Zweites Blatt 15G» Jahrgang Nr. 22 9 Eriche MI SgllH mit Ausnahme bei SowUagL. General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sietzen. zu bet Vorlage. 'fr. Vg.) Pflichtet der oflaem-eimm Anerkennung Entwurfes durchaus bei. Anemyfehlen möchte und Zwei-Markstücken mit dem silbernen -! Die ^Siebener $ami!lenbI8tter* werden dem ^Anzeiger ntermal wöchentlich beiqeleqL Der ianOaUF* erfcheuu nuxnaüid) einmal Redaktion, Expedition o. Druckerei P'fiufftt-t. Del SU ÖL SxicQr^iWui «Siefeau Rutztand in Nöten. In den baltischen Provinzen räumt daS Militär unter den Revolutionären stark auf, wobei auch viel lieber* griffe vorkommen, die jedoch vom Generalgouoerneur Sfollo- gub scharf gerügt werben." Einzelne Offiziere ließen Gefangene ohne eingehendes Verhör erschießen. Ganz Kurland mit Ausnahme von Conbangen ist den Händen der Revolutionäre entrissen. Dagegen herrschen auf der Insel Oescl noch wüste Zuslände, 200 Mann Soldaten find auf dem Eisbrecher ,3ean(i(" hier eingetroffen. Tie Revolutionäre sollen über 1000 Gewehre neuester Konstruktion, die a u 8 England importiert wurden (I), verfügen. Freitag 29. Januar 1906 Roiationsdrukk und Verlag der Vrü hl 'leben öV UnwerfltätSbrucferel 81 Lange. G'eßm. Aus sradt und Land. Gießen, 26. Januar 1906. — Kaisers Geburtstag begeht unsere Garnison in der hergebrachten Weise. Heute abend findet Zapfenstreich statt, morgen früh großes Wecken. Sodann findet in der Stadlkirche Festgottesdienst statt und um IP/g Ufa Parade auf Oswalds Garten. Am Abend begehen die einzelnen Kompanien den Geburtstag des Allerhöchsten Herrn in der üblichen Weise durch Aufführungen, Tanz usw. ♦ * Zur Feier der silbernen Hochzeit des Kaiserpaares werden auf Wunsch des Kaisers je eine Serie von AarLamentarisches. Bertin, 24. Jan. Die Steuerkommission des Reichstages beriet heute zunächst den § 1 be5 Braust euergesetzeö, nach welchem die Anwendung von Surrogaten verboten wird, ausgenommen für'die Bereitung von nachweislich zur Ausfuhr bestimmtem Bier und für besondere Biere, für letztere, um die Herstellung sogenannter Speziali- taten, z. B. Gose zu ermöglichen. Bon Speck (Ztr.) liegt ein Antrag vor, im Absatz 1 anstatt: .Auch Verwendung von anderem Malz und von technisch reinem Zucker aller Art (Stärke-, Trauben- usw. Zucker) ist bei obergärigem Bier zulässig" zu setzen: „von technisch reinem Rohr-, Rüben- oder Invertzucker, sowie von Stärkezucker und aus Zucker her- gestellten Färbemitteln". Zu § la, der bestimmt, daß die Brausteuer von dem zur Bierbereitung verwendeten Malz und Zucker erhoben und daß unter Malz alles künstlich zum Keimen gebrachte Getreide verstanden werbe, beantragt Speck den Zusatz: Als Zucker im Sinne dieses Gesetzes sind die in 1, Absatz 1 bezeichneten Stoffe zu betrachten. Dieser Zusatz wird angenommen, ebenso die §§ 1 b, 3, 3 a. Es folgt die Beratung über den Antrag Speck, als 5a einzufügen: Bei der Einfuhr von Bier aus anderen deutschen Bundesstaaten im Geltungsbereiche des gegenwärtigen Gesetzes wird nach den näheren Bestimmungen des Bundesrates eine UebergangS^ abgabe erhoben, welche den Betrag von 2 Mark für einen Hektoliter nicht überschreiten darf. Nach langer Debatte wirb der Antrag mit den Stimmen des Zentrums, der Konservativen, des Freisinns und der Sozialbemokraten angenommen. Der Rest des Artikels 1 wirb dann angenommen mit dem 2(ntragc Böckelmann, nach welchem der Nachlaß der Biersteuer auch bann eintritt, wenn ber Su verdorben ist. Bei Artikel 2, nach welchem ber Zoll für Bier und Malzextrakte in dünnflüssigem Zustande von 6 auf 8 Mark erhöht werden soll, spricht sich Speck gegen diese Erhöhung aus. Ministerialdirektor Kühn gibt zu, daß, wenn man die Brausteuer nach dem Antrag Speck heruntcrsetze, man auch den Zoll ermäßigen muffe. — Die Wahlprufungskommifsion des Reichstags beriet über bie Wahl des Abg. Will berg er (fraktionslos), im Wahlkreise Hagenau-Weißenburg. Gegenstand des Wahlprotestes sind angebliche unberechtigte Wahlbeeinflussungen durch katholische Geistliche von der Kanzel und im Beichtstühle. Nach längerer Erörterung wurde die Entscheidung wegen der prinzipiellen Wichtigkeit der Angelegenheit auf eine andere vollbesetzt Sitzung vertagt. Die Wahlen der Abgg. Eickhoff (freif. Volkep.) im Wahlkreise Dtühlhauspn-Langensalza.W^ißcnsee und Hagemann (natl.) im Wahlkreise Eifurt-Schleusingen- Ziegenrück wurden beanstandet, die Wahl des Abg. Frhr. v. Hodenberg (Hospitant des Zentrums) im Wahlkreise Gifhorn-Pcine-Burgdorf-CeNe wurde für giltig erklärt. __ In der Sitzung der B u d g e t k o m in iss io n des Reichstages gab beute ber Abg. Erzberger im Laufe der Verhandlungen betr. die Reichsgarantie für die Duala-Eifen- babn nach den Manengubabergen Kenntnis von einem Schreiben des H e r z o g s E r n st G ü n t b e r von Schleswig- H ol stein, ber nach einer Rede des Abg. Nackel nn Plenum Wert daraus legt, der Kommission mitzuteilen, daß das von Rackel gekennzeichnete unfaire kaufmännische Ge- b ähren auf ihn nicht zutrefse. Er habe 40 000 Mark un- garantierle Aktien gezeichnet. DaS Verausgabte betrachte er Fonds perdu. Er habe auch auf den Anteil an ber Provision von 300 000 Mark verzichtet. Dies habe auch Fürst von Hohenlohe getan. iBrfanntimutning. AuS Anlaß des Geburtstages Sr. Majestät deS Kaisers fZllt der Amtstag am 27. Januar lf. Js. bei der unterzeichneten Behörde aus. Gießen, den 26. Januar 1906. Großh. Steuer-Kommissariat Gießen. D r. Metzler. Deutscher Keichs tag. 28. Sitzung vom 25. Januar. Ein schleuniger Antrag wegen einstweiliger Einstellung eines gegen den Abg. S e g i en schwebenden Privatklage- Bersahrens wird debattelvs genehmigt. Es folgt die dritte Lesung des Gesetzentwurfes betreffend die Statistik deS Warenverkehrs mit dem A u s l a n d e. Nach unwesentlicher Debatte erfolgt die definitive Annahme; ebenfalls in