Nr. 148 Drittes Blatt «omiiit nh an der Oberfläche weniger gi so Hube die Firma nähere E ivier-u, Zither- Unterricht rteilt Kran B. Klingel i| Landgraf Phi'iipv-Plak 8. Rotationsdruck und Verlag der Brü bl'sehe» Untversitätsdruckerei. R. Lange, Gietzea. Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulst*. 7. Tel. Rr. bl. Tetegr.-Adr.: Anzeiger Dießen. «Ul, 40-», SsiSiÄStfi zugelassen sind. Man sollte es nicht für möglich halten, daß unter diesen Beamten sich Leute finden, die sich von niedrigen Beweggründen zu schmählichen Handlungen verleiten lassen, daß etwa die Sucht nach Titeln und Orden den Anreiz zu Quertreibereien gegeben haben könnte, nach Auszeichnungen also, die angeblich reichlicher und wertvoller erhofft werden bei der Zugehörigkeit der Kolonialverwaltung zum Auswärtigen Amt, als bei der Trennung beider Ressorts. ♦ Die „Nordd. Allgem. Ztg." meldet: Unsere Mitteilung vorn 23. Juni über angebliche Meutereien in der Schutztruppe für Südmestafrika, können wir, nach- dein nunmehr weitere telegraphiiche Meldungen des Kommandos der Schutztruppe eingegangen sind, dahin ergänzen: 1. Es ist unwahr, daß ein Porlcpecunteroffizier zu einem Hoch auf die So- zialdeinokratle gezwungen worden sei. 2. Bei dem siir den Süden und südlich der Linie Windhuk-Gobabis ziisländigen Gerichte sind seit Juni 1904, den: Zeitpunkt der ersten Entsendung von Lerslär- fungen nach dein Süden, keine Fälle von Meuterei oder tätlichen Angriffen g e g en Offiziere vorgenonunen. Berlin, 26. Juni. (Amtlich.) Am 20. Juni nördlich von Warnibad gefallen: die Reiter Paul Haensel und Karl Kirchhof. Am 20. Juni zwischen Kalkfontein-Süd-Warmbald als Relaisreiter gefallen: Reiter Karl Schlirma, Gefreiter Juliiis Wichmann, in der Krankensanuuelstelle Kubub an Herzschwäche gestorben. ♦ Marinekrisis. In auffallender Uebereinstimmung mit dem Gerücht, Staatssekretär v. Tirpitz sei in Ungnade gefallen, weil er den Rahmen des letzten Flottengesetzes zu eng bemessen habe, weiß die „Schles. Zig." aus unterrichteten politischen Kreisen 511 melden, daß schon im Herbst eine neue Flottenvorlage, die A u § la n d s sch iffe betreffend, eingebracht werden soll. Das Blatt des schlesischen Hochadels pflegt sich seine Jnforniationcn nicht aus den Fingern zu saugen. Seine Beziehungen reichen weit hinauf. Wie dem Das Kaliwerk Hercynia. v. Zander bemerkt: Es sei ihm gelungen, das 95- prozentige, ungemein reichhallige K alisalz lager Hercinia zu entdecken. Auf seine Veranlassung wollte eine" amerikanische Gesellschaft die Lieferung von Kalisalzen von 30 brs 40 Millionen Mark abschließen. Tas Geschäft sei jedoch durch das zum großen Schaden der deutschen Kali- Znduftrie und der deutschen Landwirtschaft ge- lcheiterr. Bekanntlich sei jetzt das Werk für 31 Millionen Mark vom Staate angekaust worden. Leumund dcs Angeklagten Luettig. Auf Befragen des Verteidigers bemerkt Generaldirektor Wiesel: Er kenne Luettig seit zwanzig Jahren, er gehöre mit diesem, der Mich ihm Hauptmann der Landwehr sei, ein und demselben Offizierkorps an. Etivas Unehrenhaftes habe er über Luettig niemals gehört. Er sei nur einige Male bestraft, weil er eine etwas lockere Hand habe. Er soll einige Male Tienstbvten