Erstes Blatt 156* Jahrgang Samstag 29. September 1906 8" r ing erziehen. Solange der Voltsschule als Werkzeug der fluchwürdigen Die öon ihnen "P te Kinder im Geiste der sozia- l i st i s ch e ii Weltanschauun "t ** /S' * ; n C c . ' — 2 2 sich immer glänzender bewährte, aufs Neue seine höchste Anerkennung und Bewunderung au? den T- ägern des sluchwürdiger Systems aber/ die sogar nicht bat/:-; zurückschreätcn, vit vuu ujuu selbst einberufene Duma durch einen Staatsstreich wieder auf. '2^7 —. ' ” ~ r; H Tie Abwesenheit des Abg. v. Vollmar auf dem Mannheimer Parteitag wird jetzt durch die Mitteilung erklärt, daß sich Vollmar auf einer L r ientr e i s e in Smyrna befindet. Uebrigens schwebte Vollmar vor einigen Tagen in ernster Lebensgefahr. Auf dem schiff, mit dem er fuhr und das sich gerade in einem kleinasiatischeu Hasen befand, war Feuer ausgebrochen, und die Passagiere mußten nut Strickleitern vom Schiff herabgelassen und dann an Land gebracht werden. Bei Vollmar erwies sich das infolge seiner körperlichen Gebrechen — er ist im Kriege von 1870 bekanntlich schwer verwundet worden — als unmöglich. Er mußte deshalb auf dem Schiffe bleiben. Die Gefahr war um so größer, als das Schiff große Behälter mit Benzin mit sich führte. Hätter Herr o. Vollmar der Mannheimer Verjamrnlung außerordentliche Wichtigkeit beigemessen, so loäre er wohl zur Stelle gewesen, beim er hält in kritischen Situationen nicht mit seinem Wort zurück und vertritt namentlich dann mit Energie das gemäßigte Prinzip, wenn das Bebel sHe Temperament diesen selbst und ben, zu den „Berlinern" haltenden Teil der Parteigenossen sortzureißen droht. Das Fernbleiben des Herrn v. Vollmar von Naunheim bietet also eine gewisse Gewähr, daß die Verhandlungen dort ohne stürmische Unterbrechungen zu Ende gehen werden. Auch der Abg. Eduard Bernstein ist diesmal nicht in Mannheim. Er mußte in Berlin bleiben, um auf Drängen der 2a .vn 0 - ,2 _• v ~ Z'n 9 (5 «0^-2.“,QH rt q 5 _ r, - v'~ 0-^0 0-3 *2 - beitermassen. Der Sozialismus beseitigt die Klassen-Er- zichung und fordert zunächst: Schaffung eines Reichsschulgesetzes aus der Grundlage der Weltlichkeit und Einheitlichkeit des gesamten Schulwesens. Organische An- gliederung der höheren an die niederen Dil - dungsanstalteu. Unentgeltlichkeit des Unterrichts, der Lehrmittel und der Verpflegung in den öffentlichen schulen. Beihilfe des Staates für die Weiterbildung befähigter, aber unbemittelter Eltern. Gleichberechtigung der Geichcechier in den Lehrkörpern und der Schulverwaltung. Fachschulaufsicht. Errichtung von Erziehungs- und Verpslegungs- anstalten für das vorschulpgichtige Alter weltlichen Etta- ratters. Errichtung von Schurheimen, in denen oie Kinder in den unterrichtsfreien Tagesstunden leibliche und geistig« Fürsorge finden. (Gründung von Sanatorien für schwächliche und kränkliche Kinder. Errichtung von Fach- und Fortbitdungsanstalten für die schulen!las,ene Fugend ohne Unterschied des Geschlechts. Obligatorischer Besuch dieser Schulen während der Tageszeit ois zum vollendeten 18. Levensjah-r. Einführung des Arbeitsuntcrrichts in allen Schulen. Errichtung von Lehrwerkstätten. Pflege der künstlerischen Bildung. Festsetzung der Klassenfrequenz und der Unterrichtszeit. Organisation des inneren Schulbetriebes ausschließlich nach pädagogischen Grundsätzen unter Mt- wirkung der Lehrer und Lehrerinnen. Errichtung von besonderen Klassen und Schulen für abnorme Kinder, lieber* wachung des Gesundheitszustandes der Kinder durch Schulärzte. Ferienkolonien. Bau und Ausgestaltung von Schulgebäuden nach den Forderungen oer Päoagogit, Schulhygiene und Kunst. Errichtung Don Bädern, Schwimm-, Wärme* und Spei sehallen in oen Schulen. Errichtung von Volksbibliotheken, Lesehallen und Instituten für Bolksbelehrung und -Unterhaltung. Materielle und soziale Hebung der Lage der Lehrer und Lehrerinnen. U u i v e r s i t ä t s b i l d u n g für sämtliche Lehrer und Lehrerinnen an öffentlichen Volksschulen. Das zweite Referat erstattete Frau Ze t k in-Stutt- zuheben, seine tiefste Verachtung. Der Parteitag ertlärt im Namen der Partei auch fernerroeit sich bereit, die Genossen Rußlands in ihrem furchtbar schweren und opferreichen Kampfe moralisch und tatkräftig zu unterstützen und jeder kriegerischen Einmischung von außen in die inneren russischen Angelegenheiten aus das entschiedenste entgegenzutreten. Der Parteitag spricht schließlich die frohe Hoffnung aus, daß es den Kämpfern der ruf fischen Revolution, trotz des verzweifelten Widerstandes, den das herrschende System ihren Anstrengungen entgegensetzt, gc.ingen möge, einen vollen Sieg zu erringen, durch den bas große Ostreich in bie Reihe ber nwbernen Staatswesen einrückt." Ferner war von der sozialistischen Frauenkonferenz folgende Resolution gegen Kindermißhandlungen und Ausbeutungen eingelaufen: „Die Frauenkonferenz lenkt die SCufmerffamfeit der Genossen und der Genossinnen auf die erschreckend hohe Zahl von Fällen entsetzlicher Mißhandlung, Verwahrlosung und Ausbeutung von Kindern durch bie eigenen Eltern, Pfleger oder Erzieher. Sie fordert alle Parteiangehörigen und alle Arbeiterorganisationen auf, solchen Unmenschlichkeiten auss kräftigste ent* gcgenzutreten und durch. die Organe der Arbeiterschaft (Arbeiterpresse, Gewerkschaften, Krankenkassen) auf deren Verhütung planmäßig hinzuarbeiten. Die Konferenz protestiett ferner gegen die heute herrschende Ausgestaltung der Zwangserziehung, die das verwahrloste Kind der planmäßigen Vermuckerung und oft der schmählichsten Ausbeutung überliefert. Sie fordert eine wirttiche Fürsorgeerziehung, die eine wahrhafte Zuflucht für mißhandelte Kinder schaffen und diese dem kindlichen Wesen gemäß zur Selbständigkeit heranbilden soll. Tie Konserenz erwartet von den Arbeitervertretern in allen öffentlichen Körperschaften, daß sie ständig und planmäßig den Kampf führen auch für diesen Schutz ber Kinder gegen Verwahrlosung und Mißhandlung." Zunächst stehlt das Thema Maifeier zur Beratung. Die Reihen der Genossen haben sich bereits bedenklich gelichtet. Die Jenaer Maifeierresolutton wird mit großer Majorität angenommen. Damit ist der Punkt Maifeier, der in Jena lange Stunden in Anspruch nahm, im Verlause von 30 Minuten erledigt. Das nächste Thema, das zur Verhandlung kommt, ist Sozialdemokratie und Volkserziehuug. $5 Nr. 229 «rs-etut täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Familien' blätter vierinal in der Woche betgelegl. Rotationsdruck u. Verlag ber Brüh l'sehen Uiiivers.