Erstes Blatt Mittwoch 23. Mai 1906 Zic Y-utige Mummer umfaßt 14 Seiten «IN 156. Jahrgang Berlin, 22. Mai. TaS Abgeordnetenhaus nahnr. §§ 1—7 des Volksschnl-Unterhaltungsgesetzes nach den Beschlüssen der Kommission an, womit der erste Abschnitt des Gesetzes erledigt ist. Der zweite Abschnitt handelt von der Verteilung der Volksschullasten, vom Schulhaushalt, von: Bausands und den sonstigen Leistungen. Tie betreffenden Paragraphen werden ebenfalls mit einigen Abänderungen angenommen. Auch der dritte Abschnitt, der vom Schiiloermögen lind den Leistungen Dritter handelt, ivird in der Kominissionssassung erledigt. Morgen wird die Beratung fortgesetzt. Nr. 120 Erscheint täglich außer SormtagS. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener Zauiilien» blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen Univers.-Buch-u.Stein- druckeret. R. Lange. Redaktion, Eroedttion und Druckerei: Schulstr atze 7. Redaktion 112 Verlag u.Exped.er^bl Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Aus SraSt uns ftatto. Gießen, den 23. Mai. ' GaSzentralc Laubach. Die Notiz vom 20. Mai in Nr. 118, 1. Blatt des „Gieß. Anz." bedarf insofern der Ergänzung, als zwar zur Anteilnahme der Gemeinden an der Zentrale eine Genehrnigung deS Ministeriums nicht mehr gefordert wird, wohl aber noch die Genehmigung deS Kreisamts. Diese ist in jedem einzelnen Falle notwendig und von der Gemeinde einzuholen. ** Eine Sitzung der Stadtoerordnetenver«, sammluug findet Freitag, 2H. Mai 1906, nachm. 4 Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Baugesuch des Joh. Gg. Pfafs für^die Goetheftraße; hier: Befreiung. 2. Desgl. des Baruch Strauß für Plocksrraße 14/16; hier: lonie, in besonders großen: Maße durch die Käpkolonie. Wenn lvir auf den Bahnbau dringen, so geschieht es, um die Zufuhr zu erleichtern. Ich möchte im WschUlß hieran dem Hause mitteilen, daß Oberst Deimling den Auftrag erhielt, das Kommando der Schutztruppen in Südwcstafrika zu übernehmen. (Ski* fall.)- Oberst Deimling soll sich aus Grund seiner Erfal)rungcn im Schutzgebiet überzeugen, ob eine baldige Reduktion der Truppen möglich ist. Wir werben in Süd-Westasrika nicht mehr Truppen Ionen als unbedingt nötig ist. Die Llbsicht, eine größere Truppenzahl gegen das Ovamboland zu verwenden, beliebt nicht. Prinz Lwl-enlohe schließt: Das Schutzgebiet ist eine Kolonie, von der ich überzeugt bin, daß sie dereinst dem Bater- lande 5um Segen gereichen wird. Ich bitte die Vorlage in wohlwollende Erwägung zu ziehen und sie anzuuehmen. Wg. Groeber (Ztr.- tadelt, daß so viele NachtragSetatS eingebracht werden. Nachdem mit schwerer Mühe die Reichs- sinanzrefvrn: zustande gebracht worden ist, kommt die Regierung mit einem Nachtragsetat. Wir werden versuchen, für uns die genießbaren Rosinen aus dem Studien herauszupicken. (Beifall im Zentrum.) Abg. Graf p. Arnim (Rp.) will die Vorlage in der Kommission wohlwollend prüfen. Abg. Ledebour iSoz.) bekämpft die Forderung für den Dau der Bahn Kubub-Steetmanshoop und für die Entschädigung der Farmer. Abg. P a a s ch e (ul.) beantragt Verweisung an die Budgetkommission, die das Haus beschließt. Nächste Sitzung nrorgen 1 Uhr: 3. Lesung der Pensionsgesetze, 2. Bcraunig ötScl utzuund 3, Etalsberatimg. Tas preußische Schulunterhaltungsgesetz gesichert! o. Berlin, 23. Mai. Es mar gestern ein bedeutungsvoller Tag im preußischen Abgeordnetenhaus. Das Schicksal des Schulunterhaltungsgesetzes mußte sich entscheiden. Der Entwurf drohte an dec Klippe des § 40 zu scheitern, weil die Natwnal- liberalen sich weigerten, die Einschränkung der Rechte der Gemeinden bei dec Rektorenberufung gutzuheißen. Wieder ivac es Fürst Bülow, der die Schwierigkeiten zu beseitigen verstand. Man darf annehmen, daß der heute eingebrachte nationalliberale Verständigungsantrag, dem der Kultusminister Dr. Studt alsbald seinen Segen erteilte, auf Grund der kürzlich stattgehabten vertraulichen Besprechungen des Ministerpräsidenten mit nationalliberalen Führern zu stände gekommen ist. Mit großer Spannung sahen die zahlreichen'Tribünenbesucher den Ereignissen entgegen; die überaus starke Besetzung der Reihen unten un Saale bewies ein ebenso lebhaftes Interesse der Parteivertreter. Die Quintessenz deL nattonalliberalen Antrags ist in dem Satz enthalten, daß in denjenigen Gemeinden, die bisher ein Recht auf weitergehende Mitioirkung bei der Berufung der leitenden Lehrkräfte batten, es bei dem bestehenden Recht verbleiben soll. Das heißt also, daß nicht alle Gemeinden dies Berufungsrecht der Rektoren erhalten, sondern nur die größeren Gemeinden. Grundsätzlich wird den staatlichen Behörden die Besetzung der Rektorenstellen zugestanden. Auf diesen schwachen Punkt des nationallibecalen Verständigungsantrags wieS der Wortführer dec Freis. Volkspartei, Abg. Cassel, hin. .Wir wollen gleiches Recht für alle!" Auch die stärkste Partei des Hauses, die Konservativen, treten nicht ohne weiteres auf den Boden des Antrags. Abg. v. Heydebrand gab eine sehr gewundene Erklärung ab: der Regierungsentwurf verdiene den Vorzug; doch könnten die Konservativen vielleicht den national- liberalen Antrag mit Abänderungen annehmen. Auch das Zentrum will sich noch nicht auf den Antrag festlegen. Die alte Taktik des Zentrums. Es wird sicherlich nicht das Gesetz deswegen scheitern lassen. Mit den Nationalliberalen gehen schon heute die Freikonsecoativen zusammen. Freiherr v. Zedlitz bezeichnete den nationallibecalen Antrag als geeignete Grundlage zur Verständigung. Daß die national- liberale Fraktion einftimtnig das ganze Schulunterhaltungsgesetz zu verwerfen gedenkt bei Ablehnung des Antrags, stellte Abg. Tr. Friedberg fest. Dazu wird es nicht kommen; das Gesetz gelangt in den Hasen. Immerhin bedeutet dec nationallib. Antrag eine zweifellose Verbesserung gegen die Regierungsvorlage. Wenigstens ist der Angriff auf die kommunalen Rechte abgeschwächt. Trotzdem kann sich der Liberalismus deS SchulunterhaltungSgesetzes nicht freuen. Feststellung der Renten. Leider ist es nicht gelungen, in bas Gesetz eine Bestimmung hinemzubrmgen, daß bestrasten Soldatenschindern