Freitag 27. April 1906 Nr. 9S Zweites Blatt 156. Jahrgang Gießener Anzeiger General-Anzeiger, Amtr- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Q Rotationsdruck und Verlag der BrLhl'icb« UntversitätSdruckeret. 81 Lang». Redaktion.Expedition «.Druckerei! VchuMr.K, Tel. Nr. 61. Telegr.-Adr. t Anzeiger Erscheint EgNch mit Ausnahme deS Sonntags. Eie ..Siebener Lamlllenblatler- werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der taibwirt" erscheint monatlich einmal. Bei den im Herbst stattfindenden Landtagswahlcn werden in vielen Wahlkreisen Nationalliberale und Freisinnige gemeinsam oorgehen. Auch für die ReichZtagSwahlcn 1908 hofft man zwischen den Freisinnigen und Nationallibcralen des Groß- Herzogtums eiue Verständigung zu erzielen. Straßburg. 26. April. Bei Beratung der Nachtrags- orderung für die Hohkönigsburg von 42 5 000 Mark im Landcsausschuß erklärten sich zwei Abgeordnete gegen die Vorlage. Abg. Emmel meinte, das Neichsland brauche kein Denkmal der Dankbarkeit dafür zu bauen, daß eS gegen seinen Willen annektiert worden sei. Der Abg. Wetterlß stimmte dagegen, weil weitere Nachforderungen in Aussicht stehen und die bisher bewilligten Summen fast völlig aufgebraucht seien. Aachen, 26. April. Die Teilung des neutralen Gebietes Moresnet steht bevor. Morgen findet eine diesbezügliche Konferenz von Kommissaren der einzelnen Sühnt- ftcricn statt, worauf eine Besichtigung des neutralen Gebietes statt fi ndet. Deutsches Reich. Berlin, 26. April. Der Bevollmächtigte zum Bundesrat, Geh. Staatsrat Krug von Nidda hat sich von hier nach Darmstadt zurückbegeben. Zu den Ausweisungen russischer Staatsangehöriger aus Berlin wird mitgeteilt, daß ein aus Berlin ausgewiesener Rigaer Kaufmann für sich und seine Familie in Berlin eine Wohnung zum Preise von 2400 Mk jährlich bis Oktober 1909 gemietet hatte und daß ihm behufs zollfreier Einfuhr seines Mobiliars von demselben Polizei- Präsidenten, der ihn jetzt ausweist, zugesagt wurde, daß er sich hier zu dauerndem Aufenthalt niederlassen könne. Einige wettere besonders kennzeichnenden Fälle sind die folgenden: Die Frau eines Kaufmannes au§ Kiew ist, trotzdem sie der Schöneberger Polizei em bei der Diskonto-Gesellschaft deponiertes Vermögen von 80 000 Mk. Nachweisen konnte, ausgewiesen worden, ebenso em Ingenieur, der sich zu technischer Ausbildung hier aufhielt und bet der Deutschen Bank ein Guthaben von 20 000 Mk. besaß, ferner cm Kaufmann aus Mariapol, der ein Bankdepot von 10 000 Mk. hatte. Wie das „B. 2/ erfährt, sollen die Ausiveisungen im Abgeord. netenhause wie im Reichstage zur Sprache gebracht werden. __ Zn einer Unterredung in Sachen der Ausweisung russischer Staatsangehöriger betonte der Unterslaatsjekretär im Hause als Gattin und Mutter entzogen — und das müßte so kommen, wenn die radikalen Frauenrechtlerinnen mit ihren Forderungen durchdrängen — so bedeutet das eine Zertrümmerung der Familie und die Verwirklichung der Träume von freier Liebe rc. In weiterer Folge würde aber auch dem weiblichen Geschlechte seine Eigenart genommen werden, mit der es die Männer an sich fesselt, und cm ,drittes Geschlecht' herangebildet, dessen Vorläufer wir in den Straßen der Großstädte erblicken mit bebrilltem Auge, kurz geschnittenen Haaren, männlich zugestutzter Kleidung und eckigen Bewegungen. Brr! Jeder Mann wird es heute chon als eine Störung der allgemeinen Behaglichkeit empfinden, wenn die Frau mitverdienen muß, weil seine Einkünfte nicht ausreichen zur Unterhaltung der Familie, aber was soll erst werden, wenn überall Mann und Frau ihrem Berufe nachgehen und sich nur höchstens Sonntags einander und den Kindern widmen können? Eine solche Frauenemanzipation wäre der Ruin der Sittlichkeit und selbst der Kultur. Amtlicher Heil. Gießen, den 21. April 1906. Betr.: Die Ausführung der Reichsgewerbeordnung; hier die Ausstellung von Duplikatsarbeitsbüchern. Das Mroßherzogliche Kreisamt QBidien an die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des .Kreises. Wir erinnern die Rückständigen unter Ihnen an Erledigung unserer Verfügung vom 15. März 1906, Kreisblatt Nr. 32. Slinifterium deS Innern Bischoffshau,en ausdrücklich, daß weder politische noch konfessionelle Gründe maßgebend eien, sondern daß die AuswelsungSbefchle lediglich nur dann erfolgen sollen, wenn zu befürchten sei, daß die Ausländer der öffentlichen Armenpflege zur Last fallen, daß sie sich irgendwie lästig machen oder politisch betätigen. (Wie stimmt das nut dem vorher Gemeldeten zusammen? D. R.) — Der .StaatSanz." veröffentlicht die infolge der Er- 'etzung der Vorprüfung und der ersten Hauptprüfung für den Staatsbaudienst durch die Diplomprüfung einer Umarbeitung unterzogenen Vorschriften über die Ausbildung und Pr ü- ung für den Staatsdienst im Baufache. Eisenach, 26. April. Ein Zusammengehen aller iberalen wird nun auch in Sachsen-Weimar angebahnt. Ausland. London, 26. Apru. abe letzthin noch au,s bestimmteste Dniidjcrt, daß die Beziehungen zwychen den bewen befreundeten Monarchen und ihren Regierungen nichts zu wünschen übrig lasten. Er sei über ine Beweggründe ,nr bie Stellung- nafcme der deutschen Neicbsregierung in der rustischen frage vollkommen unterrichtet. politische Tagesschau. Rieder mit den Männern! Gestern mittag erhielten wir folgende Drahtnachricht, die wir leider infolge erheblichen Platzmangels für die heutige Nunlmer zurückstellen mußten: London, 25. April. In der heutigen A b e n b ) 113 u n g des Unterhauses kam es zu einer stürmischem Szene. Im ersten Teile der Sitzung wurde die Frage der Zwangsimpsmig erörtert und daraus brachte um 9Ve Uhr Keir Hcrrdy einen Antrag zugunsten des Frauen-- stimmrechts ein. Da nach der neuen Geschäftsordnung di- Tİtt" um 11 111)1 jchU-tzt, s° b-staud k-m- Aussicht, daß über den Antrag abgestiimnt werden wurde. Cme Anzahl von eifrigen ülnhunger innen des Stimmrechts für Frauen, die fick) auf der Damentribune besmiden, wurde ungeduldig über bie Verlängerung ber ^i^rupion, uno alo Evans (lib.) gegen 10 Uhr 40 Min. gegen ben Antrag zu sprechen begann, stießen einige ber rzwauen auf ber ^.ribune Xante Protestru.se aus. Sie riefen: