I ■"1 L Erstes Blatt General-Anzeiger 156. Jahrgang Montag 24. September 1906 Bezu gSpret-r • monatlich 7bPf., viertel- jährlich Dik. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen äh x*^k nwnatlich Go Pf.; durch Sa rji pM \3p BSj diePost Alk.2.— viertel- Hfl n «Lf 3H jährl. auSschl. Bestcllg. 6« K3 Ly Annahme von Anzeigen v^*4fA für die Tagek'iuuuiuer xjr bis vormittags 10 Uhr. x\-^> ZeilenpreiS: lokal 12Ps^ MiSwärts 20 Psg. Verantwortlich für den polit. und öligem« reis Gießen MW zeigenteil: HanS Nr. 224 Erscheint täglich außer Sonntags. ■ l Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Familien» blätter uieniml in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Arü h l'schen Univers.-Buch-u.Stem- druckeret. R. Lange. Redaktion, Erveditioa und Druckerei: Schul st raße 7. Redaktion 113 j Verlag u.Exped.S^^öl } Adresse für Depeschen: ▼ Anzeiger Gießen. Die yentige Yumrner umfaßt 8 Seiten. Bekanntmachung. Bctr.: Schweinerotlauf zu Gießen. Unter dem Schweinebestand des Fr. Co st zu Gießen sst ein Fall von Notlaufseuche festgestellt worden. Gchöft- sperre ist verhängt. ■ -■-.•3—- - Betr.: Schwcinecotlauf zu Langsdorf. Unter dem Schweinebestand des Hch. Pauli VIII. zu Langsdorf ist ein Fall von Rotllaufseuche festgestellt worden. Gießen, den 21. September 1906. GroßH. Kreisamt Gießen^ I. 23.: Dr. Merck. Sozialdemokratischer 'Parteitag. 1. (Unberechtigter Nachdruck verboten.) Konferenz der sozialistischen Frauen Deutschlands. S. u. H. SDlanntyeim, 22. Sept. Im Festsaale der Zentralhalle nahmen heute früh die Verhandlungen des Parteitages der deutschen Sozialdemokratie mit der Konferenz der sozialistischen Frauen ihren Anfang. Der Saal ist mit roten Fahnen und Garirlandcn, die mit roten Papierroscn verziert sind, geschmückt. Zu Beginn der Tagung legte Frau Bader eine Reihe für die Konferenz eingelaufene Anträge vor. Genossin Balabanoff aus Rußland erinnert an den blutigen, furchtbaren, aber erfolgreichen Kampf im Reiche des Zaren. Der Kampf ist entsetzlich, er nimmt ungeheuer viel menschliche Opfer in Anspruch, es ist ein furchtbares Ringen, aber der Sieg wird unser sein. Dann wird cs unsere Wonne, unsere Pflicht sein, Ihnen die Hand zu reichen zu gleichem Fortschreiten. (Lebhafter Beifall.) Frau Bader richtet einen Appell an den Geldbeutel. Unsere Proletarierfrauen müssen ihre Gesundheit, ihre Kraft, ihre Mutterschaft den Unternehmern hingeben, diesen frechen Unternehmern, denen jede Bestrafung nur eine neue Ermunterung zu ungesetzlichem Tun ist. Was schert sie ein Mensch, wenn es ihrem Geldbeutel nur gut geht. (Zustimmung.) An jenem blutigen Tage, dem Jahrestage der russischen Revolution, an dem Tage, da der Zarismus in Iiußland gestorben war, haben wir mit unserer Arbeit eingesetzt. Alle Gesetze stellt man nur in den Dienst der herrschenden Klassen. Man ist ja so findig und entzieht dem Reichstage Gesetze, um sie in Einzellanbtagen zu behandeln. Wir können nur weiter kommen, wenn wir unsere ganze Kraft einsetzen. Ihr Frauen, die Ihr für den Unternehmer ja Eure ganze Kraft hingeben müßt, laßt auch einmal den Kochtopf für unsere Sache im Stich. Im Herzen und Geist sinö wir mit den Genossen einig. Daß wir nicht einschlafen und erlahmen, dafür sorgt das brutale Bürgertum. (Lebhafter Beifall.) 