Nr. 80 trfdietnt tLgktch außer SonnragS. Den, Gießener'Anzeiger werden im Weclncl mit dein ff ej fischen Landwirt die Gießener Familien- blätter viermal tu der Woche beiqdcflL Rotationsdruck il Ver- Icq der Brüh l'lchen Unwen.-Buch-u. Stern- bmcfpret. 9t. Longe. Rebaknon. (Srpeoitixm und Druckerei: Echulstrabe 7, Redaktion 113 Verlag u.Erveb.e^H-51 Lldreße für Teoeicken: Rn-eiger «ießen. Erstes Blatt 156. Jahrgang Eichener Anzeiger General-Anzeiger w -66/ Amts- und Anzeigeblatt für den Mets Gießen Are Heutige Plummer umfaßt 12 Seiten. Minister von KuSde. Eine in hohem Maste bcforgniScrregenbe Verschlim- m c ru n g ist in dem Befinden des feit fast einem Jahre schrnerkranken Ministers der öffentlichen Arbeiten eingetreten, die leider eine ganz nabe bevorstehende Katastrophe wahrscheinlich macht. jixn: v. Budde hatte sich im Sommer vorigen Jahren einer schweren Operation unterziehen müsjen, die indessen, was den beteiligten Aerzten vorher bekannt war, eine Heilung des Patienten nicht herbeisichrcn tonnte, da der Minister an Krebs leidet. Herr v. Budde ist sich der Unheilbarkeit seines Leidens nicht beivußt, er erledigte bis in die letzten Tage mit bewunderungswürdiger Energie alle wichtigen Arbeiten seines RessortS und arbeitete u. a. an großzügigen Tarifreformen und an umfassenden Maßnahmen zur Erhöhung der Betriebssicherheit der Eisenbahnen. Tas Hauptaugenmerk richtete Herr v. Budde, der zweifellos einer der tüchtigsten preußischen Eis-'nbahuminister gewesen ist, aus die Berücksichtigung der strategischen Bedeutung der Bahnen, wobei ihm seine Tätigkeit tut Großen Generalstabe, sowie auch als Chef der Eisendahnabteilung im Kriegsminifterium sehr zu statten kam. Auch schon bei seinem Eintreten für die Kanalvorlage hatte er ja mehr den strategischen Wert der geforderten Wasserstraßen im Auge. Die Verabschiedung des stark ver- stammelten Gesetzes brachte ihm die Verleihung des Echlvarzen Adlerordens — nickt gerade zur Freude älterer Miuisterkollegen, die noch nicyt im Besitze dieser ljöchsten preußischen Dekoration sind. Kaiser Wilhelm hat besonders viel von Herrn v. Budde gehalten und verkehrte auch gern im Hause des Ministers, dem in der letzten schweren Zeit seine anmutige Gattin, die man in Berlin die schönste der .. . .;iiftcrfrauen nennt, aufopfernd zur Seite stand. Drei Kinder in jugendlichem Alter gaben dem glücklichen Fa- milienleben Inhalt und Freude. — Die lange Krankheit des Ministers und der in letzter Zeit leider zur traurigen ( ewißheit gewordene bevorstehende Ausgang seines Leidens hoben naturgemäß zu der Notlvendigkeit geführt, an einen hfolger aus seinem wichtigen Posten zu denken. Man glaubte eine zeitlang, aus einen Militär verzichten zu können, weit Herr v. Budde in strategischer Hinsicht auf Jahre hinaus alles getan hat, was überhaupt zu tun ist, während mim sich von der Tätigkeit eines besonders begabten Tech- ■ : :■ ■■•'.> Gutes Versprach. Augenblicklich scheint man aber doch lutcber mehr an einen General zu denken. Wie die „N. G. C." hört, werden als Kandidaten genannt General- leutnant v. Beseler, Chef des Ingenieur- und Pionier- lorps, Generalleutnant z. T. v. Schubert, der früher c' '.ifdll» den Verkehrs truppen an gehörte und zuletzt die Eist'nbcchnbrigade kommandierte. eneralieutnant v. BefEler, ein Bruder des (noch nicht nooilttierten) Justizministers, ist einer der hervorragendsten Offiziere des Heeres. Er kam bereits für die Nachfolge des Grasen Schliessen als Chef des Generalstabes der Armee ernstlich in Betracht, ist von eminenter Arbeitskraft und stirer, aber leidenschaftlicher Betätigung für die Sache, in seiner Art, sich mitzuteilen, bagegen äußerst zurückhaltend. Generalleutnant Konrad v. Schubert hat eine vorzügliche Karriere gemacht, wobei mit ins Gewicht fiel, haß er ein Schwiegersohn des Freiherrn v. Stumrn-Halberg ist. Den Adel erhielt er erst vor verhältnismäßig kurzer Zeit. Exzellenz v. Schubert war schon als Nachfolger des Ministers v) Thielen in Aussicht genommen, solange noch zweifelhaft war, ob Herr o. Budde ferne glänzend dotierte Stellung als Generaldirektor der Loeweschen Waffcnfabriken gegen ein Ministerportefeuille vertauschen würde. General v. Schubert ist zurzeit Mitglied des Hauses der Abgeordneten. Als dritter des mit ihm aber noch nicht geschloffenen Kreises der Kandidaten wird der Landrat des Kreises Teltow v. St üben rauch genannt, der bei seinen Vorgesetzten, bis zum Kanzler hinauf, einen großen Stein im Brett hat und beim Kaiser sehr beliebt ist. Es werden indessen sicherlich bis zur Stunde der Entscheidung noch mehr Kandidaten auf= tauchen. _____________________________________ Aus Südwestasrita. Wenn es zutrifft, daß die Regierung die durch den Krieg geschädigten Farmer Sü d w e st a f r i ka s in vollem Umfang schadlos halten und zu diesem Zweck dem Reichstag im Mui eine Nachtragssord erung von 10 Millionen Mark unterbreiten will, so liegt hier eine Eenderung des Regierungsstandpunktes vor. Herr Tr. Srübel wollte den Farmern nur eine teilweise Entschädigung zubilligen, weil ein rechtlicher Anspruch auf Schadloshal- tuug nicht besteht, und dieser Auffassung pflichtete der Reichstag bei. Als Höchstbetrag der noch zu erwartenden Au'.vendungen zugunsten der Farmer wurden damals von der Regierung 6 Millionen genannt. Tas Zentrum wird kaum geneigt sein, die volle Entschädigung zuzugestehen. Avg. Erzberger, der einen gewissen Einfluß in der Partei erlangt hat, wollte schon damals die Entschädigungsfrage abgeschlossen wissen, während Llbg. Dr. Spahn einen wohlwollenderen Standpunkt vertrat. Ueber den Ueberfall auf den Transport des Leutnants Keller sind nähere Berichte eingegangen. Darnach wurde der Ueberfall von einer etwa 100 Mann st arten Hottentottenbande ausgeführt. Der an der Spitze reitende Offizier und 10 Reiter fielen sofort. Die sechs liebe rieb enben unterhielten ein Feuergefecht bis zum Abend, konnten jedoch nicht verhindern, daß die Bespannung und der Wagen abgetrieben wurden. Am nächsten Morgen erneuerten die Hottentotten ihren Angriff, doch, kurz darauf traf eine Abteilung des Hauptmanns von Rappard auf dem