130. Jahrgang Erstes Blatt SM Die tzeuLige Kummer umfaßt 12 Seiten. Die Beschlußfassung über die §§ 13, ungen angenommen. Die nächsten 14 und 15 wird dann zunächst aufgesetzt. Nr. 76 • tätlich außer SonnlaqS Lern Gießener Anzeiger werden im Weckfel mit dem ksesfischen Landwirt die Lietzener Hamilien- blätter viermal in der Wörde de,gelegt. Roialwnsdruck il Verlag der Brü b l'fchen Unwers.-Bucd-u. Ttein- bntderti. R. Sange. UedalUon, Ömebttton und Druckerei: Lcholstraße 7. Redakk,on 113 Verlag u.Exped.e^SSbl Adresse für DeoelMen: Anzeiger «ießeu. Amtlicher Teil. Berichtigung. In der im gestrigen Kreisblatt veröffentlichten Milchoerkaufsordnung für den Kreis Gießen ist ein Druck- fehler unterlaufen. Im ersten Säße muß es auf der dritten Zeile nicht KriegSordnung sondern .KreiSorbnung' heißen. Die vom Reichskanzler eingebrnc'tc Vorlage wegen Gewalw- ung einer Entschädigung an die Reich stagSmrtglie- d e r ist im preußischen St a a t sm in ifler i n m in kommissarischen Verhandlungen eingehend beraten norden. Diese Ver- handlungen sind abgeschlossen. Die 4Zorlage ist im Endwurfe sestgcstellt. Am Samstag dieser Woche wird fie dem Staatsministerium zur cndgiltigen Beschlußfassung vvrgelegt werden Es steht zu erwarten, dem "nach Zustimmung' des Bundesrats eine Vorlage in kürzester Frist an den Reistag parlamentarifdKS. sd. Darmstadt, 29. Dtärz. Die Wahl dcS ?lbg. Ullman n (Vilbel) beschäftigte den Wahlprüfungsausschuß der 2. Kammer. Es wurde festgestcNt, daß nur die Wahl- männerwahlen in Großkarben gesetzwidrig stattfanden, sodaß neue Wahlmänner dort zu wählen sein dürften. DaS hat aber auf daS Wahlergebnis keinen Einfluß. Berlin, 29. März. Die Budgetkommission des Reichstages verhandelte in vertraulicher Beratung über die Anträge Götz v. Olenhusen (Ztr.) und Dr. Becker-Köln (Ztr.), die verbündeten Regierungen zu ersuchen, bei den handelspolitischen Verhandlungen mit den Verein. Staaten dafür zu sorgen, daß der deutsche Zucker mit dem kubanischen, wie überhaupt mit Rohzucker, auf amerikanischem Markte gleichgestellt werde. Die Etats der Steuern, der Neichsbank und der Reichsschuld wurden genehniigt. Bem, Kapitel Pensionsbezüge wird der Antrag Erzberqer ange- noinmen, die geforderten Summen abzusetzen, weil es nicht Brauch der Budgetkommission sei, über eine Summe Beschlüsse zu soffen, die durch ein vorliegendes besonderes Gesetz (Militärpensionsgesetz) dieser Regelung unterliege. — Die Steuerkommission beS Reichstag cs fetzte die Berati>ng der 'Zigaretten st euer fort und beschloß, unter Annahme eines Amendements Held, den § 7 folgendermaßen zu soffen: Wer gewerbsmäßig Zigaretlen- tabak, Zigaretten, Zigarettenhülsen oder Blättchen Herstellen will, hat dies vor der Eröffnung des Betriebes unter Bezeichnung der Erzeuqniffe, deren Herstellung beabsichtigt ist, der Steuerbehörde schriftlich anzuzeigen und gleichfalls eine Beschreibung der Betriebs- und Lagerräume, sowie damit in Verbindung stehender oder unniittelbar angrenzender Räume vorzulegen. Die gewerbsmäßige Herstellung von Zigarctien- tabak und Zigaretten darf nur in angemclbetcn Betriebs- räumen erfolgen. Sodann wurde einstimmig eine ZentrumS- refolution angenommen, welche den Bundesrat ersucht, über die Herstellung von Zigaretten durch Heimarbeit auf Grund der Gewerbeordnung Bestimmungen zu erlaffen. Staatssekretär Frhr. v. Stengel bemerkte, er glaube erklären zu können, daß der Bundesrat diese Resolution prüfen und soweit sich das Bedürfnis ergibt, im Intereffe der Zigaretren- arbeiter in der Ausführung der Gewerbeordnung weitere Be- stiinmungen zu treffen, alsbald daS erforderliche verordnen werde. Die §§ 8 bis 12 werden mit unerheblichen Acndcr- von ^Nationalitäten zu erfolgen haben, wie dies im Programm der Konferenz vorgesehen war. Die beiden Entwürfe wurden an einen Redortionsausschuß überwie,cn, mit dem Auftrage, einen endgiltigen Text hcrzustellen. Die engl. Delegation hat ein Projekt vorgelcgt, das sich auf die Schaffung einer Kommission von Zolltaxatoren bezieht, denen die Aufgabe zusallen soll, jedes Jahr den Mittel- wert der Waren festzusetzen und danach den Zollsatz zu bestimmen. Ferner bezieht sich der Entwurf auf die Schaffung eines Zollausschusses zur Ueberwachung der Steuermaßregeln, um den Dienst zu verbessern und dadurch em besseres ©teuerer trägni 3 zu erzielen. Das Projekt ist ebenfalls dem Redaklionskomitee* überwiesen. Aus Berlin wird uns geschrieben: Man erwartet in parlamenlarisclnm Kreisen, daß der Etat des Rt-icl'skan-lers in der zweiten Hälfte der nächsten Wock-e auf die Tagesordnung des Reichstags gesetzt wird, da fern Grund mehr ersichtlich sei, die große Debatte über auswärtige Politik biS nach den Osterferien, also nm nahem einen Monat, binnii53iiidneben. Cs dürste in der Tat auch an Interesse der Negierung liegen, die Oefsentlichkest über bic Bedeutung des in Algeciras Erreichten baldmöglichst aufzunüren. Weiterlnn scheint uns Grund ui der Annahme rorzuliegen, daß Fürst Bülow sclwn um Rußlands willen des Eisen roirb ictimieben wollen, so lange es heiß ist, d. h., daß er olpic Verzug vor der dentselxn Volksvertretung dem Grafen Lambsdory die Antwort zu erteilen wünscht, die diesem von Rechts wegen gebührt rvnqen der beleidigenden Veröffentlichung der bekannten Marokko- Rote im deutschseindlicksten aller französischen Blätter, im ..Tcmps". Mit einer Beschwerde des deutschen Botschafters in Petersburg darf diese Herausforderung Deutschlands auch nicht abgetan sein Deutsches Rcich. Berlin, 29. Mai. Der Kaiser besichtigte im Reuen Königlichen Opernthcater in Gegenwart des ChefS des Zivilkabinetts und bc§ Geh. OberbauratS v. Ihne die Entwürfe für ein neues Opernhaus in Berlin. — Die „Rordd. Alla. Ztg.' schreibt: In einer Reihe von Blättern