Nr. £53 Zweites Matt 158. Jahrgang Samstag 2^. Oktober 1806 Erscheint KgNch mit Ausnahme des Sonntag«. Die „Giehener LamlNenblSIter" werden dem »Anzeiger viermal wöchentlich beig-legt. Der kandwtrt" erscheint monatlich elnmaL ws 9 e» A"w/' ■ Wl Rotationsdruck und Uerlag der Vrvhl'icbe» UnrversitätSdruckerei. R. Lange, ©teften, Redaktion. Expedition u.Druckerei; Schukstr.^ Tel. Nr. bl. Telegr.-Adr« r Knz-ige« Stneral-Mzeiger, Amts- lind Anzeigeblatt für den Kreis Eiehen. Zur Vcrgarbciterbewcgultg. Essen, 26. Okt. Im Ruhrrevier fanden in den letzten Tagen zahlreiche Arbeiterausschußsitzungen statt, in denen Vertreter der Zechenverwaltungen die Wünsche der 9(rbeitcr wegen Lohnerhöhung cntgegennahinen. ES wurde, soweit bisher Nachrichten über die Sitzungen ein* gegangen sind, den Ausschüssen erklärt, daß bei weiter anstelgender Konjunktur die Löhne eine weitere Erhöhung erfahren würden. Beivcis dafür sei die Tatsache, daß die Löhne in den letzten Wochen wieder allgemein und beträchtlich in die Höhe gegangen seien. — Die Siebener- k ommission tagte heute. Um 5 Uhr traten die Vorstände der BergwerkSverbände zusammen. An den Verhandlungen nahm auch der Vorsitzende des schlesischen Vereins, Krelik auL Beuthen, teil. Die Versammlung leitete der Vorsitzende Effertz vom christl. Gewerkverein. Auf das Schreiben der Siebenerkommission lagen von 27 Stcinkohlen- und 26 Braunkohlenwerken ablehnende Antworten vor. Die Vorstände protestieren energisch gegen den Standpunkt der Organisationen der Werkleitungen. Sie halten an der prinzipiellen Forderung fest. Es wurde sodann folgender Beschluß angenommen'. ,Die Vormänner der Ausschüsse aller Kohlenreviere werden verpflichtet, soiveit sie wegen der Lohnsperre- und Ueberschichten-Frage zu einer Sitzung eingeladen wurden, schleunigst eine Sitzung bei ihrer Verwaltung zu beantragen, um die Forderung der Verbände dort zu vertreten. Von dem Resultat haben die Ansschuß- mitglieder ihren Organisationen in allen Fällen sofort Bericht zu ersiatten. Wo Ausschüsse nicht.bestehen, ist die Belegschaft verpsiichtet, eine Kommission einzusetzen und auch von dieser ist zu berichten. Dieser Bericht muß spätestens am 8. Nov. beim OrgamsationSvorstand eintreffen, damit dieser dann am S. Noo. in gemeinsamer Sitzung darüber beschließen fann.' Essen, 26. Olt. Die kombinierte Versammlung der Siebenerkommission und der Verbände beschloß eine Resolution, in welcher das Bedauern darüber ausgedrückt wird, daß durch die Haltung des preußischen Handelsministers in der Angelegenheit deS bekannten Artikels der ,Nord- deutfch. Allg. Ztg." die Spannung, die zur Zeit zwischen der Bergarbeiterschaft und den Bergherren vorhanden ist, nur noch verschärft werde. Ferner wurde eine Eingabe an daS Oberbergamt in Dortmund beschloßen, in welcher ein Verbot der Ueber- und Nebenschichten gefordert wird. Durch eine weitere Eingabe an die Oberbergämter und daS Handelsministerium soll auch die Aufhebung der Sperre verlangt werden. Die Kolonialgesellschnft. Leipzig, 26. Oktober. In der heutigen Eröffnungssitzung der Versammlung des Vorstandes der Deutschen Kolonialgesellschaft kam der Präsident der Gesellschaft, Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg, auf die in jüngster Zeit gegen die Kolonial v e r w a l t n n g erhobenen Anklagen zu sprechen und sagte: Fern liegt es jemand von uns, einen wirklich Schuldigen in Schutz nehmen zu wollen. Front machen müssen wir aber in entschiedenster Form gegen die Art und Weise, wie die Anklagen erhoben werden. Deshalb, fuhr der Herzog fort, trete er für den tüchtigen Beamten und Offizier, für den fleißig arbeitenden Kaufmann und Farmer und gegen den gemeinen Klatsch hier und draußen und gegen die untätigen Personen und H^esell- schasten ein. Es müsse durch das Vergangene ein Strich gemacht werden, der Blick frei