n, auch flt1 miet 01405 Msslelle ts. [01315 '• u. 1841 ’ erbeten, jwip !. |U*M ir 01371 gerbet. Mn - ein-’ IPonbety '^posten llebsten kann gt. h', Jeten^ lucht Tt. r^Tesch. 14V, M icsvcht. unter 01391 ;ger erbeten. n. SltyiM gasse 36, i Lpcrliog. nie «rille der Haupt- iksurter Str. 61* tburg Steingoetteft arz 1906: ementl tzutschri^ ltigleit- in Toue»^ Herr« SL >,,4H6r ■steomi end. >rr Mit- i beiden t»tfl 6, M«e- 1 ÄM. ■in|owtti Wg L 11344 m beiden i erfolgen, loll eine vorjügltch bald v krebsten an mn später AnKagen . Anj. erb. .denmg, » gsk, ju n& ’l men. u-Seruf per \o\ort F. März 1906 156. Jahrgang Erstes Blatt Nr. 53 Urschet«« rS-ktch außer Sonniaa». Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Äffischen Landwirt die Etetzener Kamillen- blätte^ Dtennal in der 5?*d)e beiqclegt RolanonSdruck il Verlag der Brüh l'schen ttn wers.-Buch-u. Sterndruckerei. R. Sange. Redaktion, ßrveMttdW und Druckerei: Schulyraße 7. Redaktion ej® 113 Vertag u.Exved.euOol Adresse iür Depeschen: Anzeiger Bietzen. Bezugspreis: monatlich 7oPs., viertel- jährlich Mk. 2.20; durch Zlbholc- u. Zweigstellen monatlich 65 Pt.; durch die Post Alt. 2.— viertel* jährl. ausschl. Beslellg, Annahme von Anzeige» für die Tagesnummer bis vornultagS 10 Uhr, 3eilcnvrci§: lokal 12’UU auSwättS 20 Pig. Verantwortlich hnf den volit. und allgem. Teil: P. Witt ko; *üt „etabt und Land^ und „Genchtssaal"'. Ernst y c6; für den Anzeigenteil: $>an3 BecL durch zu allen Fächern zugelassen, würden das gelehrte Proletariat vermehren, die Sozialdemokratie stärken und das aktive und passive Wahlrecht fördern. Kultusminister Dr. Studt erklärt, die Frauenemanzipation entspreche der deutschen Eigenart nicht. Die Einzelheiten des Neformplanes, der darauf hinaustaufe, die Vorbildung der Frauen für einen Beruf durch Schaffung eines Lycenrns zu bessern, stände noch nicht fest. Abg. Ernst (frs. Vgg.) bedauert, daß die Regierung noch nicht entsprechend einer vorjährigen Resolution einen Gesetzentwurf zur Regelung der Besoldungsverhältnisse an höheren Attid- chenschulcn vorgelegt habe. Nachdem der konserv. Abg. S t r o s s e r zur Schaffung von Anstalten nach dem Muster der R e f o r m g y m n a s i e n statt der Oberlyceen geraten hatte, erklärt der Abg. Metzger (ntL) die Forderung des gemeinsamen Unterrichts für beide Ge- schlechter für nicht richtig und bedauert, daß die Budget- kommission sich mit dem Reformplan erst heute beschäftigen werde. — Abg. Dr. Hacken berg (ntl.) bestreitet, daß der Reforinplan eine Konzession an die exaltierte Frauenbewegung bedeute. Die Regierung habe damit Großes und Gutes getan. Tenn es handle sich um Dinge, in denen man den Frauen auch ein Wort gestatten müsse. Hätte man das gleich getan, so wären die Frauen mit so beweiskräftiger Rede gekommen, daß Einseitigkeiten, wie sie Dr. Krüger gezeigt habe, nicht möglich gewesen wären. Wenn man befürchte, daß durch eine höhere Bildung die Frauen nicht zu guten Hausfrauen mid Müttern erzogen wurden, so übersehe man doch, daß gerade die Aufgaben der Hausfrauen und SOtüttcc heute so gesteigert seien, man solle doch die Frauen heute hinein führen in alle Probleme, damit sie ihre Kinder wirklich führen und leiten können. Ter Titel Mädchenschulwesen wird bewilligt. ietzener Anzeig General-Anzeiger v '** Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eietzen Gieszener Sradttheater. Die verfunkene Glocke. Ein deutsches Märchendrama von Gerhart Hauptmann. Nun hat ulis wieder einmal Gerhart Hauptmanns „Versunkene Glocke" gelungen, und in die Wunder des Märchenlandes uns geführt, während man noch m Berlin und islbst m Peters- burg von Hauptmanns neuester Dichtung, dem wunderlich verworrenem GlaslstittenMärchen „Und Pippa tanzt" spricht, deren Ausführung auch in unserem Stadttheater immerlstn lohnend wäre. Die versunlene Glocke" war das literarische Ereignis oev Jahres 1896. Im nächsten Jahre schon war sie m fast allen Theaterorten Deutschlands bekannt, man kannte |ic jelbst in Frankreich, Polen und Rußland Ueber die Dichtung, „bewundert viel und'viel geicholten , ist seit dem Jahre ihres Erscheinens viel geschrieben worden, viel an ihr herumgedeutet worden. Unendliw viel ist m ste hmein- geheimnist worden. . . . , Tie Lymbottk der Dichtung loppte und peinigte gar viele. Der Phantasie jedes Einzelnen läßt der Dichter, deßen erster tastender poetischer Versuch das „Promethiderilos" des 23 Köngen war, weiten Spielraum. Wir finden m der Dickffung drei Schemen: das Naturleben vom Frühling bis zum Herbst, die Liebesleidenschaft und das Künstlerschicksal. . Dieic drei Themen aus einer Wurzel zu entwickeln und ineinander zu fugen, war des Dichters Bemühen. Die Frage, ob ihm dies gelungen ist, beantwortet Hauptmann selbst. Die Wittichen lagt s dem Glockengietzer: „Du warst ein gerader Sproß, stark, doch nicht swrk genug Du warst berufen, nur ein Äuserwahlter warn Tu nicht." In seiner neuesten Dichtung „Und Pippa tanzt ', aber , klagt er; „Ich kann meine Hände nicht freikriegen, die Phantasie hat mm eingeschnürt, sie hat mich auf eine verwünscht eigentümliche Art und Weise festgeschnürt." Das ist Hauptmanns gerechtes sclbst- urteil seines ganzen Schaffens, das nach dem Höchsten strebt und doch nicht weit über die Hälfte des Weges ^hinaus kommt. Er will ein Meister sein und bleibt doch nur ein Eller, cm Epigone, n will ein Goethe sein, und kann doch nicht mehr sein als Gerhart ^^Äus'den Reichskleinodien des poetischen Besitzes, aus Mythos, Sage, Dichtung und Philosophie entwendete er in seinen beiden Märchen mit kecker Dichterhand kostbare Juwelen zu einer klaren Einheit aber konnte sein gmbter Finger sie nicht fuhrem Neben b:r objektiven Dreiheit in seiner „Veriunkenen Glocke finden wir noch eine subjektive Dualität. Zwei peelen hat der Glockengießer in seiner Brust. Er ist der Typus de» Menschen, dessen Können nicht standhält mit