p. m eigenen Leibe! Aaiser's nur nur | Wer diese» nicht «he * kGkükMtllM schmeckendes Malj-Exttatt, [idj erprobt und empfohlen Hullen, ^eiierieit, kalnrrh, ikimung u. Rachenkatanhe. not.befiL?,euflniliebeiveiier^ -"'Niederlage in iihardt.dn^MWfeK, ^^/Ogege»üb?der Engel' ,PfL21'rStian Wallenfels, ?£ infa 17E. Dort, WaU-o» iP?s L Steinhäuser: m P>i»e M »>c *® usentwässening "btTÄ-eiier Nr. S3 scheint täglich mH Ausnahme des Sonntags. Die ..Siebener §omt!ienb!3tter" werden dem Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt Der ,'hessische Landwtrtt' erscheint monatlich einmal. Samstag. 27. Januar 1906 Gietzener 156. Jahrg. Rotationsdruck und Vertag der Brüht'tchen UniversUälsdruckeret R. Lange. Greben. Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr. 5L Telegr.-Adr. r Anzeiger Greben- Eeneral-Mzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eietzen. .......... .......... —W I , —— dieses geeignet, Vorstufe betraut Aand- Debatte. Die Vorlage geht an eine Kommission von 21 Mit, gliedern. Werkern Einigkeit. Damit schließt die sehen, daß nur befähigte Personen mit der Bauausführung werdet', aber auf dem platten Lande sieht c5 anders aus. der Befähigungsnachweis vor allem nötig. Abg. Dr. Erzberger (Ztr): Tie Vorlage bezieht sich nicht etwa auf das gesamte Zum Wort meldet sich niemand., Kommissionsberatung ist nicht beantragt, die zweite Beratung findet also demnächst sofort im Plenum statt. Nächster Gegenstand der Tagesordnung ist die erste Beratung des Gesetzentwurfes betr. Aenderung des Gesetzes über. denUnterstühungswohnsih. sDer Unterstutzungswohn- sitz soll mit dem 16. statt 18. Lebensjahre und nach einjährigem statt jetzt zweijährigem, Aufenthalt beginnen.) Abg. Trimborn (Ztr.) beantragt Ueberweisung an eine Kommission von 14 Mitgliedern. Stimme von den Bauarbeitern erhebe stch für den Bcsahigungs- nachweis, wohl aber hunderttausende dagegen. Die organisierte Arbeiterschaft wolle vom Zünftlertum nichts wissen, sie verlange einen ausreichenden Arbeiterschutz. Damit aber habe die zur Beratung stehende Vorlage nichts zu tun. Es sei endlich an der Zeit, daß zur Verhütung von Unfällen Arbeiterkontrolleure ernannt werden. In da? Vauaewerbe ist ein Unternehmertum mit nicht aus- '.eichender moralischer Grundlage einaedrunaen. Gegen dies:? Unternehmertum soll ein Schutz geschaffen werden. Der Entwurf versucht das auch, aber, was er bringt, ist nicht ausreichend, beim die Aufsicht°maßnahmen resv. die Möglichkeit der Untersuchung ist nach dem Entwurf nur gegeben, wenn schon Tatsachen bekannt sind, die die Unsolidttät dartun, also erst, nachdem bereits jemand geschädigt ist. Die Behörden sollen dagegen nicht verpflichtet fein, in eine Prüfung der Grünblauen einzutreten bei der Anmeldung des Baues, sondern sic müssen erst abwarten, ob sich irgendwelche Erscheinungen seinen. E° wirkt diese Bestimmung also nicht vorbeugend. Wir haben strengere Vorschläge erwartet und sind durch da? Gebotene jetzt etwas enttäuscht. Man beklagt es auch in Fachkreisen, daß man in der Enquete, die zu der Vorlage geführt hat, sich auf die Ausgabe und Einforderung von Fragebogen beschränkt, aber keine mündliche Erhebung veranstaltet bat; die wäre klärender gewesen. Es wäre vielleicht eine einseitige Bevorzugung des Baugewerbes, wenn man eine gewisse summarische Bessilngungs- vrüfung einführen wollte. Andererseits ist deren Ausdehnung auf die entsprechenden Persönlichketten verwandter Betriebe auch eine rechst schwierige Frage. Zweifellos muß man aber zugeben, daß der Befähigungsnachweis einen großen Schutz gegen unsolide Unrer» ncluner darstellt. Man kann ja sagen, daß bierer auch zum Teil dadurch erreichst werden kann, daß das Strafgesetzbuch mit aller Schärfe gehandhabt wird. muß es aber doch hier ausivrechen, daß eine große Zahl meiner Freunde der Ansicht ist. em Befähigungsnachweis, beschränkt auf das Baugewerbe, sei sehr wünschenswert. Es wird mit Recht bestritten, daß die hingen Leute, die von den Bauschulen kommen, schon die genim-mde praktische Ausbildung genossen haben, die zu einer absolut sicheren Bauausführung nötig ist. Die Vorlage bat -mdein den Nachteil, daß ihre, ganzen Bestimmungen auf die Ausführung eines Neubaues zuaeschnttten sind: der innere Ausbau ist aber für die Sicherheit des Baues zuweilen noch von viel größerer Bedeutung. ES loärc daher zweckmäßig. Bestimmungen in das Gesetz einzufügen, die auch den inneren Ausbau umfassen. Als erste Instanz ist in dem Entwurf die untere Verwaltungs behörde genannt. Gegen deren Entscheidung steht der Instanzenweg und das Verwal^ungsstreitverfabren offen. Ware es nicht zweckmäßig, eine Aufsichtsbehörde unter Heranziehung von Interessentenkreisen zu schaffen und ihr die Entscheidung zu übertragen . Eine Ausdehnung der Polizeibefugnisse, die auch befürwortet wird, mag für da? platt: Land vielleicht ganz zweckmäßig sein, bat aber auch ihre Bedenken. Darüber wollen wir uns in der Kommission Staatssekretär Dr. Graf von PosadowSky: Ich halte es nicht für richtig, mit rein technischen Vorlagen politische Erörterungen zu verbinden. Ich will es auch heute nicht tun. Ich bestreite, daß die verbündeten Regierungen jemals geneigt gewesen sind, den Befähigungsnachweis einzuführen. Ich habe das niemals behauptet, sonst würde ich mich nicht nur in akutem Widersvruch mit der preußischen Regierung, sondern mit fast allcn deutschen Regierungen gesetzt haben. Ich trete dafür den Urkundenbewcis an. In der Sitzung vom 28. Februar 1905 erklärte ich: »Wenn wir eine Novelle zur Gewerbeordnung vorlegen, so glaube ich, wird sie Bestimmungen enthalten, um, soweit es mit unserer gesamten Gesetzgebung berwnbar ist, den im Baugewerbe vorhandenen Mißständen entgegenzutreten." Aus dieser Erklärung ist damals von einer Sette gefolgert worden, es wäre die Möglichkeit vorhanden, daß im Baugewerbe der Befähigungsnachweis eingeführt werden könnte. Ick habe deshalb wenige Tage