Erstes Blatt 156. Jahrgang Mittwoch Ä4.Jarmar 1906 Die Heutige Kummer umfaßt 10 Seiten, ge- entschlossenes und umsichtiges Verhalten am Sonntag banr‘, eme Reform des preu bischen LLhlrechtS als vorbeugende Maßnahme verlangt und die Regierung auffordert, die Macht deS internationalen Jubentmns auf allen Gebieten des Volks- und Staatslebens ru brechen. YezugSpretS: monatIlch7bPf.,viertel- jäbrhd) Alk. 2.20; durch 9lbf)olc' il Zweigstellen monatüdi 65 Pf.; durch die Post Atk.2.—viettel- jahrl. ausschl. Bestell^. Annahme von Anzeigen siir die Tagesuuinnier bis vormittags 10 Uhr. ZeilenpreiS: lokal 12 Pf^ auswärts 20 Pfg. Verantwortlich fflr den volit. und allgem. Teil: P. Witt ko- füc »Stabt und 2anb' und »Genchtsfaatt: Ernst Heb; für ben Anzeigenteil: HanS Beck. Nr. 20 • tftielwt lägklch au her Sonn was. Tem (Atrfeenrr Anzeiger werden im Werbiel mit dem Kes,Ischen Landwirt die Siebener Kamillen, blätter viermal in der Woche betqelegL Rotationsdruck u. Verlag der Brüh loschen Univers.-Buch-u. Sicirt- brndeiet. 9t. Lange. Redaktion, Ervedmoa imb Druderet: Scholstrahe 7, Redaktion e=sä) 113 Verlag u.Exved.r^^bl Adresse kür Depeschen: Uuzeiger Gießen. die Sprache, in welcher gebeichtet wurde, nicht gestattet sei. Der polnische Soldat sei attgeurei» c.» «rUer Soldat. Laß ein polnisch«: Mann wegen seiner Nation oder Religion verspottet würde, wie der Vorredner behaupte, sei nicht wahr. Präsent Grat Ballesirem erklärt nun unter HtttrrkM: Wir verlassen diesen Gegenstand. Das Hans seht die erste Lesung deS Gesetzentwurfes übet den Versicherungsvertrag fort. Abg. Böttger (nat(.) begrübt den Entwurf als einen groben Fortschritt. Die groben Vorteile, die jetzt dte öffentlichen Sozietäten besäßen, müßten ihnen aber wieder genommen werden. Sie müßten tmbebingt den Zwangsvorfchrrlten dieses Gesetzes unter- morlen werden. Redner beantragt dann, den Entwurf an eine Kommission von 21 Mitgliedern zu verweisen. Abg. Porzig (kons.) hält den Entwurf für eine geeignete Grundlage zum Ausbau unseres Versicherungswesens. Durchaus zu rechsterligep sei die den öffentlichen Anstalten eingeräumte Sonderstellung. Hoffentlich werde der (Sntrourf recht bald Gesetz. Abg. Dr. M ü l l e r -- M e i tt i n g e n (frf. Vv.) halt den En't- wurf für eine hervorragend tüchtige Arbeit, bei der offenbar auch die Sachverständigen gehört worden seien. Zu vermissen seien Bestimmungen über Abtretungs-Verfügungen, Rückkauf von Lebens- l'ersicherungs'Polizen, aber solche kleine Bedenken träten zurück gegenüber der großen Frage der Herernziehung ober Nichtherein- ziehung ber össentlicheii Anstalten, der Sozietäten. Der Grtmdzug des Gesetzes solle doch fein und sei tatsächlich: mehr Rücksichtnahme a'.ii den Versicherten, Schutz des Versicherten, und dieser Grundzug des Geietzes sei wie weggeivischt gegenüber den Sozietäten. Abg. Dove (frs. 93g.) erkennt an dem Entwtirf an, daß er vräzis und klar ausgearbeitet sei. Dre Frage der Sozietäten dürfe unter feinen Umständen auf die leichte Achsel genommen werden. Die Ausschließung der Sozietäten von den Zwangsvorschriften mache seine Partei nicht mit. Abg. Beumer (natl.) macht eine Reihe von Einwendungen gegen die Bestimmungen des Gesetzes, soweit ed sich namentlich auf das Feuerversicherungswesen bezieht. In manchen Punkten erscheme das Interesse der Versicherer doch im Vergleich zu dem des Versicherten zii wenig gemährt. Mit der Exemption der Sozietäten sei ihm die Vorlage schwer annehmbar. Staatssekretär Dr. Nieberding erklärt, Graf Posadawsky habe seinerzeit nur zugesagt, daß die Sozietäten überhaupt in den Entwurf des Gesetzes über den Versicherungsvertrag Aufnahme finden wurden. Abg. K ä m p f (frs. Vp.) giebt der Vorlage lebhafte Anerkennung. Rechte und Pflichten von Versicherten und Versicherern 'eien gegeneinc.nder gut abgewogen. Zu wünschen sei, daß in dieses Gesetz mit embezogen werden die Hafipflichtversicherungs- Untemehmimgen