156* Jahrgang Erstes Blatt Amts- und Mzeigeblatt für den Krd$ Sietzen die Post Mk.2.— otertel* jährt. ausfcbl. Beiiellg, Annahme von Anzelgel für die ioaeSimminet bis vonnuiotjS 10 Uhr. ßeilenpreiS: lokal 12'Ul, auSioärtt 80 P'g. Verantwortlich Hhr den poItL und allgem. Teil: P. Witiko: Kit ,Stabi und Cantr und -CÄcrtditejnal*. Ernst Heb hi« den ’Mn» zeigenleil' Hans Veck. Nr. 297 1 <6eint fäfltlJ) außer SonnmaS. Dein Gießener^lnzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Kiehener Familien« blätter oiennal tn der Worbe beiqelegt RotanonSdruck u. Ber» lnq bei Brüh l'schen Univerf.-Buch-u. Stein- b ruderet. 9t Langt. Redaktion, Erveduio» und T'rucferet: Schul st ratze 7. Redaktion fcs® 113 Verlag u.6^peb.e^^51 Adresse für Depeschen: «nzeiger «letzen. Dienstag 18. Dezember 1906 «ejiiflbpret#i monatlich 75P1., viertel V iäbrlich Dtt. 2.20 durch yÄtb. jlk XkA Slbholc- u. ßipeiijfieLlen £'Mr monatlich 6o Pb. durch Die heutige Kummer umfaßt 12 Seiten. Aor den Ycichstagswahlen. Die Wahlen im Grotzherzoglum tzeffea. Unser Grobherzogtum, das bekanntlich in 9 Wahlkreise zerfällt, war im letzten Reichstage durch 6 Nationalliberale, 2 Sozialdemokraten und einen Freisinnigen vertreten. Die Nationalliberalen behaupteten 1903 ihre Mandate in Friedberg-Büdingen, BenSheim-Erbach und Worms- Heppenheim; sie eroberten von den Antisemiten Gießen und Alsfeld-Lauterbach, sowie von der Sozialdemokratie Osjenb ach-Dieburg. Die Sozialdemokraten bc- Hauptelen D a r m st a d t und gewannen Mainz vom Zentrum, ver- loten dagegen Offenbach an die Nationallibcralen. Die Freisinnigen wahrten ihren Besitzstand in Alzey-Bingen, während die Antisemiten ihre beiden oberhessischcn Manbate durch das geschlossene Vorgehen der Liberalen c l n b ü ß e n mußten. Das Zentrum hatte m allen Wahlkreisen Kandidaten aus- gestellt; es kam in Worms, Alzey und Mainz in die Stichwahl, in der es aber bann unterlag. Mit Ausnahme desjenigen für Darmstadt wurden sämtliche hessischen Reichstagssitze erst m der Stichwahl erstrltten. Indessen vermochte bekanntlich die Sozialdemokratie das Darmstädter Manbat bei der Nachwahl 1906 auch erst im zweiten Wahlgange zu behaupten. Für die bevorstehenden Wahlen sind in einzelnen Kreisen Kandidaten bereits nominiert. Wir haben gestern schon einige Mitteilungen davon gemacht. Im Wahlkreise Friedberg-Büdingen scheint der agrarische ,9lationaÜit)eralefl Gras v. Oriola einen sicheren Sitz haben zu sollen. Den dortigen Freisinnigen fehlt eS anscheinend wieder einmal an Courage, ihnen führt der Sozialdemokrat Busold bie Geschäfte. Die Sozialdemokratie wird es auch hier gewiß zur Stichwahl bringen, aber selbst wenn ihnen bann bie 2000 Stimmen bes .befreunbeten" Zentrums zusielen, würde der agrarische Graf doch das Mandat behaupten. Sehr interessant dürfte sich diesmal die Wahl in Alsfeld-Lauterbach- Schotten geslallen. Der Maler Bin bewald ('Antisemit) hat bereits bie Agitation begonnen. Auch ben seitherigen Vertreter Krelsrat Dr. Wallau (nationathb.) hat man wieder aufgestellt, obwohl er inzwischen nach Groß-Gerau versetzt wurde und obwohl ihn bie Freisinnigen diesmal kaum iinterstützen werden. Als Kandidat des Bundes der Landwirte wurden bereits Dr. Roes icke-Görsdorf und L u ck e - Patershaujen genannt. Die Sozialdemokraten errangen 1903 beinahe 1100 Stimmen. In O fsenbach-Dleburg hat sich der bisherige Vertreter, Dr. Becker (Sprendlingen), der sich wieder um das Mandat bewirbt, durch seine Steuerpolitik seine Position gegenüber seinem Vorgänger Ulrich sehr erschwert. In Darmstadt- Groß-Gerau wird eine Verständigung zwischen den Natio- nalliberaten und Freisinnigen angestrebt. Treten diese beiden Gruppen mit einem gemeinsamen Kandidaten auf, bann wirb eS bem Sozialdemokraten Berthold schwer, seinen Sitz zu verteidigen. Die Kandidatur des antisemitischen Amtsrichters Tr. Mahr dürfte höchstens dem Ton im Wahlkampfe eine unerfreuliche Färbung geben. In Ben 8 he i m- Erbach ist der Ausgang noch ganz unsicher. Der agrarische Nationalliberale Haas hat, wie bestimmt verlautet, bie Ab- sicht, nicht mehr für den Reichstag zu kandibieren, ba ihn seine anderen Ehrenämter schon zu sehr in Anspruch nähmen. Der wahre Grund aber dürfte sein, baß, wie wir bereits mitteilten, für bie sogen. Wirtschaftliche Vereinigung (unb als Mittelstänbler) der Buchhändler Otto Nippel aus Hagen kandidiert, der im Kreise schon fast ein halbes Hundert Versammlungen abgehalten hat. 1903 wurden abgegeben 7240 nationalliberale, unter denen sich sämtliche Mtttelständler befanden, 6749 sozialdemokr. und 3258 Zentrumsstimmen; in der Stichwahl erhielten Haas 10 873 und der Sozialdemokrat Rau 6865 Stimmen. In WormS kandidiert Freiherr von Heyl (nat.