werden wieder einmal sogen. K r i s e « g e r ü ch t e verbreitet. Es ist nicht nötig, alle Einzelheiten dieser aiis ganz willkürlichen und fatschen Vorans- sctzlingen Müßenden Angaben zu widerlegen. Wir beqnüacn uns, zwei Behauptungen herauszugreisen : In der „Deutschen stieichsztg * lesen wir: „Wir waren in der Lage, zuerst mitzuteilen, daß der Kaiser zum Fürsten Bülow geäußert habe, er möge n u r sc> l b st a il ch a b t r e t e n , wenn er nicht die Schaffung eines selbständigen Kolonialanues erreiche. Diese Aeutzerung ist antheniiich." Tiefe Aeußerung ist im Gegenteil drei e rs u n d e n. Ter Reichskanzler hat ans dem Munde des Kaisers nie derartiges gehört. In demselben Artikel heißt es weiter unten wie solgt: Als der E r b p r i n z Ern st von der Regentschaft frei rourbe, sagte der Kaiser zum Reichskanzler: „Ernst erziehen wir uns alS künftigen Reichskanzler!' Auch hier handelt es sich um eine Erfindung, die aus völliger Unkenntnis der in Frage kommenden Verhältnisse und Personen bervorgegangen ist. Wir hoffen, daß diese Festslellungen dazu beitragen'werden, alle politisch ernstcii Blätter von der Beteil,gnng an dem Unstlg abzuhalten, der mit sogenannten Krisengerüchten gelangt j^rch den Oberpräsidcnten von Jagow vertretene Aktion zur Befestigung und Stärkung des deutschen ländlichen Besitzstandes in Westp re u ß e n hat zunächst ihren Abschluß durch Gründung einer deutschen Bauernbank für Westpreußen gefunden. — Für die durch ben Tob des Berliner Stadtschulrats Dr. Zwick notwendig gewordene Landtagscrsatzwahl im Wahlkreise Berlin 3 werden die Sozialdemokraten Bebel als Kandidaten aufstellen. __ Das Herrenhaus setzte heute die Eiatberatung fort. Beim Etat des FinanzministeriuniS erklärte Minister v. Rhcinbaben, daß die Einkommensteuer um 50 bis 60 Prozent erhöht werden muffe, wenn die Reichsfinanz- reform scheitere. B r c m c n, 29. März. Die Bürgerschaft stimmte der Errichtung einer Klc i nh an delskammcr zu und setzte deren Bestehen auf vorläufig 6 Jahre fest. Den gesetzlich wahl- jährlich Mk. 2.20. durch Abhole- iu Zweigstellen monatlich 65 Pf.: durch die Post Alk. 2.— menet- jabvL auSschl. BeNellq. Annahme von rlnzefgea fiiT die Dagesnuuuner bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12Pi* aufwärts 20 Pfg. Verantwortlich bur den polit und aüaem. Ted P. Wittko. üfr „Sradt und Land' und „Gerichtssaal'. Ernst Heß. nit den Anzeigenteil: Hans Beck. Mußland. Die konstitutionctte demokratische Partei trug einen vollständigen Sie cf bei den Wahlen der städt. Wähler des Distriktes Petersburg davon. Die Liste d'er Partei ging in ihrem ganzen Umfange durch. Von 114 wahlberechtigten Fabriken Warschaus ist nur in 8 die Wahlmännerwahl vollzogen worden. In allen übrigen Fabriken haben sich die Arbeiter der Wahl enthalten. In den Landgemeinden des Kreises Warschau ist die Wahlmännerwahl unter geringer Beteiligung der Wähler vollzogen worden. In Charkow wurde'versucht, die Wolgakamabank zu berauben. ES gelang, vier von ben Räubern zu verhaften ; die übrigen entkamen. Die vier Verhafteten sind Schüler des Realgymnasiums und der technischen Schule. Im ganzen sollen eL ihrer fünf bis zehn gewesen fein. Als die in der Bank anwesenden Schutzleute feuerten, suchten die Ucbeltäter das Weite, wobei einer von ihnen verwundet wurde. irachstehenden Bericht. Das Referat des Herrn Ingenieur Frerich von Berlin bot folgendes anschauliche Bild der in Frage kom-« tuenden Verhältnisse: Das zahlreiche Erscheinen am heutigen Abend, wo über die Errichtung einer elektrischen Straßenbahn hier verhandelt werden soll, zeigt am deutlichsten, baß bet Verkehrs- und Bürgerverein bas Richtige traf, wenn er wegen biefer Frage sich mit maßgebenben Kreisen in Verbinbung setzte und daS Zustandekommen der heutigen Versammlung ermöglichte. Diesem lebhaften Intereffe, welches die hiesige Bürgerschaft dem Zustandekommen eines derartigen modernen Verkehrs- institutS entgegenbringt, haben meine Kollegen und ich ihr Hiersein zu verdanken. Wenn ich bei meiner Ankunft noch nicht so lebhaft für diese Frage interessiert gewesen wäre, so hätte daS Intereffe, dem man hier in Gießen auf Schritt und Tritt begegnet, vollauf genügt, auch ben interesselosesten Menschen voll unb ganz mit in diese Jbee hineinzu- ziehen. Fragen wir nnS, woher biese Begeisterung, woher biese innige allgemeine Anteilnahme an biefer Frage. Warum ist gerabe augenblicklich bie aufgeworfene Frage so brennend? Gießen ist gerabe jetzt auf einem Punkte angelangt, in bcm in ber Entwickelung bet Stabt ein neuer Markstein errichtet wirb. Die Frage bet städtischen Kanalisation ist über kurz oder lang gelöst, unb damit muß auch bie Regulierung des Straßcstpfla'ters unb teilweise Reupflasierimg vorgenommen werben. Es drängt sich ba jebem bie Frage unb ber Wunsch auf: Können wie nicht jetzt zugleich mit ober im Anschluß an bie infolge der Kanalisation notwendig werdenden Reperaturen des Pflasters für die Schienenanlage einer Straßenbahn Vorsorge treffen? Auf diese Frage möchte ich an anderer Stelle in meinen Ausführungen noch näher zu sprechen kommen. Zunächst wollen wir hier untersuchen, ob auch noch andere Gründe augenblicklich vorliegen, die dazu angetan sind, bie Straßenbahn- dezw. Verkehrs-Frage auf bie Tagesordnung zu setzen. Wie biefer Tage zu hören war, ist in allernächster Zeit ein größerer Kostenaufwand notwendig, nicht, um die Art des augenblicklichen Verkehrsinstituts zu ändern oder wesentlich zu verbessern, sondern lediglich, um dieses primitive Verkehrs- inftitut in ber bisher existierenben Weise zu erhalten. DaS alte Wagenmaterial müsse burchweg erneuert unb bie alten Wagen durch neue ersetzt werden, wenn ber Betrieb im bisherigen Umfange aufrecht erhalten werben solle. Diese Er- nenerung