bei Berufsgenossenschaften und den eingeschriebenen Hilfsfassen. Staatssekretär Dr. Nieder ding bemerkt noch, daß auch die Hilfskassen später in dieses Gesetz einbezogen werden sollten. Abg. von Damm (freifonf.) tritt für die Exemption der Sozietäten ein, ebenso Abg. Osel (Ztr.) Tie Vorlage wird dann einer besonderen K omm ission überwiesen. Es folgt die erste Lesung des Entwurfes für eine Maß- und G e w i ch t s o r d n u n g. Abg. Porzig Ikons.) giebt der Kommission zu prüfen anheim, ob nicht eine Entschädigung den Kommunen für Aufhebung hrcr Aichämter zu gewähren sei und plaidiert für die Einführung der Viertelvstindgewichte. Abg. Engel en (Zentr.) erklärt das Verlangen des Vorredners, daß auch ganze Förderwagen geaicht werden sollen, für berechtigt. Wo kommunale Aichämter aufgehoben würden, muffe auf jeden Fall eine Entschädigung gewährt werden. Staatssekretär Pofadowskt; erklärt, nach Ansicht der vretlbischen Bergbehörde sei ein Aichzwang für Förderwagen nicht durchführbar. Was die kommunalen Aichämter anlange, so hätte» die Kommunen jedenfalls fein Recht auf solche Aemter. Hierauf er'olgt Vertagung. Morgen 1 Uhr: SchwermStag, Diätenantrag in dritter Lesung, dann Doleraiimntraa. Pom preußischen Wahlrecht. Tie „Norbb. ÄllA. Zig." schreibt: Die in ber Tagespreise < merkwürdigerweise von dem doch sonst diel zu viel offiziös benutzten „Berl. Lok.-Anz." zuerst ge- Nachklänge zum stillen roten Sonntag. Berlin, 23. Jan. Ter Polizeipräsident veröffentlicht folgenden Erlaß 6 c § Kaisers vom 22. Januar: „Ich habe mit Vefriedigung erfahren, daß der gestrige -^9 o(Störung öffentlichen Ordnung und Sichcr- betl m Meiner Haupt- und Residenzstadt Berlin verlausen ist. An diesem erfreulichen Resultat haben die u m s i ch t i g e n polizeilichen Maßnahmen, wie da? taktvolle, ange- messene Verhalten der Schutzmannschaft wesentlichen Anteil Ich kann es Mir nicht versagen, derbraven Berliner Schutzmannschaft hierfür Meinen königlichen Dank und Meine Anerkennung auszusprechen. Ich beauftrage Sie, der Schutz- mamnmaft dies bekannt zu geben. Wilhelm." sich der „Vorwärts" aus Branbenburg berichten läßt, hielt dort ein Hauptmann an seine Leute eine Ansprache, in der er sie instruierte, wie sich die Truppen rm Falle eines Zusammen stoßes zu verhalten hätten. Gei einer Menschenansammlung werde die Trommel gerührt und, falls die Menge sich nicht zerstreue, sofort ge ,ch offen. Diejenigen Soldaten, die etwa über die Köpfe der Demonstranten hinwegschießen sollten, würden von den Offizieren sofort mit dem Revolver erschossen werden. (???) Die Berliner Schlächtermeister fühlen sich durch Bebel beleidigt. Bebel hat in seiner Rede am Sonntag im Moabiter Gesellschaftsbaus nach den Berichten davon gesprochen, daß von den preußischen Ministern im Jahre 1893 keiner in der ersten Klasse wählen konnte, in der »dagegen der Wurstfabrikant Hefter und Bordellwirte wählen". Diese Zusammenstellung eines der bekanntesten Schlächtermeister Berlins mit den Bordellwirten hat die Kollegen Hefters aufs tiefste erregt. Man verlangt, daß Bebel diese unmotivierte Beleidigung zurücknimmt. Die Freie Vereinigung der Berliner Schlächtermeister wird als erste sachverständige Vereinigung zu dieser Angelegenheit Stellung nehmen. Eme Volksversammlung, in welcher gestern abend der Schriftsteller Schn e i d t über die russische Revolution sprach, wurde aufgelöst, als der Redner eine Wendung gegen die preußische Negierung gebranehte. Eine von antisemitischer Seite einberufene Volksversammlung, in der es auch zu erregten Auseinandersetzungen zwischen Antisemiten und Sozialdemokraten kam, endete mit dec Annahme einer Resolution, die der Negierung für ihr brachte. D. R.) austauchende Behauptung, daß die preußische Regierung sich entschlossen habe, dem Landtage keineWahl- rechtSvorlage zu machen, ist unrichtig. Endgiltige Entschließungen sind von der Staatsregierung