Nr. 227 Zweites Biart 156. Jahrgang Donnerstag 27. September 1906 Eichener Anzeiger Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Siebener Zamllienbiätler" werden dem »Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der „hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal. Rotationsdruck und Verlag der Brühllchar Universitätsdruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition u.Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr. 5L Telegr.-Adr.: Anzeiger Dießen. General-Anzeiger, Amts- und Anzeigedlatt für den Ureis Gießen. potttLsche Tagesschan. Eine Univerfitätsrede des Großherzogs von Baden. Die Einweihung des Instituts für Krebsforschung in Heidelberg, sowie die Eröffnung deS Kongresses für internationale Krebsforschung hat in Gegenwart des Großherzogspaares von Baden stattgefunden. Dabei hielt nach Ansprachen des Geheimrats von Leyden-Berlin und Erzerny-Heidelberg der Großherzog eine längere Rede, in der er u. a. folgendes ausführte: Auch ich habe der Universität angehört und bin vielleicht einer der ältesten, bic an derselben studieren dursten, und ich sage ausdrücklich .dursten", denn es bedeutet einen Vorzug, wenn man einer hohen Schule angehören darf. Wir hatten in der langen Reihe von Jahren so ausgezeichnete Kräfte hier in Heidelberg, daß Heidelberg uniner zil den ersten und größten wrffmfchaftlichen Anstalten in Deutschland zahlen wird. Ich erinnere an die Männer, die hier geivirkt haben, und nenne unter anderen Buns e n, und wem» ich an unfern alten, guten Bunsen denke, so wird wohl jeder den Wunsch haben, daß er jetzt unter uns weilen möchte. Ich erwähne ferner Schlosser und Vangerow, und noch viele solcher berühmter Namen könnte ich nennen, aber das würde zu weit führen. Ihnen, meine Herren, verdanken wir den yeutiren Tag. Wenn ich Sie auch nicht aufsordern kanii, auf die Untozmiät ein Hoch auszubringen — desm die meisten der Anwesenden gehören derselben an — so sind vicle als Gäste hier anwesend, und ihnen rufe ich zu: Möchte die Ruperto-Earolina forlfahren in dieser schönen Entwicklung nicht allein zum Wohle unseres engeren Baler- landes, sondern des gesamten Reiches und darüber hinaus. Möchte es ihr gelingen, sich immer höher hmaufzuscHwtngen. Mit diesem Wunsche rufe ich Ihnen alle zu: Tie Ruperro-Earolina lebe hoch, hoch, hoch l* Der „Fränkische Bauer", das Organ der bayrischen katholischen Bauernvereine, veröffentlicht einen Artikel aus der Feder eines Reichstags- und Landtagsabgeordneten des bayrischen Zentrums, der den Bauern dringend anS Herz legt, sie möchten doch nicht so viel Vieh überwintern, denn daS heurige Futter tauge nicht viel und reiche nicht aus, sie sollen also das verkäufliche Vieh sofort zu Markt bringen, im Frühjahr würden die Preise viel niedriger stehen. DaS »Gescyrei" würde immer stärker, das Zentrum könnte das Tor nicht länger halten, die Bauern seien nicht die Mehrheit in Land und Reich, sie müßten die notwendigen Lebensrnittel zu entsprechenden Preisen auf den Markt bringen. Heer ritt- Flotte. — Der bisherige Kommandeur der 22. Division, Gen.- Leutnant Josias v. Heeringen, wurde mit der Führung des 2. Armeekorps beauftragt. Er wurde 1850 in Kastel geboren und, nachdem er daS Gymnasium in Kassel unb die kurfürstlich hessische Kriegsschule besucht hatte, 1866 in das preußische Kadettenkorps übernommen. Später war ec Bataillonskommandeur im Jnf.-Regt. Rr. 117 in Mainz. Seit Januar 1903 kommandierte er die 22. Division in Kastel. — DaS »Militärwochenblatt" meldet: Linde, General der Infanterie, kommandierender General des 11. Armeekorps, wurde unter Versetzung zu den Offizieren ä la suite der Armee zum Präsidenten des Reichs Militärgerichts ernannt; Herzog Albrecht von Württemberg, General der Kavallerie, bisher Kommandeur der 26. Division, wurde zum kommand. General des 11. Armeekorps ernannt; o. Oppeln-BronikowSki, Generalmajor, Kommandeur der 13. Jnfanterie-Brigade, wurde unter Beförderung zum Generalleutnant nach Württemberg kommandiert behufs Verwendung als Kommandeur der 26. Division; v. Wallenberg, Generalmajor, wurde zum Kommandeur der 18. Inf.- Brigade ernannt; Frhr. v. Plettenberg, Generalleutnant, Inspekteur der Jäger und Schützen und beauftragt mit der Führung deS Kommandos des Reitenden Feldjägerkorps, wurde zum Kommandeur der 22. Division ernannt. lürcbc und Schule. 4- Aus dem Kreise Büdingen, 26. Sept. Dieser Tage sand in Ortenberg die K re i § le hrcr k onf c re n z unter Vorsitz deSSchulrats Scherer statt. Lehrer Vonderau» Gustavsburg hielt einen Vortrag über „Der Gesangsunterricht in der Volksschule". Referent fordert für die Schule das Singen nach Roten, dies werde viel zur Erleichterung des Unterrichts beitragen, eS würde ein bewußtes, verständiges Singen erzielt. Rach den statistischen Mitteilungen des Schulrats Scherer bestehen im Kreise 72 Schulen, davon sind 43 einklassig, 21 zwei-, 4 drei-, 1 vier-, 1 fünf* und 1 mehrklassige Schule; Büdingen hat 12 Klassen. Die Gesamtzahl der Schulklassen ist 118, daran wirken 114 Lehrer und 4 Lehrerinnen. Von den Fortbildrmgsschulcn sind 68 ein- und 2 zwciklassig. Ueberfülltc Klassen haben Altenstadt, Hirzenhain und Einhartshausen. Reue Schulhäuser werden erbaut in Büdingen, Kalbach, Böß-Gesäß und Wallernhausen. Kreisrat Bocckmann hob in einer Ansprache den hohen Wert der Volksschule hervor, der Segen einer guten Volksschulbildung mache sich auf allen Gebieten, selbst beim geringsten Arbeiter bemerkbar. Aus s«asr uuo Luuo. Gießen, den 27. Sept. •* Ruhestands Versetzung. S. K. H. der Großherzog haben den Oberlehrer Prof. Rud. Dieckmann an dec Oberrealschule zu Wocms auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste bis zur Wiederherstellung seiner Geiundheit in den Ruhestand versetzt. "Ordensverleihung. S. K. H. der