später nochmals erklärt: Um feinen Irrtum aufkommen zu lasten, möchte ick meine Worte nach Maßgabe des Stenogramms wiederholen. Ich habe das tan und hinzugefügt, eL werden solche Bestimmungen getroffen werden, um die hervorgetretenen Mißstände zu beseitigen. In welcher Richtung das geschehen wird, darüber ist ein Beschluß noch nickt gefaßt worden. Den Befähigungsnachweis habe ich also nicht einmal angebeutet. Wir können den allgemeinen BefähigungS- nackweis nicht einführen. Aber auch selbst die Einführung deS ve- sckränkten Befähigungsnackweises würde auf die größten Schwierigkeiten stoßen. Bedenken Sie dock nur die Vielseitigkeit der Bautätigkeit. Wie müßte man da den Befähigungsnachweis detaillieren? Wollen Sie denjenigen, der auf dem Lande eine Scheune bauen kann, auch al? befähigt ansehen, große Brücken ober in Berlin ein großes Gebäude herzustellen? Je mehr man sich in solche Dinge vertieft, desto mehr muß man zugeben, daß mit einem solchen Befähigungsnachweis die allergrößten Schwierigkeiten verbunden find. Die Unfälle muß man immer in Verbindung bringen mit dem Um- vcrständigen. . . „ . , _ Sehr bedauerlich ist, daß nicht Unserem oft geäußerten Wun,ch nach Regelung des Lehrlingswesens Rechnung getragen ist. Es hätte sehr wohl im Zusammenhang mit diesem Entwurf un9 ein anderer zur Regelung des Lehrlingswesens vorgelegt werden können; und ick wünsche, daß dies recht bald geschieht. Zum Schluß möchte ich noch einer Hoffnung Ausdruck geben, nämlich der, daß der Entwurf betreffend die Sickerung der BaU- sorderungen, der im Relcksjustizamt schon seiner endgültigen Regelung nahe geführt sein soll, reckt bald uns vorgelegt wird. Der vorliegende Entwurf genügt unseren Wümcken in manchen V mitten zweifellos nicht, wir hoffen aber, daß es in der Kommission gelingen wird, ihn entspreckfend auszugestalten, und ich will zum Schluß nur noch einmal die dringende Notwendigkeit betonen, eine gesetzliche Regelung der ganzen Materie herbeizufuhren. (Beifall.) Abg. Raab (wirtsch. Dgg.): Der Pessimismuö, der in Köln seinen Ausdruck gefunden hat, scheint durchaus gerechtfertigt. Tie Regierung will offenbar nicht! Heute handelt es sich ja nicht mehr um den allgemeinen Befähigungsnachweis, sondern nur für das Baugewerbe. In dieser e>rage ist von einer Uneinigkeit in Handwerkerkreisen selber im Ernst nicht die Rede Jetzt haben wir endlich die erhoffte Vorlage, aber sie ist nicht einmal die Maus, die dem kreißenden Berge entschlüpft! WaS hat man getan? Man hat das Baugewerbe in den Trodler- paragraphen gesperrt! In Handwerkerkreisen ist man aufs äußerste enttäuscht darüber. Das soll alles fein? Man hatte gerade mit so großer Spannung den Entwurf erwartet, weil man durch den Bauhandwerker-Befähigungsnachweis den Stein für den allgemeinen Befähigungsnachweis ins Rollen zu bringen hoffte! Man kann diese Vorlage, die oie Unsolidität einzudämmen sucht, ja annehmen; aber nicht etwa als Ersatz für den Befähigungsnachweisl Ties Gesetz könnte sehr wohl neben dem Befähigungsnachweis be- steh-'n Man bedenke: die unsoliden Elemente sind gerade sehr gerissene Leute, sogenannte »Ziviljuristen", daher ist es sehr wohl möglich, daß sie im Verwaltungsstreitverfahren gegen den Beamten Recht behalten. Und ein „ Beamter wird es sich siebenmal überlegen, ehe er einschreitet, toenn, er immer befürchten muß, daß er dann von ber_ höheren Instanz desavouiert wind und eine »Nase" bekommt! Schon die Haltung der Sozialdemokratte sollte die Regierung in ihrer Stellungnahme stutzig machen! Diese Sozialdemokraten, die doch alles andere als mittelstandsfreundlich sind, können doch nicht umhin, Kontrolleure au? dem Bau selber zu verlangen. Tas Gleiche tut die Zcntral- kommission für Bauarbeiterschutz in ihrer Eingabe. Von da ist also die Brücke zum BefähigungsnachSweiS geschlagen. Staatssekretär Graf v. PosadowSky: Es ist hier der allgemeine BefähigungsnackweiS in die Debatte gezogen worden. Ich will mich darüber nicht äußern, sondern nur das eine betonen: der Mittelstand darf nicht identifiziert werden mir dem Verlangen nach dem allgemeinen Befähigungsnachweis. Er umfaßt auch Streife, die daran gar kein Interesse haben. Ich will nur einen Irrtum berichtigen, der hier zum Ausdruck gekommen ist. Der Entwurf ist hier so aufgefaßt worden, als sollte er nur die Handhabe bieten, nachträglich gegen unsolide Unternehmer cinzuschreiten. Die §§ 35a und 53 wirken aber beide präventiv. Bei § 53 ist dies ohne weiteres ersichtlich. Aber- auch aus § 35a geht dies in Verbindung mit den Motiven hervor. Es kann dadurck jemandem aus moralischenGründen dieAusführung eines Baus untersagt werden. Ein größerer Schutz gegen unzuverlässige Elemente ist gamicht denkbar. Ich bin überrascht über den Widerstand, den der Entwurf hier tm Hause begegnet. Ich bitte Sie, seine Grundlage doch nicht aus den Augen zu lassen. Hier handelt es sich nicht um allgemeine Mittelstandsforderungen und um Befähigungsnachweise und dergleichen. Hier handelt es sich nur darum, positiv Mißstände, deren Vorhandensein von niemand bezweifelt wird, zu beseitigen, und darin könnten wir alle übereinstimmen. Abg. Hoffmeister sfreis. Dgg.): Die Zünftler sind mit den „Brosamen" nicht zufrieden, bit innen hier „zuaeworf->n" werden. Sie wollen wett mehr, sie wollen alles. Tie Bestimmungen dieser Vorlage sind bedenklich: da wird das Bauuntcrnehmertum dem diskretionären Ermessen der Polizei überantwortet TaS heißt doch, statt der Herrsche des Rechts die Willkür etablieren. Tie Handwerker haben es nickt verstanden, sieb zu drehen und zu wenden, und mit der Zeit fortzusckretten, und dabei ist kein Stand so gezwungen, auf dem qui vive zu fein, wie gerade der Handwerkerstand. Ter Befähigungsnachweis kann dem Handwerk nichts nützen, es muß sich selbst helfen. Hoffentlich ist der Befähigungsnachweis für alle Zeit tot. Abg. Gamp (ReichSp.): Ich t-inn in den Motiven nur eine ganz mangelhafte Begründung