n ten. ierh^e Ü^orstand. sfitchionwtri^ prhnltlir.h, »rausten reiMtr |601 Fischbach. RxäftiflunflSmittel wie Niederlage beb • H»h f 1 entpftf^ i d v , Fischbach I Giessei iavaiogcv njw. tauten l snich m der 163} mania-Drogerie arl Seibel, ‘tu ff artet Stx&V» eriom it&i wie iraiijöi. ttoque!, altrenommiert. Brninntt lisch, Ulis«« lgegr- M laicheund Mb« jnil Fischbach, ioflna® ? m Stälen“ .Ksf c»rt*±; W atkartv" 1- (681 QKerrowangauin, Acrrocarui«, Hac« J satogcu, Leott» tzmistfiou, Soma« W Samstag 37. Januar 1906 JRotanonSbntd und Vertag der Brüh?'ick« £7 UniDerfuäiSöructereL 9L Lauge. G'etz«. Redaktion. Expedittcm ».Druckerei- GckuMr.A. 9lu 6L Letegr.-SUn.r tta^etger Gretz«. Nr. 33 Zweites Blatt trföttnt tRglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Oietzeuer Kamtliendlätter^ werden bem ,Anze'a" otermal rodet)enthd) beifleleqL Der stjch« taaOroUt*4 ericheuu monatiid) einmal. 16Z. Jahrgang General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen. vom Verein für historische Kunst-Berlin das bekannte Ge- Belgrad, 26. Jan. Eine amtliche Mitteilung wendet sich gegen das von der österr.-ungar. Negierung erlassene! Verbot der Ein- und Durchfuhr serbischen Viehes. Der 2lnfang. •* In der Gemälde-Ausstellung am Brand sind zu den größtenteils erst seit acht Tagen neu ausgestellten über die Verfassungs-Revision bat die Abgeordnetenkammer heute nut 52 gegen 34 Stimmen beschlossen, daß außer 75 durch direkte VezirkSwablen zu wählenden Abgeordneten noch weitere 17 Abgeordnete als Ersatz für die ausscheidenden Privilegierten durch ein allgemeines Landes-Proporz gewählt werden sollen. Die Anträge deS Zentrums und des Bauernbundes, diese 17 Mandate mit berufsständischen Vertretern zu besetzen, wurden ab- gelehnt. mälde »Hochzeitsschmauß in Hessen" von C. Bantzer-DreSden der hiesigen Ausstellung auf kurze Zeit überlassen worden. Ferner sind noch neu ausgestellt von A. Helberger-Berlin »Sonnenuntergang Bornholm", von R. LippS-starnberg »Varenna am Comersee", von A. Kapvis-Stultgart »Heim» kehr der Bodenseefischer«', von A. Rau-München »Dorsstraße^ »In der Heide^ von P. v. Ravenstem-Karlsruhe. r3fat*. Niederungen bei Tolz* u. s. w. Die Lilte zum Einzeichne« für neueintretenbe Mitglieder zum Kunstverem liegj noch im AusstellungSsaale offen. — Im Programm der Geistlichen Musikauf» führung deS Eoang. Kirchengesangvereins wird anstelle deS Adagio für Viola und Orgel von Bartmuß ein Largo für Violine und Orgel von Franz Tuma treten. Dieser am 2. Oktober 1704 zu Ädlerkosteletz in Böhmen geborene, am 30. Januar 1774 in Wien gestorbene Künstler ist erst seit wenigen Jahren wieder entdeckt und durch die Ausgaben von Otto Schmidt in Dresden in unser musikalisches Leben ein» geführt worden, und seine klare, edle Musik wird sich bald einen festen Platz in unseren Programmen erobern. " DaS Promenadenkonzert findet am morgige« Sonntag vormittags !!'>/, Uhr in der Südanlage mit folgendem Programm statt: 1. Krönungsmarsch von Meyer- beer, 2. Walzer nnd Chor aus der Oper »Fauste, von Äounod, 3. Finale aus der Oper .Rienzi", von Wagner/ 4. Armee-Marsch 206 von Trenkler. •• Unsere Regimentsmusik konzertiert am Sonntag nachmittag von 4 Uhr ab im Philosophenwald. ** Bassermann-Ga stspiel am Montag, 29. Januar. Wir wollen nicht versäumen, auch an dieser Stelle darauf hinzuweisen, daß die Vorstellung mit dem Schlage 8 Uhr beginnen wird. Bei dem starken Andrang, der voraussichtlich zu dem Gostsviel eines so hervorragenden Künstlers und noch in einer Sudermann-Premiöre herrschen wird, dürfte es sich also empfehlen, den Weg zum Theater Heer und Flotte. — Dem Daily Expreß zufolge bereiten die von dem englischen Attache bei der japanischen Armee im russisch-japanischen Kriege, General Sir Jan Hamilton, erschienenen Kriegserinnerungen der britischen Regierung ernste Schwierigkeiten, da das Buch in Japan Anstoß erregt habe. Es enthält Kritiken der japanischen Generäle und ihrer Kriegführung, die von den Japanern stark übel genominell wurden Ausland. Paris, 26. Jan. Naliol.alislische Blätter bringen aus Sedan eine Meldung, wonach sich dort dreijungeDeutsche zum Einschreiben in die Fremdenlegion gemeldet hätten unter der Angabe, sie seien Sozialdemokraten und wollten nicht im deutschen Heere dienen. (Ein angenehmer Tausch, dem sie sich da unterziehen. Die Burschen werden in Algier gar bald zu der Einsicht kommen, zu welchem ungeheuer törichten Streiche ihre kindische „Vaterlandslosigkeit" sie führte. D. R.) Calais, 26. Januar. Die Polizei entdeckte in der vergangenen Nacht auf dem Fensterbrett des Sekretariats des Polizeikommissars eine Bombe mit halb abgebrannter Lunte, die mit Nägeln und Eisenstücken gefüllt war. teresfieren, daß seine Mutter vor ihrer Verheiratung mit dem Grasen Karl Adolf von Hohenthal auf Knauthain in morganatischer Ehe mit dem Vater des letzten Kur- iürsten von Hessen-Kassel, dem 1847 geworbenen Kurfürsten Wilhelm II. vermählt war. Sie war eine Tochter des Frei Herrn von Bergen, des ehemaligen Kommandanten van Kassel. Karlsruhe, 26. Jan. In der heutigen Sitzung der Zweiten Kammer erklärte der Minister des Innern, Tr. Schenkel, in Beantwortung der sozialdemokratischen Interpellation, betreffend die Fleischteuerung, folgendes: Nach den veranstalteten Erhebungen erreichten die Fleisch- vreise, insbesondere für Schweinefleisch, im ganzen Lande, namentlich aber in den Städten, eine ungewöhnliche Höhe. Tie Erwartung, daß diese Erscheinung vorübergehend sein würde, hat sich bis jetzt nicht erfüllt. Die Regierung ist in Erhebungen darüber eingetreten, was zu einer Verbilligung dec Fletschpreise und zur tunlichsten Verhütung einer künftigen ungewöhnlichen Preissteigerung führen könne. Einer befriedigenden Lösung stehen aber um so größere Schwierigkeiten entgegen, als die gleichen Verhältnisse nicht nur in allen anderen Bundesstaaten, sondern auch tei> Unruhen im Kaukasus. Tie kaiferst Truppen fangen im Kaukasus an, einen energischen Feldzug gegen die Aufständischen zu führen. Die Eisenbahn ist allmählich wieder erobert und die Truppen brennen die Eisenbahnstationsgebäude nieder, damit sie nicht wieder in die Hände der Rebellen fallen. Ter Schad-en ist enorm. Ganze Dörfer stehen in Flammen und die Einwohner sind zu Bettlern geworden. Die Stadt Lutuis steht in Flammen. Großherzog haben dem Kammerherren KrciSrat Friede, von Hom bergt zu Vach und dem Ministerialrat Max. Frhr. von Biegeleben das Hofdienstehrenzeichen für 25 Dienst- jabre verliehen. S. K. H. der Großherzog haben den proo. Seminarlehrer Gg. Friedr. Muth in Bensheim zum Lehrer an dem Cchullehrerseminar daselbst ernannt. " Erledigt ist die mit einem eoang. Lehrer zu bc- ictzende 1. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Lind- beim, Kreis Büdingen. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Dem Fürsten zu Stolberg-Wernigerode-Gedern steht das Präsentationsrecht zu. L. U. Landes Universität. Der Assistent am land^ wirtschaftlichen Institut Tr. Wilhelm SH e berg er hält Tienstag 30. Januar 5i/4 Uhr in der kleinen Aula deS Universitätsgebäudes eine Probevorlesung über „Wanderungen der Kulturpflanzen", um sich für das Fach der Landwirtschaft zu habilitieren. Die S chw urge rich t ss i tzun g en der Provinz Oberheffen für das erste Vierteljahr nehmen am 5. März unter dem Vorsitze des Geh. Justizrats Dr. Schäfer ihren Deutsches Reich. Berlin, 26. Jan. Der Kaiser begab sich heute nach bem Königl. Opernhaus, um der Generalprobe zu der morgigen Vorstellung der Oper »Der lange Kerl" beizu- wohnen und nahm danach das Frühstück bei dem Generalintendanten von Hülsen ein. Später begab sich der Monarch nach dem Anhalter Bahnhof, um dort den König von Sachsen zu empfangen. Mit diesem traf Prinz Johann Georg ein. Der Kaiser geleitete den König im Automobil nach dem Königlichen Schloß. Außerdem trafen anläßlich des Gebiirtsfestes des Kaisers heute hier ein: Prinz und Prinzessin Heinrich, der Herzog von Sachsen- üodurg und Gotha und der Herzog und die Herzogin Johann Albrecht zu Mecklenburg, welche ebenfalls im Königlichen Schloß abstiegen. Unter den angekündigten Ge- durtstagsgästen befinden sich ferner die G ro ß h erzö g e von .Hessen und Oldenburg, sowie die Herzogin Sophie »Lharlotte, die Braut des Prinzen Eitel Friedrich. Dresden, 26. Jan. Mit Bezug auf den neuen Minister Grafen Hohenthal dürfte die Mitteilung in* recht frühzeitig anzutreten. ** Aus dem Bureau des Stadttheaters. Morgen} (Sonntag) abend findet eine Wiederholung der Posse „Lumpacr- voigabu ndu s" oder „Das luftige Kleeblatt" statt, ut der Herr Lutter-Reimer einige neue heitere Einladen singen wird. Die drei lustigen Vagabunden hatten bekanntlich einen durchschlagenden Heiterkeits- rsolg, nicht zuletzt Herr Reimer, der einige neue Lokalverse zum besten geben ivird. Am Nachmittags geht als Jremdenvorstetlung zum letzte Male Anton Ohorns Lchausprel „Die Bruder von St. B e r n h a r b" in Szene, worauf I alle Interessenten b-sonders hingennesen seien. ** Der Gern ha r d t'sche Zither- und Mandolinen- Chor Gießen gibt, tote aus dem Inseratenteil ersichtlich, morgen, Sonntag abend, im Hotel Einhorn einen Z i t he r - Musi k-'Abend. Das Programm enthält Werke für Zithern trt Verbindung mit Violinen, Mandolinen, Flöte usw. und ist durch Gesangsst-Vor trage mit Zithcrbegleittmg, ein Duett für Violine und Zymbel, sowie durch die Mitwirkung des Stteicherchors des Gesangvereins „Liedertafel" zu Lollar für reiche Abwechselung Sorge getragen. Die Leitung liegt in den Händen des MusiklehrerS Wigand Gernhardt. Alle Fneunde der nom tzkrnhardt'schen Zither- und Mandolinenchor gepflegten Musik-Richtung seien daher nochmals auf die Veranstaltung! aufmerksam gemacht. ** Unfall. Ein etwa löjähriger Junge verunglückte heute morgen an der Ecke der Wallthorstraße und AsterweA, indem er auf dem in der Gosse befindlichen Eise Schleif- Versuche machte, dabei aber so unglücklich zu Boden fiel, daß er die linke .Hand brach. Ter Verunglückte begab sich sofort in ärztliche Behandlung. ** Ter deutsche Verein hatte am Donnerstag abend eine gut besuchte Versammlung im Saale des Hotels Einhorn veranstaltet, in der Generalsekretär I. Henri in gs en-Hamburg einen Vortrag über das Thema: „Warum ist es unvcrständig, im Warenhaus zu kaufend hielt. Ter Redner zeigte zunächst im allgemeinen die Gefahren, die dem Mittelstand durch die Warenhäuser entstanden seien; er wies dabei darauf hin, daß namentlich die Spezialgeschäfte sehr geschädigt würden, und erklärte es als Schuld der Handwerker und der Kaufleute, wenn die Warenhäuser so sehr in die Höhe gekommen seien. Es sei namentlich von den letzteren bis jetzt versäumt worden, die Konsumenten auf die vielfache Übervorteilung durch die Warenhäuser aufmerksam zu machen. Hauptsächlich müsse den Konsumenten klar gemacht werden, daß die Warenhäuser mit großen Geschäftsunkosten (bis 25 Prozent) arbeiteten, und daß sie deshalb auch mit der gerissensten Reklame das Publikum herbeiziehen würden. Durch Vorführung einer Reihe sogenannter Gratisartikcl zeigte der Vort'agende fo« dann, wie das Publikum getäuscht loürde (z. B. papierue Markttasche, papierue Pantoffel, Lederschuhe usw.). Unter l anderem wies er auch auf die große marktschreierisch^ Fürst Bruno von Büdingen t» Wie uns bereits gestern telegraphisch gemeldet wurde, berschied am 26. d. M. früh um 9 Uhr Fürst Bruno zu ' Isenburg und Büdingen plötzlich an einem Schlag- 1 an falt Er hatte, — so wird uns heute aus Büdingen gesck)rie- ben — am Donnerstag abend noch seinen gewohnten Abend- schoppen in verhältnismäßig gutem Wohlfein in der Walhalla eingenommen. Der Fürst war seit dem im Sommer 1904 auf einer Schweizerreise erfolgten Schlaganfall sehr hinfällig geworden. Er nahm s. Zt. an dem itanenismen Feldzug 1859 teil. Damals wurde er schon einmal totgesagt und Trauer in der ganzen Standcsherrschaft angeoronet. Nun nach fast einem halben Jahrhundert ertönen dte Trauer- qloefen zum zweiten Mal um ihn. Tie Trauer tft m Büdingen und in der Umgegend allgemein, da er äußerst beliebt war. Er war ein großer Jagdfreund und huldigte noch bis vor seinem Tode diesem Sport. Die Beerdigung findet Tienstag nachm. 