Nr. 72 Zweites Blatt 156. Jahrgang Erscheint «-Nch mit Ausnahme des Sonntags. Die „Oletzener Lamtlienblätter" werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigclegt. Der dHelftlch« Laidwirl" erschein» monatlich einmal. Gießener Anzeiger Montag 26.MarziSv6 Rotationsdruck und Verlag der Srühl'ich» UnwersULtsdruckeret. R. Lange, @te6au Redaktion,Expedition u.Druckerei' ©cbufftr-t, Tel. Nr. 6L Toi eg r.'Adr.: Anzeiger Qttfom. General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen. Bekanntmachung. Au die Großh. Bürgermeistereicu Altendorf an der Lnmda, Allertshausen, Alten Buseck, Beltershain, Burkhardsfelden, Climbach, Dorf-Gill, Ellerstadt, Ettingshausen, Garllcnteich, Geilshausen, Langd, Sich, Lumda, Nonncnroth, Ober-Hörgern, Ovenhausen, Rabertshausen, Rüdvingshausen und Stockhausen. Zur Erledigung einer früheren Bekanntmachung ersuchen wir Sie, nn§ recht bald die Zahl der iin Jahre 1905 in Ihren Gemeinden lebend geborenen Kinder, getrennt nach männlichem und weiblichem Geschlecht, mitzutcilen. Gießen, den 22. März 1906. Großh. Krcisgesundheitsamt Gießen. Dr. Haberkorn. Deutsches Reich. Berlin, 25. März. Ter Kaiser tvohnte gestern einer Versammlung des Deutschen Segler-Verbandes bei, in der Professor Tr. Busley über das internationale Meßver- fahren der Rennjachten sprach. An der dem Vortrag folgenden Diskussion beteiligte sich mit kurzen Ausführungen auch der Monarch persönlich. — "Tie chinesische S t u d i e n k o m m i s s i o n wurde gestern vom Kaiser in feierlicher Audienz in Gegenwart der Prinzen des königl. .Hauses, des Reichskanzlers und des Hauptquartiers empfangen. Tie Herren wurden in Gala-Karossen zum Schleiß geführt. Um 1 Uhr fand ihnen zu Ehren eine Frühstückstafel statt. Tie Mission überbrachte dem Kaiserpaare kostbare Geschenke, die aus Seidenstoffen, Schnitzereien, Porzellan- und Glasgegenständen bestanden. Tie Unterhaltung während der Tafel lvar äußerst lebhaft. Ter Kaiser erkundigte sich bei den Chinesen, was sie in Berlin in Augenschein genommen haben und was ihre Aufmerksamkeit und ihr Gefallen besonders erregt habe. Ueberhaupt trug der Empfang einen überaus herzlichen Charakter. Zum Schluß verlieh der Kaiser den beiden Führern der Mission sowie dem hiesigen Gesandten den Kronenorden 1. Klasse. — Zu dem Tiner beim Reichstagsprasidenten Grafen Balle st rem, an dem der Kaiser teilnahm, waren erschienen der Reichskanzler, Staatssekretär Gras Posadowskv, die Gesandten (9raf Lerchenfeld, Frhr. v. Varnbühler und von Hohenthal, die Vizepräsidenten des Abgeordnetenhauses 5fraf Udo Stollberg und Tr. Paasche; die Reichstaasabgg. b. Normann, v. Kardorsf, Büsing, Tr. Spahn, Frhr. von Hertling, Tove und Schmidt. Ter Kaiser, der die Uniform der Breslauer Kürassiere trug, traf im Automobil ein und blieb bis V2II Uhr. Er war in ausgezeichneter Stimmung und vergnügte sich aufs beste an den Anekdoten, die Graf Balle st rem aus dem Kriege 1 R 70 — 71 erzählte. Bei der Abfahrt begrüßte er den Hausinspektor des Reichstages v. Bornstädt und schüttelte ihm als „altem Bekannten" die Hand. - Ter Zentralausschuß der freisinnigen Volkspartei toählte den Abg. Mü ll e r - Sagau einstimmig zum 1. Vorsitzenden des geschästsführenden Ausschusses. Sein Stellvertreter bleibt F i s ch b e ff. — Tie „Deutsche Tagesztg." veröffentlicht einen Brief des Vorsitzenden des Bundes der Landwirte, Tr. R ö ficke an seine Wähler im Wahlkreise Kaiserslautern, in welchem er diese auffordert, bei der Stichwahl fürden liberalen Kandidaten Bürgermeister Schmidt zu stimmen. — Tie in der Presse seit Jahren vielfach erörterte. Frage der Schaffung eines 25Pfennigstückes wird demnächst im Reichstag von dem nationalliberalen Abg. Ortet-Thorn durch einen Antrag in Fluß gebracht werden. Potsdam, 24. Mürz. Die Herzogin Wilhelm von Mecklenburg, geb. Prinzessin Alexandrine von Preußen, ist auf Schloß Marly bei Potsdam gestorben. 4?arla«iciitari(cbes* Berlin, 24. März. Bei der Etat-Beratung in der Kommission bc§ Herrenhauses wurde betont, daß die größte Vorsicht bei der Aufnahme von Ausländern auf den Universitäten und technischen Hochschulen namentlich mit Rücksicht auf den fragwürdigen politischen Charakter eines Teiles dieser Studenten geboten sei. Kultusminister Dr. Studt erwiderte, daß die Unterrichtsverwaltung nicht ohne Erfolg bemüht gewesen fei, lästige ausländische Elemente von den Hochschulen und technischen Hochschulen fern zu halten. In letzter Zeit seien die wissenschaftlichen Anforderungen bei der Aufnahme erheblich erhöht worden, wodurch man eine große Zahl der russischen Studenten, die wegen der dortigen Wirren zu uns gekommen seien, nach Frankreich und der Schweiz abgelenkt habe. — Derbem Reichstage zugegangene ErgänzungS- Et a t forbert 6 362 200 Mk. unb zwar 31.700 Mk. zur Um- wanblung der Gesandtschaft in Tokio in eine Botschaft und 6 330 500 Mk. für die Vervollständigung des Eisenbahnnetzes im Interesse der Landesverteidigung. — Für die durch den Tob Eugen Richters not- wenbig geworbene Nachwahl im NeichstagSwahlkreise Hagen will bie freis. Volkspartei den Ingenieur Dr. Koll- mann als Kandidaten aufstellen. Heer unt Flotte. London, 24. März. Der greise Feldmarschall Lord Roberts hielt gestern abend einen Vortrag über die Notwendigkeit der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht in England. Roberts führte aus, die englische Armee sei gänzlich ohne Reserve, die einen praktischen Wert hätte. Die deutsche Armee und alle anderen Heere Europas besäßen eine Reserve waffengeübter junger Männer. Dec jetzige Zustand sei eine 6)efahr für den Bestand des englischen Reiches. Ttirche und Schule. — Dem Vizepräsidenten des preuß. evangelischen Obcr- kirchenrots Frhr. von der Goltz wurde der Charakter als Wirkl. Geh. Rat mit dem Prädikat Exzellenz verliehen. Kamerun. — Prinz Akwa tritt mit Lebhaftigkeit der Annahme entgegen, daß die bekannte Beschwerdeschrift der Akwaleute von ihm direkt auSgegangen sei. Sein Vater habe von den ihm befreundeten Häuptlingen den Auftrag erhalten, bei ihm, dem mit den deutschen Verhältnissen vertrauten Sohn, anzu- 'ragen, was sie zweckmäßig tun könnten, um dem von dem Gouverneur eingeführten unheilvollen Regiment ein Ende zu machen. Er habe darauf schließlich den Rat erteilt, sein Vater möchte die im Jahre 1902 von ihm