semem Wollen er tragt ba* Kainsmal des Poeten, er ist das Urbild des Künstler- ber nie zufrieden ist mit dem, was er schafft, weil e» im endlich wett hinter dem zurüststeht, was er sckstifien inoaste. Geilte G.cmen klingen nur im Tal, „sie waren nicht gemacht, den ^tderl>all der Gipfel aüfzuwecken". Todmüde und,gebrochen 1 mit er nic3er an der Schwelle des unabänderlichen >Lchmsals d.r Menschheit, das, objektiv betrachtet, erbärmlich nüchtern ist. (^nrm wohl der zur verlorenen Höhe führt. „War die derstciga will, muuihl Fligel hoan, und Deine Fligel, Moan, die sein zerbrocha". Drei Becher reicht das Schicksal dem Menschen. Der erste hält das Leben, der zweite weckt das Streben, der dritte gibt den Aob, una wer die ersten zwei geleert, sich gegen den dritten nicht mehr wehrt; das ist des Schicksals strenges Gebot. Nachdem er die ersten zwei getrunken hat, erblickt er zum letztenmale die entichwundene Lebensfreude, die ihm den Erlösungstrank zum Mieren ^ensetts reicht, und sterbend sieht er die Sonne, die er lebend nie geschaut hat. — Doch fort mit aller Allegorie. Gerade bie schönsten «-telleck des Märchens sind darum schön, weil sie nichts „bedeuten . Der tiefe Schatten int dichten Tann, das lauschige Plätzchen am tiefgrünen See, die knorrigen Wurzeln, die alten Weiden am! endlosen Heidewege, die vielgestaltigen, Erlen am grün ulo] en Sumpfe, murmelnde Quellen, die zur saftigen Waldwiese springen, gurgelnde Brunnen, die den dunkeln Felsen entquellen, das Lispeln des Schilfes, das Rauschen der Waldkronen, — das ist altes Märchenland, wo es den Mensckstn wunderbar umweht und aus dem Alltagsleben in die geheime Geisterwelt hineinzieht, die es belebt. Denn hier leben und weben des alten Volksglaubens Göttergestalten und ihre Gehilfen: die Zwerge mit dem Berggeist, die Vertreter der rohen Naturkräste, die Nibelunge, die in der -viele b-’r Berge schassen und nur dem Sonntagskinds widerwillig dienen; die bösen Wald geister, die den verirrten Menschen äffen und in den Sumpf locken, allerhand Uebermut und Tollheck treiben; die zarten Lichtelien, die int Mondschein ihre Reigen tanzen und nach der Liebe der Menschenkinder bunten, weck sic nur dadurch eine Seele gewinnen können, die sie locken und umwerben, um dann, abgewiesen, ihre dämonische verderbliche Macht an ihnen zu beweisen; die Wassergeister, die in Bäumen und Teichen Hausen, und ans ihnen emporrauschend die Vorübergehenden umgarnen und in die Tiefe ziehen: die Hexen usw. ifftv. Die g anze Natur bevölkert sich dem Dichter mit Märchengestalten. Entschiedener noch als der Einfluß Nietzsches und Wagners auf Hauptmatm war hier der Böcklms. Bei der Lektüre mehr noch als beim Schauen der Dichtung auf der Bühne stehen uns ständig vor Augen nicht mir Böcklinsche Gestalten, sondern namentlich ein in Dresden befindliches plastisches Bildwerk, ein Mädchen darstellend, das, die Augen voll Tränen, in die Feme starrt, während ein zwergiger Wassermann mit schmerzlichem Gesichtsausdruck sich zu ihm wendet. Irre ich nicht, so ist dieses Werl von Dietz. Wie wunderbar mutet im ersten Akte die Geburt der Träne an! Wie liebevoll und effektvoll ist int 4. Akte die alte Mär vom Tränenkrüalein venvenoet! Nicht nur wer Natnrstimmungen, sondern auch Klangwirkungen poetisch empfindet, entdeckt in der Dichtung eine Fülle von Schönheiten. Die Unterredung des Helden, den der Dichter in völliger Passivität hingestellt bat und der in Wahrheit würdelos als ein unverbesserlicher Phantast stirbt, mit dem Pfarrer, bei der der Dichter inhaltlich allerdings nur den landläufigen KünstlerpantheiSmus vertritt, erhebt sich sprachlich zu einer Schönheck von funkelndem Glanz. Messiastat aber war „Tie versunkene Glocke" wahrlich pie heutige 'Dummer umfaßt 16 Seiten. Die Lehrer- «ud die Frauenfrage vor dem preuß. Abgeordnetenhause. Berlin, 2. März. Beim Kapitel Glementammterrichtswesen beantragt die Budgelkommission die vorliegenden Petitionen um Bewilligung von Staatsmitteln zur Verbesserung der Lehrerbesoldung und Erhöhung der Grundgehälter für erledigt zu erklären und Petitionen um Gewährung der Osttnarkenznlage durch Ueberaang zur Tagesordnung zu erledigen. — Abg. Keruth (Frs. Vp.) beantragt eine Resolution anzunehmen, in der die Regierung aufgefordert wird, im nächsten Etat zwei Millionen zu fordern für Beihilfe an leistungsschwache Schulverbände behufs Erhöhung des Mindestgehalts und der Dienstalters- znlagen der Bolksschnllehrer und Volksschullehrerinnen. — Abg. Frhr. v. Zedlitz (frks.) beanttagt, eine Resolution anzunehmen, in der die Petitionen nm Erhöhung der Leyrergehälter zur Berücksichtigung überwiesen werden und zwei Millionen Mark behufs Erhöhung des Mindestbetrages der Tienstatterszubagen für den nächsten Etat gefordert wird. — Abg. Ernst (frs. Vgg.), beanttagt Umwandlung der Präparandenanstalten in Realschulen. Alsdann bringen eine Reihe von Rednern lokale Beschwerden vor. Tie Beschwerden gehen balym, daß mitten im Semester Abberufungen von Lehrern erfolgen, ohne daß die Schuldepuiationen rechtzeitig davon unterrichtet werden. Das .Schulwesen könne nur gedeihen, wenn die Schulleitung nicht fortwährend bevormundet werde. Ministerialdirektor Schwartzkopff erklärt, es liege der staatlichen Unterrichtsverwaltung fern, in ■ die Rechte der Selbstverwaltung ungerechtfertigt einzugreifen. Abg. Dr. Friedberg (ntl.): In dem letzten vom Abg. Cassel erwähnten Fall habe die Schulaufsichtsbehörde es am nötigen Takt fehlen lassen, und es zeige sich da eine gewisse bureaakratische Ueberhebung. Maßnahmen, wie die Entziehung des Rechts der Lehrerbcrufung der Stadt Linden bei Hannover gegenüber erschweren das Zustandekommen des Schulnnter- haltungsgesetzes. — Abg. Frhr. v. Zedlitz (frk.) tritt für eine gesetzliche Regelung des Verhältnisses zwischen Staatsaufsicht und Selbstverwaltung ein. Abg. Cassel (frs. Vp.) erklärt, er bringe