3 Uhr statt. Herr Hofrat Kayser-Günther in Frankfurt schreibt uns u. a. noch folgendes: m r Erbprinz Bruno bezog nach sorgfältiger Vorbereitung die Universität Göttingen, trat als Leutnant in das -Lirofer Jägerregiment „Kaiser Franz Josef" ein und kämpfte mit Bravour und Auszeichnung in zahlreichen (^fechten und Schlachten des österreichisch-ital. Krieges 1859. Bei Sol- l«-rino wurde er schwer verwundet. Nach dem Tode seines Vaters 1861 quittierte er den Militärdienst und fucccbierte in die Standesherrschaft. Fortan widmete er sich der Verwaltung seiner bedeutenden Güter und ausgedehnten Waldungen und tat viel zur Hebung der Lage der Bewohner fron Tübingen und Umgebung. Unter seinem Regime wurden die großen Gerechtsamen, die die Bewohner zalflreichcr, im ehemaligen kaiserl. Bü ding er Bannsorste gelegenen Orte Bjattcn, abgelüst. In politischer Beziehung huldigte der ver- Torbene Fürst liberalen Anschauungen. Als Student in G öttingen ist er sogar seinerzeit zusammen mit seinem Bruder Adalbert alsverdächtigerLiberalerrele- .Bert worden. Tas Sck)ulgeseH von 1874 im Großh. Hessen st mit sein Werk. Jahre lang präsidierte er der 1. Kammer. Obwohl er österreichisck)er Offizier gewesen und als persona gratissima bei Großherzog Ludwig in. §alt, waren seine Sympathien doch Preußen zugewandt. Bei den Großherzögen Ludwig IV. und Ernst Ludwig stand Fürst Bruno in hohen Ehren, und gar ost wurde sowohl Tin wichtigen Regierungsanaelegenheiten wie in besonderen Angelegenheiten des Großh. Hauses sein Rat gehört und Idefolgt. Von der Marokko-Konferenz. In der letzten Sitzung der Konferenz erneuert Revoil seine ErNärung, daß Frankreich für das Prinzip der offenen Tür eintrete. Am 25. hat im Hotel Raina Cristina eine Aussprache - wischen Herrn v. Radowitz und Revoil stattgefunden. Diese erste Zusammenkunft ist von Viskonti Venosta und Dem amerikanischen Gesandten White zustande^ gebracht worben. Tic Unterredung betraf mrsschli«'ßlich die Polizci- trage. Wenn auch nichts Bestimmtes über das Ergebnis !öer Unterredung in Erfahrung zu bringen war, so verbargen White und Visk. Venosta doch nicht ihre Freude über das Zustandekommen dieser erftvn Aussprache, der bald .weitere Besprechungen folgen dürften. Ter Pariser „Eclair meldet aus Vgeciras über die Beschlüsse der Marokko ko nferenz über die Frage des Äaffenschmuggels: Der Herzog von Mmodovar sprach Viskonti Venosta seinen Tynk für die getroffenen Abänderungen aus, welche er als einen glücklichen Abschluß bezeichnete. Tie neuen Bestimmungen, welche hinsichtlich des Waffenschmuggels angenommen sind, erkennen das Durchsuchungsrecht für Schiffe in den Häfen an, sobald genügende Verdachtsmomente vorhmrden sinch untersagen aber eine Turchsuchung auf hoher See. Die Ärafbestimm- ungen, welche in Anwendung gelangen sollen,, sind nicht ausschließlich den englischen Ersetzen, sondern teilweise auch dem italienischen Gesetzbucy und den anglo-egyptischen Bestimmungen entnommen. In gewissen Fällen treten Strafen bis 5000 Pesetas oder 2 Jahre Gefängnis ein. Wie derselbe Korrespondent erfahren haben will, soll die Unionsregierung den Sehutz der Juden in Marokko beanspruchen. Eine solche Einrichtung wäre geeignet, den Fanatismus der Muselmanen anzustacheln. weise im AnSlande eingetreten sind. Die Regierung wird, ®cniQ(bcn wieder einige neue hinzugekommen, und zwar ist nunmehr unverzüglich die Durchführung von Maßnahmen, da- 'ich hauptsächlich auf Hebung der Viehzucht, sowie auf die Anbahnung näherer Beziehungen zwischen Produzenten und Konsumenten und auf die Beeil i g n n g der Auswüchse deS Zwischenhandels beziehen, einer Prüfung unterziehen und nach deren Ergebnis ihre weiteren Anordnungen treffen. Stuttgart, 26. Jan. Nach einer dreitägigen Debatte Gesundheitszustand des serbischen Viehes sei zum mindesten ebenso gut wie der des österreich-ungarischen. Der Milzbrand sei seiner Natur nach keine Krankheit, welche die Anwendung so scharfer, vertragswidriger Maßnahmen rechtfertigen wurde; noch weniger verständlich sei daS Verbot der Ein- und Durchfuhr serbischen Geflügels. Infolgedessen habe die serbische Regierung wegen dieser Maßnahmen in Wien Einspruch erhoben. — Das Organ des Finanzministers meldet: Falls Oesterreich-Ungarn den Zollkrieg, der durch die Grenzsperre begonnen hat, länger fortsetzen sollte, werde Serbien alle kommerziellen und finanziellen Beziehungen zu Oesterreich-Ungarn abbrechen und b:e neue Anleihevorlage wegen der Beteiligung der Wiener Unionbank gamicht erst der Skuptschina unterbreiten. — Um das Land auS der gegenwärtig schwierigen Lage zu bringen, beabsichtigt die Regierung, bei allen Privatbanken Serbiens Kredite aufzuiiehmen. Jnfolgedeffen werden Kredite an Private vorläufig eingeschränkt. Ntan glaubt, daß ein neues, aus allen Fraktionen gebildetes Ministerium eher im Stande sein wird, den Konflikt mit Oesterreich zu beseitigen. Mehrere Blätter fordern die Regierung auf, alle in Serbien lebenden österreichischen Untertanen aus- zuweifen. New-Po rk, 26. Jan. Chicago meldet eine außerordentlich höbe Flei > chausfnbr na eh D e uti ch laut. Ans S.aöt und Ccrn-. Gießen, 27. Januar 1906. •* Personalien. Durch Kabinetts-Ordre vom 24. ds, ist der überzähl. Major Frhr. von Ungern-Sternbcrg, aggregiert bem 1. Großh. Hess. Infanterie- (Leibgarde-) Regiment Nr. 115, unter Einreihung in das Regiment vom 1. Februar d. I. ab auf ein Jahr zur Dienstleistung bei S. K. H. dem Großherzog kommandiert worden. (Wie seinerzeit gemeldet, ist Frhr. o. Ungern-Sternberg als zukünftiger Hofmarschall in Aussicht genommen. Red.) S. K. H. der jwar I W 1 lud) mädch. 