dritter Lesung wird debattelos der Gesetzentwurf betreffend die Wertbestimmung der Einfuhrfcheine im Zollverkehr definitiv genehmigt. Dann wird die erste Beratung des Entwurfes einer Mastund Gewichtsordnung fortgesetzt. Abg. V a r w i n k e l (nl.) begrüßt die Vorlage im Allgemeinen, mißbilligt aber die Verstaatlichung ber Aichämter. Einer solchen bebürfe es nicht. Insoweit sich etwa bei den kommunale,: Aick- 5mtem Mißstände ergeben hätten, sei deren Beseitigung sehr ivohl möglich durch eine schärfere Kontrolle. Redner bemängelt weiter, daß nach dem, § 6, der auch alle zum Messen im Verkehr dienenden Wagen die Aichpslicht vorschreibt, auch die Förderwagen in Bergbaubetrieben aichpflichtig sein werden. Endlich plädiert Redner noch für die Zulassung von Viertelpfund-Gewichten. . Abg. Mertens (fr. Vp.) vermißt nähere Bestimmungen über die Revision der Maste an Wagen und Gewichten in den Apotheken und erklärt ferner, daß in der Vorlage doch noch ein Stückchen Reservatrecht für Bayern aufrecht erhalten werde. In der Verstaatlichung der Aichämter erblickt Redner einen abermaligen Eingriff in die Selbstverwaltung der Kommunen. Fair einzelne Gemeinden bedeute die Verstaatlichung der Aichämter geradezu eine schwere finanzielle Schädigung. Zum Mindesten also müßten die Gemeinden für den Vertust ihrer AichungS-Ueber- schüsfe entschädigt werden. Aba. V a ch n i ck e (fr. Vg.) erklärt sich namens seiner Freunde im Wesentlichen mit der Vorlage einverstanden, so auch im Besonderen mit der Verstaatlichung des Aichwesens. Im Interesse der Brauereien liege es aueli, die Einviertel-Hektoliter-Fässer ^ur Aichung zuzulassen. Die Brauereien könnten diese Gebinde nicht entbehren. Notwendig sei auch, daß die Nebenstrasen in einem richtigen Verhältnis zu den Hauptstrafen ständen. Wenn die kleinen Mängel der Vorlage beseitigt werden, so könne man nur üvünschen, daß dieses Gesetz möglichst bald zu Ende komme. Abg. Osel (Ztr.) wendet sich gegen die Fassung des § 16. 'Das bäuerische Reservatrecht bitte er ungeschoren zu lassen. Auch ibie^örbernwgen im Bergbaubetriebe müßten geaicht werden, min- i be|icn§ bevor sie überhaupt in Betrieb genommen werden. Abg. Raab (Antis.) stimmt der Vorlage zu und verteidigt rttnti besonders die Verstaatlichung der Aichämter. Staats!ekretär Gras Posa dows kh legt nochmals dar, die Aachaichimg bedinge große finanzielle Lasten für die Staaten. lleberdies solle Grundsatz fein, daß durch die Gebühren nur die Selbstkosten gedeckt werben. Daß etwa die Gebühren für jede Gemeinde besonders normiert würden, gelte nicht an. Abg. Stolle (Soz.) wendet sich nochmals gegen die bundes- rätliche Vollmacht, Ausnahmen von der Aichpslicht zuzulasscn und gegen das in den Motiven angekündigte Vorhaben des Bundesr'lS, von dieser Vollmacht Gebrauch zu machen, in Bezug aus Förderwaaen im Dergban und auf gewisse Maßwerkzeuge im Textilbetrieb. _ . Abg. Hug (Ztr.) tvünscht tunlichste Rücksichtnahme auf die Gemeinden in Süddeutschlaud, namentlich Baden, wlche eigene Aichämter heben und für sie geschulte Kräfte angestellt haben. , Abg. Hoffmeister (frf. Vg.) hält die Gemeinden für die geeigneten Träger dieses Verwaltungsgebietes und bekämpft daher die Verstaatlichung der Aichämter als Eingriff in die Selbstverwaltung. Abg. Dasbach (Ztr.) ist ebenfalls gegen die Verstaatlichung und erhebt Einspruch namentlich dagegen, daß eine den Einzel staaten anheimgegebene weitere Zulassung eines kommunalen^Aich- amtes jederzeit soll widernden werden können. Fördergcfäße im Bergbau müßten geaicht und nachgeaicht werden. Öiernuf geht die Vorlage an eine besondere K o m m i s s i o n. Es folgt die erste Lesung der Vorlage betreffend das Urheberrecht o in Werken der bildenden Kun st und Photographieen. Abg. Dahlem (Ztr.) ist von der Vorlage befriedigt und erhebt nur einzelne untergeordnete Einlvendungen. Daß der Bildnis-Schutz versagen soll gegenüber amtlichen Zwecken sei zu allgemein ausgedrtlckt. Abg. Dietz (Sozll bedauert, daß über das Verlagsrecht cn den Werken der bildenden Kunst noch keine Regelung erzielt sei und befürwortet eine Reihe von Bestimmungen. Abg. Lukas (nl.) bemängelt an dem § 22, daß er das Recht am eigenen Bilde zur Regel und die öffentliche Verbreitung und Schaustellung des Bildes zur Ausnahme mache. Gerade umgekehrt müßte eS fein. Dringend geboten sei auch ein Verlagsrecht Abg. Henning (kons.) äußert sich im allgemeinen zustimmend Doppelbildnis deS Kaiserpaares und den Jahreszahlen 1881 und 1906 geprägt. • * Dr. rned. Demeter Ritter von Tabora, erster Assistent ber medizinischen Universitätsklinik, hat sich hier als Prioatdozent für innere Medizin habilitiert. Das Thema seiner Antrittsvorlesung lautete: »Die Lebensweise der Herzkranken." ** In der Gesellschaft für Erd- und Lände r- künde sprach am Donnerstag abend vor sehr zahlreicher 'uhörerschaft Hofrat E. v. Hesse-Wartegg über die Entwicklung des amerikanischen Wcstens. Er erzählte in seinen is/iftünbigen Ausführungen zunächst einiges aus der geschichtlichen Entwicklung der Vereinigicn Staaten und plauderte dann über die industrielle Entwicklung derselben, wobei er in seinen von dichterischer Freiheit getragenen Ausführungen sich als begeisterter Anhänger des Glaubens an die wirtschaftliche lleberlegenhcit Amerikas zu erkennen gab. Einfließcn ließ er mehr plumpe als geistreiche Sck)meicheleien an die Zuhörerschaft und einioe gute, aber noch Diel mehr schlechte Witze. Seine Lichtbilder stellten zumeist satlsam bekannte Wolkenkratzer dar. Ein Zuhörer schreibt uns heute sehr richtig: Ter gestrige Vortrag des Herrn von Hesse-Wartegg stand p unter dem Niveau der sonst gewohnten gediegenen Lcistungen in der Gesellschaft für Eu> und Völker- laude, daß der Wunsch berechtigt erscheint, den Herrn nicht wieder zu hören, auch wenn er sich wieder anbietet. * • Phono la-Konzert. Am