Nr. 126 Erscheint tSgttch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener Kamilien- blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck il Verlag der Brüh l'sehen Univerf.-Buch-u. Stein- druckeret. R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Echulstraße 7. Redaktion 118 Verlag u.Exped. e^51 Adresse für Deoeschen: Anzeiger Gießen. Erstes Blatt 156. Jahrgang Donnerstag 31. Mai 1906 Eichener Anzeiger ** General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen « । ............. iFwam—-.w.ok-.-»—— VezngSvretSr monatlich7b Pi., viertele jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zlveigstellen inonatlich 6o Ps.; durch die Post Aik.2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeige« für die Tagesnuminer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12 Pf^ auswärts 20 Psg. Verantwortlich Hit den polit. und allgem. Teil: P. Witt ko- <üt .Stadt und Lmrd^ und .Gerichtssaal': Ernst Heß; kur den Anzeigenteil: Hans Beck. Pie ffeutige Yummer umfaßt 8 Setten. Per deutsch-schwedische Kandelsvertrag und die overhesstjche AasattiuduKrie. Gießen, 31. Mai. Der Reichstag hat am vergangenen Samstag den Handelsvertrag mit Schweden in zweiter und dritter Lesung angenommen und damit die Grundlagen für unsere Handelsbeziehungen zu Schweden bis zum 31. Dezember 1910 fest- gelegt. Bisher bestanden nur Verträge zwischen einzelnen deutschen Bundesstaaten und Schweden, doch hat auf Grund dieser Verträge das Deutsche Reich tm allgemeinen für das ganze Reichsgebiet der schwedischen Einfuhr die Meistbegünstigung zugestanden und sie andererseits auch von Schweden erhalten. Der jetzige Handelsvertrag ist der erste, den das Deutsche Reich mit Schweden abgeschlossen hat. Die Handelsbeziehungen Deutschlands, insbesondere der Ostseeküste, zu Schweden sind alt uni) zahlreich. Im Jahre 1904 bezog Deutschland von Schweden für 99 Millionen Mark Waren, während seine Ausftthr dorthin sich im selben Jahre auf 147 Millionen Mark belief. Unter den Einfuhrartikeln aus Schweden nahmen Holz und Holzwaren mit 36,9 Millionen Mark die erste Stelle ein, dann folgen Erze und Erden mit 27,3 Millionen Mark — darunter Eisenerze im Betrage von 25,3 Millionen Mark — und Steine und Steinwaren mit 11,1 Millionen Mark, wovon 6,5 Millionen Mark allein auf Psiastersteine entfielen. Diese drei Waren- gnippen stellen also zusammen 75 Prozent des Wertes der schwedischen Ausfuhr nach Deutschland dar. Ihre überwiegende Bedeutung gegenüber den übrigen Ausfuhrartikeln hängt mit der natürlichen Beschaffenheit beS Landes zusammen. Schweden hat ausgedehnte Waldungen und eine entsprechend große Holz- und Sägewerksindustrie, die auf den Export angewiesen ist. ES besitzt in seinem nördlichen Teile mächtige Eisensteinlager von vorzüglicher Beschaffenheit. Deutschland hat in den letzten Jahren in zunehmendem Maße Eisenerze aus Schweden zur Verhüttung in den Hochofenwerken am Niederrhein, in Schlesien und an der Küste bezogen. Wenn auch die deutsche Eisensteingewinnung unter der schwedischen Erzeinfuhr zu leiden hat, so ist doch ein Teil der deutschen Hüttenindustrie auf den Bezug schwedischer Erze angewiesen. Namentlich gilt dies von den Hochöfen an der Ostseeküste und den in Vorbereitung und Bau begriffenen Werken in Emden und Lübeck. In Schweden erblicken manche Kreise in der steigenden Ausfuhr von Erzen einen Verlust für die heimische Volkswirtschaft und es ist deshalb schon oft die Verstaatlichung der Erzlager oder die Erhebung eines Ausfuhrzolls in Vorschlag gekommen. In dem neuen Handelsvertrag hat sich Schweden verpflichtet, während seiner Geltungsdauer keinen Ausfuhrzoll von Eisenerzen zu erheben. Für die Provinz Oberhessen ist neben dem Export von Erzen die schwedische Ausfuhr von Steinen, speziell Pflastersteinen, von Wichtigkeit. 'Die deutsche Einfuhr von Pflastersteinen betrug im Jahre 1904 4,6 Millionen Doppelzentner im Werte von 7,9 Millionen Mark. Davon kamen aus Schweden 3,6 Millionen Doppelzentner im Werte von 6,5 Millionen Mk. Im vergangenen Jahre ist die Einfuhr auf 6,77 Millionen Doppelzentner gestiegen, ivooon 5,76 Millionen aus Schweden kamen. Kein anderes Land ist in der Einfuhr von Pflastersteinen nach Deutschland so JtarE beteiligt wie Schweden, auf das drei Viertel unserer ^Einfuhr entfallen. Diese Ueberlegenheit der schwedischen Steinindustrie beruht auf der Bodenbeschaffenheit des Landes. Die Bearbeitung des weite Strecken, teils in losen Findlingsblöcken, teils als massiver Fels bedeckenden Granits bildet in noch höherem Maße, als es bei uns der Fall ist, für einzelne Gegenden die einzige Erwerbsgelegenheit der Bevölkerung, und die Unerschöpflichkeit des vorhandenen Materials sichert dieser zugleich dauernde Beschäftigung, solange ihre Erzeugnisse nnc genügenden Absatz finden. Das Inland kann aber nicht die gesamte Produktion aufnehmen, sodaß große Mengen Steine exportiert werden müffen. Erleichtert wird die Ausfuhr durch die Benutzung des billigen Wafferwegs und den Mangel an Steinmaterial an den deutschen Küstenplätzen und in der norddeutschen Tiefebene. Der Absatz der schwedischen Pflastersteine erstreckt sich aber nicht blos auf die Küstenplätze der Ost- und Nordsee und die größeren norddeutschen Städte, sondern er dehnt sich in den letzten Jahren unter Benutzung der schiffbaren Ströme auch immer mehr in das Binnenland und nach Süddeutschland bis in das Herz der deutschen Hartsteinindustrie aus. So sind die schwedischen Pflastersteine auf der Elbe bis Magdeburg, auf dem Rhein und Main bis Frankfurt a. M., Wiesbaden, Worms, Mannheim nnb sogar bis Karlsruhe oorgebrungen. Dabei wurden von den schwedischen Werken Preise gestellt (8,40 pro Quadratm.), mit denen die deutsche Hartsteinindustrie nicht in Wettbewerb treten konnte. Das Bestreben der deutschen Pflastersteinwerke war daher auf Einführung eines Schutzzolles auf Pflastersteine gerichtet, den sie bisher entbehren mußten. Die Relchsregierung hatte diesen Wünschen in ihrem Zolltarifentwllrfe vom Jahre 1901 nicht Rechnung getragen, dagegen hatte der Reichstag in den Zolltarif vom 25. Dezember 1902 einen Einfuhrzoll von 0,40 Alk. pro Doppelzentner