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Berantivortltch ♦üi den poltL und allqern. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Echot st raße 7. Redaktion 112 Verlag u.Exped.^sDöl Slbrefie für Depeschen: Anzeiger Gießen. Teil; P. Witt ko »ü, ,Stad« und Land" und .Gerichts] aal*. Grast peß. für den *Hn- zeigenteil: £)«n8 Beck. Z)ie heutige Bummer umfaßt 12 Setten. LS Beu ; für Kleinkunst: Trust und Sommersemester. iva6 Unieiric.-i0hvnorar-vccragt je Darmstadter Kunstbestrebungen. oder des Sommersemesters, so sind nur des Quartals 12.50 Mk. für Semesterschluß politische Lagerscha«. Die deutjcheu Schutzgedlete in Afrika. die Zeit dis zum nächsten Quartals- oder zu entrichten. Zur den Probekurs ist eine von 10 Mk. zu zahlen. Die Großh. Lehr- 1907 eröffnet. London, 22. 9K) v. Dr. Danijsez vom Pasteurschen Institut, der auf der Insel Brougtyon mit der M ässe n- vertilgung von Kaninchen beauftragt war und diesen eine epidemische Krankheit ein impfte, ist schwer erkrankt. Alle Symptome deuten auf Blutvergiftung. Auch mehrere Gehilfen sind erkrankt. — Vom neuen Stadttheater in Kiel. Tie vieler Sladtkollegien beschlossen emslimnug, die Ausgaben für den Fundus des im Bau begriffenen neuen Sladtlheaters von 125 OOO aus 2oü Ouu Mk. zu erhöhen. Aus Grund dieses Vertrages wurde ein Vertrag zwischen der <5ladr und der Gesellschaft (m. b. H.) „Bühne* inTüfsetdors abgeschlossen, welche sänuliche Tekoralionen und Kostüme nach tunstlerischen Entwürfen zu liefern har. Deutsches Reich. Berlin, 22. s)loo. Zn Gegenwart des Kaisers und unter dem Vorsitz deö Großherzogs von Oldenburg trat heute vormittag in der Charlottenburger technischen Hochschule die deutsche Schiffbautechnische G esc lisch a ft zu ihrer Hauptversammlung zusammen. Der Kaiser erschien in dec Admiralsumform. An erster Stelle sprach Herr Walter Borveri über die Pareon-Turbine als Schiffsmodell. — Der Bundesrat überwies die Vorlagen betreffend den Entwurf einer deutschen Arzneitaxe für 1907, den Entwurf einer kaiserlichen Verordnung betreffend -die Ausdehnung der §§ 135 bis 139 b der Gewerbeordnung aus Werkstätten der Labaklndustrie, den Entwurf von Bestimmungen betreffend die Einrichtung und den Betrieb der zur Anfertigung von Zigarren bestimmten Anlagen und die Vorlage betreffend die Ausprägung von 20 Mill. Mark in Fünfmarkstücken den zuständigen Ausschüssen. — Das Befinden des Ministerialdirektors Alt hoff läßt noch zu wünschen übrig. Der Patient ist recht schwach. — Die „Nocdb. Allg. Ztg." schreibt: Bekanntlich ist eine zeitgemäße Reform unseres amtsgerichtlichen Prozesses von feiten des Reichskanzlers in die Wege geleitet. Zur Verständigung über die Grundlagen des neuen Verfahrens sind heute Delegierte des preußischen Justiz- und preußischen Finanzministeriums, der bayrischen, sächsischen, württembergischen, badischen, hessischen Regierung, der Hansastädte und der Reichslande zu einer mehrtägigen Konferenz im Reichsjustizamte zusammengetreten. Kiel, 22. Nov. Heute abend traf der Kaiser hier ein. Auf dem Bahnhof hatten sich zur Begrüßung eingefunden: Prinz Heinrich, Staatssekretär o. Ticpitz tc. Hannover, 23. Roo. Von welstscher Seite werden Nachrichten verbreitet, wonach der Herzog von Cumberland, der bekanntlich für sich und seinen ältesten Sohn auf die Thronfolge in Braunschweig verzichtet hat, nun auch für sich und sein Haus seinen Ansprüchen auf Hannover entsagen werde. Es gedenkt dann nur noch sein jüngerer Sohn den Anspruch auf den braunschweigischen Thron aufrecht zu erhalten. Man wird abwarten müssen, ob der Herzog, dem inzwischen die genau formulierten Bedingungen bekannt geworden sein dürften, unter denen Preußen feine Einwilligung zu der Thronbesteigung eines Mitgliedes der Familie Cum- berland zu geben bereit ist, den Verzicht auf Hannover tatsächlich aussprechen rvird. Braunschweig, 23. Nov. Der Regentschaftsrat hat die dem Herzog von Cumberland zur Verzichtleistuiig auf Hannover gestellte Frist auf den 2. Februar 1907 fest- pesetzt.___________________________ ____________________ Rtiechc und Schule. Berlin, 22. Nov. Nach verschiedenen SMbungen soll der Oberkirchenrat im Falle Cäsar den Protest der Sondergebühr „ „ , ... ateliers für angewandte Kunst werden am 1. Januar bemüht. Nur das bleibt; Die Interpellation der nicht vollzähligen nationalliberalen Landtagsiraklion macht den gleichen Eindruck, den ein Kampier hervor mit, der feinem Gegner schon vor dem Kample erllärl: Ich schlage dich nicht, ich tue nur so! Hut: von dem bevorstehenden Tag der P a i r s k a m m e r dürste das Gleiche zu sagen sein. Die Komödie ward zur Groteske. Landwirtschaftsminisler v. Arnim. Der „NeichSanz.- meldet: Ritterschastsrat Ntttergutsbesitzer von Arnim aus Kriewea wurde zum ^taatSminisler und L a n d >v i r t s ch a s t s m i n l st e r ernannt. Die bündlerische »TageSztg.^ hält Herrn v. Arnim einstweilen nicht für den 3)1 Q nn nach dem Herzen der „reinen8 Agrarier. DaS Blatt bemerkt: „Die roirt* schastSpolitische Stellung deS Herrn v. Arnim ist nicht so bekannt und klar, daß man feine Pec]bnlichkeit als em Programm aufäffen könnte." Vermutlich hat der Bund der Landwirte andere Kandidaten für die Nachfolge des Herrn o.PodbielSki m petlo gehabt,und so ist die Enttäuschung zu erklären. In konservativen Kreisen Preußens über wird die Berufung dcS Herrn v. Arnim willkommen geheißen. Die Ernennung biete der Landwirtschaft jede Gewähr für eine k rüstige Förderung ihrer Interessen. für Fläch en kunst: F. LÜ. Kleulens ; Riegel; für Plastik: Heinrich Job st. Das Zeichnen nach Dem Reichstag ging eine _ Denkschrift über bte finanzielle Entwicklung der deutschen Schutzgebiete (ohne Äiautschou), eine graphische Darstellung der Aufwände des Reichs mit Au-.'Nahme der Militärlasten für die - Schutzgebiete und der eigenen Einnahmen der Schutzgebiete, ein Vergleich mit der finanziellen Entwicklung Algiers, sowie ferner eine Denkschrift über die deutschen Kapitalinteressen in den deutschen Schutzgebieten (ohiie Kiautschou) und deren Größe, Stand und Rentabilität zu. In der ersten Denkschrift ist eine Vorbemerkung vorausgefchickt. In derselben heißt es: Als Ziel einer erfolgreichen K'vlonialpolitik dürfe man