Nr. 74 Zweites Blatt 156. Jahrgang Mittwoch 28. März 1906 Erscheint «glich mit Ausnahme deS ErmntagS. Die ^Oiehener LamMenblätter- werden dem ,flrtActaei mermal wöchentlich beigelegt. Der »tzelftjch« EdBöölrt" erscheint monatlich einmal. Giehener Anzeiger Rotationsdruck und Verlag der Btüblldw UnwerfuätSdruckeret. R. Lange. Bretz«. Redaktion, Txoedttton,i. Druckerei - ^chuMr.K, Tel. Nr. 5L Telegr^Ädr., Aa-eig« ^u'sau General-Anzeiger, Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Sietzen. Aus dem Aeichs'ag. R. Berlin, 27. März. Die alte Zentrumsgarde lebt noch und ergibt sicb nicht ganz und gar dem jungen „Sturmgesellen" Erzberger. An dessen Stelle im Namen der Fraktion zur Flöttcnvor lage zu sprechen, hatte der ?lbgeordnete Tr. Spahn sogar ein historisch begründetes Recht, denn bei der Verhandlung über das grundlegende Flotten- geseh vor acht Jahren hatte er seine Kandidatur um die Führerschaft im Zentrum, die ihin Erzberger wohl noch nicht streitig machen wird, ausgestellt. x-er patriotische Gedankenschwung der damalige'» großen Rede Dr. Spohns fand sich auch in seiner heutigen, und dichtgcschart wie damals umstanden auch heute die ^geordneten die Rednertribüne, in deren Nähe der Staatssekretär v. Tirpitz wiederum Platz genommen hatte. Er blickte allerdings viel frohgemuter drein, wie ehedem. Die Zeiten sind vorbei, in denen die Aufregung über die Flottendebatte vvm Staatssekretär nach seiner eigenen Erklärung der: Sckilaf raubte. Wie beruhigend klang auch das Wort Tr. Spahus: „Wenn es der Sicherheit des Vaterlandes gilt, dann treten alle anderen Erwägungen zurück". Herr v. Tirpitz säumte nicht, darauf hinzuweifen, daß der Reichstag sich in der Tat in diesem Sinne schon verdient gemacht habe, denn erst auf Grund des Flotten- aesehes sei es möglich gewesen, die deutsche Marine der französischen gleichwertig zu modkn. Er bezweckte wohl mit diesem Hiniveis, die beiden Bolkspar- teien, namens deren Abg. Müller-Sagan eine Er- klärung verlas, der Einbeziehung der Auslandskreuzer in das Flottengesetz geneigt zu machen. Doch man bestehl auf dieser Seite auf der Bewilligung dieser Kreuzer im Rahmen des Etats, oder auf der Deckung.der entstehenden Kristen durch eine Reichsvermögenssteuer. Dr. Spahn hatte an* hetmgegeben, den letzteren Antrag der Steuerkommission zu überweisen, die sich ja ohnehin mit der Erschließung neuer Einnahmequellen beschäftige. Doch Abg'. Dr. Müller-Meiningen konnte nicht mit Unrecht auf das Verfahren des Zentrums beim ersten Flottengesetz Hinweisen, wo die Teckungsfrage gleichfalls mit dem Gesetz in Zusammenhang gebracht worden war. Die Reichsvermögenssteuer erscheint den Volksparreien als geeignete Ergänzung der Reichserbschaftssteuer und als erstrebenswert besonders vom Standpunkt der süddeutschen Staaten. Doch der Schatzsekretar Frhr. v. Stengel zerstörte mit rauher Hand diese Illusionen, indem er feststellte, daß die Verb. Regierungen weitere direkte Reichssteuern unbedingt undeinmütigablehn en würden. Frhr. v. Stengel ist wohl etwas nervös geworden durch die mühselige Verständigungsarbeit in der Steuerkommission, denn er sprach unwirschen Tones von einer Durchkreuzung der Arbeiten dieser Kommission durch Wiederaufnahme des dort bereits abgelehnten Reichsvermögenssteuerantrags. Tie Konservativen als grunosätzliche Gegner direkter Reichssteuern spendeten dem Sck;atzsekrctär lebhaften Beifall, und zu ihrer Freude erhob sich auch noch der preutz». Finanzminister Frhr. v. Rheinbaben zu einer entschiedenen und ironischen Abweisung des Vermög e n s st e u e r a n t r a g s der Volksparteien. Er nahm sogar die Stcuerkommission „gegen das in diesem Antrag liegende Mißtrauensvotum" energisch in Schutz, und der Vorsitzende der Steuerkommission, Abg. Büsing (natl.) übertrumpfte den Minister, indem er alle Bemängelungen der Arbeit dieser Kommission — der Abg. Mommsen (frs. Vera.) hatte hiermit nicht gespart — als auf grauer Ä)eorie beruhend — erklärte. Abg. Bebel (Soz.f replizierte mit der Bemerkung, die Steuerkommission wisse nicht, was sie wolle, und zeige jedenfalls, wie es nicht gemacht werden müsse. Ter Streit verlief im Sande, weil keine Neigung zu einer förmlichen Steuerdebatte bestand. Von der Rechten hielten kräftige Reden zugunsten der Flottenvorlage die Abgg. Frhr. v. Richthofen (kons.), Graf Arnim (Rp.), Liebermann v. Sonnenberg (Wirtsch. 53erg.) und Bruhn (Reformp.). Für Abwechslung aber sorgte Bebel durch Vorführung von Bildern aus dem Zukunftsstaat, in dem die Menschheit über Militarismus und Marinisntus erhaben sein werde, und der derbe Agrarier Abg. v. Oldenburg, der die fröhliche Hoffnung aussprach, es werde sich auf dem Königsplatz in Berlin dereinst ein Siegesdenkmal aus Schiffsschnäbeln erheben zur höheren Ehre des Reichstags 1906. Tas „Beste" freilich kam zuletzt: eine namentliche Wstimmung über den Vcrmögens- steuerantrag der Volksparteien. Es stellte sich Beschluß- uusähigkeit heraus. * Deutscher Reichstag. 