? aiä'Äü' ÖQue< 0630 Zollern. rvtaosAs« öcrrjdiahsit R NEZ S5^ ««tcibtr.01, 8 eÄ? ®to -!°^r Anzeiger erbet S^MvMteteUe ‘W am liebsten bei ^riMod.Wcistergeich. llicheAngeboie unter 0598 Anzeiger erbeien, tiiNssteile w jungen aus besserer m einem (au|m.6ejd}äfte . vchMche Angebote 49 an den M.Hnb. ^unb 'wahrscheinlich auch die Patrouille des Stabsarztes Wühe überfielen, z u r ü ck g e wo r f c n. In Jringa sind Derstärkunaen eingetroffen. Spanisches. Madrid, 30. Jan. Eine hervorragende Persönlichkeit des Hofes versicherte, daß der deutsche Kaiser, König Eduard und Präsident Loubet zur Vermählungs- feier des Königs etngeladen werden. Lotibet sei zwar zu dieser Zeit nicht mehr Präsident der Republik, die Einladung gehe ihm 51t als Freund der königlichen Familie. San Sebastian (Spanien), 30. Jan. Die Polizei verhaftete hier einen Anarchisten, welcher nach San Sebastian mit unbekannten Plänen gekommen war. Man vermutet, daß eS sich um ein Komplott gegen König Alfons handelte. ?russtslHes Tie Veränderungen der Grundgesetze, die mit dem Manifest vom 17. Oktober in Einklang gebracht tvorden sind, sollen in nächster Zeit bekannt gegeben werden. Danach erfährt der Titel des Zaren keinerlei Veränderung, er bleibt der „Selb st herrsch er aller Reuße n", aber die Selbstherrschaft behält ihre bisherige Bedeutung nur für die Aufrechterhaltung der internationalen Unabhängigkeit, also der Souveränität des Reiches. Ter Monarch wird durch keinen besonderen Eid die Konstitution bekräftigen, doch das Manifest, durch welches die neuen Grundgesetze bekannt gegeben iverden, enthält einen Hinweis darauf, daß der Zar die Ausführung der Konstitution durch den Thronfolger und alle Nachkommen der Dynastie sicherstellt. Ter Kaiser übt die geser.gebende Macht gemeinschaftlich mit der Reichsdi'.ma und dem Reichsrat aus. Tie Petersb. Tcl.-Ag. meldet: Da es dringend nötig ist, zwecks Neubaues der Flotte und Schaffung des Mannschaftsbestandes sofort eine Reihe Maßnahmen für die Neuordnung der Marineverwaltung zu ergreifen, befahl der Kaiser, daß der Posten eines Gehilfen des Marineministers geschaffen tverde und bem Chef des Generalstabs die Rechte eines Gehilfen verliehen werden. Tiefen beiden Würdenträgern soll die Leitung derjenigen Zweige der Marmeverwaltung anvertraut werden, bezüglich deren es der Minister für nötig erachtet. Das russ.-polnische NevolutionSkomitee hat begonnen, seine Tätigkeit auch auf deutsches Gebiet auszudehnen. Wie von glaubwürdiger Seite mitgeteilt wird, hat das Bankhaus Mendelssohn u. Co. eine Zuschrift vom Revolwionskomitee erhalten, in der mitgeteilt wird, daß der Chef des Hauses zum Tode verurteilt worden sei, weil er durch seine Finanzaktionen dem russischen Absolutismus die Ausführung seiner Politik ermöglicht habe. Zwei Männer sollen auch bereits unterwegs sein, um das Todesurteil zu vollstrecken. (Hu, hu! D. Red.) lieber Gefangenenbefrciung in Riga wird gemeldet: Revolutionäre drangen in das Hauptpolizeigebäude ein, töteten zwei wachthabende Polizisten und befreiten fünf höchst wichtige politische Verbrecher. Tie Führer der lettischen Revolutionsbewegung hasten sich in Finland verborgen. Ferner wurde in der Nähe des Gouvernements- gebäudes eine Bombe gefunden. Eine große bewaffnete Bande drang in den Gütcrbahnhof, ermordete den Kassenbeamten und raubte 2500 Rubel. Weiter überfielen Revolutionäre die Bahnstation Ringmunshvf, ermordeten den Stationschef, dessen Gehilfen unÖ, eine Privatperson. Trotzdem Militär rasch zur Stelle war, sind die Täter entkommen. Nach einer Meldung aus Shanghai befindet sich Wladi- ivostok noch immer in den Händen der Meuterer. Die Kosaken gaben den Kampf mit den Meuterern auf und verließen die Stadt. Der kommandierende General vonWladi- wostok soll ums Leben gekommen sein. Gräfin Mathilde Witte, die Gemahiln deS Ministerpräsidenten, bekanntlich von Geburt eine Jüdin, ist vom Protestantismus zur orthodoxen Kirchej übergetreten und hat dabei den Namen Maria angeuommem Der Thronwechsel in Dänemark. Kopenhagen, 30. Jan. Um IIV2 Uhr hielt der König im Palais Christians VHL| Cour ab. Ter Andrang nach dem Amalienbergplatz war sehr groß. Um 12 Uhr trat der Ministerpräsident auf den Balkott und rief dreimal: „König Christian der Neunte ist tot, es lebe S. M. König Frederick der Achtel Tie Menge brach in donnernde Hurrarufe aus. Mus allen öffentlichen Gebäuden wurden die Flaggen wieder gehißt und eine Batterie feuerte den Königssalut. Der