abend 6lk Uhr i W nnmnnmeriert Mk. rüst Challier (Badolpu II) SIW* llnioersUat- h (Berlw "rieilnü*! ^aazouas. per«) , tfirShibie^ ^^Ääls'Luch^'' iUlll°xu habe»-.Ml-- «£*£*** A (#w^ jindjtlbe^rten^ ZolksvorlesWe« strcbuilgc». giffli» Mf** ^www»”6 M® <*** I- *■ ^>> Erstes Blatt 156. Jahrgang Dienstag 6V.Januar 1906 l euer An Die Keutige ^lummer umfüfit 8 Leiten. Christians Nachfolger, König Friedrich Vm., ist geboren am 3. Juni 1843 in Kopenhagen. Er war 1864 während des deutsch-dänischen Krieges Leutnant in Nordjütland. Später Generalinspekteur der dänischen Armee, hat er bereits mehrfach für seinen greifen Vater die Negcnt- schaft geführt. Er ist Vater von 8 Kindern. Ter älteste Sohn, der jetzige Kronprinz Christian, wurde geboren am 26. Sept. 1870 zu Charlottenlund und ist vermählt seit 1898 mit der Prinzessin Alexandrine von Mecklenburg- Schwerin. Durch sie steht er seit der Verheiratung des deutschen Kronprinzen mit der Prinzessin Cäcilie in verwandtschaftlichen Beziehungen zum deutschen Kaiserhause. Politisch hat das Verhältnis zwischen Dänemark und Deutschland seit dem Besuche Kaiser Wilhelms in Kopenhagen sich wesentlich gebelfert, und der jetzige König -und unser Kaiser sollen freundschaftliche Sympathien für einander empfinden. Auf Befehl des Kaisers fällt denn auch der Ball am 31. Januar im königl. Schloß wegen des 'Ablebens des Königs von Dänemark aus. itim scheint es nicht bekannt zn sein, daß die Arbeiter von heute an Solidaritätsgefühl und sozialem Empfinden wahrlich viel mehr besitzen, als viele Kreise des sog. Mittelstandes« An Gerichtssprachen, sofern sie Arbeiter betreffen, zaust und zerrt der „Vorwärts" mit besonderer Vorliebe, und seine Anhängerschaft tuts ihm nach, leider nicht immer ganz ohne Grund. Es ist ein beliebtes Mittel des vierten Standes, im Kampfe gegen die bestehende Ordnung Bestrafte seiner Partei zu Märtyrern zu stempeln« Sudermann laßt dagegen die doch wohl kaum zimperlichen Arbeiterseelen vor dem Worte „Mörder" zusammenschrecken wie hysterische Jungfern vor einer lächerlichen Maus. Und obendrein schiebt er feinen Biegler noch in ein Milieu, dessen Mitglieder zum Teil doch mit den Strafgesetzen auf gespanntem Fuße stehen oder doch standen! Denn der patriarchalische Steinmetzmeister Zarncke, ein Ueberguter nach der üblen Unart Ohorns, der nur die Farben schwarz und weiß kennt, bepflanzt seinen Arbeitshof gern mit treuer Zuchthauskundsckaft, um sie in Seelenknr zu nehmen. Das ist ja recht nett von diesem beneidenswerten Optimisten, und Sudermann findet so Gelegenheit, £eiitd)en, die Gorki eigentlich erst recht litteratursähig gemacht hat, in der breiten Allireskomanier oder treffender: in der derben Steinmetzknnst des Volksstückschreibers mit, Witz und Behagen zu schildern. Ter Hyperphilanthrop aber über* autivortetwichtige Schlüssel einem Berufsverbrecher, dem Gegenspieles zum Zufallsverbrecher Biegler, dessen Sinn statt nach Sandstein und Marmelstein, nach Edelstein steht und der darum, wie Z. sehr wohl weiß, zu seines Prinzipals ftirtein Teilnehmer ward. Dafür gehört Z., bei Lichte besehen, unter RiirateL Ein lebensvoller Menschenfreund dagegen hätte uns als Muster vorgesührt werden können. Wieder also zeigt S. da? Gegenteil von dem, was er hatte zeigen sollen, legt er doch die Unvernunft humanen, edelfinnigen Bestrebens dar! Und an den Genossen Bieglers, an denen auch nur gar wenig aus innerem Leben her-ausgewachsen ist, viel mehr aus Reflexion, aus nüchterner, verstandesmäßiger Erwägung, zeigt er uns, wie ein „Bestrafter" eine edlere und anständigere Gesinnung haben^kann als ein Unbescholtener. Um des Beweises dieses stein- alten Satzes willen schuf er nach bewährtem Kontrastrezept einen bösen Buben, Göttlingk, einen rüden Muskelprotz und Weiberhelden, einen Röcknitz int Steinmetzkittel. Doch als es burd) diesen zu einer großen Unfatlskatastrophe kommen, als der vom Krahn losgelassene Steinblock ein paar Menschen erschlagen soll, wie wir das schon bei Philippi einmal befürchteten, da — welche Wendung durch Cudermaitns Fügung — tüirb nur Staub aufgewirbelt, im eigentlichen wie int übertragenen Sinne. Wir sehen, baß S. unS auf5 neue genarrt, daß er v'.el Lärm um nichts gemacht hat. Er ist, wie schon in anderen Stücken, der Tragik aus dem Wege gegangen. Biegler und Lore, die Verlorene des Stückes, werben nicht zu Stein, im Gegenteil, ihre int Grunde weichen Seelen, die fich willen- und widerstandslos mit dem Fuße stoßen ließen, werben nun wieder sie selbst. Beide nehmen nun ihr Geschick in die eigene Hand. Vorn ersten Akte an zerrt Sudermann an unseren Nerven, und langsam, ganz allmählich naht er mit der Gänsehaut, um fi- schließlich für sich zu behalten. Nttr ein einziges Beispiel von dem Vielen, wie er mit Unwahrscheinlichkeiten operiert: Lore, die, roll heit würde die Verteuerung des PoftanweisungsverkehrS den Handwerker empfindlich treffen, da er nicht, wie dis großen Geschäfte, in der Lage sei, sich des fteuerfreien Giroverkehrs zu bedienen. An einem Zählenbeispiel wirb die starke Belastung des Handlverks näher dargelegt, danach hätte ein mittlerer Schuhmachereibetrieb für das Jahr 1903 zu bezahlen gehabt, an Qutttungsstempel 66,90 Mk., an Frachtur runden stempel 22,25 M, im ganzen 79,15 Mb., was, da die von dem Betriebe zu zahlende Gewerbesteuer nur 36,80 Mk. beträgt, eine Erhöhung seiner steuerlichem Belastung um zirka 215 Proz. bedeutet. Aas Schulwesen in Hessen, n. (Schluß.) Werfen wir nun zunächst einen weiteren Blick auf dis Leistungen, die der hesfifche Staat für das Volksschulwcsen aufzubringen bat, so ergibt fick nach dem Staatsvoraitschlag für 1906 'darüber folgendes: Tas Kapitel „V o l k s s ch u l w e f e n" verzeichnet in der Einnahme das Meine Wörtchen: „Nichts". In bec Ausgabe werben dagegen zunächst an Gehalt für 21 Kreisschul- infvektore.l 92 600 Mk. verlangt und für Tienstzulagen an dis Volksschullehrer nach Maßgabe des Gesetzes vom 2. Januar 1901, die Gehalte der Volksschullehrer betr.: 1725 000 Mk., d. i. 45 000 Mark mehr als im Vorjahre. Tiefe Dienstzulagen des Staates sind in den letzten Jahren durchschnittlich um 38 100Mk. gestiegen; die erhöhte Forderung für das Jahr 1906 ist in Rückficht auf die tetc Zunahme der Zahl der definitiv zu besetzenden Lehrerstellen erfolgt. An Zulagen für Lehrer, Schuloerwalter re. an besonders ungünstig gelegenen Orten sind, wie in den Vorjahren, 10 000 MK eingestellt, für Vergütung an Katecheten 12 500 Mk., für Vergütung bei Vertretungen in Krankheitsfällen re. 60 000 Mk., 10 000 Mk, mehr als im Vorjahr. Hierzu wirb von der Regierung