Grobherzog haben dem Steuerkommissariatsgehilfen bei dem Steuer- kommistariat Honsberg, Karl Friedr. D e e g, aus Anlaß seines 50 jährigen Dienstjubiläums die Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. •• Zur Revision der Landgcmeindcordnung. Seitens der Referenten, der Abgg. Köhler und Uebel, wurden dem Ausschuß für Beratung der Verwaltungsgesctze folgende Vorschläge gemacht: Bei Artikel 48 der Regierungsvorlage wird Annahme des Absatzes 1 in folgender Fassung empfohlen: »Gemeinderatsmitglieder dürfen untereinander nicht verwandt sein, weder in gerader, noch in der Seitenlinie bis einschließlich des vierten Grades (Geschwisterkinder). Auch dürfen sie untereinander nicht verschwägert sein, weder in gerader, noch in der Seitenlinie bis einschließlich deS zweiten Grades." Hierzu bemerken die Referenten: Dem Umstand, daß es gestattet war, daß Schwiegerväter und Schwiegersöhne, Geschwisterkinder und Schwäger gleichzeitig dem Gemeinderat angchören dursten, sind bisher die größten Uebelstände entsprungen. Nur infolge dieses Umstandes gelang es numerisch starken Blutsverwandtschaften in kleineren oder mittleren Gemeinden, alle entgegenstehende Nichtverwandte von der Teilnahme an der öffentlichen Verwaltung auszuschließen, zu unterdrücken und zu tyrannisieren. Damit auch in kleinen Gemeinden diese weitgehende Ausschließung durchgeführt werden könne, schlugen die Referenten vor, in Gemeinden bis zu 1000 Seelen die Gemeinderäte nur mit 6 Mitgliedern zu besetzen. Zu dem letzten Vorschlag bemerken die Referenten noch weiter: Es kann übrigens kein Beweis dafür erbracht werden, daß in diesem Falle die Zahl (der Gemeinderatsmitgliedcr) 9 richtiger und angemessener sei, als die Zahl 6. "Die Arbeiten an der Kreissammelwasenmeisterei bei Garbenteich sind seit einigen Wochen in u—।1 > wm ■ uxm -u iHnaaCT—j u." xt* u Mwmaj kleines Feuilleton. R. B. Darmstadt, 26. Sept. Die erste dramatische Darstellerin unseres Hoftheaters, ,Frl. Eichelsheim, ist bestem Vernehmen nach für das WiesbadenerHoftheater engagiert worden. Die Künstlerin hatte in den jüngsten Tagen in Wiesbaden mit großem Erfolg als „Maria Stuart", „Iphigenie" und „Gräfin Orsina" gastiert und außerordentlich gefallen. In den Darmstädter Kunstkreisen würde man das Scheiden der allgemein beliebten seit langer Zeit hier tätigen Künsilerin aufrichtig bedauern, wenn es nicht im letzten Moment noch gelingt, den Wiesbadener Engagementsantrag rückgängig zu machen. — Das neue Universitätsgebäude in Jena, von dem ein Teil bis auf die innere Einrichtung vollendet, der andere teilweise schon bis zum ersten Stockwerk aufgeführt ist, verspricht nicht allein das eigenartigste, sondern auch das s ch ö n st e Universitätsgebäude inDeutschland zu werden. Der Entwurf stammt von Prof. Theodor Fischer-Stuttgart. Der Gesamtbau ist nach mittelalterlicher Art um zwei ungleich große Höfe gruppiert, die durch einen für die Aula bestimmten Zwischni- bau getrennt sind. Das Ganze wird beherrscht von einem 40 Meter hohen Treppenturm mit prächtig gestaltetem Turmhelm. Irr dem schon fertigen Teil zieht sich an der einen Hofseite eine Pseilerhatte hin, die als Aufenthaltsraum sür Studenten bei schlechtem Wetter gedacht ist. Die Außenfassaden, ganz aus Kalksteinverblendung ausgeführt, mit schön geschwungenen Giebeln, zeigen deutsche Renaissance mit romanischen Anklängen. Das hohe Dach ist mit roten Ziegeln gedeckt. Eine breit angelegte Freitreppe, deren zwei Aufgänge eine Zierbrunnenanlage einschueßen, ist dem rhythmisch gegliederten Portal vorgelagert. Die Bildwerke des Portals hat Prof. Ludwig Habich-Darmstadt ausgeführt. Wir gelangen in das Vestibül, einen von einem flachen Tonnengewölbe überspannten dxaum, wo eine traulich behagliche Stimmung uns umfängt. Gehen wir durch den links angrenzenden kleinen Raum in den großen Sammlungsraum, so cinpfiudeu wir die schöne Steigerung, die der Baumeister geschaffen hat. Eine große Halle mit einem ganz neuen Gedanken für die Anlage von Museen. Ein hoher Mittelraum, der sein Licht durch seitlich herausragende Fenster eurpfängt, wird von zwei niedrigeren Seitenräumen begrenzt. Vier mächtige Rundbogen aus rotem Wesersandstein tragen die weißgestrichene Decke. Der lange Korridor, der an einer Saite die Auditorien und Bibliotheken beherbergt, laßt schon jetzt die in dem ganzen Bau beabsiäsiigte Farbere- wirkung mit Deutlichleit erkennen. Die grau-vwlett-gestrichenen Türen zeigen ein prächtiges Farbenspiel mit den bläulich-grünen Wandkacheln der Korridore und den roten Fußbodenplatten. Dieses Gebäude wird außer dem archäologischen Museum nebst Hörsälen noch das Staatswissenschaftliche Seminar und das Orientalische Münzkabinett beherbergen und außerdem für das Dau- und Kunstdenkmälerwerk von Thüringen einen Raum zur Verfügung stellen, an dessen Eingang eine mir No ko ko-Omamenten geschnitzte Tür vom Jahre 1748 aus dem frühem Ban, dem alten Schloß, Verwendung gefunden hat. — Zwei neue Tenore. Der frühere Offizier W. Kirchhoff wurde dem Berliner Opernhause nach erfolgreichem Gastspiel als Tenor verpflichtet. — Mit ungewöhnlich starkem Beifall wurde im Mainzer Stadt-- theater ein neu entdeckter Tenorist empfangen. Der junge aus Kreuznach stammende Sänger heißt K. Nößner. Er war bis vor kurzem Maurer. Als Debüt hatte er sich den Manrico (Troubadorrr") gewählt; er zeigte bei seinem Auftreten neben reichem Stimmaterial auch beachtenswerte darstellerische Fähigkeiten. — Der Bildhauer Geheimrat Professor Dr. Schilling in Dresden erhielt den Titel „Exzellenz". — Für das Stadttheater in Bromberg ist aus dem kaiserlichen Dispositionsfonds eine Subvention Von 10 000 Mark für das nächste Jahr bewilligt worden. Wien, 25. Sept. Heute wurde in der hiesigen Universität die Hauptversammlung des Gesamtvereins der deutschen Geschick)ts- und Altertumsvereine eröffnet, deren Dauer auf drei Tage bemessen ist. Anwesend waren zahlreiche Delegierte aus Oesterreich und Deutschland, Vertreter der oscreichischen und deutschen Universitäten, Leiter der Staatsarchive der deutschen Bundesregierungen und viele deutsche Geschichtsforscher. — „W enndunoch eine Mutter ha st." Aus Neustadt i. Sa. wird geschrieben: Am 15. d. M. waren seit dem Tode des hiesigen Lehrers Friedrich Wilhelm Kau- lisch, des Dichcers des allbekannten Liedes „Wenn du noch eine Mutter hast", 25 Jahre vergangen. Bei der Beliebtheit, der sich diese (vielfach Albert Träger fälschlich zugeschrieoene 2. 