würde eine plötzliche Ausgabe von ca. 20 000 Mk. erforbern. Rechnet man bie Abschreibungen so, baß nach Verlauf von 5 Jahren bic Summe burch bie Einnahmen gedeckt ist, so wäre aus den Einnahmen jährlich eine Rücklage zu machen von ca. 4000 Mk. Hierzu kommt noch ber Zuschuß ber Stadt zur Deckung beS Fehlbetrages von runb 4000 Mk., macht also eine jährliche Zubuße von feiten ber Stadt für bie nächsten 5 Jahre von runb 8000 Mk. Dabei ist angenommen, baß auch für bie nächsten Jahre mit bcm- selben Defizit zu rechnen ist, wie baS im letzten Jahre bec Zoll war. — Wofür macht nun die Stabt biese Ausgaben? Für die Pcw^iere, die dank ihrer kräftigen Konstitution im stände sind, ben OiMibus in seiner heutigen Gestalt zu benutzen. Von ocrschied^cxl^ite konnte man in benletzten Tagen hören, baß man die wei'Mten Wege in der Stadt lieber zu Fuß zurücklegen würde, als sich der Tortur einer Onmibusfahrt auszusetzen. Ich muß gestehen, daß ich nach ben Fahrten, bie ich per Omnibus wachend meines Hierseins gemacht habe, die Ansicht sehr begreiflich finde. Wenn man, durch Zufußtaufen ermüdet, glaubt, bi? weitere Streck? per Omnibus sitzend oder stehend znrürklrgen zu können unb dabei besser fortzukommen, ist man in großem Irrtum befangen: yMoer unb eunaiieter. als mau ben Wagen bestieg, verläßt man dieses BelMl Wenn man sich daher scheut, für em derartiges veraltetes Verkshrsmstitut noch namhafte Summen aufzuwenden, so ist diese Furcht unb Scheu sicherlich nicht unberechtigt. Tas, was man hier in diesen Tagen von verschiedenen maßgebenden Seiten immer und immer wieder hörte, roai/bic lieberjeugung: die Zustände können nicht so bleiben^/lvie sie sind, entweder; getrieben wird. — Die „Rordd. Allg. Ztg.' meldet: itgebrac :c Bor läge wegen Gew ä Iwan die Rcich'stagSmitglie- Gietzener Anzei General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Freitag 30. März 1906 Bezugspreis» monallich7bPf^menel- dcrcchtigtcn Frauen ist daS aktive Wahlrecht ein- geräumt worden. —5>77 gSiüT einer ctckirilchen St' aß-nbahn beschäftigte gestern abend eine vom Bürge rvercin unb dem Verkehrsverein einberufene Bürger-Versammlung im Caf6 Leib, die aus allen Kreisen der Einivohnerschaft außerordentlich zahlreich besucht war. Insbesondere waren die Mitglieder der Stadtverwaltung unb auch daS Offizierkorps des Regiments sehr gut vertreten. Rach dem Referate des Ingenieurs Frerich von der Allsi. Elektrizitätsgesellschaft in Berlin entwickelte stch eine lebhafte Debatte, an ber sich die Herren Oberbürger^ meister Mecum, Oberingenieur 5)aas-Berlin, Ingenieur Stamm-Frankfurt, die Stadwv. Kirch, CXibriel unb Krumm und Professor Dr. Sommer beteiligten. Es herrschte grundsätzliche Uebereinftimmung, daß der Bau einer elekt.rischen Bahn dringend zu wünschen sei, unb die Mehrzahl der Redner gaben ihre Geneigtheit zu raschester Inangriffnahme der Vorarbeiten zu erkennen. Als Resultat der Verhandlung ist die einstimmige Ln- nahme einer die umgehende Vornahme der Vor- arbeiten für den Bau der elektrischen: Straßenbahn befürwortende Resolution zu betrachten, die an anderer Stelle im Wortlaut mitgeteilt wird. Heber die Verhandlungen selbst verweisen wir auf de« Paragraphen werden mit unwesentlichen Aendcrimgen genehmigt. § 26 wird zurückgestellt. § 27, Schlußvorschrift, wird angenommen. Hierauf geht die Diskussion zu § 13 zurück. Der Paragraph wirb mit bcm Amcnbcment Helb angenommen, welches lautet: Bei ben Fabriken sind die Steucrbcamtcn befugt, von morgens 6 bis abends 9 Uhr sofortigen Eiiilaß zu verlangen, falls die Fabrik geschloffen ist. § 14 wirb angenommen. In § 15 wirb Absatz 2 auf ben Antrag Helb bahiki abgeänbert, baß zur Anzeige nur verpflichtet sein soll, wcr als Verkäufer Kenntnis von unvor- fchri'tsmäßiger Verpackuna usw. erhält. Marokko. AlgeciaS, 29. März. (Havas.> (Offizielles K o m m u n i q u e e der heutigen Nachmittagssitzung der Konferenz.) Bei Fortsetzung der Beratung ber Staats- bankfraao entschied sich die Konferenz dahin, daß die Zahl der B a n k z e n s o r e n auf vier festgesetzt und bie Staatsbanken von Frankreich, Sv an i en England unb Deutschland aufgefordert werden sollen, diese zu ernennen. Auf einen Vorschlag Sir A. Nieolsons beschloß die Konferenz, dem diplom. Korps iy Tanger ein Votum zur Prüfung vorzulegen, das dahm geht, bie Einfuhr alkoholischer Getränke zu beschränken und bie .Herstellung von solchen in Marokko zu verbieten. Die Konferenz nahm bann von der endgiltigen Fassung des auf die Steuer bezüglichen Vorschlages Kenntnis und stimmte demselben zu. In dieser Fassung ist auch die Erhebung des Zoll zuschlag es berücksichtigt, der sich auf 21/2 Prozent des Wertes beläuft und auf alle nach Marokko eingeführte Waren Anwendung finden soll. Dieser Zollzuschlag soll zur Ausführung ton Arbeiten, die im allg. Interesse der Schiffahrt unb des Handels von Marokko liegen, bestimmt sein. Das Programm der Arbeiten und bie Reihenfolge, in welcher sie zur Ausführung kommen sollen, wird von der marokkanischen Regierung int Einverständnis mit dem dipl. Korps bes^ilossen, jedoch soll das Programm der Arbeiten, welche in den an die französischen oder spanischen Besitzungen grenzenden (Gebieten vorzu- uehmen sind, unmittelbar und misschließlich zwischen dem Maghzen unb den beteiligten Mächten festgesetzt werden. Der deutsche und der ö st e r.