bemerkt, General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Bezugspreis: monatlich75Pf., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6‘> Pf.; durch diePost Alk. 2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. L,mahnte von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr, Zeilenpreis: lokal 12Pf* auswärts 20 Pfg. Verantwortlich für den DoltL und allgern, Teil: P. Witt ko: für „Stadt und Land" und ^Genchtsfaaf: Ernst Heß; für den An- zeigenteil: Hans Beck. in keiner Weise auf einer Begebenheit, sondern ist frei von ihm erfunden. Sehr richtig sagt Dr. Hans Landsberg in seiner verständigen Subermann-Broschure (Berlin, Gose und Tetzlasst: „Er arbeitet nicht nach Modellen, um sie in allen Gnzel- heiten zu reproduzieren, sondern er nimmt nur einzelne Züge von den Gestalten des wirklichen Lebens und übertragt sie auf freigeschaffene Figuren. So strebt er üb-roll nach typischer Darstellung, der sich alles Individuelle untcrütbiten muß." Ja, wir begegnen auch hier der bekannten sorgsältigen Zeichnung von Typen, die ffft allesamt ein Svielball sind einer in jedem Akt auf eine Reihe von Küallcssekten zugespitzten Situation. Wir sehen, Sudermann batte seine künstlerische Freude an diesen Typen und diesem Milieu. Wer das Ganze zerflattert. Es fehlt die cinft, in der „Schmetterlingsschlacht", im „Glück im Winkel" und besonders in der musterhaft knappen Tragödie „Fritzchen" zu bemerkende gerade, feine Linie. Wir lernen eine langatmige dialogisierte Erzählung kennen, von der man die Hälfte streichen könnte, ohne daß Wesentliches verloren ginge, obwohl gerade die besten literarischen Blüten am üppigen Episodenmackwerk prangen. Dem Finale fehlt cs vollends an zwingender Konseguenz. Zunächst ist der Steinmetz Biegler, der „Held", kein Mörder, wie ihn unbegreiflicherweife ein schneidiger Berliner Kriminalkommissar nennt, der doch im Strafgesetzbuch einigermaßen Bescheid wissen müßte, sondern ein Totschläger, also überhaupt kein Verbrecher, sondern ein Unglücklicher, der in der Notwehr den Mann einer proletarischen Potivhar erschlug und dem weniger rigorose Geschworene, als sie Sudermann sich denkt, mildernde Umstände un» bedingt zugefprochen hätten. Dadurch schon nahm E. seinem Problem einen sehr wesentlichen und ungemein anregenden Teil, nämlich den Versuch des Sichhocharbeitens nach entehrendem Verbrechen, der Besserung in der wiedererlangten Freiheit; denn das Temperament, dem B. zum Opfer fiel, läßt sich nicht bessern, höchstens zügeln. Geif-iß^aber bleibt des Interessanten noch genug. Selbst diesen nur gering Schuldigen, so behauptet nun Sudermann, ächtet die Menge. Gerad aus dem Zuchthaus doch kommt er heraus. Ist das durchaus glaublich? Für gewisse Kreise trifft das nur zu sehr zu. Dann aber hätte S. einige Stufen höher greifen muffen in der Gesellschaft. Und der parfümierte Schaffer von „Sodoms Ende" und dem noch schwüleren „Blumenboot" hätte besser daran getan. In ein anderes Milieu hätten Honigmädchen- Hymnen auf Amselschlag :c. allenfalls gepaßt. In der Fusel-Atmosphäre eines Steinmetzhofes machen sich Bemerkungen wie „Gebären ist Gottesdienst" re. abgeschmackt. Ganz richtig aber ist es, daß S. dem Biegler, als dieser dasselbe noch einmal tun will, waS ihn auf Jahre der Freiheit beraubte, die allgemeine Hochachtung seiner Arbeitsgenofsen zurückgibt, sodaß der verkannte Edelsinn auf einmal in wirkungsvoller Beleuchtung erscheint. Dadurch jedoch widerlegte Sudermann sich selbst und er narrte seine Hörer, da dieselben Leute aus demselben Anlaß Biegler vorher mieden. Ob Steinmetz, Dramatlker ober Glockengießer oder sonst was, immer wird eS einzelne geben, die ihn lieben, sofern er ihnen seelisch nahe kommt, trotz düsterster, zwei'elhastester Vergangenheit. Das sagt ja auch Sudermann. Aber Befähigungsnachweis im Baugewerbe. 'Stuf der am 25. d. M. in Berlin ab gehaltenen Sitzung! des geschäftsfü hrenden Ausschusses des deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages wurde hinsichtlich des Gesetzentwurfs betr. Wanderung der Gewerbeordnung (Befähigungsnachweis im Baugewerbe) folgender Beschluß gefaßt: Der 'Ausschuß des deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages betrachtet den vorliegenden Wänderringsent- Wurf zur Gewerbeordnung nicht als eine Lösung der Beschlüsse der früheren Handwerks- und Gewerbekammertage betr. den Befähigungsnachweis im Baugewerbe, hält ihn aber für einen Schritt auf dem Wege zur Besserung der Verhältnisse im Baugewerbe unb' würde ihm zustimmeu können, wenn 1. die Bestimmung über die Absolventen der Bangewerkschulen gestrichen wird, 2. die Entscheidung über die Zuverlässigkeit der Baugewerbe treib end en Kollegial-Behorden übertragen wird, in denen Sachverständige aus dem Baugewerbe Sitz itni> Stimme haben müssen, 3. im Gesetz als Bauhandwerkev Maurer, Zimmerer und Steinmetze bezeichnet werden. Hinsichtlich des Titels „B äuge Werks meistes sollen Schritte eingeleitet werden, daß in allen deutschen Bundes-- staaten die Führung dieses Titels von dem Bestehen der Meisterprüfung abhängig gemacht wird. Nr. 25 Erscheint täglich außer ©onniaqS. Dem Gießener Anzeiger werben im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Familien, blätter Diermal in der Woche beigelegt. Notationsbruck u. Verlag der Brüh l'scheu Unwers.-Buch-u.Stem- bruderet. R. Lange. Redaktion, Ervedmon und Druckerei: Schul st raße 7. Redaktion 112 Verlag u.Grpeb. &^51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gieße». Gegen die QuitLrmgsfieuer. Der geschchstsführende Ausschuß des deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages hat in einer Eingabe an den Reichstag sich gegen die ^Besteuerung der Quittungen und Frachturkurchcn ausgesprochen. Tie Eingabe führt aus, daß durch diese Steuern das Handwerk in seinen Konkurrenzverhältnissen gegenüber den Großbetrieben in Handel und Gewerbe einseitig ungünstig beeinflußt wurde, denn, während der Käufer von fertigen Handwerksartikeln im Warenhaus oder im Spe- zialgeschäft meist sofort bar bezahle, bestehe der größte Teil des Umsatzes in Handwerksbetrieben in der Anfertigung der Waren auf Bestellung und nur in den seltensten Fällen würde die Forderung bei Ablieferung der Ware beglichen, meist erst nach einiger Zeit. Ter Geschäftsverkehr im Warenhaus erfordere also nicht die Ausstellung einer Quittung, da der Käufer in den Büchern des Geschäfts nicht geführt werde. Tagegen würde bei Anfertigung der Ware auf Bestellung der Kunde als Schuldner in die Geschäftsbücher eingetragen, und man könnte es nur recht und billig finden, wenn er die Erledigung