aufgenommen. Dieser Zoll für Pflastersteine wurde aber im Handelsverträge mit Belgien auf 0,20 Mk. herabgesetzt und im Handelsverträge mit Oesterreich-Ungarn wurde diesem Lande gegenüber das weitere Zugeständnis gemacht, daß Pflastersteine aus hellem, grauem Granit, in einer Höchstmenge von 350 000 Doppelzentner in einem Kalenderjahre eingehend, zollfrei sein sollten. In dem neuen Handelsverträge mit Schweden hat aber Deutschland die Zollfreiheit für Pflastersteine überhaupt zugestanden, sodaß allen Vertragsstaaten gegenüber die Zollsreiheit für Pflastersteine bei der Einfuhr nach Deutschland zur Anwendung kommt. Damit bleibt unsere Basaltindustrie, soweit fie; I sich mit der Gewinnung von Pflastersteinen befaßt, auch in Zukunft der schwedischen Konkurrenz schutzlos überlassen, wenn ihr Absatz nicht durch andere Mittel erleichtert wird. Im Reichstag wurden diese Bedenken auch anerkannt, und e8 wurde eine Resolution angenommen, in der die verbündeten Regierungen ersucht werden, dahin zu wirken, daß zu Gunsten der heimischen Basalt-Pflaster- st ein-Jndustrie ungesäumt Ausnahm etarife auf den deutschen Eisenbahnen eingeführt werden. Eine solche Frachtermäßigung ist schon wiederholt angeregt worden, zuletzt im vergangenen Jahre, als die Frachtermäßigung für Reihenpflastersteine auf die Sätze des Ausnahmetarifs für Wegebaustoffe beantragt worden war. Eine derartige allgemeine Detarisierung für Pflastersteine hat aber ebenfalls ihre Nachteile, denn sie gewährt den unter günstigen Bedingungen in arbeitenden ländischen Betrieben einen weiteren Vorsprung gegenüber den kleinen und kostspieliger arbeitenden Werken. Für die Provinz Ob er Hessen ist die weitere Entwicklung dieser Angelegenheit von erheblicher Bedeutung, denn im Vogelsberg befindet sich eine ganze Reihe von Pfasterstein brüchen, die vielen Personen Beschäftigung und Verdienst gewähren. Die im Handelsvertrag mit Schweden zugestandenc Zollfkeiheit für Pflastersteine wird die oberhessische Basaltindustrie auch in Zukunft einem immer schärfer werdend en Wettbewerbe mit der schwedischen Einfuhr in den Städten am Main und Rhein aus- setzen. Hoffentlich gewährt die für den preußischen Landes- eisenbahnrat angekündigte Vorlage der oberhessischen Basaltindu strie die Aussicht, ihr seitheriges Absatzgebiet zu erhalten oder es nach anderen Richtungen hin zu erweitern. politische Tagesschan. Das preußische Kultusministerium gehört, seit es unter der Leitung Dr. Studts steht, zu den ,am meisten abfälliger Kritik unterworfenen oberen Behörden im deutschen Reiche. Dr. Studt und seine Getreuen geben sich aber auch alle Mühe, so tulturfeindlich als möglich das preußische Departement des Kultus zu verwalken. Soeben hat Lic. Schiele in Marburg an verschiedenen Stellen ausführlich nachgewiesen, welche starke Bevorzugung den orthodoxen Theologen an den preußischen Volksschulen zuteil wird. An mehreren cheologischen Fakultäten werden soa. „Richtungs"-- oder „Straft'-Professuren begründet, ohne daß in den betreffenden Fällen irgend ein Bedürfnis nach einer Neuschaffung von Professuren Vorgelegen hätte. Aber wohl-- gemerkt: nur „kritische" Theologen (wie Haruack) erhalten einen Strafpro fessor zur Seite, in umgekehrter Richtung wird ein entsprechender Ausgleich nicht vorgenommen! Geistliche orthodoxer Richtung werden in größerer Anzahl aus dem praktischen Amt in Professuren berufen, ohne daß dabei der Nachweis wissenschaftlicher Leistungen als Zur spanischen Königshochzeit. Nichts ist schwerer zu ertragen, als eine lange Reihe von schönen Tagen, — dieses Wort des größten deutschen Dichters kommt einem in den Sinn, wenn man sich vergegenwärtigt, welche Anforderungen die Feierlichkeiten ihrer Hochzeit an die junge Prinzessin EnavonBattenberg stellet! werden. Sie werden ihr gleich von Anbeginn an zeigen, daß der Berus der Königinnen kein leichter ist. Heute, am Donnerstag, verläßt die Prinzessin vormittags das Schloß El Pardo, legt in Madrid ihr Hochzeitskleid! an und' begibt sich in feierlicher Prozession nach der Kirche von San Geromino, luo der König in gesondertein Zuge ein trifft. Um 11 Uhr 30 Min. geht die Trauung vor sich. Zwei Stunden später empfängt das Königspaar im Schlosse von Madrid die Glückwünsche der fremden Fürstlichkeiten und übrigen Abgesandten. Es folgt eine Galatafel, und der Tag wird beschlossen durch eine Rundfahrt in der illuminierten Stadt. Am Freitag, dem 1. Juni, gibt der König seinen ausländischen Gästen ein Bankett und empfangt daraus die in Madrid beglaubigten Diplomaten. Ter Samstag ist sür das große Stiergesecht Vorbehalten, das der Bevölkerung von Madrid als der Höhepunkt des Festes erscheint. Am.Sonntag ist Gottesdienst in der Schloßkapelle, abends Galaoper im Königlichen Theater. Damit ist das Programm aber noch keineswegs erschöpft. Es zieht sich vielmehr bis in die nächste Woche hinüber. Diese beginnt am Montag mit einer Parade über bie Garnison und am Abend des gleichen Tages erscheinen der König und die Königin auf einem Balle bei der Herzogin von Fernan- Nnnez. Am Dienstag abend bringen die Militärkapellen dem Königspaar einen Zapfenstreich vor dem Schlöffe. Am Mittwoch speist das diplomatische Korps bei Hose und am Donnerstag sind König Alfons und seine Gemahlin die Gäste der Stadt auf einem Balle im Rathause. — Man wird zugeben müssen, daß dies ein bißchen zu viel des Guten ist. * — „Die Invasion von 1910". Einfall der Deutschen in England von William Le Queux. Die Seeschlachtkapitel von Admiral H. W. Wilson. Uebersetzt von Traugott TamM. Concordia Deutsche Verlagsanstalt, Hermann Ehbock in Berlin W. 50. Preis gchl 3 Mk. — Dieses Buch läßt sich nicht in eine der bräuch- tichen Kategorien einrechen. Cs bringt eine seltsame Pyaw tajie die sich der gegentoärtigen Gruppierung der Ntachtsakto- rat ring£ um die Äcordsee bemächtigt hat. Staunend reibt M der Leser die Augen, wie um genauer hinzusehen, und unschlüssig fragt er sich: Wie weit darf ich rnitgeheu, ohne ins Bodenlose zu geraten? Doch die erste Prämisse zugegeben, geht alles seinen natürlichen Gang. Falls jemals Deutschland — hier liegt jene eine Prämisse — sich zur Invasion