'Das böse Gewissen der Bourgeoisie treibt sie zu allerlei Wahlrechtsbeschneidungen, zu einer Vogelstraußpolitik. Wir haben noch viel Arbeit zu tun. Ist nicht unsere Volksschule den Pfaffen ausgeliefert? Man läßt heute eher einen Mörder ohne Ketten, als eine an geschuldigte proletarische Frau. (Lebhaftes Sehr richtig!) Unzählige Proletarierinnen werden gemartert und geplagt. (Pfuirufe.) Wir kämpfen weiter, wenn unsere Polizei auch immer mehr kosakisch wird. (Lebhafter Beifall.) Und gedenken zum Schluß unserer tapfereren Genossinnen, die das Leben für unsere Sache gelassen haben, die den Schergen zum Opfer gefallen sind. (Langandauernder Beifall.) Genosse K a tz e n st e i n: Wir wollen Kindergärten haben, die weder politisch noch religiös sind, aus bestimmten pädagogischen Grundsätzen. Die Kinder sollen keine religiösen Vorstellungen im Kinderherzen aufnehmen, die sie nicht verstehen, für die sie kein Verständnis haben. Die Grundlage ihrer Erziehung sollen Naturbeobachtung und Spiel sein. Die Kinder sollen gewöhnt werden, solidarisch zu denken und mit einander zu fühlen. Wir werden sie nicht mit dem Erfurter Programm plagen (Heiterkeit), sie sollen nur ohne unnützen Ballast erzogen werden. Die religiöse und sogenannte patriotische Beeinflussung soll dem Kinde fern bleiben. Genossin B aum a nn-Offenb'a ch tritt dafür ein, daß neben Kindergärten auch Kinderbewahranstalten von der Kommune eingerichtet werden. Die Referentin berichtet von einer derartigen Anstalt, die in Dresden privatim eingerichtet wurde. Dort wurden aber nur „kirchlich getraute" Ki n d e r aufgenommem (Heiterkeit und Hört, hört!) Lehrer Schulz-Bremen: Ich bin dafür, daß den Gemeinden die Pflicht auferlegt wird, Kindergärten zu schaffen. In Charlottenburg hat man bei so einer Gründung den Namen 9! a u m a n n genannt. (Zurufe.) Naumann mag sozialpolitisch fühlen, aber er ist kein Sozialist. Wir stehen im striktesten Gegensatz zu ihm. Bei der A b sti m m u n g wurden die Anträge betreffend Agitation in den Ostseeprovinzen, Einsetzung von Bezirks- vcrtrauenspersonen und Schaffung von Agilationskommis- sionen abgelehnt. Der Antrag auf Freigabe des Samstagnachmittag wird für erledigt erklärt, nachdem die Forderung im Parteiprogramm enthalten ist. Angenommen wird der Antrag auf Schaffung von Krippen und Kindergärten durch Kommunen mit dem Zusatz: „erforderlichenfalls solche im Geiste moderner sozialer Pädagogik geleitete Einrichjnngen selbst ins Leben zu rufen oder zu unterstützen." Iann berichtete die Genossin Ziejs-Hamburg über die Agitation unter den Landarbeiterinnen. Sie führte aus: Der Ruf: „Proletarier aller Länder vereinigt Euch" ist bisher an den Landarbeitern spurlos vorübergcgangen. Der Kleinbauer, der schon längst nebenbei Gutstaglöhner war, wurde nun noch nebenbei kapitalistisch ausgebeutet, indem er in jene Fabriken ging, die spekulative Unternehmer aufs Land legten, um die billigen Grund- stückspreisc auszunützen. Er mußte ferne Arbeitskraft für niedriges Geld verkaufen. Er hatte nur Ueberarbeit und Entbehrungen. Der Landwirffchaft wurden Kräfte bald in Masse entzogen, der Landwirt zog in die Stadt, denn Stadtluft macht frei. Die Rednerin gibt dann eine eingehende Darlegung der Entwicklung der ländlichen Arbeits- Verhältnisse. Früher waren die Verhältnisse fast besser als heute. Würden unsere Bauern historischen Sinn besitzen, dann würden sie an die großen Raubzüge der Edlen Herren denken, Hann würden sie den Köckeritzen und Kanitzen keine Schleppträgerdienste leisten. Wenn es im B. G.