rschi ebenes ?hlt!tL?1Qnni ,U)dj M befiej M^eoertuuÄ 1 m >r«e»d mein föefdiäff 3u ertragen bei n9« ^^^fl^atjnlwfftrJi lei? kZZK WitzF Scheich s^'iz'L"-^ mit gut Q„ * ®iarj lädchei., Üästtt* 5, treues a -' ,,lln[c3( »• 'wnüiti. “*- Xirtgtn»,, 2j ,lle 8 Ne) !"*u Strasse 45, 1 WbenaeriL, fuch.LteUe lütter, am liebfien bei vtm>ertegerod.Wafferge|ch. rmlicheAngebote unter 0vS8 1 Gießener Anzeiger erbeten. mein. tobuju^CHetn (out iKtd) in ®iebeii LrhrtiugK, in ein. djnftL Dlanuialw ile. Lchltitl. Angeb. u. 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Der UubttUT «fchevtt monaUich einmal. Zweites Blatt 156. Jahrgang Montag 29. Januar 1806 Gietzener Anzeiger Eeneral-Anzeiger, Amtr- und Anzeigeblatt für den Kreis Ließen. LililmntmMiiiig. Sonntag, den 4. Februar l. I., nachmittag? 3 Nhr, ftnbd im Lenz'sähen Felsenkeller au Dietzen eine Hauptversammlung deS Oberhessischen Obstbauvereins statt, zu der alle Mitglieder und Freunde deS Verein? höflichst eingeladen werden. Gegenstand der Tagesordnung: 1. Abänderung der Obstbaustatistik. Referent: Direktor Dr. von Peter. L. Bericht über die Ausstellung in Mainz. Referent: Dr. Hoffmann. 8. Die Obstertragnisse m den Gemeinden des Kreises Gießen; statistisch zusammengestellt und erläutert. Referent: Obstbautechnikec WicSner. Recht zahlreicher Besuch ist erwünscht. Gießen, den 25. Januar 1906. Der Vorsitzende deS VercinSbezirkS Gießen. Hechler, KreiSamtmann. Kcllanntmachimg. .Hetr.r Die Aufnahme von Zuchttieren in das Oberhessische Herdbuch; hier: die Einzelkörung. Ich gebe hiermit den Viehzüchtern des VereinSgebieteS bekannt, daß die Ankörungen der Zuchttiere zwecks Aufnahme in die Herdbücher deS ProvinzialvereinS auch in diesem Jahre tviedec in den Monaten April, Mai und Juni stattfinden sverden. Es ist mir leider nicht möglich, wegen der ent- stehenden beträchtlichen Kosten, die Ankörungen zweimal, oder, roic baß vielfach gewünscht wird, sogar noch oster vornehmen gu lasten. Ebenso bin ich nicht in der Lage, infolge eines Beschlusses der Herdbuchkommissionen, Einzelkörungen vor- mehtnen zu lasten; selbst wenn die Besitzer sich bereit erklären, feie hierdurch entstehenden Kosten zu tragen. Die betr. Vieh, lbesitzer müsten sich daher zunächst so einrichten, daß sie mit Iber einmaligen Hauptkörung auSkommen. Friedberg, den 19. Januar 1906. Dec Prüsident des landwtrtfchafll. Vereins für die Provinz Oberhesten. S ch l e n k e. poHHfcfye wochenschan. .Ruhe ist die erste Dürgerpsticht" begann ein bekannter Berliner Polizeierlaß im Jahre 1818. In gleicher Tendenz waren auch zum .roten 6 o n n t a g’ in Preutzen, Sachsen, Vaden und nn Elsaß fliegen die fängnis genwrfen: es mußten sogar Krongüter zu Gefängnissen eingerichtet werden, weil mm keinen Platz mehr hatte! In Wladiwostok sind neue Unruhen ausgebrochen, die dadurch verursacht wurden, daß die ruffischen Behörden die Kriegsgefangenen, welche nach Japan zurückkehren, noch immer als Gefangene behandeln und einsperren. Es kam zu heftigen Straßenkämpfen, wobei die Truppen wiederholt auf die Ausständigen schossen. Etwa 350 P e rs o n e n wurden g e t ö t c t unb verwundet Am 22. Januar drangen dort Matrosen in das Waffendepot ein und bemächtigten sich zahlreicher Gewehre sowie der Munition. Der kommandierende General Slivouor forderte sie auf, die Waffen niederzulegen und sich zu ergeben. Dabei wurde eine Salve auf ihn abgegeben und er schwer verwundet. — So nimmt denn das Riesenreich immer mehr daS Aussehen eines Lazaretts und zugleich eines Zuchthauses an. PoNNsche Sagesschan. Bülow und die deutsch-englischen Beziehungen. Reichskanzler Fürst Bülow hat an Air. Fox, Ehren- Sekretäc deS anglo-deutschen Freundschafts-Komitees, der kürzlich im Auftrage des Komitees in Berlin war, einen Brief gerichtet, worin es heißt! Ich benutze mit Vergnügen die durch Ihren freundlichen Besnch in Berlin gebotene Geleaenheit, um zu wiedeccholen, daß die bcutirhe Regierung mit der l>erzlichsten Befriedigung alle Bemühungen will- koiumen heißt und fördern wird, welche dazu dienen, eine bessere Stimmung zwischen unfern Ländern zu erzielen. Lierdnrch bestätigt sich nur die Ueberzengung, die ich schon bei »evfduebenen Gelegenheiten geäußert Habe und zwar nickst nur m iünaster Zeit Ich möchte Sie an meine Rede irn Reichstage vorn 5 Dezember 1904 erinnern, welche, wie ich damals erklärte, die Richtfchrnrr der kaiserlicheir Politik darstelle. Sendern Hat sich meine uSraeugunq nich, gem.berl und bie Bildung Ihrer Der- "n m.no bat basu beigehagen. sie bestätige». I» bet Hoffnung, datz das auqlo-deutfche D-reundschafls-Kouutee forlfahren werde zu gedeihen, bin ich Ihr sehr ergebener Bülow. parlamcntarifcbcs, Berlin, 27. Jan: JnS Herrenhaus sind neu berufen: Botschafter a. D. v. $oHeben, Negierunqspräsident z. T. v. Colm ar-Meyenburg, Prosesior Dr. v. Bergmann-Berlin und der Geh. Llommerzienrat Heinrich Lu eg aus Düsseldorf. Kolonialpoft. Paris, 27. Jan. In einer auS Dakar datierten Depesche des „Matin" wird für die Unruhen in Franzos i f ch - W e st a f r i k a, denen zwei französische Offiziere zum Opfer fielen, der Scheit Maelainin, Adjutant deS Statthalters von Süd-Marokko, verantwortlich gemacht. Zugleich wird ein Deutscher, Dr. Hözmann, den man als Sekretär des Statthalters bezeichnet, mit dieser Bewegung in Verbindung gebracht. Diese tendenziöse Darstellung dcS Delcasiäschen Organs findet in Regierungskreisen keinen Glauben. 2. Sitzung der Grosih. Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, LlLsfcld und Lauterbach, Protokoll-Auszug. G i e ß e n, 23. Januar 1906. Anwesend sind die Herren: fcvmmerzienrat Heichelheim, 'tellv. Vorsitzender, Dürbeck, Friebbcrger, 3bring, Klings^ir, No- wack. Rinn, Röhr, fi'omnirr-ienrat Sck'rnrer, Schmall, Wallach, Zurduch, sowie der Syndikus Dr. Knipper. 