König betrat darauf in Generalsuniform den Balkon und! hielt an das Volk eine Ansprache folgenden Wortlauts^ „Unfer alter König, mein hochgelieöter Vater, hat die Augen geschlossen. Sanft und ruhig schlief er ein, pflichtgetreu biä mletzt in der Erfüllung der königlichen Pflichtm. Wenn ich jetzt drs schwere Erbe übernehme, das auf meine Schultern gelegt, ist cs meine vertrauensvolle Hoffnung und mein aufrichtiges Gebet, daß der ?lllmächtige mir die Kraft verleihetc möge, die Regierung im Geiste des hochgelicbten Vaters zu führen, das Glück, mich mit dem Volke und seinen Äuserwähl-! ten eins zu wissen, im Verständnis dessen, was dem Volke zum Besten, dem geliebten Vaterland zum Glück und Segen bient Wir wollen uns vereinigen im Rufe: Es lebe unser Vaterland!^ König Frederik gibt feine Thronbesteigung mit folgens dem Aufruf befarmt: „Wir, Frederik VIII., König von Dänemark von Gott^i Gnadetl usw. tun kund und zu wissen, daß unser hochgeliebtep Vater, König Phriftinn IX. gestern durch einen schnellen, aber sanften und ruhigen Tod zu seinen Vätern hcimberusen ist. Wir haben darauf in Uebereinstimmuug mit dem Gesetz den Thrcm. bestiegen. Indem wir somit den hohen und vcrantwortungÄ- vollen Beruf übernehmen, wozu der Allmächtige uns ausersehen hat, ist es unser Entschluß, unerschütterlich an der Verfaffung! unseres Landes sestzuhalten nnb unserem gesamten Volke Gerechtigkeit zu gewähren. Wenn das Volk dassel^ Vertrauen zu dem König haben wird, wie wir zu unserem Volke, so wird Gott uns allen Gnade und Segen schenken. Es ist unser Wille, daß alle öffentlichen Geschäfte ihren ungestörten Gang nehmen und daß die von dem heißgeliebten Vater ernannter^ Beamten bis auf weiteres in ihren Aemtern unter dem boa ihnen abgelegten Eid verbleiben." An der Beisetzung König Christians werden der deutsche Kaiser, die Könige von Schweden, Griechenland, Norwegen, der Herzog von Kumberland und der Großherzog vonr Mecklenburg-Schwerin teilnehmen. Wie in Kreisen, die dem dänischen Königshofe nahestehen, verlautet, wird König Edtiard den Trauerfeierltchkeiten fernbleiben müßen, da sein Gesundheitszustand ihm die Reise nach Dänemark kaum ermöglichen wird. (Man bedauert dies um so lebhafter, als in einem Zusammentreffen mit dem deutschen Kaiser Hoffnung, für eine Besserung der Beziehungen zu Deutschland sich Hatter; erfüllen können.) * Berlin, 30. Jan. Das Armeeverordnungs-- blatt veröffentlicht folgenden Armeebefehl: „Um das Andenken des am 29. Januar dahingeschiedenev Königs von Dänemark, 'Majestät, meines geliebten Freundes und Nachbarn, zu ehren, inelcher meiner Armee als General- Oberst und Chef des Thüringischen Ulanen-Regts. Nrt 6 angehort hat, bestimme ich hierdnrai, daß sämtliche Offiziere meiner Armee 5 T a g e, die des genannten Regiments 3 Wochen Trauer anlegen. Außerdem bat eine Llbordnung des Regiments, bestehend aus dem Regimentstommandeur, einem Rittmeister intä einem Leutnant, an den Beisetzungsfeierlichkeiten teilzunehmew Berlin, 30. Jaul Wilhelnr." Tie „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: „Mit inniger Teilnahme wird die Kunde von dem Hüu- scheiden des ehrwürdigen Herrschers von Dänemark auch in Deutschland ausgenommen werden. Der Kaiser betrauert inj dem Verewigten einen treuen Freund, der mit rmserem Monarchen durch die Bande gegenseitiger hoher Wertschätzung vertnüpst war. In seiner langen Regierung waltete der nun aus dem Erdenleben Abberufene mit Weisheit seines hohen Amtes, bewahrte vier Jahrzehnte hindrrrch seinem Lande den Frieden und sicherte damit die erste Vorbedingung für eine gedeihliche Entwicklung seines Volkes. Der hohe Stand der Wohlfahrt und der Kültnr, der jedem Besucher Dänemarks in die Augen fällt, ist wesentlich der uiwblässigen Fürsorge des Königs Christian zn danken. Die unter regster Mitwirkung des begabten dänischerc Volkes zu reicher Blüte entfalteten wirtschaftlichen Verhältnisse schufen eine feste und gesunde Grundlage fi'ir die Ausbildung! des Schulwesens und für die Pflege aller wichtigen Zweige kultureller Bestrebungen. Nach außen war der König seit Ja^zehnten bestrebt, freundschaftliche Beziehungen zu unterhalten. Mit deins Volke Dänemark tritt auch Deutschland ehrfurchtsvoll an di« Bahre des Heimgegangenen Monarchen, dessen Vorbild seinem Nachfolger alle Zeit vorschweben möge, auf daß auch übers dem Walten des neuen .Herrschers der Segen der Vorsehung ruhe.