wohl die finanzwirt- schastliche Selbständigkeit der einzelnen Kolonialgebiete und damit zusammenhängend eine gewisse Selbstverwaltung im Anschluß a'n das Mutterland hinstellen. Eine wirtschaftliche Selbständigkeit fei aber schwer, oft auch unmöglich zu erreichen, weiin die ganz unregelmäßig sich entwickelnden Ausgab en für Militär und Landesverteidigung auf deii Kolonial-Etat gesetzt werden. Ein llas]isches Beispiel hierfür biete Algier und deshalb zieht die Deiikschrift auch die finanzielle Entwickelung Algiers zum Vergleich heran. Die Denkschrift scheidet daher von der Darstelluiig der Ein- uiid Ausgaben die Ausgaben für Schutztruppen und zu deren Unterstützung herangczoge- ner Polizeimannschaften, ferner den auf Militärzwecke entfallenden Anteil von dem gemeinsamen Berwaltungssonds und den Beträgen für staatliche Expeditionen aus. Ferner heißt es: Die gesamten Koloniab-Einnahmen (unter Einrechnung der werbenden Kapitalsanlagen des Reiches) zeigen für die Jahre 1896 bis 1904 sowohl absolut (bei slcliger Erhöhung von 3,1 auf 12,3 Millionen) als in Prozenten der Ausgaben (1896: 49, 1900: 32, 1904: 61 Proz.) eine befriedigende Entwicklung. Es wäre aber nicht richtig, auf weitere werbende Kapitalscmlagen zu verzichten, um eine möglichst vollständige Deckung der Gesamtausgaben durch eigene Einnahmen der Kolonien zu erreichen. Die Denkschrift betont sodann: Als Maßstab einer finanzwirtschastlichen und verwaltungspolitischen Reise der Kolonien müsse 'jedoch das Verhältnis der Verwaltungsausgaben zu den eigenen Einnahmen nach Abzug der Einnahmen aus den werbenden Kapitalsanlagen des Reiches dienen. Unser Kolonialbesitz sei bereits in dieses Stadium getreten, da die beiden entsprechenden Kurven sich in der graphischen Darstellung schneiden und sich selbst bei Südwestasvika einander beträchtlich nähern. Bei Kamerun, Togo und Ostafrika sei die Zahl bereits wesentlich überschritten. Die Vorbemerkung betont schließlich: Der bereits beträchtliche Betrag des werbenden Kapitals des Reiches wie der Privaten in den Kolonien könne mit Rücksicht aus die Gebietsgröße nur das Anfangs- stadium der wirtschaftlichen Entwicklung bedeuten. In diesem Anfangsstadium nun habe die sinanz- wirtschastliche Entwicklung bereits das auß er or den tlich günstige Ergebnis zu verzeichnen, daß die Verwaltung s ko st en durch eigene koloniale Einnahmen nach Abzug der Einnahmen aus den Kapitals- anlagen des Reiches gedeckt werden, trotzdem die Lokalverwaltung gerade in der ersten Zeit besonders hohe Ausgaben verursachen mußte. Die zweite Denkschrift gibt zunächst an der Hand von Ziffern eine Uebersicht über die Art und den Zweck der ^apitalsanlagen und sodann die Gesamtsumme der deutschen Kapitalsinteressen in den deutschen Schutzgebieten ohne Kiautschou auf rund 370 Millionen Mark an. Stellt man hierzu den Kapitalwert der Ex- portprodukrion in den einzelnen Kolonien, der auf rund 600 Millionen Mark beziffert wird, so ergibt das ein produktives Gef amtkapital von rund einer Milliarde, welches in den Schutzgebieten arbeitet. In der Dentschrist heißr es weiter: Auf das Quadratkilometer Fläche trifft in den gesamten Schutzgebieten 26.1 Mark reichsfiskalisches Kapital und 85.7 Mark Privatkamtal. Man kann also wirklich nicht behaupten, daß unsere Kolonien zu viel Verwaltung und zu wenig Initiative aufweisen. Die Dentschrist besagt sodann, vom privatmünnischen Standpunkte betrachtet sei die Entwickelung unserer Kolonien geradezu nberrafchend Die Erste Kammer und der Fall Eißuert. Man schreibt uns heute ans Darmstadt zu der Absicht der Ersten Kammer, ihre Beratung über den Fall Eißnert unter Ausschluß der Oessentlichkeit stattsinden zu lassen: Wenn es wirklich wahr ist, daß Aufregung und Entrüstung Über die Lesläligung eines Sozialdemokraten zum Beigeordneten durch S. St. H. den Großherzog im Volke laifächlich so lief gehen, wie die Protestler und ihre Presse glauben zu machen suchen, dann muß man sich wundern, daß die Herren der Ersten Kammer hinter verschlossenen Türen der für den Bestätigungsakt verantwortlichen Regierung die Meinung sagen. Die Sympathien un Volke für oiese Stammet sind mit dem Scheitern der Wahlrechts- und Ge- memdesteuerreformen gewiß nicht größer geworden. £ae Erste Kammer hätte also heule die beste GelegenheU, daü auszugleichen, indem sie sich zum Dolmetscher der Ge'uhle und Empfindungen des Volkes machte. Die Auffassung, diese Tolmelscher zu fern, scheint aber die Erste Kammer bezw. die Besürworler eines Ausschlusses der Oeffenllichkeit doch nicht zu haben, denn wozu dann die „Vertraulichkeit" der Sitzuna? Tas Richtige dürste wotzl die Ansicht treffest, daß die Erste Kammer in der BestangungSfraae ebensowenig die Aieinung deS Volkes wiederzugeben geeignet ist, wie sie bleie beim Scheitern der Resormgesetze roiefcerfpiegeltc^ und daß den Drahtziehern beim Eißiierveldzug in der Ersten Kammer die Volksstimme ebenso gleichgültig ist, wie dein hefsifchen Volke die Anschauung der Herren von der Ersten Kammer Hetuba ist. Immerhin ist es bezeichnend, daß unsere hesstfchen PairS ihrer „srondierenden GemütSstimmung" (wie BrSmarck das nannte) nur hinter verschlossenen Türen Ausdruck zu geben sich> herausnehmen. Die Eißnert-Kanipagne wird em Sturm im WafferglaS bleiben. Außer dem Nationalliberalen Stöpler, den Freisüimgen, dem Zentrum und den Sozialdemokraten wird auch der radikale piugei des Bauernbundes die versasjungsgemäße Haltung d e s M i n i st e r i u m s g u t h e i h e n, aljo die M ehrheit der Volksvertreter. Gewisse Streife im Lande haben sich somit umfonfl 25 Mk. für das Quartal von Anfang Oktober bis Weihnachten, für das Quartal von Neujahr bis zu ben Osterferien und für bas Sommersemestcr, sonach für bas ganze Jahr 75 Mk. Erfolgt ber Eintritt in ber zweiten Hälfte günstig anzusehen, unb schließt bann: Die Opfer, bie wir bisher für bie Schutzgebiete bringen mußten, lagen nur zum geringsten Teil auf wirtschustlichem Gebiete, zum weitaus größten Teil auf militärischem. Daß aber große militärische Expebitionen notwenbig würben, ist auf einen einzigen schwer en Fehler zurückzu- sühren, ber bisher in unserer K'olonialpolitik gemacht würbe, nämlich auf bie zu langsame Erschließung