Nr. 25 Dienstag, 30. Januar 1906 156. Jahrg. Erscheint tlgltti mit Ausnahme deS Sonntags» Die „Gießener 5amilienblätter* werden dem „Anzeiger viermal wöchentlich betgdegt Der Reifliche Landwirt" erscheint monaMch einmal. Giehener Anzeiger Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UnwersttätSdruckeret. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr. 6L Tetegr.'Adr.: Anzeiger Gießen. General-Anzeiger, Amt;- «nd Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. PaNamclilarische Vcrhandlmigen. Nachdruck ohne Vereinbarung nicht gestattet. Deutscher Reichstag. 30. Sitzung vom 29. Januar. 1 Uhr. Das Haus ist sehr schwach besetzt. '*r Am Bundesratstisch: Graf Posadowsky u. a. Auf der Tagesordnung steht zunächst die zweite Beratung des Gesetzentwurfs betreffend die Abänderung mehrerer Reich Stags Wahl! reise. Ter Entwurf wird debattenlos angenommen. Es folgt die erste Beratung der Novelle zum Unter» stiiyungswohnfitz-Geseh. (Unterstützungswohnsitz bereits mit 16 Jahren, statt 18, nach nur einjährigem Aufenthalt, statt zweijährigem.) Abg. Dr. Hcrzfcld (Soz.): Es handelt sich hier nicht um eine Novelle zur Unterstützung Hilfsbedürftiger, sondern ausgesprochencrmaßcn um eine Novelle zur Unterstützung der Gutsbesitzer. Bezeichnend ist es mir, das; das Zentrum zu dieser Vorlage gar nichts zu sagen weiß und daß die Nationalliberalen nur schüchtern ihren agrarischen Charakter zugeben. Früher haben sich die bürgerlichen Parteien mit voller Entschiedenheit gegen die agrarische Tendenz eines solchen Gesetzes ausgesprochen, jetzt schweigen sie sich aus, sie scheinen sich also willig von den ostelbischen Junkern treioen zu lassen. Tie Unterstützuugs- bedürftigkeit ist um so geringer, je stärker die Arbeiterorganisationen sind. Geben Sie den ländlichen Arbeitern das Koalitionsrecht, so wird die Zahl der Unterstützungsbedürftigen weit mehr abnehmen, als durch diese Vorlage. Ein weiteres Mittel dazu wäre die endliche Beseitigung des Dreiklassenwahlrechts in Preußen, denn mit dem Wachstum der politischen Freiheit wächst auch der nationale Wohlstand. Tie Herren scheinen aber eher geneigt zu sein, ein allgemeines Blutbad unter den Arbeitern anzurichtcn (Hu, hui), olS ihnen das allgemeine gleiche Wahlrecht mich in den Ernzelstaaten zu gewähren. Der Entwurf dieses Gesetzes ist nur ein Köder, eine taube Nuß. Die Zahl der Landarmen wird dadurch lediglich vermehrt werden. Von Leutenot auf dem Lande kann gar keine Rede fein. Sie hätten heimische Arbeiter genug auf dem Lande, wenn Sic ihnen menschenwürdige Löhne gäben. Statt aber das zu tun, holen sich die Junker aus Profitgier russische und galizische Arbeiter herbei, weil sie diesen nur die halben Löhne zu zahlen brauchen. Eine Folge wird jedoch dieser Entwurf haben, mit der wir voll einverstanden sind: Tie jungen Leute werden dadurch um so ftüher in den Klassenkampf hineingezogcn werden, und sich uns also auch um so ftüher anschließen. Notwendig ist es, die Ortsarmenverbände zu vergrößern und die 16 000 Gutsbezirke in Preußen ebenfalls diesen Verbänden anzuschlicßen. Es liegt nicht der mindeste Grund dafür vor, diesen Gutsbezirken den Charakter selbständiger Armenverbände zu belasten. Wir wollen in der Komniission an unserm Teil versuchen, die Hauptmängel des Entwurfs zu beseitigen. Vor allem ist es aber nötig, daß Bayern sein Reservatrecht bezüglich des Heimatswesens aufgibt, und daß der Geltungsbereich dieses Gesetzes auch auf Elsaß-Lothringen ausgedehnt wird. (Bei- fall bei den Soz.) Abg. Schickert (kons.): Wenn es am 21. d. M. zu einem Blutbade gekommen wäre, so wäre das nur die Folge der Agitation des Vorredners und feiner Freunde gewesen. (Lachen bei den Soz.) Der Vorredner läßt