-Buch-u.Stein- bmderei. R. Lana«. Redaktion, (fcroe&tum und Druckerei: Lchul st ratze 7. Rebakkion e^e) 113 Verlag u.Expeb.«3^51 Adresse sür Deoeschen: Anzeiger Gießen. ■^5 £• w - 2 ■■ *3 3 n fc 2 -ch r-, "3 ~ ■ <3 s w ~D VZ/ yS ?(72= er der Sozialdemokratie?" haben wir nicht das geringste zu tun. Trotz affent Kampf hat man uns nicht vernichten können. Das beweist die Berechtigung unserer Organisation. (Lebhafte Unruhe und Widerspruch.) Wir wollen nicht versuchen, die Grundsätze der Sozialdemokratie zu verletzen. (Zurufe: Doch!) Rosa Luxemburg: Mein beschränkter Untertanenverstand versteht die Stellung der Zentralverbändler zur Resolution des Parteivorstandcs und zur Resolution Kautsky nicht. Da liegt ein Widerspruch. Man denkt unwillkürlich an den bäuerlichen Ehevertrag, wo die Frau sagte: Wenn wir einig sind, gilt Dein Wille, fönst der meinige. (Heiterkeit.) Die Partei darf nicht die Zuchtrute einer gewissen Gruppe werden. Dadurch kommt Zank und Zwist in die Partei. (Die Gewerkschaftler rufen: Unsinn, der jetzige Zustand hat solchen Zank zur Folge.) Die Resolution des Parteivorstandes ist ein taktischer Mißgriff. (Beifall.) Der Anarchismus ist nichts als eine Reaktion nach links, gegen Ausschreitungen nach rechts. (Lachen und Zurufe.) Man wird die äußerste Rechte nicht ausschließen, so dürfen wir es auch nicht mit der Linken tun. (Beifall „links".) Der Antrag auf motivierte Tagesordnung wird mit großer Majorität angenommen. (Bewegung.) Der Parteivorstand hat sich also mit der Generallommission ins Einvernehmen zu setzen und im/ Sinne der Lübecker Resolution bis zum nächsten Parteitage zu verfahren. Zu Beginn der Nachmittagssitzung lag folgende Resolution in Sachen der russischen Revolution vor, die Bebet eiugebrachl hatte: „Der Parteitag betätigt bie Resolution bes Jenaer Parteitages, burch bie derselbe seine freudige Genugtuung über das größte welthistorische Ereignis der Gegenwart, die russische Revolution, ausspricht und seine tiefste Sympathie und Bewunderung für die Kämpfer der russischen Revolution Ausdruck gibt. Der Patteitag spricht angesichts ber Fortdauer der russischen Revolution, in der bie Gewalt- und Unterorückungsmaßregeln seitens des russischen Despotismus einen immer brutaleren und barbarischeren Charakter angenommen haben, aber auch bie Zähigkeit, aufopfernbe Hingabe und Begeisterung der Kämpfer für die Revolution, insbesondere unsere Genossen und Genossinnen im Zarenreich ohne Unterschied ber Nationalität und Abstammung, ziehung im großen Umfange bewußt und planmäßig den Tendenzen entgegenwirken, welche diesen verfälschen und vergiften. Das gilt in erster Linie and im besonderem Maße von dem Religions- und Geschichtsunterricht. Im Hinblick aus seine geschichtliche Mission muß das Proletariat die bürgerliche Geistestultur seiner eigenen Weltanschauung gemäß umwerten. In dieser Tatsache ist der relative Wert begründet, den auch die wohlmeinendsten und an sich verdienstlichen Bestrebungen bürgerlicher Kreise zur Hebung der wissenschaftlichen und künstlerischen Volksbildung haben. Die Sozialdemokratie kann an solchen Bestrebungen keinen Anteil haben. Ihr selbst erwächst die Aufgabe für die alb- seitige Weiterbildung ihrer Mtglieder zu sorgen, und zwar in erster Linie für deren theoretische Schulung durch planmäßige Einführung in die Grundsätze des Wissenschaft* lichen Sozialismus. Als Mittel kommen in Betracht: die Gründung bezw. der Ausbau von Arbeiter-Bildungsschulen, die Veranstaltung von systematisch gegliederten Vortragskursen, die Veranstaltung von Lese- und Diskussionsabenden, beziehungsweise die Ausgestaltung der Zahlabende zu solchen ; die Verbreitung der Literatur des wissenschaftlichen Sozialismus; die Behandlung theoretischer Fragen in der Tagespresse. Innerhalb der Partei ist der künstlerische Sinn zu erwecken. Ein Bildungsausschuß von 7Mitgliedern dient als Zentralstellen für die Bildungsbestrebungen. Er stellt organisch aufgebaute Progrmnme für Vorträge und Vortragskurse und die dazu gehörigen Literaturnachweise zusammen, erteilt Ratschläge für belehrende und künstlerische Veranstaltungen, vermittelt rednerische und künstlerische Kräfte und sucht auf andere geeignete Weise seiner Aufgabe gerecht zu werden. Die Sozialdemokratie erachtete es als eine Pflicht, die aus der Schule entlassene proletarische Jugend mit der Weltanschauung des Sozialismus zu erfüllen und für eine aktive, zielbewußte Anteilnahme am proletarischen Emanzipationskampf Dor* ^bereiten. Die Bestrebungen zur sozialistischen Erziehung ber schulentwachsenen Jugend erhalten einen festen geisttgen Mittelpunkt durch ein eigenes periodisches Organ. Erwähnenswert aus den Ausführungen der beiden Referenten ist, daß sie beide gegen den Münchener Lehrertag zu Felde zogen, weil dieser bei der Unterrichtsfrage zwischen Lehrer und Lehrerinnen einen Unterschied gemacht habe. Klara Zetkin forderte besonders eine sexuelle Aufklärung der Kinder und eine Kontrolle der Lehrer durch die Eltern. Ein Antrag fordert folgendes: „Der geforderte B il- dungsausfchuß wird eingesetzt. Die aufgestellten Leitsätze und die dazu eingebrachten Äitjatze werden diesem Ausschuß als Material überwiesen." Diesem Antrag stimmt der Parteitag zu. Damit sind alle anderen zu 5cm Thema gestellten Anträge erlediat. Nur die zur Frage der Jugendorganisation gestellten Am- träge sind davon ausgenommen. Damit werden die Verhandlungen vertagt. 