Stimmrecht. Stimmrecht! Gerechtigkeit für die Frauen! Geben ^ie uns das Stimmrecht! Sie verursachten dadurch einen solchen Darm, daß die Debatte unterbrochen wurde. Der Sprecher ließ darauf die Tribüne räumen. Während ber Storung hatte eine von den Demonstrantinnen ein kleines Banner an der Tribüne angebracht mit der Inschrift: '^as ^timmrechi für die Frauen! Nach der Räumung der Tribüne wurde die Tebaite wieder ausgenommen und schließlich bis auf unbestimmte Zeit vertagt. . , < Dieser Vorgang steht nicht nur m der Geschichte des Londoner Parlamentes einzig da, sondern er dürfte wohl auch in ber ganzen Frauenbewegung eine bcbeulfamc Rolle einnehmen. Wird bie Frau gänzlich dem Wirkungskreise im Der „nächste" ruffisch-japanische Krieg. In der Presse findet eine dem rujsisck-en GencralstabÄLes eingereichte Denkschrift, die von dem rustischen Patrioten Baschenow stammt, besondere Berücksichtigung. Der Verfasser, der den Ausgang des ostasiatischen Krieges oorauLgejagt haben soll, wem daraus hin, daß sich Rußland aus eine Fvrtse tz un g des Kampfes in Ostasien in 5—6 Jahren getaut machen und dementsprechend ganz besondere Vorkehrungen treffen müsse. Tie Forderungen, die Basckstnow stellt, werden in müi» tärischen Ärejsin, die die russischen Verhältnisse in Ostasien kennen, ür nidjt durchführbar gehalten, wie man denn überhaupt den Inhalt des Sckstiststückes in der vorliegenden Form nickt ernst nimmt. Zunächst sollen etwa zwei Drittel der Armee, die im Osten stationiert ioar, stets in voller K r i egs- bereitschast gehalten werden. Tann verlangt Bttsckenow den Ausbau zwetter Gleise auf allen strategisch wichtigen Bahnen, den Bau der Amurbahn und schließlich and) eine umfaßende Beseitigung von Wladiwostok, wo ausländisch Wersten so famell als möglich mit dem Dau der neuen Flotte beginnen sollen. Dies alles soll Land in Hand mit der Ansiedlung von Kolonisten, die als Rekruten gute Dienste leisten können, gehen und Rußlands Kriegsbereitschaft in fünf bis sechs Jahren auf eine Höhe gebracht werden, die eine Wiederaufnahme des Kampfes unter günstigen Bedingungen gegen Japan gestattet. 2ln und ür sich würden sich die Vorschläge, ivenn man über Riesenmittel verfügte und alles in der Armee in Ordnung wäre, mit Ausnahme des Ausbaues der Flotte in Wladiwostok und einer zweckmäßigen Kolonisation in so kurzer Zeit, wohl in der Haupt- adye mit besonderen Anstrengungen verwirklichen lauen. Es i|t iber gerade vom russisckstm Standpunkte ans ein Unding, derartige Theorien aufzustellen, die ganz unerfüllbar find infolge der miserablen Finanzlage, in der fich das russische Reich befindet. Sobald man die Mittel für derartige Zwecke verlangen würde — und dies ließe fich kaum verheimlichen — würden sie auch wolfl von Frankreich beriveigert werden, und man könnte damit reck/nen, datz Japan, womöglich im Verein mit dem verbündeten England eher losschlagt, als man annimmt. Die Idee, daß in Wladiwvftok felbft sich bet Bau russischer Kriegsschiffe von ausländischen Werften vollziehen könnte, erscheint natürlich in der Praris nicht auchtchrbar, da es an den notwendigsten Anlagen dort gebricht und die Heran- schassung des Materials, wie Personals, abgesehen von den Kosten, ganz außerordentliche Schwierigkeiten machen würde. Auch Kolonisten, besonders geeignete, lassen sich in größerer Zahl unmöglich so schnell heranziehen. Man kann deswlv über die Denkschrift Basclienows zur Tagesordnung übergehen und fict» einem wichtigeren Thema zuwenden, bad die Allianz Japans mit China zum Gegenstände hat. Ein in Eharbin erscheinendes russisches Fachblatt hat nämlich einen Geheimvertrag verölten^ licht, der, mag er dem Wortlaut nad> richtig sein oder nicht, doch nnzweifelhast den Kern ber Sache trifft und bestätigt, was man lange vvtaussah. Es geht aus dem Vertrage hervor, daß China nickst nur bie Verpflichtung übernommen hat, feine Armee völlig nach japanischem Muster zu gestalten, nur japanische Instrukteure in das Heer auszunehmen und seinen Ausrüf tungsbedars in ^apan iu becken, sondern vor allem auch seinen Willen dahin bekundet, im Kriegsfälle mit Japan verbündet vorzugehen. Auch die Konzessionen zum Bau wichtiger Bahnen werden erwähnt. Hieraus geht unzweifelhaft hervor, daß Rußland in einem nächsten Kriege auch mit der chinesischen Armee zu rechnen hat, die sttzt vielleicht noch nickst große Bedeutung besitzt, aber in Jahren gewiß zu einer unter japanischer Führung stehenden Macht heranaewachsen ist, die eine ganz wesentliche Verstärkung der iapa- nisckwn Armee darstellt. Man kann hieraus ermessen, baß die Lage Rußlands im fernen Osten recht prekär ift und vorläufig auch bleiben wird, so lange nickt vor allem cme wesentliche Verbesserung der Qualität des Heeres, die ja jetzt so zu wünschen übrig läßt, erfolgt ist. Wann wird sich dies aber konstatieren Iaffen9 Mit dem Ausbau der Flotte scheint es gute Wege zu haven Man bat Abstriche vom Marineetat gemacht und will die Schisse im Jnlande bauen, und da werden nickst fünf, sondern vielleicht zehn Jahre vergehen, ehe man eine Kviegsmarme bo sitzt, die an Umfang «n die einstige heranreichr. Südwefiafrita. Windhuk, 26. April. (Amtlich.) Am 20. April im Gefecht bei Wltmund gefallen: Oberleutnant o. Bähr, früher Dragoner-Regiment Nr. 10, Kopf- und Rückenschuß. Schwer venvundet: Reiter Josef Schlegel, Leutnt. Friedrich Schlüter, geborener Hannoveraner, früher Infanterie-Regiment Nr. 42, Knochenschuß in den linken Unterarm; Unteroffizier Anton Diichalik, Gefreiter Arthur Franke, Reiter Robert Hoffmann, Reiter Hermann Gnamm; leicht verwundet: Sanitäts-Unteroffizier Johann Graf, Ge- reiter Gustav Jastrewski. Hamburg, 26. April. Am 30. werden die Dampfer „Gertrud Wörmann" und .Eleonore Wörmann^ mit zehn Offizieren, etwa 200 Mann und 1000 Pferden nach Südwest- afrika abgehen. Kolonialpoft» — In Duala (Kamerun) lanb eine neue Gerichtsverhandlung bezüglich der Beschwerdejchri't ber Atwahäuptlinge stall. Die Häuptlinge erklärten, keine Aussagen machen zu wollen. Der Richter juchte sie zu Aussagen zu bewegen, indem er ihnen er- flärte, das Gericht fei völlig unparteiisch und das Urteil würde in Berlin gewllt werden. King Akwa und bie Häuptlinge erklärten sich nunmehr bereit, Aussagen zu machen, um nicht dem Auswärtigen Amte ungehorsam zu fein. Prinz Akwa ließ, als er von ber Weigerung feines Balers und der Häuptlinge hörte, sofort nach Tuala telegraphieren, die Angeklagten möchten offen und ehrlich ausjagen. Ganz Deuljchlanb folge dem Gerechtigkeitssinn des Kaisers und des Kanzlers und ganz Deiuschland blicke nach Duala. 