^ Arrs Litt- Land. Gießen, 31. Januar 1906. Die Beerdigung des Staatsministers Dr. Rothe findet am Donnerstag, den 1. Februar, 11 Uhr vormittags, vom Trauerhause, Neekarstraße 7, aus statt. Wie uns von der Familie mitgeteilt wird, entspricht es einem ausdrücklichen Wunsch des Verstorbenen, daß bei der Trauerfeier am Grabe mündliche Kundgebungen aus dem Steife beö Traucrversammlung unterbleiben. — Ain Montag nachmittag 5 Ubr hatten sich die Mitglieder be§ Staatsmini st e rin ,n s unter dem Vorsitz des Finanzm.m ters Gnauth vollzählig vereinigt, uni an der glätte ranlo)er Tätigkeit des Verstorbenen gemeinsam der Trauer um den Hingang des hochverehrten, wohlivollenden Chefs und Kollegen Ausdruck zu geben. arr..,. . L U Landes-Univers'tat. Der Assrstcnt am Zoologischen Institut Dr. Max Rauther hält heute 51/ uiir in der kleinen Aula des UniversitatsgebaudeS eine Probevorlesung über das Wesen des Parasitismus und den Ursprung parasitischer Tierformen, um sich für das 6 ach der Zoologie zu habilitieren. • • In der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde wird morgen, Donnerstag, Dr. Theodor Koch aus Verlin (ein geborener Grünberger) einen Lichtbilder- Vortrag über seine Reisen unter den Indianern am 91 i0 Negro und Amazonas halten. Der Vortrag findet in der großen Universitätsaula statt und beginnt pünktlich um -^Hessische Vereinigung für Volkskunde. An dem dritten Mitgliederabend am letzten Donnerstag sprach Herr Professor Dr. Sauer über „ O b e r h e s s i s ch e Dorf- kirchen". Der Redner führte die Anwesenden bannt auf ein Gebiet, da§ noch ziemlich unbekannt, aber außerordentlich intereffant'ift und volkskundlich viel Bemerkenswertes bietet. In unserer oberhessischen Heimat finden sich die verschiedensten Typen des Kirchbaus: romanische, gothische und Reuaissaucc- bauten, bis zu den modernsten, manchmal recht wenig schönen und oft kalt und frostig wirkenden. Für die Volkskunde am interessantesten sind die eigentlichen Bauernkirchen, an§ Fachwerk bestehend, die sich hin und wieder finden, und die die Eigenart der sie benutzenden Gemeinden am besten wiederspiegeln. Mit Hilfe von zahlreichen Photographien konnten die einzelnen Kirchen besprochen und von innen und außen betrachtet werden. Durch eine angeregte Diskussion wurden die sachkundigen nud lebhaft interessierenden Ausführungen de§ Vortragenden noch ergänzt und erweitert. • ’ Das Gr 0 ßh. Gardedragoner-Regiment Nr. 2 3 wird in diesem Jahre sein 100 jährig es Be- ft eben feiern. Für den Juli sind daher große Veranstaltungen geplant, 11. a. ein Neitersest. • • Freidenker-Vereinigung Gießen. Gestern abend konstituierte sich im Hotel Einhorn die Freidenker- Vereinigung Gießen mit 50 Mitgliedern. Der Verein schloß sich dem Blmd deutscher Freidenker und dem südwestdeutscheu Freidenker-Verband an. In den Vorstand wurden gewählt Rechtsanwalt Leun, 1. Vorsitzender, Stadtverordneter PH. Euler als dessen Stellvertreter, Siegel fr. und Amend als 1. und 2. Schriftführer und Rechtsanwall Dr. Spohr als Rechner. In nächster Zeit wird Schriftsteller Dr. Julius Kahn, der Vorsitzende des Frankfurter Freideuker- Vereins, in Gießen einen weiteren öffentlichen Vortrag halten. P. A. 2 6. Lahntal - Sängerbundesfest. Am Montag Abend hatte der geschäftsführende Ausschuß seine erste Sitzung. Ter Arbeitsplan für die einzelnen Unter- ausschüffe wurde durchberaten und in großen Umrissen die Gestaltung des Festes festgelegt. Hierbei kamen die Erfahrungen der einzelnen Ausschlißmitglieder bei früheren Festen sehr zu statten. Die Herren Todt und Atzbach gaben mehrere gute Anhaltspunkte von dem zuletzt in ©iefeen (1890) ftattgefunbenen gleichen Bundessängerfeste, was die Vor- bereitung ebenfalls erleichtern wird. — Ein nicht zu unterschätzender Faktor für die Durchführung des in ziemlich großem Rahmen geplanten Festes ist die Opferwilligkeit der Bundes- vereine, wie auch das gemeinsame Zllsamrnenwirken der anderen Gießener Gesangvereine für den gesanglichen Teil. — Es wurde beschlossen, bei der Stadt darum einzukommen, daß als Festplatz Oswalds Garten freigegeben werde. Das Fest selbst soll drei Tage dauern. Die ganzen Beratungen, unter Vorsitz des Stadtv. Eichenauer, verliefen in recht sachlicher Weise; alle Anwesenden ließen durchblicken, daß man gern für die Sache seine Zeit opfern will. ** Allgemeiner Staatseisenbahnverein. Am Sonntag, 28. ds. Mts., feierte der Verein Kaisers Geburtstag im Nellen Saalbau. Wie immer, war das Fest sehr gut besucht, zlirnal den auswärts wohiienden