-B. heißt, das Züchtigungsrecht ist aufgehoben, so wird es doch tatsächlich heute noch ausgcübt. (>-ehr richtig!) Die Landarbeiter, die kaum das physische Dasein haben, müssen auch geistig abstumpfen. Die Referentin schildert die ländlichen Verhältnisse in den grauesten Farben und weist besonders aus die Ausbeutung der Kinder beim Viehhüten, bei der Kartoffel- und Rübenernte hin. Die Referentin schildert dann die ungenügenden Lohn- und Wohnungsverhältnisse aus dem Lanhe. Dazu käme noch die vielfach menschenunwürdige Behandlung des Gesindes durch Gutsherren und Beamte. Die sittlichen Verhältnisse auf dem Lande stehen viel unter denen des von Junkern und Pfaffen so viel geschmähten Sündenbabels Berlin. Man wundert sich über die Landflucht der Arbeiter, ich wuudere mich, daß sie nicht viel größer .ist. . ,, , Forderungen für die Landarbeiter. Wir fordern als Minimum: Beseitigung der Gcsinde- orduung und ländlicher Ausnahmegesetze, Gleichstellung der Landarbeiter und des Gesindes mit der Jndustriearbeiier- schaft, Arbeiterschutz durch Reichsgesetz, volles und sicheres Kvalikionsrecht, Verbot der Kindererwerbsarbeit bis zum 16. Lebensjahre, obligatorische Fortbildungsschule, die Ar- beiterversichcrungsgesetze auch für die Landarbeiter, landwirtschaftliche Gewerbegerichte, Wohnungspolizei und Ausgestaltung der Volksschule im Sinne des sozialdemokratischen Programms. Die Agitation muß mit einer planmäßigen Aufklärung der Landarbeiter einsetzen. Alles, was wir an Schutzgesetzen usw. für die Industrie haben, wollen wir auch für die Landarbeiter haben. Für viele Landarbeiter, die jetzt lethargisch dahinleben, erwacht neuer Lebensmut durch unsere Agitation, die ihm Rettung aus dem Elend zeigt. Heut ist ost die Landarbeiterschaft noch ein Reservoir für Streikbrecher und Lohndrücker. Heiße brennende Wünsche nach Freiheit und Glück, nach mehr Menschenwürde werden von den Landarbeitern uns entgegengebracht. Es wurde einstimmig eine längere Resolution angenommen, [im der die Forderungen aufgestellt werden. Sodann sprach über die Dienstbotenbewegung die Genossin Grünberg -Nürnberg unter Vorlegung einer Resolution, in der es heißt: Die Konferenz der sozialistischen Frauen fordert: 1. Abschaffung der Gesindeordnung und Gesindedienst- bücher. Z Unterstellung der Dienenden unter die Gewerbeordnung, Ausdehnung aller Bersichcrungsgesetze auf sie, Gewährung eines gesetzlich gesicherten vollen Koalitionsrechts nnd Aushebung der Verpflichtung, Hausangehörige mit ansteckender Krankheit behaftet zu pflegen. 3. Sinngemäße Anwendung der Bestimmungen über Arbeitszeit und Arbeitsdauer, Sonntags- und Nachtarbeit usw. aus die Dienenden; im besonderen und zunächst als Mindestmaß an gesetzlichem Schutz Einführung eines gesetzlich geregelten Arbeitstages, eines vollen freien Sonntagnachmittags alle 8 Tage und alle 14 Tage einen vollen freien Tag. Für außergewöhnliche Arbeiten sind Hilfskräfte anzustellen. 4. Gesetzliche Vorschriften, gesunde, den hygienischen Verhültirifsen entsprechende Schlafrüume, welche von innen verschließbar sein müssen, und ständige Kontrolle derselben durch die Behörden. 5. Einführung des obligatorischen Fortbildungsschulunterrichtes auch für die Dienenden bis zum 18. Lebensjahre. 