3. 53.: Dr. Wagner. Keliannlmachung. Die unterm 18. April 1905, angeoidnete Sperre der Roon st raße zwischen Moltkestraße und Großer Steinweg wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 25. April 1906. Großh. Potizeiamt Gießert. Herberg. mit hineingezogen werde. trete durch bav Projekt keine Staatssekretär Wood Versicherungs-Gesellschaften 250 Millionen Dollar. Der deutsche Konsul Amtsräume deS Konsulats ** lieber bte Begegnung S. M. des Kars er s Verschiebung der Werte der Grundstücke ein, wohl aber kanten imrt einem Landwirt, von der tote in Nr. 95 d- Gieß, .viele neue Werte hinzu. In einer Sitzung der Eisenbahn- Das Erdbeben in Kalifornien. Am 26.April, nachmittags, wurden von neuem Erdstöße verspürt. Die letzte Erschütterung tötete eine Frau, verletzte viele, stürzte noch stehengebliebcneMauern zulesen. Dagegen müsien diese Kinder während des Schul- Interesse der Stadt erreicht werden konnte, schon deshalb, gebetes aufstehen und dürfen, die Andacht der übrigen nicht | weil dadurch ein neues großes Terrain in den Stadtbereich stören. k Anz. berichteten, sendet uns' ein Leser des Gieß. Anz. nachstehende ausführlichere Schilderung: Der Kaiser mrternahm gtnts allein einen Morgenspäzier- gang noch der Ottobank. Dort erblickte er auf einem naheliegenden Felde einen Bauersmann, der damit beschäftigt war, auf seinem an den Wald . grenzenden Acker Scheuchen für die Rehe aufzuftellen. Der Kviser ging auf ihn zu und fragte ihn, was er da mache. Der im 78. Lebensjahre stehende Bauer antwortete, er mache „Bvtzemämicr" für die Rehe. Darauf fragte der Kaiser, ob diese auch .Hörner hätten. Der Bauer bejahte und fragte, wer denn der Mann sei, mit dem er spreche. Der Kaiser erwiderte, er sei einer von dem Gefolge des Kaisers, und fragte den Bauer weiter, ob er auch Soldat gewesen sei. Der Bauer bejahte, er habe 1848 und 1866 mitgemacht. Im Laufe des Gesprächs kamen die Beiden näher aus die Vorkommnisse dieser Jahre und auch über die Freiheitskriege 1812 und die Königin Luise zu sprechen. Nebenbei bemerkt, ist der Bauer hierzulande bekannt dafür, daß er in der vaterländischen Geschickte außergewöhnlich Bescheid weiß. Das stellte sich denn auch im Laufe des Gesprächs heraus, indem der Bauer die Anführer aus den Kriegen 1848/66, die Schlachten usw. zu nennen» wußte. Unter anderem erzählte er, daß sie beim badischen Aufstande einmal einem starken Gegner gegenüberstanden, und sein Oberbefehlshaber deshalb befohlen habe, sie sollten die Schützenlinie weit ausdehnen und reckt viel Sckreien, Trommeln und Spektakel machen. Der Ansturm in diesem Sinne sei denn anck gelungen, und daher datiere noch das Sprichwort: „Vill Getrommel. un wink Soldate." Das amüsierte den Kaiser sehr. Die Unterhaltung mit dem Bauer währte etwa eine halbe Stunde. Der Kaiser svrderte dann den Bauer zur Begleitung auf resp. er falle, ihm den Weg über den Tempelberg zeigen. Dabei erwies es sich aber, daß er an Hand seiner Kürte besser Bescheid wußte, als der Bauer. — Der Kaiser erzählte unter vielem Lackten den Vorfall im Schlösse zu Scklitz, während des Frühstücks. Mittags wurde ein Ausflug per Wagen nach der Ottobank unternommen. Dort erblickte der Kaiser wieder den Bauer auf seinem Acker und fall gesagt haben, da ist ja mein Freund von heute morgen. Ein Adjutant stellte den Nomen des' Mannes fest. Von der Ottobank aus unternahmen an diesem Tage die Herrschaften einen Spaziergang durch 'den Wald nach Hertzdors. Der Bauer Rockel aus Pfordt, welcher mit dem Kaiser die Unterredung hatte, wurde am vergangenen Sonntag ins Schloß befohlen und ihm vom Grafen Görtz das Erinnerungsblatt an die silberne Hochzeitsfeicr des Kaiserpoares überreicht, worunter der Kaiser folgende Worte gesetzt hatte: „Viel G e d r ö m m e l und wenig S v l d a t e" Wilhelm I. R., 20. April 1906. ** Vom Schulgebet. Das Großh. Ministerium des! R. B. Darmstadt, 26. April. In der heutigen Innern und der Justiz hat auf eine Beschwerde hin eine Sitzung der Stadtverordnetenversammlung machte Verfügung erlassen, dahingehend, daß die Kinder von Oberbürgermeister Morneweg eingehende Mitteilungen über Dissidenten nicht angehalten werden dürfen, gegen den den Darmstädter Ba hn h ofsn enba u. Nach seiner Mein- Willen ihrer Eltern in den Schulen das Schulgebet laut vor- "ng sei das jetzt vorgelegte Bauprojekt das Beste, was im ■ direktion mit der Bürgermeisterei und den städtischen Ausschüssen habe sich die Eisenbahnbehörde sehr entgegenkommend gezeigt. Sie verlange von der Stadt als Leistung für die ■ Ausführung des auf 13 700 000 Mk. veranschlagten Projektes einen ä fond perdu zu zeichnenden Beitrag von V2 Million, sowie eine Beteiligung der Stadt an der Verwertung des fr ei werden den Geländes. Das gesamte, int hessischen Besitz befindliche ^Gelände werde auf 7 400 000 Mk. geschätzt, und der Stadt werde anheimgegeben, hiervon Gelände im Werte von 2700000 Mk. zu erwerben. Natürlich würden der Stadt auch durch die Anlage neuer Straßen :c. sehr erhebliche Kosten erwachsen. Die Ausführung soll so beschleunigt werden, daß der neue Bahnhof in längstens 3V? Jahren in Betrieb genommen werden kann. Das Bahnprojekt wird vom Samstag ab zur öffentlichen Einsicht ausgelegt werden. ~ Mainz, 26. April. In der heutigen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung teilte der Vorsitzende mit, eine auswärtige Baustrma habe an die Bürgermeisterei geschrieben, daß sie bei der Ausfi'chrung von K an a l a r b e it e n für die Stadt eine Summe von 16 000 Mark mehr für diese Arbeiten verausgabt, als sie in der Tat erhalten habe. Die Firma verlangt von der Stadt, daß ihr die Hälfte ihres Verlustes im Betrage von 8000 Mk. ersetzt werde. Die Versammlung stimmte n. d. Frksi Zig. einem