76. Sitzung i) o m 27. M ä r 5 1906. In dritter Beratung wird die Garantievorlaqe für die R a - m eru n- El s en b a hn von Duala nach den M ane ng ubade r g e n definitiv ohne Debatte a n g e n 0 m m c n. Sodann wird die Beratung des Flottcugesctzcs fortgeieht. Abg. Dr. Spahn (Ztr.) erklärt, seine Freunde würden vorbehaltlich der Regelung der Tecktlngsirage für das Gesetz stimmen. Wenn der Flottenverein lediglich für Vergrößerung der Flotte agitiere, so sei dagegen nichts zu sagen, aber wenn der Berein dabei soweit gehe, unsere Flotte herabzusetzen, sie im Auslande als minderwertig hiiizustellen, so sei dies zrr verurteilen. Irrig sei die Behauptung Bebels, wir wollten mit dieser Vorlage eine Flotte ersten Ranges machen. Wem» »virklich einmal Frankreich und England gegen uns zusammen gehen sollten, so würden wir zur See selbstverständlich unseren Gegner»» unterlegen sein, auch wenn die beiden anderen Treibundmächte uns zur Seite stünden und wir fönnei» dann nur eben hoffen, daß die Ei»tscheidung aus dem Lande falle. Aber mir jeden Fall müssen ivir unsere Flotte wenigstens so iveit vermehren und stärken, daß wir die Gegner vor» unseren Stuften abhalten können. Ter Aittrcrg Ablaß wäre besser erst an die Steuerkommission gegangen. Abg. v. R i ch t h 0 s e n (kons.) erklärt sich für die Vorlage und nimmt den Flottenverein in Schutz. Für die Flottcnvcrsaminlung sprächen zwei Gesichtspunkte^ Die Notwendigkeit der Landverteidigung und die Handelsintereffen. Wem» der Antrag Ablaß überhaupt eine Berechtigung habe, so könne es eben nur die sein, daß die Flotte dem Handel, dem Kapital zugute komme. Seine Freunde würden jedenfalls die Vorlage so annehmen, wie sie sei. Abg. Dr. Müller- Sagau (frs. Dp.): Wir stimme»» der geforderten Vermehrung der Auslandsschiffe zu, sind jedoch nach wie vor Gegner einer Bmd»mg des Ausnahmebewillig»masrechts des Reichstags im Rahmen eines Gesetzes. Aber selbst, wenn »vir unter den jetzigen politischen Derhältniffen diese schweren konstitu- tionellen Bedenke»» nicht als entscheidend erachten wollten, müßten wir alle Sicherheit dafür haben, daß die zur Verstärkung der Flotte erforderlichen Mehrausoaben nur den ttagfähigen Schultern auserlegt und nicht durch indirekte Steuer»» oder Stempelabgabei» gedeckt »Derben. Wir beantragen daher, die erforderliche»» Mittel aus einer Re'chsvermögenssteuer zu beschaffen. Staatssekretär voi» Tirpitz gibt Hncr Freude Ausdruck, daß die Volksvarteien die Forderimg der Regierung nach der fachlichen Seite ane'kennen, bebauert aber die vom Vorredner gerierten Bedenken. Wir wären nicht annähernd so weit gekommen mit dem Ausbau unserer Flotte, wenn wir nicht den grundlegenden Rahme»» des Flottengesetzes gehabt hätten. Qhne das Flottengesetz hätten »vir dei» Schiffsbau nicht so regeln können, »vie es aeicb; hon ist. Ich habe mit einer Reihe von Experten des Auslandes über diese Frage gesprochen, und überall ist mir eine zustimmende Ansich» zu unserem Vorgehen ausgesprochen worden. Slnf Grund des Flotlengeietzes ist es uns nach meiner Ansicht möglich gewesen, eine der französischen Flotte gleichivertige Flotte zu schaffen. Auf Vorschlag des Präsidenten (')rnfei» Ballestre -n wird die Diskussion des Antrages der VollSpartei mit der Novelle verbunden, nachdem eine kürzere GeschästLordnungsdebatte über diesen Vorschlag stattgefunden bot. Abg. Graf A r n i m - Muskau (Reichspartei). Den Antrag der Volksparleien wolle»» wir nicht weiter erörtern, er gehört nach wiferer Ansicht in die Steuerkommiision. Den Wunsch u.ach Erneuerung der Linienschiffe erkenne»» wir als berechtigt an. Tie Verweigerung der Mittel zum Ausbau unserer Wehrkraft ist, wie Fürst Bülow sagte, nationaler Selbstmord. Ter gesunde Sim» unseres Volkes wird in dieser Politik de^ Sozialdemokratie nicht folgen. Das Wort Vaterland hat noch -'nen Platz in den Herzen der Arbeiter. Gerade die Sozialdemokratie sollte sich nicht über das agitatorische Vorgehen des Flottenverems ereifern. Abgesehen von taktischen Fehlern hat der Flottenverein besonders auch gegenüber den vaterlandslosen Bestrebungen der Sozialdemokraten segensreich gewirkt. Abg. Dr. Müller-Meiningen (Freis. Vo.) begründet den Antrag der Volksvarteien aus Einführung einer Reichsverwögens- fleuer. Eine Reichsvermöqenssteuer würde auch eine gerechtere Verteilung der Matrikularbetträge nach der Leistungsfähigkeit der Einzelstarten ermöglichen. Die Linke hat einer solchen Steuer stets