seiner' geschäftlichen Beziehungen in Gestalt einer Quittung bescheinigt haben wolle. Jnsonder- des hannöverschen Prätendenten, des Herzogs Ernst August von Cumberland. Durch die Ehen der Großkinder des verstorbenen Königs haben jetzt fast alle europäischen Höfe schwere Trauer, denn zu nahezu allen trat die dänische Königsfamilie in verwandtschaftliche Beziehungen. In der allerletzten Zeit erlebte der greise Herrscher noch die Freude, seinen Enkel auf den norwegischen Königsthron kommen zu sehen. Tie Regierung König Christians war liberal im besten Sinne des Wortes, fortschrittlich in jeder Beziehung. Man ehrte und liebte ihn als Landcsvater, er genoß als Nestor aller europäischen Fürsten Hobes Ansehen. Sein Leben war gesegnet, sein Haus blüht und gedeiht. Er war gut als König toie als Mensch — Ehre seinem Andenken! Kießerrer Weaterverein. Stein unter Steinen. Schauspiel ht 4 Akten von Hermann Sudermann. (Buchausgabe bei Cotta in Stuttgart.) „ , ES ist wohl in erster Linie die?lufgabe des Theatcrvereins, stlne Mitglieder mit den markanteren neuen deutschen Bühnenstücken bekannt zu machen, die unser Theater ohne die Jnanspruch- mihme auswärtiger Darsteller von Ruf seinem Publikum vorzn- fe&en nicht imstande wäre, von denen aber die deutsche Welt allenthalben spricht oder doch ein paar Monate, vielleicht nur cm paar Wochen oder gar mir Tage lang eifrig sprach. So ist drnn schon dadurch die gestrige Aufführung von Sudermann's ..Stein unter Steinen" gerechtfertigt, das sogar den Deutschen Londons bereits int Dezember v. I. geboten worden ist. Jemaiid hat einmal Gerhart Hauptmann den Dichter des Ä itleids genannt. Sudermann ging wohl mit diesem Drama darauf aus, den gleichen Ehrentitel sich zu erringen. Es scheint :rme ursprüngliche Absicht getoefeit zu sein, die erbarmnngst- laurbigcn Leiden des verzweislungsvollen entlassenen Straf- sscnmgenen niitleidweckend uns vorzuführen, eines int Grunde 'mm Menschen, der wieder ein nützliches Mitglied der Gesell- s^ost^zu werden den fefleii Vorsatz Seit, und die Mitleids- und Verständnislosigkeit eben dieser „Gesellschaft"' sowie die damit drrbundenen mangelhaften sozialen Einrichtungen zolaiich an- •Linagen. Richard Voß, Viktor Hugo n. a. taten das bereits. Tiich „Die rote Robe" von Vrieux klang aus ähnlicher Tonart. Doch dos tut nichts. Ein großer Dichter hat diesen Stoff '^ch nicht behandelt. Er hätte daraus Großes schaffen können: der ^reigewordene, der ins Leben hineinplatzt, menschlich be- deiitungsvollen Problemen nachjagt und schließlich als „Gv- sei.djneter" an der starren Harte der vomrteilsvollen, mißgünsti- gert, dünkelhaften Welt voll pharisäisch grausamen Hochmuts jernriirbt oder an seiner inneren Schwäche zu Grunde geht: lder der sich in verzweifeltem Kämpfe durch Hoffnung und [Horcht durch Arbeit und Liebe emporringt zu neuer Men- shirwvürde; oder der neuer Versuchung anheimfällt, oder sich m seinen unbezwingbaren Gewissensängsten, verfolgt von der sb eichenden grauen „Frau Sorge", die den Hörer miipeinigen mißte, selbst zu Tode foltert usw. usw. Ferner die Menschen bei knr Arbeit, wie sich in das Alltagsleben die Fäden von Charakter Schicksal verspinnen, wie selbst bei der heißen, mühevollen Arbeit, beim Schweiße um das tägliche Brot die Vorurteile nicht Mvinden, obwohl wir doch jeden, ganz gleich, was in seiner Ver- ctragenIfcit geschah, imt seiner ehrlichen Arbeit willen achten joniten. Aus dieser Fülle von Motiven hätte ein Dichter eines W erwählt und zu Ende geführt. Sudermann, der Mann im Bart, der elegante, ohne feinste UcreS undenkbare große Faiseur — Poseur war er schon als TWtkr Realschulsekundaner — packte das Thema auf seine Weise - al. Zweifellos hat er eifrige Studien in Vereinen^sür entlassene Gtnafiefangene gemacht. Doch die Fabel des Stückes basiert, Wk ® sich selbst einem Journalisten acgc- jcr geäußert hat, Komq ßhristlan von 9äicmo leides, bei» tiestiegenben, unruhigen, scheue»» unb boch in» rechten Momente hell blitzenben Singen; biete gebrochene, wehe, jammerschreiige Stimme, bie sich selbst nicht mehr zu berechne»» weiß, bie in» Drill bes Zuchthauses, wo er eine Nummer war, kein Mensch, überlaut würbe, bie bie Distanzen nicht mehr zu schätzen weiß; ber wortarm, schwerzünqig geworbene Munb, ber lautlos, ja tast regungslos fortwährenb klagt unb ächzt unb bie zerrissene Seele zucke»» unb zitter»» läßt -um Erbarmen; bie starre unb stockenbe, taumelnbe unb irre, wie burch bichle Mauen» in ber Bewegung gehemmte Haltung eines halbbli»»bc»» Nachtliers; in jeber Regung, jebem Zuge Klage unb Anklage, Resignation unb Reue un» bie zu rafche Taff unb ergebungsvott geworbene Furcht vor bem staubigen Zurückgestoße»»werben, in jebem Zuge hoffnungsloses Ersterben, trostloses Erlösche»» bes letzte»» Hoffnungsstrahles — bas Ganze ein fürchterlich zu Herze»» rebenber Abriß fünfjähriger Selben, entsetzlicher Seelengualen, erschütternbster, aisireibenbstcr Verbammnis ber erbarmungslosen Mitwelt. Man wirb bieses Gemarterten Bilb ebensowenig vergeßen wie etwa Guibo Renis „Ecce homo4 in Der Dresbener Galerie. Die Rolle bes Biegler iff nicht groß. Der Haupteffekt liegt nach ber Erzählung seines Schicksals im neuen Affekt zur Bluttat. Bis ins innerste Mark rührte Baffermam» bie Zuschauer schon in seiner Erzählung, — aber bann macht uns allgewaltiges, gigantisches Spiel, bas so ganz unb gar nichts an sich hat von ber Theaterbebeutung bieses Wortes, zu bebenben Miterlebern eines grausam wahren Geschehnisses, bas unsere Nerven veitscht, als ginge »n Wahrheit ein innerlich Aiübrüllenbes, nur Geiühl Geworbenes, ein fesselloses, in Nebel ber Besinnungslosigkeit ertrunkenes Element au bas Sehen eines Mitmenschen. Unb bann bie, Sprache unb Besinnung vollenbs raubenbe Reaktion: wir finb in» Banne „grauenhaft naturechter mit Steinen und Dolchen und Sagen unS gräßlich soltcruberMcnsch- schenbilbcrkunst. Das ist die Höhe. Die Schlußszene mit Lore vor dem Block bietet Biegler ttneber größtenteils nur Gelegenheit zu stummem Mienen- unb Gestcnspiel. Mer ber innere Kämpf der erwachenden Liebe mit dem nicht minder natürlichen Wunsche nach Lösung auS diesem ihm verhaßten und ihn hassenden und verachtenden Kreise gibt Bassermann wieder Gelegenheit zur Offenbarung seiner unendlich diskreten, den einzelnen Fetzen der feinsten Gen-ebfädcn dieser Jammerseelc mit menschenkenntniS- stärkstem Spürsinn und grundechter Mitempfindsamkeit nacbtasten- ben Kunst. Die Quelle seiner Tränen war in der fünfjährigen Haft versiegt. 