9t) Dichtung allgemein erfreut, dürste es interessant sein, zu erfahren, wie sie entstanden ist. Mitten im Winter wollte oer Lehrer Kaulisch von einem Angriff genommen. Die Gebäulichkeiten sollen zum Teil noch unter Dach gebracht werden. Im Sommer 1907 wird die Eröffnung deS Betriebes stattfinden. Sowohl in hygienischer, als auch in finanzieller Beziehung wird das neue Institut eine bedeutende Besserung gegen das bisherige Gemeindewasenwesen sein. Aud dem gesamten Kreise Gießen roirb das gefallene Vieh in die Kreiswasenmeisterei gebracht. Zum Transport der Tierkadavcr sollen Kraftwagen angeschafft werden. Die gesamte Anlage des Werkes ist zu 120 000 Mk. veranschlagt. Die neue KreiS st raße Garb enteich -Lich, an der das Werk liegt, ist teilweise schon vollendet. ** Einheitliche Regelung der Einrichtung^ und des Betriebes Von Bäckereien. Wie die Darmst. Ztg. hört, sind die Verwaltungsbehörden angewiesen worden, auf den Erlaß von Polizeiverordnungen binzuwirken, welche die Einrichtung uni) den Betrieb von Bäckereien und solchen Konditoreien regeln, in denen neben Konditorwaren auch Väckerwaren hergestellt werden. Ein Entwurf, der für die fragliche Polizeiverordnung vorbildlich sein soll und die zu stellenden Mindestforderungen enthält, ist im Bundesrat auSaearbeitet worden. Der Ent--, Wurf enthält teilweist Vorschriften zum Schutze der Gesundheit und Sittlichkeit der Arbeiter, teils solche, die im Interesse der Nahrungsmittelhygiene die bei der Betriebsführung alter Bäckereien gebotene Reinlichkeit sichern. Da aua) die übrigen Bundesstaaten entsprechend vorgehen, wird eine im wesentliche einheitliche Regelung für das ganze Deutsche Reich zu erwarten sein. " Blindenkonzert. Hiermit sei auf das Konzert deS erblindeten Pianisten Max Becker hingewiesen, daS am 8. Oktober er. unter Mitwirkung der Konzertsängerin Fraulein Elsa SchNeider-Fcankfurt und der Pianistin Frl. Frieda Schneider-Frankfurt im Neuen Saalbau stattfindet. Der „Würzb. Gen.-Anz." schreibt im Juli d. I. folgendes über ein Konzert BeckerS: Wenn Künstler zu einem gewissen Grad innerlicher Reife gelangt sind, dann erst dürfen sie Klavierabende veranstalten; wenn diese Abende aber so tiefe und nachhaltige Wirkung erzielen wie der gestrige, so mag dies der beste Beweis sein, daß der Künstler eine hohe Stufe der Vollendung in seiner Ausbildung erreicht hat. Dies ist zweifelsohne bei Max Becker, dem hohes musikalisches Empfinden und technische Fertigkeiten über das Fehlen des Augenlichts hinweghelfen müssen, der Fall. Er verfügt über eine beachtenswerte Fingergewandtheit, spielt korrekt, musikalisch, ruhig, ohne Unarten und für einen armen Sonnenlosen einzigartig seelenvoll. Das entzückende Menuetts Beethovens, ein reizendes Scherzo Schuberts und das mit feiner Delikatesse vorgetragene Noktumo Chopins, dessen mächtige Wirkung tiefen Eindruck hervorrief, seien aus dem reichhaltigen Programm herausgejchäll. ** Ein Verzeichnis der Fern spre ch st eklen in Gießen hat wieder in der bekannten übersichtlichen Anordnung die Firma Ernst Balser herausgegeben. Die Einrichtung des Verzeichnisses ermöglicht ein sehr leichtes Auffinden der betr. Telephonnummern, da in allen Fällen, die zu Zweifel Anlaß geben können, die betr. Anschlüsse unter verschiedenen Schlagworten zu finden sind; so findet man z. B. die verschiedenen Anschlüsse des Gießener Anzeigers unter „Brühlsche Druckerei (Gießener Anzeiger)", „Expedition", „Gießener Anzeiger" und „Redaktion". "Ein neuer Verein. In den letzten Tagen fand eine größere Versammlung von Freunden und Anhängern des Radfahrsports statt, nm einen Verein zu gründen. Die Anwesenden entschieden sich, dem neuen Verein den Namen „Nadlerverein Diana" Gießen, beizulegen. Ferner wurde beschlossen, anfangs Oktober größere Rennen, verbunden mit einer Vereinsfestlichkeit, abzuhalten. — Klein-Linden, 26. Sept. Bei der kürzlich Versteigerung des Gemeindeobstes wurden für die edleren Aepfel- und Birnensorten ziemlich hohe Preise erzielt, so daß die Gemeinde wieder eine ansehnliche Summe einnimmt. Der Korb Golqparmäne und Rosenäpfel kostete I Nachbarorte zu seiner Mutter zurückkehren. Rechtzeitig hatte I er den Heimweg angetreten, er geriet aber in ein derartiges Schneewetter, daß er aus einer Schneewehe in die ander« versank. Als er endlich in der finsteren Nacht nach langem Umherirren ganz ermattet das Haus seiner Mutter erreichte, sah er durch das Fenster her erleuchteten Stube die Mutter betend am Tische sitzen. Dieser Anblick prägte sich tief in die Seele des glücklich Heimkehrenden ein und gab ihm Veranlassung, seine innigen Gefühle des Dankes m dem Ergreifenden Gedichte zum Ausdruck zu bringen. — Heinrich Stümcke, Die Frau als Schaum spiele rin. Friedrich Rothbarth, Leipzig. Mk. 1,50. —- Auf seinen 114 Seiten enthält das zierliche und gut gedruckte Buch eine Fülle unterhaltsamen Inhalts, der so ziemlich jede Frage erörtert, die mit dem Leben der Bühnenkünstlerin in Beziehung steht. In fesselnder Darstellung sehen wir, welche Rolle die Frau in der Kunst der Antike und des Mttelatters gespielt, welche hervorragende Stellung