156. Jahrgang Erstes Blatt zul schwere Krankheit zuziehen. Be- schen Bedenken ab: Wenn Aber sehen wir von hygicnü- ! Gestalten Eure Majestät mir, den herzlickst Füßen legen zu dürfen für die F r e u n d f ch en Dank Wenn etwa der greise Kaiser Franz G H I F Vertrauen an die Menschheit! Denn man ist dann immer in em er undankbaren • i o * * * t w am it rt a f o i tt r> Gespräch »cs Kaisers mit dem Dichter Gaugyofer. I buenrb malT ei isen- Interessenten, und inzwischen die Richtigkeit deS Vereingetretene Aenderungen 906. rmeister. I?et£_ beginnen. Wir bitten die zeichnisses zu prüfen oorzunehmen. mchung. ube Lumda für bas Rechner- S06 an acht Tage lang jinh- neisiers offen gelegt. Von anderer Seite wird unS aus Berlin geschrieben: In hiesigen Handelskceisen hofft man, daß der Austausch deutsch-dänischer Frcundschaftsversicherungen in der Einleitung von Handelsvertragsoerhandlungen zwischen beiden Ländern förderlich sein wird. Zurzeit verkehren letztere zollpolitisch auf der Grundlage der Meistbegünstigung, bei der sich der Agrarstaat Dänemark recht wohl befindet, während die Interessen der deutschen Industrie bei einem Vertragstarif besser fahren würden. Möglicherweise zögert die dänische Regierung mit dem Beginn dahingehender Verhandlungen, weil sie annimmt, die agrarische Tendenz der deutschen Zollpolitik werde eine Zollerhöhuug auf die landwirtschaftlichen Ausfuhrartikel Dänemarks anstreben. Vrühl'sche Druckerei Adreßbuch-Verlag. diePost Mk.2.— oierlel» fährt, ausschl. Bestellg, Annahme von Anzeige» für die TageSnuininer bis vormittags 10 Uhr. ZeilenpreiS: lokal 12'BL auswärts 20 Big. Verantwortlich tül den poltL und allgem. Teil: P. Wtktko. füi ,Sladt und fionlr und ,®end)l8|naP; Ernst Heß: für den An» -eigentell: van4 veck. Aus S.aSt uno Luno. Gießen, den 20. November 1906. ♦* Volkskunde. Eine ordentliche Hauptversammlung der Vereinigung für Volkskunde für das Großherzogtum Hessen sand am Montag abend im Casö Ebel unter dem Vorsitz des Prof. Wünsch statt. Die Versammlung beschloß, den § 24 der Satzungen dahin zu ändern, daß es auch möglich sei, nicht in Gießen wohnende Mitglieder in den Vorstand wählen zu können. Der betreffende Passus wird in Zukunst heißen: „Mindestens drei Mitglieder des Vorstands müssen am Sitz der Vereinigung, Gießen, wohnen". Bei der anschließenden Vorstandswahl wurden folgende Herren gewählt: sür den bei der letzten Versammlung gewählten Geheimrat Schmidt, der die Wahl Dienstag 20. November 1806 VezugSprel», monalllch7bPl., otedep jährlich Mk. 2.20; durch 'Abhole- u. Zweigstellen monatlich 66 'BL; durch Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen .........IM...........I ■ ............. ~ --------™ Nr. 273 Erscheint tÄgltd) außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechfel mit dem Hessischen Landwirt die Lietzener Kamillen» blätter viermal tn der Woche beiaelegt. RotationSdrua n. Verlag der Brü h l'schen Unwers.-Buck-n. Stein» druckeret. 0t Lang«. Redaktion, fcvebttion und Druckeret: Echulftraße 7. Redaktion 11t vertag u.Lxped.e^^öl Adresse für Teoefchen: Anzeiger Gießen. Adreßbuch 1907. Am Mittwoch, dem 21. November liegt in unserer Geschäftsstelle daS nach den Hauslisten abgeänderte alphabetische Namens-Verzeichnis derjenigen Bewohner und Firmen auf, deren Name oder Firmenbezeichnung mit den Buchstaben Lage, weil man uns keine Selbständigkeit zubillt gt. Gelingt mir etwas, so fragt alle Welt: „Wer hat ihm das geraten?" Und mißlingt mir etwas, so heißt es: „Er hat es nicht verstanden." Was man bei den anderen Fürsten als selbstverständlich betrachtet, da fragt man bei mir immer: Worum? Uni) die einzige Antwort kann doch nur sein: W eil ichfürdasDeutsche Reich und sür das deutsche Volk das Gute will." Das Gespräch ging dann noch über verschiedene Fragen der Literatur und der Politik aus die Münchener Festtage. In ganz besonders herzlicher Weise sprach dann der Kaiser über den bayr. Regenten, dessen Rüstigkeit und Aufopferung bei den so anstrengenden Tagen er rühmte, und wobei er den Wunsch aussprach, daß der Fürst noch recht lange erhalten bleiben möge. lieber die Persönlichkeit des Kaisers äußert Dr. Ganghofer, daß das lebhafte Naturell, mit dem der Kaiser sich äußerte, die frisch eundgerade Art feines manchmal sogar sehr kräftigen Ausdrucks, die geistige Frische nach so anstrengenden Tagen geradezu erstaunlich waren. Das lebhafte Interesse an allen Fragen vereinigt sich zu dem Ausdruck einer starken Persönlichkeit, vor allem in der vollendeten Form, wie er die Konversation führt, und wie er jeden neuen Anschlag des Ge präches benutzt, um aus eine neue Frage, aus einen neuen Gegenstand seines Interesses zu kommen, wie er sich bei Behandlung von ernsten Dingen stark und leiden- schastlich erregen kann und dann gleich wieder einen weiteren llebergang findet zu einer ruhigen und klaren Auseinandersetzung. , „ , . Aachen, 19. Rov. Die dem Kaiser Karl-Schrein im hiesigen Münster entnommenen kostbaren Gewänder, die die Gebeine Karls des Großen bedeckten und die zu Studienzwecken nach Berlin gebracht und dort auch dem Kaiser vorgelegt worden waren, wurden heute in feier* tiefer Weise wieder in den ^ch^ant zurück gelegt. it neuem ‘----- . , , „n das Leben herantreten." Jrn weiteren Verlause des Gesprächs sagte der Kaiser: „Man kommt doch mit einem Stück Optimismus und mit einer helleren, vertrauensvolleren Lebensauff as- sung sowohl im eigenen Leben wie bei den Berufsarbeiten viel weiter, als wenn man alle Dinge mit pessimistischen Augen ansieht." Und in der Politik sei das auch nicht anders. Das de ut s ch e Vo l k habe doch eine Zukun ft, und da sei es ein Wort, das ihn immer kränke, so ost ers höre, das sei das Wort „Reich sverdrossenh eit". Der Kaiser habe hrnzu- gesetzt: Was hat man von der Verdrossenheit Über Arbeiten und Vorwärtsschauen? Ich arbeite ja auch unverdrossen, und ich glaube, daß ich dabei doch vorwärts komme. Der Kaiser sprach ferner von der Fülle und Schwere der Pflichten