der Vorlage erblicken. Tie gegen den Befähigungsnach-. weis für das Baugewerbe angeführten Gründe sind nicht stichhaltig. Tie Regierung gibt selbst zu, daß sehr bedenkliche Mißstände auf diesem Gebiet bestehen, aber in den Motiven ist davon nicht die Rede. Nach der Vorlage kann man erst dann einschreiten, wenn das Kind iu den Brunnen gefallen ist. Bei großen Bauten, wie Eisenbahi'bauten u. dergl., wird der Unternehmer sckon selbst darauf Abg. Euler (Ztr.): Daß die Sozialdemokraten nicht für die Novelle sind, ist ja natürlich, denn sie wollen nicht Ordnung im Handwerk, sondern die Unordnung auftecht erhalten wissen, die die Gewerbesreihett mir sich gebracht hat. Die Handwerker denken nicht daran, sich wieder mit dem mittelalterlichen Zunftzopf zu zieren, auch ue wollen der Neuzeit entsprechende Einrichtungen, aber sie müssen ihnen denselben Schutz gewähren, wie er anderen Ständen fluten wird. Jyre Universitätsjahre sind unsere Gesellenjahre. TaS Handwerk verlangt nach wie vor den allgemeinen Befähigungsnachweis. Auf den Handwerkertagen ist diese Forderung einmütig zum Ausdruck gekommen. Was die Vorlage bietet, ist lange nicht genug, wir hoffen aber, daß es in der Kommission eine zweckgemäße Ergänzung erfahren wird. Werk, sondern nur auf eine bestimmte Branche. Wie die Wünsche des Hauses in Bezug auf die Diäten, so werden die der Handwerker in Bezug uf den Befähigungsnachweis nicht erfüllt. Tie Untätigkeit der Regierung hat berechtigten Unwillen in den Hand- toerfcrfreiieit hervorgerufen. Wenn der Abg. Euler den allge- meinen Befähigungsnachweis befürwortet har, so hat er nur ir seinem Nan.en, nicht aber im Namen der Fraktion gesprochen. Was wir für das Handwerk verlangen, haben wir in unseren Initiativanträgen dargelegt, und darunter befindet sich die Forderung deS allgemeinen Befähigungsnachweises nicht. Der vorliegende Entwurf ist nack verschiedenen Richtungen hin ungenügend, wir haben sehr lebhafte Bedenken dagegen. DaS Baugewerbe würde dadurch in einer gewissen Hinsicht unter Polizeiaufsicht gestellt. Die unteren Verwaltungsbehörden könnten fick leicht von politischen Erwägungen letten lassen. Daß überhaupt keine Mißstände vorliegen, die ein gesetzgeberisches Einschreiten erfordern, bestreite ich. Die Statistiken der Handwerkerkammern beweisen, daß genug Mißstände vorhanden sind. Ich erinnere daran, daß im Jahre 1881 sogar seitens eine? freisinnigen Abgeordneten der Befähigungsnachweis für das Baugewerbe gefordert wurde. Die Sozialdemokraten, die von uns verlangen, daß wir die Wünsche der Arbeiter erfüllen, sollten doch gerecht sein und mich die Wünsche anderer Berufsklassen erfüllen. Den Standpunkt der Sozialdemokraten könnte ich nur dann verstehen, wenn die Einführung des Be- fähiaungsnackweises die Bautenkontrolle verhindern würde. Aber das ist nicht der Fall, beides läßt sich sehr Wohl vereinbaren. Sonst ruft man immer dem Handwerk zu: Wenn ihr einig seid, bann erreicht ihr etwas! Nun, in dieser Frage herrscht unter allen Hand- Pailamcnlarische PcrlMdlmige». Nachdruck ohne Vereinbarung nicht gestattet. Deutscher Reichstag. 29. S i tz u n g v o m 26. I a n u a r. 1 Uhr. Das Haus ist sehr schwach besetzt. Am Bundesratstisch: Graf PosadowSky u. a. Zunächst wird ein schleuniger Antrag auf Einstellung eines SttafverfahrenS gegen den Abg. S ch m i d t - Frankfurt (soz.) angenommen. Sodann tritt das Haus in die erste Beratung deS Gesetzes betreffend Abänderung der Gewerbeordnung (Untere fagung der Ausübung des Gewerbebetriebes durch uuzuverlanige Bauunternehmer) ein. Abg. Malkewitz (kons.): Die Bedeutung des Gesetzentwurfs greift weit über das Baugewerbe hinaus. Der Befähigungsnachweis für das Baugewerbe ist nur ein Teil unserer Forderung aus Einführung de- Befähigungsnachweises für das Handwerk im allgemeinen. Tie konservative Partei steht nach wie vor auf dem Standpunkt, daß die Forderung des allgemeinen Befähigungsnachwei,es aufrecht zu erhalten ist Der deutsche Handwerks- und Gewerbekammertag tu Köln hat eine Resolution angenommen, worin gesagt ist, daß der allgemeine Befähigungsnachweis nur als zur Zeit unerreichbar abzulehnen sei. Ter deutsckse Handwerks- und Gewerbekammertag hat sich al|o auf unseren Standpunkt gestellt. Bei dem Entgegen- kommen, das das Handwerk gezeigt hat, hätte es auch ein Entgegenkommen seitens der Regierung erwarten können, ^as ist nicht geschehen. Der vorliegende Gesetzentwurf hat in weiten Kreisen, namentlich auch in Kreisen der Bauhaud Werker, arg enttäuscht. Etwa 20 Prozent aller Ban-- unfälle sind darauf zurückzuführen, daß die. Bauunternehmer nicht die nötige technische Befähigung besitzen. Die Vorlage forben nicht den obligatoriscl-en Befähigungsnachweis für biejcnigcn die das Baugewerbe ausüben wollen, sondern sie will nur die geltenden Bestimmungen der Gewerbeordnilng, unter denen die Ausübung eines Gewerbes verboten werden kann, auf das Baugewerbe ausdehnen. Nach der Vorlage soll der Brunnen ledesmal erst zugedeckt werden, wenn das Kind hineingefallen ist. -tie Theorie wird nicht neben, sondern über die Praxis gestellt. Nur ein geringer Teil meiner Freunde ist mit dem Gesetz einverstanden, die übrigen halten es in seiner jetzigen Fassung für unannehmbar, und auf dem gleichen Standpunkt standen verschiedene Handwerkerzusammenkünfte der letzten Tage. Vielleicht ist es möglich, in der Kommission etwas Brauchbares aus der Vorlage zu machen und die Wünsche der Handwerker zu berücksichtigen. (Beifall rechts.) Abg. Frohme (Sog.) fange der gesamten Bautätigkeit und mit der Zunahme der Bevölkerung. "Tic deutsche Bevöl'erung steigt alljährlich um 800 000 Köpfe. Für diesen Bevölkerungszuwachs ist allein jährlich ein Bau- kapital von XVi Milliarden e forderlich. _ Tie Zahl der Unfälle muß man stets zu der zunehmc iben Bautätigkeit in richtiges Verhältnis zu bringen wissen. Glauben Sic nun wirklich, daß der Befähigungsnachweis die Zahl de-, Unfälle vermindern würde? Ich kann Ihnen die Versickerung geben, daß manchmal die patentierteste Befähigung nicht gegen schwere Baumängel und Unfälle schützt. Die meisten Unfälle beruhen nicht auf Unkenntnis, sondern auf Fahrlässigkeit, Leichtsinn und Gewinnsucht. Ick sage: Dieser Gesetzentwurf geht weiter als jeder BefähiUMngSnachweis, denn er gibt die Möglichkeit, offenbar unfähige Leute von der Fortführung eines Baues auszuschließen und, ihnen sogar pränumerando die Ausübung :r Bautätigkeit i i bestimmten Fällen zu untersagen. ES kommt aber "ckt so sehr ai; das Gesetz selbst, wie auf seine zweckmäßige Ausführung an. Wem. die Ausführung sich nicht in schematiscken und schablonenhaften Bahn:.'