Gefechtsfelde ein. Der Gegner war hierdurch völlig überrascht und zog ab. Sechs tote Hottentotten und zahlreiche Blutspuren bekundeten die feindlichen Verluste. Kolouialdebatlen im englischen Unterhaus. London, 3. April. In Beantwortung einer Anfrage, in der die Abhaltung von Konferenzen zwischen den Gouverneuren Deutschlands, Englands und Frankreichs in Westafrika zum Zwecke der Verhinderung der Einfuhr ton Waffen und Spirituosen und zwecks Abschaffung der Sklaverei angeregt wurde, erklärte der Unterstaatssekretär der Kolonien, Churchill, die Gouverneure der englischen Kolonien in Westafrika seien bei verschiedenen Gelegenheiten mit den deutschen und französischen Gow- u ein euren zusammengekommen, um Angelegenheiten von gemeinsamen Interessen, inie es die erwähnten sind, zu besprechen. Tie Zusammenkünste hätten sich als sehr vorteilhaft erwiesen und die britische Regierung erhoffe, daß sie auch fernerhin von Zeit zu Zeit stattsindeu werden. Cathcart-Wason fragt an, ob es angesichts der Tatsache, daß England, Deutschland und Frankreich die Gebiete in West- asnka zur Ausbreitung der Zivilisation in Besitz genommen haben, möglich sein würde, falls es in Europa zu Feindseligkeiten kommen iverde, durch Vertrag zu verhüten, daß diese Feindseligkeiten nach Westafrika übergreifen. Ter Staatssekretär des Auswärtigen, Grey, erwiderte hierauf: „Ich fürchte, daß es nicht möglich ist, durch einen Vertrag eine Sicherheit dafür zu erlangen, daß irgend ein Gebiet einer kriegführenden Macht durch den Krieg nicht in Mitleidenschaft gezogen würde. Es ist zu hoffen, daß diese Erwägung jede Station dahin beeinflussen wird, daß sie,beim Frieden bleibt." In Beantwortung einer anderen Anfrage erklärt Grey, die Truppen des ftoiigoftaateS hielten noch einige Häfen des Distrikts Bahr-el-Gazal besetzt. Mit der Kongoregierung wurden gegenwärtig Unterhandlungen gepflogen. gtuijiauo. Petersburg, 3. April. Die „Rußkoje Gossudarest- wo" erklärt die Meldung des Blattes „Ruß", nach welcher die Leichname des Leutnants Schmidt, sowie der drei erschossenen Matrosen ausgegraben und ins Meer geworfen worden seien, für unrichtig. Petersburg, 3. April. Tie „Petersb. Telegr.-Ag." veröffentlicht folgende Meldungen: Moskau: In einer lebendigen Hecke bei einem Haufe in der Tonstraße wurden heute zwei Bomben entdeckt. — Mitau: Mit Revolvern bewaffnete Räuber überfielen heute die Station Pfalzgraben und bemächtigten sich der Kaffe. — Riga: Heute wurde in dem F^) r t Ust - Twinsk der Urheber eines gegen höhere Polizeibeamte in Libau gerichteten Anschlages hingerichtet. — Torpat: Die Provinzialbehörde bat angeordnet, daß in die besondere Kommission, die oeauftragt ist, eine Anzahl von lokalen Reform-Projekten unter Leitung des stellvertretenden Gouverneurs auszuarbetten, zwei bäuerliche Vertreter gewählt werden sollen. — Tiflis: Sechs bewaffnete Leute griffen gestern in der Nähe von Tiflis einen Postwagen an, töteten den Postillon und den Kutscher und verwundeten den Wachmann, der die Post begleitete. Die Post blieb unversehrt. Die Räuber werden verfolgt. Moskau, 3. April. Bei den Vorwahlen für die Klaffe der städtischen Wähler des Moskauer Kreises erfocht die konstitutionell-demokratische Partei einen glänzenden Sieg. Sämtlich? 8 Wahlmänner gehören dieser Partei an. Odessa, 3. April. Der Ministergehilfe Iswolsky kommt hierher, um die Tätigkeit der Rektoren und Professoren der Universität wegen der Oktober-Vorgänge zu untersuchen. Die Lehrer werden angeklagt, einen bewaffneten Aufstand veranstaltet zu haben. Riga, 3. April. Der livländische Landtag beschloß, in Birkenruhe bei Wenden ein klassisches Gymnasium mit deutscher Unterrichtssprache zu gründen. ___________ Ausland. Haag, 3. April. Der hiesige Korrespondent der „Frkf. Zig." meldet, daß Rußland heute den Mächten das Programm der zweiten Friedens-Konferenz überreicht hat. Die Konferenz findet in der zweiten Hälfte des Juli statt. Das Programni ist ziemlich allgemein gehalten. Paris, 3. April. Königin Alexandra von England ist gestern über Calais in Pans eingetroffen und sofort nach Marseille weiter gereift. König Eduard hat Biarritz verlassen und reift mittelst Separatzuges nach Marseille, wo das Königspaar sich trifft und an Bord seiner Yacht sich begeben wird. Im Ministerrate teilte Bourgeois mit, daß er im Namen der Negierung an RLvoil ein Glückwunschtelegramm richtete. Der Ministerrat billigte einstimmig das Vorgehen des Ministers des Auswärtigen. Barthou berichtete sodann über seine Reise nach dem Departement PaS de Calais und skizzierte seine Antwort auf die Interpellation Basly belr. die Katastrophe in Courri er es. Kriegsminister Etienne wird in der Kammer zur Kenntnis bringen, daß die Regierung bereit ist, eine Reform der Kriegsgerichte zu beraten, dahin gehend, daß die Kriegsgerichte ihre Enlfchcidungen zukünftig werden begründen müssen. Nom, 3. April. (Kammer.) Auf Anfrage erklärte der Unterstaatssekretär des Auswärtigen, Discalea: Die Nachricht, ,Deutschlar^> erhielt besondere Konzession Mittwoch 4. April ISO« VezagSpretSr monallich75Pi., vieriel- jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigüellen monatlich 65 Pi.; durch diePosl 'Dir.2.— vienel- jährl. auSschl. Bellellq. Annahme öos Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. ZeilenvreiS: lokal 12'ßfN auswärts 20 Big. Verantwortlich <ür d?n oolit. und allgem. Teil: B. Wittko, *ür .Stadt und Land' und .Gerichtsjaal'. Ernst Heß, für den Anzeigenteil: Hans Beck. von der Pforte zum Fischen von Schwämmen und setzte eine wissenschaftliche Expedition nach Tripolis mS Wdrk", ist vollkommen unbegründet. — Der flüchtige ehemalige Unterrichtsminister Nasi ist in seinem alten Wahlkreise Trapani wieder einstimmig zum Abgeordneten gewählt worden. Nasi wird bekanntlich wegen großer Unterschlagungen im Ministerium gerichtlich verfolgt. Washington, 3. April. IM Reprasentanten- häufe brachte Davison einen Antrag ein, nach dem der Ausschuß des Repräsentantenhauses für Mittel und Wege während der Parlamentsferien über die Verhältnisfe des Handels zum Zwecke einer Revision deS Zolltarifs eine Untersuchung anstellen soll.