die Beschwerde hier vor, weil uns ein anderes Mittel zur Abhilfe nicht zu Gebote steht. Redner gebt dann aus das Berliner Schulwesen ein. M'nister Dr Studt bestteitet, daß es der Berliner Schuldeputation unmöglich sei, auf dem Instanzenwege Abhilfe auf Beschwerden herbeizuführen, und protestiert dagegen, daß das Abgeordnetenhaus zum Gericht über noch nicht rechtsttäftige Fälle ausgerufen werde. Bei Abschnitt Schulaufsicht empfiehlt Aog. Hecken- roth (kons.) die geistliche Ortsschulinspektion beizube- halten. Kultusminister Dr. Studt stimmt dem zu. Bei Kap. Höheres Mädchenschulwesen bespricht Abg. Dr. Krüger die Vorschläge der vom Kultusministerium gebildeten Kommission zur Reform des Mädchenschulwesens. Die Vorschläge stellten ein N a ch g e b e n gegenüber der Frauenbewegung dar. Die Frauen würden davon Spanien, dessen Braut in Versailles wohnt, inkognito König Eduard besuchen. Merkwürdigerweise übten diese Nachrichten bisher auf die Börse so gut wie keinen Einfluß. Wohl aber wurde erörtert, daß angeblich Fürst Bülow sich in günstigem Sinne über Marokko geäußert haben soll gegenüber einem der Geschäftsinhaber der Berliner Handclsgesellschcift. Dies augenblicklich nicht koutrolierbare Börsengespräch verbesserte einigermaßen die Stimmung der Spekulation. 9llgceiras ist und bleibt eben die größte Sorge der Börse. Was au dem Bülow-Gerücht wahr ist, wisseu wir nicht. Aber wie einer unserer Berliner Korrespondenten versichert, konnten. die Bc> sucher des König!. Opernhauses kürzlich wahrnehmen, daß der Kaiser bei der Aufführung des »Roland von Berlin^ in frischester Stimmung sich besand, wie Jemand, der von der Zukunft das beste erwartet. Ter blamierte ,,Vorwärts". Im neuesten ,Vorwärts" findet sich folgender Artikel: In der Mannheimer „Volksstimme" lesen wir folgendes: „E iu so z i a 1 d e m o kr a t i s ch er B e su ch b e i v o s e Der' Reichs^gsabg. des Kreises, Stadttat Llugufi Drees b a ch, stattete gestern, zwei Tage nach der Gebutt eines neuen Zährmgersproß- lings. dem Prinzen einen Besuch ab. Der Führer der badischeiv Sozialdemokraten wurde bort mit allen Ehren empfangen unb kehrte mit den besten Eindrücken von dem> Besuch zurück. Es darf wohl erwartet werden, daß der Gang unseres Parteigenossen zu Hofe, der lediglich als cm qe3 Anstandes zu betrachten ist, von gewister Seite keine Mißdeutung erfährt, und nicht über Gebühr zu einer caufe c61ebre aufgebaufcht wird, wie es kürzlich in unserer Nacyoarstadt -barm* stodt geschah. In solchen Fioqen kommen neben politischen Erwägungen u. E. denn dock- auch Momente reinmenschlicher Natur in Frage." . ... Ter „Vorwärts" ist darüber empört Er schreibt: „Von Mißdeutung kann, da es sich um Fragen des parteipolitischen Taktes und der Parteidisziplin handelt, temc Rede fein, wenn wir der Ansicht der Mannh. „Volksstimme' durchaus nicht beipflichten. Unseres Wissens hat Genöße Treesvach als Piivatmann nicht die gesellschaftlichen und persönlichen Beziehungen zum Zähiingerh^ufe, die es ihm zu einer Pflicht des persönlichen Anstandes machen könnten, bei Hofe aus Anlaß eines Familienereignifses einen Besuch abzustatten. . Wenn der Abg. Treesbach als Privatperson irgend lemand —? ob Prinz ober Prinzessin oder sonst wem, ist dabei gleich — einen Besuch abstattet, so ist das natürlich lediglich Privatsache und geht auch die Presse nichts an. Wenn aber die Dlannh. „Bolks- stimuie" in der angegebenen Weise von dem Besuch usw. schreibt, so drängt sie die Ansicht auf, daß den Genoßen Dreesbach politische Erwägungen geleitet haben, er also als Vettreter deck Sozialdemokratie nickst dem Privatmanne, sondern dem F ü r st e n einen Huldigungsbesuch abstattete. Wir glauben kcium! auf Widerspruch zu stoßen, Wenn wir betonen, daß der Repräsentant der Partei deren Prinzipien und Reputationen leinen persönlichen Gefühlen voranzustellen bat/7 Immerhin ist die vorsichtige Tonart des »Vorwärts", der doch sonst so leicht aus seiner Haut fährt, sehr bemerkenswert. Er fürchtet eben, es mit den süddeutschen Sozialdemokraten vollends zri verderben, er faßt sie mit Glacehandschuhen an. _____ poetische Tagesschau. Kaijer Wilhelm und üöiiig Eduard. Der „Köln. Ztg." wird aus Berlin telegraphiert: Die durch das Reutersche Bureau verbreitete Nachricht von einer zu einem nahen Zettpunlre zu erwarienbcn Begegnun g zwilchen kaijer Wilhelm und König Ebuard bebart jedenfalls noch her Bestätigung. Bisher ist über die Reifepläne Kaiser Wilhelms nur so viel bekannt geworben, daß er wahrscheinlich ui der zwecken Hallte des April dem König Alions von Spanien seinen Gegenbesuch machen wird. König Eduard bleibt, wie bereits gemeldet wyrde, drs Dienstag an? der T'rrch- reue nuogntto m Patts und bcbiöt sich alsdann zu längerem Aufenthalt nach Biarrttz. Nach dem, was bisher darüber verlautet, erfcheiitt eine baldige Begegnung der beiden Monarchen, insbesondere auf offener See ober in einem Hafen, kaum wahr-- scheinlich. ..... Bemerkenswert ist, daß diese Meldung vom ofiizwsen W. T. B. heute verbreitet wirb. Also hat ber Onkel einen Fühler ausgestreckt und der Neffe zögert noch? Nach den letzten Verfügungen besucht König Eduard am Sonntag früh den Präsidenten Falltßres. Am Abend findet ein Diner in der engl. Botschaft zu Paris statt, woran Fallieres und Roiwier mit ihren Frauen, sowie der ehemalige Botschafter Courcel teilnehmen werden. Am Montag dürfte der König legt der Dichter den Alltagsbialekt seiner Heimat der alten Wittichen in ben Munb.) Doch bas Schicksal geht kalt, erbarmungslos an ihui vorüber, „a Bünblc Hei" zum letzten Lager, bas ist bas einzige, was sie bem „.Hänfia Himmelsiammett reicht. Da erbarmt sich seiner Rautenbelein, bas „lichte Leben", wie ber Dichter sagt, mit feiner nie ertafrmenben Begeisterung, das Symbol ber Lebeussrenbe und des Genusses, der Inbegriff ber blühenben, schwellenben, spenbenben Natur Doch balb verblaßt