und Arbeiten, die aus ihn heranstürmen, und von der N o t w e n d i g k e i t, sich durch Reisen speziell Nordlandsreisen zu erholen. „Alles, was mich drückt, ist dann aus einige Wochen von mir abgelöst und das, was mich so freut, das verübeln mir vielfach die Leute. Ich weiß, daß man mich den Reisekaiser nennt, aber das habe ich immer nur h eiter ausgenommen. Ich lasse mir dadurch die Freude an der Welt nicht nehmen. Das Reisen macht auch Freude, und gerade auch innerhalb der eigenen Heimat. Ich glaube, dadurch wird dasGesuhl derZusammengehörigkeit nochge- stärkt, und, so habe der Kaiser hinzugesügt, ,chie Deut- schen wissen gar nicht, wie schön unsere He i» mat ist, und wie v iel es da zu sehen gibt. freue mich immer, wenn ich em neues Stuck Deutschland rennen lerne." Nachdem dec Kaiser uod) besonders 1 einer Reisen in Süddeu tschla nd gedacht hatte, sagte er roeiier: „Ich möchte mich jetzt am liebsten in ein Automod il setzen und ein paar Tage flott hinaus fahren und au।rieben und arbeitssroh wieder nach Hause kommen. Uno solche Erfrischungen hat man gerade in meinem ernsten Bernie sehr notwendig, doppelt notwendig, weil man gegen viele Mißverständnisse zu tarnten hat. , leicht st*1 giessen. „ „ „.....________ « . chast dieses 5 suches. Ich ersehe darin die Fortsetzung der guten und innigen Bezieh ungen der beiden Länder zu einander, welche schon durch seine hochselige Majestät, Eur. Maiestät von mir so hochverehrten Vater, zu mir gepflogen worden sind, und ich betrachte es als eine Pflicht der Dankbarkeit, wenn ich hier besonders von ganzem Herzen meinen Tank ausspreche für die innige und warme Art und Weise, in der ich im Familienkreise und im Lande Eur. Majestät ausgenommen worden bin. Ich hege die feste Ueberzeugung, daß die innigen und guten Beziehungen, welche zwischen unseren Häusern und Ländern befestigt und hcrgestellt sind, auch fürderhin zum Heil und Segen beider Völker fortleben und sortdauern werden, und daß der Segen Gottes auf ihnen ruhen werde, ebenso wie ich ihn herbeiflehe auf Eur. Majesiät Haupt, aus das Haupt I. Ai. der Königin und auf Eur. Majestät gesamtes erlauchtes Haus. Ich trinke auf das Wohl I. 5)1 des Königs und der Königin von Dänemark. 17 *■* * 6915 Ile heutige Yummer umfaßt 10 Seiten« Jas dänische Königspaar in Berlin. Berlin, 19. November. rares Rietet to*» Kragens Ausführung 5 f fdltepP^ pelze • • — wache ----- Tie „Münch. Neueft. Nachr." bringen einen längeren Bericht über eine Unterredung des Kaisers mit dem Schriftsteller Dr. Ganghofer nach der Festvorstellung im DJiun- diener Hoftheater am 12. November, die sich über is,4 ©ti>. ausdehnte. Der Kaiser unterhielt sich mit Ganghoser außerordentlich lebhaft, zunächst über die Aroeiten deS Dichters. In dem Bericht darüber heißt es. .Was ihm an dem Werke „Hoher Schein" besonders gefallen hat, das ist, wie der Kaiser sich ausdruckte, der daraus bei» vortönende optimistisch e Klang, die r e b i g t, b i e ben Glaub en an bas Leben und die Aussohn- ung mit d en Schatten des Daseins, das Ver- trauen ans d ie Znknnft nnd das Bertranen ans die Menschhert fordert, ,^>as macht ans mich, so agte ber Kaise r, „einen solchen Eindruck, weil ich ein Optimist durch und durch bin und mich durch nichts abbalteii lassen werde, dies bis an mein Lebensende zu bleiben". Der Kaiser nannte sich selbst einen Mann, der von Arbei t erfüllt ist und ansemeArbeit glaubt. Er fügte hinzu: „Ich will vorwärts kommen- ich würde mich sehr freuen, wenn man das, was ich will, richtig verstehen wollte und mich habet unterstützen würde" Im Anschluß hieran sprach ber Kaiser auch über bie schwierige Stellung, bie man bei zeber Arbeit dem Mißtrauen gegenüber habe, und er berief sich dabei wieder auf eine Stelle aus Ganghofers „Lchweigen im Walde", die auf seine Empfindung besonders Einfluß babe weil sie seine eigene Anschauung dem Leben gegenüber wiedergebe. Die Stelle lautet: „Wer mißtrauisch ist, begebt ein Unrecht an anderen und schädigt, sich selbst. Wir haben bie Pflicht, jeden Menschen für gut äu halten, solange er uns nicht das Gegenteil beweist." — Nach diesen! Grundsatz", so sagte der Kaiser dem Bericht zufolge, „habe ich von jeher jeden Menschen genommen, mit dem ich zu lun hatte. Man macht manchmal ja auaj schlechte Erfahrungen- aber dadurch darf man sich nicht Abschrecken lassen, Man mu^ immer wie- Die Musik spielte die dänische Hymne. König Frederik antwortete: Ew. Kaiser!. Majestät wollen mir g n ä d i g st gestatten, g e - rührte st en Herzens meinen und der Königin wärmsten und innigsten Tank auszusprechen für die und gewidmeten so gnädigen und gütigen und so schönen Begrüßungsworle, die »ins tief gerührt haben, und nicht weniger sür den so schönen und glänzenden Empfang, der uns hier in Ew. Majestät Haupt- und Residenzstadt zuteil geworden ist. Die Verhältnisje gestatteten mir leider nicht, schon früher hierher zu eilen, desto mehr drängt es mich, nun heute die Gelegenheit gu benutzen, um Ew. Majestät nochmals aus der Fülle memes HerzenS den wärmste,i Tank darzubieten für die warme und herzliche Teilnahme, mit der in den schmerzlichen Tagen des vorigen Winters Ew. 'Majestät zu uns eilten, um sich den Memigen anzuichlietzen, um uujerem unvergeßlichen Vater die legte Ehre zu erweisen. Wie von mir und meinen Haufe, so auch von dem dänischen Volle sind Ew. Majestät mit inmgem Tanke begrüut worden. Ich knüpie hieran die freudige Hoffnung. daß Ew. Majestät einem Teile der meinem in Golt ruhenden Vater dargebrachten Freundschaft auch auf mich übertragen möchten und daß damit auch die freundschaftlichen Beziehungen u n s e r e r V ö l! e r j i d) i m m er h erzlich er gestalten mochten. Mit diesem heißen Wunsche erhebe ich mein Glas, in dem id) nochmals von ganzem Herzen danke für ben gütigen und gnädigen Empfang, und irmte auf das Wohl Se. 