-lib.) wieder. Die Sozialdemokraten haben ben Arbeitersekretär Engelmann aufgestellt, bas Zentrum wirb wohl roieber ben Pfarrer Blum (Ober-Abtstemach) bringen. Auch bie Freisinnigen werben in Kürze wohl auch ihren eigenen Kandidaten nominieren. Für Alzey-Bingen steht wohl eine Verständigung der Freisinnigen mit den National- liberalen zu erwarten, sodaß das Mandat im Besitze der frei). Volkspartei bleiben dürfte. Ob der Kandidat der letzteren der bisherige Abg. Schmidt-Elberfeld sein wird, stehl noch nicht fest, ist aber wahrscheinlich. Aus dem Wahlkreise Mainz ist vorerst nur bekannt, daß bet bisherige Sekretär Abg. Dr. David (Soz.-Dem.) wieder kandidiert. 1903 erhielten David 13027, König-Berlin (Ztc.) 8151, Rechtsanwalt Pagenstecher (natlib.) 4895 unb Abg. Wolf /Bd. b. Lbw.) 684 Stimmen; es siegte in ber Stichwahl Dr. Davib nut 15481 gegen 12648 Stimmen. Wahrscheinlich treten auch biesmal Freisinnige unb Demokraten gemeinsam auf ben Plan. . Nach bem .Darmst. Tägl. Anz." unb bie Einigungs- Verhandlungen zwischen ber Freisinnigen Volks- partei unb ber N a11 o n a 11 ib era l e n Partei in unserem Großherzogtum um ein gutes Stück weiter gebiehen. Der Landesausschuß ber Freisinnigen Volkspartei für baS Großherzogtum richtete an ben Lanbes vor staub ber Nationalltberalen Partei ein Schreiben, in welchem er anfragt, ob bie Nationalliberale Partei bereit sei, nut der Freisinnigen Volkspartei über die Kanbibatenfrage be- ziehungSw. über ein gemeinschaftliches Vorgehen in den einzelnen Wahlkreisen zu verhanbeln. Dieser ent- gegenfomnienbe Schritt ber Freisinnigen Vollspartei ist vom LanbeSvorstand ber natioiialliberalen Partei m bejah enbem winne beantwortet worben. Die Verhandlungen hierüber Serben in ben nächsten Tagen beginnen. Mir befürworten ein solches gemeinsames Vorgehen der beiden großen liberalen Gruppen in unserem Lande eit Jahren und haben die Tarmslädter feinbidige Trennung im vorigen Jahre tief beklagt. Als sich des linkstiberalen Pfarrers Korell Anhänger auf die Seite der Sozialdemokraten schlugen, da Haven wir die Kandidatur Stein nach besten Straften befürwortet. Diesmal wird wohl ein Pak- tiereii des Linksliberalismus mit den Sozialdemokraten nirgends in Liessen stattfinden, sondern es ist anzunehmen, daß die vereinigten Liberalen allenthalben in den Kampf ziehen werden gegen die Extremen links und rechts, vor allem gegen Zentrum und Sozialdemokratie. Möge ihnen bester Erfolg veschiedeu sein! Aus Hessen-Nassau. Aus Marburg wird uns gejajtieben: Bei der bevorstehenden Reichslagswahl ist wieder, wie jedesmal, im Wahlkreise Atarburg-Kirchuain-urankeiiberg mit ver- ichiedenen Kandidaten zu rechnen. Bis fehl sind oisiziell proktanuerl der fenherifle Benreiei v. (Verlad) (nal.-soz.) unb der von den Teuifchloziaten, dem Bund der Landwirie und den Konservaiiven aufgelieUie Tr. Boh m e. Als loziatdemokrauscher Kandidal wird T i ß m a u n-Frankiurt a. Al. genannt. Tie Öieiotmpanet, die AationaUiberalen und das Zentrum sind mit Vorschlägen noch mchi an die Oefjentlichkeit geircien. Im Jahre 1893 erhielt bei der vauptwahl v. Pappenheim (tonf.) 4907, v. Gerlach (nai.sioz.) 3605. Baum (Zentr.) 1892, Zimmermann (Anlis.) 2385 und Bader (soz.j 1490 Summen. Bei der Stichwahl siegle dann v Gerlach mu 7815 Stimmen über v. Pappenheim, der es nur aui 7037 Stimmen brachte. Ohne Stichwahl bürste es auch diesmat nicht abfleben. Der Vorstand der Wetzlarer Nationalliberalen veröffentlichte einen Wahlaufruf, in dem das gemeinsame Vorgehen aller bürgerlichen Parteien gegen Zentrum und Sozialdemokraten gefordert wird unter Beijeitesetzung pglwr parteilicher Sonderinteressen. In Herborn wurde die Reichstagswahlagitation durch eine nationale Parteiver'ammlung eröffnet, in der Amtsrichter Lohmann aus Weilburg gleichfalls ein gemeinsames Vorgehen aller Liberalen forderte. In Frankfurt werden, wie es heißt, diesmal die bürgerlichen Parteien einen gemeinsamen Kandidat e n in der Person des f re i s in n i g e n L an d ta g s- abgeorbneten Funt nominieren. Er ist ein beliebter und tüchtiger Mann, ber zweifellos arößere Chancen hat, als der im Jahre 1903 kandidierende Rechtsanwalt Dr. Brucl, den die Mittelständler und Llntiiemilen nicht wählten. Gerade deren Stimmen sind aber bei der Wahl ausschlaggebend gewesen und werden es auch diesmal wieder sein. Wenn sie, wie dies einige ihrer Führer angebeutet haben, mit Rücksicht auf das für sie ungünstige Resultat der