bie himmliche Gestalt, unb Kirche unb ^schule, die ererbten sozialen unb kirchlichen Anschauungen, tragen ben Verzweffeltideu zurück in bas alltägliche Leben zu ben häuslichen ewrgen, bie tvic ein Alp an seinem ruhelosen -streben haften, ^ic Liebe ber Gattin, bas Glück ber Familie empfindtt eck un luchsten Egoismus bes Schaffens wie schwere Feßeln,^wie eine schuld, die er niemals tilgen kann. Die guälende Sehnsucht nach jenem Unerreichbaren macht ihn empfindungsarm für feine Umgebung. Sein Schasscusdrang findet keine Nahrung in dem engen Raume ber Häuslichkeit, auch tarnt ihm Weber Glaube noch Wmenichaff zum Flug verhelfen in jencs.Marchenreich ber Phantasie, das ber Alltgälichkeit verschlossen ist. Nur Nautenbelem — und hier finben sich zahlreiche Parallelen mit ,Hppa" —. kann ihn erlösen, sie stellt sich in seine Dienste, öffnet mit einem Küß sem blinbes Auge für alle Himmelsweiten unb läßt ihn cm Werk erschauen so hehrer Art, wie keines ie bestanb. Die Begeisterung, bie ben schaffensdurstigen Künstler überkommt, macht alle Ermahnungen bes Gewissens schweigen, sie löst ihn von allen tauben, bie ihn an bas Alltagsleben knüpfen, unb mit Feuerener llurzt er sich in bie Arbeit. Aber mit ber Scl/afienslust erstehen aua) sogleich bie Schwierigkeiten deS Vollbringens. Unzulangliwe Kraft, technische Hiudettiifse unb vor allem ber eigene Zweifel an bem enblick-en Gelingen, biese Zwerge und es, bie ber seele klares Vorbi'b trüben unb bes Tages Muhewcrk zcrichlagen, ehe bei „Gekrönte" bas Erlösungswott „Vollenbung" sprach Nickelmann, ber Inbegriff bes ewig Alltäglichen, rauot ihm bie Ruhe, unb auch Walbschrat, das Tierisch-Sinnliche im Menschen, (in seiner neuesten Dichtung vertritt „ber alte Huhn bie „nachtgeborene Gier") fühtt . seine Kraffe gegen ihn zu Felde. Die verblassende Phantasie weicht den Erinahnungen des Ge- ttässens, das aus der Tiefe des l^rgsees mck Glockentonen donner- äbnlich ruft Das ewig Menichliche zieht ihn hinab, und sluchend verhöhnt er die Zauberin Rautendelein, bie ihn, verlockte unb ihm ein Wett vorspiegelte, das Memchenkrazte nie vollbringen fönuen Das Lnfigebilde, halb Kvnigsiaffoö, halb Kirche — denn der erste König einer neuen feieren Zett und der erste Priester im Tempel eines neuen Glaubens, einer Art beleligcw den Sonnenkults, trachtet der Künstler zu werden — geht, m Mammen auf. Tie Erde hat ben Hirnmeichtnrrner wieder, sein lichter Geist", Rautendelein, gebt ut dem Brunnen der ewigen Alltäglichkeit zu Grunde. Die sonne, der Baldur m seiner Seel' liitöi, unb 9ci;.elnianu triumphiert. Ans ist es Mit der qtDr-n Genesung. (Man oenkt dabei an das Bulletin des Chi- iuraen' Die Opcialion war vollständig gelungen, leibet starb bei Patient nach drei Tagen an Entkräffung) Vcngebens forbert der Gefallene vom Schicksal, ihm. noch einmal ben Weg tu weiicn» Die Komik aber kommt nach. Dem Abg. Drccsbach ist ß gar nicht eingefallen, den Prinzen Max zu besuchen, sondern er hat dem Prinzen Karneval eine Huldigung erwiesen! Das Mannheimer Blatt hatte sich mit seiner Notiz einen Fastnachtsscherz erlaubt!! Die gesamte badische Presse und mit ihr viele andere süd- und westdeutsche Blätter hatten den Scherz sofort begriffen und sich nicht anführen lassen. In Berlin aber haben fast alle Blätter sich übertölpeln lassen. Der vorsichtige „Vorwärts" obenan! Eine Tropfsteinhöhle in der Nahe von Giessen. Giessen, 3. März. (Original-Bericht des Giessener Anzeigers.) Line in Vergessenheit geratene eigenartige Naturerscheinung, welche 1834 entdeckt wurde, befindet sich bei dem Dorfe Obercleen im Kreise Wetzlar, das auch von unserer Stadt aus bequem für den Touristen zu erreichen ist. Friede. Kilian Ab ich, ehemaliger Pfarrer von Hochelheim, berichtet in einer von ihm 1836 bei Carl Wiegand in Wetzlar erschienenen Geschichte des Kreises Wetzlar über eine Tropfsteinhöhle bei Oberelecn das Folgende: Ter sogenannte Berg, in welchem diese von der Natur gebildete Hoble sieb befindet, besteht aus lauter Kalkstein-Felsen, er ist aut seiner Oberfläche mit Weissbuchen und Haselnußgestra'uch bewachsen. Die senkrecht laufende Oeffnung oder der Zugang zur Höhle, der eng und 14 Fuss lief ist, befindet fick auf dem Gipfel des Berges. Man gelangt dann in einen fünf Fuß im Quadrat haltenden Raum, dessen Wände und Decke bereits mit Tropfsteinfiguren behangen sind. Don diesem Raum au§, in deut man nicht aufrecht stehen kann, muß man, um weiter zu kommen, eine enge, 15 Fuß lange Schlucht auf Händen und Fussen durchkriechen, um darauf in einen elwas grösseren Raum zu gelangen, in dem man aber aufrecht sich bewegen kann. Von dieser Höhle öffnet sich wieder eine 14—15 Fuss lange Schlucht, die schräg abfällt. Nach Heber- schreiten einer Felsenritze gelangt man auf ein mal in die dritte, 30 Fuss lange und 20 Fuss breite Höhle, die 7—8 Friß hoch ist und lieben welcher viele kleinere Räume sich befinden, welche man aber wegen der damit verbundenen Lebensgefahr nicht betreten kann. Von der Höhle aus kommt man wieder durch eine 15 Fuß lange Schlucht weiter, nachdem man dann wieder eine Felsenspalte übersprungen hat befindet man sich in der vierten Höhle, die etwa die gleichen Naumverhältnisse hat, wie die vorige. Endlich nach weiteren 14 bis 15 Fuß Weges, der ebenfalls durch eine Schlucht führt, gelangt man in die fünfte, ebenfalls 600 Quadratfuß haltende Höhle. Wände und Decken aller dieser fünf Höhlen sind mit gelben, grauen und weissen Tropfsteingebilden behangen. Von der letzten Höhle, so berichtet der Chronist, sollen noch mehrere Schluchten und Gänge schräg abwärts in das Innere des Berges laufen, in welche aber niemand, wegen der darin herrschenden Stickluft, zu gehen sich getraut. Ter ganze Berg scheint demnach hohl zu sein. Soweit der Bericht des Pfarrers Abich. An Ort und Stelle haben mir festqestellt, daß der Eingang zu den Höhlen auf dem Gipfel des Berges