freilich kein gutes Haar an der Armensürsorge auf dem Lande. Sehr mit Unrecht, denn diese Fürsorge ist von Jahr zu Jahr intens stver geworden, und wo sie wirklich noch versagt, da liegt es an dem Mangel an Mitteln. Jedenfalls kann dem Gutsbesitzer eine noch größere Freigebigkeit nicht zugemutet werden. Diese Vorlage ist, wie wir anerkennen, dringender als jede andere, und meine Freunde heißen sie daher durchaus willkommen. Ter Landflucht und dem Zuströmen in die großen Städte muß ein Ende gemacht werden, in den Großstädten wächst das Kapital ständig, aber auf dem Lande wachsen höchstens die Hypotheken. Aus der Herabsetzung ^^Alters auf 16 Jahre erwachsen den Großstädten keine Lasten, ich begreife nicht, warum die Herren von der Linken sich dem widersetzen. Als Unterstützungswohnsitz müßte prinziviell der Arbeitsort in Betracht kommen, die Gemeinde, die die wirtschaftlichen Vorteile genießt, müßten auch für die Lasten aufkommen. Ich richte an die bürgerlichen Parteien des Hauses die Bitte, die Bedenken gegen die Vorlage fallen zu lassen und im Interesse der wirtschaftlich Schtoa- chen für eine baldige Verabschiedung zu sorgen. (Beifall rechts.) Abg. Gamp (Rp.): Ohne,die sozialpolitischen Gesetze würden die Armenlasten noch wehr wachsen. Hoffentlich kommen wir bald zu einer Witwen- und Waisenversorgung, das wäre das beste Mittel zur Einschränkung der Armenlasten. Ebenso notwendig ist die obligatorische Krankenversicherung für alle Arbeiter, auch für die laiidwirtschaftlichen. Damit würden wir den ländlichen Gemeinden eine große Erleichterung verschaffen. ,£>b das von Reichswegen durchzuführen ist, ist fraglich. Meiner Meinung nach müßte hier der Staat seine helfende Hand auftun. Ter Abg. Herzfeld hätte sich auf das Gebiet der Landarbeiterfrage, von dem er wirklich nichts versteht, lieber nicht begeben sollen. Wenn Sie die Naturalien zu den Preisen berechnen, die sie in den großen Städten kosten, dann werden die ländlichen Arbeiter des Ostens besser entlohnt als die industriellen Arbeiter des Westens. Sehen Sie sich die Leute nur an, Sie werden finden, daß da schon das Ideal Ihres Zukunftsstaates verwirklicht ist. (Lachen bei den So^ Mit dem Vorschlag, die ganze Armenlast auf die Arbeitsgemeinden zu wälzen, bin ich nicht ganz einverstanden. Soll vielleicht, wenn ein Berliner Arbeiter mal 8 Tage in Schöneberg arbeitet, Schöneberg nun für ein halbes Jahr die Armenlasten tragen? Das ist doch ein unbilliges Verlangen. Oder, neljmcn Sic an. in cmer Gemeinde werden Eisen- bahnarbeiter beschäftigt, die von au6ivart5 für eine gewisse Zeit dorthin kommen I Glauben Sic, die Gemeinde hat davon einen Vorteil? Die Herabsetzung des Alters auf 16 Jahre ist durchaus begründet, denn die Jungen, die im Alter von 14 Jahren selbständig zu werden suchen, müssen doch Gelegenheit haben, sich einen Unter» stützuiigSwohnfitz zu erwerben. Bedenklicher ist schon die Verkürzung der Frist von zwei auf ein Jahr. Das würde möglicherweise zu einer Beseitigung der Jahreskontrakte auf dem Lande führen. sWiderspruch.) Ich sage das, und wenn ich was sage, so tst es richtig. (Große Heiterkeit.) Sozialpolitisch richtig wäre cs, zu bestimmen, daß vom 60. Lebensjahre ab ein Unterstützungs- Wohnsitz nicht mehr erworben werden lann, denn wenn die Ar- beitsftaft aufhört, kann doch von der Erwerbung eines Unterstützungswohnsitzes nicht mehr die Rede sein. Das Gesetz ist ein Gesetz zur gerechteren Verteilung der Armenlasten. Dbg. Dr. Wolff (wirtsch. Vgg.): Ich bin mit der Herabsetzung des Lebensalters einverstanden, habe aber Bedenken gegen die Verkürzung der Frist: man sollte es bei zwei Jahren belassen. Infolge der Äblvanderung vom Lande wachsen in vielen Gemeinden