156, Jahrgang Zweites Blatt Nr. 3 General-Anjeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sichen Ter Besiegle von Tsushima, Admiral RoftstwenSkij G-'gen die Angriffe, die hält sich jetzt in Petersburg auf. FrenssenS „HMgerrlei" und die moderne Theologie. Erscheint tLgltch mit Ausnahme beS Sonntags. Die ^Siebener Lamilrenblätter" werden dem ,Anze'ger viermal- wöchentlich beigelegt. Der Etzelstich« Lanvwirr' erjcheuu monatlich einmal. g der Freier: InnbcI^rc^Tdjvn 2. d. M. in Frankfurt statt- — Wir lesen im ,,B. B. C.": Am Montag abend ging im Neuen Theater zu Leipzig Blumenthals Lustspiel „Der Schwur der Treue" in Szene und errang sich reichen Beifall. Die ganz rei.'ende D^rskanst Blumenthals fand Verständnis und Anerkennung. D^s Stück dürfte bei uns eine ganze Reihe von Aufführungen erleben. — In München fand Sudermanns Schauspiel „S tein unter Steinen" bei seiner Erstausführung eine recht günstige Ausnahme: der Beifall blieb durchweg unbestritten und erhob sich nach dem bühnenwirksamen drittes Mte zu massiver Stärke. Donnerstag 4. Januar 1^06 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sch« & Unwersuätsdruckerei. R. Lange, Gieß«. Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulstr.I^ V Tel. Nr. bl. Telegr.-Mr.r Stn-eiger Gieß«. der frühere Kapitän Klabo und andere auf seine Schlacht- anlage gerichtet haben, sucht er sich jetzt öffentlich zu verteidigen. Er sagt in einem offenen Briefe an die „Nowoje Wremja" über die Schlacht in der Tsushima-Straße u. o.: Admiral Togo habe zu Beginn des Kamrües fest geglaubt, er habe es nur mit dem schwächsten Teil der russischen Flotte zu tun. Er führte sein Flaggschiff dem konzentrierten Feuer der besten russischen Panzerschiffe „Suworow", „Alexander", „Borodino" und „Ostljaba" entgegen und gewann die Schlacht ungeachtet seines Fehlers. Ferner sagt Rojesiwenskij, wenn die Japaner nid)t die ruisuche Flotte ausgerieben hätten, so wäre es euglischerseUS geschehen. Die englische Flotte konzentrierte sich bei Wei-hai-wei mit dem Befehl, die Russen aufzureiben. Das war das endgiltige Ziel Englands. Die Behauptung am Schluß gründet sich jedenfalls nur auf eine persönliche, irrige Vermutung des Admirals. Togo seinerseits kann mit der Darstellung seines Gegners nur recht zufrieden sein. Die Zustände in Ausland. Ein Petersburger Korrespondent meldet, daß der Direktor der Bahnlinie, die von Petersburg nach 'dem Zarenschlosse. ZarSkoje Sselo führt, verhaftet wurde.. Er hatte Beziehe ungen zu den Revolutionären, die er tatkräftig unterstützte. In Petersburg erregt großes Aufsehen die Ermordung des Professors Horobjew, der in seiner Wohnung einen Verbandsplatz ft":r die Revolutionäre eingerichtet hatte.. Der Professor wurde in seiner Wohnung von einem Offizier einfach niedergeschossen, ähnlich wie-der Ehef der Sicherheitspolizei' wenige Tage vorher von den Revolutionärem In Moskau wurde Generalmajor Awerjanows der an den dortigen Revolten stärk'beteiligt sein soll, verhafte ti Dort wurde am 2. Januar in Gegenwart der obersten Behörden und des Militärs ein feierlicher Dankgottesdienst anläßlich der Unterwerfung des Aufstandes abgehalten.. Am Abend aber kam es im Stadtteil Preßnja von neuem zu heftigen Straßenkämpfen. Durch die Geschosse ber Artillerie wurden mehrere Fabriken zerstör t und viele Wohnhäuser ein geäschert. Der Arbciter-Deputiertenrnt sowie die Komitees beider sozialistischen Parteien beschlossen, den Generalstreik zu liguidieren. Die Sttaßen bieten jetzt im all- gcmein.n wieder das gewohnte Bild. _ Auch der Eisenbahnverkehr ist wie-der ausgenommen. In Petersburg und Moskau wurden neuerdings zahlreiche Verhaftungen unter den Studenten vargenonrmen. Auch viele Soldaten wurden wegen Gehorsams-Verweigerung verhaftet. t Ein Petersburger Berichterstatter meldet, daß Maxim Gorki sich in Moskau aufhalte. Die Polizei veranstaltete bei ihm eine Haussuchung, ohne jedoch 'irgend etwas Verdächtiges zu finden. Sie zog ab, ohne Gorkij weiter zu belästigen.. , Heftige Kampfe s-nden auf der Eisenbahnlinie von Grundstücken, sowie auf die Regulierung der Wege beziehen. Bei der Bearbeitung des Ausführungsgesetzcs zum Bürgerlichen Gesetzbuche konnte daher von einer Aen- derung des Feldbereinigungsgesetzes zunächst abgesehen werden. Es erschien aber auch zweckmäßig, die Durchsicht des Gesetzes zu verschieben, weil Erhebungen darüber im Gunge waren, ob Aenderungen des Gesetzes nicht nur aus rechtlichen Gesichtspunkten, sondern auch vom wirtschaftlich-technischen Standpimkt aus veranlaßt seien. Nachdem aber die mit der Handhabung des Gesetzes befaßten Behörden übereinstimmend darauf hingewiesen hatten, daß gerade die auf wirtschaftlichem Gebiet liegenden Bestimmungen des Gesetzes sich mit in weniger wichtigen Punkten nicht bewährt haben, konnte mit der Neubearbeitung des Gesetzes nicht länger gezögert werden. Tenn zufolge der wesentlichen Umgestaltung, bie das materielle und formelle Grundbuchrecht erfahren hat, erfordert die fortschreitende Anlegung des Grunbbuches zunächst eine Reihe von Aenderungen, wenn sich das Gesetz auch in der Zukunft mit Sicherheit handhaben lassen soll. Dazu kommt, daß das dermalen geltende Gesetz hinsichtlich einiger für den Grundbuch verkehr besonders wichtiger Fragen ausreichende Vorschriften nicht enthält. So läßt das Gesetz zurzeit nicht zuverlässig erkennen, ob es zum Erwerb des Eigentums cm den zugeteilten Grundstücken zuerst noch der Eintragung des Grundstückes in das Grundbuch bedarf, ober ob das Eigentum ohne eine solche Eintragung mit der Erteilung der Urkunde übergeht. Auch die Frage, welchen Einfluß das Bereinigringsverfahren auf das Recht, über die dem Verfahren unterworfenen Grundstücke zu verfügen, ausübt, das heißt wie lange und mit welcher Wirkung über die abzutretenden und von wann ab über die zuaeteilten Grundstücke verfügt werden kann, ist in dem Gesetz nicht ausreichend geregelt. Insbesondere läßt es das Gesetz zweifelhaft, ob, wenn ein Beteiligter das Eigentum von dem ihm zugeteilten Grundstück auf einen anderen überträgt, diese Übertragung in dem alten Grundbuch oder wo sonst cinzutragen ist. Infolgedessen geht zum Nachteile der Beteiligten die Praxis der Gerichte weit auseinander. Namentlich hinsichtlich der Massegrundstücke