1 Vo fl Wo *1 unir 1 brlietx , 1 SLchr IWi erbeut 1 Urb Umti Jfld> me $01 J, $04 t!: Sjfi: $03 ly. 5* 4 Jungen 4i(t' Ais feie Reklame durch Veranstaltung ^ WeihnachtsauEeNunstem Eromenabcnronscitc ft. B. mitJJSroaramm: ,«*■» , Kuvertüre von Wagner, eine Portion Karotten 1^) W0- ui^-b Herausgabe von Jugendzeitungen. Weiter krttlslertc der Vortragende die wirtschaftliche Lage der Angestellten. Er ist der Ansicht, daß durch die vielfache Verwendung von weiblichen Angestellten mit; durch Zahlung von gcrmgen Vnlmen (15—20 Mk. pro Monats dem Diebstahl durch die Angestellten selbst Vorschub geleistet würde besonders aber auch der Unsittlichkeit und der Prostitution. , Herr Lenningsen empfahl schließlich die Einführung einer höh»« Marenhaussteuer und den Beitritt zum deutschen Verein. — Nach den mit Beifall aufgenommenen Ausführungen begann eine lebhafte Diskussion, in der u. a. Redakteur Meters ausführte, die ganze am Dienstag und heute inszenierte Mittelstandsbewegung solle nur d e r a n t i semitischen Sache für die kommende Reichstags- Wahl Vorschub leisten. Einem Redner wurde wegen seiner konfusen Ausführungen das Wort entzogen, im übrigen nahm die Versammlung einen ruhigen Verlauf. sd. Zum Darmstädter Hochschulkonflikt. Vor einiger Zeit ist es hier, wie gemeldet, zu einem llcinen Hocb- schulkonflikt gekommen, weil der Senat den § 3 der Satzungen des früheren Ausschusses der Studierenden nicht genehmigt batte. Der Ausschuß löüe sich auf und der provis. Ausschuß hat sich in der Zwischenzeit bemüht, für den § 3 eine andere Fassung zu finden. In einer gestern abend ab- gchaltenen Studentenversammlung wurde nun beschlossen, in dem § 3 zum Ausdruck zu bringen, daß von dem Verbände der vereinigten Korporationen und Fachabteilungen nur die Korporationen und Fachvereine vertreten werden, in deren Satzungen keine Bestimmung vorhanden ist, welche auf'konfessionelle oder politische Bestrebungen hindeutet. Diese Aenoerung wird jetzt dem Rektorat eingereicht, das darüber zu beschließen bat. — Lang-Göns, 26. Jan. Die neue zu besetzende Forstwartstelle erhielt Karl Bergk hier, die Straßcnwartstelle JohS. Bopf. v. Vom Tünsberg, 25. Jan. Der Winter ist auch hier mit Macht ein gezogen, nicht allein der Tünsberg hat seine weiße Haube aufgesetzt, sondern auch die Saatfelder des Landmannes haben die lang ersehnte Schnee- dccke erhalten. Ueberall in den Waldungen erschallt die Axt des Holzhauers. Hol'^versteiaerungen wurden bisher in hiesiger Gegend noch nicht abgeholten. )( Laubach, 27. Jan. Der in weiten Kreisen bekannte langjährige Bürgermeister Jochem ist seit einigen Tagen nicht unbedenklich erkrankt Dem Vernehmen nach wird er sich in nächster Woche einer Operation in Gießen unterziehen müssen. W. Bad-Nauheim, 2o. Jan. Tie Oberklasse des Großh. Schullchrersemin ars zu Friedberg stattete heute unter der Führung des Tircktors Schäfer der hiesigen Volksschule einen Besuch ab. Schon vor 8 Uhr hatten sich die 40 Herren hier eingefunden, um zunächst das neu erbaute Schulhaus mit all seinen den Forderungen der Neuzeit entsprechenden Einrichtrrngen einer Besichtigung zu unterziehen. Darauf teilte sich die Klasse in zwei Gruppen und wohnte den einzelnen Unterrichtsdisziplinen der verschiedenen Jahrgänge bei. Ten Schluß der Uuterrichtsprobcn bildeten einige "turnerische Vorführungen. Friedberg, 26. Ji Tie Hauptversammlung des Landesverbandes der Deutschen Rcformparte, für Südwestdeutschland tagte am letzten eonntag hier. Auch die Landtags'bgg. Bähr. Hirschcl und Whler waren erschienen. Zunächst wurde der Kassenbericht erstattet, der einen kleinen K'a sse nb'eft a u d aufwies. Ter Bericht über die Tätigkeit in den lebten Jahren brachte von allen Seiten Beschwerden über dieVernachlässigung Hessens durch die Deutsche Reform Partei. Der wichtigste Punkt der Tagesordnung war der Antrag Metzer-Frankfurt: ..Der Landesverband der Deutschen Reforrnp^rtei für Südwestdeutschland möge seinen Austritt aus der Reform Partei vollziehen und sich der Deutsch sozialen Partei an sch ließen." Nach ausführlicher Begründung äußern sich zu dem Anträge eine ganze Anzahl Herren, sämtlich in zustimmendem Sinne. Der Antrag wurde dann einstimmig angenommen. Damit scheidet der Landesverband für Südwestdentschland aus V.t Deutschen Rcformpartci aus und schließt sich ber T-utschsozialen Partei an. A. Mainz, 25. Jan. Im letzten Quartal wurden im Mainzer Krematorium 51 Leichen ein geäschert. Von diesen waren 24 aus Wiesbaden, 6 aus Mainz, 2 aus Biebrich, 2 aus Eltville und je eine aus Augsburg, Bretzenheim, Cre- feld, T’ >rg, Düsseldorf, Elberfeld, Georgenborn, s'Graven- hage stand, Heelsum i. Holl., Hagen i. W, Idar, Kostheuu, Langenschwalbach, Langenlonsheim, Nackenheim, Oestrich und Nüdesheim. Unter den eingeäscherten Personen waren 35 Männer, 15 Frauen und 1 Kind. Der Religion nach waren 30 evangelisch, 14 katholisch, 1 altkatholisch, 1 freichristlich, 4 israelitisch, 1 Tiisident. Tie Gesamtzahl der Eiliäscherungen im Jahre 1905 betrug 194 gegen 156 im Vorjahre. Offenbach, 26. Jan. Ter katholische Pfarrer inJuegesheimist seit einigen Tagen verschwunden. Tie Staatsanwaltschaft beschäftigt sich bereits mit dieser Angelegenheit und hat in Juegesheim dieser Tage Er- wittlunaen anstellen lassen. — Nach einer anderen Meldung ist in Juegesheim bas Gerücht verbreitet, der Pfarrer habe sich in Hamburg erschossen. Hanau, 26. Jan: Der 55 Jahre alte Gastwirt Fritz Telle, Besitzer des „Nassauer Hofes«, machte in voriger Nacht in der Küche seinem Leben dureh Einatmen von Leuchtgas, angeblich wegen schlechten Geschäftsganges, ein Ende. Als heute Morgen seine Tochter mit einem Licht in die Küche trat, erfolgte eine Exploston, die die Fensterscheiben zertrümmerte. Das Mädchen erlitt keinen Schaden. Wiesbaden, 26. Jan. Bei dem ersten Bataillon des hier garnisonierendeg Infanterie-Regiments ist den Unteroffizieren und Mannschaften verboten worden, das liberale „Wiesbadener Tageblatt« zu lesen; auch außerhalb der Kaserne sei das Blatt nach Möglichkeit zu meiden. Ter Anlaß wird in der Berichterstattung des „Tagbl.