- bewegt, bann werden viele Unglücksfälle vermieden werden. Ein gewisses Ermessen muß aber natürlich den Behörden bei der Ausführung des Gesetzes gelassen werden, man kann nicht alles in Paragraphen bringen, aber dieses Ermessen ist nicht unbeschränkt, und eine Willkür der Behörden nicht zu besorgen, denn die Autorität des Beamten würde dock einen schweren Stoß erleiden, wenn seine Verfügung von den höheren Instanzen wieder ausgehoben wird. Ick bitte Sic dringend, den Entwurf nickt unter dem Gesichtspunkte zu betrachten, daß man darin der Verwaltung unkontrollierbare Befugnisse gibt, sondern daß es sich um Tatsachen handelt, die nur im einzelnen Falle von den betreffenden Beamten gelöss werden können, und daß der Beschwerdeweg gegen etwaiae Mißgriffe dieser Beamten ein genügendes Korrektiv bietet. (Beifall.) Abg. Schmidt Wanzleben (natl.j: Es folgt die erste Lesung des Gesehenttmirses betr. die Abänderung mehrerer R e i ch s t a g s w a h l k r e i s e^ (Austausch kleiner Gebietsteile im 12. und 13. badischen und 7. hessischen Wahlkreise zwischen Baden und Hessen.) spricht sich gegen den Befähigungsnachweis aus. Wenn Unglucksfälle Vorkommen, so sei dies in erster Linie auf die Gewissenlong- keit der Unternehmer, und nicht auf mangelnde technische Befähigung zurückzuführen. Auch die vorliegende Novelle sei nicht die zutage getretenen Schäden zu beseitigen, sie bilde die zur Züchtung eines extremen Zünftlertums. Nicht eine von den Bauarbeitern erhebe sich für den Besähigungs- __ . Sbg. Mommsen freis. Vgg.) ist mit der Kornmissionebcratung einverstanden, zumal da dann die Vcr.rbschicdung des Gesches sich verzögern wurde. (Hciker- Icif.) Der Deutsche Verein für Armenpflege und Wohltätigkeit habe eine Generalversammlung einberufen, nm gegen den Entwurf Stellung zu nehmen. Die Vorlage könnte das Motto tragen: Gnh lastung des Landes, Belastung der großen Städte! Sei eö wirklich nötig, die Städte sckon wieder zu belasten? Das Gesetz sei von ungeheurer Tragweite, insbesondere auch für die Vorortgemeinden um Berlin und anderen Städten. Tic reichen Leute zögen in die westlichen Vororte und nähmen Berlin die Steucrkraft, während umgekehrt die armen östlichen und nördlichen Gemeinden Berlin große Lasten verursachen. Man sollte die Vororte, aus diesem Gesetz ganz herauslassen. Tic Vorlage würde zweifellos eine erficblidte Verschiebung der Armcnlastcn zu Gunsten des flachen Landes hcrbeiführcn. Eine solche Verschiebung aber sollte man nur dann vornehmen, wenn cs wirklich notwendig fei, und dann dürfe man nickt einseitig die Städte belasten, sondern die Lasten gleichmäßig auf das ganze Land verteilen. Staatssekretär Graf PosadowSkh: Es ist richtig, daß das platte Land durch die Vorlage entlastet werden soll, aber das ist nach Ansicht der verbündeten Regierungen eine unbedingte Notwendigkeit. Tas platte Land hat durch die fori, gesetzte Abwanderung arbeitsfähiger Elemente beider Geschlechter schwer zu leiden, und es ist nickt bloß der Grundbesitz, sondern noch viclmeyr der bäuerliche Besitz, der darunter zu leiden hat. (Sehr richtig! rechts.) Es ist notorisch, daß im Osten die Bauern, die früher an ihrer Scholle hingen, jetzt geneigt sind, ihre Scholle zu verkaufen aus dem einfachen Grunde, weil sie, wenn sie keine Kinder haben, die ihnen bei der Arbeit helfen, nicht mehr im standc sind, ihr Land zu bebauen. Aber auch, wenn sie Kinder haben, ziehen diese in die Stadt und der Mann ist gezwungen, seine Scholle brack liegen zu lassen ober Zu verkaufen. Wir haben die traurige Erscheinung zu verzeichnen, daß immer mehr Bauern von ihrer Scholle gehen, und das halte ick sozialpolitisch und wirtschaftlich für außerordentlich bedenklich. Wenn es sich um die Auswanderung über See nach Amerika handelt, dann ist alles einig, daß dabei viel Kapital für Deutschland verloren geht, für daS platte Land aber sind die Arbeiter, die in die Städte ziehen, ebenso ein Verlust, wie die Auswanderer über See für Deutschland; der Mann kommt niemals aus der Stadt zurück. sSehr richtig! rechts.) Dazu kommt, daß auch die Leute, die zum Militär eingezogen werden, dauernd in den großen Städten bleiben, daß Stadtleben gefällt ihnen besser als daS Leben auf dcm Lande. Wir haben versucht, durch Vermittelung der Militärbehörden eine Art Auskunftsstelle zu schaffen für Leute, die vom Militär entlassen sind, damit sie möglichst in ländliche Bezirke zurückkehren, aber von dieser Auskunftsstelle ist ein minimaler Gebrauch gemacht. Einerseits verliert die Landwirtschaft ihre besten Arbeitskräfte, und daß die Landwirtschaft schwer darunter leidet, geht deutlich daraus hervor, daß jetzt tausende von Arbeitern über dic Grenze hereinziehen, die auf einem ganz anderen Kulturzustande stehen, nur damit die Landwirtschaft ihre notwendigsten Arbeiten verrichten kann. Auf der anderen Seite aber ist das platte Land verpflichtet, für die Arbeiter, dic nach den Städten ziehen, noch zwei Jahre und darüber hinaus, bevor sie einen Unterstützungswohnsitz haben, dic Armenlasten zu tragen. Der Fall kommt ja jeden Tag vor, daß eine Wirwc einen Mann heiratet in einer großen stadt, der noch einen Unterstützungswohnsitz in einer kleinen Gemeinde hat, und da die Witwe und dic Kinder