-n n g^r i f d) e Delegierte legten bezüglich der staatlichen Leistungen unb der staat lichen Arbeiten Entwürfe vor, in welchen der Grundsatz aufgestellt wird, daß bic Adjudikationen ohne Bevorzugung muß für das bisherig Omnibusinstitut vernünftiger Ersaß geschaffen werden ober wir erleben es, daß auch dieses einzige Verkebrsinstitut über kurz oder lang verschwindet und kein Ersan an seine Stelle tritt. Diese letztere Ansicht scheint jedoch kaum irgendwelche Anhänger zu haben und mit Recht, luiirbe doch das Verschwinden des Omnibusses ebne Ersaß dafür ein Rückschritt sein, der im heutigen modernen Leben, rao alles unter dem Zeichen des Verkehrs steht, in keiner Weise zu rechtfertigen wäre. — Es handelt sich also mir um die /wage wie kann für den heute bestehenden mangelhaften Omnibusverkehr der beste, billigste und zeitgemäßeste Ersaß gefunden werden und welcher Ersaß gereicht der Stadt Gießen, der Belebung von Sandel und Verkehr, überhaupt dem nürtschaftlichen Aufschwung am meisten zum Vorteil ? Soviel mir zu Ohren gekommen ist, hat man bereits zivei Möglichkeiten ventiliert. In der Tat lohnt es sich auch wohl und ist der Mühe wert, diese beiden Eventualitäten kurz in den Bereich unserer Betrachtungen zu ziehen. Sie sind: 1. Einrichtung eines Stadtverkehrs mit Mo10 r 0 mnibussen und 2. Errichtung einer elektrischen Straßenbahn. (Scklns; folgt? Aus Sta&i und Land. Gießen, den 30. März 1906. •• Der Bürgerv " "e in hielt gestern abend vor der allgemeinen Bürgerversammlung seine Generalversammlung ab, die einen recht befriedigenden Verlauf nahm. Der Verein zählt seht 474 Mitglieder. Tie Vorstandswahl ergab Wiederwahl der seitherigen Mitglieder LvuisBeil, Schreiner- meister, Franz Brück, Kaufmann, I. Grünewald, Bankier, Emil Horst, Kaufmann, Karl Hosch, Prokurist, Max JaS- kowSky, Wirt, Dr. Koch, Bibliothekar, Kommerzienrat Mueller, Fabrikant, Valentin Müller, Lehrer, Peter Pfeiffer, Bäckermeister, E. 2. Sack, Metzgermeister, Otto Schmidt, lU)t> wacher, Georg Simon, Landwirt, Dr. Sommer, Professor, Louis Troß, Fabrikant und Heinrich Winn, Bauunternehmer, sowie Neuwahl der Herren Christ. Znderthal, Fabrikant und L. W. Plank, Kaufmann. " F o l g e n d e R e s o l u t i o n nahm die gestrige Bürger- Versammlung, über deren Verkauf an anderer Stelle berichtet wird, zur Frage der Erbauung einer elektrischen Bahn an: Tie vom Bürgerverein und Verkehrsverein einberufene allgemeine Versammlung der Einwohnerschaft Gießens ist der Ansicht, daß die S t r aß e n v c r k c h r s v e rh ä l t n i s s e der Stadl ii a ch a c r a d e unhaltbar geworden sind. Ter bestehende Onnnbusverkchr, der zudem nur durch erhebliche Opfer seitens der Stadt aufrecht erhalten werden kann, vermag den bescheidensten Einsprüchen nicht zu genügen. Tic Versammlung richtet daher an den Stadtvorstand das dringende Ersuchen, der Frage der Erbauung einer elektrischen Bahn baldigst näher zu treten und sich jeßt schon zur Erlangung von Angeboten und Voranschlägen mit den maßgebenden Firmen in Verbindung zu setzen. Es ist dringend erwünscht, die Angelegenheit so gefordert zu sehen, daß mit der bevorstehenden N eups lästern n g der Straßen gleichzeitig die Schienen- l e g u n g für die elektrische Straßenbahn bestimmt erfolgen kann. ** Sie zehn ersten Hauptgewinne der Gießener Pserdelotterie fielen wie folgt: 1. Hauptgewinn auf 14 804 unbekannt wohin, 2. 10421 nach Wetterfeld, 3. 5913 nach Gießen, 4. 6269 nach Gießen, 5. 14 659 nach Orten berg, 6. 12 384 nach Gießen, 7. 17 380 nach Gießen, 8. 16 540 nach Birklar, 9. 9533 nach Gießen und 10.9568 nach Gießen. ** Ten Stände u des Groß Herzogtums ist der Entwurf eines Gesetzes über die Abänderung des 23erg- geselle s zugegangen. Durch die neue Bestimmung soll das Prinzip der Bergbaufreiheit im allgemeinen gewahrt bleiben und lediglich bezüglich der Aufsuchung und Gewinnung von Steinsalz nebst den mit ihm in den nämlichen Lagerstätten vorkommenden Salzen, den sogenannten Kali- Salzen, sowie von Solquellen zugunsten des Staates abgeändert werden. *• 23cfi tzw echsel. Maschinist Heinrich Baum verkaufte fein \xiii v Eder st raße 13 an Postschaffner Rühl für 29000 9)lf. — Gastwirt Hardtmann in Heuchelst ei tu verkaufte sein Haus an Ort in Heuchelheim für den Preis von 35 000 Mk. *" B om Pserdemarkt. Die Wagen- und Gerd rhe-Ausstellung, die wieder mit oent Pferdemarkt verbunden war, gab ein schönes und reichhaltiges Bild dessen, was auf diesem Gebiete in unserer Stadt und Umgegend geboten wird. Ang. .nilbinger-Gießen, der mit einem Ehrendiplom ausgezeichnet wurde, hatte einen Park von Luruswagen, eine große Kollektion von Luxus- und Arbeitsgeschirren, von Damen- und Herrensätteln usw. vorgeführt, bei dessen Ausstellungsobjekten besonders die geschmackvolle und solide Arbeit bewundert ivurde. Die Firma M. Rosenthal-Gießen brachte landwirtschaftliche Geräte und Maschinen, die ebenfalls mit Ehrendiplom bedacht wovden ift. Müller u. Dieb e l-Gießen erhielten für ihre Leistung in Arbeitsgeschirren ein Ehrendiplom. Ebenso Jean Dem u. Co., dessen selbsttätige patentierte Selbst- kränke für Rindvieh allgemeines Interesse, der Landwirte, die an den Markt gekommen waren, erregte. K. Stephan- Grvßen-Buseck erhielt ein Ehrendiplom für seine Ausstellung in Breaks und Lauterbacher Wagen, E. Ellenberg e r -- Biedenkopf desgleichen für milchwirtschaftliche Maschinen und Gerate. Es erhielten noch Auszeichnungen Gebe. Schmidt-Gießen Ehrendiploin, Happel Nachf.