bei Obercleen noch vorhanden ist, der zu den Höhlen führen würde, wenn nicht nachgestürztes Gestein den Zugang zu diesen versperrt hätte. Leute im Dorfe erinnern sich vom Hörensagen aus Väterzeiten, daß man früher in das Innere des Berges hineingelangen konnte. Ab und zu auch kommen heute noch an schönen Sommertagen Touristen nach Obercleen, die vergeblich versuchen, in das Innere des Berges zu gelangen. Es bedarf wohl nur dieser Anregung, um die berufene Stelle zu veranlassen, den Versuch zu machen, einen Zugang in die Räume im Innern des Berges zu schaffen. Die aufzuwendenden geringen Kosten, welche dazu führen, in der Gegend eine Sehenswürdigkeit niehr zu erschließen, werben sich sicher bezahlt machen. Würde doch mit einer Zugänglichmachung dieser Tropfsteinhöhlen ein Anziehungspunkt mehr für den Touristenverkehr in der Gegend geschaffen, von dem nicht nur die Bewohner von Obercleen, sondern auch die nahen Städte Wetzlar, Gieren und Butzbach Vorteil haben werden. Aus SecrSt ittto Laus. Gießen, den 3. März. * * Heber Theater bauten und den Neubau Lus eres Stadttheaters wird auf Veranlassung des Verkehrsvereins Architekt Meyer am Montag abend einen nicht. Sie ist mich nichts weniger als die „Tragödie der Menschheit", überhaupt keine Tragödie, ja ebensowenig wie „Hnd Pippa tanzt" ein rechtes Drama. Tenn wir müssen uns in die Personen der Tichtnng erst künstlich hineingrübeln. Heinrich ist in die ihn umwebende symbolische Märchenwelt zu sehr versunken, als dass er vor uns als eine reale Persönlichkeit in voller Körperlichkeit stehen könnte. Sehen wir sie uns aber als Dichtung an, so glänzen uns ans dem schwankenden Farbengewoge des allzu lockeren dramatischen Gefüges Zaubertöne an, die uns derart bestricken, daß wir es kaum gewahr werden, wenn uns der dramatische Faden entfällt. * Das Theater ist zu Ende, Rautendeleins klagende Lieder und fce§ froschigen prustenden Nickelmanns „Ouosar, brekekekex" sind verklungen. Tas Publikum strömt hinaus ins Freie, vorüber an den wartenden Tienstmädchen, die mit noch ein paar Regenschirmen (vor allem anderen gehören s i e ins Giessener Stadtwappen) seit mindestens einer halben Stunde immer noch zettelgläubig im Vor- llur ihre Hausfrauen erwarten. Im Cafs Skalitzky umgeben späte Gäste einen Marmortisch nach dem anderen. Ein merkwürdiges Gemisch von Zigarren', von Kaffee» und Spiritnosenaroma lagert über dem Ganzen, bläulicher Rauch steigt dazivischen kringelnd zur Tecke, und funkelnd und blitzend leuchtet ans den weissen Birnen das. elektrische Licht. Tie Kellner laufen hin und her, helfen hier Gästen aus den Hüllen, dort in den Heberzieher, bringen hier die gewünschten Getränke, räumen dort das gebrauchte Geschirr fort. Hnd aus dem allgemeinen Stimmengewirr klingt es ab und zu lauter heraus: „CafS — Eacao — Ein Dunkles — Zahlen bitte". Wir drücken uns in eine Ecke und plaudern. „Ob das Hundewetter mm endlich vorüber ist?" — „Ich glanb's nicht. Seit mir den Nordpol hier haben, regnet? fortwährend." — „Tas ist der Sieg der Gegensätzlichkeit. Haben Sie übrigens Nanfen gelesen?' — „Gelesen? Liest denn der Teutsche überhaupt Bücher? Er blättert höchstens." — „Leider richtig. Auch ich habe heute geblättert — in Rudolf Presbers hübschem Buche „Vom Theater um die Jahrhundertwende" *). Er erzählt da, wie er einmal in einem süddeutschen Städtchen beim Abendfchoppen im „Löwen" oder „Einhorn" einen Redakteur traf, der ihm einen längeren Vortrag über den Glockengiesser hielt und diesen schloss mit den kritisch- prophetischen Worten: Mir scheint, Hauptmann ist noch nicht fertig mit dem Stoff und deni Gedankengang; sehr möglich, daß er noch mal auf all das, was in der Versunkenen Glocke anllingt, Traum und Größenwahn, zurückkommt." — „Hnd nun, glauben Sie, hat sich durch „Hnd Pippa tanzt" jene Prophezeiung erfüllt?" — ,/Jlllerbmg§; freilich nur zum Teil. Denn Pr. legte jenem süddeutschen Redakteur noch die Worte in den Mund: Aber als Ironischer, als ironischer Realist. Hnd die tanzende Pippa ist alles Andere, nur nicht ironischer Realismus". — „fHbcr fertig mit dem Stoffe und dem Gedankengang ist auch diesmal Hauptmann nicht geworden." — „Sehr richtig; und noch erheblich viel weniger alt. in der Glocke." Inzwischen hat sich das kleine Nebenzimmer gefüllt. Nun erscheint die Benesizianiin des Abends, Frl. D o n e ck e r, von allen den reichen Blumenspenden der verstrichenen Stunden nur ein •) Stuttgart 1901, Gremer u. Pfeiffer. Vortrag im Neuen Saalbau halten. Da bekanntlich Herr Meyer den hier zur Ausführung gelangenden Entwurf mit» bearbeitet hat, ist allen Interessenten Gelegenheit geboten, sich hier von berufener Seite über den hiesigen Theaterbau unterrichten zu lassen. Der Vortrag, der durch zahlreiche Lichtbilder erläutert werden soll, ist für jedermann kostenlos zugänglich. • • Verein weiblicher Angestellter im Handelsgewerbe. Am Sonntag nachinittag findet im Kaufmännischen Vereinshause eine Versammlung des Frauenvereins statt. Man will eine Vereinigung der weiblichen Angestellten im Handelssache ins Sehen rufen, in der Frau Johanna Wäscher au5 Kassel in einem Vortrage ihre langjährigen Erfahrungen auf diesem Gebiet mitteilen wird. * ’ Birkeneders Kinematograph. Auf OSwalds- garten werden am Sonntag, Montag und Dienstag Vorstellungen dieses Hnternebmens großen Stils stattsinden. fDht stets wechselndem Proarnmm sollen die neuesten Aufnahmen in lebenden imb sprechenden Bildern zur Vorführung aebracht werde». Abendstern, 2. März. Einen Riesen kessel für das neue Ziegelwerk des Herrn Gabriel, der 400 Zentnerschwer ist, wurde geftem von der Station Abenbstern der Berlin- Metzer Bahn nach seinem Bestimmungsort transportiert. Den Transport vollbrachten mit grosser Anstrengung 16 Pferde und er hatte viele Zuschauer herbeigelockt. §§ Klein-Linden, 2. Marz. Das Fest der silbernen Hochzeit begehen nächsten Sonntag