Anträge auf Uebergang zur Tagesordnung einstimmig zu. Homburg v. d. H, 26. April. Heute nachmittag machten der Kaise r und die Kaiserin mit den Damen und .Herren ihrer Umgebung eine Spazierfahrt in Automobilen. Kviegsminister v. Einem trifft morgen nachmittag hier ein, um dem Kaiser Vortrag zu halten. '2er Aufenthalt des Kaisers, der hier in der erfrischenden Taunusluft Ruhe und Erholung sucht, dürfte sich langer als erwartet hinziehen, und, wie verlautet, die Reise von hier nach Donaueschingen ohne vorherigen Besuch der Garde auf dem Ilebungsplage von Döberitz stattfinden. Die Kaiserin, die hier täglich die Bade- und Brunnenkur mit der Prinzessin nimmt, dürfte auch länger, als zuerst bestimmt war, hier verbleiben, da ihr besonders die Bäder vortrefflich bekommen. Auch der Prinzessin, die mit ihrem Ponp-Zwei- spänner die Umgebung und das' Taunusgebirge in Begleitung ihrer Jugendgefährtinnen, zweier Töchter des Generalstabschefs vom 18. Armeekorps, früheren Obersten deS 3. Gardeulanenregiments in Potsdam, von der Marwitz, fleißig durchstreift, scheint der hiesige Aufenthalt sehr gut zu bekommen, sodaß der Aufenthalt der Prinzessin sich unter Umständen bis Pfingsten hinziehen kann. u. Usingen, 26. April. Es besteht die Absicht, die in der evangel. Kirche befindliche Nassauische Fürsten- grust in würdiger Weise auszubauen. Der zu diesem Zwecke von Baurat Bleich zu Homburg entworfene Plan und der Kostenvoranschlag sind der Großh. Luxemburg. Finanz- kammer durch Pfarrer Dr. Buhlmann mit der Bitte um Be- willigung der erforderlichen Mittel vorgelegt worden. In diesen Tagen war im Auftrage der Finanzkammer Architekt v. Röhsler hier, der die Gruft einer genauen Besichtigung unterzog und die Vorschläge des Baurats Bleich für zweckentsprechend erklärt und dementsprechend die Bereitstellung der geforderten Mittel beantragen will. Diez, 26. April. Im hiesigen Zuchthaus starb der Strafgefangene Keller, nachdem er 53 Jahrelang für die ihm zur Last gelegte Tat, in Frankfurt einem Manne beim Rasieren den Hals' durchschnitten zu haben, gebüßt hatte. Ursprünglich war er zum Tode verurteilt worden, wurde aber später zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe begnadigt. Keller hat die Tat stets' hartnäckig geleugnet. (A s. d. Dillt.) sl Aus' dem Kreise Kirchhain, 26. 2lpril. Ter seit mehreren Jahren schwebende Prozeß zwischen dem ersten Unternehmer beim Bau der Ohmtalbahn von Kirchhain bis' zur Landesgrenze bei Mederosleiden, dem Bauunternehmer Hahn-Berlin und dem Kreis Kirchhain wegen Zahlung der Baukosten ist jetzt in letzter Instanz ebenfalls zugunsten des Kreises entschieden worden. Die Bahn, damals im Volksmunde die Hahn-Bahn genannt, mußte seinerzeit durch einen anderen Unternehmer fertig- gestellt werden. Der Aberglaube der Vcsuvumwohner. Die meisten italienischen Zeitungen haben mit Erbitterung daraus hingewiesen, in welcher abschreckenden Gestalt der stumpfe Aberglaube des italienischen Volkes im Neapolitanischen bei den furchtbaren Verwüstungen der Vesuv- ausbrüche sich bekundet hat. Anstatt Hand anzulegen und zu retten, was zu retten war, wenn die glühenden Lavamassen sich heranwälztcn und Tod und Verderben drohten, strömten die entsetzten Scharen in die Kirchen, zündeten Wachskerzen vor den Bildern der Jungfrau Maria und des heiligen Januarius an, schleppten ihre Statuen in Prozessionen und Bittgängen auf den Straßen umher und ließen ihre Litaneien zum finstersten Wolkenhimmel emporfteigen. König Viktor Tmanucl rief, als er die Stätten der Zertrümmerung beuchte, und immer wieder neue Prozessionen an ihm vorüberzogen, im Zorne aus: Warum weisen die Priester diese Leute nicht lieber an, ihre Häuser wieder anfzurichten, anstatt ie hier herumlungeru zu lasten?" Der „Ostervatore Romano^, da§ offizielle päpstliche Blatt, ist anderer Meinung. In einem Leitartikel spricht er eine Entrüstung über diese Vorwürfe aus. Der Artikel führt die Ueberschrift: „I superstiziosi“ und nimmt die tiefe Frömmigkeit der armen Heimgesuchten in seinen Schutz. „Weit entfernt davon, sie zu fabeln', so schließt der Artikel, „senden wir vielmehr unsererseits einen warmen, brüderlichen Gruß den neapolitanischen Katholiken, bereit lebendiger und starker Glaube geradezu ein erbaulicher Anblick ist inmitten unserer Welt voll kleiner Ungläubigen und kleiner Zweifler (di piccoli incredali e di piccoli scettici), und wir fordern sie auf, in ibren Gebeten zu Maria und den Heiligen fortzufahren; denn die Hilfe wird kommen und wird erfolgreich kommen und wird Dauer und wird erfolgreich kommen haben; und vor allem wird der Trost und die Zuversicht kommen, die untere materiellen Unterstützungen nimmermehr zu gewähren imstande sind." * Kleine Tagesckrvnik. In Lindau wurde an einem siebenjährigen Mädchen von einem noch unbekannten Täter ein L u st m ord verübt. Tie schrecklich verstümmelte Leiche wurde in dem Herrenabort bei der Wartehalle am Seehafen gesunden. — In Berlin stürzte Oberleutnant Leopold von Caprivi vom großen Generajstab bei einem Spazierritt so ungünstig, daß er sich eine Geht r ners ch ü f t e r n n g zuzog. Er wurde in bewußtlosem Zustande in einer Droschke nach seiner Wohnung gebracht. — In Zaus (Böhmen- stürzte der Dachgiebel eines Hauses auf ein im Bau begriffenes Fabrikgebäude. Hierbei wurden zwei Maurer getötet unb 5 schwer verletzt. — In Mährisch-Ostrau würben ittrydtftttxrh föaeetf. Das schleckte Funktionieren des Telegraphen mit Tiflis verzögerte die zu ergreifenden Maßnahmen. Gegenwärtig aber ist 'Duschet rings von Truppen eingeschlossen. Ein strenger Uebermacknugsdienst ist ans der Bahnlinie eingerichtet worden, nm der Schuldigen habhaft zu werden. Die Ausstände in Frankreich. LenS, 26. April. Der Sv rrdi katau§schuß der Berg-- iarbciter des Pas de Calais nahm von einem Brief des Direktors der Grube von Lens, Reumauz, über die Bedingungen für die Wiederaufnahme der Arbeit Kenntnis Der Ausschuß gab seine Ansicht dahin ab, daß der Brief keine neue Bürgschaft enthielte, die geeignet wäre, die Aus ständigen zu befriedigen. Ter Ausschuß wandte sich brieflich an den Minister Barthvu mit der Bitte, bei den