einzelner Schuttgebiete burch reiche fiskalische Ka pitals an lag e n, insbesaubere burch Eis enbah- nen. Wenn in früheren Jahren nur für bie Hülste ber Summe, bie uns jetzt ber Krieg in Sübivestafrika gekostet fyat, Eisenbahnlinien in biesem Laube gebaut wären, bann hätten wir wohl niemals ben großen Au,staub erlebt unb dafür heute eine rasch ausbluheiide Kolonie mit einem Eisenbahnnetz und ein werdendes Neu-Deutsch- lanb in Westasrika. Die Praxis aller Kolonialvöller bestätigt, daß große Kolonialgebiete ohne Eisenbahnen ein unsicherer, wirtschaftlich nickst erschließbarer Besitz bleiben. Ein mittelalterliches Sprichwort sagt: Wer in den Geleisen der Wege geht, bunnt die Gespenster. Auch dem schwarzen Gcspen,t in Afrika iverden wir uns dann nicht wieder ve- gegnen, wenn wir unsere Schutzgebiete durch die Gleise per Eisenbahnen nicht blaß wit.c,chu.]tiich erschließen, san- bern auch verteidigungsfähig machen. In der Kalaniaiverwaltung werden zurzeit weitere Dentichristen auogearbeitet, rnsbesandere fo£d;e über bie afrikanischen Eijeuvah..undrnehuiungen aller bart kalanc- jatariscy tätigen Kulturvölker. Pfarrer Korell Vom Graßh. Kabinett ging uns bas P r a g r a m m bem lebenben Modell finbet auf Kosten der Anftalt m ber ber neu-gegrünbeten Lehrateliers für ange- - — ' ‘ - 'Tej-"' to anbte Kunst zu, das folgendes besagt: Die Großh. Lehrateliers für angewandte Kunst zu Darmstadt bilden ihre Schüler unb Schülerinnen unter Berücksichtigung ihrer Veranlagung und ihrer Ziele heran zu selbständigem Schassen im Gebiet der angewandten Kunst und der Plastik. Ae Unterweisung umfaßt: A. Als Hauptfächer: 1. Die Raumkunst und den Möbelbau. 2. Die Flächenkunst, das ist alle Zweige der Buchausstattung, die Kunst des Plakates, das Entwerfen für Stickerei, Weberei, Kunstverglasung und Wandschmuck. 3. Die Kleinkunst, insbesondere bie Ebelmetallkunst. 4. Die Plastik. B. Als Hilfssächer: Das Zeichnen unb bas Mob ellier en nach bem lebenden Modell. Der Unterricht in den Hauptfächern wird als Atelierunterricht erteilt. Die Schüler Dcftimmen selbst, in welchem Haupisach und somir von welchem Haupnehrer sie unterwiesen zu sein wünschen. Jeder Schüler ist verpflichtet, am Zeichnen unb am Mobelcreren nach bem leben» den Mobell teilzunehmeu. Tie Lehrrraste ber Großh. Lehr- aLeliers sinb fölflenbe: für Raumkunst Albin Müller; schreibt unS heute: Tie Erklärung des Herrn Pfarrers Bernde ck-Okarbeu in Nr. 274 des „Gieß. Anz/ wird dadurch hinfällig, daß ich von ihm un iraglicijen Zujainmeuhauge gar nicht gesprochen habe, sondern von Herrn P'arrer Wahl-Langen. Tiefer hat allerdings, was ich erwähnte, nach dem bis jetzt unwiderfprochenen Berichte in der »Preuß. Kirchen-Ztg." gefegt, er wüufche, daß feine Rebe von der Sozialdemokratie gegen die Kirche und den Pfarrstand auSgenützt werde. Man müsse die Sozialdemokratie zivmgen, die Aiaske abzunehmeu und den Satz „Religion i]i ^rioahache" fallen zu lassen. O s f e n e Feindschaft |ei besser u* die jetzigen unklaren Verhältnisse. . Gegen diese Auffassung habe ich nud) gewendet, und es soll und) ftenen, wenn Herr Pfarrer Bernbeck anderer Aieirn-ng ist als jein Parteifreund Herr Pfarrer Wahl. Tenn die richtige Auffassung, „daß einem Pfarrer die fozialdemolratischen Glieder |ell)|iuerfiänö- üch ebenso nahestehen muhen wie die übrigen", widersprid)t dod) wohl em weing dem Wunsche des Herrn Piarrer Wahl. K ö n i g st ä d t e n, am 21. Llovember 1906. Adolf Korell. Kunstschule bes Malers Adolf Beyer dahier statt. Der Unterricht im Modellieren wird von bem Bildhauer ber Großh. Lehrateliers erteilt. Soweit es mit ben Interessen ber Großh. Keramischen Munusaktur terein&ar ist, wird bereu Leiter I. I. Scharvogel Sck-uler zur künstlerischen Ausbilbung in ber Keramik annehmen. Schüleraufnal)men können zu jeber Zeit stattfinben; bie Auszunehmenben ollen bas 17. Jahr vollenbet haben. Anmeldungen sind christlich unter Beifügung von Nachweisen über bas erreichte Können, sowie eines Lebenslaufs oei bem Kurator ber Großh. Lehrateliers, Kabiuettsbibliothekar Zobel, einzureichen. Wirb eine Anmelbung angenommen, so hat ber Angemelbete zunächst einen Probekurs, ber bis zu einem Monat bauert, nach feiner Wahl in einem ber Haup^ facher zu absolvieren. Nach Ablauf bes Probekurses wirb die Au>nahme schriftlich erteilt ober abgelehnt. Hat em Schüler eine Fähigkeit zu selbständigem künstlerischem Schassen in einem Der oben aufgefuhnen Hauptsacher bar- getan, so erhält er beim Abgang von den Grofst). Lehrateliers daruvec ein Zeugnis. Das Schuljahr Degumi am 1. Oktober unb schließt Mitte Juhi, Es zerfällt in Wmter- Neinokdigememde in Dortmund abschlägig beschieden und die Entscheidung deS Konsistoriums zu Münster anerkannt baben. Ausland. London, 22. Nov. Die ,Exch. Tel.-Comp.^ meldet auS Washington, daß unverbindliche Besprechungen zwischen der englischen und der amerik. Regierung betreffs des Austausches der Philippinen für Neufundland und Jamaika stattfinden. Die englische Regierung machte den Vorschlag. Die amerikanische Regierung erklärte sich bereit, in unverbindliche Besprechungen darüber einzutreten. Die Bevölkerung von Jamaika dürfte einverstanden sein, während die Neufundländer dagegen sein dürften. Auch von Kanada erwartet man Opposition. Paris, 22. Nov. Der Unterstaatssekretär des Kriegsministeriums Cheron überraschte gestern um 3 Uhr morgens die Nrtilleriekaserne in VincenneS mit seinem Besuch. Der diensttuende Unteroffizier der Torwache kannte offenbar die Geschichte deS »Hauptmanns von Köpenick' und unterzog den Untcrstaatssekretär einem scharfen Verhör, ehe er ihn einließ. Cheron muhte sich mit verschiedenen Papieren, die der Unteroffizier sorgfältig prüfte, ausweisen, ehe er in die Kaserne eindringen konnte. Er war übrigens mit dem Ergebnis seiner Inspektionen recht unzufrieden und erklärte gründliche Aenderungen für unerläßlich. — Wie erwartet, haben die mit der Inventarisierung beauftragten Beamten besonderen Widerstand in der Bretagne gefunden. 