« über die sozialdemokratischen Wahlrechts- kundgebungen vom vorigen Sonntag gesucht, die vorurteilsfrei war und u. a. auch von einem „beinahe komischen Eindruck« sprach, den die 9(rt deS Aufgebots der Berliner Garnison mache. Auch hier in Wiesbaden waren ähnliche Anordnungen getroffen und zur Freude des Kantinenwirts die Soldaten in den Kasernen zusammen gehalten worden. (Dieses Verbot ist nicht leicht verständlich. Das „Wiesb. Tagbl." gehört zu den tüchtigen alten, in der ge'amten Bürgerschaft Wiesbadens mit Recht angesehenen Blättern, die einem gemäßigten Liberalismus huldigen. Unsere heutige' Berliner Zuschrift, dte des Kaisers Urteil über die Straßen- demonstrationen behandelt, stellt ja selber fest, daß zum Teil ganz andere als rein politische, tatsächlich heiter wirkende Gründe zu so außergewöhnlich großen Militäraufgeboten geführt haben. Nun, das ,WieSb. Tagbl." wird sich zu trösten ivissen. D. Red.) Frankfurt a. M., 27. Jan. Der VerwaltuugsauS- schuß der M oza rtstiftung hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, onS Anlaß der 150. Wiederkehr von Mozarts Geburtstag b-i der hiestgen Bürgerschaft die Errichtung eines einfaehen, ideal aufzufassenden Denkmals für den Komponisten — vielleicht am Mozartplatz oder in den Anlagen — anzuregen. Tie Stiftung, die der Verehrung für Mozart Entstehung und Namen verdankt und sich durch ihr fast 70jähriges Bestehen und Wirken hieran berufen fühlt, hat bereits mit maßgebenden Persönlichkeiten Fühlung genommen und überast sympathischen Anklang gesunden. (F. Z.) p. Von der Till, 24. Jan. Einer solch teuren Holzversteigerung wie der heutigen hat Einsender noch nicht beigewohnt. Ter Preis für ein Klafter (4 Meter) Scheitholz, allerdings gute Qualität und leichte Abfahrt, war 46 Mk., ziemlich entsprechend war der Preis für's übrige Hartholz. Selbst die A'twellen waren hochpreisig. Unter 6 Mk. wurden selten 50 Stück verkauft. s Gladenbach, 26. Januar. Für den Neubau eines A m tsgeri ch ts ge bä u d es hier ist eine 1. Nate von 70 000 Mark im Justizetat des Staatshaushaltsetats für 1906 eingestellt. Ein geeigneter fiskalischer Bauplatz von 29 9lr Größe ist vorhanden. Die Kosten sind für das Gebäude auf 80000 Mark veranschlagt, für die Nebenanlagen auf 12 800 Mark, zusammen 92 800 Mark. Hierzu kommen die sachlichen Bauleitungskosten von 10 000 Mark. Zu dem Gesamlbelrage von 102 800 Mark treten noch die Kosten der Eiurichtungs- gegenstände.__________________________________ E>ermi1d)M. • Ueber den Tod des Obersten v. KoSpoth, deS Kommandeurs deS Schützenregiments in Dresd en, der vor acht Tagen plötzlich verstarb, wird von dort aus die Meldung verbreitet, wonaeh Herr von KoSpoth in einem Duell von einem Offizier erschossen worden wäre. Nach anderen Meldungen könne jedoch von einem Tuest nicht die Rede fein; der Oberst sei eines natürlichen Todes gestorben. Er erkrankte am Morgen unmittelbar nach einer militärischen Hebung an einem UnterleibSleiben und mußte sich sofort in ein Krankenhaus aufnehmen lassen. Schon während des vorjährigen Manövers waren Gerüchte über ein Duell des Herrn von KoSpoth verbreitet, die dadurch entstanden waren, daß er sich zufälligerweise an demselben Tage wie ein anderer höherer Offizier krank gemeldet hatte * Kleine Tageschrvnik. Seit einigen Tagen ist der Inhaber einer chemischen Anbrit in Nixdorf, Dr. Robert Moscheles, unter Hinterlassung einer großen Schuldenlast verschwunden. — Der „Daily Ehronicle" meldet aus Melbourne, d.'.ß seit einem Watdbrand ganze Familien vermißt werden, sodaß man befürchten muß, daß sie den Flammen zum Opfer sielen. Der Dorstehrer in Vale benahm sich Wie ein Held, indem er bei größter Lebensgefahr 28 Schulkinder aus dem brennenden Schulgebäude rettete. — Aus Victoria wird berichtet, bch weitere zwölf Ueberlebende d"s gesunkenen Dampfers ..Valencia" auf der Höhe des Kap Boule auf einem kleinen Floß entdeckt worden seien. Mithin sind von den 179 Mann, die sich an Bord des Dampfers befanden, 25 gerettet worden. Mehrere Schleppdampfer befinden sich noch immer am Orte der Katastrophe. um noch Nachforschungen nach weiteren Uebcrlcbcnbcn an- zustellen. Gießener Strafkammer. )( Gießen, 26. Jan. Durch dos Schöffengericht Bad-Nauheim ivul'be neben nnbarn ber Schüler ber Friedberger Gewerbeakabemie A K. aus Düsseldorf wegen Ruhestörung zu 3 Mk., wegen Beleidigung, Widerstands und Körperverletzung zu 50 Mark, wegen Sach- beschäbig"ug zu 10 Mark Geldstrafe und wegen Versuchs ber Gc- fangenenbefrei'.ing zu 2 Tagen Gefängnis üerurteitt. Nachdem er mit einem Kollegen schon früh morgens in Friedberg mehrere Wirtschaften besucht hatte, begaben sie sich nach Bud-Nauheim, wo sie zwölf weitere Wirtschaften aufsuchten. Sie wurden abends, als sie singend und schreiend die Straßen durchzogen, von Schutzleuten nach ihren Personalien gefragt, die K. auch gutwillig angab. Sein Kollege dagegen verweigerte icbe Auskunft, weshalb ihn die Schutzleute zur Wache brachten. Unterwegs versuchte er seinen Kvllegen aus den Händen der Schutzleute zu befreien. Er stieß und trat nach den Schutzleuten und verkratzte dem einen b's Gesicht. Nunmehr wurde cr selbst festgenommen und nach der Wache gebracht. Dort angekommen beleidigte er die Beamten; er erfaßte einen Schutzmann an ber Achselklappe unb riß ihm bie Vorderseite bes Mantels herunter. In die Arrestzelle verbracht, zertrümmerte cr sämtliche Fensterscheiben. K. focht dos Urteil des Schöffengerichts an, und verlangte unter dem Verschätzen sinnloser Trunkenheit seine Freisprechung, während sich die Staatsanwaltschaft der ^Berufung anschloß um höhere Bestrafung zu erzielen. Die Verusungsverhanblung ergab, baß K. zwar schwer, aber doch nicht ganz sinnlos betrunken war. Die Strafkammer ging in ber Annahme mildernder Umstände nicht soweit wie das Schöffengericht, weshalb sie die Strafe iregen Ruhestörung auf 10 Mark, unb die wegen Beleidigung, Körperverletzung unb Wiberstanbs auf 75 Mark erhöhte. Bei ben übrigen Strafen, sowie bei der Publikatzonsbefugnis behielt es sein Bewenden. Straferschwerend berücksichtigte bas Gericht, baß ber Vorfall sich in einer Vadestadt, die von vielen Schwerkranken besucht ist, sich zugetragen hat, während es sehr bedauerte, daß ein Mensch vom Bildungsgrad des Angeklagten nichts besseres zu tun weiß, als von früh bis spät dem Alkohol zu huldigen. — Die Arbeiterin M. M. von (Gelnhaar Hot zu Friedberg ihrer Hauswirtin sowohl, als auch einer Frau, der sie Lausdienste leistete, verschiedene Hai'shaltungsgegenstänbe gestohlen. Trotz ihrer Jugend hat sie schon mehrere und zwar recht erhebliche Zuchthausstrafen erlitten. In einer früheren Verh'ndlnng erhärte sie, mit dem besten Willen d"s Stehlen nicht