________________________ Das Unglück von (LourriöreS und die französischen Ausstände. Paris, 3. April. In der heutigen K a in m e r s i tz n n g brachte Basly, der zugleich Bürgermeister von LenS ift, feine bereits angemeldete Interpellation übet daS Grubenunglück t u Courtieres em. Et jagte, daß die Feuersbrunst infolge der Nachlässigkeit der BergwerlsgeseUjchast ausgcbrochen sei, die zugelassen habe, dajz sich altes Holz in der Grube ait> sammelte, anstatt dieses zu Tage zu fördern. Er machte der Ge- jellfchait den Vorwurf, daß sie die Arbeiter habe emjahren lafjen, bevor die Feuersbrunst gelöscht gcrrejeu sei. Der Bericht der delegierten der Bergarbeiter fah btefe Gefahr voraus, aber die Gesellschaft trug dem feine Rechnung. 2 ens, 3. April. Die Nachforschungen in der Grube S a l l a u m i n c s wurden auch in bet letzten Nacht und heute morgen unter der Leitung von Ingenieuren sottgejetzt. Sie ergaben jedoch fein Resultat, da feine lebenden Wesen durch die Rettungsmannschaften angeirofsen worden sind. Die Ingenieure fanden, dag die Galerien dieses Teiles des Grubengebteles erheblich Itävfer durch bie Explosion gelitten hatten, alS in Schacht 3. Tie Leicheti, die in diesem Teile des Bergwerkes gefunden wurden, waren sämtlich schrecklich verbrannt. Tie Bevölkerung von Sallau- mines ist noch immer sehr aufgebracht gegen die Ingenieure, sammelt sich an den^ Einfahrten der Schächte an und veranstaltet Kundgebungen. In Schacht 2 bei Billy-Monngny ist man mn dem zutage Fördern verbrannter oder überhitzter Kohlen beichäsugt, beten Fortschaffung fast beendigt ist. dre Ingenieure bejchä'ugen sich mit der Frage, ob sie nicht von neuem den Kampf gegen den Branbhetb in den zerstörten Galerien auszunehmen haben werben, in bie man wegen bet Ansammlung von (Sojen noch nicht gelangen tarnt. — In bet 30 'Meter-Galerie ist man nut ber Ausbesserung ber Holzverschalung beschäftigt, um leichter bie Leichen, Die man in Schacht 3 gchtnben hat, zutage fördern zu können. Tte Zahl ber ausständigen Bergleute beträgt heute 43 619 Mann, bie Zahl ber arbettenben Bergleute 10 607 Mann. Die heute Vormittag erfolgte Verhaftung von sieben M a n i f e st a n 1 e n riet unter ben Ausständigen eine Erregung hervor. Eine kleine Barrikade von Steinen, die sie errichtet hatten, würbe von Genbarmen und Militär wieder beseitigt. Nach Vertreiben von der Barrikade sammelten sich d:e Ausständigen wieder an, um zum Bürgermeister zu ziehen und die Freilassung ihrer Kameraden zu fo bern. Ter Bürgermeister telegraphierte darauf an den Staatsanwalt von Bethune und ersuchte ihn, die gegen die feftgenommenen Ausständigen erhobenen Anschuldigungen genau zu prüfen. — Infolge des Kohlenmangels beginnt man in Lens und Bethune, bie Koks-Bereitung einzu st eilen. Aus unö Land. Gießen, 4. April 1906. •• Lehrerpersonalien. Bestätigt wurde berfür ben minderjährigen Grafen Georg Friedrich zu Solrns-Laubach von der Gräsin Mutter auf bie 1. Lehrerstelle an ber Ge°- rneinbeschule zu Laubach präsentierte Lehrer Lnbwig Döll zu Melbach. Erledigt ist eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gerneindeschiile zu Dietzenbach. Mit ber Stelle kann ein Teil des Orgamstenbienstes oerbunben werden. *• Zu welchen Folgen ein Zuvielfordern von Zeugengebühren führen kann, zeigt folgender Fall: Ein junger Arbeiter aus Steinberg war von dem Großh. Untersuchungsrichter hier zu Steinberg vorm. 11 Uhr als Zeuge vernommen worden und verlangte 4 Mk. Zeugengebühr für ben ganzen Tag, da er einen Ersatzmann habe einstellen müssen unb am Nachmittag nicht mehr arbeiten könne. Diese gleich unwahrscheinlichen Angaben stellten sich bei näherer Oiachfarschung als unwahr heraus unb ber Arbeiter hatte sich gestern vor dem Großh. Schöffengericht Gießen wegen Be- trugsoersuchs zu verantworten. Er würbe für schulbig erkannt unb in eine Ge'lbstrafe von 15 Mark, eoent 3 Ta ge Gefängnis verurteilt. "Vortrags-Abende. Unter vorgesetzter Bezeichnung hat die rühmlichst bekannte Klavierlehrerin Fräulein Emma Sander am letzten Samstag unb Sonntag zwei interessante musikalische Abende veranstaltet. Konnten diese auch als Abschluß eines verflossenen Schuljahres gelten, so unterschieden sich dieselben jedoch von den »jetzt üblichen, sehr gutziiheißenden musikalischen Prüfungen. Es wurden nicht lediglich Schüleroorträge geboten, sondern Irl. Sander selbst und einige Tarnen, bie wohl bereits früher ihr musikalisches Abiturlentenexamen abgelegt, hatten sich in ben Dienst ber schönen Sache gestellt. Dadurch gestalteten sich die Abende vielseitiger, anregender für die Hörer, und Gesangs-, Jnstrumentalvorträge, letztere auch aus 2 Clavieren ausgeführt, erschienen in angenehmer Abwechselung. Recht beachtenswerte Leistungen wurden dabei geboten, aber selbst bie bescheidensten brachten ein Abgerundetes auf ihrem Gebiete. Den schönen, iveichen Anschlag, das geistig Erfaßte ber gestellten Aufgabe, Vorzüge, bie die Lehrerin auszeichnen, hatte biefe mit päbagogischem Geschick auf ihre Schüler übertragen. Darum kargten benn auch die Hörer nicht mit ihrem Beifall u h I ;jv; r. i W| * |< V ik sry; . fe: )tnb schieden mit der Ueberzeugung, daß sich der musikalische Nachu'uchs bei Fräulein Sander in den besten Händen be- sindet. . - Die Schnepfen münze. In diesem Jahre erhielt der Forstmeister Schäfer in Monchbruch die Schnepfenmünze oom Hessischen Jagdklub. Er schoß die erste Schnepfe in diesem Jahre in Hessen und zwar am 7. März auf dem Strich. *♦ Au? b ein Bureau de? Stadttheater?. Schon heute sei auf den Ehrenabend der Herren Regisseure Lippert und Goll hingewiesen, die sich dazu die französ. Komödie von Alfred Capus „LeontinenS Ehemänner" gewählt haben. Die Rolle der Leontine wird von Fraii Bayrhammer gegeben. - Die Brauereibesitzer der Provinz Oberhcsscn und deS angrenzenden preußischen Lahn- und DitlgebieteS hielten vergangene Woche nach längerer Pa»lse ivicder eine Versammlung im Hotel Viktoria ab. Herr Äsprion-Gießen berichtete eingehend über den Stand der Brausten erv or- lage. Er erkannte an, daß der von der Kommission angenommene Antrag Becker eine Staffelung enthalte, die erheblich