1. Reich sfinanzresorm. Die .Handelskammer hat thon früher zu einem Deil der Gesetzesvorlagen zur Beflening der Reickssinmzen Stellung genommen und besck-äftigte sich in der heutigen Sitzung h.iriptsächlich mit den vorgeschlagenen 'Stern* Mobgaben. Tie Kammer er farmte die Notwendigkeit einer Reform der Reichssinenzen an und war der Uebrneugung, daß dem Reiche neue (Simtafmien zugeführt werden müssen. Sie erklärte sich auch damit einverstanden, daß ihr Bezirk nach Maizgube seiner Steuerkraft zur Ausbrmgamg der ersordettichen Mittel hiN^rrgezogeu werden solle, sie tonnte es ober nicht für richtig halten, daß die geplante Vermehrung der Reichseinnahmen vorwiegend auf Kosten einzelner Gruppen der Gmi>erb5tfreife und der Maste der minderbemittelten Bevölkerung erfolgen solle. Die Handelskammer hielt es zwar nicht für ihre Aufgabe, andere Steuerarten in Vorschlag zu bringen; sie bezeichnete es aber als eine ungerechte Maßnahme, daß einzelnen Erwerbsgruppen und Gegenden im Interesse des Reiches neue Lasten aufgebürdet we^xn, sollen, bevor durch eine Reform der Branntwein-Be- steuernng dem Reiche diejenigen Mittel zugeführt werden, die jetzt infolge einer steuerlichen Begünstigung einem Teil der Brennereien als Nnterstützamg zufließen. Zu beanstanden hatte die Handelskammer unter den vorgeschlagenen Steuergesetzen ine Tabak- und Brausteuervorlage und die Stempel- nbgaben auf Frachturkunden, Fahrkarten und» Quittungen. Die Tabak- und Brausteuervorlagen enthalte# eine Son derbe steuenrng der betreffenden Eiewerbe, von denen irrt ersteren Falle der hiesige Bezirk besonders schwer getrosten,wird, ober sie belasten im Falle der lleberw-älzwng m erster Lime den Konsum der minderbemittelten Bevvllerung. Auch die Stempel- ebgaben lassen die Forderung einer gerechten und gleichmäßigen Verteilung der Steuern auf alle leistungsfähigen Teile der Bevölkerung zum großen Teile unberücksichtigt. Die FrachturkuTr- denftenrpel belastet die mittleren und kleineren Geschäfte mit verhältnismäßig zahlreichem Paket- und Stückgutverkehr ungebührlich hoch und artet für Versandgeschäfte geradezu zu einer 'Lwndev- beftcucning ihres Umsatzes aus. Der Falwkartenstempel bringt eine fühlbare Verteuerung des Nahverkehrs und eine Venach- teiligirng des Verkehrs von kleinen Platzen aus., Die Abstu^ img der Sätze nach den einzelnen Klassen entspricht nicht dev Steuerkraft der Reisenden in den verschiedenen Klassen. Der Outttimgsstempel ist für das Geschaftslebeu ebenso belastend, wie belästigend. Die Durchftühiung der betreffenden Vorschriften ist in vielen Fallen kaum möglich. Sie steigert die Verantwortlichleit der Geschäftsinhaber über jedes Maß und fördert die UnficberIjeit im geschäftlichen Verkehr. Die Handelskammer beschloß deshalb, den Reichstag zu bitten, die geplanten Frachturkunden-, Fahrkarten- und ^lUitttme.sstempel, ebenso wie die Tabak- und Braufteuervorlagen, abzulehmm. 2. Benachteiligung obe r he s s i sch er Holzhaud- ler bei Holzverkäufen! aus hessischen Staats- T °T Dcr^' Handelskammer ist von oberhessischen .Holzlmndleni und Sägewerksbesitzcm eine Beschwerde über die Bevorzugung der außerhalb des Groscherzognims domizilierten Firmen bet' Holzverkäufen aus Großh. Hessischen Staatsforsten znge gang en. In der Eingabe wird nachgewiesen, daß eine Reihe von Holz- vosten hessischen Sägewerksbesitzem gegenüber der nichthessischen Konkurrenz entzogen wurde, obwohl bei oblekttver Behandlung des Verkaufs biefc Posten an hestisa)e Firmen Mt.teit; fallen müssen. Durch solche MaßnolMen sind emzelne hesf,,che Sägewerke in eine Notlage gekommen, da sie auf Holz aus hessischen Forsten angewiesen sind,, daS ihnen aber durch Verkauf an auswärtige entzogen worden ist. Die Handelskammer hat sich nach eingehender Prüfung von der Berechtigung der Beschwerde der oberhessischen Holzhäudler überzeugt und beschloß deshalb, die vorgesetzte Behörde unter Vorlegung des Deweismateraals zü bitten, schleunigst Abhilfe zu treffen, insbesondere durch Ausbietung des Holzes nach festgesetzten Dimensionen und unter Nicht- bwücksichtigum aller Angebote, die Hm Ausschreibungsbcdmgunge« nicht entsprechen. , 3. Entwurf einer Maß- und Gewicht so r d nun g. Dem Reichstag ist der ©irttourf eiltet Maß- und Gewicotsorvnung ziigegangen, der zwar gegenüber dem Vorentwurf einige Iwmwv» iingen enthält, aber im übrigen an der Verstaatlichung des Eich- wesens festhält. Wenn auch die früher geäußerten Wünsche der Haiidesskarnrncr nicht alle berücksichtigt worden sind, so beschloß sie doch, von ihrer weiteren Verfolgung afaufepen, dagegen zu befürworten, daß auch an tVrnercn Orten Eichämter eingerichtet wterden möchten und daß insbesondere den Brauereien moglichlt weitgehende Erleichtenmgen zur Vornahme der Eichung zugestanden 4. Abänderung der Zoll- und Steuerstreifen, für Schaumwein. Die HandelFImmer zu ?>-rein" vor Sie emvsiehlt als Ersatz bie)er etreifen Stempelung b-r Etiketts unter Wegfall der To.tsinmg, oder Verwendung einer Steuemwrke nach Art her Wechselstempelmatke. Die Kammer ist der Ansicht, daß die Angelegenheit für ihren Bezirk kein wesentliches I-iteresse bcsi^, hat eher gegen die vorgeschlageneul Aenberuugen keine Einwendungen zu erheben. 5 Der Hcmbclsvertragsverein, her vor einiger Zeit auf die Notwendigkeit d.w Bereitstellung einer genügenden Zahl von Eisenbahnwagen in der Zeit vor Inkrafttreten der neuen Handelsverträge aufmerksam gemacht bat ersucht um eine Mitteilung, für welche Warengattungen dg Es sind von meiner [C17/1 teslfllosf wit «rW'rier Teppich noch Stficko von Mk. 65.— bis Mk. 340.