3 JgRPSÄ CX A. VczugSvrel», W monatlich 7bPs., viertel* GlchLM Amelger M v General-Anzeiger " ** SESK _ _ den volil. und augem, Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW ________________________________________ zeig enteil: Han« Beck. 32 2.2? ' = -3 ► d' -- o er«*' P, -T*5 « 2 ® r> - $ AO» ** " W 7 2 5^5 »3^3 fc9ie heutige Bummer umfaßt 18 SeLtcn. SoziaLdemoLcatlscher Parteitag. (Unberechtigter Nachdruck verboten.) V. S.u. H. Mannheim, 28. Sept. Heute findet die namentliche Abstimmung über die Resolutton zum Massenstreik statt. Gestern haben vertrauliche Besprechungen stattgefunden. Das Resultat ist eine von Legien und Bebel gemeinsam gestellte Resolution, die besagt: „Der Parteitag bestätigt den Jenaer Patteitagsbeschluß zum politischen Massenstreik und hält nach ber- Feststellung, baß ber Beschluß bes Kölner Gewerkschaftskongresses nicht im Widerspruch steht mit dem Jenaer Beschluß, allen Streit über den Sinn des Kölner Vkichlusses für erledigt. Leaien, Bebel. Dor Zehngebotc-Hofsmann läßt vorher erklären, daß er gestern, als Bebel betonte, im Falle einer Intervention Deutschlands in Rußland müsse der Reichstag gefragt 1üerben, gerufen habe: „Man tttts auch ohne!" Um Mißverständnissen vorzubeugen, erklärt Hoffmann, daß er nach seinen Erfahrungen z. B. in der Kolonialpolitik seine Ansicht aufrecht erhalten müsse. Kautsky: Im Laufe der Diskussion wurde hervorgehoben, daß man nicht prinzipiell gegen unsere Resolu- lion sei, sondern aus taktischen Gründen. Da das Resultat der Abstimmung also gefälscht sein würde, ziehen wir den zweiten Teil unserer Resolution zurück. (Bewegung.) Das Amendement Bebel-Legien wird mit großer Majorität angenommen. Durch die Annahme verschiedener Amendements und Anhängung ber verstümmelten Resolution Kautsky au die Resolution Bebel wird die Resolution zum Masieustreik in folgender Weise angenommen: „Der Parteitag bestätigt den Jenaer Patteitagsbeschluß zum politischen Massenstreik und hält nach der Feststellung, daß der Beschluß des Kölner Gewerkschaftskongresses nicht int Widerspruch i cht mit dem Jenaer Beschluß, allen Streit über den Sinn des Kölner Beschlusses für erledigt." Der Parteitag empsieblt noch- uials besonocrS nachdrücklich die Beschlüsse zur Nachachtung, bie die Stärkung und Ausbreitung der Parteiorganisation, bie Verbreitung bei Patteipresse unb den Beitritt ber Parteigenossen zu ben Gewerkschaften unb ber Gcwerlschastsmitglieber zur Parteiorganisation fordern. Sobald der Parteivorsiand die Notwendig- ieit eines politischen Massenstreiks für gegeben erachtet, hat derselbe sich mit ber Generalkommission der Gewerkschaften in 93er- hnbung zu fetzen unb alle Maßnahmen zu ergreifen, die erforderlich sind, um bie Aktion erfolgreich durchzuführen. Die Gewerkschaften sind unumgänglich notwendig', für die Hebung der Klassenlage der Arbeiter innerhalb der bürgerlichen Gesellschaft. Sie sind nicht minder notwendig wie die sozialdemokratische Partei, d e den Kampf für die Hebung der A-rbeiterklasse und ihre Gleichberechtigung mit ben anderen Klassen der Gesellschaft auf politischem Gebiet zu führen hat, im weiteren aber über diese ihre nächste Ausgabe hinaus die Befreiung der Arbeiterklasse von jeder Unterdrückung unb Ausbeutung burch Aufhebung bes Lohnsystems unb bic Organnation einer auf ber sozialen Gleichheit aller beruhenden Erzeugungs- unb Austauschweise, also ber sozialistischen Gesellschaft, erstrebt. Ein Ziel, das auch der klassenbewußte Arbeiter der Gewerkschaft notwendig erstreben muß. -reibe Organisationen sind also in ihren Kämpfen auf gegenseitige Verständigung unb Zusammenwirken angewiesen. Um bei Aktionen, bie bie Interessen bet Gewerkschaften unb ber Partei gleichmäßig berühren, ein einheitliches Vorgehen herbeizusühren, fallen bie Zentralleitungen ber beiben Organisationen sich zu verftänbigen suchen. Um aber jene Einheitlichkeit bes Denkens unb Hanbelns von Partei unb Gewerkschaft zu sichern, bie ein unentbehrliches Ersorbcrnis für ben siegreichen Fortgang des prole- l.irischen Klassenkampses bllbct, ist es unbedingt notwendig, daß b.c gewerkschaftliche Bewegung von bem Geiste ber Sozialdemokratie erfüllt werben. Es ist baher Pflicht Zeines jeben Parteigenossen, in diesem Sinne zu wirken. Die namentliche Abstimmung ergibt, daß von 3 91 Delegierten 386 dafür und 5 dagegen gestimmt haben. Tie Resolution ist also mit überwältigender Majorität angenommen. Damit ist dieser wichtigste Punkt der Tagesordnung erledigt. Singer schlägt vor, jetzt noch über alle Anträge zu verhandeln, die das Thema Partei unb Gewerkschaft betreffen. Die allgemeine versöhnliche Stimmung werde auch die. Behandlung dieser anderen Anttäge zu einer ersprießlichen machen. Vor allem sind es die Anträge gegen die Anarchosozialen. Sie gehen von den Gewerrschastsführern und vom Parteivorstande aus. Für den gewerkschaftlichen Antrag ergreift das Wort ReichStagSabg. v. Elm: Die anurchosoziale „Einigkeit" erklärt, allen revolutionären Geistern sei ihre Organisation geöffnet. Daher werden wir stets für den Ausschluß der Anarchosozialen stimmen. Sie haben Verrat an der Partei durch ihre Veröffentlichungen in der „Einigkeit" verübt, sie haben den Unternehmern Material geliefert. Ja, sie haben ausgefordert, die Zentralverbändler dem Staatsanwalt zu denunzieren. (Pfuirufe.) v. Elm zieht im Namen der Antragsteller die gewerkschaftliche Resolution zugunsten der Resolution des Parteivorstandes zurück. Ein Vertreter der so hart angegriffenen „Einigkeit", Putlitz, führt aus: Genosse v. Elm hat unser Organ in unveraniwortlicher Weise angegriffen. Er hat alle freien Vereinigungen in den Topf der Anarchisten geworfen. Ich nenne mich aber noch einen Demokraten. Mit der Broschüre, die hier verteilt wurde und die sich gegen die Zentralvorstünde richtet: „Wo sitzen die Verräter 3 VIo 1='~ r,—r>~ : Po1* rt Apo--?.-- " 2 2 ? 3 3 h '___ - 2 Arts,7.36^ ü- o w p 2 p'cp 2.« L-RxßZH" 2 5 3 iy 30 8 3. 