nicht nur die Armenlaslen, sondern auch die Schullasten. Die Rede des Staatssekretärs vom Freitag hat einen guten Eindruck auf uns gemacht, der Eindruck wäre aber noch besser gewesen, wenn er sich nicht vorher gegen den Befähigungsnachweis für das Baugewerbe ausgesprochen hätte. Ohne richtige Agrarpolitik und ohne richtige gewerbliche Mittelstandspolitik ist auch eine richtige Sozialpolitik nicht denkbar. Abg. Dr. Ablas, sfreis. Vv.): Mit der Erklärung, die der Kollege Mommsen am Freitag namens seiner Fraktion abgegeben hat, können wir uns in allen Punkten einverstanden erklären. Es ist zweifellos, daß der Entwurf eine agrarische Tendenz zeigt, er bedeutet eine ganz kolossale Mehrbelastung für die Städte. Ich begreife nicht, warum man dem Ort, an dem ein Arbeiter gerade arbeitet, die Last für diesen Arbeiter aufbürden will. Tie größten Bedenkeii haben wir gegen die Herabsetzung des Alters auf 16 Jahre und die Aufenthalts-Beschränkung auf ein Jahr. Daß eine Landflucht in gewissem Sinne besteht, laßt sich nicht leugnen, aber cs wäre richtiger, ihre Ursachen zu untersuchen und zu beseitigen, statt gegen ihre Folgen vorzugehen. Es war bisher stets die Kunst der Agrarier, Verpflichtungen, die ihnen obliegen, auf andere abzuwälzen. (Sehr richtig! links.) Ich bestreite, daß die wirtschaftliche Selbständigkeit von dem 16. Lebensjahre ab zu rechnen ist. Tie Armenlasten auf dem Lande würden sich vermindern, wenn man größere Armenverbände bildete. Es müßte vor allem nachgewiesen werden, daß die Steigerung der Armenlasten auch wirklich die Folge der Abwanderung ist; erst dann formte man doch den Städten die Armenlasten auf» bürden. Auf Einzelheiten will ich nicht eingehen. Dazu wird sich in bet Kommission Gelegenheit finden. Wir werden ohne Änimosität an die Prüfung der Vorlage herantreten. (Beifall links.) Staatssekretär Graf Posadowsky: Die Vorlage wird als agrarisch bezeichnet. Ich halte das für vollkommen verfehlt. Es handelt sich hier nicht um speziell agrarische Interessen, sondern um sehr wichtige Interessen der kleineren und mittleren Städte, die mit dem Agririertum nichts zu tun haben, die aber darunter leiden, wenn es den Agrariern schlecht geht. (Sehr richtig! rechts.) Außerdem haben doch ebenso gut wie die Industrie auch die Agrarier berechtigte Forderungen. (N«d ton her £ °Lnc MonbtrcS Entge t Znnen jedoch ge^n ein ischlossenwnden. Jt ben Mitgliedern nur fc? bonmr tpirb pro -1!- Erhöht, doch sollcir emer Krankentchje cm- riammlung entspann sich g. Man mißbilligte es , von 7 auf 12 Mk. in annunddcr Mittelstand indet. Man vertrat die : vonorarerhöhung von lrd man aus dieser Basis raus hingemiesen, daß, litten, es profitabler sei, : beizutretm und in bet »ahr sich gegen Krankheit der Vertrag auf 5 Jahre )ei Jahren wahrscheinlich hoben würde. Tie Ver- ingungen der Aerzte an- ir nur 10 Mk. pro Fa- ^erttagÄibschluß auf fünf e ersucht, auf diese Basis sion zu verhandeln und i Zereinsärzte von außer- rag, den Verein ev. aus- der Vorsitzende erklärte, reSnickzum äußerster , den je^igrn eschen, d die it. Tie von den ArrM rde schließlich von ter Teilung des Honorars den Aerzten zu errichtend: mt wirkende Vorstand die Selbsimord eine? flion des Großh. Gy'"' irichtigstellung zu: Der , B. E. aus Grünberg, । seinem elterlichen Haust it beiqebracht hat und am Tonnerstag mittag bc§ Unterrichts einige 3 einem Klassenzmml, damit eine Schädigung ist nach der g°W> ' Der Wgemch wM Jebtet beim Sette en , di! L-dn- w«d-l «' A-h •sw* 7-«S in * Saß da J JjemCn ■ä - etubio,6 it b(nu6tt *°?Aet®5 «®ep LDL OW MK Ws Wurde eine Eingabe an die Kammer gerichtet, nach welcher Wertgegenstände bis zu 500 Mk. nicht vom Amtsgericht, sondern vom Ortsgericht