Drittes Blatt 156. Jahrgang Nr. 79 Gießener Anzeiger Erscheint »glich mit Ausnahme deS Sonntags. General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt ffir den Kreis Gießen ESET Redaktion, Expedition u.Druckerei i Schulstr.7. Tel. Nr. 51. Telegr.-Adr.: Anzeiger Gretzen. Die „«ietzener Zamlllrnblätter" werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der vhesstsch« Landwirt erscheint monatlich einmal. Dienstag 3. Avril 1906 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sche« Unwerfitätsdruckerei. R. Lange» Greßen. antrage genötigt, um die Vertagung herbeizuführen, nachdem wir last acht Stunden beraten haben. Morgen Weiterberatung. Deutscher Reichstag. 81. Sitzung vom 2. April 1906. In der fortgesetzten Beratung des Militäretats protestiert Abg. v. Norm an n (Toni.) gegen die neuliche, Behauptung des sozialdemokratisch.'n Wgcordneten Fischer, daß der vor 16 Jahren verstorbene Hauptmann Graf Roon ein Menschenschinder gewesen sei und tagt: Roon h.it im Stiege 1870/71 das ei ferne Stcuj T. und 2. Kläff-? erhalten. Gr Ivar ein wohlwollender Vorgesetzter. Der Angriff Fischers ist höchst empörend. hierauf wird eine Reihe von Kapiteln ohne besondere Debatte bewilligt. , ~ Beim Kapitel „Geldverpflegungen der Gruppen hat die Budgetkommifsion die im Etat für alle nicht in Regimentskommando befindlichen Oberstleutnants geforderte vcnsions- sähige Zulage von 1150 Marr nur den Oberstleutnants der Infanterie, Jäger und Schützen sowie der Ingenieur- und Pionierkorps zugebilligt. Abg. Held ml.) wünscht häufigeren Wechscl der Offiziere an den Grenzgarnisonen. Abg. Roer en (Ztr.) befürwortet den Antrag der Budgetkommission. Abg. Ledebour (Soz.) befürwortet die Resolution der Kommission auf Streichung von drei weiteren Reitschulen und beantragt ferner die Ablelmung der Reitschule bmt Paderborn, die von der .Kommission bewilligt worden war., Redner spricht dann von den Gefahren für die Offiziere der Reitschule .Hannover. Ktiegsminister v. Einem polemisiert gegen den Vorredner und bemerkt: Die Errichtung einer Reitschule in Paderborn sei nur möglich, weil dort eine Kaserne zur Verfügung steht. Keine andere Stadt hätte eine solche Chance geboten. Der Vorredner sagte u. a. die sächsischen Offiziere könnten besser reiten. Ich weis; nicht, daß der Sachse von Natur ein besserer Reiter wäre. Vielleicht können uns die sächsisclwn Llbgeordneten darüber informieren. (Heiterkeit.! Abg. Graf Orivlg führt aus: Wenn Ledebour sagt, den deutschen Offizieren fehlt die richtige Geistes- und Herzensbildung, io fehlt mir, um das gebührend zurückzuweisen, der parlamentarische Ausdruck. Die Behauptung, das; unsere jungen Offiziere nur Jntereise für Wein, Weib und Würfelspiel haben, mutz auf daS entschiedenste zurückgewiesen werden. Redner befürwortet die Einrichtung einer Reitschule in Paderborn, weil dort schon ein Brigadestab vorhanden ist, aber nicht etwa weil Paderborn eine Bischoissladt ist. Abg. Frhr. v. Hertling (Ztr.): Wir protestieren dagegen, das; man dem Zentrum io kindlich törichte Motive unterschiebt, als ob es die Reitschule in Paderborn nur deshalb bewilligte, weil die Reitschule nach einer Bischofsstab t kommt. Adg. Müller-Sagan (freis. Vp.) befürwortet die Reitschule in Paderborn aus technischen ©rünben. Abg. Ledebour (Cozd.) sagt, die Exklusivität des Ofsizier- korps führe zu geistiger Minderwertigkeit und nach Jena. (Die Bemerkung Ledebours wird von der Rechten mit großer Unruhe ausgenommen. Als auch ein Zuhörer auf der Tribüne zischt, droht Vizepräsident P a a s ch e die eventuelle Räumung der Tribüne au.) Kriegsmmister v. Eine m: Bezüglich des preußischen Offiziers- korps von 1908 verweise ich auf den hervorragenden Artikel des ^reiherrn von der Goltz in der Deutschen Rundschau: Wir deutschen Offiziere wollen uns nur die soziale Geltung bewahren, die wir bisher gehabt und die wir durch treueste-Diensterfüllung erworben haben. Keiner von uns hält sich für ein vornehmeres Wesen. Der Offizier wird erzogen im Geist der Königstreue, Vaterlandsliebe und echten Pflichterfüllung. (Beifall.) 9locb weiteren polemischen Bemerkungen der Abgg.v.O ld e n- b nr g (kons.) und Ä! ü l l e r--S ag an gegen v. Ledebour wird die Position gemäß K o m m l s s i o n s b e s ch l u ß bewilligt. Bei dem Titel „Militärärzte" bemerkt gegenüber den Ausführungen des Abg. Nimpau (kons.) General Sixt von A rm in: Wir nehmen auf die Interessen der Zivilärzte tunlichst Rücksicht, ganz aber können wir den Militärärzten die Zivilpraxis nicht untersagen. Abg. Bebel (eo,;.) führt Beschwerde, daß die Zeugnisse von Zivilärzten bei der Einstellung der Leute in das Heer unberücksichtigt blieben und daß Leute ausgehoben würden, die nach den zivilärztlichen Attesten dienstuntauglich seien, sowie daß die Militärärzte die Untersuchungen nicht sorgfältig genug vornehmen. Redner bringt zahlreiche Einzelsälle vor. Auf Antrag des Abg. Rören (Zenir.) wird hierauf die pensionsfäbige Zulage von 1150 Mk. für die pa = rentierten Generaloberärzte, die die Kommission gestrichen hat, bewilligt. Im weiteren Verlaufe der Debatte führt Abg. Bruhn (Rsp.) Beschwerde, daß eine Militärkapelle in einem Warenhause gespielt habe. Ferner werden erörtert der Bezug alkoholfreier Getränke seitens der Militärverwaltung, Lieferung von Flaschen für dieselben, Lieferungsbedingungen, Besserstellung der Kasernen-Inspektoren und anderes. Bei Titel „Unterhaltung der U e b u n g S p l ä tz e" bespricht Abg. v. B e ch l e u d o r f - K o e l p i n (kons.) die Notwendig- feit der Verlegung der Kavallerie-Regimenter in einen weiteren Umkreis von Berlin. Jetzt werde die Ausdehnung der Stadt eingeengt durch die Kasernenbauten. Bei Titel „S e r v i s" wird ein Antrag des Abg. Freiherrn von Hertling (Ztr.) angenommen, daß der Personalservis vom 31. März 1912 ab sortfällt. Schließlich wird das Kapitel, sowie das Kapitel ,.M i l i t ä r b a u w e s e n ", das Kapitel „Militär- medizinalwesen", das Kapitel „Traindepot" und eine Reihe weiterer Kapitel bewilligt. Weiterhin befürwortet Abg. Eickhoff (srs. Vp.) eine Entschädigung der Lehrer an den Militärschulen, die durch die Einführung des Nvrmaletals zunächst eine Einbuße erlitten haben und wünscht eine Reform des KapitulantenwesenS. In der folgenden Debatte erklärt General Sixt v. Arnim, die Militärverwaltung sei in einer Revision der Bestimmungen über das Submissionsivesen begriffen. Abg. Pauli-Potsdam (kons.) spricht der Militärvenvaltung seine Airerkennung für die 9lufbcfferung der Einkommenverhältnisse der Beamten unb Arbeiter in den nulitärtechnischen Instituten aus sollen als Frühstücksgetränk nur Perdynamin-Iiakao trinken 1 Büchse M. 2.50 in den Apotheken. 