die ernst Ausgestvßene in der Gesellschaft erlangt hat und wie die Schauspielerin zuerst von allen die Selvst- ständigkeit erreichte, Oie die moderne Frauenbewegung auch für die übrigen Geschlechtsgenossinnen erkämpfen will Aber auch jede praktische Seite des Bnufs, die Kostümsiage usw., nicht minder das Seelen- und Gefühlsleben der Künstlerin ist in Betrachtung gezogen und beharcdelt. Im Schlußkapitel finden wir eine Untersuchung, ob und inwiefern im eigensten Wesen der Schaubühne und der theatralischen Kunst eine Gefahr für die Sittlichkeit begründet ist, wobei interessante subjektive Bekennrniise großer Bühnenkünstlerinnen erngestreut werden. Jedes Mädchen, das zur Bühne gehen will, sollte vorher dies Buch lesen, das auch der schon im Beruf 'stehenden Schauspielerin noch manches zu sagen weiß. Schließlich sei noch erwähnt, daß der Band mit einem Bilde der vatikanischen Melpomene und 16 Porträts geschmückt ist, die uns u. a. Sarah Bernhard, Eleonore Düse, Agnes Sorma, Helene Odilon, Jenny Groß und Else Lehmann in charakteristischen Aufnahmen vorfüyren. Ver- ucißt wird ein Register und die Kapitel hätten besser Ueber- schriften er hatten. om Baum 2 Mk. bis 2,50 Mk„ Honigbirnen 2.50 Mk. bis 3 Mk. Bedeutend höher waren die Obstprcise im nahen Allendorf a. d. Lahn. Dort kostete der Korb Tafeläpfel dort 3—4 Mk. Ein Mann von hier, der dort billige Aepfel zu kaufen gedachte, zahlte für einen Baum, der 14 Körbe trug, 51 Mk. — Die Zwctschen wurden hierorts cmi Baum billig verkauft und stellten sich für den Korb etwa auf 1 Mk. bis 1,28 Mk. X Staufenberg, 25. Sept. Zwei hiesige Einwohner haben eine neue Dampf-Dreschmasch ine erworben. Sie wurde von einer Weinheimer Firma für 7000 Mk. geliefert und heute zum ersten male in Gebrauch genommen. Den, Unternehmer bringt die Gemeinde die besten Sympathien entgegen. sd. Bad-Nauheim, 26. Sept. Der Posten des Badekommissärs von Bad-Nauheim wird am 1. Oktober vakant, da Herr v. Grolmann zu diesem Zeitpunkte zurücktreten wird. Schon vor längerer Zeit ist die Stelle ausgeschrieben worden und es haben sich natürlich eine ganze Neihe von Bewerbern dafür gemeldet. Es sollen zusammen etwa 50 sein, darunter sehr viele Beamte, sowie Ofsizicre bis zum Generalmajor austvärts. In nächster Zeit wird man zur engeren Wahl schreiten und dann den Posten vergeben. Es wäre dies schon geschehen, wenn nicht die Badesaison zu Ende wäre und infolgedessen die Sache nicht eilig ist. Die endgiltige Entscheidung über die Besetzung des Postens hat sich Se. Kgl. H. der Großherzog vorbehalten. Jedenfalls erfordert die Kurverwaltnng von Bad-Nauheim einen tüchtigen, nicht zu alten Herrn, der die Sache nicht lediglich als Nebenamt auffaßt. Der Staat hat neuerdings so beträchtliche Mittel für Bad-Nauheim und Umgebung aufgewendet, daß da? ganze Land an einer wohlüberlegten und erwogenen Besetzung der Stelle das weitgehendste Jntereffe hat. X Wallernhausen b. Nidda, 25. Sept. Unsere Kirche hat kürzlich eine neue Orgel mit zwei Manualen erhalten. Das tadellos ausgeführte Werk reiht sich würdig an die von den Erbauern (Förster u. Nikolaus zu Lich) schon gelieferten Orgeln und man kann eS nicht begreifen, daß hier und da in unserem Lande noch Orgeln an auswärtige Firmen zur Ausführung gegeben werden, so wir doch solche Leistungen im eigenen Lande haben. Pfarrer Werner von Nidda, der die Orgel prüfte, konnte nur daS beste Urteil über sie abgeben. (?) Aus de nr Ob erwalde, 26. Sept. Die neue Kreis st raße von Rudingshain nach der Poppen- st r u t ist soweit fertiggestetlt, "daß ihre Eröffnung in nächster Zeit bevorsteht. Eine Einweihungsfeierlichkeit soll mit der Eröffnung verbunden werden, zumal es auch der Weihe des an der Obertvaldstraße liegenden Karl Theobald- Brunnens gilt. Entsprechend dem nach Schotten zu liegenden Ludwigsbrunneu hat man in der Richtung nach Ulrichstein einen ähnlichen Brunnen neu erbaut. Eine Inschrift auf letzterem besagt, daß der Brunnen zum Gedächtnis an die Verdienste des Geheimen Regierungsrats Karl Theobald Schönfeld um den Kreis Schotten errichtet worden sei. Büdingen, 26. Sept. Heute vormittag fand im Kreisamt im Beisein deS Kreisfeuerwehrinspektors die Heber- reichung von Ehrendiplomen an 20 Kommandanten von freiwilligen und Pflichtfeuerwehren statt, die mindestens 10 Jahre gewissenhaft und treu ihr Amt geführt haben. Kreisrat Boeckmann betonte in einer Ansprache, daß der KreiSausschuß beschlossen habe, von jetzt ab den Kommandanten, die über 10 Jahre gedient haben, eine besondere Ehrung und Anerkennung in Form eines künstlerisch auS- geführten Diploms zu verleihen. Das Diplom ist gemalt Mvn dem verstorbenen Maler Fritz und als außerordentlich gelungen zu bezeichnen. (B. Allg. Anz.) Darmstadt, 26. Scpt. Am Montag, 24. d. M., hielt der Apotheker-Verein |im Großherzogtum Hessen hier im Saalbau eine außerordentlich zahlreich besuchte Versammlung ab, der auch die Mitglieder des Ministeriums des Innern, Abteilung für öffentliche Gesundheitspflege, beiwohnten. Der erste Teil der Versammlung galt einer Ehrung des Vereinsvorstandes, Medizinalrats Dr. Vogt in Butzbach, der 25 Jahre Vorstandsmitglied ist. Die großen Verdienste, die sich der Jubilar während dieser Zeit in verschiedenen Eigenschaften, insbesondere als sehr rühriges Mitglied deS Pharmazeutischen Zentralausschusses, erivvrben hat, wurden dadurch anerkannt, daß S. K. H. der Großherzog ihm das Ritterkreuz 1. Klasse mit der Krone verlieh, welches dem Jubilar von Ministerialrat Weber mit einer ehrenvollen Ansprache überreicht wurde. Der Verein überreichte zum Andenken an diesen Tag eine geschmackvoll ausgestattete Adresse. Der Deutsche Apotheker-Verein, dem Medizinalrat Dr. Vogt auch als Vorstandsmitglied angehört, gratulierte mit einem schönen Blumenarrangement. Mit der