— jn Grösse 2x3 m in selten schöner Wirkung vorhanden. Z.B. einige Bochara’s- Saruch und Mesched etc. Günstigste Kaufgelegenheit. Th. Brück, Möbelfabrik und Innpndekoration Ecke Schlosscassc —Kanzleiherg. 'M Januar 1906. + 4,5 + 3,6 + 2,4 Wetter 93 i SW Horste Temperatur am 27.—28. Januar — 4,7° C. --- 3,2° C. Die Gündung einer wird Dienstag, den erscheint, baren in Britten war der die Kandidatur an. Landwirte die Kan- 7553 755,7 754,8 Ved. Himmel Bed. Himmel Regen * gesunden. magen- darmkranka der Versammlung anwesend war, nahm Voraussichtlich wird auch der Bund der didatur unterstützen. ** Freidenker-Vereinigung. Sektion des deutschen Freidenkerbundes «1 Aus SraSt und Land. Gießen, 29. Januar 1906. — Akademischer Vortrag. Am Dienstag, 23. Jan. hielt Professor M. L. Strack den oievten der Akademischen Aula-Vorträge über das Geld im Altertum. Durch die einleitenden Bemerkungen, wie lange die Menschen auch in Hochentwickelten Kulturen z. B. in Babylon, Aegypten, Phönizien ohne .Geld* auSgekommen seien, rückte er die Betrachtung unter große historische Gesichtspunkte und hob gleichzeitig die einzige Kulturstellung der Griechen hervor, die daS Geld zwar nicht erfunden — das haben im 7. Jahrhundert d. Ehr. die Lyder in Kleinasien getan —, wohl aber diese Erfindung in ihrer Bedeutung erkannt und rasch auSgebildct haben. Er verbreitete sich unter Vorführung vorzüglicher Lichtbilder über die Bedeutung der Münzzeichen, zeigte wie erst mit Alexander dem Großen das Porträt auf der Münze Uriiverfitäts-NaHrichteu. Tübingen, 28. Jan. Tas Korps r a n e o n t a* (mi Kosener 8. C.) ist wegen Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Meteorologische Beodachtnngen der Station Gießen. des GottkönigS statt des GotteS, und wie die Bar- Ost und West, Karthager, Römer, Thraker, Kelten, die griechischen Münzbilder nachbildeten. Leider gediegene Vortrag nicht so gut besucht, wie er ver- 30. d. Mts. hier stattfinden. (Näheres siehe Inseratenteil). — Geflügel- und Vogelzuchtvcrein E. V. Die gestern nachmittag nach dem Hotel Schutz einberufene Generalversammlung des Geflügel- und Vogelzuchtoereins Gießen und Umgegend war überaus gut besucht. AuS dem Jahresberichte ist zu entnehmen, daß dec Verein 200 Mitglieder gegen 195 im Vorjahre zählt und em Vermögen von ca. 5000 Mark besitzt, das zum größten Teil in totem und lebendem Inventar besteht. Bekanntlich unterhielt der Verein auf der Haardt eine eigene Zucht statt on, welche während der Brutzeit 1905 ca. 900 Bruteier, Italiener, Wyandottes und Minorka abgegeben hat. Außerdem konnten 25 Zuchthähne und 29 Hühner an Interessenten überlassen werden. Außer dieser Station sorgen noch 8 Zuchtstamme, die bei Mitgliedern untergebracht sind, dafür, daß in unserer Umgegend gute Nachzucht in Zuchtgeflügel verbreitet wird. — Litewken für Gendarmen. Die seit mehreren Jahren bei fast allen Beamtenkategorien eingeführte und all- gemein als praktisches Kleidungsstück bezeichnete Litewka wird nunmehr auch bei der Gendarmerie eingeführt werden. Hiermit wird den Gendarmen eine große Erleichterung geschaffen werden, wenn man bedenkt, daß sie bis jetzt nur den Waffenrock besaßen und in diesem ihren meist auS recht weiten und anstrengenden Patrouillengängen bestehenden Dienst verrichten mußten. Außerdem dürften aber durch die Einführung der Litewken die Beamten auch einen materiellen Vorteil erlangen, da sich diese jedenfalls im Preise niedriger stellt als ein Waffenrock. Die Mannschaften der Station Darmstadt sind probeweise mit dem neuen Kleidungsstück ausgerüstet und tS soll, wenn es sich bewertet, im ganzen Korps eingeführt werben. — Geweihausstellung in Frankfurt a. TL Zu der am 25.—28. März l. Js. stattfindenden Geweihausstellung haben sämtliche Forst- und Jagd-Unterbeamte, soweit sie durch ihre Uniform kenntlich sind, freien Zutritt. o Grünberg, 28. Jan. Ein 16 Jahre alter junger Mann hat sich heute morgen zu erschießen versucht und dabei erheblich verletzt. Der junge Mensch, welcher der Sohn eines hiesigen Bäckermeisters ist, besuchte das Realgymnasium in Gießen; er glaubte durch einen Lehrer ungerecht behandelt zu werden und öffnete vor einigen Tagen, um diesem ftpfi auSzuwijchen, die GaShähne im Klassenzimmer. Er dient hätte. Die Fülle des in dieser Woche Gebotenen wirkte wohl hemmend ein, leider auch der angekündigte Vortrag von Heffe-Wartegg, dessen seichtes Geplätscher desto schlimmer enttäuschte. Am Dienstag, den 13. Februar wird der letzte akademische Abend aus der Altertumswissenschaft in der Aula stattfinden. Wie mir hören, übt bereits ein Chor fleißig unter Leitung des Univ.-Musikdirektors Trautmann die merkwürdigen Stucke antiker Originalmusik aus dem 5. und 2. Jahrhundert v. Ehr., die kürzlich entdeckt und hier noch nicht zu Gehör gebracht sind. Ein Sänger auS Frankfurt a. M. hat bie Solopartien übernommen. Ferner sollen Quartett-Kom- positionen antiker Lieder ou§ dem 19. und 16. Jahrhundert gesungen werden. Deklamationen erlesener Stücke antiker Poesie in schönen deutschen Uebersehungen werden das Bild antiker Kunst abrunden. Ein selten interessanter, genußreicher Abend steht bevor. ** Antisemitische NeichStagskandidatur. Am gestrigen Sonntag fand hier eine gut besuchte Vertrauens- männer-Versammlung der deutsch-sozialen Partei statt, in der durch einstimmigen Beschluß Landtagsabgeordneter Bürgermeister Philipp Kohler von Langsdorf als Kandidat der deutsch-sozialen Partei für den NeichStagSwahlkreis Gießen-- Grünberg-Nidda ausgestellt wurde. Herr Köhler, der in 26.