134$ machten Erfahrungen pflegt der Besuch solcher Vortrüge von Tag zu Tag zu wachsen unb der gute Besuch am gestrigen Abend, zweifellos auch der Dank der Ztchörer für den ersten höchst interessanten und fesselnden Vortrag, bürgt dafür, daß sich die folgenden Vorträge eines ebenso guten ober noch besseren Besuches erfreuen werden. Obwohl der Vortrag um SVt Uhr beginnt, waren doch um 8 Uhr schon die Bänke gut besetzt: das Auditorium findet cs praktisch, sich frühzeitig einzufinden, was bei der beschränkten Anzahl der Sitzplätze sehr ratsam erscheint, Zn wünschen untre, daß an den Eingängen niemand stehen bliebe, damit etwas später Kommenden der Eintritt in die Kirche nicht versperrt werde, wie es gestern auf der Kapellenscitc geschehen ist. " Die Freiw. Gailsche Feuerwehr hielt am Samstag abend in der Restauration Sauer ihre ordentliche Generalversammlung unter Anwesenheit von 68 Mitgliedern. Rach dem vom Schriftführer erstatteten Jahres- Äliceftist, Darmstadt. 38. Dr. med. G. Kispert, Sanitätsrat, Reutti bei Neu-Ulm. 39. Lehrer Siemen au3 Kiel. 40. Dr. med. Kluge, Direktor der Prov.-Anstalt für Eiüleptische Potsdam. 41. Dr. med. Koenig er, Großh. Kreisarzt, Schotten. 42. Fräulein Kolbe, Lehrerin, Lübeck. 43. Dr. med. v. Rabenau, Anstalts-Arzt In Hubertusburg. -14. W. Küster, Lehrer, Hannover. 45. Lehrer Roth aus Darmstadt. 46. Hermann Kreuzer, Lehrer, Barmen. 47. Dr. med. Langermann, Kreis-Ass.-Arzt, Gießen. 48. Med. Rat Dr. med. Lehr, Kreisarzt, Darmstadt. 49. Dr. Theodor Lessing, Schäftlarn i. Isartal. 50. Dr. med. Lichtenberg, Arzt, Neu-Paffing 51. P. Anstalts- Vorsteher Proistedt, Neu-Erkerode. 52. Stadtschul- Jnspektor Linker, Frankfurt am Main. 53. Dr. Gust. Marr, Vertrauensarzt der Oberschulbehörde Hamburg. 54. Franz Martin, Lehrer, Hamborn. 55. Dr. med. Meltzer, Chemnitz. 56. Dr. med. Nadoleezny, Arzt, München. 57. Dr. med. Oppermann, Arzt der Kreisirrenanstalt Erlangen. 58. Tr. med. Pertben, Bezirksarzt, Oelsnitz i. V. 59. Med. Rat Dr. Psannmüller, Kreisarzt, Offenbach o. M. 60. Dr. R. Piters, Arzt, Dreeten, Holland. 61. Direktor Riehl, Kgl. Erziehungsanstalt Steinfeld. 62. Pastor Richter, Leiter der Jdiotenanstalt Neinstedt a. H. 63. Dr. med. Römer, Oberarzt der Jdiotenanstalt Liegnitz. 64. Dr. Fritz Rutishauser, leitender Arzt des Sanatoriums für nervöse Kinder Erma-- tingen. 65. W. I. Ruttmann, Lehrer und Schriftsteller, Augsburg. 66. Lelrrer Sames, Darmstadt. 67. Tr. med. Sissingh, Arzt, Arnhem, Holland. 68. W. Schäfer, Pfarrer, Crumstadt. 69. Tr. med. Schäffer, Grosth. Kreisarzt, Alzep. 70. Direktor Schenk, Kgl. Erziehungsanstalt, Wabern. 71. Hans Schober, Lehrer, Posen. 72. Dr. med. M. Schmidt, Anstaltsarzt, Hubertusburg. 73. Dr. med. Schütte, Ass.-Arzt der Prov.-Heilanstalt Galkhausen. 74. E. Schulze, Lehrer und Schriftsteller, Halle a. S. 75. Dr. M. Schulze-Kählepß, Sanatoriumbesitzer, Hofbeim i. T. 76. Pfarrer Sproeßer, Inspektor, Schloß Stetten i. Remstal. 77. Dr. med. Steinhaus, Schularzt, Dortmund. 78. Hanptlehrer Strackerjahn, Lübeck. 79. Dr. med. Thiele, Arzt, Cbarlottenburg. 80. Dr. med. Trautwein, Arzt, Bad-Kreuznach. 81. Tr. med. Uffenheimer, Kinderarzt, München. 