5111 geUenntnisnchh 8l"sen . in 1616 * Fanu'- B <"* I Vaschblöseö erSla»i.5oilk : '^4 er Stück 3,__ ; ^4,-kJ SßDft unb nach V-rschH - bei Wrisse« rgsvoll i Appel ?t I esse, wenn Sie sich, i le Waschmaschine 'ig-inal„RifFel" maschine an- i ist entschieden .pfwaschmaschrcie ,■ ii&Aga eigen- iitiondeT Trommel ihine inbezug au! funsch bei nbandlung Telephon 76. g und Schonung der irrenzlos da. M. (e§ befindet sich fflem rr-Geschüst ril an je Neuenwtz & KgB irfjsgr ___ .Marke .—- SefeWJi - Urquell 'S**“??? Alleinig« u C, König, n in Wes^ “5‘Sl- -gSS*„" Ohr- "a trsS!eif. B) Grabet , K ... die SLtzchr Nr. 95 Zweites Blatt Dienstag 34, April s.906 L 56. Jahrgang Eichener Anzeiger Erscheint EtzNch mit Ausnahme des Sonntags. Redaktion. Expedition u. Druckerei? Schulst?. U, Tel. Nr. 61. Telegr.-Adr.: Anzeiger «Lieh«. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'lebe» UnwersitätSdruckcrei. R. Lange, (Btefcee. Eie ..Stehener Zamttlenblätter" werden dem »Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der Landwirtt' erscheint monatlich einmal. General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Aas stolze Amerika. Ueberrascht und verblüfft hat unS kulturbeleckte Europäer die Meldung, daß sich Präffdent Roosevelt alle Spenden für dre Geschädigten von San Francisco ebenso bestimmt als höflich verbeten hat. Für den ersten Augenblick mutet dieses Vorgehen recht protzenhaft an; der geldstolze $nnfec, der nicht einmal bei so riesenhaftem Unglück sich von anderen Leuten helfen lassen will — cs ist kein schönes Bild! Und zudem ist die Legitimationdcs Präsi denten Roosevelt zu solchem Handeln bestreitbar. Wie fommt er dazu, die Spenden zurückzuweisen, die doch nicht den Vereinigten Staaten von Nordamerika, sondern den geschädigten Privatpersonen zugedacht sind? Wir können diese Frage auf ihre Berechtigung nicht prüfen, zweifeln aber nicht daran, daß viele Geschädigte mit dem Vorgehen des Präsidenten nicht einverstanden sein dürften. Dagegen hat der Präsident in der Union die große Mehrzahl der Bevölkerung unzweifelhaft hinter sich. ES wird in unserer Zeit mehr in öffentlicher Wohltätigkeit gemacht als gut ist. Und cS ist leider nicht immer das menschliche Mitleid, die christliche Charitas allein, die Anlaß zu den Spenden gibt, sondern es spielen da menschliche, allzumenschliche Schwächen eine übergroße Nolle. Das Wort von der dekorativen Wohltätigkeit ist nur zu berechtigt, und in vielen Fällen, in denen der Klingelbeutel umgegangen ist, haben sich trotz der zusammengcbrachten großen Summen so häßliche Begleiterscheinungen gezeigt, daß man an manchem „milden Werke der Barmherzigkeit" keine sonderliche Freude haben kann. Mancher gibt, weil sein Vorgesetzter cs so wünscht, ja dieses Geben dem Unterbeamten gewiffcriilaßen zur Pflicht macht, und das offizielle Deutschland gibt nach dem Auslande oft nur aus rein polit. Gründen. Beides würdigt Geber wie Empfänger herab. Mancher lechzt bei seiner »milden Spende* nach dem Ruhm, der erste gewesen zu fein, dec seine Hand auftat, und das Wort „bis dat, qui cito dat“ (doppelt gibt, wer schnell gibt) erhält dadurch einen häßlichen Beigeschmack. Mancher rechnet auch zu sehr auf Dankbarkeit. Unser Vertrauen in die öffentliche Wohltätigkeit wird darum immer geringer. Roosevelt ist ein Mann von klarem Blick. Er ,vill, wie es scheint, die Vereinigten Staaten vor dem Schicksal bewahren, von aller Welt beschenkt zu werden, um sein Vaterland vor einer Demütigung zu bewahren. Freilich, fein Land der Welt sonst könnte sich das leisten, nur Amerika, das Land der Milliardäre. Die großen Vermögen, die kürzlich vom Präsidenten nicht gerade günstig beurteilt wurden, haben letzt Gelegenheit, zu zeigen, daß sie besser sind als ihr Ruf, und sie werden sichs auch nicht lange überlegen. Schon meldete man von gespendeten Millionen, und wenn die Versicherungsgesellschaften ihre Pflicht tun, so wird von den Bc° droffenen niemand auch nur einen Dollar verlieren und Labei doch dem Ausland keinen Dank abzustattcn brauchen. Wir haben hier nicht zu untersuchen, ob die Wohltätig- cit der amerikanischen Krösusse etwa reiner und christlicher ift als die Allerweltswohltätigkeit; das geht uns nichts an. Tatsache ist: die Vereinigten Staaten können sich selber Helsen und verbitten sich infolgedessen jede Spende aus der übrigen Welt. Tas mag uns verschnupfen, aber cs ist verständlich. Roosevelt kehrt eben auch hier den Nationalstolz heraus. Erfreulich finden wir eS, daß von allerhöchster deutscher Seite diesmal noch keine Geldspende erfolgt ist — eine Zurückweisung wäre unter allen Umständen für uns sehr demütigend gewesen und hätte andere Leute riesig gefreut. Eine weise Lehre aber können roic aus dem Vorgehen des Präsidenten der Vereinigten Staaten ziehen: in Zukunft nicht mehr zu voreilig zu sein mit der milden Hand. Für die Hamburg-Amerika-Linie ist es doch blamabel, daß sic ihr Geld zurückkommt, und die Konkurrcnzlinien werden darüber einige geheime Freude empfinden. Es wird sich in Zukunft empfehlen, erst einmal abzuwarten, ob man unsere Hilfe braucht, und ob man fie zum andern auch annimmt. Es ist ja nicht jeder Staat so stolz wie die Union, aber Vorsicht ist jedenfalls am Platz. Und dann sollten wir auch die Gesinnung kontrollieren, alis der heraus wir geben, sollten die aus dem Falle Mirbach genügend bekannte dekorative Wohltätigkeit sein lassen; sie ziert uns ivirklich nicht. Nem-Dork, 23. April. Eine Versammlung von Deutschamerikanern bot dem Freiherrn Speck von Sternburg bas Ehrenpräsidium des neugeblldeten Komitees zur Errichtung eines Hilfsfonds für Sau Francisco an. Der Botschafter hat telegraphisch mit Tank angenommen. politische Tagesscha«. Der Reichstag ist heute (Dienstag) wieder zusammengetreten, um noch die Menge des Beratungsstoffes, der ihm vorliegt, in den restlichen Teilen der Tagung zu erledigen. Die Arbeit ist keine geringe, freilich trägt der Reichstag ja selber bekanntlich Schuld daran, daß es dahm gekommen ist. Einen großen Raun» der Erörterungen wird die dritte Etatslesung cin- nehmen, weil man diesmal im Gegensatz zu sonst sich beim Etat des Reichskanzleramtes, wie auch des Kolonialetats ziiemlich lange aufhalten dürfte. An erneuten Anklagen gegen die Kolonialverwaltung wird es nicht fehlen u iid die Schaffung eines selbständigen