haben die Mängel des Gesetzes in- sosorn zu wirtschaftlichen Nachteilen geführt, als die meisten Gerichte eine Verpfändung erworbener Massegrund- stücke nicht zulassen. Erscheint hiernach ein gesetzgeberisches Vorgehen unerläßlich, so ist gleichzeitig überall sonst Abhilfe zu schaffen, wo sich auch in wirtschaftlicher Hinsicht bei der Anwendung des Gesetzes Mißstände ergeben haben. Eine eingehende Begründung ist dem Entwurf beigegeben. Abänderung des hessischen Feldbereinigungsgesetzes. Tie Regierung hat, der Ankündigung in der Thronrede entsprechend, den Lemdständcn den Entwurf eines Gesetzes zur Abänderung des Felbber einig ungs- Gesetzes zugehen lassen, der für die Gestaltung des Grundstücksverkehrs während und nach einer Feldbereinigrmg von erheblicher Wichtigkeit und bestimmt ist, die Schwierigkeiten und Zweifel zu beseitigen, zu denen auf dem bezeichneten Gebiet die bisherigen Vorschriften Anlaß gegeben hatten und die durch die veränderte Grundbuch gesetzg-ebung teilweise noch vermehrt worden waren. Es kommen dabei folgende, allgemeine Gesichtspunkte in Betracht: Der Artikel 113 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch läßt u. a. die landesgesetzlichen Vorschriften unberührt, welche sich auf die Zusammenlegung Für den Posten eines Regisseurs kommt aber in erster Linie Dr. Heine, Regisseur am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, in Frage, in zweiter Linie der Weimarer Regisseur Grube, der indes nicht tauglich für diesen verantwortlichen Posten fein dürfte, denn ein so angenehmer Mensch er auch ist, künstlerisch ist von seiner Intelligenz nickt viel zu erwarten. Der dritte S -ndidat ist der ehemalige Dramaturg W Kasseler Hofthcaters, Axel Delmar. Auch Mar Petry, der Gatte von Maria Reisenhofcr vom Berliner Lessingthcater, wird genannt, sowie der bekannte Münchener Rcgiff.'ur Savits, b.r seine Stellung kündigte, weil er unter Hermann Bahr nicht arbeiten will. Auch der litterarisch fein gebildete, als Bühnenbearbeiter einiger Shakefpearescher und Kleistscl)er Dramen hoch zu setzende Karlsruher Dramaturg Dr. Eugen Kilian soll sich unter den Bewerbern befinden. So liegen die Verhältnisse jetzt in Frankfurt, und man darf gespannt sein, wie die Komödie enden wird. Valitilche Tagesschau. Vor der Marokkokonferenz. Die Marokkokonferenz wird nun nach definitiven internationalen Abmachungen bestimmt am 16. d. M. im spanischen Städtchen Mgcciras zusammentreten. Tn ist es denn interessant, daß eins der hauptsächlichsten deutschfeindlichen Blätter, der „Figaro", eilte neue, auf Beruhigung der französ. Stimmung abziclende Mitteilung aus Berlin veröffentlicht, wonach der Kaiser kürzlich im Privatgespräch seine Befriedigung über die Veröffentlichung- seiner Frieden säußerung durch die französische Presse und deren Auftiahme ausgedrückt hätte. Die Polemik eines Teiles der deutschen Presse bezwecke nur, erzählt das Blatt, das deutsche Vaterlandsgefühl, zu erregen ipib gegen bie schäblichen Theorien Bebels zu verteidigen. Kaiser Wilhelm wünsche eine gute Algeeiras-Kon f er en z. Aus ber beiderseitigen Mäßigung könne leicht ein Einvernehmen hervorgehen, bas nach eingehenber Prüfung ber Rechte und Interessen aller Weber Sieger noch Besiegte zurücklassen würde. Ter Herzog von Almodovar hatte am 2. d. M. mit dem französ. Botschafter Eambon eine Unterredung über die Konferenz in Algeciras und erklärte dann einem Interviewer die Befürchtung wegen Ausbruch eines Weltkrieges für grundlos. Alle Delegierten gingen nach Algeciras mit den versöhnlichsten Instruktionen. Der Pariser Korrespondent der hetzerischen Londoner „Daily Mail" meldet dagegen seinem Blatte, die Marokko- konferenz dürfte einen vollständigen Mißerfolg zeitigen. In diplomatischen Kreisen hege man Befürchtungen, daß aus der Konferenz Verwicklungen entwachsen könnten, bereit Lösung ber Diplomatie schwere Aufgaben stellen dürfte. Tie französische Regierung habe gar keine Absicht, ihre Ansprüche auf Sonderrechte in Marokko aufzugeben. Tagegen werde Teutschland auf internationaler Kontrolle bestehen, nur um zu zeigen, daß das Abkommen zwischen England und Frankreich über Marokko belanglos sei. England werde Frankreich kräftig unterstützen, wogegen Teutschland von Oesterreich auf Unterstützung zu rechnen habe. Tie Haltung der Vereinigten Staaten sei ungewiß. Tie übrigen Mächte, welche bei der Kvnferenz durch Tele- gierte vertreten sind, dürften den englisch-französischen Standpunkt unterstützen. Wie das „Echo de Paris" mitteilt, wird augenblicklich mit fieberhafter Tätigkeit an der Instandsetzung der Tclc- graphenlinie zwischen Paris und Cadiz in den Bergen von Navarra gearbeitet. Diese Linie wird während der Konferenz stark in Anspruch genommen werden. Infolge ungünstigen Eindruckes, den die Berufung des italienischen Botschafters m Madrid, Sylvestrelli, zum Tele- gierten Italiens bei der Konferenz gemacht hat, heißt cs, daß eine andere Persönlicbkeit für diesen Posten gewählt werden wird. Wie verlautet, habe der frühere Minister des Aeußern, Visconti Benosta, die meisten Aussichten. Braunschweigiana. Aus Berlin wird uns geschrieben: Der Besuch des Kaisers beim P r i n z re ge n t e n Albrecht in Braunschweig, unh dann die Verabschiedung des long'ährigen braunschweigischen Gesandten am preußischen Hofe und Vunbcs- rat9-Devollmächtigten Frcih. von Cr a rn rn - B u r g d o rf, hat man vielfach miteinander in Verbindung gebracht, bis sick heraus- ßcllte, d^ß durch seinen finanzierten Zusammenbruch 'Herr von Cramm sich gezwungen sah, seine Demiffion zu geben. Es tauchten Gerüchte auf, die eine ^Cnttoort auf die Frage suchten, wer Nachfolger des Prinzen Albrecht im Herzogtum Braunschweig werden würde, und man nannte ben Namen des Prinz en Eitel Friedrich, des zweiten Sohnes des Kaiserpaarcs, bald den des Prinzen Friedrich Heinrich, des ältesten Sohnes des Prinzen LÜbrccht. In beiden Fällen handelt es sich nur um, vorläufig wenigstens, haltlose Kombinationen. So viel aber ist richtig, daß die braunschweigische Thronfolgefrage auch an maßgebender Stelle neuerdings den Anlaß zu ernsten Erwägungen geboten hat und noch bietet. Prinzregent Albrecht tritt in wenigen Monaten in sein 70. Lebensjahr, und wie man hört, läßt seine Gesundheit feit einiger