mit der Reitpeitsche geschlagen haben. Es tritt darauf eine kurze Pause ein. Kaufmann Bcnja min von der Firma Rawack und Grunfeld als Zeuge bekundet: Tie Firma sei dem Rudaer Geschäft nahergetreten. Tas gesanote Probeerz entsprach «^er Nicht den gewünschten Anforderungen. Ta jedoch die Möglichkeit vorlag, daß bei der Förderung der fünf Waggons nicht mit der erforderlichen Notwendigkeit verfahren worden sei und daß andererseits erfahrungsgemäß das Erz Oberfläche weniger gut sei, als in tieferer Lage, so habe die Firma nähere Erkundigungen angestellt Es habe schließlich im AGniopvl-Hme'. in Berlin mit einem Herrn Bernstein, v. Zander und seinem Sozius, dein Koni- mue.F.2TeVr5tt ^rünfeld, eine Konferenz stattgefunden. Tas Ge- ■ya!lJC-z abcr schließlich doch gescheitert, da einmal die Frachtkosten zu hoch waren und sich außerdem ergab, daß das Erz nur 44 Proz. Eisen hatte, v. Zander sollte V'-> Prozent vom Reingewinn als Vermittlungsgebühr erhalten ^eine Firma hatte an v. Zander ebenfalls eine Vermittluna..- ;rovision gezahlt. Auf Befragen eines Geschworenen bemerkt der Sachverständige (Generaldirektor Wiesel-Vienenburg)- ^er Eisengehalt der Erze sei fo gering, daß eine Rentabilität ausgeschlossen war. m guin hcindschr -lE'.»g als Äafffcrcr ob* h ^^auenssleliung, °ig uOngebole unter 04033 Siegener Anzeiger erdeten. «ftej sauberes Mädchen stelle m eini. bürgert aber )uu|e nach hier oder ausw. ^kigebole unter 04632 n Gießener Anzeiger erbe^ Jk9p b-f1C Jietlc Forderung plausibel gemacht ,verden ist allerdings nicht zu ersehen. Wenn sich in der politischen Weltlage etwas geändert hat gegen die um knapp ^^esfr.st zurückliegende Zeit, da die Begründung der legten ,ylottennoDeUe niedergeschrieben wurde, so ist das doch eher im Sinne einer Verbesserung geschehen. Durch politische Motive tonnte die Forderung weiterer Auslandsschiffe wohl kaum gerechtfertigt werden, welche anderen aber sonst sollten durchschlagend fein bei der Finanzlage des Reiches? Zweifel erhebliche Zweifel an der Meldung der .Schief. Ztg." find' somit am Platze, aber man könnte immerhin eine der soeben bekanntgegebenen Veränderungen in den höheren Kommando, stellen der Marine im Sinne dieser Meldung deuten. Ter Kontreadmiral v. H 0 l tz e n d 0rff ist seiner Frontdienststellung enthoben, seine weitere Verwendung bleibt vorbehalten. Herr v. Holtzendorff, mehrjähriger Geschwaderchef in Ostasien, gilt 0 5 der befähigsten Flaggoffiziere und zudem als der gewandteste Redner in der Admiralität. Seinen Namen wird man ,ich merken müssen — zunächst bis zum Herbst. ;5 Festmeter t iü009-i5000 WbOlls«B unter 3923 jabe d^^Liger erbeten. SS&ZS Verl«5» ,s,Ib.Sroch 2.AbMb. »glich mtt Ausnahme bei Sonntogs. ®ie „eitBtner $ommfnbHtter" wenden dem .Mnjetget viermal wSchenIlich beige,eg,. Ter »klessikchr Can6roltf*' erscheint monatlich einmal. politische Tagesschau. Sozialdemokratische Stadtväten M TCflal,t M"U'°us°n NN Ober. Elsaß hat 6 Gen>cmderat--wahl den zweiselhasten Vorzug TI"1,"10 3Ctotirlc ”On c,ncrsozialdemokratischen Zwe,dr.tt-lmedrhe,t des Gemeinderals de °"aen Vertr°t°r"d'^."',,^°^ ^ellschost die sozialden>°kr°tische» Vor rctcr darsicllcn, verrat eine Polemik eines süddeutschen