US* n ■# i Murg. ktioo mn— M Ä-.jr Ä»fe *SS$*!** “ "Xu« .u°-- ftmiciiia! ° isssÄ» / «binK Mi **6r 3 rMlisü-Lbeuü 1m64l< «“<• 1 h polB"J i« IrewfiebU W) 'm W^chcv uuö Pt/Kn. Mne4 Wolktngchc 16. egeteahn ,t |öi 6115(16 M riftlidjt Anoebole unitrßM Pkil.-MA5W5i ni!l. Angebote nL^onfl. M an den «Sieb, M m. W roie S'/.'.,Z'u!m(ür erfte Hypothek möge sich zur Umwar> m bieien billigen ZmM )538 an den Gieß. Anzeißtl »cd melden^__— Erstes Blatt ^ie ycuki^e flimmer umfaßt 18 Scitr» neuen Ausnahme in ihre Schranken glauben, daß sich den Hals werfen 15V. Jahrgang selbst nicht damit anfangen, die Reaktion zu verweisen? Wenn nicht, wie kann er daS Bürgertum den Reaktionären an werde? Zum 27. Januar. Hört brausen ihr den 9hif in deutschen Gauen, Als ob verkluua'ne Zeiten wiederkehrten, Da Schwerter Klirren, Schilder Dröhnen grüßten Den sieggewohnten Fürsten und des Reiches Führer? Nach schwerer Nacht ward Wirklichkeit der Traum Und Barbarossas Hcmvt kann niederstnken. Was uns'res Volkes Edelsten erhofften kaum, Ist nun erfüllt und neue Sterne blinken: Tie Hand am Schwertknauf seht Germania stehen, Der Einheit Lorbeer um die Stirn gewunden, Den Kaiser grüßet deutscher Fahi,en Wehen, Ter Stämme alter Hader ist entschwunden. Frei ist die Bahn! Des Völkersriedens Segen Läßt deutschen Volkes Kralle frei sich regen. Im Wind der stolzen Schiffe Wimpel spielen, Ein Kaiser führt sein Volk zu neuen Zielen! Wie einst will Neid des Reiches Macht zerstören, Ziir Tat zu schwach den Friedlichen betören. Es dräuen Feinde riiigs in allen Landen, Seit uns ein Reich, ein Kaiser ist erstanden. Gilt drlim der Kampf einmal des Reiches Ehre, Tann fühl der Feind des beutfeben Armes Schwere. Laßt würdig uns erweisen tapfrer Ahnen Zum Siege tragen uns'res Kaisers Fahnen. So mahne ims die Feier dieser Stunden, Was uns in Reich und Kaiser ist gestniden. Der Ka-.ser hoch! und hoch die deutschen Marken! Ter Welt zu Trutz Alldeutschland muß erstarken. Dr. W. jährlich Mt. 2.20; durch Abhole- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk.2.— otcrtcl- jährl. ausschl. Besteller. Annahme von Anzeigen für die TageSiiunuiier bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal I2Ps* auswärts 20 Pig. Verantwortlich Kit den polit. uiid allqem« Teil: P. Wittko: für .Stadl und Staub' und -Gerlchtsfaal': Eri, st p e 6. ffit den 9lu» zeigenteil: Hans Beck. Kaisers Keburlstaq. Heute vollendet Kaiser Wilhelm II. sein 47. Lebensjahr. Reich an frenbiprn, noch reicher an ernsten Ercigniffen war des Kaisers verflossenes Lebensjahr. Zu den freudigen Er- eigniffen zählt in erster Linie die Vermählung des Kronprinzen im Frühjahr vorigen JahicS. Dazu gehört ferner die Verlobung des Prinzen Eitcl-Fricdrich mit der Herzogin Sophie Charlotte von Oldenburg. Die Freude für das Kaiserpaar hierüber war umso gröber, als kurz zuvor der Prinz von schwerer Krankheit genesen war. Reicher aber war daS oerflosiene Jahr an ernsten, sehr ernsten Ereignissen, die sich auS der allgemeinen Weltlage ergaben. Frankreich hatte daS deutsche Reich in eine ähnliche gefährliche Lage gebracht, wie im Sommer 1870, als der französische Botschafter Benedetti in EmS an den greisen Kaiser Wilhelm L mit übermütigen und kränkenden Forderungen herantrat. DaS deutsche Volk bat von der Gefahr der Lage im letzten Frühling später, als sie nicht mehr so drohend war, Kenntnis erhalten. Ter Kaiser aber hat die Sorge jener KrisiS, die monatelang dauerte, allein mit seinen Ratgebern tragen müsten. Auf ihm, als dem Haupte des Deutschen Reiches, der die sittliche Verantwortung für fein Wohleraeben trägt, ha: sie gewiß schwer gelastet. Kaiser Wilhelm hat durch seine Fahrt nach Tanger den deutschen Standpunkt in unserem Streite mit Frankreich fest» gestellt. Er hat sich selbst in eigener Person den Folgen ausgesetzt, die das deutsche Vorgehen nach sich ziehen konnte. Man hat den Kaiser und seine Politik wegen dieses Vorgehens Frankreich gegenüber als herausfordernd und kriegerisch bezeichnet. Mit Unrecht. DaS weiß selbst jeder verständige Ausländer. Der erklärteste Gegner des Kaisers bei feiner Thronbesteigung war W. T. Stead von der Londoner „Review of Reviews. Stead erfand für ihn den Spottnamen ,,Schrelkaiser". Tie Spitze, welcher Herr Stead mit dieser Benennung Ausdntck geben wollte, hat er längst zurück- genommen. Die Befürchtungen, welche er, und andere mit ihm, seinerzeit hegten wegen der dem Kaiser zilgeschriebenen kriegerischen Neigungen, sind längst dahin, nicht erst seit dem Marokko-Weibbuche. Wir braiichen nicht nur auf die verflosienen 35 Jahre hinzuweisen, wo Deutschland in Europa auf der Friedenswacht gestanden hat, auch nicht allein darar,f, daß Don diesen 35 Jahren der Kaiser 18 Jahre hindurch stets offen zu dieser Politik des Friedend sich bekannt hat. ES ge- i;ügt, daran zu erinnern, daß, sobald das französische Volk und die französ. Regierung das herausfordernde Vorgehen deS Ministers Dclcassß mißbilligten und sich bereit erklärten, in freundschaftlicher Weise mit Deutschland zu verhandeln, man ihnen sofort von deutscher Seite aufs freundlichste be- segnet ist. Möge das nächste Jahr dem Kaiser und uns die Frucht bringen für dieses Festhalten an dem Friedens- gebauten. Ein berühmter Brite, Carlyle, hat behauptet, daß die Hohenzollern das einzige Geschlecht der Gegenwart seien, daS zu regieren verstehe. Was ist die Pflicht eines jeden von »ms? Diese Pflicht ist ohne Frage, nach besten Kräften unfere Ausgabe auszuführen, ganz gleich, in welcher Sphäre Las Schicksal uns findet. In dem Lichte betrachtet der Kaiser feine Ausgabe. Die Außenwelt ist vielfach gerechter nn der Beurteilung des Kaisers als viele unter unS, seinen Landsleuten. Das zeigt sich wahrlich nicht allein bei dem genannten Herrn Stead. Die reaktionäre Sehnsucht nach einem gesetz gegen die Sozialdemokratie ist nichts Neues. Der fehlende Wille 'der Reaktion, der Sozialdemokratie durch eine volkS- freundliche Politik das Waffer abzugraben, ist ebensowenig eine neue Erscheinung. Also war, was der Kanzler sprach, General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Neulich erzählte uns jemand, er habe im vergangenen Sommer im AuSlande einen englischen Artilleriehauptmann kennen gelernt, und dieser habe sich mit größerer Bewlinderung für den deutschen Kaiser auSgedrückt, als irgend jemand vor ihm ober nach ihm eS in seiner (des Erzählers) Gegenwart getan habe. Der Einwrirf, der