protokolliert werden sollen. Diese Frage wurde von der Kammer nicht erledigt, die Erfüllung vom neuen Iustizminister aoer nicht absolut von der Hand gewiesen. Abg. Bürgermeister Tensfelder -Büttelborn steht der Ansicht der bevorstehenden VerwirMckmng dieses Antrages skeptischer gegenüber und hält eine Erneuerung des Mtrages nicht für nötig. Bürgermeister Reiz- Echzell wünscht, d nicht nur Wertgegenstände bis zu 500 Mk., sondern auch bis zu 1000 Mi. einbegriffen sind. Bürgermstr. Büttner- Lindenfels mochte noch über diesen Betrag hinausgehen. — Es wird beschlossen, einen neuen Antrag an die Kammer einzureichen, welcher die P r o t o k o l l i e r - ung der Jmmobiliarver äußer ungsver träge ohne Rücksicht auf den Wert des Objekts den O r t s g e r i ch- ten überträgt. Materie.', zum Beweis der Mißstände bei dem neuen Grundbuch soll gesammelt und als Unterlage der Kammer vorgelegt werden. — Ten Antrag des Kreisverbandes Heppenheim, betreffend Gründung einer Sterbekasse für Verbandsmitglieder, empfiehlt der Vorsitzende nicht anzunehmen, da bereits eine allgemeine Beamtensterbekasse besteht. 1er Antrag wird von der Tagesordnung abgesetzt. Ein Antrag, auf Entrichtung eines Teils des Stempelgeldes für Wirtschaftskonzessionen an die Gemeindekasse hinzuwirken, wird angenommen. Ms Ort der nächstjährigen Tagung wird Mainz gewählt. Die von etwa 100 Mitgliedern besuchte Versammlung schloß n. d. F. Gen.--ANz. mit einem gemeinsamen Mahl. ----- Lang-GönS, 29. Jan. Das 25jähr. Stiftungsfest der freiwilligen Feuerwehr, das am 8. und 9. Juli stattfinden sollte, wurde wegen des Lahntalsängerfelles in Gießen auf den 1. und 2. Juli verlegt. Mit dem Fest ist Fahnenweihe verbunden. — Kaisers Geburtstag wurde hier vom Kriegerverein und von den erwachsenen Burschen festlich begangen. △ Garbenteich, 28. Jan. Gestern abend versammelte sich der Kriegerverein fast vollzählig im Vereinslokal, um den Geburtstag unseres Kaisers zu feiern. Nachdem der Vorsitzende seine Festansprache beendet hatte, brachte er ein begeistert aufgenommenes Hoch aus den Kaiser aus. fDie Abendstunden wurden durch vaterländische Lieder verschönt. Heute, am Sonntag, erschien der Verein in corpore zur Kirchenparade in der Kirche. 0 Krofdorf, 29. Jan. Die Preise bei den gegenwärtig stattfindenden ersten Holzversteigerungcn sind gegen da? Vorjahr erheblich gestiegen. Tatsächlich üben die Holzmassen, welche regelmäßig in dem weiten Krofdorfer Forst gefällt werden, von Jahr zu Jahr eine größere Anziehungskraft aus, denn nicht allein die Bewohner der benachbarten Gemeinden, sondern auch die vom Biebertal und selbst au? Orten südlich der Lahn decken hier vorzugsweise ihren Bedarf an Brennholz. K Birklar, 29. Jan. Wie alljährlich so tagte auch ;®nbc voriger Woche wieder die Generalversammlung des Konsumvereins. Der Abschluß ist wiederuni als gut zu bezeichnen, kommen doch wieder 10 Prozent Dividende zur Verteilung. Einige Klagen über mangelhafte Waren kamen zur Besprechung und eS wurde Abhilfe in Aussicht gestellt. Der Antrag deS Mitgliedes Knorr auf gerichtliche Kontrollierung kam nicht zur Abstimmung. R. B. Darmstadt, 29. Jan. Der Hand elsvere in Darmstadt hielt heute abend im Kaisersaal eine öffentliche Versammlung ab, in welcher der Sekretär des HandelS- vertragtzvereins, ReichStagSabg. Dr. Potth off-Berlin, einen interesianten Vortrag über das Thema hielt: „Die neuen R eichS steu ern im Zu sam m en hang mit der Handelspolitik". Tie Ausführungen des Redners gipfelten darin, daß wir nach dem bekannten Kaiserworte zwar im Zeichen des Verkehrs stehen, die neuen Steuervorlagen aber nur neue VerkehrShinderniste schaffen würden. Deshalb sollten alle Handels- und Jndustriekreise einmütig gegen diese