Zeit zu münfcfyen übrig. In den leitenden politischen Kreisen biirftc daher gegenwärtig die Ansicht vorwiegen, daß der Tag immer näher rückt, an dem, trotz aller Hindernisse, H aus Cumberland doch noch auf den Thron von Braunschweig gelangen wird. Herzog Ernst August von Cumberland scheidet dabei für f'inc Person ganz aus. Niemand erwartet von ihm, er könne das seinem sterbenden Vater gegebene. Versprechen brechen, auf das Königreich Hannover zu verzichten. Mer der älteste Sohn des Herzogs, Prinz Georg Wilhelms v o n C n m b e r l a n d , ist durch Ferne Zusage solcher Art gebunden.,. Man hält es für durchaus denkbar, daß, im Falle die Thron- folgefrage durch eine Erledigung ber Regentschaft in ein neues akutes Stadium träte, der Herzog von Cumberland seine Ansprüche, auf Braunschweig auf seinen Sohn übertragen und ihn zur Annahme ber Herzogkrone unter Anerkennung bes Bestanbes des Deuts-Fen Reickes ermächtigen könnte. Wir registrieren diese Anschauung, die manchem gewiß als riecht haltlos erscheinen wird, nur, ohne sie zu kritisieren. Man wird aber dcm Herzogtum Braunschweig nur wünschen können, daß es auf eine andere Art aus dent jetzigen, im ganzen Lanoe trotz offiziöser Versicherungen unpopulären Provisorium zu einer definitiven Neuregelung seiner dynastischen Verhältnisse gelangen mddjte. Personenleben Jesu ist bei Frenssen Hilligenlei, heiliges Land Leider trägt Frewssms Werk die Tendenz an der Stirn. Er geht nickt nur gegen die Kirchcnlcute, sondern auch gegen den dualistischen Begriff des Heiligen an. Man muß energisch dagegen Verwahrung einlegen, daß Frenssen die Kvnsequenz in der modernen Theologie in Abrede gestellt hat. Daß dieses JesuSbilb ein Stück Wiedergeburt werden könne, sei nicht zu bezweifele Ein Jesuslüld solle sich zusimmensetzen aus einem Stück Historie/ einem Stück des besten unserer Zeit und aus dem eigenen Besten jedes Manschen. Jed'r Fi'nnc seinen etg-nen Christus h ben, bie. Hauptsache sei, daß er ihn überhaupt habe. Jesus, der wirkliche Geschichtliche, ist unbrauchbar: er ist tot. Christus ist lebendig. W's not tue, sei eine neue Christologie. Die moderne Theologie habe ein größeres Interesse an der Aufnahme des Werkes Frensseus und der des Jcsusbildes, als an diesen selbst . Die zahlreichen Zuhörer spendeten dem Redner lebhaften Verfall. In der DiSTussivn sprach zunächst Oberlehrer Dr. Pren- s ch e n aus Darmstadt. Frenssen hatte nicht nötig, sick so genau an der historischen Versönlichkeit Jesu zu halten, er konnte die Poesie mitwirken lassen. Lic. FuchS aus Rüsselsheim wendete sich gegen daS Sensationelle bei Frenssen. Frenssen scki'derc Menschen der heutigen Zeit. Jesus müsse neben den Menschen stehen als Mensch, nur so könne er verstanden werden. JesuS und Christus dürfe mau nicht scheiden. . Dr. Stein- Frmlsurt betrachtete den Roman vom ästhetischen Standpunkt. Das F-reusscnsche JesuSbikd bereite eine Enttäuschung, in der Bibel sei cs von besseren Dicktern gezeichnet. Dem Jesusbild fehle die Größe. Frenssen wollte nicht zeigen, daß das Triebleben heilig ist, sondern nur, daß es heilig sein kann. Der Referent hatte schließlich noch ein kurzes Schlußwort. Aus Anlaß einer Verfammlun! Vereinigung sür Hessm, die am -....... ... -----... . fand, hielt Professor Niebergall aus Heidelstrg einen Vortrag über „TasJesusbildinFrenssensHilligenl ei". Die moderne Theologie werde sich im allgemeinen, so führte er aus, ’U dem Lesusbi.de Freu s.ns bekennen ml ss n. Wenn Frcnften dieses Jcsusbi'd d e Grundlage zu einer deutschen Wiedergeburt nenne, so müsse die moderne Theologie damit übereinflimmen. Sie stehe bei der BetraMm« Jesu auf d"in Boden der Geschickte, für sie fei JesuS eine g schichtliche Pirsönlichkeit. Es komme dabei lediglich ans bie inneren, geistig.seelis^eii Kräfte an. Hier steht Frenssen. Er sieht in JesuS vor allem bie gcschichtl. Persönlichkeit, ber Mvthvs verühwindet. Tie Eltern von Frenfsens Jesusbild sind Gl-:ube und Poesie. Leider ist cs viel zu poetisch, zu wonnig, träumerisch, weich, saifft und versckvvommen. Die Persönlichkeit Jesu bei Frenssen geht ganz auf in ber Opposition gegm bie Klerikalen unb Den Oberlirckmirat. Dos macht sie dem, der die Bibel liebt, unsympathisch. JesuS ist zuviel ins alltägliche hinabgezerrt und ihm fehlen die herben Züge. Dieser JesuS streitet mit den Kirchenleuten, streiclielt die Sünderin, er dmtt aber viel zu wen'g daran, seine Anhänger zu heben und unizugeitalten. Der wirkliche Jesus bleibt größer, überweltlicher. Man macht ihn bcii modernen Menschen niilrt sympathisch, wenn man ihn in die Alltäglichkeit hineinstellt. Wenn man Jesus sehen will, so muß men ihn von fern sehen, nicht neben, sondern über sich. Der neiitestameiitliche J^sus ist von Frenssen nicht erreicht. Der modernen Theologie ist JesuS vor allem eine Persönlichkeit. Dieses Theatralisches auS Frankfurt a. M. Die Frankfurter Theaterverhältnisse brg'.nnen re-t interessant zu werden: denn seit etli-pen Tagen oder Wachen macht sich in weiteren Kreisen eine länger schon bestehende Unzufriedenheit mit dem fast 27 Jahre hier wirkenden Intendanten Emil Claar öffentlich bemerkbar. 21 Jahre hat Claar beide Theater geleitet: mit der Erbauung des neuen Sckaiifvselhauses^teilte man die Theaterleitung, indem man bekanntlich Claar das Schauspielhaus übergab, für die Tver dagegen ben Jntendauttn Pau! Jensen engagierte. Vor etlicken Wochen nun hat die Stadtver^ vrdneten-Versammlung den Vertrag mit der Theot-r-Mtiengeft lischest von 1907 ab aus weitere zehn Jahre verlängert. Nunmehr trat auch die Frage an die Behörden heran, ob bie Verträge mit ben beiden Intendanten zu erneuern seien. Der Magistrat, der durch zwei Delegierte in der Theater-Verivaltung Der treten ist, schien geneigt, ben Opemintenbenten auf weitere fünf Jcckre zu engagieren, den Schauspielintendanten Dagegen hätte man nicht ungern scheiden seh e n. Hierzu war aber der AufsichtSrat der Theatergesellschaft nickt zu bewegen, er setzte vielmehr die Verlängerung des Claar'sck>en Kvn- ttakts bis 1910 durch. Aber man trennte den Schauspielintendanten von seinem langjährigen Mitarbeiter, dem 11 Jahre hier wirkenden Regisseur Wolfgang Q u i n F e, dem man die Stellung per 1. Sept. 1906 kündigte, um gleichzeitig zu verlangen, daß an die Spitze des Claar'scken Bureaus ein Mann zu stellen [ei, der dramaturgisch zu wirkm verstthe. Daß unt'r diesen Umständen Claar nicht sonderlich geneigt ist, die Berlängerung des Vertrags arrzunehmen, ist klar. Auf der kurz vor Weihnackten stattgelwbten Generalversammlung der Theater-LMiengesell- schast wurde viel gegen Claar geredet. Ein sozialistischer Aktionär wetterte nickst nnr gegen das Personal, sondern auch gegen bas Repertoire bes Schnuspiels, und nicht ganz mit Unrecht In der Swdtverorbneteii-Sftmng nahm ein sozialistischer Redakteur den Fehdehmdscdnh wieder auf und wetterte gegen den literarischen Tiefstand des Schauspielhauses, ind'm er allerdings ungereckstsertigt, den Leiter desselben für die Unproduktivität unserer Dramatiker veranttiwrtlich zu ma^-en luchte. Einige Mitglieder deS S ch a u spiel per sonals v-r.