2 000 Bauern belagerten die Kirche des Dorfes Pauguerneau seit 3 Uhr nachts. Als in der Frühe der Kommissar mit 6 berittenen Genbannen und einer Abteilung Kürassieren und Husaren anlam, wurden die Sturm- glocken geläutet. Nachdem die Truppen die verbarrikadierte । Umzäunung frei gemacht hatten, trieben die Bauern die Soldaten mit Knüppeln zurück. Zwei Reiterattacken blieben erfolglos. Viele Bauern und! Soldaten wurden schwer verletzt. Der Kommandant verlangte telegraphisch Kolonial-Jnfanteric aus Brest. In I Largeaffe wurde ein Holzblock gegen den Gendarmerieleutnant geschleudert. In Bohars wurde im Laufe des Krawalls der Vikar verhaftet. Paris, 22. Nov. Kammer. Marineminister Thomson erklärte, man muffe zunächst an den Bau vonPanzer- schiffen und von zum Angriff geeigneten Unterseebooten gehen. Wenn die Gegner solcher Pläne im vergangenen März bei der Beratung über die Panzerschiffe nichts gesagt hätten, so liege das darin, daß sie das Gefühl einer Gefahr empfanden, das der Marokkofrage entsprang. Der Minister weist dann auf die Bestrebungen Englands und Deutschlands hin, ihre Flotte auf der Höhe 311 erhalten, und betont, daß nach den letzten Untersuchungen die Turbinen | günstige Ergebnisse gezeitigt hätten. Der Deputierte Drelon hat einen Antrag eingebracht, nach welchem die Kriegsgerichte unbeschadet der militärischen Disziplin in Friedenszeiten gänzlich aufgehoben werden sollen. Vergehen gegen das gemeine Recht sollen von der hierfür zuständigen Gerichtsbarkeit abgeurteilt werden. Rein militärische Vergehen sollen einem für jedes Armeekorps zu schaffenden Zncht- polizeigericht unterstehen, welches aus drei bürgerlichen Richtern und zwei von dem kommandierenden General zu bestimmenden, mindestens im Hauptmannsrange stehenden militärischen Beisitzern zusammengesetzt ist. — Ein Dementi des Ministeriums des Aeußeren ecklärt gegenüber der Meldung des heutigen »Gil Blas' für unrichtig, daß zwischen Frankreich und England seit längerer Zeit eine Marine- und Militärkonvention abgeschloffen worden sei, die die Unterschrift des Präsidenten, des Ministers des Aeußeren und des Admirals Fournier trage. — Der Senat nahm die Vorlage auf Erhöhung der Entschädigung für die Deputierten auf 15 0 0 0 Fr. an. Wien, 22. Nov. Unter den Serben in Bosnien wurde eine umfangreiche Agitation entdeckt. Die Bewegung bezweckt eine Erhebung gegen Oesterreich im Frühjahre 1907 herbeizuführen. Ausstiches. Nach einer Petersburger Meldung ift zwischen dem Zaren und Kaiser Wilhelm drahtloser tele- graphischer Dienst installiert worden. Der Ministerrat genehmigte die Vorlage des Finanzministers betreffend die Mittel zur Ausführung der Amur- eisenbahn, deren Erbauung durch die Notwendigkeit gefordert wird, Chabarowsk mit der Hauptlinie der trans-1 sibirischen Bahn durch eine über russisches Gebiet führende Linie zu verbinden. Am 21. November wurden in der Odessaer Universitätsklinik zahlreiche Ueb'erfälle auf Studenten verübt. Einige von ihnen wurden verletzt. Am 22. traten infolgedessen die Professoren zusammen, um Maßregeln zur persönlichen Sicherheit der Studenten zu schaffen. Eine Abordnung des Profefforenkollegiums ersuchte sodann den Truppenkommandanten des Bezirks, Maßregeln zur Sicher- heit der Studenten zu treffen. Der Kommandant sagte zu, daß er alles Erforderliche sofort veranlassen werde. — Auf ®rttnb von Gerüchten über ein demnächstiges Progrom wurden in Odessa Plü n d erun gsv ersu ch e in Läden in bei Nähe be§ Marktes gemacht. Die Polizei stellte die Ruhe wieder her. Aus Stcrdt und Land. Gießen, 23. Nov. 1906. ** Großherzogs Geburtstag feiert unser Regiment in der herkömmlichen Weise. Eingeleitet wird die Feier heute abend 8 Uhr durch einen großen Zapfenstreich, während morgen früh 7 Uhr großes Wecken stattfindet. Um 8 Uhr wird die Regimentsmusik vom Turm der Stadtkirche einen Choral spielen und um 10 Uhr beginnt der Festgottesdienst in der Stadtkirche. Hieran schließt sich um 11 Uhr Regimentsappell im Hof der Zcughauskaserne. Das Festessen im Casino ist auf 3 Uhr angesetzt und um 7 Uhr abends beginnen die Manuschaftsfcicrn, die mit Rücksicht aus den Totensonntag bis 12 Uhr beendigt sein müssen. 1 — Das Großh. Kreisamt ist morgen aus Anlaß des Geburtstages S. K. H. des Großherzogs, der wegen des Totenfestes schon am SamStag gefeiert wird, geschlossen. ** V 0 m Kun ft verein wird uns mitgeteilt: Die gegenwärtige Ausstellung hat sich täglich eines regen Besuches zu erfreuen. Bon Sonntag ab sind neu ausgestellt W. Thielmann- Willingshausen „Mein Enkel", von M. Loose-Berlin „Holländische Mühle". Es sei ferner noch darauf hingewiesen, daß die Kollektionen des Bildhauers M. Sch au ß, und des Malers R. Esch k e- Berlin nur noch drei Wochen, bis zum 9. Dezember, ausgestellt bleiben. ** D e r Vor st and des Vereins deutscher Zeitungsverleger trat am 22. d. M. in Berlin zu einer Sitzung zusammen, in welcher nach ausführlicher Erörterung der Verhältnisse der Zeitungsverlagsgeschäfte auf Grund der allgemeineu wirtschaftlichen Entwickelung folgende Resolution angenommen wurde: Der Vorstand des Vereins deutscher Zeitungsverleger stellt fest, daß infolge der am 1. Jänuar 1907 in Kraft tretenden bedeutenden tarifmäßigen Erhöhungen der Arbeitslöhne, der fortgesetzt bedeutenden Steigerung der Preise für alle Materialien und der unausgesetzt erhöhten Anforderungen an redaktionelle Ausgestaltung der Zeitungen die große Mehrzahl der deutschen Verleger vor die Notwendigkeit gestellt ist, eine Erhöhung der Preise für Abonnements und Inserate eintreten zu lassen. X Klein-Linden, 22. Nov. Bei einer von den hiesigen Lehrern einberufenen Versammlung auf der „Burg" wurde gestern abend eine „Vereinigung für Volksbildung, Heimatspflege und verwandte Bestrebungen" gegründet. Tie Versanunlung war sehr zahlreich besticht und die Erörterungen zeigten, daß der neuen Bestrebung lebhaftes Interesse entgegen gebracht wird. Lehrer ^Boßler schildert den Unterschied zwischen Stadt und Land bezüglich deffen, waS den Einwohnern an Unterhaltung und Belehrung geboten wird. Was in der Stadt jedem zu Gebote steht, muß der Landbewohner bitter entbehren. Hierin mag gewiß auch ein Grund der allgemeinen Landstucht liegen. Auch auf dem Land herrscht ein Streben nach mehr Bildung, nach Kenntnis von dem, was Gelehrte und Künstler erreicht haben. Diesem Bildungsbedürfnis kommen die Volksbildungsvereine entgegen. Der Mam-Rhein- Verband