'M. des Kaijcrs und Ihrer 'M. der Kaiserin und des ganzen kaiserlichen und tönlglichen Hauses. Der Kaiser verlieh oem König von Dänemark bie Kette zum Schwarzen Ablerorben und ber Königin von Dänemark ben Luisenorben mit ber Jahreszahl 1813/14/15. Vom König von Dänemark erhielt ber Reichskanzler Fürst von Bülow den Elefmstenocden, der Generalstabschef Gras Moltke bie Brillanten zum Großkreuz des Sanebrog- ordens. Der bänische Minister des Aeußern, Graf Raben- Levetzau, erhielt vom Kaiser den Roten Ablerorben erster Klasse mit Brillanten. • Unser Berliner H.-Mitarbeiter fdjreibt uns: Das bänische Königspaar, bas heute in Berlin feierlich einzog, um nach feiner Thronbesteigung unferm Kaiser bie übliche Höflichkeitsvisite zu machen, würbe mit bem ganzen Pomp empfangen, ber bei solchen Gelegenheiten aufgetoenbet zu werben Pflegt. Das ist ein höfischer Braud), ber in ben monarchischen Staaten allgemein üblich ist. Dagegen ist also nicht bas geringste einzu- wenben. Dock) bürgert sich immer mehr ber Brauch ein, bei jebem fremdländischen Potentaten einen übertriebenen Kultus an äußerlichen Ehrenbezeugungen zur Schau zu tragen. So läßt sich schlechterbings nicht einsehen, warum man ben Schulkiuberu einen freien Tag gibt, bannt sie sich an Spalierbildungen beteiligen. Der November ist einer ber un g e f ünb e ft en Monate, ein naßkalter Winb fegt burch Die Straßen, unb wie leicht können sich Kiuber bei bem langen Stehen im Freien eine Unter feierlichem Gepränge erfolgte heute vormittag ber Einzug bes dänischen Königspaares. Um 9.50 Uhr traf bet Souberzug mit dem Königspaare ein. Der Köniy, welcher deutsche Admiralsuniform trug, begrüßte den in Generalsuniform erschienenen Kaiser auf bas herzlichste burch Hänbebruck unb mehrfachen Kuß. Die Kaiserin unb bie Königin begrüßten sich auf bie gleiche Weise. Nach Vorstellung beS beiberseitigen Gefolges sowie Abschreiten ber Front ber Ehrenkompagnie unb Parabemarsch erfolgte ber Einzug. Aus bem Pariser Platz hielt der Zug. Oberbürgermeister Kirschner trat an ben Wagen heran unb richtete eine Begrüßungsansprache an ben König, in welcher er ben Besuch bes Königs als ein Unterpfanb bes Friede ns feierte. „Möchten alle bie Erwartungen unb Hoffnungen, welche in biefer festlichen Stunbe bie Herzen bewegen, rasch in Erfüllung gehen zur Freube unb zum Segen beider Fürstenhäuser unb ihrer Völker.*- Der Röntg, weicyer aufmerksam zu gehört hatte, nahm hierauf feinen Dreispitz ab unb sprach entblößten Hauptes: „Ich baute Ihnen herzlich für bie Worte, welche Sie mir soeben gemibmet haben. Es ist mir nicht nur eine angenehme, fonbem auch her zliche Pflicht gewesen, nicht allein als Nachbar, fonbern als ein treuer Fr eunb bes von mir so geliebten Kaisers nach Berlin zu kommen. Der Empfang hat mich tief gerührt unb erfreut. Es ist mein höchster Wunsch, daß bas große beutsche Reich unb mein liebes Vaterland als nächste Nachbarn in gutem und herzlichem Eiii- vernehmen bleiben mögen. Die Wünsche, denen Sie soeben durch so beredte Worte Ausdruck gegeben haben, mögen alle in Erfüllung gehen. Nochmals meinen herzlichsten Dank für ben mir unvergeßlichen Empfang." Mährenb biefer Begrüßung war Bürgermeister Dr. Reick e mit Ehrenjungfrauen an ben Wagen ber Fürstinnen herangetreten. Die Königin bankte herzlich für bas durch Fräul. Kirschner überreichte Bouquet mit ben Worten' fielen Dank, meine Damen. Ich habe gar nicht geglaubt, jetzt so viel Frühling in Berlin zu finden." Nachbem noch Oberbürgermeister Kirschner ein ‘öodj ausgebracht hatte, setzte sich ber Zug nach bem Schloß in Bewegung. Vor bem Schloß fanb noch ein Parademarsch der Spalier bilbenben Truppen statt, worauf sich bie Herrschaften in bas Innere bes Schlosses begaben. Heute mittag fanb bei ben Majestäten Familienfrühstücks- tafel statt, an welcher außer den dänischen Majestäten teil» nahmen: der Kronprinz unb bie Kronprinzessin und mehrere Prinzen unb Prinzessinnen. . Am Nachmittag stattete ber König bem Kronprinzen, Prinzen Friebrich Leopold unb bem Prinzen Albert von Holstein-Glücksburg Besuche ab. Die Kaiserin unb die Königin besuchten bas Augustahospital unb sahen auf ber Fahrt das Kaiser Friedrich-Museum mit bem Denkmal bes Kaisers. Später suhr bie Königin allem zur Abstattung von Visiten. Am Abend war wakatasel. Den Majestäten gegenüber saßen Fürst Bülow und Gras Raben. . Bei der Tafel brachte der Kaiser folgenden Trink. ^Leuchtende Augen und freudiger Widerhall in der Bevölkerung, der Tanebrog am Brandenburger Tor und auf den Zinnen von Berlin, fo begrüßt Berlin und jo begrüßt mein Volk Eitre Majesiat. Josef, ber bem beillschen Reiche seit fast brei Jahrzehnten in Freub unb Leid als treuer Freund unb Bunbesgenosse zur Seite steht, so hätten wir gegen eine Spalierbilbung der Schulkinder weniger einzuwenden. Aber bas bänische Königspaar . . . Wir schützen selbst ein angenehmes sreiinbnachbarliches Verhältnis zu bem kleinen Dänemark, beim man kann nie aufrichtige Freunde genug haben. Aber der großartige Empfang, ber ben bämschen Herrschaften in Berlin bereitet wirb, sieht so aus, als ob wir um bie Gunst Dänemarks gerabezu buhlen müßten. Unb solchen Anschein sollte man boch vermeiden. Mng. 6om ‘9 fommcnbttt Ver töt (üitktn h .? chtildhst, 11)01 äj29, 890 *2WO M. H MS, Uo3f TO, 1132, n” > Mir: f.?" ü Eie. zu Vttlin uur mu Sh “ ?tanr’utt a- M 6nbe ö-ebruat 1901 aufqört cmcijlrrei Gießen. 