bisher weder nach der einen noch nach der andern Seite gefaßt worden. In der preußischen Thronrede war bekanntlich auch eine Wahlrechtsvorlage angekündigt worden. Man hat sich niemals Illusionen über bie Gestalt dieser Vorlage hingegeben, man mußte ziemlich gewiß, daß sie nichts weiter bringen werde als die Menderung einiger übergroßer Wahlkreise und anderer Kleinigkeiten. Nun hört man, daß endgiltige Beschlüsse noch nicht gefaßt sind. Selbstverständlich ist tm gegenwärtigen Augenblick der Regierung die Tiskutierung dieser Frage nicht opportun. Und der großen Mehrheit des preußischen Landtags auch nicht. Darum diese weder rechts noch links beunruhigende Wbwinkung, Vielleicht ist es sogar die preuß. Regierung selber gewesen, die in den Lok.-Änz. zuerst die unrichtige Meldung lancierte, um sie alsdann sofort dementieren zu können. Denn einiger Grund ist ja für sie augenblicklich vorhanden, große Wahlrechtsdebatten zu vermeiden. Wer wäre denn wirklich etwas zu befürchten? Tie Vorgänge vom letzten Sonntag haben doch zur Genüge gezeigt, daß bei genügender Wachsamkeit der behördlichen Organe auch die Sozialdemokratie sich vernünftig igeb erben kann, daß sie vor den letzten Konsequenzen ihrer Weisheit mutig zurückweicht. Es ist kaum anzunehmen, daß, troP aller großen Worte von einem Riesenerfolg des Proletariats, die Sozialdemokratie den ganzen Rummel nochmals wiederholen will, denn im Grunde ist doch nichts herausgekommen als eine Blamage der Partei, die erst im Blute der Tyrannen watete bis zum Knöchel und dann doch einsehen mußte, daß alle Tiraden nicht soviel wert sind wie ein Schuß Pulver, der glücklicherweise nicht fallen ist. Die Fleischnot vor dem Preuß. Abgeordnetenhaus» Sitzung vom 23. Januar. Vor Eintritt in die Tagesordnung erklärt Abg. Frhr. v. Er f f a (kons.), Oberbürgermeister Bender habe ihm mitgeteilt, daß er die Aeußemng n ich t getan habe, wonach die Fleischnot beendet sei. Auf Anfrage der Abgg. Wallenborn (Ztr.) und Tr. Heisig lZtr.) erklärt Landwirtschaftsminister v. Podbielski: Die Verordnungen über den Verkehr mit Milch hätten sich nicht bewährt. U. a. soll vorgeschrieben werben, daß der Verkäufer von dem! Pasteurisieren der Milch dem Käufer Mitteilung zu machen habe. Das HauS beschließt darauf, in die Fleischnotdebatte cinzutreten. Abg. Oes er (Hosp. d. Fr. Vp.): Seine Partei bedauere die Haltung der landwirtschaftlichen Verwaltung bei der Frage der Fleischteuerung und der Fleischnot. Tie vorgelegten Statistiken seien mangelhaft. Ter Mittelstand leide unter der Fleischnot am meisten, mehr als der Arbeiter, der eher eine Erhöhung des Einkommens erhält als der Mittelstand. Ter Mangel an Vieh ergebe sich ans ber Denkschrift des Ministers. Tie dort angegebenen Zahlen über den Viehbestand zeigten fast in allen Provinzen einen Rückgang des Bestandes. Um der Fleischnot zu begegnen, nüssen energische Maßregeln getroffen werden, vor allem ür eine billige Zufuhr der Futtermittel gesorgt werden. In Notstandszeiten müßte auch eine erhöhte Einfuhr fremden Viehes gestattet werden. Rechts würde behauptet, jedes Stück eingeführte Vieh vergrößere die Seuchengefahr. Tat- ächlich sei durch die Einfuhr in Oberschlesien keine Ein- chleppung von Seuchen erfolgt. Unbegreiflich sei die ab- ehnende Haltung der Regierung gegenüber dem Büchsen- leisch. Er freue sich, daß auch das Landwirtschaftsministe- rium zugibt, daß ein Mißverhältnis zwischen Marktpreis und Stallnreis nicht vorhanden war. Ter Vorschlag des Reichskanzlers, den Zwischenhandel auszuschalten, habe große Erbittereig hervorgerufen. Zum Vorwurf mache er dem Minister, der diese Frage ausschließlich vom Standwmkt der Laubwirtsch-ast behandelt hat, nicht von dem des Staates. Abg. Malkewitz (lons.) ist dem Laildwirtschafts- Minister dankbar, daß er in dieser Zeit der Fleifi.tteuerung die SiiiCL'cfien der Vviksernähruug so außerorocuiiich richtig und gut gewahrt