im Auswärtigen Amt mündlich vorgetragenen Wünsche in einer Eingabe an den Reichskanzler und den Reichstag richten. An der Friedensliebe Kaiser Wilhelms könne niemand zweifeln, und er könne seinem Vater und seinen Leuten nur raten, eine loyale, treue Haltung zu bewahren, wie ja überhaupt die Stimmung unter seinen Landsleuten vollkommen deutsch sei. Sein Vater habe ihn beauftragt, bei der Regierung zu beantragen, das er, der König Akwa, nicht mehr in Kamerun vernommen werde, weil ihm dort keine Gerechtigkeit widerfahre; er wollte in Deutschland aussagen und sei bereit, die Kosten der Reise nötigenfalls selbst zu bestreiten. Marokko. Sehr bemerkenswert ist eine deutschfeindliche Auslassung der sehr geachteten und gelesenen Petersburger „Nowvje ÄZrcmja". Sie ist mit dem Kommunique der Petersb. Telegrapheuagentur in Sachen der Instruktion an den Grafen Cassini (vgl. die heutige „Wochenschau") unzufrieden. Tas Blatt führt aus, diese scharfe Widerlegung des „Temps" werde in Paris einen sehr unangenehmen Eindruck machen und als ein Buhlen um die Gunst Berlins auf- gefaßt werben. Wie die römische „Tribuna "aus Mgeeiras meldet, sagte ein Delegierter, der sich viel Mühe gibt, eine Verständigung cherbeizuführen, zum Grafen Tattenbach: „Tie großen Nationen dürfen Nachgiebigkeit zeigen". Graf Tattenbach antwortete: „Allerdings, aber durch zu viel Nachgiebigkeit wird man schwach". Ter „Temps" behauptet neuerdings, der deutsche Bot- schafter in London habe in einer Unterredung mit dem Minister des Auswärtigen Grey die Haltung der Kvnferenzmächte, insbesondere Rußlands, gegenüber Frankreich unrichtig dargestellt. Unter dem Eindruck dieser Unterredung habe sich Grey veranlaßt gesehen, dem britischen Delegierten Nicholson jene viel besprochene Weisung zu geben, damit sich Frankreich nicht völlig isoliert fühle. Auch der deuischc Botschafter in Washington habe gleichfalls von einer Isolierung Frankreichs gesprochen. Endlich hält der „Temps" es für wünschenswert, daß Botschafter Fürst Radolin anläßlich feiner nächsten Unterredung mit Bourgeois gewisse Acußerungen, welche französische Berichterstatter dem Grafen Tattenbach in den Mund legten, für unzutreffend erklärt. Rußland. Ein neuer Einkommensteuer-Entwurf läßt die bi» plomatiscken Vertreter des Auslandes steuerfrei, zieht aber die anderen in Rußland lebenden Ausländer zur Entrichtung dieser Steuer heran, insoweit sie mehr als! ein Jahr in Rußland leben oder zu Erwerbszwecken hierherqekommen sind. Die Einkommensteuer für diese Ausländer beträgt mindestens 0,7 Prozent und steigt progressiv bei zu 5 Prozent des Einkommens. Die Einkommen unter 900 Rubel bleiben steuerfrei. Die Wahlen zur Reichsduma vollziehen sich nach offiziöser Verlautbarung überall, auch in Polen, in guter Ordnung. Aus Petersburg wird die Verhaftung zweier Professoren der Universität gemeldet, des National-Oekonomen Kvwalewski und des Literaten Boborykin. In Reval wurden in den letzten Tagen vom Kriegsgericht zwölf Bauern zum Tode verurteilt, neun wegen der Verwüstung von Gütern, die andern wegen Ermordung des Gutsbesitzers Baranow. In Rundalen stellte sich ein Agitator freiwillig : er wurde ebenfalls erschossen unb fein Besitz eingeäschert. Massenhaft werden Personen verhaftet, in Jncobstadt allein sind 250 politische Verbrecher interniert. In Riga wurden zwei Individuen, welche am Raube in d e r M 0 s? a u e r Kreditbank beteiligt waren, auf dem Bahn- Hofe in dem Augenblicke verhaftet, als sie den aus Moskau kommenden Zug verließen. Man fand bei ihnen falsche Pässe, sowie eine große Summe baren Geldes. Die Moskauer Polizei Hot infolge der ausgesetzten hohen Belohnungen so viele An- haltspunkte über die Bankräuber, daß die Verhaftung sämtlicher Beteiligten in kürzester Zeit erfolgen dürfte. Der Oberkommandant von O b_c s s a Baron. Kaulbars gab dem Redakteur der Südruss. Rundschau Beilesvhn die Versicherung, . daß alle Maßregeln zur Verhütung von Judenmetzeleien anläßlich der Osterfeiertage getroffen seien. Kürz nach dieser Audienz wurde Beilesobn von der Polizei verhaftet!!! Im schlesischen Städtck^i Myslowitz wurde eine Frau verhaftet, als sie falsches Geld in Zahlung gab. Die Frau stammt aus dem Pvlenorte Sosnow ice, wo ein ganzes 7^alsck- m ü n z e r n e st, bestehmd ans einem P 0 lizeiwacktmeister, einem Polizisten, einem Sä''oster, einem .Handelsmann und zwei Frauen, verhaftet wurde. Eine Unmenge falscher, deutschen und russischen Geldstücke und Prägeformen wurde dabei vorgeftinden. Am 23. VLärz wurden in einem Fort von Wladiwostok zwei Matrosen der j a va n i s ch e n Handelsmarine verhaftet und bei ihnen Pläne des Forts und Notizen darüber gefunben. Ausland. London, 24. März. Bei dem I ahr es f c stessen der deutsch en Wohltätigkeitsgesellschaft brachte Felix Schuster einen Trinkspruch auf König Eduard, Kaiser Wilhelm und Kaiser Franz Josef aus, betonte die Notwendigkeit des Einvernehmens der Deutschen und Engländer zum beiderseitigen Wohle und wies aus die Verehrung hin, welche der deutsche Kaiser auch an der Themse genieße. General Sir Alfred Turner sprach den Wunsch rms, die Deutschen und Engländer, die so sehr aufeinander angewiesen seien, möchten in gutem Einvernehmen zusammen leben. P aris, 25. März. Nach einer Meldung aus St. Etienne ist der von einem landarmen bei der Jnventurauf* nähme in Monregard verwundete Arbeiter Rgsie seinen Verletzungen im Spital erlegen. Belgrad, 25. März. Offiziös verlautet, daß die Einuhrbewilligung für den ersten Transport serbischer Schweine näch Oesterrcich - Ungarn von 5572 Stück erwirkt wurde. K 0 n st a n t i n 0 p e l, 24. März. Der Präfekt voll STcmt stantinopel Redwan-Pascha ist von zwei Personen aus Privatrache getötet worden. N e w l) 0 r F, 25. März. Auf 'Samar (Philippinen) hatte der Bundeskonstabler einen Kampf mit wilden; Palnjanen, von deuen mehrere getötet wurden. Der Gouverneur wird vermißt. Das Unglück von CourriLrcs und die französischen Ausstände. Der Kampf gegen den Grnbenbranb wirb immer noch eifrig fortgesetzt, leiber ohne sichtlichen Erfolg. Währenb ber Arbeiten entstaub eine heftige Panik, veranlaßt burch das plötzliche Unroohlwcrbcn eines Ingenieurs und eines Feucr- wchrnwnncs, welche infolge Ausströmcns giftiger Gase auZ der Grube geschaffen werben mußten. Ein Arbeiter, der