nächsten Sonntag, nachmittags 5‘/4 Uhr präzis, veranstaltet die Firma Wilhelm Rudolph, Pianofortehandlung, in dein Saale des Gesellschafts- oereinS ein Klavier-Konzert, in welchem die Vorträge oct* Zur Gründung eines nationalliberalen Iugcndvereinö in Darmstadt hatte sich am Donnerstag abend eine Anzahl von Vertretern aus allen Berufsständen zusammengefunden. Oberlehrer Tr. Neßling legte — so wird uns aus Darmstadt geschrieben — als provisorischer Vorsitzender der Versammlung die Gründe dar, welche nach Ansicht der Einberufer auch für Darmstadt die Bildung eines solchen Vereins als wünschenswert und notwendig erscheinen ließen. In allen Parteien trete die Jugend immer mehr hervor, da dürfe auch hier die nationalliberale Jugend nicht zurücksteheu. Sie sei berufen, der Partei frisches Blut zuzuführen und die Bestrebungen der erprobten Führer durch 'Ausbreitung des nationalen Gedankens zu unterstützen. Er bitte die Versammelten, die Frage der Gründung eines solchen Vereins einer gründlichen Erwägung zu uuterzieheti. Rechtsanwalt Tr. Osann H. begrüßte bie Versammlung namens des nationalliberalen Vereins und sprach seine herzliche Freude über die beabsichtigte neue Vereinsgründung aus. Nicht der jüngste Ara>ell des Herrn Psarrer Naumann hierfelbst habe die Anregung hierzu gegeben, sondern der Gedanke habe schon lange Zeit bie nat.-lib. Kreise beschäftigt. Sehr zu bedauern sei, daß sich gerade die akademisch gebildete Jugend und die jüngeren Deamtenkreise bisher so zurückhaltend zeigten. So gut sich in Bayern, Baden und anderwärts jene Kreise an den Zeutrumsbestrebungen beteiligten, sollten dieselben auch bei uns in der richtigen Weise ihren Einfluß auf das öffentliche Leben auszuüben sich beftreben. Ter alte Verein der Nationalliberalen werde dem zu gründenden Jugendverein stets die eifrigste Unterstützung zuteil werden taffen. Herr v. Lafant aus Frankfurt hieß die geplante Begründung be5 Jugendvereins namens deS Reichsverbandes ber jungliberalen Vereine freudigst willkommen, gab einen kurzen UeberbHcf über bie schnelle Entwicklung dieser Vereine, bie außer den Verbänden in Stavern und Baden schon über 15 000 Mitglieder zählten und als Grundsätze ein zielbewußtes Streben nach Verbreitung der nationalen Gesinnung, Pflege des liberalen Gedankens und Milderung resp Ueberbrückung der sozialen Gegensätze ausgestellt hätten. Er hosft, daß die jungliberale Bewegung auch in Darmstadt und überhaupt in Hessen ebeujo erfolgreich sich ausbreiten werde, wie anderwärts in Deutschland. Im Laufe einer längeren animierten Debatte 'betonte Finanzamtmann Bangel, in anderen Parteien 'betrachte man Die Beteiligung der Jugend als etwas Selbst- 'verständliches, wahrend man der nationalliberalen Jugend iVorwürfe machen wolle, wenn sie das Gleiche tue. Heute ■gelte es, daß jeder seinen Mann stelle, und deshalb begrüße er freudig die heute angeregte Vereinsbildung. Eisenbahnsekretär Bauer meint, daß nicht nur die akademisch gebildete Jugend, sondern die jüngeren Vertreter aller Bc- lufskreise sich dem neuen Verein anschließen sollten. Zum Scl)lnß der Versammlung erklärten sich sämtliche Anwesende mit der Gründung des Vereins einverstanden und traten demselben sofort als Mitglieder bei. Tann wurde ein Ausschuß von sechs Herren gewählt, der bie weiteren Schritte veranlassen soll. Herr L a n g h a n s-Franksurt gab dann noch ein Bild von der Tätigkeit des Frankfurter Jugend- oereins und Herr v. Lasant beglückwünschte den neuen Verein namens des Reichsverbai.oes, aus den die Ver- sammlung ein dreifaches §>och ausbrachte. dlbg. Dove (fr. Vg.) pflichtet bet allgemeinen Anerkennung der Vorzüge des Entwurfes durchaus bei. Anenryfehlcm möchte er der Regierung einen erhöhten Schutz der Person. Auch solle sie einfchreiten gegen daS Verbreiten von Familienskandalen in dir Prefie und gegen teis A-.sschreien solcher Sensationen auf der Straße lediglich zu Reklamezwecken. (Ruse: Sein richtig.) Hierauf gebt die Vorlage an eine Kommission. Morgen: Genx-rbev ovelle. Ausland. Paris, 25. Jcnr Fürst Radolin begab sich gestern m Leopold d e Lisle, dem srüHeren Direktor c>er National-Viblio- thck, um ihm mitzuteilen, daß der deutsche Kaiser ihm bat Orden Pour le M 6 rite verliehen habe. Wien, 25. Jan. Ministerpräsident Stojanowitsch kündigt an, daß das serb. Kabinett die Grenzsperre alS Gewalt- oft anfthen und den bis zum 1. Mär; laufenden Handelsvertrag a!s null und nichtig d-trachten würde. In biefrm Falle würde die Monorchie nach erfolglosem Protest die diplomatische«! Beziehungen abbrechen uno den hiesigen Gesandten Dr. Vuic zur Abreise veranlassen. Tokio, 25. Jon. Der Finanzminister Sekatam machte heute Int -Ibgrvr dm l en Hous e den Vorschlag, die KriegSsteuer« im Betrage von 160 Mill. Ven in dauernde Stenern urnzurvcmdeln imb einen >L>chuldenkonfolidierungSB sonds zu schosfen, zu dessen Dienst außer den bisher zu diesem Zwecke angewiesenen 06 Millionen jälyrlid) 110 Millionen bereit» zustellen wären. Beide Maßnahmen begegneten im Haufe starkem Wtderfvruch. Der Ministerpräsident Saienyi hat beiden Häusern gegenüber auf die dringende Notwendigkeit hingewicsen, die Lräste alter Parteien doranzusetzcn, um den Schwierigkeiten der Lage, die der Krieg und die damit verbundenen großen Ausgaben? geschaffen baden, zu begegnen. Dcutsch-Südweftafrita. Wie neulich gemeldet mürbe, hatte Cornelius im Tiras- gebirge sich dem Angriff deS LcuNiants von Erailsheim , zu entziehen gewußt und am 13. Januar den Viehpostcn bet Unruh itördlich von Bethanien überfallen. Die 5. Kornpagnte be5 Feldregirnentes 2 unter Cbcrl1 i'fnnnt von Wittenburg nahm chm> damals den größten Teil des Viehs wieder ab. Die Abteilung Crailsheims und Teile der 4. Kvmpagnie des Fcldregimentes 2 unter Leutnant Frhrn. v. Stein schlaffen sich unterwegs an. Am 19. Januar gelang es, den