82. August Walter, Hilfssckulleiter, Straßburg i. E. 83. W. Walter, Mittelschulvorsteher, Straßburg i. E. 84. Dr. med. Walther, Ass.-Arzt der Landesheilanstalt Uchtspringe. 85. P. Weber, Lehrer, Frankental. 86. Dr. med. Zappe, Direktor der Prov.-Jdiotenanstalt Schleswig. 87. Dr. Ziegler, München. 88. Dr. med. Wolf, Kreis-Ass.-Arzt, Marburg, Lahn. 89., Dr. med. Koenig, Stadtarzt, Frankfurt a. M. 90. Dr. med. Trefdyer, Kreis-Ass.-Ärzt, Mainz. 91. Lehrer H. Büttner, Mainz. 92. Blindenlehrer Niesten, Türen. 93. Hauptlehrer F. Steinberger, Darmstadt. 94. Anstaltsdorsteher Fr. Mever, Bremen-Horn. 95. E. Fournier, Lehrer aus Straßburg i. E. 96. Dr. med. Fritz Erk, Oberarzt in Weilmünster. 97. Lehrer F. Sager aus Schwerin. 98. M. van Wtzhe, Direktor der Erziehungsanstalt Hoeuberloo. 99. Tr. med. P. F. Abbiwk Spaink, Besitzer der Nervenheilanstalt in Apeldoorn, Holland. 100. Lehrer Oswald Theile aus Naumburg, Saale. 101. Tr. med. 9L Ekermann, Arzt, Amsterdam. 102. Tr. med. Stephani. Schularzt in Mannheim. 103. Tr. med. Fabricius, Direktor' der Rheinischen Heil- und Pflegeanstalt Türen. 104. Tr. med. Tietz, Großh. Oberarzt im „Philipps!,ospital" bei 0 oddelau. 105. D. Lohnes, Lehrer cn der evgl. Blödenanstalt Bischweiler i. Els. . Als Vortragende sind beteiligt: Prof. Sommer Gießen, Pros. Wehgandt Würzburg, S -minarlehrer Tr. Lav-Kaplsruhe, Privat- dozent Tannemann-Oöießcu, Rektor Henze-Hannover, Direktor Gündel-Rastenburg, Tr. Klumker-Frankiurt a. M„ ferner die Herren Oberarzt v. Leupoldt, Tr. Tannenberger und Tr. Berliner. •• Religiöse Vorträge. Die Erwartung, daß die religiösen Vorträge in der katholischen Kirche ein zahlreiches Auditorium finden werden, wurde bis jetzt vollauf erfüllt. Die beiden ersten Vorträge über die großen Grundfragen, die jeder denkende Mensch sich stellt, über das „Eine Notwendige", über das „Woher" und „Wohin", waren sehr gut besucht. Nach den an anderen Orten ge- und bringt eine Reibe weiterer Wünsche vor. Als er im Verlaufe feiner sehr eingehenden zweistündigen Ausführungen einen Satz beginnt: „Nun komme ich . . wird ihm von der Rechten zuge- rufen: „zum Schluß!" (Heiterkeit.) Er fährt aber fort: „Nein, ich komme nickst zum Schluß, fondern zii den Arbeitern." General Sixt v. Armin: Ich bin außer Stande, die Fülle der Anregungen des Vorredners zu beantworte» (Zuruf: Sehr gut!), will aber eine Anzahl Irrtümer in feiner Rede richtigstellen. Redner tut dies und bemerkt dabei, die Reden, wie sie der Abg. Pauli gehalien habe, feien nur geeignet, die Begehrlichkeit der Ar° bester zu steigern. Abg. Singer (Soz.) beantragt, zwei Titel an die Kommimon zurückzuverweifen, zieht aber feinen Antrag zurück, als der Präsident Vertagung vorschlägt. Präsident Graf Balle st rem ruft erregt: Also war der Antrag nur eine PressionI (Bewegung rechts.) — Abg. Hoff- m a n n°Berlin (Soz.) nut: Jawohl, Pression gegen Presiwn. Abg. Singer zur Geschäftsordnung: Nachdem ich vergeottch Vertagung angestrengt hatte, wurde ich zu diesem Geschäftsordmmgs- Aus S-aSt uno Casio. Gießen, den 3. April. •* Auszeichnungen. S. K. H. der Großherzog haben dem Rechnungsrat Schenk bei bet Großh. Militär-Witwen- und Waisen-Kommission das Militär-Dienstehrenzeichen für 50 Dienstjahre zum 1. April 1906, dem zum 1. April d. I. ans