zugesttmwt. Nur die Herren von der Rechten, die stets so patriousch ipredien, haben stets versagt, wenn es sich um diese Steuer handelte. ES wird kaum einen Bauern geben, bellen Vermögen sich aus über 100 WO Mk. beläuft Es würden also, soweit Jmmobiliarverinögei» 11» Betracht kommen, nur die Großgrundbesitzer betroffen werden, die nach der patriotischen Rede des Grafen v. Arnim ja »nit Wonne diese Steuer übernehmen werden. Ein Patriotismus a»is Koste»» anderer ist wertlos. Staatssekretär Frhr. v. Stengel erklärt, er war, als er diesen Antrag las, förmlich erstaunt. Seine Grundlagen sind unzutreffend. Der § 6 des Flottengesetzes bleibe durch diese Novelle imberührt und um diesem § 6 gerecht zu werden, haben wir ja die Neichserbschattssteuer und die neuen Stempelsteuern vorge- schlagen. Unser ReickSfinanzreform-Entwurf gedeiike schon in der Begründung der notivendigei» Mehreriorderniffe für die Wehrkraft, also auch für die Flotte. Die Mehrkosten für diese seien also schon in der Finanzreform-Vorlage inbegriffen. Er beschränke sich auf die Erklärung, daß die verbündeten Regierungen einmütig ent- schlossen seien, jeden Versuch, die Einkunft- oder Vern»ögenssteuer aus das Reich z»i übertragen, unbedingt obzulehnen. Ter Schcnz- fefretär legt dann dar, daß die ErbschastSsteuer keine direkte Steuer sei und daß daher auch mit der von bei» verbündeten Regierungen akzeptierten Reichserbfchastsstei»er der Einführung direkter Steuer»» im Reiche in keiner Weise präjudiziert worden sei. Abg. Liebermann von Sonnenberg (Wirtsch. Vgg.): Wir erblicken in dem Antraae der Volksparteien mir eine Rückendeckung für die eventuelle Ablehnung der Flottenvorlage, obgleich wir ihm theoretisch sympathisch gegenüberstehen. Wir wünschen den Krieg nickst, aber wir fürchten ihn auch nicht. Sollte einmal der Krieg m» uns herantreten, dann wird auch untere Marine, »vie unser Heer zeigen, daß wir auch nach langer Friedens- zeit dem Gegner ein gefährlicher Feind sind. Abg. Mom»nfen (fretf. Vp.): Die Verdienste des Flotten- Vereins sind überhaupt nicht so groß, wie es nach den bisherigen Debatten scheinen möchte. Die Flotte ist in ihren Anfängen eilte liberale Forderung gewesen. Umsomehr freue ich mich über die sachliche Haltung der Konservativen gegenüber der Vorlage Sollte die Politik einmal eine andere werdet», und die Konservativen der Flotte anders gegenüber stehen, so werde»» wir sie an die heutige Rede des Herrn v. Richthofe»» erinnern. Die konstitutionellen Bedenken gegen die Vorlage sind bereits früher überlegt worden. Wir find stets für direkte Rerchsüeuern eingetreten. Tie Erbschaftssteuer ist ganz entschieden eine direkte Steuer. So rote bei uns heute Steuer»» erdacht und geinacht roerben, kann es nicht weiter gehen, wenn das Ansehen des Reiches nicht Schaden leiden soll. (Sehr richtig links). Tas Beste wäre die Einführung einer direkten Reichs- emkommen- »mb Vermögenssteuer. Finanzminister Frhr. v. R h e i n b a b e n gibt seinen ernsten Bedenke»» gegen den Eintrag der Volksparteien Ausdruck. Es würde bei» Gepflogenheiten bes Hauses widersprechen, wenn der Sieuersommifsion em Projekt entzöge»» und hier vor bas Plenum gebracht wirb. Die Steuerkommissio»» verdient ein besseres Zeugnis. Am Besten wäre es ja, beit Steuerprojekten des Bundesrats, der Vier- und Tabassteuer, znzustimmen. (Große Heiterkeit.' Ebensowenig wie eine R.eichseinkommensteuer ist eine Vermögenssteuer für das Reick durchführbar. Sckon jetzt haben die meisten Einzelstaaten eine Emkommensteuer mit Einschluß einer Ergänz- ungssteuer von ö bis 61/3 Prozent; dazu treten noch die K'om- munalsteuern. Ick warne Sie, in dieser Beziehung noch weiter zu gehen, sonst kommt man melleicht doch noch einmal dazu, auch die minderbemittelten Klaffen zur Einkommensteuer heran- zuziel>en. Die Verbündeten Regierungen haben bereits das Aeußerste getan, indem sie die Erbschaftssteuer für das Reich hergegeben haben. Dafür, bar* sie die eine Backe gereicht haben, sollen sie nun auck noch einen Streich auf bic andere Backe erhalten. _ Abg. Büsing (ul.) ücrfeibigt die ^teuertommiiuon gegen die in 'der Debatte erhobenen Vorwürfe. Ich bin persönlich and) für direkte Steuern. Der Antrag ist doch aber in der Kommission abgelehnt worden. Wg. Bruhn (dtsch. Reformp.) tritt für die Vorlage ein und polemisiert gegen Bebel. , ,t ™ < Mg. Bebel fSoz.1 bekämpft nochmals lebhaft die Vorlage und bic ganze Flottenschwärmerei uub Flotten Politik. Wirtschaftlich viel nüblicher fei eine gute Handelspolitik und vor allem sei viel wichtiger als immer neue Flottenvermehrung eine gute Dünduis-Volitik, ein gutes Verhältnis zu anderen Staaten. Auch auf die Flotteiwereins-Llgitation und bic Agitation in der