VerciuS- mitgliedern nebst Familienangehörigen freie Elsenbahnfahrt nach Gießen und zurück gewährt worden war. Tas Programm war reichhaltig und gewählt. Nach Einleitung der Feier durch Vorträge der Vereinskapelle brachte der Vorsitzende, Eisenbahnbaliinspektor Schmitt, das Kaiserhoch aus. Hieran schloffen sich Deklamationen patriotischen Inhalts, Mllsik- und Gesangsoorträge, welche sämtlich von Mitgliedern des Vereins zur Ausführung gebracht wurden. Ten Schluß deS Programms bildete eine nut großem Beifall aufge- nommene Theateraufführung, wobei ebenfalls lediglich 23er» einSmitglieder mitwirkten. Sämtliche Darbietungen zeigten, daß der Verein begabte und tüchtige Kräfte unter seinen Mitgliedern besitzt. Zum Schluffe wlirde getanzt. Der ganze Verlauf der Feier war in jeder Beziehung dem Zweck derselben würdig und verfehlte nicht, die froheste Stimmung zu erzeugen und festzuhalten. •• Der Zithermusik-Abend des Gernhardt- schen Zither- und Mandolinenchores hatte trotz der vielen Veranstaltungen des letzten Sonntags besonders starken Besuch aufzliweisen. Tas reichhaltige und vielseitige Programm wlirde sehr beifällig aufgenoinmen; besonders das von Musiklehrer Gernhardt und Herrn Max Büttner vor- yetragene Duett für Violine und das in Gießen noch wenig bekannte Zymbal. Daß neben den Zither-, Mandolinen- und Streichchören auch die Gesangsvorträge reiche Auer- kenmrng fanden, darf wohl einerseits beni Stimmenmaterial, anderseits der Auswahl schlicht volkstüiiilicher 2Uvenlict>cr zu gute gerechnet werden. Nach diesem Zitherrnusik-Abend dürste von den weiteren, ähnlichen Veranstaltungen des schon über 20 Mitwirkende zählenden Vereins das Beste 511 erwarten sein. " Eine „Berufung“ als Hau Sb ursche in ein hiesiges Geschäft hat ein hoffnungsvoller stolzer Jüngling aus dem östlichen Vogelsberge mit folgenden hllldreicheu Worten anzllnehmen geruht; Geehrter Herr! „Siu* Ihre Bille schreibe ich Ihnen Antwort. Ich nehme die Stelle als Harn'ourichc ein. Damit wir den Lohn vereinbaren, tonnen Sie zu mir kommen." Der Empfänger der Karte hat sich natürlich beeilt, der gnädigen Einladung zll entsprechen und cs ist 311 hoffen, daß die Verhandlungen über den Lohn zu einem befriedigenden Resultat führen werden. X. Büdingen, 30. Jan. Heute nachmittag 3V4 Uhr sand die feierliche Beisetzung des Fürsten Bruno zu Isenburg und Büdingen auf dem hiesigen Friedhöfe statt. Einen solchen starken Fremdenzlidrang wie heute hat unser Städtchen wohl noch selten gehabt. Der imposante Trauerzug setzte sich gegen Vs4 Uhr, nachdem vorher in der Schloßkapellc eine kurze Andacht abgehalten worden war, zu der nur Eingeladene Zutritt hatten, in Bewegung. Zuerst die Vereine, bann 3 Wagen mit Kränzen, bie Kapelle be5 Hanauer Ulanenregiments, die Geistlichkeit, der von 6 Pferden gezogene Leichenwagen. Es folgten die hohen Leidtragenden (alle zu Fuß, baruntcr auch die Fürstin-Mutter), die Vertreter auswärtiger Herrschaften, Kirchen- und Schiilvorstaud und Staatsbeamte, hieran schloß sich das übrige kaum übersehbare Trauergefolge. Vor dem Friedhöfe bildeten die Schiiten und Vereine Spalier. Nach dem Ge ang der Trauer- gemeinde hielt Pfarrer Schäfer-Büdingen eine tiefempfundene Grabrede, der die Worte „Die Liebe höret nimmer auf" zu Grunde gelegt war Der Gesangverein Liederkranz trug hierauf daS Grablied „Wie sie so sanft ruhen* vor. Ter Segen, gesprochen von Pfarrer Schwer, beschloß die tief- ergreifende Feier. Ter Großherzog hatte den Kammerherrn Dbersthosslattmeister Frhrn. v. Riedesel zur Feier gesandt. Unter den Trauergästen bemerkten wir noch: eine Abordnung Österreich. Dragoner- und Jäger-Offiziere, den Fürsten zu So lins-Lieh, den Grafen Schlitz, gen. v. Görtz, Provinzialdirektor Geheimrat Dr. Br ei de rt-Gießen, Oberstleutnant M 0 0 tz -Friedberg und viele andere. Die standes- herrlichen Familien Hessens waren durch Mitglieder bezw. Vertreter sämtlich vertreten. Ter deutsche Kaiser und der Kaiser von Oesterreich hatten in sehr herzlichem Tone gehaltene Beileidstelegramine gesandt. fc. Darmstadt, 30. Ian. Gegen einen vielbeschäftigten hiesigen Rechtsanwalt wurde vorn StaatSanivalt Unter» nohung wegen Erhebung zu hoher Gebühren ein- geleitet. -j- Marburg, 30. Januar. In dem nahen Dorfe Schönstadt stürzte der 73jährige Veteran Johannes P e t c r in der Dunkelheit auf der Heimkehr vom Krieger»Kommers in den Donbach und ertrank. Die Leiche wurde gestern früh aufgefimben. Usingen, 30. Jan. Im Jagdrevier des