-f en'ftchten obendrein eine anonyme Erklärung. Die beiden schauspieler, so deißt es, haben Grund, ihrem Ches zu gronen. eie wollen Regisseure werden, und sie mögen auch Au bcftihigt sein. Claar aber erklärte seinem Auftichtsrat ausdrilcklich, daß er kein Mitglied seines Personals als Regifteur acceptiere überhaupt mit keinem Regisseur arbeite, der darstellerisch tätig fti. Nim könnten ja die beiden Herren auf weitere barste l l e r l s ch e Tätigkeit verzichten wollen, wenn ihnen der Regisseurpoiten zufiele. das wurst derS sorgfältig geprüft und hierbei auch der zu- CborIständigen Handelskammer Gelegenheit gegeben werde, erlaßen. ** Teppich- u sw. Handel im Umherziehen. Es ist in letzter Zeit Klage darüber geführt worden, daß der reelle Teppich-, Linoleum- und Möbelstoff-- Handel dadurch geschädigt werde, daß fliegende Händler, meist Ausländer, im Wandergewerbe orientalische Teppiche zu unerhört hohen Preisen und unter Vorspiegelung falscher Tatsachen vertreiben. Um dein zu begegnen, ist regierungsseitig angeordnet werben, daß bei Gesuchen um Ausstellung von Wandergewerbescheinen für Teppichhändler, welche Ausländer sind, d,e Bedürfnisfrage beson- _ _r - Strecken der Eisenbahn ^kkv^ka n - Eh a r ko w start. 2^ . mußten von hc finden sich in den.Hunden ^NepotockE°^un^ j beiden Vrn Truppen znruckerobert weroen. Seiten 800 Personen getötet. .„ . Saratow S Ä-ffiSsF» sesnATi •*£' ÄMMar »mW« wo» "» “ LL- wsa-S-Si „nierlieat feinen Bcs^r^kunaen mehr. 2 5. Jan. d. I. ihre Gesuche unter Anschluß des 1ck-» und Mädchen w-rd-n > T 2 er ein hiesiges. noch im fiinbfSoliet stehendes aufqeiordert, d,e zu singenden Lieder gehörig auswendig zu lernen '‘7* *7 J. 4 -u cu«. und dieselben in den Spumstuben unter Settung von Musik- l Riadchen in unsittlicher Weise überfielen, weilte heute verständigen einzusiben." I die Großh. Ctaatsanwallschbst Gießen hier. Es konnte nur Nachdem nunmehr die gesamte Einwohnerschaft, insbesondere ciner ber Beschuldigten, die sämtlich auf freiem Fuße betasten &Ä» wurdcu. »emommen werden. Es dürste die Fr°g- auf. emsprockwn bat, so sprechen wir denselben hiermit öffentlich unseren geworfen werden, ob man mcht dahin wirken konnte, Den Dank aus, verbunden mit dem Wunsche, daß in den kommenden Knaben und Mädchen bis zum vollendeten 16. LebeuSsabre Jahren die Neujahrsfeier mcht allein ebenso, sondern noch viel feit- öen ggerllä) DOn Tanzböden und Spinnstuben ohne elterliche sicher, unterstützt durch Instrumentalmusik und Ansprachen, sich Aussicht zu verbieten. In verschiedenen Gegenden hat man gestalten moge-inell dieser bü-germeisterlichen dies getan. - Verhaftet wurde heilte em Schirm. Kundgebung .st, so vernünftig ist daran das Tatsächliche. Nicker, der in unmittelbarer Nähe des Waldes Feuer an* ** Ter landwirtschaftliche VortraaSkurs llelegt hatte. inDarmstadt wurde gestern, Mittwoch, vom Präsidenten , A 'öu Zur Aufftandsbewegung in Kamerun meldet ein Berliner Matt, daß sie sich auf ein v i e l u m f a s s e n- deres Gebiet erfrredt, als man im allgemeinen in Deutschland anzunehmen scheine. Die Größe dieses ^eb^-tes übersteigt hie des Königreickss Sachsen und weist ungefähr 10 000 wafsen- -sahige Neger auf. Diesen stehen nur zwei Kompagnien der deutschen Sclmtztrnppe '"'d einige kleinere Posten gegenüber. Aus Stadt und Land. Gießen, den 4. Januar 1906. । " Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den Gerichtsakzessisten Karl von Zangen zum Hosjunker er- । nannt. — S. K. H. der Großherzog haben dem Pfarr- ' Verwalter Wilh. Möller zu Rendel, Dekanat Rodheim, die ' evangelische Pfarrstelle daselbst übertragen. •• Ordensangelegenheit. S. M. der König von ; Preußen hat dem Prinzen Friedrich zu Solms- Br a unfelS zu Braunfels die Erlaubnis zur Anlegung des >Großkreuzes des Verdienstordens Philipps deS Großmütigen gegeben. — An der Neujahrstafel im Großh. Nesidenzschloß zu Darmstadt hat auch der Rektor der Landes Universität teilgenommen. — In Audienz empfangen wurden am Mittwoch, (3. Jan. von S. K. H. dem Großherzog u. a. Leutnant Riedesel Frhr. zu Eisenbach vom 2. Großh. Dragoner- Regiment (Leib- Dragoner-Regiment) Nr 24, kommandiert zum Militär-Neitinstitut in Hannover, und Leutnant Ried- esel Frhr. zu Eisenach vom Husaren-Regiment Landgraf Friedrich IL von Hessen-Homburg (2. Kurhest.) Nr. 14. ** Der Wahlprüfungsausschuß der 2. Kummer wird morgen, Freitag, zusammentreten. Aus 3 Wahlkreisen sind Wahlproteste eingelaufen. Gegen die Wahl im Wahlbezirk Vilbel (Abg. Ullmann, natlib.) hat Hch. Bus old in Friedberg (her sozialdemokratische Kandidat) protestiert, und zwar bittet er um Ungiltigkeitserklärun-g der Mahlmännerwahlen in Klein-Karben, Nieder-Erlen- bach, Petterweil, Heldenbergen und Büdesheim, sowie der Wahl des Abg. Littonann. Ebenso wird Ungiltigkeitserklärung beantragt hinsichtlich der Mahl des Abg. Christ (freis.) im WahlbezirkWörrstadt. Es wird für die Orte Nieder- Saulheim, Ober-Saulheim, Schimsheim und Gau-Alges- heim Kassierung der Wahlmännerwahlen und Anordnung von Neuwahlen verlangt. Im Wahlbezirk Mainz,- Land (Abg. Tr. Schmitt, Zentr.) verlangen die Sozialdemokraten Ungiltigkeitserklärung der Wahlmännerwahl in Kostheim, der Wahl eines Mablmannes in Bretzenheim, sowie der Abgeordnetenwahl. Ein Gegenprotest der Zentrumspartei erstrebt die Ungiltigkeitserklärung der Wahl- männerwahl in Kastel. 