Reichskolonialamtes ist n och nicht völlig gesichert, da diese Position leicht Ablehnung fi.nbcn kann, wenn die gegnerischen Parteien in voller Stärke jmc Stelle sind. Noch weit ergiebiger wird sich aber die Beratung des Etats des Reichskanzler- und aus- nvärtigcn Amtes gestalten, iueit man hierbei die in der znociten Lesung infolge der Erkrankung des Reichskanzlers abgebrochene Diskufsion im umfangreichsten Maßstabe wieder aufnehmen und namentlich die Situation des Dreibundes erörtern dürste. Ob stcilich Fürst Bülow in der Lage sein wird, selbst Rede und Antwort zu stehen, scheint bei der langen Ausdehnung seiner Krankheit fraglich, und man wird dies wohl dem Staatssekretär des auswärtigen Amtes überlassen müssen, wobei Herr v. Tschirschky Gelegenheit haben wird, sich die parlamentarischen Sporen zu verdienen. Den Hauptraum der Parlamentsverhandlungen wird aber die Steuerreform einnehmen, wenngleich man an ihre zweite Lesung noch nicht einmal sofort herantreten kann, löcil die Kommission ihre Beratungen noch nicht beendet hat. Das erste Drittel des Mai dürfte verstreichen, bis das Plenum in die Lage kommt, sich mit den großen Steuervorlagen zu befassen; da aber die dritte Lesung des Etats erst dann begonnen werden kann, wenn die zweite Beratung der Steuergesetze, die mit dem neuen Etat in innigem Zusammenhang stehen, beendet ist, so dürfte man Gefahr laufen, den Etat kaum bis zu Pfingsten fertig zu stellen, wenn man die Beratungen nicht ungemein beschleunigt und die Redner sich größte Einschränkungen auferlegen, was leider nach den bisherigen Erfahrllngcn kaum anzunehmen ist. * Potemkinsche Dörfer. Im vergangenen Jahre hat die gewaltige Ucber- schreitung der vom preußischen Landtage bewilligten Kosten für den Umbau des Königl. Schauspielhauses in Berlin Aufsehen gemacht, denn die Summe betrug nicht weniger als 1 0 8 7 000 Mark. Wäre das Abgeordnetenhaus eine wirkliche Volksvertretung, so hätte es die Genehmigung des geforderten Mehrbetrages wohl rundweg abgelehnt, so aber concedierte es nachträglich noch 763 000 Mk., für den Rest kam die Krone auf. Erst jetzt erfährt man die Ursachen dieser enormen Mehrkosten, und ohne Uebcrtreibung kann man davon sagen, daß hier ein Stückchen geliefert worden ist, das an die Potemkinschen Dörfer erinnert. Als cndgil- iiger Termin für die Fertigstellung des Umbaues wurde der 21. Mai 1905 festgesetzt, weil einen Tag später Kaiser Wilhelm seine Mittelmecrreife antreten wollte. Aber trotzdem eine Unmasse von Arbeitern Tag und Nacht beschäftigt wurde — natürlich bei entsprechend höheren Löhnen als den sonst üblichen —, stellte sich doch bald die Unmöglichkeit heraus, den Umbau zur rechten Zeit fertig zu bringen. Anstatt jedoch dem Kaiser hiervon Mitteilung zu machen, befahl der Intendant von Hülsen, da§ Haus einstweilen provisorisch fertig» zustcllcn, d. h. alle die Arbeiten, die in echtem Material, als Marmor ober Bronze auszuführen gedacht waren, wurden in Stuck hcrgestellt. Frischer Putz hatte kaum einige Tage unter Einwirkung von künstlicher Hitze duich Koksöfen halb trocknen können, so wurden auch schon teure Wandbe- kleidungSstoffc darüber gespannt. Und hinterher kamen Bi al er und Vergolder, um die Illusion vollständig zu machen. So war es denn tatsächlich ein Potemlinsches Dorf, das man den kaiserlichen Herrschaften am 21. März vorführte. Erst als am 10. Juni die Theaterferien begannen, ging man daran, die provisorischen Stuckarbeiten, Wandverzierungen 2c. durch echte Materialien zu ersetzen. Mit anderen Worten: Ter Umbau be$ Königs. Schauspielhauses wurde zweimal ausgeführt, weil sich niemand fand, der dem Kaiser die Unmöglichkeit vorgestellt hätte, zu dem bestimmten Termin fertig zu werden. Und die preußischen Steuerzahler müssen nun 7 63 000 Mark mehr aufbringen! Uebrigens soll derselbe Geh. Hofbaurat, der diesen famosen, auch künstlerisch mißlungenen Umbau leitete, mit der Erbauung deS geplanten neuen Opernhauses betraut werden. Tas Erdbeben in Kalifornien. San Francisco, 23. April. Tas Feuer ist um Mitternacht nördlich des Fährhauses von neuem ausgcbrochen und nahm heute in der Richtung der Werstanlagen eine gefährliche Ausdehnung an. Tie Kohlenbunker nördlich des Fährhauses brennen heftig und bilden eine ernste Gefahr. Tas Feuer droht sich einen Weg durch die Docks nördlich des Fährhauses zu bahnen und das große Fährhaus zu erreichen. Tie Hälfte dec Bevölkerung hat die Stabt verlassen. 300 Wohnhäuser sind vom Feuer verschont geblieben, weil die Besitzer die Vorsicht gebraucht hatten, wollene Decken in Wem zu tauchen und hiermit die Tücher zu schützen. Ueber 300 Personen sind bei dem Zusammensturz des Bo.ru ns wich- Hotels um gekommen. In dem Hotel, daS 300 Zimmer hatte, entstand sofort nach dem Zusammensturz eine Feuersbrunst. Ter vom Erdbeben berührte Distrikt von San Francisco umfaßt 25 Quadratmeilen. — Wie weiter berichtet wirb, erschossen gestern Soldaten zwei Männer, die sich an einer Frau vergreifen wollten. Tie Zahl der Tölen kann noch nicht einmal annähernd festgestellt werden. Man will sie jetzt auf 25 0 00 veranschlagen. Tie Postbehörde l/at die Verfügung erlassen, daß alle Briefe, Pakete ic. aus San Francisco bis auf roeü tercs unfrankiert beförderr werden. Tie Beschaffung von Wasser ist noch sehr schwierig. Tas Rauchen ist nach Sonnenuntergang verboten. Personen, welche diese Verbote nicht achten, in erben ohne weiteres verhaftet. General Funston ist uneingeschränkter Diktator und übt seine Gewalt mit Strenge aus. Tausende von Kindern sind in den letzten Tagen an Hunger und Kälte gestorb en. Zahlreiche Arbeiter sind mit dem Aufräumen der Trümmer und mit der Wiederherstellung der Kanalisation, GaS- und Wasserleitung beschäftigt — die ersten Anzeichen des Wiedererstehens der Stadt. Zur Besserung der l^-esundheitsverhältnisse werden die kräftigsten Maßnahmen getroffen, iir Gesundheitszustand unter den Obdachlosgewordenen ist oemertenswert gut. Tie Gefahr einer Hungersnot ist baut der gro’-Hilfeleistung vorüber. Tre Besichtigung der vom ^.rauoe tzeungefuchten Straßen ergab, daß die aus Stahl gebauten ^user, darunter das große Haus des Blattes „Call" fast unversehrt stehen geblieben sind. Mair hofft, einige derselben unverzüglich wieder in Stand zu setzen. Ter Sachschaden wird jetzt von Vcrsichernngsfach- leuten