3 #5 3 ** rt LehrerSchulz-Bremen: Das Ziel der Erziehung den im Flusse der gesellschaftlichen Entwicklung maßgebenden Faktoren unterworfen. Da die bisherige menschliche Geschichte sich in Form von Klassengegensätzen vollzog, so war die öffentliche Erziehung stets und überall Klassenerziehung. So ist auch die Volksschule in den Staaten nur ein Hülfsmtttel der kapitalistischen Produktion zum Zwecke einer elementaren technischen Abrichtung der Ar- Berliner Genoffen die ihm in Auftrag gegebene „Geschichte der Berliner Sozialdemokratie" fertig zu stellen. Mso zum lokalen Geschichtsschreiber ist Bernstein nunmehr avanziert, nach dem „Schiffbruch" mit der von ihm gegründeten Montagszeitung und nach vergeblichen Bemühungen, beim Zentralorgan der Partei Unterkunft zu finden. Seine bitteren Klagen über Eristenzsorgen erregten damals einiges Aufsehen, und, es hat den unzweifelhaft begabten Mann wohl mitunter gereut, nicht in London im erträglichen Asyl geblieben zu sein. Mit Bebel, Kautsky, Tr. Mehring ist nicht „gut Kirschen essen", und hätte Bernstein nicht das Reichstagsmandat für Breslau, dann würde er vermutlich noch mehr ins .Hintertreffen geraten. Tie „schweiß- bctrieste Eile", mit der er im Auftrag der Berliner Parteifreunde das erwähnte Dokument fertigzusiellcn hat, ist auch nicht ganz unverdächtig. Es sieht so aus, als sollte der redefrohe .Herold des Revisionismus dem Parteitag ferngehalten werden, damit dort eine überwundene Bewegung nicht noch „toter geredet" wird. Parteitag und Massenstreik. Bebel und Legi en, die beid n Vertreter einer gegensätzlichen politischen Anschauung innerhalb der Sozialdemokratie, haben in Mannheim zu der Frage des politischen Massenstreiks sich geeinigt. Bebel befand sich seinen Gegnern gegenüber in der unangenehmen Lage des Angeklagten. Er ist aber ein Angreifer, für den Abwebrkamvf fehlen ihm die Waffen der ruhigen Sicherheit. Und seine Stellung zur Frage des politischen Massenstreiks war ja auch von Anfang an zweideutig. In Jena hat man aus die Veranlassung oder doch wenigstens unter ausdrücklicher Billigung Bebels den politischen Massenstreik als Kampfmittel der Partei anerkannt, in Köln hat Bebel sich das Wort „Generalstreik ist Unsinn" zu eigen gemacht. Und nun in Mannheim bat man die Jenaer Resolution sanktioniert, aber ihr jede praktische Bedeutung abgesprochen. Ter kurze Sinn der Ausführungen Bebels ist der: In Deutschland ist das Gelingen eines politischen Massenstreiks heute ausgeschlossen. Süddeutschland würde auf keinen f^all mitgehen, wenn des preußischen Wahlrechts wegen der Generalstreik proklamiert werden sollte: die Massen würden einfach nicht mittun. In der Theorie mag der Massenstreik als letztes Kampfmittel Geltung haben, und wenn man uns die Freiheit, wenn man uns das ReickstagÄvcchlrecht nehmen will, werden die Massen wohl auf diese Weise vorgehen müssen, aber — die Rede Bebels wimmelt von lauter „Aber" — so mir nichts dir nichts den Generalstreik proklamieren, das geht nicht an. Erfreulich war die Konstatierung, daß die deutsche Sozialdemokratie nicht entfernt daran denkt, etwa im Falle eines Krieges in einen allgemeinen Streik zu treten. Bebel hat diesen Gedanken als^ volksverräterisch von sich gewiesen. Tie Angriffe auf Stampfer und Maurenbrecher waren sehr scharf, aber ihr Zweck war wohl lediglich, die sonst inhaltlich matten Ausführungen des Generalissimus zu würzen. Legi en, der Führer der Gewerkschaften, brachte den guten Witz fertig, zur Bebelschen Resolution ein Amendement einzubringen, wonach die Partei keinen Gegensatz zwischen demJenaerProgramm und dem Beschluß in Köln erblicken könne. Und schließlich vereinten sich Bebel u.nd Legien zu einem ähnlichen Anträge, der mit erdrückender Mehrheit an- aenommen tpurbe! Das ist nicht Übel! In Jena hat man den Massenstreik in die Reihe der Kampfmittel ausgenommen, in,Köln erklärt man, Generalstreik sei Unsinn, und zwischen diesen beiden Beschlüssen soll kein Gegensatz bestehen! Dazu gehört ein gar seltsamer Köhlerglaube. Aber man muß zugeben, daß der Parteitag, indem er sich auf logische Kritik gar nicht erst einließ, wenigstens nach außen hin nicht schlecht abgeschnitten Hot, und damit scheinen heute die Führer der Partei schon zufrieden zu sein. Man hat die Gegensätze verklebt und verkleistert, und es bleibt dabei, daß der Generalstreik weiterhin den mumifizierten Ehrenwauwau gegenüber den bürgert. Parteien spielt. In bürgerlichen Parteien hat jedoch darüber niemals ein Zweifel geherrscht, daß ein Massenstreik als politisches Kampfmittel nutzlos sein müßte, und nur die Scharfmacher malten uns das Gespenst grell an die Wand. Der Maffenstreik ist in der Tat Unsinn und tatsächlich würden zahllose Arbeiter der Ge- neralstreikparole nicht cotgett. An den einen Fall, den Bebel als Veranlassung zum Massenstreik genannt hat, an die Abänderung des Reichstagswahlrechts in reaktionärem Sinne, denkt in Deutschland, keine maßgebende Stelle, denn auch die bürgerlichen Parteien mit Ausnahme der Rechten haben allen Grund, mit dem freiheitlichen Wahlrecht zufrieden zu sein. Aus Stadt und Land. Gießen, 29. Sept. 1906. *• Gaunertrick. Bei einer hiesigen Witwe mietete vor einiger Zeit ein angebliches Ehepaar eine Wohnung unter der Angabe, hier ein Geschäft eröffnen zu wollen. Der Mann unternahm dann eine Geschäftsreise und schrieb seiner Frau um Geld, da er erkrankt sei; er betonte aber gleich in dem Briefe, daß die Hauswirtin das Geld vorschießen solle, was diese dann auch tat. Sodann reiste die Frau ab, um angeblich in Marburg ein Geschäft einzurichten. Der liebenswürdige Mieter schrieb dann nochmals der Hauswirtin einen sehr schmeichelhaften Brief und bat um nochmalige Zusendung eine? Geldbetrags. Er gab darin an, daß in Gießen auf der Post 1500 Mk. für ihn angekommen seien, daß er am nächsten Tage kommen, diesen Betrag abheben und das Doppelte für da? Darlehen bezahlen werde, und erhielt dann auch von der Hauswirtin nochmals telegraphisch Geld nach Göttingen geschickt. Von da ab blieb das Paar verschwunden und die vertrauensselige