be- inerkt hatte, wie bie beiben zu Boben fielen, vermutete eine neue Katastrophe unb rief: „Rette sich, wer Fann!' Ter Ingenieur, sowie ber Feuerwehrmann konnten jeboch nach kurzer Ruhepause die Arbeit roicber ausnehmen. Täglich treffen fretnbe Ingenieure ein, welche Aufklärungen über bie Ursache ber Katastrophe sammeln. Unter ben Fremben befinben sich viele Deutsche. In Lens würben umfassende Maßregeln getroffen, um zu verhindern, daß anläßlich beS Zusammentritts ber Delegierten ber Grubenbirektorcn Unruhen entstehen. Die Löschungsarbeiten ziehen sich baburch in bie Länge, baß bie überhitzte Kohle entfernt werben muß, damit sie nicht von neuem in Brand gerat. Die Delegierten der Bergarbeiter sind am gestrigen Sonntag in Len8 zu einem Kongreß zusammengetreten. Der Deputierte BaSly, der den Vorsitz führte, erhob Protest gegen Gewalttätigkeiten ber Agitatoren, bie bie Gntfenbung von Truppen nolroenbig gemocht hätten. Basly hielt vor etwa 3000 Zuhörern eine Rebe, in bet er erklärte, wenn bie Gesellschaften ihre Zusage betreffend bie Löhne für die Bergarbeiter hielten, würben biefe eS ihnen lohnen. Die Anwefenben nahmen eine TageSorbnung an, in der sie sich gegen bie Agitatoren aussprechen unb auf baS Syndikat, besten Präsibent Basly ist, zählen, um die Krise §11 lösen. Der Kongreß ber Bergarbeiter beschloß ein Referendum wegen Wicberaufnahme ber Arbeit ober Fortsetzung bes Streiks mit 159 gegen 20 Stimmen. Seit beni 24. Marz ist eine starke Wieberausnahme ber Arbeit zu verzeichnen. In Lens arbeiten alle Grubenarbeiter, auch hat eine große Anzahl Strcikenber in Bethune bie Arbeit roicber ausgenommen. In Becqucncourt gab ein Mitglied bes sog. gelben Syndikats auf einen streikenden Arbeiter einen Schuß ab, burch ben bieser schroer verrounbet rourbe. Es kam au9 dieser Ursache zu einem großen Tumult. Paris, 25. März. Streikenbe Gärtnergehilfen verwüsteten mehrere Gemüsegärten im Süben von Paris unb hielten die nach Paris abgefanbten Gemüselabungen an. Die Gendarmerie verhaftete mehrere Ausständige. Aus SiaSt uns £anO» Gießen, den 26. März. ” Die dritte Jahrhundertfeier unserer Landes-Universität. An dem schwarzen Brette lesen wir folgenden Anschlag, ber von bem in ben atabemischen Kreisen herrschenben Sinn für frohen Gesang unb eblen Wein be- rebteS Zeugnis ablegt. Preis-An sich reiben. Tie Universität Gießen begeht am Schluß bes Sommersemesters 1907 in Zierlicher Weise bas Gedächtnis ihres 300jährigen Bestehens. Für bie Festlichkeiten ist u. a. ein großer Kommers in Aussicht genommen. Zur Gewillnring eines Fe st liebes s ü r daL L i e b e r b lr ch bes Abenbs wirb ein Wettbewerb eröffnet unter allen denjenigen, bie bis zum 1. März 1907 Angehörige der Universität sind oder gewesen sind. Ter Dichtung muß eine bereits vorhandene Melodie unter- gelegt werden. Tie Lieber sinb vor bem 1. März 1907 bei dem Rektor ber LandeS'Umversität einzureichen. Dem Liebe ift ein mit einem Kennwort versehener verschlossener Unlschlag beizulegen, ber Namen und Aufenthaltsort des Ven'asters enthält. Das Kennwort ist auf dem Text des Liebes zu verzeichnen. Es werben drei Preise ausgesetzt, bestehend in edlem Weine und zwar der erste Preis in 30 Flaschen , zweite , „20 „ „ dritte „ „ 10 „ Tas mit dem ersten Preise gekrönte Lied wird in das Festlieberbuch alisgenommen, bleibt aber Eigentum bes Verfassers. Das Preisgericht ivirb gebilbet aus dem Rektor des Jahres 1907 unb den Herren Professor Tr. Krüger, Professor Dr. Biermann, Professor Dr. Strahl, Proscffor Dr. Behaghel, Professor Dr. Hansen. Professor Dr. GrooS. Die Zuerkennllilg bes Preises erfolgt bis zum 1. Mai 1907. Der Rektor ber Universität Gießen. Behaghel. "Kreisamtspersonalien. S. K. H. ber Groß- herzog haben am 24. Diärz ben Kreisamtmann bei bem KrciSamt Gießen Paul Hechler zum Ministerialsekretär bei bem Ministerium bes Innern, ben Kreisanitmann bei bem Kreisamt Friedberg Tr. Paul Wörner zum KreiSamtmann sei dem Strei Samt Gießen, den KreiSamtmann bei dem jtrciSamt Bingen Theodor Muhl zum Kreisamtmann bei lern Kreisamt Friedberg, den Kreisamtmann bei dem Kreis- imt Dieburg Regierungsrat Friedr. Welckcr zum Kreis- amtmann bei dem Kreisamt Bingen, den Ministcrialsekretär bei dem Ministerium des Innern Dr. Herrn. Stammler zum Kreisamtmann bei dem Kreisamt Dieburg ernannt. * * Notariatsangelegenheiten. S. K. H. der Grobherzog haben die Notare Geh. Justizrat Dr. Karl Braden in Mainz, Geh. Justizrat Herm. Jockel in Friedberg und Justizrat Otto Hallwachs in Darmstadt zu Mitgliedern des Disziplinarhofs für Notare, die Notare Justizrat Ferd. Gallus in Darmstadt, Justizrat Dr. Jul. Ne en in Wörrstadt und Ernst Metz in Nidda zu stellv. Mitgliedern des Disziplinarhofs für Notare; die Notare Justizrat Dr. Karl Schüler in Darmstadt und Justizrat Ernst Schmeel in Darmstadt zu Mitgliedern, die Notare Justizrat Dr. Karl Kleinschmidt in Darmstadt und Justizrat Otto von Brentano di Tremezzo in Offenbach zu stellv. Mitgliedern der Disziplinarkammer für die Notare der Provinz Starkenburg: die Notare Aug. Metz in Gießen und Herrn. Katz in Gießen zu Mitgliedern, die Notare Artur Stahl in Bad-Nauheim und Ludw. Nömheld in Gießen zu stellv. Mitgliedern der Disziplinarkammer für die Notare der Provinz Öberheffen; die Notare Justizrat Karl Wolf in Mainz und Justizrat Hch. Köhler in Osthofen zu Mitgliedern, die Notare Peter Hubert in Oppenheim und Otto Schwarz in Worms zu stellv. Mitgliedern der Disziplinarkammer für die Notare der Provinz Rheinhessen, für die Zeit bis zum 31. Dezember 1908, ernannt. • • Die Sitzung des Provinzialausschusses, die für vergangenen Samstag vorgesehen war, ist ausgefallen. * * Eine Gedenkfeier zu Mozarts 150. Geburtstag veranstaltete am Sonntag abend der „Sängerkranz" im neuen S-aalbau. Die Vereinsangehörigen und Verehrer des Fürsten im Reiche der Töne hatten sich in sehr großer Zahl zu der stimmungsvollen und in allen Teilen wohlgelungenen Feier eingefunöen, um deren Zustandekommen der rührige Vereinsdirigent, Herr Musiklehrer Franz Bauer, sich besonders verdient gemacht hat. Der gut geschulte und über eine Anzahl prächtiger Stimmen verfügende Vereinschor eröffnete die Feier mit dem formvollendeten Vortrag des Mozartschen Chores „O Isis und Jsiris", worauf Herr Franz Bauer eine von warmer Begeisterung für