Stadt- verordnetenwahlen, bei ber Rem)s^agswahl Siimmenthal- tung üben, so dürften alle Anstrengungen der bürgerlichen Parteien es nicht verhindern können, daß das Mandat wieder der Sozialdemokratie zufällt. Eine offizielle Stellungnahme der Parteien ist noch nicht erfolgt. Die Reichsregierung an der Wahlarbeit. Fürst Bülow harte, tote wir gestern meldeten, eine Besprechung mit dem preußischen Minister des Innern von Bethmann-Hollweg wegen einer neuen Kundgebung zu ben Neuwahlen. An einer solchen wird man es wohl umsoweniger fehlen lassen, als die Regierung Grund hat, darauf hinzuwirken, daß die Beteiligung der Wahlberechtigten schon an ber Hauptwahl möglichst groß wird, damit möglichst viele Kandidaten ber ihr zustimmenden Parteien als Sieger aus der Hauptwahl hervorgehen. T«r „Wahlaufruf" der Negierung dürfte in einem energischen, die tatsächliche Lage der umstrittenen Verhältnisse fajarf charakterisierenden Ton gehalten sein; bezeichnet es doch schon die „Nordd. Allg. Ztg." als ihre spezielle Pflicht, „Wahl lüg en des Zentrums" nach zu geh en und sie auszudecken. Sie beteiligt sich bereits sehr lebhaft am Wahlkampf. Das Organ der Regierung, das vor den früheren Wahlentscheidungen meist sich damit begnügt hatte, die Parteien sprechen zu lassen, nimmt jetzt das Wort zu einer ganzen Reihe von Kunogebungen der politischen Gruppen. Gleich an ber Spitze ber Kritik wirb das Zentrum zur Ordnung gerufen, bei dem Versuch ber „Germania", die Kulturkampfflagge aufzuhissen. „Die Katholiken", hatte bie „Germania" geschrieben, „sollen wieder herab- gebrüdt werden zu willen- unb rechtlosen Heloten, die von der Gnade der protestantischen Mehrheit ab Rängen". Soviel Sätze, soviel Unwahrheiten! erwidert hierauf kräftigen Tones die „Nordd. Altg. Ztg." Von den konservativen wie den liberalen Parteien werde der Kulturkampfgedanke einmütig abgelehnt, und in der Negierung denke niemand daran, diekonfessionelleGleichbere.ch- tigung in Frage zu stellen. „Wir hoffen, b.iß es ber „Germania" nicht gelingen wird, die deutschen Kathosilen irrezuführen. Sie bar।en ujerjeugt sein, daß ihre religiösen unb konfessionesien Empfindung en ungekränkl bleiben. Sie sollen sich nur fragen, ob sie in nationalen Dingen ihr Gewissen rein halten wollen." Also bie Reichsregierung ist, was sie toicber recht deutlich charakterisiert, ängstlich bemüht, aller Kulturkampf-Wahlagitation sofort ben Boden zu entziehen. Hören wir, was des Zentrums Wahlaufruf im wesentlichen besagt: Der Reistag ist aufgelöst, weil die Reichstagsmehrheit eine Mehviorderung ber rnrdüiidtten Regierungen ,ür oie inuitärifaje Expedition ün jubweslawikamscheu Schutzgebiet im Betrage von 8 900000 Mark abgclehnt hat. Die Zentrumssraktwn hat sich zu dieser Ablchmmg entschlossen, weil sie nach eingehender Prüfung der Sachlage zu der Ueoerzeugung gelangt war, bau bie lieber» kämpsuiig des letzten Restes des Eingeborenen-Ausstandes nut einem wesentlich geringeren Aufwande möglich wäre, wenn sich die Kolonialvcrwaltung entschließen wollte, bie überaus koMpielige, einen Aufwand von 10000 Mark pro Kopf lährlich ctiorbmibfl Schutztruype von allen Ausgaben polizeilicher und Fulturellec Art zu entlasten und bemgentäü ihre Zahl und Kvftcn banernb zu vermindern. Ein dahingehender Antrag der Fraktion ist von den Vertretern der Kolonialvcrwaltung einer Prüfung nicht fle- würdigt worben. Noch am Vormittag des Auflösungstages haben bie Mitglieder der Fraktion in der Bubgetkommissioil bie Forderung für bie Fortsetzung der Eisenbahn Aus—Keetmanshoop bewilligt. DaS beweist schlagend, baß wir die Mittel zur tvirt- schastlch-cn Entwicklung und zur Sicherung deS Schutzgebietes zu gewähren bereit waren. Uebrigend schützt uns die ganze bisherige Haltung der Fraktion in den Fragen der Heeres- und tzlottengesctze, der Zolltarif- und Finanzresorm vor der Berdach- iigung, daß wir nicht mehr bereit seien, für des Vatcrlandte« Ehre und Wohl einzutreten. Die Auflösung bed, Reichstages ist nach unserer lieber Beugung ein Angriff auf beijcn Stellung als selbständiger, in eigener Verantwortung .handelnder gleich, berechtigter Faktor der Gesetzgebung. Nicht bie St o in m a n b o • gemalt des Kaisers, lunbcrn das Budaetrecht des Reichs, iages bildet ben Gegenstand des Streites. Nach wie vor ftchen wir auf dem Boden unseres Wahiprogrammcs vom Jal-re 1903. Das Versassungswahlrecht werden wir unentmegt feithalten. Aivgen unsere Wähler alle Kräfte daran setzen, daß das Zentrum un- geschwächt in ben Reichstag zurückkehrt. Das Zentrum wirb es schon verstehen, btesen Wunsch wahr zu machen. Zu