für Volksbildung und verwandte Bestrebungen will die Vereine zu einem Ganzen zusammenschließen. Er unter» stützt auch die Vereine durch Ueberlassting von Wanderbibliotheken und durch event. gewünschte Vorträge, bezw. Redner. Der Volksbildungsverein soll ober kein eigentlicher Verein sein, er schließt sich nur an bas Bestehenbe an nnb wünscht, daß die Vereine die gute Sache unterstützen, z. B, durch gesangliche, turnerische und ähnliche Vorführungen. Ein Jahresbeitrag wirb nicht erhoben. Es soll der Bevölkerung Gelegenheit geboten werben, über manches Wissen s- werte aus ben Gebieten beS Wirtschaftslebens, des Gewerbes, der Gesundheitspflege, Wohlfahrtseinrichtungen, der Entdeckungen, Erfindungen ustv. Aufschluß zu erhalten. Auch ioll eine Volksbibliothek ins Leben gerufen werden. Lehrer Eß fuhrt aus, daß der Verein weder eine politische, noch eine religiöse Richtung verfolge. Den Jahresbeitrag an ben Verbanb gedenke man aus freiwilligen Sammlungen zu decken. Die Vorsitzenden der hiesigen Vereine erklärten sich zur Unterstützung und Mithilfe der Vereinigung bereit, und so konnte zur Konstituierung geschritten werden. Auf Vorschlag des Lehrers Keil wurden Lehrer Boßler, der eigen!» I liche Urheber des Werkes, zum 1. Vorsitzenden und weiter in den Vorstand Pfarrer Schulte und Bürgermeister Schaum gewählt. Ferner wurde beschlossen, daß von jedem hiesigen Verein der Vorsitzende dem Vorstand angehören soll. Zum Bibliothekar wurde Lehrer Eß bestimmt. Tie Vereinigung wird in aller Kürze ihre Vortragsabende beginnen. — Großen-Buseck, 22. Nov. Auf Anregung des Vorsitzenden des Kriegervercins, Bürgermeisters Schwalbe, wird am Samstag abend im Verein Dr. Geng nagel einen Vortrag über „Tub erku lose" halten, zu dem auch Nichtmitglieder Eintritt haben. -s-Bad-Nauheim, 21. Nov. Auch der hiesige Bahnhof soll einen Um- und Erweiterungsbau I erfahren und zwar sollen im Laufe des Winters schon die iBahnsteighallen verlängert, Schutzwände errichtet und Bahnsteighäuschen hergestellt werden. Bis Frühjahr sollen diese Arbeiten schon vollendet sein. Außerdem soll zwecks Vergrößerung der Warteräume ein Anbau an das Stationsgebäude erfolgen. Dieser wird voraussichtlich Herbst 1907 beginnen. Bad -Nauheim, 22. Nov. Bei der heutigen Handelskammerwahl wurde das seitherige Mitglied Philipp Müller wiedergewählt. — Tas Haus des Konrad May, Karlstraße 30, ging heute zum Preise von 54 500 Mark in den Besitz von Frl. Schäffer über. ? Schlitz, 22. Nov. Tas Haus des Spenglers I. A. Habicht wurde von Uhrmacher Gg. Franke, für 9000 Mark erworben, Sattlermeister Schrön kaufte das Vauverwalter Kreiß'sche Haus und verkaufte das seinige an den Barbier G. Heil. — Der von einigen Bürgern Hutzdorfs gegen die Wahl des Beigeordnet en Wink eingelegte Protest wurde von der zuständieen Behörde wegen mangelnder Begründung abgewiesen. — Bei der gestern abgehaltenen Wahl zur Handelskammer für den hiesigen wurde Bezirk Herr H. Dürbeck, Lauterbach, mit 28 Stimmen gewählt, Fabrikant Friedrich Zöller, hier, erhielt 26 Stinimen. A 2lus dem Ohmtal, 22. Oov. Alljährlich, wenn die Herbstzeit naht, beginnen im Ohmtal die lieber- schwemmungen, die fast ununterbrochen bis zum Frühjahr hinein dauern und vielsach hemmend wirken. Auch im Sommer, wenn starke Gewitterregen niedergehen, ist in kurzer Zeit das Ohmtal unter Wasser gesetzt. Da man behördlicherseits der Ohmregulierung immer noch nicht näher tritt, hat man int vorigen Jahre in S ch w e i n s b e rg eine Wiesen- entw ässe rungs-Gcnossen schäft gegründet und diese hat den Plan zur Entwäfferung eines großen Wiesengeländes zwischen SchweinSberg und Rüdigheim so eingerichtet, daß er sich einer späteren Ohmregulierimg anpaßt. Um die Arbeit durchgreifend zu machen, sind in den letzten Tagen auch die Grundbesitzer der jenseits der preußischen Grenze auf hessischem Gebiet liegenden Ortschaften Ober-Ofleiden, Gontershausen, Nieder-Ofleiden und Haar- Hausen zusanimengetreten und haben gleichfalls eine Ent- wässerung § - Genossenschaft ins Leben gerufen. Zwischen Ober-Ofleiden und Schweinsberg soll zunächst eine Wiesenfläche von 280 Morgen Größe entwässert werden. sd. Darmstadt, 22. Nov. Der Festk 0 mmers des Studenten-Verbandes zu Ehren des Geburtstages S. K. H. des Groß Herzogs nahm bei sehr lebhafter Beteiligung im Orpheum einen flotten Verlauf. Ten Vorsitz führte sind. Kern (Scizze), der auch die Festansprache hielt. Auf S. M. den Kaiser sprach stud. Holzweiler (Fran- coniae), auf ben Rektor ber Professoren stud. Uehring (Thuringiac). Die Rede des Letzteren enthielt einige interessante Anspielungen auf das Verhalten des Rektorates, das bekanntlich das gesamte Aktenmaterial, sowie den Wichs des seitherigen, jetzt aufgelösten Studenten-Ausschusses in Verwahr hält. Er führte dabei aus, daß es ungerecht sei, sich die Sympathie und das Vertrauen durch Hinderung ihrer freiheitlichen Bestrebungen zu verscherzen. Die Rede wurde vielfach von Beifall unterbrochen. Rektor Prof. Guterin uth gedachte des Zusammenhaltes zwischen der Studenten- schast und des Lehrkörpers, der in seiner hohen Aufgabe durch vorübergehende kleinliche Mißverständnisse und Bedenken in dem Bestreben nach ehrlichem aufrichtigem Deutschtum nicht gehindert werden dürfe. Schon den größten Gelehrten seien im Verkehr mit der Studentenschaft Irrtümer vorgekommen, doch solle man sich an dem Optimismus des Kaisers ein Muster nehmen, nur dann sei eine fortschrittliche Tätigkeit möglich. Die einseitige Standeswiffenschaft müsse dem Bestreben nach ethischen Idealen weichen und man müsse die Gesamtwissenschaft hochhalten. Der Aufgabe, sich in freiheitlicher Arbeit zn entwickeln, müsse man die sonstigen kleinen Kämpfe des Tages unterordnen, denn heute will man Männer der Tat, die im nationalen Interesse zusammen- wirken, sodaß kleine Zwiespalten beseitigt werden. Unfruchtbare Resolutionen haben keinen Wert. (Zischen der Studentenschaft.) Sein dreifaches Hoch galt der Darmstädter Studentenschaft und deren gemeinsamer Arbeit in geistiger Hinsicht. Einen beifällig aufgenommenen Toast auf die Gäste der Stadt Darmstadt brachte stud. Krug (Germania) aus. Pros. Guthermnth (Magnifizenz) teilte noch mit, daß heute der 2 000. Student als Hörer eingeschrieben sei. Baurat Jäger dankte im Namen der Stadt Darmstadt, und der 2000. Student H 0 hm leerte einen Ganzen auf das Gedeihen der Technischen Hochschule. Frankfurt, 22. Nov. Bei den heutigen Stadtverordnetenwahlen waren 21 Neuwahlen und eine Ersatzwahl vorzunehincn. Gewählt wurden im ersten Bezirk lOstcnb): Prof. Sittig (fortschr.), Trauner (bem), im fünften Bezirk (Nordwest): Dr. de Bary (fortschr.), Dr. Hertz (dem), Ladenburg (natl.