den Untcrstützungs- wohnsitz deS Mannes rcsp. Vaters haben, so bekommt dic unglückliche Gemeinde oft eine Armenlast für fünf Personen aufgehalst, während die Personen, für die sie die Last zu zahlen ha:, niemals in dem Ort gewesen sind. Die Armcnlast ist für manche Gemeinde ganz kolossal. Eine kleine Gemeinde mit einem Staats- steuersoll von vielleicht 200 Mark bekommt manchmal aus den Industriebezirken Armenrechnungen von 600, 700 Mark. Stellen Sic sich vor, waS da? bedeutet! Auch taktisch sind die ländlichen Gemeinden in einer viel schlechteren Lage als die Vertreter der Städte, denn die Städte kennen die Entscheidungen des Bundesrats für das Heimatswesen und anderer Instanzen bis ins einzelne, die Gemeinden aus dem platten Lande dagegen stehen diesen Dingen in der Regel ratlos gegenüber. Man darf also dem platten Lande nicht zu große Lasten aus- bürden. Wo die Arbeitskraft benutzt wird, da muß auch dic Armcnlast hinfallen. Und nun bedenken Sie dock, daß mit 16 Jahren der junge Mann und das junge Mädchen sich selbständig eine Existenz erwerben, dann müssen sie doch auch fähig fein, sich in diesem Alter schon den Unterstützun^swohnsitz zu erwerben. Noch ein Wort über die Vorortsgcemindcn. Ich bitte, die Veehältnissc doch nicht lediglich vom Berliner Standpunkte aus zu beurteilen. Draußen im Lande, namentlich im Westen, liegen die Tinge ganz anders. Da können Sic sehen, wie der Arbeiter unmittelbar nach Arbeitsschluß nach seiner Vorortgemeinde zurückfährt. Es mufr also auch hier dafür gesorgt werden, daß nicht der Vorort, sondern der Mittelpunkt der flrbeitstätigkeit, dic Großstadt, zu den Armenlasten herangezogen wird. Ich halte es für 'das größte Unglück, wenn das platte Land sich entvölkert und die großen Ltädtc riesenhaft anwackscn, und Sic werden zugeben, daß dic Gesetzgebung keinen Anlaß hat, diese Bewegung zu begünstigen. Jeder, der beute: fein Domizil wechselt, ist ja so klug, sich zu fragen: wo ist die Kommunalsteuer am geringsten? Tahin zieht er dann. Und je! größer die Stadt ist, desto geringer ist im Verhältnis in der Regel' Die Kommnnalsteucr. Daher dieser große Zustrom ".i den großen: Städten! Ich kann da aus meiner eigenen Erfahrung erzählen. Ich habe unter meinen Bekannten sehr viele, die sämtlich später als pensionierte Beamte, oder wenn sie ihr Gut verkauft hatten,^ nach Berlin gezogen sind. Alle diese Tinge berücksichtigt der Ent- Wurf, und ich bitte Sic dringend, ihn unverändert anzunchmcn. (Beifall rechts.) Abg. Barwinkcl (natl.): Ich erlernte an, daß der Entwurf gewiße Härten beseitigt, rnöcht- abei bezweifln, ob er geeignet ist, der Landflucht voczu- beugen. Fraglich ist es mir auch, ob die bestehende Altersgrenze von 18 Jahren tickt doch richtiger ist, als die von 16 Jahren. Ebenso ist es mit fraglich, ob die Herabsetzung der Zeit für den Erwerb des Unterstützuitgswohnsitzes stets zu dcm gewünschten Ziele führen wird. Es kann Vorkommen, daß diese Herabsetzung von zwei auf ein Jahr unter Umständen gerade eine Belastung für die zu schützende Gemeinde zur Folge haben wird. Endlich ist es mir zweifelhaft, ob dic Bestimmungen über die Hilssbcdürftigkeit nicht eine zu große Belastung der Arbei'sgemcinden herbeiführen werden, da in ihnen eigentlich eine Art von Versicherung gegen Arbeitslosigkeit enthalten ist. Jedenfalls werden wir die Vorlage in der Kommission eingehend prüfen und den vorhandenen Mängeln abzuhelfen suchen. (Beifall.) Hierauf vertagt das Hai:S die weitere Beratung auf Montag 1 Uhr. (Außerdem Gesetz über die Aufhebung der freien Hilfskajsen und kleine Vorlagen.) Schluß 5% Uhr. Die Tabaksteuer vor der Slcu rkouimiiston. Berlin, 26. Januar. Die Steuerkommission bc§ Reichstages beriet heute die ^abaksteueroorlaqe. Referent Held (natl.) bespricht die vorliegenden Petitionen, von denen sich nur eine für die Tabakst euervorlage ausspricht, und erklärt unter Hinweis darauf, daß 20 000 Arbeiter in Deutschland Jtn der Tabakbranche beschäftigt sind, die Regierungsvorlage muffe au§ sozialen und wirtschaftlichen Gründen abgelehnt werben. Korreferent Geyer (Soz.) lehnt ebenfalls bie Vvr- Tage ob. Zu § 1 der Regierungsvorlage liegt ein Zentru in s- 'antrag Herold vor, der hinsichtlich der Zollsätze verschiedene Aenderungen will. Schatzsekretär Freiherr von Stengel erklärt, er versiehe nicht, warum die Jnteresienten in Süddeutschland sich gegen die Vorlage wehrten, wenn in ihr die Gefahr liege, bie Zigarrenindustrie nach Süddeutschland zu drängen, ilnser Tabakzoll sei wesentlich niedriger, als in den übrigen Kultnr- länbcrn. Ans sozialen Rücksichten hätte die Regierung verbucht, Zigarren und Zigaretten mehr heranzuziehen als den gewöhnlichen Tabak. Der Widerspruch des Piiblikliins lasse -rach. Wenn der Zentrumsantrag die Importen stark mit Zoll belasten wolle, würden die Importen durch die Inlands- sabrikate verdrängt. Die Regierung fei bereit, wegen der Fabrikatssteuer in Verhandlungen zu treten. Vorsitzender Buesing (natl.) tritt den Ausführungen des Staatssekretärs entgegen. Wenn er frage, wohin das führe, wenn die Kommission so weiter verfährt, so erkläre er, es fet nicht die Aufgabe der Kommission, aus dem Boden der Regierungsvorlage das Deckungsbedürfnis zu befriebigeu. Gegen ben Vorwurf nehme er die Kommission in Schutz. Herold (Ztr.) stimmt im großen und ganzen den Ausführungen des Referenten zu unb lehnt in ber Hauptsache die Erhöhung ab. Die Steigerung beim feingeschi'.ittencn Tabak sei begrünbet. Es handle sich nicht um einen Schutz-, sondern um einen Finanzzoll. Wenn die heimische Industrie dadurch geschützt werde, sei dies nur zu begrüßen. Dieser als feingeschnittener, als Fabrikat aus dem Auslände einge- sührte Tabak fei nicht für die Pfeife des armen Mannes, sondern der teuerste Tabak, den es gäbe. Ter vorgeschlagene Wertzoll auf aus dem Auslande eingeführte Zigarren fei praktisch leicht durchführbar. Molkenbuhr (Soz.) wendet sich gegen die