Werkmeister Wilhelm Reu schling und seine Ehefrau geb. Schmidt. A Friedberg, 2. Marz. Sein 5 0 jä hri g es Am ts- jubiläum feiert nächsten Freitag Kirchcnrat Dekan Meyer, der erste Geistliche der evangelischen Gemeinde. Er steht im Alter von 76 Jahren und erfreut sich noch bester Gesundheit. Er absolvierte 1856 das Predigerseminar und trat alsbald in den Pfarrdienst, 1857 wurde er Geistlicher in unserer Stadt, sodaß er jetzt 49 Jahre hier tätig ist. In Bezug auf die Armensürsorge hat sich Kirchenrat Meyer sehr verdient gemacht. Die evangelische Gemeinde, die Stadt, die Behörden und Vereine planen zu Ehren des Jubilars eine größere Feier. Büdesheim (Rheinhessen), 1. März. Eine Protest- versammlung hiesiger Weininteressenten ivurde hier gestern abend im Rathause abgehalten. Es wurde energischer Einspruch erhoben gegen die neuerliche Behauptung des RcichS- lagsabg. Stauffer, daß er nicht Rüdesheim a. Rh., sondern Büdesheim (Rheinhessen) als Wein fälsch er ort habe bezeichnen wollen. (Darmst. Ztg.) D a r m st a d t, 2. März. Der deutsche Zweig des Inter n. Vereins der Freundinnen junger Mädchen, dessen Protektorin die Kaiserin ist, hat dem Kaiser paar zur silbernen Hochzeit eine Gabe von 5 7 00 Mark durch die Vorsitzende Fürstin zu Erbach-Schönberg überreichen lassen, durch welche die Zwecke be§ Vereins gefördert werden sollen. Die Kaiserin hat die Gabe dankend angenommen. vernirsehter. * Der neueste Eisenbahnunfall. Am 2. März ist der um 12.21 Uhr in Elzach (Breisgau) abgehende Personenzug der Elztalbahn infolge Dammrutsches entgleist und bis auf zwei Wagen über die Böschung gestürzt. Die Lokomotive fiel in die Elz. Der Loko- mativführer und Heizer wurden schwer verletzt, einige Passagiere leicht. *v Heber den Untergang des Dampfers „Thor" in der Nordsee wird aus Bergen. (Norwegen) gemeldet: Der Dampfer „Thor" aus Haugesund, der 840 Tonnen Raumgehalt hat, lag diese Nacht vor Lyngholmen. Er hatte 10 bis 12 Mann Besatzung und 25 Leute an Bord. Um 6 Uhr brach ein gewaltiger Sturm aus Nordwest los und die Ankerkette riß. „Thor" trieb nun in dem orkanartigen Unwetter mit der Breitseite nach dem Lande, wo er mehrmals anprallte, bis der Fockmast über Bord ging. Schreien um Hilfe und verzweifelte Rufe erschollen, aber bald war alles still. Es war unmöglich, Hilfe zu leisten. Das letzte, das vom Schiffe gesehen wurde, mar der Schornstein, da der „Thor" mit dem Bug zuerst sank. Mehrere Menschen wurden kämpfend im Wasser gesehen, vielsagendes kleines Maiglöckchenstränßchen in den Händen, begleitet von einigen jungen Damen und Herren, um ebenfalls im Nebenzimmer zu verschwinden. Tie Tür wird geschloffen. „Was sagen Sie zu Frl. Doneckers Rautendelein?" —, „O, recht duftig und liebreizend. Gelegentlich aber ist sie nicht so frisch natürlich auf der Bühne wie im Leben. Mancherlei grenzt bei ihr scheinbar an Maniriertheit, ist aber wohl mir Unfertigfeit. Und sie beherrscht noch nicht die Mimik. Seltsam malträtiert sie z. B. ihren Mnnd." — „Ich meine, ihr ganzes Spiel hat einen etwas matten Pulsschtag. Es fehlt ihr die rechte Individualität." — „Tas möchte ich nicht sagen, im Gegenteil. Sie besitzt m. E. in nicht gewöhnlichem Masse die Gabe, einem Schaffenden, um ein Subermannsches Wort zu aebrauchen, gründlich nachzufühlen, und so gestaltet sie selber dein Dichter nach, d. h. ihre Mädchengestalten zumeist ganz von innen heraus. Und es mangelt ihr dabei ebenso- roeuig an Innigkeit wie an Temperament. ^Iber sie getraut sich, wie ich meine, mit dem Temperament noch nicht so heraus, wie sie's vielleicht heute schon könnte und mit reiferen Jahren ganz geiviss können wird. Vielleicht bekommt sie's heute auch trotz Mühen noch nicht heraus. Sie hat wohl noch ihr großes, reifendes Erlebnis vor sich. Ich alaube, daß gerade das Temperament bei ihr stärker ist als das innerliche Ergriffenwerden von einer Dichtung." — „Fürs rote Aennelein Hauptmanns brachte sie zum mindesten viel Hübsches mit: eine clfcnhafte Gestalt und ein sinnendes, reizendes, grossäugiges Gesichtchen." — „Gewiß: und scharf Umrissen und ausdtuckssähig ist dieses Gesichtchen obendrein. Aber blieb auch die Anmut bei Bewegungen immer gewahrt? Ich meine, Gefälligkeit in der Gliederbehanblung ist nur durch häufige körperliche Hebungen zu erlangen. So etwas müsste in den .Konservatorien geübt werben." — „Sie mögen recht haben, baß sie ba noch mancherlei lernen muss. Was mich aber stets besonbers angenehm berührt, bas ist iyr tiefes Organ, von dem ich auf eine nicht gewöhnliche Veistanbesklarhcit imb ruhige Ueber- legung schliesse." — „Hm. Das mag stimmen. Jebenfalls fehlt, für mein Gehör, ihrem Organ bcr sinnliche Timbre." — „Nur ihrem Organ?" — „Meinen Sie, ihr fehle bie Sinnlichkeit überhaupt? Das glaube ich nicht. Ich meine, im recht icbenbigen stummen Spiel bei bet Unterredung Heinrichs mit dem Pfarrer machten sich doch gewisse Gluten erkennbar, auf die ihr rotes Haar und die Mohnblumen im Haar deuten." — „Nach meinem Gefühl aber hat dieses elbische Wesen einen Dämon im Leibe. Es weiß, was heisse Liebe ist, schrickt cs doch nicht vor beit offenherzigsten Ausdrücken des bockbeinigen Waldschratt zurück. Kühn und vermessen muss die Rolle in ihren Hauptszenen gespielt werden. Frl. D. hat mehr das Ballettartige zur Hauptsackie gemacht, das sonnenfrohe Getändel, das niedliche Geplauder, das Liebessehnen mehr als die Liebes l e i d c n s ch a s t. Sie ist mir, im ganzen, zu zahm zunt neckischen Walbhexcken." — „Das alles mag richtig sein. Trotzdem möchte ich denen, die da glauben, daß sie noch von sich wird reden machen, nicht ganz unrecht geben. Heute fehlt ihr vieles, sehr vieles zu einer Aufmerksamkeit erregenden ganzen Künstlerin. Ist doch auch ihr Sprach- Vermögen noch wenig durchgebildet. Echtes Künstlerblut aber hat sie, und heiligen Eifer. Möge eS ihr glücken, das Höchste zu erreichen!" Ein langer Jüngling mit golbrotenr langen Haar, sehr scharfen Zügen und bedeutender Nase betritt in Gesellschaft eines kleinen Herrn beu „Ist das nicht der Gast des Abends, doch vergebens. 