6. Abschaffung der privaten Slellenvermittlungsbureaus und Einführung von paritätischen Stellennachweisen. Die. Resolution gelangte zur Annahme. ' XI. Tag. Mannheim, 23. Sept. Heber das Frauenstimmrecht referiert Genossin Zetkin. Mit stürmischem Beifall begrüßt nimmt dann Bebel das Wort, nachdem man ihn vom Vorstandstische aus dazu gedrängt hatte, doch wenigstens „zur Dekoration" zu sprechen. Ich glaubte, führte er aus, daß man nach den Ausführungen der Referentin in eine Diskussion nicht eintreten würde. Warum ich noch sprechen soll, weiß ich wahrhaftig nicht. (Heiterkeit.) Das Bureau hat mich dazu gezwungen, trotz meines moralischen Widerstandes. (Heiterkeit.) Wirschen, wohin wir kommen, wenn die Frauen auf allen Seiten Rechte haben. (Große Heiterkeit.) Es gibt im ganzen deutschen Reiche keine Partei, die mächtiger ist als die Sozialdemokratie. Man wird bei der steigenden Macht der Sozialdemokratie erwägen, ob man nicht in anderer Weise dem Fortschreiten der Sozialdemokratie Einhalt tun kann, indem man das Wahlrecht auf die Frauen ausdehnt, weil hier eine ungeheuere Zahl von Personen, noch der sozialdemokratischen Agitation entfremdet sind. Dann ist für die herrschende Gesellschaft der letzte Anker gebrochen, an den; sie sich noch verzweifelt anklammert. (Stürmische Zustino« mung.j In der Nachmittagssitzung berichtete die Genossin; Dunter-Dresden über die Fürsorge für Schwangere und Wöchnerinnen. Eine von ihr vorgeschlagene Re-i solution gelangt zur Annahme. Mit den üblichen Formalitäten würde dann die Koni serenz gescylossen. Die Eröffnung de3 Parteitags. Die Verhandlungen des Parteitages würden heuttz abend mit einer Begrüßungsversammlung im Nibelungen», saale des Mannheimer „Rosengarten" eröffnet. Eine» merkwürdigen Beschluß hat das R e i ch s p o st a m t zu Berlin gefaßt, der hier zu allerlei Kommentaren Anlaß gibt. Ebenso wie anderen großen Kongressen war dem sozialdemokratischen Parteitag eine eigene Postanstalt zu-, gesichert worden, für die alle Einrichtungen bereits voll-, endet waren, als plötzlich der Befehl aus Berlin erging, die Posfftelle wieder a u fz u h e b e n. Tie Beteiligung an dem Parteitage ist eine bisher: noch nicht dagewesene. Fast die ganze sozialdemokr^ Reichstagssraktion ist in Mannheim vertreten. Allgemein-, stem Interesse begegnet natürlich, wieder August Bebel, der, wo er sich sehen läßt, der Gegenstand begeisterter Huldigungen der Genossen ist und fortwährend von Photo^ graphen illustrierter Blätter verfolgt wird. Neben ihm ist" wohl der populärste Mann Paul Siu g er. Am Tisch der Presse haben auch PfarrerNaumanü und der Neichstagsabg. Helmut von Ger lach Platz genommen. Abg. D r e e s b a ch begrüßte ' die Versammlung mit einer Ansprache, in der er betonte, auch diesmal würden; scharfe Worte falten, aber auch diesmal müsse der Partei-, tag reine Lust schaffen. Dann eröffnete B e b e l den Parteitag namens des Vor-, standes mit einer Rede, in der er zunächst den badischen! Nationalliberalismus und dessen Führer Basser mann wegen seiner Haltung in der Zoll- und- Schulpolitik scharf angriff. Die Sozialdemokraten hätten keinen Grund, freudig in die Zukunft zu sehen, aber sie seien auch keine Schwarz-, seh er. (Stürmische Heiterkeit.) Redner besprach dann ein-, zelne Vorgänge in der preußischen und deutschen Politik.. Zu Vorsitzenden des Kongresses wurden Singers und Dreesbach gewählt. Ein Antrag, auf die Tages-, ordnung die