Wirtin entdeckte noch, daß ihr auch ein Hundertmarkschein gestohlen war. -i- Butzbach, 28. Sept. Die Erinnerungsmedaille an die Veranstaltungen des Trachtenfestes wurden dieser Tage an eine Anzahl Teilnehmer und Teil- nehmerinnen am Festzng verteilt. Die Münzen haben die Größe eines TalerS und zeigen in recht geschmackvoller Form einerseits die Daten des Festes, andererseits ein tanzendes Paar in Hüttenberger Tracht. Das ganze ist in Altsilber hergestellt und von einer bunten Verzierung umrandet. k- Bad-Nauheim, 28. Sept. Die Badesaison ist noch nicht zu Ende und schon beginnt in dem Bade eine lebhafte Bautätigkeit. Es handelt sich um den Abbruch der Badehäuser Nr. 3 und 7, an deren Stelle das neue BadehauS Nr. 9 errichtet werden soll. VadehauS Nr. 3 wurde 1865/66 erbaut, es versperrt gegenwärtig mit seinem Hauptflügel die Durchsicht und den Durchgang von der BahnhofSallee zwischen den Badehäusern Nr. 8 Süd und Nord nach den Sprudeln und dem Park. Ter Abbruch seines nördlichen Flügels ist fast beendet, mit dem Haupt- ffügel^ wird in den nächsten Tagen begonnen, dagegen bleibt der südliche Flügel noch ein Jahr stehen. Das Badehaus Nr. 7, das nur etwa 5 bis 6 Jahre und zwar nördlich vom Hauptsprudel steht, wird gegenwärtig ebenfalls niedergelegt. ES wird in Bad-Salzbansen sofort wieder aufgebaut und soll nächstes Frühjahr benutzt werden. Sämtliches Baumaterial wird per Bahn dorthin verfrachtet. In Salzhausen selbst sind die Ecdarbeiten zu dem Wiederaufbau im Gang. Mit den Erdarbeiten zum Badehaus 9 wird noch im Oktober begonnen. Der Erbauer ist Unternehmer Mörschel- Friedberg; die Bauzeit dauert cci. 1% bis 2 Jahre. Nach der Vollendung wird auch der Abbruch der Badehäuser 1 4- 2 erfolgen, um dem neuen BadehauS Nr. 10 Platz zu machen. Dieses wird dann westlich an Park und Ufa angrenzen. Die drei neuen Badehäuser 8, 9 und 10 werden sich nach ihrer Fertigstellung mit ihren etwa 300 Badezellen in Hufeisenform um die drei Sprudel gruppieren. An der Innenseite nach den Sprudeln zu werden zwei Wandelgänqe entlang führen, die an der Parkseite in je einem Pavillon enden. Die Sprudel selbst werden einen neuen Aufbau und eine neue Einfaffung erhalten und von einem kleinen Svrudelpark eingefaßt werden. Es werden wenigstens 6 Jahre vergehen, bis alle diese Neuerungen und Verschönerungen hergestellt sind. Jedenfalls wird das Bad durch die Neubauten bedeutend gewinnen. lung statt. Ein sozialdemokratischer Redner hatte in einer Versammlung den Eltern empfohlen, sie sollten ihre Söhne erzieherisch so beeinflussen, daß diese, wenn sie zum Militär kämen und ihnen befohlen würde, auf Vater und Mutter zu schießen, dem Befehle nicht Folge leisteten. Wegen dieser Aeußerung wurde Anklage^ erhoben auf Grund des § 110 des Strameserrbuches, der den mit Strafe bedroht, der öffentlich vor einer Menschenmenge zum Ungehorsam gcr?n Gesetze oder rechtsgültige Verordnungen ober gegen bie von ber Obrigkeit innerhalb ihrer Zustänbigkeit getroffenen Anordnungen auffordert. Es erfolgte Freisprechung: bie Tatsache aber, baß überhaupt Anklage erhoben werben konnte, scheint uns ein interessanter Beitrag zur Psychologie bcs Staatsanwalts zu sein. Der Bachstcin-Prozeß in 8. Auflage. vermischte». • Erdbeben und Cyklon. Profeffor Rizzo, Direktor deS Observatoriums in Rom, besuchte verschiedene Ortschaften, die vom jüngsten Erdbeben in Sizilien heimgesiicht wurden. Tie Bevölkerung ist ruhig und kehrt in ihre Wohnungen zurück. Den Beobachtungen des Professors zufolge ist vorläufig keine Gefahr mehr vorhanden. Die Vermehrung der Mineralquellen ist auf die Erweiterung der Quellöffnungen zurückzuführen. — Die Stadt San Juan auf Portorico hatte, wie wir schon meldeten, dieser Tage unter mehreren schweren Erdstößen zu leiden, die immer heftiger wurden. Tie Bewohner flohen aus den Häusern ins Fr.'ie. Sämtliche ReqierungSgebäude waren von den Beamten geräumt. Ter Schaden ist beträchtlich. Unter den Einwohnern herrsch große Aufregung. — In der span. Stadt Alicante ist ein neues Unwetter eingetreten. Der Sturm auf bem Meere ist so heftig, daß die Schiffe in den Hafen flüchten. Eine große Badeanstalt wurde von den Wellen weggerissen und ein großer Teil der Hafenarbeiten von den Wellen hinweggespült. — Dienstag nacht wütete ein heftiges Unwetter auf dem Schwarzen Meere. Zahlreiche Segelschiffe sind verunglückt, darunter eins, auf dem sich neun Personen befanden. — Ein heftiger Cyklon ist verffoffene Nacht über Nemours (Algier) und Umgegend niedergegangen. Während zweier Stunden fiel ein Schlammregen, der alle Kulturen vernichtete. — Durch Sturm sind in der Stadt Pensacola im nordamerikanischen Staate Florida alle Häuser beschädigt worden; vielfach wurden die Dächer fort» gerissen. Die Küste ist besät mit Trümmern der Landungsdämme und Schiffe. Mehrere Dampfer und zahlreiche Segelschiffe wurden von der Flut weit aufs Land getrieben und liegen jetzt auf dem Trockenen in den Straßen. Der in Pensacola und Umgegend angerichtete Schaden beträgt über 2 Millionen Dollars. Der Getreideelevator und der Land- ungSdamm der Louisoille and Nashville-Eisenbahn wurden stark beschädigt. — In Mobile (Alabama) wurden durch einen Orkan üie(e Menschen getötet. Ter Materialschaden wird aitf 3 Mill. Doll, beziffert. Viele Schiffe sollen gesunken sein. Tie Mannschaften mehrerer Schiffe sind ertrunken. Die bei Diebstählen betroffenen Schwarzen wurden niedergeschlagen. Die Stadt ist von Truppen besetzt worden. *KleineTagesckronik. In Erkner bei Berlin wurde am Morgen ihres goldenen Hockzeitstages die Gattin des Kanzleirates Kachel von einem Schlaganfall bettoffen, als sie im Begriff war, sich anzukleiden. Zu ber Feier waren bereits zahlreiche Angehörige. eingettoffsn und große Veranstaltungen vorbereitet. — In Halle ersoi; ein 16 iähriger Arbeitsbursche beim Spielen mit einem Terzerol s e i n e M u t t e r. — In Zeitz hat sich bas Tischlermeister Burkhardtsche Ehepaar aus Nahrungssorgen das Leben genommen. Tie Frau wurde