der Zioilvcrjorgungsschein und der Genuß der Renten versagt werden. Wir glauben ober, daß das Gesetz an sich schon solchen Bestien in Menschengestalt die Versorgung versagt. § 19 bietet eine Handhabe dafür, da er von .Mangeln der Würdigkeit" spricht. Wenn das Gesetz so bleibt, werden wtr in dritter Lesung dafür stimmen. Kriegsminister v. Einem: Leute, welche wegen schwerer Mißhandlungen bestraft wurden, kommen gor nicht in die Lage, den Zivilversorgungsschein zu erhalten, da solchen die Kapitulation nicht erneuert wtro. Abg. Graf L riola (natlb.): Daß das Gesetz Verbesserungen bringt, hat selbst Abg. Südekutn anerkennen müssen. Ich hatte gewünscht, daß der Reichstag das Recht behielte, über die An- stellungsgrundsätze der Alititäranivärter zu entscheiden. Auch bet diesen: Gesetze stehen wir prinzipiell aus dem Standpunkte, daß neben den: Zivileinkommen stets die Militarpensiou unverkürzt bleiben muß. Die Leute, die den Zivilversorgungsscheiii nicht benutzen, müßten eine Entschädigung erhalten. Abg. Erzberger (Ztr.) bemerkt, daß die Mannschaften durch dieses Gesetz bei den Vollrenten besser gestellt sind als etwa ein 22jähriger Arbeiter im Laudwirtschasts- und Gewerbebetrieb nach dem Durchschnittsjatze. Redner tvetst dies zahlenmäßig nach. Dazu gäbe es un landiv. und Gewerbebetrieb feine Verstümmelungszulagen. In diesem Gesetze sei geradezu zu begrüben, daß die Heeresverwaltung in ihrer sozialen Fürsorge meit hinaus- gegangen sei über die Arbeilersürsorge. Demi die Heeresverwaltung ivüUc ein Musterbetrieb {em. Daß nicht alle Wünsche der 'Militär- ainvärter erfüllt seien, gebe er zu. Aber welches Gesetz erfülle alle Wünsche? Jedemalls bringt das Gesetz zienilich große Fortschritte. Tie volle Gewährung der Militarpension neben dein Zivil» emfommen würde eine große Benachteiligung der Zivilanwärter bedeuten. Frhr. v. R i ch 1 h o s e u - Batnsdorf (kons.) hofft, daß das Gesetz eine Grundlage bieten ivird für die Schaffung eines guten Unter- osfizieckorps. Abg. Liebermann von Sonnenberg (wirtschaitl. Bg.) betont die Notwendigkeit der Reliktenversorgung und tritt für schnelle Verabschiedung des Gesetzes em. Abg. Al o in ui s c n tireif. Bg.): Die Vorlage bedeutet einen sozialen Fortschritt. Tie fortdauernd wachsende Verwendung der Mililäranwärter in kommunalen Stellungen ist sehr bedetiklich. 2tbg. Werner (Reiorinpartei): Es muß onerfamit werden, daß der Reichstag und die Regierung bemüht gewesen sind, möglichst vielen Forderungen gerecht zu werden. Abg Al u g d a n (ireis. Vpt.): Bei den Rentei? sind die Militärs nicht schlechter gestellt als die Invaliden der wirbelt. Abg. I 1 s ch ert (Ztr.) bemängelt, daß die im O'fiziersgesetz getroffene Bestimmung, daß Vcrletzungeii infolge ZiveikainpfS nicht als Dienstverletzung anzusehen sind, nicht in das Alannjchastsgesetz ausgenommen worden ist: Abg. Singer (Soz.) erklärt, der Resolution betr. die Anrechnung der Militärdiensttett im Zivildienst nicht zustimmen zu können. Kriegsminister o. Ein ein: Es ist kein Fall bekannl geivorden, daß sich Alaimschastsduetle ereignet haben. Deshalb ist die dies-- bezügliche Bestimmung nicht in das Mannschottsgesetz ausgenommen worden. Jedenfalls ist die Beschädigung infolge eines Duells feine Dienslbeschädigung. Hieraus werden die einzelnen Paragraphen des Gesetzes ein« ft i in in l g a n g e n o m m e n. Ebenso werden die von der Kommission eingebrochten Resolutionen angenommen, betr. die Ausbildung der M i l i t ä r a n w ä r t e r für den Zivildienst während der M i l i t ä r d i e n st z e i l, betr. Anrecht: u n g eines Teils der Militärdienstzeit im Zivildienst, Verbesserung der Pensionsverhaltnisse der Reichsbeamten und 91 eu regel» ng des Relikten- wesens, endlich die Resolution, die die Voraussetzung ausspricht, daß die Verweigerung des Zweikampfs nicht als Grund zur D i e'n st u n f ä h i g k e i t erklärt werden dürfe. Es folgt die Beratung der Ergäuzungsetats zum Reichshaus Haltsetat und zum Etat der Schuß-Gebiete für 1906. Erbpriuz zu Hohenlohe: Leider war es nicht möglich, die Vorlage früher einzubriugeu, weil einzelne Forderungen veranlaßt worden sind durch die Beschlüsfe des Reichstages und bei oberen erst die Nachrichten aus dein Schutzgebiete kommen mußten. Für O st afr ika wird die Verstärkung der Sck)utztruppe um vier fclstvarze Kourpagnieu beantragt. Sowohl Graf Götzen wie sein jetziger Stellvertreter find der Ansicht, daß an Stelle der vom Reichstage abgelehnten weißen Kvmpagnie vier farbige Kompagnien nötig find. Tie ferner int Etat zu findende Anforderung für einen Stabsoffizier bei der ostasrikanisckjen Schntztruppe l-ängt damit zusammen, daß der Nachfolger deS bisherigen Gouverneurs nicht -Offizier ist und das Kvmmando der Schutz- truppe nicht übernehmen kann. Für Sü d wefta s r i ka befindet sich in dem Etat eine Anforderung für Zugtiere beim Gouvernement. Es ist nicht möglich, die Verwaltung der Kolonie in ausreichendem Maße auszuüben, wenn die Beamten nicht in der Lage find, alle Teile des Schutzgebietes zu bereisen. Dazu brauchen sie ober Pferde und Ochsen. Die größte Forderung des Ergänzungsetats bezieht sich auf Beihilfe für die Ansiedler zum wirtschaftlichen Wiederaufbau des Schutzgebietes. Rechtsansprüche für Verluste, die die Ansiedler erbitten, können allerdings nicht anerkannt werden. Wer eine Kolonie ohne Ansiedler hat keinen Wert. Südwestafrika ist bis jetzt die einzige Kolonie, wo wir hoffen können, daß wir deutsche Ansiedler in größerem Maße dereinst haben iverdcn. Eine große Anzahl Farmer- Hat Hab und Gut verloren. Sie hätten ihr Leben nicht fristen können, wenn ihnen nicht von der Regierui^sseite geholfen wurde. Es iommt darauf au, daß die Ansiedler wieder in den Besitz ihres Viehstandes gelangen, ohne den der Wiederbeginn des landwirtschaftlichen Betriebes unmöglich ist. Wir legen den allergrößten Wert daraus, daß der Stamm alter Ansiedler nicht verloren geht. Wenn wir die Ansiedler jetzt verlieren, werden wir auf lange Jahre mit einer Ansiedlung nicht rechnen können. Bezüglich der SUeinbafyn von Lüderitzbucht-Kubub nach