in England entschließen sollte, bann wird es möglicherweise allerdings so Vorgehen, wie dieses Buch es schildert. Die „Invasion von 1910" hatte in England einen überwältigenden Erfolg, und das englische Unterhaus hat sich mit ihm eingehend beschäftigt. Lord Roberts hat das Buch empfohlen, und Admiral H. W. Wilson hat die Marinekapitel mit beigesteuert, die zu betn Glänzendsten, Packendsten und Wahrsten gehören, was je, seit es Seekämpfe gibt, geschrieben worden .ist. Die „Daily Mail", die gegenwärtig die „Invasion" zum Abdrua bringt, soll durch sie eine Vermehrung ihrer Abonnentenzahl um 766 000 erfahren und dem Autor an Honorar und für feine Barauslagen bei Rekognoszierung sämtlicher östlicher Grafschaften, Die den Kriegsschauplatz darfiellen, über eine Million Mark gezafflt haben!! In England hat die „Invasion" die Gemüter derartig erregt, daß der Verfasser und die „Daily Mail" Ursache hallen, einen Ausbruch der Volkswut zu fürchten, uno schließlich dem allgemeinen Sturmlauf unendlicher und schriftlicher Beschwörungen sich haben fügen und dem Werke einen gegen den ursprünglichenPlanver- stoßenben, für England günstigen Schluß anhäng en müssen. Tie deutsche Ausgabe, für die ein solcher Anlaß nicht vorhanden ist, stellt jedoch mit Genehmigung des Autors den allein folgerichtigen Abschluß wieder her, der die Erfolge der deutschen Waffen durch einen entsprechenden Frieden gekrönt werden laßt. — Gerade rechtzeitig zur bevorstehenden Rembrandt- Feier erscheinen von den „Klassikern b er Ku n st in Gesamtausgaben" ber Deutschen Verlags-Anstalt in Stuttgart bie Lieferungen 31—37 (Preis je aO Psg.), mit benen in diesem vortrefflichen lunstgefchichtlichen Unternehmen bie inrpvjante Reihe der herrlichen Gemälde Rembrandts eröffnet wird. Es ist vielleicht nicht überflüssig, vor allem aufs neue daraus hinzuweisen, daß die Haupr- cigenart und der Hauptvorzug der „Gesamtausgaben" in dem Prinzip besteht, weniger den Kunsthistoriker als den schaffenden Meister selbst „zu Wort kommen" zu lassen, xnbem sie die sämtlichen befannten Schöpfungen jedes Künstlers in getreuen Reproduktionen und tu lückenloser, durch keinen Text unterbrochener Reihenfolge vor Augen führen, während der Kunstgele'hrte sich darauf beschränkt, in einer knapp gehaltenen biographisch-ästhetischen Einleitung und in einem! Anhang mit Spezialerläuterungeni das Wichtigste von dem zu geben, was die historische Forschung und die ästhetische Erkenntnis über den Meister und seine Kunst zu sagen weiß. Rach diesem als ungemein fruchtbar anerkannten Prinzip ist hier auch der große Niederländer behandelt, von dessen Gemälden (insgescnnL 565) wir in den vorliegenden Lieferungen bie aus berr Jahren 1627—1643 ftammenben, gegen 300 an Zahl, wieder- gegeben finden, begleitet von einem größeren Abschnitt der Einleitung, die Adolf Rosenberg, der kürzlich verstorbene ausgezeichnete Rembrandt-Kenner, geschrieben hat. Die folgenden Lieferungen, die den Rembrandt-Band vervollstän-. digen werden, sollen, wie wir hören, noch vor der Rembrandt-Feier ausgegeben werden. — Die zweite Nummer der von Dr. Rudolf Presber herausgegebenen neuen Monatsschrift „Aren a" liegt uns vor. Dieses Mai-Heft bringt eine lange Reihe interessanten Artikel und Novellen. Der Russe Anton Tschechow, den Gießener Theaterfreunden bekannt durch eine satirische Groteske „Ter Bär", gibt in seinem „Landschaftsarzt" eine ber kleinen, spannenden Skizzen aus dem Leben, in denen seine feine Psychologie so viele fesselnde Gestalten geschaffen hat. Ihm gegenüber steht ber Deutsche C. Ferdincmbs mit ber kecken, tragisch enbenben Geschichte vom „Mannskerl". Paul Liman spricht von den „Waffen des Friedens", ben Verträgen und Vereinbarungen ber Nationen, Hans Rosenhagen über die Berliner Irühsahrsausstellungen, Spar- tacus über die Olynipischen Spiele. Die Aufmerksamkeit zahlreicher Leser und Leserinnen wird der Arllkel Dr. G. A. Langes „Aus der vierten Dimension" fesseln. Dr. Lange gibt sich in dem sehr lebhaft geschriebenen Essay als Verteidiger der okkultistischen Ueberzeugung. Pros. Dr. Schleich wägt in seinem kurzen Artikel „Vivisektion" das Für und Wider dieser delikaten Materie ruhig ab. Prinz Emil Schön- aich-Earolatü hat ein prächtiges Landsknechtsgedi-c^ beige- steuert. Rudolf Presbers Theaterarllkel „Die Perle der Meopatra" sei noch besonders hervorgehoben. Dazu noch ein Artikel der Französin Severine über die Katastrophe von Courriöres in der Uebersetzung von Karlernst Knatz, die interessante Rubrik „Verstaubte Schätze", ein Amerikanisches Lied, eine kleine Skizze Walter Harlans und Karikaturen. Eingeleitet wird das mit Photographien und Zeichnungen geschmückte Heft durch sechzehn Photographien von Bilder« aus der diesjährigen SeMionsausstellung. erbracht angesehen werden konnte. In Greifswald — der Hochburg der konfessionellen Orthodoxie — wird eine Pflanzschule zur Heranbildung orthodoxer Theologen eingerichtet, und die von Greifswald ausgehenden oder zu Greifswald in Beziehung tretenden jungen Theologen werden regelmäßig fast der Reche nach befördert, während eine auffallend große Zahl kritisch-theol. Privatdozenten ebenso regelmäßig von der Beförderung ausgeschlossen wird. Es zeigt sich in diesen Tatsachen der Einfluß des Kirchenpolitikers Stöcker in geradezu erschreckender Weise. Selbst politisch ziemlich rechtsstehende Blätter beginnen die Gefahren zu fürchten, die durch das preußische Kultusministerium zunächst über Preußen, dann aber auch über das Reich durch derartige ultrareaktionäre Betätigung hervorgerufen werden. Daß z. B. den F r e i k o n s e r v a t i v e n manches und mancher in der obersten preußischen Kultusbchörde nicht sonderlich gefällt, zeigt ihrBerliner Hauptorgan, die „Post". Sie billigt, was wahrlich äußerst selten ist, die Ausführungen, mit denen sich die demokratische „Berliner Volkszeitung" sich dagegen wendet, daß dem Ministerialdirektor Dr. Alth off von der Stadt Münster ein Silbergeschenk gewidmet werden soll, und gibt den Artikel des demokratischen Blattes wieder: Zu Ehrenbürgern der Stadt Münster wurden (wie wir bereits meldeten. D Red. d. Gieß. Anz.) SlultuSminifter