russische Revolution und die deutsche; Arbeiterklasse zu setzen, wurde zurückgezogen, nachdem Singer namens des ParteivorstandeS bemerkt hatte, daß der Parteitag e;s sich ohnehin nicht nehmen lassen werde, bei passender Gelegenheit der russischen Revolution bewun-, dernde Sympathie auszusprechen. Deutsches Reich. Groß-Nom int en, 22. Sept. Der Kaiser und die, Kaiserin sind mit der Prinzessin Viktoria Luise heute auf dem hiesigen Bahnhofe eingetroffen. Der Kaiser begab sich sofort auf die Pirsche. Nach der Pirsch im Goldaper Revier traf der Kaiser im Jagdschloß ein. Berlin, 23. Sept. Einem Budapester Blatte zufolge, weilte ein ungarischer General kürzlich in Berlin und wurde zur Hoftafel zugezogen, an dec auch Prinz Eitel Fridrich teilnahm. Der General soll nun nicht wenig erstaunt gewesen sein, als der Kaiserliche Prinz in fließendem Ungarisch ihn anredete. Auf eine Bemerkung, in der er sein Erstaunen darüber ausdrückte, soll Kaiser Wilhelm erklärt haben, er lege Wert darauf, daß seine Sühne die Sprachen aller Kulturvöker Europas beherrschen. — Der Präsident des Neichsmilitärgerichts, General! von Massow, ist in Genehmigung seines Abschiedsgesuches mit Pension zur Disposition und ä la suite des 1. Brandenburg. Dragonerregiments Nr. 2 gestellt worden. — In dec Strafsache gegen Götz, Schneider und Genossen, die Veröffentlichungen über auffällige Vorgänge in der Kolonialverwaltung betreffend, ist gestern auch der ver» verantwortliche Redakteur für den innerpolitischen Teil dec Germania vor dem Untersuchungsrichter als Zeuge vernommen worden. Seine kurze Erklärung beschränkte sich darauf, daß er Götz und Schneider nicht kenne, sie nie gesprochen und auch keinerlei Mitteilungen von ihnen erhalten habe, und daß er weitere Aussagen auf Grund des § 54 der Strafprozeßordnung verweigern müsse. Köln, 23. Sept. Zu der Aeußerung Erzbergers über die „bestochenen Blätter" schreibt die K. Volksztg.": Unseres Erachtens sollte man derartige Mitteilungen nicht öffentlich verbreiten, wenn man nicht in der Lage ist, einen selbständigen Beweis dafür zu erbringen. Es hat doch sein Mißliches, wenn eine derartige Behauptung aufgestellt wird, welche auf einen größeren Kreis von Blättern ehr schiefes Licht wirft, ohne daß alsbald außer Zweifel gestellt wird, wer denn gemeint sei. Darüber können sich die Berliner Blätter mit Recht beklagen. Ob sich das Preßbureau des Kongostaates dazu hcrbeiläßt, in dieser Sache zu reden, erscheint sehr zweifelhaft. Darum hätte nach unserem Dafürhalten Erzberger darauf verzichten sollen, das ihm Erzählte weiter zu erzählen. Ec liefert damit seinen Gegnern nur Handhaben, seine ganze, m der Hauptsache sehr verdienstliche Tätigkeit zu verdächtigen. Eisenach, 23. Sept. Der Verbandstag mitteldeutscher Handelskammern beschloß, der Einführung von ^Schiffahrtsabga^cn auf dieser bisher abgabenfreien Wasserstraße entgegenzutreten; falls aber die Einführung beschloffen werden sollte, dürfte die Verwendung der eingehenden Abgaben nur im Schiffahrtsinteresie erfolgen. Oberstein, 23. Sept. Der südwest'deutsche Parteitag der Freisinnigen Volkspartei beschloß einstimmig eine Resolution, welche die Steuerpolitik verurteilt, sah jedoch von einer Beschlußfassung hinsichtlich der Einigungsfrage ab, da über das liberale Zusammengehen Einstimmigkeit herrscht. — In einer Volksversammlung sprachen die Abgg. Kopsch