'u m. »achring. icfuuöcue Betrachtung bott r Encbdiertel in Äcwanu 7 t 6lc ö. November statt- mde auf dem Nahruugsbera, lb bei der Maraarcteuhütu 8 Tagen für Bürgschaft jb an den Ratsdiener Dörr in ! und 2 Uhr mittags und'/,? .. . n ästerei Gießen. um. Ito Tola-Pirlüm. nuia mo / ui?efleh m. Überall roiritiy. j Preis 25 Pfg. Parfumen« lelarlch Hack. Ulm t O. Iperialitäten: Tola-Beue jd KatiefBof*** ihnen Markts» Nr, 3 bet 1832 - A nicht annahm, zmn 1. Vorsitzenden Pfarrer Schulte- Großen-Lmden, zum Stellvertreter Geh. Hoftat Haupt- Gießen, zum 1. Schriftführer Oberlehrer Schmoll, 'Stellvertreter Prof. Helm, Beisitzer Bonkdirektor Heichelheim. Der bisherige 2. Vorsitzende Prof. Wünsch legte .fern Amt schon jetzt nieder, da er im Frühjahr nach Königsberg verzieht. Dr. Hepding dankte ihm für seine Verdienste um die Vereinigung. Daran schloß sich ein höchst interesianter Vortrag des Lehrer Neumann- Großen- buseck über „Glockensagen." Der Redner gab eine Zusammenstellung aller der Sagen und Legenden, die sich über Guß, .Verschwinden, Auffinden, Wundertaten rc. der Glocken gebildet haben und erntete den lebhaften Beifall der Versammlung. Eine lebhafte Erörterung schloß sich an, in der die Darlegungen des Redners noch manchen interessanten Nachtrag fanden. Es beteiligten sich u. a. Prof. Sauer, Prof. Helm, Dr. Hepding, Prof. Röschen, Geheimrat Haupt und Lehrer V. Müller. - Ausschußsitzung be§ landwirtschaftlichen Provtnzialv ereins. Die gut besuchte Versammlung fand am 16. d. MtS. in Gießen, Hotel Prinz Karl statt. Von allgemeinem Jnteresie war der 2. Punkt der Tagesordnung: „Stellungnahme deS Ausschußes zu der Frage über den Fortbestand deS ProvinzialvereinS.' Nachdem eine Anzahl Redner daS Für und Wider besprochen hatten, fam man einstimmig zu dem Beschluß — Landtagsabg. Bahr-Herrenhag enthielt sich der Abstimmung — „der Ausschuß deS landwirtschaftlichen Provinzialvereins hat keinen Anlaß, infolge der Bildung der Landwirtschaftskammer einen Antrag auf Auflösung deS landwirtschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhesfen zu stell en.' — Die Errichtung einer weiteren Fohlenweide im Göringer Grunde bei Zell-Romrod ist »geplant und sind die Vorarbeiten durch den Provinzialverein für dieses Projekt erledigt. Die Durchführung des Projektes wird nach einem früheren Beschluß deS Ausschußes der Landwirtschaftskammer überlaßen. — Die Hauptversammlung deS landwirtschaftlichen ProvinzialvereinS wird an einem der ersten Tage deS Dezember einberufen werden. — Der Freidenker-Verein hielt — so schreibt man unS — gestern abend im Saale deS Caf6 Leib eine stark besuchte öffentliche Versammlung ab, in der Schriftsteller Dr. Bruno Wille auS Berlin über das Thema sprach: ,£Ba 9 ist Leben, wa8 ist Tod?' Der Redner, der mit glänzender Beredsamkeit das philosophische Moment der Frage in allgemein verständlicher Weise behandelte, fand für seine Ausführungen den begeisterten Beifall der Hörer, unter denen alle Gesellschaftskreise unserer Stadt vertreten waren. •* Lebensretter. Der Beigeordnete Reichardt zu Nierstein hat am 1. August d. IS. einen Knaben vom Tode deS Ertrinkens gerettet. Als Anerkennung hierfür ist ihm von S. K. H. dem Großherzog die Rettungsmedaille verliehen. — Der Schüler Heinrich Kirchner zu Ginsheim, der am 4. Sept, einen Menschen vom Tode des Ertrinkens gerettet hat, erhielt eine Geldprämie. 0 Laub ach, 19. Nov. Ein wertvolles Fohlen besitzt der hiesige Fuhrunternehmer Schmidt. Es ist in diesem Sommer auf fünf Pferdemärkten, in Alsfeld, Butzbach, Friedberg, Gießen und Ortenberg, mit den ersten Preisen diplomiert worden, und der Besitzer erhielt zwei silberne Medaillen und 220 Mark Geldpreise. Das Fohlen ist 21/, Jahre alt und fällt durch starken, gedrungenen Körperbau auf; der Eigentümer hat es, als es wenige Wochen alt war, aus Belgien bezogen und selbst aufgezogen. — Ein schon drei Jahre andauernder Pserdcprozeß wurde vor wenigen Tagen zu gunsten des Beklagten, des hiesigen Metzgermeisters Georg Siegfried, durch das Oberlandesgericht in Darmstadt entschieden. Der Prozeß, bei dem es sich um den Verkauf von ein Paar Zugpferden seitens einer Bensheimer Firma handelte, kostet etwa 4000 Mark. — Aelteren Touristen, namentlich auch denen aus Gießen, ist das mitten im Walde gelegene Forst haus Rutarts- h aus en unter den Namen „Jägerhaus" gut in Erinnerung; besonders werden sie sich auch der biederen Wirtin, deren gute Verpflegung weithin bekannt war, der sogenannten „Kunigunde", die bis vor wenigen Jahren dort das Küchenszepter schwang, entsinnen. Bald nach dem Tode ihres Mannes zog sie zu Verwandten nach Eichelsdorf. Von dort gelang jetzt die Kunde hierher, daß sie im 70. Lebensjahre nach langem schweren Leiden verschieden ist. x Ulrichstein, 18. Nov. Am 8. ds. Mts. vormittags 81/* Uhr wehten bereits auf dem Schloßberge die Flaggen und kündeten den Bewohnern die Geburt des Erb- großherzoges an. Heute wurde eine Prinzenlinde gepflanzt. Die Sektion des Vogelsberger Höhenklubs hat dieses veranlaßt. Die kleine Feier entsprach der Bedeutung des Tages. A Mark urg, 17. Nov. Die heutige Ergänzungswahl für die aus dem Kreistage ausscheidcnden Mitglieder gewann dadurch erhöhtes Interesse, daß die im Wahloerband der Höchstbesteuerten ausscheidenden ländlichen Mitglieder nicht wiedergewählt, sondern fünf Herren aus Marburg die meisten Stimmen auf sich vereinigten. Im Kreistage war die Stadt seither, trotzdem sie die meisten Kreissteuern aufbringt, stets in der Minderheit, dies hat sich jetzt geändert. — Bei der heutigen endgültigen Immatrikulation der Studierenden für das Wintersemester ermahnte der Rektor Prof. Dr. von Sybel die Studenten, die Zeit ihres Aufenthalts auf der Universität dazu zu benutzen, brauchbare Mitglieder des Vaterlandes und der Menschheit zu werden, sowie neben der gegenseitigen Achtung auch die des schaffenden Bürgers nicht zu verletzen. ** Kleine SJJ' i 11 c i i । t e n c> 'i - dessen n n d den Nachbar st aat en. In Assenheirn wurde der in der Koch'- ^chen Mühle beschäftigte Müller Birkenstock, Vater von füni unmündigen Kindern, als er damit beschäftigt war, mit dem Fahrstuhl Lasten hochzuziehen, von dem durch einen noch nicht aufgeklärten Zufall sich löslöfenden unb berabsallenden Fahrstühle er- schlagen. — In Worms ist eine allseitig beliebte Persönliclfkeit, Hehrer i. P. Joh. Rod en Hausen, im Alter von 80 Jahren aus dem Leben geschieden. Die 93cerbigung erfolgte am Sonntag nachmittag auf dem Hochheimer Friedhöfe. — In einem Balkenloch feines Hauses, das mit einem Brettchen vernagelt war, fand -diese Woche ein Einwohner von Bellnhausen eine Anzahl Goldmünzen aus den Jahren 1596 und 1627. Die Münzen sollen französischen Ursprungs