und offen in die Zukunft gerichtet sein und positive Arbeit geleistet werden; man könne nicht ernten, kaum daß man gesät habe. Die Ent- hüller bringen die Auslagen immer nur Teilchen für Teilchen und rühren mit ersichtlichem Behagen veraltete, längst abgetane Sachen wieder auf. Vergebens aber sucht man rn ihnen das Bestreben, die Verhältnisse wirklich zrr bessern und Sorge zu tragen, daß in Zukunft die wirklichen Mißstände Abhilfe finden. Bei solcher Sachlage ist den Enthültern nicht zu glauben, daß sie wirklich nur das beste unserer Kolonieen und unseres Vaterlandes wollen. Umsomehr ist es aber an uns, Wege zu finden, auf denen wirklich vorhandene Mißstände abgestellt und Verbesserungen getroffen werden können. Die Kolonieen sind nicht bloß eine Last für unser Vaterland, wenn sie nur richtig entwickelt werden. Gerade wir haben an erster Stelle die Pflicht, in solch prakt. Arbeit einzutreten und ich bitte Sie, den Beweis dafür, daß wir dieses Willens find, durch die Art unseres heutigen Verhaltens zu erbringen. Heute nachmittag sand eine Festsitzung statt, in der Schanz-Chemnitz über die Unternehmungen des kolonial- wirtschastlichen Komitees zur Nutzbarmachung der deutschen Kolonien sprach. Herzog Johann manbte sich in einer Ansprache au dieDamen und forderte sie zur Gründung eines Frauen heims inWindhuk auf, zu dessen Einrichtung bereits erfreuliche finanzielle Ergebnisse zu verzeichnen seien. Der Redner bat alle, mitzuhelfen an diesem Werk für die Schwestern brausten. Stach der Festsitzung vereinigten sich die Teilnehmer zu einem Festmahl, bei welchem Herzog Johann auf den Kaiser und den König Friedrich August Trinksprüche ausbrachte._________ Deutsches Reich. Berlin, 26. Okt. Der Kaiser empfing heute in An- trittsaudicnz den neu ernannten mecklenburgischen Gesandten Frciherrn von Brandcnslein nebst dem Ünterstaatssekretär Dr. v. Mühlberg; hierauf nahm der Monarch die Meldung des Bischofs von Hildesheim, Dr. Bertram, und deS Bischofs Vogt, Vikars von Bagamoyo, entgegen in Gegenwart des Kolonialdireklors Dem bürg und deS ProvinzialS der Väter vom Heiligen Geist, Ascher. Später nahm der Kaiser an der Parforcejagd in Löberitz teil und am Abend speiste er beim Offizierkorps des Garde-Jäger-Bataillons zur Feier des Tages des Gefechts von Altenzaun (1806). — Das Befinden des Landwirtschaftsministers von PodbielSki hat sich, Nachrichten anS Dalmin zufolge, erheblich verschlimmert. — Nach der ,Nat.-Ztg.* soll Prinz Alexander von Hohenlohe für die Veröffentlichung der Memoiren seines Vaters ein Honorar von 150000 Mk. erhalten haben. Die Vereinbarung über das Honorar wird jedoch wohl nicht mit dem Prinzen Alexander, sondern mit Dr. Curling getroffen worden sein. Auch die Summe kann kaum richtig sein. Die Denkwürdigkeiten sind zunächst in einer Auflage von 5000 Stück erschienen. Der Ladenpreis dieser 5000 Stück beträgt 100 000 Alk. Es konnte also für diese Auflage ein Honorar in solcher Höhe nicht aufgeworfen werden. — Der Vizepräsident deL Reichstages, Abg. Dr. P a a s ch e, hat krankheitshalber alle Vorträge, die er Ende Oktober und Anfang November im Westen abhalten wollte, absagen müssen. Sein Zustand hat sich noch durch die Sorge um den einzigen Sohn verschlimmert, der nach seinen, im vorigen Jahr als Marineoffizier glücklich bestandenen Rümpfen mit den aufständischen Eingeborenen zu Studienzwecken in das Innere Afrikas reiste und seit Monaten verschollen ist. — Bis zum 1. Oktober haben die neuen Steuern folgende Beträge gebracht: Zigarettcnsteucr 4 835 108 Mk., Frachturkundensteuer 4 217 190 Mk., Personen-Fahrkarten- I teuer 1 771 346 Mk., Steuerkarten für Kraftfahrzeuge 960 700 Mk., Steuer für Vergütung an Aufsichtsratsmitglieder 114 111 Mk., Erbschaftssteuer 26 943 Mk. Hinter den Erwartungen des Reichstages und der Negierung bleiben diese