und Müller-Meiningen, ersterer über aktuelle politische Fragen, letzterer über die Steuer- und Sozialpolitik. Ein Vertreter der Nationalsozialen stimmte den Ausführungen zu und sprach die Hoffnung aus, daß eine Einigung erzielt werde. Ausland. ' Rom, 23. Sept. Wegen eines Artikels gegen die Königin- Mutter Marghuerita fand gestern ein Säbelduell zwischen dem Chefredakteur des sozialdem. Avanti und dem Monarchisten Journalisten Vittori "statt. Nach dem 20. Gang wurde das Duell wegen Uebcrmüdung der Kämpfenden abgebrochen und wird heute fortgesetzt. New York, 23. Sept. Auf Kuba soll, wenn Palma mit seinen Ministern- zurücktritt, zunächst ein amerikanisches Militär-Gouvernement eingesetzt werden. Ein der Negierung nahestehender Kongreßabgeordneter erklärte, daß die bewaffnete Intervention der Vereinigten Staaten am 25. d. M. beginnen werde. Die „Newyork Tribüne" behauptet, die kubanische Revolutionsjunta in Newyork habe in Deutschland vor drei Wochen eine große Menge Waffen und Munition für die Rebellen bestellt. Die Bestellung soll bei einer Damburgev Firma erfolgt sein und sich auf 6000 Mausergcwehre und eine Million Patronen belaufen haben. Der Auftrag wurde jedoch widerrufen, da erst das Resultat der J-ricdensverl-andlungen abgewartet werden sollte. Wenn diese aber endgültig scheitern, sollen die Waffen, toie' das Blatt wissen will, wirklich geliefert werden. Die .-Sage in Bußland. ’ Alle Gerüchte von einer Verschwörung gegen die Zarenfamilie sind nach neuesten Petersburger Meldungen als Erfindung zu bezeichnen. Wie aus bester Quelle mitgeteilt wird, hat die Polizei, die bei der Anmeldung der Zarenfamilie zum Regimentsfest der Chevalierg"rde unter den Bewohnern von Peterhof und den zugereiste,-. Fremden verschiedene Verhaltungen vornahm, die sestgenommenen Personen fast alle aus Mangel an Beweisen freigelassen, darunter auch einen verhafteten Palaisdiener. Der vielberufene Gärtner,, der wie gewöhnlich bei allen angeblichen Attentaten eine Rolle spielte und bereits eine legendäre Persönlichkeit geworden ist, befindet sich unangefochten auf freiem Fuße. Auch von dem Selbstmord eines Offiziers aus Furcht vor Entlassung, ist' in Petersburg nichts bekannt. Stolypin und Iswolsky begaben sich an Bord der kaiserlichen Jacht, um dem Zaren über die Lage Bericht zu erstatten. Die kaiserliche Familie unternahm am Donnerstag und Freitag Jagdausflüge in den Schüren. Die kaiserliche Flottille liegt stit Donnerstag bei Penttilä. Behufs durchgreifender Reform des V o l i z e i w e se n s hat die Regierung je einen englischen, deutschen und französ. Polizisten berufen. Jeder dieser fremdländischen Beamten soll einen höheren Posten im Polizei-Departement erhalten. , .In Siedlce überreichte eine von zahlreichen Reitern begleitete Abordnung dem auf einer Dienstreise begriffenen katholischen Bischof von Ljublin ein prächtiges Kissen, welches mit dem Emblem des poln. Königtums, dem cinköpsi- gen weißen Adler mit rotem Schnabel, geziert ist. Auch die Kleidung der Reiter, welche polnische Nationaltracht trugen, sowie das Banner zeiatcn den weißen Adler. Die Juden brachten überall dem Bischof Salz und Brot dar. In Sosnowice umzingelte eine Kosaken-Abteitung von 200 Mann unter Führung von Grenz-Gcndarmerie-Offizieren in der Siedlcer Vorstadt ein Arbeiterhaus, um eine Bomben- fabrik aufzuheben. Die Hausbewohner eröffneten das