fein. Vermischtes. *Eine ganze Republik ist bas Opfer eines Hoch- HaFers geworden. Woch>en. Aelt sich in San Marino ein Mann auf, der sich als Vertreter des ameviranischen Milliardärs Pierpont Morgan ansgab und versprach, die Finanzen der Republik zu verbessern, wenn Morgan der .Herzogstitel gegeben wurde. Dafür wolle Atorgan eine Lotterie mit einem Gewinn von drei Millionen Lire arrangieren. Für sich verlangte er sofort einen hvlftn Orden und den Titel Generalkonsul der Republik für die Vereinigten Staaten. Dann wolle cr ^u Morgan reisen und die Sache perfekt machen. Tie Kapitani der Republik ließen sich täuschen und vergaßen in ihrer HerzensfrerLe Er- nlndigungen einzuzichen. Erft kürzlich holten sie das Versäumte nach. Der Hochstapler erfuhr davon und verduftete. * Kleine TageSchronik. Am 19. Nov. sprang ans einem <5?crioiteii3Uq Berlin-Görlitz kurz nach der Abfahrt von der Station Niederschöneweide-Johannistal ein Musketier des 52. Regiments aus Kottbns nach Angabe von Mitreisenden a b- s i ch t l i ch a u s d e m A b t e i l und wurde schwer verletzt. Seitens der Eisenbahnverwaltung wurde aus dem schnellsten Wege für die Ueberführung in das Garnisonlazarett Tempelhof gesorgt. — In Budapest brach in der K u n st a u s st e l l u n g Urania ein Brand aus, ourch welchen wertvolle Kunstgegenstände im Werte von über 50 000 Kronen vernichtet wurden. — Während eines Sturmes, der am Samstag Teile der Nordamerika n. Staaten Alabama, Mississippi und Tenessee heimgesucht hat, sind acht Personen umS Leben gekommen und eine große Anzahl verletzt worden. Viel Eigentum und viele Saaten haben schweren Schaden gelitten, viele Däuser sind vom Erdboden verschwunden oder teilweise zerstört worden. Einige Teile des Landes sind überschwemmt, und die Eisenbahn- und Telegraphenverbindung sind vielfach zerstört worden. Es ist wohl möglich, daß die Zahl der Todesfälle sich später als noch größer Herausstellen wird. — Der Dampfer „Dix" wurde im Puget Sound bei Washington von dem Dampfer „Jennie" gerammt und zum Sinken gebracht. 41 Passagiere sind ertrunken. Gs?er;bahtt-Zestung. — Die Betriebseinnahmen der preußischen Staatseisenbahnen zeigen im Oktober dieses Jahres gegenüber dem gleichen Monate des Vorjahres eine Zuna h in c von Mk. 3 373 000 im Personenverkehre und von Mk. 13 411 000 int Güterverkehre. Bei Beurteilung der Ergebnisse ist in Betracht zu ziehen, daß der diesjährige Oktober einen Arbeitstag mehr und einen Sonntag weniger zählte als der vorjährige. Aber wenn hierfür im Güterverkehr auch ein Abzug gemacht wird, bleibt immer noch eine Mehreinnahme, die von der Lebhaftigkeit des derzeitigen Erwerbslebens zeugt. Den erheblichen Mehreinnahmen der Staatseisenbahn, die für das ganze Etatsjahr auf etwa Mark 120 Millionen gegenüber dem Etalsansatz geschätzt werden, stehen Mehrausgaben von mel)r als Mk. 100 Millionen gegenüber. Ter verbleibende, nicht unbeträchtliche Mehrüberschuß findet im wesentlichen für die Ausgestaltung der Bahnanlagen und die Vermehrung des Fuhrparks weitere nutzbringende Verwendung. Arbeiterbewegung. Hamburg, 19. Nov. Tie „Deutsche Arbeiterztg.' berichtet: In der Nacht vom Sonntag zum Montag wurde der Dampfer „Bertini" mit vier Kähnen der Berliner Lloyd-Aktiengesellschaft, der in Jegza vor Anker lag, von einer Anzahl Männer ü berfüll e n; die Angreifer begaben sich mit Handkähneu an Bord der Fahrzeuge, schnitten die Schlepptresien durch, zerhackten sie mit Beilen, warfen dann einen Teil der ans Stückgütern bestehenden Ladung in das Wasser und bedrohten die Besatzung mit Tätlichkeiten. Es handelt sich bei dem Ausstande um die Absicht, die Schiffahrtsgesellschaften unter die Botmäßigkeit des sozialdemokratischen Hosenarbeiterverbandes zu bringen, und darum wird der Ausstand mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln fortgesetzt. Angesichts dessen wird es den von dem Ausstande betroffenen Gesellschaften auf die Taner unmöglich sein, auch den beschränkten Betrieb in Zukunft aufrechtzuerbalten, da sie nicht im Stande sind, für die pünktliche Ablieferung der übernommenen Ladung eine Garantie zn übernehmen. Es dürste demgemäß den Gesellschaften kaum noch etwas anderes übrig bleiben, als zu dem äußersten ihnen noch zur Verfügung stehenden Ölittel zu greifen und eine Totalaussperrung eintreten zu lassen. Lugau, 19. Nov. Gestern tagte hier die Landeskonferenz der s ä ch s is ch en B e r g ar b e i t e r, soweit diese dem deutschen Bergarbeiterverbande angehören. ES wurde eine Resolution angenommen, nach der die Versammlung sich mit den von den vereinigten Organisationsvorständen am 9. November 1906 in Essen gefaßten Beschlüssen einverstanden erklärt. In der Reso- lrrtion heißt es weiter: Tie Konferenz beschließt, an den Forde r u n g c n f e st z u h a l t e n, überläßt aber die Entscheidung der am 21. November 1906 statlsindenden Konferenz den größeren Revieren. Im übrigen verspricht sie, in allen Fragen der Lohnbewegung ihr weiteres Verhalten nur nach den anderen größeren Revieren einzurichten. Die Konferenz spricht ihre schärfste Entrüstung über die ablehnende Haltung d e r W er k - befitjer gegenüber den Forderungen der Bergarbeiter, sowie über die Nichtanerkennung der Bergarbeiterverbände anS. Die Konferenz steht auf dem Standpunkte, daß es den Grubenbesitzern bei einem einigermaßen guten Willen wohl möglich gewesen wäre, sich mit den Vertretern der Arbeiter in Verbindung zu setzen und den not- wendiaen Frieden herbeizuführen. Gerichtssaat. d. Mainz, 17. Nov. Strafkammer 2. Am 20. Oktober kam ein Unbekannter in eine Wirtschaft von Nackenhein und verlangte einen Schnaps. Als er die Wirtschaft verlassen wollte, nahm er den mit einem silbernen Griff versehenen Spazierstock des Wirtes an sich. Ein im Lokal anwesender Arbeiter bemerkte den Diebstahl und stellte deshalb den Fremden zur Rede, der behauptete, der Stock sei sein Eigentum. Die hinziigekommene Wirtin reklamierte den Stock als das Eigentum ihres abwesenden ManneS, worauf der