3mmer unb immer suchte er sie toieber, doch cr fand sie nicht, und tränenlos mußte er sein Leid hinuntcrschlucken. Das war für ihn der Qualen größte. Jetzt aber, da cr hört, baß die Steinmetzen ihn unter sich aufnehmen wollen, bie Freubc über biescS jäh zu ihn» tretende Glück, dem sich auch ein wenig Lores Liebe und Zarnckes Hochherzigkeit heimischen, gibt ihm die Fähigkeit des Weinens wieder. Das Schluchzen seines Herzens löst sich in Freubentränen auf. Und Tränen, heißen Augen ent- quillmd, rinnen in Loge»» und Parkett. Eine größere Kunstleistung als die Baffcrmanns hat der Gie- ffciver Theaterverein wohl noch nicht gesehen. Herr Bassermann ntö blasser Mann tn „Stein unter Steinen" wird uns unvergeßlich bleiben. Nach dieser Leistung eines Genies von unseren wackeren Sohne»» Miedings zu reden fällt mir schwer. Immerhin ist an- zuerkennen, daß Herr Reim er den abgefeimten GefängniSstamm- gast Struve mit gepfeffertem Humor und vergnügten, blitzblanken Aeugle in hervorbrachtc. Jedenfalls stand er über allen anderen der Miffvirkenden. Er hatte eine unwiderstehliche Gauner-Maske gemacht unb war von amüsantester, zündender Komik im Gcberdeu- «aß ber geringere Aufwand in den Vorjahren auf den, vorhanbeuen Lehrermangel zurückzuführen war, ber es unnioqlrch wachte, «ckrnnkten ober sonst verhinderten Lehrern »n allen fallen Hilfen deizugeben. Die allmähliche Zunahme ber Zahl ber -ehrkraste er- SgL ipfct tuicber mehr, wie seither, bie Bestellung von Sckuil- gcSlfeii, was naturgemäß auch eine Steigerung bes Aufwanbes A befolge - Leiter sinb im Etat noch ausgeworfen: Als ^ufchüfse an hilfshebürflige Gerneinben zur Aufbringung bei'Zehrer- qehalte 241000 Mk. (wie in» Vorjahr) zur Unterstützung bedürftiger Gemeinden zur Aufbringung ber Kosten für bcn ^ortbilbitnn^ unterricht 32 000 Mk., zur Unterstützung von Gememben bei Schill- bmt§bauten 80 000 Mk. unb zur Abhaltung von Untetrichtskurfen für Handarbeitslehrerinnen 3500 Mk., in Summa also für bie Volksschulen 2 256 600 Mk. „ . ., Für bie höheren Bürgerschulen vermehrt sich, wie schon er- -wähnt, der Staatszuschiiß von 70 500 auf ^0 500 Mk., »vorunter sich für Gehaltserhöhungen 52 000 Mk. (gegen ba5 ^orjahr mehr 8500 Mk.) Dispositionsfonds für Zufchüffe an bedürftige Gemeinden, Stellvertretungen re. 6000 Mk. iind für Dienstzulagen der fcmi- naristisch gebildeten Lehrer 28 050 Mk. befinden. Astr besitzen zur Zeit in Helfen 35 höhere Sürgcrfduilen mit 2641 Schiffern. Die Lehrerfchast bcrfclhcn besteht aus 30 angestelllen unb 13 proviso- rifchen, nfabcnufd) gebilbeten, 32 femmanstifch gebitbctci» Lehrern unb 17 feniiiiaristifch gcbilbctci» Lehrerinnen. „ Mr bie Schullehrerfeminar» en unb P r a pn ran- b enan ft alten ist bie Einnahme auf 100 819 Mk., bie Ausgabe auf 353 326 Mk. festaefetzt, der Staatszufchuß betragt mithin 252 507 Mk. (gegen 246 976 Mk. im Vorjahr). Den Löwenanteil verschlingen hier natürlich die drei Schullehrerseminare von benen das zu F r i e b b e r g 41 383 Mk. Einnahme unb 101 2o4 Mk. Wls- gäbe bas zu B e n S h e i m 27 820 Mk. Einnahme unb 72 68o Mk. Ausgabe, bas zri Alzey 30 86o Mk. Einnahme unb 82 810 Mk. Ausgabe aufweisen. DaS Seminar für Volksfchrffleluermnen in Darmstabt verzeichnet nur eine Ausgabe von 41 205 Mk. Tic Lehrerpräparaiidenanstalt zu Li n b eii f e 1 s erfordert 964o -ff., die zu Wöllstein 9140 Mk. und bte zu Lid) loC87 Mk., zusammen allo 35 372 Alk., denen eine Gefamteinnahme von nur 696 Mk. gegenüber steht. Zur Unterstütziing bedürftiger Seminaristen »mb Seminarlstiimen in bei» vier Anstalten »st cubllch nod) ein Betrag von 14 000 Mk. auSgeworfen. Kehren wir uad) biefen Angaben »lieber zu bem höhere»» Schulwesc» zurück, so fei bar über noch folgenbes bemerkt: Tic Zahl ber höheren Lehranstalten ist feit bem vorigen Jahre von 26 auf 28 gestiegen, insofern, als Eymnastun» unb Oberrcalschule zu Worms und Realgymnasium unb Obcrxealschule in Mainz wegen der großen Schülerzahl in je zwei selbständige Anstalten getrennt werben mußten. Die stete Zunahme ber Schülerzahl an falt allen Anstalten bebiitqte auch eine erhebliche Vermehriing ber Lehrerstellen. Es mußten außer zwei neuen Direktoren noch 22 neue Oberlehrer stellen unb zwei feminarlltifche Lehrerstellen geschaffen werden, da für viele Klaffen in Darmstadt, Mainz, WormS, Amgen, Lffenback» unb Fi-iedberg eine Zwei-, refp. Dreiteilung sick» als notwendig crivics. Im ganzen sind im Jahre 1906 an den höheren Schulen HeffenS tätig: 371 fest angestellte akademisch gebildete Oberlehrer und 51 provisorische, ferner 74 feminariftifd) gebildete unb 5 technisch gobilbcte Lehrer, un ganzen also 501 Lehrer gegen 477 im Jahre 1905. Tie Gesanubesolbunq ber 571 Lehrer beläuft sich auf 1 571 500 Mark, bas sind 91100 TiarP mehr als im Vorjahr; in biefer Summa befinben sich für 22 neue Stellen zu je 2800 Mark, gleich 61 000 Mark, währenb bie oerbleibcnbcn 29 500 Mark in Gehaltszulagen auf Grunb bies Gehallsgcfetzes bestehen. Wenn trotz biefer Mehrausgabe sich ber Staatszufchuß gegen bas Vorjahr nur um 241 Mark erhöht — von 885 818 auf 886 059 Mark — so liegt bas einmal au ber auch sehr stark gewachsencii Einnahme an Schulgeldern — von 1 327 413 Mark auf 1 455 650 Mark — unb an ber ft a r f e r e i» Heranziehung ber cif Stabte mit Realschulen zu ben Kosten berfelbcn. Zu biefem Schritt, ber in jüngster Zeit zu energischen Protesten ber bavon betroffenen Stabte iinb zu lebhaften Erörterungen im Finanzausschuß bet zweiten Kammer Veranlassung gab, bemerkt bie Regierung im neuen Etaatsooranschlag, es sei schon im vorigen Haupivoransdffag bcirauf hingewiesen worden, daß bie von beit Gemeinbcn zu den Kosten der siebenstufigen Realsckuilen zur Zeit zu Iciftenben festen Beiträge durch bie in» Laufe ber Zeit außerorbentlich gestiegenen Kosten dieser Schulen den Berhältniffen nicht n»chr entsprächen und deshalb eine angemeffene Erhöhung erfahren müßten. Tie seitherigen festen Beiträge seien bei ber stetigen Weiterentwicklung ber Schulen nicht »nehr am Platze. Wollte man bie von ber Aversionierung gfftigen Griinbsatze, wonach bie sadffichen Ausgaben ganz von ber Geineinbe unb bic ungcbccften perfönlid)en Ausgaben je zi» ber Hälfte von» Staat nub ber Gcmeinbe zu tragen sind, tuicber einführen, fo würbe baburd) in vielen Fällen eine ganz außerorbentliche Belastung den Gcmcinbcu erreicht ivetfcen. ES schien richtig, ben Gcmeuibcn mit kleinen Realanstalten in erster Linie die ganzen sachlichcii Ausgaben aufzuerleqen, die euch von den Gemeinden mit neun- stufigen Realanstalten übernrnnmen werden, wie bemt auch btcn? Kosten für bic höheren Bürgerschulen und die Volksschulen ganz den Gemeinden zur Last fallen. Einen brauchbaren Maßstab, für die