Mr kciuimann aus achtbar« liebenerwerb KZ- ^bursche * Sota ^locbner j38l? ,MtlS5rocn9^: ■bei Tltllj ^acht 1 *'* Uta ' 6u”-i Uhr. 6*ni«t 60 .^^2 k-LsL Mävche« i«K —!----'Iflusburfl 12 "«EtSr» --Neuen Baue 9, !Eucheemige7üchlMch^ iierejrwalhäujer nachhi« «bei hohem Loh^ Geisenbach, Eonnenstr, 32, ^AUchm Liellen alz mdchen m bess. Hause durch 'varr, velterswea 8. (04625 lle diejenigen, die noch erungcn an den Nachlaß oerstorbencn Otto Wilh. kidt, Uhrmacher zu Gießen abt 8, zu bilbtn Haden, i folfy innerhalb aty im Laden fltufltibt 8 anmelden. 3M4 uMoneu, emtxto welcher zu erwerben. MÜL fymb- rvonMinnalimnachgewie- >nden können, werden Lohr» iche und Bonmlerjuchunzen ^rci ansgesührl-bei Verwender emorbenenBerleihnngen der Minder enljpr. beteiligt mit mögt, genauerem Me- an Laube & Co., Sol«, v Rr. 2104.__KJ >*£ I* Erstes Blatt 156. Jahrgang Mittwoch Ä7. Juni 1906 Gießener Anzeiger General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen Iie yeuLLge Kummer umfaßt 12 Seiten. Redaktion, Ervedition und Druckerei: Schulstratze 7. Redaktion 112 Verlag u.Exped.e^KSI Adresse für Depeschen: Anzeiger Gietzen. vezugSpretS» mona»Uch75Ps., viert el- jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Ziveigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— Vierteljahr!. auSschl. Bestellg. Annahme von Anzelgea für die TageSnuminer bis vormittags 10 Uhr. ZeilenprerS: lokal I2Pf^ auswättS 20 Pfg. Verantwortlich für den polit. und allgem. Teil: P. Witt ko: füt rStabt und ßaiiir und -Gerichtssaal': Ernst petz; für den Anzeigenteil: HanS 9e±. Nr. 148 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Sekflscheo Landwirt die Siegener Kamillen- blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühlffchen Untvers ^-Buch-u. Steindruckerei. 5t Lange. Sie Kerichtsferien. Mit dem 16. Juli geht die Hälfte unserer Richter in den wohlverdienten Sommerurlaub, der ihnen nur vier Wochen lang beschieden ist. Am 15. August folgt die zweite Hälfte, und erst am 15. September werden unsere Kammern wieder komplett. Das sind die zwei Monate der Gerichtsferien, während denen nur Strafsachen, Arrestsachen und sog. dringliche Prozeßangelegenheiten verhandelt werden. Eine große Anzahl von anhängigen Prozessen ruht die beiden Monate hindurch vollständig, und die Prozcßführenden müssen sich in Geduld fassen. Dieser Zustand ist schon oft in der Presse und in den Parlamenten als unhaltbar gekennzeichnet worden, inan hat seit Jahrzehnten auf Mittel und Wege gesonnen, ihm ein Ende zu machen, aber niemand konnte bis jetzt einen Vorschlag bringen, der den Richtern wie den Prozeßführendcn gerecht geworden wäre. Es ist zweifellos, daß die Richter ihHn Urlaub brauchen. Dieser Urlaub ist leider ohnehin zu kurz bemessen, wenn man in Berücksichtigung zieht, daß die meisten Kammern bedeutend überlastet sind. Einen Monat der Ruhe „gönnt der Staat seinen Beamten, die sich elf Monate hindurch rechtschaffen geplagt haben, deren Arbeitszeit oft und oft weit über zwölf Stunden im Tage hinausging. Das ist herzlich wenig, und es ist ausgeschlosien, daß diese kurze Ferienzeit noch mehr eingeengt, daß beispielsweise, ivie im Reichstag vorgeschlagen wurde, den Richtern nur ein Jahr übers andere Urlaub gegeben werde. Der richterliche Beruf gehört, wenn er ernst genommen wird, zu den anstrengendsten, und unsere Richter nehmen es mit ihren» Beruf ernst, wie erfreulicherweise konstatiert werden kann. Andererseits aber kann man cs auch den Prozeßführendcn nicht übel nehmen, wenn sie die zwei Monate nicht mit staatsbürgerlicher Geduld ertragen wollen. Denn manche Sache, die nach dem Prozeßrecht nicht als dringlich, nicht als Feriensache bezeichnet und behandelt »vird, ist für bei» Interessenten sehr dringlich. Die unendlich vielen Zivilprozeffe z. B. muffen zwei Mvnate lang in den Kanzleien schlummern, während den Prozeßführenden in dieser Zeit unberechenbarer Schaden erwächst. Auch der Strafprozeß erleidet eine wesentliche Verschleppung durch die Ferienmonate, denn die Senate sind um die Hälfte verringert. Man bildet aus zivei regulären Kammern eine Ferienkammer — da ist cs doch selbstverständlich, daß diese Fericnkammer nur die Hälfte der schwebenden Strafprozeffe erledigen kann im Vergleich zu den beiden Strafkammern, die die übrigen 10 Monate hindurch Recht sprechen. Nun hat man den Vorschlag gemacht, nicht die zwei Sommermonate als reguläre Ferienmonate zu betrachten, sondern das ganze Jahr über einmonatige Urlaube zu gewähren. Tas wäre ja allenfalls ein Ausweg, aber es muß betont werden, daß damit ncini Zehntel der Züchter nicht einverstanden sein würden. Einmal vor allem nicht unsere verheirateten Richter, die doch ihren Urlaub zusammen mit ihren Familien verbringen möchten. Und auch den Ledigen würde es keineswegs ein besonderer Genuß fein, wenigstens in der Regel — wenn sie etwa im Januar oder im Dezember ihren Urlaub erhielten. Ter Zweck des Urlaubs wäre mit diesem Auskunftsmittel in vielen Fällen vereitelt und darum kann eben dieses Auskunsts- mittel nicht befürwortet werden. Es kann nach unserer Ansicht an dem bestehenden Mißstand überhaupt nichts gebessert iverden, ehe nicht unsere ganzen Prozeßordnung mit ihrem viel zu komplizierten Apparat, mit ihrem unheimlichen Schreibwerk und Formalitätenkram geändert und der Neuzeit angepaßt wird. Wir lasen kürzlich, daß eine Londoner Frauenrechtlerin wegen eines Widerstandes gegen die Staatsgewalt, d. h. gegen die Polizei, fest genommen und noch am gleiche»» Tage zu einer Geldbuße von 10 Pfd. verurteilt wurde. Wie wäre es bei uns gegangen? Man hätte sie auch verhaftet und inöglicherweise noch am gleichen Tage dem Untersuchungsrichter vorgesährt. Tann hätte der öffentliche Ankläger die Aufnahme des Verfahrens gegen die Angeschuldigte zu beantragen gehabt. Das Landgericht hätte sich darüber schlüssig werden müssen, und nach ungefähr zwei Monaten wäre es, wen»» die Angelegenheit eilig betrieben und der fragliche Gerichtshof nicht zu sehr überlastet gewesen wäre, die Hauptverhandlung stattfinden können. Dieses Beispiel zeigt wohl zur Genüge, wo der Fehler liegt. Die notorische Langsamkeit unseres Gerichtsverfahrens ist ja allgemein bekannt, so allgemein, daß sogar unsere maßgebenden Stellen sich entschließen mußten, für verschiedene Berufsziveige Sonder- gerichte einzuführen. 