Feuer auf das heranziehende Militär, das die Schüsse erwiderte. Sechs Arbeiter wurden gelötet, 4 verwundet, drei Bomben beschlagnahmt. Die Verwundeten wurden verhaftet. Einige Soldaten erlitten Verletzungen. ; Am 22. September nahm die Geheimvolizei aus Warschau in der Kreisstadt Nowominsk mit militärischer Hilfe eine Durchsuchung der Arbeiter aus der Rudzki-Fabrik und deren Privarwohnungen vor. 5 Arbeiter empfingen die Polizei mit Re- volverschnssen. Es kam zu einer gegenseitigen Schießerei. Die Arbeiter suchten zu entkommen, was aber nur einem gelang. Ein Arbeiter wurde erschossen, drei verhaftet. In einer Wohnung wurde ein Wasfenlaqer und eine Bomben-Fabrik entdeckt. Mehrere Revolver und Bomben, sowie viele" Patronen wurden beschlagnahmt. Die Verhafteten wurden nach Warschau trans- Vortiert. und Flotte. Aus London wird uns geschrieben: Tie Rüstungen Deutschlands zur See lassen die englische Presse nicht zur Ruhe kommen. Selbst die Zurückziehung der Halste der Truppen aus Südwestafrika hat die englische Presse sticht befriedigen können und diese kommt schon wieder mit einer neuen Forderung: Deutschland müsse seine Rüstungen zur See ein stell en. Zum Sprachrohr dieser Stimmen macht sich der >,Observer". In, einem langen Artikel sagt das Matt: In einflußreichen englischen Kreisen ist man Anhänger einer Beratung der Frage, die Einstellung der Rüstungen zur See auf der nächsten Haager Friedens^nferenz zur Erörterung zu bringe^. Es wird dann hervorgehoben, daß angesichts des englisch-iapaitischen Bündnisses und der loyalen Freundschaft mit Frankreich Deutschland die einzige Seemacht sei, die England gefährlich werden könne; an Rußland sei in den nächsten 20 Jahren nicht zu denken. Deutschland solle infolgedessen von England ersucht werden, sein Fkottenprvgramm abzuändern, wobei erklärt wird, daß eine Weigerung Deutschlands bon England als eine Beleidig- ung aufgefaßt werden würde. ____________________________ Aus Stadt und Land. Gießen, den 24. Sept. ** Die prdentliche Generalversammlung ver Bezirkssparkasse fand am 21. X. M. in dem Sckale der höheren Mädchenschule statt. Der Geschäfts-Abschluß von 190 5 ergab einen Reingewinn von 57321,87 der sahungtz'gemaß zur Vermehrung der Rücklagen (Reservefonds) und zur Bewilligung der übligen Unter» stutzungen im Betrage von 17 355 Mk. verwendet wurde. Eine dringend notwendige und zeitgemäße Einrichtung erfährt dre Kasse dadurch, daß sie vom 1. Oktober d. I. ab feden Werktag von morgens 8 bis 1 Uhr und nachmittags von 3 bis 41/2 Uhr für das Publikum geöffnet ist und die Verzinsung der Einlagen vom Tage der Einlage an beginnt. Der Zinsfuß beträgt zurzeit 3i/2 Proz. Durch die Amtsniederlegung des Direktors Wiener muffte eine Neuwahl der Verwaltungsbeamten stattfinden Es wurden gewühlt Rendant D öri n g als Direktor, Buchhalter Eisenhauer als Rechner und Buchhalter Haas als Kontrolleur. V -0. Der Prospekt unseres Stadtth^aters für die bevorstehende Spielzeit, die letzte im alten Hause, liegt unserer heutigen Nummer bei. Man wird dem langjährigen Gießener Musenheim auf dem Hofe an der Wallthorstraße Tränen des TrennungSwehS nicht 'nachweinen. rXDie' Wieder- engagements einer Reihe beliebter Darsteller, der Damen Schellenbcrg, Bayrhammer und Donecker, sowie der Herren Reimer, Goll, Lippert und Herrscher haben wir bereits bekannt gegeben und sie sind von allen