Offizier habe es getan, um sich einem ihm in einem Bade bekannt gewordenen Deutschen gegenüber liebenswürdig zu erweisen, ist nicht zutreffend, denn der Offizier glaubte einen Franzosen in dem Deutschen zu sehen. Die volle Wahrheit mit Bezug auf den Kaiser läßt sich heute kaum feststellen. Aber sowohl was er Unterlasten, wie was er ausgefühil hat während seiner RegierungSzeit, spricht großenteils zu seinen Gunsten. Er straft alle die Lügen, welche sich vor 18 Jahren auf das Feld der Prophezeiungen und Voraussagungen wagen zu können glaubten. Allerdings verraten die Worte des Kaisers hier und da die Arifwallung eines Vulkans. Dies aber gerade erhebt ihn auch weit über den Durchschnitt, und der Widerschein der Gluten, die auS der für die Zeitgenossen unergründlichen Tiefe deS Inneren unseres Kaisers strömen, breitet sich über die Welt. Und allüberall sieht man Tausende und Abertausende hin- geristen mit unwiderstehlicher Gewalt von der Lavamacht seiner temperamentvollen Persönlichkeit. Und die Lava besiegt schließlich alle ihr entgegentretenden Hindernisse, sie macht sich den Weg frei und fließt ruhig dahin, um weithin die Lande zu befruchten .... Viele haben längst erkannt, daß der Kaiser heute ein Charakter ist, der seine persönlichen Neigungen zu zügeln, sie den Anforderungen nationaler und internationaler Gerechtigkeit und Moral unterzuordnen versteht. Je größer ober der Widerstreit zwischen Steigung und Pflicht im letzteren Falle gewesen ist, um so größer muß der Sieger in diesem geistigen Kampfe erscheinen. Es giebt viele Leute in Deutschland noch heute, die gkauben, daß deS Kaisers Negierung einen Fehler beging, als sie die Fesseln löste, welche die Sozialisten banden. Vielleicht ist der Kaiser selbst enttärischt von den Resultaten, die diese soziale Politik bisher gehabt hat. Wäre er es, — was gerade jetzt angesichts des „roten* Sonntags, der sozialistischen Demonstrationen nicht unmöglich ist — würde dies den Wert der Großmut verringern, die das Sozialistengesetz aus der Welt schaffte, das tatsächlich zweierlei Maß schuf für daS öffentliche Recht in Deutschland? Ganz sicherlich nicht. Hat man aber praktische Beweise, daß der Kaiser diese Politik bedauert? Die Tatsache, daß er in öffentlichen Anreden die Ziele und Niethoden der Sozialdemokratie früher wiederholt angeklagt hat, ist kein Beweis für solche Hypothese, während es Tatsachen genug giebt, die dagegen sprechen. So seines Kanzlers letzte Herrenhausrede. Wie der alte Allinghausen in seiner Sterbestunde die Bewohner seines Glitsbezirls und die Schweizer Landsleute ermahnte: „Seid einig, einig, einig 1' so rief im preußischen Herrenhause Fürst Bülow den bürgerlichen Kreisen zu: „Seid einig, einig, einig I Auf daß ihr in Eintracht die Sozialdemokratie überwindet!" Nun nmß man ja freilich dem entgegenhalten: Soll das liberale Bürgertum den Kampf gegen die Reaktion aufgeben ? Oder wollen die Uebermächtigen im Lande, die Gro^kapi- talisten, die Ostelbier und die kirchlich Orthodoxen aller Konfessionen aufhören, ihre Sonderinteressen oder einseitigen Ansichten über die Interessen und wissenschastlichen Anschauungen der Gesamtheit zu stellen? Wie denkt sich Fürst Bülow in der Praris die Verwirklichung seiner Mahnung? Will er Samstag AV.^ammr 1D06 Bezugspreis» mennthd) 75'131, viertel* Nr. 23 frl&flB« liiqttH außer Sonnma». Dem Ä>eßenei Anzeiger n>e>den nn Wecküel mit dem Kesffschrn eandwirl die Siebener Familien« hlüNer viermal in der Wow« bttgdegL MoiatwnSdrucl u. Star- Ina der Brü h l'lchen Unioeck.-Buch-mSlem- bruderet. 9t Lange. Redaknon, Ervevulon und £rucfeter ELalßrabe 7, Redaktion 113 Verlag u.Exved.^ELl Adrelie für Tenet eben: Anzeiger Gießen. nach bem dritten Aufzuge verschiedene Riale erscheinen mußte. DaS Drama führt uns in ein Heim für fahrende Brüder und entlassene Sträflinge, dessen Leiter, der Pfarrer Heinzius,. infolge seiner völligen Geschäftsünkenntnis und semer durch nichts zu beirrenden f-Lsicht, seinen „trübem auf dmn Berge" zu helfen, sich durch die Schurlei.-ien seines Buchhalters zum Unterschlagen von Mündelgeldern verleiten laßt. Als dieser, der sich dadurch die Hand des Mündels des Pfarrers sichern trollte, seine W- sicht fehlschlagen sicht, und deshalb den Pfarrer verrät, wird er von den Sträflingen erschlagen; als der Pfarrer selbst aber ihnen die Mgaben des Buchhalters betätigt, erschlagen fte auch ihn. Das Drama ist gcsckfickt geschrieben, die Handlung klar und bestimmt durchgeführt und auch die Charakter treffend gezeichnet, sodaß der Schluß, der wvhl hier und da befremden dürste, befriedigend erscheint; auch sind verschiedene Charakter geschickt gegeneinander ausgespielt, ohne daß aber auf der einen oder andern Seite übertrieben wäre, so die F-iguren des Pfarrers Heinrins und des Stadtpfarrers, oder die des Buchhalters und des Reffen des Pfarrers. Die Besetzung der Rollen war eine recht gute; nur Herr Pvr th, der den Pfarrer Hcinzius spielte, übertrieb in den letzten Men, währenb er in den ersten Auszügen für den menschenfreundlichen Pfarrer, der durch Liebe selbst die leidenschaftlichsten Verbrecher 3u leiten weiß, die richtigen Töne fand. Herr Lehmann wußte den schurkischen Buchhalter treffend zu charakterisieren. Nährend sein Gegenspieler, der Neffe des Pfarrers und Geliebte des Mündels, durch Herrn L o e h r geschickt verkörpert wurde. Mu!ein Treitz war eine gute und sympathische Darstellerin des Mündels. Den beschränkten zelotenhfflcn Stadtpfarrer gab Herr Knispel in Maske und Spiel gleich gut. Herr Hacker, der gleichzeitig die Reoie in feinsinniger Weise führte und das Werk mit größter Sorgfalt einstndiert hatte, spielte auch mit lebendiger Realistik den Thomas Lederer. Frankfurt a. M,, 26. Fan. Während Irene Triefch im Saalbau Balladen von Goethe, Lenau, Bürger nnb Heine und verschiedenes ans der Bibel vortrug, begann Else L c b in ach n ou4 Berlin im Schauspiclhauie ein dreitägiges Gastspiel. Ter Vortragsabend der Triesch ivav gut besucht. Tic Balladen brachten Überraschelide neue Effekte und errangen stürmischen Bestall, die biblischen Lichtungen wirkten mehr theatralisch. Else Lehmann R. B. D a r m st a d t, 26. Jan. Heinrich L i l i e n f e i n s Trcv Oöbie „Berg des Aergernisses", der von ihrer Urauf- Mhriing in Bremen ein guter Ruf voransging, erlebte auch Bei ihrer heutigen erstmaligen Aufführung am hiesigen Hof- ^heater eine sehr warme Ausnahme, sodaß der