Nr. 277 Viertes Blatt. 156. Jahrgang Samstag 24. November 1806 Erscheint täglich mit Ausnahme beS Sonntags. Die „Lietzener ZamiNenblStter- werden dem .Anzeiger viermal rvöchenilich betgelegL Der „WMC tanöelrt“ erscheuu monatlich einmal. Rotationsdruck imb Verlag der Brühl'schen UnwersttalLdruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Cxvedilion u. Druckerei: Ccbulstr.7. Teü Nr. bl. Telegr.-Adr.; Anzeiger Dietzen. General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Eietzen. Arc Aeier dcs Keöurlstags S. K K. des Kroßherzoqs wurde, wie in ganz Hessen, auch in Gießen unter herzlicher Anteilnahme der Bevölkerung begangen. Tie öffentlichen Gebäude und zahlreichen Privatgebäude wiesen Flaggenschmuck auf, die staatlichen Bureaus waren geschlossen und in den Schulen fanden besondere Schulfeiern statt. In der Stadtkirche wurde um 10 Uhr ein gemeinsamer Festgottesdienst der Zivil- und der Niilitärgemeinde abgehalten, bei dem Pfarrer Euler die Festpredigt hielt. In der katholischen Kirche fand aus Anlaß der Geburtstagsfeier um 9'/, Uhr Militärgottesdienst statt. Die militärische Feier wurde am Freitag abend durch einen Zapfenstreich der Negimentsmusik eingeleitet. Heute früh 7 Uhr erfolgte großes Wecken und um 8 Uhr ertönte vom Stadtkirchenturm ein Choralvortrag der Negimentsmusik. 9ln den Festgottesdienst schloß sich um 11 Uhr ein NcgimentS- appell auf dem Hof der Zeughauskascrne an. Tie Beamtenschaft und die Bürgerschaft vereinigten sich am Nachmittag zu einem Festessen im Gesellschaftshaus. Im Verlauf desselben ergriff Geheimerat Prooinzialdircktor Dr. Breidert das Wort zu folgender Ansprache: Im raschen Laufe des Lebens darf am Geburtstage Halt gemacht, eine Pause, em Augenblick der Ruhe eingehallen werden, der einen Blick gcftaitet auf den zurückgeteglen Weg. 91 m Geburtstage des Landesherrn blicken wir zurück auf tue Entwickelung des Landes in dem nun vollendeten Jahre. Uiid da können wir mit großer Genugtuung feststellen, wie unter der gerechten und wohlwollenden Leitung eines reich begabten, hochgesinnten und groß denkenden Fürsten unser Heimatland blüht und gedeiht. Wisjenschail und Kunst, mächtig gefördert, sachgemäß und tatkräslig angewandt, dienen dem Volkswohl, zur Hebung der Bolksbildung, zur Besserung der wirtschaftlichen Lage aller Teile des Landes. So unter günfugen Bedingungen in den Daseinskampf gestellt, fehlte Hessen nur eins: Der Erbel Und jetzt ist er gekommen! Der Prinz ist geboren, der Thronfolger, von den, wir hoffen und erwarten, daß er fernem hohen Vater gleich auch dereinst sein Beltes geben wirb zum Wohle des Hessenlandes, zum Wohle des Hessenoolles! Und darum herrscht Freude, darum erschallt lauter Jubel in dem ganzen Lande, der gerade heute kräftigen Widerhall weckt überall, wo Hessen sich zusammen sinden. Lassen Eie unS in diese Freude, in diesen Jubel einstimmen lassen Sie uns unseren guten und herzlichen Wünschen, unseren treuen Gesinnungen für den Grobherzog, die Großherzogin und den Erbgroßherzog Ausdruck geben durch den Ruf: Seine Königl. Hoheit der Großherzog lebe hoch! Die Festversammlung stimmte begeistert in den Hochruf ein. Folgendes Telegramm wurde nach Darmstadt ab» gesandt: Seiner Königlichen Hohell dem Großherg Darmstadt. Die zur Feier des Geburtsfestes Eurer Königlichen Hoheit versammelten Vertreter der Landesuniversiiät, des ÖisizierSkorps, der Geistlichkeit, der Behörden von Stadt, Kreis und Provinz und der Bürgerschaft übersenden in Treue untertänigste Glückwünsche. Jin Auftrag: Breidert. Am Abend finden in verschiedenen Lokalen der Stadt die Mannschaftsfeiern der Garnison statt und auch die militärischen Vereine feiern Großherzogs Geburtstag durch besondere Festveranstaltungen. Aus Darmstadt wird uns über die dortige Feier drahtlich gemeldet: Die Stadt trägt reichen Flaggenschmuck. Im Lauf des Vormittags fand im Neuen Palais Gratula- tionskour statt. Die militärische Feier bestand aus einem gemeinsamen Zapfenstreich der Regimentsmusikcn am gestrigen