auf 300 Millionen Dollars angegeben, toto von die Versicherungsgesellschaften detwa 175 Millionen Dollars zu tragen haben dürften. Ter Schaden der europäischen Versicherungsgesellschaften wird, wie folgt, geschätzt: Deutsche Phönix-Gescllschast 2u Millionen; Hanrburg-Bremer Vcr- sicheruugsgesellschast 50 Millionen, Norddeutsche Versicherungsgesellschaft 36 Millionen: Preßburger VcisicherungS- gesellschaft 40 Millionen Mark. Bei Oesterreichischen Gesellschaften sind Versicherungen in Höhe von 10 Millionen genommen, bei englischen Gesellschaften etwa 200 Millionen, zusannnen 400 Millionen. Einem Telegramm zufolge nimmt die TyphnS-Epidemie, die unter den Flüchtlingen in Oakland aus- gebrochen ist, großen Umfang an. Die Stabt Fortbragg ist burch eine Feuersbrunst, welche nach dem Erdbeben entfand, größtenteils zerstört worden. Ein neuerErdstoßist im Staate Oregon verspürt worden. P i t t s b u r g, 23. April. Hiesige Stahlsachlcute sind der Ansicht, San Francisco werde sich iDegen der Beschaffung von B a u- stahl nach England und D e u l s ch l a n b wenden müssen, da die Pittsburger Stahlwerke mit Aufträgen ohnehin überhäuft seien. Sie setzen hinzu, infolge der Hoheit Frachtsätze von Pittsburg zur Pacisischen Küste werbe cs ben ausländischen Werken möglich fein, zu Wasser gesandte Waare billiger zu liefern als bic Pittsburger Werke. Telegramme aus Santiago de Chile berichten, daß die Vulkane der Kordilleren und Anden wieder in Tätigkeit getreten sind. Gleichzeitig sind Erdstöße in Chile und Jndochina verspürt worden. In Innsbruck wurde am 22. bs. MtS. ein kurzer Erdstoß verspürt, ebenso im Ampczzotalc, im Vasatale, im Val Travignolo, sowie in Gabino (Tirol). Aus S.aSt uno Lano. Gießen, den 24. April. ' Ordensverleihungen. S. K. H. der Groß* h erzog haben dem Fürstlichen Kammerfelretär Viktor Jllijg zu Büdingen daS Ritterkreuz 2. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmütigen, dem Bürgermeister, OrtSgerichtS- vorsteher und Standesbeamten Becker II. zu Ober-Ofleiden das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste" am Bande des Verdienstordens Philipps des Großmütigen, und dem Förster Friedr. Haber zu Michelnau aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand bas Silberne Kreuz des VerbienstorbenS Philipps des Großmütigen verliehen. — S. M. der Kaiser hat dem pens.. Lokoiiiotioführer Karl Lanzenbörfer zu Klein-Linden, bisher in Betzdorf, das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen. ** Das Gerücht, S. M. der Kaiser sei heute vor-? mittag durch die Stadt nach dem Exerzierplatz gefahren, gab einer größeren Anzahl Leute Anlaß, nach dem Trieb zu wandern, um den Kaiser zu scheu. Sie machten den Weg aber vergebens, denn weder war der Kaiser hier, noch ist bis jetzt etwas bestimmtes üben seine cd. Hierherkunst bekannt. Herr Oberst vow Lindenau ist gestern abend für etiva. 8 Täge nach Berlin gefahren, aus welchem Umstand entnommen werden kann, daß während dieser Zeit mit einem Besuch des Kaisers bei seinem Regiment nicht gerechnet wird. '* Die Wegweiser und Ortstafeln, die vielfach eine unleserliche Schrift aufwcisen, sollen demnächst in Ordnung gebracht werden. Verschiedene Gemeinden sind davon in Kenntnis gesetzt worden. In den kommenden Jahren soll ein gewisser Betrag für die Instandhaltung der Wegweiser und Ortstafeln in den Unterholtungsvoranschläg der einzelnen Gemeinden vorgesehen werben. ** Schulgeldsätze der höheren Lehranstalten- DaS Großh. Ministerium des Innern, Abteilung für Schul- angelegenheiten, hat nach einer offiziösen Mitteilung mit Wirkung vom 1. April I. I. an die Schulgeldsätze an den Gymnasien, Realgymnasien, Oberrealschulen und Realschulen einschließlich der Progymnasien wie folgt festgesetzt: süc die Klassen Ober-Prima bis einschließl. Unter* Tertia — 108 Mk. jährlich; für die Klassen Quarta, Quinta, Sexta —96 Mk. jährlich; für die Klaffen der Vorschulen,, deren Kosten zum Teil vom Staat getragen werden (bas sind die Vorschulen am Realgymnasium zu Darmstadt, an den Oberrealschulen zu Offenbach unb Gießen, sowie an ben Realschulen zu Groß-Umslabt, Michelstabt, Alsfeld, Fried-, berg, Alzey, Bingen und Oppenheim), ebenfalls 96 Mk. jährlich. Für die höhere Handelsschule in Mainz und die Landwirischaftsschule in Groß-Umstadt gelten die Schulgelbsätze ber entsprechenden Real- ober Obcrrcalschulklassen. Für wahlfreien Lateinunterricht an ben Realschulen wird Schulgeld fortan nicht mehr erhoben. Die Vorschriften wegen Erhebung eines Schulgelbzuschlags für mchthessische Schüler bleiben in Kraft. ** San gertag. Ter im Entstehen begriffene Sängerbund „Wetterau-Lahngau" hält nächsten Sonntag in Leihgestern seine konstituierende Versammlung unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Leun-Großen-Linden. Zn den 14 Vereinen, die den Bund gründeten, haben sich inzwischen einige weitere angemeldet. (—) Lollar, 22. April. An dem von dem Mm ner- gesangvercin Licdertasel für den 24. und 25. Juni veranstalteten nationalen Gesangswettstreit nehmen zirka 1500 Sänger teil. 28 Vereine beteiligen sich am Preis" singen, cs sind größtenteils ländliche Vereine. TaS Preis- imgen wird in den Sälen zur „Germania", „Traube" und Linde" abgei,alten. Viele Ehrenpreise sind bereits ästet. Der Festplatz sieht 4000 Sitzplätze vor. Das Feix cr- nm Firnnkfnrter Börse. 2 4. April, 1.15 Uhr. Reichsanleihe 3% W.< T” 110.90 219.00 3^°/< 3% . 24.00 . 147.00 . 142.10 250.50 130.00 Berliner ITandelsges Darmstädter Bank . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Koinmandit. . Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio- Eisenlahn . Gotthard bahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbahn + 11,5° O. 4- 2.3° 0. do. Konsols do. Hessen . . Oberhessen 24.00 135.20 146.00 24. April. Anfangskurse. Harpener Bergwerk . . Laurahüttc . . . , Lombarden E. B. . . Nordd. Lloyd . . . . ' Türkenlose . . . Hörse, . 173.00 . 144.10 . 239.00 . 87.90 . 239.00 . 185.20 . 187.90 . 160.75 . 