Dr. Studt und Ministerialdirektor Dr. A l t h o f f durch einstimmigen Beschluß des Stadtverordnetcnkollegiums ernannt. Die Ehrung wird „begründet" mit der Ausgestaltung der Universität durch Angliederung der medizinischen Fakultät. Außerdem mürbe ein Kredit für ein Silbergeschenk an Mmisterialdirektor Dr. Althoff bereitgestellt . . . Aus persönlicher Laune oder zum Spaß schafft kein Minister eine medizinische Fakultät .... Man will Herrn Althoff einen Silberschatz aus den Mitteln der Steuerzahler schenken. Zu den städtischen Steuern tragen nun aber notgedrungen Personen ihr Scherflcin bei, denen es bitter schwer wird, ihre sauer verdienten Groschen für kommunale Zwecke herzugeben. Daß man aus den Beiträge auch dieser Steuerzahler einem der bestbezahlten preußischen Beamten ein Silbergeschenk ins Haus schicken will, verdient den erntieften Widerspruch aller rechtlich Denkenden. Wollen die Münsteraner Herrn Althoff Haus- und Kücheneinrichtung b irr cf) eine materielle Gabe ausbessern oder vervollständigen, so mögen sie untereinander ihre milde Hand auftun und das Silberarrangement nach Maßgabe ihres Portemonnaies und ihrer Alt- boff-Begeitierung zustande bringen. Aber selbst wenn sie zu diesem eigenen Opfer bereit wären — von solchem Heroismus im eigenen Entsagen hört man nichts — selbst dann würden wir die ganze Aktton aufs entschiedenste verwerfen, und zwar im Interesse des preußischen Beamtentums und seines Ansehens .... Darum ist den Beamten die Annahme von Geschenken für reguläre oder besondere Dienstleisttmgen untersagt. Bahnmeistern, die nur ihre Pflicht tun, sollen private Firinen kein Geld zustecken als Belohnung. Richter, die einen Prozeß gewissenhaft und aus objektiven Rechtsgründen zugunsten einer Partei entschieden haben, sollen nicht von den Interessenten durch Pianos oder andere Gegenstände von Geldeswert belohnt werden, sei die Gewinnerin des Prozesses eine Stadtgemeinde oder eine Privatperson. Ministerialdirektoren, die von einem Landtage die Gelder bewilligt erhalten haben für eine von ihnen vertretene neue öffentliche Einrichtung, sollen nicht hinterher von einer interessierten Kommune in den Stand gesetzt werden, mit silbernen Dankeshumpen oder Ovationslöffeln klappern zu können. Reißt diese Art Schenkerei bei dem Beamtentum erst ein, dann ist kein Absehen möglich. Die negativen und positiven Folgen einer solchen Silberwährungspolitik, wenn sie erst ein paarmal in Szene gesetzt worden ist, kann sich jeder an den fünf Fingern abzählen. Das, ivas nach alledem im Interesse des preußischen Beamtentums und der öffentlichen Sitten erwartet werden muß, ist das, daß Herr Althoff die ihm zugedachte materielle Zuwendung rundweg und energisch ablehnt. Von der Kolonialverwaltung. Die DepeschenbureauS melden heute: „In den interessierten Kreisen glaubt man, daß Erbprinz zu Hohenlohe möglicherweise sich doch entschließen werde, auch unter den veränderten Verhältnissen an der Spitze der Kolonialverwaltung zu bleiben. In diesem Falle würde der bisherige provisorische Zustand beibehalten werden. Selbst ein Kolonialdirektor ivürde nicht ernannt werden, sondern Erbprinz zu Hohenlohe bliebe weiterhin mit der Wahrnehmung der Geschäfte als Leiter der Kolonial-Angelegenbeiten beauftragt. Die endgültige Entscheidung in der Angelegenheit ist jedoch noch nicht gefallen." Diese Entschließung bedeutet, daß die Regierung die Schaffung eines selbständigen Reichskolonialamts nur zu den aufqescho denen Plänen rechnet. Die Forderung wird vielleicht schon im Nahmen des nächsten Neichs- haushaltsetat wiederkehren, also den Reichstag alsbald nach seiner Einberufung im November beschäftigen. Zentrumsorgane, wie die „Germania", plaudern aus der Schule, daß das Zentrum mit der unerbittlichen Stellungnahme gegen ein Reichskolonialamt im Grunde nur eine unschuldige Kundgebung beabsichtigt hätte und im Stillen hoffte, die anderen Parteien würden das Zentrum überstimmen. Die „Germania" gesteht, daß das Zentrum auf die Ablehnung des Kolonialamts „nicht vorbereitet gewesen" ist und schiebt den Kartellparteien, der Rechten und den Nationalliberalen, die Schuld an dem Ergebnis durch ungenügende Beteiligung in der entscheidenden Sitzung zu. Das ist allerdings richtig: besonders die Reihen der Konservativen wiesen starke Lücken auf, und für eine Sitzung von solcher Bedeutung — handelte es sich doch um südwestafrikanischen Bahnbau, Farmerentschädigung und NeichSkoloniakamt — mußte eben der „letzte Mann" zur Unterstützung herangeholt werden. Aber das Zentrum hat sich in der Vorausberechnung geirrt, daß die anderen Parteien das NeichSkoloniakamt und den Erbprinzen zu Hohenlohe als Staatssekretär schon durchbringen würden, wogegen dem Zentrum der Ruhm der Unerschütterlichkeit verblieb. Ein solcher taktischer Irrtum kann unter Umständen einmal schwerwiegende Folgen haben, beispielsweise ein sehr nützliches und volkstümliches Gesetz zum Scheitern bringen, weil sich der Eine auf den Anderen verlassen hat und zufällig Beide versagen. Von derartigen Berechnungen sollten parlamentarische Entscheidungen möglichst wenig beeinflußt werden. Eine neue Branntweinstenernovelle. Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt: Dem Reichstage ist noch in jüngster Zeit ein Gesetzentwurf zugegangen, der eine Unbilligkeit beseitigen soll, die durch die letzte Branntweinstenernovelle im Jahre 1902 geschaffen wurde. Damals wurde bestimmt, daß der Höch st betrag des Kontingents für neu entstandene Brennereien von 80 000 auf 50 000 Liter Alkohol herabzusetzen sei. Die betreffende Vorschrift bezieht sieh ober nur auf die nn Jahre 1902J03 statt- gehabte Verteilung des Gesamtkoittingents. Infolgedessen dürfen die Brennereien, die bei den späteren, alle o Jahre zu wiederholenden Neukontingentierungen zunächst also im Jahre 1907/08 zum Kontingent neu veranlagt werden, wieder mit dem früher zulässigen Höchstkontingent von 80 000 Liter bedacht werden, während die vor 5 Jahren neu veranlagten Betriebe sich unter den gleichen Verhältnissen mit einem Kontingent von 50000 Liter begnügen mußten, bereits bei der Beratung des Gesetzes von 1902 wurde darauf