lassen zu können, trotz ber besten Vorsätze, könne sie ber Versuchung nicht wibersehen. Das Gericht beschloß bamals, sie auf ihren Geistes- zustanb untersuchen zu lassen. Der Sachverstänbige scbilbrte sie ?ls eine geistig minberwertige Person, bie der Befriedigung strafbarer Triebe weniger Widcrstanb entgegen setzen kann, doch sei sie für ihre Taten verantwortlich zu machen. Das Gericht sah hiernach von ber sonst üblichen Zuchthausstrafe ab unb crfinute auf 2 Fahre Gefängnis. — Der Reifende H. G. aus Koblenz hatte für einen hiesigen Buchhändler Bestellungen auf Zeitschriften ent-wgenzunehrnen. Er legte seinem .brmzipal eines Tages eine Anzahl Bestellzettel vor, deren ! nterwwlst er selbst vollzogen hatte unb ließ sich bie vereinbarte Provuion bafür auszahlen. Da ber Buchhändler sah, daß bie Unterschriften alle von einer Hand herrühren, sprach cr ihm gegenüber sofort ben Verbacht aus, baß bie Bestellungen finaiert hnen. Die Vermutung bestätigte sich halb, weshalb Anklage wegen Urkunbeufalfchung unb Betrugs erhoben wurde. Da ber Buchhand er sc bst die Unterschriften nicht für echt hielt, konnte von emer Täuschung feine Rede sein, womit ber Tatbestanb ber Urkunbeusalschung entfallt. Wegen Betrugs erkannte bas Gernot aus -a Mark Gelbstraw, indem es die Notlage bes Anae- k.-gten und beu genügen Schaben, sowie ben guten Nus straf- rii becnb benwnchtigte. Weiter war ihm eine Unterschlagung von c- Mark zur Last gelegt, er gab aber glaubhaft an, vergessen a Fräulein Marie Roth, Brauerschwend, mit Herrn Heinrich Reibclina, Ella des U&DdeJ Oestorr. Goldrente. . 127.59 4*/5Oesterr. Silberrente Obmchlcs. Eisen-Industrie 333.6) 3no Portugiesen Serie I . 3°<< Por tu diesen III Börse, 27. Januar, Anfan<*skurse IC17/1 meiner L’ir’ar. Goldrente Italien. "Rente . . . 249.50 . . 135.75 Garpcner Bergwerk r anrahittte . . . Xordd. Lloyd . Harpener Bergwerk Lanrahntte . . Lombarden E. B Nordd Lloyd . . Türkenlose . . . •’/ti H^°/< Berliner Handelsg-es. Parinstädter Bank . . Pent'che Bank . Dcntsch-Asiat. Bank . Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . Kreditakticn . . . . Ea’t more- und Ohio- Eisenbahn . . . . Gotthard bahn . . Lombard Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbahn 3^°/< 3% . 101.10 . S9.C0 . 101.15 . PW . 99.91 . . 217.50 . . 250.20 . 24.50 . . 126.80 4", 4 °< . 175.30 . 148.20 . 240.60 . 94.80 100-' 5 101/0 96.70 106.UO 6Q.O0 68/ 5 91.7.' 94 .PO CO 00 144 60 53 70 91.80 67.10 98 70 Flektriz. Trhmeyer . . . Elektriz. Schachert . • . F.schweiler Bergwerk . . Geherkirchen Bergwerk . Hambnnr- Amerik. Paketf. Reichsanleihe do. Konsols . , do. . . Hessen . . . Oberbessen . 173.40 . 148.60 . 24 0 50 . 183.60 . 180.30 . 165 70 . 212.00 138.50 128.00 265 03 226 93 166 40 217 50 249.nl Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Vo'anösitbtlichc Witterung in Hessen für Sonntag, ben 28. Januar 1906: Anbauer der milden, regnerischen Wuterung, nur geringe Niederschläge, zeitweise anfheiternd. Näher«"'' ^-nrch die (Eichener Wellerkarte. 3°/n Mexikaner . . 1XA % Chinesen . . Aktien: Bochum Gnss . . . Buderus E. W. . . Tendenz: fest. Berliner Canada E. B. . . . Parmstädter Bank . Deutsche Bank . Dortmunder Union C. Dresdner Bank . . Te”denz: rnbi?. Telefonische Kursberichte Giessener Anzeigers. mit«rete:.lt von der Bank für und Industrie, Gicsson. Fran klarier Btörse. 27. Januar, 1.15 Ehr. . 116.90 . 198- . 24 40 . 142.90 . 132.00 ÄBitltaf teilt ...... noch Stücke von Mk. 65.— bis Mk. 340.— in Grösse 2x3 m in selten schönerWirkung vorhanden. Z.B. einige Bochara’s- Saruch und Mesched etc. Günstigste Kaufgelegenheit. Th. Brück, Möbelfabrik und Innendekoration rt aut U i c it a di r i cb tc n. Verlobte. Fräulein Lii'a Fritzges, mit Herrn Heinrich Fritzges, Götzen. — Fraulein Johanna Rothschild, Hörstein, mit Herrn Salomon Stern, Büdingen. — Mau berichtet aus Düsseldorf: Der Dramaturg, bes neuen Schauspielhauses, Dr. Paul Ernst, bat durch gütliches Uchereinkornmcn feinen Vertr-g mit der Direktion gelöst. Er scheidet -*'•§ s' ner Stellung als Dramaturg wie als Heraus- gaber d"r . ans. (^ri'kn'"m Huches. Bnm iy20 0 rnss.Stnatsanl. 190> 4y° „ japan. Staatsanleihe i % Conv. Türken von 19u3 Türkenlose ... . . 4 % Gricch. Monopol-Anl. . \% äussere Argentinier . zu Wen, das Geld abzuliefern, weshalb auch b'"rfür Frei, sprach erfolgte. — Der Rentner Th. B. von A/sfeld ließ durch den Bauunternehmer Wilhelm Quirin an seiner Hosraite eine Mauer aussühren, ohne im Besitze einer banpolizeiluben Genehmig 'na zu sein. Es giigen ihnen Str'sb'fKste in Höl)e von je 150 Mark ?u, die das Schöffengericht auf ihren Einspruch auf 15 Mark ermäßigte. Auf Betreten d's Kreisamts. das der Ansi's't w"r, die Ueb'rtretung sei ihm zum Trotz erfolgt, erhob bie ?' ats.'Nwallschast zmee^s Erzielung ciirr höheren Strafe, Bern ", i Dieser irntrH ieboch nur teilweise stattgeaeben und bie Slr je des B. < 30 Mark erhebt, während das Urteil int übr'gen seine Be ung f*rb. — Auf Privatklage d's Ehr. F. zu H i* n g e n wurde der Flnrschütz W. G dort wegen Bcleidig- nng zu 15 unb 6 Merk Geldstrafe verurteilt, während bezüglich einiger wnterer unter Aftkl^^e gestellter Aenßernngen Freispruch eintrat. Auf Berufung b^s Verurteilten erfolgte durch bie Strafkammer gänzliche Freisprechung, ba sie annahm, daß sämt- ssche A>""'erungen in Wahrnehmung berechtigter Interessen ge- f-ts-'n H"b _ __ __ _____ 13 s s kn* ai U ä «U a c b r i d > t c n. * Der Dirckwr ber Vresl'uer K'nberkliuik, Dr. Albert Ezerny, a. o. Prefessor an der hiesigen Universität, erhielt einen Ruf en b> Universität München als Nachfolger des (Scrktyt^aaL Veuthen (Obexschl.), 26. Jan. Der erste Staatsanwalt beantragte gegen den Landgcrichtsrat Blumenberg wegen ÄrreObrnches vrh Betruges 4 Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust. Die Kwstcn des Berliner Vommernbank-Pro- zesses dürften nach n''oefahrer Schätzung auf etwa 150 000 M"rk »h v>'rans''ht-''aen fpfn. itiiö Pcrfcbr, Volkswirtschaft. Gewerkschaft Fernie. Ter Grnbcnvorstand h"t beschlossen, eine öffentliche Erörterrn'a über die Verhältnisse, der Gewerkschaft und über die Art und Weise, wie die Verwaltung ihre Pflichten erfüllt, abenlebnen, (Warum? D. R.) vielmehr alsbald die G e w c r ke n v c r s a m m l u n g z u berufen unb bersechen volle Rechenschaft zu geben. Den Gewerken werben auch die Gründe dargelegt werden, ans welchen die Versendung der Llu"rw^sh-vi''^t'' nmVir'frl'ti Tr^rh^n isst m ^4 fv-.r- .S* von zA ^tei, tl» VN Und 8 ?