Sätze erheblich zurück. Dortmund, 26. Okt.s Soeben traf die Nachricht hier ein, daß in Sachen Pfarrer Cesar der Oberkirchenrat gegen daS Konsistorium entschieden habe. Eesar wird also Pfarrer in Dortmund. Posen, 26. Okt. In das Schulhaus zu Bendzi- t ow o wurde eine mit Petroleum gefüllte Bom be geworfen. Die Schule ist nieder gebr annt. Man glaubt, daß es sich uni eine Tat polnischen Fanatismus handelt. Die Negierung hat eine Belohnung von 500 Mk. auf die Ergreifung der Täter auSgcfetzt. Wie verlautet, wird in Sachen des Cchulstreiks für den 3. November das Eintreffen des Kultusministers Dr. v. Stndt erwartet. Heer ittiO Flotte. — DaS „MiUtärwochendlatt" schreibt: Generalmajor Sixt von Armin, Direktor des allgemeinen Kriegsdepartements im KriegSministerium, v. Nauch, Inspekteur der 1. Kavallerieinspektion, v. Sch icksuS und Neudorfs, Chef deS GcneralstabeS des Gardekorps, Graf v. Hohenau, diensttuender General ä. la suite des Kaisers, zu General- leutnants befördert; v. Bag enSki, Generalmajor, Kornrnan- deur der 28. Jnsanteriebrigade unter Versetzung zu den Offizieren von der Armee mit Beibehaltung des Wohnsitzes in Düsseldorf, v. Raven, Generalmajor, Kommandant von Magdeburg, der Charakter als Generalleutnant verliehen, v. Mentz, Oberst, Kommandeur im Infanterieregiment Nr. 176, unter Beförderung zum Generalmajor zum Kommandeur der 28. Jnsanteriebrigade ernannt; Freiherr v. Manteuffel, Oberst, Kommandeur der 14. Kavalleriebrigade, zum Generalmajor befördert. — Zum Nachfolger deS Grafen Beck als Chef des österr. GcneralstabeS ist der Kommandant der 8. Jn- fanterie-Truppen-Tivision inJnnsbruck, Felduiarschall-Leutnant Conrad v. Hötzendorff auSersehen. Hötzendorff ist einer der jüngsten Generale der Armee. Merkwürdigenveise trat in der neuesten Nummer der ,3uFunft* Noda-Noda, der bekannte satirische Schriftsteller, ein früherer österr. Offizier, für diesen General sehr warm ein. Anstatt-^ London, 26. Okt. Während der Sitzung des Unterhauses führte ein Fremder, der auf der für daS Publikum bestimmten Tribüne Platz genommen hatte, eine Störung herbei. Der Mann, der orientalisches Aussehen hatte und ein malerisches violettes Gewand trug, erhob sich plötzlich von seinem Sitz und rief laut: »Ich bin britischer Untertan und habe eine Botschaft von (Sott 1' Die Beamten des Hauses entfernten ihn sofort von der Tribüne, bevor er weitere Bemerkungen machen konnte. Ter Fremde soll von Mauritius gekommen sein; man glaubt, daß er an religiösem Wahnsinn leidet, aber harmlos ist und durch die neulich stattgehabte Demonstration zugunsten des Frauenstimmrechts zu einem Verhalten veranlaßt wurde. — Nach einer Meldung des „Standard* aus Peking brachen Kämpfe zwischen Prote stanken und römisch- katholischen Chinesen in Fenghsien aus. Der Bürgerkrieg wird mit großer Hartnäckigkeit ausgefochten. 9(uf beiden Seiten waren große Verluste zu verzeichnen. Eine katholische Kirche, von der französischen Mission erbaut, imirtn zerstört. Die chinesische Negierung hat die Entsendung von' Truppen angeordnet, um die übereifrigen Anhänger der christl. Konfession zur Ruhe zu bringen. Tanger, 26. Okt. Eine der ersten Handlungen des Mannes, der sich zum Herrn der Stadt Arzila gemacht hat, war die Ermordung des dort wohnenden Schwagers Raisuli's. Angesichts dieser blutigen Herausforderung ist Naisuli mit 500 Bewaffneten zur Eroberung Arzila^> ausgerückt. Er plant, dort unter dem Vorwande, er »volle dem Maghzen behilflich sein, eigene Autorität auszuüben. ^Ler Schuster-Hauptmann^ von Köpenick. Berlin, 27. Dtt Die Vernehmung des verhafteten Kaffenräubers Voigt wurde bis gestern abend 8 Uhr fortgesetzt. Voigt, der am Vormittag frisch und aufgeräumt aussah, machte am Nachmittag mit seinem aufialleud bleichen toten artigen Gesicht einen unheimliche n Eindruck. Er wich wiederholt den Fragen