Weißbindermeisters Fritz Fuchs aus Rödelheim in Hausen-Anspach bei Usingen ereignete sich ein trauriger Unfall. Nachmittags gegen 3 Uhr wurde im Walde ein Treiben auf Hirsche veranstaltet. Bei dein Trieb durch den Wald blieb der 17 Jahre alte Treiber Gustav Eifert etwa 80 Meter hinter seinen Kollegen zurück. Die Treiber sollen laut Jagdvor- ichrift sich durch Rufe bemerkbar machen und den Treiberstoek nach unten halten. Entgegen dieser Weisung bat der junge Mann, der noch wenig getrieben hatte, keinen Laut von sich gegeben und den Stock nach oben gehalten. Der Oekonom Wilhelm Fischer III. auS Rödelheim hatte sich in einem Graben verdeckt vor dem Walde ausgestellt, das Gewehr schußbereit. Er hörte das Geräusch im Wald und sah jedenfalls den hochgehaltenen Treiberstock für ein Hirschgeweih an. Der unglückselige Schuß fiel. Der junge Mensch stürzte zusammen und man hörte ein Wehegeschrei: „I ch bin geschossen!" Ter unglückliche Schütze Fischer steckte sofort eine Patrone in den Lauf und wollte sich erschießen. Die übrigen Herren bemerkten das und nahmen ihm das Gewehr ab, worauf er sich entfernte. Tie starke Schroiladung war dem Treiber in Oberschenkel und Unterleib gegangen. Da er nicht zu transportieren war, wurde ärztliche Hilfe gerufen. Als aber der Arzt kam, war bereits der Tod ciugetreten. Die Staatsanwaltschaft in Ufingen wurde von dem Unglücksfall telegraphisch in Kenntnis gesetzt. Fischer irrte, nach der „Frks. Z." einige Zeit im Walde herum und traf abends in Ufingen ein. h. Hanau, 30 Jan. In einer gestern abend hier abgehaltenen Versammlung des nationalliberalen Vereins äußerte sich laut „H. Zig." der Reichstagsabg Dr. Lucas dahin, daß die Tabaksteuer in der Fassung der Regierungsvorlage so gut wie als gefallen gelten könne, dagegen werde eine Zigarcttensteucr unausbleiblich sein. Die Brau st euer sei in der Fassung der Kommission so minimal, daß der Konsument nicht davon betroffen werde. Für eine Wehr st euer würde Dr. Lucas eintreten, da der zum Militär einaezoacne Mann schwere Opfer bringe. • Unglaubliche Z u st ände herrschen in dem oberrheinischen Städtchen Vallendar. Seit dem Amtsantritt des jetzigen Bürgermeisters Kohls hat die städtische Schuldenlast um 400 000 Mark angenommen. Seit 1896 sind falsche Etats aufgestellt und Reoifi 0nen nicht durchgeführt worden. Eine Bürgerversammlung beschloß, das Staatsministeriuin um alsbaldige Auslösung der Stadtverordnelenversammlung durch Königliche Verordnung zu ersuchen, die 2lnge(egenhcit im Landtage zur Sprache zu bringen und die verantwortlichen Beamten regreßpflichtig zu machen. * Kleine Tageschrvnik. In Baden-Baden hängte die Frau des früheren Schutzmannes Merker, welcher seine Ent- lassung genommen und seine Frau verlassen hatte, ihre drei Kinder auf und versuchte sich selbst zu erhängen. Sie wurde jedoch an ihrem Vorhaben verhindert. — In Kiel erstach auf der Schiffswerft Mönkeberg der Schiffsbauer Beondzw nn Wortwechsel den S ch i s s s b a u m e i.st e r Ivens. — In Z ü r i m ist der berüchtigte 2-rofchnrenschreibcr und frühere Pottzeiwmmysir in Straßburg, Stevhanv, gegen den bekanntlich die Ltaats- "Nwaltschast in Straßburg einen Haftbefehl wegen Unterschlagung im Amte erlassen hat, verhaftet worden. Die Auslieserungs- Verhandlungen sind eiimeleitet. Arbeiterbewegung. Mainz, 30. Ian. An dem A u s st a n d der K'onfek-- t i 0 n s a r b e i t'e r sind über 500 Arbeiter beteiligt, darunter über 400 ländliche Heimarbeiter. Worms, 29. Ian. Heute sind hier die Konsektzvns- schneider in Aus st and getreten, nachdem in einer gestern abgehaltenen Versammlung beschlossen worden war, sichrem Vorgehen der Kollegen in Frankfurt a. M., Mainz, Darmstadt, Heidelberg und anderen Städten des süddeutschen Verbandes anzuschließen. Osnabrück, 30. Ian. Während eines Aus st an des bei der hiesigen Firma H. W. Ortmann kam eA zu schweren Ausschreitungen Streikender. Im Verlauf eines allgemeinen1 Tumultes wurden R e v 0 l v c r s ch ü s s e c.bgcg:bcii und mehrere Personen, darunter der Inhaber d?r Firma, v e r w unde t. Liseubabn-ZeLtttUg. Frankfurt a. M.. 29. Jan. Unter den Anträgen, die das hessische Zentrum der Kammer unterbreitet, befindet sich auch einer betreffend besondere Abteile für Schüler höherer Lehranstalten in den Zügen nach und von dem Schulort. Für einen großen Teil Oberhessens findet diese Anregung bereits Erledigung durch eine soeben ergangene Anordnung der Eisen- bahndirektion Frankfurt a. M. Darnach sollen auf den Strecken Frankfurt-Gießen, Gelnhausen-Gienen, Hungen- Nidda-Friedberg, Hanau-Friedberg und Homburg-Friedberg in den in Betracht kommenden Zügen gesonderte Schülerabteile künftig bereit gehalten werden. handel nrrd Verkehr, Volkswirtschaft. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 31. Jan. /Orig.-Telegr. des ^Gieß, Anz.") V i e h m a r k 1. Zum Verkaufe staudeu 00 Kälber 00 Schafe und Hammel, 1K>4 Schweine; 1. Qual. 79—80 Pfg. Lebendgewicht 60.50—62.50 Pfg, 2. Qual. 78 Pfg., Lebendgewicht 61.00—00 Big., 3. Qual. 71—73 Pfg. Kälber 1. Qual. 00—00 Pf., Lebendgewicht 00—00 P^„ 2. Qual. 00—00 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pfg., Schlachtgewicht 00-00 Pfg. Schafe 1. Qualität Schlqchtaewicht 00—00 Pfg., 2. Qualität 00-00 Psg. Geschäst: mittelmäßig, Ueberstand unbedeutend. Ic. Frankfurt a. 9)L, 30. Ian. beit- u n d Stroh- markt. Man notierte; Hen Mk. 0.00 bis Mk. 0.00, Stroh Mk. 2.60—2.80. LllleS ver 50 Kilo. Das Geschäft tvar schlevveud. Bon Heu war nur 1 Wagen ungefähren, der nicht verkauft wurde. 0 Kirck'hain, 30.' Jan. A-if dem heutigen V i e h m a r k t betrug der Auftrieb rund 600 Stück Rindvieh. Der Handel war im allgemeinen etwas flau. Ein recht reges Geschäft entweckelte ich dagegen aus dem Schweinem^rkt, wo die Zufuhr sich aus etwa 620 Ferkel und Läufer stellte. Man bezahlte für kleine Saugs''rses 35—15 Mk. und für größere Ware 60—90 Mk. je nach Größe und O"alität._____________________________________ Kirchliche Li ir ch r i ch t en. Evangelische Gemeinde. Donnerstag, den 1. Februar, abends 8 Uhr, im Matthäus- facti, Kirchstraße 9: Bibelstunde. Cffcnb. Jobs. 3, 1—13. Vfarrer P. Schlaffer. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Vo-anSsichitiche Witterung in Helfen für Donnerstag, den 1. Februar 1906: Zeitweise heiter, leichter Frost, stellemvetfe geringer Schnee. Näheres durch die Gieheiter Wetterkarte. Teie^cmische des Giessener Anzeigers, mit" und Indnstr Frankfurter Fürs 3^6/0 Peichsnnleihe . . 100.95 3% do. . . 88.80 3 % °/0 Konsols .... 101.05 3% do 89 05 3’4% Hessen 99.90 '^°/n Oberbessen . . . — 4 "0 Oesterr. Gold reute. . 100.65 4’/5 0/n Oesterr. Silberrente 101.35 4% Ung. Bähr den jetzigen Vorfall mit dem Eberstädter aus eine Stufe stelle. In dem letzteren Fall hebe die Staatsanwaltschaft durchaus gesetzmäßig verfahren, waS aueg Abg. Köhler seinerzeit in der Kammer ausdrücklich zugegeben habe. Demgegenüber sei bei dem HergerShäiis''r Fall etu bedauerlicher Mißgriff vorgekommen, indeni der mit der ständigen Stellvertretung des Staatsanwaltes beauftragte Assestor seine. Bef'-gnisse überschritten h^be. Er fei sofort enllassen worden und die Regierung habe Veranlassung genommen, den in Frage kommenden Beamten die schärfste Einhaltung der Vorschriften erneut zur Pflicht zu machen. Die Besprechung wird bis nach der Drucklegung der Antwvrt vertagt. Nach Erledigung „einer weiteren Anfrage über den Dau deS Mainzer Gerics'tsgebäudcs vertagt sich das Haus auf Donnerstag, vormittag 10 Uhr. Berlin, 30. Januar. Die Abstirnmungen in der heutigen Sitzung der S t e u e r k 0 rn rn i s s i 0 n des Reichstags haben sich wie folgt gestaltet: Die Regierungsvorlage wird abgelehnt. Der Zentnunsantrag wird bis Ziffer e angenommen, jedoch werden hinsichtlich der Ziffer f außer der Regierungsvorlage auch die anderen Vorschläge abgelehnt. Der Zoll soll also nur für feingefchnittenen Tabak erhöht werden. Im übrigen bleibt eß bei den bisherigen Zollsätzen. Weiterhin wird der Antrag deS ZentrmnS auf Herabsetzung der Steuern für Gnunpcn von 45 auf 40 Mk. angenommen. Berlin, 30. Jan. Die Wahlprüfungskommission des ReichZtaas erklärte die Wahl des 9lbg. Dr. Lucas (natlib. Hanau-Gelnhausen) für gültig. Köln, 30. Ian. Tie „Köln. Ztg." meldet ans Berlin: Es ist schwer verständlich, zu welchein Zweck das Gerücht aufgebracht wurde, daß um die Wcihirachtszeit die Reichs- regierung ein Vorgehen gegen die Sozialdemokratie in Form eines Ausnahmegesetzes geplant habe, daß aber diefc Maßregel wegen des Widerspruches des Zentrums sackcu gelassen worden sei. Wje unrichtig diese Nachricht ist, geht an sich aus den in letzter Zeit vom Reichskanzler und vom Justizminister im Landtage abgegebenen Erklärungen hervor. Auch braucht sich die Negierung bei der ehr bekannten Haltung des Zentrums uud überhaupt der großen ReichDkagsmehrheit 248 50 ifltte sirchen Bergwerk . 22850 rtr-Amerik. Paketf. 160.75 :er Bergwerk. . .21640 . 13900 . 129.40 . 