Verteilung der ungedeckten persönlichen Ausgaben d-r kleinen Realanstalten auf Gemeinde und Staat durfte Verhältnis der Zahl der Schüler aus dem Schiffort selbst und der übrigen Schüler bilden. Die Zahl der einheimischen Schüler schwankte bei den verschiedenen Anstalten etwa zwischen 60 und 30 Proz. der Gesamtschülerzahl. Nach diesem Verhältnis solle daher die Beitragsleistung der Gemeinde auf 40 bis 20 Pvoz. der uni- gedeckten persönlichen Ausgaben bestimmt werden. Damit aber der Leistungsfähigkeit der Gemeinden in weitestem Maße Rechnung getragen wird, sollen die auf diese Weise ermittelten Bcffräge von Cenicinden mit einem hohen Stcueraussdffag nach näher ange- gcbeneii Grundsätze»» noch weiter ermäßigt werden. Weiter betont die Regierung: „Da ein Bedürfnis, weitere höhere Lehranstalten und besonders Gymnasien vollständig auf Staatskosten zu errichten, bei der verhältnismäßig großen Zahl der vorluindcncn Gymnasien und deren Verteilung im Großhcrzogturn Nicht vorliegt, so soll auch die Aufbringung der Kosten aller noch Nicht auf bie Staatskasse übernommenen, sowie aller etwa in Zukunft zu errichtenden Gymnasien in gleicher Weise stattfinbcn, wie für bic Realanstalten." Um unseren Lesern bei bem zu erwartenden Disput iff'er diese Frage in ber zweiten Kammer eine klare lieber ficht zu ermöglichen unb ihnen zugleid) ein Bilb vo»i bem Schülcrstanb, den Einnahmen aus den Schulgeldern unb ben zu leistenben Staats- bezw. anberweitigen Zuschüssen zu gewähren, stellen wir auf Grunb dcS amtlichen Materials darüber folgende Tabelle spiel, in allen Momenten, auch in stummen Szciicn, ganz und gar bei ber Sache, scharfäugig, feinhörig, gerieben, breiff, gut* mutig, gemütlich und fdolzftoh auf seine Zuchthauserfahrung. Am nächsten kam ihm ber immer treffliche Herr Livpcrt als der trunkenboldiae, prahlerische alte Nachtwächter. Zu Zarnee sagt er zwar: „Nu gehe ich gernbe", trotzdem aber schwank: cr ben ganzen ?lbend über nach allen Himmelsrichtungen. Die butterweichen weiblichen Hauptrollen läget» bei ben Damen Don« c ck c r unb. Bayr Hammer in festigenden Händen. Freilich war, was Frl. D. als Hausmütterchen gab, tiefer empsilnd.'n. mit rechten LcidcnSzugen, lebensechter, weniger Theater als bie Lore ber Frau B., bic in Szenen ber verhaltenen Leidenschaft am besten war. Mariens Buckel trug Frl. D. mit An st and und Geschmack und sie hatte die von Snbcrmami gewünschten „zwei schonen Augen tioll wehmütiger Güte". Als grvßmäuliger Göttlingk war Herr S t e i tv manu in „Stein unte^Steinen" ganz am Platz-e, nicht zu fatzkew- haft und nicht übermäßig gewalttätig. Herr Mendel hat nun einmal etwas Spitzes und Aufbcgehrendcs an sich; darum war er für den Sträflingsapoffcl, den milden Meister Zamcke nicht der rechte Mann. Ms bie „ehrbare, gut konservierte" Willar Homcyer erschien F-rau Fischer. Den Änforbcrungen, bie Su- berntoni» an biefe dame d’horreur stellt: ^hübsche Person, ;n Anfang der 30 er, Haare kokett gelockt, mit entern Stich, ins Gemeine" konnte sic beim besten Willen nicht ganz genügen, aber sic machte ihre (Bache doch ganz gut Den humorvoll angelegten Kriminalkommiffar stellte Herr Gerdes mmötigcrivciK gar zu minderbegaht und gar zu elegant bar. Von Opposition ivar bei uns in Gießen nichts zu merken, im Gegenteil, es wurde nach jedem Akt tüchtig applaudiert. Ob dies bem Autor mit, oder nur Bassermann, ober auch »mscnr Darstellern galt, war nicht zu. unteffcheiben. P. W. j — Die 6 A.bvnnementsvorffeklungen bes Thei» tcrvcreinis sind vorüber unb es beginnt nun wohl — Ml haben keinen Theaterzettel 5U!, Hanb — ein neues Abonnement auf zivei Zugabevurstcllungen. Da tritt bemt nun bie Frage auf, unb sic würbe denn auch geffern wiederholt erörtert, und auch uns nahe gelegt: welche Gäste werben uns dies: beiden, Abende bringen? Wir meinen, baff einige ber beliebtester Frankfurter Darsteller, bic wir in ben letzten Wintern unseres TheatervergnugcnS nicht gesehen haben, wie Bolz und, D i e g e l- manu, gern zu einem Gießener Gastspiele sich bereit fänden: Irl. Boch aus Frankfurt, die man hier, soweit uns befannt. I noch nie sah, hat uuS sogar wiederholt versichert, baff sie mit Freuden einmal nach Gießen zum Gastspiel käme. Doch die Frau!- furtcr Künstlerschar ist vielen unter uns so gut bekannt, baß "W- bock) den Vorzug Vor ihr anderen, ferneren Künstlern gäben. 5) hat z. B. Köln in der schlanken, herben Lotti S a r r o w ein: Künstlerin vvi» eminenter Scgabung. Viellcidff lämc auch M a t- kowsky aus Berlin zu uns gegen ein nicht zu übermäßige- Honorar, ober Abele San brock, bic ja heute nur gastiM, I ober auS Hamburg Nhil, aus Drcsbcn etwa Clara Salb ach, auS Ha»inovcr Wegner. In welchen Rollen? Das beantworten bie Künstler selber stets am besten. Sie wissen, welche von ihren barstellerischen Schöpfungen bic eindrucksvollste ist; sic haben ein bestimmtes Repertoire, aus bem die Wahl zu treffen Ware. Daß im übrigen ber Theatervcrcinsvorstand eine geschickte Wffl zii treffen wisse»» wird, die |b»ic rechte Rücksicht nimmt auf W Zusammensetzung bcS hiesigen Personals wie miscrcr Dühnm- vcrhältiussc, ist und) ben biityerigen Erfahrungcu vorauszusetzen. D 861 717 847 866 432 779 513 157 272 hält m seine $ Es finl Saatve Das £ ium§, einer < iungt reichst 1. Jan lunq d enipfoh und mi zirkm b die einfi biefes derAors Znni So versich dr'ngknd fuibjii; »W do' s« «"Jbacl > 'n tri Kirche und Schule Von Geburt ist er Hesse; er war eine Reihe von Jahren Schwarzbrot 2 Kg. 50 Wetter ‘fe Temperatur am Hoch Niedrigste Mütter gebt euren Kindern Bioson g & «ti 'S r: S e Januar 1906. 2 Stunden mit völliger Aufmerksamkeit. " Flottenverein. Wie aus wiederholten Anzeigen in unterem Blatte ersichtlich, hält am 31. ds. Mts. General- zu trinken, dann wird die Ernährung so gefordert, wie au5 nachfolgendem amtlich beglaubigten Brief zu :n ist: Linken- Offizier in unserem 4. Infanterie-Regiment, mit welchem er die Feldzüge von 1866 und 1870/71 mitmachte. Er ist auch ein hervorragender militärischer Schriftsteller, der u. a. die Geschichte sowohl des 4. als auch des 3. hessischen Regiments vorgeschlagen wurden, Volksspielplätze u. a.) unter dem Gesichtspunkt der psychischen Hygiene und der Tro- phylaxe von Nervenkrankheiten. Schließlich besprach Sommer die Frage der erblichen Belastiing, die bei früheren Störungen in derFaniilie nicht eine Notwendigkeit, sondern nur eine prozentiiarisch etwas größere Möglichkeit darstellt und wies auf das Erfordernis einer gegenseitigen Auslese der Tüchtigen bei der Eheschließung hin im Gegensatz zu der häufigen Ueberschätzung des Geldes für das