Bergwerksgesellschaftcn einen neuen Schritt zu unternehmen. Valenciennes, 26. April. Aus dem Departement Nord wird eine merkliche Wiederaufnahme der Arbeit gemeldet. Fast alle Hüttenarbeiter sind wieder tätig. Die Aufnahme der Arbeit ist nicht nur in den militärisch geschützten Bergwerken beträchtlich, sondern auch in denen,i 3>ic nicht unter der Bewachung der' Truppen stehen. Die j Erregung ist gemindert. Die Gegend hat fast das gewöhn-! liche Aussehen wiedergewonnen. Verhaftungen finden noch statt. Tic Arbeiter, deren Stimmung sich bedeutend gebessert hat, zeigen jetzt die Rädelsführer an. Siebzehn von diesen sind in der letzten Nacht in Lievin verhaftet worden. Im Departement Pas de Calais hat die Zahl der ausständigen Grubenarbeiter in gleicher Weise abgenommen. Paris, 26. April. Die Agitation für die Maifeier dauert fort. Die Regierung trifft aus Anlaß der Maifeier umfassende Vorbereitungen zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung. Fortlvahrend treffen Truppenverstärkungen aus den umliegenden Garnisonen ein. Die Zahl der verfügbaren Truppen beläuft sich auf 60 000 Mann. Auch die Arbeitgeber beschlossen Maßnahmen. 'Die Shndikatskammer der Unternehmer hat eine Miktion Francs bereitgestellt .zur Führung von Prozessen, die gegen die Arbeiter anhängig gemacht werden sollen, die am 1. Mai feiern. Die Unternehmer erklären, jeder Arbeiter, der am 1. Mai nicht arbeite, habe sich als entlassen zu betrachten. Paris, 26. April. Die in den Schulen gesammelte Summe von 60 000 Francs für die Hinterbliebenen der Katastrophe von Courrnöres ist gestern abgegangen. ** Eine Geschäftsstelle der Königlich Preußischen General-Lotterie-Direktion wurde am 1. April b. I. in Darmstadt errichtet. Die Geschäftsstelle bildet einen örtlich äbgezweigten Bestandteil der General-Lvtterie-Direktion, nicht eine dieser Nachgeordnete Behörde und untersteht wie die General-Lotterie-Direktion der oberen Leitung und Aufsicht des Vorgesetzten der K. Pr. General-Lotterie-Direktion. Ihre unmittelbare Leitung erfolgt durch einen Lotterie-Direktor, der seinen Sitz in Darmstadt hat und in Behinderungsfällen, soweit m. m , I nicht im einzelnen Fall eine andere Vertretung angeordnet wird, um und versetzte die Bevölkerung tn eine neue Panik, so-1 von einem ein für allemal hiermit beauftragten Sekretär vcr- daß sofort der Strom der Flüchtlinge wieder anschwoll. treten wird. Tie örtliche Zuständigkeit der Geschäftsstelle erstreckt Von San Francisco ist ein Viertel zerstört. Die Bahnen auf Hessen, Oldenburg, Sacksen-Weimar, Sachsen-Meiningen, geben an, seit Beginn der Katastrophe 22 500 Menschen ost- M^arzburg- Es befördert zu haben, bat>on bic Mehrheit Rinder. Die Lrg.LiMe U JiÄÄÄ RtoÄE m oem östlichen Stadtteil kürzlich zugezogenen Leute sind betrieb der Lotterieverwaltung in den gedachten Staatsgebieten entschlossen, Kalifornien für immer den Rücken zu kehren. Ausnahme des GeldverkehrS mit den Lotterieeinnehmern und Die Straßenbahnen denken baldigst den Betrieb in der er- SS3 Ziehungsgeschäfts sowie mit gewissen weiteren Ausnahmen und HEenen Stadt wieder -ufz.mehm-n. Die Hitfsgetder bürsten M°tzr^d7e LrLiS" nach der hiesigen Erwartung durch die Militär-Behörden werden mitgeteilt werden. Es bleibt Vorbehalten, die Geschäftsverteilt werden. stelle auch mit einzelnen Geschäften außerhalb des vorgedachten Nach einer Meldung wurde bisher festgestellt, ba6 örtlito Wies tu beauftragen. 26 Personen durch die schrecklichen Erlebnis- der letzten . ®’c6f‘Ä ®'T >'nl>°bsom-n Besuch erh.etten Woche dem Irrsinn verfallen sind. H"Usburschen emeS h.esigen Ge. Der Gouverneur erklärte sich damit einverstanden, dah Zk d'-Gewohnde.t batten, d,e Zugänge zu ihren die gesetzgebende Versammlung von Kalifornien zu einer Schäumen nachts unverschlossen zu lassen. Seute morgen ausierorbent-icben Session einberusen wird, um di- AuS° >, daß ganze Anzahl ihrer Kle.dungS- gäbe von Schal, sch-in en f-.t-nS der Stadtverwaltung P"£«, bte JUm SH uor chren Betten lagen gestohlen »um Zwecke des Wiederaufbaues der Stadt zu Der Dieb verlor beiin Verlasfen der Hosresthe eme nehmigen. Der VerpflegungSkommission werden Lebensrnittel stütz'. ™\= solch- '»Strafanstalten getragen werben es dürfe !° reichlich überwiesen, daß es schwer hält, solche, die °er- ''»'.,s'»'». ^1»^'».^»^^?» ««« Anstalt ent. derben können, zu bewahre,,. Der Bürgermeister ordnete an, "'1,7 ™b butd’ 7» Diebstahl andere Kl-,der ver- daß di- Mitglieder des sog. Bürg e rsch „ tz k o m it-es, wo -da nur Kleider und ferne sonstigen Wert- solche betroffen wurden, entwaffnet und. falls sie Widerstand 9C9C'l.fimC 9C| °J? .... leisten, erschossen werden sollen (!). Den SWiebernL . SÖC9!n Vtr"S?’7'rb' .n''.er" c,n dieses Komitees wird auch di-Erschießung des beim R-ttungS. dem auch der Diebstahl emes kupfernen wefen fo tätig gewesenen Mitgliedes des Stabes d-S Wasch °sstls zu Last^gelegt, wird. Gouverneurs, des Herrn Tilden, zur Last gelegt. 2 hatten nur m den beiden letzten Nachten Das RepräsentanlenhauS in Washington bewilligte die Al. b“§ “ J'8 Verausgabung von 300 000 SoC. für die StaatSwerft m '»b ^ 7 0'2 Grad Auch von anderen Orten San sfraneisco auf Mare.JSland. Das Kriegsdepartement '77 oI'TA A' , Z" Odenwald z. B. traf Vorbereitung-., zur B-förderung w-iterer 2500 Mann '»9"" '» bet ’“n' A Dcr/;,d’nen Truppen nach San Francisco. »»b °» den Fruhobstbaumen richtete di- Kalt- schweren Die bittere Kritik der Ablehnung der aiiSländischen Hilf- ' M ~ .. ~ für San Francisco hat in Washington sehr überrascht. Unter n. 7 O^^Drahtmeldung.) In diesen Umständen ist es möglich, daß eine anderweite Ent- Ob er-Wol lstadt Ui der Nahe der sogen. S-emuhle, ist scheidung getroffen wird. ™c stark kohlensaurehaltige warme Quelle zu- Wie die „Chicago Tribüne- meldet, stimmten di- V-r- deren T-mp-ratur man durch T.efbohrungcn treter der westlichen V-rsich-rungsges-llschaften auf der in »°7 ««gern hofft. Proben des Wassers wurden zur Chicago abgehaltenen Versammlung dem Vorschlag d«r üst-si ■, UaL« r ^chaftstede aller Stabte m den Vererrngten der Bürgermeister letzterer Stadt, besuchte am heutigen Tag Staaten infolge der