hingewiesen, daß ein derartiger Zustand unhaltbar und daß durch ein besonderes Gesetz die verschiedene Behandlung der Brennereien verhindert werden müsse. Die Vertreter der Negierung haben sich bereits damals und auch später hiermit einverstanden erklärt und die Einbringung eines bezüglichen Gesetzentwurfes vor dem Jahre 1907 08' zugesagt. Ausfallen könnte vielleicht, daß diese Zusage im gegenwärtigen Zeitpunkt ersiillt wird, obwohl die Beratung erst im nächsten Herbste stattfinden kann. Hierzu wird in der dem Entwürfe beigegebenen Begründung folgendes bemerkt: Die nächste Neukontingenlierunq findet im Brennereibetriebsjahr 1907/08 statt. Da neu entstandene Brennereien hierbei nur berücksichtigt werden, wenn sie dis zum 1. Oktober 1907 betriebsfähig hergerichtet sind, ist zu erwarten, daß die Neuerrichtung von Brennereien, die schon in den letzten Jahren nicht unerheblich war, in nächster Zeit einen großen Umfang annehmen wird. Wenn auch die Beteiligten wiederholt darauf hingewiesen wurden, daß die Absicht besteht, den Hochstdetrag des Kontingentsußes der neuen landwirtschaftlichen Brennereien noch vor der nächsten Kontingentierung aus 50 000 Liter herabzusetzen, so ist doch nicht ausge- schloffen, daß hier und da für den Entschluß zu einem Neubaue die Tatsache bestimmend ist, daß vorläufig noch der Höchstbetrag von 80 000 Liter im Gesetz steht. Um in solchen Fällen Enttäuschungen und Beschwerden tunlichst zu vermeide n, ist für erforderlich gehalten worden, den Gesetzentwurf noch in dieser Tagung des Reichstages wenigstens vorzulegen, wenn auch auf seine alsbaldige Verabschiedung nach der Lage der Geschäfte nicht mehr gerechnet werden kann. Tie Ermordung des deutschen Konsuls Stein und der Freispruch seines Mörders. Am 16. Februar 1905 wurde der deutsche Konsul in Oaraca, Gustav Stein, nach einem heftigen Wortwechsel, den er mit einem der reichsten Geschäftsleute Pueblas, Antonio Eouttoleno, gehabt hatte, in dessen Wohnung ermordet. Allgemein sah man Eouttoleno selbst als den Mörder an. Da bezichtigte sich aber ein Neffe von ihm, Francesco Mangel, den Schuß abgefeuert zu haben, der den Konsul tötete. Am Anfang dieses Monats hatte das Gericht in Puebla sich mit der Angelegenheit zu befassen. Antonio Couttolena wurde freigesprochen und Rangel zu der lächerlich niedrigen Strafe von zwei Jayren Gefängnis verurteilt, von der obendrein noch die Hälfte als durch die Untersuchungshaft verbüßt gilt. Unter den 'Deutschen Mexikos bezeichnet man das gerichtliche Verfahren als eine Komödie und hält an der Meinung fest, das Francesco Rangel sich nur für seinen Onfel. opferte, der sich ihm jedenfalls nicht unerkenntlich zeigen wird. Da außerdem die Hinterbliebenen des Konsuls Stein das Urteil angefochten haben, ist der Prozeß noch nicht an seinem Ende angelangt. Die Vorgeschichte der Ermordung des Konsuls Stein entbehrt nicht einer gewissen Romantik. Die Frau des Konsuls war die eigentliche Ursache seines tragischen Endes. P a n ch i t a W o o l r i ch war tue Tochter eines Engländers, der sich an dem Isthmus von Tehuan- tepec angesiedelt hatte. Sie war eine b erühm t e Sch ön- heit. Stein führte sie als seine Braut nach Oaxaca mit sich. Hier war die Schar ihrer Bewunderer bald groß und sie wurde öfters in einer Weise genannt, die ihrem Rufe nicht förderlich sein konnte. So kam es einmal ihretwegen zu einem Duell zwischen dem Generalstaatssekre- tär Jose Medrano und einem jungen Spanier, wobei der erstere getötet wurde. Zwischen Stein und Eouttoleno bestanden anfangs nur geschäftliche Beziehungen. Man schätzt das Vermögen Couttolenos auf 10 Millionen Dollar, und es heißt, daß er verschiedene Unternehmungen Steins finanzierte. Ter Klatsch nahm schon lange Anstoß an dem freundschaftlichen Verkehr Couttolenos im Hause des Konsuls, am lebhaftesten, als Eouttoleno bei dessen jüngstem Kinde Gevatter stand, wie auch, als er Frau Stein und deren Kinder auf einer Fahrt durch die Vereinigten Staaten begleitete. Nach eigenen Aussagen des Konsuls steht fest, daß das Verhältnis zu seiner Gattin zu dem Millionär die Ursache eines heftigen Zerwürfnisses zwischen ihm und ihr wurde. Dagegen mag dahingestellt bleiben, ob es wahr ist, daß Stein auch deshalb Eouttoleno zu zürnen Ursache hatte, weil dieser ihm seinen weiteren pekuniären Beistand verweigerte und früher gegebene Summen zurücksorderte. Am 16. Februar 1905 betrat Konsul Stein das Haus Couttolenos zu einer entscheidenden Auseinandersetzung, und hat es nicht lebend wieder verlassen. Rangel gab vor Gericht an, er sei herbeigeeilt, als die Unterhaltung zwischen seinem Oheim und dein Kvnsul immer lauter wurde. Im Augenblicke, da er das Zimmer betrat, hielten sich beide Manner gepackt, und um seinem Oheim beizustchen, habe er nach seinem Revolver gegriffen. Jtt unaufgeklärtem! Widerspruche zu dieser Schilderung steht zunächst einmal der Umstand, daß der Revolver, mit dem die Tat vollbracht wurde, nachweislich das Eigentum Couttolenos selbst gewesen ist. Dann aber hat die Untersuchung der tödlichen Wunde Steins durch die Aerzte ergeben, daß der verhängnisvolle Schuß von oben auf ihn gefeuert wurde. Viel wahrscheinlicher also ist es, daß Eouttoleno auf seinen Gegner schoß, als dieser noch auf einem Stuhl saß, und daß er den Revolver unter einer Decke verborgen hielt, die er, auf dem Sofa liegend, beim Eintritte Steins über seine Füße gebreitet hatte. Aber das Gericht hat der Darstellung Mangels Glauben geschenkt. Es zeigte sich überhaupt gegen beide Akge- schuldigte erstaunlich rücksichtsvoll untv entgegenkommend. So waren z. B. Beide gar nicht einmal selbst zur Stelle, während gegen sie verhandelt wurde, ihre Anwesenheit wurde vielmehr ausdrücklich als entbehrlich erklärt! Und zur Beratung des Urteilsspruches brauchte der Gerichtshof ganze zehn Minuten! In dieser Zeit kam er zu deut oben bereits angegebenen Resultat, daß Eouttoleno freizusprechen und sein Neffe des Totschlags schuldig zu erachten sei, wobei aber angenommen werden müsse, daß Rangel den Konsul Stein mit dem Revolver nur habe einschüchtern wollen und der Schuß gegen seinen Willen losgegangen sei! Die Deutschen Mexikos