Vorlagen Protest erheben. Man habe zuerst den Außenhandel beschnitten durch den Zolltarif und die Handelsverträge und jetzt wolle man auch den Innenhandel erschweren durch die Auferlegung neuer großer Lasten. Es müsse deshalb alles im Kampfe gegen die wirtschaftliche Reaktion zusammenstehen. (Lebh. Beifall). In der Debatte wies Brauereibesitzer Hildebrandt-Pfungstadt die außerordentlich schwere Schädigung des Brauereigewerbes nach, Fabrikant Freund tat dasselbe für die Tabaksindustrie. Der Vorsitzende Kommerzienrat Langenbach wandte sich namentlich gegen die schwer den Handel belastenden Verkehrssteuern. Nach einem Schlußwort des Referenten, der die Einmütigkeit der Ver- sammlung gegen die wirtschaftliche Reaktion konstatierte, schloß die Versammlung, der auch dec Oberbürgermeister, sowie mehrere Abgeordnete und Handclskammermitgliedcr beiwohnten. Universitäts-Nachrichten. (> Marburg, 29. Jan. Eine aus sechs Mitgliedern be- stehende studentische Deputation überbrachte gestern dem Prorektor der Universität. Prof. Dr. Korschcl, nls Cmmterung für sein mannhaftes Eintreten für die ehrenvolle Beilegung des viel- em-ähuten vorjährigen Hochschulstreits eine künstlerisch ausgcsührte D a n k a d r e s s e. — Ter Direktor der Universitäts-Jrauenklinik, Geh. Med.-Rat Prof. Dr. Ablfeld begeht am nächsten Freitag sein 25jährigesl Professor-Jubiläum. — Der Di- rcltor des pharmakologischen Instituts, a. o. Prof. Dr. Straub, bat einen Ruf an d'^ Wür-burg erhalten. Geriehtssaal. Mainz, 28. Jan. Mit der Binger Pulvererplo- sion hatte sich kürzlich das Landgericht in einer S cha den s- ersatzklage zu tefchästigen. In der Nacht teS22. März 1902 war das an der Binger Gemarkung gelegene Pulvermagazin, d's der Firma Brek u. Huff gehörte, durch eine Erplofiou in die Luft geflogen. Dabei wurden in der Nähe befindliche Gebäulichkeiten einer Anzahl Binger Einwohner mehr oder minder beschädigt. 18 der Geschädigten hatten Klage gegen d'e obige Firma, sowie gegen den hessischen Fiskus und die Stadt Bingen erhoben. Gegen die beiten letztgenannten Beklagten wurde sckwn im Juni 1904 die Klage als unbegründet abaewiesen. jetzt erfolgte auch Abweisung ter Klage gegen die Firma Bretz u. Huff. Die Kläger wurden mit den Kosten belastet. Leipzig, 30. Jan. Gegen die Leipz. Volksztg. wurden zwei Majestäts-Beleidigungs-Prozesse angestrengt. Es schweben ferner bereits zwei Prozesse wegen Aufreizung anläßlich der Wahlrechts-Krawalle und wegen Beleidigung des sächsischen Landtages. Beuthen, O.-S., 29. Jan Landgerichtsrat Blumenberg wurde von der Strafkammer des hiesigem Landgerichts wegen Verbrechens im Amt, Betruges, Unterschlagung und Siegelbruchs unter Zubilligung mildernder Umstände zu f ü n f Jahren Gefängnis und vier Jahren Ehrverlust verurteilt. Gegen den Mitangeklagten 2lbraham erkannte das Gericht auf zwei Jahre Gefängnis und vier Jahre Ehrverlust, gegen Hepner auf 500 Mark Geldstrafe. Newhork, 28. Jan. Van Shaik, der Kapitän des verbrannten Dampfers Slveum, wurde zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt. In ter Begründung des Urteils wurde gesagt, daß ter Kapitän die Mannschaft für den Fall des Ausbruches eines Feuers nicht instruiert habe. Außerdem stütze Mangel an Rett"uasaürteln aeb»rrscht. ~ Arbeiterbewegung. Frankfurt, 29. Jan. In der hiesigen Konfektionsbranche ist heute ein Streik ausgebrochen, der sich einstweilen auf die drei größeren Firmen erstreckt, von welchen eine allein etwa 500 Arbeiter beschäftigt. Es ist dies ter Beginn eines Streiks, der sich, luic man annimmt, über ganz Süddeutschland, den Taunus und ten Spessart austehnen und über 10000 Ar- beiter in Mitleidenschaft rieben wird. Sport. — Vergangenen Sonntag siegte der