ÄÄ r^SmLL -7 teÄ 'rZZiH ;i*Sg"S LLtzZ ^*2»8.*s ^cb^nT*—- ^ÄnthcrfüSt S:rt ^icbajr******- t> n r f • *b'° * L'tzL SBF SSW al — ttuta«ntentfcPwft a^reZuchthaus uch ^ommernbanf.^rv. avung aus etwa 150 000 Volkswirtschaft. Gri'.^nvvrsland'h-t be> ^..ubrr, die ^nhältniffe " vne die Venvaltmw orum? 2. 91.i vielmehr i1110H u berufen und "n Gnverken werden and) -lmcn die Versendung der Achten. 1>OK, nut Semi öeinrtdi Rothschild, Sörstein, ■ mit - Fräulein Marie Roth, ibflina, (f'fla Ker Wciterdic'tft. Hessen 'ür Tonntaq, den en, reanerischcn W.tlerung, ibcitenib. er Wetterkarte. ’S berichte cm der Bank Hkr W 'WH, Januar 13^ Vbr. vl IfWmeyer. • 24150 MO Ml 1651'1 212.61 . 11691 . 198." . 2410 J42.90 132JOO lffl> 12 w iner Handels» ^Städter Bank . •'ehe Bank . w'i-Asiat Bank . onto-Kommandit • Iner Bank - • itaktien . • • ■ wäre- nnd Ohio- ।senhahn - » ' ;hardbahn . • • >bard Eisenbahn . terr. Staatsbahn - - lce.0eiiri-Eisenbahn ',7.. Sc’inckert. rete Berwerk . . »« rkitchen Bergwerk . 2.6. bnr-r.Amerik. Paket!. JJJ «Be.gw.rk, ■ ■ W ■n'intte. - - ' ' L d. Lloyd . ■ • • •' xc'ilc’- Eisrn-Indnstne j8wJ Illi in war, Anfang»^ ■neuer Bergwerk • ' irabntte • • , 245.' nbarden E. B • , 126Ä ■dd Lloyd ^Innendekoration LinigungS-Verhandlungen zwischen den großen Fraktionen sind eingeleitet. Hannover, 27. Jan. Der preußische Eisenbahnminister ordnete die Wiederaufnahme der Schnellbahnversuche auf der Strecke Hannover-Spandau an. Tie vor- jährige Höchügeschwindiakeit von 136 Kilometer soll bei den neuen Versuchen bedeutend gesteigert werden. Kiel, 27. Jan. Bei dem festliegenden Kreuzer „Port" in der kaiserlichen Werst wurde der Riat rose Spichalski von einer Smhltrosie gefaßt und so heftig gegen einen eisernen Pollen geschleudert, daß er sofort starb. Nürnberg, 27. Jan. DaS OberkriegSgericht verurteilte den Oberleutnant Oppelt vom 10. Jnsantcrie- Negiment wegen vorschriftswidriger Behandlung eines Untergebenen zu 2'Monaten Gefängnis und Entfernung aus dem Heere. stulaiS, 26. Jan. Gestern wurden m Kwirily durch den Generalgouverneur Alichanow der Gouverneur der Provinz Kutais Staresielski nnd der Vizegouverneur BktlinntmachmiA. In der Zeit vom 20. bis 27. Januar 1906 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 hörnerne Haarnadel, 1 weißes Taschentuch, gez. A. W., 1 Portemonnaie mit 42 Pfg. Inhalt, 1 englisches Buch und 1 paar Hand- schuhe; verloren: 1 goldenes Armband, ziseliert mit Schloß in Herzform, 1 Bierzipfel (schwarz.rot-qold mit Ring), 1 silberne Damenuhr mit Kette und Anhängsel, 1 silbernes Kettcnportemonnaie mit 8.50 Mk. Inhalt und 1 Portemonnaie, rot, mit 40—42 Mk. Inhalt. • n Hanf en ifl: 1 Hund (Boxer) gelb mit schwarzer Maske. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände ।Wieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Großh. PoOzeiamt Gießen. _______________________I. V.: Roth.___________________ Ltädlischcr WohiumMchmciS Gictzcn. Garlenstratze 2, Zimmer Rr. 2. (Deschäsrsstunden von 8—1 und von 8—6 Uhr.) ES sind zu vermieten: 1 Wohnung von 7 Zimmern, 2 Wohnungen von 6 Zimmern, 7 Wohnungen von b Zimmern, 4 Wohnungen von 4 Zimmern, ß Wohnungen von 8 Zimmern, 1 Wohnung von 2 Zimmern, unmÖbL Zimmer, 1 kleinere Werkstatt, 1 Laden mit Wohnung. Zu mieten gesucht: 40 Wohnungen von 1—7 Zimmern, 1 Werkstatt mit 3-Zimmer- wohnung, 1 Laden mit 2—8-Zimmerwobnung. Tie Vermieter haben eine Einschreivgedühr zu entrichten und zwar für eine Wohnung mit einem jährlichen Miet wert bis 800 Mk. einschließlich 0,20 Mk., von mehr als 300 Mk. bis 500 Mk. einschließlich 0,50 Alk., und von mehr als 500 Mk. 1,00 Mt.; außerdem ist für |cbe Wohnung-anmeldung 1,00 Mk. zu hinterlegen. Für die Wohnungsiuchenden erfolgt die Vermittelung ttn- entgelllich.■ kMWr ArbkitSiialhilicis Kiktzrs. Garlenstratze Nr. 2, Zimmer Nr. 2. ES können eingestellt werden: I landwirtschaftliche Magd, 1 Kunst- u. 2 Bauschlosser, 1 Schmied, 1 Buchbinder, 1 Schneider, 10 Schuhmacher (auswärts), 5 Dienstmädchen. Lehrlinge: 1 Schmied, 2 Buchbinder (gegen Vergütung), 1 Installateur. Es suche» Arbeit: B”/, 1 Vauschlosser, 1 Maschinist ob. Heizer, 1 Sattler ob Polsterer, 2 Schreiner, Wasch- ober Putzfrauen, 1 Erdarbeiter, 2 Installateure, 1 Dialer ober ^Anstreicher, 1 Fabrikarbeiter, 1 Packer ober Lagcr- orbeiicr, 2 Ausläufer, 1 Fahrbursche, 1 Kellner, 8 Lauffrauen, 1 Arbeiter (leichiere Beschäftigung), 1 Bureauaelnlfe.______________ Nutzholz-Verkauf. Dienstag, den 6. Februar 1900, von Vormittags 10 Uhr ab, sollen aus den Distrikten 4 und 12 des Ge- rr^iudewaldes Niedermittlau bei Merholz 111 Stück Eichen-Slämme von 3 bis 20 Mt. Länge und 22 bis 65 Ztm. mittleren Durchmesser 86 Stück Kiefern-Abschnitte von 3 bis 16 Mt. Lange und 18 bis 45 Ztm. mittleren Durchmesser und ca. HO Stück Etchen-Abschniite, geeignet zu Wagnerholz und Deichsel öffentlich meistbietend an Ort und Stelle verkauft werden. Ter Verkauf in Distrikt 4 beginnt vormittags um 10 Uhr, im Distrikt 12 mittags um" 1 Uhr. Der Bürgermeister _____________________ N e u ß w i g.___________ Holzvcrfteigeruug itt der fürstlichen Obcrsörsterei Lich. Dienstag, den 6. Februar, von vormitt. 