216.50 Höchste Temperatur Niedrigste 248.50 135.30 131.00 170.40 144 40 * Neapel, 23. April. Heule wurde die Ve su v b a hn bis zum Observatorium wieder e röffnet. Mit dem ersten Zuge fuhren der Herzog, die Herzogin van Aosta mit ihren Brüdern. Die wissenschaftliche Erudition unter Mercalli und Rudolph gingen hrirb das größte, das fe hier gefeiert wurde. Die hiesigen .Gesangvereine üben Müssenchöre ein. 0 Lauba ch, 23. April. SDn Sonntag nachmittag tagte im Hotel „Solrnser Hof" eine gut besuchie Versammlung von Landwirten. Es handelte sich um Gründung eines Schweinezucht Vereins. Demselben traten sofort 48 Mitglieder bei. Ms Direktor imirde August Jochem, als Stellvertreter Gastwirt Böhm, als Rechner Hartmann Braun, als die beiden Schätzer Friede. Aug. Jochem und Tierarrt-Ersisteirz. Sehr gebild., etro. vermög. Dame sucht evang., prakt. schon tätig gewes. Tierarzt, 35—45 Jahre, welchrr durch Heirat mit derselben Anwartschaft auf Anstell, als Schlachthos-Jnspekt. einer Provinzialstadt des Ostens hat. Ausführl. Offert, unter 1264 an die Erped. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voransficktlicke Witterung in Hessen für Mittwoch, beit 25. April 1906: Wolkig, nur stellenweise geringer Regen. Kühl, mir am Tage etwas wärmer, stellemveise geringer Nachtfrost. Näheres durch die ßtieftener Wetterkarte. Bestehen zurückblicken. — In M a i n z wird ein 34 Jahre alter Invalide vermißt, der sich am 2. April aus seiner Wohnung entfernt hat und bis jetzt nicht zurückgekehrt ist. — In H ochst ä t t e n bei Auerbach hat sich ein junger 26jähriger Arbeiter ans Furcht vor einer Operation erhäng t. Vermischter. Harpener Bergwerk. . . Laurahütte...... Nordd. Lloyd..... Oberschles. Eisen-Industrie . 100.20 . 88.15 . 100.20 . 88 30 . 99.75 Meteorolo^isttie Beobachtungen der Station Gießen. schäftigt. Es wird von. Petersburg aus behauptet, daß die Anleihe nur dazu aufgeuommeu wurde, um die ungeheure Miß- wirtschaft der Beamtenschaft zu verdecken, damit diese nicht mit Begründung durch 'Ziffern vor der Duma zur Sprache gebrackst werden kann. Die Anleih? bedeutet 2'i Milliarden Fr. gleich 843 Mill. Rubel. Der Reichsrentei fliesten jedoch nach Wzug der Kommissionsgelder nur 717 Mill. Rubel zu, von denen auster- dem noch an 22 Mill. Rubel au Zinsen bis zum Jahresschlust abzuzahlen sind. Auf diese Weise hat die Reichsrentei mit etwa 095 Mill. Rubel zu rechnen. Nach Angaben der französischen Bankiers beläuft sich die Wechselschnld der russischen Regierung in Frankreich auf 800 Mill. Fr. oder 300 Mill. Rubel. In Berlin hat die russische Regierung bei Mendelssohn 200 Mill. Rubel zu tilgen, sodann hat die Reichsrentei bei den russische?' Danken eine Schuld von 62 Mill. Rubel stehen. 32 Mill. Rubek hat die Reichsrentei bereits im Jähre 1905 von den staatlichen Sparkassen entliehen, zu dene?? sich noch 33 Mill. Rubel gesellen, welche in der Verschuldung des Staates an die Reicksbmrk liegen. Rechnet man alsdann die auf Japan für die Verpflegung der Kriegsgefangenen entfallenden 50 Mill. Rubel, so bleibt von der ganzen Anleihe ohne auch nur eine Deckung der im Budget vorgesehenen austerordentlichen Ausgaben vorgenommen zu haben, nichts übrig. — Dabei hat sich Rußland verpflichtet, für die nächsten zwei Jahre an eine neue Ausländsanleihe nicht zu denken. Rom, 23. 9lpril. Laut Zeitungsmeldung enthält der noch nicht veröffentlichte Bericht über die Marineenquete schwere Anklage?? gegen die Marine-Verwaltung und Lieferanten, die de?? Staat schmählich betrogen haben. Die Marineausrüstung wird als höchst mangelhaft bezeichnet. Statt guststäblerner to?trbc?t gußeiserne Geschütze geliefert und bei "den Scbiestversuchen w?irde ge?nogelt. Die vom Minister Briu scko?? 1897 beschlossene Bestellung Kruppscher Geschütze kam infolge inländischer Machenschafte?? nicht zur Ausführung 4M0/o Chinesen . . . Aktien: Bochum Guss . . . . Buderus E. W . . < Tendenz : ruhig. Berliner Can ad a E. B..... Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder Union C. . Dresdner Bank . . . Tendenz: geteilt. 100.50 101.30 96.45 68.55 69.80 91.30 94.35 92.80 145.80 54.50 91.30 68.60 97.90 Arbeiterbewegung. (fc.) O ber - Ra m.st adt , 23. Mril. Sämtliche Schleifer sind Wege?? Lohndifferenzen in der Kammfabrik non Gustav R ü g e r hier in den Ausstand getreten. Die Firma sah sich infolgedessen genötigt, de?? gesa?nte?r übrigen Arbeiter?? z?? kündige?? i:ud den V e f r i e b ein ; »stelle n. den hiesigen Lehrstuhl für Chirurgie erhalten. Prof. C^ernl) wird sich dann der Leitung des von ihm begründete?? K'rebs- iustitiits wid???e??. lütnft uttfc wessenfchaft. Leipzig, 23. Infolge einer Schuswerleizuug, die eine Darmzerreist?:ng im Gefolge hatte, ist der bekannte. Verleger und Mctmlraber der Leipziger „Jllustr. Ztg." Jvha?m Weber g e stor b en. Weimar, 23. April. Die Generalversammlung der S h a ke- s p e a r e - G e se l l s ch a ft sandte he?ite ein sehr warm gehaltenes Shmpathietelegramm an die englische Schwestergeiellschaft und ernannte Professor Eduard D a !v do n - Dublin z?c ihrein Ehrenmitglied. München, 23. April. Der 23. K'ongreß für innere Medi z i??, der von den bedeutendste!? Klinikern Deutschlands! besucht ist,, wurde heute durch StumpellWrcsla?? eröffnet. Dr. ?ncd. Ludwig Ferdinand Prinz vo?r Bayern begrüsste den Kvngrest und ??ahn? als Ehrenvorsitzender n?i de?? Verhandlungen teil. Rach der Begrüßung wurde in die Tagesordnung eingetreten, die sich zmräckst ?nit der Ratboloaie der Schilddrüse besastte. GrZgrttaS-DkÄhtmel-ttngen. Kiel, 24. April. Oberingenieitr Zache?? ?ind Obermechaniker Lange vom Torpedo-Schulschiff Blücher, die eine geheime Sache fahrlässig behandelt hatten, wurden kriegsgerichtlich mögen Ungehorsam zu 5 Tagen Kammer» ^rest resp. . z?i 30 Tagen gelindem 9(rrcft verurteilt. Die Verhandlung fand im Interesse der Staatssicherheit unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. London, 24. ?lprjs. Die Arbeiterpartei beschloß, den 1. Mai ???it großer Festlichkeit zu begehen. Eine große Kundgebung wird organisiert, doch soll dafür gesorgt lucrbcn, daß die Ruhe in keiner Weise gestört wird. Paris, 24. April. Das „Journal" berichtet über ein Attentats versuch gegen bei? früheren Präsidenten der Nep?iblik, Lor? bet, der vor einiger Zeit geplant war, aber voi? bei? Behörbei? verschwiegen wurde. Der Steuereinnehmer Don Montvlimar ging eines Tages an der Wohnung Loubets vorüber rind bemerkte auf der Trevpe einen Apparat, aus dem leichter Rauch aufstieg. Als er näher hinzutrat, bemerkte er, daß es sich um eine Bombe handelte, deren Lunte bereits brannte. Er löschte die Lunte und zeigte den 4"» Oesterr. Goldrente. . 