Versammlung war auch eine Ausstellung von pharmazeutischen Spezialitäten verbunden, die jetzt an Stelle von Fabrikspezialitäten in den Apotheken selbst hergestellt werden. (Darmst. Tgbl.) fc. Mainz, 26. Sept. „Mein lieber Herr Amts- richter" redete in einer Verhandlung des hiesigen Schöffengerichts ein junger Mann wiederholt den Vorsitzenden an. Zunächst erhielt er eine Rüge, und als der Amtsrichter immer noch „sein lieber' war, wurde er wegen Ungebühr vor Gericht aus 24 Stunden ein gelocht. — In Mombach schoß sich gestern abend ein zehnjähriger Knabe namens Koch mit einer Platzpatrone ein Auge aus. Er hatte die Patrone gesunden und schlug so lange mit einem Stein darauf, bis sie explodierte. Wegen Sittlichkeitsverbrechens vor den Geschworenen, th. Gießen, 27. Sept. Gestern verhandelte das Schwurgericht unter Ausschluß ber Oeffentlichkeit gegen den 38jährigen geschiedenen Tagelöhner Ehr. St reu m von Lorbach wegen Versuchs der Notzucht. Die Anklage vertrat Gerichtsassessor Neuroth, während die Verteidigung vom Rechtsanwalt Dr. Stahl geführt wurde. In der Verhandlung wurden fünf Zeugen gehört. Der Angeklagte ist mehrfach wegen Diebstahls — er wurde das erste Mal dieserhalb bestraft, als er 12 Jahre alt war — vorbestraft, zuletzt vor ca. 10 Jahren mit Zuchthaus. Die unter Anklage stehende Tat hat er am 22. Juli d. I. gegen ein kaum 14jähriges Mädchen auf der Straße zwischen Lorbach und Büdingen verübt. Aus dem öffentlich verkündeten Urteil ging hervor, daß die Geschworenen die Tatfrage bejaht, aber auch das Vorliegen mildernder Um- tände anerkannt hatten. Der Gerichtshof vcr'.'.rtcilte Streum zu 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren. Auf die erkannte Strafe kommen 1 Monat 3 Wochen der erlittenen Untersuchung als verbüßte Strafe in Abrechnung. Strafmildernd wurde das Geständnis des Angeklagten, der vor der Tat erfolgte Alkoholgenuß und der Umstand, daß ein Schaden nicht entstanden ist, berücksichtigt. Straferschwerend hat der Gerichtshof den Umstand gewertet, daß der Angeklagte das Vertrauen eines Kindes in schwerster Weise mißbraucht hat, indem er sich als Freund ihres Bruders an das Kind herangemacht und dieses zum Mitgehen bewogen hat. Die von dem Angeklagten bei der Tat an den Tag gelegte ehrlose Gesinnung rechtfertigt die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte. vermischtes. * Eine fast unglaubliche Geschichte berichtet die „Münchener Post": Vom bayrischen Regenten ist der vom Schwurgericht Augsburg zum Tode verurteilte Lustmörder Englisch zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt worden. Nun wird in der Heimat des bekannten Räubers Kneisel durch Sammeln von Unterschriften eine Petition an den Regenten in die Wege geleitet, worin die Aufhebung der Begnadigung und die Hinrichtung des Englisch gefordert wird, „weil unser Kneisel auch hin gerichtet wurde.' • Der erste Schnee. Gestern meldeten wir, daß die Höhen der Rhön Schnee tragen. Heute kommt die Meld- ung, daß auch in verschiedenen Gegenden Schlesiens Schnee gefallen ist. Die auf der Schneekoppe befindlichen Gäste wurden auf Hörnerschlitten bis zur Riesenbande befördert. Der Sommerbetrieb auf der Schneekoppe und der Riesen- baube wurde eingestellt. AnS Pleß wird berichtet, daß die Beskiden bis zur Höhe von 400 Meter mit Schnee bedeckt sind. — Auch auS allen Teilen Ungarns treffen Berichte ein über Frost und große Schneefälle. Im nördlichen Teile des Landes liegt der Schnee meterhoch. * Durch Weinblätter vergiftet. In Heuchels- heim bei Bergzabern ist eine Tischlerfamilie nach dem Genüsse von eingemachten Gurken lebensgefährlich erkrankt. Die Früchte waren nach landesüblicher Sitte mit Traubenblättern eingelegt worden, die vorn Weinberg her noch mit Kupfervitriol bespritzt und nicht gereinigt waren. Es ist wenig Hoffnung vorhanden, die Leute am Leben zu erhalten. • Die neue ft cn Eisenbahn Unfälle. In der Nähe der Station Maksaticha an der Moskau-Windau-RibinSk- Bahn entgleiste ein Personenzug. Eine Anzahl Reisender wurde getötet und verwundet. — AnS Catlin (Illinois) meldet W. T. B. vom 26. Sept.: Durch den Zusammenstoß eines GüterzngeS mit einem Postzuge auf der Wabashbahn ereignete sich heute ein Eisenbahnunfall, wobei 10 Personen ihr Leben einbüßten und viele andere verletzt mürbem Als Ursache bes Unfalls wirb falsche Weichenstellung angegeben. * Ein schweres Unwetter wütete in den span. Provinzen Alicante, Granada rmd Murcia. ES traten Ueberschwernrnringen ein. Der Eisenbahnverkehr ist unterbrochen. Die Ernte ist vernichtet. Zahlreiche Häuser in der Gemeinde Santa Meva sind eingestürzt. 2 5 Leichen sind bereits in der Kirche geborgen.________________ Eingesandt. (Für den Inhalt der unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Seminaristisch gebildete Lehrer nnd mittlere Finanzbeamte. In Nr. 223 d. Bl. schreibt ein mittlerer Finanzbeamter: „ES erscheint zunächst ailffällig, warum gerade diese Beanitelikateqorie zmn Vergleich herangezogen wird, da doch beispielsweise die Ämts» gerichtsaktuare, Kreisamtsbureauvorsteher, Kreisgeometer re. in denselben Gehaltsverhältniffen stehen. In Ansehung der Vorbildung wäre die Berufung auf letztgenannten Beamtenklassen deshalb ratsamer gewesen, weil von denselben früher überhaupt keine Vorbildung verlangt worden ist, bei einigen sogar bis aut den heutigen Tag nicht verlangt wird." — Niin, Herr Finanzbeamter, ratsamer wäre es geweseit, Sie batten die Kreisgeometer hier nicht aufgeführt. Wie es wohl bekannt sein wird, haben die Kreisgeometer sämtlich das Examen als Geomter 1. Klasse gemacht. Daß Utr Vorbildung der Geometer 1. Klasse schon seit dem Jahre 1874 der vollständige Besuch einer Realschule, also Primareise, seit dem Jahre 1885 der zweisemestrige Besuch der technischen Hochschule verlangt