Blattes gegen das obcrelsässische Parteiorgan der So ial. demokratie. Dort ist zu lesen: ö ni.h1 bcr Aaserwählten nmßte bereits sein Ebrenanrt Ur'°'wir- 'Ä* ltger1?0 d^ Äs ^StädtvMer-"'das .SÄÄSÄXS niß ersparte f,ch der Schreiner Wenmiuderat Gauder ksr ?nd)t unt> ^ebel mit bet W C w C r r f ch a f t s - vÄvaltun/ an ’] ‘ n ’!1’0 ’e,n< «ohlreiche Familie bet Armen h,n »?rä, 9 ö. Unterstützung der forrumvievtei, Bourgeoisie hmlerlieg. Bon den noch „nn Amt' bestndliehen Stadtvater-i" verzog der -Lteinhauer Gemeinderat Wolf in ferne Gegenden oDne em Mandat niederzulegen. Der Ma..rer GenLerat r-Cy3x9»Ciul.,.m ‘3 und zwar nach Aietz, behielt aber jein Mulhauser Stadtparlarnent „einstweilen für alle v-alle m Händen, obivohl seine Abreise von Mülhausen mit einer ö \9tT"4RaXC' bic dieser .Stabtvater" wegen, äch ich e! 7 0em übelberüchtigten Hause -^us^'U'uenhang stand. Ein Juwel dieser schönen Korona .st dann auch der Geineiuberat und frühere GeschäitSreüende Pfeffer, der sich das für einen Gememberat immerhin einen- 3®* Miete, sich von einem SchaNud?«'. de f l tz c 1 a 1 j ,, N c g c v engagieren (!) zu lassen. Unter dem Jubel und Johlen der Schuljugend wanderte dieser „Slabt- ValCV r UUÖ "ut Oienpolitur geschwärzt, als Ja h r- mihb ül? oualtrakti on bic Hauptstraßen von Alülhausen auf und ab Der imirbige Führer dieser ganzen Gesellschaft ist der Geniemderat und Laubesausschußabg. Emmel, der jcincin eigenen Schivager, einem unerfahrenen Bergmann, ein Geschä'l zu einem Breite verkauft Hatte, ber nach dessen Behauptung zu feinem .Thini suhrtt und endlose Prozesse, zur Folge halte, in denen sich ^Genosse Emmel auf den großkapitalistischen Standpunkt flüchtete, er dürfe als Kausniann so teuer verkaufen, als er könne. J Ztrrn Vertrauensbruch int Kolonialamt. In der Angelegenheit des Vertraucnsbruchs in der Kolo- malabteilung ist daran zu erinnern, daß schon zurzeit der Amtsführung Dr. StübelS Klage geführt ivurde über Jn- triguen von Beamten dieses Ressorts. Polizeiliche Ermittlungen zur Ausfindigmachung der Beteiligten sollen, mie gemeldet, bereits seit längerem im Gange sein. Das un- rühmliche Geschäft des Denunzierens ans dem Qi-nterhalt ist dem Vernehmen nach so systematisch betrieben worden, daß dem Reichskanzler nicht wenige, mit der Schreibmaschine verfertigte anonyme Schriftstücke inS Haus geschickt wurden Wenn es der gerichtlichen Untersuchung gelingt, dieses ver- iverfliche Treiben im vollen Umfange aufzudecken, dann wird die Oeffentlichkeit wohl aufs höchste erstaunt sein über die Handlungsweise gewisser Elemente der Beamtenschaft der Kolonialverwaltung. Dann dürfte aber auch offenbar werben, mit welchen Schwierigkeiten im eigenen Ressort die Leiter der Kolonialabteilung und nicht zuletzt der für sie verantwortliche Staatssekretär des Ausivärtigen zu kämpfen hatten. Wenn das Vertrauen unter den Mitarbeitern untergraben wird, wie soll da Freudigkeit am Amt bestehen können? Das quälende Gefühl, bösartigen Verdächtigungen durch Persönlichkeiten der eigenen Beamtenschaft ausgesetzt ZU sein, mag beigetragen haben zu dem physischen Zusammenbruch des Staatssekretärs Frhr. v. Richthofen. Dabei muß man sich vergegenwärtigen, daß selbst