der Beamten mit den Worten aus: „Das gehört doch wohl nicht zur Sache." lieber die Art und Weise, wie ihn die Kriminalpolizei behandelte, war er sichtlich sehr erstaunt und sehr zufrieden mit ihr. Er nahm aber auch für sich in Anspruch, „seine Leut e", damit meinte er die Soldaten, gut behandelt zu haben und auch die Köpcnickcr Herren müßten anerkennen, daß er sich wie ein (Senile m a n benommen habe. Die Dummheit mit der Kokarde habe nicht er, sondern der Mützen- lieserant begangen. Seit seiner Entlassung habe er Zeit und Gelegenheit genug gehabt, sich altes anzusehen, um nicht erst fremde Leute nach den für seinen Plan wichtigsten Dingen fragen zu müssen. Gt habe Soldaten und Ossv- ziere oft genug beim Dienst beobachtet. Ihre guten Umgangsformen habe er in Konzerten und Theatern studiert, Die er zu diesem Zweck besuchte. Voigt erzählte mit großem Behagen von seinen Begegnungen mit Offizieren, die i h n wohl seines Alkers wegen stets zu er ft gegrüßt hätten. Von einigen sei er allerdings mit erstaunten Blicken gemustert worden. In der Hochbahn habe ein echter Hauptmann, nachdem er ihn gegrüßt, ihm gegenüber Platz genommen und zu ihm, als ein eigenartig gekleideter Herr vorübergegangen sei, gesagt: „Komischer Kerl." Er hätte sofort erwidert: „Jawohl, Herr Kamerad." Nachdem der Raubzug in Köpenick ihm gelungen war, wollte Voigt sich noch ein wenig erholen und dann daran gehen, sich ein eigenes Heim zu gründen. Am Sonntag vor dem Haupt- streich habe er seiner Braut gesagt, er müsse verreisen, um eine Erbschaftsangelegenheit zu regeln. Aus Wismar war er auch mit dieser Andeutung fortgegangen. Auf seine Ergreifung rechnete Voigt in den letzten Tagen nicht mehr. In seiner Wohnung fand der Händler Karpeles gestern nachmittag noch einen Kasten mit 388 Mk., den Die Beamten übersehen hatten. Das Geld befand sich in einem Beutel. Außerdem enthielt der Kasten noch ein Notizbuch, in dem Voigt seine Zeugnisse ausbewahrte und lvo er seine Ein- und Ausgaben notierte. Von dem geraubten (Selbe gesondert hatte Voigt 80 Mk. 'von seinen Ersparnissen ausbewahrt. Er legte Verlvahrnng Dagegen ein, daß diese mitbeschlagnahnit werden unb der Stadt Köpenick ansge- liesert lvürben. Man beließ sie ihm denn auch einstweilen, während Köpenick das andere Geld zurückbekam. Voigt wurde heute von der Kriminalpolizei ^noch einmal eingehend vernommen unb dann dem Untersuchungsrichter beim Landgericht II vorgeführt. Der Kaiser, dem die Verhaftung gestern telegraphisch gemeldet worden lvar, ließ sich abends darüber Vortrag halten. Die Frage, wer die ausgesetzten Prämien erhalt, wird lebhaft erörtert. Von den i>uO Mi. wird wah.scheinlich von den zuständigen Behörden ein großer Teil den Kriminalkommissaren Wehn und Nasse L, die durch die An- Iragen bei den Strafanstalten die Spur des .VerbrecherA fanden und ihn festiiahmen, zuerkannt werden. Weitere Anteile werden die Beamten des N a w i t s ch e r Zuchthauses, die den Namen des Verbrechers ermittelten, und die Polizei in Wismar, die sein Bild beschaffte, erhalten. Schließlich wird auch Der Sa/uhmach er, der mit Voigt zusammen im Nalvitscher Zuchthaus saß und jetzt seine Aeußerung, er werde seine nächste Tat mit Hilfe des Militärs „drehen", bei der Zuchthausdirektion zur Anzeige brachte, beteiligt werden. Bei der Beniner Jugend ist der geniale „Hauptmann von Köpenick" an Popularität schon um zehn Pferdelängen voraus. DaS beweist unter anderem ein seltsames Knabenspiel, das sich mit überraschender Schnelligkeit auf den Spielplätzen aller Stadtviertel Berlins eingebürgert hat und schon mit wahrer Leidenschaft gespielt kdurde: das „Köp enicker H anp t m a nns spiel". Soweit sich der etwas verzwickte Gang des Spiels verfolgen läßt, kommt es bei dem Spiel darauf an, daß „Bürgermeister" und „Nendanl" den „Hauptmann" erwischen; das wird