Abend und großem musikalischen Wecken am heutigen Vormittag. Hieran schlossen sich Festgottesdienste in der evang. Stadtkirche und der kath. Pfarrkirche. Um 12 Uhr fand große Paroleausgabe für die gesamte Garnison statt. Am Mittag veranstaltete die Technische Hochschule einen besonderen Festakt, bei dem Professor Dr. Kautzsch die Festrede über das Thema „Der Sieg der malerischen Tendenz in der bildenden Kunst dcs 19. Jahrhunderts" hielt. An den Festakt schloß sich eine Auffahrt des Ausschusses und der Chargierten dcs Studentenverdandes. Folgende Auszeichnungen wurden u. a., wie uns aus Darmstadt drahtlich gemeldet wird, verliehen: Das Komturkreuz 1. Klasse dcS Verdienstordens Philipps des Großmütgien: Oberpostdirektor Geh. Oberpostrat Ko» belt in Darmstadt, dem Präsidenten des Oberlandcs- gerichtS Adolf Lippert in Darmstadt. DaS Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen erhielten die Ministerialräte Wilh. Best und Karl Aug. Weber. Tas Ehrenkreuz dess. Ordens: Geh. Oberbergrat Braun in Darmstadt und der Prof, an der Techn. Hochschule Geh. Hofrat Dr. Staedel in Darmstadt. Tas Ritterkreuz 1. Klasse dess. Ordens: Postdircktor Gg. Schott zu Alsfeld; der Professor am Prediger-Se- mrnar zu Frieoberg Dr. Karl Eger, Kommerzienrat Wilh. Gail zu Gießen, der Direktor der Realschule zu Butzbach K a r g, der fürstliche Kammerdirektor K 0 r e l l zu Büdingen; den Oberlehrer am Gymnasium zu Büdingen Prof. Dr. Kost, der Oberlehrer am Gymnasium zu Gießen Ernst Kutsch, der ordentliche Professor der Rechte an der Landesuniversität Dr. Alex Leist zu Gießen; die. Oberlehrer am Realgymnasium und der Realschule zu Gießen Professor Hch. Müller und Professor Dr. August R 0 e s ch e n, der ordentliche Professor der Anatomie an der Landesuniversität Dr. Hans Strahl zu Gießen; der Oberlehrer am Gymnasium zu Laubach Dr. Wetzel, der Oberlehrer an der Augustinerschule zu Friedberg Prof. Dr. Wie seh ahn, Pfarrer K. O. Wissig zu Bad-Nauheim, der Direktor des Prediger-Seminars zu Friedberg Dr. Karl Wurster; ^Bürgermeister Stahl zu Friedberg; der Fürstlich Jsen- Iburgische Forstmeister Cbr. Müller zu Büdingen, Prof. L) l b r i ch in Darms:adt, Landgerichtsdireltor Rudolf Prae- AoriuS zu Gießen. Das Ritterkreuz 2. Klasse dess. Ordens: Der Fürst!. Asenburgische Oberamtmann und Gutspächter Chr. Grebe nt Aulendiebach, der KrciSgeomcter Ar>olf Hcrneck zu Alsfeld, der Hauptlehrer Philipp zu Foicdbcrg, der Stal .» verordnete W a l l e n f e l s zu Güßen, Rentner O. S ch m i d t und Bauunternehmer Ty. Mörschel zu FRcdberg. Das Silberne Kreuz dcSs. Ordens mck der Krone: die Lehrer Böckner zu Heuchelheim, Bohl zu Schlitz, Bal. Wagner zu Großen-Äufeck und Herm. Weyl zu Wicseck. Das silberne Kreuz dess. Ordens: Landwirt Andreas L e p p e r zu Zell (Kr. Alsfeld), LreiSstraßenmeistcr Rohrer zu Gießen, der Werkmeister an der Zellenstrasanstcut Butz- bach F. Dern, die Hochbau-Auss-her Phil. 8!ahn .zu Gießen und Gg. Schäfer zu Friedberg, der Pfandmcister Gg. Johann zu Gießen, der Gradier- und Werkmeister Pyil. S t u r m f e l § und Siedmeister Chr. Kögel zu Bad» Nauheim, dem Bürgernreister Hch» M 0 s ch e r 0 s ch zu Burggräfenrode. Den Charakter als Geheimerat erhielten die Ministerialräte Dr. Gg. Best und Frhr. v. Biegeleben; land zu Altenburg (Kr. Alsfeld). den Charakter ai5 Geh. Krrchenrat der ordentl. Professor der Theologie an der Landesuniversität Dr. Gust. Krüger; den Charakter als Hofrat der ordentl. Professor der romanischen Sprachen an der LandeSuniversität Dr. Dietrich Behrens; den Charakter als Professor der Musikdirektor an der Landesuniversität Gustav Trautmann; den Charakter als Sanitätsrat dxr prakt. Arzt Dr. Franz Baur zu Bad-Nauhcim; den Charakter als Kommerzienrat Fabrikant Heinrich S ch a f f st ä d t zu Gießen; den Charakter als ^ey. Justizrat Oberamtsrichter Wilh. Süffert zu Bad-Nauhcim; den Charakter als Ju.lizraL Landgerichtssekretär Ernst Löwer zu Gießen und Rechtsanwalt Hermann Katz zu Gießen; den Charakter als Rechnungsrat: Rendant Joh. Müller in Gcünberg; den Charakter ms Rendant die Bezirkskasfierer Gg. Phil. Klein zu Gießen, Joh. Friedr. Rinn er zu Vilbel und Hch. Spa ar zu Alsfeld; den Charakter als Rcgierungsrat der Direktor der Kanzlei der 2. Kammer Schenk. den Charakter als Ockonomierat Gutspächter Enge- Deutsches Reich. Berlin, 23. 