8* Schweinefleisch - und Wurst preise. Tie in Nummer 1 unseres Blattes vom vorigen Dienstag enthaltene Notiz über die Herabsetzung der Fleisch- und Wurstpreise läßt noch Zweifel übrig über den Umfang der erfolgten Preisherabsetzung. Eine von der hiesigen Bürgermeisterei bereits in voriger Woche an eine in Metzger- Ir eisen maßgebende Persönlichkeit gerichtete Anfrage wurde Vor allem galt e8 auch, bie zu Gebiete der Tüngungs- l Festzuge^ zu dem VolkS-Festspiel in den einzelnen , _ ' ®n,PPen erforderlichen Personen und Trachten zur Verfügung jchastsweftnS ~ ©rünbera, S. Jan. Das Ehrenzeichen f-r “ ®aS rbo$ct Ei senbahnunqlück lchem^ Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde on> emen grdb-ren Schadenersatzprozeb gegen den Enenbahnhskus S E„i,ch,ieß„ng S. K. H. des Graßherzag, dem ^folge haben zu Men. M>tgliedc der freiwilligen Feuerwehr zu Gnmberg Georg Mainzer Herren, die bet dem Unglucksfall verletzt wurden, « , J mit den übrigen Verletzten in Verbmdung ü-tr-ten und es V "Schwaben rod, 3. Jan. Am 30. Dezember waren w.rd b-abucht.gt, gemeinsam Entschädigungsansprüche, eomf.K Schweinehirt Konrad Henning auf dem Klagewege geltend zu machen. _ Mn Dienste der Genwinde stand. Es wurde ihm aus diesem " So->l.°8>>ch-s. Jn emem ®or,L9C^ 5lnla6 von der Gemeinde ein Sessel gestistei. (Oberh. Zig), neulich em Bauerlem, welches erst am vergangenen Abend Münchholzhausen, 2. Jan. Unser s-ith-nger G-. wat nach Hause gekommen war, morgenS w.eder über Land^ -» -» Schneider hatte nut Schluß des oer. seine Gattin entlaßt ihn mit den Morten: N ' Du Läästr Jahres sein Amt, welches er 20 Jahre lang mit (Bezeicqnung lunger Schweines, gehst Du schon wieder fort? “ ■' ' ' ...... fniroilti« nie de r g elegt. Als abends der Mann etwas verspätet und angetrunken nach ’ -Pt ) f V 9 ilni) ^U,\tOIL"»VmPfä?* mi‘ bm to°tUn' Darmstadt, 3. Jan. J>n Hofmarscha ll'a m t "hat ,No^o bilt Du ,a schon, Du Eaul , sich mit dem Jahresanfang eine bemerkenswerte Aenderung " D,e neuen Unfalloerhütungsv°rschr, en Wie wir aus bester Quell- erfahren, ist der bis- . k t fiLb m be»ts m» i,^e Major nn Leibgarde-Regiment Nr. 115. v. Ungern- genossenschaft für Hessensind' "» «« b«""' St?rnbe-g, aus Erichen des Großherzogs einstweilen vom teilten, am 1. Januar d. I. m Straft getreten. Hierzu stellten ' 1 f. . . die Adgg. Leun, Mhr, Brauer, »rk, Karell, Lang und »wn dienst entbunden und zum p-r'SnUch n Diensti b« Senstfelder am 19. Dezember vor. Js. in der zweiten ^1. Hoh^t kommandiert «^en Herr o. Ungern- Kammer den Antrag di- Regierung zu ersuchen, ver. S'°r>'b°rg g.tt schon seit Jahren als kersa^ b-i Ho . anlasten zu wollen, datz die in der Genosten,chastsversammlung w'rd zunächst ,m Hosmarschallamt ta.ig s- n uud dur te oom 19. Dezember 1904 beschlostenen Vorschristen erst am 'N '"chi serner^Zei das Am.des,0 b - rst h o f >n° r! ch a l l^ 1. Januar 1907 in Straft treten. In der .Daruist. Ztg.' "^nehmen Vorlaichg ble.R aber der bisherige Ob ist- ivird nuninehr folgendes halbamtlich mitgeteilt: W-sterweller, der bereits das 80. Lebens, Um Befürchtungen entgegenzutreien, die aus Iembn)trifd)aft= la^c 2L^c^ri*lcJ1 ^uf Po ten. _ ljchen Kreisen laut geworden sind, sei darauf hingewiesen, wie e41 Mainz, 3. Jan. &er verschwundene Direktor Georg nicht in der Absicht der maßgebenden Stellen liegt, daß Schreiner aus Biebrich wurde am Samstag früh um nunmehr jede Verfehlung gegen dieVors chriften 4 Uhr in der Bedürfnisanstalt am Münster platz von einem b e ft r o f t werde. Vielmehr soll auch weiter noch aufklärend und Schutzmann getroffen, wobei er den Kopf gegen die Wandi belehrend auf die Unternehmer eingewirkt und>e4 sollen diese zu- rannte. Zu gleicher Zeit befand sich in der Anstalt der nächst auf gütlichem Wege zur Anbringung ber echu^oxnd^xwxx 9eri^^t5b^fannte Taglöhner Oberhahn. Der Beamte er-. angehalten werden. Dies kouuni auch dem Deschluv der Ge- ? . , . „"r' r_iMP «r-n/fKAn rpnihiprpn ob ibm nossenschasisoersammlung vom Ende vorigen Monats zum Aus- "^e ^reiner, ermögeferne Öfchen revroreren,oorym druck, wonach mit der Kontrolle zunächst die Vertrauensmänner u)chts abhanden gekommen ser. Tas.^at auch Schreiner m beauftragt werden sollen. Bei beharrlicher, unveraulaßter Weigerung Gegenwart des O., wobei er konftatrerte, daß ihm nia)tK würde selbstoecktändlich Strafe zu erwähn fein. Die Strafe tsi, fehle. Er erklärte daraus, er habe den letzten Zug nach moniber auch zum Teil irrige Ansichten bestehen, keine gerichtliche, Biebrich versäumt, er weroe jetzt zu F^uß nach Hause gehen. >oird vielmehr vorn Genossenschaftsvors.c n!> verhängt, wodurch den l Hierauf verschwand O., während Schreiner weiter ging. Beteiligten eine besondere Gewähr für sa^versländige Prüfung ge- Nach desseii Verschwinden wurde bei dem Brückenwärter der geben ist. Ebensowenig wie die Gerichte sind Polizei und> Gen- Kaiserbrücke nachaeforscht, ob in der Zeit des Samstag darmerie mit derSache befaßt. L.ieKontrolle liegt al lein borgen zwischen 4 und 5 Uhr jemand die Brücke passiert merkt^ zunächst der Vertrauensmänner. Von den Unfallverhütungs- haLe. Ter Wärter konnte sich bestimmt erinnern, daß dies! Vorschriften zu unterscheiden sind Polizeiverordnungeii, wie sie in nicht der Fall war. inzwischen wurde konstatiert, daß O. nelen Greifen, beispielsweise über den Betrieb von Dreschmaschinen, m einer Wirtschaft der Lotharstraße Mel Geld zeigte und Güoelwerken usw , bestehen. Die Ueberwachung dieser Polizeiver- die Bemerkung machte, wenn er auch nichts arbeite, so , orduuugen ist selbstoerständlich nach wie vor Sache der Polizei- habe er doch viel Geld. O. wurde verhaftet, weil er behörden. dringend im Verdacht steht, Schreiner beraubt und - Die allgemeinen Kirchensteuern betragen für ermordet zu haben. O. gab zu, daß er Schreiner nach das Rechnungsjahr 1906 für die Evangelischen 11 und für der Photographie als den wicdererkenne, den er in bet die Katholiken 6 Proz. der direkten Staatssteuern. PMt in der Bedürfnisanstalt getroffen habe, er bestreitet •* Aus der Freiyerrlich von W ey h eri sch en aber, nochmalE> mit.Schreiner zusammen getroffen iitjein. ö ( , ono re nft i f tun g ist d-mnüchst -in- P-ns.