Dieb den Stock hinlegte und sich entfernte. Der Arbeiter wollte den Dieb so leichten Kaufes nicht dahm gehen lassen und verfolgte ihn. Als der Dieb sich verfolgt sah, lief er an den Rhein, fand dort einen Nachen los und fuhr damit zu der gegenüber siegenden Insel, worauf er, dort angekommen, den Nachen dem Strom preisgab. Tie am Nackenheimer Ufer stehenden Leute höhnte nun der Dieb ans, er wußte aber nicht, daß er sich selbst gefangen hatte und es ein Entrinnen von der Insel nicht gab. Die Nackenheimer Leute, darunter der Polizeidiener, fuhren nun zur Insel und fanden nach 2 stündigem Suchen den Fremden in einer Sandhöhle bis zum Kopse vergraben vor. Unter heftigem Widerstände wurde der Dieb festgenommen und nach Nackenheim zurückgefahren. Dort wurde er der Gendarmerie übergeben, die ihn nach Oppenheim ins Arrestlokal verbrachte. Bei feiner Visitation wurden auf den Namen eines Arbeiters Gustav Preuß aus Peitschendorf Legitimationspapiere bei ihm uorgefunben, er ließ sich auch auf diesen Namen ins Gefängnisregister eintragen. Bei den Ermittelungen stellte es sich aber nach einem erlassenen Steckbrief der Staatsanwaltschaft Lüneburg heraus, daß der Arbeiter Preuß von dem 30jährigen Taglöhner Jos. Gorski aus Trotzig (Posen) bei Lüneburg ermordet und beraubt worden ist. Die Personalbeschreibung des Mörders paßte genau auf den in Nackenheim feftgenommenen. Vor der hiesigen Strafkammer unb dem Untersuchungsrichter leugnete der Verdächtige anfänglich der Gorski zu fein, später gab er eS zu, doch wollte er dje Papiere des Preuß von einem Unbekannten unterwegs auf der Wauderscl^ast erhalten haben. Heute hatte sich Gorski wegen des Dieb st a h l s des Stockes zu veranworten. Er will mit der Mitnahme dss Stockes sich nur einen dummen „Scherz" erlaubt haben. Ter Angeklagte will zuletzt in Bodenheim an der Dreschmaschine gearbeitet und sich am 20. Oktober nach Nackenheim begeben haben. Honte legte der Angeklagte auf Anfragen des Vorsitzenden über den Raubmord Preuß, infoibeit ein Geständnis ab, als er behauptete, er sei in einem Wirtshause in einem Dorfe bei Celle (Lüneburg) mit Preuß in Streit geraten. Auf der Straße habe er später den Preuß mißhandelt und als daher dieser zu Boden gefallen, habe er ihm die Papiere gestohlen. An den Folgen der Mißhandlung sei, wie er später erfahren habe, Prenß gestorben. Das Gericht »erurteiltc den Angeklagten wegen des Diebstahls des Stockes unb mteßetkieUec Urkundenfälschung zu 3 Monaten Gefängnis. GorSki wird in bett nächsten Tagen nach Lüneburg verbracht. — Vor der Bürger», meisierwahl in Mölsheim (Reinhessen) gab es zwischen dem Sohne, des fein Amt niederlegenden Bürgermeisters, dem Landwirt Karl Würth und dem als Kandidaten ausgestellten Landwirt und Leutnant der Reserve Eugen Mo Hing er zu Differenzen. Es fand aber eine Einigung statt, daß M. zu Gunsten be§. Würth auf die Kandidatur verzichtete und versprach für dessen Wahl' zu agitieren. Trotzdem wurde am 4. Nov. d. Js. der Möllinger mit großer Stimmenmehrheit gewählt. M. lehnte die Wahl ab, als er bei der zweiten Wahl wiedergewäbl wurde, nahm er sie an. Hierauf legte W ü r t h den Vorsitz des Kriegervereins nieder mit der Erklärung, daß er dem Verein nicht angehören könne, dessen Mitglied M. sein gegebenes Wort gebrochen habe. Durch den ßanb» | iuirt und Hauptmann der Reserve Spindel wurde der Frieden < wieder hergestellt und die beiden früheren Freunde versöhnten sich. Bald darauf gerieten bei einer Festlichkeit die weiblichen Mitglieder' der beiden Familien in Streitigkeiten, was Würth Veranlassung gab, einen Brief an den Bürgermeister zu schreiben, worin er ihm' >en Vorwurf der Feigheit machte und ihn für unwürdig erklärte, dem Offiziersstand anzugehören. Diesen Brief legte Möllinger dem Ehrenrate vor und dieser bestimmte, daß er, gerichtliche Klage erhebe. Am 7. Juni wurde Würth vom Schöffengericht in Pfeddersheim zu 500 Mk. Geldstrafe, ev. 4 Monate Gefängnis verurteilt. Gegen dieses Urteil legte Würth Berufung ein, die heute zur Verhandlung kam. Der Versitzende versuchte einen Vergleich herbeizuführen, der Privatkläger war hierzu persönlich geneigt, erklärte jedoch, daß der Ehrenrat aus Verhandlung bestehe und hiergegen könne er nichts machen. Das Gericht sowohl als auch die beteiligten Rechtsanwälte fanden den Standvnnkt des Ehrenrates für [ehr unverständlich und unangebracht. Das Gericht ermäßigte die Strafe auf 300 Mk. Berlin, 17. Novbr. Ter Redakteur des Berliner Anar- ch i st e n b l a 11 e s „2 e r freie Arbeiter' Oestreich, wurde heute wegen Aufreizung zu Gewalttätigkeiten, Aufforderungen zu strafbaren Handlungen, Gotteslästerung, Beschimpfung der christlichen Religion und Verbreitung unzüchtiger Schriften zu 6 Monaten Gefängnis und 3 0 0 Mk. Geldstrafe verurteilt. Der Staatsanwalt hatte 1 Jahr 3 Monate Gefängnis unb 250 Mk. Geldstrafe beantragt. Grinst unö Wissenschaft. — Der offizielle Frankfurter T h e a t e r-A l m a- n a ch für 1907 ist erschienen (Herausgeber A. Stallmann-Frcmk- furt). Er enthält eine Zusammenstellung der in beiden Theatern int letzten Theaterjahre aufgeführten Vorstellungen, Adreffen- verzeichnisse der Künstler, Beamten u. f. w. und die Porträts sämtlicher 9)litalieber des Solo-Personals. gpidpla« der Vereinigte« Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Dienstag den 20. November *): „Zar und Zimmermann.' Mittwoch den 21. November geschloffen. Donnerstag den 22. Nov., abends halb 8 Uhr: „Lohengrin.' Freitag den 23. November, abends halb 8 Uhr: „Der Bettelstudent.' Samstag den 24. Nov.: „fDlignon/ Sonntag den 25. November, nachmittags halb 4 Uhr: ^Maurer unb Schlosser.' Abends 7 Uhr: Zum ersten Male: i e f l a n b." Montag den 26. November, abends halb 8 Uhr: ,1001 Nacht.' Schauspielhaus. Dienstag den 20. November*): „John Gabriel Borkmann.' Mittwoch den 21. November geschlossen. Donnerstag den 22. Nov.. abends halb 8 Uhr: „Das Blumenboot.' Freitag den 23. Novbr.: „John Gabriel Borkmann.' Samstag den 24. November: „Dienst-- boten." Hierauf: „Eine alte Schachtel.' Zum Schluß: „Eine Vereinsschwester." Sonntag den 25. November, nachmittags halb 4 Uhr: „Mamsell Nitouche." Abends 7 Uhr: „Dienstboten." Hierauf: „Eine alte Schachtel." Zum Schluß: „Eine Vereins--, schwester.' Montag den 26. November: „Faust', 2. Teil, 1. Abend. Dienstag den 27. November: „Faust", 2. Teil, 2. Abend. •) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Eingesandt. (Für Form unb Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Vublikurn gegenüber keinerlei Verantwortung.) Man hört häusig im Publikum die Ansicht ausfprechen, daß Beschwerden in öffentlichen Angelegenheiten nur Zeitvergeudung seien, da sie doch nicht berücksichtigt würden. Taß diese Ansicht unrichtig ist, zeigen folgende zwei Fälle, die allgemeineres Interesse haben: 1. Wer Himmelfahrt dieses Jahres einen Ausflug „unternommen hat und dabei von Station Braunfels zurückfuhr; erinnert sich, daß bei kolossalem Andrang absoluter Wagerman g e l herrschte. Die Beschwerde bet der Kgl. Eisenbahndirettion in Frankfurt führte zur Feststellung des Verschuldens eines den Fahrdienst leitenden Beamten (nicht in Braunfels) und wirb wohl zur Folge haben, baß im nächsten Jahre bessere Vorkehrungen getroffen werben. 2. Wer öfter nach Hagen, Dortrnunb unb Umgegend zu fahren hat, wirb bemerkt unb wohl mich darunter gelitten haben, daß die Personenwagen bei der Durchfahrt durch die zahlreichen, teilweise nicht gam kurzen Tunnels zwischen Betzdorf und Letmathe u n e r l e u ch t e t blieben. Ans Beschwerde hat die Kgl. Eifenbahndirektion in Elberfeld angeordnet, daß fortan die Personenwagen auch bei Tage bei der Durchfahrt der auf den Strecken ihres Bezirks belegenen Tunnels beleuchtet werden. Ätan vergesse nicht, daß man nicht nur ein Recht hat, sich zn b e f ch w e r e n, sondern damit zugleich eine Pflicht gegen bie Allgemeinheit erfüllt, für die keine Zeitaufwendung zu groß ist. Erste Voraussetzung dabei ist freilich, daß man seine Beschwerde begründen kann, und daß man bei ihr den richtigen Ton anschlägt. Auch wende man sich nie an die niederen Instanzen, die oft gar nicht in der Lage sind, ohne Unbequemlichkeiten für sich selbst der Beschwerde Raum zu geben, sondern immer an die höheren Behörden, bei denen man drs gewünschte Entgegenkommen finden wird. „Henneberg-Seide“ v. Mk. 1.10 ab! - zollfrei! Muster an Jedermann! v./.O Nur direkt v. Seidenfabrkt. Henneberg. Zurich. der besten von allen Aerzten glänzend empfohlenen Nähr- und Kräftigungsmittel für Blutarme, Bleichsühtige, Kranke und Rekonvaleszenten sind psrdynamin Perdvnamin-Kakao Verkauf durch die Apotheken in Flaschen und Dosen ä 2.50 M. Fabrikant :H. 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November, nadimittcur? IbendS 7 Uhr: »Dienstboten' tm Schluß: »Eine $ertin-- ■: »Faust' 2. Zeil, L Abend. 2, Seil, 2. Abend. reift, abends um 7 Uhr. J. H. Fuhr Sonnenstrasse 25 Sonnenstrasse 25 Große Auswahl 6826 Puppen Wagen Pnppeu-Sportwagen Puppen - Heilanstalt Doering. Bl9/U Seltersweg 52. Prammrung non IieHbllten. Die bewilligten Prämien können von Dienstag, dem 20. l. Mts. ab während der Geschäftsstunden bei unserer Kaste in Empfang genommen werden. Direktion der Bezirkssparkafse Gießen. Bombastus! Verlangen Sie Bombastus-Prävarate in Apotheken, Drogerien und bei besieren Friseuren. u. a. in der Löwen-Drogerie, W. Kilbinger, gekleideter und ungekleideter Puppen von den billigsten bis zu den feinsten. Gelenkpuppen in allen Größen Puppenköpfe in Porzellan, Celluloid und Pap. Machs Puppengestelle in Stoff und Leder sowie sämtl. Puppenteile, Wäsche, Kleider, Schuhe und Strümpfe, echte Perücken Kartofleln für Winterbedarf empfiehlt [6774 E. Müller. Crednerstraße 36. 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Ziehung 5. Kl. 215. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 19. November 1906, vormittag«. Nur die Gewinne Uber Nummern In (Ohne Gewähr.) 100 26 400 604 818 [500] 97 406 589 68 748 87 [500] 874 2 82144 252 436 523 637 86 846 902 [1000] 283336 (8000] 66 625 838 906 284188 [1000] 278 [500] 543 88 [500] 702 88 827 46 [8000] 918 285006 105 11000] 87 54 [1000] 309 33 477 581 [1000] 702 842 82 993 2 8 6525 606 777 965 287000 T7 [500] 228 91 627 28 608 88 [600] 92 853 941 Im Gewinnrade verbliebon j 1 Prämie ä 300 000 M., 1 Gewinn A 150 000, 1 ä 100 000, 1 h 75 000, 1 & 60 000, 2 ä 50 000, 1 ä 40 000, 7 ä 30 000, 14 ä 15 000, 41 ä 10 000, 73 9 5000, M75 ä 3000, 1849 X 1000, 2790 ü 500. 35 866 404 10 581 130001 796 895 903 83 1 8 8009 401 67 528 [5000] 86 [3000] 982 1 89122 408 594 880 931 190285 [1000] 812 597 604 67 706 [500] 55 1 9 1 559 682 718 833 1 9 2522 60 656 84 834 001 19 3 208 683 709 889 941 19 4059 83 196 319 429 752 887 1 9 5016 144 732 1 9 0050 451 91 96 785 1 97016 102 831 81 19 8062 [500] 508 [600] 658 71 793 812 [1000] 947 199279 407 86 512 200346 78 595 824 2 0 1 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Ziehung 5. Kl. 215. Kgl. Preuss. Lotterte. Ziehung vom 19. November 1906, nachmittags. Nur die Gewinne Uber 240 Murk sind den betreflenden Nummern in Klammern beigefügt (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 139 273 85 316 513 60 [8000] toO 884 MO 104* 47 102 234 872 474 667 618 84 87 710 6 7 2117 76 [1000] 613 61 65 656 735 66 819 944 3106 402 844 4055 [8000] 116 401 659 70 [500] 75 705 5 172 515 30 822 84 967 6165 540 996 7190 659 682 760 [600] 8201 [500] 38 39 344 521 842 0159 209 03 402 67 613 880 935 40 1 0034 160 211 301 11076 256 98 394 467 94 620 784 99 12163 3G5 83 436 716 856 998 13432 [1000] 66 96 514 86 658 93 794 809 31 922 [500] 14147 272 830 422 [600] 69 612 36 30 03 94 862 [8000] 9-18 1 5115 92 565 676 845 [ 500] 10566 680 720 [600] 823 1 7*50 618 81 95 607 [1000] 18185 38 41 323 454 67 591 10046 [600] 182 [500] 39* [500] 491 682 57 64* 99 86* 958 77 20199 556 619 779 91 2 1088 128 27 870 [1000] 414 2201)0 288 688 707 80* 910 23058 150 [ 3000] 263 06 507 730 2 4532 606 2 5376 94 423 63 660 637 968 2 0064 [500] 602----------------- ------------------ 62 68 612 16 657 813 180141 76 506 24 768 70 88* 100*1* 684 [3000] L-.