9loo. Die Vorbereitungen zu einem angeblichen Bom den-Alt en tat haben zu einer Aufsehen erregenden Verhaftung geführt, welche die Berliner politische Polizei an der russischen Grenze vorgenommen hat. ES handelt sich um den Sohn des Moskauer Groß-In- dustriellen Jagolkowski. Der 23 jährige junge Mann hat bis Juni d. Js. in Berlin eine elegante Wohnung und lebhaften Verkehr mit zwei Freunden gepflogen, die mit ihm in Berlin studierten. Den Freunden war es gelungen, sich einer Verhaftung dadurch zu entziehen, daß sie schwimmend über den Grenzfluß entkamen. JagolkoivZki selbst befindet sich zur Zeit im Untersuchungsgefängnis in Thorn. Er dürfte in nächster Zeit vor das Reichsgericht kommen. Der Vater des Verhafteten hat der deutschen Behörde eine nach Hunderttausenden zählende Summe als Kaution angebotcn, damit der Sohn auf freiem Fuß belassen werde. — Der „Verl. Lok.-Anz.* hat die Mitteilung gebracht, daß der Herzog von Cumberland für sich und sein HauS der Ansprüche auf Braunschweig wie Hannover entsagen werde. Die „9L G. C." ist von zuständiger Seite in Gmunden ermächtigt, diese Meldung für völlig unbegründet zu erklären. — Die „Bert. Korr." veröffentlicht die Ergebniffe der Konferenz in Sachen der Weingesetzgebung, woraus heroorzuheben ist: Der Vorschlag, die bestehende Sondergesetzgebung über den Wein zu beseitigen und Wein ausschließlich dem Nahrungsmittelgesetze zu unterstellen, fand keinen Anklang. Bezüglich der Kellerbehandlung wurde ge- wünscht, daß diejenigen Verfahren, welche gestattet fein sollen, im Gesetze oder in ergänzenden Bekanntmachungen des Bundesrats erschöpfend aufgezählt würden. Die Mehrheit der Versammlung befürwortete ein Verbot des Verschnitts von Weißwein mit Rotwein und event. die Einführung des Deklarationszwanges für solche Verschnitte. Hebet die Frage, ob eine räumliche und zeitliche Beschränkung des Zuckerwasserzusatzes sich empfehle, waren die Auf- fassungen geteilt. Tie Grenzzahlen für den Gehalt an Extraktstoffen und Mineralbestandtcilen wurden für unentbehrlich gehalten, so lange nicht ein brauchbarer Ersatz gesunden sei. Einhelligkeit herrschte darüber, daß eine ein» heitliche, in allen Teilen de§ Reiches nach den gleichen Grundsätzen zu handhabende Kellerkontrolle durch fach- männisch gebildete Beamte anzustreben sei. Die überwiegende Mehrzahl sprach sich für die Anstellung von Kontrolleuren im Haiiptauite und für Einräumung weitgehender Befugnisse an diese Beamte auS. Uebcr den Wert der Vorschrift einer Lagerbuchführung waren die Dieinungen geteilt. Die Ein- führung einer Weinsteuer fand nur in der Form einer Ab- gäbe zur Deckung der Kontrollkosten oder in Form einer Besteuerung der Weinvermehrung vereinzelte Befürworter. Fast ohne Widerspruch be!tagte man, daß sich bezüglich der Herkunftsbenennung des Weines Mißstände durch zu weit» gehende Verwendung von örtlichen Bezeichniingen als Gattungsnamen bemerkbar gemacht hätten. — Die Han delsvertrags-Ver Handlungen mit Spanien sind abgebrochen worden. Bei der Frage des WemzolleS ergaben sich Schwierigkeiten, über die man nicht hinweg kommen tonnle. Uni es nicht zu einem Zollkriege mit Spanien kommen zu lassen, zog man e§ vor, die auf den Abschluß eines Tarifverirages gerichteten Verhandlungen ab- zudrechen und zu versuchen, mit Spanien auf einem anderen Wege zu einem monus vivendi zu kommen. — Der deutsche Fleischeroerband hat, wie die Deutsche Fleiicheiztg. muteilt, an den Reichslanzler, die Ministerien sämtlicher Bundesstaaten sowie die Senate der freien Städte eine Petition gerichtet, in der er erneut um Erleichterung der Vieheinführung petitioniert und auf daS entschiedenste von der Errichtung