zur mittleren Beamteiilaufbahn in den Abteilungen des Auswärtigen Amts nur Bewerber von tadelloser sittlicher Führung und guter wissenschaftlicher Bildung - Reifezeugnis einer Vollanstalt — v. Zander und Genossen vor den Geschworenen. H. F. B r c §r au, 25. Juni. (Siebenter Tag der Verhandlung.) (Unberechtigter Aacbdri'ck verboten.) Rudaer Erz-Eesellschaft. Auf Vorhalt,des Vorsitzenden erzählt der Äuaeklagte v. Zander: Nus seine Veranlassung sei in Ruda (Siebenbürgen) die Rudaer Erz-Gesellschaft zwecks Abbau eines lehr retchhaltigen Lagers von vorzüglichen Erzeil mit fiertem Eyengehalt begründet worden. Gr hatte das Laaer entdeckt. Es ergab sich bie Notwendigkeit, einen Kapitalisten 5.y .'Ujben, der einige hunderttausend Mark vorstreckte. Tie Gefelstchaft habe sich an die Firma Rawack u. Grünfeld (Beuthen, O -S.) gewandt. Dieser seien fünf Waggons zur ^r,obe gesandt worden. Das Geschäft sei aber bisher nicht zustande gekommen; das von ihm entdeckte Bergwerk habe zwetsellos etne große Zukunst. Tie Erze haben etwa GO Prozent Etfengehcilt, und es fet möglich, täglich 500 Tons zu fordern. Mensch, du i)ast woyl'n Schnuppen! Ä Ja, den fjabe ich, aber noch viel >nehr. Ich habe mich bei oer gelingen Tour ganz gehörig erkältet. Wir sind stramm /▼ flegnngeii und waren iehr erhitzt als wir auf den großen Felsen ^totion machten. Tort hat cs aber jämmerlich gezogen und durch bic starke Abküblung habe ich mir einen bei- artigen Katarrh geholt, daß ich die ganze Nacht darüber kein Auge zugetan. — Aber Freundchen, hast du denn keine .C-J „o. bei Wilckes in Aachen entueheii. Frau v. Zauder: Ich brauchte Sachen auch zur Reise nach Kvlbcrg und war gewöhnt, alles in reichem Matze zu haben. Bors.: Es war Ihnen bekannt, daß Ihr Mann kaum in der Lage war, ein Glas Bier zu trinken und Lie machten unaufhörlich die uusiunigsten Bcstellungem Tagebuch-Aufzeichnungen. Hierauf werben wieder Tagebuchauszeichnuugcn des von Zauoer verlesen. Einmal schrieb dieser in sein Tagebuch- Gegen meine Frau ist der Haftbefehl erlassen, es drohen mir zahllose Pfändungen, ich kann mich nur noch durch Unterschlagung fremder Gelder retten, v. Zander- Als ich eines Tages nach 5mufe kam, erfuhr ich, daß meine örau verhaftet werden solle und die beantragten Pfändungen zahllos feien. Trotz alledem hatte ineine Frau sUi einige Taufend Mark ein Klavier auf Borg entnommen 2ch brach infolgedeffcn zusammen; tu solchem Zustande ^abe ich die Anfzeichnung gemacht. Er habe 230 Mark an Wilckes in Aachen irrtümlich an einen falschen Ge- rtchtsvlolzieher bezahlt. Ter Staatsanwalt äußert bezüglich der Richtigkeit dieser Angabe Zweifel, v. Zander (mit erhobener Stimme): Herr Staatsanwalt, überzeugen Sie sich doch von der Richtigkeit, der Postschein liegt ja bei den Akten. Sie tun immer, als stände ein Schuft vor Ihnen. 