-28, Es starben an: Zusammen: Lebensschwäche Maseru Lungenentzündung Herzleiden Schlagfl,iß Gehirnentzündung Leberschwund Blasenentzündung Krebs Selbstmord Gerichtssaal. Luxemburg, 27. Jan. Ter Gerichtshof verurteilte den Pfarrer und früheren verantwortlichen Drucker des klerikalen Blattes »Luxemb. Wort", Johann Zieser, wegen eines Artikels mit Angriffen gegen die Ehre der liberalen Familien Luxemburg- zu acht Tagen Gefängnis und 400 Mk. Geldstrafe. Erwachsene: tm vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Iah» rechnete damit, daß der Lehrer, welcher im Klaffenzimmer sich eine Zigarette anzuzünden pflegte, hierbei zu Schaden kommen würde. Zufällig betrat der Lehrer aber die Klaffe nicht, wohl aber der Schuldiener, der wegen der stark ausströmenden Gase ofort ohnmächtig zusammenbrach. Der ihm folgende Klassenlehrer hatte Mühe, die Fenster zu öffnen, so daß der Ohnmächtige mit dem Schrecken davonkam. Wegen des Vorfalles ollte geoen den Attentäter Strafantrag gestellt werden und dies soll ihn in den Tod getrieben haben. Bad-Nauheim, 28. Jan. Die Gesamtpersonenfrequenz des Bades im Jahre 1905 betrug 26197 Kurgäste, wovon 18 065 Deutsche und 8132 Ausländer waren. Von den letzteren entfallen auf: Afrika 131, Amerika 1479, Asien 43, Australien 24, Belgien 154, Bulgarien 2, Dänemark 65, Frankreich 161, Griechenland 7, Großbritannien 1113, Holland 397, Italien 55. Luxemburg 29, Monako 1, Montenegro 1, Norwegen 23, Oesterreich-Ungarn 1040, Vortugal 9, Rumänien 37, Rußland 2972, Schweden 163, Schweiz 193, Serbien 8, Spanien 16, Türkei 9. Insgesamt wurden 383 748 Bäder abgegeben. fc Gam bach, 28. Jan. Hier fiel die 78jährige Frau Beuler in ihrem Hause die Treppe hinunter und brach das Genick. Sie war sofort tot. 0 Helpershain, 27. Jan. Gestern abend ereignete sich hier ein bedauerlicher Unglücksfall. Ein hiesiger Bürger eierte Schlachtfest. Die Frau war in der Küche beschäftigt, als plötzlich der Küchenboden ein brach und alle? mit himmterriß. Die kochende Wurstbrühe brachte der Frau lebenSg efährliche Brandwunden bei. Auch ein Gast wurde, aber minder schwer, verletzt. d. Mainz, 28. Jan. Der 48jährige verheiratete Kaufmann Wilh. Bick stürzte Freitag Nacht in seiner Wohnung, Kaiserstraße 22, die Treppe herab und verletzte sich töt- l i ch. Der Verunglückte hatte innerliche Verletzungen davongetragen, denen er am Samstag mittag erlag. — Jn den Rhein gesprungen ist am Samstag nachmittag am Feldbergtor eine ältere Frau. Sie wurde noch im letzten Moment von zwei Steuerleuten gerettet und ins HoSpital gebracht. Dort verweigerte sie anfänglich die Angabe ihrer Personalien, später gab sie sich als die 44jährige Witwe Berta Maier aus Fürth auS und will in der Schulstraße hier wohnen. fc Mainz, 28. Jan. Die Bürgermeisterei beantragt bei der Stadtverordnetenversammlung, einneues, allgemeines Zentral-Kranken ha ns unter vollständiger Aufgabe de§ St. RochuShoSpitals als Krankenhaus zu bauen. * Kleine Ti i tf c i f n n a c n aus Hessen it n b b c u Nachbarstaaten. Jn Herborn ist die Dienstmagd Katharina Schäfer aus Altenkirchen (Rr. Wetzlar) ununterbrochen 40 Jahre in einer Familie beschädigt; sie erhielt daS hierfür von der Kaiserin gestiftete goldene ErinnerungSkreuz. — Im Kreis Wetzlar hat sich dieser Tage ein Ver-em für Gesangenen-Fürsorge gebildet. Der Jahresbeitrag der Mitglieder beträgt 1 Mark und für Vereine mindestens 3 Mark. der akademischen Disziplin von' der akademischen Disziplinarbehörde bis 1. Januar 1907 suspendiert worden. Dem Korps war chon voriges Jahr die Auflösung angedroht worden. Rom, 27. Jan. Wegen Aufschlages der Examen- gebühren entstanden heute in der Universität arge 11 n • r u h e n. Der Zorn der Studenten richtete sich besonders gegen den Senator Prof. Pierant oni, der sich weiger,e, zum Zeichen des Protestes die Vorlesung einzustellen. Er wurde deshalb ausgezischt und mit Kartoffeln beworfen. Darauf wurden die Fenster des Auditoriums zerstört. Ter Rektor suchte vergebens Ordnung zu stiften und mußte Militär Herbeirusen. Die Universität wurde geschlossen. Die Studenten klebten an das Pottal einen Zettel mit der Aufschrift: Ist zu vermieten. Summe 15 (7) 12 (6) 1 2 (1) Anm.: Die tu Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke komnrerr. Sport. Davos, 28. Jan. Bei prächtigem Wetter begannen die EiSlauffeste. Bei dem Kample um die Europameisterschaft über 500 Meter wurde erster Gundersen-Norwegen, zweiter Schilling- Wien, dritter Koening-Holland, vietter Ashe-England, fünfter Muser- St. Gallen, sechster Rochal-Westschweiz, auf 5000 Meter wurde erster Gundersen, zweiter Koening, dritter Schilling, vietter Ashe, fünfter Muser, sechster Rochat. Mrfrrer Andrang auf der Bahn Wöhrnw der nächsten Zeit ans brrn hiesigen Bezirk zu erwarten sei. Dem gmannten Verem foll mitgeteilt werden, daß aus dem hiesigen Bezirk d-e Nack)- frage sich hauptsächlich auf Wagerrmatcrial für die Beförderung ion Getreide und fyuVermitteln geltend machen würde. a) Die "f?öni!ch ^Eisenbahndirektan w Frankfurt a. M. hat auf die früheren Anträge der Handelskammer znm Sommerfahrplan 1906 mitgetcilt, d „ der Samellzug 181 Em- dcn-Kassel-Erfurt (Kassel ab 7 35 abends" in ^mtrrshaulen anhalteu und Anschluß an den Schnellzug 77 Frankfurt am Main- Kassel (Gießen ab 5.48 nachm.) erhalten wird, sodaß dadurch eint direkte Verbindung vo n hi e r nach Thüringen erreicht wird. — ferner wird Zug 538 Fulda-Gießen (Gießen an 7,43 abends) m Nieder- Ohmen, Reiskirchen und Rödgen anhalten. — Qua 1114 Lollar-Wetzlar (Lollar ab 6,8 nachm.) lmrd vom 1 Mai ab 7 Minuten später verkehren, ivomit dem Interesse der Arbeiter der BuderuS" sch en Werke Rechnung getragen wird. B) Von zuverlässiger Seite sind der HmchclSkammcr Mitteilungen zugegangen über die Lage deS Textilwaren- h.rndels in Rustschuk, über den Warenabsatz nach Rumänien und Spanien, über den Ursprungsvermerk auf sog. Reiseandenken bei der Ausfuhr nach Frankreich, die Bedeutung