4l/r, 5<> Oesterr. Silberrente 4n» Ungar. Goldrente . . 4 % Italien. Rente . . . ?»% Portugiesen Serie T . 3% Portugiesen „ II) 4 X°'n rnss.Staatsanl. 1905 4K° n Japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose .... . 4% Griccb. Monopol-Anl. 4% äussere Argentinier . 3°/0 Mexikaner . . . schine des Wiesbadener Zuges erfaßte die ersten Wagen des Kölner Zuges in der Flanke. Run kamen beide Züge zu?n Stehe??. Die Wiesbadener Maschine fiel um und der Postwagen des Kölner Zuges sprang aus dein Geleise. Ein in diesem Wage?? befindlicher Postbeamter erlitt nicht unerhebliche Verletzungen. Die übriger? Passagiere kamen mit dem Schrecken davon. Der Materialschaden ist erheblich. Die Betriebsstör?mg ?var beträchtlich. Das direkte Geleise Wiesbaden-Mainz blieb bis heute früh gesperrt?ind alle Züge Nüdesheim-FrankfurL und umgekehrt mußten via Wiesbaden geleitet werden. fe. Frankfurt a. M., 23. April. Am 11. April war in der Mainzer Landstraße ein zweijähriger Knabe ausgesetzt worden. Die Ermittelungen haben ergeben, daß das Kind den getrennt lebenden Eheleuten .Karl Münch gc= , hört und daß die Mutter des Ehemannes, die Witwe Münch, । Hasenstraße 46, das Kind ausgesetzt hatte. W. Homburg v. d. Höhe, 23. April. Gestern nach- i?l.ittag machten der Kaiser ?md die Kaiserin einen cin- ftündigen Spaziergang in? Hardtwald. Zur Abendtafel war Geh. Baurat Schivechten, der Erbauer der hiesigen Erlöserkirche geladen. Heute vormittag von 10 Uhr ab hörte der Kaiser den Vortrag des Chefs des Zivilkabinetts LucanuS und bestchtigte später mit Geheimrat Schwechtcn die netten Modelle für die weitere Ausschmückung der Erlösertirche. Der Kaiser verlieh bem Geh. Baurat Iaeobi bei Gelegenheit der Frtlhstückstafel mit höchst anerkennenswerten Worten seine durch bett Berliner Hofciseleur Rohloff ausgeführte Büste mit der eingravierten Inschrift: „Zim? 21. April 1906% Ehrend die Kaiserin einen Silberpokal dem Jubilar überreichen ließ. Herbvrn, 22. April Arn 26. April findet die Ab- ?t ahrne der neuen Strecke Herborn-Driedorf statt dte am 1. Mai dem Verkehr übergeben werden soll. Zunächst s?nd v?er Züge nach jeder Richtung vorgesehen. Fertig ist lne Strecke zurzeit bis Driedorf mit. 23 Km Länge: an ihr hegen die Stationen Burg West, llkersdorf, Arndorf, Erdbach, Schönbach, Roth, Driedori Die Fortsetzung der Linie bis Rennerod ist im Batt begriffen und wird etwa Oktober dieses Jahres im Betrieb fein. Von Rennerod geht es! später nach Westerburg und Marienberg. Letzteres Stadt-1 idien wird damit die langersehnte Eisenbahnverbindung er-, chalten, während Westerburg jetzt schon Station der Wester- Lvaldbah?? ist. (Frkf. Ztg.) _ * ,K l e i?? c M i t t e i l ??u .? c u ans Hesse?? und bc?i iN a ch b a rst a a t e??. Ter älteste Bewo h i? c r bee; Dorfes! &? 13$ au Jen (Kreis Kirchhai??), der vor kurze??? das 95. Lebens- fahr z?rr?'ickgelegt hatte, ?vurde dieser Tage zur letzte?? R??he geleitet. — I 21??? bem waldbckrönten „ H irschkopf" bei'Weinhei m ver- -mchtete em Wa^d brand 18 Marge?? Wald. Der Brand ?vnrde vermullich von Spaziergänger n d??rch Weg?versei? bren?ic??bcr günb-1 Holzer verursacht. — Ji? B ü bin gen konnte die höhere B ü v - gerschule mit Beginn dcS neue?? Schuljahres auf ihr 25jähriges I Sandel UN- Verkehr, Volksm-rLscL-aft. Wo die neue . ussis.che.Aitleihe hi nkonimt. Ein ;£r . von jo uiii[a.|]"enbcr Art und Bedeutung wie die neue Emission verdient, daß man sich auch ausführlich mit ihr be- W. Darmstadt, 23. April. Der britische Geschäfts- * Ein tapferer Ehemann. Eine Tragikomödie träger in Darrnstadt, Grant du ff, ?v?trde zum Minister- eignete sich i?? Altona, als dort ein Straßenbahnwagen residenten in Havanna ernannt. hielt. Ei?? Mann, der i?i bem Wage?? neben seiner Frau Hamburg - Amerik. Paketf. 163 70 ~ “ 219 25 GerSchtssaal. Berlin, 23. April. Heute fand vor der Strafkammer die Verhandlung gegen, den Tischler H. statt, lüctoer angeklagt war, mit seiner jetzt 17 jäbrigen Tochter sträflichen Umgang geysloge?? z?i habe??. Die Anzeige soll vm? der Mutter des Mädchens erstattet worden sein. Der ?n?natürliche Vater nnirbe zu vier Jahre?? Zuchthaus verurteilt. Der Staatsanwalt liattc fünf Jahre Zuchthaus beantragt. Kiel, 22. April. 9(uf Berusin?g des Gerichtsherrn verurteilte das Oberkriegsgerrcht der aktiven Schlachtflotte die Heizer Buchholz, Reinhardt, Lö??z, Bcnthner und De??tschma??r? z?? 5 Jahre?? Z ?t chtha u s wegen militärischen Aulruhrs. Sie hatte?? ge?neinsa?n ei??ei? 11 ?? t e r o s i i z i e r g e s ch l a g e ??. In der erste?? Instanz erh?elten nur zwei der Verurteilte?? Zuchthausstrafe. Detmold, 23. Avril Im „T i e ss c i t s p r o z e ß" gegen Imbekannt wege?? Verletzung des Telegraphmgeheimnisses war bekanntlich der Redakteur St a crcke zweimal z?? der lwcbstzulässi- ge?r Geldstrafe und zweimaliger Zeugnistzwangsbast verurteilt worden. Die ztveite Verurteilung u?ar nun der Strafkammer des Land- gerichls I Berlin als ungesetzlich aufgehobe?? morde??. Nunmehr verfügte. Fürst Leopold ??n G?? a d e n ?o c g e , daß dem Verurteilte?? a??ch die erste Strafe vo?? 300 Mk., verhängt vo?n Amtsgericht Detmold, erlassen iverden soll. Elcktriz. Lahmeyer . . . 143.50 Elektriz. Schnckert . . . 133.00 Eschweiler Bergwerk . 265,00 Gelsenkirche?? Bergwerk . 228.00 22.-23. April 22.-23. .. Die Betriebseiunahmeir der P r e u >tz i s ch - hessisch e n E ? s e n b a h n g e m e i n s cb a f t stellen einen U e b e r s ch u ß über den Etatsroranschlag für 1905 in der Höhe von 105 M i l l. Mark dar. Wenn auch die Mehrausgaben noch nicht bekannt sind, so darf man doch wohl annehme?'. daß der Reinüberscbuß über den Etatsvvrauschlag mindestens 25 Millionen Mark aus- macben wird. aus Wasser, das eine weiße Milchfärbung erhalten hatte. ...... ,--- Alzey, 23. April. Vor kurzem verschwanden a??s der ~ T' V'V» »Sr,bu?/°Üs'LL ÄwaÄSiiÜ erklärliche Welse. N??nmehr wurde festgestellt, daß d?e beiden Jubiläums nachträchich sei?? in einem vräcktigen Swldrahmen ge- gemeinschaftlich den Tod in? Rheine gesucht haben. haltenes Bildnis mit eigenhändiger Unterschrift gewidmet. (Frkf Ztg.) Heidelberg ,23. Avril. Geheimrat V. C z e r n u wird am fr WieSbadc?? 