meinen, daß das Urteil anders ausgefallen wäre, — wenn nicht Don Antonio Eouttoleno, der übrigens ein weißbärtiger Greis von abstoßendem Aeußern ist, der reichste Mann im Staate Puebla wäre. Vermischtes. * Graf Pückler-Kleintschirne hält jetzt die knallrote Fahne der Sozialdemokratie hoch und tritt in Berlin wieder einmal als Redner für zwanzig Pfennig Entree in dem Restaurant von Buagenhagen auf. Auf dem Tempelhofer Felde, so verkünoet er, will er eine Parade über seine lieben, roten Kerle abhalten und seine Trompeter sollen dazu lieblich blasen. Lange schon sei Bülow pensionsreif, an seine Stelle hätte man August Bebel, der wirklich beit Titel Durchlauch verdiene, setzen müssen. Und so ging es in holdem Wahnsinn, dernicht einmal Metho'dehat, weiter. Ja, dieser revolutionäre Sozialist — so bezeichnet er sich selber — verlangte zuletzt oie Kürzuu g der kaiserlichen Ziviliste um die Kleinigkeit von zehn Millionen. Der Dreschgraf erzielte damit einen vollen Erfolg bei "einem merkwürdigen Auditorium, unter dem auch die unreife Jugend nicht fehlte. Als Graf Pückler bei dieser Gelegenheit einen heftig en Ausfall gegen den Kaiser machte, griff der überwachende Polizeihauptmann zu seinem Helm, um die Versammlung aufzulösen. Der Vorsitzende verhinderte dies dadurch, daß er die Versamm- ung auf zehn Minuten vertagte. Dieser Vorsitzende, ein junger Mensch, mußte sich übrigens von Pückler eine recht sonderbare Behandlung gefallen lassen. Als er während des Vortrages um „Ruhe für den Grafen" er-- uchte, fuhr^ihn der gräfliche Redner an: Ach, halten Sie den Schnabel!" Ein tödlicher Automobilunfall ereignete sich in der letzten Nacht auf der Chaussee, die von Wannsee nach Berlin führt. Als Baron Thyssen mit seinem Automobil nach Berlin fuhr, flog der Wagen in den Chausseegraben und begrub den Chauffeur unter sich. Der Verunglückte war sofort tot. Baron Thyssen und seine Begleitung erlitten keine schweren Verletzungen. Der Wagen wurde vollständig zertrümmert. — Ein schwerer Automobilunfall ereignete sich in Berlin auf dem Schloßplatze. Ein in schneller Fahrt kommendes Automobil fuhr, da auf dem regenfeuchten Asphalt die Steuerung versagte, mit großer Heftigkeit gegen die Bordschwelle vor dem Schlosse. Die beiden Insassen wurden so schwer an Armen und Beinen verletzt, daß sie nach dem Krankenhause am Friedrichshain geschafft werden mußten. Der Chauffeur erlitt am Kopfe schwere Verletzungen. * Heidelberg, 30. Mai. Zu dem Vergiftunas- fall wird noch berichtet, daß sich unter den Erkrankten auch die Frau des Hoteliers befindet, die in ihrer Wohnung verpflegt wird. Sieben Kranke, darunter die beiden russischen Fürsten, welche zu Studienzwecken sich hier aufhalten, befinden sich im Krankenhause. Sämtliche Erkrankte befinden sich auf dem Wege der Besserung, sind jedoch durch andauernde Brechdurchfälle geschwächt. * London, 30. Mai. Heute stießen im Kanal auf der Höhe von Plymouth die dort übenden Torpedoboote „108" und „81" zusammen und erlitten schwere Beschädigungen. Diejenigen des Torpedobootes „ 108" sind so ernst, daß das Schiff sofort in Devenport eingedockt werden mußte. — Nach einer Lloydsmeldung aus Lundy Island am Eingänge des Bristolkanals ist das englische Linienschiff „Montagu" bei Shutter Point in bedenklicher Weise auf Grund geraten und verlor beide Schrauben. Es scheint gan^ verloren. Der Boden ist herausgerissen, das ganze Schiff ist mit Wasser gefüllt und senkt sich nach der Steuerbordseite. Mehrere Leute der Mannschaft sollen verletzt sein. Das Schiff ist 1903 für 30 Millionen Mark erbaut worden. * K l e i n e T a g e s ch r o n i f In Würzburg hat sich der Bankier Karl Strohmberg erschossen. Fehlspekulationen werden als Ursache genannt. — In Stuttgart wurde die Familie des Kaufmanns Wolfgang Meißner, bestehend aus Vater, Mutter und drei Kindern, durch Gas vergiftet aufgesunden. Es liegt zweifellos Selbstmord vor. Meißner, der bis vor kurzem Mitinhaber einer hiesigen Farbfabrik war, lebte dem Anscheine nach in günstigen äußeren Verhältnissen, doch nimmt man vielfach an, daß gerade in der materiellen Lage der Grund der Tat zu suchen sei. Ein viertes Kind der Familie befand sich bei Verwandten und ist ouf diese Weise dem Tode entgangen. — Bei Dijon stürzte der Kaufmann Bijoird mit seinem Automobil infolge Radbruches ab und war sofort tot. — In der Gegend von Eggenfelden (Bayern) hat ein furchtbarer Orkan gewütet. Hunderte von Bäumen wurden entwurzelt, viele Gehöfte stark beschädigt, Dächer abgedeckt und Schornsteine umgeworsen. Einem Bauern wurden drei Neubauten vollständig zerstört. Der Orkan war von starkem Hagel begleitet. Der Schaden ist bedeutend. — Ein Telegramm aus San Francisco berichtet ferner, daß die Stadt G o l - conda von einem Orkan z er stört worden ist. Der Schaden beträgt über eine Million Dollars. Berlin, 30. Mai. Die Strafkammer verhandelte gegen die K r i m i n a l s ch u tz l e u t e P e t s eh a k und W o l k, die beschuldigt sind, durch Fahrlässigkeit am 6. Februar die Entweichung eines ihnen anvertrauten Gefangenen, nämlich des Raubmörders Hennig, erleichtert zu haben. Petschak wurde zu 300 Mk^ Wolk zu 100 Mk. Geldstrafe verurteilt. Hennig wurde als Zeuge vernommen und vereidigt. — Die Strafkammer in M es eritz (Posen) verurteilte den Lehrer Stürmer aus Schittno, der als Rendant der Schillnoer Spar- und Darlehnskasse 60 000 Mk. unterschlug und 31 Wechsel gefälscht hatte, zu 6 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust. Breslau, 30. Mai. Die 2. Strafkammer verurteilte beit Redakteur Klüß wegen Abdrucks eines Gedichtes von Leon Holly „Der 1. Mai" in der Mai-Nummer der „Volksmacht" aus Grund des § 130 des Strafgesetzbuches zu drei Monaten Gefängnis, obwohl das Gedicht bereits früher in anderen Blattern straflos nachgedruckt war. Holly ist das Pseudonym für Redakteur Schweynert, den Hauptangeklagten im Ruhstrat- Prozeß. Arbeiterbewegung. Berlin, 30. Mai. In der Sitzung des Vorstandes des Gesamtverbandes deutscher Metall-Industrieller vom 29. Mai wurde festgestellt, daß die streikenden Gießereiarbeiter der Bezirksverbände Braimscknveig, Breslau, Görlitz, Dresden, Halle, Frankfurt