von Grenzschlachthäusern abiät und befürwortet, die Einfuhr nach allen öffentlichen Schlachthüfen frei zu geben. Die Petition wurde mündlich bei der Uebergabe vom VerbandS-Vorsitzcnden sowie durch zwei Vorstandsmitglieder erläutert Kiel, 23. Nov. Der Kais er vollzog heute die 53er» cidigung der Rekruten. Nach der Dercidigung hielt er eine Ansprache an die Rekruten. Erfurt, 23. Nov. Die Stadtverordnetenversammlung beschloß einstimmig, den städtischen An gestallt en und Arbeitern Ruhegehälter und Hinterbliebenen' fürsorge zu gewähren. Ka110 w 1 tz, 23. Rov. Am Bußtage wurde in Birken- Hal ein poln. Agitator und Sokolistcnführer, oer Kaufmann Klimzcsch, wegen Aufhetzung von Kindern zum Schul streik verhaftet und in das Gerichtsgesäng- nis zu Myslowitz gebracht. Unter den Polen herrscht infolgedessen große Aufregung und Bestürzung. In Birken- thal streiken 20 Schulkinder. Ausland. Luxemburg, 23, Nov. Tie Erkrankung des Großherzogs gibt Anlaß zu ernsten Besorgnissen. Es handelt sich um einen Gehirnschlag, infolgedessen er völlig gelähmt und bewußtlos wurde. Paris, 23. Noo. Deputiertenkammer. Marineminister Thomson verspricht, daS Unterfeebootrocfen weiter zu entwickeln, ohne daß er jedoch zu weitgehende Verpflichtungen übernehmen wolle, da die Unterseeboote noch nicht l e 1 st n n g S f ä h i g genug seien. Die 3Jtarineoermaltung sei bestrebt, Tauchboote mit großem Aktionsradius und hoher Schnelligkeit 311 erhalten. Thomson fügte hinzu, daß das von der Kammer genehmigte Marmeprogramm gewissenhaft in den Grenzen der vorhergesehenen Ausgaben ausgeführt werde. Die Kammer nahm mit 393 gegen 112 Stimmen die Tagesordnung an, welche die Erklärungen des Marineministers billigt und das Vertrauen zur Regierung ausspricht, daß sie die Flottenneubauten gemäß den Bestimmungen des Finanzgesetzes von 1905 auSführen werde. — Die geeinigte Sozialistenfraktion beschloß, daß jeder Abgeordnete von der Diätenerhöhung 100 FrcS. per Monat der Partei zuwende. Die eine Hälfte dieser Summe soll der Zentralkasse zufließen, die andere kommt den Föderationen zu gute. Wien, 23. Nov. Das Herrenhaus macht Miene, die Wahlreform zu vereiteln. Es soll in die Vorlage die im Abgeordnetenhaus crbgelehnte Pluralität cingefügt werden. Die Vorlage müßte dann an das Abgeordnetenhaus zurückgereicht werden. Dort würde sie entweder verworfen, oder es würde bei einer neuerlichen Abstimmung die Pluralität angenommen. Im ersteren Falle müßte nach dem alten Wahlrecht, inr letzteren mit der Pluralität neu gewählt werden. In beiden Fällen aber wäre es mit der Ruhe in Oesterreich und im Parlament vorbei. Obstruktionen und Demonstrationen würden kein Ende nehmen. Konstantinopel, 23. Nov. Durch eine Explosion wurde der Ches der Geheim Polizei Pebim, oer an der Stelle vorüberfuhr, ganz leicht verwundet. Bisher ist noch nicht aufgeklärt, ob die Bombe geworfen wurde oder ob sie beim Transport explodierte. Die Explosion erfolgte nahe bei der armenischen Apotheke, wo zahlreiche Armenier wohnen. Eine Dlutspur führte zur Verhaftung eines Armeniers. Die Fenster der nächstgelegenen Häuser Nmrden beschädigt. In der Nacht fanden massenhafte Durchsuchungen von Häusern und Verhaftungen von Armeniern statt. Die Abreise mit den gestrigen Eisen- bahnzügen wurde schließlich fast völlig sistiert. Aus S,aor uuo Ratto, Gießen, den 24. November 1906. *' Eine kleine interne Feierlichkeit spielte sich heute vormittag in den Räumlichkeiten des nahezu vollendeten Neubaues der Bn'ihlschen Universitäts-Druckerei ab. Seine Kömgl. Hoheit der Großherzog hatte geruht, dem seit dem 10. April 1871, also seit länger denn 35 i/i Jahren, in der Offizin deS Gießener Anzeigers als Tischler, Galvanoplastiker und Stereotypeur tätigen Herrn Georg Hoß das ,Allgemeine Ehrenzeichen für treue Arbeit" zum heutigen Festtage zu verleihen. Herr Hoß, geb. 1844 m Gießen, der Sohn eines selbständigen Gießener Tischlermeisters, war schon in früheren Jahren als Stütze feines Vaters, der stets die Tischlerarbeiten