Ausführungen des Reichsschatzsekretärs und bespricht eingehend die Arbeits'ohnverhältnisfe in der Tabakindustrie. Redner wirft dem Finanzminister vor, er habe sich gegen die Deszendenten in der Erbschaftssteuer ausgesprochen, trage aber kein Bedenken, tausende von Arbeitern brotlos zu machen. Finanzminister Freiherr v. Rheinbaben erwidert, er sei gegen die Deszendentensteuer eingetreten, weil dadurch der Mittelstand betroffen werde. Der Minister bestreitet den Rückgang im Konsiim infolge des Gesetzes von 1879; die Arbeiter- Zahl in der Tabakindustrie fei feit 1879 gewachsen. Die Befürchtung einer Verschiebung der Tabakindustrie nach Süddeutschland sei unbegründet. Der Vorschlag deS Zentrums, welcher alle Zölle herabfetzt, bringe dem Reichssäckel fast gainichts. Jäger (Ztr.) weist daraus hin, daß feine der Vorlagen soviel Widersprurh im Volke gefunden habe, wie die Tabak st euer Vorlage. Er lehnt die Regierungsvorlage ab und stimmt dem Zentrumsantrag zu. Ter Redner weist ferner auf die Besteuerung des sogenannten „unverdienten Wertzuwachses^ hin, der leicht 40 Millionen jährlich für das Reich bringen könne und keine Belastuna Des Al-beitereinkommens oarftelle. Sielermann (kons.) befürwortet den Antrag des Zentrums. Tie norddeutschen Fabrikanten würden die Konkurrenz mit den süddeutschen Llushalten, wenn zukünftig die 5 Pfennig-Zigarre nicht mehr pus ausländischen, sondern aus inländischen Tabakrn her- igeftent werden mußte, v. Elm (Soz.) wendet sich aus Grund eigener Erfahrungen gegen die Vorlage. Müller-Fulda '(Ztr.) ertlärt, die teueren ^mportzigarren könnten wohl den höheren Zoll ertragen. Tic Regierung weise er darauf hin, daß sich manches noch besteuern las'e: das Licht des armen Mannes, das Petroleum, sei längst besteuert, nicht aber das Licht des reichen, Gas und elektrisches Licht. Nächste Sitzung: T'enstag. Fortsetzung der Beratung Über die Tabatstenervorlage. parlamentarifctycs» Berlin, 26. Ian. Die Budget-51 omMission des Reichstages setzte die Debatte über die Kamerun-Bahn fort. Geheimerat Helfferich erhebt Widerspruch gegen die Bemerkung von Müller-Fulba, baß bie Vorkonzcsston bes Kamerun-Synbikates wegen ber hohen Stellung einzelner Mitglieber erzielt worben sei; die Konzession wurde erst gegeben, nachdem bas Syndikat zur sofortigen Aussendung einer Traisierungskommsision sich bereit erklärt hatte, bie auch sofort abging. Erbprinz zu Hohenlohe teilt mit, bie Ansprüche ber Rorbwest-Kamer'.m-Gesellschaft aus Lanb seien von ber Kolonialverwaltling nicht anerkannt worben. Die Sache liege einem Schiebsgerichte vor Hierauf wirb bie Vorlage mit geringen Blenderungen Angenommen. Ferner ivied ein Antrag Semler angenommen, nach welchem die Prüfung der Rechte unb Pflichten ber Lanb- unb Bergwerks- Gesellschaften in Kamerun, sowie bie Frage, wie bie Nachteile ber Konzessionen zu beseitigen seien, ber für Sübwest- afrika berufenen Prüfungskommifion überwiesen werben; ebenso ein Antrag Erzberger, nach welcheru die in dein Bezirke ber zu erbauenben Eisenbahn tätigen Laub-Gesellschaften unb Plantagenbesitzer, soweit sie ein Interesse an bem Bahn bau haben, zu einer entsprechenden Leistung zu Gunsten des Fiskus des Schutzgebietes heranzusieben sind._______ politische Tagesschau. Reichstagödiäten. Gestern vormittag nnirbe un§ gedrahtet, daß nach Gesprächen in Berliner parlamentarischen Kreisen der Reichskanzler die Diätenfrage in einer den Wünschen der bürgcrl. Parteien bes Reichstages entwrechenben Richtung ihrer Entscheidung entgegenführen wolle. Heute sagt die halboffiziöse „Köln. 3tg.' in einem Artikel über die Reichstaasdiäten, daß diese Frckhe in der Tat grundsätzlich entschieden sei. Es handle sich bei ben weiteren Vorverhanblungen nur um bie Form der Entschädigung. Das Blatt hält bie Form ber Anwesenheitsgelder für die aussichtsvollste. Allerdings würbe burch bie enbliche Lösung ber Tiaten- frage im Sinne ber ReichstagSforberung ein Streitobjekt ans ber Welt geschafft, unb Arbeitslust wie Arbeitsfähigkeit ber bürgert. Parteien gesteigert werben. Fürst Bülow wirb sich gesagt haben, baß es um bie Möglichkeit bes Zu» stanbekommens ber ben Reichstag beschäftigenden großen Gesetzesvorlagen schlecht bestellt ist, so lange die Diätensragc in der Schwebe bleibt. Das Zentrum ist auss äußerste verstimmt, unb selbst ber zurückgekehrte „Gut Wettermacher" Dr. Spahn bürste diesmal um eine Zauberformel verlegen sein. DaS Militärpensionsgesetz, beffen Verabschiedung die Regierung bringend wünscht, ist durch Ueberrocifung an bie Bubgctkommnsion auf eine sehr lange Bank geschoben. Der Reichstag hübet znbem eine bcfonbcrc Kommission nach ber anberen, unb ba bie KommissionSmitglieber m ber Regel auch bei den Plenarsitzungen bie Arbeit leisten, kann bie Regierung von diesen fleißigen Volksvertretern unmöglich ein noch größeres Maß von Selbstverleugnung, etwa einen Arbeitstag von mindestens zwölf Stunden, verlangen, damit die Gesetze bis zu dem der Regierung erwünschten Termin fertiggestellt werben. Im Sinne ber HerrenhauSrebe Bülows müffen alle Mitglieber ber bürgerlichen Parteien in ben Stanb gefetzt werben, sich an ben parlamentarischen Arbeiten bmtcrnb zu beteiligen, waS nur geschehen kann burch Gewährung von Anwesenheit?