Autor schon ein frommer Wunsch. Trotzdem steht cs jedenfalls fest: Würde da? deutsche Volk in feiner erdrückenden Mehrheit immerbar nnb in allen Dingen durchaus sich eins fühlen mit dem Kaiser und das vor bet Welt betätigen, desto stärker und achtunggebietender stünde bas Deutsche Reich in der Welt da. Möge diese dem Vater- lande dringend notwendige Erkenntnis oben wie u nten Platz greifen und möge sie wie ihn, den Kaiser, auch jene mit sich, fortreifien, die jetzt unter dem Banner der demonstrierenden Sozialdcmokratte abseits stehen, damit baß beutsche Volk endlich werde, wie es der große deutsche Dichter nennt: »ein einzig Volk von Brüdern'. DaS ist zum heutigen Tage der Wunsch vieler Millionen Patrioten. • Heute, nach Niederschrift dieses Artikels, finden wir in den offiziösen „Mlg. Zw." einen bemer?ensn»erten Glückwunsch-Artikel in dem es u. a. heißt: Ein erns>S Jalw ist in die Vergangen* beit b mbgesunken seit unser Volk das letzte Mal seinem Met zum Geburtstage huldigte, ein Zeitabschnitt, der wie kernet Mtror Geist und Gemüt des Monarchen vor schwerwiegende End- schließungen gesellt hat. 17 von reichem Schassen erfüllte Ae- gierunäsiahre haben benffescn, daß es keine leeren Worte sind, wenn der deutsche K'ffser von der Erhaltung beä Friedens als einer ihm heiligen Sache spricht. Wenn der Küiseff gleichwohl für geboten erachtete, eindringlich iu erkennen zw geben, daß ein jederzeit kampsbereites großes Volk hinter ihm' hebe, so mußte auch das ll ödeste Auge feben, daß Gefahst im Verzüge sei, der nur feste Entschlossenheit zw begegnen imstande war. Daß bet Herrscher tn Tagen getoiajhget Entscheidung den Willen bekundet hat. Recht und Ehre dey deutschen Nation gegen unberechtigte AngriffÄ tatkräftig zu wahren, baß bet Monarch selbst bie eigene} Person eingesetzt hat, als es galt, der A b w e h r s e i n seliger Anschläge den größten Nachdruck zu vev^ leib.m, W wird dem Kaiser nnfee Volk in all-w Zukunft Dan?, wissen und dessen gedenkt es am morgigen Tage mit besonderen, Wä-nne und freuet Hinaebnng. Der Kaiser will den Frieden; allerdings, aber den Frieden mit Ehren. Es ist d^hcr keim Wideriptuch, sondern ein Beweis strenger Folgerichtigkeit, daß b e r K a i s e r nut gerüstet hat in dem Bestreben, die W e h v* kraft besReichcs in gleickemMaße mit be n w a ch- enden Interessen zu entfalten. Unter bem e>cbuöl des schlagfertigen SchwerteS vermochte bet Monarch L'nabTäfng an bet ?vorbmmg der Werke des Friedens zu av- beiten. Handel und Wandel haben einen ungeahnten Ausichwung genommen, der Wohlstand des Volkes ist rasch gestiegen und zwar haben gerade mich die weniger begüterten Schichten in ihrer Lebenshalttmg eine hocherfrculsthe Wendung erfahren. Die Feier von Kaisers-GeburiStag in Gießen. . Zur Feier des Geburtstages S. M. des Kaisers haben bid öffentlichen und eine Reihe von Privatgcbäuden in Gießern Flaggenschmuck angelegt. Insbesondere sind die Kmetnen reich mit Tannensstün und l)effischen und deutschen Fahnen geschmückt. Die militärische Feiet ist die seit Jalwen feststehende Am Vorabend sand Zapfenstreich der RegimentSmufik und der Spiellciite statt, der sich unter lebhafter passiver Anteilnahme des Publikums durch die Straßen der Stadt bewegte. Heute vormittag folgte großes Wecken und um 8 Uhr verkündigten Choräle vonp Turm der Stadtkirche b n 9ütBrud) des festlichen Tages. Um 9SA Uhr vereinigten sich die cvang. Zivil- und die Militär- gemeinde zu einem gemeinsamen F e ft g o 11 e Sdi enft m bev Stadtkirche. bei dem Pfarrer Euler die der Bedeuttmg bed Tages entsprechende Pv:digt hielt. Um 11 Vs Ubr folgte R e a i m en t s va r a de auf Oswalds- bnt in drei HanvtmmmsMollen das Poblikum recht gefeffch; ihre realistische Darstellung ist im wesentlichen von großer Schlichtheit und ausgeglichener Ruhe, aber doch nicht ganz frei von virtuosen- hasten kleinen Sväßchen. v , — D i e jüngsten Vorgänge in Rußland haben, die Aufmerksamkeit wieder auf die revolutiorlären Mf-' stände, die Straßen- und Barrikaden kämpfe, gelenkt, welche; die Geschichte der europäischen Staaten seit der großen, französischen Revolution zu verz-ichnen hat. Mit Interesse wird man daber die Veröffentlichung: „Aus denr Tagebuche eines junaen ost preußischen Arztes. Paris 1830." lesen, die daß F^bruarheft vow „Nord und Süd" (Breslau, Schlesische Verlagsanstalt von S. Sck)otllaender) bringt. Als ein Unbeteiligter macht der junge Mediziner hier ausführliche Aufzeichnungen über die- Vorgänge vom 26. Juli bis 11. Skrguch deren Augenzeuge er gewesen. Mit Recht hebt er bewundernd hervor, wie! die revoltierende Bevölkerung sich k ine Plünderungen und unnötigen Ausschreitungen zu schulden kommen ließ und^ sobald sie ihren Willen durchgesetzt, sich der größten Ordnung und Ruhe befleißigte. — E. Miller betrachtet „Die Land- lind Seemacht der Vereinigten Staaten, von Nordamerika". — Unter der Ueberschrift „Die flammäugige Elise" führt Karpeles ein „Bild aus Heinrich Heines Eheleben" dem Leser vor. — Tas Heft bringt ferner u. a. ben Schluß des Schauspiels „Ter Helfer" von Felix Philippi. Wien, 26. Jan. Ans Anlaß des Int). Todesta geS Mozarts sand heute in Anwesenheit des Leiters des Unterrichtsministeriums, der Dertteter Der Behörden, des Rektors der! Universität, zahlreicher Projessorcii dcr Hochschulen, der Studentenschaft und vieler Festgäste eine erhebende Feier' statt. Der akademische Orchestcrvcr:'n und Gesangverein trugen den Wert her von Mozart vor. Prof. Dr. Guido Mler hielt Die Festrede. — In Weimar starb die erste Vertreterin der Elsa in' Wagner's „Lohengrin", Frau Rosa von Milde. «artrw mtb fie gab ben fltrfrntri (Menrnfrtt, gern rrftenmaT im Parademarsch zu zeigen, daß ihre bisherige militarifd)c (h> Sfcum SSt iWMcfciS war. Arn Abend werden sich bie üMiujeii fwif'dfcicrn in verschiedenen oalm der 'Stadt anfdilic^nt. Auch die Schulen, sowie zahlreiche Vereine bcnmncn den feit- lichen Taa durch Feiern. Tn§ « r o ft h. (Ä n m n n f t n'n den.na ben fflebur-ctaa Seiner Tlaieftät in f.Mi<6«r W-.'e ^* ®efa,me de4 Schülerchores und durch die Festrede des Lrol. Tr. ' k , der darin den ältcfteri Solm Plnlipps des Mronmntiaen W,lbei m IV schilderte und lewe PolitMe, bmiptlocbhd) aber fempro.ne.ikh.ifl- lithe Tätigkeit dacktellte, die tn , nanuiafalliaer We.se htr die Jltro nomie bahnbrechend war. Gut Hoch auf Se. Ma,, den Kaiser ^^"um'^'Vlhr'Oft-nd im Saale des Gcsellschaftsvereins das gemeinsame F e st essen der Beamten und fP ü r g c r 1 d) n f t statt, bei der S. Magn. Rekwr Geh. Hoftat Pros. Dr. Bchaghcl irfji Fcstversammlung! 