ben Hohenlohe-Enthüllungen der „Nation al-Ztg." ist bas Stuttgarter „Neue Tagblatt" zu erklären ermächtigt, baß sowohl Prinz Alexanber zu Hohenlohe als auch Präsident Dr. Curtius unb bie Deutsche Verlagsanstalt ber Veröffentlichung vollstänbig fernstehen und daher jebe Acußerung über ihre Authentizität ab lehnen. Curtius freilich hat bereits eine Erklärung abgegeben, bie keinen Zweifel darüber zuläßt, daß bie Sache ihre Richtigkeit hat. Das geschah in einem französischen Blatte. Jetzt hat er einem Vertreter eines elsaß-lothrmgt- Blattes gegenüber folgendes geäußert: „Der Eigentümer de. Dokumente, Prinz Alexander Hohenlohe, der gegenwärtig in Beaulieu im Departement Alpes-Man- limes sich amljM hatte mir den Auftrag gegeben, sie in Buchform zu sammeln. Das habe ich getan. Ich bin heute nicht ermächtigt, mich über das auszulassen, was nm)t m den beiden Bänden der Denkwürdigkeiten steht. Ebenso ist es mir durch ein Gefühl des Zartsinnes unmöglich gemacht zu sagen, ob sich in ben noch unveröffentlichten Teilen eine Notiz befindet, die sich auf einen Wunsch des Papstes Leo XIII. bezieht, vom Kaiser 500 000 Franken zu erhalten. Ich stehe ber Veröffentlichung der fraglichen Notiz in den Zeitungen vollständig fern, unb ich glaube auch nicht, daß der Prinz dabei beteiligt ist. ^)ie SJuigliüjleit besteht: Em Dokument kann unrechtmäßigerweise entwendet worden unb auf diesem nicht mehr ungewöhn^ sichen Wege in die Oesjentlichkeit gekommen sein." Damir hat Curtius freilich so gut wie nichts gesagt. Tie „Köln. Volksztg." schreibt zu ber Angelegenheit u. a. folgenbes: „Vorab stellen wir fest, daß das Gerede von dem Wunsch Leos XJ.1L, der Kaiser möge ihm 50 0 000 Fr cs. schenken, offenbar zusammenhüngt mit dem B i s ch o f s j u b i l ä u m des L a p st e s , roeici>e§ in dasselbe Jahr 1893 fällt, wie bie Militär- ooriage. Es handelt sich handgreisiich um ein Jubiläurns- gescheut. Man denke: diese Gelegenheit soll Fürst Hohen- whe, der spätere Reichskanzler, zu einem Bestechungsversuch beim itzapst benutzt haben: zuerst AnnalMe der Misitärvorlage, dann das Geschenk! Haben oie Herren, bie mit der angeblichen Tage- vuchnoiiz des Funten hausieren gehen, beim gar feine Ahnung daß sie damit dem Füritcn einen unsäglich gemeinen Kuhhandel unterschieben?" Tarin hat, wie auch wir wiederholt betonten, bas Zen- trumsblalt ztveifellos Recht, baß bie Rolle, bie Fürst Hohenlohe gezielt haben würbe, wenn bie Erzählung richtig wäre, keineswegs schön gewesen wäre. Wir warteten bisher vergeblich auf eine offizielle Aufklärung: Berliner Blättern zufolge wird sie nicht erfolgen. Taraus würbe man schließen müsjen, baß cm ber Sache etwas Wahres ici. Ob bas Schweigen ber Regierung besonders klug sein würbe, erscheint uns zweifelhaft. Bemerkenswert ist, daß bie ,Kreuzztg.*, das führende Organ der Konservativen, mehr unb mehr vom Zentrum ab rückt. Ter .Kreuzztg.- ist bie jahrelang außerordentlich zentrumsfreundliche Haltung in ihren eigenen Wählerkreisen oft verdacht worden. Mehrmals wurden un- miltelbme Aeußerungen ber Unzufriebenhelt an bie »Kreuzztg.^ gerichtet. Jetzt fchemt bie Rechte allenthalben bie Gemeinsamkeit ber Interessen mit bem Zentrum auf agrarischem und religiösem Gebiete in ben Hintergrunb treten lasten zu wollen. Ob sich beide Parteien nach ben Wahlen roieberfinben, zu einem vereinten Schlagen von Fall zu Fall, bas ruht in Der Zukunft Schoß. Im preuß. Abgeordnetenhaus, besten Sitzungen währenb ber Reichstagswahlbewegung besonders interessant zu werden versprechen, bürste sich erkennen lasten, ob unb wieweit bie bisherige Freundschaft gelockert ist. Ziemlich kühl verhält sich bie „Norbd. Allg. Ztg." gegen ben von mehreren Seilen gemachten Vorschlag zur Bilbung eines „nationalen Blocks" aus Konservativen unb allen Liberalen gegen Zentrum unb Sozialdemokratie. Wir müssen abwarten, bemerkt das Blatt ber Regierung, ob sich dieser Gedanke eines nationalen Wahlkarlclls auch bei Konservativen unb Frei- finnigen burchzuringen vermag. Jedenfalls müste barauf hingcwirkt werden, daß ber Kampf zwischen ben im nationalen Sinne geeinten Parteien, wo er sich nicht oermeiben laste, in einem Geist ber Besonnenheit unb Mäßigung geführt werbe, ber bei ben Stichwahlen wemgstens bas Zu- getreten I der Kostenanschlag aufgestellt werden. )>nt Frühjahr geht c§ dann an den Bahnbau. Stationen erhalten die Orte Queck- be Der seit mehreren Wochen ver- v Ftrniil tya u s, Entfernung aus dem Heere und fünf Jahren Ehrverlust, ^tei Monate Untersuchungshaft wurden ihm an- gerecgnet. (Fkf. Ztg.) .,,, Hof, 18. Dez. Das