-lib.), im sechsten Bezirk (Nordend): Funk (fortschr.), Lönholdt (natl.-lib.), Rühl (bem.), Ries (fortschr.), im achten Bezirk (Bockenheim): Dr. Quarck (soz.). In ben übrigen Bezirken finben Stichwahlen statt, an benen je brei Nationalliberale, Fortschrittler und Demokraten, 10 Mittelständler und 5 Sozialdemokraten beteiligt sind. Zu ersetzen waren 4 Nationalliberale, 5 Fortschrittler, 5 Demokraten, 7 Mittelständler und 1 Sozialdemokrat. Unter den im 1. Wahlgang unterlegenen Kandidaten befindet sich der sozialdem. Neichstagsabgeordnete W.Schmidt, der in Sachsenhausen aufgestellt war, und ber Führer des Frankfurter Zentrums Dr. Hey der. Vtittö-l und Verkehr, Vslkswirtsehaft. Die Berliner Großbanken und die Teuerung. Nachdem die Deutsche Bank ihren Angestellten eine Zulage in der tform einer Erhöhung des Jahresgehalts um ein Monatsgehalt gewährt hat, hat sich nun die Darmstädter Bank zu gleichem Schritt entschlossen. Tie Direktion der Diskonto-Gesellschaft sagte einer Deputation ihrer Beamten -u, daß ihre Wünsche zu Weihnachten Beri'icksichtigung finden werden und die Direktion des A. Schaafs« hansenschen Bankvereins wird die Weihnachtsgratifikation ihrer Angestellten erhöhen. Tie unverheirateten erhallen 5°’o des Jahresgehalts, die Verheirateten 10%. Die Firma Mendelsohn & Co. wird, wie man hört, sich auch nobel zeigen und ihren Angestellten eine Teuerungszulage in Höhe eines doppelten Monatsgehaltes zu legen. Ferner ivirb Kommerz- und Tiskonto-Bank, wie es heißt, etwas besonders für ihre Beamten tun. Die Berliner Handelsge- sellschast und die Nationalbcmk für Deutschland haben erst in diesem Jahr aus Anlaß ihres 50jährigen bezw. 25jährigen Bestehens ihren Angestellten Extra = Gratifikationen Zukommen lassen. Wo aber bleibt die Dresdener Bank: auch sie hatte in diesem Jahr ein Jubiläum, das 25jährige Bestehen der Berliner Niederlassung. Herr Konsul Gutmann folgte jedoch nicht dem guten Beispiel seiner Kollegen, er hielt die Taschen zu. Vor 8 Tagen wurde der Tirektion der Dresdener Bank eine eingehend begründete Petition um die Gewährung einer Teuerungszulage überreicht, aber diese wurde nach Ablauf der Kündigungsfrist abschlägig beschieden. Wir sind der Meinung, daß die Aktionäre der Dresdener Bank sicher keinen Einspruch erhoben hätten, wenn die Leiter des Instituts ihren Beamten gegenüber etwas entgegenkommender gewesen wären. Die Dl i t g lieber des Vereins derZigarrenfab- rikanten von Unterbaben, der Pfalz, Hessen unb Württemberg mit dem Sitze in Mannheim beschlossen infolge der bis zu 20 Prozent und noch höher gestiegenen Herstellimgskosten eine Preiserhöhung für sämtliche Zig arrenfabrikate eiutreten zu lassen. Wegen der Höhe, der Aufschläge für die einzelnen Sorten soll noch im besonderen verhandelt werden. Märkte. + Friedberg, 21. Novbr. Ter heutige Schweinemarkt zeigte einen erneuten R ü cf g a n g der Schweine- preise. Ter Markt war sehr stark befahren, namentlich mit Ferkeln, das Angebot übertraf die Nachfrage. Das Paar Ferkeln kostete kleinere- 20—30 Mk., größere 30—35 Mk., Springer das Stück 35—40 Mk., Einzelschwei ne 50—60 Mk., Schlachtschweine kosteten Lebendgewicht 46-48 Pfg., Schlachtgewicht 66-67 P'g. Ter Preisrückgang der Jungtiere hat großenteils seinen Grund in der Ueberproduktion, sowie in der Höhe der Kartoffelpreise. vermrschtes. * Schiffs Unfälle. Bei Jii.m Zusammenstöße des Lloyddampf ers „Kaiser. Wilhelm der Große" mit dem Royal Mail-Dampfer „Crinccco" bei Cherbourg find beide beschädigt worden. 5 Mann von der Besatzung der „Orinocco" werden vermißt. An Bord des „Kaiser Wilhelm" wurden vier Personen getötet und zwei verletzt. Der Kapitän der „Crinucco" erklärte, der Nebel! sei so dicht gewesen, daß nicht einmal das Ncflektorlicht des Panzers „Jules Ferry" wahrgenommcn wurde, geschweige denn ein Nakctensignal. Die Toten und Verwundeten des Lloyddampsers „Kaiser Wilhelm" sind russische und ungarische Auswanderer. Von den Schwerverwundcten ftt ein elfjähriges Mädchen Namens Stevir gestorben, lieber die GelöUt.m ist folgendes emittelt: Croissant und Mühlbauer kamen aus Worms, Zimbelmann aus Forbach, Anna Krucelik aus Böhmen. Leicht verwundet, Damen von bestem Rufe, die sich im Interesse der Sache Gtaenei* Bazar ♦ Max Maraai Vereine erhalten extra Rabatt 6752 Blumen, Palmen und Kränze in großer Auswahl, billigst 658,10 der B87“ HW Bei touren ’W Handel 'Frankfurter Bör«<* Wf< . 129 50 Obertoldes. Eisen-Indnstrie 127.70 TT Porto g-iesen . 121.75 Prince-Henri-Eisenbahn . Wringmaschinen Berliner Börse, 23. 648oi Georg WaHeafels 82.80 Marktplatz 21 Telephon 46 Ludwig Kröll, PluHruöe 10 gegenüber der Engel-Apotheke. 376,50 446,30 203.90 259,20 3147c 394 314% Pns’ar. Goldrente . Italien. Pente . . Porto tri esen Serie T 4 »4 494 3 "4 394 4 °4 Öesterr. Goldrente. 4% 94 Gestern Silberrent Sofatische Ausziehtische Lakierte Tische Kindertische Blumentische Bauerntische 97.90 86.30 97.90 86 40 96.60 23. November, 1.16 TJhr. Elektris. Lahmerer - • ■ Elektriz. Schnckert . . . Esehweiler Bergwerk Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg- Amerik. Paketf. Harnener Bergwerk. . . Lanrabfltte . . . Xordd. Lloyd . . November. 