ihnen aber sehr schwer gemacht durch die „Soldaten", die ihnen fortwährend den Weg versperren. Natürlich wird auch die Verhaftungsszene mit mehr oder weniger Geschick ausgeführt. Zum Schluß entwickelt sich jedoch eine Prügelei^ weil jeder „Hauptmann' sein will. Der Bürgerme-ifter^ posten ist weniger gesucht. Aus Essen wird geschrieben:' Neulich sollte auch ui Essen der Vielgesuchte gefunden worden sein. Eine 58 Jahre alte Diakonie-Oberin ans Berlin, die bei einer Essener Familie weilte, erging sich, um vor der Nachtruhe etwas frische Luft zu schöpfen, einige Zeit vor dem Hause ihrer Verwandten und vor den benachbarten Hausern. Sie erregte die Neugierde eines jungen Mädchens, das sie fragte, ob sie sich verirrt habe. Die frrage wurde verneint. Als nach einer Weile das Mädchen die Frage wiederholte, verbat sich die Oberin die Belästigung. Das war für das Mädchen das Zeichen, um die ge>amte Nachbarschaft auf die geheimnisvolle Dame aufmcrlfam zu machen. Es bildeten sich flüsternde Gruppen und ein aufgeregter Herr meinte: das lasse er sich nicht bieten, daß die Person vor seinem Hanse auf und ab gehe; man höre ja schon an ihrem festen Tritt, daß man es hier mit einer verkleideten Mannsperson zu tun habe. Als dann einige Burschen bic Oberin in roher Weise beschimpften, begab sich bic|c zu ihren Verwandten in die Wohnung. Bei der draußen stehenden Menge war es bald eine ausgemachte Sache, daß der vermeintliche Mann in Frauenkleidern niemand anders sei als der Räuberhauptmann von Köpenick. Zufällig kam der Bruder der Oberin, der mit feiner Frau einen Ausgang gemacht hatte, hinzu. Er verfnchte das Publikum auf- zukläreu. Da fuhr er ober schön auf. Wer baä glauben wollte! Man benachrichtigte, jetzt -erst recht mißtrauisch gemacht, eine Polizeipatrouille, die den interessanten Fall mit der allergrößten Gewissenhaftigkeit untersuchte. Die Oberin und ihre Verwandten waren durch das (5 mb ringen des Polizisten in die Wohnung natürlich sehr peinlich berührt; sie mußten sich die Störung aber wohl oder übel gefallen lassen. Nur durch geschriebene Beweismittel ließ ich der behelmt . von überzeugen, daß sich die Essener unnötig au,geregt hatten. Noi im 3. Z" y» ill die wüliiu Jubeii jia Velelc Mal \ djöne zu veo AOtö- iinuuexi per |otc Näh, bi Ö|tt) fönrter 459u| Pa' 2. veiini e;i)O mit Ä foiovt 6006 (ji mit a Bahnt: (Klojet fibßejd yiät von 3 , t*3in ’nib ojq lodter i W mieten 6249__ C-lcgf mit P und c 2. Eia toiott 2S. $ Schön Stoch ju vcri iLim u. Wat nebjt । alsbal j=j _ «Ul ?!°"l«rbe ?"äubc “‘Wqi n,^ly Alienil'i oder jp( J^liu. _ öüv älteres rnhigeni Laqe er mit all leheues !• Stock vermiet Schotts ^d)o vermie Scho iu vern et), noi faröeii; 5993/ CiijDI mit find Neubau, zu verrnjl Carl Lt entgeltlich. gegeben wird. Der Vorstand. Handel 4% Öesterr. Goldrente <7. 4% 395 Priuce-Hcnri-Eiseubahn Kerl in er Körse, 27. Oktober. Aufangskurse. Die nach- A AMnK stellenden ßvl & l u |D sicher anzutrelfen. 354 Sonntag 4—9 Uhr Nur Peläkan-^poiheke offen Ilarpener Bergwerk. Laurahütte . . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . . Titrkenlose . . . . 176.50 . 137.20 . 238.10 . 80 25 . 154.25 Berliner Handelsges Darmstädter Bank . Deutsche Bank . Dentseh-Asiat. Bank Diskonto-Konunandit. Dresdner Bank Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio- Eisenlahn . Gotthard bahn . . . Lombard. Eisenbahn Qesterr. Staats bahn . 52.25 87.90 67.30 95.60 '5 Oesterr. Silberrente Ungar. Goldrente . . Italien. Rente . . . 97.80 86.10 97.60 8610 97.35 Bochum Guss . . Buderus E. W Tendenz : fest. Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: fest. 3^°/- 395 3^°/< 395 3 >57, 3 >5 7, Reichsanleihe do. Konsole . , do. . . Hessen . . . Oberbessen . 210.50 . 246.50 . 36.50 . 124.50 . 146.00 495 Griech. Monopol-Aul. 4 95 äussere Argentinier . 37O Mexikaner . . 