Geyner in den TiraSbergen zum Kämpfe zu stellen. Nach breillünhigem Gefecht wurde Cornelius in die Flucht geschlagen. Er ließ 12 Tote, Hottentotten und Hereros, darunter einen Hererokapitän auf bette Platze. Eine Anzahl Gewehre, Reittiere und Großvieh wurde erbeutet. A u f deutscher Seite sind drei Mann gefallen und drei schwer verwundet worden. , Der geschlagene Gegner floh nordwestlich und wurde durch die 5. Kompagnie des Feldregiments 2 bis Kvrais vorfolgt. Oberst Dame meldet außerdem, daß auf der Etappenstrage Windhuk-Klib die Milzbrands per re, auf dem Baiwege die Rinderpestspe r r e aufgehoben 1 darben ist. Die Sanierung der Verhältnisse durste in erster Linie dadurch herbcigesührt fcin,_ daß ein großer Teil des kre.nlheitsverdächtigen Zugviehes getötet worden ist. Es ist zu hoffen, daß nach Ergänzung des nutt verbliebenen Bestandes an Zugtieren eine Erleichterung im Verpflegungsnachschub eintritt. Immerhin Darf die Möglichkeit nicht aus bett Augen gelaffen werben, daß trotz aller Vorsichtsmaßregeln bie Seuche erneut zum Ausbruche kommen kann. Oberst v. Deimling ließ soeben eine kleine Schrift ei> scheinen: „Südroestafriko, Land und Leute, Unsere Kämpfe, Wert der Kolonie." Preis 50 Psg. Verlag von R. Eisenschmidt, Berlin NW. 7. Es ist ein Vortrag, in dem er die Tapferkeit und Ausdauer unserer Truppen ins hellste Licht stellt und den Wert unserer südwestafrikanischen Befitzung aufs Deutlichste nachgv- wiesen hat. mittelst des Kunst-KlavierfpiekavparateS durch den ausgezeichneten gangen zu sein, die man Dienstag dieser Woche au§ der Lahn zog. Darmstadt, 25. Jan. Tie Stadtverordneten bewilligten für die notleidenden Deutschen in Rußland 500 Mk. — Heute abend kurz nach V 7 Uhr fuhr der von Darmstadt um 61/» Uhr abgclasscne Personen- zug 556 der Strecke Darmstadt-Worms auf dem sogen. Gräsenhäuser Ucbergang in ein mit zwei Offizieren besetztes Großh. Marsta llsu hrwerk. Die beiden Pferde des Fuhrwerks wurden von der Maschine erfaßt und auf der Stelle getötet. Das Fuhrwerk ging teilweise in Trümmer. Die beiden Offiziere konnten sich nur mit Mühe in Sicherheit bringen. Das Unglück ist durch Offcnstehcn der Barriere entstanden. (Frkf. Zig.) sd. Darm stadt, 25. Jan. In der gestrigen Sitzung deS Finanzausschusses trat LandcSökonomierat Müllci sehr lebhaft für die Beibehaltung der Unterstützung der Molkereischule in Lauterbach ein. Da die Schule seitens hessischer Schüler nur einen geringen Besuch aufweist und ausgebildete Schüler in hessischen Molkereien wenig 93er- wendung finden, sprach sich der Ausschuß für Streichung des betr. Betrage? aus. Bezüglich der Streichung von 50 000 Mark als Zuschüße zur Herstellung von Wasserleitungsanlagen an bedürftige Gemeinden kam man zu dem Entschluß, daß den Gemeinden, die durch frühere Zusagen sich zum Bau entschloßen hatten, ein Zuschuß gewährt werden soll. Zu diesem Zwecke sollen in diesem Jahre etwa 15-bis 20 000 Mk. nochmals eingestellt werden. Heute erledigte der Ausschuß den Justizetat ohne nennenswerte Anstände. Am Freitag wird mit der Beratung der Pos. Finanzministerium begonnen. Worms, 25. Jan. Tie Stadtverordnetenversammlung beschloß in ihrer heutigen Sitzung, zur Erbauung der elektrischen Straßenbahn einen Kredit von 756200 Mark — davon entfallen 569 000 Mk. auf den Kostenvoranschlag der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft in Berlin und 187 200 Mk. auf die Errichtung des Depots, die Wiederherstellung der Straßenoberfläche usw. — zur Verfügung zu stellen und genehmigte die mit der Allg. Elektri-itäts- gesellschaft vereinbarten Verträge. Tabei wurde der Wunsch ausgesprochen, die Allg. Elektrizitätsgesellschnft zu veranlassen, daß der Stahlwerksverband das Schienenmaterial der Fabrik Phönix in Auftrag geben möge. Vom Arbeitsbeginn an wird der Betrieb der Bahn in sechs Monaten erfolgen. (W. Z.) Gilserberg, 24. Jan. Gestern war daS Gericht aus Treysa und der Staatsanwalt aus Marburg im benachbarten Schönau, um dort Ermittelungen über die Todesursache der Ehefrau des TaglöhnerS Schneider an- zustellcn. Tie Eheleute S. sollen in Unfrieden gelebt und die Frau von ihrem Mann vor kurzem geschlagen worden sein. Ob der Tod der Frau damit im ursächlichen Zusammenhang steht, wird die Untersuchung ergeben. (R. H. Ldsz.) a. Marburg, 25. Jan. Die Vollversammlung der Landwirtschaftskammer stimmte dem Anträge des Vorstandes zu, zur Erweiterung der landwirtschaftlichen Versuchsstation hier eine dem Eisenbahnfiskus gehörige, an das Grundstück der Versuchsstation angrenzende Parzelle zum Preise von 7503 Mk. anznkausen. le. Eltville, 25. Jan. Hier wurde der Rechts- anwalt undNotarLossen verhaftet. Die Verhaftung soll mit dem Konkurs einer Eltviller Firma in Zusammenhang stehen, in dem Laßen Konkursverwalter ist. Dermi1d)tes. • Wegen anonymer Briefschreiberei im Hof» halt deS Kaisers schwebt gegenwärtig beim Landgericht Potsdam eine umfangreiche Untersuchung, Seit dem Jahre 1899 gingen beim Hofmarschallamt des Kaiser? fortgesetzt beleidigende anonyme Briefe ein, die sich mit Personen des kaiserl. Hoshaltes beschäftigten, ohne daß cS gelang, den Absender, resp. Schreiber dieser Briefe zu ermitteln. Jetzt glaubt man den Urheber der Schriftstücke in der Person eines seit langen Jahren im Hofdienst stehenden Schloßbeamten ermittelt zu haben. * Zu dem Untergange des Dampfers .Valencia^ (nicht.Veneta", wie gestern gemeldet wurde). Nach Telegrammen aus Viktoria ist die .Valencia* mit dem Rest der Ueberlebenden untergegangen. An Bord befanden sich 60 Leute von der Bemannung und 94 Passagiere. Nur 15 Personen sind, soweit bekannt, gerettet worden. Ein furchtbarer Sturm verhinderte alle Rettungsversuche anderer Dampfer. Sieben Boote und zwei Floße wurden von dem Wrack anS statt gemacht, doch sind nur zwei Boote an Land gekommen. In der Panik nach dem Scheitern wurden