°n geben. Es werden daher alle die, welche auf Grund der touurbuP Oüterbahnhos ein Soldat der hiesigen Verordnung vom 19. Jan. 1848 um eine solche Pension Garnison über fahren und sofort getötet. Der B-r« nachjuchen wollen und nicht bereits früher um eine solche lebte scheint über den AbMich des L^chntörpers geMgey' emqekommen sind, hiermit anfgefordert, spätestens dis zum jzu sein. dahiu beantwortet, daß die Preise für Schweinefleisch Pfund um 4 P f g. und für Leber- und B l u t- st daS Pfund um 10 Pfg. herabgesetzt wor- den seien, während die übrigen Fleisch- und Wurstpreise noch beibehalten würden. Hoffentläh folgen alsbald noch weitere Preisermäßigungen für das Schweinefleisch, sowie vlle übrigen Fleisch- und Wurstwaren. (Wir verweisen auch auf unsere heutige „Politische Tagesschau".) - Kunsiverein. Die Gemäldeausstellung bleibt wegen d-s vorzun-hnl-nden W-chl-ts d-r ®™5lbe aef «Stoffen. Don Sonntag «in ist st- wn d-r geöffnet. 8 " D-r nüchft- öffentlich- Vortrag des Ge- w-rd-- und d-s Ka»smänni!ch-n V-r->nS findet am 12 dS MtS. im Neuen Saalbau statt. Rudolf Cronau aus Rewyork, der als vorzüglicher Rcdner bekannt ist, wird über Marokko sprechen und seinen Vortrag mit zahlreichen Lichtbildern begleiten. Ein Besuch des Vortrages ist sehr zu empfcjilem r)-fiorj|(^e Verein für daS Großherzogtum Hessen hält seine Hauptversammlung am 15. Januar, abends 6 Uhr, im Hause der Bereinigte" Gesellschaft zu Darmstadt ab. Die Tagesordnung umfaßt: Vortrag deS Präsidenten, Bericht deS Vorsitzenden der Abteilung für hessische Kirchengeschichte, Bericht des Veieins- sekretärS, Neuwahl deS VereinsauSschusies für 1906-1908, Vortrag des Bibliothekars Dr. Karl BaSler über Burgen- kunoe in Hessen, zur Vorgeschichte der Denkmalpflege. Der Verein zählt zurzeit 510 Mitglieder in allen Teilen Hcsiens, dem Ausschuß gehören auS Gießen Profesior Dr. Röschen und Geh. Schulrat Direktor Dr. Schädel an. •’ Folgenden Erlaß des Herrn Bürgermeisters und 2. Landtagspräsidenten Philipp Köhler in Langsdorf lesen -O- Frankfurt a. M., 3. Ian. Kundgebungen ^der Interessenten des TabakgewerbeS von Rheinland, Hessen- Nassciu und Großherzogtum Hessen, welche die Abteilung 111 be§ Deutschen Tabakvereins veranstaltet, finden hier am 5. ds. Mts., nachmittags, im Hotel-Restaurant „Taunus", und am 6. ds. Mts., nachmittags, im Savog-Hotel zu Köln statt. Zu derselben sind auch alle Reichstagsabgeordneten und Handelskammern der genannten Bezirke eingeladen. Frankfurt a. M., 3. Jan. Der kaufmännische Verein weiblicher Angestellter hat einstimmig die 'Einführung der Stellenlosen-Versicherung beschlossen und den Antrag angenommen, für ihr Inkrafttreten den 4. Juli 1907 festzusctzen. — In Sachsenhausen wurde .gestern abend ein Weiß bind ermeister von drei Männern Überfallen, die ihn berauben wollten. Passanten eilten 'dem Ueberfallenen zu Hilfe, worauf die Straßenräubcr flüchteten. Sie konnten später verhaftet werden. Frankfurt a. M., 3. Jan. Von der Handelskammer in London ist dem Präsidenten der hiesigen Handelskammer auf deren Resolution vom 30. Dezember 1905 folgendes Telegramm zugegangen: „Vorsitzender, stellvertretender Vorsitzender und Schatzmeister der Londoner Handelskammer senden Neujahrsgrüße, bewillkommnen und billigen den Geilt Ihrer Beschlüsse und hoffen, daß die freundschaftlichen Gefühle zwischen den beiden Völkern dauern und wachsen sollen." Frankfurt, 3. Jan. Zur Erlangung vvn Entwürfen für hie Neubauten auf dcn^Frankfurter Friedhof Nnrd von der Stadt ein öffentlicher Wettbewerb ausgeschrieben. Das Preisgericht besteht aus Obcrbür'eriwister Dr. Mickes, Stadtrat Dr. Flesch. Stedtbaurat Kölle, Architekt Direktor Ritter, Stadt- Laurat Schaumann, sämtlich in Frankfurt, Prof. Friedrich von Thiersch in München Geh. Hofrat Prof. Dr. Wallot in Dresden. An Preisen sind unbesetzt: ein erster Preis von 4000 Mk., ein zweiter von 3000 Ms, ein dritter von 2000 Mk. Es bleibt dem Preisgericht überlassen, erforderlickien Falles die Preise anders einutteilen, doch soll die Gesamtsumme von 9000 Mark auf höchstens drei Preise verteilt werden. Falls besondere Gründe Vorliegen, ist das Preisaeri^t berechtigt, weitere Entwürfe, jedoch höchstens zwei, zum Betrag von je 1000 Mark anzukaufen. ** Kleine M i t t" i l u n g e n aus H e s se n und den Nachbar st aaten. In der Arbeiterkolonie Neu - U l r i ch st e i n befanden sich Ende des Monats Dezember 1905 J00 Arbeils-, bezw. Stellenlose. Zugeaangen sind im Laute des Dezember 38. abgegangen 22 Arbeitslose. — In S ch l i tz teiert nächsten Sonntag, 7. d. Mts., der K i r ch e n ch o r das Fest seines 2 5 i n li r i a e n Bestebcns._________ Vermochte». die Polizei 7 wallonische Bergleute verhaltet, die sich eines grüblichen Mordes schuldig gemacht habe,'. Sie überfielen ein Liebespaar. Während der junge Mann Hille herbeiholte, vergewaltigten sie das Mädchen, und als dieses die Besinnung verlor, steckten sie die Kleider in Brand. Gräßlich verbrannt wurde das Mädchen von herbeigeeilten Bauern ausgefunden. — Der inNew - Port verstorbene Straßenbahnmillionär Xerces hinterließ zwanzig Millionen Dollar, die laut Testament nach dem Tode seiner Frau fast ganz den: dortigen neuen Hospital und dem Kunstmuseum zuzuwenden sind. HeriÄtslaal. X Wegen Herausforderung zum Zweikampfe mit tätlichen Waffen wurden vom Kriegsgericht in Düsseldorf der Leutnant der Landwehr Kaufmann Martens zu fünf Tagen Festungshaft, der Leutnant der Reserve Rechtsanwalt Dr. Schneider wegen Kartelltragens zu einem Tage Festungshaft verurteilt- Martens hatte infolge voraufgegangener Differenzen dem Arzte Dr. Weil in Düffeldorf durch Schneider eine Forderung auf Pistolen zugehen lassen. # U e b e r den „Dieb st ah l" eines Dichters wird aus London geschrieben: Wegen Entwendung eines Blechtopses wurde der Dichter Arthur Andre zu vierzehn Tagen Gefängnis verurteilt. Der Dichter gab zu, in sehr nußlichen Verhältnissen zu leben. Bei seiner Verhaftung wurden Briefe von König Eduard, Königin Alerandra, Lord Beresford usw. in seinem Besitz gefunden, die an ihn adressiert waren. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 4. Jan. (Tetegr. Orig.-Bericht des Gieß. Anz.".) Amtliche Rotierrmgen der heutigen Viebmarkt- v r e i f e. Zum Verkaufe standen : 3 Ochsen, 0 aus Oesterreich 0 Bullen, 0 aus Oesterreich, 66 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 auS Oesier., 713 Kälber. 