in der Brühlschen Druckerei auSführte, im Betriebe deS Gießener Anzeigers tätig. Sein nimmermüder Fleiß und seine unbedingte Zuverlässigkeit veranlaßten den damaligen Besitzer der Brühlschen Druckerei, Pietsch, den wackeren jungen Mann ganz in daS Geschäft zu ziehen, und er hat in den langen Jahren seiner Tätigkeit, die von Jahr zu Jahr neue und größere Anforderungen an ihn stellte, als em Muster der Treue und Anhänglichkeit und der Arbeitsfreudigkeit sich gezeigt. Besonders ehrenvoll war c5 für H. Hoß wie für das Geschäft, in dem er tätig iß, daß der Herr Provinzialdirektor Geheimerat Dr. Breidert heute vormittag in Begleitung des KreiSamtSbiireauvorstehers Herrn Sch iffnie erschien, um in Gegenwart des gesamten zahlreichen Personals der Firma die ehrenvolle und wohlverdiente Auszeichnung ihm mit kurzer, freundlich beglückwünschender Ansprache zu überreichen, in der er aus führte, bas diese Auszeichnung zugleich eine Ehrung der ganzen Firma bedeute und der Hoffnung Ausdruck gab, daß eS ihm eine besondere Freiide sein würde, dieselbe landesfürstliche Auszeichnung recht oft noch Angestellten der Brühl'schen Druckerei überreichen zu können. Herr Rich. Lange, der Cbes der Firma, knüpfte daran seine persönlichen Glückwünsche und die seiner sämtlichen Angestellten. ES sei diese Aus- -eichnung für ibn eine besondere Freude und er empfinde sie als eine Ehrung der ganzen Firma. Er dankte dem Herrn Geheimerat, der seinen Antrag auf die Verleihung deS Ehren- -eichens beim Ministerium mit Erfolg befürwortet habe» Das Ehrenzeichen für treue Arbeit" bezeichnete er als einen der ehrenvollsten Orden, die ein Monarch zu verleihen - habe. Er schloß mit einem von allen Anwesenden freudig ausgenommenen Hoch auf Herrn Hoß und daS ehrenwerte Buch- druckergewerbe, .die schwarze Kunst". -Die Befestigung der Hamm straße zwischen der Unterführung bei Geilfuß und der Wreseckbrücke ist fertiggestellt und die fragliche Strecke wird von Montag ab für jeden Verkehr wieder freigegeben (s. heutige Bekanntmachung deS Großh. Polizeiamts). •• Ein interessanter Gutsverkauf. Der .Bote auS dem Riesengebirge" meldet: Der Großherzog von Hessen verkaufte die (in Schlesien liegende) Herrschaft Fisch- bach uin 21/* Millionen Mark an den Rittergutsbesitzer Martin Rothenburg. X Wieseck, 23. Rov. Der hiesige Bürgerverein hielt am Montag in dem Restaurant .Germania" eine von ca. 60 Mitgliedern besuchte Generalversammlung ab. Gegenstand der Beratungen waren verschiedene in der Gemeinde obwaltende Mißstäunde, u. a. die Wasserleitung. ES wiirde von der Versammlung scharf gerügt, daß trotz eines Gemeinderatsbeschlusses vom 20. März d. I., nach dem jeder Hausbesitzer für den Reuanschluß an das Hauptwasscr- rohr einen Betrag von 10 Mk. zu entrichten habe, bis jetzt von ihnen die Gesamtkosten des Anschlusses bezahlt werden mußten. Straß en Verhältnisse: Hierbei wurde kritisiert, daß die OrtSstraßen im allgemeinen sich in einem sehr schlechten Zustande befinden; außerdem stellte sich heraus, daß das Gelände von zwei auSgebauten Straßen bis heute noch nicht von der Gemeinde als Eigentum erivorben ist, ein Umstand, der für die Gemeinde von großem finanziellen Nachteile ist, da sie jetzt pro Quadratmeter bis 3 Mark bezahlen muß, dieses Gelände aber vor Jahren für etwa 1,30 Mark zu erwerben war. Schulangelegenheit: Das neue Schul- hauS, daS seiner Vollendung demnächst entgegensieht, soll dem Vernehmen nach ohne jeden weiteren festlichen Akt seiner Bestimmung übergeben werden. Die Versammlung sprach sich lebhaft dafür aus, daß schon mit Rücksicht auf die Schuljugend eine öffentliche Feier stattfinden möge und beschloß in diesem Sinne ein Gesuch an den Ortsvorstand ein» zureichen. 