der Reklamen in Mexiko, die nordamerikanische Konkurrenz in Bahia und über das indische Warenzeichcw- Dw^ngnnge können während der üblichen Geschäft^eit im tznreau der Handelskammer eingesehen werden. Gr-enb^bn-^ertnng. Vrig (Schweiz), 25. Jan. Der erste normale Personenzug der Simpion linie si.hr heutö früh von Brig ab und erreichte um 9 Uhr 33 Min. die Südstation Jselle. Die Fahtt vollzog sich ohne Zwischenfall bei angenehmen Temperaturverhältnissen. Kirche und Schnle. — Osterfahrt nach Jerusalem und Aegypten. Außer den diesjährigen 7 Lehrer-Ott en tfahtten findet tm Aprtl noch eine kurze 4w5chentliche Sondettabtt statt. Die Fahrt degsimt am 29. März in Genua. Der Aufenthalt in Aegypten und Palästina bauert je eine Woche, das Osterfest wird in Jerusalem gefeiert. Die Kosten belaufen sich ab Neapel bis zurück Neapel auf 460 bis 900 Mark je nach ver Wahl der Schiffs- und Eisenbahnklaffe. Ausführliche Programme sind kostenfrei von der Leitung der Lehrer- Örientfahrten in Solingen zu beziehen oder von dem Veranstalter der Fahrten Herrn Jul. Botthausen, zur Zeit in Cairo (Hotel Bristols. ♦ In der Affäre des im August v. I. spurlos ver- 'chwunderten Lehrers Thomas Reid wird aus Riva am Gardasee gemeldet, daß dort ein Oesterreicher Namens Ed. Zippel verhaftet wurde, bei dem unter anderen Gegenständen eine Visitenkarte mit dem Namen Thomas Reid sowie eine ilberne Taschenuhr vorgefunden wurden, die aus dem Besitz )cs verschollenen Reid aus Paisley in Schottland stammen ollen. Zippel scheint in Heidelberg Kvm plizen zu haben. Cs sind eine Prostituierte und eine als Einlegerin in einer Druckerei beschäftigte Oesterreicherin unter dem Verdacht der Mittäterschaft und Mitwisserschaft verhaftet worden. * Explosionen. Jn Schmiedeberg (Schlesien) erfolgte im Pulverschuppen des Kaufmanns Tschentscher aus unbekannter Ursache eine Explosion. Der Schupp?" wurde ast vollständig zerstört, ein Kvmmis lebensgefährlich ver- etzt. — Mährend des Unterrichts in der techn. H och-- chule zu Lemberg erfolgte eine Explosion eines Kvhlen- äure-Avparates, wobei zwei Studenten verletzt wurden. ♦ Ter neueste Eisenbahnunfall. Bei einem Zusammenstoß zweier Züge auf der Zweigstrecke Kirchroth — Simpelveld (Rheinland) wurde ein Lokomotivführer getötet, ein Heizer erheblich verletzt. * Kleine Tages chronik. Aus Sieglar (Rheinl.) kommt die grauenhafte Kunde, daß dort eine plötzlich irrsinnig gewordene Frau versuchte, ihr vierjähriges Kind in den brennenden Ofen zu stecken. Als ihr dies nicht gelang, nahm sie ein schweres Stocheisen und schlug unaufhaltsam derart auf das arme Wesen ein, daß dieses später unter den Händen der Aerzte verstarb. Die Frau wurde in die Irrenanstalt gebracht. — Jn Bochum verhaftete die Kriminalpolizei den Mbeiter Brackesberg, der verdächtig ist, an dem im Dezember an dem Landwirt Reick in Guennigfeld begangenen Morde beteiligt gewesen zu sein. — Tas Gnadengesuch des zum Tode verurteilten To ppellustmörders Postschaffner Büther in Hannover ist abgelehnt worden. — Jn Bremen erschoß infolge einer Unvorsichtigkeit ein Handelsschüler einen Mitschüler. Ter jugendliche Täter wurde festgenommen. — Jn Köllmisch-Linkuhnen (Ostpr.) sind bei einem Brand eines Jnsthauses eine etwa 40jährige Kreisarme und drei Kinder umgekommen. — Jn den letzten Tagen herrschte in ganz Oberitalien eine ganz- ungewöhnnche Kälte. Viele Fabriken mußten ihren Betrieb infolge Gefrierens der Jndustriekanäle einstellen. Der 10 Kilometer lau Fe See Varese ist zugefroren. — Zum Konkurse des früheren braunschweigischen Gesandten v. Er am m-Bur gd or wird mitgeteilt, daß bei dem ersten Termin vor dem Charlottenburger Amtsgericht eine Unterbilanz von etwa 600 000 Mark festgestellt worden ist. ES sind bis jetzt die sogen. Wucherforderungen noch nickst angemeldet worden, sodaß etwa 25 v. H. zur Verteilung gelangen würden. Niedrigste „ „ bewährteste Nahrung für ? / 2 5,8 I 92 SW 5,5 93 W 5,1 I C2 " TLunst rittd LVrsseirschafL. — Nach dem „N. Münch. Tagelil." ist bet Vertrag mit Hermann B ahr gelöst worden. Babr sollte bekanntlich mit 18 000 Mk. Gebalt Direktor der kgl. baijcr. Schauspiele werden. Spirlplarc brr vrrrinigten Frankfurter Stabttheater. LPernhanS. Dienstag den SO. Januars: ^Der Darbier von Sevilla." hierauf: „Aufforderrma zum Tanz." (Ballet.) Mrttwoch den 31. Januar: Mozart - Zyklus, 6. Abend: .Tie Zanberflote.' Donnerstag den 1. Februar: „Cberoit." Freitag den 2. Februar geschlossen. Samstag den 3. Februar, nachmittags halb 4 Uhr: „Priineß Tausendbändchen/ Abends 7 Uhr: .Die Entführung aus dem Serail." Hierauf: „Aufforderung zmn Tain/ Sonntag den 4. Februar, nachmittags halb 4 Uhr: „Prinzeß Taufeudhändchen/ Abends 7 Uhr: ,Tie Hugenotten." Montag den 5. Februa^ abends halb 8 Uhr: ,Frühlutgöluft." Schauspielhaus. Dienstag den 30. Januar*-: /Der Heller." Mittwoch den 31. Januar: .lieber unsere Kraft." 1. Teil. Tonner-stag den 1. Februar, abends halb 8 Uhr: .Der Kaufmann von Venedig." Freitag den 2. Februar: „Sappho/ Samstag den 3. Febrrtar: „lieber nufere Krast". 2. Teil. Sonntag den 4. Febrrtar, nachmittags halb 4 Uhr: „Im bunten Rock/ Abends 7 Uhr; „lieber unsere Kraft." Montag den 5. Februar: „Sappho/ •) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Fam'.Usn-27a chrtchten. Gestorben. Herr Heinrich Hellwig, Hop'garten. — Herr Karl Steller, Hungen. — Herr Heinrich Steuernagel IV., Bad- Nartheim. — Herr Josef Füller, Marbura. — Herr Dr. Wilhelm Bcck, Friedberg. — Fran Elisabethe Neeb, geb. Eisen, Dillenburg. — Fran Martha Wehn, geb. Calame, Alzep. — Fran Katharine Ulm, qeb. Velten, Lang-Gons. — Fraulein Elise Heidelbach, Gewürms. Geboren. Herrn Psarrer Modus und Frau, Hoch-Wersel, eine Tochter. löötijrntüfl tllrlifrfi&t brr ^obfefnilr in ifrltaht 6irürn 3. Woche. Vom 14. bis 20. Januar 1906. , Einwohnerzahl: angenommen zu 29 500 (hifl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 26,44 nach Abzug von 7 Ortsfremden: 14,10 °/oo. Kinder 1 — 1 — 1 — —• 1 3(2) 2(1) — 1(T> 2 (1) 2(1) — — 3(1) 3(1) — — 1 m 1(1) — — KD 1 (1) — — 1 1 — —— KD KD — -— 1 1 — — bet (? ALA- ^5W 4' *«.