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Darauf erwiderte die Direktion der Siemenswerke, daß sie sich von den vorgeschlagenen Verhandlungen einen Nutzen nicht versprechen könne, da für die in die Siemenswerke hineingetragene Bewegung stichhaltige Gründe nicht vorlägen, durch deren Beseitigung die Beilegung erzielt werden könnte. gemeldet hatten. Die eine bestätigte, von Caruso während einer Opernaufführung vor zwei Jahren, die andere während einer Pferdeausstellung vor einem Jahre beleidigt worden zu sein. Caruso gibt an, beide Damen nicht zu kennen. Die niedrigste Strafe für Caruso? Vergehen sind 10 Dollar?, die höchste ein paar Monate Arbeitshaus. * Kleine Tageschrvnil. In Magdeburg schoß die Fra u des gutsituierten Kaufmanns Schwarze, die feit b e r Geburt ihres acht Wochen alten Kindes schwermütig ist, ihren Mann in die S ch l ä f e und verwundete ihn schwer. Sodann tötete sie sich selbst durch einen Schuß in den Mund. — Dem Gemein beforst er Stirn in Tambach im Elsaß wurde van Wilderern im Walde der Hals a b g e s ch u i t t e n. Von der Mördern fehlt jede Spur. — In Metz sind im Krankenhause 10 Personen als v ockenkrank erkannt worden, 20 sind vockenverdächtig. Sechs weitere Familien wurden als vockenver- dächtig in? Spital gebracht. Tie Ebolera-Baracken sind stark überfüllt. Tie jämmerlichen Wohnung-Verhältniffe des verseuchten Viertels bieten der Epidemie einen vorzüglichen Herd. schädigt. • Berlin, 22. Nov. Unter dem Verdacht deSGatten- MordeS ist der 28 Jahre alte Arbeiter Gustav Godglück verhaftet worden. Frau Godalück wurde am Sonntag morgen in ihrer Wochnung tot am Bettpfosten hängend aufgefunden. Es wird vermutet, daß Godglück seine Frau erschlagen oder sonst irgendwie umgebracht und an den Bettpfosten gehängt habe, um den Anschein eine? Selbstmordes zu erwecken. — Der vor kurzem au? Hamburg nach Berlin gekommene tätige Doktor der Chemie, Strauch, verübte Selbstmord. Er hatte, nachdem er Gift gsnommen, sich mit einer seidenen Halsbinde am Bettpfosten erhängt. Ueber die Motive der Tat ist noch nichts bekannt. • Hannover, 22. Nov. Unter dem Namen eine? Negierungsbaumei st erS vonVieme nahm ein Hochstapler hier in einem ersten Hotel Wohnung. Er verfügte über Visitenkarten und gefälschte Ausweispapiere und gerierte sich als Bevollmächtigter der spanischen Regierung. Der etwa 20 Jahre alte junge Mann Kat sehr elegant auf und imponierte durch sein Französisch. In einem ersten Automobil- geschäst ließ er sich Automobile zeigen, und wählte einS zum Preise von 2 0 000 Mark. Bei der Probefahrt, die nach der Maschinenfabrik Linden führte, gab er an, daß er im Auftrage der spanischen Regierung 80 Lokomotiven kaufen wolle. Dem Fabrikleiter kamen keine Zweifel an der Person deS Auftraggebers und der Richtigkeit der Ordre. Nach dieser Fahrt wurde in einem ersten Weinrestaurant Hannovers ein üppiges Diner eingenommen, da der Schwindler kein Geld bei sich hatte, half einer seiner Begleiter, ein wirklicher Regierungsbaumeister au? Dortmund, aus, besonders, da jener Schecks und Wechsel in Menge bei sich trug. Zwei Logisgenosien auS Dortmund, wo er sich früher aufgehalten hatte, erkannten ihn und forderten von ihm geliehene Sachen. Er wollte sich nun dadurch auSweisen, daß er im Hotel angab, er wolle sich telegraphisch von einem hohen Madrider Beamten Referenzen einholen. DaS Telegramm wurde auch abgesandt und zwar in französischer Sprache, kam aber am nächsten Tage als unbestellbar zurück, als der Schwindler schon längst verschwunden war. Die Polizei stellte fest, daß eS sich um einen Schlosser oder Chauffeur narnenS Hucklenburg auS dem Mecklenburgischen stammend, handelt. • Caruso. Man meldet auS Newyork: Die Verhandlung bestätigte, daß der Tenorist Caruso gewohnheitsmäßig Frauen an öffentlichen Orten durch handgreifliche 99 80 100.35 96 — 102.90 69.20 70 — 89.60 93.70 94.70 5230 89- 67.40 96.55 IsslMbs berühmten Asthma - Bonbons 12 6 n Alliumsast, 88 °/0 Raffinade. In Schacht. ü l<^ u. in Beut. L 30^ bei Emil Fischbach,Srogeril Wirkunq überraschend! |6931 35 — 144.30 148.50 4 14°/n russ.Staatsanl. 190 4 J40,n fapan. Staatsanleih a o/ Conv. Türken von 190? Türkenlose ... 4 94 Griech. Monopol-Anl. 4 °4 Süssere Argentinier 3°/n Mexikaner 4^°/0 Chinesen . . . Aktien: Bochum Guss .... Buderus E. W . . Tendenz: fest Was ist das für ein Conio „S", Herr Meier? Und wofür 32 Mk. ? — Für FayS ächte Sodener Mineral-Pastillen. Sie hatten doch angeordnet, daß das Personal auf Geschäftslinkosten Pastillen erhalten sollte, wenn Erkältungen gemeldet werden. Und wir haben doch auch die besten Erfolge damit erzielt: Es hat seitdem niemand gefehlt und das Publikum wird durch das Husten der bedienenden Damen und Herren nicht mehr belästigt, Fays ächte Sodener tun wirklich brillante Dienste lind die kleine Ausgabe bezahlt sich reichlich. Man kauft die Schachtel au 85 Pfg. in allen Apotheken, Drogen- lind Mineralwasserhandlungen. Ihv1’/» Tieichsanleihe do. Konsole . . do. . . Hessen . . < Oberhessen Puppen, Pnppenköpfe, Puppen-Bälge, Sport- und Puppenwagen, Schaukelpferde Spielwaren-G-eschenkartikel, Galanterie- u. Hanshaltungswaren empfiehlt in großer Auswahl staunend billig Original-Drahttneldungen. Paris, 23. Nov. An Bord deS Panzerschiffes „Admiral Aube* sind ernste Zwischenfälle festqestellt worden. Von verschiedenen Geschützen sind die EntfernungSmeffer loS- geschraubt und inS Meer geworfen worden. Eine strenge Untersuchung wurde ungeordnet. Madrid, 23. Nov. Der d eutsch - spanische Handelsvertrags-Ausschuß hat seine Arbeiten beendet. Es heißt, daß der Ausschuß in seinem Bericht den Vorschlag macht, den Modus viveudi aufrecht zu erhalten. K o n sta n t i n v v e l, 23. Nov. Im Stadtviertel von Pera explodierte eine Bombe. Getötet wurde nfe* mand. Verdächtige wurden verhaften. Bei der zunehmenden Verteuerung der Lebenshaltung verdient auf gesunde und billige Genußmittel besonders hingewiesen zu werden. Als bestes Getränk empfehlen sich Meßmers berühmte Teemischungen nach englischer und russischer Art. Sie sind außerordentlich ausgiebig, daher billig in Gebrallch und von hervorragendem Wohlgeschmack. Eingesandt. rFür Form lind Inhalt aller er bieier Rubrik siebenden Artikel übernimmt die Rede.lt>'' d-m Buhlikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Wi ef eck, 23. November 1906. Wenn ein Fremder gestern abend Geleqeilbeit hatte, durch di« Straßen unseres Orte? zu wandern, tnirb er sich nicht wenig gewundert haben, daß bei der Dunkelheit, dem schlechten Wetter und dem stellellweiie schlechten Zustande der Straßen keine einzige Straßenlaterne brannte. Tie Einwohner voll hier siild ja darail gewohnt, daß, sobald Mondschein im Kalender steht, die Laternen nicht brennen, mag es auch noch io dunkel fein. Aber wünschenswert wäre e? doch, wenn dieser Uebelstand befestigt und die Beleuchtungskörper ihrem Zwecke gemäß verwendet würden. R. Th. Zimmermann Mechau. Weberei in Gnadenfrei (Schlesien). Die Muster der Wintersaison mit aparten Neuheiten gelangen durch meine Vertreterin für Giessen und Umgegend Fraü Emma Sehheini, Bismarckstr. 