4>$7o Chinesen . . . . Aktien: . 36 70 . 144.70 . 147.25 Dr. Mar k wal d, Seltersweg 58II. -Dr. Richter, Frankf. Str. 411. Dr. Stahl. Babnhofstr 26. Werkstatt. . 3tt mieten gesucht: b /io 35 Wohnungen von 1—7 Zimmern. / Tie Vermieter haben eine Einschreibgebühr zu entrichten und mar für eine Wohnung mit einem jährlichen Viietwert bis 300 Mk. chnichlieülich 0,20 Mk., von mehr als 300 Mk. bis 500 Mk. ein- id)lieB(icl) 0,50 Alk., und von mehr als 500 Alk. 1,00 Mk.; außer* bem ift iüv jede Wohnungsanmeldung 1,00 Alk. zu hinterlegen. Für die Wohmmgsjuchenden erfolgt die Vermittelung un- httesrener Wetterdienst. Vor aufsichtliche Witterung für Hesse« am Sonntag, den 28. Oktober: Meist trüb, geringer Regen, etwas wärmer. Veränderliche Winde. __ WlWr MMychms Kietzes Gartenstratze Rr. 2, Zimmer Nr. 2. GerscLitssool. — Von dem Schösfengericht zu Langenselbold wurde laut „Han. Anz." die Sozialdemokratin Frau Zieh aus Hamburg wegen B e a m t e n b e l c i d i g u n g zu 1 4 Tagen Gefängnis verurteilt. Frau Zieh batte im Avril d. Fs. bei der Maifeier zu Langendiebach die Maiseslrcde aebalten mch dabei Wendungen gebraucht, durch die sich der die Verfainm- (min überwache Ilde l^endarm beleidiat tzihltc. 98.90 99.80 94.45 102.85 69.10 70.00 88.00 92.60 94.00 Flektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Sehnckert . . . Esch weil er Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk. . . Laurahütte...... OrtgrttcrL-Drcvhtnreldnngen. Berlin, 27. Okt. Der Etat-Voranschlag für das neue Rechnungsjahr der Marine -Verwaltung weilt gegen das laufende Etatsjahr eine Steigerung von rund 2 2 Millionen auf. Von dieser Summe werden rund 8 Millionen auf die fortlaufenden Ausgaben und 14 Mill, auf die Schiffsbauten, Armierungen 2C. entfallen. Berlin, 27. Okt. Vor der 2. Strafkammer des Landgerichts I mußten sich wegen Entführung einer Minderjährigen und wegen Diebstahls die 25 und 27 Jahre alten Handlungsgehilfen Alfred Dieser und Arnold Wendt verantworten. Die Angeklagten hatten die 15 Jahre alte Tochter des Tischlermeisters Heicke dem Elternhause entführt und zu einem lüderlichen Lebenswandel angehalten. Das Urteil lautete gegen Meyer auf 3, gegen Wendt auf 11/2 Jahre Gefängnis. _______________ Te$e^GBi2Sc6te des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie. Giessen. Frankfurter Börse. 27. Oktober, 1.15 Uhr. schlagSfrist 14 Tagt. Gießen, 26. Oktober 1906. Städtis dies Ho chbanamt (Serbe!. Gelmrde-Ber Pachtung. Montag, 5. N vember 190G findet an Ort und Stelle die Verpachtung folgenden Geländes statt: l. 12 Grundstücke ans dem Nahrungsbcrg und im alten Feld, 2. 1 Grundstück aus dem Aulweg hinter dem Weiher, . 137.90 . 124.90 . 240 30 . 220.40 . 155.75 . 210 20 . 245.75 . 124.55 3 95 Portugiesen Serie I . Zsrbeitsvergebnnft. Die nachstehenden Arbeiten zur Erbauung einer höheren und erweiterten Mädchensclmle sollen Montag, den 5. November ds. I. vorn». 10 Uhr öffentlich vergeben werden. 1. «tnstrcicherarbeitcn (4 Lose). 2. Liefern und Linftleben von Lincrnfta. ÄrbcitLtcschreibnng und Bedingungen liegen während der Dienst« stunden bei nnS zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an mis einznreichen. — Zu- . 169.50 . . 137.50 , . 238.00 . . 170.75 . . 181.30 . . 154.20 . . 210.40 . 120.40 4J-570 russ.Staatsanl. 