33 Personen sind umgekommen und nur zwei, ein Heizer und ein Arbeiter, gerettet. Ter Kapitän befindet sich unter den Ertrunkenen. * Kleine Tageschronik. In Tnrocz-SzentMär- ton (Ungarn) wurde der angeblich frühere preussische Offizier GrasNeuhaus unter dem Verdacht, die 83jäss'sige Witwe Beniczkv, die zwei Millionen Kronen hmlerli ' mit Arsenik vergiftet zu haben, verhaftet. Graf Neuh^i S hatte seine in Preussen lebei'de Frau und Minder verlassen, und Iba Soest, bie Nichte bcr Witwe Veniczky, geheiratet. Seitbem lebte er beschäftigungslos auf bereit Gute Pribocz im Turoeer Komitat. Die Untersuchung '■rgab, dass Arsenik der vergifteten Frau in der Suvve gereicht wurde. £?anfccl ms:ö Verkehr, Volkswirtschaft. Cisenknappheit und Erzvorräte der Welt. Un':r dieser Ueberschrift brachte bie „F. Z." eine längere Kvr- resvonbenz aus den Rheinlanden, in der u. a. konstatiert und des näheren auch bargelegt wird, daß Deutschland bezüglich seines Erzreichtums und seiner Erzförberung immer noch verhältnismäßig günstig gestellt ist. Es lwt in den verschiebensten Landesteilen, Lahntal, Lothringen, Luxemburg, Siegerland, Ober- schlesien, bedeutende Erzablagerungen und förderte, wenn man bie Luxemburger Gruben mit einrechnet, im lebten Jahre 22—23 Millionen Tonnen Eisenerze. Bei b?;n Em vorschnellen bcr Roh- eisenproduktion reicht aber die deutsche Erzförderung schon längst nicht mehr hin, um den Bedarf der Hochöfen zu decken, am wenigsten in der gegenwärtigen Zeit der Hochkonjunktur. Es mussten d"her, wie des wetteren a"sgesührt wird, von den ersten Hüttern,verken im Ausland langfristige Erzlieferungsvcrträoe ab» geschlossen werden, aber auch dies reicht noch nicht aus. Nimmt die Nachftage nach Erzen weiterhin in dem bisherigen nie zuvor gekannten Umfang zu, so wird auf jeden Fall eine temporäre Erznot die Folge sein. In den weiteren Ausführungen wird gesagt, bass,m Stelle des Eisens einmal Aluminium treten könne, aber bis dies notwendig ist, dürfte es noch lange währen, denn cs ist sicher noch viel Eisenerz in Rußland, Algerien, Togo, Kuba und China zu entdecken. Eist kürzlich wurde in dem französischen Departement Meurthc et Moselle dickt an der deutschen Grenze in dem Gebiet von Rrieh bedeutende Erzlager gefunbert und daß Niederrheinisck-Wcstfälisehe Industrielle, so das Eisen- und Stahlwerk. Hoesch in Tmtmimb, P. Kloeckner in Duisburg und A. Thyssen iwrt Er-wn;eksionen erworben haben, ist bekannt. Die Errvorrütc her Welt sind noch recht groß, aber die am Horizont aufsteigende M'Jsickkeit, dass bie Weltvorräte sick erschöpfen, fordert doch mindestens die Frage heraus, ob nicht eine Verbesserung bcr gegenwärtigen Probuktionsmcthodcn und bie Anlage neuer Verkehrsiwae schon sehr bald zu den wichtigsten Kultur- ausgaben gehören wird. des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank filr Hande) und Industrie, Giessen. Frankfurter Kurse. 3. März. 1.15 Uhr. 3^®/0 Reichsanleihe . . 100.95 3% do. . . 88.80 3%°l6 Konsols .... 100.95 3% do 88 70 3%°/0 Hessen 99.60 3><°/n Oberhessen . . . — 4% Oesterr. Goldreute. . 100.50 4V5% Oesterr. Silberrente 101.25 4% Ungar. Goldrente . . 95.75 4% Italien. Rente . . . 106 40 3°$ Portugiesen Serie T . 68.70 3% Portugiesen „ III 69.95 4%°/0 russ.Staatsanl. 1905 91.50 4%0'„ Japan. Staatsanleihe 93.80 4 % Conv. Türken von 1903 93 30 Tiirkenlose 144.60 4% Griech. Monopol-Anl.. 5400 4% äussere Argentinier . 91 60 3°/0 Mexikaner .... 67.60 4%°l0 Chinesen .... 96.30 Aktien: Bochum Guss 235.50 Buderus E. W . ... 128.00 Tendenz: ruhig. Berliner Börse, Canada E. B 174.20 Darmstädter Bank . . .14^.00 Deutsche Bank .... 242 — Dortmunder Union C. . . 81.60 Dresdner Bank .... 163.90 Tendenz: ungleichmässsig. Elektriz. Lahmeyer . . . 141.50 Elektriz. Schuckert . . . 129.00 Esch weiter Bergwerk . . 254 90 Gelsenkirchen Bergwerk . 220 90 Hamburg-Amerik. Paketf. 164 50 Harpcner Bergwerk. . . 211 00 Laurahütte 236.00 Nordd. Lloyd 126.60 Obeischles. Eisen-Ir..lustrie 124.50 Berliner Handelsges . 173.00 Darmstädter Bank . . . 148.25 Deutsche Bank . . . 242 50 Deutsch-Asiat. Bank . . 182.50 Diskonto-Kommandit. . . 189.00 Dresdner Bank . . . 163.60 Kreditaktien 211.00 Baltimore- und Ohio- Eisen! ahn . . . 110.50 Gotthardbahn —— Lombard Eisenbahn . . 24 40 Oesterr. Staatsbahn . . . 145.00 Prince-Henri-Eisenbahn . 134.00 3. März. Aufangskurse. Harpener Bergwerk. . . — Laurahütte . . , . 236.20 I ombarden E. B. ... 24.30 Nordd. Lloyd 126.70 Türkenlose ..... 144.90 Herr Hetebrügge aus Wiesbaden?" — „Nein, o nein. So verändern kann sich kein Mensch." — „Ich glanb's doch. Eine gute Maske macht mitunter den ganzen Menschen." — „Freilich, einen gar jugendlichen Eindruck machte der Glockengießer heute abend. Äber Herr H. zeigte eine, wenn auch junge, so doch schon schön entwickelte Kunst. Jedenfalls brachte er die. langen Verszeilen Meister Heinrichs IXug, wenn auch noch schuss- mäßig korrekt, geglichen und mit Schwung zum Vortrag. Und er vermittelte auch die rechte Anschauung von dem Charakter des Helden." — „Mir gefiel besonders die Kraft und Tonsülle in her großen Unterredung mit dem Pfarrer." — „Ja, für die launige Reizbarkeit des Kranken und später für bie schmerzliche Klage des gebrochenen Titanenstolzes fand er m. E. minber beredten Ausdruck. Auch hätte etwas mehr Phantasterei wärmev und überzeugender geivirkt. Im ganzen aber ein schönes, viel versprechendes, wenn anck nock nicht recht ausgereiftes, noch« suckrendes, ansteigendes Talent. Doch es ist fast Mitternacht. Ich gehe heim — arbeiten, schreiben. Kellner, zahlen! Bleiben Sie noch hier?" — „Ja. Ich gehe noch lange nicht. Kellner, ein Dunkles!" Nutt ist das Case-Gespräch niedergeschrieben, und cs bleibt mir zu sagen nur wenig übrig. Bestens lösten die Herren Reimer und Herrscher ihre Airsgaben. Zwei Gestalten, einem Vöckl in scheu Gemälde entstiegen, standen sie als Nickelmann und Waldschratt vor uns. Die tolle Frechheit des fauuischen Gesellen und mephistophistisch gelaunten Witzbolds dcS Tannen- bunlcls wußte dieser mit ungezähmter, spukhafter Wildheit, mit der ihm eigenen, grotesken Saune; die behäbige Verschmitztheit des tausendjährigen Monarcken im Wc-sserrcickc jener köstlich zu veranschaulichen. Im „Qnorax, Quorax, Brckekekex" liegt für Herrn Reimer ein tiefer Sinn. Er meisterte die r|ttt|en»e Seifen empfehle meine emhelardenMch reiche Alirweh! iü' > Ecke plockstrahe Telephon 367 Selterrweg r 7 Z/mmer . 