erhängt, der Mann mit durchschnittenen Pulsadern im brennenden Bett aufgesnnden. — In Mannheim erschoß sich eine 39 Jahre alte von ihrem Manne getrennt lebende Professorsgattin aus Freiburg i. B. Uttiversitäts-Nachrlchtcn. „Zukunftsaufgaben der Korps". Unter dieser Ueberschrist fordert in den „Mab. Monatsh." lOrgan der deutschen Korpsstudenten> ein ehemaliger Korpsbursche, Tr. jur. Walter Blo em -Berlin, der auch als Dramatiker bekannt ist, eine gründliche Reform ber stnbentischen Erziehung. Zu einer energischen Reform ber Trinksitten, fo führt er aus, zwingen gerabezu bie Tatsachen, welche bie moderne Kriminalstatistik wie die Psychiatrie zusammengetragen haben. Das Leben unsererStu- denten trägt, wie insbesondere Pros. Dr. Aschaffenburg gezeigt hat, den Typus einer „k ünstlichen Kriminalitä t", deren Zusammenhang mit dem Alkoholgenuß durch eine Neber- fülle von Tatsachen nachgewiesen ist. Daneben ist der Atkohol- genuß lvgl. Forel, Die sexuelle Frage) die Hauptwurzel aller sexuellen Entartung, der Hauptträger der Prostitution und eine Quelle zahlloser Gefahren für die Nachkommenschaft — all das eine gebieterische Aufforderung an jeden alten Herrn, eine Wandlung im Korpsleben in dieser Richtung nach Kräften lierbeiführen zu helfen. „Die Erkenntnisse, welche die wissenschaftliche Arbeit gerade,bn§ letzte Jahrzehnt gebracht hat, sind geeignet, auch ben Schläfrigsten unb Zufriebensten aus seiner Zuversicht ain- z.nschrecken. . . . Also, meine werten A. H. A. H., es heißt triebet einmal: Burschen heraus! . . ." — Wie wir hören, wirb Professor Dr. Rubens sein Lehramt an ber Berliner Universität und bie Direktion bes Physikalischen Instituts, bas bisher Pros. Drude geleitet hat, zum bevorstehenden Wintersemester übernehmen. — Als Nachfolger des Straireckts- und ZiviffrozestlehrerZ Prof. Dr E. Kohlrausch, der an Stelle Güterbocks zum Ordinarius vorrückt", wurde der Privatdozent an der Universität Halle a. S. Dr. jur. Alexander Burggraf it nb Graf zu Dohna als a. o. Professor in bie juristische Fakultät ber Universität Königsberg i. Pr. berufen. Gevlchtssaal. Darmstadt, 28. Sept. In bem Beleih igungs Prozeß gegen die Redakteure Hannemann und Bandlow hat Recktsauwalt Dr. Fultw. her Vertreter bes Nebenklägers R-ncks- tagsabg. B e r t b y l d , bie R e v i s i o n gegen bas Urteil ber Strafkammer beim Reichsgericht eingeleat. Wiesbaben, 28. Sept. E'n Heiratsschwinbler stanb heute in ber Person des 33 Jahre alt"n Kaufmanns Otto Brenner aus Mainz vor der hiesigen Sttaskammer. Der Angeklagte gründete ein Likörgeschäst, hatte aber nichts als ein Päckchen Dr"cksachen und Briefbogen mit einer großen Firma, in der er als Likör la brisant und als Erfinder des berühmten Kräuter- chnapses „Salus" bezeichnet war. Er wollte die Fabrikation beginnen, dock fehlte es ibm an Geld, d^s er durch Verheiratung zu erlangen suchte, sand eine Köck in, die sich Geld erspart hatte. 1200 Mark i wn wußte sich Brenner in die Tasche zu spielen. Er verwendete die Summe aber nickt für Likörfabrikat'on, sondern verschleuderte sie auf andere Weise. Dos Mädchen heiratete er nicht. Er wird wegen Betrugs -u sechs Monaten Gefängnis verurteilt und sofort verhaftet. .Dresden, 28. Sept. Die Strafkammer verurteilte den hiesigen Rechtsanwalt Klöckner wegen Zweikampfes zu sechs Monaten Festung. Als strafverschärffnd wurde berücksichtig l. daß er dis Eheglück s e i n e s l ci n g j ü h r i g e n Freundes und Kompagnons zerstört hat. Vor der zweiten Strafkammer des Land-Gerichts 2 Berlin fand kürzlich eine bemerkenswerte Verhand- Münster i. W., 29. Sept. Zum 8. Male kam gestern der Prozeß gegen den Tivi- sionsvfarrer Bach st ein wegen Beschimpfung der katbolischenKirckezurVerhandlung: dos Oberkriegs- oer'ckt, vor dem d> Verhandlung stattfand, hatte sich damit zum 4. Male mit der Anklage zu befassen. Ter Gerichtshof erkannte noch längerer Berotung auf Freisprechung. Das Vorhandensein ber Oeffentlickkeit, bas nochmals geprüft worden war, wurde abermals beiaht. Dagegen hat das Oberkriegsaericht nickt angenommen, daß die unter Anklage gestellten Aenßerungen das Papsttum treuen sollten: das Vorliegen einer Vesckimvfung wurde daher in objettiver und subjektiver Hinsicht verneint. Arbeiterbewegung. Stettin, 28. Sept. Ein großer Teil der Hafenarbeiter steht seit heute morgen wieder im Ausstand. Auf sämtlichen Schiffen ber neuen Dampfer-Kompagnie wurde die Arbeit von den organisierten Arbeitern eingestellt, weil die Direktion die Arbeitswilligen nicht entlassen will. Mannheim, 28. Seot. Tie Vereinigung der Arbeitgeber als Abwehrmittel bei Streiks kommt gegenwärtig bei dem Metzgergehilfenstreik praktisch zur Anwendung. In der Wurstsabrik von A. Inchoff sind die Gehilfen im Ausstand. Die Fleischer-Innung erklärt mm in den Blättern, daß die Firma Imhoff die Forderung der Gehilken, insbesondere Wohnung außerhalb des Hauses und Verringerung der Arbeitszeit nicht bewilligen können und die Innungen Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen, Worms sich mit der Firma Imhoff solidarisch erklären. M a n n h e i m, 28. Sept. Tie F u h r l e u t e der Güterbestellerei der Badischen und Preußisch-Hessischen Staatseisenbahnen finb in den Ausstand getreten. Tie Firma weigert sich, mit der Or- aanisatioil der Transportarbeiter zu verhandeln. Ter Eilgüterverkehr wird zur Not aufrecht erhalten. Märkte. Gießen, 29. Sept. Marktbericht. Aill heutigem Wochenmarkte kosteten: Butter pr.Psd. 1.00—1.05 Mk., Hübnereierl St. 8—9Pfg. 2 Stck. 00—00 Psg., Gänseeier 00—00 Pfg., Enteneier 0 Psg., Käse vr. Stck. 6—8 Pf., Käsematte 2 Stck. 5—6 Psg. Erbsen v. Pfund 22Pfg., Linsen v. Pfund 32Psg., Tauben vr.Paar0,80— 1,00Mk., Hühner pr St 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse vr. Pfd. 00-00 Pfg., Ochseufleisch „r. Md. 82—88 Psg., Kuh-und Rindfleisch vr. Pfund 80—82 Psg., Schweinefleisch pr. Pfund 90—100 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 104 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 84—86 Pfg., Hammelfleisch pr. Pnmd 60—80 Psg. Welsche per Pfund —.