Landgericht verhandelte gegen den 52- lahrigen _ c hr e r Mader von Dörnthal int Franken Wald wegen oo teils fortgesetzter, teils einfacher Verbrechen wider die ltt l r ch kei t, begangen an Schulkindern. Eine Anzahl weiterer Verbrechen konnte nicht mehr verfolgt werden, da Ver- lahrung eingetrcten ist. Wegen 31 erwiesener Verbrechen tour St er au 21/2 Ja hr en Zuchthaus sowie zu 5 Jahren Ehr- ver.ust verurteilt. । , 0 u d0 n ,17- Dez. Vor dem Admiralitätsgerichtshvf begann heute die Verhandlung in her Schadenersatzklage der etgentumer des englischen Dampfers „O r i n 0 s e" gegen rne &igcntunier des Schnelldampfers „Kaiser Wil- Elm der Grove' wegen de^ Znsammenswßes in Cherbourg ; November. Der Kläger behauptet, der Zusammenstoß sei worden durch fahrlässiges Fahren deS 'rPLSjII>cLm dc^Großen": der Kapitän des „Ori- Zeugnis tm emne dieser Behauptung ab. Der. Kapctan des „Kaper Wilhelm des Großen" sagte aus, er fei k ' Aus S«aSt uito Luuo. Sprechstunden der Redaktion 11—1 Uhr vorm., i/27—%’8 Uhr abds. Gießen, den 18. Dezember 1906. . "'5? et fon alt en. S .ff. der Großherzos, k>aben den Assistenten am Bayerischen Nationalmuseum in München Dr. jur. Ost ermann mit Wirkung vom 1. April 1907 8nm Direktor der Großh. Privatsammlungen ernannt und den ordentl. Profeffor für darstellende Geometrie an der Technischen Hochschule Dr. Georg Scheffers auf fein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. April 1907 aus dem Staatsdienst entlaffen. - - Der Direktor der Medizinischen Klinik an der Universität, Prof. Dr. Friedrich Moritz, hat einen N u f nach Straßburg als Nachfolger L. v. Krebls erhalten. Prof. Moritz .befindet sich zurzeit in Straßburg, um Verhandlungen über die eventuelle Annahme des an ihn ergangenen NufeS zu pflegen. ** Die Hess ische Lehrerschaft plant für Ende Dezember eine Protestkundgebung gegen den von der hessischen Regierung vorgelegten Gesetzentwurf betr. dre Gehaltsregelung der Volksschullehrer, eine große, in Frankfurt oder Darmstadt abzuhaltende Ver- TeSeffcmsscfoe des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von -der Bank fllr Handel und Industrie. Giessen. großen Schaden am Eigentum der Farmer angerichtet. Der Bahndamm ist meilenweit zerstört. Ein P 0 st z u g i st entgleist; drei Personen w u r d e w getötet, mehrere verwundet. fammengehen aller national-gesinnten Parteien gegen Zentrum und Sozialdemokraten ermögliche. Im allgemeinen herrscht dieser Geist der Mäßigung auf wirklich liberaler Seite; au' der Rechten bleibt er bekanntlich da und dort noch zu wünschen. Mit dem Wahlaufruf befinden sich die konservative Partei und die NeichSpartei noch im Rückstand. Eindringlich sind die Aufrufe der liberalen Parteien. Bemerkenswert ist auch eine Aeußeruug der Reich S- regiernng Zum sozialdemokr. Wahlaufruf. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Der sozialdemokratische Wahlaufruf ist unter der Devise ge- macht: Helfe was Helsen mag! Für die sozialdemokratische Ko- lonialfemdschaft muß selbst die Rede des Reichskanzlers vvm 14. November herhalten, und zwar jener Passus, der von der Komplizierung unserer politischen Situation durc-- die überseeischen Beziehungen handelte. Der Ausruf gibt den Wählern zu verstehen, daß Fürst Bülow int Grund ein Gegner iy.c'er überseeischen Beziehungen und Kolonien sei. Von Kolonien hat der Reichskanzler in diesen seinen Ausführungen überhauvt nicht gesprochen. Der Reichskanzler hat ausdrücklich auf die natürlichen und elementaren Triebkräfte hingewiesen, durch die die überseeischen Interessen für uns entstanden und durch die wir in die Weltpolitik hineingeführt morden sind. Der Reichskancker hat keinen Zweifel darüber gelassen, daß diese elementaren Kräfte weiter wirken und daß wir deshalb auch überseeische Politik treiben müssen und treiben werden. , Ter „Staatsanzeiger für Württemberg" veröffentlicht eine längere Kundgebung der württcmb. Negierung, in welcher eS heißt: „Nach der durch den Reichskanzler in der Neichstagssitzung kundaegebenen Ueberscitnung der verbündeten Regierungen fommt der Beschluß deS Reichstages in seinen weiteren Folgen dein Verlangen gleich, daß unsere Kolonien, für deren Erwerbung und Unterhaltung nicht bloß Hunderte von Millionen bereits verausgabt worden sind, sondern auch zahlreiche tapfere deutsche Soldaten nnd darunter nicht wenige Württemberger den Heldentod gestorben sind, vollständig preisgeoeben werden. Hiermit wäre auch die Waffenehre nnd das Ansehen des deutschen Volkes in der ganzen Welt gefährdet, worden. Unter diesen Uinständen war die Aus- lösung des Reichstages nicht sil vermeiden. Sie beruht nicht etwa aus einer e i n s e i t i g en E n t s ch l i e ß n n g des Kaisers, sondern entsprechend der Bestimmung des Artikel? 