93 grnr;r i ~^CT l10n feine??? Lehramt zurücktreten. An seiner 10 Nstr nr. flrt. 8nr V / ff c ^'"e >rd Geb. Medizinalrat Pros. Dr. A. Bier in Bpnn 10 Uhr pasiierte der Köln-Frankfurter Schnellzug .......... etwa verspätet die Station Kurve und der Zugführer des Wiesbaben-Viainzer Schnellzuges übersah das Zeichen „Halt". Letzterer gab sofort Kontredampf, boch umsonst. Die Ma- Heinrich Rühl gewühlt. Das Eintrittsgeld beträgt 1 Mk., - --- •• - ------......- ferner ift I P-oz. der Schätzungssumme als Beitrag jähr- S:l°ubms der^Morden bis zur oberen Station 'lä> Ä sT) e im. 22. Mr«. > der Pacht nnf Sonn- b,r*f mn 23* d° M° bei “ber® tag bi-ann teil in dem m ber I)ie)igen öcinartnng befind- q?T. 9 .Hannover-Köln aus noch nicht aufgeklärter Ursache lichen Großh. Braunkohlenbergwerk eine ganze die letzt-m vier Wagen, von denen zwei sich auf die Seite legten. Anzahl Tr 0 cke n sch v b er mit sämtlichem Inhalt, vielen Infolge der erlittenen Verletzungen verstarb in? Narackcn- Tausenden Zentnern Brann kohlen klv he, nieder. Die krankenhausc ber Kaufmann Eduard Hehse aus Lindau am Feuerwehren von hier, Södel, Mekvach und Berstadt waren Leicht verletzt wurden 13 Reisende. Vom Zugpersonal .zur Stelle« und verhinderten das weitere Umsichgreifen des r ^^mand verletzt Beide Hauptgleisc sind gesperrt. Der Feuers. Tcr Schaden ziemlich lmch sein. betrieb >mrd durch d,e «terglem °itz)cht°r»ilten Fischbach, 2V. April. Eine Zigeunerbande p°n „ t -'«er Schlachtbo t.erarzt- ungesähr 40 Köpfen, au« der Richtnna Heidelbach.Salzbnra ^Ltz^->chsichcnd° Anzeige, bte dem Inseratenteil emer kämmend, durchzog am Dienstag »nsern Ort und lagerte sich ONd-ntsch-n Z-.tung entnommen ist, durste allgememes Inter- an der Landesgrenze unweit Willingshausen. In der Rähe'0"^ c.regen, des Zigeunerlagers befand sich ber hiesige Schafpferch. Nachts versuchte die Banbe wieberholt, in diesen einzu - brechen, um sich ein Schaf anzueignen. Der Schäfer, ein noch kräftiger Mann und im Besitze eines guten Hundes, trieb die Räuber zurück. Bei Tagesanbruch war die Gesellschaft verschivunden. (Ob. Ztg.) ** Die Villcnk0 l 0nic Buckscl>Lag bei Sprendlingen gesessen hatte, sprang plötzlich ohne Hut heraus und flüchtete, hat sich in erfrenlicker Weise weiter entwickelt. 16 kleine Häuser Obwohl der Schaffner die Frau zurückhalten wollte, sprang smd rm Rohbau vollendet und ihre innere Ausstattung wird s:» 1 < . so beschle? "igt werden, daß einige von ihnen im Juli bezogen . cr 11 ,.ü^cn ~^ann un^Cü Eilten werden können. Die Kanalisation ivird bis zum 1. Mai fertig-1 Rufen: „.paltet ihn! Haltet ihn!" ^n der Bergstraße wurde gestellt sein, ebenso wird Gas und Wasser spätestens bis zum schließlich der Mann, an dessen Verfolgung sich eine große ZE d. I., in jedem Hause zur Verfügung stehen. Von den Menschenmenge beteiligt hatte, von einem Schutzmanne an- .Wohnungen find die meisten an Murleute und Beamte in ^rant nAkAtiP„ \ 1 furt a. M. abgegeben worden. Die Eiseubahnverwaltung lä&t 1ben er unter ^_i„nen flehentlich bat, ihn doch laufen .vom 1. Mai ab vier weitere Züge in Sprendlingen halten, ebenso? ä" lossen, ba er nichts verbrochen habe. Inzwischen ivar wird nbends kurz nach 10 Uhr ein beschleunigter Personenzug auch die Frau herangekommen und ivollte über den Mann Frankfurt -Darm stabt abg e la sseu, der mich in Sprendlingen anhült. herfatten, worauf beide unter dem Gejohle ber Menge zur iie. „neue Stadt ist lotocit vollendet, daß mau ihre ^traücn c „ ’ 0 bereits taufen konnte. An der Bahnlinie entlang zieht die Eleo- iviirden. Dort entpuppte sich ber Mann cus norenanlage, von ber die Ernst Ludwigs-Allee abzweigt. 5)ie ein Schneidermeister au§ Hamburg, ber seiner Fran wegen Frankfurter finden einen Hirschgraben und einen Forsthauswcg; schlechter Behandlung fortlaufen ivollte. Der arme Kerl im übrigen Hot man Pezeicknungen aus- jener sagend gewählt, wurde von seiner Frau nicht wieder losgelassen und triumphie- D?e Kvlonie ?it von vracktigen Anlagen umgeben. < cm <_ t ? !!-n. , h. Mainz, 23. April. In dcr V-rqistnnaS- "nd nach der Wohnun-, zurnck-zesuhrt. Wie es ihm dorr Affäre anf der Kaiserstraße ist heute »acht auch die werter ergangen ist, darüber verlautet leider nichts. Tockter der Witwe Stocker 0 e ft n ?• ß p ?? iPbf - , lerne Dagesmr on?k. B e r l i n v e r g i f t c t en 7? ?■/ L , f. . gc Ito tuen. Bis letzt gemeiniam rn eurer Gastwirtickaft der Buchhalter Robert bat die Angelegenheit funr Opfer gefordert. — In den Cohn und seine Braut. Das Mädcken erlag der Wirkung des letzten Sagen ist die Gesundheitspolizei wieder bedeiitenden Lysols, das beide nahmen auf der Stelle, der junge Mann auf M i l ch fä l schn n gen auf die Spur gekommen. In Rach- dem Wege nach dem Krankenhause. — In Dessa u er d rv ss e lte d"Ä ^Cr «i?? Ech belegt, bie 27 und 46 Prozent Waßerzusatz enthielt. Be, hat sie Selbstmord begangen. Sie sollte das^ Kind zurückgeben, einer Händlerin bestand bie als Milch verkaufte Brühe mir I konitte sich aber nickt von ihm trennen. Der Rheiirisch-Weftsälische Effektenmarkt. Tagesbericht der Firma Walter H a m m e r st e i n. M ü lhei m a. d. Ruhr, 23. April 1906. Der K 0 l? l e ?r k u x e?? in a r k t lag in? allgemeinen ziemlich fest. Tie Kurse konnten sich z?i"? Teil weiter erhöhen, mdessei? hielten sich die Umsätze in engen Grenzen. Eine airsehnliche Steigerung erst ihren die Kurse von Königin Elisabeth und Hele??e und Amalie. EtivaS abgeschwächt waren Trier, 2llte??dori und Johawr Deirnelsberg. Ein lebhaftes Gesebäst eirtroicMtc sich in Kuxen Hermann I—III. Auch Freie Bogel wurden zu steigenden Preise,? mehrfach umgesetzt. Der K a l i k 1? x e n m arkt neigte weiter zur Schwäche. Rur einige Papiere konnte?? ihre Kurse behaupten bezw. etwa? erhöben, lllehandelt wurde?? Bürbach, Wilbelmshall, Hohenzollern, Hohe??ielo und WiirterSball. Bon leichten Werten wurden Esperke, Albrecht^- hall und Rothenielde stärker gesucht. Ter E r z k it r e ?? m arkt lag unverändert. B r a u nk 0 hlen: Die Kurse last sämtlicher Papiere notierten höher. Ei?? lebhaftes Geschäft entivickelte sich in Lucherberg und Schallmauer. Te^efonescüne Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen. Avril 1906 Is. - 0 .2 2 le c 0 P ~ Temperatur der Lust Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter 23. 915 746,1 11,3 5,1 51 N 4 Bew. Himmel 23. 9” 747.3 5,8 5,5 81 NNW 2 Klarer Himmel 24. 725 747,2 4,2 5.4 87 NW 2 Bed. Himmel a -2 Wer Z Li 4 ? MV NW 2 ,'tafantl 2 W Öww'i .1^ . 