35 Jahre sind verflossen feit dem Tage, da das deutsche Reich glanzvoll erstanden M Seitdem ist der erhabene Kaiser begraben worden deines graft. Werk gelang; seitdem haben wir seinen herrlichen opljn Grab gesenkt, der dahin schwand, nack)dem n kaum die Zügel ergriffen hatte, der ein .Held war auf dem Schlachtfeld, auf dem als I-riedensfürsten die Hoffnungen aller ruhten. Grotz und schwer waren die Verluste des deutschen Volkes. Aber unser Dosk hat Glück gehabt, denn Sproßes ist .hm wiedergegebem wvrden. Gern und oft weist uns unser Kaiser Inn auf seinen erlauchten Großvater, aber von ihm selber braucht nicht gesagt zu worden: Weh dir, daß du ein Enkel bist. In timt ist du bebre Fleisch geworden: Was du ererbt von deinen Vätern hast erwirb es, im es zu besitzen. Gewaltige Kräfte ruhen in seiner Seele. Hätte er vor tau sind Jahren gelebt, so wäre er vielleicht ein ©taatengtilnbcT geworben, gleich Karl dem Großen; er hättc ummderstehl'ich des Kreuz getragen gegen Mauren und Ava reu Hätte ihn ba5 Schicksal unter die Franzosen gestellt, er hätte dies Volk der Revolutionäre als demütiges Gefolge an seinen Triumphwagen gefesselt. Aber er ist zu unserer Zeit als Deutscher geboren. Gr lebt für unsere Zeit, aber wie der wahrhaft große Mann auch über unsere Zeit hinaus. In echt fürstlicher und zugleich echt deulsck-er Auffassung seiner Pflichten, in echt deutsclxr Gründlichkeit, schreitet er nach allen Seiten, giebt er dem größten wie dem kleinen sich hin, und dock bleibt er immer er selbst, bctät.gl er scharf ausgeprägte Eigenart. Wer da meinen wollte, daß da und dort auch eine andere Weise alS die seine zum Ziele führen möchte, der sei cm den Sah gemahnt, daß nur Eigenart Eigenart hervorruft. Von ihm geht aus Leben und Bewegung: er zwingt die weite Welt, mit ihm zu rechnen, vor seiner machtvollen Persönlichkeit sich zu beugen. So schauert wir heute mit Stolz und Verehrung auf das erlauchte Haupt unseres Volkes: wir vereinen uns in dem Wunsche, daß ihm für lange Jahre Geist und Hand kraftvoll bleibe, und wir erheben unsere Gläser zu dem Ruf: Seine Majestät der deutsche Kaiser, unser Kaiser Wilhelm, er lebe hoch, hoch, hoch!" Ans dem Lande. R. B. Darmstadt, 27. Jan. (Gig. Drahtber.) AuS Anlaß von Kaisers Geburtstag ist die Stadt reich beflaggt. Gestern abend fand Zapfenstreich der RegimentSmusiken und heute früh Neveille statt. Die auf dem Marienplaß stattsindende P a - xnbe der Garnison wird von Brigadekommandeur Generalmajor Scholtz kommandiert und von Divisionskommandeur Generalleutnant Freiherr v. Gall abgenommen. In der evang. Stadt- Kirche und der kath. Pfarrkirche fanden Festgottesdienste statt. Das herkömmliche Festessen der Beamten und Bürger beginnt um 2 Uhr im städt. Saalbau. --- 2 a u b a d), 20. Ian. Heute mittag veranstalteten die hiesigen höheren Schulen zu Eliten des Geburts eltes oe? Lasters eine Feier. Zunächst war es die höhere Töchterschule, die mittags 8 Uhr im großen Saale des Colmser Hof eine patriotische Feier bot. Tie mit verbindendem Texte dargestellten Bilder, wie «Gruß der Städte*, .Torf und Stadt* und „Huldigung det Blumen", in denen namentlich hinsichtlich der Kostüme die Mädchen das beste leisteten, erfreuten sich reichen Beifalls. — Um '/, 6 Uhr fand int Zeichensaale des Gymnasi u m 4 die Ausführung des 16 Nummern enthaltenen Festprogramms statt. Dte Reihe wurde eröffnet durch das von drei Schülern der oberen Klasse mit Verständnis voraetragene Trio Nr. 4, c-dar von Mozart. Im übrigen wechselten Deklamationen patriotischen Inhalts mit zweistimmigen und Männerchören. Tie Festrede hielt Direktor Prof. Dr, Baur. Ausgehend von dem Gedanken, daß Zweck aller Kaifergeburtsiags- feiern sei, dem Kaiser den Gebnrtstagsgruß anszufprechen, legte er dar, wie jederzeit in den Grußformen sich der Charakter sowohl des Einzelnen wie der ganzen Nation ausdrücke und schloß mit der Aufforderung, den Geburtstagsgruß durch ein Hoch zu dekrästigen, n das die zahlreiche Festversammlung einftunmte. 3m Auslande. Wien, 27. Jan. Bei dem Feste der deutschen Kvlonie anläßlich des Geburtstages des deutschen Kaisers bezeichnete Botschafter Graf v. Medel das Vorjahr als ereignisreich, doch werde der Friede trotz Wetterwolken und Hetz- Presse heuer nicht gestört werden. Der Hort des Friedens sei der totgesagte Dreibund, von dessen Schöpfern nur mehr Oesterreichs Kviser lebt, dieser Nestor der Kronenträger habe den Vertrag hochgehalten: ihm verdanke man den Frieden Europas. Der Botschafter schloß mit dem Wunsch endlicher Eintracht der Monarchie und einem Hoch auf den Kaiser Franz Joseph. Budapest, 26. Jan. Anläßlich des Geburtstagsfestes des deutschen Kaisers veranstaltete die hiesige reichsdeutsche Kolonie einen Festkommers, dem auch viele Ungarn beiwohnten. Generalkonsul Graf Botho Wedel brachte einen Trinkspruch auf Franz Zoseph aus. In seiner Rede betonte er, daß Deutschland für Ungarn aufrichtige Sympathie und herzliche Freundschaft hege, und gab dem Wunsch Ausdruck, daß das seit 25 Jahren bestehende Bundesverhältnis zwischen betben Staaten zur Wahrung des Friedens weiter erhalten bleibe. ' potitifd?e Tagesschau. Der Kaiser und die Wühlrechtdemonstranten. Wie man aus Berlin von sehr geschätzter Seite erfährt, hat der Kaiser in den letzten Tagen mehrfach den Anlaß rvahrgenommen, seiner Anschauung über den sog. .roten Sonntag" Ausdruck zu geben. Es darf konstatiert werden, daß der Kaiser auch nicht eiirn Augenblick daran gedacht hat, die Arbeiterbevölkerung Berlins könne sich zu .unbedachten und unanständigen Handlungen* hinreißen lasten. Der Monarch hat sich daher auch sehr lobend über bie Arbeiterschaft ausgesprochen und ihre, von ihm nicht anders erwartete, korrekte Haltung auf ihre im Heere er- sahrene Erziehung und andererseits daraus zurückgeführt, Laß ihre Gesinnung im Grunde doch gut national rmd patriotisch sei. Die militärischen und polizeilichen Maßnahmen entstanden teils ait§ dem Wunsch, selbst die ängstlichsten Gemüter der bürgerlichen Kreise zu beruhigen. Tann aber war die Gelegenheit gekommen, alte, verrostete Vorschriften und Reglements, die seit langem für den Fall deS Ausbruchs innerer Unruhen bestehen, sozusagen wieder einmal aus ihre Funktioniernngsfähig- leit zu prüfen, — genau wie ein Armeekorps an der Grenze