24 der Reichs- verfaffung auf einem unter Zustimmung des Kaisers gefaßten Beschlüsse d e r v e r b ü n d e t e n Regierungen, und dieser reichsverfaffnngsmäßige, die Rechte des Reichstages in keiner Weise antastende Beschluß des Bundesrats ist einhellig ge'aßt worden. .... Uebrigens scheint es glich vonl rein wirtschaftlichen Staild- punkte sehr wenig rationell, eine verhältnismäßig kleinere Ausgabe, dlwch welche der schließliche Erfolg vorausgegangener sehr viel größerer Aufwendungen gesichert werden soll, git verweigern, und dadurch die dringende Gefahr heraufzubeschwören, daß diese großen Ausgaben nachträglich als nutzlos vergeudet sich Herausstellen. Das haben auch, abgeseheir von der Sozialdenlokratie, die jede die Erhaltung der Machtstellrmg des Reiches bezlveckende Maßregel zu bekälnpsen gewohnt ist, alle bürgerlichen Parteien anerkannt. Rur da? Zentrum glaubte, die notwendigen Mittel verweigern nnd im Unmut über d i e v 0 r a u s g e g a il g e n e B l 0 ß st e l l - u n g eine? seiner Führer den Versuch machen zu sollen, die verbündeten Regierungen die Macht seines Willens fühlen zu lassen 'und sie unter diesen W N l e n z n beugen. Der Versuch ist nlißglückt. Sache der Wähler ist es nun, sich darüber ausziisprechen, ob diejenigen Abgeordneten, welche am 13. d. M. der Reichsregierung die Mittel zur Behauvtung ihres Ailsehens verweigert haben, noch ihr Vertrauen besitzen, und ob sie im Reiche einer über den Parteien stehenden nnd das Ansehen des deutschen Namens kräftig wahreilden Regierung oder einer einseitigen Parteiherrsch n f t den Borvlg geben. Bei der geringen Mehrheit, mit welcher der unheilvolle Reichstagsbeschluß vom 13. d. Mts. zustande kam, erscheint die Hoffnung begründet, daß die E n t s ch e i d u n g der Wähler in nationalem Sinne getroffen wird." „Irisches Blut für den Reichstag!" Die Aufstellung der Kandidaturen hat raunt begonnen, dÄ erhebt sich auch schon der Ruf: „Frisches Blut für den Reichstag!" Es wird geltend gemacht, daß infolge der Diätengewährung an die Reichstagsmitglieder die Schwierigkeit der Ermittlung geeigneter Kandidaten zum ^größten Teil beseitigt sei, daß insbesondere Männer des praktischen Lebens, denen nunmehr eine angemessene Entschädigung für den kostspieligen Aufenthalt in Berlin geboten wird, sich bereit finden lassen dürften, ein Mandat ZU übernehmen. In dieser Beziehung liegt ein gewisser Bedarf unstreitig Lei allen Fraktionen vor, ein Bedarf an Mischung mit einem Element, wie es sich beispielsweise im Kolonialdirektor Dernburg verkörpert Womit selbstverständlich keineswegs ein Vorrecht für den Kaufmannsstand konstruiert werden soll, denn in allen erwerbsfähigen Kreisen gibt es Männer, die geeignet sind, an der Gesetzaebung mitzuwirken. ^Die Schnelligkeit, mit der die Kandidaten- frage jetzt gelost sein muß, dürfte wohl aber einer durchgreifenden Aenderung in der Auswahl der Kandidaten ent- aegenstehen. Indessen erscheint die Möglichkeit einer Auffrischung des Parlaments in anderer Richtung gegeben. Als neues Reis am Stamm der alten Parteien sind bekanntlich^ die „Jugendgruppen" verzeichnet. Wir haben Iungliberale, eine durch Erzberger repräsentierte Jugendrichtung im Zentrum, ja sogar den Begrün, einer „Gärung" im konservativen Parteigebilde, denn auf dem süngsten konservativen Parteitag bemängelte der Tilsiter Rechtsanwalt Meyer, daß die führenden Manner iw 6fer Fraktion vorwiegend Adlige seien. 2lls „Volkspartei" müßten die Konservativen das bürgerliche Element mehr zur Geltung kommen lassen Durchsetzen kann sich solcher Prozeß natürlich nicht innerhalb weniger Wochen, das Wort „Tradition" wird auch diesmal vom Parteibanner den Wählern entgegenleuchten, aber dre Grundtendenz der Wahl ist danach angetan, die politischen Jugendtruppen mit Elan eingreifen zu lassen 4 °o Oesterr. Gold reute. . 4l/6 % Oesterr. Silberrente 4 % Ungar. Goldrente . , 4% Italien. Bente . . . 8 ?o Portugiesen Serie T . 3?o Portugiesen „ III 4'/4°l0 russ.Staatsanl. 1905 4/4° n japan. Staatsanleihe 1 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose...... 4?o Griech. Monopol-Anl. 4% äussere Argentinier , 370 Mexikaner « . . 4^7o Chinesen . . . . Aktien: Bochum Guss . » Buderus E. W . . . . Tendenz: fest. Canada E. B. . . . . . 198.40 Darmstädter Bank . . . 139.60 Deutsche Bank .... 240.75 Dortmunder-Union C. . » 83 70 Dresdner Bank .... 157.20 Tendenz: —. TTarpener Bergwerk. . . 