Sckule kommt Redner zurück. , t ... Abg. v. Oldenburg fton|J entgegnet dem Abg. Mommien, dieser habe keinerlei Grund, andern Mangel an Verständnis für eine bmtf6c Flotte nachgusagen. Mit England können wir Nicht konkurrieren, über unsere Flotte mtisfe so stark sein, daß England bei einem Kriege mit uns Gefahr läuft, seine Vormachtstellung zu verlieren. ^0. Dr. S Pa hn (Ztr.) rechtfertigt die Beschlüsse der Stener- kommission. Damit schliesst d>'e Debatte. Zunächst erfolgt Wstimmrmg über ben Antrag Abl'ß. auf Antrag Müller-Sagan, der von Freisinnigen »nid Sozialdemokraten unterstützt ist, namentlich. Anwesend sinb 163 Abgeordnete, von denen 63 mit ja, 95 mit nein stimmen bei 5 Enthaltungen. Das Haus ist also beschlnß- U n i fi h i o. R ^rgen Wahllnüfungen. Dann Rest der heutigen Tagesordnung. * Berlin, 27. März. Tie Kommission des Abgeordnetenhauses zur Vorberatung der beiden W a hl- ges ehe utwürfe erledigte heute beide Enttoürfe in zweiter.Lesung. Angenommen wurde der Antrag Fisckcheck, nach welchem eine Gruppen-Fristwahl vom Minister- schön in Wahlbezirken mit 500 Wahlmännern augeordnet werden kann. (Tie Regierungsvorlage bestiinmte 600Wahl- nlänner.) Ter Minister erklärte sich mit der Aenderung einverstüuden. Im übrigen wurde die Regierungsvorlage angenommen und zwar der Entwurf bett. die Aenderung der Vorschriften über das Wahlverfahr en einstimmig und derjenige betreffend die V e r m e hr u n g der M i t g l i e d e r z a h l und betr. die Aeudcruugk>7t der Wahlbezirke gegen die Stimmen der Freisinnigen. — In der Steuerkommission des Reichstages wurde heute der Antrag Müller-Fulda angenommen mit 12 gegen 8 Stimmen, welcher folgende Steuersätze im Kleinverkauf auf Zigaretten vorschlügt: anstatt 2 Mk. für 1000 nur 1,50 Mk. und anstatt 3 Mk. für 1000 nur 2,50 Mk. Im übrigen wurde der Anttag HeD (natl.) angenommen, welcher bestimmt, daß im Kleinverkauf pro Tausend folgende Steuersätze Geltung haben: Zigaretten im Wert von 10 Mk. das Tausend 1 Mk., 20—25 Mark Wert 4 Mk. Steuer, 25—30 Mik. Wert 6 Mk. Steuer, lieber 30 Mk. 10 Mk. Steuer. Für Zigarettentabak find folgende Sätze angenommen: über 3 bis 5 Mk. daS Kilogramm 50 Pfg., über 5—10 Mk. pro Kgr. 1 Mk., über 10—20 Mk. pro Kgr. 2 Mk., über 80—30 Mk. daS Kgr. 3 Mk., über 30 ML 5 ML pro K^r. Für Zigarettenhülsen und zugeschnitteues Zigarettenpapier ohne Rücksicht auf Ig-erfiinft 80 Pfg. pro Tausend. — Tie Budgetkommission des Reichstages behandelte die Resolution Graf Hompesch, den Reichskanzler zu ersuchen, sofort die Lösung der Verträge herbeizuführen, die über Lie ferungen für die Schutzgebiete von der Kolonialabteilung des Auswärtigen Amtes abgeschlossen worden sind und die über die Tauer des Etatsjahres hinausgeheu. Die Kommission nahm den Llntrag mit dem Zusatz Dr. Arendt an, nach welchem bis zum Ablaufe der Verträge auf eine Ermäßigung der Preise für die vereinbarten Lieferungen durch gütliche Vereinbarung hingewirkt werden soll. Im Laufe der Debatte erklärte der Erbprinz zu Hohenlohe, er stehe nicht an zu erklären, daß die einzelnen Bestimmungen des Vertrages mit der Firma Tippelskirch verbesserungsbebürftig sind; der Verttag selbst sei als nicht z e i t g e m ä g zu bettachten. — Tie Nationalliberalen haben in der Schul- kommission des preußischen Abgeordnetenhauses den An-, trag auf Mändcrung des kritischen tz 40 eingebracht, der dazu besttmmt ist, das durch ben Regierungseutwurf eingeschränkte Selbstbestimmungsrecht wiederherzustellen. Von dem Sck)icksal dieses Abänderungscmttages wird es abhängen, ob sich die nationalliberale Partei noch an bas Kompromiß halten kann, nachdem wesentliche Voraussetzungen gefallen sind. Eine Ablehnung dieses Antrages würbe einem Scheitern des gauzerp Gesetzes gleichkommen. — In Regierungskreisen rechnet man bestimmt mit der Möglichkeit, daß der Reichstag sich Ende Juni vertagen wird. Man hat den Wunsch, nach Erledigung Der Etats, der Ftottennovelle, der Reichsfiuanzrcform und der Mllitärpcnsionsgesetze von den übrigen jetzt noch in Kommission befindlichen Gesetzentwürfen die wichtigsten zu erledigen und die übrigen bis zum nächsten Herbst zu vertagen. Um diese vertagten Entwürfe nicht auf die lange Bank zu schieben, könnte man den Reichstag schon Anfang November einberufen, damit er die reftierenben Gesetze dann aufarbeitet. Gotha, 27. März. Tem Gothaischen Speziallandtag ging ein Anttag der Sozialdemokraten zu: Ter Landtag wolle beschließen, wegen verweigerter Kom munal-» Wahlbestätigungen beim Herzog Beschwerde zu erheben. Falls der Herzog die Enischeidung billige, wird bfc* antragt, daß der Verwattungsausschuß Klage wegen Verfassungsbruches gegen den Staatsmini st er erhebt. Rudolstadt, 27. März. Tie erhöhte Kameral- rente des Fürsten, wegen deren Mchtbewilligung der Landtag des Fürstentuins im Dezember v. I. aufgelöst worden war, wurde heute von dem neuen Landtag nach längerer Debatte mA 9 gegen 7 Stimmen der Sozialdemokraten bewilligt. ** kleine Mitteilungen aus Äesse n und den Nachbarstaaten. Der Kegelklub „Alle Neun" in Wieseck besckloß, eine Fahne anzuschaffen und noch in diesem Jahre Fahnenweihe abzuhalten. Die Fahne wurde der Bonner Fahnen- sabrik in Auftrag gegeben. Märkte. ko. Frankfurt a. M., 27. Mär-. Heu- und Stroh- mnrEt. Man notierte: Heu Mk. 3.90 bis Mk. 4.30, Stroh Mk. 2.90.