- gelbem. Fällt bie offizielle Verkünbignng bieser Entschließung heute, am Geburtstag bes Kaiser?, so bebentete baS nicht ein Geschenk der Regierung an bie Volksvertrctnng, sonbern bie Beseitigung eines unhaltbar geworbenen ZustanbeS, bie Herbeiführung der Gesunbnng bes parlamentarischen Lebens unb die Förbcrung ber Nationa(en Intereffen. Heer uttö Flotte. — Generalmajor z. D. v. Brcbow ließ eine »Historische Rang- unb Stammliste bes 18. Armee- korps* bei Ang. Scherl in Berlin erscheinen. Generalmajor Kenn hat ein kurzes Geleitwort bazu geschrieben. Die Liste enthält auch bie 'jtorträlg bes Kaisers unb bc? Großherzogs. Oermilchte». * Selb ft mord eines hessischen Studenten in Berlin. Der 20 Jahre alte stub. jur. Bendheim aus Darmstadt, der seit einem Vierteljahr in Berlin war, hat sich am Donnerstag erschossen. Der junge Mann, dem es an nichts fehlte, war hochgradig nervös und scheint in einem Anfall von Geistesgestörtheit zur Waffe gegriffen zu haben. Dm Donnerstag abend hörten ferne Wirtin und zwei andere Studenten, die noch bei ihr wohnen, einen SchuH fallen und fanden B. in seinem Zimmer mit zcri.l".tern Sawdcl tot auf dcm Fußboden liegen. Er hatte sich brr/' c jrn Rcvo-rcri'ckuß in den Tiurb das Leben genommen. Sein 5'*ter, ein Weinhändlcr in Darmstadt, dem er seinen unseligen Schritt angclürdigt hatte, traf am Freitag in Berlin ein. * T c r neueste E i s e n b a hn u n f a l l. Am 26. Januar stieß ein Perscmcnng ruf ben Schluß eines im Bahnhofe Dieben Hosen stehenden Güterzuges. Drei Reisende wurden leicht verletzt. Von dem Güterzuge wurden drei Wagen zertrümmert. Gerichts?aal. Glogau, 26. Jan Tie Strafkammer verurteilte den Kammerdiener unb Leibjäger des Herzogs von Schleswig-Holstein, Bäumel, der am 28. November v. I. nach Beendigung ber Hos- jagd in Primkcnau den Hmsjägcr Müller aus Fahrlässig- leit erschoß, zu 4 Monaten Gefängnis. Algier. 25. Jan. DaS Berufungsgericht verwarf den E h e s ck e i d u n g s a n t r a g eines Professors, welcher die Scheidung beantragte, wegen ber deutschfreundlich c n G e f ü h l e seinerFrau. Tiefe ist eine junge Deutsche, dic der Professor auf einer Rcisc nach dcm Großherzogtum Baden kennen gelernt hatte. ttgriverlitäts-Nachrichten. Gö t t i n g e n , 26. Jan. Unter ber Hiejigcn Studenten- s_ck a f t Herrscht groücr Z w ie spalt. Die nicht-konfessionellen Korporationen verweigern den kathoilfcken Verbindungen unb ber Finken schäft das Recht, als geschlossc.ic Korporation am K a isc r> Ko m me-rs teilzunehmen. Die Finlenschaft legte beim Prorektor Protest gegen die Bezeichnung des Kommerses als ein allgemeiner Stubcutcn-Kommers ein. Die Katholiken werben einen eigenen Kommers nbbnUen. Hittgesandt. (Für Form unb In last aller unter bi cf": :"...brlk stehenden Artikek übernimmt die Redaktwu dem P'MFum gegenüber keinerlei Verantwortung.) K i n ö e n b a ch , obgleich in politischer Beziehung zum Kreise Wetzlar gehörig, liegt nur etwa 1 Kilometer von Heuchelheim unb etwa 3 Kilometer von Gießen entfernt. Wohl schon Jahrhunderte wird von den vielen Arbeitern und sonstigen Interessenten als nächster Weg nach ber Stadt Gießen ein Fußpfad benutzt, welcher durch die'Gemarkung Heuchelheim direkt nach ber Heuchelheimer Mühle führt. Bei letzterer lag schon seit alter Zeit ein Steg über den Biebcrbach „ dessen Erneuerung resp. Ausbesserung der Besitzer ber Mühle stets vornahm. Nun hat man im Sommer v. I. ben oteg abgebrochen und somit den Bewohnern von Kinzenbach ihren direkten Weg nach ber Stadt genommen. ES wäre baher von Interesse zu erfahren, auf welchem Wege sie die Abhilfe dieses Mißstände? resp. bie Wiederherstellung des Steges erlangen könnten. Zvbrnß evs öni 71 ßirrslinüsrrpislkkv err L 1b Aufgebote. Am 22. Januar Karl Reinschnndt, Hilssmafchincnwärtcr dahier mit Erna Hnblitz Hierselbst. — Heinrich Ernst Pullmann, Re- gierungSassessor bäht er mit Christina Boßler in Mainz. Ain 26. Jan. Konrad Ruhl, beritt. Genbann dahier mit Elisabeche Eckhardt liier- selbst. — Dr. Weorg Mönckeberg, Privatdozent dahier mit Clothilbp Riegel Hierselbst. Geborene. Am 17. Ian. bem Kaufmann Joseph Seelor eine Tochter, Elsbeth Anna. 9lm 18. Ian. bem Taglöhner Heinrich Arnold IV ein 2ohn, Heinrich Johann Liibmig. Arn 19. Ian. dcm Bnreaugehilfer. Ludwig Stroh em Sohn. — bem Schutzmann Hermann Beiiber ein Sohn, Kurt Hermann Friedrich Novcrt. Am 20. Jan. bem Metzgermekster Johannes Keitzer ein Sohn. — bem Kanzlergchil'en Peter Drodt eine Tochter, Elsa. — bem Zugführer August Tüller ein Sohn. Am 21. Jan. dem Zigarrenfabrikanten Jacob Abt ein 2ohn, Hans. — bem Ober-Posiaffistenlen Friedrich Pabst eme Tochter. Am 22. Jan. bem Kaufmann Mar Nrißvaiint eine Tochter, s?llice. Am 25. Jan. bem Installateur unb'Spcnglermeij'tcr Ludwig Mootz ein Sohn, Philipp Otto Hellmut. Gestorbene. Am 20. Jan. Heinrich Martin Ruckstuhl I, 75 Jahre alt.Ziminer- meister dahier. — Abraham Baer, 76 Jahre alt, Rentner ballier. — Julius Egid Ebel, 63 Jahre alt, Wildhrcthänblcr bahter. Am 21. Jan. Wilhelmine Zirbus, 3 Jahre alt, Tochter des Formers Anton Zirbus dahier. Am 22. Ian. Elisabeth Griebel, 77 Jahre alt, Näherin dahier. — August Crbig, 55 Jahre alt, Univerfitäts» guäftor r. P. dahier. — Rarolme Pflüger geb. Depp, 29 Jahre alt, Ehefrau des Kutschers Karl Pflüger dahier. Am 2 L Jan. Alfred Böcker, 26 Jahre alt, Maurer dahier. Am 24. Jan. Ludwig Klemnt- rath, 1 Jahr alt, Sohn bes Küfers August Klemmt ach bahier. Am 25. Jatt. Bertha Stein, 7 Jahre alt, Tochter bes Metzgers Joseph S tciub a hier. Sojintng 4—9 Uhr 206 Nur EngeMjpotheke offen. Abende lf don iß ■f/'W FLZ ?-B"S n 5crii*;crt,eiMren »«Sanbenen Nz^ ”f - $« , eb""e 'Würt feX» i\v aU den WtI1 nB bic ft-e ticjen. 'fr ^t'frs fr n^»‘ die Mkn; Öl*r bUuJffer erU(fiidui7 hatten, ränbett *8n?et E»t- an^tnen. ,i:mMbebcn liegen. 1 .^••üirb bas Leben J j-armnabt, bem ci ™ h“t <® Freitag _a[L 511,26.^onuat i5» im w.I;o|e Die« ’ ^N'cnde würben iirbcn brei Wagen zer- verurteilte den Stint« octi LSleswigcholstein, ' V:rJibignng der Hof« l’r cus Fahrlässig- änznis. et'i'iclit verwarf den cifors, welcher die r deutichireund- e ist eine junge Deutsche, ch dem Eroßherzogtum richten. Hiesigen Ltudentew ?jp mcht-Lnsessionelleii Verbindungen nnd dn rxroxafuw f;cn ein Fugviad de- .