hat. Die sehr sachlichen Ausführungen General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblaü für den Kreis Gießen der Konferenz von Mi^erus. Ter ruffisch-japanische Krieg hat selbst in seinen entscheidendsten Tage der Börse nicht so auf den Nerven gelegen, wie die Konferenz vo» Algeciras. Der Stieg bot der Phantasie der Spekulation immer wieder „Anregung". Je mehr Material vernichtet wurde, desto größer mußten die Ersatzbestellungen werden. Mit der Marokkokonferenz aber weiß die Börse nichts anzufangen. Merdings ist auch hier der Erfindungskraft Spielraum genug gewährt — aber sie betätigt sich nur in unerfreulichen Prophezeiungen. Tic Börse verspricht sich ganz und gar nichts Gutes von der Konferenz. Was s^lle daraus werden, wenn schon bei verhältnismäßig so einfachen fragen, wie der Unterdrückung des Wasfenschmuggels, die Erzielung einer Verständigung unter den Mächten schwierig sei? Komme man erst zu dem kritischen Hauptpunkt, der Organisation der Polizei in Marokko, dann platze die Bombe. Dann werde der Gegensatz zwischen den deutschen und den französisch-englischen Forderungen in so scharfe Erscheinung treten, daß eine Einigung unmöglich sei. Kein Gedanke daran, daß die Konferenz zu einer deutsch-französ. Annäherung führe, wie optimistische Diplomaten vor dem Beginn der Verhandlungen erhofften. Tas Gegenteil werde der Fall sein, die Krisis vom vorigen Jahre wiederhole sich in verstärktem Grade. Kurzum, die Spekulation ist zum größten Teil schwarzseherisch, und der kleine Teil der ruhiger Urteilenden ist immerhin vorsichtig. Tas Dublikum, das zu anderen Zeiten, in denen die Gefahr sich unmittelbar zeigte, mit frischem Wagemut vor anging und dadurch die Sp.'kulation ermutigte, das Publikum hält sich von Börsengeschäften andauernd zurück. Tie Spekulation ist sich fast gün .lich selbst überlassen. Es geht an den Börsen so still zu wie sonst nur im Hochsommer. Tabei erfreut sich die Industrie auf beinahe allen Gebieten des besten Gedeihens, und Kohle und Eisen haben eine Nachfrage, wie sie lange nicht dagewesen. Aber das Publikum zieht es vor, „ruhig zu schlafen", anstatt „gut zu offen". E5 gibt Kapitalisten, L.. Vc; ber Algeetrsis- Konferenz , ihren Besitz an Jndustriewerten und selbst an Rentenpapieren zu Gelb gern ad) t haben, unb bie sich mit der knapperen Verzinsung des Bankgeldes zu begnügen gedenken, bis diese ominöse Konferenz vvuüber ist. Tas ist vieNeicht übervorsichtig und allzu mißtrauisch, aber wenn man bedenkt, welche Wirkung an ber Börse auch nur ein Zwischenfall in Algeciras äußern würbe, irgend ein Konflikt unter den Telegierten, eine persönliche Verstimmung, so kann die Sorge, vor jähen Verlusten sich zu schützen, nicht unnötig genannt werden. In kurzem wird es ein Jahr, daß wir unter diesem peinigenden Truck der Ungewißheit stehen, ob der Friede erhalten bleibt oder nicht. Bei allein Patriotismus kommt man doch mehr und mehr zu dem Zweifel, ob das Ausrollen der Marokkofrage einen so gewaltigen Einsatz lohnt, und ob nidit ein weniger steiniger und auftrengenber Weg hätte gefunden werben können, um bie beutschen Interessen in Marokko mit Erfolg zu wahren. Uebrigens finb bank ben einmütigen Bestrebungen nach vöMger Verstänbigung bie Debatten bisher, wie allerseits versick)ert wirb, ohne MißheUigkeiten verlaufen. Immerhin hält ber Einbruck vor, baß bie Franzosen mit ber Haltung Spaniens unzufrieben finb, obwohl biefes offenbar im wefentlichen nur bezweckte, baß bie Zusicherungen seines Geheimvertrages mit Frankreich burch bie Mächte garantiert würben. Am Dienstag hat man auch in Mgeciras einmütig ben Geburtstag bes Königs von Spanien gefeiert. (2 6. Sitzung vorn 23. Januar.) Auf der Tagesordnung sieht zmiächst die Interpellation Stychel (Pole) wegen Anordnung einer 9( u f f i ch t über bieSprache, welche von der k a t h o l i f d) e n M a » n s ch a s t gebraucht worden ist bei der kirchlichen