Gedeihen der Familie. Auch der größte Reichtum kann die Entstellung von dcgenerativen Störungen nicht verhindern. Viel wichtiger ist die gesunde Anlage und die Erhaltung der Nerven-Gesundheit, die durch soziale Einrichtungen ermöglicht und gefördert werden soll. Die soziale Bewegung der Gegenwart betrachtete Sommer im | Sinne einer wirklich ärztlichen Weltanschauung von dem Gesichtspunkt, wie weit dabei das Ideal deS geistig und Tie Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreife am 29. Januar 1906. _________ geschrieben hat, Werke, die hoch anerkannt sind. •* Die Mitglieder der Kriegervereine von Gießen und Umgegend werden vom Bezirksvorsteher Bruch. Hauser eingeladen, sich recht zahlreich zu dem morgigenFl o tten- v ort rag deS Generals Keim einzusinden. △ Steinbach bei Gießen, 29. Januar. Der hiesige Kriegerverein feierte am Samstag den Geburtstag S. M des Kaisers in dem geräumigen Saal des Kameraden Görlacl. Zu der Feier hatten sich die Angehörigen und Freunde des Vereins so zahlreich eingesunden, daß der große Saal sehr gut besetzt war. Der Vorsitzende Keßler hieß die Anwesenden willkommen und betonte in echt patriotischen Worten die Weizen 100 Kg. 19.00 -19.25 Mk. Roggen 100 Kg. 17.50-00.00 Mk. Märkte. Gießen, 30.Ian. Marktbericht. 9Iuf heutigem Wocbenmmckte kosteten: butter vr. W 0.90.—1.00 Mk., Hühnereier 1 St. 8—10 W, 2 Stck. 00—00 Vfg., Gänseeier 00—00 Pfg., Enteneier 0—0 Pig^ Käse vr. Stck. 6—8 Pf., Käscinatte 2Stck. 5—6 Pfg. Erbsen vr. Liter 21 Pfg., Linsen vr. Liter 32 Psg., Tauben vr. Paar0,80-1,00 Mk., Hühner pr.S^ 1 00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stuck 1'80—2 20 2)1 f., Gänse vr. Pid. 60—75 Pfg., Lchsenfleisch pr. Md. 74-82 Pig., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 70—72 Psg^ Schweme- flcisch pr. Piund 80—86 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 90 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 70-80 Pfg., Hammelflersch pr. Pfund 60—76 W Welsche per Pfund Kartoffeln pr. 100 Kg. 5 50-6,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,00-8,00 Alk., Milch per Liter 20 Pfg., Aepfel per Bstuid 18 bis 30 Psg., in Korbe»! 00 Pfg-, Nüsse 100 Stück 30-40 Psg., Birnen per Psd. Mk. 0.15—0.20, Weißkraut per Stück 10-30 Pfg., per Zentner Mk. 0.00—0.00. — Marktzcit 8—2 Uhr. Meteoroloqisclre Beobachtungen der Station Gießen. ____ Bet wägen- u. Darm--£Än ala hervorragend wohltuendes Kräftigungsmittel von tausenden ordnet Nur echt in blauen Kartons 4 1 MkH niemals lose. wird Hausens Kasseler e Hafer-Kakao und leicht verdauliches von Aerzten ständig ver* körperlich gesunden Menschen gefördert wird. Tas Pitblikum folgte den Ausführungen des Redners durch fast major z. D. Keim aus Berlin einen Vortrag int Neuen Saal- bau über das Thema „Das deutsche Volk urtd die Flottenfrage". Redner ist Präsidialmitglied deS Flottenvereins und seit einigen Jahren in dieser Bewegung tätig. B XI1 BX'IV8 81 W 1 v w v i i heim (Amt Karlsruhe> 23. Mai 1905. Für die Zusendung des Bioson danke ich vielmals. Verwendet habe ich es <üv ein rhachitisches Kind von memer Schwester, die in Mannheini verheiratet ist und schon vieles ange* wendet hatte, was aber nichts nützen wollte. Tas Kind war ihr eme große Last, da es weder stehen noch gehen konnte und schon uver 2 Jahre alt war. Am 5. November 1904 brachte sie es nur, ta> gab ihm jeden Tag Bioson so viel es bedurfte. Nach ewiger Bei wurde eS kräftiger und die Verdauung war auch bester. Ter Arzt meinte, es könnte noch bis Juli dauern, bis es laufen lernte. JUbet jetzt läuit es schoii seit 23. April und ist ein lebensfrohes Kmd, das viel Freude macht. Auch andere Mütter, die auf meinen Rat fmr ihre schwacheii Kinder Bioson verwendet haben, finden es für eiq sehr gutes Nähr- und Kräftigungsmittel! Hochachtend Auguste jahraus, Krankenvflegernl. Unterschrift beglaubigt durch Dr. Müller, torebener Notariat. . Bioson ist erhältlich in Apotheken, Drogerien :c. das halvs Kilo-Paket zu drei Mark, mit Bouillonextract oder mit G-acao, ersteres zur Suvvenbereitung, letzteres als Morqengeträick. Man verlange vom Biosonwerk Bensheiin die Broschüre mit den Berichten über die von den Professoren, Aerzten und in Krankenhäusern rc. erzielten Erfolge. _________________° Gemüsehändlers HabetS zurückzusühren. Dieser mißhandelte den Arzt in dem Glauben, den Sohn eines mit Habets im Streit liegenden Nachbarn vor sich zu haben. Als er seinen Frrttnn bemerkte, erfand er da? Märchen von dem Einbruch, worauf der Gendarm ohne nähere Prüfung den Arzt als Einbrecher verhaftete. . • Attentat auf den dänischen Jlisiizmtnifter. Der Versicherungsagent Boeye, der wegen Einbruchs verurteilt worden ivar, aber stets seine Unschuld beteuert hatte, zog, so wird aus Kopenhagen gemeldet, am Montag im Justizministerium, wo er vom Justizminister in Audienz empfangen wurde, einen scharfgeladenen Revolver hervor und bedrohte den Minister. Es gelang diesem, dem Boeye den Revolver zu entreißen, bevor der Schuß abgefeuert war. Boeye wurde sofort verhaftet; er ist vermutlich geistesgestört. • Das itcncfte Eisenbahnunglück wird attS Kattowitz amtlich gemeldet: Am Montag lösten sich auf noch nicht aufgeklärte Weise auf dem Bahnhof in Nicolat 4 Wagen und setzten sich nach der Strecke zu in Bewegung, wobei sie mit dem von Jdaweiche kontmenden Güterzuge zusammenstießen. Der in der Bremse deS ersten der abge- tanfenen Wagen befindliche Bremser, der die Trennung nicht bemerkte und anscheinend geschlafen hat, wurde gelötet. Ferner wurden noch der Lokomotivführer, der Zugführer und ein Heizer, anscheinend leicht, verletzt. Durch den Anprall entgleisten von dem entgegenkommenden Güterzuge beide Lokomotiven, neun Wagen sind teilweise zertrümmert.