sä ?„5a” *u 471 689 869 261147 8! [8000] 363 471 97 M8 « 92ÄJM2.,84i 263111 24) 67 578 607 [100f-: 873 95! 871 416 ’07 [ 8000] 811 265026 3d S'M 381 ???ai884 15 7 « 979 80 84 2G6044 51 297 11» »8 eie SaA.I1. 267678 768 268036 223 480 »7V 14J 96'.^1 ^6®.18* 818 899 342 2 7 0 212 393 418 2 9 72 536 67 654 t [8000] 848 2 7 1 418 59 61» 76! 804 88 2 7 2032 420 M i 71 615 69 952 2 7 3 233 303 7 7 465 »9 2741.5 M 49 £41 75 513 704 50 13(00] 931 [lOOÖ] 275027 «M Bl« 27fif21 89 254 585 708 920 98 277280 78 [500] 528 63 938 27 “ m -» •>”*«>« 279™’ä2Ä 280047 297 509 671 951 95 281006 51 288 783 98 887 2 82'18« 100 35 78 93 410 !833 [80001 «fl’lln’SS 817 2832) i 874 601 781 9«3 65 g( 2843’9 2RSnl°— —----— Herrenhüte Mützen I > W > . Grösste Auswahl -------- ® des 8 | ZS StG Ceberallzühabertx 0? A Panket 15PC <5 Grösste Auswahl A Packet 15 PK in den neuesten Formen und Farben 7105 Metzger. t HS-VLGL'-1 Pelzwaren in s Umänberuncten und Reparaturen 6678 Qaakeroate s MM QUAKER e £ CM/it hv7io Niederlagen durch Plakate ersichtlich üebernahme von PßnQrafnrßn sow.Anfertigung Hut- u. Mützen- übPArAIllrLll :; von Mützen?; Evang. Kirchengesangverein. Der Sintntt neuer musikalisch begabter Muglieder ist in allen Stimmen, besonders in den Männerstimmen, sehr erwünscht. Anmeldungen sind bei dem Dirigenten, Herrn UniversitätSmufikderektor Trautmann, Moltkestraße 6, oder bei dem unterzeichneten Lorsihcnden erbeten. verleiht dem Körper die für die tägliche Arbeit nötige Kraft und Ausdauer. Mittwoch) 5. Dezbr. 1906, abends 8—9 Uhr Dankeskirche • Bad-Nauheim UCemssH: des Soloquartetts für Kirchengesang Auf Kredit und gegen Bar Mdei, Betten Herren-, Damen- q. Kinder- Konfektion Spielend leichte Abzahlung J. Jttmann Glessen. Plookstr. 14-16 Ein Oeokhs-ßt mit 7 Psd. gut gereinigten Federn gefüllt Mk. 9.—, 11.50, 14.70, 16.50, 22.- etc. Kissen mit 2 Pfund Federn gefüllt Mk. 3.—, 3.60, 4.40, 6.20 etc. Zusendung nach außerhalb franko gegen S- Schultheis Kürschner Markts!rasse Nr, 3 Giesser« Marktstrasse Nr. 3 — Gegründet 1832 — Wilh. Kudolph Grossh. Hess. Hoflieferant Pianohandlg. n. Reparaturwerkstätte, Leiters weg bl. Neuheiten in vrandmalerel und Schutttkuust. Das Brizm und Polieren der Gegenstände wird billigst berechnet. Vreuu» apparate.Schnitz- messer, sowie alle Gebrauchsartikel in großer Auswahl. C. Zimmermann Schremermeister 15 dieuen Baue 15 Mein reichhaltig sortiertes Lager bietet die größte Auswahl aller Neuheiten in Pelzkolliers, Kragenstolas von den einfachsten bis zu den edelsten Pelzarten. --------- Erstklassige Ausführung -------— Moderne Muffen Herren- and Knabenpelze 9 © Fellteppiche --------- —- Fasssäcke ----—== Umtausch gegen andere Qualität gestattet. Oebr*, Wesl™ Neustadt 10. Giessen. Neustadt 10. W-arb k W i Iss Hssig-ItPi des Oberh. Bienenzüchtervereins befindet sich etiiÄtfl und allein bei £4, ftlemhenn Bahnhofstraße 59. 171 Daselbst ilt la garantiert reiner Bienenhonig steis vorrätig. =■ aus Leipzig = (Orgel: Herr stud. phil. et. in ob. Utto Wissig). Unsers Heilands Erdenwalleu Joh. Seb. Bach: Pastorale in F-dur (Orgel) In Bethlehem Gesänge von Eccard, Riedel, Praetorius, Mergner Durch Canaans Gefilde Gesänge von Hiller, Röthig, Hauptmann, König Joh. Seb. Bach: Choralvorspiel: lu dich hab Ich gehoffet, Auf Golgatha Ortskrankenkasse Gießen. General-Bersammlmrg Sonntag, den V. Dezember 1906, vormittags 10 Uhr, im Felsenkeller Tag e sordnung: 1. Wahl des Ausschusses zur Prüfung der Jahresrechnung. 