9h»n wissen wir nicht, rote weit man mit der Re form der Straf Prozeßordnung bereits gekommen ist. Man hat leider von dem großen Werk schon seit lange»» SJtonaten nichts mehr gehört, doch denken wir nicht, daß der Gedanke ganz eingeschlafen ist — der Reichstag würde ihn schließlich bald wieder aufwecken. Wir möchten aber betonen, daß auch die Zivilprozeßordnung einer Aenderung dringend bedürftig ist, soweit es sich um den Fortgang des Verfahxens resp. um die Beschleunigung dieses Fortgangs handelt. Die Gerichtsferien kann man nicht auf heben, die Verschleppung der Prozesse wird immer unerträglicher. Mair mache sich daher daran, von Grund aus Remedur zu schaffen und ein durchwegs beschleunigteres Verfahren im Straf* und Zivilprozeß durchzubringen. Tann werden auch die Klagen aufhören, die jetzt wegen der bevorstehenden Gerichtsferien wieder zu erwarten sind. Muster für das vereinfachte Verfahren wären im Ausland wohl zu holen!__ Aeutsche Journalisten in England London, 26. Juni. Der Lordmajor gab heute 511 Ehren der Vertreter der deutschen Preffe ein Frühstück. Etwa 150 Gäste waren anwesend, darunter Sir Edward Malet, der Chefsekretär für Irland, Bryce, UnterstaatSsekrc'är Fitz- niauricc, die LordS Avebury unb Kennaerd, mehrere Parlamentsmitglieder, dic Herausgeber von englischen Zeitungen und 'die ersten städtischen Beamten. Der Lord- n»ayor brachte ein Hoch auf König Eduard aus und entbot den Gästen ein herzliches Willkonnnen. Dort führte Chefsekrctär Bryce aus: AuS demselben uralten Stamme sind beide Völker erwachsen. Viele Jahrhunderte sind vergangen, aber daS Verwandtschaftsgefühl ist nicht erloschen. Niemals sind Deutschland und England als Feinde auf irgend einem Schlachtfelde feindlich sich gegenüber gestanden. Nirgends auf Erden sind die wahren Jntereffen beider Völker einander entgegengesetzt. Daß Deutschland groß, reich und frei ist, ist für England kein Unglück, sonben» ein Glück. Wir arbeiten zusammen für gleiche hohe Zwecke. Freunde und Mitarbeiter sollen wir sein. Wir werden nicht zugeben, daß Chauvinisten unsere Freundschaft zu stören versuchen, die für den Fortschritt beider Völker, ja für den Fortschritt der Menschheit tion Bedeutung ist. Die Stimmung in England ist ganz friedlich und wohlwollend. Wir blicken ohne Neid auf Tentschland. Wir erkennen an, was es für die Welt leistet. Ich hoffe, Sie haben hier gesehen, daß wir ein friedliches Volk sind, und daß niemals die Stimmung dem Äriege feindlicher war, als jetzt. Die Freundschaft mit einem Volke bedeutet nicht Mißtrauen gegen ein anderes. Herzliche Zuneigung zu »hm schließt nicht Mangel zum Guten wie zum Bösen zu einem anderen Volke in sich. Hierauf erwiderte Dr. Barth in englischer Sprache. Er brachte zunächst den Taut seiner deutschen Kollegen für die freundliche Aufnahme zum Ausdruck, die sie überall in England gefunden haben geftern in Windsor Castle, heute int Paläste der Communalen Selbstverwaltung. Unter Bezugnahme auf die Wahl des egypiischen Saales für die Veranstaltung sprach der Redner die Vermutung aus, daß dies geschehen sei, weil Egypten als Pnpyrus- produzent mit dem Journalismus historisch verknüpft sei. Solange das Papier weiß sei, sei es harmlos, aber bedeckt mit schwarzen Buchstaben werde es eines der mächtigsten Faktoren. Dr. Barth sprach dann über den außerordentlichen Einfluß der Presse auf die öffentliche Meinung, der zu ben stärksten Einflüssen in intellektueller und moralischer Richtung gehöre. Tie Presse könne den Krieg vorbereiten, sie könne oeit Frieden sichern, sie könne Kapital und Arbeit veruneinigen, sie könne aber auch deren Zusammenarbeit unterstützen. Der Redner legte darauf der Presse dringend ihre oornehmlichste Pflicht nahe, die verschiedenen Völker der Welt zu einigen. Freund einer Nation sein, bedeute nicht die ^Notwendigkeit, Feind einer anderen fein. Die beste Friedensbürgschaft fei die, daß so viele Freundschaften wie möglich unter den Völkern bestehen. Redner betont, daß es notwendig sei, daß die Vertreter der englischen und deutschen Presse zusammenarbeiten, um ihre Leser zur Freundschaft und aufrichtiger Friede »cs- liebe, begründet auf gegenseitiger Achtung, zu erziehen. Wenn es jemals Wischen England und Deutschland einen Krieg geben würde, den er, Redner, aber für unmöglich hält, was würde das (Silbe sein? Keines der beiden Länder würde bei einem solchen Unternehmen einen Penny auf das Pfund gewinnen, aber das ganze zivilisierte Europa würde: einen ungeheuren Schaden erleiden. Deshalb lassen Sie mich mit einem nachdrücklichen Appell an die Presse schließen. England wie Tentschland erwarte»», daß jeder Vertreter der Presse seine Pflicht tue, indem er wirkt zum Frieden und zur Freundschaft. Hierauf ergriff der deutsche Botschafter Graf Wolff- Meternich das Wort. Ein Lordn»ayor, sagte er, folgt dem andern, aber in der langen Kette gibt es eine feste Tradition, nämlich eine unübertrefflich großartigeGastfreund- schäft, welche nicht nur den eigenen Bürgern, sondern auch den Vertretern fremder Nationen, insbesondere der unserigen, in freigebigster Weise erwiesen »vird. Gastfreundschaft erzeugt Freundschaft zwischen den Jndivid»»en und ben Völkern. Die Kunst der Gastfreundschaft wird zur höchsten Vollkommenheit ausgebildet durch die Lordmayors von London, keiner aber übertrifft den heutigen Gastgeber. Es liegt mir sehr im Herzen, ihm zu danken für alles, was er während seiner Amtszeit getan hat in der Förderung der freundschaftlichen Gefühle, welche glücklicherweise jetzt wieder zivischen unseren beide»» Völker»» im Zunehmen begriffen sind. Redner möchte daran erinnern, wie er im vergangenen Jahre im Lyceumklub warm für ein gutes Einvernehmen eingetreten sei und wie die Vertreter der großen deutsche»» Städte vor kurzem begrüßt wurden. So sehen wir auch heute eine zahl- reiche Bersammlung, welche hoffentlich den segensreichen Erfolg habe»» wird, unsere beiden Völker einander näher zu bringen. Dieses Resultat, sobald es erreicht sei, würde vielleicht die stärkste Gewähr für ben euro - päischen Friede»» bilden, ohne dabei im geringsten den Freundschaften Eintrag zu tun, welche jeder von uns mit anderen Völkern etwa geschloffe»» hat ober noch zu schließe»» wünscht. Unter lebhaften» Beifall brachte der Lordu»ayor einen Trinkspruch auf Kaiser Wilhelm ans, in welchem et sagte: „Der deutsche Kaiser ist einer der unsrigen; »vir sehen ihn beinahe als unfern Landsmann an*. Chefredakteur Fitger von der Bremer »Weserztg.