viele Frauen über Bord geworfen. Die Offiziere machten vergeblich von ihrem Revolver Gebrauch, um die Ordnung wieder herzustellen. — Der Damp^ v hatte am 20. d. Mts. San Franzisko aus dem Wege noch Puget-Sunt verlaßen. Nach den in Viktoria eingetroffenen Nachrichten wurden die Rettungsboote, nachdem sie heruntergelaßen waren, gegen die Schiffswand geschleudert und zertrümmert. Einige der Ueberlebenden, welche in Vancouver gelandet sind, erklärten, daß die meisten Rcttlingsboote nach dem Herunterlassen sofort Waßer aufnahmen und untergingen. — Ein weiteres Schiffs- nnglück meldet man aus Antwerpen: Ter deiltsche Dampfer ,93 orgem' stieß auf der Schelde mit dem Rheindampfer .Elfriede" zusammen, der 1400 To. Kohlen an Bord hatte. Die „El'riede" sank innerhalb 10 Minuten angesichts einer großen Volksmenge, welche da« Einlaufen eines transatlantischen Dampfers erwartete. Tie Besatzung konnte gerettet werden. * Ä'leineTageschronik. In Rbenchy im Kreise Kosten sPosen) brach Leimt Schlittschuhlaufen ein 11 fahriger Knabe ein. Ein siebenjähriger Bruder und die Mutter, die ihm zu Hilfe eilten, brachen gleichfalls ein. Alle drei Personen ertranken. — Auf der Bahnstrecke K'a t t o wi tz-R a t i- bor rissen sich zwischen Czernitz und Summin vier,Wagen eines Güterznges los. Bald kamen sie ins Nollen und stießen auf den vorauffahr'wden Zug auf. wobei eine Anzahl Wagen entgleisten Ein Bremser wurde getötet. — Ein schrecklicher Brand brach während der Nacht in der Kavallerie-Kaserne der englischen Militärstation Ericklewood aus, wo hauptsächlich Pserde für die K'waller'>'-Res''rve gehalten werden. Die Tiere,, wahnsinnig vor Angst, rissen sich im Stalle los und stürmten wild über den K'asernenhof ins Freie. Ein Bediensteter wurde von den Pferden überrannt und tot getreten. 50 Pferde, die festoebunden waren, sind verbrannt. — In Antwerven zerstörte eine Feuersbrunst W Seala-Theater. Mehrere Personen die im Theater wohnten, konnten nur mit Mühe gerettet werden. Ter Sch den wird auf über 100 000 Fr. geschätzt. — In Blaze - iewo OPoicn'i sind vier Kinder des Häuslers Przvbil erstickt. Die Kinder, die im Alter von 3 bis 8 Jahren standen, machten sich in Abwesenheit der Eltern beim Ofen zu schassen. Das Bett sing Feuer und ehe Rettung gebracht werden konnte, war die Stube verqualmt. — In Glasow (Pommern) wurde die Fran des Versickierunasbcamten Dehn mit durchschnittene m H a l s e in der Küche tot aufgefunden. Die Untersuchung ist eingelellet.— In Leipzig brachte der36iährige selbständige Photograph Riedel seiner 19 »ähr. Gelitten, der Stickerin Anna Kirsten einen Revolvcrschuß in die Schläfe bei und tötete sich auf gleiche Weise selbst. Der Zustand des Mädchens ist h"ffnimgs"lls. Das Motiv der Tat ist unbekannt, sie ist aber offenbar im Einverständnis geschehen. — Großes Aufschen erregt in Dortmund W Vers chwinden deS Spezialarztes für Frauenkrankheiten und Oberarztes der Dudenstiftung Dr. Berthold. Der hochangesehene Arzt hat vor acht Tagen eine Reise --ngetreten, von der er nicht zurückgek-'hrt ist. Wie die „Dortmunder Ztg" annimmt, ist ein eheliches Zerwürfnis der Grund zur Abreise, es kursieren aber in der Stadt auch sonstige Gerüchte, den-n b*5 Blatt icbotfi keinen Glauben beimißt. — Die Polizei in M ä h r i s ch - O st r a u verhaftete zwei Tagelöhner, die sich aeleaentl'ch eines Streites geqenseit'g beschuldigten seiner- rcit in Steglitz bei Berlin einen Mord verübt zu haben. — In Basel wurde bei dem Zauberstüeklein. daß der Zauberkünstler eine Bistole auf sich abschießen läßt und hernach die Kugel aus dem Mund zieht, in einer Wirtschaft ein deutscher Taschenspieler erschossen. Er Irttc veraeffm, die Entladung vorzunehmen. Die Kamel d^s G"h'rn. Uttiveriitäts-NcrehrkchLen. ’ — Dem oufierorbentL Professor Franz ist die Proseßur für englische Phikologie in Tübingen übertragen worden. Wien, 25. Jan. In der heutigen Konferenz mit dem Leiter des Unterrichtsministeriums Bienerth erklärte, Professor v. Noorden, daß er die Berufung nach Wien an- n ffime. Liserrbahn-Zcrtung. M ü n ch c n , 25. Jan. Das „Gesetz- und Verordnungsblatt" veröfsenllicht eine Bekanntmachung betreffend den Staatsvertraa zwischen Bayern u n d H e s s e n über eine Eisenbahn ver' bindnng von Aschaffenburg n a ch H ö ch st > N e n st a d t. Nach dem Berlrage soll eine Nebenbahn von Aschaffenburg nach Höchst-Neustadt 'ür die bayerische Elsenbahnverwaltimg gebaut und betrieben werden, und zwar wird mit dem Bau begonnen werden, sobald die nach den bayrischeuGesetzen dazu erforderlicbenBedingungen erfüllt sind, die beiden Regierungen sich über den ausführlichen Bauentwurf geeinigt haben, sowie Grund und Boden zur Verfügung gestellt ist. Der Vertrag regelt alle Einzelheiten des Baues und Betriebes und bestimmt zugleich, daß am Wllusch der hessischen Regierung die bayrische Regierung den Bau und Betrieb einer Nebenbahn Baben Hausen-Schaafheim-Groß-O stheim auf bayerische inGcbieiezi i la sie. «Land wirtschaft. DaS 25jährige Stiftungsfest der Landwirtschaf t l i ch e n H o ch s ch u l e zu B e r l i n wurde am Donnerstag zugleich mit einer Feier deS Kaisers Geburtstag im landwirtschaftlichen Museum gefeiert. Zur Feier erschienen Landwirtschaftsminister v. Podhielski, Unterstaatssekretär Eonrad, die Ministerialdirektoren Dr. Thiel und Wcsener, als Vertreter der Familie T h a e r der Hauptmann v. Thaer und zahlreiche deutsche und ausländische Gelehrte. Der Rektor Pros. Orth hielt die Festrede, in der er auf die Bedeutung des Tages hinwies und erwähnte, daß auch vor 100 Jahren, im Jahre 1806, die erste höhere landwirtschaftliche Lehranstalt in der Mark Brandenburg durch Professor Albrecht Thwr gearündet wurde. In eingehender Weise schilderte der Redner die Leistungen Thacrs als Reformator der Landwirtschaftslehce und praktischen Landwirtschaft. Die