153 Schafe und Hammel, 00 Schweine. Bezahlt wurde für 100Pfd.Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 82 bis 84 Mk., 2. Qual. 76—78 Mk.. 3. Qual. 65—66 Mk.: Bullen 1. Qual. 67—69, 2. Qual. 65—66; Kühe 1. Qualität 70—71 Mk., 2. Qual. 65—66 Mk., 3. Qual. 47—48 Mk., 4. Qual. 44—45 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Kälber 1. Qual. 86—90 Pfg., Lebendgewicht 52—54 Pfg., 2. Qualität 80—85 Pfg., Lebendgewicht 47-50 Pfg., Schlachtgew. 60—65 Pfg.; Schafe: 1. Qual. 72—74 Psg., 2. Qual. 64—66 Psg. Geschäft: Markt gut, kein Uebersiand. Limburg a. d. L., 3. Jan. Fruchtmarkt. Durchschnittspreise pro Malter. Roter Weizen 15.00 Mk., weißer Weizen 00.00 Mk., Korn Mk. 12.50, Gerste 0.00 Wit, Haier 7.50 'Mk., Haker alt 0.00, Erbsen 0.00 Mk.. Kartoffeln 0.00 Mk. Aniversttäts-TialsiriÄten. 0 Marburg, 3. Jan. Der Bibliothekar an der Kaiser- Wilhelm - Akademie in Polen, Dr. Fabricius, wird vom 1. März ab an die hiesige Universitäts-Bibliothek versetzt. r (fi I i e a ck r i ck t en. Israelitische Religionsgesellschaft. Äotte-bienst. Herzog? von Cumberland, mit der Prinzessin Beatriei? von Sachsen-Kob urg-Gotha geplant sein. London, 4. Jan. AuS Petersburg wird hierher tele^ graphiert, daß der britische Botschafter eine Erklärung von der russischen Negierung forderte über No st je stwendskyS Mitteilungen an die „Nowoje Wremja", daß die britische Flotte Befehl hatte, die russische anzugreifen. Petersburg, 4. Jan. Der frühere Finanzminisirr kowzew reiste auf speriellen Wunsch be3 Zaren nach Paris zwecks einer neuen Anleihe. Petersburg, 4. Jan. Der durch "die revolutionären Banden in Kurland und Livland ungerichtete Schaden ish ungeheuer groß. Der Lldelsmarschall in, Kurland, Baron v. Meyerndorff hat Ersatzforderungen Geschädigter im Betrage von 15 Millionen Rubel bei der Negierung anhängig gemacht, doch besteht wenig Aussicht, daß diese Forderungen berücksichtigt werden, da die finanziellen Mittel der Negierung zm- Zeit beschränkt sind. , . Petersburg, 4. Fan. In Esthland ist der svretä Harnen in vollem Aufruhr. Die Güter werden beraubt, Kirchen geschändet. Von Reval nicken Dragoner-Slbteilungen vor, die einzelne 200 Mann starke Banden sprengen. Moskau, 4. Jan. Der Stadtteil Preßnaia ist nach brei* tägigem Bombardement fast vollständig eingeäschert. Eine Reihe von Fabriken ist zerstört. 15 Wohnhäuser dem Erdboden gleich gemacht. Zahlreiche Menschen wurden getötet Dausen von Leichen lagen mehrere Tage lang auf den Straßen und betri Eise des Moskwa-Flusses umher. Während der vergangenen Woche, sind in städtischen Krankenhäusern und Privatheilanstalten auf-* genommen worden 174 Tote, 1260 Verwundete, darunter Soldaten,.' Frauen und Kinder. Die offizielle Verlustliste vom Militär' lautet: 9 getötet, 51 verwundete Soldaten. Von den Gendarmen sind 4 getötet und 5 verwundet, von den Polizisten 21 grtöteh und 30 verwundet. Moskau, 4. Jan. Während der Straß enkampfe wnr^ den 1434 getötete und verwundete Personen den Hospitälern zugeführt. Moskau, 3. Jan. Auf Veranlassung der Behörden wurden in verschiedenen Orten Bauernversammlungen veranstaltet, um die Bauern auf die verhängnisvollen Folgen zn ticritreifen, die sich für sie ergeben müßten. Die an die Bauern gerichteten Mahnungen fruchteten. Die Bauern erklärten, von solchen Beschlüssen abzustehen. Der Bahntierkehr im Umkreise von Moskau ist wiederhergestellt. Ucbcr 100 Lokomotivführer des Moskauer Bahnnetzes wurden wegen Teilnahme an beim Ansstanbe verhaftet. Warschau, 4. Jan. <93on einem Privatkorresponbenten.) Zwischen Twangrob imb Radom entgleiste heute ein Pcr> s o n e n z u g infolge Beschädigung einer Eisenbahnbrücke. Zwe? Bahnbedienstete sind tot, zahlreiche Reisende verletzt — Die Bahnstation Jaftemb wurde heute von einem bewaffneten Dausen geplündert und die Kasse ausgeraubt. — Der allgemein- Ausstand in Warschau ist beendet. * Ein Eisenbahnunfall im Rbeingau. Der Postwagen des D-Zuges 51 (ab Frankfurt 12.35 Uhr) ist am 3. ds. zwischen Winkel und Geisenheim entgleist und neben d"m Gleise hergelaufen. An dem Wagen ist eine Achse gebraten ,unb das Gleise ziemlich beschädigt. Der übrige Zug wurde auf dem anderen Gleise weitergeführt, mit etwa einstündiger Verspätung. Der Betrieb wird eingleisia aufrecht erhalten. * Kleine Tageschronik. Der Arberter Josef Drysch an D i s k n p i tz (Oberschles.) erschlug im Streite seine F r an mut einem Knüvpel. Er wurde verhaftet. — Die Wittwe des ^verstorbenen Geh. Kommerzienrats Siegle in Stuttgart hat der Universität Tübingen zu den Zwecken des chemischen iJnstitnts 50 000 Mark als Schenkung überwiesen.— Beim Schlittschuhlaufen ertranken aus einem Weiher »bei Rieder-Würzbach (Pfalz) zwei Knaben im Alter von 10 und 11 Jahren. — In Magdeburg ist das Vergnügunaslokal Flora durch Feuer zerstört worden, das anscheinend in der Küche ansgebrochen ist. Zwei Dienstmädchen, die in einem über der Küche gelegenen Raume schliefen, kamen in den Flammen nm. — Ein Hoteldiener ans dem Vorort Rollingergrund hat die s ch w a r z e n P o ck e n in die Stadt Luxemburg ein- geschlevpt. Vier Personen sind bereits gestorben, eine größere Anzahl erkrankt. Tie erregte Bevölkerung wirst den Behörden ungenügende Schutzm abregeln vor. — In B er l i n ist F r a u Antonie Renz einem Herzschlage erlegen, die als Gattin von Adolf Renz gleich allen Mitgl,edern der Familie anch dem Künstler- verbande dieses Eircns angebörte. — In Hildesheim haben für den Ban eines Theaters die städtischen Kollegien 100 000 M. bewilligt. — Im südostamerikanischen Freistaate Georgia wurden durch einen Tornado viele Menschen getötet. — In Leipzig zündete der 36 Jahre alte Handlungsgehilfe Grote, der sich an der schulpflichtigen Tochter seiner Wirtm und auch an .anderen Kindern vergangen »md deshalb eine Anzeige zu erwarten batte, sein Bett an und erhängte sich dann selbst. Als Hausgenossen, dnrch ben Brandgeruch aufmerksam geworden, in fein Zimmer drangen, sanden sie Grote, den die Furcht vor Strast in den Tod getrieben, bereits als Leiche vor. — In Zabrze '(Schles.) wurde auf dem Bahnhof ein Polizeisergeant von einer Anzahl Personen umzingelt und schwer mißhandelt. Zwei zur Hille herbeigeeilte Polizeisergeanten machten von der Waffe Gebraiich imb schlugen nun rücksichtslos auf die Angreifer ein, von