Katastrophe von San Franctsco zu er- unseren Ort. Zweck war die Besich ti gun g der Quel» ^oyen. lenanlagen oberhalb der Bingmühle, von wo aus be- veranschlagt die durch die Feuer-1 kanntlich viele Orte der Wetterau, besonders auch die Stadt zu leistende Entschädigung auf Auheim, ihr Trinkwasser künftig beziehen wollen. )( Laubach, 26. April. In Jägerkreisen ist in diesem in San Francisco verlegte bie 2Sin.ter bedeutender Abgang von Rehen festgestellt nach Oakland worden. So wurden gelegentlich des letzten Schnepfen- - ganges von einem hiesigen Jäger 12—15 ein gegangene Rehe aufgefunden. Die Tiere waren sehr abgemagert und scheinen Staot und Land. einer Durchfallerkrankung erlegen zu sein, die durch den Gießen, den 27. April 1906. nassen Winter hauptsächlich entstanden fein soll. — Einen - Personalien. Der Militäranwärter Vizefeldwebel Meisterschuß 'tat in den letzten Tagen der hiesige Jüger Wilh. Ebert au5 Bosenheim wurde wm Steucraufieber Mit einer einzigen Kugel streckte er zwei .Hirschkälber ernannt. tneber, dre zusammen auf einer Wiese ästen. Das Geschoß . «’ffrrphiftf finh »inn mit »i„»m o L r durchschlug die Keulen des'einen Kalbes und traf auch noch , r. x \ m • I r m ?rec fU bCe ba§ Zweite am Waldrande weidende Hirschkalb, sodaß es ■ setzende Lehrerstelle an der Gememdeschule zu Bürgel und dem verwunderten Jäger, der das zweite Tier anfangs ■ bte Lehrerstelle an der evang. Schule zu Hirschhorn. Mit nicht bemerkt heckte, leicht wurde, auch dieses noch „abzu- i letzterer Stelle ist Organistendienst verbunden. fangen". i ffiiCR. fülle Temperatur am tiöch Niedriaste des Frnnkfnrtei* Worsp. 27. April, 1.15 "Uhr. Portugiesen ITT H . 189.00 . 68.50 Prince-Henri-Eisenbahn . 145.10 254.30 Berliner Börse. 27. April. Anfansrskurse. 1311 Die Versteigerung findet bestimmt statt. 2684 im 86. Lebensjahre. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. ' / empfiehlt [ Giebtschönste Wäsche! Luhns Untrar. Goldrente . . Italien. Pente . . . Portugiesen Serie I . C. G. Kleinhenn, Konserven-. Delikatessen-, Fisch-, Geflügelhdlg. sowie Stadt 4 Oestcrr. Goldrente. . 4’4 flh Oesterr. Silberrente Elektriz. Lahmcyer . Elektriz. Schnckert . Escbweiler Bergwerk . 100.40 . 88.30 . 100.20 . 88 20 . 99.65 FTarpener Benrwerk Lanrahitttc - . ' oinbarden E. B. Nordd. Lloyd . . Türkenlose . russ.Staatsanl. 1905 4 K°'„ iapan. Staatsanleihe 1 Gonv. Türken von 1903 Berliner Handelssres Darmstadter Rank . "Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. Dresdner Bank Kred:taktien Baltimore- und Ohio- Eisentahn . Gotthard bahn . . . Lombard Eisenbahn Oesterr. Staatshahn . 100 55 101.05 96.50 + 10,9° C. — 0,2° C. . 17360 . 144.20 . 239.70 . 90.00 . 161.90 Liebhaber von wirklich Hochs. SchweizcrkLsc itur Nachricht, das? ich billige deutsche Ware nicht führe, dagegen ist wirklich echter Emmenthaler, volliaitia u. feinschmeckend, stet? Der Rheinisch-Westfälische Effektenmarkt. Tagesbericht der Firma Walter Harnrnerstein. Mülheim a. d. Ruhr, 26. April 1906. Von Kohlenkuren bestand Heute lebhaftes Interesse direktor in seiner Wohnung zu überfallen, die Villa auszurauben und nach Amerika zu flüchten. Der Plan wurde durch einen Tht- w iss er verraten. — Der Schlosser Otto aus Windorf hot in der Nacht in seiner Wohnung in Kleiu-Zschocher bei Leipzig seine Frau Elise mit einem Beil erschlagen und den Schlosser Nagler zu erschiessen versucht, jedoch nur schwer verletzt. Dann hat er einen Schuss auf. sich abgegeben. Der Grund zu dieser Tat ist Eifersucht. — Bei Z ö b l i tz (Erzgebirge! ist die Frau des Gas- meistcrs Grass im Walde in der Nähe deo Bahicholes ermordet aufgeiunden worden. Sie war entkleidet und wies schwere Ver- letzungen am Kopfe auf. Es liegt unzweifelhaft Lustniord vor. Freie Vogel und Alte öctrJe, welche in grosseren Posten zu stark anziehenden Preisen gehandelt wurden. Ferner fanden Umsätze statt in Anneliese, Johann Deimelsberg und Rudolf bei Bochum. Schwere Werte waren unverändert fest. Ewald höher gehandelt. Der K a l i k u r e n m a r k t ist gegen gestern kaum verändert. Von schweren Werten Glückauf bei Sondershausen und Hohenfels ziemlich fest. Mittelwerte still. Von leichten Werten fand einiges Geschäft in abgest. Hansa, Rothenfelde, Sachsen, Leo, Eitel Fritz und Eentrum statt. Von E r z k u x e n Louise Braueisenstein und Fernie weiter anziehend, alle? übrige kaum verändert. Der B r a u n k o h l e n k u x e n m a r k t liegt weiter sehr fest und fanden fast in allen Werten wesentliche Kurssteigerungen statt. Lebhalte Kauflust bestand besonders für Lucherberg, Schallmauer und Bellerhammer. der Stadt Mannheim im Betrage von 16 Millionen Mark, die Kündigung der 4prozenliqen 12 Millionen-Anleihe der Mannheim vom Jahre 1901. Märkte. kc. Frankfurt a. M., 27. Avril. lLrig.-Teleqr. des 3u6tbau§ starb fr :r53 Jahrelang' ^tan^xrt mm Ä« iüttai ljU lfvden, t*<- W teiurtalt tev sicher Zuchthausstz.fr' fr hartnäckig gelengrc - chhain, 26. April!t" t Prozeß ziviscvfrr der Ohmtalbabu!r- fei Mederoflcidkn ind dem Kreis M1™ ist jetzt in letzter ises entschieden * )e diejöahu-Bahu ocM!. )crcn ItntcrnchM X* 4% 3% 3% 3 3% Wlt 3% 3^% 3 y2°t„ Heuchelheim, Essen (Ruhr), Binnen (Rhein), Lang-Göns, Darmstadt, den 26. April 1906. Türkcnlose .... 4 % Griech. Monopol-Anl. 4 % äussere Argentinier 3°'n Mexikaner . . . 4ji°/o Chinesen . . - Aktien: Bochum Guss .... Buderus E. W . . Tendenz t fest. Telefomscbe Kursberichte Giessener Anzeigers, unterteilt von der Bank für Handel, und Industrie, Glossen. 