Kect- maushoop ist mit Sicherheit darauf zu rechnen, daß der Bau der Bahn bis Kubub, im Oktober beendet ist. Wenn jetzt die Mittel zu dem weiteren Ausbau berouligt werden, könnten wir nach Verlängerung der Strecke bis Kectmmishoop, sowie mit dem Weiterbau beginnen, sodaß das Arbeitcrpersonal nicht mehr mehrere Monate ohne Arbeit ist. Tie Bahn von Lüderitzbucht nach Kubub bient meist militärischen Interessen. Die kriegerische Lage hat sich durch die Gefaugenuahme Morengas wesentlich verbessert. Jedensalls ist der Anfstand aber noch nicht befinitio bccubct. Wir müssen bamii rechnen, im Süden des Schurgebiet.s noch eine Truppenmaäst zu halten, welche eine große Verpflegung braucht. Tiefe Verpflegung erfolgt teilweife durch unsere Kv- Aus dem Reichstag. R. Berlin, 22 .Mai. . “itrer den zahlreichen Regierungsvertretern, die heute der durchtragsetals wegen im Reicl)Stag erschienen waren, befand sich auch der stellv. Kolonialdirektor Erbprinz zu Hohenlohe, von dem ein Gerücht wissen wollte, er Habe, obwohl noch nicht einmal als Ministerialdirektor angestellt, von seinem Amtsantritt an die vollen Gebuhrnrsse eines Staatssekretärs zugebilligt erhalten. Auch m parlamentarischen Kreisen war dieses Gerücht heute Gegenstand des Gesprächs, und hier wurde es glattweg als unglaubwürdig bezeichnet. (Das Gerücht wurde inzwischen in der Nordd. Allg. Ztg. dementiert. Red.) Es gehört rn der Dat Phantasie dazu, anzunehmen, der Erbprinz zu Hohenlohe habe seine Bereitwilligkeit zum Eintritt in den Reichsdienst in Verbindung gebracht mit der Zusicherung finanzieller Vorteile. Zu solcher .Vermutung ist die materielle Position des Erbprinzen wirklich nicht angetan, und es wird jeder, der Zeuge von dessen Auftreten im Reichstag war — wie immer er sonst über die Kolonial- volitik urteilen möge —, den Eindruck gewonnen haben, daß ideale Beweggründe de:: Erbprinzen dazu führten, die so wenig verlockende Erbschaft des Kolonialdirektors Slübel zu übernehmen. Tie endgiltige Bewilligung des Staals- sekretariats für die Kolonien steht im übrigen wohl außer Zweifel. Sie dürste schon in den nächsten Tagen erfolgen durch Annahme der Vorlage über das Reichskolonialamt in dritter Lesung. Das Zentrum will zwar auf seinem ablehnenden Standpunkt verharren — der Erbprinz zu .Hohenlohe ist nun einmal nicht der Mann nach dem Herzen der Partei des Herrn Dr. ispahn —, aber es ist in diesem Falle nicht ausschlaggebende Fraktion, weil das Votum der sieisinnigen Fraktionen zugunsten des Kolonialstaats- sekretariats entscheidend in die Wagschale fälll. — Unter den kolonialen Nachtragsetats, Deren Vertretung dem Erbprinzen zu Hotieulohe obliegt, steht au Bedeutung obenan der für Südwestafrika. Er sollen weitere 17 Millionen für dieses kostspielige Schutzgebiet bewilligt werden, und zwar mit Beschleunigung, denn die Regierung möchte nicht uon dieser neuen süowestafrikanifchen 'Jtedjnuiig einen Rest in die Herbstsession hinübernehmen. Die Regierung mag wohl die Möglichkeit ins Auge fassen, daß sich im Herbst ein weiterer Geldbedarf für die Kolonie Herausstellen wird. Es ist dies leider zu befürchten, denn anderenfalls könnte sich die Negierung durch die Fest»ahnte Morengas veranlaßt sehen, die Forderung von ö Millionen für Wetterführung der Eisenbahn nach Ke e t m an n s h o o p zurückzu- ziehen. Nach der dieser Forderung beigegehenen Begründuicg und auch nach der vor einiger Zett vom Oberst v. Deimling im Reichstag gegebenen Erklärung soll die Bahnlinie hauptsächlich dazu dienen, durch schnelle Verproviantierung der Truppen die Operationen gegen Morenga zu fördern. Nun sitzt der gefürchtete Führer in Gewahrsam auf englischem Territorium, aber das für den Bahn bau geltend gemachte sttategische Moment scheint dadurch nicht entkräftet zu sein; ein Umstand, der zu denken gibt und die Verständigung zwischen Regierung und Reichstag über die Füns- mttlionensorderung nicht gerade erleichtert. Ebensowenig wird die Bolksverttellung, ohne mit der Wimper zu zucken, die weitere Zuwendung von 1 Oh» Millionen an die Farmer in Südwestafrika gutheißen wollen. Tas Zenttum ist hier keineswegs gebe freudig. Kurzum, so schnell, wie es die Regierung wünscht, wiro dec Reichstag sich mit dem Nachtragsetat für Südwestasrika nicht absurden. Schon die heutige Sitzung ging für diese Sache großenteils verloren. Man erledigte durch Umstelluug der Tagesordnung zunächst! das Militärpensionsgesetz für die Mannschaften, um erst hier einmal reinen Tisch zu machen. Auch die Debatte über das einen erheblichen sozialen Fortschritt darstellende Gesetz nahm mehrere Stunden in Anspruch, oogleich alle Redner sich zusttmmcnd äußerten. Aber, es blerben viele Wünsche der Militär- Personen, der Anwärter usw. unerfüllt, und darüber „dem Lande draußen" beruhigende Aufklärung zu gehen, konnten die Wortführer der Partteien schließliä) nicht umhin, denn es handelt sich um eine große Zahl von Wählern, deren Gunst man nicht verscherzen möchte. So kam es erst am späten Nachmittag zur Kolonialdebatte, die der Erbprinz zu .Hohenlohe mit dringlicher Befürwortung der Nachrragssorder- ungen einleitete. Das baldige Ende des Krieges konnte er nicht in Aussicht stellen, höchstens allmähliche Verminderung der Truppen. Wie ein Rauhreif fiel darob die kritische Rede des Mg. Gröber (Ztr.) aus den knospenden Frühling der Regierungshoffnungen. Das Zenttum empfiehlt, in der Budgetkvmmiision „die genießbaren Rosinen aus dem Krichen herauszuleseu" und den Rest getrost bis zum .Herbst zurückzustellen. So wird wohl auch die Kommiftron entscheiden. Deutschem rreichstag. 109. Sitzung v o n: 22. AI a i 1906. Ä m .eilt das Ableben des Reichs, togsabgeordneten Grafen Reventloiv m:t. Das ehrt sein Andenken durch Erheben von Den Platzen. Tann wirb eine Reihe von Rechn ungssachcn erledig.. Es wird mit der zweiten Beratung des'Mani:schaftS- Versoraunasqcfctzes begonnen. Abg Südekum lSoz.) erkennt an, dau das Ge, tz zwar manche Lcrbeffcrunq brachte, aber eine endgiltige Regelung der Ma erie könne seine Partei m dem Ge.etz incht erblicken Zwilchen der Bebandluna der Offiziere und der Mannschatten besteht em Mißverhältnis? Auch die Renten für volle Erwerbsunfähigkeit der Militärunterklassen sind völlig ungcniigenb, ebenio die oer= stümmelungszulagen. 