mitten im tiefsten Frieden eine Hebung abbält, der die supponierte Idee eines feindlichen Angriffs deS Nachbarn zu Grunde liegt So erklärt .es sich auch, baß z. B. Truppen in stundenweit von der Neichshauptstadt abgelegenen Garntsonen, wie Pasewalk und Schwedt, sich den .roten Sonntag* über im Alarm- zustande halten mußten, obwohl doch in jedem Fall ihr Eingreifen überhaupt außerhalb dec Möglichkeit lag. Natürlich war schließlich 'damit zn rechnen, daß Nchtsche e Elt- mente, die nichts nut der Arbeiterschaft gemein haben, den Anlaß zu Ausschreitungen suchen würden. Diese Elemente abgeschreckt zu haben, darf als das Verdienst der Polizei und ihrer Wachsamkeit angesehen werden. Der Erlaß an die Schutzmannschaft hat ihr hierfür nur eine wohlerwor- bene Anerkennung zuteil werden lasten. Wie wenig übrigens der Kaiser für seine Person an bie Wahrscheinlichkeit selbst von Exzessen der gekennzeichneten Art dachte, für bie doch nur bie Dunkelheit ber Abendstunden in Betracht kommen konnte, ergibt sich wohl auS dem Umstande, daß er am späten Abend sein gutdewachtes Schloß verließ und im Automobil eine eine Stunde währende Ausfahrt in der Stadt unternahm, von der der Hofbericht freilich nichts gemeldet hat. Aas Schulwesen in «Hessen. L DaS gesamte Unterrichts- und Erziehungswesen unseres Großherzogtums hat im Laufe der letzten Jahrzehnte einen Aufschwung genommen, wie wohl nur in wenig anderen deutschen Bundesstaaten. Es ist notorisch, daß Hesten schon vor 20 Jahren mit an der Spitze derjenigen Staaten marschierte, welche unter den Militärpflichtigen bie wenigsten Analphabeten aufwiesen. Unb nicht minber bekannt unb anerkannt dürfte sein, baß auch das ganze Volks- 'chulwesen in rationeller Hinsicht bei unS entschieden weiter fortgeschritten ist, als in Preußen, Bayern und Baden. Am eklatantesten tritt der Fortschritt der hessischen Jugenderziehung in ber außerordentlichen Steigerung der Schülerzahl in den höheren Schulen hervor. Während Hessen un Jahre 1880/8l nur 2071 Gymnasialschüler und 8551 Schüler in den Realschulen, Realgymnasien re. zu verzeichnen hatte, flieg die Zahl im Jahre 181)0/91 aus 2407 Gymnasialschüler und 4512 Real- 20. Schüler, im Jahre 1902/03 auf 2876 Gymnasial- und 6621 Real- rc. Schüler. Die Gesamtschülerzahl bet höheren Schulen hat sich also in ben 21 Jahren von 5622 auf 8497 gehoben, währenb bie Bevölterungszister von 936 340 im Jahre 1880 nur auf 1 119 893 im Jahre 1900 gestiegen ist. Tie Zahl ber Schüler in ben Volksschulen Der- mehrte sich von insgesamt 138 818 Schülern im Jahre 1877/78 auf 171 002 Schüler im Jahre 1902/03. 9tcd) ungleich stärker aber als in dem Sckckfterzuwachs unserer Schulen im allgemeinen prägt sich die Leistung und Entwicklung in den enormen Lasten aus, die das Land für die Heranbildung seiner lieben Jugend zu tragen hat. Es werden in Hessen bei einer gegenwärtigen Bevölkerungs- zahl von rund 1 120 000 Seelen vom Staat allein — also ganz abgesehen non den hohen Kosten der ©emrinben und den im neuen Etat bedeutend erhöhten Zuschüssen ber letzteren für die Realschulen — über 4% Millionen Mark pro Jahr für das Schulwesen verausgabt, d. h. etwa 41/4 Mark pro Kopf der Bevölkerung. Von dieser Summe kommen im neuen Haushaltsetat für 1906 auf die Volksschulen 2 256 600 Mark (mehr gegen das Vorjahr 53 500 Mk), auf die höheren Schulen 886 059 Mk. (mehr g. d. D. 241 Mk.), auf die höheren Bürgerschulen 86 050 Mk. (m. g. d. V 10000 Mk.), auf die Schullehrerseminare und Präparandenanstalten 252 507 Mk (m. g. d. V. 5531 Mk.) usw. Von allgemeinerem Interesse ist nun, das Verhältnis ber Mus^abensteigerung des Staates für die Volksschulen und bie höheren Schulet! näher zu verfolgen. Für die Gymnasien, Realschulen usw. einschließlich ber Vorschulen betrug in den Jahren 1876/78 der StaatSzuschuß 194 104 Mk., dieser Zuschuß stieg in den Jahren 1879/82 auf 240 236 Mk., 1888/91 auf 337 347 Mk, 1894/97 auf 566 048 Mk. und 1898/99 auf 735 891 Mk und 1902/03 auf 859 220 Mk pro Jahr. Im Etat für 1906 ist bet Staatszuschuß, wie schon bemerkt, auf 886 059 Mk. ohne Vorschulkosten fest gestellt. In ähnlicher Weise fliegen auch die Ausgaben für bie beiden Hochschulen des Landes. Tie Landesuniversität Gießen bedurfte 1882/83 322 205 Mk Zuschuß, 1892/93 514 339 Mk, 1898/99 730 396 Mk, 1902/03 823 770 Mk und endlich im neuen Etat 863 825 Mk Zu diesen Zuschüssen kamen noch außerordentliche Ausgaben des Staates für Umbauten usw. von 1882—1885 19 0d1 Mk, von 1885—1888 37 482 Mk, von 1888—1891 250 323 Mk, von 1891—1894 1 579 372 Mk, von 1894—1897 514 384 Mk und von 1897—1903 zusammen 2 270 000 Mk Für die Technische Hochschule Darmstadt stiegen bie Zuschüsse in wesentlich bescheidenerem Maße, nämlich 1882/83 138 480 Mk, 1892/93 154 491 Mk, 1898/99 214 571 Mk, 1902/03 235 390 Mk. unb enblich im neuen Etat 221 625 Mk. Für Baukosten unb sonstige außer- orbentliche Ausgaben wurden hier in den letzten Jahrzehnten 2 718000 Mk aufgewendet. Für die Volksschulen in Hessen wurden dagegen folgende Zuschüsse vom Staat geleistet: In den Jahren 1876/78 je 443826 Mk 1882/86 584 000 Mk, 1886/91 638 000 Mark Tie erste Million wurde im Jahre 1894 überschritten, bann stieg bie Summe 1899/1900 auf 1 799113 Mark unb 1902/03 auf 2573 000 Mk (In biesen Summen find auch die Pensions- und Witwengelder mit enthalten.) Tie Ausgaben für die Volksschulen in Hessen haben also in 22 Jahren eine Verfünffachung erfahren! Wie man angesichts 'dieser Zahlen nom immer in gewissen Kreisen behaupten kann, daß für die Schulbildung der unteren Klassen nicht genug getan werde und der Staat verpflichtet werden soll, die gesamten Volksschullasten auf seine Schultern zu laden, ist einfach unverständlich. Man muß allerdings zug?ben, daß auch für die Gemeinden die Volksschul- (aften im Laufe ber Zeit eine außerordentliche Höhe erreicht haben. Nach ben gesetzlichen Bestimmungen müssen die Gemeinden namentlich die Lehrer geholte, Mietsentschädigungen usw. tragen, wozu der Staat je nach den Verhältnissen Zuschüsse gewährt. Tie sämtlichen Gemeinden des Landes haben nun nach den Gemeindevoranschlägen für 1901/02 an Lehrer gehalten, Wohnungsvergütungen usw. nicht weniger aT3 4 397 000 Mk und für die sachlichen Aus- gdben weitere 972 000 Mk, in Summa also für d'.e Volksschule 5 369 000 Mk aufzubringeu. Gewiß eine recht resp.k- table Summe! Die Verluste an deutschen Anleihen. R. Berlin, 26. Jan. Tas in Preußen