Fußballklub Gießener Realgymnasium aegen ten Frankfurter F u sitz a l l kl u b mit 2:1 Tore. Eine kombinierte Mannschaft des F. C. von 1900 schlug eine ebenfalls kombinierte Mannschaft des B a l l s v i e l k l " b 1904 mit 15:2 Tore. Gritunat-Drar-Im'^ttnqen. Berlin, 30. Jan. Bei dem Banket der american associationof commerce and trade führte der amerikanische Botschafter Tover aus, die deutsch-amerikanische Freundschaft habe irrt Laufe deS letzten JahreS eine erfreuliche und bemerkenswerte Festigung erfahren. Beide Weltmächte hätten in dem Bestreben sich zusammengeftinden, den Frieden und die Kultur durch ein tvissenschaftlicheS gemeinsames Wirken zu fördern. Die Weisheit des Kaisers habe in demselben Maße den Wert erkannt, den deutsches Wiffen in Amerika habe, wie den Nutzen, den Deutschland aus dem praktischen Geschäftsleben der Vereinigten Staaten ziehen könne, und daher den Pro- sessorenaustausch angeregt. Professor Peabody habe in Deutschland die besten Eindrücke gesammelt und werde in seiner Heimat aus dem Schatze seiner Erinnerungen die Saat säen, deren Früchte beiden Ländern zum Nutzen gereichen werden. — Kaiser Wilhelm hat dem Dänischen Hofe Mitteilen lassen, daß er persönlich der Beisetzung in Kopenhagen beiwohnen werde. Saarlouis, 30. Jan. Beim 8. Fußartillerie-Regimenb ist eine Typhusepidemie ausgebrochen. Von der 2.Kompanie allein sind 6 Leute erkrankt. Lübeck, 30. Jan. Ter eine größere Geldsumme bei sich führende Arbeiter Nissen aus Todendorf wurde unterwegs wahrscheinlich von einem fremden Arbeiter ermordet und beraubt. Die Leiche konnte trotz eifriger Nachforschung noch nicht gefunden werden. Ludwigshafen a. Nh., 30. Jan. Der bei dem letzten Brande der Ludwigshafener Walzmühle stehcngebliebene Teil, die sogenannte Gra up en m ü hle, wo bisher gearbeitet wurde, brennt seit heute früh und ist vernichtet. TaS Feuer wütet noch fort. Die Ludwigshafener Feuerwehr ist sieberhaft tätig, um die angrenzenden Baulichkeiten zu retten, was bisher gelang. Paris, 30. Jan. Das Stück „Alt-Heidelbergs, das bereits bei der Generalprobe von der Kritik sehr günstig ausgenommen wurde, erzielte bei seiner Erstaufführung im Theater Antoine einen glänzenden Erfolg. Das Publikutn brachte den Bildern aus dem deutschen Studentenleben das lebhafteste und sympathischste Interesse entgegen. Tiflis, 30. Jan. Auf den Ehef des Generalstabes Griasnoff wurde ein Bombcnattentat ausgefuhrt. Der General ist tot. Ter Mörder wurde verhaftet. Tokio, 29. Januar. General Nakanura, Präsident der staatlichen Eisenwerke berichtete vor dem Budgetaus- schrisse, daß das Hauptziel der Werke, in Kriegszeiten die Unabhängigkeit von fremder Zustrhr zu erzielen, schon erreicht sei, daß aber der weitere Ausbau des Arbeitsfeldes der Werke notwendig sei, um der Notwendigkeit eines Jnrports, der vor dem Kriege jährlich 210 000 Tonnen betrug und künftig sich wahrscheinlich noch steigern würde, aus dem Wege zu gehen. Da§ Finanzsyndikat bereitet die Aufnahme einer Anleihe im Au8- lande vor. Man erwartet, daß das Parlament der Vorlage, welche eine Aufnahme der Anleihe genehmigt, trotz der Opposition annimmt. TeSeffcmisc^e Kursberichte des Giessener Anzeigers. mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen. Frankfurter Mörse. 30. Januar. 1.15 Uhr. 3z2°/o Beichsanlcihe . . 101.90 3?o do. . . 88.80 3jx°/0 Konsols .... 101.05 3% do 80.05 3}$°/0 Hessen 99.95 3/4°/0 Oberhessen . . . — 4 % Oesterr. Goldreute. . 100.CO 4‘/5 % Oesterr. Silberrente 101.20 4 ^6 L’nirar. Goldrcnte . . 96.75 4% Italien. Rente . . . 106.40 3 % Portugiesen Serie I . 68.00 3% Portugiesen III 68 20 4%0,0 russ.Staatsanl. 1905 91.00 4%° „ japan. Staatsanleihe 94.85 1 % Conv. Türken von l‘Jü3 9190 Tiirkenlose .... . . 