2er Redner kritisiert das Verfahren ziir ä _ vezug»pret»t jßSSeflMW ^7 \ monlilIich7bP1., viertel- Gleßener Anzeiger ■ General-Anzeiger v v den poliL und öligem. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW n, ____________________________ " zeigcnteil: Hans Beck. Befreiung. 3. Desgl. des Joh. Gg. Pfaff für Ecke Wtlhelm- und Ebclstraße; hier: Befreiung. 4. Desgl. für bte ^tebtg« strafte; hier: Befreiung. 5. Desgl. des G. Trinkaus für Ecke Seltersweg und Wolkengassc. 6. Gesuch des I. Jttmann dahier um Erlaubnis zur Belassung eines Firmenschildes am Hause Plockstraße 14/16. 7. Bebauungsplan für das Gelände zwischen Mittelweg und Veterinärklinik. 8. Eröffnung eines Teils der Liebigstraße. 9. Tauschvertrag -mischen der Stadt und Heinrich Becker II. Eheleuten über Gelände in der Löwen- und Katharinengasse. 10. Kaufvertrag mit H. Winn Shell über lÄraßenland zur Großen Mühlgasse; hier: Zinscnforderung des Winn. 11. Gesuch des Heinrich Kröck V. von Heuchelheim um Erlaubnis zur Wasserentnahme aus der Kropbach zur Füllung seines Eisteichs. 12. Gesuch von Anwohn ertt in den Eich gärten um Einführung der Wasserleitung. 13. Die Lieferung von Kleinpslastersteinen. 14. Einrichtung von Räumen für das Archiv in der vormals Dr. Weberschcn Besitzung. 15. Vergebung von Unterhaltungsarbeiten an der höheren und erweiterten Mädchenschule. 16. Erbauung einer israelitischen Leichenhalle; hier: Stteinlieferung durch Schmoll. 17. Kabellegung für das Theater. 18. Schadenersatzanspruch des H. Förtsch Mi die Stadt Gießen. 19. Desgleichen der Firma E. Pistor Nachfolger. 20. .Vertrag mit der Militärverwaltung wegen Erbauung militärischer Gebäude durch die Stadt. 21. Feldberccnigung rechts der Lahn; hier: Kostenanteil der Stadt. 22. Abhaltung des Jugendfestes im Sommer 1906. 23. Gesuch des Adolf Kremer dahier um Erlaubnis zum Schanlwirtschaftsbetrieb im Hause Hammstraße 14. ** GruppenwasserVersorgung Bad-Nau- beim. Die Regierung hat nunmehr die in der Thronrede bereits angekündigte Regierungsvorlage über die Wasserversorgung in den staatlichen Betrieben in Bad-Nauheim an die 2. Kammer gelangen lassen. Die vorhandene Wa,ser- menge überschreitet erheblich den Bedarf der staatlichen Betriebe, und es wird daher möglich, an die zwischen den Quellen und Bad-Nauheim liegenden Landgememden, sowie die Städte Friedberg und Bad-Nauheim Wasser abzugeben. Außer diesen beiden Städten kommen hierher noch 29 Ortschaften in Frage. Die Ges amt ko st en der Anlage mit Quellenankaus, Quellenfassung, Herstellung der 37 KAometerlangen Zuleitung nebst einem Hochbehälter bei Bad-Nauheim und einschließlich der Entschädigung für die Triebwerls- besitzer sind auf 1 867 000 Mark veranschlagt. " Die Zigarren Händler Hessens hielten am vergangenen Sonntag, den 20. d. Mts., im Hotel „Kaiser Friedrich" in Offenbach eine gemeinsainc Versamm- lung zur Stellungnahme zum 8 Uhr-Ladenschluß iind Einführung der vollständigen Sonntagsruhe ab. Die Versamnilung eröffnete der Vorsitzende der Ortsgruppe Offenbach Ph. Steuerwald mit Bcgrüßiing der zahlreich erschienenen Kollegen. Hierauf wurbc Hoflieferant I. B. Heim jr.-Mainz zum Vorsitzenden sowie die Herren Fritz Schambach-Mainz und Karl Schildger-Offenbach 511 Schriftführern bestimmt. Die Aussprache bezüglich des 8 Uhr- Ladenschlusses ergab die Notivendigkeit, für die Branche der Zigarrenhändler an dem 9 Uhr-Ladenschluß festzu- halten. Auch betreffend der Sonntagsruhe kann sich die Versammlung für eine völlige Schließung der Geschäfte liicht einverstanden erklären. Einstimmig wird zu Bcschliiß erhoben, an der seitherigen Verkaufszeit festzuhaltcn, weil nach Schluß der Geschäfte der Verkauf von Zigarren und Zigaretten in den Wirtschaften, Kaffees, Kiosken re. ein unbeschränkter ist und dadurch die Existcnzfähigkeit der Spezial-Zigarrengeschäfte schwer geschädigt wird. Genuß wurden ond) die Wohltaten der Sonntagsruhe und verkürzten Verkaufszeit anerkannt, allein aus besagten Gründen konnte man sich nicht dafür erklären, umsomehr, weil der wichtigste Faktor, den kaufmännischen Angestellten freie Zeit zu gewähren, für die Zigarrengeschäfte kaum in Frage kommt. Im Sinne einer zur Annahine gebrachten Resolution soll an das Großh. Ministerium eine Petition gerichtet werden, deren Ausarbeitung dem Bureau anhcimgestellt wird. ** Spanische Schatzgräberschwindler beglücken zurzeit Hessen wieder mit ihren verlockenden Offerten. Ein uns vorliegender Originalbrief lautet: Madrid, den 16. 5. 1906. Sehr geehrter Herr! Als befangener hier wegen Bankerott bitte ich Sie, mir zur Zurückziehung von Franks 500 000 zu verhelfen, welche Summe ich in Banknoten in meinem, ans einem franz. Bahnhofe lagernden Koffer besitze. Es ist nötig, daß Sie sich zu diesem Zwecke nach hier begeben, um durch Bezahlung meiner Gerichtskosten meine hier mit Beschlag belegten Reisetaschen ausznlösen, in welchen in einem geheimen Fache der Gepäckschein des obengenannten Koffers verborgen ist, und den Sie absolut benötigen, um den Koffer von dem betreff. Bahnhofe zurückziehen zu können. Als Belohnung für Ihre Blühe und Dienste trete ich Ihnen den dritten Teil der zu rettenden Summe ab. Aus Vorsicht uiid im Falle mein heutiger Brief nicht in Ihren Besitz gelangen mürbe, will ich erst Ihre Äntwort abwarten, nach deren Empfang ich Ihnen sofort die ganze Cache genau schildern und meinen vollständigen Namen nennen werde. Ebenso teile Ihnen dann auch mit, wer mich Ihnen em- empfohlen Hal. Ihre Antwort kann ich nicht im Gefängnis empfangen, imb bitte ich Sie, nachfolgendes Telegramm genau wie folgt an meinen früheren vertrauten Diener zu senden, der mir selbes sofort übermitteln wird. Nicolas Maten — callc de Magallanes No. 9 pral doch — Madrid „Bries erhalten". Ich empfehle Ihnen strengste Verschwiegenheit und Ihrer Antwort dringeiid entgegensehend, verbleibe bis auf weiteres ergebenst A. v. 9L NB. Bitte Sie wiederholt, nur durch Telegramm zu antworten! Die Beharrlichkeit, mit der diese Schwindeleien immer wieder versucht werden, ist ein Beweis dafür, daß die Dummen nicht alle werden und wir können mitteilen, daß erst kürzlich wieder ein Landwirt aus der Pfalz, der hoffnungsfroh aus- gezogen war, um in Spanien Schätze graben zu helfen, dort um 10000 Mark geprellt wurde und auf Kosten des deutschen Konsuls in die Heimat befördert werden mußte. □ Wetzlar, 21. Mai. Im evangelischen Vereinshause fand gestern eine stark besuchte Versamnilung statt, zwecks Besprechung einer Kreisverbtndung der Jünglingsvereine. Bundessetretär Wegener referierte über den Zweck der Jünglingsvereine. Sämtliche Vertreter ivaren darin einig, daß eine Kreisverbindung der Jünglingsvereine anzustreben sei. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 22. Mai. Heu- und Strohmarkt. Alan notierte: Heu Mk. 3.70 bis Mk. 4.30, Stroh (Langstroh) fehlte, Achjchinenstroh Mk. 3.00 bis Mk. 0.00. Alles per 50 Kilo. Tendenz: Still. Delegierten-Versammlung Les Rhein-Main-Gastwirtc-Derlrandes. (Original-Bericht des Gießener Anzeigers.) ' ' sd. Bin g en, 22. Mai. Der Rhein-Main-Gastwirteverband hielt heute seine 23. Delegiertenversammlung ab, zu der 76 Delegierte aus allen Teilen Hessens erschienen waren. Die Großh. Regierung und das Kreisamt hatten Begrüßungstelegramme versandt. Begrüßungsansprachen hielten. der Bürgermeister Neff-Bingen und der Vorsitzende der Handelskammer, Koblenzer-Bingen. Den Vorsitz führte H a u st - Darmstadt. Der Geschäftsbericht lag im Druck vor und cs wurde auf dessen Verlesung verzichtet, lieber die Eingaben des Verbandes an die 2. Kammer und die Großh. Regierung betr. die Herabsetzung des Umzugsstempels und die Herabsetzung des Stempels referiert Ehrenpräsident Re in em er aus Darmstadt. Er weist auf die Unzuträg- lichkeitcn und Ungerechtigkeiten hin, welche durch das Gesetz entstanden sind und durch die von der Negierung vor- geschlagcnen 'Abänderungen nicht gebessert würden. Ebenso verhält es sich mit dem Konzcssionsstempcl bei der Ueber- gabe der Wirtschaft auf den überlebenden Ehegatten, auch wenn die Wirtschaft auf die Kinder übergeht oder die Witwe sich wieder verheiratet, ebenso, wenn die Wirtschaft vev- größert wird. Für eine Herabsetzung des Tanzstempels auf die frühere Höhe wird energisch eingctrcten. Auch die Aufhebung des Klavierstempels wird angestrebt. Die Herabsetzung des Stempels auf Automaten und Musikwerke sei ebenfalls nötig. Absolut notwendig sei es, darauf hinzuwirken, dastein Stempel für den Kleinhandel mit Flaschenbier und Wein eingcführt werde. Ebenso solle die polizeiliche Ueberwachungsgebühr herabgesetzt und die Gebühr für die Kontrolle der Bierleitungen beseitigt werden. Die einzelnen Vereine sollen in ihren Bezirken bei den Abgeordneten entsprechende Schritte tun. I as ko Ws ky -Gießen meint, man müsse eine Einheitlichkeit in der Erhebung der Kontrollgebühren in den verschieoenen Bezirken anstreben. — lieber das Speisen der Einjahrig-Freiwilligen in den Offizierkasinos referiert Müller-Darmstadt. Durch diese in Darmstadt eingeführte Maßregel sei die Scheidewand zwischen Zivil- und Militärbevölkerung noch größer geworden. Trotz aller Gesuche sei hierin keine Abhilfe geschaffen worden. Vielleicht habe ein entsprechendes Vorgehen bei den Generalkommandos den gewünschten Erfolg. Weißmüller-Mainz und I as ko Ws ky - Gießen heben hervor, daß diese Mißstände in ihren Wohnorten nicht bestehen. — Aus Antrag des Vereins Pfungstadt soll die Verbandsleitung beauftragt werden, dahiil zu wirken, daß die F e i c r a b c n d st u n d c, die in einzelnen Kreisen schon aufgehoben ist, im ganzen Verbandsbezirk völlig aufgehoben werde. Der Antrag wird einstimmig angenommen. Nach Bericht Don Hartmann-Offenbach wird der Antrag angenommen, der verlangt, daß die Brauereien Flaschenbier nur au konzessionierte Wirte liefern, wogegen sämtliche Wirte sich verpflichten, Flaschenbier zu verkaufen. Auch soll ein einheitlicher Ein- und Verkaufspreis vereinbart werden. Hierzu wird ein Ergänzungsantrag I a s k 0 w s ky - Gießen angenommen, nach welchem sich der Verbandsvvrjtaud mit den Brauereiverbänden ins Benehmen setzen soll, um eine gemeinsame Konferenz mit den Vertretern der Wirtekorporationen herbeizusühren. In dieser Konferenz soll beraten werden, in welcher Weise man der neuen Brausteuer entgegenarbeiten kann. — Hierauf wird ein Dringlichkeitsarttrag des Vereins Gieße n angenommen, welcher eine Eingabe an die Eiseubahnverwal- lung in Gießen verlangt, weil diese in beit eigenen Räumen Limonade und ähnliche Getränke für drei Pfennig hergestellt und an die Arbeiter abgibt. Hier hält Kommerzienrat Ko- bl e n z e r - Bingen eine längere Ansprache, in welcher er seine Mithülfe in der Handelskammer bei dem Vorgehen gegen die erwähnten Mißstände zusagt. Hierauf wird der Kassenbericht enttgegengenommen. Er schließt in Einnahme und Ausgabe mit 3735,92 Mk. ab. Tas Vermögen beträgt 3965,88 Mk. Der Bericht wird genehmigt itub dem Rechner Entlastung erteilt. Nach Bericht des Vorsitzenden wird behufs gemeinsamer Abfassung von Eingaben usw. beschlossen, zu beantragen, daß der Bund dem Reichsverband deutscher Gastwirre beitritt. Hierauf wird beschlossen, den Bundesbeitrag von 15 auf 20 Pfg. für das Mitglied zu erhöhen. Nach eingehender Debatte wird beschlossen, weitere Mittel für eine Altersversorgungskasse zu sammeln. Alsdann wird ein Vertrag mit einer Mann Heun er Unfallversicherungsgesellschaft abgeschlossen, die den Mitgliedern auf fünf Jahre besonders günstige Versicherungsbedingungen gewährt. Der n ä ch st e B e r b a n d s t a g findet in Butzbach statt. An die Versammlung schloß sich ein gemeinsames Mittagsmahl. Wetterauer Aogel- und Kaninchen-Ausstellung. (Original-Artikel des Gießener Anzeigers.) — K l e i n - K a r b e n , 20. Mai. Der Wetterauer Geflügclzuchtverein hält heule und morgen hier eine Geflügel-, Vogel- unb Kaninchen-Ausstellung unter dem Ehrenpräsidium des Freiherrn v Leonhardi-Groß-Karben ab. Durch diesen Herrn und Kreisrat Fey-Friedberg mürbe die Ausstellung am Samstag um 2 Uhr eröffnet. Tie