den großen Tonmeister getragene Festansprache hielt, in der er den Lebensgang Mozarts und seine Bedeutung als größtes musikalisches Genie aller Zeiten feierte. Im Anschluß hieran sang der Vereinschor Silchers „Stumm schlaft der Sänger" und erzielte damit eine tiefgehende Wirkung. Auch der übrige Teil des Programms trug dem Charakter des Abends dadurch Rechnung, daß fast ausschließlich Kompositionen Mozarts dargeboten wurden. Als Gesangssolistin wirkte Frl. Klara Funke aus'Frankfurt mit. Tie über eine hübsche, ziemlich umfangreiche Altstimme verfügende Dame sang zunächst einige Lieder Mozarts und späterhin noch Lieder vvn Liszt, Brahms und Wolf und zwar trotz sichtlicher Indisposition in sehr ansprechender Weise und großem Erfolge. Ten gespendeten lebhaften Beifall quittierte sie bereitwillig mit einer Zugabe. Die ^Begleitung der Sängerin auf dem Klavier hatte .Herr Julius Hahn übernommen und er führte seine Aufgabe in sehr verständnisvoller Weise durch. An ferneren Kompositionen Mozarts gelangten zum Vortrag: Trio für Klavier, Violine und Cello (B-dur), „Larghetto" aus dem Klarinetten-Qclintett für Cello und Klavierquartett, G-moll. Tie mitwirkenden Herren, Franz Bauer (Violine), Musikdirektor Krauße (Viola), Ernst Krauße (Cello) und Julius Hahn (Klavier) boten damit den Zuhörern einen großen künstlerischen Genuß, an dem sie alle gleich großen Anteil hatten. Sehr hübsch wurde von einem gemischten Chor unter Streichquartett-Begleitung die Motette „?lve verum corpus" gesungen, auf deren Einstudierung sichtlich von Dirigent, Sängerinnen und Sängern großer Fleiß verwendet worden war. — Tas Podium hatte einen der Bedeutung der Feier entsprechenden Sdimuä erhalten und inmitten einer Pflanzendekoration grüßte Mozarts Büste die Musikftwunde, die zu seinen Ehrrn erschienen waren. — Dem zweistündigen, einen hohen künstlerischen Genuß gewährenden Konzert schloß sich ein flotter Ball an. * * Aus dem Bureau des Stadttheaters. Lessings ,Nathan der 9Betfe", der wegen Krankheitsfällen im Personal wiederholt verschoben werden mußte, ist für morgen als 15. Dienstag-Abonnementsvorstellung an- gesetzt. Die Titelrolle spielt Herr Wittmann. In den sonstigen Nollen sind beschäftigt die Herren Lüttjohann, Lippert, Herrscher, Mendel, Steinmann, sowie die Damen Donccker, Maurice und Millar. — Auf verschiedene Anfragen an das Theaterbureau sei mitgeteilt, daß die diesjährige Spielzeit bis Palmsonntag (8. April) dauert. * * Dünsberg-Verein. In der kürzlich abgehaltenen alljährlichen Generalversammlung des Dünsberg-Vereins, wurde einstimmig der wegen seines Alters zurückgetretene langjährige Vorsitzende Kommerzienrat Ludw. Georgi zum Ehrenvorsitzenden ernannt, und an seiner Stelle Rechtsanwalt Grünewald als Vereinsleiter gewählt. Der Verein, der sich das Verdienst erworben hat, auf dem Gipfel des Königs unserer Berge einen Aussichtsturm mit Schutzhütte zu schaffen und den Zugang zum Berge zu verbeffem, zählt 305 Mitglieder in Gießen und 72 Mitglieder in Wetzlar. Da die Schutzhütte nicht mehr hinreicht, um den stets zahlreichen Besuchern bei schlechtem Wetter Schutz gewähren, ist beabsichtigt, in diesem Jahre eine wesentliche Vergrößerung der Hütte vorzunehmen. Von der „Hass reck'. Wie die „Kt)ffh. Korresp." mitteill, betrug das Vermögen der einzelnen Veremsbezirke des rund 62 000 Mitglieder umfassenden Landesverbandes der militärischen Vereine im Grvßherzogium Heffen (Kriegerkameradsckuist .Hassia) Ende 1905 959 402 Mk. Die einzelnen Vereinsbezirke haben im Jahre 1905 für Unterstützungen auggegeben 44 621 Mk., bei Sterbefallen 16 488 Mk.: sie gaben alsv für Wohlfahrtspflege 61109 Mk. aus. * • Dicbst ahl. Den Mitgliedern des Fußballklubs 1905 wurden gestern wieder mal die Taschen der Kleider, welche sie in einem Zimmer der Wirtschaft zur „Stadt Lich" aufbewahrt hatten, von einem noch zu ermittelnden Täter untersucht und mehrere P o ri e m onn aies mit Inhalt gestohlen. • * Roh heit. Als in verfloßener Nacht ein Wirt am Ianzleiberg einem im Lokal erscheinenden, bereits angetrunkenen Arbeiter die Getränke verweigerte, verließ der Arbeiter das Lokal mit dem Bemerken, er werde sich noch einige Leute holen und ihm das Lokal demolieren. Es dauerte auch nicht lange, bis die Tür nebst Verglasung mit Backsteinen ein- geworfen wurde. Die Täter sind bekannt und der Wirt hat Strafantrag gestellt. * * Besitz wechsel. Die Stadt erwarb zu Lasten des Stadterweiterungsfonds die Ho freite des Kaufmanns Karl Semmler, Walltorstraße 9, für 20 000 Mk. Das Grundstück, welches an der Ecke der Zozelsgaffe liegt, ist für die Stadt zweifellos ein wertvolles Tauschobjekt, wenn einmal die Frage der Verbreiterung der Dammstraße spruchreif wird. * * Frühjahrs pferde markt. Die Anmeldungen der Händler und Züchter sind außerordentlich gut ausgefallen und es wird eine große Auswahl schöner und edler Pferde vorgeführt werden. — Die Lose sind längst vergriffen; da viele Nachfragen auch von auswärts nicht befriedigt werden konnten, beabsichtigt die Pferdemarktkommission für die nächstjährigen Märkte n;tt eine Vermehrung der Lose nachzusuchen. Wie bei den früheren Pferdemärkten werden auch diesmal die Wagen der Omnibusgesellschaft zwischen Bahnhof und Marktplatz verkehren. ’ * Erledigt sind: eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Zell- Hansen. Die Stellen von je drei S teuer aufsehe rn bei dem Großh. Hauptsteueramt Mainz. * * Der Deutsche Verein veranstaltet heute abend im (Safe Ebel eine Versammlung, in der Generalsekretär Henningsen von Hamburg über die „Konsumvereins- gefahr und die Mittel zur Abhilfe" spricht (s. Inserat). ** Eine große Billard-Vorstellung veranstalteten heute abend 9 Uhr im (Safe Skalizri die Herren Henry Straub, Kunst- und Meistersckaftsspieler Deutschlands im Billardhandsvicl, und Anton Sckide aus Wien, der bekannte Billardkünstler. Die Herren werden, jeder in seiner Art, KUnstbätte vo-rführen, die vermöge ihrer Komposition und eleganter Demonstrierung allerwärts die größte Bewunderung der Zuschauer hcrvorgeruferr haben. Zum Schluß findet noch eine Partie mit dem Besten der anwesenden Amateure mit Vorgabe statt. **DerBerg-und Dammrutsch beiStativn Elm. Man schreibt uns: Geh. Oberbergrat Beischlag aus Klaus- thal hat 'Lenkungen bei Elm darauf zurückgefiihrt, daß große