vorteilhafter für die Brauindustrie sei, als dies bei dem nun beseitigten Antrag Speck der Fall war. Der Antrag Becker habe im Auge, daß die Großbrauereien in der Hauptsache die Zeche bezahlen sollten, doch sei die Steuer für die kleinen und mittleren Brauereien gegen jetzt wesentlich erhöht und es sei nicht in Abrede zu stellen, daß damit die vielen Kleinbetriebe, besonder? auch in unserer Gegend, bart betroffen werden. Er führte folgende Zahlen an: 2500 Zentner jährlicher Malzverbrauch kostet heute Mk. 5000 Steuer — in Zukunft Mk. 6000 — 4000 Zentner jährlicher Malzverbranch zahlen heute Mk. 16 000 Steuer, in Zukunft Mk. 22 625 — 15 000 Zentner Malzverbrauch zahlen heute Mk. 30 000 Steuer, in Zukunft Mk. 51625 — 25000 Zentner Malzverbrauch versteuern zurzeit Mk. 50 000, in Zukunft erhöht sich der Betrag auf Mk. 101 620. Eine Großbrauerei, die 100 000 Ztr. Malz verbrauche, zahle jetzt dafür Mk. 200 000, in Zukunft aber Mk. 476 000 Steuer. Bei einem doppelt so großen Quantum verbrautem Malz steigert sich die Steuer nach dem Anträge Becker von Mk. 400000 auf Mk. 976 600. Der Referent war angesichts dieser Summen, mit denen ein einzelnes Gewerbe höher belastet werden soll, der Meinung, man glaube nicht, daß es Volksvertreter geben könnte, die die? gut heißen. Er. legte der Versammlung die Frage vor, ob nach Lage der Sache aufs neue in eine Agitation eingetreten werden solle, um das Plenum des Reichstages zu veranloffen, die Steigerung der Steuer für die kleineren und mittleren Brauereien, wie sie der Konnnissionsbeschluß angenommen, henmterzusetzen. Redner ermahnte seine Berufskollegen die herbeigeführte Annäherung der einzelnen Brauereien des Bezirke? weiterbestehen zu lasten und für die Folge noch fester zu gestalten; unter dem Zwange der Verhältnisse sei die Einigkeit erzielt worden und man habe einsehen gelernt, daß nur durch einmütiges Zusammengehen vorhandene Schäden im Braucreigewerbe könnten auSgemerzt und weitere Schädigungen in der Zukunft vermieden werden. Man solle nicht warten, bis die Rot wieder die Gewerbegenosten zusammenführt. Die Diskussion ergab, daß man von einer- weiteren Agitation gegen die geplante Brausteuer nichts erwartet. Man sprach in der Versammlung offen aus, daß bei der jetzigen Zusammensetzung deS Reichstages nicht zu erwarten ist, daß die von der Kommission angenommenen Steuersätze zu Gunsten der kleinen und mittleren Brauereien geändert werden würden. Die Mehrheit der Versammlung erklärte sich aber bereit, einer Brauerei- Vereinigung, ähnlich wie sie in Thüringen und Sachsen besteht, beizutreten. Es soll dies nicht etwa ein lose gefügter Zusammenschluß sein, sondern eine feste Organisation. Man wählte zwei Kommissionen, die eine unter Vorsitz des Brauereibesitzers Bichl er, die in Oberhessen die einleitenden Schritte zu der geplanten Vereinigung der Brauereien vornehmen soll, während die andere Kommission unter dem Vorsitz des Brauereibesitzers Eug. ASprion das preußische Lahn- und Dillgebiet zu dem Zwecke bearbeiten soll. — Hessische Landes-Aus st cllung für freie und angewandte Kunst Darmstadt 1908. Am Montag nachmittag fand in dem Rathaussaal Darmstadt unter dem Vorsitz des Ministerialvrasidenten Braun eine aus allen Teilen des Landes gut besuchte Sitzung des D a u p t a u 8 s Ä u s s e s der Hessischen Landesausstellung für freie und angewandte Künst statt. Der erste Punkt der Tagesordnung galt der Erörterung der Frage, ob es angesichts der Kürze der Zeit überhaupt noch möglich sein werde, bis zum Frühjahr 1907 eine Ausstellung mit derjenigen Sorgfalt vorzuberciten, die für ein gutes klingen des Unternehmens erforderlich ist. Nach der in der Sitzung abgegebenen Erklärung des Oberbürgermeisters Morneweg hat sich das, Stadtbauamt Darmstadt dahin geäußert, daß an eine rechtzeitige Fertigstellung des auf der Mathildenhöbe zu errichtenden städtischen Ausstellnngsgebäudes bis ;nm 1. Mai 1907 nicht mebr gedacht werden könne. Bei der einschneidenden Bedeutung, die die Ausführung des ftädtisckten Proickts für das ganze Aus- ftellungsuntcrnehm"u naturgemä' besitzt, konnte hiernach an dem ursprünglich in Aussicht genommenen Emöffnunqstermin nicht mehr festgehaltcn werden. Man beschloß. daher einstimmig, die Ausstellung um ein Jahr zu verschieben, als Eröffnungstag wurde der 1. M a i 1908 bestimmt. Die Versammlung trat darauf in die Prüfung des von dem Künstausschuß in der Form einer Beschickungsordnung entworfenen Ausstattungsprogramms ein, das im wesentlichen allgemeine Billigung sand. Die Bc- schickungsordnung soll nunmehr an die Künstler, Knnstindu- striellen und Kunsthandwerker des Landes zur Versendung gelangen, um möglichst bald einen Uebcrblick über die Ausstelliings- gegenstände zu gewinnen, mit denen die Ausstellnngsleitnng zu rechnen hat. Man hofft hierdurch das Interesse au der Ausstellung auch in denjenigen Kteisen des Landes zu beleben, die sich bisher dem Unternehmen gegenüber abwartend oder gar ablehnend verhalten hatten. Von Interesse waren die Mitteilungen. die der Vorsitzende des Finanzausschusses, Kvmmerzienrat Jacobi, über den derzeitigen Stand der Finanzierung des Unternehmens machte. Es ergab sich hieraus, daß die Bürgerschaft Darmstadts durch Stiftungen und Zeichnungen für den Garantiefonds ein erfreuliches Interesse an der Msstellung dokumentiert, während dies von den übrigen Teilen des Landes nicht gesagt werden kann. sd. Darmstadt, 3. April. Der Voranschlag der Stadt bringt den Bürgern der Residenz keine freudigen Ueberraschungen, er weist vielmehr auf einen zu erwartenden Fehlbetrag von 200 000 Mk. und gleichzeitig auf eine notwendig werdende Stenere.rhö h ung hin. Der Gemeindezuschlag zur StaatSeinkommensteuer soll von 88.2 auf 91.2 Prozent erhöht werden. Man kommt als steuerzableu- der Bürger also diesmal glimpflich weg, wird aber nicht fehlgehen in der Annahme, daß im nächsten Jahre wieder eine kleine Steuererhöhung kommt. Man muß dabei an die großen Ausgaben der Stadt denken. Die Ausgaben für Schulen wachsen, wie in allen größeren Städten, so auch in Darmstadt, in jedem Jahre ganz erheblich, der Voranschlag sieht 1050 500 Mk. für Schulen vor. Die städtischen Betriebe werden auch voraussichtlich im neuen Jahre gute Ueberschüsse erzielen. Worms, 2. April. Die hiesigen Sozialdemokraten beabsichtigen, das altrenommierte Gasthaus „Worrets Etablissement" durch Kauf in ihren Besitz zu bringen.