und Hannover ihre Forderungen nach Mindestlohn zurückgezogen und sich damit abgefunden haben, daß die Arbeitgeber eine Verhandlung mit den Vertretern der Arbeiterorganisation ablehnen. Demzufolge beschloß der Vorstand, daß die auf den 2. Juni festgesetzte Aussperrung nicht zur Ausführung kommen soll. Hannover, 30. Mai. Die ausständigen Formerund Gießerei-Arbeiter beschlossen in ihren Versammlungen, heute den Streik zu beendigen und die von der bevollmächtigten Kommission vereinbarten Arbeitsbedingungen mit den Arbeitgebern festzulegen. Mannheim, 30. Mai. Der Bund der Industriellen, Abteilung Vaden und Rheinpfalz, hat die Kündigung für die Aussperr u n g der Arbeitet zum 2. Juni jurüdgenommen. Die Ereignisse lehren uns oft, dass wir nichts von ihnen lernen und wir brauchen z. B. nur auf die Tatsache hinzuweisen, daß viele Leute heute noch ihr Geld für Eisen-, Arznei- und andere Kräftigungs-Mittel ausgeben, anstatt sieh in der Apotheke oder in einer Drogerie Bioson, das beste, billigste und zuträglichste Nähr- und Kräftigungsmittel zu kaufen, das" die Wissenschaft bis jetzt hernorgebracht. Erhältlich mit Bouillonextrakt oder Kakao das halbe Kilo drei Mark. Bekanntmachung. Eamötag, den 2. Juni 1906, vormittags 11 Uhr, wird frn Bürgermeillcreigebaude die GraSuutznug von den Lchucifcn nnb Wegen des Gießener Stadtwaldes öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 25. Mai 1906. B*8/. Grvßherzoglichc Bürgermeisterei Gießen. ___Mecum.________________ Bekanntmachung. Das 1. Ziel Gemeindesteuer für 1906 sowie die Beiträge zur land- und forstwirtschaftlichen BerufSgenosseuschaft für 1905 sind innerhalb 8 Tagen bei Meldung der Beitreibung an hiesige Stadtkaffe fiu zählen. Gießen, den 30. Mai 1906. B*/6 ___Ter Stadtrechuer: Doepser. Arbeitsvergebung. Die Weißbinder-, Dachdecker- und Spenglerarbeiteu zur kaufenden Unterhaltung der Oktroierhebehäuser am Walltor und Selterstor sollen Mittwoch, den 6. Juni d. I., vormittags 10 Uhr öffentlich vergeben werden. Arbeitsveschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis ziim genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. — Zuschlagssnst 14 Tage. Gießen, 29. Mai 1906. Bse/S Städtisches Hochbauamt Gerbel. Arbeitsvergebung. Die für die bauliche Unterhaltung des Forsthauses auf der Hochwarte erforderliche Wcitzbinderarbeit soll Mittwoch, den 6. Juni d. I., vormittags 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Aiigebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, 29. Mai 1906. B*/. Städtisches Hochbauamt ©erbet Heugras-Versteigerung. Donnerstag, den 7. Juni d. I., vormittags 9 Uhr wird daS Heugras von den fiskalischen Wiesen in den Gemarkungen Garbentcich, Leihgestern, Schiffenberg und Watzenborn, das Gras von den Schneisen und Mähplatten, sowie Streuzeug von verschiedenen Kulturflächen in der Forstwartei Baumgarten (in einzelnen Losen) auf dem Nathause zu Watzenborn versteigert. Weitere Auskunft erteilen der Gxoßh. Förster Schlag zu Baumgarten und Güteraufseher MaS zu Hausen. Gießen, den 30. Mai 1906. Großherzogliche Oberforsterei Schiffenberg. Traütwein. s»«/. grosse Auswahl in allen Preislagen. Neuheiten 6"u Kinder-Sonnenschirme Casseler Mirtirilt Giessen, Seltersweg 9. R eparieren und Neubeziehen schnell und preiswert. w W gp;, Schott, Weinhandlung, West-Anlage 50, parterre. In- u. i ausländ. Weine, Champagner u. Mousseux. Direkter Import von Südweinen, als: Portwein, Sherry, Malaga, Madeira, Samos, i Wermuth etc. 1052 .......... Absolut geruchlos, ohne jede schädliche Einwirkung auf Farbe des Holzes und Linoleums ist Parket - Rose die wirt schaftlichste aller Bohnermassen, denn um vollen Erfolg zu erzielen, muss sie sehr dünn und sparsam aufgetragen werden! Nach dem nassen Autwischen genügt ein leichtes Nach- reiben mit weichem Lappen und der alte Hochglanz ist wieder hergestellt. Preijg per 7, Ko. Dose Mk 1,50, per 7. Ko. Dose Mk. 0,90 ? Alleinige Fabrikanten: as8/, Finster & Meisner, .ackfabrik, München. ^Generalvertreter: J. 6. Kipp, Frankfurt a. M. Verkauisstellen: ss8|, (mnA Michel, Drogerie, Walltoratrasse 29, W Nennstiel, Möbelhandlung, Blockstrasse 7, OiCUÄ Noll, Drog., Bahnhofstrasse 51, > octKb Walter, Drog. und Farbenhandl., Mäusburg 13. brt Germania-Drogerie, Frankfurter Str. 39. -————————— - empfiehlt Modewarenhaus CARL von 1 Mk. an bis 60 Mk. Die Hestbestände der letzten Saison 1 und 1,50 Mk. in Seide, Mull Batist, Mousseline, Satin, Zephir Kattun etc. NOWACK Giessen. I!Seltene Kaufgelegenheit!! Dekorationen, Tisch-, Reise- und Schlafdecken, Kissen etc. nach Original-Entwürfen von Prof. Olbricll -----------1— solange der Vorrat reicht ."zzz weit unter Preis Carl Stückrath, Seltersweg 38 Möbel, Dekorationen, Gardinen, Teppiche, Linoleum a»/e Schuhwarenhaus LSuss Damen-Chevreaux- und Boxcalf-Stiefel 12.50 Vorzügliche Passform. Garantierte Haltbarkeit Modernste Fagons. a'7. 13.50 13.50 in 4 verschiedenen Formen, hochelegant jedes Paar Mk. Damen-Chevreaux-Sttefel braun, in 4 verschiedenen Farben und Formen, jedes Paar Damen-Chevreaux-Stiefel in breiten Formen und Absätzen, jedes Paar Mk. Herren-Boxcalf-Schnürstiefel Goodyear Welt in 6 verschiedenen Formen vorrätig 1 Z RH hochelegant ♦ . . . jedes PaarMk. ".vtS Herreu-Chevrcaux- und Boxcalf-Schnürstiefel in braun Leder in 4 Formen vorrätig i Z Eß jedes Paar Mk. Herren-Schnallenstiefel in ganz breiten 1 Z Eß bequemen Formen jedes Paar Mk. PT-vü Bitte um Beachtung meiner Schaufenster. Alleinverkauf der berühmten Herz-Schuhwaren Marktstrasse 9 und Wettergasse Telephon 434 Marktstrasse 9 und Wettergasse empfiehlt seine Spezialmarke Usw'erwüstläck nur ein Preis L. Frank HL, Direktor. gggll KMw BaWHratze 26 BahnhsWsße 26 Oute Onatitäten! Killige Preise! Gebrannter Kaffee, extra fein, u n 30 55 95 n 65 Schweineschmalz Westfalische n 29 Bahnhofstraße 29 [3381 C. Röhr St Co Bahnhofstr. 44 Bahnhofstr. 44 m. runden od. spitzen Mk. in Leinen 10 Weisse r arbige mit von Halsweiten 90 Pfg. MWM 81 58 125 80 80 70 E Plockwurst Mettwurst Leberwurst Blutwurst und 140 Pfd. 70 Mn Leinene kragen in allen anderen Facons Dtz. 6 Mk. angenommen. Lollar, den 28. Mai 1906. Pfd. 120 Block-Schokolade Haushalt-Schokolade Konsum-Kakao Stampszncker Würfelzucker Hagelzucker VolksbisquitS Warmbrunner Gebäck für Lebensmittel Gießen 75 95 20 23 25 40 60 Brech- und Schneidebohnen 2-Pfd.