Wassermengen in den fritr zutage gehenden Verwerfungs-Spalten zwischen den Gebirgszügen der Rhön, des Spessarts und des Vogelsbergs, die fortwährend im Schieben befindlichen Trüm- mcrmassen in der Tiefe in widerstandslose, bewegliche Schlammmassen verwandelten. Niemand kann wissen, welche Folgen dieser int Innern der Erde sich abspielcnde Prozeß haben kann und haben wird, — aus alle Fälle muß dafür gesorgt werden, das; der auf der Strecke Bebra-Frankfurt konzentrierte Hauptverkehr nicht für längere Zeit eine Störung erfährt. Es durfte sich empfehlen, die Bahnstrecke „Wächtersbach-Birstein" nach Grebenhain sofort auszubauen, wodurch eine Verbindung über Lauterbach nach Fulda geschaffen werden würde. Diese ncueStreckc: „W ächtersbach-Birstein-Lauterbach- Fulda" wäre nicht länger, als die feiterige, Strecke Fulda-Elm-Wächtersbach, allerdings ist jene nur eingleisig, ebenso wie die Strecke Fulda- Gießen. Das fehlende Glied in der vorgeschlagenen Verbindung, die Strecke Birftcm-Grcbenhain, hat nur eine Länge von 16 Kilometer, Schwierigkeiten im Gelände sind nickst vorhanden und wenn die Eisenbahnverwaltung sich die Engländer zum Muster nimmt, die unter ungünstigen klimatischen Verhältnissen in Egypten eine Strecke von 500 en gl. Meilen, gleich 800 Kilometer, in 14 Monaten gebaut haben, so find diese wenigen 16 Kilometer in kürzester Zeit herzustellen. Nicht minder dürfte es sich empfehlen, die Strecke Hersfeld-Nicder-Aula unverzüglich nach Schlitz im Tale der Fulda weiter zu führen und von Schlitz direkten Anschluß nach Lauterbach zu schassen. Damit wäre sofort ein teilweiser Ersatz für die Linie Bebra-Elm-Frankfurt vorhanden, die neue Linie wäre sogar kürzer und konnte wesentlich zur Entlastung der alten Strecke beitragen. "Von (Hersseldl Niederaula bis Schlitz bietet die Anlage der Bahn auch nickt die geringsten Schwierigkeiten, sie folgt dem Lauf der Fulda, der fast gradlinig ist. Damit käme das Projekt zur Ausffihrung, wie es ursprünglich gedacht war, die Ausführung scheiterte damals an dem Widerspruch be§ letzten Kurfürsten, der seine Bahn nicht über darm- hcffisckes Gebiet geleitet haben wollte. ( Schotten, 24. Mär:. Am Donnerstag wurde in der ApprctnrAnstalt der Gebr. Weitz hier das 50 000. Stück der Dückskinfabrik Bratsifck und Tassins-Saalmünster fertig gestellt. Aus diesem Anlässe überreichten die Gebr. Weitz der genannten Firma, die eine besondere Feier veranstaltete, ein geschmackvolles Diplom. Ein auf einem Stück des Stoffes gestickter Eicken-Lor- beerkranz umfasst eine passende Widmung. Dies eigenartige Jubiläum ist nicht allein ein Beweis echter GeschäftsanhänglickMit, sondern legt vor allem Zeugnis ab von der Entwicklung der hiesigen Tuckindustrie. Unter den wenigen Ueberbleibseln der einst blühenden Tuckmacherei ist die Appretur-Anstalt der Gebr. Weitz eine derjenigen, die technisch vollständig modern eingerichtet ist. (G.) Helpershain, 24. März. Gestern wurde Mer die Feuerwehr aufgeboten. Es galt, einen Zigeuner e in- z u fangen, der im Oktober v. I. in der Nähe von Paderborn einen Gendarmen durch einen Schuß verwundet hatte. Vorgestern abend war eine Zigeunerbande eingetroffen, in deren Anführer die Gendarmerie den Täter vermutete. Papiere erwiesen fick als gefälscht. Unter dem Vorwande, seine Leute zur Legitimation seiner Person herbeizurufen, gelang es ihm zu entwischen. Leider verblieb das Unternehmen der wohlausgerüsteten Feuerwehr o hn e Erfolg. Nur fand man int Walde gut versteckt drei Büchsen. Mainz, 24. März. Ter dl k t i e n g e s e l l s ch a s t Tietz, die an Steile ihres Warenhauses in der Stadthaushalle einen großen modernen Neubau errichten will, wurde für die Errichtung eines provisorischen Warenhauses von der Regierung in der Stationshofstraße mietweise auf zwei Jahre ein großes Terrain überlassen. (Frkf. Ztq.) Cfc.) Hersfeld, 23. März. Hier wurde der aus Scklitz stammende 40 jährige Knecht Sippel wegen versuchtenGat- tenmordeS verhaftet. Dte Eheftau Sippeis wohnte noch in Scklitz. Vor einigen Tagen nun schrieb ihr Ssppel, sie möge am Mittwoch abend nach Neukirchen kommen, wo er sie treffen wolle, um mit ihr nach Eitra zu gehen. Tort wolle er ihr eine Wohnung mieten. Als dte Beiden nun abends in der Richtung nach Odensachfen die öautt entlang gingen, warf Sippel feine Frau plötzlich in den hockangeschwollenen Fluß und machte sich dann aus dem Staube. Der Frau gelang es, sich ztt retten. Sie kam gegen Mittemackt in Oberhaun an, wo man ihr Unterkunft gewährte. Wie man hört, wollte Sippel eine Witwe in einem benachbarten Orte heiraten. Zu diesem Zwecke sollte seine Frau verschwinden. — In Sieglos wurde am Donnerstag der 11 jährige Sohn des Webers Bolender von einem Automobil totgefahrem Frankfurt a. M., 24. März. In den großen Räumen des Hippodroms begann gestern ein auf drei Tage berechnetes großes Neiterfest zugunsten der Hinterbliebenen in Süd- mesiafrika gefallener oder infolge des Feldzuges invalide gewordener Krieger. Um das Gelingen »nachten sich nicht nur die Damen der Frankfurter Gcburts- und Finanzaristokratie, sondern auch die Offiziere und Offiziersdamen der benachbarten Garnisonen, wie Hanarr, Darinstadt und Mainz, verdient. Etwa 700 Personen wirkten mit. Alles vollzog sich in einem historischen Rahmen. Als Hauptnummer des Programms war der Einzug Gustav Adolfs in die Stadt Frankfurt, der sich bekanntlich nach der Niederlage Tillys bei Leipzig am 17. November 1631 vollzog, gewählt worden, und es darf gesagt werden, daß die Regisseure ein recht lebendiges und anschauliches Bild schufen. Der Schwedenkönig wird von den Ratsherren der freien Reichsstadt empfangen und sofort entwickelt sich vor dem Hoflager ein Schauspiel von eigenartigem Reiz. Eine Quadrille wird geritten, Waffenspiele werden aufgeführt, Paeen zu Pferde iverden getanzt, so daß es an Kurzweil nicht fehlt. Im zweiten Teil des Programms wurde man in das Krönungslager Kaiser Leopolds II. geführt, und es wird auch in diesem Bilde längst entschwundene Zeit (1790) wieder lebendig gemacht. Zur Vervollständigung des BildeS werden Spiele veranstaltet, so ein Besuch auf einer mexikanischen Hazienda, sowie eine ungarische Parforcejagd, beides Evolutionen, die die Freunde des Pferdesports ganz besonders interessieren. Der Besuch des Festes ist groß. ** Kleine