— Unser Stadtbaumeister, Stadtbaurat Metzler, dem Worms eine Anzahl städtischer Prachtbauten, namentlich Stadtschulen, verdankt, wird WormS demnächst verlassen. — Mit der Schienenlegung für die bewilligte elektrische Straß en» bahn wird im nächsten Monat begonnen werden. -j-f Wissend ach bei Dillenburg, 2. April. Unser seitheriger Bürgermeister H. Weimar, der seit 14 Jahren erfolgreich unserer Gemeinde vorstand, ist nach längeren schweren Leiden gestorben. Haiger, 2. April. Das Spielen mit Schußwaffen hat wieder ein Opfer gefordert. Gestern Nachmittag gingen zwei Italiener, welche beim Bahnbau au der Wasserscheide beschäftigt sind, spazieren, und hantierten dabei mit einem Revolver. Der Inhaber der Schußwaffe kam vielleicht der Auslösung zu nahe, der Schuß ging los und traf seinen Kameraden in den Hals, so daß dieser schwer verletzt zusammensank. Der schwer Verwundete wurde ins hiesige Krankenhaus verbracht, an seinem Aufkommen wird gezweifelt. ** Kleine 'P? i < f ’ i 1 ” r n e n "''s Hel se, n und den Nachbarstaaten. DerG e s a n g - V e r e i n S ä n g e rk r a n z in Großen-Buseck beschloß in seiner letzten Versammlung, in diesem Jahre Fahnenweihe abzuhalten. Die Fahne wurde der Bonner Fahnensabrik in Bonn a. Rh. in Austraq gegeben. — Einen guten Fang machte heute der Fischereiklub in der Nähe von Wehrda. Es wurde ein Hecht von 1,05 Meter Länge und einem Gewicht von 20 Pstmd aus der Lahn gezogen. — In Frohnhausen erhängte sich in einer Scheune der 42 Jghre alte Bäcker und Landwirt K it n z. Kunz lebte in geordneten Verhältnissen und der Grund zur Tat dürfte darin zu suchen sein, daß K. infolge eines Augenleidens vor einiger Zeit vollständig erblindete. — In Hachenburg 'rourbc mit 9 gegen 6 Stimmen Jstobt- sekretär Steinhaus aus Hattingen zum Bürgermeister gewählt. — In Mel b g ch wird am 16. Avril eine Vostagentur eröffnet. VerrnSschtes. * Kattowitz O.-Sckl., 3. Apr.:. Die Entst e hungs- Ursache des Brandes in der F r i e d e n s g r u b e wurde bisher nicht festgestellt. Die Arbeiten zu einer neuen Abdämmung wurden sofort vvrgenotnmm. In 8 bis 12 Tagen hofft man. den Braud zu lokalisieren. Ein weiteres Unglück ereignete sich in der Hugo-Grube der Douuersmcirck'schen Bergwerksverwaltung, wo zwei Bergleute durch Steinmasien verschüttet und getütet wurden. * Bordeaux, 3. April. In dem Zuge Bordeaux- Paris gerieten heute an dem Wagen, in dem sich "Prinz Albrecht von Preußen, Regent von Braunschweig, befand und an dem Gepäckwaacn die Achsenbuchscn in Brand, so daß andere Wagen eingestellt werden mußten. Der Zug fuhr,mit einer Verspätung von einer halben Stunde nach Paris weiter. — Die a u ch in unterer Gegend eingesührte Magdeburger Lebens - Versi ck erun g s - Gesellschaft feierte kürzlich ihr 50 j ä h r i g c s Beste h c n. Wie wir den Magdeburger Zeitungen entnehmen, waren die Generalvertreter, die ältesten Aiißenbeamten und die Generalagenturbeamten aus ganz Deutschland zur Feier herbeigeeilt und überbrachten, ebenso wie die Bvrecubeamteu, der Gesellschaft und ihrem Rendanten A. Linde, der gleichfalls sein 50iähriges Jubiläum beging nnd Pont Aufsichtsrate zum Direktor ernannt wurde, Glückwünsche und Geschenke. Zu der Begrüßung um 12 Nhr erschien der Obervräsident der Provinz Sackffen, von Bötticher, der auch das Kasierhock ausbrachte, und in beredten Worten seiner Freude über die Entwicklung der Gesellschaft Ausdruck gab. Der erste Direktor Linde gab ein Bild der Entwickelung der Gesellschaft, die, aus Heinen Anfängen Arvvrgeheud. sich aus eigener K'rast einen der ersten. Plätze in der deutschen Assekuranz gesichert hat. Während das Vermögen z. D. 1860 nur 6,5 Millionen. 1890 28.2 Millionen Mark betrug, stellt es sich Per 1905 auf 79.5 Millionen: an Prämien und Zinsen wurden 1860 nur 0,4 Millionen, 1890 4,4 Millionen. 1905 aber bereits 13,5 Millionen vereinnahmt, während der Versicherungsbestand jetzt bereits 1-i Milliarde überschritten hat. Seit 1895 ist außerdem die sich günstig entwickelnde Unfallversicherung und seit 1906 die Hgst- vflichtversicheriing eingeführt worden. Durch mehrfache Wohl- sahrtseinrichtungen lz. B. Vensronskasse mit Rechtsanspruch auf Ruhegehalt, Witwen- und Erziehungsgelder) ist für die Beamten gesorgt. Kleine Tageschronik. In der Gegend von Trop- pau nimmt die Genickstarre-Epidemie immer mehr zu. Sie herrscht bereits in 36 Gemeinden des östlichen 'Schlesiens. — Die katholische Kirche iic Wicszvczin (Vr. Posen) ist total n i c d e r g e b r a n n t. - In Leipzig ist seinem Transporteur entspruugen der Untersuchungs-Gefangene Graf W a l e w s k i, der nach der Irrenanstalt gebracht werden sollte. Er hat zahlreiche Schwindeleien verübt und nach seiner Verhaftung den wilden Mann gespielt. — In Hamburg wurden auf dem von La Plata ein getroffenen Dampfer „Sevilla" verdächtige Ratten gefunden. Personen sind nicht erkrankt. Das Schiff wurde der Ausgasung mit einem Rattentötungsapparat unterzogen. Alle Vorsichtsmaßregeln sind getroffen^ Die Löschung der Ladung ist unter den üblichen Vorsichts'rngßregeln gestattet. — Der S eh nellzug MoSkau-Warschau e n t g l e i st e in der Station B i a l c. Dabei kam eine Person ums Leben, sieben erlitten Vevl^!-u„am.