Mögllner Anstalt zählte vor 100 Jahren nur 18 Studierende, die Berliner landwirtschaftliche Hochschule in diesem Semester fast 900. Landwirtschaftsminister v. Podbielski wünschte der Hochschule als Erster Glück. Die Landwirtschaft habe deshalb eine hohe Bedeutung, weil sie d^s Fundament alles dessen sei, was in St"dt und Land sei. Es gratulierten dann u. a. Prof. Riedel für die Forstakademie in Eberswalde, Prof. Hagemann namens der Ak'demim in Dovpelsdors, Geheimrat Dr. Wohltmann-Hallc usw. Am Abend fmb ein Fedkomwers statt. <8erid?tsfanL s:s Marburg, 25. Jan. Wegen Amtsvergehen stand heute der frühere Bürgermeister von Gmüuden au der Wohra Hugo Hohmann vor den Geschworenen. Ihm wurde zur Last gelegt 400 Mk. Kreiskraiikenkassenbeiträge und etwa 5 Mk. welche der» Stadtkasse gehörten, unterschlagen und die Bücher unrichtig geführt zu haben. Der Angeklagte, welcher geständig war, entschuldigte sich mit der Säumigkeit der Mitglieder im Bezahlen, oft genug habe er das Geld auslegen müßen. Das abends um 11 Uhr verkündete Urteil lautete auf 7 Monate und 14 Tage Geiängnis. Bcuthen, 25. Jan. Tie Strafkammer verurteilte den Redakteur des Kattvwitzer polnisck)en Blattes, v. Wolski, wegen Aufforderung zumUngehorsam gegen Regierungs°-Ver- ordnungen zu zwei Monaten GefängniÄ. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 26. Jan. 'Qrig.-Telegr. des .Gieß, Anz/0 Viehmarkt. Zilw Verkaufe standen 00 Kälber, 00 Schale und Hammel, 153 Schweine; 1. Qual. 78—80 Psg. Lebendaewicbt 60.0'"- 61 Psg, 2. Qual. 77 W, Lebendaewicht 60.00-00 Pfg., 3. f al. 70—72 Pia. Kälber 1. Qual. 00-00 Pf./ Lebendgewicht 00-<> Psg., 2. Qual. 60—00 Pfg-, Lebendgewicht 00- 00' PW., Schlochtaewicht 00- 00 Pfa. Schafe 1. Qualität Schlachtgewicht 00—00 Pfg., 2. Qualität 00-00 Pfg. Geschäft: gut, Bestand geräumt.__ (Cirt(iiitof-Pra(iimcfbniT(THL Büdingcn, 26. Jan. (Tel. dcs Gieß. Anz.) Fürst Bruno von Yscnburg'Vudingen ist heute früh plötzlich verschied e n. sFürst Bruno Kasimir Albert Emil Ferdinand war geboren zu Büdingen am 14. Juni 1837 als Sohn des Fürsten Ernst Kasirnir und seiner Gemahlin Tbekla, geb Gräsin von Erbach-Fürstenau. Er war Mawr a. D. In der Ersten Kammer wurde er durch feinen einzigen Solin Wol'aang vertreten. Verheiratet war er in erster Ehe nut Mathilde. Prinzessin von Solms-Hohenfolms-Lich, die bereits nach fünfsäbriacr Ebe 1867 starb, und in zweiter mit der Gräsin Bertha zu Eastell-Rüdeiihausen. Der ersten Ehe waren zwei Prinzessinneii ent'prossen, die vermählt sind mit einem Grafen v. Ctolbera-Rosila und einem Frbrn. v. Tln'ingen. Aus der zweiten Ebe stammen siel en Prinzessinnen (von denen die älteste, Emma, mit dein Grafeiz Qtto von Solms-Laubach, und die dritte, Thekla, mit dem Greven Manfred v. Cotlalto uiid Can Salvatore vermählt ist. während die anderen fünf noch ledig sind!, sowie der jetzige Fürst Wolfgang, geb. 1877. königl. prenß. Leutnant ä la suite der Armee, der mit der Gräsin Adelheid o. Rechteren-Limpnrg seit 1901 verheiratet ist.s sd. Dar m st a d t, 26. Jan. Die Stadtverordneten beschloßen in ihrer gestrigen nichtöffentlichen Sitzung, einem kürzlich vom Stadiv. Dr. Ssann gestellten Antrag auf Gewährung eine» Teuerungszulage mit Rücksicht auf die vor kurzem gewährte Lohnerhöhling nicht stattzugeben. — Zu dem genieldeten Eisenbahn n ii f a l l wird noch mitaeleilt, daß auf dem überfahrenen Fuhrwerk Rittmeister von N e u f v i l l e mit noch einem Herrn von einein Jagdaussing zurückkehrte. Der an der oßengelasie>ien Schranke stationierte Hilfsbahnmärter B o n a ck e r wurde sofort vom Dienst suspendiert. Berlin, 26. Jan. Dm Morgenblättern zufolge wird in parlamentarischen Steifen davon gesprochen, daß der Reichskanzler die Diätenfrage in einer den Wünschen der bürgerlichen Parteien des Reichstag-s entsprechenden Richtung ihrer Ent- scheid"ng entge^pnfnbren walle. Berlin, 26. Jan. Mehrere Reichstagsahgeordnete der verschiedenen Parteien haben in der Budgelkommission eine Resolution eiiigebracht, den Reichskanzler zu ersuchen, im Hinblick auf die neueftett Arbeiten des Prozessors N e i f? e t in Breslau in den Etat 100 000 Alk. zur Erforschung der Snphilis einzustellen. Nt ü n ch e n, 26. Jan. Ein Autoniobil überfuhr in Mucburg ein 10jähriges Mädchen, das bald darauf starb. Pirmasens, 26. Jaiz. Gestern abend brach bei dein Kolo- nialivarenhändler Hertn. Kaufmann Feuer aits. 3 Frauen und 8 Kinder flüchteten in eine Dachkammer und konnten gerettet werden bis auf em Kind, das erstickte. Bia ritz (Südfrankreich), 26. Jan. Der König von Spanien hielt hier gestern abend persöiilich um die Hand der Prinzessin von Battenberg an. Die Verlobung wird jedoch erst bekanntgegeben werden nach Mitteilung au dis Cortes. Petersburg, 26. Jan. Im K a u k a f u s iß die R e v o -> lution in vollem G'.nge. Es gelingt dem Militär bei der Eigenart der Vodenbeschaffenheit d^s Landes schwer, trm Ausstand nicderzuschlrgen. Die Revolutionäre beschießen Militärzüge, p-vbei regelrechte Schlachten entstehen. . Zur Herstellung der Ruhe si"d weitere 6 Ktf''k>'ur''aiwer:ter mabillliert. Riga, 26. Ian. In Haynasch wurde das dortige lettische Vereinshalls, die Apotheke und Mühle durch Kanonen zerstört. Außerdem wurden noch neun Personen, darunter der 9loo« t h e k e r, st a n d r e ch t l i ch erschossen. In deutschen Kreisen erhebt sich bereits Protest gegen das allzuharte Vorgehen des 'Militärs. O d e s s a , 26. Jan. Bei einem Zusammenstoß mit Dragonern im Dorfe Za.chariewka im Gouvernement Cherson wurden 18 Bauern n r- t n f f hir*> h-’rtm’i-1'"f TefeSoms cöie des Giessener Anzeigers, mittre nnd Iminstr Frankfurter Piirs 3%6/0 Beichsnnleihe . . 101.00 3% do. . . 88.80 3V46/o Konsols .... 101.15 3% do..... 88 95 3J4°/o Hessen.....99.9 ) Oberliessen . . . — 4 °6 Oesterr. Goldrente. . 100.75 4’/s°« Oesterr. Silberrente 101.10 4% Un. Januar, Anfangskurse Harpener Bergwerk . . 