______ fielen der Ehe mit dem Kurfürsten erhielt Fraulein v. Berlepsch die Grafenwürde und zwar als .Grosin v. Bergen" (benannt nach dem Flecken Bergen bei Hanau). Nach dem Tode des Kurfürsten ging Gräfin Karoline von Bergen eme -weite Ehe ein mit dem Grafen Karl Adolf von Hohenthal. Dieser fügte darauf seinem Namen mit landesherrlicher Genehmigung -und Bergen" an. Wenn du mich wirklich lirb hast, Schah, dann tu endlich mal was gegen bett unleidlichen Bronchialkatarrh! Solche Sachen soll man nicht alt werden lasten und man braucht sich doch auch wirklich nicht in Gefahr zu bringen, feit Fay's achte Sodener Mneral-Pastillen existieren. Tie sind so oft und viel erprobt, die tun dem Organismus so gut, sie sind so bequem und angenehm im Gebrauch, daß ein Katarrh heutzutage wirklich nicht älter als ein paar Stunden zu werben braucht. Also kaufe dir „Sodener". In allen Apotheken, Drogen- und Mineralwasterhandlungen zu 85 Psg. per Schachtel zu haben. Fe suS Christus und die Geschichte lautete das Thema, mit dem der Gießener Univ. Prof. Krü gerseinenCykluö religionswisienschaftlicher Vorträge in Wiesbaden schloß. qn diesem Vortrage antwortete er auf die Frage: wie steht cs, abgesehen von der Art des LebenS-AnfangS und -Endes Jesu, mit der geschichtlichen Erkenntnis seines Lebens und WickenS, seiner Persönlichkeit? Es sei, so wird darüber im »Rheinischen Kurier" berichtet, ein Irrtum, die historische Forschung als eine rein kritische Tätigkeit aufzufasten. Niemand sei im Stande eine große Persönlichkeit auch rein historisch zu erfassen und zu erforschen, der sie nicht auch auf sich wirken laste. Aus diesem Grunde braucht also die historische Forschung auf den größten Gegenstand nicht zu verzichten. Und sie hat es auch nicht getan; seit sie einmal begonnen, sich mit dem Leben Jesu zu beschäftigen, sind bis in unsere Zeit hinein immer wieder neue Forschungen auf diesem Gebiete angestellt worden. Die Quellen sind allerdings äußerst beschränkt, denn sie finden sich praktisch | allein in den Evangelien. Diese aber sind nicht ein* wand Sfr ei im hist arischen Sinne. Wie große Unterschiede finden sich zwischen den Synopitkern. und Johannes vor allem auch in der ganzen geistigen Erfassung der Person Jesu. So hat man die Person Jesu in den Hintergrund gestellt, ja sogar ganz als erfunden bezeichnet, und das Milieu, das apokalyptische Judentum als die eigentliche Ursache deS Christentums angesehen. Wahrscheinlich wird es uns nie gelingen, eine restlose wie historische Erkenntnis von dem Leben Jesu zu erlangen. Ist deshalb nun die Grundlage des Christentums erschüttert, und braucht man es (etwa nut Häckel) deshalb aufzugeben? Dem ist nicht so, unter welchen Umständen im einzelnen c5 auch geschehen sein mag. Jedenfalls ist durch den Stifter deS Christentums ein reit- biöses Prinzip von eigenartiger Gewalt in die Welt gebracht worden, dessen Wert an der Msiofen Macht geschätzt Tages, er schloß mit einem Hoch auf den werden mutz, die eSüberbie des fürwahr Kaiser, daS mit großer Begeisterung ausgenommen wurde, gmnt daS Gebiet de§üben [ $ handelt herauf wurde stehend die Nationalhymne gesungen. Lehrer Haltens, sondern deS ErgriflenseinS). Hier nnter5oqen, einige hübsche Theater- es l'ch u-n d°S °llcnp°rsönl.chst°, d.-R°^.°n, auch durch eine'Anzahl lebender Silber wird als Offenbarung. Und m diesemSinne ist ChnstuS die l üon 1870/71 wurde den Zuschauern Offenbarung Gottes, ber nut fernem Evangelium der Gottes. qeboten, was wohl jedem lange Zeit im Gedächtnis x r i _ 2 —. hie ber Gr löstma'wandeln bleiben wird.' Besonders fand die ©ermania mit umstellter mir auch heute noch frch im.Gefühle Pyramjde sehr großen Anklang. Um das gute Gelingen der konn-n, wenn mir auch wissen, d-k manch- U-b°rU -rung $i(bcr macht- sich Frau L-hr-r Nanz sehr verdient d-r Farm, wie dl-!- Botfchast 'N d'- W'lt g-kamm-n und oerlicf bag ($gnc gcft Jlir allgemeinen Zufriedenheit, bfjfuqt roorben sei, Dorisch . fi b 6 Am Schluss- wurde sämtlichen Mitwirk-nden durch Kamerad fl’afen 3*11 m,t «nwo™, k»nn°n wir dk. Ichle». Sch.h in|ol9e ü.c ... wieder völlig froh werden und dürsen mit Recht aud.) heute Verlekunaen heute gestorben. bekennen daß wir an Gott als unseren Vater,an die Offen- B l e i ch e n b a ch, 28. Jan. Dem hiesigen Krieger- barnng semes Wefins 'n Christus und an das Wirken seine.I wurde von Sr. Maj. dem Kaiser eine Jahnen. ®eifteg m der Geschichte der Menschen g schleife verliehen. Regierungsassessor Dr. v o n H e l ni o l d t -------------- aus Büdingen überbrachte die Schleife. Am Kriegerdenkmal Ans Stadt und Land. I wurde sie unter verschiedenen Ansprachen übergeben und an I Gießen, den 30. Januar 1906. der Fahne befestigt. Im „Weißen Roß" fand nach der Feier Der Landwirtschaftliche Lokal verein Gießen Konzert der Hanauer Ulanen-Kapelle statt, woran sich abends hält morgen Mittwoch, den 31. Januar, nachmittags 3 Uhr ein stark besuchter Ball schloß. seine Monatsversammlung auf dem Lenz'schen Felsenkeller ab. Bad-Nauheim, 29. Jan. Der hiesige neu ge- Es findet eine Ausstellung von Saatgutproben der gründete Volksbildungsverein veranstaltete gestern in Saatvermittlungsstelle des Hessischen Landwirtschastsrates statt, der Turnhalle eine Sachs-Busch-Aufführung, zu der Das Saatgut stammt sämtlich von Züchtern des Großherzog- sich eine stattliche Zahl von Zuhörern eingewnden hatte tums. Im weiteren Verlauf der Versammlung werden an Oberlehrer Dr. Strecker gab em treffliches Lebensbild des cmer aufgestellten Häckselmaschine die Schutz oorrich- großen Humoristen unserer Zeit, deS Dichters und Malern t.lngen gezeigt, wie fein sollen und nicht fein sollen. Die Wilhelm Busch. Die urkomychen Gedichte und Karnkaturen reichsgesetzlichen Unfall-Verhütungsvorschristen sind seit dem des Meisters Busch, die von so Überaus femstnrnger, echte, 1. Januar in Geltung, doch hat die Genossenschaftsversamm- Beobachtung des Lebens zeugen empfahl der Redner aufs lung der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft 'värmste. Der zweite Teil des Programmes befaßte sich nut empfohlen von Strafen im Laute dieses Jahres noch abzu- Hans Sachs. In dem einleitenden Vortrag beleiichrete Dr. sehen. Der GenossenschattSvorstand handelt denientsprechend Strecker den Entwicklungsgang des Meuters und feierte ihn und wird seine Vertrauerismänner beauftragen, in ihren Be- besonders als Dichter des Volkes. Die urdeutsche, nutuntei liefen belehrend zu wirken und die Landwirte zu veranlaffen, derbe Ko.nik, die die Werke HanS Sachsens durchweht, paß' die einfachsten Schutzvorrichtiingen an den Maschinen im Laufe so recht in den Rahmen der damaligen Zeit. Zwei schwanke, dieses Jahres anzubringen. Vom 1. Januar 1907 ab würde von einem Mädchen und einem Knaben vorgetragen, fanden der Vorstand gegen die Säumigen mit Strafen vorqehen müssen, reichen Beifall. Ganz besonderes Verdienst nm gute Zum Schluß wird in der Versammlung über die Haftpflicht- Gelingen der Unterhaltung erwarben sich die utgheber des Versicherung gesprochen werden, die den Landwirten aufs Akademischen Dürerbundes aus Gießen, die zwei dringendste empfohlen werden muß. Auch Nichtmitglieder Fastnachtsspiele von Hans Sachs nut viel Humor und großem sind zu der Versammlung willkommen. Geschick aiiffuhrten. * In dem Vortrag Über Nerven und Ner- ,T DornassenHerrn, ^Jmr Jn recht wurdrger den Profcsior Dr. E.mm-r di-s-r . ta Kaiism. und Ortsgewervevercin hielt, behandelte der RednerL ’föefanqöercin Konkordia