1905 445° g japan. Staatsanleihe 4 95 Conv. Türken von 1903 Portugiesen „ III sind Sonntag, den 28. Okt. von 12 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts 1 Grundstück aus der Marie, . einige Grundstücke bei der Elscubahnbrücke im Zug der Klmikstraße, einige Grundstücke bei der Kläranlage in der.Nähe der Margaretenhutie. Für die beiden letztgei annten Grundstücke wird zur Düngung Schlamm von dec Kläranlage kostenlos zur Verfügung gestellt. Tie Zusammenkunft ist nachmittags 2 Uhr an der Kreuzung der Vergstrasie mit dem Echisfeuberger Weg bezw. um 4 Uhr an der Brücke im Zug der Klinilstraste. Gießen, den 27. Oktober 1906. _ .... /io Großherzogin.,s m?isterei Gießen. M c cum. Nordd. Lloyd . Obeischles. Eisen-Industrie 126.50 §todt rind Canfc. Gießen, 27. Okt. 1906. « Landesuniversität. Dem Dr. phil. Walter küchler aus München wurde die venia legendi für das Fach der romanischen Literaturgeschichte und vergleichende Literaturgeschichte erteilt. Seine Habilitationsschrift ist betitelt: „Die cent nouveiles nonveiles. Ein Beitrag zur Geschichte der französischen Novelle". "LandeS-Gewerbeverein. Dlirch Entschließung des Großb. Ministeriums des Innern nnnfbe der Direktor der Großh. Keramischen Manufaktur I. I. Scharvogel zu Darmstadt zum Mitglied des Ausschusses des Gewerbeverclns für das Grobherzogtum ernannt. *• Der Verwalt un gsgesetz-Ncvisions-Ausschuß der hessischen 2. Kammer hat in seiner sehr ausgedehnten Sitzung am Freitag die vorläufige Besprechung der Vorlage über die Stä dte o r d nu n g beendet und sich dann bis nächsten Mittwoch vertagt. An diesem Tage wird die neue Magistratsvcrfassung in Verbindung mit Art. 120 der Städteordnung in Beratung genommen werden. Es sei bei dieser Gelegenheit ausdrücklich darauf hingewiesen, das; alle bisherigen Beratungen des Sonderausschusses über die vorliegende Gesetzesmatcric lediglich vorbereitender Natur waren und das; bisher keinerlei bindende Beschlüsse irgendwelcher Art gefasst worden sind. Auch über die Abänderungsvorschläge der Ausschußreferenten haben sich die einzelnen Mitglieder vollständige Freiheit in ihren Entschliesiuogen vorbehalten. Es wäre somit vollständig zwecklos und verfrüht, schon jetzt über die Stellung des Ausschusics zu den einzelnen Punkten des Gesetzentwurfs irgendwelche bestimmte Angaben zu machen. Erst wenn die gemeinsamen Beratungen des Ausschusics mit den Vertretern der Negierung erfolgt sind, wird der Ausschuß an die Durchberatung der einzelnen Gesetzesbestimmungen herantreten und sich durch die Abstimmung für oder wider entscheiden. — Gaunerstreich. Am verflosienen Sonntag morgen erschien am Hauptpostamt ein junger Mensch und verlangte die Postsachen einer hiesigen Firma, die ihm auch anstandslos verabreicht wurden. Da die Firma an Sonntagen nicht regelmäßig ihre Briefschaften holen läßt, siel die Sache auch nicht auf, aber Montag früh lagen alle Briefe geöffnet in dem Hofe der Firma und es stellte sich heraus, daß ein Unberechtigter die Briefe geöffnet und den Inhalt durchstöbert hatte. Der Täter wurde heute in der Person eines hiesigen stellenlosen Kommis ermittelt und verhaftet. Er gestand zu, die Briefe geholt und geöffnet zu haben, um sich der darin befindlichen Wertsachen zu bemächtigen. Derselbe Mensch wird auch von der Großh. Staatsanwaltschaft Darmstadt wegen Urkundenfälschung und Betrugs verfolgt. ** Verhaftet wurde heute vormittag hier der von der Kgl. Staatsanwaltschaft Kassel wegen Einbruchsdiebstahls gesuchte Arbeiter F. Müller aus Zwergen. — Der Arbeiter K. von hier, der wiederholt seine Familie bedrohte und fortgesetzt in dem Hause skandalierte, wurde in Polizeigewahrsam genommen. ** Gestohlen wurden aus einem Neubau eine Anzahl Werkzeuge, als Schneidkluppe, Rohrschneider, Zangen usw. •• Unsere Regimentsmusik konzertiert am Sonntag nachmittag im Netten Saalbau. •• Für die Anlage-Musik am Sonntag vormittag lli/, Uhr in der Südanlage ist folgendes Programm ausgestellt: 1. Ouvertüre Felsenmühle von Neissiger; 2. Luna- Walzer von Lincke; 3. Ungarische Rhapsodie vou Ehrichs; 4. Der Mollwitzer Armee-Marsch von Friedrich dem Großen. •• Ein alkoholfreies Hotel-Restaurant, in dem auch alkoholfreie Weine, Biere und Liköre zum Ausschank gelangen, eröffnet Herr H. Geis heute im Hause Bahnhofstraße 52a. ** Aus dem Bureau des Stadttheaters. Turkenlose......145.60 Kch.GksckmmMkßkll Sonntag. d«m 28. Oktober: 6533 9. Stistimgsscst. Saalöfsmmg 7/7 Uhr. Abends 8 Nhr: Saalöffnung 7'/ Uhr, F^mitteuabend in Sterns Gurten. Konzert. Heater.. Hanz. Zu recht zahlreichem Besuche ladet ein Der Vorstand. Pa. haltbare Plockwurst per Pfund Mk. 1.40 Hochfeine Cervelatwurst per Pfund Mk. 1.50 Feinsts Lengefelder Cervelatwurst per Pfund Mk. 1.70 empfehlen Gebrüder Berta Bahnhofstrasse. a27/IO Lindenplatz. . 