— Kartoffeln pr. 100 Kg. 6,00—7,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 5,50—6,00 Mk., Milch per Liter 20 Psg., Aeviel per Zentner 10 bis 18 Mk., in Körben oo Pfd., Nüsse 100 Stück 30 Psg., Birnen per Psd. Mk. 0.00—0.00, per Ztr. 9—15 Mk., Zwetschen per Ztr. 2,00—3 Mk., Weißkraut ver Stück 10—15 Pfg., per Zentner Mk. 0.00—0.00. — Marktzeit 8—2 Uhr. Auszug aus den Stgo-esgmfürellistkrv der A!adt Eießev. -lnfqebotc. September: 24. Johann Reinhardt, Kaufmann dahier, mit Minna Valentin Hierselbst. — Otto Feldner, vraktischer Arzt hi Göttingen, mit Elisabeths Schmidt dahier. — Anton Betz, Messer- schmied, dahier, mit Karoline Haas in Hofgüll. 25. Wilhelm Rink, Schneider dahier, mit Luise Laval hierselbst. 27. Karl Quast, Telegrphist in Bruche mit Margarete Grämlich dahier. Eheschließungen. September: 22. Oswald Steuer, Haushosmeister in Langenselbold, mit Johanna Wigandt dahier. — Christian Weisbeck, Installateur dahier, mit Katharine Ctückrath hier'elbst. — Karl Schmalz, Fabrbursche dahier, mit Wilhelmine Pfeiffer hierselbst. — Wilhelm Zimmer, Bäckerineister dahier, mit Lina Meinhardt hierselbst. — Leonhard Schäker, Killer dahier, mit Lisa Carl hierselbst. — Konrad Richter, Lehramtsassessor in Alzey, mit Anna Becker dahier. 25. Friedrich Grimm, Kaufmann in Driedorf, mit Luise Dickors dahier. Geborene. September: 17. dem Lackierer Adam Dürr eine Tochter, Eleonore Emma Katharine. — dem Kanalarbeiter Johannes Folling ein Sohn. Wilhelm Ludwig. — 20. bem Schlosser Karl Reuter ein Sohn. — 21. dem Schriftsetzer Wilhelm Lenz eine Tochter, Anna Margarete. 25. dem Tienstknecht Friedrich Keller eine Tochter. 27. dem Kommerzienrat Heinrich Schirmer ein Sohn, Emanuel Theodor Lndwig. Gestorbene. September: 21. Wilhelm Hoos, 23 Jahre alt, Schuhmacher. — Tr. Friedrich Wilhelm Möbius, 64 Fahre alt, Großh. Land- aerichtsrat i. P. — Heinrich Schmidt, 10 Jahre alt, Sohn des Eisenbahnassistenten Heinrich Schmidt. 22. Karl Bode, 61 Jahre alt, Gütervorsteber. 24. Karl Wilhelm Schmahl, 1 Jahr alt, Sohn des Hilssbremsers Wilhelm Schmahl. — Emilie Bosold, 7 Jahre alt. Tochter des Schneiders Friedrich Bosold. 26. Margarete Gümblein geb. Menges, 61 Jahre alt, Witwe des Amtsgerichtsdieners Heinrkch Gümblein. TeJefomsch® Kursberichte des Giessener Anzeigers, niite-eteüt von der Bank fllr Handel und Industrie C'esson. Frankfurter Störs#* 3%e/0 Peicbsanleihe . . 98.50 3% do. . . 86.55 3%°/o Konsols .... 98.55 3% do 86 55 3i^°/n Hessen .... 3%°/o Oberhessen . . . —.— V>(, Oestcrr. Goldrente. . 99 45 4Vk e" Oestcrr. Silberrente 100.00 4°i< Tbrnar. Goldrente . . 94.70 4% Italien. Pente . . . —.— 3°o Portngiesen Serie T . 69.60 3^ Portocriesen „ JTI 70.60 4 mss.Stnatsanl. 1905 85.60 VA0',, japan. Staatsanleihe 93.50 4°< Conv. Türken von 1903 94.80 Türkenlose .... . 145.50 4% Grieeh. Monopol-Anl. —■ — 4% äussere Argentinier . 88 30 3°/n Mexikaner .... —.— 4>6% Chinesen .... 96.75 Aktien: Bochum Guss 243.00 Bilderns E. W .... 131.50 Tendenz : sehr still. Berliner Börse, 29. Can ad a E. B 184.50 narmst.'(dter Bank . . . 139.70 Deutsche Bank .... 239.40 Dortmunder-Union C. . .-- Dresdner Bank .... 159.00 Tendenz: sehr still. 29 September, 1.15 Uhr. Elektriz. Lahmever . . . 141.00 Elektriz. Sebnckert . . . 129.00 Bschweiler Bergwerk . . 252.50 Delsenkircben Bergwerk . —.— Hamburg*- Amerik. Paketf. 159 00 Harnener Bergwerk. . . 215 50 Lanrahfltte 248.50 Nordd. Lloyd 127.60 Obeischles. Eisen-Indnstrie 132 60 Berliner FTandelstres . . 173.40 Darmstadter Bank . . . 13995 Dentsche Bank . . . 239.00 Deutsch-Asiat. Bank . . 173.00 Diskonto-Kommandit. . . 184.00 Dresdner Bank . . . 159.30 Kreditaktien 212.30 Baltimore- und Ohio- Eisenl ahn . . . 125.00 Gotthardbahn —.— Lombard Eisenbahn . . 37 40 Oesterr. Staatsbahn . . . 145.50 Prince-Henri-Eisenbahn . 145.00 September. Anfan^skurse. Harpener Bergwerk. . . 215.00 Lanrahütte 248.90 f ombarden E. B. ... 37.40 Nordd. Lloyd 127.50 Türkenlose . .... —.— Zu uevinieten Franks. Str. 27 ist Sjelletoßc mit 7 Zimmern gröücvcm Badezimmer, Loggia und Balkon und allem Zubehör durch Versetzen des Herrn Oberstleutnant Zahn soiort' zu veruueten. Gaslüüer sind vorhanden. [5630 Birken stock & Schneider. | G Zimmer \ 0 = oihMUVlll»U»pJlJ. iVH. 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Geschäfts-Uebergabe. Meiner werten Kundsohaft, sowie einer verehr!. Einwohnerschaft von Giessen und Umgegend hierdurch die ergebene Mitteilung, dass mit dem 1. Oktober d.J. mein seit 30 Jahren bestehendes Architekturbureau an die Herren Architekten Fischer und Zipp übergeht. Ich bitte, dos nur dargebrachte Vertrauen auf meine Nachfolger übertragen zu wollen. Hochachtungsvoll J. Stein, Architekt. Höflichst bezugnehmend auf obige Mitteilung empfehlen wir uns einem bauenden Publikum zur Anfertigung von Bauplänen aller Art, Entwässerungsplänen und Bauausführungen. Durch langjährige Tätigkeit bei den Herren Architekten J. Steiu und H. Meyer (früher in Firma Stein & Meyer) sind wir in der Lage, allen an uns gestellten Anforderungen gerecht zu werden und sichern unseren werten Auftraggebern prompteste und reelle Bedienung zu. Mit vorzüglicher Hochachtung Fischer & Zipp, Architekten. Giessen, den 29. September 1906. > ^28 (Seltersweg 89, Telephon 86.) Versteigerung. Montag, der» 1. Oktober Nachm. 21/, Ul)r sollen dahier Walltorstr. 6 T>armst. Haus 2 Pferde, 1 Fahrrad, 12 Waagen, 11 Stämme Werkholz, Haus- und Küchengeräte aller Art u. v. a. zwangsweise gegen bar versteigert werden. 5927 Gießen, den 29. Sept. 1906. Seipel, Gerichtsvollzieher. Montag, den 1. Oktober 06. MutagS 2 Uhr versteigere ich die zum Nachlaß Damm gehörigen Mobilien, darunter 1 vollständiges Bett 1 Küchcnschrank, nut GtaSaussatz 1 Regulator, Nähmaschinen und dergl. mehr, ferner: 1 Weißzeugschrank, 1 Schreibpult, 1 Koffer, 1 Zither, 1 Notenschrank, 1 Formular- schrank, alles gut erhalten. 