211.25 Laurahütte...... 242 50 Nordd. Lloyd A. . . . 129.50 Oberschles. Eisen-Industrie 125.00 * Kleine Tagcslbr 0 niL In Leipzig wnrde eilt Raubanfall auf den G e l d b r i e s t r ä g e r Hühner verübt.! Als er auf seinem Bestellaange einen Durchgang von der Reichs- straße nach der Rikolaistraße passierte, erhielt er von einem lln»' bekannten einen Schlag mit einem stumpfen Instrument auf ben' Kopf und brach schwer verletzt zusammen. Darauf entriß der Täter dem Geldbrieftrager die Tasche mit Inhalt nnd entfloh. Der Verletzte wurde imch fcer in der Nähe gelegenen Sanitätsivache gebracht und verbunden. Wie hoch der Inhalt der Tasche war, muß erst erinittelt werden. — Bei Neu komische! (Posen) wurde ein 20 jähriges At ä d ch en er m 0 r d e t. Der mutmaßliche Täter i>t ihr B r ä u t i g a m, ein Maurer. — In Regensburg geriet in einer Wirtschaft der 21jährige Hackl mit einem Gaste in Wortwechsel und s ch I u g ihm mit einem Bierglase auf den K 0 p f., Ter Bruder des Geschlagenen, der 18 jährige Schlosser Klinger, -og hierauf das Messer nnd stach den Schläger tot. — In Stendal e r sN ck t e im Bette infolge Einatmens voir Kohleildunst einArbeiker aus Seehausen; zwei weitereArbeiter sind schwer erkrankt. Ein De'ekt mit Ofen verursachte das Unglück. — In Essen an der Ruhr stürzte in einer Kanonenwerkstatt der Kruppschen Fabrik beiii| Abstützen eines 78 000 Tonneu-Lauskrabns, ein 10 Mir. langer mit) Mir. dicker Pfahl um. Ein Arbeiter wurde getötet, ein miderer verletzt. — Der S t u d e n t d e r R e ch t e Kuen aus Prag, Solm eines dortiaen Kaufherrn, vergiftete s i ch in einem Hotel in Gotha.— Der Arbeiter Göhrmann in Hörde bei Dortmund fpaltete mit einem Beil dem Arbeiter Petzns den Schädel. Der Getötete unterhielt mit der Frau G. intime Beziehungen. — Iu Bobl bei Ludwigshafen brannte die evangelische Kirche> fast v 0 l l st ä n d i g ab. Nur die Umfassungsmauern sind stehen geblieben. Der Schaden ist sehr beträchtlich. 9llle Jnventarstückc der Kirche sind aleicbfalls vernichtet. Die Entstehung des Feuers wird auf einen Defekt eines Kamins zurückgeführt. — Unter dem Verdacht der B r a n d st i f t u n g verhaftet wurden der B ü r - qerm e ifter Barthel und etwa 13 Bürger des sächsischen Städtchens Sieben lehn. Sie sollen die Brandstiftungen begangen haben, nm Entschädiguna zu erzielen. — In Görlitz wurde die Rentnerin Mathilde Hirse in ihrer Wohnung tot aufgefunden, ihr Hund war auch tok Die Lamve war nmgestürzt. Alan nimmt an, die Frau sei erstickt: doch bestehen noch Zweifel. handel und Verkehr, Der Neichsbankdrskont wurde in der heute abgehaltenen Sitzung des NeichSbauk-DirektoriumS auf 7 Prozent nnd der L0mbardrinSfntz auf 8 Prozent festgesetzt. •Q Wetter a 9 ct Dezember — + 0,6° C. 7494 V, 'M Damen-Wäsche Bug. fflonfanus & Co Frau Opper und Kinder. 09092 3 Va,etc 25 w 7387] 6652 Telefon 540 Iköcrnaljmc sämtlichcr Arbeiten bei Stcrbefäffcn Die Stadt Braunfels hat zu verkaufen an Fichtenstämmen 16 Stück von mehr als 5 Fstm. 3 D18/; Der Bürgermeister. ff, Sänger, von 6 Mr. an Der Vorstand. 7500 Christbämne Christbimme (7241 bei Emil Fischbach Einhorn in zu im Hotel Gewinne sind Dezember 1906 Die nehmen. e CO Höchste Temperatur Niedrigste „ Die angemeldeten Kinder haben Dienstag abend 8 Uhr, Bahu- hosstrage 59 zu erscheinen, um näheren Bescheid zu hören. ZZriefkasten Oer Redaktion. (Anony Be- lruges zu 1 0 M o n a l e n Gefängnis und 160 Mk. Geldstrafe ücrurieilt. Auf die Strafe wurden 8 Monate Unterfuchungshast in Anrechnung gebracht. Ter miiangellagte Tireklor Player wurde 5 ? onaien OieinnamS und Pik. 100 Gcld'iraie vcruiicitt. landwirtschaftlicher Wanderlehrer für die Provinz Oberhessen. 1869 kam er als Lehrer an das Polytechnikum in Darmstadt, wurde 1871 zum a. o. Professor ernannt und 1873 als o. Professor an die Technische Hochschule in München berufen. 1904 trat er in den Ruhestand. Seine Hauptwerke sind: „Die Landwirtschaft unter dem Einfluß des in Norddeutschland herrschenden Steuersystems" (1871, prämiiert, „Handbuch der allgemeinen landwirtschaftlichen Tierzuchtlehre" (18881. Breslau, 17. Dez. Der langjährige Chefarzt der städtischen Krankenhäuser (Abteilung für innere Kranweiteni und Mitglied der Aerztekammer, Prof. Aijred Buchwald, ist im Alter von 61 Jahren g c storben. Die ®eiheiä3cMs-Besca,aeg*W6igj des Gesangvereins Enthusiasmus findet Donnerstag, den 20. Dezember, abends 8 Uhr im Hotel Viktoria hier statt. Alle Mitglieder und Freunde dieser edlen Sache nebst Familien-Angehörigen sind herzlich emgeladen. Stück I. Klasie — 54,48 Fstm. Gießener Wetterdienst.