237.00 . 125.101 ES können eingestellt werden: 1 landwirtschastl. Knecht, 1 laudwirlfchastl. Magd, ^Ziegelet- und Steinbrucharbeiter, 2 Schlosser, 2 Schmiede, 3 Spengler, 1 Wagner, 1 Kartonagearbeiterin, 1 Kiner, 3 Schreiner, 1 Wasch» fr (tu, 2 Installateure, 30 Streckenarbeiter, 40 Erdarbeiter, 1 Maurer, 1 Packerin, 1 Hausbursche, 1 Hausmädchen für Hotel, Dienstmädchen gegen hohen Lohn, Laussrauen und -Mädchen. 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Großhcrzogliche Bürgermeisterei Beuern. Otto. 6534 stattgefundene Feier mit dem Wunsche verlasien, daß solche F amilicnabende, wie sie Pfarrer Geibel hier eingerichtet hat, bei allen Gelegenheiten, die für die Gemeinde von irgendwelcher Bedeutung sind,^wiederholt werden möchten. Sie verbürgen einen großen Segen für Kirche, Sehtile und Haris. () Usenborn bei Ortenberg, 26. Okt. Das diamantene Nochzeitsfest feierten gestern ein hiesiges Ehepaar. Das ehrwürdige Paar ist I. Pfeiffer und ferne Ehesrau geb. Schwalm, er ist 86, sie 83 Jabre alt. Bemerkt sei noch, daß auch der 101 Jahre alte Geometer Euler- Gießen aus unserem GebirgSdorse stammt. 0 Münchholzhausen, 26. Okt. In Sachen des vor einigen Tages aus Notwehr ersolgten Vatermordes sand dieser Tage eine weitere Verhaftung statt, der Arbeiter Weller wurde uach Wetzlar ins Gefängnis gebracht. Es wurde koustatiert, daß der Tod des alten Mompoteng nur durch den Schlag seines Sohnes erfolgte. )( Nidda, 26. Okt. Gestern stürzte ein unverheirateter Kn echt der F. U h lschen Brauerei vom Scheunengerüst in die Tenne und wurde mit schweren Verletzungen an Kopf und Rückgrat zur Klinik nach Gießen verbracht, wo er noch in der Nacht ft art'. — Unsere Umgegend war in diesen Tagen von zahlreichen Zigeuner Horden heim- gesucht, welche den Ortenberger sog. Kaltenmarkt besuchen. Hühner- und Gänseställe wurden dohpelt verschlossen gehalten. [] Marburg, 26. Okt. Schon längere Zeit tragt man sich hier mit dem Gedanken, eine Wertz u w a eh8 steuer nach Frankfurter Muster einzuführen. Trotzdem die Stadtverordneten sehr darauf dringen, daß die Einführung der Steuer beschleunigt wird, gehtS doch langsam vorwärts. AuS diesem Grunde wurde in der heutigen Stadtverordnetensitzung aueh ein Fluchtlinienplan, der das dem Gutsbesitzer Hoffmann gehörige Baugelände am Ortenberg ausschließt, abgelehnt mit Dec Maßgabe, erst die fragliche Steuer einzuführen. Der Oberbürgermeister verließ darauf in großer Erregung den Sitzn»(i-'ia^l.________ Gießener Strafkammer. X Gießen, 26. Oktober. Wegen Verkaufs unsittlicher Postkarten verurteilt. 9(uf Grund feines Geständnisses wurde der Kutscher I. H. K. von Langenselbold wegen Vergehens gegen die 5449 | 5 Zimmer | toajone, grope v-Ziinmelivohn. mit Ballon (Kanalanschl.) per sofort oder später zu vermteteu. 6556________Bismarckslratzc 30. 5-Zimmerivohuittig mit allem Zubehör zu vermieten. s.5904 Stephanstratze 43, I. Fink. Nord-Anlage 29 5 Zimmer im 3. Stock zu vermieten. 13584 Zn erirageu Bleichilratze 16. yicbioiivaßc 57 Schöne 5-Zuumeriv. im mittleren Stock p. 1. Januar ev. auch ivitijcx- zu venu. Jini). ^icbinitr.Gl. |6301 Ente Wohilttiig von öZtmmern u. Badez. mit Zeucht- u. Lachgas nebst all. Zubeh. weg. Verlegung alsbald zu verm, Stephaustr.38,p. 6184 ö-Zimmerivohuung im 2. St., ev. noch mit einem jchöuen 'Ulan- sardenztmm., p. 1. April zit verm. 59931 Grüubergcr Str. 1. 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