___________________________ Universitäts-Nachrichten. (> Marburg, 3. April. Die Immatrikulationen für das cm 15. Avril beginnende Sommersemester an der hiesigen Universität sind wie folgt festgesetzt: Theologen gm 17., 23., 27. April und 3. Mai, Juristen om 18., 24., 30. Avril und 4. Mai, Mediziner am 19., 25. Avril, 1. und 7. Mai, Philosophie nnt 20., 26. April, 2. und 8. Mai. Die Vorlesungen müssen bis zum 14. Mai belegt sein, wenn das Semester als Studienzeit gelten soll. Sport. ** Der Gießener Fußballklub von 1900 hatte am Sonntag die 1. und 2. Mannschaft der Vockenheimer Fußball- Vereinignng 1901 zum Wettspiel eingc(abcn. Gießens 2. Mannschaft verlor gegen die gleiche Bockenheims mit 4:0 Toren: Bvckenbcims 1. wurde iedoch von Gießens 1. Mannschaft mit 2:0 Toren geschlagen. Dieses Spiel wurde von feiten der Gäste sehr roh gespielt und gereicht dies unserem schönen Sport nicht zur Ehre. Der Sturm von 1900 zeigte diesmal nickt so gute Leistungen wie man es gewohnt ist; die Läuferreihe tat ihr möglichstes, das beste und ein aufopferndes Spiel zeigten Gie- sens Verteidiger Hellmia und GerZchtssaal. Breslau, 3. April. Die Breslauer Strafkammer verurteilte den Gericktsreferendar Kerl Beseler, den Sohn des I u st i z m i n i st e r s . wegen eines am 26. November stett- geTjnbten, unblutigen Duells zu vier Monaten Festung. Sein Duellgeguer war vom Kriegsgericht zu 3V* Monaten Festung verurteilt worden. Das Duell war durch einen WirtS- hauSstreit entstanden. 1 Nürnberg, 3. April. Das Sck w u r g e r i ckt oerurtctltc den 20 Jahre alten Spinner Adam Meier- Gotdersdorf und den 18 jährigen Sckmied Franz S ck a n d e - Soberitz (Böhmen), die am 4. Januar 1906 den Gütler Lehnert-Mauck unterwegs erschlugen und beraubten, wegen Raubmords, und zwar Meier zum Tode, Schande zu 15 Jahren Gefängnis. (F. Z.) Turin, 3. April. Gestern begann vor dem Kassationshof die Berufungs-Verhandlung im Prozeß Mu rri-Bon- Martini. Arberterbewegrrrtg. Berlin, 2. Avril. Die Berliner M a i e r g e h i l f e n be- scklosfen heute den Streik gemäß den Vorschlägen der Lohnkommission. Die Zahl der Streikenden wird auf 8000 geschätzt. Hannover, 2. April. Die A u. s st a n d s b e w e g n n g hat sich nmrmehr auch auf die D r c ht w a r e n i n d u st r i e ausgedehnt. Die Arbeiter der Firmen Grimm it. Co. sowie Hentschel und Jeebbs und Diettrich 'beschlossen einstimmig heute die Arbeit niederzulegen. Hamburg, 2. Avril. In einer heute abend stattgehabten Versammlung der Hafenarbeiter, die von etwa 400 Personen besucht war, gelangte eine Resolution zur Annahme, in der sich die Hafenarbeiter mit den ausständigen Seeleuten solidarisch "erklärten. Hamburg, 3. Avril. Aut Antrag der Reeder werden größere Anmusterungen cm Bord des Schi Hs selber vorgenommeu. Unter gnderm wird heute die Besgtzunw^cs Schnelldcrmv'ers „Deutschland" an Bord angemustert. Die gussiändigen Seeleute verhalten sich r u b i g, die Ordnung wurde nirgends gestört. Mehr- sgch ist von Streikposten der Versuch gemacht worden, Arbeitswillige, die schon emgemustert waren, wieder ^ur Anmusterung zu bewegen, berortiac Anträge mußten natürlich vorn Seemannsamte zurückgewiesen werben. Der Schiäsverkehr zeigt noch feine bemerkbare Beeinflussung durch den Streik. Der Verkehr der ausgehenden Schiffe hielt sich in denselben Grenzen wie in normnlcn Zeiten. Von gestern Mittag bis heute früh oi na en von hier aus 17 Dampfer, zwei Seescklevvzüge und ein Segelschiff. D red en, 3. Avril. In der Dresdener Kreisbguvtmannschaft steht ein neuer riesenhafter Lohnkampf bevor, nachdem der Verband der Metall-Jnbustriellen anläßlich einer bloß 80 Monteure in einer Meißener Fabrik brtreffenben Differenz die Aussperrung sämtlicher organisierten Metallarbeiter beschlossen bat. In der Hauptsache handelt es sich um Wahrung des Koalitionsrechts. Toulon, 3. Avril. Der Unterpräfeft ist in Sacken der durch den Kellnerst ne i k hier vorgekommenen Zwischenfälle nach Paris berufen worden, wo er heute eine Unterredung haben wird. Die Leiche eines getöteten Kellners ist in die Arbeitsbörse transportiert worden und wird morgen begraben werden. Man befürchtet neue Zusammenstöße. New-Hork, 3. April. 1 4 3 0 0 0 Hartkohlenleute feierten gestern, wahrend nur 50 000 arbeiteten. Die Zecken- besitzer in Ohio beschlossen, den Weichkohlenarbeitern nichts zu bewilligen. Tie Besitzer in Pitisburg gnben dagegen nach. Indianapolis, 3. April. Die bituminöse Kohle fördernden 6)csellschasien, die gegen 100 000 Arbeiter beschäftigen, bewilligten bereits den neuen L o h n t a r i s. Tie Befürchtungen, dgß es zu einer völligen Betriebseinstellung kommen wiirde, sind vorüber. Man rechnet vielmehr damit, daß die Lage sich täglich bessern wird. Gingesandt. lFür den Jnhglt der unter brVr Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Rcdc.lt den, P"R'kmu gegenüber keinerlei Verantwortung.) Bei dem jetzigen schönen Wetter mgcht sich in der Lich erst r a ß e wieder ein Mißsignd gettenb, der einem leicht dgs Spazierengehen verleidet. Man ist noch Feine 50 Schritte im Wald, so kann man nicht mehr den Fußsteig benutzen, wenn es nicht wochenlang vorher sehr trocken war. Man ist genötigt, vor dem auf dem Wege lagernden Schmutz in den Wald zu flüchten, was -namentlich für Damen nicht angenehm ist. Die Kolilenascke, die man auf den Weg gestreut hat, nutzt bei den hiesigen Bodenverhältnissen nichts. Könnte man nicht an der südlichen Seite der Straße einen Streifen Wald abholzen und einen Svaziergängcr- weq anlegen? Es würde dies für Gießen einen der schönsten Spaziergänge geben, auch würde für die Straße ein großer Vorteil geschgffen, da sie freier zu liegen käme und besser abtrocknen konnte. Eine nmmgenehme Neberraschung wurde mir kürzlich zuteil, als ich die 1. Schneise nach der Osrünberger Straße zu ging, weil auf der Licker Chaussee nicht mehr fortzukommen war. An dem Uebergang der oberhessischeu Bahn stand ein Militärposten und bot ein energisches Halt, da der Weg für Zioilverionen verboten sei. Bloß für Tennen, die in Begleitung von SolOgtcn sind, scheint, wie wir sehen konnten, das Verbot nicht zu bestehen. Es ist kein Grund einzusehen, warum der Weg für das Publikum verboten ist. Zudem ist er doch, soviel mir bekannt ist, Eigentum der Stgdt. Es wäre daukeuSwert zu begrüßen, wenn die Stadtverwgltung dafür sorgen würde, daß dos Verbot aufgehoben würde. Lens, 4. April. (Orq.'Tep. d. G. 91.) Heute morgen 9 Uhr wurde eit? Lebender an? Schacht 4 geborgen. Man glaubt, daß sich noch andere Lebende in diesem Schacht befinden. Telefomsclhe des Giessener Anzeigers, mitsreteilt von der Uank für Handel und Industrie. Glessen. Firnnkfnrter Färse. 4. April, 1.15 Uhr. 3l<°/n Reichsanleihe . . 100.35 Elektriz. Lahmerer . . . 145.00 3% do. . . 80.25 3^°/0 Konsols .... 