Ausstellung war aus allen Teilen Hessens und der preußischen Umgegend äußerst zahlreich beschickt und überbot an Umfang, Reichhaltigkeit und Güte der Tiere alle seitherigen Ausstellungen des Vereins. Ter Katalog umfaßte 152 Abteilungen und über 500 Nummern. Der neue große Saal des Gastwirts Ochsenwirt genügte nicht und mehrere Abteilungen wurden tu Nebengebäuden untergebracht. Aus allen Seilen der Wetterau, aus Frankfurt und Umgegend waren Besucher eridjienen. Ehrenpreise batten gestiftet: Freiherr v. Leoiihardi, Graf Oriola-Büdesheim, landwirtschaftlicher Verein für Oberhesseii, die 6faflügel5ud)ivereiue Oberhessens, die Gemeinde Klein-Karben unb viele Vereine und Privatpersonen. Bei der P r e i S o e r t e 11 u n g erhielten folgende Züchter Ehrenpreise: Für Hühner: Ginautlj - Freiberg, Simon- Ehringshausen, Vehmeyer-Heriord, Mengel-Marburg, Steingaß- Kirchheim, Weigandt-Aßmannshausen, Weber-Hochstadl, Hildebrand- Gettenaii, Walther-Baliernheim, Knaup-Klem-Karben, Schwarz- Trolsoorf, Adrian-Oberlirsel, Ccherhan-Andernach; Gänse unb Eulen: Tutert-Wetzlar, Zimmer-Lich, Bernbeck-Büdesheim; Tauben: Tietz-Wixhausen, Biba-Bommersheim, Weber-Frankfurt, Jiing - Lbermöilen, Keller-Ossenheim, Harth-Kloppenheim, Holler-Echzell, Becker-Mainz, Hartherz-Beienheim, Neibeling-Klein- Karben; Vögel: Hartmann --Klein- Karben; Kaninchen: Schneider-Eschersheim, Biba-BommerSheini, Stadeünaiiu-Fraiikfurl, Stahl-Vilbel. Weiter crljieTten Preise: I. für Hühner: Leinbold-Kirdorf 3., Hinkel-Fechenbeim 2., TbeiS «Radenbach 3., Hildebrand-Gettenau 1., Krömelbeiil-2aiiterbaeh 3., Araumann-Frankfurt 3., Jöckel-Grün- berg 2., Wilhelm Heusenstamm 3., Wörner-Heddernheim 3., Bindiiig- Echzell 3., Simon-Ehringshaiisen 2., Södler-Ehringshauseno., Wick- Marburg 2. u. 3., Engelhard-Prenngesheim 1., Margraf-Dortelweil 3., Becker-Gießen 1., Tlehl-Heddernheim 2., Messerschmldt-Ober- urjel I., Nauch-Hochstadt 3., Dichm-Lauterbach 2. u. 3., Braumami- Prenngesheim 2., Södler-Nieder-(Äemünden 2., Jung-Ober-Atörlen 2., Knaiip°Klein-Karben, Gerhard-Eschersheinr 2., Ohmeis-Erlenbach 2., Kirchner-Rendel 3., Genzel-Bad-Nauheun 2., Pabst-Nied 1., Nau- Holzhansen 2., Knab - Mühlheim a. M. 2., Dietrich -- Klein-Karben, Kliem-Kloppenheim, Kreudcr-Vadcnrod, Vogt-Lich 1., Seim-Ermen- rod, Schwarz-Lauterbach, Nadetzki-Lich 1., Fries-Rockenberg, Bill- Nieder-Weisel, Zeh-Killianstätlen, Dittert-Wetzlar, Hett-Kirdorf, Weinhold-Kirdorf, Dahmer-Osfenbach, Meyer-Gießen, Schuch- Vilbel, Rechel-Rodau, Egner-Alsfeld, Aßmiis-Nanheim. II. Gänse unb Enten: Papst-Nied, Walther-Fauerbach, Beck-Klem-Karben, Kolb-Lorsch, Specht-Groß-Steinheim, Gerhard-Eschersheim, Ritter- Grünberg, Kalbheim-Vilbel. III. Tauben: Schäier-Lich, Engel- Birklar, Weber-Frankfurt, Wenig-Alzey, Qung-Dber-'J)lörlen, Keller- Assenheim, Knanp-Klein-Karben, Walther - Bauernheini, Harth- Kloppeiiheim, Becker - Alamz, Bernbeck-Büdesheim, Braumann- Preungesheim, Dörhöser-Franksnrt, Kirchner-Nenoel, Erhard-Frankfurt, Brand-Bad-Naiiheim, Ai ö h t - G i e ß e n, Freih. v. Leonhardt, Neuhard-Beienheiiii, Herzinger-Vilbel, Allckel-Ossenheim, Neibelmg- Klein-Karben, Schäfer-Bettenhausen, Hoffmanii-Bonanies, Hartherz- Beienheim, Ostheim-Echzell. IV. Vögel: Müller-Frankfurt, Knaup- Klein-Karben. V. Kam n chen : Alleter-Bad-Nauheim, Schneider- Frankfurt, 2>t e y e r - G i e ß e n , 91 o 11 ° G i e ß e n, Kna»ip°Klein- Karben, Gasser-Nied, Stahl-Vilbel, (tzuckelsberger - Ober-Mörleii, Berkes-Heddernheini, Bockeiihenner-Eschersheim. Gießener Strastammer. )( Gießen, 22. Mai. In der Süche gegen den Redakteur der AUtteldeutschen Sr>mr- tagszeitung F^. V. hier, wegen Verbreitung einer unzüchtigen Schrift und M a j e st ü t s b e 1 e i d i g u n g , mußte ivieder Vertagung eintreten, da ein von der Verteidigung geladener Zeuge am Erscheinen verhindert war. Neuer Termin ist am 22. Juni. Der 13 jährige Schüler F. A.' M. von Ober-Wöll st adt steht ivegen Diebstahls unter Anklage. Es sind ihm eine Reche von Diebstählen zur Last gelegt, die er im Lause des Winters verübt hat. In dem Laden eines Musikalienhändlers zu Friedberg entwendete er in einem unbewachten Augenblick zwei Mund- harinonikas. Einem Schweizer, in dessen Zimmer er öfters kam, nahm er nach und nach 4 Mark. Gelegentlich des Spielens im Hause eines Kameraden nahm er aus einer'Lischschublade ein Kästchen mit 8 Mark Inhalt, nachdem er vorher die Tischplatte abgehoben hatte. Im letzten Falle stieg er in das Haus eines Bekannten ein; er gelangte mit einer Leiter auf das Dach eines Stalles, fletterte darüber und kam an das verschlossene Küchen- senster, das er mit einem Stein einschlug. Do gelangte er durch die Küche in ein Nebenzimmer, wo er wußte, daß in einem Wandschränkchen Geld ausbewahrt wurde. Er schloß es mit dem in der Nähe befindlichen Schlüssel auf und nahm etwa 20 Mark mit, das Geld versteckte er in seiner elterlichen Wohnung. Nach anfänglichem Leugnen bequemte er sich zu einem Geständnis, das er bei der Verhandlung im wesentlichen wiederholte. Tas Gericht war nicht im Zweifel, daß er die zur Erkenntnis der Strafbarkeit seiner Handlung erforderliche Einsicht besitzt. Für den ersten Fall, wo er als der Verführte betrachtet wurde, erhielt er einen gerichtlichen Verweis, bezüglich des schweren Diebstahls wurde auf 10 Tage Gefängnis erkannt, die übrigen wurden mit 8 Tagen geahndet und die Strafe auf 2 Wochen Gefängnis zurückgeführt. HandeS und Verkehr, VoLkswsrtsci^aft. H a m burg - Amerika - Linie. Die Hamburg-Amerika- Linie wird ihren Dienst nach dem persischen Golf unter dem Namen „Orientdienst" betreiben und in ihn zunächst Dampfer von einer Größe von nur 2500 Bruttoregistertons einstellen, bis sich ein Bedürsnis für größeren Laderaum ergeben sollte. Es werden nach Abgang von Hamburg, Antwerpen und Marseille die Häfen Suez, Port Sudan, Dschibudi (am Roten Meer), Aden, Mascat, Bender Abbas, Lingah, Buschir und Basra angelaufen werden. Von besonderer Bedeutung wird die Linie auch dadurch, daß zugleich eine sowohl für den Fracht- wie für den Personcn- vcrkel-r eingerichtete regelmäßige deutsche Linie