denen einem der Schädel gespalten wurde. — Zn der Brandkatastrophe ans Köln wird noch gemeldet, baß anch bas zweite Kind des unglücklichen Ehepaares an den Folgeii der erlittenen Brandwnnben gestorben ist. — In Brüssel hat (i)riotna(-Dra|jintfltiunflfn. sd. Darmstadt, 4. Jan. Heute vormittag V2IO Uhr begann vor der Strafkammer die Verhandlung gegen Geh. Oberbergrat Che Nus wegen Sittlichkeitsdelikt. Tie Oeffentlichkeit ist ausgeschlossen, die Presse zugelassen. Es sind 11 Zeugen und ein Sachverständiger geladen. Chelius ist im vollen Umfang geständig. Tie Urteilsverkündigung ist erst am Nachmittag zu erwarten. — Bei Babenhausen fand ein Kamps zwischen dem Forst- wart Happel und dem Wilderer Jakobi von Jügesheim statt, der sich seiner Verhaftung widersetzte. Jakobi wurde durch mehrere Schüsse schwer verletzt. In seiner Wohnung wurde ein frisch erlegtes Reh gefunden. Neustadt a. H., 4. Jan. Wie der »Pfälz. Kourier" meldet, hat NeichStagsabg. S a r t oriuS sich unter Darlegung der Grundlagen seines Prozesses an die Fraktion der freisinnigen Volkspartei des Reichstags gewendet, und sie um die Entscheidung darüber gebeten, ob sie eS geboten erachte, daß er sein Mandat zum Reichstag in die Hände seiner Wähler zurücklege. BreSlau, 4. Jan. Der Magistrat richtet für die städtischen Betriebe und Verwaltungen ArbeiterauSschüsse ein, die von den Arbeitern gewählt werden. London, 4. Jan. Nach einer Meldung des Blattes ,Truth" soll die Vermählung des Prinzen Georg zu Braunschweig-Lüneburg, deS ältesten Sohnes des ©abbatbfeier am 6. Januar 1906: Freitag abend 4.15 Uhr. Samstag vormittag 8.30 Uhr. Nachmittags: 3.30 Uhr. Sabbathausgang 5.30 Uhr. Wochenaottesbienst: morgens 7.10. abends 4.00 Uhr. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Dessen für Freitag, den 5. Januar 1906: Vorwiegend wolkig und geringer Regen, vorwiegend in Oberhessen und Rheinheffen. Noch etwas milder und zeitweise windig. Näheres durch die (Siebener Wetterkarte. Bekanntmachung über die Wahlen der Beisitzer für das Gewerbeflericht Gießen Für das Gewerbrgrribt Gießen sind von bett Arbeitgebern au5 der Zabk der wählbaren '2lrbcitgebet unb von ben Arbeitern ans ber Zahl ber wählbaren Arbeiter je 12 Beisitzer auf 3 Ja'-we zn wählen. Die Wahlberechtigten werden zur Vornahme der Wahl auf Samstag, den 3. Februar 1906 in den Stunden von miitagS 12 bis abends 8 Ubr in den Sitzungssaal des BürqermejstereigebänbeS, Gartenstraße 2, berufen. Wahlberechtigt sind die Arbeitgeber und Arbeiter, die zur Jeit der Wahl das 25. Lebensjahr vollendet und im Gemeindebezirk der Stadt Gießen Wobnnng oder Beschäftigung haben; wer zum Amt eines Schöffen unfähig ist, ist nicht wahlberechtigt. Als Arbeiter gelten diejenigen Gesellen, Gehilfen, Fabrikarbeiter imb Lehrlinge, auf tue der 7. Titel der Gewerbeordnung Anwendung findet, desgleichen Betriebsbeamte, Werkmeister und mit höheren technischen Dienll- leistungen betraute Angestellte; deren JahreSarbeitsverdienst an Lobn oder Gehalt 20'i0 Mk. nicht übersteigt. Die ber Zullänbigkeit bes Gewerbe« aerichts unterstellten HauSgewerbetreibenben fmb, sofern sie selbst minbestenS 2 Arbeiter regelmäßig bad Jahr hinburch ober zu gewissen Zeiten bes Jahres beschäftigen, alS Arbeitgeber, anbernfalls als Arbeiter wähl- berechtigt. ES wirb bringenb empfohlen, baß bie Arbeitgeber burdj Bescheinigung der Polizeiverwaltung, bie Arbeiter burch Zeugnisse ihrer Arbeitgeber, ber Polizeiverwaltung ober der zustänbigen Krankenkasse sich vor bem Wahlausschuß über ihre Wahlberechtigung ausweisen, ba sie sonst von ber Wahl zurückgewiesen werben können. Die Wahl finbet nach ben Grunbsätzen ber Verhältniswahl statt, unb wir forbcrn hiermit zur Einreichung getrennter Wahlvorschlagslisten für Arbeitgeber imb Arbeiter auf. Jebe Vorschlagsliste muß 12 Namen enthalten, von minbestenS 20 Wahlberechtigten ber betreffenden Gruppe unterzeichnet imb spätestens 2 Wachen vor bem Wahltermin, also Freitag, den 19 Januar, abenbs, bei ber Bürgermeisterei eingereicht sein. Die rechtzeitig eingereichten Vorschlagslisten werden nach erfolgter Prüfung spätestens 8 Tage vor ber Wahl veröffentlicht. Gießen, ben 3. Januar 1906. Großherzbgliche Bürgermeisterei Gießen. 3. V.: Curschmann, Holzversteigerung. Freitag, den 12. Januar l. IS. werden ans den Distrikten Linnenstnitli, Keilskovk, Hoberoth, Bennewald, Biirgwald 5, 6, 8 und 9, Bncbenkovf, Haag, Gänsheege und Eichheege 1 und 3 der Forslwartei Merlan versteigert: Stämme: 1 Eiche III. Kl. (40—49 cm Durchmesser — 1,89 Fm. (Schnittlwlz), 26 Eichen V. Kl. ('Bau- und Wagnerbolz, 25-29 cm) = 9 Fm., 30 Eichen VI. Kl. (Wagnerlloll, unter 25 cm) — 7 Fm., 1 Esche V. Kl. = 0,42 Fm., 1 Alwrn V. Kl. — <‘,31 Fm. Fichten: 1 Stück II. Kl. — 1,45 Fin. (49 cm Durchmesser). 37 Stück IIL Kl. (30-39 cm Durchmesser) — 48 Fm. (Schnitt- unb Banfioll), 63 Stück IV. Kl. (Bauholz von 25—29 cm) — 60 Fm., 270 Stück V. Kl. (Ban- bolz unter 25 cml — 109 Fm. Kiefern: 1 Stück H. Kl. (47 cm) — 2,01 Fm. (Schnittholz), 31 Stück ITT. ftl. (Schnittklötze von 30—39 cm Durchmessers — 34 Fm., 48 Stück IV. Kl. — 31 Fm. (Schnitt- imd Bauholz), 29 Stück V. Kl. — 13 Fm. (Bauhof). Lärchen: 2 Stück IH. Kl. — 2,42 Fm., 1 Stück V. Kl. — 0,31 Fm. Derbstaugeu: 14 Eichen — 0,31 Fm. (zu Deichseln geeignet), 19 Fichten — 1,41 Fm. Vorgezeigt werden die Kielern in den Distrikten Burgwald 6 und 9, sowie Eichheege 1 und 3, ferner ein Teil der Fichten in Burgwald 5. Das Holz lagert ca. 3 km von Bahnstation Mücke. Auskunft erteilt der Großh. Forstmart Müller zn Mücke. Niunmer- auszüge werden Käufern größerer Quantitäten bei rechtzeitiger Anmeldung kostenlos geliefert. Zusammeukttust: vormittags 9'/, Uhr am Pflanzgarten bei Merlau. Grünberg, 2. Jannar 1906. B*/x Großh. Obcrförsterei Nieder-Ohmen. _____________Schneider.___ Bekleitaos - Akademie des Zuschneider-Vereins Frankfurt a. KL jetzt Nene Zeil — I^öwenapotheke — Neue Zeil Grösste und renommierteste Znschneide-Lehranstalt am Platze für die ■==. gesamte Herren-, Damen- und Wäscheschneiderei - ~ :: :: Neue Karge jederzeit :: :: Lehrbücher zum Selbst-Unterricht Schnittmuster -Versand Stellennachweis kostenlos B*/i । Man verlange neuesten Prospekt Die Direktion: Gg. Klamm. 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