dem Großherzoglichen GendarmeriekorpS ausscheidSnben Ober Wachtmeister Steinacker den Charakter als Leutnant und dem Lehrer Joh. Oswald zu Darmstadt aus Anlaß seines 50 jährigen Dicnstjubiläums das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Lehrerversammlung. Am 7. April, dem Tage des Volksschulschluffes, findet nachmittags 3 Uhr im Konkordiaaale zu Frankfurt a. M. eine Versammlung ber hessischen Lehrer mit der Tagesordnung „Gehaltstag e" statt. ** 3lt dem Kurs der medizinischen Psychologie mit Bezug auf die Behandlung und Erziehung der angeboren Schwachsinnigen sind bisher cingetroffen: 1. Tr. med. Feistkorn, Arzt aus Hofheim i. T. 2. Heinrich Decker, Lehrer, Gießen. 3. M. Bernheim. Lehrer, Buttenwiesen. 4. Dr. Bernstein. Arzt, Berlin. 5. Tr. Blümcke, Austalts- arjt, Bethel-Bielefeld. 6. Dr. Bötticher, Kreis-Ass.-Arzt, Gießen. 7. Tr. med. Bucher, Arzt, Dielsdorf, Schweiz. 8. Sanitätsrat Dr. Duchhold, Arzt, Darmstadt. 9. Georg Büttner, Hilfsschullehrer, Worms. 10. Ph. E. Jos. Ehudäceck, Lehrer, Prag, Böhmen. 11. Fräulein Georgi aus Hofheim im Taunus. 12. Dr. Ovide Decrolv, Arzt, Brüssel. 13. Georg Phil. Dünner, Lehrer, Wernges. 14. Dr. med. Toernbergcr, Kinderarzt, München, 15. W. Dreuth, Lehrer, Mühlheim, Ruhr. 16. Dr. med. W. Eccard, Direktor der Kreispflegeanstalt Frankeutat. 17. W. Engelke, Lehrer, Schwiegerhausen. 18. Dr. Engelsperger, München. 19. Dr. med. Rob. Feibusch, Schularzt, Offenbach a. M. 20. Dr. med. M. Fiebig, Schularst, Jena. 21. Gustav Finke, Lehrer, Berge-Borbeck. 22. Tr. Flügge, Direktor der Anstalt Johannistal. 23. Dr. med. Fresenius, Kreisass. Arzt, Worms. 24. Tr. med. Gallus, Arzt, Potsdam. 25. Tr. med. Ganst, Anstaltsarzt, Tann- ftadt. 26. Lehrer Gengnagel, Anstalt für epileptische M inbcr, Darmstadt. 27. Rektor Godtsring, Kiel. 28. Lehrer R. Gürtler, Kgl. Erziehungsanstalt Chemnitz. 29. Med. Rat Tr. Haber körn, Großh. Kreisarzt, Gießen. 30. Dr. med. Hahn, Arzt, Herxheim. 31. P. Martin Hennig, Direktor des Rauhen Hauses Hamburg. 32. Dr. med. Herting, Direktor der Provinzial-Heil- und Pslege- Anstalt Galkhausen. 33. Dr. med. Herwig, dlrzt, N. Marsberg. 34. Dr. med. Herzfeid, Besitzer der Familienpension Ruppichteroth. 35. Dr. Jacobi, Besitzer bpr Pension Wettersclu'idt. 36. Dr. Tobie Jveckheere, Professor, Brüssel. 37. Direktor Keller, bericht fanden im abgelaufenen Jahre 13 Vorstandssitzungen und 14 Hebungen statt; an letzteren nahmen durchschnittlich 68 Mitglieder teil. Zur Bekämpfung von Schadenfeuer rückte das Korps viermal aus, am 4. April, 26. April, 31. Juli, 27. November. Der Stand des Korps am 31. März roar 144 Mann, darunter 45 nicht mehr Aktive, gestorben sind 2 Mitglieder, deren Andenken durch Erheben von den Sitzen geehrt wird. Der Bericht erwähnt sodann das 50jährige Jubiläum des Korps im Jahre 1905, die Stiftung einer Fahne der Frauen und Jungfrauen, sowie der steten Für- orge, die das Haus Gail durch seinen Repräsentanten, Kommerzienrat W. Gail dem Korps gegenüber betätigte. Der vom Rechner Sattler erstattete Kassenbericht wurde ur richtig erklärt. — Die Dienstabzeichen für 25-, 15-, 10- unb 5jährige Dienstzeit wurden an 26 Mitglieder verliehen. Die darauf vorgenommene Vorstandswahl hatte folgendes Ergebnis: 1. Hauptmann H. Linden st ru th., 2. Hauptmann H. Sauer, Adjutant und Schriftführer (S. Wenzel, . Rechner R. Sattler, 1. Obmann der Steiger Ph. Sang, 2. Obmann der Steiger N. Schubecker, 1. Obmann der Leitermannschaft L. Allendörfer, 2. Obmann Karl Wacker, 1. Obmann des Schlauchwagens I. Gerhardt, 2. Obmann H. Volz, 1. Obmann der Spritzenmannschaft Gg. Wink, 2. Obmann I. Körber, Beisitzer Gg. Atz- bach, K. Häuser, Ph. Mootz, K. Volk.