4. Staufenberg, 24. Nov. Heute nacht gegen r/z 2 Uhr brach in der Scheuer des Schreiners Joh. G rü l z hier ein Brand auS, der rasch um sich griff und in kurzer Zeit daS mit Stroh und Futtervorräten gefüllte Gebäude vernichtete. Der rasch herbeigeeilten Pflichtfeuerwehr von Staufenberg gelang e§, die dicht neben der Brandstelle befindlichen Gebäude zu retten und in 1 1/i stündiger angestrengter Tätigkeit da« Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Von den fünf geretteten Schweinen, die man in eine unbewohnte Hofraite gebracht hatte, fielen drei in ein Pfuhlloch; zwei konnten gerettet werden, wahrend das dritte cr- trunken ist. Darmstadt, 22. Nov. Der freisinnige Verein Darmstadt wählte in einer sehr gut besuchten Gcneral- versammlung den bisherigen Vorstand wieder und erweiterte den Vereinsausschuß auf 25 Mitglieder. In den Ausschuß des Landesvereins wurden die Herren Sang und Elöffer delegiert. Eine angeregte Diskussion entspann sich im Anschluß an ein Referat über die Lehren ans den Fällen Eißnert und Korell. (Fkf. Ztg.) R. B. Darmstadt, 24. Nov. (Tel.) In der Gan- denbergerschen Maschinenfabrik (Inh. Jean Göbel), die vor kurzem ihr 50jähriges Bestehen feiern konnte, brach gestern abend ein großes Schadenfeuer aus, das die gesamte Fabrik in Trümmer legte. Bevor der Brand gemerkt wurde, muß er stundenlang im Maschinenraum gewütet haben. Um 10 Uhr wurde das Feuer gemerkt und ein mächtiger Feuerschein war alsbald weithin sichtbar. Die Feuerwehr vermochte von den Fabrikgebäuden nichts mehr zu retten, sie mußte sich darauf beschränken, die angrenzenden Kvntorräume und das benachbarte große Holzlager von Berdux zu retten, was auch gelang. Der Brand dauerte bis lange nach Mitternacht, bis er aus Mangel an weiteren brennbaren Stoffen erlosch. Ter Schaden wird auf über 200000 Mk. geschätzt, er ist durch Versicherung gedeckt. Die Fabrik beschäftigte etwa 700 Arbeiter, die wahrscheinlich einstweilen beschäftigungslos werden. Offenbach, 24. Rov. Die Verbrauchsteuer auf Schlachttiere und Fleisch waren wird von morgen ab, nachdem der Stadtverordnetenbeschluß die Genehmigung des Ministeriums gefunden hat, aufgehoben. Worms, 23. Nov. Bei lebhafter Beteiligung siegten bei der Wahl der Vertreter für die Ortskrankenkasse zum erstenmale die freien Gewerkschaften mit 2124 Stimmen über die vereinten Gegner, die 1615 Stimmen erhielten. (Fkf. Ztg.) Wetzlar, 24. Rov. Wie dem „Wetzl. Anz." von zuverlässiger Seite mitgeteilt wird, ist der Gutsarbeiter Hör- niviuS auS Hohensolms, der vor einiger Zeit seinen Mitarbeiter Judt erstach, auS der Haft entlassen worden. DaS Verfahren ist eingestellt, nachdein die Vorunterslichllng ergeben hat, daß Notwehr vorlag. * Kleine M i t ei l n n " e " ans Hessen und den Nachbar gebieten. In dem Hersfeld benachbarten Dorfe Kalk- obel zechte auf dein Erntefest des Gastwirts Heyer eine 55jährige Witwe fo stark, daß sie an Alkoholyergistung starb. VeLtLnLßch-es. • Gin interessanter Bräutiga m. Wie man aus Paris meldet, hat sich die Schwägerin deS französischen Dramatikers venneguin mit dem Sprachlehrer 91 u b r 6 (55 fron verlobt, der bekanntlieh in der vielbesprochenen Affäre der einstigen Kronprinzessin Luise von Sachsen die Hauptrolle gespielt hat. Er war es, der vor etiva vier Jahren die exzentrische, zu Ausschrei- tungen veranlagte Prinzessin verführte, indem er seine Stellung als Lehrer der jugendlichen Kinder des damaligen Kronprinzen von Sachsen mißbrauchte. Ein recht hohes Abstandsgeld veranlaßte ibn, die Bezielnmgrn zur Kronprinzesstn zu lösen. Die Trennung schien ihm nicht schwer gefallen zu sein, denn bald horte man, daß er in seiner Vaterstadt Brüssel ein Verhältnis mit einer Brüsseler Lebedame, die im Nebenberuf Schauspielerin war, angeknüpft hatte. • New - Pork, 28. Nov. Earuse wurde für schuldig erklärt und zu 10 D o l I a r s G e l d st r a f e verurteilt. JTalroh l£esssler Gross en-Linden, Villmar, Vilbel, Giessen, den 24. November 1906, 7013 Die Beerdigung findet Montag nachm. 3 Uhr in Villmar statt ZZ2 Heute Nacht entschlief sanft nach langem mit Geduld getragenem Leiden mein innigst geliebter Gatte, unser lieber Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Alter von 37 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen F^au Anna Kessler Familie Kessler Familie Füller Familie Arnold 4 O K K- 4 -Ä- Ml 'l&iA I I IW G WWWWWWW^Wr \ - ■ • - -V-" Gestern abend entschlief sanft meine liebe, gute Frau, unsere treusorgende Mutter ßnna Qeüsmas1 geb. Schmidt. 