Beichte. Kriegsrninlster von Einem erklärt, sofort antworten zu wollen. Abg. Stychel begründet bie Interpellation unter Hinweis auf bie bezügliche Verfügung des kommandierenden (Generals von der Goltz vom 1. Armee-KorpS. Die Verfügung widersprach einer Anordnung des obersten Kriegsherrn vom Jahre 1902. Dort hecht cs: eine nachträgliche Feststellung, in welcher Sprache bie Mannschaften gebeichtet haben, findet nicht flott. Trotzdem werde schon ieit Jahren über ähnliche Vorkommnisse in der Armee Silage geährt. Redner verbreitet sich über bie Einzelheiten bieser weiteren Vorkommnisse näher. Kriegsininisler von Einem ermibert, es sei bei ber Armee Gnmbsatz, daß jeder Soldat in seiner Aiutlerfprache beichten kann. Ein katholischer Soldat werde gar nicht harimcb gefragt, wo er beichten will, roemt sich om Cite ein Geistlicher befindet, der neben der dentschen auch bie poluifche Sprache beherrscht. Wo sich aber em bie polnische Sprache bcherrscheuber Geistlicher nicht befindet, bann mufften die Atannfcha'ten natürlich vorher gekragt werden, in welcher Sprack)e fie beichten wollten. Schwierigkeiten seien ihm nicht bekannt geworden. Bekaiint sei ihm nur eine unzuläisige Anfrage im Bereich des 6. Llrmee-KorpS geworben und da fei jofoit von hier aus augeordnet worden: eine fol-he Anfrage dürfe nicht ftctlfmbeii und müsse unterbleiben. Der Fall beim l. Armeekorps, um welchen es sich hier handle, liege fo: Im November beantragte ein katbolifcher Atilitärpfarrer in Gumbinnen Resiespefen für einen Hilfsgeistlichen, der nicht aus der Nahe beraugezogen ivar, sondern aus Goldap. Auf Befragen gab der Milttarpforr-r selber zur Erklärung an, baß 19 Mann in polnischer Sprache gebeickuet hätten. Ein Eindringen in das Beichtgeheimnis sei in keiner Weise beabsichtigt nach auch geschehen. Er selbst habe überdies iiochmals eine Verfügung erlassen, daß eine nachträgliche Feststellung über die Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß Samstag, ben 27. Januar l. FS. snS Anlaß deS Geburtstages Seiner Majestät deS Deutschen Kaisers unsere Geschäftsräume gefchloffett bleiben. Gießen, ben 22. Januar 1906. Hroßherzagliches Hauptsteueramt. I. D.: Pull mann. ' Dekänntmachung. Zur Feier deS Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers findet am SamStag, den 27. l. MtS. vormittags Parade auf Oswalds Garten statt. Dieser Platz wirb t.iher am genannten Tage von vormittags 10 Uhr ab für jeben Verkehr gesperrt werben. Gießen, ben 19. Januar 1906. Großh. Polize-amt Gießen. I. V: Roth. des Ä-bg. Ocser waren interessant,, aber nichtzutreffend. Ls solle vor allen Dingen er, einmal der städtische Oktroi überall aufgehobe-n werden. Es sei auf Leiden Seiten in diesem Kampfe scharf geschossen worden, um s» erfreulicher sei es, das; hier sachlich verhandelt werde. Es sei nicht wahr, daß der Zwischenhandel ohne w-it°rcs bescitiqt werden solle. Tre Angriffe auf den ^ndwert- schaftsminister müßten zurüelgcwresen cherden. ’ Lbg. Glatzel (natl.) verlangt Tarrftrmaßlgungen für ^Landwirtschaftsminister v. Dodbielski freut sich. Latz die Erörterung über die Fleischteuerung rem sachlich ist Bereit" nach der Teuerung des Jahres WO-, habe er -vorsorglich' für eine Vermehrung der Nindvichbestandc gesorgt. Man müsse zwischen Rindvieh- und schwcincbestan- Lcn unterscheiden. Das Auf und Ab der Schwemebestimde vollziehe sich viel schneller, als bei den Rindern. 