1 Gerichtssaal. Sd. Darmstadt, 26. Juni. Arn 20. Marz ds. Js. fuhren nach der Burgern,eisterwahl in Obertshausen eine Anzahl Leute uoh dort mit ber Robgaubahn nach Oberroben. Sie waren nugehettert unb in sehr rebelustiger Stimmung, weshalb sie uou ben -Schaffnern im Zuge mehrmals zur Ruhe verwiesen werben mutzten. Im Bahnhof Oberroben kam cd zu einem größeren Zusamm e n st 0 ß zwischen bei, Passagieren und bei, Bahn- beamteii, bei bem bie letzteren beschimpft, geschlagen unb mit Atessern bebroht würben. Vor ber Darmstäbter Strafkammer hatten sich bieRaufbolbe gestern zu verantworten. Es finb ber 29jähr Fabrikarbeiter Martin Graf, ber 30jähr. Fabrikarbeiter Blasius «?biahrig^-r.aglöhner Ab. N a u ck unb ber 16 Jahre alte Joh. Schr 0 b. Sie waren wegen Beamlenbeleibigung, Wiber- Itand unb Körpetwerletznng angeflngt. TaS Gericht ging weit über bic Anträge bes Staatsanwalts hinaus unb verurteilte ‘ben ^liarHrt und Blasius Graf zu je 1 Jahr unb 6 Monaten Gefängnis, ben Adam Nauck zu 1 Jahr unb 3 Monaten Gefängnis unb ben Schrob zu einer Woche Hast. Tie brei Erstgenannten wurden sofort verhaftet, ba Fliichtverbacht vorlag. ke. Kassel, 26. Juni. Das Schwurgericht verurteilte den fahrigen Tlcnstknecht Heinrich Sippel aus Schlitz, zuletzt in Hersseld wohnhaft, wegen versuchten Gattenmorbes z»i 10 I a h r e n Z u ch t h a u s. Sippel hatte am 22. März abenbs feine in schlitz wohnenbe Frau nach Neukirchen bestellt, war mit iljr nach Oberhaun zu gegangen unb hatte sie plötzlich in bic Haune gestoßen. Nachbcm er ihr bei, Korb nachgewonen hatte, war er auf unb bavon gelaufen. Ter Frau gelang es, sich zu retten. Sippel erklärte vor bem Schwurgericht bie Angaben seiner Frau für erlogen. Auch leugnete er, baß er im Sinne gehabt habe bie Witwe Piper in Asbach bei Hersfelb zu heiraten; bie Frau habe für ihn gewaschen, beshalb sei er öfters zu ihr gekommen. Er wurde aber durch zwei Briefe an Frau Piper widerlegt, die zur Verlesung gelangten. In dem letzten, kurz vor dem Attentat auf seine Frau, schrieb er, er werde jetzt machen, daß die Sache mit einer Fran ein Ende kriege. Tie Geschworenen glaubten denn auch der Ehefrau Sippel und sprachen den "Angeklagteii schuldig. Leipzig, 25. Juni. Wegen Herausforderung zum Z w ei- fainf mtt rötlichen Waffen hatte sich heule vor dem Landgericht der R e ch t s a n w a 11 Max Friedrich B ä r w 1 n f e l und wegen Kartelltragens der Z a h n a r z t Tr. Karl Otto Arthur Stenzel zu verantworten. Bärwinkel hatte in Erfahrung gebracht, daß der Referendar Dr. Freyer in Leipzig ein ehrenrühriges Gerücht über ihn in Umlauf Orbrachl habe. Freyer soll behauptet haben, Bar- wn'kcl der Leutnant a. T. ist, fei wegen Falfchspielens aus dem Mtlttarslande ausgeschlossen worbe,1. In einer BeleibigungS- klage, bie Tr. Bärwinkel gegen Tr. Freyer angestrengt hatte, erklärte ber Beklagte, baß er bic Behauptung nicht aufrecht erhalten könne. Tr. Stenzel überbrachte bann im Auftrage Bcirwmkels bem Dr. Freyer eine Hcrausiorbcrung zum Zweikampf auf Pistolen mit breimaligeiu Kugelwechsel auf 15 Schrill Tisianz. Freyer ging auf bie tjorbcruiig nicht ein. Rechtsanwalt Bärwinkel wurde zu zwei Wochen unb Zahnarzt Stenzel zu fünf Sogen Festungshaft verurteilt. ÄV p 156.Jahrgang Mittwoch 27. Juni 1806 Gießener Anzeiger General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Braunkohlenwerk Viktoria-Lockstedt. Auf Aussvrdern des Vorsitzenden betundct v. Zander: Tas Braunkohlenwerk Viktoria-Lockstedt sei nach dem Gutachten eines der besten Kenner von Braunkohlen das beste Braunkohlenwerk in Braunschweig. Wenn