- Gießen Ehrendiplom. Auch die Patentsauchepumpe, die Karl Buß von Wetzlar ausstellte, fand große Beachtung. — Zu der gestrigen Prämiierungsliste sei bemerkt, daß der Beißer des an erster Stelle genannten Pferdes Bäckermeister Löber, der Sohn des Stadtv. Löber, ist. ♦* A u s dem Bureau des S t a d 11 h e a t e r s. Nochmals sei auf die letzte Freitagsabonnementsvorstell- ung hingewiesen, die Lessings „R a t h a n der Weise" bringt. Das Stück Ivurde von Publikum und Presse bei der " ersten Ausführung sehr gut anfgenoinmen. — Der Schluß der Theaterzeit steht unter dem Zeichen der Benefize: der kommende Samstag bringt, wie schon erwähnt, die „Heimat" als Benefiz für Frau Baprhammer, die sich durch ihr Talent weiteren Kreisen Svmpathie erworben hat. Neben der Benefi,ziantin wirken in Hauptrollen mit die Herren Witkin an n, Lüttfohann, Goll und die Damen Tonecker, Millar, Fischer, Ritf usw. — Besonderes Interesse dürfte sodann das am M o n t a g, 2. April, stattfindeude Benefiz finden, sowohl des Stückes als der Person deS Benefizianten wegen. Herr Lüttiohann, der mit dieser Spielzeit ans dem Verbände des Stadttheaters ausscheidet, hat „Rosenmontag" zu seinem Ehrenabend gewählt und ein volles Haus wird dem hochtalentierten und sym- patischen Künstler sicher beweisen, wie gern ihn das Gießener Publikum gesehen hat. '"Das 50jährige D i e n st j u b i l ä u m des Bureau- vorsiehers Bruch Häuser gestaltete sich zu einer erhebenden Feier und ließ die hohe Verehrung und Wertschätzung erkennen, die ihm von den Behörden und den weitesten Kreisen der Bevölkerung entgcgengebracht werden. Früh um 8 Uhr brachte die Regime ntSkapclle dem Jubilar im Auftrage des Regiments ein Ständchen dar. Bald darauf erschien eine Deputation der Kriege rkaiueradschaft Gießen, deren Vorsitzender Herr Bruchhäuser ist, zur Beglückwünschung und überreichte als Geschenk einen Sessel. Eine Deputation der Handelskammer überbrachte ihrem langjährigen Mitarbeiter und Bureauvorsteher eine Bowle und die Glückwünsche dieser Behörde. Provinzialdirektor Geheimerat Dr. Breidert und Bureauvorsteher Schiffnie sprachen dem Jubilar die Glückwünsche des Kreisamts aus. 2lm Nachmittag erschien eine Deputation des hiesigen Infanterie-Regiments, dem Herr Bruchhäuscr als aktiver Soldat lange Jahre an- gehört hat, und überreichte einen Lorbeerkranz und eine Adresse des Regiments. Von den Hassiavcremcn des Bezirksverban- des Gießen und anderen Körperschaften kamen noch zahlreiche Glückwünsche unb Blumenspenden, desgleichen von vielen Bekannten des Jubilars aus nah und fern. Der Verlauf der Feier zeigte, daß Herr Bruchhäuser durch sein freundliches und biederes Wesen bei allen, mit denen er in Berührung gekommen ist, sich warme Sympathien erworben hat. △ Aus dem Biebertal, 29. März. Die Gemeinden Rod heim und Bieber beabsichtigen, eine gern. einsame Wasserleitung zu bauen. Im vorjährigen Winter wurde in unmittelbarer Nähe der Obermühle eine bedeutende Quelle ausgeschlossen; da jedoch die Leitung nur durch Hochdruck möglich gewesen wäre, so hat man dieses Projekt fallen lassen. Eine günstiger gelegene Quelle hat sich in der Gemarkung Königsberg im sogenannten „Maiborn" aufgeschlossen unb bort würbe- dicserhalb ein Gelände für 11000 Mark erworben. Ans das AllSschreiben bcr crforber- lichcn Anlagen haben 11 Interessenten Offerten eingereicht. Los 1 betrifft bas Hochreservoir, LoS 2 bie Rohrlegung für Mannesmannrohre unb Gußrohre. Am Dienstag würben die Offerten geöffnet, der Höcbstnehmenbe forderte für Los 2 82 351,28 Mark, der Wcnigstnebmende 65 977,05 Mark, mit- lun eine Differenz von 16 374,20 Mark. ES steht zu erwarten, baß bie crforberlichen Erbarbeiien balb in Angriff genommen werben. fc. Friebberg (Oberhessen), 29. März. Gestern fanb hier eine Sitzung bcS Aufsichtsrates unb bes VorstanbcS bcr Lanbwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft für Oberhessen unter bem Vorsitz bes Geh. Regierungsrats HaaS in Sachen Hirschel statt. Wie ariS informierter Quelle berichtet wirb, würbe beschlossen, bie beiden Direktoren Schlenke unb Hirschel zu beurlauben, unb zwar Schlenke banernb bis zu seinem 9(u§tritt am 1. Mai, mit der Maßgabe, die Kasse sofort an ein Aufsichsrats- mitglicb abzugeben. Hirschel wurde bis zur Austragung der gegen ihn erhobenen Anschuldigungen beurlaubt, mit dem Ersuchen, die Geschäftsführung der Haupt- genofsenschaft während der Beurlaubung beizubehalten. (?) Oekonmnierat Schlenke gab zu, die Denunziation gegen Hirschel an den Staatsanwalt in Gießen gegeben zu haben. Die seit 2 Jahren bestehende Hauptgenossenschaft bat im ersten Jahre mit Ueberschuß gearbeitet, im zweiten Jahre mit einer Unterbilanz von rund 3000 Mk. bei einem Umsatz von 700 000 Mk. im Jahr. t Butzbach, 29. März. Der hiesige Ge rn einderat hat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, bei einem etwaigen Arrangement der durch Heinzerlings hiwihwiim !■ i —■—■ 1ÜC8MC5 FeuiUeton. B. B. 2 a r in ft n b t 29. Marz. Ter hiesige R i ch a r b W a g- ir e r ° V c r c i n beging heute abend die Feier feiner 1 0 0. Konze r t- a u f f ü h r it n g durch ein Festkonzert des Münchener KaiM'Orchesters im aroßen Saal der Turnhalle am Woogsvlatz. S. K. H. der G r o ft- Herzog ehrte den Verein ans btefent Anlaß durch folgendes an den Vorstand gerichtetes Handschreiben: ,.Tcr Richard Wagner-Vercin steht im Begriff seinen 100. Vereinsabend zu begeben Ties gibt mir willkommenen Anlaß ihm für fern Hobes Stieben unb sein tatkräftiges erfolgreiches Wirken Meine warme Anerkenmmg auszusprechen. Von den mancherlei Gebieten des künstlerischen unb besonbers des musikalischen Lebens, auf denen bcr Richard Waaner-Vcrein eine Mörderliche Tätigkeit entkalket bat, will Ich hier nur sein Voraehcn im Interesse der Konzert-Reform unb die anregende Art erwähnen, wie er eine stattliche Zahl klasstscher und moderner Tondichter durch die geschlossene Vorkührnng einer Auswahl aus ihren Werken dem Verständnis dcS mufiflicbcnben Publikums näher gebracht hat. Möge der Richard Wagner-Verein sich sein durch künsilcrifchc Ideal? geleitetes Streben erhallen und möge er von bem Erreichten zu "lsrneren schönen Ersolgen weiterschreiten. u \ E r n st Lndwi g." Da. Festkonzert nalv.n einen in jeder Hinsicht glänzenden Per- /auf. TaS Kairn-Oitchester brachte unter der feinsinnigen Direktion seines genialen Kapellmeisters Herrrr Georg S ch ii c e v o g k zuerst das Vorspiel zu A agners „Awislersinger von Nürnberg" und dann