« ^**i22«eten. ! werben 18 000 W, MeQ1 S Sevilla.« d: 'ltn,o* ben Freitag den?İ^' DM $?' ®«to-6 dm V™' Abends 7 Uhr bnl°r: .Tappho.. ff, obente M 7 Uhr,^ nng. ~ 2^’M’wg 011 ff'^ab und erreichte e- ~te vahrt vollzog sich !raturverhättvisien. :m beflQimen die 1 die Europameislchchafi rwegen, zweiter Cchilling- e-England, fünfter Mustr- aui 5000 Meier ronrbc r Schilling, vierter Me, \T encktshoi verurteilte ben Itn Tmäer des klerikalen e r, wegen eines Artikels tlcn Familien Luxemburgs 0 Mk. Geldstrafe. •lebten» iroig, hop'garten. - Hm ch Eteuemagel IV., Bad- urn. — Herr Dr. Wilhelm geb, Eisen, Dillenburg. - — Frau Rat forme Uür, A\t fyiMfad, •StthCr-z mb Frau, hoch-W, MMrMW iS^sSonttTlilltir) 26,44 en: 14,10»/». Kinder .. hn vom I.'Lebensjahr: 2.-15. Ich 2 1 iw --------l---2(1) ! Biflem geb«, «"Ä .obacht''»g°" ----------' $ \zl § i I ©etter 2 ß I SWi । w ! • sw : _ 4 7° C. 2?. Januar c. 28. :rr>* ßlcktrische Straß nkagn in Hießen. Bekanntlich besteht die Absicht, nach Beendigung der Kanaltsatronsarbeiten bei der dann so unumgänglichen als dringend erwünschten Straßenneupflasterung den Gedanken der Ginrichtung einer elektrischen Straßenbahn zu verwirk» lichen. Bei der außerordentlichen Ausdehnung unserer Stadt dürste ein solches Werk vielleicht auch auf die Tauer nicht unrentabel werden angesichts des ständigen Wachstums sowohl unserer Bevölkerung als der Länge der Außenmaßen. Bei nicht zu seltenem Verkehr der Wagen wäre wenigstens an lebhafte Benutzung der Bahn kaum zu zweifeln. Vor 30 Jahren hätte wahrhaftig kein Gießener an eine städtische Straßenbahn zu denken gewagt. Wer überhaupt vor 30 Jahren einer Stadtverivaltung den Gedanken zuge» mutet hätte, auf Kosten der Stadt die Ausführung einer Straßenbahn als Selbstbetrieb vorzunehmen, der würde wahrscheinlich als seiner geistigen Kräfte nicht völlig mächtig behandelt worden sem. Der koinmunale Unternehmungsgeist steckte damals noch in den Kinderschuhen. Die Stadtväter betrachteten sich vor allem als Verwaltungskörper und waren noch nicht zu der Einsicht gekonunen, daß ein Gemeinwesen an sich eine wirtschaftliche Macht ist, die ebenso Werte zu schaffen verniag, wie jede andere Wirtschaftskraft. Auch heute noch begegnen wir vielfach dieser altfränkischen Denkweise, obgleich gerade im Eisenbahnwesen viele Staaten seit langem vorbildlich und mit außerordentlichem finanziellem Gluck vorangegangen sind. Wir scheuen uns viel weniger, ein städtisches Gaswerk zu errichten, als eine Straßenbahn zu bauen uns zu betreiben, trotzdem hier Gesichtspunkte mit» sprechen, die wert über die monopolistischen hinauSgehen, welche bei GaS- und Wasierwerken ins Gewicht fallen. Sie sind | von so durchschlagender Kraft, daß man eS nicht verstehen kann, wie immer noch jene .Angst vor dem Selbst- betrieb' umgeht, wenn e3 heißt, eine Straßenbahn auf eigene Rechnung zu betreiben. Die Mehrzahl der deutschen Straßenbahnen weist eine fortschreitende ungeahnte Rentabilität auf. Tas ist natürlich besonders da der Fall, roo, sie rein kapitalistisch, also daS Monopol ohne Rücksicht auf die Allgemeinheit ausbeutend betrieben werden. Aber auch dort, wo die Interessen der Gemeinde durch günstige Verträge gewahrt sind, verzeichnet man so hohe Ueberschüsse, daß die an die Stadt zu leistenden Abgaben fast nirgends als genügende Gegenleistung angesehen werden. Dazu tritt die Vervollkommnung der elektrischen Industrie und die Leistungsfähigkeit der städtischen Elektrizitätswerke, die nach einem erhöhten Absatz ihres Stromes lechzen. Das unsere freilich bedarf noch sehr der Ausgestaltung. Dian kann dann die nötige Kraft im eigenen Betriebe verwenden bezw. verrechnen. Vor allem drängen die Erfahrungen, die man durch mannigfache Streitigkeiten und Prozesse mit den Gesellschaften gemacht hat, darauf hin, Herr in seinem Hause und in seinen Straßen zu sein. Diese Differenzen entstanden meistens dadurch, daß die Gemeinde das Jntereffe der Allge- nieinheit wahrzunehmen suchte gegenüber Privatunternehmern, die aus der Konzession, die ihnen einmal gegeben worden war, den grüßten Nutzen heraus schlagen möchten, ganz gleich, ob die Stadtentwicklung darunter leidet oder nicht. Eine kommunale Straßenbahn kann sozial- und kommunal. politische Momente ganz anders berücksichtigen, als d« em-, festige Privatbetrieb, der zu seinem Gelds kommen will und weiter nichts. Sie' kann neue Stadtteile der Bebauiing erschließen, ohne auf Rentablität der nach dort zu legenden Linien in den ersten Jahren rechnen zu brauchen. Sie kann die Tarife, die Fahrzeiten, die Wagenausstattung und manches andere der Bevölkerung anpaffen, die ihre Wünsche durch die Stadtverordnetenversammlung geltend zu machen vernmg. Sie kann auf ein größeres Entgegenkommen der staatlichen Organe rechnen, sie kann infolge vielfacher Beziehung zu anderen städtischen Obliegenheiten den Betrieb administrativ vereinfachen und verbilligen; sie kann die ArbeitS- und Lohnverhältniffe ihrer Angestellten sozialer behandeln als Private es tun; sie kann, kurz gesagt, das Straßenbahngeschäft von weiter und höher gehenden Gesichtspunkten auS- behandeln. Allerdings, sie kann auch nach der Seite des FiSkaliSmuS Mißbrauch dainit treiben, wenn die Bevölkerung sich daS gefallen läßt. Gegenüber diesen Punkten müssen alle Einwände verstummen. Es gibt in dec Tat kaum ein anderes