101.10 3% do..... 89 40 Hessen.....99.70 3^°/n Oberhessen . . . —.— 4°ft Oesterr. Goldrcnt.e. . 100.20 4’/6®« Oesterr. Silberrente 100.80 4 % Ungar. Goldrente . . 95.00 4% Italien. Rente . . . —.— 3% Portugiesen Serie I . 69.75 3% Portugiesen „ TII 71.00 4’3% russ.Staatsanl. 1905 91.55 4%°« japan. Staatsanleihe 95.75 1 % Conv. Türken von 1903 94.00 Türkcnlose......147.30 4 % Griech. Monopol-Anl. 54.95 4% äussere Argentinier . —.— 3°/0 Mexikaner . . . 68.70 4^°/0 Chinesen .... 98.30 Aktien: Bochum Guss..... 247.25 Buderus E. W .... —.— Tendenz: ziemlich fest. Elektriz. Schuckert . . . 133.70 Escbweiler Bergwerk . . 264.25 Gelsenkirchen Ber^wn'k - 229.20 Hamburtr- Amerik. Paketf. 166 60 Harpen er Bergwerk . . . 219 40 Laumhüt.to......249 50 Nordd. Lloyd..... 137 30 Obei=chles. Eisen-Industrie 132.10 Berliner Handelsges . . 172 80 Darmstädter Bank . . . 146.00 Deutsche Bank . . . 24140 Deutsch-Asiat. Bank . . 184.20 Diskonto-Kommandit. . . 189.80 Dresdner Bank ‘ ... 163.30 Kreditaktien.....212.60 Baltimore- und Ohio- Eiscnt ahn . . .115 00 Gotthard bahn.....—.— Lombard Eisenbahn . . 24 40 Oesterr. Staatsbahn . . . 144.60 Prince-Heuri-Eisenbahn . 140.30 Berliner Börse. Canada E. B......—.— Darmstädter Bank . . . 145.70 Deutsche Bank .... 241.20 Dortmunder Union C. . . 87.60 Dresdner Bank .... 163.20 Tendenz: schwach. 4. April. Anfan^skurse. Harpener Bergwerk . . . 219 50 Laurahütte . . , . — '■ombarden E. B. ... 24.30 Nordd. Lloyd..... 137 00 Türkenlose . ... 146.90 Briefkasten oer (Anonyme Anfragen bleiben nnbernüsichligt). Alter Älbonnent. Fluchtverdacht kann nur bei nach dem Strafgesetzbuch ver'olgbaren Handlungen vorliegen nnd zur Verhaftung des betr. Täters führen. Eine Verhaftung wegen Verwirk- lichung zivilrechtlicher Ansprüche gibt es nicht; man könnte höchstens an b m sogenannten „persönlichen Arrest denken, doch wird dieser ec..' 1 Jc(tcn erlassen. — Ob ein TageloHn von 3,50 Mark wegen einer Forderung aus Aliiuenteir teilweise pfändbar ist, können wir nicht ohne weiteres ei'.tscheideru An und für sich kann TageloHn loivei - s Vorc b. April,' von jeyl k 85000 - Lander" bebe1 fonanl ' Aus SBett.:1 unserer pol'M zu" Taube" ®ii leicht''' dein Sä Tie Anqenme M« 5 Gie Sei 1. Mai 1 Zeit v°m städtischen dovpetter G Di bet vorn liehen $ Eiseuli unterlc össmtlich 3- zur Ei' bis zuu 14 Toy G N mutete 3 Ban. hausbu Ährmä 1! oder Hi 2 Laufsr 2 lWaqn 1 Jnstal Di siraße Mitlwr 'chrißliit liegen bi berg rin Ei I. I II. $ HI. Li IV. Li S v. ty 9a und au? C*i, "Win, StaHini totit® wthngi versteig t Gr Tanger, 4. 9(priL Nach Briefen an? Marakesch hat FeBimenol66 •9 berühmtes Metallputzmittel, in Flaschen ä 20, 30 und 50 Ptg. 2182 (stöbt. Diesbanamt. B‘/4 S^rtanntmamuuv 18 1 61 2044 B % 8 13 2 775 11 Das Holz im Distrikt Winnereck und Wallenfels wüstung wird bei der Versteigerung nicht vorgezeigt. Zusammenkunft in der Eiscnschade. reflektiert. Anstellungskonditionen: Mehl* Neu! Neu! Staff- und Holzdraht 1483 a"/e und W. Kiibinger. 2183 A 1 Liter --- 1,50 Mk. Alleiniger Fabrikant: Bestreitung des verbleibt. für die Kinder! Mit Dr. Oetker’s Pudding-Pulver ä 10 Pfg. zu köstlichen Speisen bereitet, ist dies das Ideal-Nahrmittel für Kinder. Vorrätig, wo Dr. Oetker’s Backpulver a 10 Pfg. zu haben. (3 St. 2a Pfg.) W. Kilbhiger Inhaber der Löwen-Drogerie, Giessen. ufro soweit gepfändet werden, daß dem Betreffenden nur der zur I zwei Herren, sowie der Führer des Straßenbahnwagens wurden • - .notwendigen Unterhalts" erforderliche Betrag der ,Augsb. Post-Ztg/ zufolge ziemlich schwer verletzt. Paris, 4. April. In der D e o u t i e r t e n k a m m e r, in Gehalt, Spesen, Provision mit eventuell Pensionsberechtigung. Offerten mit ausführlichem Lebenslauf und Referenzenaufgabe erbeten an unsere Generalagentur Mainz. doppelter Ausfertigung an uns «nnzureichen. Gießen, den 2. April 19^6. Städtisches Tiefbauamt Braubach. Allendorf a. Lumda, den 2. April 1906. Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda. Rein. „Allianz“ Versicherungs-Aktien-Gesellschaft. Ctadtisujer ArbeiMlilbVeis Gießen. Garteustratze Rr. 2, Zimmer Nr. 2. 184.20 189.80 163.30 212.60 der gestern die Regierung wegen des Grubenunglücks in Courrieres interpelliert wurde, wurde em Vertrauensvotum f fi r d i e Regierung angenommen. Im weiteren Verlause der Sitzung lehnte des daus mit 356 gegen 193 Stimmen au^ Antrag Sarriens es ab, in die Beratung des von Constans (SozI eingebrachten Vorschlags, einer allgemeinen Am nestie, einzutreten. Wien, 4. April. Im aestrigen R r o n r et t wurde endgiltig beschloßen, in U g a r n innerhalb der geiehlichcn Frist, die am 11. April abläuft, keine Neri wählen austuschreiben. Ter Minister des Innern, Kristoffi, erklärte daraus dem Kaiser nochmals, daß er unter diesen Umständen nicht mehr wei'er Mitglied der ungarischen Regierung bleiben wolle. Sein Rücktritt er» iolql schon in den nächsten lauen. Auch der Iustizminister Sony« ist aus demselben Grunde zurückgetreten. Tie ungarischen Munster kehrten am Abend nach Budapest zurück. Tie Neuwahlen werden voraussichtlich im Herbst, wahrscheinlich im September, ausgeschrieben werden. Petersburg, 4. April. Verhandlungen über die sich die Lage verschlimmert. Die Stämme d-eier Gegend haben sich vereint gegen den Vertreter des Maghzen erhoben. Leinöl, Siccatif, Terpentinöl, Fussbodenöl. Spezialität: anerkannt beste Fussbodenlackfarbe, Eichenstämme mit 8,10 Fstm., 67 Nadelstämme mit 39,09 Fstm., Eichenderbstange mit 0,05 Fstm., 2Buchcnderbstangen mit 0,05 Fstm., Nadelderbstangen mit 5,98 Fstm., 150 Nadelreis- Mein Geschäft befindet sich jetzt 2185 LL Sellersweg 33 Leo Kann Fabrikation feiner Wurst- und Fleischwaren. Verdingung. Die Lieferung von 80 m Gummischläuchen soll Mittwoch, deu 11. April, vorm. 10 Uhr öffentlich vergeben werden. Beschreibung und Bedingungen liegen während der Dienst- stunden bei uns zur Einsicht auf Angebote aus Vordruck, der daselbst erhältlich, ünd spätestens brs zum vorgenannten Zeitpunkt an uns einznreichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gletzen, 3. April 1906. Bei Meidung der Nickuberücküchtigung sind bis spätcsiens bcn 1. Mai dS. 39. alle noch rückständigen Rechnungen über die in der — *' — .......