7004 Die trauernden Hinterbliebenen I. d. N.: Emil Geismar. Giessen (Landgraf Philipp-Platz 10, II.), den 24. November 1906. Die Beerdigung findet Montag, den 26. da. Mts., nachm 12'/, Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Donnerstag, den 6. Dezember 1906, nachm. 3 Uhr, laßen die Binder der verstorbenen Earl Ulm Eheleute auf hiesigem Orts- gericht erbteilunqshalber öffentlich freiwillig versteiaern: Flur 28 Nr. 257 — 153 qm Hofraite, Laggärten in den hintersten Schießgärten, Flur 28 Nr. 258 — 473 qm Grabgarten daselbst, Flur 28 Nr. 259 = 111 qm Hofraite daselbst. |B,T/U Gießen, den 16. Novbr. 1906. Großh. Ortsgericht Gießen. __Gros._________ Versteigerung. Diontag, den 26. d. MtS., nachm. 21/, Uhr, sollen dahier, Walltorstr. 6 (Darinst. Haus) 7009 1. 1 Ring mit 5 Brillanten, 1 Kugelring, 1 Armband. 2. 40 Paar Herrenschnürsticscl und 1 Halbverdeck zwangsweise gegen bar versteigert werden. — Die Versteigerung ad. 1 findet ganz bestimmt statt. 7or-9 Gießen, den 23. Novbr. 1906 Seipel, Gerichtsvollzieher. 488 Sonntag 4—9 Uhr Nur Hirsch-Apotheke offen. wäescnr ■ Marktstraße 5* Drogerie ■ uns Sch % ) naci jahr 7/isitentiarten liefert rasch und billigst Brühl sche Dolv^Dnickercfc Gießener Strafkammer V Gießen, 23. November. Zweikampf mit tötlichen Waffen. Die Referendare F. vom Weilerbof bei Wolfskehlen und R. N. von Echzell gerieten in einem Restaurant zu Mainz in Wortwechsel, in dessen Verlauf F. von R. eine Ohrfeige erhielt. F. ließ N. eine schwere S ä b e l f o r d e r u n n g überbringen, die auf dem Wlndhos zum Austrag kam. Nach wenigen Gängen erhielt F. eine Armverletzung und er wurde vom Arzt für karnpf- mllähig erklärt. R. wurde inzwischen, da er Reserveoffizier ist, vom Kriegsgericht zu drei Tlonaten Festungshaft verurteilt. F. will von seinem Gegner gereizt worden sein, was dieser jedoch bestreitet. Er behauptet im Gegenteil, daß F. den ganzen Streit vom Zaun gebrochen bat. Das Gericht hielt die Vorgänge in der Wirtschaft nicht für völlig aufgeklärt, da beide Teile unter der Wirkung des Alkohols gestanden haben. F. erhielt wegen des Vergehens des Zweikampfes mit tätlichen Waffen eine Festungs- Haftstrafe von 4 M o n a r e n. Gießener Wetterdienst. sroranSsichttlck'c L'ittcrnng für Neffen am Sonntag dem 25. November: Nebelig und heiter. Leine erheblichen Niederschläge. Nachts kälter. Veränderliche Winde. JggL Honig bei Husten u. Heiserkeit der Kinder. Ein Versuch mit einer Probeflasche von 50 Pfg. aus der Germania- Drogerie, Carl Seibel, Frank» furterstraße 39, Telephon 693, wird Sie in der Tat überraschen. 6681 V Moselwein 1 blumig, gut bekömmlich per Flasche 60 Pfg. Nheürwem i per Fl. 60, 80 Pfg., I Mk., bei 10 Fl. 5 Pfg. billiger. Wannt teinellatiir-tOeint. k L. Stein hänser A Steuer. Baue 17. A Grigsnal-Drahlmel-ungen. Berlin, 24. Nov. Die „Dtsch. Tagesztg." schreibt: Laudwirtschaftsminister v. Arnim ist in Berlin eingetroffen und wird heute die Geschäfte übernehmen. Herr v. Arnim ist nicht nur ein sehr tüchtiger Landwirt, sondern als kluger und vorsichtiger Mann bekannt. Als solcher wird er sich der Einsicht nicht verschließen, d-aß eine Fortsetzung der Politik seines Vorgängers nicht nur im Interesse der Landwirtschaft, sondern auch in dem des gesamten Land es unbedingt notwendig ist. & __ Posen, 24. Nov. Der Direktor be5 katholischen Lehrer-SeminarS in Ex in und ein Seminarlehrer dieser Anstalt erhielten anonyme Briefe, in welchen ihnen angekündigt wurde, daß sie für ihre Haltung im polnischen Schulstreik zum Tode verurteilt seien und daß das Urteil demnächst vollzogen werden würde. Rom, 24. Nov. Tas „Giornale d'Jtcktia" erfährt aus Wien, daß der Minister v. Aehrenthal sich dafür einsetzen wolle, die Beziehungen zwischen Rom und Wien so f r c u n d l i ch zu gestalten, daß Italien und Oesterreich für wechselseitige Verständigungen künftig des Umweges über Berlin entraten sowie übereinstimmend und gemeinsam dafür wirken können, daß im Interesse deS Friedens die Spannung zwischen Deutsch! and und England Nachlasse. Petersburg, 24. Nov. Graf Witte'S Rückkehr hat viel Staub aufgewirbelt. ES muß konstatiert werden, daß der Zar seine Ansicht über seinen ehemaligen Ministerpräsidenten vollständig geändert hat, nachdem ihm Beweise unterbreitet worden sind, daß Witte seinerzeit wirklich mit der revolutionären Arbeiter-Fraktion in Verbindung gestanden hat. (?) 