2. Vorstandswahl bezrv. Ersatzmänner. 3. Statutenänderung (§ 21). 4. Bericht von der Jahresversammlung des Verbandes deutscher Ortskrankenkassen inDüsseldorf. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung sieht der Vorstand zahlreichem Besuche entgegen. t Konrad Bramm Ij Backpulver und j BaulUezucker mit ) ’ Pränueudons per Pactei ö 10 Pack. 45 und *iti Pig. Ul.OetteroBackpulver Bauittezucker u. Pnd- otugputuer a P. 25 Pudvt,cgpulv.l.4-6P. 10 Pacceie 50 Psg. Guter Backhouig per Pfund bu’pig. ,0“ 1. Steinhäuser 17 Neuen Bane 17 Backzutaten in gewohnten unübertroffenen Qualitäten zu billigsten Preise« bei 6837 EmiB Fischbach. M IN PACKETEN ist Quaker Oats erhältlich. Dieselben schützen die Waare vor Staub und Unreinlichkeit, denen lose ausgewogene Waare stets ausgesetzt ist Stammen Reparieren Polieren tadelloser Ausführung durch [UVt in sämtlichen Kindorspiteei) für Knaben u. Mädchen Pferdebesitzer! e" Origmal-H-Sto3l®n tt, Fabrikanten: LEONHARDT & CO.. Berlin - SchBneberg. Jll. Katalog gratis! itosstieisch- Versand-Eaus. Versende franko gegen Nachnahme Fleisch ohne Knoche«, Fleischwurst, Cervelatwurst, Preßkopf, Äuoblauchwürstcheu, Leberwurst. Bei Nlmalsme von 10 Pfund Franto-Zujendnng. W. i&esster, C“/u i»«Maa»rttaidMl 8L*eu | Eeht | Kulmöacher Exportbier i w Schwächlichen, Blutarmen u. Rekonvaleszenten sehr zuträglich | empfiehlt die V, Liter-Flasche 21 Pfg., V, Liter-Flasche 14 Psg. Gollbilf Röhrie, Sifi,ijn)ii(j(ini)(ii!i!j Z Marburger Straste 7 Telephon Rr. 344 itz Jy Puinw = Sonnenslrasse ■ I le I Ulli 25 bittet um den Besuch seiner grossen Für Schuhmacher! Um mit meinem noch bestehenden Vorrat in Schuhmacher - Bedarfs - Artikeln rasch zu räumen, gebe solche weit unter Einkaufspreis ab. Ein Posten Schäften, Werkzeuge, sowie eine guterhaltene Nähmaschine rc. spottbillig! 6706 WaSia. HerheH, Wtll, MarkiM 2. Große Möbel-Versteigerung. Dienstag den 4. Dezember werden im Saale der Repaur. Pfau, Neustadt 55, vorm. 10 Uhr ans., wegen Ueberfüllung des Lagers in eigener Werkstätte hergestellte neue Möbelns wie: Betten und Muschelbeltcn, Vertikows, Kleiderschränke, Tische mit 1 und 2 Schubk., gemalte Küchenschränke, Küchen Bretter (modern), usw., sowie große Schaukelpferde (prachtvolle Blldhauerarbeit wie Natur) meistbietend gegen Barzahlung versteigert. 7170 ffi °$ne Zugaben und ohne Rabatt, Bs OilOa dagegen unerreicht in Qualität, O I] »j bßHfl eigener Röstung, täglich frisch, SBlM BIS to W LPfd. 1.—, 1.20, 1.40, 1.60, 1.80 Wcstanlage5 L. KalkhGI NacM. Telephon 467 08073 Liedertexte zu 10 Pfg. an den Kirchportalen zu haben. Eintritt: 1 Mk. für Erwachsene, 50 Pfg. für Schüler. Zug in Richtung Friedberg zurück: 941 Uhr „ „ Giessen „ 10“ „ ■ " 1 1 1 ■ ..... Anfang pünktlich. -— Hergestellt mit dem beliebten Tola-Parfüm, mild und angenehm.Uberall vorrätig. Preis 25 Pfg. Parfümene Heinrich Mack, Ulm a. D. Spezialitäten: Tola-Sel/e und Kaiser-Borax« Leberwurst ä Piti. 30 Pfg. Presskopf „ 60 „ 7106 32 ssSaE B, a