216.50 Laurahhtte..... 247.30 Lombarden E. B . . 24 00 Xordd Lloyd.....127.10 Türkenlose......144.90 — Haftpflicht. Die neuere Gesetzgebung Hal für Je? ermann die Haftpflicht ganz empfindlich gesteigert. Wer heute einen Unfall erleidet, eine Gesiindheitsschädigung erfährt oder einen Sachschaden hat, sucht ohne Weiteres nach Jemand, den er für den Schaden haftbar machen kann. Fast täglich lieft man darum in den Zeitungen von Haftpflicht-Prozeßen, und die Rcchtsprechnng zeigt, daß die Verpflichtung zur Haftung sehr weit und sehr scharf gefaßt wird. Für den Geschädigten ist dies ja sehr gut, aber es> ist sehr bitter für den, der den Schaden tragen soll. Ganz ahnungslos kann man durch einen einzigen Haftpflichtfall um sein ganzes Vermögen, um seine ganze wirtschaftliche Zukunst kommen. Und geht es nicht um das Vermögen, so hat man doch mindestens die Unannehmlichkeiten eines Prozesses, dessen Kosten man auf alle Fälle bezohlen muß, wenn der Gegner im Armcnrecht klagt. Gegen diese Gefahren gibt es nur einen wirksamen Schutz, daS ist die Haftpflicht-Versicherung. Die Gesellschaften nehmen bedingungsgemäß die gesetzliche Entschädisp- nngspslicht auf sich, sie führen den Prozeß und bezahlen cv. die Kosten. Seit einigen Jahren betreibt auch die Viktoria die Haftpflicht-Versicherung und ist auch hierin sehr schnell zu einem! bedeutenden Versicherungsstock gelangt. Neben den auch schon vorher üblichen Versicherungsformen hat sie eine völlig neue Kombination ausgestellt. Sie deckt auf Lebenszeit die Privat- und Verufshaftpflicht in unbegrenzter Hohe gegen eine einheitliche Prämie, die in Wochenraten entrichtet werden kann. Wer eine solche Versicherung nimmt, ist ein für alle Mal gegen die Haftpflicht-Gefahr geschützt, die aus dem Dunkel des Schicksals Jedermann bedroht, und sei er noch so gewissenhast und vorsichtig. bttte 247.5 127 . 13800 . 12<00 Januar. 1.15 Uhr. rit Lahmeyer. - 942f.) ' 183.00 . 184.60 ,16540 , 212.50 . 115.60 24 40 ' 142.70 . 132> riz. Schnekelt . - reifer Bergwerk . ieT Handels:» Städter Bank • 'SbericMe W der Bank für Handel ar?- - , ner Bergwerk sehe Bank . ' «h-Aeiat Bank mto-Kommaudit. Iner Bank itaktien . ■ • raore- und Ohio- . ^nbahn • hardbahn. ■ • ’ bard- W* ' Staatsbahn ■ !? v!",L 1 ^klchäi,. -s bte Stccy«^"s,d y $iyl.i*£ »SÄ '.'s "Az iröJf'ie;W jt au°l,T Well r» M hierin <)t ^4, rin' WB- *$Äi8 oulen. 5',. ", Leiter °7'nahlt & chnt « k><- '* einem ir biirrfi Kanonen .ted'lört. e n, banuwr brr 9( ot* e n. ,9ir AeiMm Br - astzuharte Vorgehen Iä mmM mit Wwra itnt Ehetson würben 18 262.10 -euer ■ •6 ikirchen Bergwerk ■ J Amerik. Paketf. 16o< ch'i'Eisin.P*t™ K ,nM. A»Wtuse gut! ««w“1 : :«'* nhntte ■ * 24W i-f» : • -Ä Id Lloj*1 . . IW ■goluse • ' ' ____» Arbeitsvergebnng. Die nachstehenden Arbeite« nnb Lieferungen zum Neubau deS Ltadtrhcatcrs in Gietzen solle» im Wege de- öffentlichen Wettbewerbe- vergeben werden. L Die zur Herstellung der Socketverblendung vöugeu Lnngsteiue (Basalllava) a) 840,Ou qiu Sckuchist.ine, bi 10,0*) cbm Wetlsteine. IL Die zur Socketaboeckung nötigen Werkstücke auS Ztaltstetu (Muschelkalk oder bergt.) a) 38,OJ cbm Werksteine. Zeichnungen, Arveitsbefchreibungen, Bedingungen und Angebots- formulare lugen tm Bureau deS Architekten Haus Meyer, Westanlage 6 dahier zur Einsicht offen und tönnen daselbst zum Selbstkostenpreis erhoben werden. Du Angebote sind bi- zum EröffilungSiernnn am LamStag, den 10. Februar d. I., vormittags 10 Uhr, mil uutprecheuder Äustchrstl versehen, portofrei an uns emzureicheu. Gießen, den 26. Januar 1906. Großherzogttche Bürgermeisterei Gießen. _________________Mecum.________________B*V Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Hattenrod für das Jahr 1906 liegt vom 27. bS. MtS. au acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf dem Bürgermeisterei-Bureau offen. Hattenrod, den 25. Januar 1906. (Aroßh. Bürgermeisterei Hattenrod. 638________________________________ Nock.__________________ Holzverfteigerung hi ben Wcildllllgeu der Gemeinde Wieseck. Dienstag, den 80. d. M., vormittags 10 Uhr beginnend, sollen im Tistrikt Blockswald nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden: a. Nutzholz. 105 Eichen-Stämme mit 13,57 fm (Wagnerholz), 2 Buchen-Slämme mit 1,35 fm (Schnittholz), 16 Ftchten-Stamme mit 3,4 fm, 61 Eichen-Terbstangen mit 8,25 fm, zu Deichseln und Langwieden geeignet, 16 Frchten-Derbstangen mit 1,60 fm, 890 Fichten-Reisstangen nut 7,38 lin (Bohnenstangen), b. Ärcnuholz. 35 rm Buchen-Scheüholz, 3 rm Eichcn-Scheitholz, 1 rm Birken-Scheitholz, 2 rm Fichlen-Scheilholz, 30 rm Buchen-Atnüppelholz, 117 im Eichen-Knüppclholz, darunter 26 rm doppelte Länge, zu (Äartcnpfosten brauchbar, 2 im Aliesern-Knüppelholz, 2 rm Fichtcn-Lluüpvelholz 960 Wellen Buchen-^)teisig, 950 Wellen Eichcn-r)teisig, 130 Wellen Aspen-Reisig, 450 Wellen Fichten-Reisig, 10 rin Buchen-Slockholz, 8 rin Eicheu-Stockholz, 14 im Fichten-Slockholz. Die Zusamiueiilunst ist auf der Straße nach Dau- bringen, in der Nähe des Pstanzgarleus. Wieseck, den 25. Januar 1906. Eroßherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. ___________________Soinmerlad.__________________B86/, Holzverfteigerung im Steinbacher Gcmcindcwald. Mittwoch, den 31. d. M., von morgens 10 Nhr soll in den Distrikten Heeghcck und Ameisekopf nachoer- zeichnetes Holz versteigert werden: 1040 Stück Fichten-Stangen von 7—12 Ztm. Durchmesser bis 14 Mtr. Länge mit 40 Fm. 410 , Reisstangen von 3—6 Ztm. Durchmesser 508 Fm. 210 Rm. Buchen-Scheiter 26 „ Buchen-Zlnüppel 2000 Buchen-Wellen 50 Nm. Buchen-Stocke 400 Eichen-Wellen 50 91m. Kiefern- und Fichten-Knüppel 660 „ „ -Wellen 42 „ „ -Stöcke. Die Zusammenkunft ist am Fernewald an den Fichten-Stangen. Das Buchenholz kommt von 12 Uhr an zur Versteigerung. Steinbach, den 24. Januar 1906. 