10'/, Nhr au, nn Distrikt Lanaeberg: 3 Birken-Abschnitte — 1,59 fm (28 - 35 cm Durch mesier); 38 Stück Kicfernschnittholz = 2936 fm (hübsches Holz, starke Schniltstücke), 103Stück Kiefernbaubolz = 78,61 ho; /6 Stück Fichtenbauholz — 32,77 fm, 16 Fichtenderbstangeu — 1,68 fm; Knüppel: 5 rrn Buchen, 3 nn Birken, 1Z m Nadelholz (Steinbruch); Stöcke: 19 rm Eichen, 46 rm Nadelbolz; Neisholz-Wellen: M Buchen, 610 Elchen, 800 Weichholz (Forst-), 1100 Nadelholz. _ _ Die Zusamm'nknuft itt auf der Kreisstraße von ^lieber. Bessingen nach Langsdorf, bei deren Einttitt in den Wald. sB'V Die Ausführung der Arbeilen nnb Lieferungen zur Erbauung eines Lokomotivschuppens mit Wasierstation auf Bahnhof Hungen foll getrennt nach den nachstehend bezeichneten eitizcluen Losen, oder noch mehreren Losen, oder im Ganzen verdungen werden: Los I: Erd», Maurer-, Steinmetz- und Asphallarbetten, o H' Zimmer und Stakerarbeiten. Los III: Dachdecker- nnd stlemvnerarbeiten, LoS IV: Ttichler-, Schlosier-, Glaser- und Anstreicherarbeiten. Zeichnungen und Verdingungsunterlagen liegen im Bureau der unterzeichneten Betriebs-Inspektion und m der Bahnmeisterei 65 Hungen zur Einsicht aus. Tie Berdinplngsunterlagen können auch von hier gegen je 1 Mark in bar für jedes Los bezogen werden. Erösinung der mit entsprechender Aufschrift versehenen und vorher einzusendenden verschloßenen Angebote erfolgt am 15. Febr. b. I., vormittags 11 Uhr im Bureau der unterzeichneten Betriebs- Inspektion. Zuschlagsfrist 4 Wochen. B”/t Gießen, den 26. Januar 1906. Grotzh. Eisenbahu-BetriebS-Juspektiou 2. Kipschidze verhaftet. Zum Verweser der Provinz wurde Prmia, zu seinem Gehilfen Zillmbach ernannt. Riga, 27. Jan. Gegenwärtig sind 8l>0 Personen wegen Gewalttaten und Aufreizung in den überfüllten Gefängnissen. In Altpobalk wurden 20, in Schönberg 14 und in Lemburg 5 Aufständische standrechtlich erschossen. Ter neue Rigaer Garnisonchef erließ einen strengsten Garnisonbcfehl, daß die Truppen ohne Warnung jede Versammlung durch Waffengewalt zerstreuen sollen. Algeciras, 26. Jan. Ter erste amerikanische Delegierte White erklärte heute dem Vertreter der ,?2Tgence Havas": „Es ist bisher mit vollkommener Höflichkeit gearbeitet worden ohne den geringsten untt.'bsamcn Zwischenfall. So bi'det sich eine Atmosphäre der Ruhe und des gegenseitigen Vertrauens, wie wir es nicht zu hoffen gewagt hatten, als wir nach Algeciras kamen. Das ist eine gute Vorbedeutung für die schließlime Regelung Zweifellos kann man sich nicht ohne eine gewiise Reserve der Hoffnung hin- aeben, aber man muß ernstlich hoffen, daß die Ergebnisse der Konferenz für alle Beteiligten glücklich sein werden." Tiefe zuversichtliche Hosjnung Whiles entspricht den von anderen Delegierten ans gesprochenen Gevanrrn. Zweifellos slnv dth Delegierten in dieser Woche in nähere und häufig.'re Bei Hebungen zu einander getreten als vorher. Man hat Ver-q trauen zu der Möglichkeit einer Lösung wonncn. Man braucht keineswegs einen übertriebenen Op» timismus zu hegen — ein solcher würde heute noch vollkommen lächerlich sein — aber jedermann ist nach so vielen schlimmen Prophezeiungen, so vielen Befürchtungen und so vieler Unruhe bei Beginn jetzt erstaunt zu sehen, daß niemand ein Zeichen von Nervosität verrät, da alle mit dem größten Eifer, mit vollkommenster Loyalität und mit aller Achtung aller Rechte arbeiten, und dies gibt Zuversicht für die schwierigen Tage, wenn solche kommen sollten, was, wie aus dem Kreise der delegierten geäußert wurde, noch nicht ausgemacht ist. Dar-eS-Salaam, 26. Januar. Major Johannes telegraphiert aus Songea, daß Leutnant SibbernS am 28. Dez. bei Mohamakiro an der Grenze des Songea- und Mahenge- gebietes ein glückliches Gefecht gegen 200 Mangoni hatte. 24 Mangoni sind tot; auf deutscher Seite ist keiner verwundet. Holz-Vcrstcigrrnng im Gießener Stadtwald. Donnerstag, 1. Februar 1906, vormittags 91/, Uhr beginnend, werden im Distrikt Hangelsteiu versteigert: 156 260 15 2 85 20 Fichlen-Decbstangen mit 8,51 Festmeier Rm. Buchen Scheitholz , Eichen-ScNeuholz „ Fichten-Schcitholz , Buchen-stnüppclholz „ Eichen-stnüppelholz 4 Rm. Fichten-stnüvvelholz 2410 Wellen Buchen-Reisig 860 , EiMen-Reisiq 20 , Fichten-Reisig 38 Rrn. Buchen-Ltockholz 14 , Eichen-Stockholz I 8 , Fichlen-Slockhotz. Die Zusammenkunft ist am Hangelsteiner Steinbruch. Gießen, den 26. Januar 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Eurf chmann.8" ' Für die Bullen der Gemeinde Lützellinden sind 15 Ztr. gnteS, trockenes Haserstroh für Häcksel und 60 Ztr gutes, trockenes Kornstroh für Streu zu liefern. Die Forderungen, in welchen anzugeben ist, wieviel für Flegeldrusch, Maschincndrusch und Preßstroh gefordert wird, sind bis zum 3. 2. 1906, Porm. 10 Uhr, zu welcher Zeit Eröffnung erfolgt, hierher einzureichen. Die Lieferung hat iu>icrhalb 3 Wochen zu erfolgen. Groß-Nechtenbach, den 26. Januar 1906. B” 1 Das Bürgermeisteramt. Theater-Restaurant und Cafe Inh. Anton Koch Seltersweg 31 Telephon 406 , Dem al’.seitigen Verkehr neu eröffnet Gemütlichstes Familien- Lokal . Pilsener aus der Ü.-B.-G. A uffnsti ner-B. M. Weine nur erster Firmen I' Sonntag Abend von 6 ühr an: Soapee za 1.20 und 1.50 Mk. Grosso Auswahl nacli der Abendkarte« Mitta^stisch von 12 bis 2 ühr im Abonnement 1 — Mk. 671 Kaffee, Chokolade, Thee, Eis u. Gebäck stets vorrätig. ^rt.ta Jtrfin. Sonntag den 28. Januar, abends G 71/, Uhr: Feier des Geliiirtstößes §r. Mnj. bei Kamerad Ncitzel, Hotel Schütz, mit Familie. D’7/1 Der Vorstand. WM WWKK kRWM Eduard Ko hier mann u. Er au 0577 M Wz Giessen, 27. Januar 1906. (Eichweg 7) Die Geburt eines kräftigen Jungen zeigen hocherfreut an Versteigerung. Montag, den -9. dS. MtS., nach,«. 2' , Uhr, versteigere ich dahier Walltorstr. 6 (Tarinstädker Haus): Hans- und Küchengeräte aller Art, 1 Nähmaschine, 1 Grammophon, 2Warenschränke, lAlille Zigarren iu 0. A. 665 Gienen, den 27. Januar 1906. Sei pel, Gerichtsvollzieher. fh bewährt sich nun- ■JU l^yil mel)r Ke, ter»* 'B । ä Haarwasser (München) staatl. geprüft n. begutachtet. Z. h. um 40 5> u. -*t l,10beil.H Fuhr.Senfl.-nlr 25.sbv"/, Winterkrjea h Nordrach Schwarzwald. Näheres durch Ibv23/,, Dr. Ifleltinser. Kurarzt. Kreppet« täglich frisch bei 230 Hofbäcktr Mäusbnrg 12. Leberfrast (Zeinster Mebizmal-Dainpf-) bei (602 ßmik Kiscköach. OOGOOOOOOOC Oac^decBsea11- fön-hestesra werden schnell u. billig auSgefübrt bei 0372 Daehdetkmister Krauskopf 13 Brnchstratze 13 □oooooooooc Tanz-Unterricht. Privat-Uuterricht erteilt zu jeder Tageszeit ioivie Sonntags Karl Schmidt 1,3 Tan;lelner - We^'ie-ngasse 31. Speise- und Saatware liefern wir preisw. nach jeder Station. |hv”'< Fr. Schnlze & Eo., Hannover. 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