—Kommerzienrat Gail beglückwünschte das Korps zur Wiederwahl aller bewährten Führer unb Vorstandsmitglieder unb versprach, auch in Zukunft alles zu tun, was zur Bereitschaft unb Schlagfertigkeit deS Korps beitrage. Mit dem Ausdruck des. Dankes an alle, die bisher zur Förderung des Korps beitrugen, schloß der 1. Hauptmann, H. Lindenstruth, die Versammlung. "Pakete während der Osterzeit. Die Vereinigung mehrerer Pakete zu cin^r Postpaketadresse ist für die Zeit von: 8. bis einschließlich 15. 2lpril im inneren deutschen Verkehr nicht gestattet. Auch für den Auslandsverkehr empfiehlt es sich im In-, leresse des Publikums, während dieser Zeit zu jedem Pakete befom bere Begleitpapiere auszufertigen. A Beuern, 30. März. Bei der am 28. d. Mts. ab- gehaltenen Submission für unseren Schulhausneubau mußten die Maurerarbeiten mit 8 Prozent Aufgebot vergeben werden. Die übrigen Llrbeiter und Lieferungen blieben auf und unter der Höhe des Voranschlags. □ Dau bringen, 31. März. Die zum Neu b an einer Schule nötigen Pläne sind ausgearbeitet und sollen demnächst dem Gemeinderat zur Genehmigung vvrgelegt werden. Der Bauplatz liegt zwischen der Straße von dllten-Buseck unb dem sog. Waldweg. ** Von der Laubacher GaSzentrale. Wie bereits mitgeteilt wurde, fanden am 26. März in Bad Nauheim Verhandlungen über die Errichtung einer Gas- zentrale in Laubach statt. Diese Verhandlungen werden heute in Gießen in Anwesenheit der Herren Oberingenieur Schöberl, Kreisamtmann Haberkorn, Bürgermeister Jochem von Laubach, Ingenieur Müller und Ingenieur Heil fortgesetzt. Von zuverlässiger Seite hören wir, daß hierdurch der Frage, ob Gas ober Elektrizität vorzuziehen sei, füc die Gemeinden des Kreises Gießen in keiner Weise vorgegriffen wird. Diese Frage soll vielmehr, dem Vernehmen nach, noch in einer bald nach Ostern stattsindenden Bürger- mzister-Versammlung eingehend besprochen werden. Jedenfalls tsi in einer erheblichen Anzahl der Gemeinden des Kreises Gießen viel inehr Stimmung für den Anschluß an die elektrische Zentrale in Lißberg, deren Zustandekommen in sicherer Aussicht sieht. h. Bechtheim, 31. März. Hier ereignete sich eins blutige Familienszene im Hause des Landwirtes Reichert. Dieser schoß im Streit um eine Erbschaft seinem Vater in Brust und Kopf, seinem Schwager in Brust und Hals und feuerte mehrere Schüsse auf seine Schwester ab, die alle fehl gingen. Darauf verbarrikadierte sich Reichert in seinem Zimmer und verteidigte sich dort gegen die Gendarmen, die ihn festnehmen sollten; erst nach heftiger Gegenwehr konnte er gefesselt werden. Sein Vater und sein Schwager liegen im Sterben. UV uv 3 .c-3 © W UV uo Z Uö Uv 03 UÜ «V rs (5) <Ä (?) (5J Uö UV uv uv Ö CS c Sr *=* t? CD . s er uv » & LS CD e ro. ro ro D ä « ro "=• CD er Uu § er ro" ÖB J3, 3 or ro CD 3, er ~ Cr?»' W) *-8 ji sS'S' — D rt • er r*—? 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