«b-im di-eli -rcr i^a idion seit alter n Erneuerung resp. M aornedm '^un hat man SStben8*W" ber Stadt genommen. K ÄäS-’ftfcS berberltellung des Ctcgti TfttnwÄ eiilssinaichinenwärterdü' I t rnil Pullmai'", Re« »» 6 a*rÄwii> iv ->» er Seinnch „qevil'er l Qan. , H Deuber Jan. dem ’wt beinR^^Ä ^'^^Jacob'A^e>° Bis zum 80. Februar sind sämtliche Schu* waren im Preise ermässigt D“/1 Frankfurter Telephon 539 werden zu staunend billigen Preisen abgegeben, teilweise zum Einkaufspreis und darunter. Schuhlagc Mäusburg 12 5 Holzversteigerrmg im Gießener Stadtwald. Montag, 29. Januar 1906, vormittags 91/. Uhr be- ginnend werden in den Waldungen der Stabt Gießen im Distrikt Ferne Wald versteigert: 117 Fichten Derbstangen mit 8,17 Frstm. 2 Rmtr. Buchen-Lcheitbolz 92 „ Etchen-Scheiiholz 1 „ Aspen« Scheitholz 11 „ Nadel-Schettbolz 3 „ Btrken.Rundlcheitbolz 116 „ Eichen.Knüvprlholz 111,4 „ Nadel.Knüppelbolz 7 „ Buchen'ttnüppelholz 5730 Wellen Etchen-Reistg | ; »S? FW"*«* 450 „ ASpen-Retfig J 46,6 Rmtr. Etchen«Stoc1holz 20,8 „ Radel-Slockholz. Die Zusammenkunft tst an der SlrangSwiese am Pflanzgarten. Gießen, den 22. Januar 19 6. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen I. B.: T u r s ch m a n n Holzverfteigeruugen in (tzräf ichee Cbetförffcrei Lnnbach. I. Montag, den 29. Januar ds. Is. nach Zusammenkunft 10*/3 Uhr am Pflanzgarten aus: Tiergarten aus den Distrikten Hansplatz la, Sttnelopf 1 b und LampertStor 3. Buchen rm: 787 Scheiter, 146 Prügel, 173 Stöcke, 544 Reiser: Kirchschbaum rm: 11 Prügel: Eiche rm: 2 Reiser. 11. Dienstag, den 30. Januar ds. Is. nach Zusammenkunft 10'/. Uhr an der Eselsbrücke aus: 1. Escislops Buchen rm: 530'Scheiter I. Kl., HO Prügel, 100 Stöcke, 88 Reiserprügel: Fichte und Kiefern rm: 6 Rutzvrügel, 3 m lang. 2. Weingarinerstopf nnd Forstwiese Buche iui: 8 Werkholz Scheiter, 22,9 Scheiter II. Kl., 1,5 Prügel II. Kl., 55,4 Stöcke I. Kl., 2,7 11. Kl., 58P Reiierprügel. 3. brohtreiser und Leseholz flächenweise aus obigen Distrikten. — Holz Nr. 2 und 3 kommt mittags gegen 1 Uhr im Eielskopf zum Ausgebot. Ein Führer steht am 1- Tag 10 Ugr Bahnhof Laubach, am 2. Tag 10' 7 Uhr Laubach-Wald bereit.__________________|Byv Brennholz-Versteigerung Gräflicher Oberforfterei Arnsburg. SRittwoch, den 31. Januar 1906, nach Zusammenkunft 9*,2 Uhr vormittags tm SUoftcr, werden versteigert in den Distrikten: ^By7/i Aeußrres Chor, Hard, Hein und Dcckelborn: Buche Eiche Nadel-Weichholz rm rm rm Scheiter 300 (teils Rundscheiter) 3 Werkscheilcr 2 4 Linde-Nundscheiter) Prügel löü 120 13 Stöcke 108 71 21 Slammreiser 150 835 (40 Heegrenngungs- (85 HeegrcinigungS- reiser) reifer) 133 Kstreiser 445 195 48 (darunter 5 Fichte) Bohnenstangen — — 1.6 Holzverfteigernng. Donnerstag, den 1. Februar 1906 werden aus Distrikt Heide versteigert: 39 Elchenstämme von 16—35 cm Durchmesser, 3 — 12 m Länge mit 9,00 fm, 5 Birkenstämme von 17—21 cm Durchm., 5—7 m Länge mit 0,80 tm, 59 Kiefernstämme von 23—39 cm Durchm., 6—14 m Länge mit 29,50 Im, 283 Fichtcnstännne von 14—32 cm Durchm., 8—16 m Länge mit 86,00 im, 64 Fichten-Derbstangen von 8—12 cm Durchm., 7—12 m Länge mit 6,00 Im, 84 rm Kiefern-Nutzknüppel mit 3 m Länge, 30 rm desgl. 2,5 m lang. Zusammenkunft morgens 10 Uhr in Abt. Gaubersloch am Eingang vom Wald bei Abzählungs-Nummer 336. Lang-Göns, den 25. Januar 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei Lang-Göns. Romps. 650 Jagd-Verpachtung. Samstag, den 3. Februar l. I., vormittags 12Ubr wird im Rathaus zu Nieder-Bessingen die Jagd in der Gemarkung Rieder-Bessingen auf 295 ha Feld und Wiesen und 151 ba Wald auf weitere 6 Jahre öffentlich verpachtet. Nieder-Bessingcn, den 21. Januar 1906. Grobherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Bessingen. 575_______________________________Horst. __________________ EfiflS= Kränchen- Kessel-Kaiser-Victoria-Brannen, Pastill in,-5 natürliche Quellsalze gegon Katarrhe. Husten. Heiser keit, Verschleimung etc. altbewährt — überall erhältlich. 50 Königliche Bade- u. Brunnen-Verwaltung, Ems. fiir das Alter von 1—14 Jahren sind vorgerückter Saison wegen bedeutend ermässigt Modewarenhaus A. Fangmann k. Bihnhofstr. 29 Die Preise an£ . Mähmarchilieo 191 Mao beachte die Fabrikmarke. Singer Co. Nähmaschinen Act Ge& | Lindenplatz 1 Lindenplatz 1 | General-Versammlung der 653 Assgemnnen Steröckasse Hießen Montag den 5, Februar, abends 9 Uhr, im Gies;ener Festsnal (Cas^ Leib). Tagesordnung: Antrag auf Auflösung der Kaffe. Hiernach: Mm'dkMche ®eneraI=$er[ammlH^ Tagesordnung: Beschlußfassung über die 2luflösunq der Kaffe. (Siehe § 21 des Statuts von 1889.) Gieben, den 27. Januar 1906. Der Vorstand« Snnilätsvcrcin. Montag den 29. Januar, abends pünktlich 81/., Uhr; General-Versammlung im Saale des Herrn Restaurateur Albold, Wetzstcmstr. Tagesordnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht. 2. Vorstandswahl. 3. Wahl einer Rechnungs-Prüfungs- Komnusiion. 4. Bericht, betreffend die Verhandlung mit der Vertragskommission der Aerzte. 5. Verschiedenes. In Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung wäre ein zahlreiches Erscheinen sehr erwünscht. 642 Der Vorstand. J. C. Wallenfels, Giessen Kirclienplatz 21, hinter der evangel. Stadtkirche Dampf-Färberei, ehern. Wäscherei and Dekaturanstalt 485 Gegründet 1857. Einziges und ältestes Etablissement dieser Branche am Plage. Anerkannt vorzügliche Leistungen. Spezialität: Handschuhfärberei und Wäscherei, Gardinen auf neu. Auf die Empfehlung des Dachdeckers Herrn Röhrig dahier, welcher meinen Namen darin aus irgend einem Grunde anzuführen nicht unterlassen konnte, betone ich, dab ich nicht ohne Ursache die Geschäslsgemeinschast aufgegeben habe, daß die Leitung des Geschäftes in meinen Händen lag und alle Zahlungen aus eigenen Mitteln durch mich gemacht wurden. Meine jetzige Dachdeckerei halte ich in durchgreifend sachlichster Arbeitsführung u. bester Material- Verwendung hierdurch empfohlen. Gießen, im Januar 1906. 052) Hochachtungsvoll Joh. Jos. Krauskopf Dachdeckcrmeister, Bruchftraße 13. Infolge des Austritts des Herrn Krauskopf aus dem das 0503 Sonneustratze 6 Telephon 235. Müllers pslmlM-5elfeiWlver Schutz- Harfe Alleiniger Fabrikant: Ueberall erhältlich. Jos. Müller, Seifenfabrik, Limburg a. 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