38 gerne zur Vorlage. 6172 Sämtliehe Lieferungen erfolgen vollständig porto-und spesenfrei. Vergebung m Aimer- bezn>. Zchreiilmrbeit Das Liefern und Aufschlagen eines Podiums im Gesangsaal der höheren und erweiterten Mädchenschule soll Donnerstag, den 29. November d. Js., vorm. 10 Uhr öffentlich vergeben werden. Zeichnung, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Amtsstunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin bei uns abzugeben. — Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 21. November 1906. Städtisches Hochbauamt. Gerbet. P. »/„ der Redaktion. (Anonhnie Anfragen bleiben unberücksichtigt). ,,Konzert - Eingesandt." Anonyme Zusendungen finden niemals Berücksichtigung. Bekanntmachung. Der Doranschlag der Gemeinde Grüningen für das Rcchnungs« fahr 1907 liegt vom 26. d. MtS. an acht Tage lang ans dem Bürger. meisterei-Bureau zur Einsicht der Jntereffenten offen. 6982 Grüningen, den 22. November 1906. Gr. Bürgermeisterei Grüningen Gilbert. Bims die Hand' Abrador Pläne, Kostenanschläge und Bedingungen liegen in der Kanzlei unterfertigten Behörde zur Einsicht offen. Angebote ans aktengroßem Papier sind bis zum obigen Termine verschloffcn und mit der Aufschrift „Angebot Feldbereinigung Hoch-Weisel" versehen, der Großh. Bürgermeisterei Hoch-Weisel einzureichen und haben in Prozenten des Voranschlags zu erfolgen. Friedberg, den 21. November 1906. fach bewährt hat sich Fenchel- honig bei Husten u. Heiserkeit der Kinder. Ein Versuch mit einer Probeflasche von 50 Pfg. aus der Germania- Drogeries Carl Seibel. Frapk- fnrterstraffe 39, Telephon 593, nnrb Sie in der Tat überraschen. 6681 Mel Stühle von geringster bis zu feinster Ausführung. Rohrstühle */, Dutzend von 20 Mk. an. (Eigenes Fabrikat.) Jahrelange Garanfie. Ausnahmsweise sehr billige Preise. Sämtliche Reparaturen an Stühlen gut und billig. Bei Bedarf bitte mein reichhaltiges Lager zu besichtigen. 6629 P. 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Planierung der neuen Gewannwege M. 4680.— w 3, betr. die Verschleifung des Mittelweges , 4, „ „ w „ Kappesweges w 5, „ „ „ u Nauheimerweges D 6, „ u „ „ Nieder-Weiselerweges , 7, „ „ Anlage des Weges entlang der unteren Völlgeshohl Bekanntmachung. Der Voransckilog der Gemeinde Harbach für daS Jahr 1907 siegt von Montag den 26. b. MtS. an 8 Tage lang auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier zur Einsicht der Jntereffenten offen. Harbach, den 21. November 1906. 6979 Großh. Bürgermeisterei Harbach M ü n <ü. n "ennt man mit Recht die eit Jahren von herooragenden Kinderärzten empfohlene, unerreichte Myrrholin-Seife. Marke „Wildfener“ feinste ® Pfg. Zigarre! empfiehlt G. C. Volk, Grtlnbergerstrasse 4. 6502 Reichhaltiges Lager erstklassiger Fabrikate in jeder Preislage. Gerlchtssaal. Herborn, 20. Nov. Der hiesige Jagdpächter Brühl hatte aus Mitleid ein Reh erschossen, daS von rohen Menschen über eine Mauer gehetzt worden war und dabei drei Läufe gebrochen hatte. Er wurde von der Polizei zur Anzeige gebracht, weil Schonzeit war. DaS Schöffengericht verurteilt ihn zu einer G e l d st r a f e von 5 Mark. Ter Richter erklärte dabei, Brühl sei »ein Opfer der Moral* geworden. (Fkf. Ztg.) Hamburg, 22. Novbr. Zu der Beleidigungsklage des Sohnes des Kameruner Häuptlings A k w a gegen den Schriftsteller Kapitänleufnant a. D. L i e r s e m a n n, der ihn unter anderem eine minterwertige Persönlichkeit genannt hat, weil er schon in feiner Heimat vorbestraft sei, hat das Schöffengericht beschloffeu, den Gouvernementsrichter in Kamerun darüber zu vernehen, ob der Kläger Akwa bereits wegen Diebstahls dort vorbestraft ist, und even. die Akten einzufordern. Wien, 21. Novbr. Der Dirigent der Hofballmusik und Komponist Johann Strauß jr. wurde wegen Veriehlunaen gegen die Konkursyrdnung zu einer Woche strengen Arrestes verurteilt. sind Joses und'Tff^ese Durai, EVck Serr au? Wo rm U, 171 nsu Nest BeTeTOigtt. Ttt vraarsanwan verles sich aus zwesi Anna Zimbelmann ans Forbach, Manie Steirer, Frau Mira ~ -...... {n"t“ k;* irnb Kind ans Nitra-Reinach. — Ein mit Petroleum und Paraffin beladenes Schiff erlitt auf der Donau Havarie. DaS Petroleum ergoß sich in den Fluß und bedeckte ihn auf eine große Strecke. — Der Dampfer „Main" des Norddeutschen LlohdS koNidierte im Hafen von Newyork mit einem Schooner. Fünf Platten der „Main" über der Wasserlinie sind eingedrückt. Der Schooner ist gleichfalls be- fleibClt W?, hit. • ,n§ Seh, ne N. ■i.n5f)et9 soll h I "" b°! ,TutiSi«g,S 'ch die sr°si. . en VoG 77 ' e* eren entbifh' U^tlng »• material , ” Wlotate >«s, bai ,s, *B,S in meu butV&T8"* fei, '• Wettor Li feintr bohen ;Äh,rnS*n®t )onn f n de? ÄS** müS1 $et h „ b-T" mü”' r jllli9abe, sich in u;, ?n b" lonflisen Keim ' benr> heule will man ä".3nk* äufamtnen. lettigt roerben. Unfrufif. Bn.'" ®;r*' »n ta M gelt bet Samfi ”“m in 'menen looitiujh @i|lt • hrug (Germania) aus. '«) teilte noch mit, daß « eingeschrieben sei. Bau- Ctadt Darmstadt, und einen Ganzen auf da? e. 'ti den heutigen Stad!' -i Neuwahlen und ein ählt wurden im erste: orlschr.), Trauner (dem ), de Bary (sortschr.), Dr. lib.), im sechsten Iyirk ldt (natl.-lib.), Nühl (btm.), (Bockeiiheirn): Dr. Cuard ti finden Stichwahlen berate, Fortschrittler und inb 5 Sozialdemokraten i 4 flationattiberate, 5 tetffänbler und 1 Sozial- ;ang unterlegenen Aün- m. n anMMi war, und ki , Tr, tzender. vsikswirtschaft en und die imefteQten eine Zulage»« ,^alls um ein Monats-M Mer Bank.tu Mem sM -fonto-Seielllcha-'t sagte e,»« ihre Mnscbe m Mihnachtm bie Tircfllon des L Mkidnachtsgralinlanc''' w? > ^nna Vlendelsohn & w* LrLSL *“**£rt» fcwnn* «b« di« •* l"lber“1 u\SCn Wir M Tresd-ne B°^..s ie Le,M btfg roär. Mter, Mäiisbiirg 13 la Ochsenfleisch per Pfund 80 Pfennig empfiehlt [08648 Metzger RofeuLaum Kirchenplatz 4 Telephon 319 Franks. 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