—3.30 Alles per 50 Kilo. Tendenz: sehr fest. i Dr. *1. Scliulze-Kahleyss. Rsrvenarzt. Sanatorium Hofheim im Taunus. BKbSISHM■ SW Sommerkur für S&Pg (CT», e»*™ kleine Anstalt i bis 30 Patienten). fctM KOhler schattiger Park Sorgsame K v^i S Reiiandlanu und Vcrpflesung. B ö . -4 A l>üitkurfn. (üöpendanee ftirMin- 66 derbemittelte j Prospekte franko. ■ ... 1 uns ers, sagen Hinterbliebenen l* die bewiesene herzliche Teilnahme anlässlich . März 1906 Ablebens meines lieben treuen Vaters, Bruders unsere liebe Mutter 02063 Für die allseitigen Beweise aufrichtiger Teilnahme an unserem schweren Verlust sagen wir tiefempfundenen Dank. Giessen, Jugenheim a. d. Bergstr. den 27. März 1906, r Todes-Anzeige. Am Montag abend um 7% Uhr entschlief sanft Fra» Kmliue Vagt Wm. geb. Thorn im vollendeten 88. Lebensjahr. Familie Bogt, Familie Klingelhöffer. Gießen, den 28. März 1906. Die Beerdigung findet statt: Donnerstag, den 29. d. M., vormittags 11 Ühr vom Portale des alten Friedhofes aus. Schül'eraufnahme. Kinder, die in der Zeit vom 1. Mat bis 30. September d. I. daS sechste Lebensjahr zurüctlcgen und auf Wunsch der Eltern oder deren Stellvertreter am 23. April d. I. in die hiesige Volksschule ausgenommen werden sollen, müssen, um ihre geistige und körperliche Reife zum Schulbesuche festzustcllen, Freitag, den 30. März d. I. tm Stadlknabcnschulhaus vorgcstellt werden und zwar vormittags 9 Uhr die Knaben und gegen 10 Uhr die Mädchen. Zugleich machen wir darauf aufmerksam, daß diejenigen dieser Kinder, die zur oben angegebenen Zeit nicht bei uns vorgestellt werden, bei der am 23. April d. A. siattfindendcn Schüleraufnahme der schul- pflichtigen Kinder nicht mefc angenommen werden können. Glotzen, den 26. Mllrz 1996. B”/, Für den Schulvorstand: Mecum, Hahn, Oberbürgermeister. Rektor. Mtischer Arbkitsnschivtis Gießt». Gartenstrabe Nr. 2, Zimmer Nr. 2. ES können eingestellt werden: 1 Gartenarbeiter, 1 landwirtschaftlicher Arbeiter, Bau-- und Maschinenschlosser, mehrere Jungen für eine Schlosserei u. Schmiede auswärts, 1 Wagner, 3 Schreiner, 1 Schneider, 1 Wäscherin, zwei Installateure, 2 Kanalarbeiter, 2 Erdarbeiter, 1 Glaser, 1 Maler und Anstreicher, 2 jüngere Hausburschen, 1 Lehrmädchen, 5 Dienstmädchen, 3 Lauffrauen, 2 Laufmädchen, 1 Küchenmädchen. Lehrlinge: 1 Schmied, 2 Wagner, 1 Mechaniker, 2 Buchbinder, 1 Schneider, 1 Schreiner, 1 Installateur, 1 Glaser, 1 Buchhändler, 2 Kellner. ES suchen Arbeit: B”/s 1 Oekonomie-Verwaltcr, 1 Bauschlosser, 2 Maschinisten oder Heizer, 2 Schreiner, 3 Wasch- und Putstrauen, 1 Glaser, 1 Packer oder Lagerarbeiter, 1 Hausbursche, 1 Laufmädchen, 3 Lauffrauen, 1 Bureaugehille, 1 Lehrmädchen. Bekanntmachung die Reinigung der Schornsteine betreffend. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß vom 1. April 1906 bis dahm 1907 der südöstlich der Straße von Frankfurt nach Marburg gelegene Stadtteil dem Kaminfeger Keil und der nordwestlich dieser Straße gelegene Stadtteil dein Kaminfeger Zwesch zugeteilt worden ist. Gießen, den 24. März 1906. B*1/, Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Arbeitsverfteigerung. Dienstag, den 3. April 1906, vormittags 9 Uhr sollen in der Wohnung des Großh. Beigeordneten Schmidt zu Winnerod die Arbeiten und Lieferung bei Erbauung eines neuen Leiterhauses öffentlich in Akkord vergeben werden als: A. Maurerarbeiten veranschlagt zu Mk. 103,— B. Zimmerarbeiten , , , 166,01 C. Dachdeckerarbeiten „ „ „ 61,60 D. Schmiedearbeiten „ „ „ 10,— E. Spenglerarbeiten „ „ M 23,50 Voranschlag, Bedingungen nebst Zeichnung liegen bis zu obigem Termin auf Großh. Bürgermeisterei BerSrod zur Einsicht der Interessenten offen; auch erteilt der Unterzeichnete Auskunft. 1978 Grünberg, den 26. Marz 1906. I. A.: Förster, Kreisstraßenmeister. fr I EniMlkMttt für Urincii jcbct BraMe. Lohntabellen zum sofortigen Aussinden des Lohnbetrages jeder Zeitdauer bei 1—30,90 Mk. Wochenlohn. — Enorme Zeitersparnis! Bearbeitet von der Lohnbuchhaltung der Firma E. Merck in Darmstadt D,5/a Brosch. 