*, als Vorsitzender der deutschen Rebaktelire, erhielt folgendes Telegramm: „In Beantwortung Ihres irenndlichen Telegramms lassen Sr. 'Dl. der König den Vertreter»» der deutschen Presse seinen beftci» Tank ausspreche»» für den znn» Andenken an Ihre Majestät ber Hachseligen Königin Viktoria gezollte»» Tribut. Se. Maicstät hoffen, baff Ihr Besuch in» Schlöffe Winbsor angenchn» verlaufe»» »st. Knollys, Buckingham Palace. Deutsches Reich. Eckernförbe, 26. Juni. Die Jacht ,Meteor* mit dem Kaiser an Bord ist hier eingelaufen. Der Kaiser nahm an dem Herrenabend der Segler im Marie-Luisenbad in Bant teil. Mr. Longworth und Gemahlin, geb. Roosevelt, sind abends nach London abgereist. Berl»»», 26. Juni. Der Kaiser »vird Mitte November auf zwei Tage nach München reisen zur Feier der Grundsteinlegung des deutschen Museums für Mei st er- »verke der Technik. — Wie bei»» „23. T." mitgcteilt wirb, werben in nächster Zeit bie Garnisonen an ber österreichisch-russischen Grenze in entsprechenber Weise verstärlt werben, da bie Vorgänge in Rußlanb vom militärische»» Standpunkt aus diese Vorsichtsmaßregel als nötig erscheine»» lassen. Die gleichen Vorkehrungen würden seitens ber beutschen Militärverwaltung an ber russischen Grenze getroffen. Hierüber soll eine Verständigung gelegentlich der Anwesenheit Kaiser Wilhelms in Wien erfolgt fein. — Wie verlautet, dürfte eine Verständigung für die Verlängerung des deutsch-spanischen Handels-Provisoriums, welche bei» Gegenstand langwieriger Verhandlungen gebildet hat, auf einer die beutschen Jntereffen be» friebigenben Basis erzielt werden. Das Provisorium würde bis zu»»» 31. Dezember erstreckt werden, so daß für bie Verhandlungen über einen neuen Handelsvertrag hinreichend Raum bliebe. — Der deutsche Verband für Wasser- unb Wegebau hat eine Eingabe an das preuß. Abgeordnetenhaus gerichtet mit der Bitte um Errichtung eines Ministeriums für Mass erbau und Wasserwirtschaft. — Als Gast des Kaisers »vird Rektor Reinke von ber Kieler Universität an ber Nordlandfahrt teil- nehmen. Er hat als erster Vorsitzender des preußischen Rektorenvereins vom Kaiser eine Einladung zu dieser Fahrt erhalten. — An» 23. Juni ist in Berlin ein Schutzverband gegen Streikschäden unter der Leitung und Geschäftsführung ber Hauplstclle Deutscher Arbeitgeberverbänbe begründet worden. Hamburg, 26. Juni. Mit dem Dampfer »Gertrud Woermann* trafen von der Schutztrup pe für Südwestafrika neun Offiziere und höhere Militärbeamte, 255 Unteroffiziere und Mannschaften, darunter 24 Genesende unb brer Verwundete ein. Leutnant Cleve ist unterwegs am Typhus gestorben. Schifferstadt, 25. Juni. In der Generalversammlung deS Raiffeisenvereins wurde u. a. mitgeteilt, daß seit dem 6. Juni, »vo sich ein Fehl betrag voi» 48 000 Mark herausstellte, 43 Mitglieder mit 70000 Mark Anteilen ausgeschieden sind. Der Geschäftsgang in diesem Jahre »vird als sehr günstig bezeichnet. Der Verein zählt 1362 Mitglieder bei einer Einnahme von 866 353 Mark und einer Ausgabe von 856 480 Mark; es wurde versichert, daß die Kasse existenzfähig sei und garantiert, daß kein Mitglied etwas verliere. Selbst bei ben großen Verbindlichkeiten ber Tabaksverkaufsgenossenschaft sei bis jetzt keine Gefahr vorhanben; bie Zeichnung ber 2000 Geschäftsanteile 3. 300 Mark ist gerichtlich angefochten. Dic Tabaksverkaufsgenossenschaft hat eine Unterbilanz von 516000 Mark unb bie Frachtgenossenschaft eine solche von 28000 Mark. Ärislarr-. London, 26. Juni. In Bcantivortung einer Anfrage betr. den Besuch ber englischen Flotte in ber Ostsee und einer Anregung, baß sie bic russischen Häfen nicht anlaufen solle, weil ein solcher Besuch als eine ber konstitutionellen Bewegung in Rußlanb feinbliche Äunbgebung ausgelegt werben könne, erklärt ber Staatssekretär des Auswärtigen Sir Edward Grey, nach den bisherigen Bestimm- ungei» werde die Flotte im Laufe ihrer Kreuzfahrten in der Ostsee vier russische Häfen besuchen. Der Besuch würde m bic Zeit vor Ende Juli bis Anfang August fallen. ES erscheine ihm, bei»» Staatssekretär, ganz außer Frage, bafr ber Besuch ber Flotte, ber doch schon eine Zeit lang vorher vorbereitet worben sei, so ausgelegt werden könne, als habe er irgend eine Beziehung auf innere Angelegenheiten Rußlands ober »rgenb einen Einfluß auf sie. Derartige Besuche »vährcnb ber Sommcrkreuzfahrten ber Flotte seien d»s heutigen Tags als ein einfacher Akk ber Höflichkeit (? D. Reb.) gegenüber bcm Lande unb bem Volke angesehen worben, in- dessen Nachbarschaft bie Flotte sich begeben habe. Frankfurter Börse. 27. Juni, 1.15 Uhr. Prince-Henri-Eisenbabn . 153.53 254.50 Berliner Börse, 27. Juni. Anfangskurse. M. hat erst ge- Ruhe zu lassen, aus einem voll- scinem Begleiter Berliner Handelsges Darmstädter Bank . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat Bank Diskonto-Kommandit. Dresdner Bank Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . Gottbardbahn . . . Lombard. Eisenbahn Oesterr. Staatsbahn . Harpener Bergwerk Laurahütte . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Türkenlose . 99.75 88.15 99.75 88.00 98.40 . 159.90 . 138.70 . 235.40 . 83.70 . 158.10 . 170.20 . 13925 . 236.40 . 185.40 . 183.25 . 158.20 . 210.40 . 117.40 ’ 3425 . 