wird, wird der mittlere Finanzbeamte wohl ebenso gut wissen, wie daß für die mittleren Finanzbeamten erst seit wenigen Jahren die Reite für die Ober-Sekunda als Vorbildung verlangt wird. Wenn gleiche Vorbildung gleichen Gehalt bedingen soll, so wird wohl der Fiitanzbeamte einsehen, daß die Kreisgeometer unb die übrigen aus dem Stand der Geometer 1. Klaffe hervorgegangeven Beamten einen höbereit Gehalt haben müßten als die mittleren Finanzbeamtem * Zu den Ausführungen de? „mittleren Finanzbeamten" in Nr. 223 Ihrer geschätzten Zeitung über das Verlangen der Lehr er um Gleich st eil ung mit den mittleren Finanzbeamten, gestatten Sie uns einige Zeilen hinzuzufügen. Mle mittleren Beamteii haben eine „Fachprüfung" zu bestehen und so auch die Finauzbeamten, und bei diesen geht das sog. Schulexamen, das einen gewissen Grad von „Allgemeinbildung" dartun soll, voraus. Man kann über diese, meistens durch Privatunterricht erreichte „Allgemeinbildung" geteilter Meinung sein, unbestritten bleibt aber, daß diese, anderen Beamten mit Fachprüfung und den Lehrern gegenüber zu einem Mehr- gehalt, wie es teilweise der Fall ist von 1300 bis 1500 Mark nicht berechtigt. Die Lehrer haben einen abgeschlossenen Bildungsgang, aus welchem eine „Allgemeinbildung" entspringt, die derjenigen der Finanzbeamten gleichkommt, auch dann gleichkommt, wenn solche ihre Vorbildung durch den „Einjährigen" nachgewiesen haben sollten. Die Unterschiede in den Gehaltssätzen der mittleren Beamten sind zu groß und weil unberechtigt, sollten diese baldmöglichst ausgeglichen werden. Es erscheint durch nichts gerechtfertigt, daß beispielsweise das Gehalt der mittleren Baubeamten um 1300 bis 1500 Mark niedriger bemessen ist, als dasjenige der Finanzbeamten, der Kreisamtsbureauvorsteher, der Mmtsgerichts- schreiber, Geometer usw. Die mittleren Baubeamten stehen sowohl was Msbildung, wie auch, was ihre Verantwortlichkeit angeht, den oben genannten Beamten nicht nach und ihre Vorbildung auf den Fachschulen (Baugewerkschulen) steht derjenigen mit den Schulexamen gleich, ganz abzusehen von den Opfern an Zeit und Geld, welches sie zu erbringen haben. Und wenn es nun so ist, daß „beigleicher Vorbildung gleiche Bezahlung" erfolgen soll, warum erhalten die nntt- leren Baubeamten 1300 Mark im Höchstgehalt weniger, als bie Kreisamtsbureauvorsteher, bie gar keine besondere Vorbildung und Feine Prüfung aufzuweisen haben, oder werden diese Beamte nur deshalb besser bezahlt, weil sie die Gehülfen des Kreis- rats sind? Wenn der Finanzbeamte für seine Branche bre „groß? Verantwortlichkeit" in Anspruch nimmt, so vergißt er habet, daß auch andere Beamte „Verantwortung" haben, jeder nach seiner Art, der Finanzbeamte beim Geld-Einnehmen und -Ausgeben, der Vaubeamte bei Ausführung der Bauten, der Lehrer bet der Jugenderziehung und es mag dem Geschmacke des Lesers überlasien bleiben, wem er bie größte Verantwortung Anerkennt. Jeben- falls sollte nicht immer einseitig aus bie „große" oder „größere Verantwortilichkeit gepocht werden." Der Finanzbeamte, der KreiSamtsbureanvorsteher, ber Ge- richtssibreiber usw. beziehen einen Mfangsgehalt von 2000 Mark und steigen in 21 Jahren auf 4000 Mark, der Baubeamte von 2000 Mars auf 2700 Mark, und dazu kommen für bie erstgenannten Beamten noch bie Einnahmen aus Stempelgebühren usw., der Baubeamte dagegen darf Privatarbeiten nicht oder nur in ganz geringem Umfange ausführen. Rach der neuesten Nachricht sollen Aufbesserungen der Beamten erfolgen in der Form von Wohnnngs^eldzuschüssen und zwar 12 Prozent für die unteren Beamten. Es wird somit der Finanzbeamte, der dermalen das Höchstgehalt von 4000 Mark hat, demnächst 12 Prozent mehr gleich 4480 Mark, und der Baubeamte 2700 Mark 12 Prozent meh-r gleich 3024 Mark erhalten, letzterer weniger 1456 Mark. Bisher hatte her Baubeamte nur 1300 Mark weniger und wenn die Wohnungsgelbzuschüsse in der vorgeschlagenen Weise erfolgen, würde daS Verhältnis für diesen um weitere 156 Mark ungünstiger als dies heute schon ist. Wir sehen hier, daß eine Regelung nur durch den Wohnungsgelbzuschuß nicht erreicht wird, daß vielmehr durch diesen eine Verschiebung zu Ungunsten der heute schon im Nachteil sich befindlichen Beamten herbeigeführt wird, und baß es deshalb angebracht erscheint, eine billige Ausgleichung der Beamtengehalte herbeizuführen. Das vpercchtigkeitsgesühl unserer Abgeordneten und der Regierung bürgt uns dafür, daß auch hier nach Billigkeit Wandel geschaffen wird. UniverSitäts-riachrichten. Hamburg, 26. Sept. Die Bürgerschaft beschloß die Errichtung einer ständigen Professur für Nationalökonomie unb ersuchte den Senat um eine Vorlage, durch welche eine organisierte Hochschulbildung für Kaufleute vorgesehen wird. — Ernannt wurde, wie mir Horen, derBonner Universitats- Privatdozeut Dr. Ludwig D e u b n e r zum a. o. Professor für klassische Philologie au der Universität Königsberg i. Pr. Geboren 1877 zu Riga, besuchte er die Gymnasien zu Riga und Marburg und studierte klassische Philologie, daneben Germanistik und Philosophie an den Universitäten Marburg, München, Berlin, Gießen und Bonn. Aberdeen (Schottland), 26. Sept. Zum 4 00 jährigen Jubiläum der hiesigen Universität sind Vertreter aller Länder hier eingetroffen. Bei der gestrigen Eröffnungsfeier hielt Professor Deißmann-Heidelberg die Begrüßungsansprache. Gerichtssaal. fc. Frankfurt a. M., 26. Sept. Der tut Juli 1904 als unsicherer Heerespflichtiger eingestellte Elsässer Leo Pierre lief am 4. August 1905 seinem Truppenteile, der 4. Kompagnie 87. Regts., davon. Nachdem er sich in Partenheim bei dem Landwirt Johannes Fischer unter der Vorspiegelung, er habe 10 Tage Urlaub und wolle wahrend dieser Zeit bei ihm arbeiten, Zivil- kleider ausgeschwindelt hatte, walzte er nach Luxemburg, blieb