Mitteilungen aus H e s se n u n b den Nachbarstaaten. In Darmstadt ist ein alter Achtundvierziger und „schwarzer Schütze" der Schubmackermeister Ludwig Ebner gestorben. — In Worms wird nach Ostern eine Fortbildungsschule für die aus der Schule entlassene weib- licke Jugend der Stadt und des Kreises Worms eröffnet werben. Vermischter. * Eine schlagfertige Prinzessin. Die Prinzessin Elvira von Bourbon, die Tochter deS Don Carlos, die in Florenz mit dem Maler Folchi lebt, der sie vor Jahren entführte, wollte in einer Färberei ein Kleid abholen, wobei sie mit der sie bedienenden Verkäuferin über den Preis in Streit geriet. Dieser artete in Tätlichkeiten aus, als die Verkäuferin nicht dulden wollte, daß die Prinzessin das Kleid ohne Bezahlung fortnahm, und letztere e§ mit Gewalt an sich brachte. Die Prinzessin verprügelte die Verkäuferin derartig, daß diese sich ins Hospital begeben mußte, um sich verbinden zu lassen. Die Polizei schritt ein, verhaftete Elvira von Bourbon, brachte sie auf die Wache und ließ sie nicht eher frei, als bis das Zeugnis eines Arztes eintraf, wonach die Verkäuferin in zehn Tagen heilbar sei. * Kleine Tagesckrvnik. Im amerikan. Seebad Atlantic City stürzte der Sonncnturm des Hotels St. Denis ein. 10 Personen wurden getötet, mehrere verletzt. Sport. 0 Fußball. Die Schlappe, die der Gieß en e'r Fußballklub von 1900 am 18. März l. I. in Mannheim gegen die Fußballgesellschaft 1896 erlitt und der Eingeweihten unglaublich schien, wurde gestern wieder gut gemacht, indem die 1. Mannschaft ^1900 den F r a. n k fu r t er M e i fters cha f ts kl u b 1. Kl. und Sieger im Westmaingan mit 8:J. Tore besiegte.^ Die errungenen Tore verteilen sieb auf Schelper 3, Münker und Schwinger je 2 und Schwan 1. (sd.) Gin Staffeltengehen Frankfurt-Darmstadt veranstaltete am Sonntag der Turnsportverein Frankfurt am Main. Den Teilnehmern an dem Wettgehen, die vormittags um 9 Uhr in drei Gruppen am Diakonissenhaus in der Esckers- heimerlandstraße in Frankfurt starteten, war die Aufbabe gestellt, einen Gruß des Vereins an den Großherzog von Hessen zu überbringen. Trotz der schneebedeckten Wege wurden gute Resultate erzielt und schon um 12 Uhr 20 Minuten wurde der Brief im Neuen Palais in Darmstadt abgegeben. Er ist in 3 Stunden und 20 Minuten von Frankfurt nach Darmstadt befördert worden. Wer die beste Gehleiftung erzielt hat, läßt fick jetzt noch nicht sagen.' Arbeiterbewegung. Vittsburg, 24. März. Infolge der bedenklichen Lage in Indianapolis, wo die ans Bergwerksbesitzern und Arbeitern bestehende Kommission zur Festsetzung eines Lohntarifes gestern abend eine Sitzung abgehalten hat, ohne zu einer Einigung zu kommen, stieg der Preis für Kohlen um 25 Cents pro Tonne. Die Erie-Eisenbabn schloß ihre Eisenbahnwerkstätten an verschiedenen Orten mit Rücksicht auf die infolge des Stteiks zu erwartende Verkehrsabnahme. Literarisches. — Hessische Versa ssnngsge sehe mit Einführung und Erläuterungen herausgegeben von Dr. W. v. Gatter, ord. Professor der Rechte a. d. Univ. Gießen. XVI. und 284 S. In Ganzleinen gebunden. Preis 3.50 Mk. — Die „Handausgabe hesssiscker Landesgesetze", deren erster Band soeben erschien, verdankt ihre Entstehung in erster Linie dem Bedürfnisse des akadem. Unterrichtes an der Landesuniversität. Schon seit Jähren wurde es sowohl von studierenden unb Lehrern als ein Mißstand empfunden, daß es an einer für die Zwecke des rechts- und staatswissenschaftlichen Studiums geeigneten Ausgabe der wichtigeren hessischen Gesetze fehlte. Aus diesem Grunde haben sich die Univ.-Professoren: van Calker, Schmidt, Mittermaier, Biermer und der Verleger A Töpelmann entschlossen, eine „Handausgabe hessischer Gesetze" zu veranstalten. Tie Auswahl der Gesetze, die Anordnung des Stoffes und die Art der Erklärungen ist vor allem durch die Zwecke des akademischen Unterrichts beftinrmt. Jedvck wird sich 'diese Gesetzesausgabe zweifellos auch anderen Greifen dienlich erweisen. Tie vorliegende Ausgabe hessischer Verfassungsgesetze gliedert sich in vier Teile: Der erste Teil enthält eine, die geschichtliche Entwicklung des Großherzogtums skizzierende Einleitung: der zweite Teil gibt eine kurz gefaßt« Schilderung der wichtigsten Grundlagen des hesfisck)en Staats« rechts; der dritte den Text der Verfassungsurkunde nach dem gegenwärtigen Stande der Versassiingsgesetzgebung; der vierte Teil endlich den Abdruck einer Anzahl von Vorschriften verfassungsrechtlicher Natur in chronologischer Reihenfolge und zwar: Die Gesetzestexte betr. Ausführung und Aenderung der Ver- fassungsurkunde — betr. die Regentschaft — betr. die Minister- Verantwortlichkeit — betr. die Zusammensetzung und Geschäftsordnung der Kammern. Wahl der Abgeordneten, — betr. den Staatshaushalt, — Gesetz betr. die Einführung eines Regierungsblattes — Gesetz betr. das Petitivns- und Versammlungsrecht, — Gesetz betr. die religiöse Freiheit, — Gesetz betr. die Militär- Konvention Gerkchtssaal. fc. Darmstadt, 25. März. Wegen Diebstahls wurde der S t u b e n t an der hiesigen Hochschule Richard Zirkel aus Mindelheim vom Schöffengericht zu 2 Tagen Gefängnis verurteilt. Er hatte dem Studenten Groß ein Reißzeug unb dein Wirt Böhmann, bei dem er wohnte, 50 Meter Handtuchstoff, 6 Dieter Jackenstoff, 6 Bettücher, 2 Deckbezüge und 12 neue Al- uaccalöffet entwendet. Er gab vor Gericht an, er erhalle von seinen Eltern nur 30 Mk. monatlich und habe die Sachen roeiter verkauft, um mit dem Geld seine Kollegien zu bezahlen. Innsbruck, 25. März. Das Landgericht hat den Pfarrer Albrecht H u b e r von Tarrenz wegen Ankaufes von W a h l st i m m e n anläßlich der vorjährigen Gemeindewahl zu einer Woche Arrest verurteilt. Handel nn- Verkehr, Volkswirtschaft. Eine Teilung der T ü r k e n l o s e wird in französischen und türkischen Blättern erörtert und darauf hingewiesen, daß für einen solchen Plan eine sicherere Basis vorhanden sei, als früher. Ten Türkenlosen sind durch die Uniftfation der türkischen Staatsschulden sehr wesentliche Vorteile erwachsen. Zu diesen gehören die Auszahlung der Treffer zu vari, sowie die Einlösimg der gezogenen Stücke mit 00%. gegen frühere 58%. Während dies bekannt ist, wird jedoch der Umstand ivcniger beachtet, daß die durch bie'Uni- fifitation entstandenen Mehreinnahmen der Delle vublieue dr Nahrung finden. Märkte. Frankfurter Körse. 