--------------- 89 3 2142 200 54 869 404 551 705 916 3 3034 250 83 767 77 8*8 921 [8006] 28 16811* 30 [500] 50 517 62 68 952 87 160090 118 31* 608 883 536 28 [500] 69 99 659 715 1 7 1 093 698 709 [500] 66 767 867 40370 81 857 41059 [500] 453 830 925 4 2036 103 (1U001 45* [500] 500 4 3084 [500] 168 262 79 405 617 44066 113 281 348 59 80 624 726 4 5053 1*5 397 L50UJ [500] 519 26 927 40039 70 189 201 379 91 421 «7 _ [500] 22 816 958 4 7041 24* 463 91 621 632 4 8020 (500) 158 78 [1000] 218 453 40119 48 [3000] 206 624 971 50042 67 486 [500] 96 618 726 60 5 1 086 162 331 [500] 653 813 923 56 5 2045 64 [1000] 462 81 603 5 3018 99 361 84 590 651 [500] 762 85 890 993 5 4135 775 1500] 958 94 5 5 068 131 80 217 417 791 [500] 50080 55 804 84 919 80252 86 341 843 66 [ 3000] 636 83092 167 78 95 40 84289 311 38 31 526 606 34 720 [1000] 817 910 [8000] 79 233008 [500] 323 502 768 905 2 3 4 298 586 764 [500] 69 235175 809 401 842 80 930 19 230039 118 [500] 651 [600] 8*4 943 79 237090 58 64 [1000] 365 426 6*3 786 814 2 3 828» 468 [3000] 43 3 4011 380 473 534 631 772 3 5306 408 520 73 99 735 855 65 3 0077 84* [500] 437 593 [500] 61* 979 37102 358 [600] 8* 515 [500] 999 3 8150 62 211 [500] 57 96 [500] 357 461 517 81 765 959 30127 202 309 05 639 759 8 0106 369 607 44 8 7008 [8000] 133 286 836 570 607 48 [15 000] 862 8 8230 804 42 494 869 8 0076 [500] 324 528 605 [ 3000] 26 814 00672 95 [10001 96 671 858 01006 [5001 762 92 864 68 0 2180 91 880 56 465 7 ’ 78 719 55 (500J 76 864 0 3065 341 95 469 [500] 532 603 [3000] 15 57 85 884 951 [500] 04154 555 [500] 604 15 05312 445 559 777 952 97 [3000] 00152 [500] 03 227 337 42 509 792 9 7341 64 0 8137 309 39 75 [3000] 85 807 82 0 0002 118 68 356 68 400 33 723 842 909 100139 376 409 10 526 [3000] .81 832 10 1 013 ' 500! 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Tag biefe W sie, die allgemeineres JnleM Wahres einen Ausflug unt» Braunfels zuruclmhr. Mdrang absoluler Wagen- ’&SS ■ be'betÄ»«* nnels l, sch zu :i(b £,n .Vfl l roenbunU^r°ti lei''°^,nieine Beschwerde E. Walthers Fichtennadelbonbons babeboeiaich Hosten und Heiserkeit glänzend bewährt ä 30 u. 50Pf. bei: GnHav Walter. Mäusburq. Reines Sornbt empfiehlt Wilhelm Zimmer Bäckermeister, Löivengasse 27. 08400 Den geehrten Einwohnern von Gießen zur Mitteilung, daß ich unterm Heutigen ein offenes FrssiieE’-SaescIhSft eröffnet habe. Empfehle mein große? Lager in Parfümerien sowie großes Lager in Cigarren und Cigaretten. [08552 Aufmerksamste, antiseptische Bedienung. Anfertigung sämtlicher Haararbeiteu. Um geneigten Zuspntch bittet Adolf Langsdorf, Friseur. SoJatische Triumphklappsessel Ausziehtische Plüsch- und Rohrsessel Lakierte Tische Schrelbsessel Kindertische Spiegel Blumentische Kinderstühle Bauemtische Paneele, Etagöres Stühle von geringster bis zu feinster Ausführung. 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März 1907 zur Rückzahlung kommendere - chuldver- schreibungcn des AnlchenS der Ltavt Gieffeu vom Jahre 1901 wurden folgende Stücke zur Rückzahlung beflimmt; Serie 2 Nr. dl, 91, 172, 203, 221, 231, 260 ä 2000 M. „ 2 „ 361, 547, 685, 653, 723, 728, 729, 890, 967, 1007, 1023, 1059, 1084, 1098, 1103, 1114, 1181 4 1000 „ „ 2 , 1239, 1316, 1407, 1430, 1655,1727, 1732, 1734, 1762, 1783, 1785, 1885, 1890, lb96 ä 500 „ „ 2 „ 1908, 1987, 2054, 2160, 2185, 2194, 2229 u 200 „ „ 2 w 2305, 2465, 2492, 2506, 2514, 2516 ä lüO „ ES wird dies mit dem Ansügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Einsendung dieser Schuldverschreibungen bei der Ltadtkasse in Greffen, bei dem Baukyause Delbrück, Leo & Cie. zu Berlin und bei der Mitteldeutschen Kreditbank zu Frankfurt a. M. erfolgen kann und daß die Verzinsung mit Ende Februar 1907 aufhört. Gießen, den 17. November 1906. Bie/n Großhrrzogliche rgcrmeisterei Gießen. _________________Mecum.________________ Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Lauter für das Jahr 1907 liegt vom 22. d. Mts. an 8 Tage lang auf dem Bürgermeisteret-- Bureau dahier zur Etusicht der Interessenten offen. Lauter, den 19. November 1906. Großh. Bürgermeisterei Lauter. Aff. 6922 WMschMg 6« Alckkiuött-VkMhMPL Weihnachten naht heran, das Fest der Liebe und der Freude das Fest der Kinder. Schon am 8. Advent, Sonntag, den 16* Dezember d. I., soll diesmal die Ehrrstbescherung für die Kinder unserer Anstalt stattfinden. Wir haben für 250 Kinder den Weihnachtstisch mit Gaben zu decken. Um dies ausführen zu können, wenden wir uns wieder an die Liebe und den wohlwollenden Sinn der Freunde unserer Anstalt und ihrer Kinder. Wir bitten, uns Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen und bergt zuwenden zu wollen, besonders aber auch Geldgabeu, die uns die gleichmäßigste Bescherung für unsere Kleinen ermöglichen. Eine Liste zur Erhebung von Beiträgen wird nicht herumgegeben. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der nachbenannten Vorstandsdamen gelangen zu lassen: Frau Professor DrewS, Seltersweg 87; Frau Rechtsanwalt Grünewald, Liebigslraße 21; Frau Johanna HaaS, Ostanlage 31; Frau Rechnungsrat Kalbfleisch, Ludwigstraße 7; Frau Professor Leist, Mollkestraße 32; Frau Kirchenrai Naumauu, Tiezstraße 15; Frau Luise Ottens, Roonstraße; Frau Lma Schmall, Ostanlage 3b; Frau Marie Schwan, Seltersweg 61. Auch die Schwestern unserer Anstalt ftnb bereit, Gaben anzunehmen; man wolle freundlichst beachten^ daß dies bie Kleiukinderschulschwesteru sind, wohnend Tiezstraße 16. Greß en, den 19. November 1906. [vM/n Der Vorstand der Klemkinder-Bewahranstalt Dr. Nau Nia nn, Kirch enrat. Li sie ML2 rOSi ■ wn •<* WWM Quaker Oats wird von Kindern leidenschaftlich gern gegessen und deren blühendes Aussehen beweist schon bald die vielen Quaker Oats enthält alle für die gesunde Bntwickelung des menschlichen Körpers nötigen Bestandteile. 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