dort drei Monate und ging dann nach Frankreich. Leute ohne Geld »tag inan in Frankreich nicht. Man sperrte den deutschen Deserteur zunächst wegen Landstreicherei ein und schob ihn dann am 18. August d. Js. über die Grenze zurück. Am 21. August wurde er in seiner Heimat verhaftet. „Ich habe mir meine Lage zu schrecklich vorgestellt", antwortete er auf die Frage, warum er durchgegangen sei. Tas Kriegsgericht verurteilte ihn wegen Fahnenflucht und Betrugs zu 8 Monaten und 3 Tagen Gefängnis und Versetzung in die 2. Klaffe des Soldatenstandes. — Der 25 Jahre alte Posthilfsbote Josef Quiddert hat im Juli eine Anzahl Soldatenbriefe unterschlagen geöffnet und ihres Inhalts beraubt. Die Verletzung feiner Amtspflichten bringt ihm 6 Monate Gefängnis ein. Hamburg, 26. Sept. In der Schaden-Ersatzklage der Hamburg-Amerlka-Linie gegen die 142 Schauerleute, die am 1. Mai kontraktbrüchig geworden waren, erging heute das Urteil dahin, daß die Beklagten zu je 18 Mk. Schadenersatz und zur Tragung der Prozeßkosten verurteilt wurden. Dresden, 26. Sept. In einem hiesigen CafH hatte bei einem Streite ein Unterofsizier einen anderen Gast als Sozialdemokraten bezeichnet. Daraufhin versetzte ihm dieser eine Ohrfeige. Es kam infolgedessen zur Klage. Der Verabreiche:: der Ohrfeige wurde aber freigesprochen, mit der Begründung, daß er durch die Bezeichnung als Sozialdemokrat beleidigt worde i sei. — V o m Breslauer Krawallprozeß. Die Angeklagten Schneider und Leuschner erhielten nicht 6 Jahre, sondern 6 Monate Gefängnis. Handel und Verkehr, Volkswirtschaft. • • Neue Reichsbankstellen. Am 8. Oktober wird in Northeim (Hannover) eine von der Reichsbankstelle in Kaffel und am 1. November in Schlawe) Pommern) eine von der Neichsbankstelle in Stolp (Pommern) abhängige Reichsbankueben- stelle mit Kaffeneinrichtung und beschränktem Giroverkehr eröffnet werden. * • Die Stadt Rödelheim bei Frankfurt a. M, bat mit der Banksirma Baruch Strauß-Gießen—Marburg—Frankfurt a. M. eine 4 yroz. Anleihe von Mk. 500,000.— unkündbar bis 1912, abgeschlossen. Für diese Anleihe soll die Zulassung zur Frankfurter Börse beantragt werden. Märkte. X Laubach, 25. Sept. Der heutige Schweinernarft war mit etwa 250 Jungschwcinen befahren. Von auswärts waren 3 Händler mit etwa 70 Stück, aus den umgebenen Orten viele Landwirte mit Ware erschienen. Die Preise waren sehr gedrückt, die Kauflust infolge der geringen Kartoffelernte, dieselbe beträgt hier nur ein Drittel der erwarteten, gering. Das Paar zehn Wochen alte Ferkel kostete 45—50 Mark, gute Einlegschweine das Paar 120 Mark Die meisten Verkäufer nahmen ihre Ware wieder mit nach Hause. Famttien-Na^vrchten. Gestorben. Herr Dr. meb. Lauteschläger, Darmstadt. Airchliche Nachrichte». Israelitische Religionsgemeinde. 6>ottfsbi A 1 CT» xO G'vC' ■> A A E CD A .£ «j ■E I o 3-» 8^ •: w ü « »Q> . CD CO c o s SD K rH es e v 9» *° L CD 2 SH x» s c Q-» " SU» C g® e?Z 03 | 5*5 ** ,2* "IoA f = •- — O CU o P SU CD - e c 8^ CS ’•** O >b - ö.'-v — V j=*G G-«» JO1 c5-Hl2:s AD="s e 2 LL L^- c cG ,7-.« «»b^ e ir *g •= *=> 2 & A o fß M C< — O D o 5 53 >o *— N o o tSS . bi o xip -S2 CÄ 8 ^s- «r> - a Ä Cj s Crf c £ A P G o ~ LT gsotiA, 55 H~o^= L ■e* s« g'S09« •C’SggsgS * ä =sa Q C C? E a. ;= P SE ;* *2 c -■ C"1*" .~f—*c tzs ZSZS-LKTZMALKFZZ ä H JÄ/wy^OHSIk G^7 j- £ c<3 — ® Ie^S^hS cSS^^P CDA AW^ . . c c eG 5»*- ßjl 2 -v O TV G O O s tu A c 4S ® CD s C A ££ >b c C C — P r- L o QDfcSS) ® s CD o g-S v ** A 2 .. Cto 43 Q N 6) :5 5 = V _. a _ -2 ®n -P CDA _ p o S CD G . V .iXO^a A Q (ffl Z 5$ £ N c A C 'S A Sd H-tS - G SS® o cr- »b „ c — G-» 0S> - 9-' G 5 c N A A-G G *-• ® A °

c , P ä $; •J ° ^*ti =-• luA tu _., o A tu A «r> o A G c s ■s-’Si -Z^ CD . Ä-l r; O ■ »' W' < .. t •S' 7^1 liebe, 5859 ,K K -M M ? L L TSk? M Ä • • Verkauf von Dünger. Der in der Zeit vom 1. November 1906 bis zum 31. Oktober 1907 gewonnene Dünger soll nach dem Gewichte. so wie er sich in der Grube findet, an den Meistbietenden verkauft werden. Reflektanten werden ersucht, chre Angebote an Die Direktion bis zum 5. Oktober d. I. emzurelchen. Die Bedingungen sind in der chirurgischen Vetermar- klinik, Frankfurter Straße 94, einzusehen. Gießen, den 26. September 1906. D26/9 Die Direktion der chirurgischen Veterinärklinik. Ktzilkchslkch GW. Wir bringen hierdurch zur Kenntnis der Bezirksange- hörigen, daß vom 1. Oktober l. I. ab bei unserer Kasse die tägliche Verzinsnng der Einlagen zur Einführung gelangt und daß jeden Werktag von vormittags 8—1 Uhr und nachmittags von 3—4V2 Uhr die Kasse geöffnet ist. Gießen, am 22. September 1906. Direktion der Bezirkssparkasse Gießen. Doering. B Hierdurch machen wir die schmerzliche Mitteilung, dass gestern abend gute Mutter, Grossmutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Margaretha Gümhlein Witwe geb. Menges im Alter von 61 Jahren, nach längerem, schweren Leiden, sanft in dem Herrn ents Die Beerdigung findet Samstag, den 29. d. Mts., nachm. 4 Uhr von der neuen Friedhofes aus statt. Giessen, den 27. September 1906. Eoonstrasse 31. Im Namen der trauernden Hin Margarethe Janker geb. Kätchen Gümblein Georg Gümblein Heinrich Janker Konrad Schuhmacher 4 Enkelkinder Grünberg, den 26. September 1906. 5856 Die Beerdigung wird in Giessen in der Stille stattfinden. Todes-Anzeige. Heute Mittag kurz nach 12 Uhr entschlief sanft nach schwerem Leiden unser guter, treuer Gatte und Vater Herr August Will Die trauernden Hinterbliebenen. W MWWMHWWMM e % SSanksa^Essig [6849 versteigern. 5868 urn-Untmicht für Damen! Giessen, am 27. September 1906. D’V. 96934 Heuchelheim, den 26. September 1906. 5850 [B30/ K 52/06. B’7/ der Stephansmark, stephansmark, — 110 qm Grabgarten a 1/49,7 daselbst 53/06. |BMA 434, M. Elias. 