Monopol, das in den Händen der Städt besser aufgehoben wäre, schon weil die Stadt Besitzerin der Straßen ist. Die Art der Voll- führung des Betriebes freilich steht auf einem anderen Blatte geschrieben. .Gemeindebesitz und Privatbetrieb!' ist z. B. in München zu einer vielbeachteten Forderung geworden. Am besten ist es jedoch immer, Besitz und Betrieb in die Hand der Gemeinde zu legen. Wo man davor Angst hat, da ist gewöhnlich Mangel an Selbstvertrauen daran Schuld, oder — Privatintereffe! Bekanntmachung. Im Interesse möglichst frühzeitiger Inangriffnahme der Arbeiten zum weiteren Ausbau der Fernsprechanlagen »st eS erforderlich, daß die Anmeldungen neuer Fernsprechanschlüsse spätestens bis zum 1. März den Kaiserlichen Telegraphenanstalten vorllegen. Verspätet an gemeldete und infolgedessen außerhalb des Bauplans mit einem Mehraufwand (z. B. durch besondere Entsendung einer Baukolonne pp.) herzustellende Anschlüsse werden in dem nächsten Bauabschnitt nur dann autzgesührt, wenn die Antragsteller zu den entstehenden Mehrkosten einen Zuschuß von 15 Mk. leisten. Uebersteigen jedoch diese Mehrkosten den Betrag von 50 Mark, so wird der wirklich aufgewendete Kostenbetrag eingezogen. Darmstadt, den 20. Januar 1906. Kaiserliche Ober-Postdirektion. __Kobelt.____________________ Bekanntmachung. LuS der (Stiftung dcS Gemeinderats Christoph Friedrich AudreaS Löber iß alsbald eine lebenslängliche Pfründe tn Höhe von jährlich 260 Mark an einen in Güßen geborenen, wahrhaft bedürftigen Witwer, Handwerker, mit gutem Ruf xu vergeben. Meldungen sind bis 5. Februar d. IS. auf dem Armenamt, Neuen Baue 25, Zimmer Str. 2, schriftlich oder mündlich einzurcicheu. Gießen, den 24. Januar 1906. Großberxogliche Bürgermeisterei Gießen. Curschmann. .B»7, Arbeitsvergebrmg. Die bei Erbauung einer Maschinenzentrale und eines Fernheizwerks zu Bad-Nauheim vorkommenden Arbeiten des .Inneren Ausbaues' werden hiermit auf Grund deS Ministerial- Erlaffes vom 16. Juni 1893 zum öffentlichen Wettbewerb ausgeschrieben. Plattenlieferung re: 550 qm Fußboden aus Eisenklinkern, 206 qm säurebeständigen Asphaltbelag, 753 qm Mosaikplättchen zu liefern und zu verlegen, 424 qm glasierte Verblender zu liefern und anzusetzen, 338 qm Porzellanplättchen desgl. Glaserarbeit: 27 qrn Holzfenster, 282 qm Verglasung dec eisernen Fenster. Weißbinderarbeit: 3275 qm glatten Wandputz auf massive Wände, 220 qm desgl. ans Fachwändc, 930 qm glatten Deckenputz auf Betondecken, 446 qm dcSgl. auf Rabltzdccken und 327 qm desgl. auf Holzbalkendccken, 252 qm äußeren Putz, 330 qm Oelfarben- anstrich auf Wandflächen, ca. 1550 qm deSgl. auf Holzwerk, 4800 qm Leim- und Kalkfarbenanstruch. Schreinerarbeil r 70 qm Läden, 5 Eingangstüren, 32 innere Türen, 107 qm Wandvertäfelung, 202 qm Buchenriemen in Asphalt, 455 qm rauhen Fußboden. Schlvfferarbeit: 1365 kg eiserne Türrahmen, 400 kg schmiedeeisernes Treppengeländer, Beschlag der obengenannten Türen. Tapezierarbeit: 100 Rollen Tapeten aufzuziehen, 160 qm Linoleumbelag zu liefern 2c. Pläne, Bedingungen und Angcbotsformulare können vom 24. d. Mts. ab auf unserem Amt eingesehen, die beiden letzteren werden gegen Erstattung der Selbstkosten abgegeben. Angebote sind verschlossen, porto- und bestellgeldfrei mit entsprechender Aufschrift versehen längstens bis zum 8. Februar, vormittags 11 Uhr bei dec unterzeichneten Behörde einzureichen, worauf deren Eröffnung im Beisein etlva erschienener Bewerber stattfindet. ZuschlagSftist vier Wochen. B”/, Bad-Nauheim, den 20 Januar 1906. Baubehörde für die Neubauten in Bad-Nauheim Jost. Flaschenbier! Der höflichst Unterzeichnete bringt hierdurch einem verehrlichen Publikum seine als vorzüglich anerkannten Flaschenbiere in empfehlende Erinnerung: Münchener Augnstinetbräu Frankfurter Henninger Lauterbacher Bnrgbräu Alleinverkauf: Schlitze? Gräflich Görtzsche Brauerei Köstritzer Schwarzbier. Sämtliche Biere werden aus das sorgfältigste abgefüllt und in großen und kleinen Flafchen frei ins Haus geliefert Um geneigten Anspruch bittet 242 iFr*B Ludwigstraße 55 BierverLag Ludwigstraße 55. Vergebung von Bauarveitcn. Die zur Herstellung von ca. 1170 qm Gossenpflasterungen und bet Ausführung eines 480 m langen Lementcohr-Kanals un Orte Kleinlinden erforderlich werdenden Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege deS schriftlichen Angebots vergeben werden. Offerteä wollen auf Großh. Bürgermeisterei Kleinlinden bis SamStag, den L. Februar, nachmittags 2'/, Uhr abgegeben werden, woselbst Voranschlag und Bedingungen eingesehen werden können. Gießen, den 26. Januar 1906. I. A.: Rohr er, KreiSstraßenmeister. Brennholz - Versteigerung Gräflicher Oberförsterei Arnsburg. Mittwoch, den 31. Januar 1906, nach Zusammenkunft 91/, Uhr vormittags im Kloster, werden versteigert in den Distriklen: (B37t Aeußeres Chor, Hard, Hein und Decketborn: Buche Eiche Radel-Weichholz rm rm rm Scheiter 300 (teils Rundscheiter) 3 Werkscheiter 2 4 Lrndc-Rlmdscheiter) Prügel 150 120 13 Stöcke 108 71 21 Slammreiser 150 835 (40 HeegreimglingS« (85 Heegremigung-- reifer) reifer) 133 Astrelser 445 195 48 (darunter 5 Fichte) Bohnenstangen — — 1,6 Btttl-, Werk- mit) NOch-Maus auf Submission aus dem Wald der Gemeinde Hattenrod. 36 Stämme Fichtenschnittholz von 30—51 Etm. Durchm. und bis zu 22 Mtr. Länge, mit 79,50 Fm. Inhalt. 65 Stämme Fichtenbauholz, 15—29 Etm. Durchm. und bis zu 26 Mtr. Länge mit 40,83 Fnt. Inhalt. 230 Stämme Kiefern-Bau- u. Nutzholz, 13—33 Etm. Durchm. und bis zu 17 Mtr. Länge, mit 100,17 Fm. Inhalt, hierunter 5.50 Fm. Schnittholz. 