geplante Gesetz, das den Sparkassen die Verpflichtung auferlegt, mindestens ein Fünftel ihrer Bestände in Papieren des deutschen Reiches oder Preußens anzulegen, wird nach seinem Inkrafttreten voraussichtlich einen günstigen Einfluß auf die Kursgestaltung der deutschen Anleihen ausüben. Ter preußische Finanzminister Frdr. d- Rheinbaben hat im preuß. Herrenhaus den ,,vö 1 lig unbefriedigenden Zustand des Kredits und des K u r S.verts unserer Staatspapiere" eingehend erörtert Frhr. v. Rheinbaben wies u. a. auf bie sehr unerfreuliche Entwicklung der brei^ prozentigen Reichsanleihe hin. Während diese Anleihe im Jahre 1896 noch auf 99.20 stand, fiel sie int Jahre 1900 auf 66,77. Also ein Rückgang von fast 13 Prozent, „ohne daß wir einen Krieg gehabt haben, ohne daß wir eine wirtschaftliche Krisis gehabt haben; int Gegenteil, wir haben Frieden gehabt und im allgemeinen glückliche wirtschaftliche Zustande". Tiefer Rückgang ist in der Tat ganz außerordentlich und dementsprechend sind die Verluste, die diejenigen erlitten, die vertrauend auf die Sicherheit ersten Ranges ber Reichswerte ihr Gelb in brefen Papieren anlegten. Es ist unter diesen Umständen kaum zu verwundern, daß das große Publikum mebr 'und mehr ausländische Anleihen anfetyaf**-, denn erstens ist die Verzinsung, wie z. B. bei ben viel gekauften chinesischen unb japanischen Anleihen eine nicht unerheblich höhere, und zweitens wirb von den Großbanken für Festigkeit des Kurses gesorgt. Im Punkte derSicherheit können diese Anleihen natürlich nicht entfernt mit den deutschen Anleihen in Vergleich gezogen werden. Run erhebt man den Vorwurf, es geschehe wenig oder so gut wie mich t s von feiten des Staates, unt den Kurs ber Staatspapiere zu stützen. Frhr. v. Rheinbaben führte aus, es sei bie Pflicht des Staates, dafür zu sorgen, baß bas Publikum in seinen Papieren nicht so Schaben leibe, wie das bisher der Fall gewesen ist. Daß nichts geschehe, um die Störungen des Kurses zu verhindern, wird nicht zu behaupten sein, wenn man erfährt, daß allein im Jahre 1905 bie preußische Seel)anblung 50 Millionen Konsols ausgenommen hat. Mer bie Kursentwicklung beweist, baß ein solches Eingreifen keineswegs genügt. Wenn nun bie Sparkassen verpflichtet werden, ein Fünftel in Reichs- oder Staatsschuldverschreibungen an» Anlegen, so wird dadurch die Nachfrage zweifellos belebt und dadurch ber Kurs wirksam gestützt. Tie Negierung will aber noch ein weiteres tun, fte gebenft auf bie gesetzliche Bestimmung zurückzukommen, die im Reichstag leider reine Zustimmung fand: daß die ausländischen Versicherungsgesellschaften, soweit sie in Deutschland zum Geschäftsbetrieb zugelassen sind, bie Hälfte ihrer Prämienreserven in deutschen Reichs- unb Staats papieren anzuleaen haben. Tas scheint uns burchaus in der Ordnung Machen diese ausländischen Gesellschaften unter dem Schutz unserer staatlichen Einrichtungen hier Geschäfte, unb zwar sehr beträchtlichen Umfangs, so ist es nur billig, daß sie, nne Frhr. v. Rheinbaben hervorhob, and) ihrerseits zur Stärkung bes Staates beitragen. Außerdem wir ben von den ausländischen Gesellschaften Versicherten eine erhöhte Gewährleistung geboten für die Erfüllung der übernommenen Verbindlichkeiten. Für Friedenszeiten dürften nach alledem bie neuen Mittel wohl geeignet sein, ben Kurs der deutschen Wnleil-en zu befestigen. Welche Vorsorge aber ist für den Fall kriegerischer Ereignisse getroffen? In solchen kritischen Zeiten muß man damit rechnen, daß leicht eine förmliche Bestürmung nicht nur ber Banken, sondern auch der Sparkassen anhebt von Leuten, bie für alle Fälle ihr Gelb zurückerl>alteu wollen. Tann wird zunächst auf den Markt geworfen, was sich voraussichtlich am leichtesten absetzen läßt, und das sind die heimisck-en Anleihen. Frhr. c. Rheinbaebn stellte in Aussicht, auf die Frage, wie die Papiere im Kriegsfall behandelt werden sollen, in der Kommission genaue Auskunft zu geben. Es gereicht zur Be- ruhigung. daß auch für diesen Fall Vorsorge getroffen ist. Arberterbewcgttttg. (h.) M a n nl) c i m, 26. Jan. In der badischen Anilin- unb Sodafabrik in Ludwigshafen sind heute über 1000 Arbeiter in den Ausstand getreten. Der Streik droht noch größere Dimensionen onrnnebmen. GerichtssaaL. Frankfurt a. M., 26. Jan. Gestern gelangte vor ber Strafkammer der Einbruch in beit Laden des Uhrenhändlers Georg Schäfer, Große Eschenheimer-Straße, bei dem für 20 000 Mark Wertgegenstände unb Goldsachen gestohlen wurden, die zum größten Teil spurlos verschwunden sind, zur Verhandlung. Ängeklogt waren 10 Personen. Das Urteil, das unt Mitternacht gesprochen wurde, lautet: gegen den Buchbinder Adam Theiß wegen Einbruchs zu 6 Jahren 1 Monat, gegen den HandlungSgelstlfen Anton Reinhardt zu 2 Jahren 1 Monat, gegen den Töpfer Ernst Gläske zu 8 Jahren 1 Monat, den Schneider Ewald Streitenberger zu 3 Jahren Zuchthaus. Schlosser Johann Thilo und Taglöhner Oskar Käser wurden wegen Hehlerei zu je einem Jo.hr, der Gastwirt Konrad Verger zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Wegen Begünstigung wurde die Kellnerin Kurzrvck zu 6 Monaten Gefängnis unb bie Eheleute Horn zu je 100 Mark Geldstrafe verurteilt. Märkte. Gießen, 27. Ian. Marktbericht. Aus heutigem Wocbenmarkte kosteten: Butter vr. Pld. 090.—1.00 "Mk., Hühnereier 1 St. 8—10 Big«, 2 Stck. 00—00 Pfg., Gä'nieeier 00—00 Pfg., Enteneier 0—0 Plg., Käst pv. Stck. 6—8 Pf., Na'sematte 2Stck. 5—6 Psg. Erblen pr.Liter 21 Pfg, Linien vr. Liter 32 Psg., Tauben pr.PggrO,80- 1.00 Mk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Alk., Hahne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Alk., Gänse vr. Pid. 60—75 Pfg., Scbsenfleisch pr. Psd. 74—82 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pnmd 70—72 Pfg., Schweine- tleisch pr. Pfund 80—86 Pfg., Schweinefleisch, gesglzen, pr. Pfund 90 Psg., Kalbfleisch pr. Psd. 70—80 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 60—76 Psg. Welsche per Pfund —.