26 Mhrz, 1.15 Uhr. Sylvia. Schauspielhaus. Der Veilchenfresser. Dienstag den 27. Mär;, abends 7 ITfir Amerik- Paketf. 166 50 Ham hure - ■ . 217 50 m Portugiesen moo Princc-Henri-Eisenbahn . 135.10 1,7° C. Goethe- und Bleichstraße, von heute an bis auf weiteres für Bequemlichkeit Grösste Kg. (4 (2 Pfd.) Gem. Brot Bäcker. bei: 1 Kilogramm „Maly' Elegante Gießen. Fruhjahrs-Neuheiten Heinr. Binz, Allcudorf/Lahn 48 Schuhwarenhaus Billig 1! äcttsij!! E Karl Post, Wieseck . Jakob Appel, Krofdorf Vornehme Eleganz 24 40 143.70 Gem. Brot Gem. Brot Kornbrot Kornbrot gefundenen Gegenstände uns geltend zu machen. Enorme Haltbarkeit . 242.50 . 127.20 c 0 S 4% 3% 3%' 3i£e/„ Oberb essen 4 % Oesterr. Goldrente Oesterr. Silberrentc Ungnr. Gojdrente . . Italien. Rente . . . Portugiesen Serie I . Elektriz. Lahmerer . Elektriz. Schnckert . Esch weil er Bergwerk . Gelsenkirchen Bererwerk Höchste Temperatur am Niedrigste „ „ 27 54 25 Heinr. Weber, Heuchelheim W. Weitzel, Lang-Gölls . . Heinr. Binz, Allendorf/Lahn Harpener Bergwerk Lanrahütte . . • Nordd. Llovd . • Obei=chles. Eisen-Industrie Berliner Handelsees Darmstädter Bank . . • Deutsche Bank . • - Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto-Kommandit. . . Dresdner Bank . - - Kreditaktien Baltimore- und Ohio- Eisen! ahn . Gotthard bahn Lombard Eisenbahn . - Oesterr. Staatsbahn . . . 1 2 1 2 1 24. März 25. „ 26 26 95 Wegen Vornahme Löberstraße, zwischen 100.75 88.95 100.75 89 05 99.40 Telephon 434 69.40 70.30 92.15 94.90 93.90 148.00 53.90 92.00 68.55 97.65 Telephon 434 100.20 100.60 93.90 248.75 130 70 130 00 175.40 148.50 245 75 182.50 190.90 165.00 210.30 Börse. . 175.30 . 148.30 . 245.70 . 85.50 Der Pfd.) Tafelbrot " ) Weißbrot Pfd.) Weißbrot Reichsanleihe do. Konsols do. Hessen . . 26 27 27 27 Georg Tern IT., Gr.-Linden 46 Louis Sößmuth, Steinberg 46 u Der auswärtigen (2 Pfund) Weißbrot L. Steinnlüller, Gr.-Lindcn Karl Spanlcr. Reiskirchen Karl Zinßer, Alleudorf/Lda. Karl Stumpf, Garbellteich Jakob f)lpvcl, Kroidorf . . W. Leiil, Klein-Linden . . Jakob Appel, Krosdori. W. Lein, Klein-Linden . Karl Post, Wieseck . . Karl Tralrtmann, Wicscck (2 (4 1929 Aktiva Kassenbestand 50 H 75 „ 23 , 46 „ 1 Kilogramm (2 Pfund) Gem. Brot bet: ' ' ' " " L. Stcinmüller, Gr.-Lindcit 23 * tf " ab . . . Daher Stand der Mitglieder Ende 1905 . Gießen, den 26. März 1906. Großh. Voli-üamt Gießen. Herberg. . 216 70 . 247.90 . 24.20 . 130.75 . 148.10 in ’ 'n Modefarben und in jeder Preislage Warenbestand vorh. Emballage. Ausstände Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Universitäts-Nachrichten. j'l n th c ,l, 24. März. Die Abgeordnetenkammer hat der Universität Würzburg die Etatspositionen: außerordentliche Professur für ncucve deutsche Literaturgeschichte und außerordent- liibc Professur für Kunstgeschichte genehmigt. 46 „ 46, 46 „ 46 „ 48 „ 50 „ 50 „ (6 Pfd.) (2 , 1 (4 Pfd.) Mriginal-Drahttznel-ungen. Berlin, 26. März. Tein ,Berl. Tgbl." zufolge erließ Oberbürgermeister Kirchner eine Bekanntmachung, daß er Beiträge zu einer Ehrengabe für die bei den Rettungs- arbeitcn in Eourriörcs beteiligten deutschen Bergleute entgegennimmt. Bochum. 26. März. Zahlreiche gestern im Ruhrrevier abgehaltenc Bergarbeiter-Versammlungen beschlossen eine Eingabe an Regierung und Landtag. Die Bergarbeiter verlangen das vom Landtage aus der Regierungsvorlage ausgemerzte geheime Wahlrecht bei den Knappschaftswahlen, Sicherung der Arbcitervertreter gegen Maßregelungen, sowie ein aktives und passives Wahlrecht auch für die Invaliden und protestieren gegen den Kommissionsbeschluß, wonach die Beamten das Recht einer Sondervertretung im Knappschaftsvorstande haben sollen, obwohl die beim Bochumer Knapp- schaftsvcretn versicherten Beamten jährlich 600 000 Mk. mehr aus der Pcnsionskasfc herausziehen, als sie cinzahlen. Zttm Schluß wird verlangt, daß die Regierung die preußische Knappschaftsreform kassiere und dafür einen Gesetzentwurf zur reichsgesetzlichen Regelung des Knappschaftswesens einbringe. L en s, 25 März. Die Bc r g a r b c i t c r nahmen einstimmig eine Tagesordnung an, in der dem Syndikat für sein tatkräftiges und geschicktes Vorgehen und seine Bemühungen, dte den Geiell scbaften unterbreiteten Punkte betr. günstigere Löhne durchzuietzen, Anerkennung ausgesprochen, die Haltung der Anarchisten, rocltfc Zwischenfälle unter den Bcrgarbcitcrit hervorzurufen suchten, ge- brandmarkt und der Ausstand und das alte Syndikat gepriesen werden. . Pe 1 ersburg, 26. März, lieber schauerliche Qualen, die in Nichts der Inquisition des Mittelalters nachstehen, berichtet ein Brief aus einem Warschauer Gefängnis, den ein wegen angeblicher politischer Vergehen dort Befindlicher geschrieben hat. Es werden darnach in den Gefängntpen alle Airchliche Nachrichten. Evangelische (ttcmciudc. Montag, den 26. März, abends 8 Uhr: Bibel stunde (lebte) im Konfirmandensaale der Johannesktrche. Text: Jakob. 5. Pfarrafsistcnt Knot t. Dienstag den 27. d. Mts., und Mittwoch den 28. d. Mts., verkaufe von einem Waggon Waren in Gießen am Hotel Felsenkeller: 1 dicken Nolkobk, 1 Weißkohl, 1 Dirsig zusammen nur 80 Vfg., dicker schneeweißer Blumenkohl Stück 40 Pkg., extrafeine süße saftige Blutapfelsinen > Marke ClaudiaComcz^, das belle wa§ cs gibt 10 Stück 60 Pfg., Blulovkelsinen 'Bairia Ney süß und saftig 10 Stück 45 und 50 Pfg, andere Sorten süße saftige dicke Valenzia- Apfelsinen Balles Goldvackuug, was nur bei den bellen Sorten geschieh, entsprechend billiger, helle Cilronen 10 Stück 40 Pfg. tadellose Aepsel Pfd. 15—25 Pfg., elsäß. ,9 ücr schmackhafte Wallnüne Pfd. 20 Ptg . neue küße getrocknete bosnische Zwet'chen 5 Pfd. 1 Mk, reines Obstkraut, Meerrettig, Schwarz, wurzclu, Zwiebel, Möhren, Note Rüben, Kopf, und Edivicnsalat, frische Annanas? Tomaten, Sellerie, Porree, Petersilie u. s. w. alles zu äußrrll billigen Preisen. 1936 <0/0 Chinesen . . • Aktien: Bochum Guss .... Buderus E. W ... Tendenz: fest. Berliner 1 Canada E. B Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder Union C. . Dresdner Bank . . Tendenz: behauptet. 26. März Anfangskurse. Harpener Bergwerk . . Lanrahütte . . . , l ombarden E. B. . . Nordd. Lloyd .... Türkenlosc . . • Bilanz am 31. Dezember 1905. Georg Tern IT., Gr.-Linden 50 H Louis Sößmuth, Steinberg 50 „ L. Steinmüllcr, Gr.