145.50 3K7o 3% 3^70 3% 3VU 3X7n Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: träge. Reichsanleihe do. Konsols . . do. . . Hessen . . . Oberhessen erkannt. Wegen Diebstahls im Rückfall wurde der Handelsmann I. -i. ans Bergtheim zu der Minimalstrafc von 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Er hat einem Bäckermeister zu Butzbach ein Gebnnd Stroh entwendet, dos er für sein Pferd, welches naß geworden war, nötig hatte. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft bedauerte, daß für einen solchen Fall nicht ein Paragraph existiert, nach welchen man die Sache, ähnlich dem Mundraubc beurteilen kann. Es wurde ihm der Gnadenweg an» empfohlen. Die Ehefrau des Dienstknechts F. H. von Hof Konradsdors war beschuldigt, die Frau eines andern Knechtes mit einer Erdscholle geworfen zil haben. Sie erhielt einen Strafbefehl über 1 Mark, den das Schöffengericht Ortenberg, nachdem sie Einspruch erhoben hatte, auf 2 Mark erhöhte. Der Ehemann der Verurteilten focht das Erkenntnis an und versuchte nachzuweisen, daß die Anzeige auf Rache beruht. Da tatsächlich ein feindseliges Verhältnis zwischen der Angeklagten und den Zeugen besteht, auch diese im Widerspruch stehen, ließ das Berufungsgericht, trotz hohen Verdachts Freisprechung mangels Beweis antreten. 100.40 100.60 95.90 104.70 70.00 70.75 89.00 95.20 96.20 148.20 54.00 89.00 70.00 97.30 Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schnckert . . . Eschweiler Bers'werk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg- Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk. .• . Laurahütte...... Nordd. Lloyd . . . . . Obeischles. Eisen-Industrie 147.40 130.60 264.50 219.20 161.00 216.50 241.25 127.20 127.00 Gießener Strafkammer. )( G' eßen, 26. Juni. Gerichtssaal. H a n a u , 26. Juni. Der Gastwir-t Friedrich Megger aus Fechenheim, Pächter des Bootshauses des Offenbacher Ruderverems, der wegen B r a n d st i f t n n a angeklagt war, wurde heute vom hiesiaen S ch w u r g c r i ch t s r e i g e s p r o ch e n. . Dortmund, 26. Juni. Im Prozeß gegen den Oberst a. D. H ü ger hat sich die Staatsanwaltschaft auch entschlossen, Revision anzmnelden, nachdem Hnger Revision eingelegt hat. der Stadtverordneten-Versammlung. _ _ ** Parlamentarisches aus Hessen. Eine der 2. Kammer zugegangene Vorstellung der Kreisvete- rinärärzte und Kr e i s v e t e r i n i r a s s i st e n z ä r z t e ersucht um Neuregelung ihrer Besoldung im Sinne der Gleichstellung mit den übrigen Beamten. Der Vorstand des hessischen Landesverbandes gegen den Mißbrauch geistiger G e t rä n k e ersucht um Bewilligung eines einmaligen größeren staatlichen Beitrags oder um ständige jährliche Beiträge für die T ri n k e r h e i lst ä t t e Burgberg-Bieber. △ Butzbach, 25. Juni. Bei dem großen Alldrang gelegentlich des Trachtenfestes verschwand auf dem hiesigen Bahnhof ein fast neues Fahrrad, Marke „Hammonia", das einem Wetzlarer Gymnasiasten gehörte und von diesenl zur Aufbewahrung daselbst abgegeben worden war. Jetzt stellt sich heraus, daß ein fast wertloses Rad seit dieser Zeit herrenlos auf dem Güterschuppen steht, das offenbar mit Absicht gegen das neue ver- tauscht wurde. Durch verschiedene in der Ledertasche des alten Rades vorgefundene Notizen, durfte sich der falsche Eigentümer verraten haben und man soll ihm dadurch bereits auf der Spur sein. Die Verwechslung wurde dadurch erleichtert, daß die Nummern der beiden Räder fast gleich sind. △ Butzbach, 27. Juni. Wie verlautet, besteht die Absicht, ein einen Teil der Teilnehmerinnen des Trachtenfest- zuges Gedenkmünzen zu überreichen. Ebensolche sollen auch die am Festspiel beteiligten Damen und Herren erhalten. Die gestrige Aufführung der „ Hüttonberger", zu welcher die Festzugteilnehmer der Umgegend freien Zutritt hatten, war nur mäßig besucht, da die definitive Bekanntgabe des Tages erst tags zuvor erfolgte und die Landleute ivährend der Heuernte inmitten der Woche nur ungern in die Stadt kommen. Dem Wunsche unserer Landbevölkerung wäre man gerecht geworden, wenn die Aufführung auf Ende Wien, 26.Juni. In der heutigen Sitzung der Öfter» reichlichen Delegation beantwortete der Ministerpräsident Beck eine Anfrage dahin, daß die erste Kardinal-Grundthese der österreichischen auswärtigen Politik sei: 1) das Festhalten Oesterreichs an dem einen defensiven Charakter tragenden Dreibund, 2) die Forderung der freien Entwickelung der Balkanstaaten und zwar ohne jede territoriale Ausbreitung. Das Betreiben einer solchen sei sowohl von anderer Seite wie von österreichischer gänzlich ausgeschlossen. Die öfterr. Politik sei einzig und allein auf die Erhaltung des Status quo im Orient gerichtet. Bei der Fortz'etzung der Verhandlungen über das Heeresordinarium tritt Delugau für Unterstützung der A brüstnn g s b e- strebunqen im Einvernehmen mit den anderen europäischen Staaten ein. Fürst Schönburg betont, die alldeutschen Pläne auf Angliederung der deutschen Provinzen an das Deutsche Reich würden um so weniger verwirklicht, als dadurch ein blutiger Krieg zwischen den Germanen und Slaven entstehen könnte und weil sie bei den maßgebenden Faktoren des Deutschen Reiches kein-n Anklang fänden. Stein spricht sich für eine vollständige Trennung der beiden Reicbshälften aus. . . 216.40 . . 242.40 . . 33.80 . . 126.60 . . 148.20 Tcunst ttttö Wissenschaft. — Josephine Rottmann, die Heroine des Frank' f u r t e r Stadttheaters, wurde, wie man aus München meldet, vorbehaltlich eines Probegastspiels von diesem Herbst an für das dortige Hoftheater verpstichtet. zu feinem Vorgehen nicht den geringsten Anlaß hatte; ein zn Gewalttätigkeiten reizender vorbestrafter Mensch, schlagen als alle Aufforderungen, den alten Mann in n chtS fruchteten. Das Urteil fand seine Bestätigung. Der Mechaniker L. H. hier hat eines Abends gestopften Briefkasten zwei Briefe entnommen. Bon darauf aufmerksam gemacht, diesen Unsinn zu lassen, äußerte er, er wolle sich, da er doch kein Geld habe, wenigstens die Freimarken abmachen. Er nahm die Briefe mit und bemerkte weiter, eS könnte sich auch Papiergeld oder Marken darin befinden. Auf Drängen deS Begleiters, warf er die Briefe unversehrt in einen anderen Briefkasten. Die Beweisaufnahme ließ dem Gericht keinen Zweifel, daß der Angeklagte die Absicht hatte, sich sowohl die Marken als auch eventuell die sich in den Briefen befindlichen Wertgegenstände anzueignen, zumal er ein schlecht beleumundeter, trotz seiner Jugend, mehrfach bestrafter Mensch ist. Ec wurde wegen Diebstahls und vorsätzlichem BeseiteschaffenS von Gegenständen aus amtlichem Gewahrsam, zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Zwei früher erkannte Strafen von 2 Monaten und 8 Wochen wurden einbezogen und auf eine Gesamtstrafe von 5 Monaten Gefängnis 4% Oesterr. Goldrente. . 