Vorspiel i-.uo Isoldens Liebcstod ans „Tristan unb Isolde" m meistcrl)aL«-r Weise zur AitSsührniig. Gleich der erste Einsatz °ur Ouvertüre der Vicsttersingcr zeigte, wie exakt das Orchester r o ß h erzo g und die G r o ft b e r zogi n wohnten dem Konzert bis zutu Schlüße bet unb speubeten gleichfalls lebhasen Beifall. Un t er frfila g u n g en betroffenen Spar ka sf c durch blondere Garantien den Svareinlegern gegenüber da? W c i t e r b e st e h c n der Kasse zu unterstützen. — Für schlachtreife. Schweine werden zurzeit von hiesigen Metzgern 6 6 bis.69 Pfg. für das Pfund Schlachtgewicht bezahlt, gegen 75 bis 80 Pfg. vor einigen Monaten. Darmstadt, 29. Marz. In hiesigen Hofkreisen verlautet, nach den „M. N. 91.", Kaiser Nikolaus von Rußland werde, falls die biplomakische Lage es gestattet, anfangs biefeS Sommers mit Familie zu längerem 9(ufcn!ba(t in Schloß WolfSaarten eintreffen. N er eh rieh test. Evangelische Gemeinde. I 0 b i c a, Sonntag, den 1. April. <°'o rnss.Staatsan’. 1905 92.35 41a0 o japan. Staatsanleihe 95.00 I % Gonv. Türken von 1903 93 80 Türkenlose 148.70 4?o Griech. Monopol-Aul. 53.60 1 % äussere Argentinier . 92.60 3°/0 Mexikaner . . . 68.60 4 y, °/0 Chinesen .... 97.70 Aktien: Bochum Guss .... 246.00 Bnderus E. AV . . . . 129.50 Elcktriz. Lahmeyer . . . 147.00 Elektriz. Schuckert . . . 132.80 Feckweiler Bergwerk . . 260.25 Gelsenkirchen BergAvcrk . 226 (>0 Hamhnr:;- Amerik. Paketf. 172 2a Harpener Bergwerk. . . 217.60 I.anrahtitte 248 50 Nordd. Lloyd .... 132.00 Oberschles. Eiseu-Tndustrie 180 00 Berliner FTandelsges . 176.75 Darmstädter Bank . . . 149.80 Deutsche Bank . . . 241 50 Deutsch-Asiat. Bank . . 183.20 Diskonto-Kommandit. . . 193.00 Dresdner Bank. . . . 167.40 Kreditaktien 211.90 Baltimore- und Ohio- Eisenl ahn . . . 112.50 Gotthardbahn —.— Lombard Eisenbahn . . 24 50 Oesterr. Staatsbahu . . . 144.10 Prince-Henri-Eisenbahu . 138.00 Tendenz: fest. Berliner Börse. 30. März. Canada E. B 176.00 Darmstädter Bank . . . 149.50 Deutsche Bank .... 241.10 Dortmunder Union C. . . 88.00 Dresdner Bank .... 167.60 Anfangskurse. Harpener Bergwerk . . . 218.0( Laurahütte . . , . 248.70 ombarden E. B. % . . 24.40 Nordd. Lloyd 131 90 Türkenlose . ... 147.50 Tendenz: fest. OrLaiiral-Drahtsnel-ungen. Bochum, 30. März. Der vou Courriöres zurück- gekehrtem R e t t u u g § m u n n s ch a f t der Hibernm-Gesclk- schaft wurde eine festliche Begrüßung zuteil. Laud- rat Ger stein rühmte ihr heldenmütiges Verhalten, bitrdj welches sie eine Bracke schlugen in das Herz des f r a n z ö s i s ch e n Volke S. Bergrat Behrens betonte, daß b;c Ehrulig der Braven von Courriöres eine besondere Bedeutung dadurch bekomme, daß der Kaiser die Mitglieder der Truppe nach Crefeld befohlen habe. Die Hibernia-Ge- sellschaft gebenfc die Tat von Eourriöres durch Aufstellung einer' B r^o u z e t a f c l mit den Nonien der opfermutigen Helfer zu ehren. Hannover, 30. März. Gestern abend 11 Uhr rannte ein von der Station Hainhvlz abgclaffcncr Gütcrzug mit einem > '• 1 ;%>?.t,?^’^.X-»- rvjtoV ••■••'-•• -' '* . ,-. » I Kcwtiii i iuiTTiTi*1V —M—MHE— Danksagung i) 2) 3) (gez.) Seibert. (L. S.) überschreitet. Artikel 5. I. n. B”/, Mecum. schließlich solcher Räume, die in Astermiete gegeben oder von anderen Personen regelmäßig nntbenutzt werden) auS drei oder weniger Räumen bcstebt, oder Zletlcrgeschofse oder nicht unterkellerte Räume, deren Fußboden nicht mindestens 0.25 Meter über Erde gelegen ist, oder unmittelbar unter Dach (ohne (Zwischendecke) befindliche Räume zum Wohnen vermietet werden sollen. Die Anzeige muß Auskunft geben über a. den Eigentümer, sowie die Lage deS HauseS nach Straße und Rrimmer, b. die Lage der Wohnung (ob im Haupt- oder Nebengebäude und in welchem Stockwerk), c. die Anzahl und Bestimmung der Räume, d. den Berus des Mieters, sein Verhältnis zu den in seiner Hausgemeinschaft befindlichen Personen, sowie Namen und Alter derselben. Die Vermieter sogenannter möblierter Wohnungen sind von dieser Anze'gepflicht befreit, wenn und solange der Miet- preiS für das Zimmer den Betrag von monatlich acht Mark Drei Aufständische stürzten auS dem Hause und eiltet zum nahen Flusse, wurden aber erschossen. Kasan, 29. März. Mchrsre Einwohner der Stadt erhielten in den letzten Tagen anonyme Briefe, in denen sie unter Androhung des Todes ausgefordert wurden, eine gewisse Summe Geldes an einem bestimm i en Ort niederzulegen. Die Polizei, die hiervon benachrichtigt wurde, verhaftete sckflicßlich einen Real« schüler, der, mit einem Revolver bewaffnet, gekommen war, um das Geld zu suchen. Rjasan, 29. März. Heute abend durchsägten Räuber das Gitter der Nikolauskirche, drangen in dieselbe ein und raubten wertvolle Gegenstände. Gelände-Verpachtung. Samstag, den 31. März 1906, uachmittagtz 3 Uhr roerben r:i Oft und Stelle auf' unbefhmmte Zeit meistbietend verpachtet: 1. etwa 280 qm Grabgarten am Schiffenbergerweg neben dem Eingang zum Altenfeldweg 2. etwa 1400 qm Grabgarten am Leihgesternerweg hinter der Aklienbrauerci. Die Zusammenkunft ist am Schiffenbergerweg am Eingang zum Altenseldweg. Gießen, den 27. März 1906. Gr. Bürgermeisterei Gießen. setzeSvorlage, welche ausländischen Derzten die Ausübung einer Praxis in Italien verbietet. Petersburg, 30. März. Ter Geh. Kommerzienrat v. Mendelssohn hatte eine Audienz beim Zaren, in welcher er diesen rückhaltlos über die Stimmung der wekteurop. Finanzkreise gegenüber den russischen Verhältnissen informierte. Riga, 30. März. Unweit Zabeln in Kurland verlangte eine rekognoszierende Reiterpatrouille Einlaß in ein Bauerngehoft. Ms Antwort fiel ein Schuß, der den Offizier am Fuß verwundete. Die Soldaten gaben sofort eine Salve ab und töteten vier im Hause befindliche Revolutionäre. Tor auf wurde das Gehöft in Brand gesteckt. Auszug aus der Mclde-Ordnung für die Provinsialhauptstadt Gießen. Zur Meldung bei dem Polizeiamt sind verpflichtet: 1) Wer in die Gemeinde Gießen einzieht, um in derselben seinen gewöhnlichen Aufenthalt zu nehmen, unter Vorlage der ihm von seinem bisherigen Wohnorte erteilten Abmeldebescheiniglmg binnen acht Tagen, vom Tage des Einzugs an (Art. 1 des Gesetzes vom 4. Dezember 1874). 