-Dose Junge Erbsen 2-Pfd.-Dose 35, 45 und Staugenfpargel 2-Pfd.-Dose 80 und Brechfpargel mit Köpfen 2-Pfd.-Dose Brechfpargel ohne Köpfe Servlteurs 30 Pfg. bis 1 Mk. Servitenrs Sattel in allen Ecken Dtz. 7 Neuheiten Sonnen- U-» Regenschirme für Damen, Herren und Kinder in großer Auswahl SJKJT zu ermäßigten Preisen. A. Fangmann Ww. 2-Pfd.-Dose 45 Margarine zum Backen Pfd. 70 Bekanntmachung. Laut Beschluß der Generalversammlung vom 27. Mai finden vom 1. Juni 1906 ab die Geschäftsstunden regelmäßig Montags und Donnerstags von 1—3 Uhr nachmittags im Kassenzimmer statt. Außerhalb dieser Zeit werden Einlagen und Zahlungen nicht mehr Herren-Oberhemden Stück 8 bis 5 Mk. Stück 8.75 bis 5.50 Mk. Anfertigung von Maasshemden unter billigster Berechnung iu vorzüglichem Sitz uud eleganter Ausführung. a10/5 Wer söMnschtz „Patent-Rolljalousi^ Krone" au jedem Hause anzubringen ferner empfehle: Rolläden, Zug-Jalousien Patent-Gurtaufroller erstklassiges Fabrikat. Kostenanschläge gratis durch Martin B©j*8* Schlosiermeister >2696 Gießen, Nordaulage 18. Spar- und Vorschussverein Lollar Eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. 8389 Detters Back- und Puddingpulver 3 Packete 25 £ Reeses Back- und Puddingpulver 10 Packete 50 Feinster Himbeerfyrup (Pfd.) in Flaschen */« Fl. V, Fl. »/.Fl. JC 1,25 0,75 0,45 Prima Salatoel Ltr. 80 u. 100 in Flaschen Fl. V, Fl. V, Fl. JL 1,20 0,75 0,45 Fei« gebrannter Kaffee Pfd. 80 und 90 Rheinland-Kaffee i. Pack. Pfd. 100 „ Weizenmehl 000 Pfd. 13 Kaisermehl ■ 15 , Kroneumehl ■ 17 , Rosinen ohne Kern w 25 g Baleuzia-Rofinen ■ 25 f Feinste Eleme-Rofineu r 50 , Korinthen e 25 „ Korinthen, entstielte, 8 30 , Geschälte süße Mandeln „ 85 „ Zitronat W 90 , Zitroneneffenz 5 Flaschen 40 , Vanille 3 Schoten 20 , Banille-Zucker 10 Packete 50 , Photographie. arbeitende Apparate Gebrauchte, in grösster Auswahl. Objektive und sämtliche Bedaris-Ai tike. Preisliste kostenfrei! neueste Modelle dei ersten Fabriken zu Originalpreisen von Mk. 5 an bis zu den feinsten Marken. . ■ Auf Wunsch Teilzahlungen. — Mtello bräunt, schmilzt und duftet beim Braten wie feinste Butter, ersetzt diese beim Braten, Backen und bei Bereitung von täglichen Speisen, ist ebenso wohlschmeckend wie feinste Butter. Zur Bereitung von [aM/s Kuchen-Hefenteig ^atronkuchen Radankuchen Sand-, Brod- und Obsttorten etc. MzüM geeignet nnH unbedingt znmWjig. Per Pfd. 80 Pfennig, bei 5 Pfd. ä 78 Pfg. Gebrüder Berta Bahuhofstr. 27 Lindenpl. 12 Kaiser-Cognac** 1L Ltrfl. M. 3, Ph. Herrmann, Seltersweg 33. wird immer in derselben als YorzOljlich bekannten Qualität geliefert. 'f. • SI % Zu haben bei: Kaiser- K Cognac, gesetzlich geschätzte, /»preiswürdigste Marke „ 1,70 n 3- „ 1,70 (DVi Chr. Bieker, Neustadt ob. O Bank-Einrichtungen' r.uauui'n I1' ■r QlliSfc in frischer Röstung vorrätig Elise Rühl Seltersweg 25. [DT/S Vf inmiu Lohns ^urechfMIT MTMND W agen. Ein leichtes, sehr gut erhaltene? Halbverdeck mit aonehmb. Bock, 2 neue Jagdwageu, vier- itnb sechssitzig, 2 neue leichte 4-sitzige Break, 1 neuen Pony-Wägen (Selbst- kulschierer), 1 leichten Selbstkutschiercr in Naturholz mit abnehmbar. Bock, 1 neuen Mehgerwagen giebt billigst ab Wggenikbrik K. Lttphltn Großen-Bnseck. (3269 Sonnenschirme 10°/o Rabatt bis Pfingsten. 3358 Heinrich Sack, MMrchc 19. Josz’sche Emaille- Wandbekleidungen für Küchen, Badezimmer, Klosetts u. s. w. Bester nnd billigster Ersatz für Plätt,tzenbelag empfehlen [3378 Brüder Schmidt. i # Lacke, Firnisse aller Art, Bohnerwachs, Linoleum- Wichse, Stahlspahne, Pinsel, staubb. Fußbodenöl, inöbes. Fugbodenanstrichfarben, rasch und hart trocknend. empfiehlt Angnst Noll, Kreiiz-Drögerie, Kein Russt Kein Rauch! Kein Kopfweh! SpiHtsss-Bti^eBesseai für Haushalt, Plättstabe, Schneiderwerkstatt in allen Grössen, Formen, Preislagen >n Mk. 6,— an. Reise-Bügeleisen (Gewicht 1.4 kg) in sl'^autsm Etui, Jederzeit überall und ununterbrochen gebi\aachsfertig. In Giessen zu beziehen durch 3is einschlägige11 Geschäfte oder direkt durch die Dto/, Centrale für Spirilns-Verwerthnng G. fl. b. H. Ausstellung«- und Verkaufslokal: \ Friedrichstr. 96 xtttt « Friedri^bstr. 96 gegenüb. d. Central-Hotel -£>611111 IM W. tg-genüb. d. Le'NtndUotel — Man verlange unsere illustrierte Preisliste.1 ~ Frankiurt a. Main. Motel Victoria ■ Kaiserstrasse 59, 2 Minuten vom Hauptbavhnh°h JElektr. JLicht. Central-Heizung. Autzug'* Zimmer von Mk. 2.— an. Bier-, Wein-Restaurant. hs4/, Friedrich Orlenbach. .. ■■■■■— ■■■■■ i i.n—■ ■■■■■■ .............^3 Reichhaltige Auswahl in Tapeten Borden LincrusH und Lincrusiaimitation Moderne Muster. Billigste Preise. Prompte Bedienung- Äug, Benner, Tapetenhandlung Marburger Str. 27. 103696 ____ ________ -....... 4—— la weisse Kernseife b°i io w $ la gelbe Kernseife Sl Ä Seifenpnlver, lose per Pfund 15 Pfg. \ 2393s AdolfJLenhard Nacht. Televbori r 337. ' "Färber Lacke u.Pin 1 empfiehlt Adolf Bieler, Drogerie Marktstrasse 5. ■ 3327 9lt*1 Srsche^ Die .Anzeige' ^elßlöst Da§ p in I* o-rtt-S ' Kanalißel"" wieder F schließlich a' die e w geinachl' da! unterworfen bekennt, au schaffen rooQ billigung fahrtsver durch die 2 gemacht rot ist jetzt Die schüttet wo, Einst gewisse Bei im Kanalis Diese For! fallen lafie1 auch durchl müssen, ftd abgaben bingung ei erheben, d Abgeordne rechtigt ist. lieber -eit noch t daß der i Regiert wird, daß Einen Sch ziehen, da die zur La durch bi man leider Verkehr Wasserstra Die C Aushebung straßen, ai tebingt bii Um, baß i jid)t auf b die Schlffa! haben. And die Aujwen der Sttüme gebracht we punkt ins im allgem die Verpflu Auf alle Fi erklären, dl alion für i jeschaffen ti bahnen steh iir die Sck Ter Ä billiger ist Preuß-en kehr vo: durchhy^ wir, mit tion. Dar sation gedi sthen müßi tragurig ft Verhält, neuen Ve hat m seine ^taatsveltr wente nie J^rben niüs *^cn Ämi . .„Man lvi dafür Verlar Abgaben ^räglil rionnen bie W das Sch recht S dem <3p. st ber hrp, ^nb bie -u Wgebüt £ «t f^rtstajjc । des s 'a1 m K °lN8 v 88.*