2xi§ hange mit den Ernten zusammen. Wenn Erleichterungen sür die Einführung des Diebes gewährt worden waren, so wären die Handelsvertragsverhandlunaen gefährdet Morden. Wenn der Vertrag mit Slmerika fertig gewesen wäre, so hätte man vielleicht das Büchsenfleisch zulassen können. Aus Rußland konnte wegen der Seuchcngesahr nicht eingeführt werden. Er beabsichtige, der Schweinezucht «ewisse Erleichterungen dadiirch zu schaffen, daß er beantragen werde, einfinnlge Rinder nach 21tatlger Aufbe- -Wahrung im Kühll>ause, Rinder bei geringem Grad von Tuberkulose, wie kleinen Drüsen usw. unbeschrankt frei- Äugeben Das Fleischergewerbe wolle er nicht ausschalten, wohl aber muß recht bald der Verkauf des Viehes nach Gewicht unter übersichtlichen Preisnoticrungen gesetzlich ^»urchgeführt werden. . Abg. Sittard (Ztr.) tadelt, daß nicht wenigstens für die Tauer der Zeit der ausnahmsweise hohen Preise die holländische E^renze geöffnet worden sei. ALa. v. Oldenburg (kons.) bemerkt, daß hier die Frage der Fleischteuerung sachlich behandelt werden könne, Während im Reichstage das nicht möglich sei, da die Sozialdemokratie dort alles als Hetze ansehe und ihr die Fleischteuerung als Rückzugskommando für die Zolltarif- Leratung dienen soll. Tie Akzise zu beseitigen, sei eine wichtige Aufgabe. Tas sei eine mittelalterliche Institution, und zwar derart, daß, wenn sie von uns herrührte, sie als Raubrittertum bezeichnet werden würde. Abg. Broemel bemerkt persönlich, daß er durch den Schluß der Tebatte gehindert sei, Ausführungen zu machen, die ihn nicht als Gegner der Landwirte, sondern als Agrar i er bätwn. parlctmcitfcmicbes* Berlin, 23. Fan. Wie in parlamentarischen Kreisen verlautet, soll ein f ü n f t e r R a ch t r a g s e t a t f ü r Süd- Westafrika in Vorbereitung sein, da sich herausgestellt habe, daß der vierte Nachtrag mit seinen 30 Millionen nicht au eiche. Tie neuen Nachtrags- fordeurngen sollen Anfang März gestellt werden, da man die Summe, die noch fehlt.' erst genau aufstellen muß. Auch sollen Entschädigungen für die Farmer im neuen Nachtrags- ctat gefordert werden. Ausland. London, 23. Jan. Tie „Times" berichtet aus New- hork, es werde dort das Gerücht ernstlich besprochen, daß der neue amerikanische Botschafter in Japan mit der Ermächtigung nach Tokio gehen werde, mit der japanischen Regierung über den Verkauf der Philippinen an Japan zu verhandeln. Ter Grund hierfür sei, daß die Vereinigten Staaten anfingen, das ganze Philip- pinenabenteuer -u bedauern Aus Stadt und Land. Gießen, den 24. Januar 1906. — Ein verdienter früherer Beamter der Landes-Universität, Quästor a. D. Orbig, ist am Montag nachmittag im 55. Lebensjahre gestorben. Er trat im Jahre 1868 als Gehülfe des Univ.-Sekretärs ein und behielt diese Stelle bis zu seiner im S.-2. 1879 erfolgten Ernennung zum akademischen Quästor. In Folge geschwächter Gesundheit wurde er mit Wirkung vom 1. April 1904 ab durch den Engeren Senat der Landes-Universität in den Ruhestand versetzt. Dem nunmehr verstorbenen pflichteifrigen Beamten ist ün ehrenvolles Angedenken gesichert. •* In der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde wird morgen Hofrat von Hesse - Wa rt e g g den angekündigten Lichtbilder-Vortrag über die Entwickelung des amerikanischen Westens halten. Der Vortrag findet in der großen Universitäts-Aula statt. "Prof. Leu tert. Wie wir hören, hat der Extraordinarius und Direktor der Ohrenklinik der Universität. Dr. Ernst Leu tert, einen Ruf als Professor und Direktor der Poliklinik für Ohren-, Rasen- und Halskrankheiten an der Universität Königsberg i. Pr. erhalten. Er soll dort den von nmtlichen Vervflichtlingen entbundenen Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Emil Berthold ersetzen. Tr. Leutert gehörte bereits früher dein Lehrkörper der AlbertuS-Universität an. Nachdem er hier in Gießen Assistent am pathologischen In- Ititnt gewesen war, habilitierte er sich 1897 in Königsberg als Plivatdozent für Ohrenheilkunde. Mit 1. Oktober 1901 folgte er einer Berufung als außerordentlicher Professor und Direktor der Ohrenklinik hierher an Stelle des verstorbenen Profesiors Dr. Steinbrügge. )( Holzheim bei Gießen, 23. Jan. Ein Sittlichkeitsverbrechen wurde an einem jungen Mädchen zwilchen hier und Gambach verübt. Es gelang der Polizei, den Täter zu verhaften. Lauterbach, 23. Jan. Arn Montag versammelten sich die Mitglieder des Hgupt-AuSschusses des