4V8 % Oesterr. Silberrente 4 % Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . . 3% Portugiesen Serie I . 3% Portugiesen „ III 4^°/0 russ.Staatsanl. 1905 4%0,n japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose...... 4% Griech. Honopol-Anl.. 4% äussere Argentinier . 3°/0 Mexikaner . . . . 4^% Chinesen . . Aktien: Bochum Guss..... Buderus E. W . . Tendenz: fest. Das Schöffengericht Butzbach hatte den Taglöhner G. St. von Ob. - Roßbach wegen Betrugs zum Nachteil eines Landwirts zu Dorheim zu 2 Wochen Gefängnis verurteilt Er focht das Urteil an, erschien aber zum Verufungstermin nicht, wdshalb seine Berufung verworfen wurde. Bei einer BereinSfestlichkcit zu Borsdorf gerieten mehrere Teil- nehmer in Meinungsverschiedenheiten, weshalb sich der Makler A. W. veranlaßt sab, einen älteren Mann zum Lokal hinauszubefördern, wöbe, er diesen mißhandelte. Der Taglöhner O. M. kam dem alten Mann zu Hilfe und hieb dabei dem Angreifer einen Stock über den Kopf, daß eine Wunde entstand. Das Schöffengericht Nidda nahm im letzten Falle Notwehr an und sprach M. frei, während es ' gegen W. auf 2 Wochen Gefängnis erkannte. W. focht das Urteil an, desgleichen die Staatsanwaltschaft bezüglich beS frcigcsprochenen M. Wie das Schöffengericht, so stellt auch die Strafkammer fest, daß W. den Streit hervorgerufen hat, da er " außerdem ist er der Woche verschoben worden ivärc. Friedberg, 26. Juni. Die Automobil- Personenpost von hier noch Ranstadt wird jetzt kreisamtlich angezeigt und soll Mitte Juli anstelle der jetzt verkehrenden zweispännigen Fahrpost in Kraft treten. Der Kraftwagen wird zehn Sitzplätze haben und auf der Strecke täglich dreimal verkehren. Die Fahrt erfolgt über Fauerbach, Ossenheim, Nieder-Florstadt, Ober-Florstadt, Staden, Stammheim, Nieder- und Ober-Mocksladt. § Laubach, 26. Juni. Immer bestimmter tritt hier das Gerücht auf, daß die Süddeutsche Gas gesell- schäft in Frankfurt a. M. sich von dem Bau der projektierten Gaszentrale wegen allzu geringer Beteiligung der interessierten Gemeinden zurückzilziehen beabsichtigt. Dem Vernehmen nach stnden dieserbalb eben Verhandlungen zwischen der betreffenden Gasgesellschaft und dem hiesigen Stadtvorstand statt. k Lauterbach, 26. Juni. Der vor längerer Zeit von seinem Amte enthobene Gemeindeeinnehmer Werner Nceb II. von Udenhausen wurde gestern wegen Unterschlagung im Amt in Untersuchungshaft genommen und ins Hastlokal nach Lauterbach verbracht. r Steindorf bei Wetzlar, 26. Juni. Dos gestrige Gewitter hat durch den Hagel, den es mit sich brachte, in unserem Felde erheblichen Schaden angcrichtet. h. Frankfurt a. M., 26. Juni. Ein neuer Auto- mobilunsall, der sich gestern in Frankfurts nächster Nähe ereignete, hatte den Tod eines Kindes zur Folge. Auf der Landstraße Wischen Niederursel und Heddernheim wurde gestern nachmittag der neunjährige Knabe des Gärtners Tops aus Heddernheim von einer Frankfurter Automobildroschke überfahren. Tas Kind war sofort tot. Die Eltern des verunglückten Kindes sind unlängst von Offenbach gezogen. Es soll direkt in den Wagen hineingelaufen sein. — In Sossenheim erlitten gestern zwei Knaben durch die Explosion einer Gewehrpatrone, mit der sie gespielt hätten, schwere Verletzungen. Ter achtjährige Fladung wurde an den Augen verletzt und mußte in die Augenklinik nach Wiesbaden gebracht werden, der 18jährige Lakalli erlitt erhebliche Verletzungen im Gesicht. — Ter wegen Raubmord verdachtes verhaftete, aus Amerika nach Teutschland zuimcktransportierte Möbel- Händler Meyer hat bei seiner heute im Stadthause zu Hamburg erfolgten Vernehmung folgendes ausgesagt: Er habe seine Tante, als er von einem Ausflüge zurückkehrte, tot in ihrem Schlafzimmer ge fand en. Aus Angst, des Mordes verdächtigt zu werden, habe er die Leiche erst einige Tage in der Wohnung behalten, ohne die Behörden von" dem Tode der Frau in Kenntnis zu setzen. Tann habe Kinder. Nach einem Ausschreiben des Großh. Ministeriums de§ Innern müssen Kinder, die zu Botengängen, Zeitungstragen, landwirtschaftlichen Arbeiten ?c. gegen Entgelt beschäftigt werden, auch wenn ihre tägliche Beschäftigung nur 2—3 Stunden dauert, zur Krankenversicherung herangezogev werden. Infolgedessen erläßt die Ortskrankenkasse Gießen jetzt ein Rundschreiben an die Arbeitgeber, um diese zur Anmeldung der versicherungspflichtigen Kinder zu verankassen. ** Korell. Die Blättermeldunq, Pfarrer Korel habe gegen den ihm vom Ober-Konsistorium wegen seiner Haltung bei der Stichwahl erteilten Verweis Beschwerde beim Ministerium erhoben, ist, wie uns aus Darmstad Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen. gemeldet wird, unrichtig. Korell hat eine Beschwerde nicht eingereicht und, wie das Groß-Gerauer Kreisblatt mitteilt, beabsichtigt er eine solche auch gar nicht. Wohl schon aus dem einfachen Grunde, weil das Oberkonsistorium dem Ministerium nicht untergeordnet, sondern koordiniert ist. Das Ministerium ist deshalb auch nicht zuständig für Beschwerden gegen das Oberkonsistorium, das in geistlichen Angelegenheiten die höchste Instanz im Großherzogtum ist. — Es ist in der Presse behauptet worden, daß das Oberkonsistorium insofern einen formellen Verstoß begangen habe, als es sein Disziplinenurteil veröffentlicht habe und es ist in dieser Hinsicht auf Art. 4 des Hess. Kirchengesetzes über den Mißbrauch der geistl. Amtsgewalt vom 23. April 