5923 Carl Geißler, GeschäflSagent. Samstag und Sonntag: HaS im Topf. Montag: Sauerkraut mit Leber» ölll U Uüs. 15915 1 Coups, leichter Ein- und Zweispänner elegante Facon mit Gummireifen. 5980 1 Hatbvcrdeck mit abnehmbarem Bock und Notsitz, sehr leichter Wagen. 1 Dandschneider mit Notsitz und Wildreff. 1 gebrauchte- Mylord sehr gut Zur Aufklärung und Be- seitiguug des Vorurteils! s o Prozent unserer aus allen Kreisen der Bevölkerung sich zusammensetzenden Kundschaft verwendet statt der teuren Landbutter zum Braten, Backen, Schmelzen, zu Fischsauccn, Butterteig, feinem Backwerk, zur Bereitung von Krapfen, Torte» rc. Vitello per Pfund drO Pfg. P?g. nach D.R.P. Nr. 148096 mit Milch, Sahne nnb Wm Eigelb verbuttert. — Den höchsten Triumph der van den Bergh'schen Sützrahm-MMim-Wriksiivn darstellend. In Haushalten, Konditoreien, Gasthöfen, StflllfClfc ßchrn als vollwertigster Butterersatz a39/9 überall eingeführt und verwendet. Mit 70 goldenen, silbernen und Staatsmedaillen ausgezeichnet. 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Keine steifen verbände. Leichte Selbstbehandlung. In vielen Fällen genügt einmaliger Besuch. — Zahlreiche, ausführliche Adressen und Empfehlungen uuS Hessen-Nassau frei zugcs. — Monall. einmal in Gietzett und Marburg zu sprechen. Schriftl. Bc(lcllung nach Hannover erb. -Näh. briefl. Keine briefl. Behandlung. Bekanntmachung. Samstag, den 6. Oktober 1906, vormittags 10 Uhr werden im Bürgermeistereigebände die Holzhauer- und Setzerlöhne in den Waldungen der Stadt Gießen für die bevorstehenden Holzfallungen öffentlich vergeben. B’/o Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der benachbarten Gemeinden werden ersucht, dies in ihren Gemeinden ortsüblich bekannt machen zu lassen. Gießen, den 26. September 1906. Grossl-erzoglicye Bürgermeisterei Giessen. _________Mecum._________ Bekanntmachung- Samstag, den 6. Oktober 1906, vorur»nags 10l/8 Uhr werden iin Bürgermeistereigebände die in den Waldungen der Stadt Gießen erforderlichen Kultur- und Wegbauarbeiteu öffentlich wenigstnehmend versteigert. L /9 Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Gemeinden werden ersucht, dies in ihren Gemeinden ortsüblich bekannt machen zu lassen. Gießen, den 26. September 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. __Mecum._________ Bekanntmachung, die Wahl eines Vertrauensmannes für die zur Land- wirtschaftökammer betr. Bei der heute statlgehabten Wahl eines Vertrauensmannes für den VertrauenSmännerkrelS Gießen und Klein-Linden ist Herr Sägewerksbefitzer Philipp Euler IV. zu Gießen »um Vertrauensmann gewählt worden. „ , , Einwendungen gegen die Wahl können binnen einer Woche nach Ablauf des heutigen Wahltages erhoben werden. Sie sind bei der Bürgermeisterei deS Wohnortes ober bei dem Wahlkommissär, Herrn -provinzial- direktor Geheimrat Dr. Breidert zu Gießen, anzubringen. B /» Gießen, den 28. September 1906. Der Wahlvorsteher. , I. V.: Curschmann.__________ Verdingung. Für die ProvinziaL-Sichcnanstall Oberhefsen zu Gießen soll die Lieferung von ca. 800 Ztr. guter Speifekartoffeln vergeben werden. Die Kartoffeln sollen zur Hälfte im Oktober d. Js. und zur Hälfte im April 1907 angeliefert werden. Die näheren Bedingungen liegen auf dem Verwaltungsbureau in den Wochentagen von 2—5 Uhr nachmittags offen, woselbst Angebote mit der Aufschrift „Lieferung an Kartoffeln für die Provinzial-Sichenanstalt Oberhessen" versehen, bis zum Cröffnungstermrn Montag, den 15. Oktober 1906, vormittags 10 Uhr einzurerchen Gießen, den 26. September 1906. B2% Verwaltung der Provinzial-Liechenanftalt Oberhefselt. erhalten. 1 gebrauchtes Halvverdeck mit abnehmbarem Bock und Notsitz, leichter guter Wagen. Diverse neue silberglattirte Zweispänner Kummtgeschlrre. 6930 August Mlbiuger. Mem Zuschncide-Cursus dauert 3 Monat und kann mit jedem Montag besinnen. Weitere Äumelduilgen nehme jeder- zett entgegen. Hochachtungsvoll Ätarie Haas Damentonsettiou 07160 im LöberLhof 9 part. Zufchueide- Unterricht erteilt nach leicht faßlicher Methode nebst Verarbeiten L. Weinhsrdt Goelhestraßc 46, p. Zuschneide-Schule und Konfektion Beginn metneä Kursus jeden Montag. laifai Verein sucht zuverlässige Hilfskraft für Bücherartsgabe, schrtftl. Arb. usw. Bewerb, an den Vorstand erbeten, _______________y”/,__ Tnrn-ÄVerein ßegr.^^aZ 1846 Sonntag, den 30. September, von morgens 8 Ilhr ab Abends 8 Uhr Preisverteilung, Konzert und Tanz. V»/Q]Der Vorstand. Bauer scher Gesangverein. Sonntag, den 30. September äusür-g b=m’ Wtnijrö vsa/9) Der Borstaud. Akademischer Gesangverein. Die erste Probe findet nicht Montag, sondern Freitag, den 5. Oktober, abends 8 Uhr statt. . v»/. Anmeldungen neuer Mitglieder nimmt der Großh. Musirdirektoc Trautmann tu seiner Wohnung Moltke- straüe 6, sowie an den Probeabenden entgegen. Der Vorstand. Bäckerverein Frühauf Sonntag, den 30. September: Mr des 20. Aifimzsfkßrg im Saale des Caf6 Leib wozu freundlichst einladet Anfang 4 Uhr. Der Borstand. NB. Bäckergehilsen, welche nicht Mitglieder deS Vereins, haben keinen Zutritt, v’% Evang. Kircliengesangverein. Die Probe»» nehmen Dienstag, den 2. Oktober, abends 8 Uhr, im Probelokal (Realgymnasium) wieder ihren Anfang. Der Eintritt neuer musikalisch begabter Mitglieder ist in allen Stimmen, besonders in den Männerstimmen, sehr erwünscht. Anmeldungen sind bei dem Dirigenten, Herrn UniversttätSmusikdirektor Trautmann, Moltkestraße 6, oder bei dem unterzeichneten Vorsitzenden erbeten. v«/ Schlosser. Gesangverein Gemütlichkeit. Sonntag, deu 80. September ÄassfSug nach d. Bernhardtshäuser Hof. Hierzu labet freunblichsi ein 07157]Der Borstand. r. Gr. Montag, den 1. Oktober 1906 abends 81/, Uhr Uebung Zahlreiches Erscheinen wird erwartet. v?9/j DaS Kommando. Sonntag, de« 30. September Kawpt-Uebung. Antreten pünktlich 10 Uhr vorm. B2tl/n]DaS Kommando. ti-Ttater Giessen Direktion Hermann Stelngoetter Dienstag, den 2. Oktober 1900 msro- 'Außer Abonneinent! ErössnuugS-Dorsteüuug ZieRMtWilMeffM Eilt Trauerspiel init Ehören von Fr. Schiller.