nationallib. Wahloereins für den Reich sta gswahlkreiS AlS- feld-Lau terbach - Schotten zn einer Ausschußsitzung im Hotel Schütz hier, in welcher die neuen Satzungen des Wahlvereins beraten wurden. Die seither geltenden Richtlinien, welche im Oktober 1903 in Ulrichstein angenommen wurden, blieben im wesentlichen aufrecht erhalten, wurden aber in Uebcreinstimmung mit den neuen Satzungen der national- liberalen Partei gebracht. lL. A.) p. Büdingen, 23. Jan. Dr. Clemm, Assistenzarzt bei der Schutztruppe in Südwestafrika, ist mit einem zweimonatlichen Urlaub hier cingelroffen. — Nächsten Freitag soll nun endgiltig über die Platzfrage unseres Sch ul dauS- n e n ba neS im Gemeinderat abgestimmt werden. Man ist auf das Ergebnis allgemein gespannt. * Kleine Mitteilungen o n s Hessen und b c n Nachbarstaaten. In PohlgönS bat sich em Turnverein gegründet. — Boi Haßmersheim ist die Leiche eines in einem nahe gelegenen Sanatorium zur Kur weilenden Rentiers aus Darmstadt aus dem Neckar gelandet worden. Der Ertrunkene wurde seit vorigem Donnerstag vermißt. — Als neueste Erscheinung auf dem Gietrete der Vereinsgründungen kamt der „Lumpen-Klub" in Lich verzeichnet werden, der am letzten Samstag ein Hirschessen verunstaltete, bei dem, wie man uns mitteilt, ein zweijähriger Hjrsch vollständig verzehrt wurde. üermildrto. •lieber den Untergang des brasilianischen Linienschiffes „Mquibaban* entnimmt ein Berliner Blatt einem Telegramm des brasil. Ministerpräsidenten an die Gesandtschaft in Berlin folgende Einzelheiten: Bei dem Untergang im Meerbusen von Jaegueeanga nahe bei Rio de Janeiro kamen im Ganzen 223 Personen ums Leben. Unter den Geretteten befinden sich 8 Offiziere und 26 Unteroffiziere, die sämtlich mehr oder weniger verwundet sind. Der „Aquidaban* war mit den Kriegsschiffen „Barrose" und „Tira- dentes" nach der Bai von Jaegueeanga gefahren, wo eine Marine-Kommission eine passende Stelle für ein neues Arsenal und einen neuen Kriegshafen aussuchen sollte. Ter Marineminister befindet sich nicht unter den Toten, wohl aber hat er einen Sohn und einen Reffen verloren. — Rach einer Pariser Meldung ist die Katastrophe auf Kurzschluß der elektrischen Leitung in der Pulverkammer zurückzunihren. Ein Verbrechen ist ausgeschloffen. Zwei deutsche Photographen, die in der Totenliste figurieren, befanden sich im Augenblick der Katastrophe nahe der Kommandobrücke. * Kleine Tages chronik. Ein in Hohenfelde Bei H a m- burg wohnender Juhrlvrr, der Jahre hi' .urch Van.materialien für den Hamburger Staat zu liefern hatte, und ein früherer Assistent der Baudeputation sind wegen Betruges und Urkundenfälschung feftgenommen worden. Der Fuhrunternehmer soll den Staat um 70000 Mark geschädigt haben. Der Assistent, der ihm dabei .Helwrdienste leistete und ansehnliche Summen hierfür ^ezog. schoß sich bei der Verhaftung eine Kugel durch den Kopf. Er wurde schwer verletzt in dos Krankenhaus geschafft. — In Leipzig erkrankten nach Genuß von K o n s e r v e b o h n e n im Konfektionshaus Pölich vierzehn Verkäuferinnen. Die Konserven waren von einer Gastwirtschaft für die Kantine geliefert werden. Die Dergistungserschein- unaen sind wm Teck 'ienckich frf'irvr. ICirc^e unfc Schule. Berlin, 23. Jan. Im Kultusministerium trat heute eine freie Konferenz zusammen, um über die Umgestaltung der höheren Mädchenschule zu beraten. Der Minister hat dazu Einladungen ergehen lassen derart, daß beide Geschlechter in" gleicher Zahl vertreten seien. Es wird beabsichtigt, öffentliche Normaljchulen unter dem Namen „Lyzeen" und„Ober- L n nnncn. Kiel, 24. Jan. Torpedodivision? boot 3 wurde aus einer Uebnnq§fabrt in der westlichen Ostsee^ erheblich havariert. Das Dampfrohr ist gerissen, die Sehrgubenwelle beschädigt. Das Schiff wurde manövrierunfähig cingeschleppt und ein Ersatckahrzeug eingesteckt. R o st o k, 24. Jan. Ein in der Rostoker Saibe angestellter Jäger erhielt die