1875 hingewiesen worden, wonach „die Verhängung der nach Art. 3 zulässigen Strafen und Zuchtmittel nicht öffentlich bekannt gemacht werden darf." Hierbei wird jedoch übersehen, daß diese Gesetzesbestimmung durch eilt neueres Gesetz vom 7. September 1889 aufgehoben ist. Es dürfte daher dem Oberkon- sistorium auch kein formeller Verstoß zur Last fallen. ** Butzbacher Trachtenfest — Letzte Aufführung oes Festspieles „Die Hüttenberger". Nach Beendigung der Aufführungen des Volksschauspieles, „die Hüttenberger" v. A. Storch in Butzbach selbst, findet noch eine einzige Aufführung des Werkes außerhalb Butzbachs statt und zwar am Sonntag, 1. Juli, nachmittags V? 5 Uhr im Kurtheater zu Bad-Nau- heim. Die Aufführung erfolgt von den Butzbacher Darstellern, mit Original-Dekorationen, Möbeln, Kostümen usw. Billetbestellungen werden auch telephonisch und schriftlich vom Kurhausaufseher Horn (im Kurhause) ent- gegengenommen. ** Wegen Majestätsbeleidigung und Sittlichkeitsvergehen hatte sich in der gestrigen Straf kammerverhandlung der Redakteur der sozialdemokratischen „Mitte lde utsch e n So n n t a gs zei t un g" , F. A. B., HU verantworten.' Die Verhandlung fand unter Ausschluß er die Leiche in einen Koffer gepackt unb' mit Kleidungsstücken überdeckt. Den Koffer mit dem Leichnam habe er schließlich nach Frankfurt gesandt. Nach Amerika sei er nicht aus Furcht vor Strafe gereist, fonbem wegen zerrütteter Geschäftsverh ältnisse. Er habe beabsichtigt, den Behörden- von dort aus Nachricht über den Verbleib der Leiche zu geben, sei aber durch seine Verhaftung daran gehindert worden. Auf das Bestimmteste leugnet Meyer, den Mord verübt zu haben. h. Wiesbaden, 26. Juni. Ein im Sekretariat der königlichen Regierung beschäfticster Tiätar Namens Ull--> rich wurde wegen Verrats militärischer Geheim-, nisse verhaftet. Der Verhaftete hät von zahlreichen geheimen Mobilmachungsakten Abschriften angefertigt, um- sie einer auswärtigen Macht zu verkaufen. — Nach einer polizeilichen Mitteilung wurde der Vorsitzende der „Wiesbadener Gesellschaft für ethische Kultur", Zahnarzt Friedr. Stieren, der zurzeit eine Erholungsreise in Italien machte, auf der Bahnstrecke von Genua nach Spezia von einem Eisenb "hnzug erfaßt und getötet. Stierer war ein angesehener Vertreter seines Faches und bis vor einiger Zeit Redakteur des „Vereinsblattes deutscher Zahnärzte". Auch politisch ist er hervorgetreten. Wie von anderer Seite behauptet wird, soll Stieren einem Verbrechen zum Opfer gef/rpn sein. (Frkf. Ztg.) * Kleine M i t t e i I " n a p r ans Hessen und den N a ch b a r st a a t e n. In W e tz l a r stürzte die 70jährige Witwe Gries bei einem Hnstenansall ans dem Fenster ihrer Wohnung auf die Straße und erlitt ?o schwere Schädelverletzungen, daß sie alsbald st a r b. — Nickt der Kronvrinz, sondern Prinz Eitel Friedrich wird als Vertreter des Kaisers derl000-Jahr- Feier der Stadt W e i l b u r a beiwohnen. der OeffentLchkett statt. Nach dem öffentlich verkündeten Urteil hat er einen Druckfehler in einem Artikel des Homburger amtlichen „Taunusboten" über die Silberhochzeit des Kaiserpaares dazu benutzt um dieses dem öffentlichen Gespötte preiszugeben. Das Gericht hält die Minimalstrafe von zwei Monaten Gefängnis für ausreichend. Mle Exemplare der betreffenden Nrrminer, die sich im Besitz des Verfassers und des Verlegers befinden, sowie sämtliche Platten und Formell sind zu vernichten. ** F u r die Sitzung der Stadtverordn eten-Ver. s a m m lang am Donnerstag, 28. Juni, uachm. 4 Uhr, ist folgende Tagesordnung vorgesehen: 1. Auslosung von Schuldverschreibungen des 1890er Änlehens. 2. Desgl. des 1892er Anlehens. 3. Gesuche um Befreiung von baupolizeilichen Vorschriften von a) Karl Sckwan für die Mäusburg, b) Ehr. Bieker für die Große Muhlgasse, c) Firma W. Zurbuch für die Eichgärten, d) L. Werner für Wolken- gaffe 20, e) W. Gerhard für den Schiffenberger Weg, f) Joh. Gq. Pfaff für die Goethestraße, g) Emil Schon für die Roonüraße, h) Belitz für die Wilhelmstraßc. 4. Gesuch von Forlsch um lieber- lassung von Stadtbachgelände. 5. Anlage einer Kegelbahn im Hof der städtischen Kaserne. 6. V-rtrag mit der Militärverwaltung weaen Errichtung eines Familienhauses. 7. Kaufnotul mit Aug. Nöding Eheleuten und Heinrich Wilhelin Pfeiffer Eheleuten. 8. Beschaffung von Vorsenstern für das Forflhaus an der Licker Straße. 9. Beschaffung von Markisen für das Realgymnasium. 10. Tas Einsangen herrenloser Hunde, hier Mete für den Hundestall. II. Beschaffung eines Fahrrades für das Tiefbauamt/ 12. Geländeerwerb für die Ederstraße, Weserstraße, Schottstraße und den Asterweg. 13. Desgleichen für die Liebigstraße. 14. Gesuch der Deutschen Kleinbahn-Gesellschaft um Geuehnngung eines Anschlußgleises nach der Hardt. 15. Anstrich des Mafckmen- hanses in Queckborn. 16. Gas- und Wasserleitung m der Großen Mühlqasse. 17. Gas- und Wasserleituna in der Liebigstraße und Schützenstraße. 18. Wasserleitung in den Eickgärten. 19. Gesuch der Brnhlschen Druckerei um Ermäßigung des Preises für elektrische Energie. 20. Ergänzung des Trosckkentariss. 21. Vertrag mit d"m Inhaber des Gießener Festsaales, Kaiser, und bem Theaterdirektor Steingoetter. 22. Gesuch um Schankerlaubnis von a) Peter Gaub für Bahnhofstraße 43, b) Karl Loth für Braugasse 7, c) Georg Klar! für Marktplatz 5, d) Peter Helfer für Walltorstraße 35, e) Wilhelm Beuchert für Seltersweg 40. 23. Die Ferien Ans und Lsnd. Gießen, den 27. Juni 1906. ** Ordensverleihungen. S. K. H. der G r^o ß- herzog haben gnädigst geruht, den Oberhoflakai Joh. Kempf auf fein Nachfuchen unter Bezeugung der Allerhöchsten Zufriedenheit für langjährige treu _ geleistete Dienste in den Ruhestand versetzt und demselben die Silberne Medaille des Ludcwigs-Ordens verliehen. — S. K. H. der Großherzoq haben dein Vorsitzenden des Wafferversorgungsverbandes für das Selz-Wiesbachgebiet, Bürgermeister Phil. Christ zu Wörrstadt zum 23. Juni 1906 das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen mit der Krone verliehen. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiw. Feuerwehren wurde verliehen den Mitgliedern der freiw. Feuerwehr zu Mainz Joh. Baumann, Joh. S chn ei der, Jgn. Maner. * * Personalien. Der Gcrichtsschreibcrgehilse Gg. Knierim aus Herbstein und der Bureauassistent i. P. bei der vormaligen Direktion der Hessisch-Thüriligischen Staatslotterie Eduard Medicus wurden zu Assistenten bei der Landeshypothekenbank ernannt. * * Erledigt ist die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrer stelle an der Gemeindeschule zu Ztlten- hain, Kr. Schotten. Mit der Stelle ist Organisten-, Kantor- und Lektordienst verbunden. Ihrem Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt werden. * * Reichs automobil steu er. Nach einer Bekanntmachung des Großh. Hallptsteueramts Gießen haben die Besitzer von Kraftfahrzeugen, die der Personen- besörderllng dienen OAlltomobile, Motorräder) die Fahrzelige in der Zeit vom 26. Juni bis 3. Juli d. I. bei der genannten Behörde anzlimelden und die Reichsstenlvelabgabe zll entrichten. Die Steuer beträgt für jährliche Erlcmbnis- karten bei Motorrädern 10 Mk., bei Kraftwagen I. mit bis zu 6 Pf.-St. 25 Mk., II. 6 bis 10 Pf.-St. 50 Mk., III. 10 bis 25 Pf.-St. 100 Mk., IV. über 25 Pf.-St. 150 Mk., außerdem kommen bei Kraftivagen für jede Pferdestärke oder einen Teil derselbeil binzll für die I. Klasse 2 Mk., für die II. Klasse 3 Mk., die III. Klasse 5 Mk. lind für die IV. Klasse 10 Mk. Der für das laufende Kalenderjahr nachweislich entrichtete Automobilstempel kann zur Hälfte auf die Reichsstempelabgabe angerechnet werden. ** Krankenkassen - versicherungspflichtige herrscht in ganz Spanien eine unerträgliche Hitze Sevilla zeigt das Thermometer in der Sonne 50 Grad, im 15 0 Millionen Mehrausgaben zur Bestreitung von Schlesien, Oesterreich und Oberitalien, wo überall Menschen ücqicjicn, XJUHtLlClUJ UHU vucuiuur», »vu uuuuu 'N.....- -- - --- vom Blitz erschlagen worden sind. — Seit ein paar Tagen I folgende Maßnahmen vorgeschlagen: 1. Eine drciprazentige 04635 Statt Karten. Eintritt 50 Pfg. 3950 Gießen, den 27. Juni 1906. Krofdorf im Juni 1906. Tekko Kiihleborn hervorragende, erstklassige Brauselimonade Schlossgasse 19. Telephon 305. von vorzüglichem Geschmack, Original-Deering gesetzlich geschützt No. 28 537 n sind bekannt als die hervorragendsten der Gegenwart. Coulante Bedienung. Großes Lager. A. J. Tröster, Butzbach Fabrik landw. Maschinen. y c ist das Beste. 3594 eis 8 IThr. Neukirchen bei Treysa Mrrginal-DrahtmelHnngen. Berlin, 27. Juni. Ministerialdirektor Alltho ff ist nach Berlin zurückgekehrt, nack)dem er in Kissingcn die Kur mit gutem Erfvl ge gebraucht hatte. Er muß sich allerdings, da er sich noch in einer Nachkur befindet, bei der Erledigung der Geschäfte zurzeit noch Schonung auferlegen, er nimmt aber an der Erledigung aller Arbeiten seines Ressorts teil. Er wird z. B. die in diesen Tagen stattfindende Sitzung der wissenschaftlichen Deputation für das Medizinalwesen leiten. Erfreulicherweise steht zu erwarten, daß er die Geschäfte b al'd wieder in vollem Um fange übernehmen wird. Paris, 26. Juni. In dem Budget für 1907 werden zu haben in den meisten Hotels und Restaurants von Giessen und Umgegend. 3672 M Lieferung M 300 Ktr. Nnßksks Nr. 2 zur Heizung für Kirche und stiftischen Gcmcindcsaal pro 1906 7 soll vergeben werden. Die Korngröße der Ware darf 30 bis 40 mm nicht überschreiten, daS Anfahren muß bei trockenem Wetter bis spatesten? den 15. August d. I. geschehen. Schriftliche, verschloßene Angebote sind bis zum 30. d. Mts. an den Stiftsrechner zu richten. s3906 Evangel. Marienstift zu Sich. '10’ Mdtischer ArbemnnWels Gtctzen Gartcnstraßc Nr. 2, Zimmer Nr. 2. Es können eingestellt werden: 1 landwirtfchaftl. Knecht, 1 landwirtsch. Arbeiter, Steinbrecher und Ziegeleiarbeiter, Bauschlosser, 3 Schmiede, 2 Spengler, 9)?a= schinenschlosser, Eisendreher und Former, 2 Wagner, 1 Lackierer, 12 Schreiner, 2 Friseure, 1 Schneider, 2 Schuhmacher, 1 Klempner und Installateur, 40 Erdarbeiter (einzeln oder auch Akkordpart,c), 1 Glaser, 2 Fahrburschen, 1 Kutscher, 1 Arbeiter (Montags), Dienstmädchen, Lauffraneii und Lausniädchen. Lehrlinge: 3 Sch.niede, 2 Spengler, 1 Schlosser, 1 Wagner, 1 Mechaniker, 2 Buchbinder, 1 Schneider, 1 Glaser 1 Kaufmann. Es suchen Arbeit: B”/« 1 Fiegeleiarbeiter (Ringoiensetzer oder Brenner), 1 Banschloster, 1 Heizer, 1 Maschinenschlosser, 1 Schreiner, 2 Wasch- und Putzfrauen, 1 Flickirau, 1 Dienstmädchen, 2 Laussrauen, 1 Stutze der Hausfrau oder Reisebegleiterin, Haus- und Bureaudiener.__________________ Auf Wunsch kostenlose Probelieferung durch August Kröll Seltersweg 12. Grosses Lager in Gartenmöbeln, Eisschränken, Eismaschinen, Fliegenschränken, Wäschemangeln und Wringern, Haushaltungsmaschinen usw. vermischter. • Ein Eheskandal inNewyork. In dem Madison Square Theater in Newyork entstand eine furchtbare Panik. Viele Frauen wurden verletzt, als der Mill i on ärS- sohn Harry Thaw den Architekten Stanford White, den Verführer seiner Gattin, erschoß. Frau Thaw war ehemals ein wegen ihrer Schönheit berühmtes Modell. Stanford» White war der Erbauer des Theaters, in dem der Mord stattfand. Thaw ist der Gatte der erst 21 jährigen Evelyn Nesbitt, die mit 15 Jahren das gesuchteste Modell berühmter Maler war. Ehe sie 16 Jahre war, war sie bereits die meist photographierte Person Amerikas. Standford-Whitc verschaffte Fräulein NeSbitt ein Engagement in der Operette „Florodora". Dann fing Harry Thaw sie mit Juwelen und anderen Kostbarkeiten zu bombardieren an. Alle Geschenke wurden aber zurückgeschickt. Schließlich heiratete Thaw sie in PittSburg. Thaw gab vor drei Jahren in Paris ein Diner zu Ehren der 25 schönsten Damen für 100000 Mk. ThawS Vater war Bürgermeister von Newyork. • Unwetter und Hitze. Im Nh ein- und Moselgebiet sind schwere Gewitter niedergegangen. In Leidenborn traf ein Blitzstrahl den Kirchturm, der vollständig abgedeckt wurde. Balkcnstücke und schwere Steine wurden umhergeschleudert; der in der Kirche Anwesenden bemächtigte sich eine gewaltige Erregung. In den verschiedensten Orten sind Bauernhöfe mit gefüllten Scheunen in Flaminen aufgegangen. Bei Baerl wurde eine AckcrSsrau durch einen Blitzstrahl getötet. — Aehnliche Meldungen kommen aus Das neueste Modell %"hn,8 ■ Volldampf-Waschmaschine J Wer sucht Selbständigkeit? Zur Errichtung eines modernen Versand-Geschäftes mit Lager bei hohem Verdienst ohne sofort. Hergabe von Kapital em tatkräftiger Herr gesucht. Branchekenn niste, sowie besondere Raum- lichkeiten nicht erforderlich, unbedingte Kredttiahigkcit daher un- «Mtzliche Bedingung. 