145.20 4% Griech. Monopol-Anl.. 53.20 4% äussere Argentinier . 92.10 3°/0 Mexikaner .... 67.40 4K°/o Chinesen . . .98 70 Aktien: Bochum Guss . ... 248.00 Buderus E. W 136.50 Tendenz: besser. Elektriz. Lahmeyer . . . 139.00 Elektriz. Schnckcrt . . . 129.40 Eschweiler Bergwerk . 265.00 Gelsenkirchen Bergwerk . 227.70 Hamburg - Amerik. Paket! 165 90 Harpener Bergwerk. . . 216.00 Laurahntte 00.00 Nordd. Lloyd .... 127.25 Oberschles. Eisen-Industrie 132.75 Berliner Handelsges. . . 173.30 Darmstädter Bank . . . 148.80 "Deutsche Bank . . . 240 90 Deutsch-Asiat. Bank . . 183.00 Diskonto-Kominandit. . . 189.20 Dresdner Bank .... 166.80 Kredit aktien 213.10 Baltimore- und Ohio- Eisenbahn 115.75 Gotthardbahn —.— Lombard Eisenbahn . 24 60 Oesterr. Staatsbahn . . . 143.10 Prince-Henri-Eisenbahn . 132.00 Berliner Börse, 30. Januar, Anfangskurse Canada E. B 171.70 Darmstädter Bank . . . 148.20 Deutsche Bank .... —.— Dortmunder Union C. . . 93.50 Dresdner Bank .... — Harpener Bergwerk . . 215.40 Laurahntte..... 247.70 Lombarden E. B . 24.40 Nordd Lloyd 127.70 Türkenlose 145.00 Tendenz: ungleichmässig. Kclllmntmüchmlg. Betr.: Wafferleitung und Kanalisation zu Beuern. Wegen Vornahme von Wasserleitungs- und Kanalisationsarbeiten wird die Ortsdurchfahrt Beuern vom 31. d. Mts. bis zum 15. Februar d. I. für den Lastverkchr gesperrt. Die leichten Wagen können die gesperrte Strecke durch die Hofgartenstraße und die Borngaffe umfahren. Gießen, den 26. Januar 1906. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. 23.: Dr. Wagner. Bekanntmachung. Die Rechnung der Stadt Gießen für 1904 nebst Bcr- IvaltungSbericht, sowie die Rechnung deS StadterwciternngS- fonbs, des städtischen Elektrizitätswerks, sowie des städtischen Gas- nnd Wasserwerks für 1904 liegen in Gemäßheit des 91 r- titel 87 der Städteordnmig vom 31. Januar d. Js. ab während 8 Tagen auk der Bürgermeisterei — Zunmer Nr. 15 — zu Jedermanns Einsicht offen. Es wird dies mit dem Aniugen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Bemerkungen zu denselben in der gleichen Frist bei uns eingereicht werden können. Gießen, den 30. Januar 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ______________•_________Mecum.___B50/, Bekanntmachung. Das Nnllagckatastcr der land- nnd forstwirtschaftlichen VernsSgcnoffcnschaft, fortgeh'ihrt für das Jahr 1905, liegt zwei Wochen lang, nämlich vom 5. Februar bis zum 19. Februar dieses Jahres auf der Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Etwaige Einsprüche gegen den Inhalt dieses Katasters, gegen die Ausnahme oder Nichtaufnahme der Nebenbetriebe in das Kataster, gegen deren Veranlagung und gegen die Einschätzung der Betriebs- beamlen und Facharbeiter sind Innerhalb einer Frist von 4 Wochen nach Offenlegung bei dem Voiffande der Inub- und forstwirtschaftlichen Benffsgenoffenschaft in Darmstadt bei Meidung späterer Nichtberücksichtigung vorzubringen. Gießen, den 23. Januar 1906. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ____________I. V.: Curfchmann._______________B30/, Holzversteigerung ttt der fürstlichen Obcrförfterei Lich. DlcuStag, den 6. Februar, von vorwitt. 