-Linden 52 „ Hoinr. Binz, Allendorf/Lahn 50 „ W. Fabel, Wicscck . . . 52 „ W. Weitzel, Lang-Göns . . 52 „ 3% auf weiteres für den Fährverkehr gesperrt. von Kanalisationsarbcitcn wird die Bruch stra ße, zwischen heute an bis auf weiteres für den Ftlhrvcrkehr gesperrt. 2 Kilogramm (4 Pfund) Gem. Brot bei: - - Karl Trautmann, Wicscck Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers. mitif 00.00-00.00, Hafer 16.75-17.75, MaiSMk. 12.50-13.00, - Ci-e.nnebl 27-28.00, M. 00-00, 2. Qualität Mk. 25.00 w. -vr 96 00, 3. Qualität Mk. 22.50-23.00, Roggenmebl 0 qn'f 94 75-95 75, 1. Qualität Mk.22.25—23.25, Weizenklcie Mk. 10.00 i() 25,'Roggeukleic Mk. 11.25-11.50, Maiskeime Mk. 12.00 bi< Wt. 12.50, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 17.25-17.50. Alles per 111 ' !Frankfurt n. M., 26. März. (Tclcgr. Lrig.-Bericht des 6 wn'. Anz."). dlmtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt- vreiie Zum Verkaufe standen: 402 Lchscn, 55 aus Qcst- n icb 37 Bullen, 0 auS Tänemaik. 760 Kühe, Jersen, Stiere und Rinder, 00 aus Dänemark, 316 Kälber, 322 Schafe und Hammel, 1943 Schweine, 0 Ziegen, o Ziegen-, 0 Cchaflämmer. Bezahlt , ',,rhc m lOOPfund Schlachtgewicht Lchscnl. Qualität 77—78 Mk., o <; 3. Qual. 47—48 Ml, 4. Qual. 44—45 Mk., 5. Qual, no—OOTif. Kälber: 1. Qual. 89—93Pfg., Lebendgewicht 54—57 Pf., 2. Qual. 81—86 Pfg., Lebendgewicht 48—51 Pfg., 3. Qual. 00—00 T'f'U Schlachtgewicht 61—65Pfg., Schafe: l.Qual. 78—80, O rr0( 70—72 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 79-Oti Pfg., Lebdgcw. 62.00—00.00 Pfg., 2. Qu.77- 78 Pfg., Lebend- gern. 72.00—74 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg. Geschäft: gut, kein Ueberstand. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Straße „Hinter der Westanlage" von heute an bis Georg Tern II., Gr.-Lindcn 25 H L. Steinmöller, Gr.-Linden — ' * ' " ‘ — W. Lein, Klein-Linden . . Große Billard-Soiree! Montag, den 26. März, Abends 9 Nhr. Im Cafe Lka'itzkr Ken y Strauß, Champion im B'llardhandspicl An ton Billardkünstler 02032 Vorführung von Kunststößen. Ohne Konkurrenz! W. Weitzel, Lang-Göns. . 46 Heinr. Weber, Heuchelheim 46 Gust. Jacobn, ?lltcn-Buseck 46 Karl Post, Wieseck ... 46 W.Stcinmöllcr Ww., Lang- Göns 46 Marktstrasse 9 und Wettergasse c”, Georg Dcrn Ir.z Gr.-Linden 23 -5> W. Weitzel, Lang-Göns. . 23 „ W.Ctcimnöller Ww., Lang- 02 64 85 51 108 3 111 2 109 2 Techniker HUNI Elf werfen von HanZentwäffernngsanlagen im Anschluß an die städtische Kanalisation und Ucbcrwachung der Ausführung alsbald gcsuchi. Erfahrung in solchen Anlagen ist Bedingung. Voraussichtliche Dauer der Beschäftigung 2 Jahre. B56/3 Meldungen mit selbstgeschriebenem Lebenslauf, Zeugnisabschriften und selbstgefertigten Zcichuuugkn nebst Angabe der Gehaltsansprüche pnb bis zum 10. April au das städtische Gas- und Wasserwerk Gießen einzureichen. ^anrilien-Nac^iviehten. G e ft o t b c n c. Herr Karl Frischer fen., Dillenburg. — Herr Friedrich Neuhaus, Ehringshausen. — Herr Tr. Konrad Dcncr- Voppard, Wiesbaden. — Herr Pctcr Gimbcl, Alsfeld. — Herr Philipp Knabe, Darmstadt. — Frau Margarethe Hepu, geb. Eichenauer, Lauterbach. —Frau Jakob Führer, Ebristine geb. Haus, Hohensolms. — Fräulein Käthchen Lang, Frischborn. — Frau Hedwig Heuser, geb. Blasenhaucr, Kirtorf. — Frau Katharine Schaub I., Werdörf. — Frau Susauna Stern, geb. Rothschild, Hungen. — Frau Magdalene Stürz, Lorbach. — Frau Friedrich Sarges Ww., Elisabeth geb. Jakobovskp, Wetzlar. Verlobte. Fräulein Eliiabethe Spruck, Schotten, mit Herrn Georg Hupfer, Bufcnborn. — Fräulein Johanna Hefster, Leipzig, mit Herrn Karl Neumann, Venedig. — Fräulein Sophie Hcilbrunn, Gießen, mit Herrn Siegfried Oettinger, Nürnberg. Geborene. Herrir Fritz Reuning und Frau, Nidda, eine Tochter. drr ottrnristteN Frankfurter Ztadttheater. Opernhaus. Dienstag den 27. März, abends 7 Uhr: „Flauto solo.“ Hieraus: W. Fabel, Wieseck . . . 26 „ 2 Kilogramm (4 Pfund) Weißbrot bei: . ---Heinr. Weber, Heuchelheim • ■■............ .........— Gießencr landwirtschaftlicher Wetterdienst. Vo: anösichtlichc Witterung in Hessen für Dienstag, den 27. März 1906: Wolkig, nur vorübergehend etwas anfhciternd. Noch vereinzelt geringe Niederschläge, am Tage milder. Näheres durch die Osießener Wetterkarte. Bekanntmachung. In der Zeit vom 17. bi? 24. März 1906 wurden in hiesiger Stadt Gefunden: 1 silberne Gabel, 1 lecreS Bierfaß (Münchener Löwenbräu), 1 Zylinderuhr, 1 Kapuze von einem grauen Mantel und 1 graugelber Stallhase; verloren: 1 silberne Damcn-Zylinderuhr mit Goldrand, 1 Kinderhandtäschchen von Sammet und Perlenstickerei (Inhalt 1 weißes Taschentuch und 2 Stück Konfekt), 1 goldene? Kettenarmband, 1 Verlobungsring, gez. L. S. 22. 5. 05, 1 rotbraunes Portemonnaie mit 82.50 Mk. Inhalt, und 1 Geldtasche mit ca. 20 Mk. Inhalt, 1 goldener Kettenring mit Herzchen, Göns 24 Hch. Weber, Heuchelheim 23 März 1906 Barometer nur 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit 'S Windstärke Wetter 25.' 9« 735,4 + 2,6 3,5 63 NW 4 Schneefall 25. 9" 736.7 + 0,2 4.3 92 SW 2 Klarer Himmel 26. ! 739,8 -2,6 3,6 96 ■ 2 Bedcktcr „ JK, Passiva Jt, 533 61 Geschäftsanteile der Mitglieder 545 5 947 36 Kapitalschulden . 1800 147 65 Warenschulden . 5 170 4 420 89 Reservefonds. . Reingewinn . . 2 773 760 11049 51 11049 mit Hosranm u. allen, Zubehör zu verin. Niegelpiad 30, Gießen. e ’ Ze Wohnungswechsel l Günstige Kautgelegenheit! Sonnenstraße 32. [O2O2J Selters weg 56. Ecke Volksbad. 02030 können eintreten. |1741 02025 Wolfstraße 9, I. Erednerstraße 34. 19171 Tüchtige 02027 zu vermieten. |1605 1940 Nicolaus. ^aufbürfchchen gesucht. [1870 Blerchstraße 12 (Laden). Männer-Turnverein 1543] L. Bernhardt. Lehre treten. [1942 4 Zimmer Der Borstand. 01977) Blcichsirahe 16 a. gesucht [1937 Kirchenplatz 11, int Laden. Jur 1. Stock schöne 4-Zinnner- Ein noch m bei mir in die Lehre eintreten. 1742s H. Schön, Schlossermeister. Änffenn o)tr= Sliiiödiei! gesuchtWeft-Anlagc 32,111. (°19711 Siflöüct Kolli?XDCrt iU 02031__________Löweugaste 9. Einige antike Möbeln zu vcr- kaufen. (1934) Steinstr. 51, I. WeqzugShalbcr Möbel, sowie Konzert-Zither zu verkaufen. Näheres Leihgesterner Weg 5. 2-ZimmeNvohmMg und Küche im Nebenhause an ruhige Leute per 1. 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