Nachricht, daß ein verschollen geglaubter Verwandter von ihm in Südafrika gestorben lei und ein Vermögen von 28 Millionen h i n t e r l a s s e n habe, das nun dem Jäger und drei anderen Erben zusällt. Breslau, 24. Jan. In der „Volkswacht" wurde eine Haussuchung nach einer Broschüre gegen Volksverdummung, Vo'ks- knebelung und Volksgusbeutung gehalten. Gegen die Beschlagnahme wird Beschwerde erhoben werden. Wien, 24. Jan. Rnthenische Bauern in Galizien drohen mit- bewaffnetem Aufstande für den Fall, daß ihnen nicht b-Ä allgemeine Wahlrecht bewilligt werden sollte. Im B-ürk R'-dki werden Klugschriften verteilt, in denen auS-^eführt nrirb, b-fi bic rutbenischen Va"eim Errett seien, zu krn Sensen nnd Dreschflegeln so wie in Rußland zu greifen. Nach einet Meldung aus Stcmislau sollen die Dauern hei einer V-rsammlimg in Tartarow den Regier nngskommissar, welcher die Ver- s^mml''ng auszickösen beabsichtigte, geschlagen und zur Tür hinausbefördert hoben. Wien, 24. Jan. Die hiesigen Verwandten befl ©roR- Herzogs von Luxemburg geben öffentlich bekannt, die Krankheit des Großherzogs rühre von einer B la 11 e r n i m v in n g her. Der Großherzog fei mit verdorbener Lnmvhe geimvft worden. Andere in Schloß Hohenburg geirnvste Personen sind auch erkrankt. Peters bura, 24. Jan. Die Nachrichten au? dem Kaukastts lauten sehr ungünstig. In Wladikgwkas töteten Sol- dgten einen Polizeikommissar, ine (cf) er in die Kaserne gekommen war, tun eine Unterfiichima über die Ermordung zweier Prostituierten einzuleiten. Dte Soldaten erließen lodann einen Ausruf au die Bevölkerung und griffen die diszivlinierten Truvven cm, wobei es ztt einem großen Blutbade kant. Daraus wttrde in der Stadt geplündert. Die Lage in der ganzen Gegend ist äußerst ernst. Odessa, 24. Jan. Revolutionäre haben mittelst Bomben eine G e u d a r m e r i e - S t a t i o n in die LuN aesprengt. Die Zahl der Cp'cr ist noch unbekannt. Den Tätern gelang c5n tu entkommen. Bei der Untersuchung entdeckte die Polizei ein Bombendevot, welches zur Verhastting von 35 Personen führte. Ferner wurde derVorsitzende derNational-Vereinigung vonMatroseo der HiliSflotte verhastet. Dar-es-Salaam, 23. Jan. Hauptmann Nigmann meldet telegraphisch gus Ubebo: Am 8. ds. ging Eifenhi Mttrsal w't 19 Ask-r's vom Posten Ukwege gegen bie aufständischen Grenz- Wahehe und Rebellen das Masenge-Bezirkes vor. Das Detachement geriet anscheinend in einen Hinterhalt, m-ch tn^'r^'mt 6'amhfe g^acn ei«c ertw'"'ckende Uebermackt fiel EffendiMursal mit 10 Askaris, während d'e fast ausnahms-' los ebenfalls verw'mde^'m Ueberlebenden von einem schwarzen Nickerossizier in guter Ordnung und mit voller Ausrüstung zu- ruckgesuhrt wurden. Oberleutnant S*rieg, der sofort zur Hilfe hat bie Leichen geborgen. Der Gegner hat an-- imeiiteiib g^ichf .cks etL?;,tbt LZr «LL'L h3i®Ä dwd«, MLr ™ denen (lufHtaC Lk-LZ £S?£ 9tlt und zur Jjj = n!J* bei ®roaw nfnthd) bekannt, die hre von einer ’CrM Jet mit oer. um. erc'" ^ch'°b *e; «WmÄmrfGhit 08J°teten Sol- &n?ie me(hmorbimqXroeitt ’UfRen 'obnnn einen »szwlinierienrnivnen 1 e kam. Tarant wurde « ganzen Gegend ist en mittelst Vombrn 1 2uh aesvrengt. -en Tätern aelanq e4, deckte die Polini ein 1 35 Personen führte, rinigung von Matrosen iptmann Nigmann . ging Afendi Nursal ! aufständischen Grenz- vor. DasDetache- nen Hinterhalt, lende liebermacht siel mb d'e säst cn'?nohm^ von einem schwarzen voller Ausrüstung ?u« der sofort zur Hilfe Ter Gegner bot an- da er eiligst nach dem erichte er Bank für BanieJ . 24270 , J83.00 . J88.20 . 165 60 , 212.60 . 116.60" ' 2380 . 142.40 13775 127,25 26.100 m, 135 "Ohr. jAhmeyer . . schnckert . Iter Rank • Bank . Asiat Bank ^Koromandit. ■ Bank tien >x. und Ohio* )ahn - ■ ■ Ibabn . • • 1 Eisenbahn Staatsbahn • t Bergwerk eben Bergwerk . 225 30 ■ Amerik. 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Volksstück m 3 Aufzügen von Oskar Walther il. Leo Stein.