das Bergiverk trotzdem nicht rentabel sei, so liege das vielleicht an Förderungsfehlern. Da ihm auch von anderen Sachkennern das Wert als vvrzüblich und zukunftsreich bezeichnet worden sei, habe er bei dem Bankier Tamann 10, bei dem Bankier Fischer 100 Anteile von Viktoria-Lockstedt gekauft. Er habe schließlich die Aktien nicht bezahlen können. Er tonnte sich aber nicht deuten, daß er seinen gegen Schoepke angestrengteu Prozeß in so schmachvoller Weise beim Reichsgericht verlieren werde. Als ich am Tage vor der Verhandlung beim Reichsgericht nach Leipzig kam und vor dem Hause des Justtzrats Staber vorsuhc, sah ich eine Droschke vor' dem Hause stehen. In diesem Augenblick bestieg ein Herr die Droschke und suhr davon. In dem Bureau des Justizrats wurde mir gesagt, Justizrat Haber sei tatsächlich soeben auf acht Tage zur Erholung^nach Thüringen gereist, die Akten seien an den Rechtsanwalt Malkwitz gesandt worden, der mich vertreten werde. Malkwitz eröffnete mir, er habe die Akten soeben erst erhalten und vorläufig keine Zeit, sie durchzusehen, da er abends Gesellschaft habe. Er versprach mir jedoch, daß, wenn die Gäste sich entfernt haben würden, er die Akten durchsehen werde. In dieser Weise wurde ich vor dem Reichsgericht vertreten und naturgemäß abgewiesen. Es ist mir in Erinnerung, daß Justizrat Haber mir schrieb, der Prozeß lüiib sicher gewonnen werden. Ich bemerke noch, daß Justizrat Haber einen Kostenvorschuß von 1065 Mark verlangt hatte ich ihm sofort eine AbschlagszahlunA von NS-tz 5bevmäbrfjeij nrau i"361«** 'Aren., Cfhp *liniWI“ wird uuLü angenommen. ^rau £ouiö Weit} Wn>,, Hoonftr. 31, ßinteiljMt. fehle mich zur billigen und len W- taiywtota. Wagner, Laudgaffe 34. iebenerwerh jucht durch llebernahme ichristlichcr ArbcUeu. hriitl. Angebote unter 3M -ii Giegener Anzeiger erbeten. Gut gehendes iS!l«!«M4lfPlt 5Ä rfernfprecfier W2 Gegründet 1866 Gebrüder Berdux Lindenplatz 12. Bahnhofstraße 27. MWe PMtskiewkp auf Der städtische Branddirektor: B>7, 3853 Fluß- und Seefische Kinder-Sonnenschirme Wasche mir 3663 I August Kilbinger D50/« Alle Mitglieder sind freundlichst eingeladen. LMM € Junker &■ Huh s a' 16 19 Bank für Handel und Industrie 2961 Gießen •-<- 2. mm Größtes Verkauf süaus für Guxus-, cfcfimuck- und Gederwaren etc. % werk Leichtester Gang Sauberster Schnitt geeignet erklärt worden. 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Söeroegung Tie Geioech'chaftSbewe, Zeit ab von den Utas den Tagesfragen wirtf organ darüber Zeter die Gewerkschaften bi, besonnerercn Element^ und kümmern sich zeugten Genossen, ,T Heute läßt sich i a*ie5 will Bewegun ganzes modernes Li schnitlen: cs herrsch ch alle Theorie, und Mephisto zum Schäl mcht allzu arün sei und der Geister ift ^bergegangen, als Handlungen davon c gramm passen, das i Mesen hat. Aus ft selbst erklär beispielsweise di Mgehen. Wäre da die konzuwnt aeqcn d WK nach bem m llc gu I den E'progi d--M--LLL Merhaupt der nnrfi tvirö, und s Ickten °'-ht im w von bomLfen , Was bPn/rCm kurz oder r?1 ^rrn tischen L.^^ gesches W°uEO'« «eien Sa”11,1 sehen will. ' an Kiel 27 cx .ünE Bord, ist f^uni. ; lKt Ez^ heute llQ LnUCan^ bpr ' @i»e Wein, o "en er ^lident i>. ^itz, । päfäü’Äi;