221.00 251.20 23.30 136.50 146.70 Grrginal-Drahtnieldnngen. R. B. Darmstadt, 27. April. Die ReichstagS- stichmahl findet am Freitag, den 4. Mai, statt. Berlin, 27. April. In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten gab der Vorsteher Dr. Langerhans in warmen Worten der tiefsten Teilnahme Ausdruck, die die Berliner Bürgerschaft für Italien und die Vereinigten Staaten wegen der Katastrophen de? Vesuvs und in Kalifornien empfinden. Der Oberbürgermeister möge den Botschaftern Jteüiens und der Vereinigten Staaten.mitteilen, dass die Stadtverordneten tiefste Teilnahme empfinden und mitzuhelfen sich berufen und verpflichtet hielten. Berlin, 27. April. Ernst von Wildenbruch wird dauernd seinen Wohnsitz in Weimar nehmen. Der Dichter hat ein Grundstück in Weimar erworben. — Der »Vorwärts " veröffentlicht einen Aufruf an die Arbeiter aller Länder, am 1. Mai nicht zu arbeiten und eine Kundgebung zu veranstalten. Der Alifrnf ist gezeichnet: Da? internationale sozialdemokratische Bureau. DaS Exekutiv-Komctee (Belgien). Berlin, 27. April. Der „Morgenpost" wird versichert, daß das Befinden des Ministers v. Budde zu den allerernstesten Besorgnissen Anlaß gibt. Wahrscheinlich werde schon in diesen Tagen die Nachfolgerschaft des Ministers v. Budde begeben werden. Neben dem Landrat v. Stuben- Poichsanleibe do. Konsols . . do. . > Hessen . . . Oherhessen . 171.70 . 143 60 . 239.30 Gerichtssaal» Berlin, 26. April. In dec befannten Affäre des Obersta. D. G ä d k e , der wegen unbefugter Führung des Titels Oberst angeklagt ist, stand heute Verhandlungstermin vor der 8. Strafkammer in der Berufuuasinstanz au. Das Urteil, das auf Freisprechung lautete, besagte, dass »ach der Verordnung von 1843 der Angeklagte zweifellos dem militärischen Ehrengericht unterstand. Aber der Angeklagte war in erster Instanz mü Grund einer Verordnung von 1874 verurteilt worden. Diese Verordnung war aber nicht vom Minister gegengezeichnet imb charakterisiert sich deshalb nur als Armeebefehl. Da der Angeklagte aber nun nicht mehr zur Armee gehört, konnte er nicht aus Grund des Armeebefehls verurteilt werden. H n m b n r g , 26. April. In der Schwurgerichts-Verhandlung wegeil der Ausschreitungen am S ch o p en ste h l ivurde heute die Vernehmung der 30 Angeklagten beendet. Die wegen Raubes, Plünderung und Hehlerei Angeklagten leugnen fast sämtlich ihre Schuld. Es wird nunmehr in die Beweisaufnahme eiu- getreten. — Der verantwortliche Redakteur des „Hamb. Echo", G. Wabersli;, ivurde heute wegen wiederholter öffentlicher Beleidigung der Hamburger Polizeibehörde währenddes a h l r e ch t s k a m v f e s von der Strafkammer IV des Landgerichts zu fünf Monaten Gefängnis und 300 Mk. Geldstrafe verurteilt. Franke n t a l, 26. Avril. Vor der Strafkammer wurde der tagelöhner H. Magin aus Evpstein wegen Blutschande an seiner 14 Jahre ölten Schwester und wegen Bedrohung seiner । ?encit Mutter sowie wegen eines Unsittlichen Attentates gegen je ine 69 Jahre alte Grossmutter zu 2 Jahren 6 Monaten Zucht- lruis verurteilt._______________________ Die Beerdigung findet in Heuchelheim Sonntag, den 29. April, mittags ’M Uhr vom Sterbehause, Bachstrasse 46, aus statt. l°-- im Schnitt bei Meteorologische Beobachtungen der Station Giessen. 143.25 133.30 270.00 - . . 188,00 . . 161.00 . . 217.00 Todes-Anzeige. Heute nacht entschlief nach längerem, schweren Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Tante 23 50 146.40 25.-26. April 25.—26. „ 68.85 69.80 91.95 94 85 92.90 145.80 54 20 92 20 Giessener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag den 28. April 1906: Wolkig, zeitweise heiter, nur noch stellenweise geringer Regen. Etwas wärmer. Näheres durch die Giessener Wetterkarte. ChristianWallenfels 17 Marktplatz 17 Televbon 262. Gegründet 1826. wurde die .Haltung fest und eS schlossen, Banken ziemlich unverändert: Schaasfhausenscher Bankverein etwas abgeschwächt. Von TranSpvrt-Aktien Hamburg-Amerika-Paketfahrt ca. 1 Prozent höher. Norddeutsche Llond ohne Berändernng. Italienische Bahnen gleichfalls unverändert, Llmerikaner schwächer. Audi am Montanaktienmarkt sind bemerkenswerte Veränderungen nicht vvrgekom- men lr>r Vrivatdis^ont schloß 3> t Prozent. Mannheim, 26. 2(nriL Der Burqeransschnss genehmigte in der heutigen Abendsitzunq die 3'/, vrozentige Anleihe rauch wird auch der Direktor beS Norddeutschen Llovd, Wiegand, der ganz unvermutet zur Tafel gezogen wurde, genannt. _ Stettin, 27. April. In Nosenfelde ist eine ^tekk- macherfamilie nach dem Genuss von Fischen lebe ns n gefährlich erkrankt. Me fünf Familienmitglieder liegen hoffnungslos darnieder. Koblenz, 27. April. Auf der Bopparder Landstrasse stiess ein belgisches Automobil mit einem Steinwagen zusammen. Da? Aiitomobil roitrbc vollständig zertrümmert. Der Fuhrmann deS SteinwagenS ist tätlich verletzt. Die drei Insassen deS Automobils liegen schwer krank danieder. Dresden, 27. April. Hier ist der Schriftsteller Robert PrölaS im Alter von 85 Jahren gestorben. Paris, 27. April. Die russische Anleihe wurde hier so überzeichnet, dass nur V/s Proz. der gezeichneten Beträge zur Repartierung gelangen. Paris, 27. Avril. DaS .Echo" hatte behauptet, das Syndikat der Bau-Unternehmer habe beschlossen, alle am 1. Mai feiernden Arbeiter auSzufperren. Die Bauunter- nehuu'r erklären die? jetzt als unwahr. Die Liberty, erzählt, die Bäcker und Gemüsehändler forderten ihre Kunden auf, sich vor dem 1. Mai zu verproviantieren. Die Bahnhöfs seien von Personen belagert, die on6 Furcht vor Unruhen abreifen und die grossen Hotels stünden leer. DieS alles ist erfunden. Kein vernünftiger Mensch denkt an Abreise, die Hotels sind gefüllt nnb die Börse drückt ihre optimistische Stimmung durch Hausse auß. Belgrad, 26. April. Heute kam der König bei einem Spazierritt infolge AuTgleitenS seines Pferdes an einer abschüssigen Stelle zu Falle; er verletzte sich leicht und kehrte zu Wagen in das Palais zurück. Der König empfing in zweistündiger Audienz Paschitsch. ES verlautet, Wuitsch imb Milewassowitsch lehnten den Eintritt tn das Kabinett ab. Man glaubt in den Kreisen der Jung- radikalen, auch Zickowitsch werde den Eintritt ablehnen. Sofia, 27. April. Tas mazedonische Komitee bat die Nachricht erhalten, dass der Bandenführer, Reserve- Tb erst Jankow, in der Umgebung deS Dorfes Wlachi int Molnik-Gebiet (Mazedonien) gefallen ist und dass seine Bande wie auch die des Kolju-Nisow von türkischen Truppen aufgerieben wurde. PeterS bürg, 26. April. (Petersb. Telegr.