zwischen Hamburg und Marseille, an der cs bisher gefeUt hat, geschaffen wird. - Frankfurt a. M., 21. Mai. Die General- Versammlung des S e l t e r s s p r u d e l „A u g u ft a - Victoria" G. m. b. H. Löhnberg a. d. L. fand am 14. d. M. hier statt. Aus dem Geschäftsbericht der Direktion ergab sich, daß das Unteruehmen einen erheblichen Aufschwung genommen und sich besonders der Mincralwasserverfand ganz bedeutend erhöht Hal, was in erster Linie der vorzüglichen Qualität des Mineralwassers, wohl aber auch dem Umstand zuzuschreiben ist, das; mehr als 100 Gastwirtevereine mit mehr als 10 000 Mitgliedern an dem Unternehmen beteiligt find. Das neue große Füll- und Verladewerk am Bahnhof Löhnberg ist' seit Anfang des Jahres in Betrieb genommen und bewährt sich sehr gut. Durch direkten Gleisanschluß mit dem Bahnhof und 7 Ladestellen, ist der Versand in kürzester Zeit zu bewerkstelligen. Der Rechnungsabschluß ergibt nach reichlichen Abschreibungen einen erheblichen Reingewinn, welcher die Ausschüttung einer Tividende von 6 Prozent ermöglicht. Reichliche Bestellungen liegen vor, sodag das Werk vollauf beschäftigt ist. Der Anssichtsrat besteht aus den Herren Kommerzienrat Dischinger und Stadtverordneter Reinemer von Darmstadt, Rechtsanwalt Grünewald und Generalagent Fröhlich von Gießen, Cafetier Starke und Kaufmann Wiffler von Frankfurt a. M. und Hotelbesitzer Hartmann von Ossenbach a. M. Urteile von Aerzten über den Wert des Bioson für Kinder! Dr. med H. Lepa, Hiddenhausen bei Minden, Westfalen, 5. September 1905: „Biojon wurde beiKindern in der Rekonvaleszenz nach Jnfllienza resp.Akasern und Meningitis mit vorzüglichem Erfolge angewendet. Es empfiehlt sich bei empfindlichen Patienten wenigstens mit kleinen Tosen zu beginnen und erst nach und nach zu steigern Auch ein Wechsel zwischen Milch, Kaffee und Kakao ift manchmal ratsam bei empfindlichem Geschmacke; ev. gibt man es and) rein und läßt Milch oder bergt, nachtrinken." Dr. med. Seelig , Hannover, Breitestraße 1. 4. September 1905: „Bei einem zehnjährigem Knaben, welcher in der Schule stark mitgenommen und angestrengt war, infolge davon blaß unb hohläugig war und keine Lust zum Lernen hatte, wendete ich Bioson mit geradezu eklatantem Erfolge an, denn der Junge erholte sich zusehends seit dem Nehmen von Bioson. Er bekam ivieder srische Farbe und ivurde munter und eifriger beim Sepien. Auch in zahlreichen anderen Fällen habe ich mit dem Bioson (bei Rekonvaleszenz und Blutarmut zur Kräftigung) die gleich guten Erfolge erzielt." Dr. med. Klokow, San.-Rat, Königsberg i. Preußen, 2. Sept. 1905: „Tas Bwson wurde bei drei blutarmen, sehr heruntergekommenen Kindern anschelnend mit recht zufriedenstellendem Erfolge in Anwendung gebracht. Es wurde durchweg von den Kmdern gut genommen und schon nach Verlauf von 4—6 Wochen sahen die Kinder frisch aus, die Wangen röteten sich, die Kinder wurden reger und zum Spiel geneigter, sodaß ich mit der Anwendung zufrieden sein konnte und den Gebrau D fortsetzen ließ." Dr. F.Wiebemann, Bischofsheim, schreibt unter dem 15.11.05: „In Fällen darniederliegender Ernährung nach Kinderkrankheiten ivar der Erfalg des „Bioson" ein sehr zufriedenstellender. Der Appetit hob sich sofort, es trat rasch Gewichtszunahme ein, das Präparat wurde von Anfang an gerne genommen und ausgezeichnet vertragen." Bioson ist in Älpotheken und Drogerien das halbe Kilo-Paket zu drei Diark erhältlich. 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Ferner kommen zur Erhebung: l. von den Mitgliedern der evangelischen Kirchengememde 10 Prozent von der staatlichen Einkommensteuer und den doppelten Grundzahlen der Grund-, Gewerbe- und Aapitalrcntensteuer, L von den Mitgliedern der katholischen Kirchengem-inde dieselben Zuschläge. Die Erhebung erfolgt in sechs Zielen, und zwar m den Monaten Mai, Juli, September, November 1906, Januar und März 1907. Das Hebregister liegt vom 25. Mai bis 2. Juni d. I. aus der Bürgermeisterei — Zimmer Nr. 15 — zur Einsicht eines jeden Beteiligten offen. Es wird dies mit dem Bemerken zur öffentlichen A-enntnrs gebracht, daß Beschwerden gegen die Erhebung der Umlagen nach tLvrschrist des Artikel 96 der Städtcvrdnung binnen 4 Wochen bei Großherzoglichem Kreisamt Gießen vvrzubringen sind, und daß später vvrgebrachte Reklamationen keine Berücksichtigung finden können. Gleichzeitig wird bemerkt, daß die Bekanntmachung der Umlagen durch Großherzogliches Kreisamt Gießen im Regierungsblatt unterm 19. d. M. erfolgt ist, daß daher die Frist zur Dorbringung von Reklamationen, welche gegen die Erhebung der Umlagen überhaupt gerichtet sind, von diesem Tage und für Reklamationen, tvclche gegen die Beitragspflicht oder das angenommene BcitragSverhältnis gerichtet sind, vom Ende der Offen- legungssrist abläuft. Gießen, den 23. Mai 1906. Grvßherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ___________________Mecum.________________ Zu der Sonntag, den 27. Mai 1906, vormittags 11 Uhr, in der Aula des Gymnasiums zu Gießen stattfindenden der Herman Schiller-Gedenktafel werden Freunde und Verehrer des verlebten Herrn Gymnasialdirektors Prof. Dr. H. Schiller hiermit ergebenst eingcladen. Diejenigen Herren, welche an einem abends 7 Uhr im Klub stattfindenden Abendessen teilzunehmen wünschen, werden gebeten, ihre Z"sage umgehend an Herrn Hausverwalter Todt, Sonnenstraße 9, gelangen zu lassen. P»/B Der Ausschuß. Dr. Reinewald verreist- 3263 Mache auf unser grosses Lager in Rouleaux, Stores und Gardinen ™B in creme und weiss, abgepasst und meter- ™ weise, in allen Preislagen, aufmerksam. Ferner offerieren wir: 8259 Tischdecken mit und ohne Franzen und vom Stück, Teppiche und Läufer in Plüsch und Tapestrie werden, um damit zu räumen, mit einem holten a abgegeben. L August Montanus & Co. MnlmmMmkt iii SWtt'ii am 5. Juni 1906 (Dritter Pfingftfeiertag) Prämien sind vorgesehen für Vogelsberger und Simmen- thaler Butten, Kühe und Rinder. 