1S’: . IN'' . 2U; .116 tsche Bank . tscb-Asiat. Bank • ionto-Koinmaodit. ■ ;dner Bank ditaktün , ' ' jmore- nnd Ohio isenlabn - thardbahn ■ • • M Eisenbahn - lert. Staatsbahn - • ;«.Henri-Eisenbabn ... . . -------------------. irsbeHchte von der Bank für Huid j liessen. April = + 11,b" C. = -v C. ÄEdienst. Hessen \\vt Mittmr He cicringer Regen. eise geringer Rochßro". intet Velierkarte. ie, ^Ubtcf . nicn u°n btne« “ A ^entet CT 200 < yLZS bie&'li? Älbtl ,'S*9 !r ürLU **as?jß als j betrog.. L*Sne Sj1^ DUtbc gemnnptt X1.66 8t "°7 24. April. 1.1b Ohr. :triz. Lahmeyer. ■ • triz. Schnckert . • • 1 > iweiler Bergwerk . . enkirchen Ber^etk. -- thnnr-Amerik. Paked. 15 . pener Bergwerk. . • -,., rahütte....../ Id. Lloyd . - • V io[i i tschles. Eilend Jä iner Handelsges ■ • | mstädter Bank ■ - - c^. Lpril Anfangsknrse iener Bemerk- - - ■flhnttc - • ' ' , ?4N Karden £• B. - ' Lloyd . ' ' . 146.«1 :enlose. ’ ?J““"'tflein. il SÄ?“ M SSBSk entwickelte ficb i?£. weiter^ur CchiMc •' '"vten bezw. etwas erbci- nn- Vohenaollern, Sofien'.' würben Esperke, Albrch evnnbcit, inmllickier Papiere noiiei’- elle l'ch in "ndjcrberg & Pachtungen iicRcu. VW SÄ** „Hii* #»• * VW .Ms Vorfall der Behörde an. Diese schickte die Bombe nach Paris, wo festgestcllt wurde, daß bei einer eventuellen Explosion der Bombe großer Schaden angerichtet worden wäre. Paris, 24. April. Etwa 6000 Juwelen- und Goldarbeiter beschlossen gestern abend, von heute ab in den allgemeinen AuSstand zu treten. Sie verlangen den Achtstundentag mit derselben Löhnung wie für den Zehnstundentag. Marcinella, 24. April. Die 62jährige Witwe de Payel wurde von ihrem 18jährigen Enkel Ferrier mit einem Hammer getötet. Der Mörder zündete dann das Haus an, um die Spuren seiner Tat zu verwischen. Das Erdbeben in Kalifornien. San Francisco, ?3 April. Ein Mitglied des Stabs des Gouvc nrurs, Tilden, der sich hervorragend an den Rettungsarbeiten beteiligt?, wurde bei einer Automobilfahrt von Leuten, die angeblich der Bürgerpatrouille angehörten, erschossen. — Der Brand ist durch den in der vergangenen Nacht gefallenen Regen teilweise gelöscht. Newyork, 23. April. Veranlaßt durch die Dkiß- billiZung des Auslandes über die Zurückweisung der an g eb o teilen Hilfe für Kalifornien ließ Präsident Roosevelt dem Kongreß eine Botschaft zu^ehen, in welcher er die Bewilligung weiterer iy$ Millionen Dollars vorschlägt und seinen Standpunkt verteidigt, daß Ldnerika keine ausländische Unterstützung benötige, Tie Botschaft besagt aber, Roosevelt empfinde eine tiefgefühlte Wertschätzung für das gütige Mitgefühl und das großmütige Hilfsanerbieten. — Es ist bei Vorschlag gemacht worden, daß die Hartkohlenarbeiter unentgeltlich für eine Million Dollar Kohlen fördern sollen, die dann an die Notleidenden in San Francisco übermittelt werden. San Francisco, 23. April. Die Bürger sind entschlossen, die Stadt schöner un£> größer wieder aufzubauen. Die aufgefundenen Leichen werden verbrannt, um den Ausbruch von ©eudjcn zu verhindern. Mle Flüchtlinge im Präsidio und im Golden Gate- Park müssen binnen drei Tagen die Stadt verlassen. Die Eisenbahnen gewähren freie Beförderung. — Im Washingtoner Kongreß wurde eine Resolution eingereicht und beschlossen, daß der Zoll auf Struktur-Stahl und anderes Baumaterial für San Francisco für ein Jahr sust- pendiert werden soll. r „ . ± Newyork, 24. April. Zwei Er der schul ter- un gen wurden gestern im Grants Paß und Glendale im Staate Oregon verspürt. Tie Gebäude gerieten ins Wanken und die Bewohner flüchteten ins Freie, doch wurde kein nennenswerter Schaden angerichtet. — Tie erste Künstlerin de^ Metropolitaine Opera S?nu|c von Newyork, Frau ^osefme Jacobi, erzählte, daß fie durch die Erderschütterung aus ihren Betten geworfen wurden und in Nachtkleidern ins Freie liefen. Sie blieben im Union Square Park, bis sw gegen 4 Uhr durch da§ Feuer auch von dort vertrieben wurden. — Tie neuen Erdstöße erregen die Bevölkerung aufs höchste. In San Francisco erhöht starker Regen die Leiden der Obdachlosen. Tie Kirchen werden als Schlasstätten hergerichtet. TaS Militär errichtet eiligst Baracken. Flüchtlinge erzählen, sie seien bei dem ersten Erdstoße aus den Betten geworfen worden und hätten kaum Zeit gehabt, sich notdürftig anzukleidcn. Auf den Straßen hätten sich furchtbare Szenen abgespielt. Tie Straßen seien von halbnackten Menschen und schreienden 5iindem, die ihre Eltern suchten, augefüllt gewesen. Ter Hilfsfonds beträgt jetzt 13 Millionen. Bekanntmachung. Tie nachsüchmde Bekaimtmachung bringen wir hiermit zur Kenntnis der Pferdebesitzer. Gießen, den 20. April 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen Mecum. B”/< Bekanntmachung. Wir machen die Besitzer derjenigen Pferde und Fahrzeuge, welche bei der Aushebung mt Falle einer Mobilmachung zu gc- stellen sind, bereits im Frieden ausdrücklich auf folgende gesetzlichen Bestimmungen aufmerksam: 1. Uebertretungen der hinsichtlich der Stellung der Pferde zur Aushebung getroffenen Anordnungen werden nach § 27 des Kriegs- leistungsgesetzes vom 13. Juni 1873 mit Geldstrafe bi? zu 150 Mark geahndet. 2. Pferdebesitzer, welche ihre gestellungspflichtigen Pferde nicht ungesäumt und vollständig vorführcn, haben außer der gesetzlichen Strafe zu gewärtigen, daß auf ihre Kosten eine zwangsweise Herbeischaffung der nicht gestellten Pferde vorgenommen wird. 3. Der Verkauf eines Pferdes vor erhaltener Gcstellungsauffordcrung entbindet nicht von dessen Gestellung, sofern die Ablieferung an den neuen Erwerber noch nicht erfolgt ist. Eine Ausnahme findet nur statt, wenn nachweislich der Verkauf an die Militärbehörde, an Offiziere, Sanitätsoffiziere oder Militärbcamte, welche sich ihre Pferde für die Mobilmachung selbst beschaffen, erfolgt war. 4. Von Bekanntgabe des Mobilmachungsbefehls bis nach Beendigung der Pferdcaüshebung ist jede Ausführung von Pferden in andere Kreise oder Ortschasten verboten. Zuwiderhandlungen werden für jeden einzelnen Fall mit der in § 27 des Kxiegsleiflungs» gesetzes vom 13. Juni 1873 vorgesehenen Strafe geahndet. Eine Ausnahme von dem Gebote findet nur statt, wenn nachweislich der Verkauf an Militärbehörden des Aushebungsbezirks oder an solche Offiziere, Sanitätsoffiziere oder Mililärbeamte, welche sich die Pferde für die Mobilmachung selbst beschaffen, geschehen ist. 6. Bei der Vorführung muffen die Pferde durch den Besitzer versehen sein mit: Halfter, Trense, zwei mindestens zwei Meter langen Stricken und gutem Husbeschlag. Der Wert dieser Stücke ist in der Taxe mitenthalten. Fehlt eines derselben, so werden die dadurch entstehenden Kosten bei der Taxsumme in Abzug gebracht. 