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Üb?UrtQnrbh,irtäiu^,itn «fln- njchikn aber ”nufung vmvorskn wurde mw W der Maller 3. $ ’J1 "Mszubisärdern, wobei dem alten Monn n = od über den Kops, daß eLe 3öa, "ahm im letzten Fall, S'S'n W. ans 2 Wochen ! ^gleichen die Staatsanwalt, >e das Echöffengericht, so stellt lreit hervorgerusm hat, do er "nloß Halle; außerdem ist er Mr Mensch. M. hat erst g-, 'n Mann in Ruhe zu lassen, BtRitigunq. nc5 Abends aus einem voll- men. Don seinem Begleiter zu lassen, äußerte er, er wolle ms die Freimarken abmachen, ter, es könnte sich auch Papier- rängen des Begleiters, wors er ieskoflen. Die Leweisausnohin! Angeklagte die Absicht bolle, die sich in den Briesen befind- er ein schlecht belmmundeier. Mensch ist. Er wurde wegen ^iteschafsens von Aegen- zu 3 Monaten Sesängni' >an 2 Monaten und 8 Wochen ft von 5 Monaten (Stfängni? ardc der Handelsmann 1.2. m3 Monaten Hesängins Mhhach ein Gebmd biro^ '^Wordenwar, Mghaw. anerte, daß für .inen W oelchen man die Sache, ähnlich urdr ihm der Gnadenweg an- , von Has Kanradsdors w. H mit einer Erdscholle g'worier 11 Mark, den das Schdsiengm- oben Halle, ; Erkenntnis an uj «g rn und den Zeugen best ht, -rusungsgerech', trotz h°b'N $« ; antreten. --- iaal. . r s v r o ch e n. . ^..-lcatchal. —- Der Einmach-Kurfus der Alice Koch-Schule beginnt Mitte Juli Anmeldungen werden entgegengenommen in der Aliceschule Kirchstraße 20. v’V und 6, et 5 ^qen io - ’Nt ^leib der S daran Ae zir sfe« b=t ir* KM: LriK Vertreter t.1 Un^ ge. ir de4 Faches ' i't r '^lattes ^.sonD^tretett, n sfenster ihrer " ändern P r i ** b«io iien. ' oahr. Branntwein. Breslau, 27. Juni. Der Bundestag der Deutschen Gastwirte protestierte gegen die Abwälzung der Biersteuer von den Brauereien auf die Ncltauratcure und erklärte sich gegen jede weitere Doppelbesteuerung besonders durch städtische Steuern. Als Ort der nächstjährigen Tagung wurde Frankfurt a. M. getvählt. Wien, 26. Juni. Die Vereinigung der Arbeitgeber Oesterreichs hielt beute Abend eine Versammlung ab, in der beschlossen wurde, daß, falls der angekündiate dreitägige Massenausstand der Arbeiter zur Tatsache wird, die Arbeitgeber mit der Verkündigung einer eine entsprechende 3eit währenden Arbeiteraussperrung antworten sollen. Chicago, 27. Juni. Die SanitätSinspektoren untersuchten die unabhängigen Fleischctablissements und fanden sie ebenso schmutzig und gesetzwidrig wie die des Fleischtrultes vor dem Skandal. Permanente Ausstellung Landwirtschaft" Wohnung, Kontor und Lager von heute ab 3951 Ludwigstrasse 52. Hessische Oel- und Fettmanufaktnr S. Gauss. 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V.: Eurfchmann.__ ilt TOD det ?eSer Bersrwerk ■ ' 2i9.? ■ '5b 3arp€? te • ■ ■ ' ■ 12?;; Laur»111', J . . • • M Obcischle-- . - g.. ' '236 j DanDätÄk \ ' ■ I85" Deutsch® 21 pank • M D’9k?n Bank ' ' Obi»- .11»- Lo^gtaatübabn- JoS- ist die vornehmste Wandbekleidune-, wirkt wie Seidestoffspannung, bleibt staubfrei und ist abwaschbar. Sämtliche Muster in allen Farbtönen liefert 3949 Heinrich Hochstätter, Tapetenhaus er>ie Lieferung von 2200 cbm Packlagesteinen und 2100 ebm Stein- schlag für die Erweiterung des Bahnhofes Haiger an der Strecke Köln-Gießen soll verd.mqen werden. Bedingungen und Angebots- unlerlagen liegen bei der Betriebsurspekuon Wetzlar zur Einsicht aus und können von da für 0,50 Mk. inur Postanweuung) bezogen werden. Eröffnung der mit entsprechender Auf,chrut versehenen und vorher cinzusendenden verschlossenen Angebote erfolgt am 11. Juli 1906, vormittags 11 Uhr, im Bureau der Betriebsmspektwn. Ztzuigsiche Eiscubahn-Bctricbsinspektiou. 3^^ Dcrsichcruugsstand 47 Tausend Policen. eB» Allgemeine Kenten-Anstalt gegründet 1833. ZU Stuttgart S-orgaulK«rtl8Sö. gebens- und Aentenverstcherungsverein auf Gegenseitigkeit. Moderne Bcrsicheruugsbedinguugen für LcbcuSver- sicheruuqeu» wie für Rcuteuverficheruugen. LenKertt liberale MeSimmungen in Aejug aut Au-nfecht- Aeutzerg unb Anverfasskarkeit der Policen. Ian LuerKaunt ötlligS verechnete Prämien Sei frühem ™ AividendenSezug. ■ B NeUe, für Männer u. Frauen gesonderte Rententarife. stIurpt den Prämienreserven noch bedeutende, besondere Sicherheitsfonds. Iss8/» Schatten 40 Grad Celsius. In Madrid wurden 37 Grad verzeichnet. In der letzten Nacht herrschte in den Wohnhäusern noch eine Hitze von 30 Grad. Durch die Hitze wurde eine wahre Epidemie von Geisteskrankheiten hcrvor- gerusen. Zahlreiche Personen mußten in Sanatorien oder Irrenhäusern unterqebracht werden._____ Gießener landwirtschaftlicher Wctterdic»lst. Voraussichtliche Witterung i» Hcsseu für Donnerstag, den 28. Juni 1906: Heiter und »rocken. Warm, ain Tage noch etwas wärmer, teilweise windig. Näheres durch die ffiieneuer Wetterkarte. fc. Frankfurt a. M., 26. Juni. &eu« u n d Strohmarkt. Man notierte: Heu Mk. 4.10 bis Mk. 4 50, Stroh Mk. 2.90 bis Mk. 3.50. Alles ver 50 Kilo. Tendein: 7 N » 70 * » 475 n w n n » 550 VI w n n » 50-75% unter Verkaufspreis n n n n % J. Heilbronner >1 I Marktstrasse 17 p., I, II, III. Marktstrasse 17 p., I, II, III. Telephon 439. iE 45 60 80 90 300 425 125 225 135 185 290 315 375 28 42 48 55 68 III IV V n in IV v VI früherer Preis Stück bis 300, jetzt Stück Pfg- Di. Besuch Bucht n die pli ocriuai Jahren Damen-Iacketts Damen-Kostnme Damen-Kostümröcke Damen-Cäpes Damen-Staubmäntel Kinderjacketts sind teilweise bis zur Hälfte des früheren Preises herabgesetzt. 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