und dem Musik- in gedrängter Form unter Hervorhebung des Wesentlichen: in Abgängen. Nachdem ein Fackelzug sich durch die 1. den anatomischen Bau, 2. die Funktion, 3. die Störungen Straßen des Orts bewegt hatte, wurden in dem festlich des Nervensystems, 4. die Behandlungsniethoden. DaS Ver- geschmückten Saale mehrere Ansprachen gehalten. Jirsbe- ständnis erleichterte eine Anzahl von Tafeln aus der Samm- sondere ist die des Gemeinderatsmitgliedes Wilhelm Jung lung der hiesigen Klinik für psychische und nervöse Krank- hervorzuheben, der in kurzen, kernigen Worten die Ver- beiten sowie von Pr°j-ktwnsl-ild-rn noch PrSporaten von dienst- d-s erlvtijnte uti untet oM nonnoten und kronkhoft-n Zuständen d-z N-rv-nsyttems. D,e d-r^m ^d-m Knm-r^d-n gebaute und verschiedenen Arten von Storung leitete Prof. Sommer aus Schlüsse ein Hoch auf den Kaiser, sowie auf unseren einer Betrachtilng der Bauart unb Funktion ab und uiuer» Qan5c§|ürj'tcn QUsbrachte. Zur Verschönerung der Feier schied dabei 1. anatomisch nachweisbare sogenannte orga- 5^^ der Gesangverein Konkordia einige wohlg^lungene nische Erkrankungen, 2) Vergiftungen mit Stoffen, die wieder zum Vortrage. Auch die LeistungLN des Musikvereins entweder von außen in den Körper eindringen (wie z. 93. maren anerkennenswert und fesselten die Festteilnehmer Aikodol, Morpdium, Cocain, Bl-iu.o.> ober im Körper bis zur vorgerückten Munde. selbst gebildet werden, wie z. B. bei Stosswechscl. »nd “ Budingeii, 28. Jan. Smolgc bf. SlHcbcn. bcs Jnsektionskronkheiteu, 3. Funktion?störungen ohne Fürsten Bruno zu Mnburg und Budmgen .st von änmStaa, onaton.isch oder chemisch desinierbore Grundlage, wobei er 27. d. Mts. ob uon dem ftre.Samt nad, Örn öcRft oon 1858 die suniiionellen Ncrvcnkrankhcitcn oder Neurosen in eine über die R-chtso-rhaltmss- der Standcshcrrn ^raucrge. Anzahl von Gruppen ouslöste. Äusser den epileptischen läute und Einltellung ötsentlicher Lustbarkeiten Störungen erläuterte S. besonders di- oft durch übermäßige m den Gemeinden der Standebherrlchatt angeordnet worden. Reizbarkeit und Ermüdbarkeit, ferner durch Angst Dermildlte«. ausgez-ichneten Neurosen Neben Veh-ndlungs. u-b-rfall auf den arten erörter e Sommer befonberS b c voP l)n lo?e bet L n' ' r., Krankenhauses ist ben neuerlichen 5efl- ^strebungen^(Vülksbäber,°8?uhehallen, wie sie von S. selbst Stellungen zufolge auf einen Irrtum beS angetrunkenen 28.-29. Januar --- 4,9® C. 28.-29. „ — 2,1° 0. «SS* "»SIS W Lbr -i 'frei gelassen k'ÄÄN. aSr ^beSw Erkalo,e würde wicdei eltervinen würden bei ben Meben SS* 10 meint bei Eatztruer ja wohl abge- nt die Tabaksteuer eine bei weshalb der Aeichstaq len- Ter Lohn der Tabak- er dem allgemeinen SM Heimindustrie seien teilroeiie tehe für die Tabakarbei'e- ober doch höchst selten nur verlange die Regierung aß der Steuer. Redner schlieft igreß kein harmoniekongrex Fabrikanten die Wahrheii denn die Rbeiter hätten rilanten zu schonen. (Schluß folgt.) «cnthal. urt folgende Zuschrift: vom 27. Zan. er. lese ch m sächsischen Minister ®rn:in nicht gong korrekt ist. her dafür und ich M ; Gräfin Karoline, rät t vor ihrer Verheirat mi£ morganatischer Che mit toi n Hessen, dem 1847 oeiw , II - cs war dessen Öngult 1843). Vci^ feinhörig, gerieben, dreist^ er trefifÄ alte RachMchtcr. p MM WW KÄSE iat #5 ■ *• '“fi* ■ ^voriiel.lu^^bl - s A begannt nu' ^onn^ A£6w;S5». t Ä,n meBv^ , rc;t WHZ -eHW Höchste Schlachtviehpreise in F r a n k i u r t a. M. Fleischpreise in Gießen Ochsen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 77—80 Mk. Ka. Schlachtgcw. 86— 90 Pi. 7, „ 79-80,^ '/, Kg. 72-80 Psg. »/, , 70—80 , V, , 76 86 , Getrcidepreise in Mannheim Brotpreise in Gießen 29. 2»s 752,9 + 4,5 5,5 87 SW 2 Bed. Himmel 29. 926 751,6 + 4,5 5,4 86 SW 2 Bed. Himmel 30. 72c- 752,0 + 3,6 5,5 93 w 2 Bed. Himmel Otto Batlisclilaff Selters weg 71 Selters weg 71 Sounenftraße 22. Sonnenftraße 22 D73 Eintritt frei. 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Walldorf, Karussell- iini) Lchaukelbesitzec Joseph Herz 23 Neuen Bäue Giessen Neuen Bäue 23 Hiermit machen wir die betrübende Mitteilung, daß unser lieber Sohn, Bruder und Schwager Friedrich Von-lEiiff gestern abend 11 Uhr im Alter von 16 Jahren sanft verschieden ist. Die trauernd Hinterbliebene Familie Georg Bou-Eiff. Grünberg, den 29. Januar 1906. Die Beerdigung findet statt: Mittwoch, den 31. Januar, nachmittags 2 Uhr. Kondolieren dankend abgelehnt. cM/t WtiluÄeihnz. Aus dem UnivcrfitätSfonds können im Laufe des Monats April l. I. ca. 18 000 Mk. gegen 4 % Zinsen auf gute l.Hypothek ausgeliehen werden. Gießen, d. 26. Januar 1906. Gr. Univ.-Rentamt Weimer. [B’7t Das dcnWe Volk nnb sie MenflW durch Herrn General Keim, Berlin, statt. Wir laden jedermann zu diesem Vortrag freundlichst ein. findet im Neuen Saalbau dahier ein Vortrag über ZimersMne &Ä geholt und geliefert werden. Auyrust Helfenbein, 608] Schottsirastc 19. Der auswärtigen Auflage der heutigen Aus» gäbe liegt ein Prospekt des Hessischen LcScus-- mittel-Versandhauscs Philipp Sccker, Darmstadt, bei. 1710] WchHeail.Selserkeit empfiehlt [537 echten bayrischen Bruftzucker V« Pfund 20 Pfg. Georg Wallenfels gegenüber d. Engel-Apotheke. Qfm 6. Februar 1906 soll bei der unterzeichneten Verwaltung die Lieferung von Fayence-, Glas- und Irdengeschirr, von etwa 100 Kbm. Holz, 16 000 Kg. Petroleum, 200Kg. Soda, 40Kg.weißer Seife, 200 Kg. Schmierseife, 30 Kg.Man- delseue und die Anfuhr vou Steinkohlen für d. Nechnungsjahr 1906 vergeben werden. ID2’/, Die Verdingungsunterlagen können bei d. unterzeichneten Stelle eingesehen oder gegen Zahlung der Selbstkosten von 40 Pf. vou da bezogen werden. Garnison-Verwaltung fließen. Unerreicht an Wohlgeschmack tu Bekömmlichkeit istderLeber- thrau aus der Drogerie Carl Seibel Frankfurter Str. 39 Telephon 693 Vorteilhaftes Angebot in Wäsche und AusstatWs:Artikeln Grosses? 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Dritte Vorlesung (mit Diskussion): unter d.Ciuftn S.NenMtivun.NPlesii I. (1780 1806). Eintritt frei für jedermann. Die Vorträge finden sämtlich in derLurnhalle des Realgymnasiums und der Ober-Realschule statt. NB. Geldsendungen zur Deckung der Uttfoften erbeten z. H. deS Herrn 7l. Knhr, Heuselstraste 1.C”/r Friedrich Magans 10 Weidengasse 10 K'reppein täglich frisch bei 230 Hofbäcker R8o!8, Mäusburg 12. Die An,e-< Das Am Auf Gesetzen:! Keichs Ter Es stützur nrit 16 zlueijähr Es Hilfsbei zur Un das Ze' die No zugebei Entfchr ausges von de bedürf sind, wird ' als bi Beseil Wach stand meinl ihnen gewä raubk mehr sein. 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