2) Wer auS der Gemeinde Gießen wegzieht, um seinen gewöhnlichen Aufenthalt auszugeben, unter Angabe deS Ortes, an den er verzieht, vor dem Wegzuge (Art. 2 deS gen. Gesetzes). 3) Diejenigen, welche der in die Gemeinde Gießen ein» ziehenden oder auS derselben wegziehenden Person Wohnung und Unterkommen gewahrt haben, sofern die An- und Abmeldung durch den zunächst Verpflichteten nicht selbst geschehen ist, binnen zehn Tagen nach deren Einzug oder Wegzug (Art. 4 deS gen. Gesetzes). 4) Hauseigentümer, von dem in ihren Häusern durch Einzug oder AltSzug vorgehenden Wechsel, das Lokal mag zum persönlichen Aufenthalt dder nur zum Geschäftsbetrieb verwendet sein, unter Angabe der früheren, bezw. künftigen Wohnung des Ein- oder AuSziehenden binnen acht Tagen nach dem Ein- oder Nutzzuge. Zu gleicher Anzeige sind Hauptmieter ganzer Häuser oder einzelner Teile derselben verbunden, wenn sie Wohnungen wieder an Untermieter abgeben. Bei unter obrigkeitlicher ober sonstiger Verwaltung befindlichen Gl bäuden ist der Verwalter statt deS Eigen- tüinerS für die Anzeige verantwortlich. (Art. 85 des Polizeistrafgesehes.) ö) Wer innerhalb der Gemeinde Gießen seine eigene ober gemietete Wohnung oeränbert, unter Angabe ber verlassenen, sowie ber neubezogenen Wohnung, sofern bie Melbung nicht bereits durch den nach 4) zunächst Verpflichteten erfolgt ist, binnen zehn Tagen nach ba WohnungSänderung. (Art. 7 beS Gesetzes vom 4. De« zember 1874.) 6) Diejenigen, welche anbere bei sich in Schlafstellen aufnehmen, von jeder Ausnahme binnen vierund;wanzig Stunden. (Art. 85 deS Polizeistrasgesetzetz.) Todes-Anzeige. Mittwoch abend 10 Uhr entschlief nach schwerem Leiben unsere liebe Tochter Frieda im Alter von 3 Jahren. Im Rainen ber trauernden Hinterbliebenen: Familie Höss Bleichstraße 31. Tie Beerdigung findet Samstag den 81. März, nachmittag 3 Ubr, von der Kapelle des neuen Frtedboies aus statt. 02125 Fuhrleistnngen jeder Art werden prompt auSgeführt. 02141 C. Bübsamen. Vergebung von Schrcinerarveit. Die Lieiernng von 2 finttiebern mit Podium, sowie von zwei Schränken :c. für das Realgymnasium soll Montag den 2. April v. I., vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werben. Zeichinma. Arbensbeschreibnng und Bedingungen liegen während der Amtsstunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bf5 zum genannten Zeitpunkt machen, wenn entweder die Mietwohnung (einschließlich der Küche und autz- KekannlmaHmig. Setr.: Ausführung deS Mietwohnungsgesetzes. Wir haben die Wahrnehmung gemacht, daß die durch Art. 4—6 und 11 des Gesetzes vom 1. Juli 1893 vor- Erie bene Anmeldung von Mietwohnungen (bestehend auß oder weniger Räumen einschließlich der Küche), Schlas- „men und insbesondere von Schlafstellen bezw. von Aen- 'm gen in der Person des Mieters oder Vermieters nicht stattfindet. . $ßir bringen nachstehend die genannten Geietzetz- fiimmungen zur allgemeinen Kenntnis mit dem Anfügen, die oorgeschriebenen Anzeigeformulare aus unserem Meldebureau zu haben sind. . , Gleichzeitig weisen wir darauf hin, daß Bestrafung ein- trc(en wirb, falls bei der demnächst ftattfinbenben Revision ber Mietwohnungen rc. durch den städtischen WohnungS- • njpeftor die Unterlassung von Anmeldungen festgestellt wird. Gießen, den 28. März 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. H e r b e' g. Artikel 4. Anzeigepflicht der Vermieter. Derjenige, für dessen Rechnung eine Wohnung erstmals vermietet wird, oder dessen Vertreter ist verpflichtet, hiervon vor dem Einzüge des Mieters der Polizeibehörde Anzeige zu Zm Nmkll dts (bjjlKw! Verkündet: am 6. Juli 1905. gez.) Stamm als Gerichtsschreiber. In Sachen >es Kaufmanns Fr. Heimer, Alleininhaber der Firma ; F. Heimer & Cie. in Gießen, Klägers, vertreten durch Rechtsanwälte Justizrat Dr. Gutfleisch, Engisch und Arnold in Gießen, gegen den Karl Walther, Mitinhaber der Firma Ringel & Walther in Gießen, Beklagten, vertreten durch Rechtsanwälte Katz und Kaufmann in Gießen wegen unlauteren Wettbewerbs erkennt die Kammer für Handelssachen des Großherzoglichen Landgerichts zu Gießen unter Mitwirkung folgender Richter: 1. des Gr. Landgerichtsrats Dr. Schäfer, 2. des Gr. Handelsrichters Mueller, 3. des Gr. Handelsrichters und Kommerzienrat Schirmer für Recht: Beklagter wird verurteilt, die Behauptung, Kläger verkaufe Äusschußröhren für die Hausanschlüsse zu unterlassen und die Kosten des Rechtsstreits zu tragen. Dem Kläger wird die Befugnis zugesprochen, binnen einer Frist von zwei Monaten, von Rechtskraft dieses Urteils gerechnet, den entscheidenden Teil dieses Urteils auf Kosten des Beklagten durch einmaliges Inserat im Gießener Anzeiger (Kreisblatt) bekannt zu machen. (gez.) Dr. Schäfer, Mueller, Schirmer. Vorstehende Ausfertigung wird dem Kläger zum Zwecke der Zwangsvollstreckung erteilt. Gießen, den 26. März 1906. Der Gerichtsschreiber Grobherzoglichen Landgerichts der Provinz Oberhessen Bekanntmachung. Be tr.: Datz Meldewesen. Bei dem bevorstehenden Quartalwechsel bringen wir die nachstehend abgedruckten Bestimmungen der Melde-Ordnung zur Vermeidung von Strafanzeigen hiermit in Erinnerung und weisen darauf hin, daß die erforderlichen Meldeformu- Innen außer bei uns auch bei den Oktroierhebestellen verabfolgt werden. Gießen, den 26, März 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Für die vielen Beweise innigster