549, über 1000 Mk. K59/06 B27 9 gegenüber der Engelapoth. Q 5837 •ß '-Uiiire und Gyeirau geb. Geller g stehenden Grundstücke der Gemar» hing Gießen B'7, waescnr e Kellels neuerer Urbess. ^etilifitrö^arat K 67/06. [B27/. 5874 •77 htj 5428 Gros. PLoÜstratze 10 Plockstraße 10 (5806 Prima 0. P. An- sind 0 0 0 9 o ö Q 0 3 Man verwende den jedem Donnerstag, den 4. Oktober 1906, nachmittags 3 Uhr werden aus hiesigem Ortsgericht die vordem Namen des Ehrtstian Meden- bach stehenden Grundstücke der Gemarkung Gießen 1/49,3 — 222 qm Hofraite in 1163, über 500 Mk. 466, 486, über 200 Mk. 607, über 100 Mk. zur Rückzahlung kommenden 3‘/, %*9cn Schuldverschreibungen der le Heu der Stadt Gießen von den Jahren 1893, 1894 und 1895 gezogen worden: Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: AeSeBfoeid Möbius geb. Möbius Halte Sprechstunde von jetzt ab nur bis 5 Uhr. Gießen, den 25. September 1906. Großherzogliches Amtsgericht. BoÜendungsfrist 6 Wochen nach Aufforderung. Gießen, den 26. September 1906. Großh. Eisenbahu-Betriebsinspektion 2. Fl. zu 50 u. 26 H. Adler-Drogerie Seltersweg 89. Otto Schaaf, Rodheim a.d.B., 25. Sept. 1906. Schlierbach, Ortsgerichtsvorsteher. Bersrod, den 26. September 1906. Großh. Bürgermeisterei Berörod. Reu schling. öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 22. August 1906. Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. Donnerstag den 1. Novemb. 1006, nachmittags 3 Uhr werden aus hiesigem Lrisgericht die vor dem Namen der Peter Worch Eheleute stehenden Liegenschaften der Gemarkung Gießen 7/19,1 — 337 qm Grabgarten an der Chaussee auf die Warth Allen lieben Freunden und Bekannten innigen Dank für ihre herzliche Teilnahme an unserem unersetzlichen Verluste. Pergameutpapier, Bindfaden Adler-Drogerie Seltersweg 39 Otto Schaaf i ‘ Zwetschen per Zentner Mk. 3.—, bei Atehr- abnahnre bebeuteiib billiger. I. gantet, Schloßgasse 6. dien beigefüoten Würzesparer. L . allen Flasehengrössen stets vorrätig bei Christoph ttieker, Neustadt 55. C2’/0 Spezial-Haus- und Küchengeräte-Magazin zur Frischhaltung von Gemüse, Fleisch, Fischen u. allen Obstsorten. Glaser in 6 verschiedenen Höhen köiinen gleichzeitig eingespannt werden. Großh. Ortsgericht tiieß' Gros. 5/195C5/ioo — 256 qm Hosraite das. 5/208 —1244 qm Grabgarten das. öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 26. Sept. 1906. Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. Schwalm, Zahnarzt Giessen, Plockstrasse 7 (Nähe Seltersweg). 5800 Obstversteigerrrng. Montag, den 1. Oktober 1906 Kon vormittags 10 Nhr anfangerrd soll das Gemeinde-Obst in der Gemarkung Bersrod, bestehend in Aepfeln, Birnen und Zwetschen, auf Ort und Stelle versteigert werden. Zusammenkunft int Ort. Lit. L. „ 21. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, für die vielen Blumenspenden, sowie die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Glück, bei dem Hinscheiden unseres lieben Vaters, Schwiegervaters und Großvaters Herrn Jakob Hosmmm VIII. sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Ferdinand Hofmann. Heinrich Rinn. Versteigerung. Montag, den 1. Oktober 1vo6, vormittags 9 Uhr lassen die Erben der verstorbenen Friedrich Platt II Eheleute in Rodheim a. d.B., in ihrer Wohnung 2 Kühe, 2 Schlachlschweine, 1 Stamm Hühner, 2 Wagen, 1 Schütten, Heu und sonstige land- wirtschaftl. Geräte unter den im Versleigerungstermin bekannt gegebenen Bedingungen freiwillig, öffentlich an ben Meistbietenden Es wird dies mit dem Anfügen zur Kenntnis der Besitzer der vor- bemerkten Schuldverschreibungen gebracht, daß die Einlösung derselben bei der Ltadtkasse Sichen, bei der Miiteldeulschen Kreditbank in Frankfurt a. Main und Gietzeu Lit L. „ 21. 0. P. 0. P. 5/195,8 — 415 qm Hosraite int Güitthersgraben 5;195cl/ioo = 282 qm Grabgarten daselbst a. vom 1893 er Anlehen: 18, 64, 99, 134, 235, 292, über 2000 Mk. 22, 33, 39, 98, 150, 230, 257, 369, über 1000 Mk. 136, 158, 277, 289, 320, 335, 357, 365, 396, 423, 534, 535, 565, 591, 706, über -.00 Mk. 104, 132, 138, 139, 164, 262, über 200 Mk. 13, 59, 93, 102, 208, 274, 292, 37!', über 100 Mk. b. vom 1894er Anlehen: 346, 352, über 2000 Mk. 495, 499, über 1000 Mk. 842, 852, 859, 980, 1036, 1074, über 500 Mk. 302, 383, 400, über 200 Mk. 447, 479, 497, 522, über 100 Mk. c. vom 1895er Anlehen: 442, über 2000 Mk. Donnerstag den 1. November 1906, nachm. 3 Uhr, werden aus hiesigem Ortsgericht die vor dem Namen des Emil Schön und Ehesrau Carl stehen- den Grundstücke der Gemarkung Gießen c/ip.ß __ 779 qm Acker i auf der ' 15 60h qm Wiese /Weißerde Lit. L. „ M. „ N. Zahn- und Mundkrankheiten Chirurg deut, americ. Dt. 8. Th. Amrein studiert an der Zahnärztlichen Universität In Zürich Akad. der Zahnheilkunde in Chicago gew. Assistent beim königl. Hof-Zahnarzt sowie am zahnärztlichen Ambulatorium der Schweiz Schmerzloses Zahnziehen mittelst Amreiniii (eigene Erfindung) Zahnärztlich begutachtet. Gold-, Silber-, Emaillefüllung, Kronen- und Brückenarbeiten 06806 Seltersweg Nr. 62, I Sprechstunden: Vorm. 9—12, nachm. 2—6. Sonntags von 9—1 Uhr. auhnänmscäer Verein weibheher Angesteliter Giessen. Beginn der Kurse hl Buchführung, Schreibmaschine, Stenographie re. anl 1. Oktober. Nah. Mitteilung Donnerstag abend un'Eafö Ebel und m der Stellenvernntilung Süd-Anlage Nr. 7, wo auch An- Meldungen zu jeder Zeit schriftlich und nachmittags von 2 bis 6 Uhr mündlich entgegen genommen werden. Der Vorstand. Prima Tnöenmost Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. A wurde eingetragen bezüglich der Firma Guido Günther zu Wieseck: Der Guido Günther Ehefrau, Lina geb. Möser in Gießen ist Prokura erteilt. P. 6, 24, über 100 Mk. Gießen, den 25. September 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Feinste Nordseeware blutfrisch in Eispackurrg treffen heute ein bei ßkorg Wallenfels Marktplatz 21 Telefon 46 Ity, WH JL. V