1893er Bordeaux großartiger (Rotwrin, Sacanticti rein. 6M iretter Bezug! —— ü Flasche 85 Pfg. 900 fach bewährt bat sich Fenchelrein und wohlschmeckend Leberthrarr - Emulsion lose und in Flaschen empfiehlt [7005, Adolf Bieler Die elektrische Heil-Kraft steht einzig da! Leidende unbjSie- schwächte erhalt, grat. d.Bnch über die preisgekrönte elektr. Maschine (241/, Jö ’uon P.Freygang Nachf. in Zschachwitz-Dresden 40. Alter Korn an Qualität wie französischer Kognak, aus der altrenommierten Brennerei Magerfleisch, WtS« mar (fleqr. 1734) — weltbekannt und beliebteste Marke auS berf. 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Lebensjahre sauft entschlafen ist Ug trauermh toeriääami D«/11 M® Todesanzeige geziemend in Kenntnis zn setzen. Giessen, den 23. November 1906 Raab 1898er Todes-Anzeige ag, den 25. Äov. ron tags bis 12 Uhr nachts in Richter, Frankl. Sti.iU. tr. 2fi. Die Beerdigung findet Montag, den 26. d. Mts., nachmittags 3 Uhr statt. 6- erhielt °°r Stüh J weqen de; Whaft S? 's', em. mnaK^eih. S Seine lieben seines lieben thal sich dafür ein- 'kn Rom und Wien ttiien und Oesterreick künftig des Umweges timmenb und gemein» fnteressi deS Friedenr ichlündundEng. Witte'S Rückkehr hrj konstatiert werden, bot i ehemaligen Miniltw nachdem ihm SBenif seinerzeit wirklich m-A «Fraktion in Ver» tfÄsF Allen Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass heute früh 6 Uhr unsere liebe, gute Tante M tine 8 ,7. f*rn b es unbedingt not. lb em Eeminarlehrer w-H" ihntn .f°l ung IM polnischen C. B. erlaubt sich unterfertigter C. C. von dem Ableben Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute morgen 9 Uhr unseren lieben, unvergesslichen Vater, Schwiegervater, Grossvater, Schwager und Onkel Herrn Ludwig Schneider Rentner nach kurzem, aber schwerem Leiden im nahezu vollendeten 69. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Semmler und Frau Elisabeth geb. Schneider Karl Schneider und Frau Else geb. Werner Hermann Schneider und Frau Helene geb. Hermsdorf Cöln, Bolzengasse 1L Cöln, Giessen, Hanau, Hersfeld, den 23. November 1906. 7008 Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 27. November, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des alten Friedhofes in Giessen aus statt. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß heute morgen ll/2 Uhr meine innigst geliebte Gattin, unsere gute Mutter, Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante Fl»» EWcth SWr, grd. ZM nach kurzem Leiden sanft entschlafen ist. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Ludwig Schäfer und Binder Gießen (Niegelpfad 37), den 23. November 1906. Tie Beerdigung findet Sonntag, den 25. ds. MtZ., nachm. 2 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus stakt. 6920 oienfest fttinih Wttti rlert, In aotn Som u billigm Preisen. Volk, ^rirdhosSgiM Sicher Straßes, .z.yjz drin alM 000 fach hoflig bti Susten u. M lot übettott» ;V G 6: M U ■ M . • ■ ichM. Nr. trf*t ailbrr $em®,c werden dem heil die Sieb blätter r Sßiodi Nolal'0' lag dt' Unlvech bnicfertl HebofiU und fd)U Nedatl Verlag u zldrelle «uzet , Kiel, einer Pi Sas iif, Ä- L°» i a^> "'M die Np/?Na ÜBer^te: SÄ! Wi Po! g. Stal Hei vember, (Stil ftorben. Leibarzle Erzbischo fünf Tan welche >h wordenen fein Aden im Zimm Ijemifefrrti waren, en dem Simr fort nach Rollstuhl. Flor, zu Frauslc geworden. 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