— Kartoffeln pr. 100 Kg. 5,50— 6,00 Alk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,00—8,00 Alk., Milch per Liter 20 Pfg., Aepsel per Pfund 18 bis 30 Pfg., in Körben 00 Psg., Nüsse 100 Stück 30-40 Psg., Birnen, per Psd. Mk. 0.15—OM Weißkraut per Stück 10—30 Pfg., per Zentrier Mk. 0.00—0.00. — Markten 8—2 Uhr. Bringe bevorstehenden Saison mein Geschäft höflichst 86 in Erinneramr, üebernahme von Umzügen jeder Art per Achse und Bahn ohne Umladune-. Verpackung von Glas und Porzellan. Streng reelle und prompteste Bedienung, Ausführung der Aufträge unter voller Garantie n. Versicherung. Gießen, 27. Jan. Diehmarkt. Bei dem Markte am 23. und 24. Januar waren ausgetrieben 1421 Stück Rindvieh, 349 Schweine. Der nächste Markt findet am 6. und 7. Februar statt. le. Frankfurt a. M., 26. Ian. H e u- und Str 0 h- markt. Man notierte: Heu Mk. 3.40 bis Mk. 3.80, Stroh Mk. 2.70—3.00. Alles per 50 Kilo. Tendenz: fest. I KckwMi l tilMtliMM I C. H. Stückrath Blarbnrgerslr. 27. Bringe zur bevorstehenden Saison mein Geschäft höflich; laatskcrnm^^ir^^^ Frankonhausen twwwuu«» Elektro-und Maecbinen-lngenleure, Wcrkmn'iter Mo.'ain ein"? t^h cteH I/iboratorliini.__________ h, PW 'Zer SlfltfiyweiiiJ tttei^5b< S tr iL “,’1“»- ?"MuttLNe 2« nicht unp e Mcht des n feinen q£ j 6tQQt^, ÄFÄ3 at hi, &"9 50 »M?S irnm> ^Elbungen an» jjjf bekbt tin Geileres tun fe JLUJJ iurütfjutommcn, ^miing sand: daß b£ FLsellschas?e7 c^aftsbetneb jugcUfjen Ätn“»u> . der Ordnung. Machn» ttt dem Schutz unjertt Ute, und zwar sehr de» ir .^lig, daß sie, nne J ihrerseits zur Stark» dem wir den von den 'Nen eine erhöhte Ge» ing der übernommenen ach alledem die neuen ' der deutschen SVnleilM e aber ist sür den sse getroffen? In amit rechnen, daß leicht ir der Danken, sondern mttn, die für alle Fälle kuin wird zunäässt auf ussichtlich am leichiestrn misäjen Änleihen. Fchr. aus die Frage, wie die rden sollen, in der Stern« Es gereicht zur ®e» gfyrfow gi'troffen /2 )UNg. ei badifchen AnUi» n sind heute über 10» Der Sneik droht nch aL Gestern gelangte vor da i Laden des llhrenhand m imer-Sttaste, bei dm unb Goldsa-bm gMa v-rschivundm smd, zur E Das Urteil, W w t: gegen den Duä;bwdll /einHard" feinem KK) $arf ®e0**|f tenbenj. i55%g MHä pr. N nefleM «L pt. N , paminel';1’, / I00 »HÄ*®!. OJIM* 0.00-«.» rf 1121 Stuck Jn ;£> 1 s Streb ««5:5 • Geßcbaity py i rnaw jyjgr & r\^ u c S r; e 67 VD E C2 a 3 G E 2 -«j *t$ a *O 9 a 3 O) CD S O» -* 2 *G .2* C- i-, P «-> • 5 5 £ -o «t- c o ^-S = -odO' u> " ’n « <3^ X7 O 3 M SZK 2 >E M »O o ° o •u o o XD o o *5" QJ *t O CD O E c6_: ä r- 2* = o - «Ä**-e* C ' ES ß-4 XD C- 3" "b(9 Q C 0 «ft -4-» E O ö: O 2 *E c E w S •§ JE *3-@ 0^5 o -E E & & 5* E 3 Z.2K *-» CQ© g c CD O g yo E C «ft wO C IG U3* 3 5?v O AZ « 2 Z3 O E 'S o —, N- o -O CD . E CD o 5 - @ o C *5" .5 3 az «ft M S-» o a, CD" — u X 2 o *ti a . _ ZL CD E E 5 K c* -S5 o sD Q «» a x> eft .g K S = ■a I 1 i ZZ -rs s Z .2 .sj ■ö S = »öS s = Z3p o Z?'? -E " E -E=3 = 2 JtS-S'SXS73?'® 3 Z c: o -5- • - E c - E s ' ■ E <9'9 tt)(9 ß 5$ 6 CD o X> "E :o aQ SS; 00 •—• C> O — Ci C0 C0 iO E Sei JD 2 3 E a »E = O a ° <35 «ft CS 8^ . e c E tk- <53 »b a 2« a. _ --— co C *C a, 'LZ-ßZ Ä E c ea "= - einv. Weber, Heuchelheim 26 , W. Vern, Klein-Linde»» . . 27 r W. Weigel, Lang-Gons . . 26 , Karl Post, Wieseck . . . 27 „ Hemr. Bmz, Allendori Lahir 25 , Jalob Appel, Krofdorf . . 27 , W. yabcl, Wiejeck . . . 26 , 2 Kilogramm (4 Pfund) Weibbrot bei: Georg Tern II., Gr.-vmden 50 W. Weisel, Lang-GönS . . 52 , Lotus eiiBimitl), Steinberg 50 , Heinr. Weber, Heuchelheim 52 „ L. Steinmüller, Gr.-ürndeil 52 „ Jakob Appel, Krofdorf . . 54 , Heinr. Bmz, Allendors.Lahn 50 , W. Lein, Klein-Lmden . . 54 , W. Fabel, Wieseck . . . i>2 „ Karl Post, Wieseck ... 54 „ 1 Kilogrannn (2 Pfurrd) (Sem. Brot bet: Georg Dern 1 ., Gr.-Liitdeii 23 «, Hch. Weber, Heuchelheim 23 , W. Weitzel, Laiig-lSöns. . 23 , L. Stemmüller, Gr.-Linden 23 , W.StciiNltüUer Wiv^ Lang- W. Lern, Klein-Linden . .25, Göits.......24 , Heinr. Binz, Allendorf/Lahn 24 , 2 Kilogramm (4 Psu>»d) (Sem. Brot bei: Georg Tern II., Gr.-Lindeit 46 v, Göns ....... 46 „ Louis Sübmulh, Steinberg 46 , W. Steinntüller Wiv., Laitg- W. Weitzel, Lang-Göns. . 46 , L. SteinmtlUer, Gr.-Linden 46 „ Hemr. Weber, Heuchelheim 46 „ Karl Spanier, Reist,rcher» 46 „ Gust. Iacobh, Allen-Bujeck 46 „ Jakob Appel, Kroidorf . . 50 , Karl Post, Wieseck . . . 46 , W. Lein, Klein-Linden . . 50 „ Karl Traunnann, Wieseck 44 , Heinr. Binz, Allendorf/Lahn 48 0 2'i, Kilograinm (5 Pfund) (Sem. Brot bei: Louis Süßnnltt), Steinberg 5b 3 Kilogramm (6 Pfund) Gern. Brot bei: W. Fabel, Wieseck . . . 69 Gust. Jacob»), Allen-Buseck 69 „ Karl Post, Wieseck . . . 69 , Karl Trautmann, Wieseck 66 „ 1 Kilogrannn (2 Pfund) Kornbrol bei: F. Weib, Grüniiigen . . 23 Jalob Appel, Krofdorf . . 23 g) Heinr. Butz, Alteudors/Lahn 22 , 2 Kilogrannn (4 Pfund) Kornbrot bei: W. Schimmel, Kinzenb. At. 46 «s #. Weitz, Grüinngen . .46^ Jakob Appel, Kroidor» . . 46 , Karl Spanier, Reiskirchen 44 , Heinr. Bmz, AUendorf/Lahn 44 , W. Lei»,, Klent-Li»tden . . 46 v 21/, Kilograinm (5 P'und) Kornbrot bei: Hch. Weber, Heuchelhenn 58 „ Der Brotverkäufer: Dieselben Preise luie bei den hiesige»» Bäckern. Dietzen, den 27. Januar 1906. Grotzherzogliches Polizeiamt Gießen. I. B.: Roll). Holz-, Metall- und Transport- Särge, Totenkleider und-Decken in grosser Auswahl. 1644 6g. Schmitt, Kaplansgasse27 Holzverfteigeruttg in den Waldungen der Gemeinde -Ubach. Donnerstag, den 1. und Freitag, den 2 Febr., vormittags um 10 Uhr anfangend, werden in den Distrikten Noderde und Kreuzholz versteigert: A. Bauholz. 3 Kiefernftämme von 18 bis 22 Ztm. Durchm., 12 bis 18 Mt. Länge, 153 Fm. haltend 320 Fichtenstämme von 13 bis 40 Ztm. Durchm., 7 bis 23 9Jlt. Länge, 144,53 Fm. haltend 2 Eichenslämme, Länge 0,43 Fm halteiid 110 Fichreuderbstangeil von 8 bis 12 Ztm. Durchm., 8 bis 15 9J1L Länge, 9,40 Fm. haltend. B. ’-4? renn. olj. 150 Nm. Buchen-Scheitholz 4 „ Ficht, n- w ICO „ Buchen-Knüppelholz 4 „ Birken- „ 16 „ Eichen- „ 4 w Fichten- „ 2900 Wellen Buchen-Reisig 150 „ Eichen- „ 1400 „ Fichten- „ 80 Rm. Buchen-Stöcke 4 „ Eichen- „ 50 , Fichten- „ Die Zusamuienkuuft ist am ersten Tage im Distrikt Roderde am Eingang des Waldes. Am zweiten Tage in der Stangenheege am Schlagweg und zwar kommt am ersten Tage das Bau- und Nutzholz, am zweiten Tage das Brennholz zur Versteigerung. Alb ach, den 26. Januar 1906. 657 Großherzogliche Bürgermeisterei Alb ach __Balser.______________ EU 28 MU O BH ß BI K* ff*1 Bl QuaMäl, 1 Dtzd. ib P^g., KJameiBUSiiHlUeia 5 Dtzd. 3 WW' Ä4i Mao aehle aal den Namen Maggi WWW Bouillon- Niederlage beb Emil Fischbach Giessen KAFFEE EM UfeA ’-.