621 Gr. Bürgermeisterei Steinbach. ________________________________K r ä m e r._______________ Vcttingm von ZMnllchlicittiiWll. Tie für die Feldbere nignng Bellersheim benötigten Zementrohr, and Stirustücke sollen durch schriftl. Angebot vergeben w rdeu. Bedingungen und Ängebotsvordrucke sind gegen ganz freie Einsendung von 0,80 Mk. von hier erhälUich Angebote find unter Benutzung der Bordrucke verscht und mit entipr. Äusschrift versehen biS spätestens Viittwoch, dcu 31. Januar, votm. 11*/, Uhr auf unserem Bureau: Frautsurter Liraße 29 einzureichen. Eröffnung in (Segenmatt etwaiger Bieter. Zuschlags rtft 3 Wochen, L"/' Gießen, den 19. Januar 1906. Großherzogliche Kulturinspektion Gießen. W i B ni a u n. Osfen und Herd© Ich leiste für jedes gelieferte Stück volle Garantie, deshalb haben Sie bei mir die Gewähr, zusricdcu gestellt zu werden. Sie sparen bei mir am Anschaffungspreis und dank der guten Funktion am Kohlenoerbrauch grohe Summen. Spezialgeschäft der Oefeu- und Herd-Industrie WiiheSm Dürbeck, Neuenweg 50. 616 NM« Heidelberg-Yenenheim, den 25. Januar 1906. im noch nicht vollendeten Eintreffen der Züge in Londorf um 1,33 Uhr von Grünberg, und um 3,45 Uhr von Lollar. D*/‘ Die Beisetzung findet am Sonntag den 28. Januar, nm 4 Uhr nachmittags, von der Küche zu Londorf (bei Giessen, Oberhessen) aus statt. Gestern abend um 11 Uhr entschlief nach langem, , schwerem Leiden unsere geliebte Mutter und Schwester Gudrun Baronin üexküll, geb. Gräfin Schwerin Axel Graf Schwerin-Schwerinsburg Eberhard Graf Schwerin Alice Faehndrich, geb. Frei in von Nordeck zur Rabenau Jakob-Johann Baron üexkülL Luise Gräfin Schwerin geb. Freiin von Nordeck zur Rabenan N'ri MST- W I .-■f, M M Danksagung, Für die vielen Beweise freundlicher und herzlicher Teil- Im Namen der trauernden Hinterbliebenen August Orbigi Giessen (Hessenstr. 2), 26. Januar 1906 nähme an dem so schweren Verlust sagt innigsten Dank r ■ E, K K Danksagung. Für die vielen Beweise hcrzlicker Teilnahme bei dem Hinscheiden meiner lieben Frau, unserer guten, unvergeßlichen Mutter, Cchmiegermutter, Großmutter, Schwester und Schwägerin Frau BteHa Weiss, geb. Bern B sowie für die trostreichen Worte deS Herrn Pfarrer Heinebach und dem Gesangverein WZ Germania sagt innigen Dank o3O Im Namen der trauernden Hinterbliebenen MD Heinrich Weiss, Maurermeister. Großen-Linden, den 26 Januar 1906. Freibank. Heute 4 Uhr: Ochsenfleisch 58 Pfg._________ ffi II Uräfligungsmtttel wie fl I ! n Ferromanganin, OgjW Fcrrocaruiu, Hae- ffnälU matogeu, ScottS Emulsion, Sonia- tose, Sanatogcu usw. kamen Sie stets frisch in der (631 Germania-Drogerie Carl Seibel, Frankfurter Straße. Wintorschuhe Einkaufspreis empstehll 1604 Friedrich Blagnns 10 Weldengaffe 10 Coguac in ganzen und halben Flaschen erhalten Sie garantiert rem zu jeder Preislage ui der tüermauia-Drogerte Car! Seibel ______Frankfurter Str. [632 In hübsch geleg. Harzstadt Nähe Nordhaus, ist umständehalber e. herrschaftl., gut ver« zinst. Wohnhaus uebst größ. hell. Hiutergeb., welche f. vor- zügl. zu einer Zigarreufabrik eign., sofort preiow. zu oerk. ('-eübtc u-bill.-lrbeitskräftc am Orte. */, d.Äaufpr. k.alS l.Hy- poth. mehrere Jahre nukündb. stehen bleib. Schriftl. Aufrag. u. 613 an d. Vließ. Anz. erbet. Haus in Alssels Holzversteigerung in den Waldungen der Gemeinde Ruppertsburg. I. Mittwoch, den 31. Januar I. I., vormittags 10 Uhr beginnend, in den Distrikten Rüden, Herzberg und Elsterberg: 10 Kiefern-Stämme mit 3,08 fm, 280 Fichtcn-Stämme mit 110 tm, 482 Fichten-Derbslangen mit 26 tm, 13,9 rm Eich en-Nutz knüppel (2,5 m lang), 242 r ui Bnchcn-51n ppel, 56 rm Eichen-Knüppel, 6 rm Fichten-Knüppch 151 rm Bnchen-Reisig, 127 i m Buchen-Stammreisig (in Schichten), 48 rm Eichen-Reisig, 4 rm Etchen-Slöcke, 23 rm Fichten- Slocke und Fichten-Reisig abteilungsweise. Zusammenkunft mitten im Distrikt Rüden. IL Donnerstag, den 1. Februar l.J., vormittags 10 Uhr beginnend, in den Distrikten Warthügcl, Ziegcn- berg und Langenberg: 9 Eichen-Stämme mit 4 fm, 16 Fichten-Stärnrne mit 3 fm, 31 Fichteu-Terbstangen mit 1,75 tm, 50 im Eichen- Rutzknüppcl (in Längen von 1J und 2,5 m, zu Wagnerholz geeignet), 32 rm Buchen-Scheuer, 100 tm Buchen- Stammlnüppel, 50 rm Eichen-Zlnüppel, 15 rm Radel- jlniippcl, 200 rm Buchen- und Eichen-Reisig, 250 > m Buchen-Starnrnreisig (in Schichten), 41 im Buchen-Stocke, 16 rm Fichten-Slöcke. Das Holz wird teils vor-, teils unvorgezeiat versteigert. Nähere Auskunft erteilt Forstwarl Steinbach. Zusammenkunft in Distrikt Warthügel. Ruppertsburg, den 25. Januar 1906. . Großherzogliche Bürgermeisterei Ruppertsburg. Lehr. 622 Zlls Hoilill-Zl'Pt des Cberl). Bienenzuchlervcreins befindei sich einzig und allem bei C. G. KSeinhenn Bahnhofstraße 59. 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Januar, I 'w' mittags 12 Uhr, sollen ziver herrenlos eingefangene Hunde, ein brauner Jagdhund sowie ein langhaariger Dackelhund, auf der Polizeiwache meistbietend versteigert werden. Der Polizeiwachtmeister Kasper. 635 JA Veteranen-Vcrein M Samstag, deu 27. Januar, abends 9 Uhr ^eier des Geburtstages Sr. Maf. des Deutschen LTaisers Miueraltvasser-Handlnug. junger, lkäst. !tinr|die . ............................................. । üiä^rn Ä„u £$ 0530[ Näheres Wolkengasie 16. KegeSbahn gesucht liir Lainstllg Mnh. Schriftliche Aiigebote unter 624 an den Gieffener Llnzeiger erbeten. D.Pck.-MWtischücs. Schristl. Angebote m. Prelsang. unter 0535 an den Gietz. Aiiz. erb. Wer mehr wie 87« 7e Ziiisen für erste Hypothek zahlt, möge sich zur Umwandlung in diesen billigen Zinsfuß unter 0538 an den (Ließ. Anzeiger schriftlich melden._________________ Amsciiia! ß Morgen Samstag 9 Uhr Sing- stliude. Attch die Olichtjänger werben zw. wicht.Besorechiing um ihr vollzäbl.C'rscheinen geb. D. 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