^ . , Voransstchtliche Witterung für Hesse« am Mittwoch, de« 19. Dezember: Teilweise heiter, trocken. Frost. Noch etwa- tatter. Schwache nördliche Winde. | eingetr. Ferber, Dienstmann Brandplatz (Ecke Senkendergslr.) Danksagung. Für die vielen Beiveise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verluste unseres unvergeßlichen Vaters, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Hepding und für die Ehrung vom Kriegeroerein Hausen sagen herzlichen Dank Landwtrtschaft. Trier, 17. Dez. Tie Maul- und Klauenseuche nimmt im hiesigen Bezirk zu. Im Bereich der Bürgermeisterei Eonz ist bte Vieh-oün- und Ausfuhr gesperrt. Der hiesige Monatsmarkt wurde aufgehoben. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass heute Mittag 1 Uhr meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Grossmutter und Schwester Frau Simon geb. Koth nach kurzem, schwerem Leiden im 56. Lebensjahr sanft entschlafen ist. Maz Simon u. Kindes1 Wieseck, den 17, Dezember 1906. 7488 Die Beerdigung findet Mittwoch, den 19. Dezember, nachm. 3 Uhr statt. Empfang 17491 Beerdigungs institut Friede Frankfurter Str. 41 und Kaplansgasse 27 ftepfeS Koch- und Backäpfel 10 Pfd. Mk. 1.10. Tafeläpfel Psd. von 12 Pfg. an Frische Eier 10 Stück 80 Pfg. . empfiehlt die Obst- u. Gemüsehdl. J. Hsnkei Neuen Baue ’M Weltbekannt. Allen voran ins Musikwerken elektr., GewichtI-l aufzug u. elektr. PianoS Automaten- Seip >: iint 32 MosHr. 32 nächst Hauptbahnhof. (hv1/,,, Musikwerke zu vermiete«, j Universitäts-Nachrichten. — Der emeritierte orDciiLid)e fprviesior der ^audwirtschast an der Technischen Hochschule in München Dr. Karl -eise- witz vollendet am 21. d. M das 7o. Lebenssahr^ Geboren zu Dorsmark, Reg.-Bezirk Lüneburg, war Leisewch von 1848 als praktischer Landwirt tätig, besuchte von 18o7 die Landwirtschaftliche Akademie zu Poppelsdors und, wurde Lehrer an der mit bec Akademie verbundenen Aaerbauschule. 1803 wurde er an dw Landwirlschastliche Akademie zu Proskau m Scyle,ien verseh, verwaltete hier die kgl. Domäne und war gleichzeitig Accent, •v ici) längeren Jnstrullionsrciscn m Norddentichiand ivnroe er zusaniinen Es befinden sich darunter und 4 Stück von mehr als 4 Fstm. Die Verkaussbedingungcn liegen bei mir zur Einsicht offen. Zahlungstermin 1. November 1907. Maufliebhaber werden gebeten, mir ihre verschlossenen schriftlichen Angebote bis zum 28. ds. Nits., vormittags 11 Uhr einzurelchen. Braunfels, den 16. Dezember 1906. Keine Hosenträger! Keine Riemen mehr! DER AUTOMAT Dieses neue Instrument macht den Gebrauch von Hosenträgern und Riemen vollständig überflüssig. 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Gm Reingewinn von last 60 000 Mark ist bereits erzielt worden, und die Rachfrage läßt nicht nach. m . . , ch n r i 5, 15. Dez. Der lenkbare Ballon „Patrie , geführt von einer militärischen Bemannung, unternahm heule vor- imuaQ eilte Uebungssahrt gegen den Wind in 200 Meter Höhe. Gr fuhr nach dem Park von Ghalais, wo er landete, indem er eine halbe Wendung um sich selbst machte, um das ^.ordei- teil dem 28mde eutgegenzustellen. Ter Ballon fuhr o2 riilomeler bei einer Ajnidsläike von 14 Metern in der Sekunde. --- Schöne 09061 ta3ifroiitii3S‘M2Üw Süseliiiisse MllMe ' ' 30*18- C. Roth II Nach! Telephon 322 Walltorstr. 5. Origriral-DrahttnelSungen. Krefeld, 18. Dez. Die Strafkammer verurteilte den K a u f m a n n S ch i ck s wegen umfangreicherButter- fälschungen zu einem Monat Gefängnis und 15 00 Mark Geldstrafe. Genf, 18. Dez. Die Polizei verhaftete einen angeblichen deutschen Oberst, der sich von Hutt mann nannte und in einem Hotel abgestiegen war. Er befand sich im Besitz großer Geldmittel. Nähere Angaben über die Verhaftung fehlen noch. London, 18. Dez. Der Gesetzentwurf für den Bau eines Tunnels unter dem Aermelkanal ist im Par- lamcnt cingebracht worden. Der Kostenooranschlag beläuft sich auf 80 Millionen Pfund Sterling. Der Tunnel soll jut Hälfte englischerseits, zur Hälfte franzüsischerseits gebaut werden, nachdem die Parlamente beider Staaten den Gesetz^ entwurf gebilligt haben. > Gewinnliste der am 17. Dezember stattgefundenen Verlosung des Vereins Canaria für Giessen u.ümgegend Kaiserbinme/ wf*« ödiioarje Älirke ) Sc£t von Gebr. Höhl Ul Geisenheun Portwein, Samos, Madeira, Malaga, Großer Vorrat Disielsiufc, Zeisige Dompfassen = Hänflinge s (Slot. Vögel uni) KolMWe Angiisl Felsing Vogelhaudlung, Marltstraße 22. | Möbel !in großer Auswahl Lieferung noal kompl. Ausstattungen' ä franko jeder Bahnstation | j 6. 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