-K WZ* 3n bi lerne Gtfii Tür einh N ütoifchm Tiefe er1 dem an worden, frage. < der Unt bargen! das gui weitere Tei Beschlüs Waffe sprach 9 änderur bezeichn des Wc Turchsn genüget aber eii irngen, ausfchlic dem ifa stimmun bis 5000 Wie die Unim beanfvrne Fanatism inB un bliebt W „och bis t Mw Herr $ 11118 il (L Erbpr die Unive' Merregi Bravour edilad)tc serino w Latcrs 1 in die weltbekannt und beliebteste 'Tlarfe, per £iler ,*2.—, hochlem. Whisky hatde Flasche M 1.20 und 1.50 beh Emil Fischbach, Kutscher-Verein Giessen GrOr IMfflW Ssnntag, den 4. Februar, im Gießener Festsaal Eas6 Leib Anfang 7 Uhr 61 Minuten, verbunden mit großartiger Maskenprämiierung. Die Prämiierung findet durch eine unparteiische Sommisfion statt, auch folgen noch verschiedene Grossartige üeberraschnngen der Neuzeit. tzircppcl - in bekannter Güte, täglich frisch P. Pleitier, Neustadt 24. Karneval-GeselllHaft Gieren. Sonntag den 28. Januar: Zweite Tmeii- nnti SttttH-LitzüW auf LoutzS Bicrkeller verbünd, mit Konzert u. närrischem Tanzvergnügen wozu emladet 0550 Das narrische Ministerium. Winterschuhe W^znm Einkaufspreis M Sonntag, den 28. Januar 1908 Grosses Konzert aoageführt von der Kapelle des Inf.-Reg. Kaiser Wilhelm (2. Grossh. Hess.) str. 116 unter Leitung des e’7/1 Grossh. Musikdirektors Herrn C. Kransse. Anfang 4 Flir._______________Eintritt 40 Pfg. Kartoffeln prima Magnum bonum und SalalkarLoffeln (^täuschen) empfiehlt zu den billigsten Tages- Ä'" H. Tressler, Tel. 58L Weserstratze 8. Gr. Univ.-Neutamt Weimer. (B’7/» Eintritt frei. 3« Villingen wird heute am Für die inaktiven Mitglieder I 26. garnier 1906, nachmittags werden Plätze auf den Empor- 2 Uhr das Konkursverfahren bühnen und am Altar reserviert, eröffnet, da er seine Zahlungs- Per Eingang Turm bt nur un{iW feit und feine am 24. für Mitwirkende und die mit Karten I _ 1 1 ___ versehenen Mitglieder geöffnet I Januarl9O6 erfolgteJahlungs- Kindem kann der Zutritt nur einstellung dargetan hat. in Begleitung von erwachsenen Der RechtSanwalt vr. Spohr Angenörigen gestattet werden GikßkN wird zum Konkurs- Texte ä 20 Pfgr an den Kirch-1 0 türen zu haben. I Verwalter ernannt. Zur Deckung der Kosten werden Konkursforderungen find bi§ freiwillige Gaben in die Büchsen I ^um i. Würz 1906 bei dem OTbefel-------------------1^21 Gericht anzumelden. Ooggnao in ganzen und halben Flaschen erhalten Sie garantiert reut zu jeder Preislags in der Germania-Drogerie Carl Seibel Frankfurter Str. 1633 MWkmlei teile ich brieflich gerne unb unentgeltlich mit. was mich von qualvollen Magenbelchwerbcn unb Magenkrämpfen befreit hat. Fran L. Woev, Quer- ftraffe v*GöpPmgea, Wurtt. hvöA Grubenholz. 8. Berghausen: 20 Fm. Eichen-, Wagner- und Grubenholz. 4. vreitcubach: 30 Fm. Kiefern-Grubenholz. 5. Dreisbach: 12 Fm. Eichen- und 32 Fm. Kiefern- empfehle ich mich augelcgentlichft. können im Lause des Monats Stmkgarne (leite Quliliknl Pg c“;^ °a°“ J p I Allen Personen, welche eine ötÖflt I zur Konkursmasse gehörige AuLmnKl I Sache in Besitz haben oder XlUylVUtJl zur Konkursmasse etwas schul- m I big sind, wird aufgegeben, Rasier- nichts an den Gemcinschuldner' Apparaten I zu verabfolgen oder zu leisten, verschied. Systeme, auch die Verpflichtung aufrote Rapide, Non I erlegt, von dem Besitze der pluZ altra, Piccolo, Zache und von den Jordcr- unz-n, für welche sie aus der Rasiermesser Ailas Sache abgesonderte Bcfrtedtg- u. Figaro empfiehlt ung in Anspruch nehmen, dem Milet Garantie Konkursverwalter bis zum Ad. Reinig, 1. März 1906 Anzeige zu Stahlwarengefchlft, machen. B27/i vletzen, Setlersweg au. I GroßherzoglicheS Amtsgericht Theater - Verein 6. Vorstellung: Montag, den 29. Januar unter Schauspiel in 4 Akten von Sudermann. Gast: Albert Bassermsnn vom Lessing-Theater in Berlin. Anfang 8 Ohr ganz pünktlich. Ende gegen 10'/. Uhr. Eintrittekarten zu Mk. 5.—, 4.—, 3.— (Mitglieder Mk. 4.50, •3.50, 2.50) und zu Mk. 2.— (für Studierende) bei Herrn Challier und an der Abendkasse. r j Die Vorstellung beginnt mit Rücksicht auf Herrn jyg^- Bassermann, der gleich nach Schluss wieder abreisen muss, punkt 8 Uhr. Das Publikum wird deshalb ge- beten, schon vor 8 41 hr die Platze einzunehmen. . ,n8 .f. im Vorverkauf Herrenkarte 1 Mk., an der Kasse 1.20 Mk., Danien- Eiklll lSUtire karten 50 Pfg., an der Kasse 60 Pfg., Geheimkarten biS zur DemaL- ß0 La Gallene 20 Pfg. sowie noch sonstige Ueberraschungen, welche der Neuzeit entsprechen, stehen zur Verfügung. 0 Vorverkaufsstellen bei Herrn Friseur Tichy, Selterbweg, Wahl, Neustadt, Muhl, Eitttrittspreise: im Vorverkauf Herrenkarten 1 Mk., an der Kasse 1.20 Mk., Bahnhofstraße, Kuhl, Walltorstraße, Aff, Neuenbäue, Insel, Asterweg, Zutt, Ludwigstraße, Damenkarten 50 Pfg., an der Kaffe 60 Pfg.; Geheimkarten bis zur Demaskierung 60 Pfg. Kaufmann Ockel, Neustadl, . Vorvcrkaufsstellen bei den Herren Kaufmann Teipel, Marktplatz; Salomon, Geheimkarten nur bei Herrn A. Salomon, Mausburg 10. MäuSbura 10* Ockel, Neustadt; Friseur Aff, Neuen Bäue, Kuhl, Walltorstraße; Tichy, w __________________________________________Der Vorstand._____' t*•/, Geheimkarten nur bei Herrn Strauß, Zigarrengeschäft, MLuSburg. Mitglieder bei Vorzeigung ihrer Mitgliedskarte freien Eintritt. Es ladet ein Der Vorstand. Sonntag, den 28. Januar d. J., 8 Uhr abends im Hotel Einhorn ZittamnsikAtad Karlen für Nichtmitglioder in der Musikalienhandlung des Herrn Challier 40 Pfg., an der Kasse 50 Pfg. — Mitglieder und Abonnenten Honknrsversahren. 9. Psalm 100 f. gemischten Chor I lieber das Vermögen des a capella u. Soli. F. Mendelssohn. Holzhändlers Heinrich Döll V E3 £r5ter grosser O j4asken^^all Sonntag, den 28. Januar Anfang abends 7 Uhr, 59 Minuten, ’/< Sekunden in der Turnhalle am Oswaldegarten. Karussell, Sektlmden, Bayrische Bieryalle Grubenholz. 6. Chriugöhaufen: 38 Fm. Kiefern-Grubenholz. 7. Katzcnfurt: 100 Fm. Kiefern-Bauholz. 8. Köljchhauscn: 50 Fm. Eichen - Grubenholz und 70 Fm. Kiefern-, Bau- und Grubenholz. bearbeitet von P Stöbe. I 9. Niederlemp: 38 Fm. Kiefern-, Bau- und Grubenholz. 5* tI6^UCh!rhai^?UaSUnleat’ Schriftliche Angebote ersuche ich bis zum 10. Februar gem Mkh. Aite?LbQ?g, 1651 ds. Js. hierhin zu richten. n Ehringshausen, den 26. Januar 1906. 1 LrerS Wetzlar. B"/1 Bürgermeisteramt. Bäume und Sträucher aus rauher fiage. 130 ItI’ö Katalog kostenlos. * 8 J. Koschwanes, Miltenberg a. M. Vertreter <ür Gießen u.Umgebung. Carl Pröscber, fljcKea^cdbeimsr Str.22 billigsten Preisen bei [599 Emil Fischbach. Fichtennedei- Bru&tbonbons von E. Walther, Halle a. 8. haben fiel) seit 15 Jahren bei SOn nni) Scffeckit glänzend bewährt. hv8/,0 riu haben ä 30 und 50 Pfg. bei