10'/. Nhr au, im Distrikt Sangeberg: 3 Birken-Abschnitte — 1,59 fm (28 - 35 cm Durchmesser): 38 Stück Kiefernschnittholz — 29,86 fm (hübsches Holz, starke Schnittstücke), 103Stück Kiefernbauholz — 78,61 fm; 76 Stück Fichtenbauholz — 32,77 fui, 16 Fichteuderbstangen — 1,68 fm; Knüppel: 5 rm Buchen, 3 nn Birken, 1,8 mi Nadelholz (Steinbruch): Stöcke: 19 rm Eichen, 46 rm Nadelholz: Reisholz-Wellen: 20 Buchen, 910 Eichen, 800 Weichholz (Forst-), 1100 Nadelholz. Die Zusammenkunft iit auf der Kreisstraße von Nicder- Kessiugen nach Langsvorf, bei deren Eintritt in den Wald. [B27/1 Holzv er stei gern n g. Freitag, den 2. Februar l. F., vormittags 9V2 Uhr anfangend werden in den Waldtingen der Geincinde 9lllendorf an der Ltimda, Distrikt Seif, Zimmerplatz und Rundcheg versteigert 94 Eichen-Stämme mit 73,61 Fm. 2 Buchen-Stämme mit 2,35 Fm. 41 Nadel-Stämme mit 10,40 Fm. 153 Nadel-Derbstangcn, 4 102 9 29 20 6 No. 700 Nm. Eichen-Nntzknüppel, „ Buchen-Scheitholz, „ Eichen-Scheitholz, „ Buchen-Knüppel, u Eichen-Knüvpel, „ Nadel-Knüppel, 1475 Wellen Eichen-Rcis, 275 M Nadel-Reis, 41 Rm. Buchen-Stock, 35,5 u Eichcn-Stock, 5,5 „ Nadel-Stock. Zusammenkunft im Distrikt Zimmerplatz bei Bauholz 364. Allendorf a. d. Lumda, den 29. Januar 1906. Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda. Rein. Holzversteigernng. Montag, bett 5. Februar b. I. werden bei Herrn Wirt Schultheiß tu Lumda von vormittags halb neun Uhr an aus den Distrikten Hammeröloch, Birkwald, Geiselstrattch, Brandholz, .tzasvershaag, Dingerwald, Hinterster Huck, Tränkkopf, Hmtcrster Winkelkopf, Winkelrain, Oiberg und Bttchwaldskopf der Forsttvartei Ltnnda sowie aus den Distrikten Streithainskopf, Jgelsbaiit und Lichterwald der Forstwartei Atzenhaiit versteigert: Scheiter Rm: 214 Buche. 6 Birke, 38 Eiche, 2 Aspe, 45 Kiefer, 14 Fichte; Knüppel Rm.: 88 Buche. 52 (Siche, 18 ASpe, 132 Kiefer, 39 Fichte; Knüppel- rcisig Rm.: 66 Fichte (Schichthaufen); gewöhnliches Reisig Rm.: 1206'Buche hierunter 670 Rm. I. Durchforstung), 180 Eiche, 32 Aspe, 71 Kiefer; Stöcke Rm.: 65 Buche, 22 Eiche, 53 Kiefer, 75 Fichte. Die Nummern des zur Versteigerung kommenden Holzes sind blau unterstrichen. Grüitberg, 28. Januar 1906. Großh. Oberförsterei Grüntzerg. B30,! Schober. Holzversteigerung in den Waldungen der Gemeinde Albach. Donnerstag, den 1. und Freitag, den 2 Febr., vormittags um 10 Uhr anfangend, werden in den Distrikten Noderde und Kreuzholz versteigert: A. Bauholz. 3 Kiefernstämme von 18 bis 22 Ztm. Turchm. 12 bis 18 Mt. Länge, 153 Fm. haltend 320 Fichtenftämme von 13 bis 40 Ztm. Durchm., 7 bis 23 Mt. Länge, 144,53 Fm. haltend 2 Eichcnstämme, Länge 0,43 Fm haltend 110 Fichtenderbstangen von 8 bis 12 Ztm. Turchm., 8 bis 15 Mt. Länge, 9,40 Fm. haltend. B. Brenn stolz. 150 Nm. Buchen-Scheitholz 4 „ Fichten- „ 160 „ Buchen-Knüppelholz 4 „ Birken- „ 16 „ Eichen- „ 4 „ Fichten- „ 2900 Wellen Buchen-Reisig 150 „ Eichen- „ 1400 „ Fichten- „ 80 Rm. Buchen-Stöcke 4 „ Eichen- „ 50 „ Fichten- „ Die Zusammenkunft ist am ersten Tage im Distrikt Rodcrde am Eingang des Waldes. Am zweiten Tage in der Stangenheege am Schlagweg und zwar kommt am ersten Tage das Bau- und Nutzholz, am zweiten Tage das Brennholz zur Ver-- steigerung. Albach, den 26. Januar 1906. 657 Großherzogliche Bürgermeisterei Albach Balser. 1 " r nicht Vorsä sei lei vorleg steuerooi die Z'g würden Einkonn ihre Exi Antrag trag ! anstatt: 300 2 Wertes. M geschla^ komme giernn Zen! haben Di< die Ber< (freis. iL und es«' Acdatn vertag"- Adrelie' Bieto Leckui zmeitei bündel entgegn o. gute A M Äerlre/e Heranzir hi< WI der Ko stimm nomn same liber Hera mit gi ningg' morde gierun Die V abfälll banna wiegur wird. Str. «erden" Aola'""" lag W; M'A drucke^- Uns ^Ireid W) als, in, Seschn sjjj. Mre> ? $4 Auch UNd d 9ietui-a. uAer- ft» m M ji tung Verschie dene [ Jung. Mädch., d. lochen gelerrit. Lenrlingsstelle 0622| g-rau Hern?, Sonnenstr. 6. 391 0626))tl9e WdAll Näheres Frau Weißenbach, Sonnenstr. 32. Läden etc. Naktlnaun. zu ocrmictcn. M 0625] Joh. N GGGGGGSKOG vertauscht toöröi'ii Gesucht [06 8 1./2.1906, abends 9 Uhr: Vereinsamend Gießen. Heute, Dienstag, 30. Januar Der Vorstand, Hics. Zigarrensabr. sucht zu Ostern du. strebs. jung. 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