110.50 1.50 x.i L Zimmer 3.60 k JC 6 Zimmer 2.60 k -4 Zimmer >u zu verm. [01394 rWchWe>^« 7131 01441 Näheres daselbst. Zu uevnitvielt . 2440 . 146.00 ,134.00 Scetylen-Laternen Trillerglocken Radlaufglocken Pumpen Gummilösung 2.- 0.50 1.— 0.60 0.05 0.15 0.60 . 236.20 , . 2430 . . 126.70 . . 144.90 & r 8. Kanind Bahnhofstraße 8 vis-ö-via der staplanSgasie. Weserpraßc 5 >immeriv. nut Küche zu verm. 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TaS Kriegsgericht verurteilte die Gendarmen Ebel und Schöne wegen Erpressung zu einem Jahr und sechs Monaten bezw. zu einem Jahr und sieben Monaten Zuchthaus und Ausstoßung qu6 dem Heere. 10 Monate wurden durch die Untersuchungshaft als verbüßt erachtet. Sie hatten von einer Schankwirtin GelWhMluis. Mein Geschäft liegt etwas abseits, aber eS lohnt sich, zu mir zu kommen. Zur Saison - Eröffnung setze einen großen Posten neue Pneu- matils, rcnom. Fabrikat, einem AuS- verkauf auS und erlasse, solange Vorrat reicht: 2— „ 1401 . 141.50 . 129.00 .254.90 r . 22090 ?tl. 164 50 .21100 . 236.00 . 126.60 rie 124.60 . 173.00 , . 148.25 . .24250 . . 182.50 . . 189.00 . . 163.60 . 211.00 Elegante Kinder- Kleidchen von Mk. 1.60 an Neubau Ecke Neustadt 12 im 2. Stock schöne 2-Zunrnerwohng. p. 1. Apnt an ruhige Leute zu verm. Näheres tm Lade». 11360 Ein Hans in sehr verkehrsreicher Lage, sehr günstig für ein Kolonialw.-Gesch., Nebenbau m. 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Direktor Carlo Revellt war sttrdd- ^^ubapeft, 3. März. Der Minister des Innern hat die Negierungskommission angewiesen, die städtischen Poltzet- chefs, Gemeindebehörden und Gendarmen anzuhalten, die nicht angemeldeten Ersatzreservisten zu eruieren und mit Gewalt zum Dienen zu zwingen. Belgrad, 3. März. Die Sozialisten in Budrio beabsichtigen, anstelle des Deputierten Ehiesa, der sich vom politischen Leben zurückzicht, die sozialistische Lehrerin Beatrice Sacchi als Kandidatin für die Kammer aufzustellen. . TammerforS, 2. März. Die Mitglieder der Ver- einigiing der Slrbciter lieferten heute der Polizei eine ^rau aus, die an der Beraubung der russ. StaatSbant- ftli'ale in Helsingfors beteiligt gewesen sein soll, und die im Hause dieser Vereinigung in TammerforS abgestiegen war. Tie Frau, die sich Emilie Kayl nennt, erklärt, auS Riga zu stammen und der sozialistischen Partei anzugehüren. Bei zwei Personen, die unter dem Verdachte der Beteiligung an dem Raube hier verhaftet und nach Helsingfors gebracht wordev sind, wurden 13 585 Rubel und 9 950 Mark gefunden. d cs bleibt treu Rei' [ten, einem imaun uno „Mn r köWF " liegt M n Seehun^ tf'1* SfljS JS*** T« । die "t^P. 2B. . ? Ööf* ft*«* Die II. Etage meines Hauses Seltersweg 70, bestehend aus 8 Zimmern nebst Zubehör, seither von Herrn Fritz Nowack bewohilt, ist onberiveitjm verm. 552] Ebech. Metzger. 1000 anf. erpreßt, damit der Sohn nicht zur Anzeige gebracht werde. Görlitz, 3. März. In Altwelzow bei Spremberg sind zwei Bergleute bei einem Feuer in ihrem Wohnhausc verbrannt. Rudolstadt, 3. März. Bei einer Stichwahl zum Landtage hntrbe der Kandidat des BundesderLand- wirte gegen den Sozialdemokraten mit großer Mehrheit gewählt. Nach der Wahl zum Landtage zählt dieser jetzt 9 bürgerliche Abgeordnete und 7 Sozialdemokraten. Heidelberg, 3. März. Der in Feldkirch (Vorarlberg) inhaftierte Schriftsetzer Arthur Sippel hat dort im Beisein des hiesigen Untersuchungsrichters Hainsheimer gestanden, am 3 0. Juli 1905 auf dem Weg zwischen Zollstock und Heiligenbad den Engländer Thomas Reid aus Glasgow ermordet und seiner Kleider und sämtlicher Effekten beraubt zu haben. Er schleppte die unbekleidete Leiche in das Gebüsch und bedeckte sie mit Zweigen. 9(uf Grund dieses Geständnisses wurden, wie die „Hcidelb. Ztg." meldet, Nachforschungen angestellt, bei denen die Skelettreste au der bezeichneten Stelle gefunden wurden. Mittäter sind keine vorhanden, auch seine Geliebte war bei der Tat nicht zugegen und kommt nur als Hehlerin in Betracht. Luxemburg, 3. März. In einem benachbarten Marktflecken wurde em Polizist meuchlings ermordet. Zwei Italiener wurden als Täter verhaftet. Paris, 3. März. Ter Korrespondent deS .Malin" aus Algeciras meldet, es sei eine Verständigungsbasis in der Bankfrage gesunden. ______ KWjtslMS Wettergasse, in welchem ca. 20 Jahre Herrenkon- fektion und M.ißgeschäft betrieben wurde, per 1. Mai d. I. preiswert zu verkaufen ev. zu vermieten. Näberes durch den Eigentümer L.F.Schwarz,Ludwigstr.46,II.["°' Ja Heuchelheim, Brauhaus- straße 53 ist bte Hofreite mit neuem Wohnhaus, Stallung,Scheuer u. gro;. Wirtschaftsgarteu zu verkaufen. __ . mit allem Zubehör zu vermieten. 4-Zimmerwohnuug mit Zube- 11245] Näheres Löberstraße 9. hör und Gartenanteil zu ver- Schöne Mansarden-Woimung, mieten. Stemstraße 71. >2,0 2 ^immer mlI Küche, Keller und Ballst, neu herg. 4-Zlmmerw. Gartenanteil p. 1. April an kleine (Mans.)Kochg., Garten u.Bleichol.! Familie zu vermieten. (1347 sofort zu verin. Ebelstr. 16, p. |119 Steinstratze 19. 5-Znnmerw. 1. St. z. 1. April 'Lüeserstraße 5 zu verm. vo'inannür. 4. v. 3-Zirnmerwohmmg mit all. Zub. 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