38 Stämme Eichen-Bau- und Nutzholz, von 16—36 Etm. Durchm. und bis zu 14 Dttr. Länge, mit 17,14 gm. Inhalt, hierunter Schwellenholz. Ungefähr 20—25 Fm. Kiefern-Grubenholz. Die Gebote sind getrennt nach den Sortimenten und der Kaufpreis ist pro Fm. anzugeben. Das Holz wird auf Verlangen dem Kaufliebhaber vor dem Termin von Förster Albach dahier vorgezeigt. Die Gebote sind schriftlich mit passender Aufschrift versehen bis zum Donnerstag, den 1. Februar 1906, mittags 1 Uhr auf Großh. Bürgermeisterei Hattenrod einzureicheu. Die Eröffnung findet an demselben Tage, nachmittags 2 Uhr auf hiesigem Rathaus statt, wozu die Interessenten eingeladen sind. Hattenrod, den 25. Januar 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei Hattenrod. 655 Rock. An die Mitglieder nuferer emgclscheu Cenmude. Der Deutsche Evangelische Kirchenausschuß, der die evangelischen Landeskirchen des ganzen Deutschen Reiches vertritt, hat Die Pflege und Förderung des religiösen und kirchlichen Lebens unserer in der ganzen Welt zerstreut lebenden deutschen Glaubensgenossen, in unseren Schutzgebieten, in Südamerika, in Palästina usto. usw., in die Hand genommen, damit sie dem evangelischen Glauben und dem Deutschtum erhalten w-erden. Um die für diese bedeutsame Ausgabe renUtch nötigen Geldmittel, namentlich einen Grundstock, zu erhalten, hat der Ausschuß eine einmalige Lauskollekte in ben evangel. Familien von ganz Deutschland angeordnet. Unser Dberfonfiftorium hat diese allgemeine Haus- kollekte im Großherzogtum Hessen in's Werk gesetzt. In unserer evangelischen Gemeinde Gießen sollen in den nächsten Tagen und Wochen die Gaben zu dem genannten Zwecke erhoben werden, und zwar durch unseren Lilfskirchendiener Herrn Karl Sckwan, der allein hierzu bevollmächtigt ist. Indem wir solches den Mitgliedern unserer evangel. Ge- incinDc mitteilen, bitten wir dieselben herzlich, das weltumfassende Unternehmen, das für die Stellung des deutschen Protestantismus und für die Zukunft des Deutschtums in Der ganzen Welt mitentscheidend sein wird, durch freundlichen Sinn und reichliche Gaben unterstützen zu wollen. B 12/1. Gießen, den 11. Januar 1906. Die e v angelischen Pfarre-c. Dr. Naumann. D? Schlosser. Euler. Schwabe. Nutzholz-Verkauf. Dienstag, de» 6. Februar 1906, von Vormittags 10 Uhr ab, sollen aus den Distrikten 4 und 12 des Gemeindewaldes Niedermittlau bei Merholz 111 Stück Eichen-Stämme von 3 bis 20 Mt. Länge und 22 bis 65 Ztm. mittleren Durchmesser 86 Stück Kiefern-Abschnitte von 3 bis 16 Mt. Länge und 18 bis 45 Ztm. mittleren Durchmesser und ca. 110 Stück Eichen-Abschnitte, geeignet zu Wagner- Holz und Deichsel offenllich meistbietend an Ort und Stelle verkauft werden. Der Verkauf in Dislritt 4 beginnt vormittags uw 10 Uhr, im Distritt 12 mittags um 1 Uhr. Der Bürgermeister D*7/1 Reußwig. Holzversteigerung in der fürstlichen Oberjörsterei Lich. DieuStag, den 6. Februar, von vormitt. 10'/. Uhr an» im Distcitt Lanaeberg: 3 Birken-Abschnitte = 1,59 fm (28-35 cm Durchmesser): 38 Stück Äefernschnittholz — 29,86 lw (hübsches Holz, starke Schnittstücke), 103Stück Kiefernbauholz =78,61 fm; 76 Stück Fichtenbauholz — 32,77 fm, 16 Fichtenderbstangen — 1,68 fm; Knüppel: 5 rm Buchen, 3 rm Birken, 1Z rm Nadelholz (Steinbruch); Stöcke: 19 rm Eichen, 46 rm Nadelholz; Reisholz-Wellen: 20 Buchen. 910 Eichen, 800 Weichholz (Forst-), 1100 Nadelholz. Die Zusammenkunft ist auf der Kreissttaße von Nieder» Bessingen nach Lmtgsdorf, bet deren Eintritt in den Wald. [B1*/* Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Lich vom Jahre 1906 liegt vom 30. Januar an 8 Tac;e lang zur Einsicht der Interessenten auf dem Bürgermeisterei-Bureau offen. Lich, den 27. Januar 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei. Dörmer, Beigeordneter. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Oppenrod für das Jahr 1906 liegt vom 30. l. Mt§. an acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf dem Bürgermeister-Bureau offen. Oppenrod, den 27. Januar 1906. 676. Großherzogliche Bürgermeisterei Oppenrod Balser. Ngnneiilr äienfeiiiiiijfütt in Stuttgart Versicherungs-Verein auf volle Gegenseitigkeit für LebenS-, Renten- imb Kapital- (Aussteuer-, Milllärdienft- nnd Alters-) Versicherung. Gegründet 1833. Unter König!. Württemberg. Staatsaufsicht. Wir bringen hiermit zur Kenntnis, daß zufolge freundschaftlicher Uebereinkunft unsere Hauptagentur Gieße« an Herrn Wilhelm Dürbeck, Kaufmann, Gieße«, Neustadt, übergegangen ift Darmstadt, Ende Januar 1906. Die Geueral-Bertretrmg August Berbenich. Auf Vorstehendes höfl. bezugnehmend, empfehle ich mich zum Abschluß von angeführten Versicherungen. Die Allstatt bietet bei längst bewährter und anerkannter Solidität jebem bei ihr Beteiligten bedeutende Vorteile. Zur Abgabe von Prospekten re. sowie zur Etteilung jeder gewünschten Auskunft bin ich gerne bereit Tie Hauptagentur: Wilhelm Dürbeck, Kaufmann. Gießen, Ende Januar 1906. Neustadt ”/* Kriegerverem Gießen. Samstag, den 3. Februar, abends 8L/2 Uhr im Neuen Saalbau (früher Steins Garten): Frier des Allerhöchsten tonrtstiigeü er. Mjestllt stell Kaisers, witaüen mit stern StislWllseft stell Äereiiill. Die Ehrenmitglieder und Mitglieder des Vereins mit ihren Familien sind zu der Feier herzlichst eingeladeu. v29^ Hassia- und Vereinsabzeichen, sowie Orden- und Ehren» zeichen sind anzulegea. Der Borftruw. Todes-Anzeige Adolf Steinberger heute morgen plötzlich im 23. Lebensjahr entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen (Löwengasse 27), den 28. Januar 1906. Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs ans statt. Die Beerdigung findet Dienstag, den 30. d. Mts., nachmittags 2*/, Verein Union vergeßlicher Sohn 691 Moll Steinberger gebührend in Kenntnis zu setzen. D*/i Die Beerdigung findet Dienstag Mittag 2*/i Uhr statt. Danksagung ■ir Giessen, den 29. Januar 1906. Programm. 412 e