6. Pferde, welche als brauchbar ausgewählt, aber zunächst nicht abgenommen werden, sind von den Besitzern bei Meldung der unter 1 erwähnten Strafe, auf drei Wochen, vom Tage der Aushebung an gerechnet, zur Verfügung der Militärbehörde zu halten. Bis zur förmlichen Abnahme haben die Besitzer ober deren Beauftragte die Pferde zu beaussichtigen und auf eigene Kosten zu verpflegen. Wenn die Besitzer dieser Verpflichtung nicht genügen, werden die dadurch entstandenen Kosten bei Auszahlung der Taxsumme in Abzug gebracht. 7. Bei den bereis früher gemusterten Pferden sind an den Halftern auf der linken Seite die BestimmungStäfelchen, welche die Designation der letzten Musterung aufweisen, zn befestigen. 8. Schläger und bissige Pferde sollen ausdrücklich als solche bezeichnet werden, um Unfällen vorzubeugen. Gießen, den 30. März 1906. GrotzherzoglicheS KreiSamt Gießen. ________________________I. V.: gez. vr. Wagner._______ Arbeitsvergebung. Die Dachdecker-, Spengler- und Weitzbiudcrarbcitcn für die Unterhaltung dcS Gebäudes für das chem. Untersuchungsamt sollen Montag, den 30. April d. IS., vormittags 11 Uhr, öffentlich vergeben werden. ArbeitSbeschreibung und Bedingungen liegen während der AmtSstundcn bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daseblst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an unS cinzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. BC8/< Gießen, den 23. April 1906. Städtisches Hochbauamt. Gerbcl. Darmstädter Pädagogium hv14/< Arbeiter-Kleider 53. und (Staat!, konzessionierte Lehranstalt) Darmstadt. Heerdweg Nr. Vorbereitung zum Einjährigen-, Prinianer- Abiturienten-Examen. Eintritt jederzeit. Auch bei den soeben beendeten Prüfungen erzielten die im Pädagogium vorbereiteten Schüler wieder, wie seit Jahren, die besten Erfolge. ”■ Elias. laqdrad Ist u. bleibt das beste deutsche Fahrrad! Zf 4 \ V Präzisionsarbeit ersten RangesI daher t ’ 2 und 5 Jahre schriftliche Garantie. Ito 7/ FahPPäOEP von ML 5¥,— ffilSÖäCnM^3.5k6°Äuuche 2.20. Acetvlenlaternen 1,60. Glocken 015. Ketten 1.40. Pedal 1,00. Luftpumpen 0.35. Sättel 1.75. Nähmaschinen 22,-. Sonstige Haushaltangsmaschinen sowie Jagdgewehre, Sdteibenbflehsen, Teschins, Luftgewehre,Pi^o’en undRevolv«unmeicLt faulig. __Verkant direkt an Private, ohne Zwischenhandel-- Auf Wunsch Ansichtssendung. 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Aktiva JC £ Passiva v4L £ 91ittii)0(f|,h.2a.9lprilii.3., nachmittags 2 Uhr werden im Bteker'schen Saale versteigert : 1 Pianino, 1 Sopha,3 Stühle, 1 Bertikow, 1 Spiegel, 1 ov. Tisch, 1 Waschkommode, 2 Mille Zigarren, it. a. in. 2638 Geißler. 6fcrirTit5tinff:;ffirr Wohlriechender Ofenlask streicht sich leicht, trocknet sofort, und siebt anhaltenden Hockiglanz. 2303 Große Flasche 60 Pfennig. - Adler-Drogerie. ■ . , . Sclterswcg 39. Otto Schaaf Frühkartoffeln weiße, gelbe und rote. Prima Speisckartoffel empfiehlt billigst J. Weisel [2471 Telephon 235. Sonneuslr. 6. radikal und sicher wirkend, stets frijch bei (127.3 Adolf Bieler, Drogerie 5 Marktstraße 5 1. Kassenkonto . . 491.09 2. Warcnkonto . . 3505.04 3. Ausständekonto . 6884.40 4. Mobilienkonto . 30.20 10910.73 1. Aufgenommene Kapitalien. . 100.— 2. Mitgliederguthaben 1260.— 3. Warenschuldcn . 5901.76 4. Verwaltungskosten 137.38 5. Reservefonds . . 2363.46 6. Reingewinn . . 1148.13 10910.73 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1904 137 Während 1905 gingen zu...... — w w " ob . ..... Daher Stand der Mitglieder Ende 1905 . 137 Steinbach, den 23. April 1906. Herbert, Direktor. Balser V, Kontrolleur, ___________Horn, Rechner und Lagerhalter.___________ Sandgrubenverfteigerung Mittwoch, 25. Nprit, nachmittags 7 Nhr, findet auf dem Ortsgericht in Wieseck die öffentliche Ber- stcigernng der der Firma Büttner & Damm in Gießen, Flur XVII Rr. 223, 224, 225, 226, 227 der Gemarkung Wieseck zusammen 5798 Meter meistbietend statt. [2582 Hierdurch gestatte ich mir, den verehrten Bewohnern Gießens und der Umgegend mitzuteilen, daß ich an hiesigem Platze, im Russischen Hof, eine Niederlage von Oefen und Herden aus den Fabriken der Vudcrus'fchen Eisenwerke Hirzenhain, errichtet habe. Durch meine 16-jährige Tätigkeit im Betriebe obiger Werke, sowie dadurch, daß ich von Jugend auf nur in diesem Fache tätig war, bin ich fähig, jedem, was die Heizungsfrage betrifft, mit Rat und Tat an Hand gehen zu können. Besonders Gewicht lege ich bei Anschaffung eines Ofens auf diejenigen Amerikaner-Systems, obgleich diese ja etwas teurer sind, wie die jetzt mehr gangbaren Irischen, so heben die Vorteile und Annehmlichkeiten, die sie bieten, den etwas höheren Anschaffungspreis doch auf. Hauptsächlich möchte ich bei Neubauten von Schulen im Interesse der Herren Lehrer sowie der Schüler zur Anschaffung von Amerikaner-Oefen raten. Diese sind auch teilweise in den Kreisen Büdingen und Schotten, auf mein Anraten hin, eingeführt worden, und können die Herren Lehrer sie nicht genug loben. Um die Kosten eines teueren Transportes aus das Werf zn sparen, werde ich bei Herrn Schlossermeister Nagel hier, eine Reparaturwerkstätte errichten, in der die Oefen einer gründlichen und sachgemäßen Instandsetzung unterzogen werden. Zu Auskünften bin ich jederzeit bereit und erbitte etwaige Anfragen nach meinem Hause, Löbcrstratze 7. Ich empfehle mich dem geneigten Wohlwollen mit Hochachtung R 5 m h e l d , Rechtsanwalt und Notar. Wasche mif Henkels Bleich-Soda bewähr! seit 30 Jahnen 1 Oeering-Grasmäher die besten der Welt! i Grösstes Lager in Deerings Mähmaschinen coulante, gute Bedienung, cw/4 Die Maschinen werden durch geübte Monteure vorgefuhrt. AJ. Tröster, Butzbach Fabrik landwirtschaftlicher Maschinen. Trotz der Flcifchtcueruug kann die Hausfrau billige und - doch nahrhafte, wohlschmeckende Suppen auf den Ttsch bringen mit | T,S, Schutzmarke ie Kreuz-lSfernj In kürzester Zeit, nur mit Wasser — man nehme keine Fleischbrühe — zuzubereiten. 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