Teilnahme, sowie für die zahlreichen Blumenspenden anläßlich deS Hinscheidens unserer lieben Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter Fra» Mine Logt Wm. sagen herzlichsten Dank 02122 Familie Bogt, Familie Klingelhöffcr. gegen den Kaufmann Fr. Heimer, Alleininhaber der Firma Fr. -Heimer & Co. in Gießen, Klägers, Berufungsbeklagten, Anschlußbernfunasklägers, Prozeßbevollmächtigter: Rechtsanwall Schimmelpfeng in Darmstadt wegen unlauteren Wettbewerbs hat der zweite Zivilsenat des Großherzoglichen Oberlandss- gerichts in Darmstadt auf die mündliche Verhandlung vom 2. Januar 1906 unter Mitwirkung des Oberlandesgerichts- Präsidenten Lippold und der Oberlattdesgerichtsräte Keller, Dr. Berchelmann, La ist und Pfannmüller für Recht erkannt: Die Berufung des Beklagten gegen das Urteil Gr. Landgerichts ru Gießen, Kammer für Handelssachen vom 6.Juli 1905 wird als unbegründet zurückgewiesen. Dagegen wird die von Kläger gegen dasselbe Urteil erhobene Anschlußberufung für begründet erklärt und unter Aufrechterhaltung des angefochtenen Urteils im übrigen der erste Absatz desselben dahin abgeändert: Beklagter wird verurteilt, die Behauptung, Kläger verkaufe Schund oder, Ausschuß-Röhren für die Hausanschlüsse zu unterlassen. HI. Die sämtlichen Kosten erster und zweiter Instanz des Rechtsstreits werden dem Beklagten auf erlegt IV. Dieses Urteil wird für vorläufig vollstreckbar erklärt. txm Wunstorf kommenden ter zu g nicht wett von Seel-e farmten. Kurz darauf fuhr auch der von Hannover ab- Lv ne ff i l a ü t e r j ug in die Trümmer der betben ;u,ammen- a^en ZÜ^ hinein. Wie miautet sollen bei der fijrta. . zwei Beamte getöt et, einige verletzt worden fern. 7 c n a 30 März. Unter dem Verdacht, das Ehepaar v jn-''mann' au5 Golmsdorf ermordet zu haben, wurde - t uira ber 23jährige Maurer Winkler verhaftet, als er - feiner Wohnung blutige Kleider und Schuhe verbrannte Er acstond schtt-Uich bie Tat ein Seine Mutter ist der Beihilfe verdächtig. Rom, 30. März. Ter Aerztekongreß beschloß, die Re- gkruna aufzufordern zur sofortigen Einbringung einer Gebet uns einzureichen. — Zufchlagsfrist 8 Tage. Gießen, 29. März 1906. Städtisches Hochbauamt. I. 93.: AUvaler. ZU Namen M GrHeWs! In Sachen des Karl Walther, Mitinhaber der Firma Ringel & Walther in Gießen, Beklagten, Berufungsklagers, Anschluß- berufungsbeklagten, Prozeßbevollmächtigter: Rechtsanwalt Dr. Lob in Darmstadt (gez.) Lippold, Keller, Dr. Berchelmann, Laist, Pfannmüller. Verkündet am 12. Januar 1906 und in dem Aushang des Urteilsverzeichnisses für den 15. Januar 1906 gebracht, (gez.) Gilmer, Gerichts-Assessor als Gerichtsschreiber. In vorbezeichneter Prozeßsache ist innerhalb der mit dem 1. März 1906 abgelaufenen Notfrist eine Nevisions- schrift bei dem Reichsgericht nicht eingereicht worden. Leipzig, den 16. März 1906. Gerichtsschreiberei II des Reichsgerichts (L. 8.) (gez.) Schmitt. Vorstehende Ausfertigung wird dem Kläger zum Zwecke der Zwangsvollstreckung erteilt Gießen, den 26. März 1906. Der Gerichtsschreiber Großherzoglichen Landgerichts der Provinz Oberhessen (L. S.) (gez) Seibert. Wird hiermit bekannt gemacht. Gießen, den 29. März 1906. Tie Vertreter des Klägers: Für die Rechtsanwälte Juslizrat Dr. Gutfleisch, Fr. Engisch und F. Arnold Engisch. 2045 Der Polizeibehörde ist ferner binnen einer Woche Ange zu machen, wenn in der Person des Vermieters oder Meters einer Wohnung der im Artikel 4 bezeichneten Art te Blenderung eintritt, oder wenn durch Verminderung der / .hl der Mieträume oder durch Aftervermietung die Woh- nung nachträglich anzeigepflichtig wird. Die Anzeigepflicht trifft bei Aenderungen in der Person Vermieters den neuen Vermieter. Bei Aenderungen in der Person des Mieters sind zugleich die im vorigen Artikel unter d. vorgeschriebenen Angaben zu machen. Artikel 6. Wer dritten, nicht zu seiner Familie gehörigen Personen Schlafstellen, mit oder ohne Berechtigung zum Aufenthalt über Tag, vermietet, hat hiervon vor Beginn der Miet- bermtzung der Polizeibehörde Anzeige zu machen. Die Anzeige muß Auskunft geben über a. Lage deS HauseS nach Straße und Nummer, sowie über den Vermieter, b. Lage, Länge, Breite und Hohe der zu Schlafstellen be- stimmten Räume, c. die Anzahl der in jedem einzelnen Raume vorhandenen Schlafstellen. Von jedem Wechsel in der Person deS Vermieters der chlafftellen hat der neue Vermieter der Polizeibehörde binnen einer Woche Anzeige zu machen. Artikel 11. Mit Geldstrafe bis zu 30 Mack wird bestraft, wer die i ich Artikel 4 bis 6 vorgeschriebenen Anzeigen zu machen unterläßt ober in diesen Anzeigen wissentlich unrichtige An- gaben macht. IZa den Feiertagen! 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April, abends 8 Uhr, im Saale der Herberge Vortrag V„A des Herrn Oberarzt Dr. Flath über: „Tie et'i'lc ^ilfdeijtuiig bci plötzlichen llnzMWen". ______Jedermann hat unentgeltlich Zutritt. 11 ll» ii";iniii» iwiw ?i^gaasMiL l uiMowu'a—mn Wohirnllgsverliiidtriiilg u. CcslWmpsehliiW Beehre mich, meiner werten Kimdschast, Freiiuden uilb Bekannten ni'tzuteilen, daß ich meine Wohimng unb Gejchüst mit heutigem nach 2028 Wähclmstraße 45, Ecke Ebelstratze verlegt habe. Gleichzeitig empfehle mich meiner werten Nachbarschaft sowie einem verehelichen Publikum im Anfeetigen von Schuh waren lebet- Art, unter Zusicherung reellster Bedienung. Sorgfältige Herstellung sänitlicher Reparatnreit. Mit Hochachtung Gustav LaicMmg*®!* Schuhmacher meister. Lebende Spiegelkarpfen empfiehlt ä Mk. 1,— per Pfund Hamburger Ftschhandtuug __________Schuljteaße. [02123 5rleine Umzüge und sonstige leichte Fuhren werden prompt und billig befolgt, ebenso das Fahren der Wäsche (gr. Korb 10 Pfg.). 02134 Otto Hamel, Gr. 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