-Ag.) Telegramme aus der Provinz berichten, dass die Subskription auf die neue 5 p r o z e n t. russische Anleihe überall einen glänzenden Erfolg gehabt habe. Die Zeichnungen in Odessa hätten z. B. mehrere Millionen Rubel erreicht. Washington, 26. April. Das Staatsdepartement halt den amer. Gesandten in Peking angewiesen, mit dem Ausdruck der dankbaren Würdigung seitens der Regierung! die von der Kaiserin-Witwe angebotene Zeichnung von 100 0 0 0 Taels zugunsten der Notleidenden vonj San Francisco ab^ulehnen. Frühkartoffeln weisse, gelbe nnb rote. Prima Speisekartoffel empfiehlt billigst J. Geisel 12471 Telephon 235. Sonnenstr. 6. Frau Katharina Elisabetha Sack Wwe geb. Rinn Möbelverstei^ernn^. Samstag, den 28. d. Mts., nachmittags 2 Uhr werden tn dem Hause Astcrweg 48, Ecke Stemstraße, wegzugshalber folgende Möbel versteigert: Mehrere Betten, Kleiderschrank, 2 Sophas, Bücherschrank, Etagtzrc, Tische, Stühle, Bücherregale, Spiegel, Bilder, Teppiche Waschschrank mit Marmor- platte und Spiegelausiatz, Vorhänge nnd Portitzre, .Küchenschrank, Haus- und Küchengeräte u. s. w. Die Sachen sind gut erhalten und können vormittags von 10 bis 12 Uhr angesehen werden. Gothaer Cervelatwurst in vorzüglicher Qualität Canada E. B..... Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder Union C. . Dresdner Bank . . . Tendenz: fest. trittst utiö Wissenschaft. — Bon der Darmftädtcr .K ü n st l e r k o l o n i e wird den „Münch. R. N." ..von gut unterrichteter Seite" mitgeteilt, dass nunmehr auch der Bildhauer Professor L. .Habich einen Rus nach S t u 11 n n r t angenommen hat. Do wird also Professor Olbrich als der letzte brr „Sieben" in Darmstadt bl"bcn. Wenn auch persönliche Neibnnaen mitgewi-kt haben, namentlich bei dem Wegzüge gerade solcher Künstler, die, wie Professor Peter Behrens, jetzt Direktor h-r st unstgewer beschule in Düsseldorf, und Bildhauer Bosselt, irfct Lehrer an derselben. Anstalt, ottqcmein als hervorragend tüchtige Elemente gelten, so ist der tiefere Grund der raschen Auslösung, nach dem genannten Blatte, doch wohl darin zu erblicken, daß man auswärtige Künstler von überall her zusammennef, statt die einheimischen Talente in erster Linie zu organisieren. Berlin, 26. April. Die Jurp für tie Entwürfe zu einem Virchow-Denkmal Hot heute ihr Urteil gefällt. Den ersten Preis l6000 Mk. erhielt Bildhauer sslimsch'Eb''r'ottenburg. Ter -weite Preis fH an den Berliner Bildlnuer Leihküschler und der dritte an den Münchener Kansimann. Das' Denkmal von Kstmsch zeichnet sich durch grosse Schlichtheit aus. 9(uf einem sockel mit vier Säulen erhebt sich die Figur des .Herkules, der mit einem Löwen kämpft. Die Vorderseite des Sockels ziert ein Me- b। nn .i'nir-:- -'inj - IN ,>, ■ -i-'-'.-^iiihg ^naebracht. Sandel nn- Verkehr, Volkswirtschaft. K'o n k u r s c i n H e s s e n. lieber daS Vermögen des Bürger- meisterei-Beigeor-dneien und Darlehenskass?nrechners Philipp Ludwig Ahl es von Badenheim wurde am 12. April nachm. 12.40 Uhr, das Kbukiirsverfahreu eröffnet, da der Gemeinschuldner seine Zahlungen eingestellt, flüchtig ist nnd seine Ehefrau die Vermögensüberschuldung ihres Mannes nicht bestritten hat. Notariatsgehilfe Peter Krau er von Sprendlingen wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis znm 10. Mai 1606 bei dem Ancksgericht Wöllstein anznmelden. — Heber den Nachlass des am 10. Februar 1906 verstorbenen Kaufmanns Karl Krug, in Worms wohnhaft gewesen, wurde am 12. Avril naebm. 4 Uw' das Kvnkursverfohren eröffnet. Anwaltsgehilse Gg. Fu h r n in Worms wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 2. Juni 1906 bei dcm Amtsgericht Worms anzumelden. — lieber das Vermögen der Firma Josef Rösch in Dingen und bereu Inhabers Josef Rösch. Möbelhändler tu Bingen, wurde am 17. April nachm. 5> ! Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwaltsgelnlm 6m Niedenaucr in D-naen wurde zum KvnknrAverwalter ernannt. K'onki.rsssirderungen sind bis xum 9. Mai 1906 bm dem Amtsgericht Dingen anzumelden. — lieber d"s Vermögen des ^chnecher- meisters Hermann Schmidt in -r>. wurde am 14. Avrll nachm 4 Uhr, das Konkursverfahren ■ r öffn et. Anwaltsgelnlfe Teter Wirth in Mainz wurde zum .'»t'onkursverwaltec ernannt. Apnkursfordernngen sind bis zum 29. Mai 1906 bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden. K'le ine F i n anz ckrvn7 k. Die Banken von «an Fr an- cisco haben sich genötigt gesehen, ein Moratorium nachzu- such"n — Die Zeichnungen aus die neue r ussl sche An l e , he ergaben in TefcrSburg eine 1'^ fache Ueberzeichnnng. In Parls wurde die Zeichnung überall infolge grossen ?rubrnn(T§ ganz frühzeitig geschlossen. — Der Groüe Rat von Basel beschloß btc Ausnahme einer Anleihe von 10 Mill. Frs. DjeBerlinerBörse war zu Anfang ziemlich unbestimmt, infolge Besorgnissen bezstol. Einfl"sses der kalifornischen Vorgänge auf den Newvorker Geldmarkt, „aut den ^Jron Age - Dericht. auf die ran der Em'ss-on N"N 50 M'll. D"ll. Waschemit Gelsenkirchen Berämmel. 455 Schweine: 1. Qnal. 75—76 Psg. Lebendgemicht 58.50—59.50 Pf., 2. Qual. 74—00 Pst, Lebendgewicht 57.50 Psg., 3. Qual. 64—68 Psg. Kälber 1. Qual. 00—00 TL, Lebendgewicht 00—00 Psg., 2. Qual. 00—00 Pia., Lebendgewicb: 00— 00 Psg., Schlachtgewicht 00—00 Psg. Schale 1. Qualität Schlachta-wicht 00—00 Psg., 2. Qualität 00— 00 Psg. Geschält: Ion, Uebcrftnnb unbebeut-nb. Q Marburg, 26. April. Mit dem am 25. September stattfinde- den grossen H c r b st - P f c r d e m a r k t ist wieder eine Verlosung von Wagen, Pferden unb l'ndwirtschgftl'chen Maschinen verbunden. Ta in der ganzen Gegend in diesem Jahre wieder feine Verlosung angemeldet ist, wurde der Vertrieb der Lose für die Kreise Marburg, Kirchhain, Frankenberg und Dieden- kom nuSnebclrnt. ______________________________________ Tflrmf'äMcr Möbelfabrik. Deutschlands. 300 Zimmereinrichtlmge« firt§ Itcferf. vorrätig. Man verlange Preisliste unb Abbildungen. fb10/4 kcsuvumwohntt, leitungen W™ att§anb an* Setberben brojH F1 er und ticken > äS; „ weilen die foö wieder aufzunchten- W , Ä - fl II Krä'tigungsrnittel wie A i I fl Fcrromanganin, U II H Ferrocarnin, Hae- FhIIU matogcn, Scotts Emulsion, Soma- tose, Sanatogen usw. kau'eu Sie stets frisch in der [2554 Germania-Drogerie Car! SesbeB, Frank'urter Str. Telephon 593. Vromvt.Versandt nach auswart?. Uehes* trocknen die Fussbodenfarben von Adolf Bieler, Drogerie. Marktstrasse 5. 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