3256 Von morgens 9 Uhr ab Konzert, von nachmittgs 3 Uhr ab Tanzmusik. Der Marktvorstand. A Ä Klim. Lnilkurori Braunfels. Hotel-hl. Böhme Für GeseUschaft. u. Tour, bestens empf. Neurenov. Saal, Klaviere, frz. Billard, Kegelbahn, schatt. Garten, vorzgl. Küche. Eine Taschenuhr geschenkt bekommt jeder, welcher 400 leere Schachteln der beliebten Gioth's gemahlenen Kernseife an den Fabrikan'en I. Giolh, Hanau, einsendet. Hauptniederlagen bei L. Kalkhof Reichs., Westanlage; Gebr. Michel, Walltorslr.; C. Rolh II. Rachf., Walllorslr.; Carl Seibel, Frankfurter Straße; Heinrich Trechsler, Weserstraße; Ludwig Steinhäuser; Gg. Wallenfels, Marktplatz 21; Hch. Arnold, Marktstraße, Carl Seibel, Frankiurter Straße; Katharine Elle, Steinstraße; W. B. Hofmann, Ederstr.; Carl Elchmann, Ederstr. hv% CtHdtischer Arbeitslichweis Gießer. Gartenstraße Rr. 2, Zimmer Nr. 2. feuer' SaälJbau (Steins Garten) 3288 ES können eingestellt werden: Ziegeleiarbeiter, Bau» und Maschinenschlosser, 2 Spengler, ein Schmied, 3 Wagner, 1 Sattler, 3 Schremer, 1 Schreiner mit Werkzeug, 1 Lackierer, 2 Holzdrechsler, 2 Schuhmacher, 2 Glaser, 2 Installateure, 1 Anstreicher, 2 jüngere Hausburschen, 5 Dienstmädchen, 4 Lauffrauen, 4 Laufmädchen, 1 Hausmädchen (auswärts). Lehrlinge: 4 Schmiede, 2 Spengler, 1 Schlosser, 2 Wagner, 1 Mechaniker, 3 Buchbinder, 2 Schreiner, 1 Schneider, 2 Friseure, 1 Glaser, 2 Kaufleute. Es suchen Arbeit: B23/6 1 Heizer, 2 Wasch- und Putzfrauen, 1 Techniker, 5 Arbeiter, 1 Laullrau, 1 Bureaugehilse, 1 Bureaudiener, Aufseher oder Packer. Lehrlinge: 1 Kaufmann. Fis chereiverpachtung. Die Fürstlich Solmsische Wettcrfischerci in Gemarkung Münster bei Sich soll Freitag, den 1. Juni l. Js., vorm. 11 Uhr, in der Wirtschaft auf dem Hcssenbrücler Hammer, öffentlich verpachtet werden. Die Bedingungen werden im Terinin bekannt gegeben. Fürstlich Solmsische Oberförsterei.B -'/, Ausflugsort Liebigshöhe Am Himmelfahrttage früh von 5 Uhr ab Kaffee, Tee, Schokolade, Kakao frische Kochen, Torten, mürbes Gebäck u. dergl. Terrasse mit prachtvollem Blick auf Gleiberg, Vetzberg, Dünsberg sowie den Philosophenwald Der Min FmMnm junger Mchen ladet Stützen, Laden- und Kinderfräulein zu einem Thea-Abend. auf Sonntag, den 27. Mai, freundlichst ein. Anfang ViS Uhr. Ende 10 Uhr. Wegen baulicher Veränderung im Kaiserhof, diesmal im Hause Feidel, Kanzleiberg, oberes Zimmer. Eingang nächst dem Tore zum botanischen Garten.___________________________________[3277 f Fredesden Landlebens H | welche die Annehmlichkeiten der Großstadt nicht entbehren wollen, | I UiUenlrolonie Kuchschlag Bahnfahrt I H ab Frankfurt a. M.) sehr vorteilhafte Gelegenheit zur Ansiedlung. I H Näheres Frankfurt a. M., Haufa-Haus, Zimmer 86. (hve/4 jg Männerturnverein Giessen Donnerstag, den 24. Mai Himmelfahrts-Ausflug über Mücke, Ulrichstein, Hoherodskopl, Schotten Abfahrt nach Mücke morgens 560 Uhr. Zu zahlreicher Beteiligung ladet ein v"/« Der Vorstand. Am Himmelfahrttage Tanzmusik auf der WelmsMe in Steinberg wozu ergebenst einladet 03744 tten-BiiMcL 2lm Himmelfahrttage von 2—4 Uhr Grosses Konzert Von 4 Uhr ab 03629 Tanzmusik. Eintritt frei. Es ladet ergebenst ein Gerhard Koch. RinMhle Leihgestern. Himmelfahrt, den 24. Mai Grosse Tanzmusik im Freien. Es ladet ergebenst ein 328^ Konrad Seipp III. Dienstag, den 29. Mai 1906: Grosser Lieder-Abend des Süddeutschen Männer - Quintetts (Koschat-Lieder-Quintett). Anfang S1/, Uhr. Eintritt 75 Pfg. Im Vorverkauf bei Herrn E. Challier 50 Pfg. »iinsfeerg1. Am Himmelfahrttage Wirtschaft öoh lyortzklis ftilh. 3282 Ludwig Schlierbach, Bieber. Auf nach Avendsteru! Große Frühjahrstirmes am Bon 4 Uhr nachmittags ab Tarz. ""MG Karuffett, Kraftmcsfer, Konditorei. Zu zahlreichem Besuche ladet ergebenst ein 3283____________ Phil. Bnill Wwe. Ss’aianfieli.s. -- Hotel Solmser Hof -- in Mitte der Stadt am Aufgang zum Schloß, altrenommiertes Haus empfiehlt sich Touristen bestens. Billige Preise. Reichhaltige Speisekarte. Diners zu jeder Tageszeit. 3261 Telephon 18. Gottlieb Haenchen. laollar. Morgen Hrmmelfahrttag 03758 Ausflug mit Musik nach dem Lottarer Kopf der Vereine: Turn- und Gesangverein, Gesangverein Germania und Burschenschaft Teutonia. Auch andere Gäste sind herzlich willkommen. Abmarsch punkt 3 Uhr vom Gasthaus zum Schwaueu. Bei ungünst. Witterung findet ein Tanzkränzchen im Gchwaueu statt. Allendorf a. d. Ztayn Himmelfahrttag feiert Gesellschaftsverein Gemütlichkeit bei Gastwirt Hörr sein 4 jähriges Stiftungsfest 03739 verbunden mit gutbesetzter Tanzmusik wozu höflichst einladet Der Vorstand. Ms ziim Kaiser Friedrich! Donnerstag, den 24. Mai Großes 103757 Konzert Gottfried Abel, Grünberger Str. Zum Ostend Grünbergerstraße 47 Morgen Himmelfahrttag: Große Tanzmusik Eintritt frei. Eintritt frei. 03750 Ludwig Abel. Bauer scher Gesangverein Himmelfahrttag: ÄHlig nach Minzen Abfahrt 8- Uhr. v”/, Gesangverein Heiterkeit Am Himmelfahrttag: WmLMnnzenberg über den Höhlerwald, Lich, Arnsburg ober Dorfgill. Abmarsch punkt 6 Uhr vom Schipka- paß. Die Nachzügler können 8 Uhr die Bahn benutzen. v;3/B ^Gesangverein Gemütlichkeit. Am Himmclfahrttage Spaziergang über die Hochwart nach Annerod. Abmarsch morgens punkl 6 Uhr von Ecke Moltte- unv Grünberger Straße. Um zahlreiche Betetllgung bittet Der Vorstand. G. R. V. 1885 Aus nach Laatzhe-Berlebürz (Himmelsahrttag) Abfahrt morgens 6 Uhr püuttttch ab Röhrles Bierhalle. Laterne, Bundes- und Vereinsabzeichen sind mitzunehmen. v27s]Der Fahrwart. Aiaslhinenbnner- n Gesilngverein Am Himmelfahrttage: Ansslng nach d. Wem Abmarsch puntt 5 Uhr morgens von der Kneipe. Der Borstand. Tnrn-ßWerein 1846 Am Himmelfahrttag: Turngang nach Hof Bubenrod. Abmarsch 5 Uhr vormitt, von der Lahnbrücke aus. Für Nachzügler 7.45 per Bahn nach Rodheun— Bubenrod. — Nachmttt. 4 Uhr allgcnreine Zusammenkunft auf dem Gleiberg zur Feier des 80 jähr. Geburtstages des Vorsitzenden der D T. Dr. Götz zu Leipzig. v”/6 __________Der Vorstand. 25.5.06. |3 »018r. v r.zi Äkr. — 27.5.06. Frhl.F.m.Schn>. iii W Abs.E°.— 'Visitenkarten befert rasch and billigst ßrübl'ache Oniv-DruckereL fle Mchd- d-ß d-s » iiitb w* tack ■Tarif » tilch i« S Sie gelellc angebot qclviestu, Zollvertra- Wier Fortsetzunc betont de reforms habe. 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