*•"*----- der 3lrbeits-Vergebung. Die zur Herstellung zweier Schnlränme für die Oberrealschule in der vorm Dr. Weber'schen Hofrrite in der Wetzsteingasse Nr. 43 erforderlichen Maurer--, Schrciucr-, Schlosser-, Weißbindcrarbeiten, Eifcnlikferuug, sowie btc Hofhcrstclluug mit Kohlenschlackenunterlage sollen Samstag, den 7. 2lpril d. I., vorm. 10 Uhr öffentlich vergeben werden. Zeie« nung, ArbcitSbeschreibung und Bedingungen liegen bei unS zur Einsicht offen. Angebote aus Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uuS einznreichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. B8/< Gießen, den 2. April 1906. Städtisches Hochbauamt. Gerbet. Arbeitsvergehung. Die zur Umpflasterung der Frankfurter- und AlSfelder- straße zu Grünberg erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen Mittwoch be» 11. b. M. vormittags 10 Uhr auf dem Wege fchriflllchcn Angebots vergeben werden. Voranschläge und Bedingungen hegen bis zu genanntem Termin bei der Großh. Bürgermeisterei Grün- berg zur Einsicht offen, wo auch die Offerten abzugcben sind. ES kommen zur Vergebung: I. Maurerarbeiten. (Beionfundamente und Versetzen von Hausteinen), TI. Steinmetzarbeiten d,t Iner Bank • Für imjerc Unfall- ttnd Hastpsiicht-Abteilung suchen wir drei Inspektionsbeamte für Rheinhessen, Starkenburg, Oberhessen, Pfalz. Es wird nur auf durchaus zuverlässige, tüchtige Kräfte stanqen mit 3,20 Fstm., Nrn. Eichennutzscheit, rund, 16 Rm. Eichennutz- knüppcl, 2 Nrn. Nadelnutzknüppel, 55,5 Nrn. Buchen-Scheitholz, 8 Nrn. Eichen-Scheitholz, 4,5 Rm. Nadel-Scheitholz, Nrn. Buchen-Knüpvel, 15 Rm. Hainbuchen-Knüppel, Ketuinntmachimg. Betr.: Schießen ohne polizeiliche Erlaubnts. Es ift die Wahrnehmung gemacht worden, daß trotz unserer kürzlichen Warnung immer noch in Garten ohne polizeiliche Erlaubnis ober sogar nach eingeholter Erlaubnis zum Schießen von Raubzeug nach Singvögeln und Tauben geschoßen worden ist. Wir warnen hiermit ausdrücklich vor dem leichtsinnigen Schießen und insbesondere vor dem Schießen nach näßlichen Vögeln. Die Sckiuhmannfchast ist angewiesen, ein besonderes Augenmerk auf diese Ausschreitungen zu richten und unnachsichtlich Anzeige zu erheben. Gießen, den 1. April 1906. Großh. ’-i mt Gießen, Herberg. llubril ilcficnbtti Artikel Ium gcoMöer {einerlei । f)t sich in der Licher- bev einem leickt dr? keine 50 Zebnlte int M, benutzen, meint es nicht m ift fleiioM vor dein Wald zu fliittikn, was Die fiohfennjcfie, die ei ben bkfiqen ?ode/i- der südlichen Seite der d einen SvMMMr- tew einen ‘iiev \Aonf\en £hw ein N6fawteu >- bester ablrodnen lönnlt. > mir lnrsiim iiiteil, oU berget Straße «n gm sortzttkommen war. h i Hand ein Mililärvoilin -leg für Zioilverionen Der- (eitunq von Soldaten sind, tot nicht zu beifenen. arunt bet Vea für bg )Cb, soviel mir bekannt lroCrt in beqnmen, wenn § baß das Verbot nnf- Wt auf Die diesjilhche Löhmte der Gemeinden Dornholzhausen — 69, Ebersgöns — 100, Groß-Rechtenbach — 120, Hochelheim — 30, Hörnsheim — 90, Lützellinden (Markwald) — 500, Niederkleen — 30, DberkKen — 400, Reiskirchen — 120, Vollnkirchen — 87 und Volpertshausen — 45 Zentner, sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 14. dS. Mts., vormittags 10 Uhr, zu welcher Zeit Eröffnung erfolgt, hierher einzureichen. Die Verkaufsbedingungen können hier eingesehen werden. Groß-Rechtenbach, den 3. April 1906. Das Bürgermeisteramt. Versteigerung. Dienstag, den 10. A»»rrl isd. IS., nachm. 3 Uhr sollen im städt. Pfandtotal, SelterSweg 11 dahier die wegen rückst. Ortskronken» kaffebeiträgc gepfändeten Gegenstände, Möbel aller Art, 3 Pferde, 1 Wagen, Kassenschränke und 30 Mtr. ©arten- schlauch versteigert werden. _ (neo (9 c nt nt e rr c r. < ^ndm'ist'r Ache freiwillig MerlmBgemz im Konkursverfahren. Die zur Konkursmasse des Heinrich Döll V. in Billingen gehörigen Immobilien, eine Hofraithe mit Stallungen, Scheuneu, Hofraum, Grabgarten, sowie ca. 70 weitere Grundstücke, Aecker und Wiesen der Gemarkung Lillingen sollen freiwillig meistbietend vor Gr. Ortsgericht Villingeu ' 2172 Samstag, den 7. April, abends 8 Uhr versteigert werden. Versteigerung findet bestimmt statt. Der Konkursverwalter. Dr. Spohr, Rechtsanwalt. Holzversteigermrg. Freitag, den 6. April 1906, vormittags 9 Uhr ansaugcnd, werden in den Walduitgen der Gemeinde । Allendorf an der Lumda, Distrikt Kopf, Dodenberg,' Rödern, Fichtenwiese, Seif, Hahnekam, Eisenschaden, \ Winnereck und Wallenfelsivüstung versteigert: 2164 s„ Z-tzZ KK- Farben trocken und rrtrafein in Del gerieben, Möbel» tmd Fußboden-Lacke, Pinsel und Mal- utenfilien jeder Art kauft man am besten und billigste« in der Gernia-nia-Drogerie Car8 Seibel B«| Fra>tk>urtcrStr.39 Telephon 69L, NB. Farbeugefäße gratis. <ä) heute morgen 9 Ubr ijitaW. » s1* ihntk ■ • 1 1 ’ ' J373T' rer Handels^ • ' ' 24140 39 Rm Eichen-Knüppel, Rm. Kirscken-Knüppel, 173,5 Rm. Nadel-Knüppel, 4 Rm. Linden-Knüppel. । Wetlen-Buchen-Reisig, 1275 Wellcn-Eichen-Reisig, 80 Rm. Buchen-Stöcke, ! Rm. Eichen-Stöcke und 26 Rm. Nadelstöcke. lprii. ***?T.*! , • s» rabfl^ E ß. - ' ' yjlOO bfirden £• . . ■ ^90 Id. ' ■ 11 ienlü6® • Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hcsien für Donnerskaq, den 5. April 1906: Heiler und wärmer, auch nachts. Tie Rächte sind von jetzt ab frostfrei. Näheres durch die Gticnener Wetterkarte. Orrginal-Drahtnielduiigen. Dresden, 4. April. Ter Verband der Metallindustriellen gab gestern abend durch Anschlag in den Iabnkcn die Aussperrung sämtlicher organisierten Metallarbeiter der Kreishauptmannschaft Dresden bekannt. 25 000 Arbeiter werden von der Sperre betroffen. — Das Landgericht verurteilte den Bneßniffer G e m e i n d e v 0 r st e h e r Heber wegen Bestechung in 19 Fällen zu einem Jahr Ge- ^^Augsdurg, 3. April. In der Fuggerstraße stieß heute Nachmittag ein Automobil mit einem Straßenbahnwagen zusammen. Die Infaffen des Atttomobils, zwei Damen und Haarsträhnen keine Zöpfe mehr. «csVerlieren unmogltch nu Don eigenem Haar nicht zu unterscheiden! Anfertigung von 2 Mk. an. 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