265 '0 , 216.0) 242) 127.91 . 146.8) i«en, annar, 1.15 Uhr. l Lnhmeyer. . i. Schnckert. . Her Bergwerk . jt Handels^es. . fädter Pank . . !ie Bank . i-.4siat. Bank . o-Kommamlit. • ir B&nk . . . Aktien . . • • ore- nni Ohio- nbahn . • • • irdbahn . ■ • • ird Eisenbahn . r. Staatsbahn . . ;-Henri-Eisenbabn iar. Anfangskurse ner Bergwerk . b' tte • • - • irden E. B • Lloyi - - ' .......... Lloyd.....127.70 hles. Eisen-Industrie 13300 . 17330 , 148.9) .2411« , 183.00 . 18970 , ISßö) . 115.40 ' 2440 . 14330 . 133.40 ND den Schuler au6 x- > ^äcter ßif e 'n Ediiisy., >o»S"”8le4 '«'n S . «An, =k s l&Jtoi <8 PkA 0 0 Ihq. ’evl. ^,ai Gewicht 1 eE«! teil»i KM "iLKS'"' .roße" r i töten« eittde. 8A» MattbSuS- ncnb. Jobs, z, i_13 mrnScfiion,^ r Wetterdienst, ftcfien für 5)onnet*ltt((, k'chler Frost, ftcflenioeije ^eflerfnrte^ Bhencbte i der Bank für Bandel Gießen (Walltorstraße 5), Lich, den 30. Januar 1906. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Familie BichSer Giessen-Hardt. Wädenswil (Ct. Zürich), den 30. Januar 1906 Danksagung* innigsten Dank Familie Carl Steinberger. Giessen, den 31. Januar 1906 BVi 3263 zerlleinert, Eichen-Stocklolz, Fichlen-Stoäholz. der 2. Schneise. Stroh-Häcksel billig zu haben Strohhäcksel- Schueidcrei S. Loe*er, |054. Steinfurth — Vad-Nauhcim. Fichten'Terbkiangen mit 152,15 Feftm., Fichten -Reisstangen mit 4,‘27 F'sim., Rnnr. Kiesern-Scheilholz, 5 „ Eichcn'Scheitholz, „ KicferN'Knüvpetholz, „ Eichen-Knüppelbol,. „ Fichten-Knüppelbolz, „ Aspen-Knüppelholz, Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagt Saathafer I Ligowo (srührersend), sehr voll, körnig II Befcler II, reift mittelfrüh, ist Weinhafer, liefert sehr hohe Erträge III Strube, sehr kurzhalmig, verträgt die stärkste Düngung ohne zn lagern. IV SoalöfS Hoilliug, reift mittelfrüh. Sämtliche Sorten sind rein gezüchtet, doppelt gereinigt, werden abgegeben ab Hof, od. gegen Nachnahme zur Bahn ä 10 > 5ilg. 21 Mark. Der Versand geschieht in neuen Säcken, welche per St. mit 70 Pf. berechnet werden. Ho? Schleifeld b. Nidda, Hess. hv78 11________________I. Schuch. zu legenden Kabel soll öffentlich vergeben werden. Die Bedingungen sind während der Dienststunden in dem Amtszimmer des unterzeichneten Werks einzuleben. Angebote sind bis zum 10. Februar d. I., nachmittags 3 Uhr, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift verleben an genannter Stelle einzureicheu. Güßen, den 30. Januar 1906. Städtisches Elektrizitätswerk Gießen. Vicht noch zu vergewissern, welche Aufnahme eure brr- crtiae Vorlage finden würde. Wie wir nach unseren Erkundigungen fcststellen können, ist mit dem Zentrumsabg. £r. Spahn überhaupt nicht verhandelt worden. Straßburg, 30. Jan. (Landesausschuß) Eine Anfrage bezog sich auf die Broschüre des aus dem Dienst entlassenen Polizeikommissars Stephani), in welcher das reichsländische Beamtentum in schärfiter Weise angegriffen unb weiter behauptet wird, daß seitens der Verwaltung Droskriptionslisten geführt wurden mit den Namen solcher Personen, die im Falle derMobilmachun g v e r - haftet oder aus gewiesen werden würden. In ersterer Mitteilung von dein unerwarteten Hinscheiden unserer lieben, unvergess liehen Mutter, Schwiegermutter und Gioasmutter Haltlosigkeit der Vorwürfe ergeben hatten. Unterstaatssekretär Mandel erklärte, cs könne sich bei den sog. „s chwar- zenListen" nicht um Vorbereitung für die Mobilmachung, sondern um eine solche für den Kriegsfall handeln, während welch)em die Befugnisse der bürgerlichen Gewalt auf die Militärgewalt übergehen und die parlamentarische Verantwortung ausschaltcn. Es handle sich dabei um Vorbereitungen gegen einen etwaigen inneren Feind, da es einzelne Personen gebe, deren Feindseligkeit gegen Deutschland bekannt sei und die vermöge ihres Einflusses leicht die Bevölkerung aus reizen könnten. Es handle sich nur um wenige Personen, die aber, weil sie Inländer sind, nicht ausgewiesen werden könnten. Metz, 31. Jan. Leutnant Wolf vom Pionierbataillon Nr. 16 wurde von Rowdies überfallen und so verletzt, daß er bis jetzt bewußtlos darniedcrliegt. Freunden und Bekannten machen wir hiermit die schmerzliche Die Zusammenkunft ist auf der Lichcr Straße n l Gi ßen, den 30. Januar 1906. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Lieferungs-Vergebung. Die Lieferung von ca. 360 cbm LahnkieS für die in den Betriebs« ahrrn 1906 und 1907 zu legenden Kabel soll öffentlich vergeben werden. Die Bedingungen sind während der Dicnststunden in dem Amtszimmer drS unterzeichneten Werks einzusehen. Angebote sind bis zum 10. Febrnar d. I., nachmittags 3 Uhr, verschlossen und mit ent. sprechender Aufschrift versehen an genannter Stelle einzureichen. Gießen, den 30. Januar 1906. Städtisches Elektrizitätswerk Gießen. © t o 11 e. B*/. Lieferungs-Vergebung. Die Lieferung von Ringofenstcinen, Hintermanerungskliukcr II. Sorte, 40- bis 50 0Ö0 Stück für die in den Betriebsjahren 1906 und 1907 Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Mitteilung, daß mein innigst geliebter Gatte, unser guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Georg Panz heute mittag 12 Uhr nach langem, schweren Leiden sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Milchkannen Milchkühler Melkeimer r Vlasseimer - Milchsiebe empfiehlt M. Rosenthal Uebigstr. 13 Fernsprecher 218 Holzversteigerung im Hattenroder Gemeindewald in den Distrikten Buchenberg, Bruch und Alte Kühunter. Es sollen versteigert werden: 717 Montag, den 5. Februar 1906. 156 Stämme Eichen- Bau-u. Wagnerholz mit42,63 Fm. Inh 7 Eichen-Derbstangen , „ 0,46 , w 2 Stämme Birke „ „ 0,71 „ „ 40 Nm.Buchcn-,Hainbuchen-,Eichen- und Nadel-Scheitholz Hierunter 4 Nm. Hainbuchen-, 6 Nm. Eichen- und 13 Nm. Kiefern- und Fichteu-Nundscheit 112 Nm. Buchen-, Eichen- und Nadel-Knüppel 4450 Wellen Buchen-, Eichen-, Kiefern- und Fichten-Reisig 154 Nm. Dergleichen Stöcke. Der Anfang ist des Morgens präzis 10 Ubr im Buchenberg am Vizinalweg von Hattenrod nach Albach, am Waldeingang am Eichen-Nutzholz. Hattenrod, den 29. Januar 1900. Großh. Bürgermeisterei Hattenrod. Rock. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste, sowie für die überaus zahlreichen Blumenspenden sagen innigsten Dank. Dir trauernden Hinterbliebenen. Familie August Ltürtz. Gießen, den 31. Januar 1906. $5- WinterknreD toßracb Schwarzwald. Näheres durch |hvn/12 Dr. Hettino-er. Knrarzt. 1 Nmtr. Erlen Knüppelholz, 2320 Wellen Kiefern-Rcisholz, 970 „ Fichtrn-Rcisholz, 140 „ Eichen-NeiSholz, 34 Rmtr. Klkfern-Stocll)olz, Hokzverfteigeruug im Gießener Stadtwald. Montag, 5. Februar 1906, vormittags 9' ? Uhr beginnend Merdw in den Waldungen der Stadl Gießen im Distrikt Katharinen Hütte versteigert: Bozen, 31. Januar. In den südtiroler Grenzgebieten tarnen infolge eines Erdbebens zahlreiche 2a* w i n e n nieder. Verschiedene Straßen sind unterbrochen. Riga, 30. Jan Heute abend wurden abermals be» ritten- Schutzmannspatrouillen beschossen. Ein Gorodowoi wurde getötet, zwei andere wurden schwer verwundet. Das Polizeigebäude wurde von revolutionären Banden an* ge riffen. Das dort stationierte Militär erwiderte das Feuer und tötete mehrere. Kiew, 31. Jan. In Wassilikow sind neue Juden* Kramal le auSgebrochen. Die jüdischen Läden und Häuser wurden geplündert und anqeftecft. Die Polizei selbst führt die .schwarze Horde*. Die Einwohner fluchten in die Nachbarstädte. Garantiert reiner [601 Bienen-tileiirtiii in Gläsern u. offen bei Emil Fischbach. Arbeitstzergelmrrg. Zur Erbauung eines Bismarckturmes auf der Hardt- werden folgende Arbeiten ausgeschrieben: Erd- und Maurerarbeiten Los I 45 Kubikmeter Erdaushub, 80 Kbm. Bruchsteinmauerwerk, 108 Kbm. Backsteinmauerwerk, 160 Quadratmeter Verblendung versetzen, 26 Kbm. Werksteine versetzen. Steiumetzarbeiten (Lungstein) Los TI 160 Quadratmeter Verblendung Los III 26 Kubikmeter Werksteine Los IV 6 Kubikmeter Treppenstufen. Angebotsunterlagen können Wilhelmstraße 21, pari, erhoben werden. Angebote sind daselbst bis zum Eröffnungstermin, Montag, den 12. Februar, vormittags 10 Uhr einzu- reichen. Zuschlagsfnst 14 Tage. Gießen, den 30. Januar 1906. I. A. des Gießener Studenten-AusschusseS: Becker, Großh. Bauinspektor. BM/t Zwetschcii, türkische Ptiaamen, (Katharina-) „ kalifornische Apfelrin^e Aprikosen Birnen Br iiaiellen Kirschen Tutti frutti (gennschles Dürrobst) in nur besten Qualitäten zu billigsten Preisen bei 1599 Emil Fischbach. Giessener Seefisch-Markt empfiehlt . . m , Mittwoch \ . la. blutfrische jede Woche i““"6”“*9 mtrcW: Seefische Aklerfeinften Angelschellsisch 2—3psündig per Pfd. 33 Pfg. großmittel r , 30 , la. lebendfrischen blntenhellen Kabliau im ganzen Fisch per Pfd. B® Pfg. ^/i la. Backfisch per Pfd. B3 v* Fs El Bahnhofstr. 27, G©bF*8 OOFOOX Lindenplatz 12. Neueste inKlöppelspitztn einflctr., ältere zurückges. 'Dinfter sowie Reste werd, billig abgegeb. 573| Teufelslnstgärtcheu 20. 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