10 Bogen stark Mark 1.90. H. Uhde, Bnchdruckerei, Darmstadt Bekanntmachung. Sonntag den 1. April, von vormittags U bi» «achm. 2 Nhr, soll in dem Zimmer Nr. 3 der Stadtknabeuschnle eine Ausstellung der von den Schülern im diesjährigen Unterrichts- kiirsiis für erziehliche Knabenhandarbeit gefertigten Gegeustände stattsinden, zu welcher wir hiermit freundlichst einladen. Gießen, den 27. März 1906. B"/, _____Meeu m. Oberbürgermeister._________Hahn, Rektor. WkjMreiir Giessen. Sonncrsfüg, dcil 29. Mürz er. iibtniis 8V- Uhr pünktlich im Cass Leib Hauptversammlung. Tagesordnung: 1. Jahresrückblick im Verein. 2. Rechnungsablage. 3. Neuwahl des Vorstandes. 4. Beratung etwa vorliegenderAntrage 5. Verschiedenes. 9 Uhr Ahmk!« SWIichMMuchmluog Tagesordnung: Die Anlage einer Elektrischen Straßenbahn. Berichterstatter: die Herren Ingenieur Frerich von Berlin, Jngeniuer Fefd von Frankfurt a. M. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein: ______________________ Der Vorstand. Darmstädter Pädagogium Darmstadt. Heerdweg Nr. 53. Vorbereitung zum Einjährigen-, Primaner- und Abiturienten-Examen. Eintritt jederzeit. Auch bei den soeben beendeten Prüfungen erzielten die im Pädagogium vorbereiteten Schiller wieder, wie seit Jahren, die besten Erfolge. ss2’/, M. Elias. b2% Anzahlung Mk. 20, SO. bla Mk. 50; Abzahlung monatl. Mk. 8 bis Mk. 15. Billige Rolcheräder geben wir bei Barzahlnae sehen von Mk. 58. au ab. Auch Zubehörteile, wie Laufdecken, Luftschläuche, Laternen, Glocken etc. kaufen Sie bei uns am billicMten. — Preisliste gratis und franko. — J. Jendrosch & Co., Charlottenburg No. 122. Wirkliche Freude bereitet Ihnen nur ein dauerhaftes erstklassiges Solidaria Fahrrad, t? £) Wir liefern Ihnen solches auf Wunsch auch gegen Mzm Teilzahlungen. M MW 10 PI -Za Nai Mk aber < Zi s'tzke matili Dtrlm Som pradji gute 3)r iaJ Del \i& io I s 20 f L! 00 f r 1001 Aceti Trill Rad! Wtu ko mit mit J 44 9t ist Öebts sowie inober Em Bitte 9 in •ffa ni Ladx; i’od'ner'e if 1' •ci'v! n/:: J. Pfeffer ganz ergebenst an. Telephon 254. Giessen, Marktplatz 6. Anfertigung eleg. Herren - Anzüge und Damen-Kostüme nach Mass. Vorzügliche Schneiderei Im Hause. Frühjahrs- u. Sommer- □ □ Saison 1906. □ □ Etablissement für Mode- u. Manufakturwaren — zeigt zur bevorstehenden Saison den = Eingang sämtlicher Neuheiten vom einfachsten bis zum feinsten Genre in reichhaltiger, geschmackvoller Auswahl Vnkchs-Dttkiii. Mtzkl-Vmin. Donnerstag, den 29. März, abends 9 Uhr im Leib (Gießener Festsaal) Vortrag über den Bau einer elektrischen Strassenbahn Berichterstatter: Herr Ingenieur Fr er-ich aus Berlin. Wir laden hierzu die gesamte Einwohnerschaft höflichst ein. Die Vorstände. 3.60 2.60 Aik. 52.50 Dividende der voll eingezahlten Geschäftsanteile für das Geschäftsjahr 1905 können während der üblichen Geschäftsstunden an unserer Kaste in Empfang genommen werden D“/. Acetylen-Laternen Trillerglocken Radlaufglocken Pumpen Gummilösung 2.— 0.50 1— 0.60 0.05 0.15 0.60 Mein Geschäft liegt etwaS abscilS, aber rS lohnt sich, zu mir zu kommen. Zur SiiiMon - Eröffnung setze einen großen Posten neue Pneumatiks, renom. Fabrikat, einem Ausverkauf aus und ertaste, solange Vorrat reicht: schon ä „ ä „ ä Zur Konfirmation 10 Prozent Rabatt, Meine Haarnnterlage „Chick66 ist das vollkommenste der modernen Haararbeiten. Jedes paar erscheint voll u. dicht. Anfertigung von Mk. 2,50 an, sowie Anfertigung sämmtlicher modernen Haararbeiten: Frisctts, Locken, Toupets re. rc. Emil Koch, Friseur 62 Bahnhofstraße 62 Bitte genau auf Hausnummer zu achten I[1655 Komplette moderne Fahrräder mit Glockenlager, ohne Äurbelleil, mit Pneumatik schon ä Mk. 69.— Joh. Fr. Schaaf. Fahrrad-Versanbgeschäst 1408 44 Wetzsteinstrasse 44 Gewerbebank zu Gießen eingetr. Genossenschaft mit unbefchr. Haftpflicht Reparaturkafien Lalctum.Carbid.Kilobüchse^ prachtvolle Mäntel i JC gute Luftschläuche mit Dunlop-Benlil ä „ Ferner offeriere Empfehle zur Frühjahrsfaifou und zur Konfirmation mein enorm grchs Lager in allen Zarten Schuhen uni) Welk zu den denkbar billigsten Preisen. Offeriere: Herren-Knopf- und Schnürstiefel in allen FagonS, 1469 Damen-Kuopf- und Schnürstiefel, breit, halbrund und spitz, Damen-Halbfchuhe zum schnüren und knüpfen, Dameu-Spaugenschuhe, 1—2 Spangen, Mädchen-Knopf- und Schnürstiefel, breit, amerikanisches Fagon, Kinder-Knopf- und Schnürstiefel, , , , Farbige Stofffchuhe in allen Mustern. Turnschuhe, Tcnuioschuhe, Sandalen, Opanken, Fuhballfchuhe, Hausschuhe in Leder und Stoff m großer Auswahl. Reparaturen werden sofort ausgeführt. Schuhlager Franz Neumeier Sonnenstrasse 31. Oelfarben Lackfarben Fussbodenlacke Parquetwachs arrh . ble Vorzüglich- Lerichleimungf kett von Issleibs berühmten Asthma - Bonbons 12°/, AUiumsast, 88°/, Raffinade. In Schacht. 4 l^t u. in Beut. 4 30^. Katar rh-Pastillen (Kränter-Boubon») ir* Beutel 35 Wn-kg. überraschend! bet Emil Fischbach^ Drogerie. kiferne TAdklirrea Heu! Heu! Crotzt Auslvahl tn Rasierapparaten verschted. Systeme, rote Rapide, Non plus altra, Piccolo, Komfort, Pascha, sowie Stcherhetts- Rafiermeffer AtlaS u. Figaro empfiehlt unter Garantie Ad. Reinig, Stahlwareugeschaft, Gießen, Setlersweg 30. i || Kräftigungsmittel wie ätt 11 fi Fcrromanganin, 1111 H Ferrocarnin, Hae- fillU matogen, Scotts i Emulsion, Soma» ! tose, Sanatogen usw. kaufen Sie stets frisch in der [1756 Germania-Drogerie Carl Seibel, frankfurter Straffe. Haarsträhnen keine Zöpfe mehr. E Verlieren unmöglich Von eigenem Haar nicht zu unterscheiden! Anfertigung von 2 Mk. an. Emil Koch, Friseur 62 Bahnhofstraße 62 Bitte genau aus Hausnummer zu achten!_____[1654 Zu Arbeiten in galvanischer MMelllnz ÄemOiMz ArkiWmg AeWmiU empfiehlt sich |1815 Eugen Kauffmann Schiffenberger Weg 50. rc Emil Lotz rr Langenbrahm-Ant.racit Nuss II für Hausbrand „ TTT „ Sauggasanlagen Union-Briketts, Klötze Nusskohlen, Koks Eierbriketts, Holzl6W TpcisMel, Vögelgesielle Schmiedeeiserne Riider und Kasttil empfiehlt [1697 Carl Germer Heuchelheim. Dörr-Obst Zwetschen per Pfd. 15, 25, 30, 40 u. 50 Pfg/ Zwetschen ohne Stein per Pfund 50 Pfennig Birnen per Pfd. 20 u. 60 Pfg Feigen per Pfund 25 Pfg, Datteln per Pfund 30 Pfg Aepfel per Pfd. 40 u. 60 Pfs Aprikosen p.Psd.50,65 Pfg, Pfirsiche per Pfund 60 Pfg fst. Mischobst p.Psd. 48 Pfg L. Steinhäuser 17 Neuen Baue 17 Eier $ alle in- u. ausländischen Sorten kaufen Wiederverkäufer u. Groß- konsumenlen stets am billigsten bei Jos. Huber Eier-Vers andhauS Frankfurt a. M. Telepboit 517. Holzqraben 1L Man verlange Offerte. f bauitikhe 752 hj Bedarfsartikel ^-^.-aste gratis und franko. Adolf Bieler Äiarktstrasse 5 Mk. 3.00 10 Pfd. Emaille-Eimer Mk. 1.90 Mk. 4.00 Mk. 8.50 Mk. 5.00 Mk. 5.40 Mk. 7.80 Mk. 12.50 --Zn jeder Sendung ein GuVrheln.- Vursand g*gen NacnneUme. Nahrungsmittel - Versand Gesellschaft, Magdeburg 163 10 Pfd. Emaille-Eimer 20 Pfd. Blecb-Eimer 25 Pfd. BmailL-Wanne 40 Pfd. Holekabel 100 Pfd. Holzian Für Ihre Kinder eollten Sie »leb unser extrafeine« dick und »"M eingekochte» Magdeburger Dellkatess- Pflaumenmus »c'i.rk-D uwa BllltgtUr Brotbelag. Teppiche 02010 Die Schönste weiße, sammeiweicheHaut, tut zarte-, rrtne' (Besicht mit rosigem jugend- frischen Aussehen und blendend schönem Teint erhält man bei lägt Gebrauch der echten IC1*/, Sleekenplt i d-Lilienmileh - Seile von gtrgraann & Eo., siadkbeul mit Schuymarke: Sie kenpferd. ä Su 50 Pfg. bei: P. J. Möbs, Emil Koch. mit kleinen Fehlern, sowie Musterstücke fast für Hälfte *ies Wertes Axminster, Tapestry, Vpi^urs, Smyrna. Hermann Ksetz Ufiäusburq 5. Bettvorlagen, Tischdecken, Läuferstoffe staunend billig. Eine wirklich seltene Kaufgelegenheit iir Photographin Freibank. Heute von 4 Uhr ab: [B“/a Kuhfletsch SO Pfg. Rindfleisch 58 Pfg.___________ ZvßbodenaBnch! BernsteiMsube 9’'™»r über Nacht glaShart trocknend, TsiritiiSlalksttbe ÄL sofort trocknend, Oclfarben, Lacke, Pinsel. Pitchpineöl, | staubfreies Außbodeuöl, trocknet sofort, Liter • Krug 1 Mk. Parketrose, Parketwichse, Stahlspähne. Gustav Walter, Mäusburg 13 Telef.386 Zur Ausführung vou Mterati empfiehlt sich DsDelktrnleisier Ämnsfop} Bruchstraße 13. 10136g Hauspähne Mk. 2,50 Kurzgeschnittenes AbfallhoBz . Mk. 3,- per Karren frei in§ Haus. [1834 I. Wellhöfcr, Marburger Str. WÄcii ölt sitz JiXE mit der vielfach mit höchsten Auszeichnungen prämiierten [zs/i Wenzel-Seife Bat. ges. gesch. Nr. 77 732 Gibt jngeudfrisch. Teint, weiße zarte Haut, rosiges Aussehen. Stück 50 Pf. in all. Apolh^ Drogerien, Parfümerien rc. Prosp. grat, durch die allein. Fabrikanten 61lr» Wenzel L Co., Llaiuz. lieber flacht trockneii die Fußbodeufarbcn von Adolf Bieler, Drogerie. ________Marktstraße 5. [1845 BogclSb. Laudcicr 2 St. 13 Pig. sowie pr. BogelSb. Landbutter empf. W. Ullrich, Schloßgasje 7. Last- m.» Acker- Wagen aller Art (Tragekraft 20 bis 100 Zentner) hat stets vorrätig Ernst Doering, Marburg Wagenbauaustalt. (2008 Donnerstag Freitag - Samstag billige Verkaufstage Damen- und Kinder-Schürzen Sämtliche Schürzen werden an diesen 3 Tagen zu Ausnahme-Preisen verkauft. IHäamssehtirzest 120 Clm. weit, prima waschechter /*O Siamosenstoss "O Pfg, 120 Ctm. weit, haltbare Qualität mit Volant vU e 120 (54m., ganz vorzügliche Qualität . 1 ßX schön besetzt l»vü Mk. Kinder-Hängerschürzen ails waschechtem Percal, QQ mit buntem Besatz "OPsg. aus weißem Zephir, mit Sttckcreibesah vv r Reforaitschiirzeu ails verz. Gingham-Stoff CX in kleinkarr. Muster Otl Pfg. aus versch. Stoffen, schön garniert, 1 ’7ß (Kittelreformschürze) Mk. aus prima Stoffen, 6) in eleganter Ausführung u Kinder-Refomschünen in vorzüglicher Ausführung Oe)Pfg ans guten Stoffen, mit schönen Besätzen 1.25 Mk Ts^delscMrzen ans Batist, mit schönem Besah 30$fq aus Batist mit Stickerei ruiidherurn beseht IO mit schönem Tupienbcsatz, ganz des. preiswert 'iö r in ganz ferner Ausführung (|t elegant mit Stlckereigarrüerung r Träger-Schürzen aus vorzüglichem Siarnosenstoff 1.10 Mk aus prima Qualität, schön besetzt 1.35„ Die Beachtung des Spezial-Schurzenfensters ist sehr zu empfehlen. &*/• Marktstrasse 17 v, I, n„ in. Filiale: Ebersbach L 8. Marktstrasse 17 p., i, u„ in Filiale: Ebersbach L S. ■x H i & $ W Bekanntmachung. B/- Die diesjährige Pferdemusterung für die Pferde der Stadt Gießen findet auf dem Trieb (Exerzierplatz) statt, und zwar: 1. Montag, den 26. März, vormittags 10 y4 Uhr, vou den Besitzern, deren Namen mit heu Buchstaben A—K beginnen und den Besitzern der Gemarkung Schiffenberg; 2. Donnerstag, den 29. März, vormittags 93/4 Uhr, von den Besitzern, deren Namen mit den Buchstaben JL—2& beginnen. Jeder Pferdebesitzer ist verpflichtet, feine sämtlichen Pferde zur Musterung zu gestellen mit Ausnahme: a. der unter 4 Jahre alten Pferde, b. der Hengste, c. der Stuten, die entweder hochtragend sind oder noch nicht länger als 14 Tage abgefohlt haben (als hochtragend sind Stuten zu betrachten, deren Abfohlen innerhalb der nächsten 4 Wocl-en zu erwarten ist), d. der Vollblutstuten, die im Allgenieinen deutschen Gestütbuch oder den hierzu gehörigen offiziellen — vom Unionklub geführten — Liften eingetragen und von einem Vollbluthengst laut Dockschein belegt sind, auf Antrag deS Besitzers, e. der Pferde, welche auf beiden Angen blind sind, f. der Pferde, welche in Bergwerken dauernd unter Tag arbeiten, g. der Pferde, welche luepcrt Erkrankung nicht marschfähig sind oder wegen Ansteckungsgefahr den Statt nicht verlassen dürfen (in diesen Fällen ist tierärztliches Zeugnis vorzulegen), h. der Pferde, welche bei einer früheren Pferdemusterung als dauernd kricgsunbrauchbar bezeichnet worden sind, i. der Pferde unter 1,50 Meter Bandmaß. Von der Verpflichtung zur Vorführung ihrer Pferde find ausgenommen: a. die aktiven Offiziere und Sanitätsoffiziere bezüglich der von ihnen zum Dienstgebrauch gehaltenen Pferde, b. Beamte im Reichs- oder Staatsdienst hinsichtlich der zum Dienstgebrauch, sowie Aerzle und Tierärzte hinsichtlich der zur Ausübung ihres Berufes am Tag der Musterung unbedingt notwendigen Pferde, c. die Posthalter hinsichtlich derjenigen Pferdezahl, welche vcn ihnen zur Beförderung der Posten kontraktmäßig gehalten werden muß. Pferdehändler sind von der Vorführung ihrer Pferde nicht Befreit. Unter besonderen Umständen, namentlich in dringenden Fällen Tann Großh. KteiSamt Gießen Besreiung von der Vorführung cintreten lassen. Wir fordern hiernach sämtliche Pferdebesitzer hiesiger Stadt auf, ihre Pferde in dem angegebenen Termin vorzuführen, bezw. vorführeii zu lassen und zu diesem Zwecke eine halbe Stunde vor Beginn der Musterung zur Stelle zu fern. Die Pferde sind gezäumt, im übrigen aber ohne Geschirr vor- zufübren. Pferdebesitzer, welche ihre gestellungspflichtigen Pferde nicht rechtzeitig oder vollzählig vorführen, haben außer der gesetzlichen Strafe bis zu 150 Mark zu gewärtigen, daß auf ihre 5ltoften eine zwangsweise Herbcischafsung der nicht gestellten Pferde vorgenommen nnrb. Tas Borsührcn der Pferde durch Kinder oder durch alte, gebrechliche Leute ist verboten. Jnsoivcit bis zum Musterungslarmin Veränderungen im Pferdebestand durch Zu- oder Abgang cintreten, hat der betreffende Pferdebesitzer hiervon sofort auf dem Bürgermeisterei-Bureau (Zimmer Nr. 15) Anzeige zu machen. Gießen, den 5. Mürz 1906. Großherzoglick-e Bürgermeisterei Gießen. L ,■ i.'\ Mecum. Butzbach (Joblenz Darmstadt Frankfurt halten Friedberg Mainz Bad-Nauheim Offenbach ihr Etablissement bestens empfohlen. D17/g Färberei und chemische Waschanstalt (gegr. 1848) Braubach & Fischer, Giessen ■ ■ —— Heuen weg; 4, am Kreus ======== fhlMlN UnUrW Kieimipslknzkil, primaWare, 10001.Qual.80Pfg., II. Qual. 60 Pfg., empfiehlt Gust. Mütter, Forstbaumschule, Haida bei Elsterwerda. [0% Kluß- und Seefische J. M. Sehalhof Telephon 119. Lromyter Verland» naxfe Biausentwässerung WilheSm Hamel Telephon 246. Installationsgeschäft. Bleichstrasse 7. 1985 Referenzen über behördlichen Be- Wunsch werden Durch langjährige Erfahrung in Tiefbau und Installation bin ich in der Lage, Hausentwässerungen in kürzester Frist Vollständige Ausführung der Gesamtanlagen einschliesslich ----- aller Erd-, Maurer- und sonstigen Arbeiten. = unter Garantie auszutühren. Zahlreiche ausgeführte Anlagen nach den neuesten Stimmungen stehen zu Diensten. Auf Teilzahlungen gestattet.