Theaterfreunden mit Freuden begrüßt worden. Wir dürfen wohl hoffen, daß diese uns lieb geivordenen Künstler uns auch weiterhin treu bleiben und im neuen Hause al§ alte, werte Bekannte übers Jahr uns empfangen werden. — Von den angekündigten „Neuheiten" verdienen Schnitzlers „Letzte Masken", des unglücklichen Briten Oskar Wilde, eines der geistreichster: Poeten der neueren Weltlitteratur, „Idealer Gatte", des grau in grau rnalenden sozialistischen Niederländers Heycr- mans (des Dichters der unvergeßlichen „Hoffnung auf Segen") Familientragödie „Allerseelen", und Lilien- feinS „Berg des Aergernisses" besonders hervorgehoben 31t werden. Wenn schon dieses oder jenes der genannten Werke richtiger 31t den „älteren in Aussicht genommenen" zu zählen wäre, so ist daS entschieden der Fall bei des Russen Gogol „Revisor" und Bj örnsonS hübscher Komödie „Geographie und Liebe", die beide, wenn auch für Gießen neu, ein recht stattliches Alter haben, trotzdem aber die gleiche Aufmerksamkeit verdienen, wie die drei Ibsen- Werke und die Shakcspeare'schen Lustspiele. Ein Ereignis für Gießen würde das Matkowsky-Gastspiel werden, ist M. doch vielleicht der letzte große deutsche Heldendarsteller. — Goethe regte, wie Eckermann berichtet, als er einmal auf Theaterverordnungcn zu sprechen kam, ErmunterungS- Belohmmgen für Schauspieler an und schloß: „Dadurch, daß alle mehr tun, als zu erwarten und zu verlangen, kommt ein Theater in die Höhe." Unter dem Begriff „alle" möchten wir nicht nur alle, die zum Theater gehören, sondern auch alle, die das Theater besuchen und besuchen sollten, verstanden wissen. * * Wegem der von der Eisenbahndirektion Frankfurt geplanten Umleitung der Bahnzüge zwischen Mainz und dem Rheingau über Wiesbaden hat Landtagsabg. Dr. Schmitt mit Unterstützung von Ab- geordneten der verschiedensten Parteirichtungen eine Anfrage an die Großh. Regierung gerichtet, in der Schritte gefordert werden, um diese zugunsten von Wiesbaden wirkende Benachteiligung der Verkehrsinteressen von Mainz abzuwenden. * * Militärisches. Gestern mittag wurde im Kasernenhofe der neuen Kaserne RegimentSappcll abgehalten. Die Fahnen wurden dann in die Wohnung des Obersten v. Lindenau gebracht. Heute früh 7 Uhr wurden die zur Entlaffung gekommenen Reservistcu mit klingendem Spiel nach dem Bahnhof geführt. Renitent. In der Nacht vom Samstag ailf Sonntag mußte ein hiesiger Wirt einen Gast wegen unanständigen Betragens aus dem Lokal verweisen. Der so Gemaßregelte schlug bann von außen die Tür entzwei, jedoch folgte die Strafe auf dem Fuße, denn er erhielt sofort eine Tracht Prügel, ohne eigentlich zu wiffen von wem. * * Aufgegriffen wurde in der Nacht zum Sonntag hier ein Schuljunge aus Ostheim. Ec war von zu Haus weggelaufen, weil er wegen eines schlechten Schulzengniffes Bcstrafling von seinem Vater befürchtete. Der Vater holte den Burschen dann hier ab. • * Verstorben ist am Samstag der Schuhmacher Lepper, der sich am Tage vorher in selbstmörderischer Absicht eine Kugel in die rechte Schläfe geschossen hatte. * * Verh aftet wurden in verflossener Nacht zwei Arbeiter wegen fortgesetzter Ruhestörung. * ' Die Bürgermeisterwahl von Münster. Am Samstag wurde von dem Kreis ausschuß des Kreises Gießen über die Bürgermeisterwahl von Münster bei Lich verhandelt. Die unterlegene Partei des Beigeordneten Heinrich Heß hatte gegen die Wahl des Heinrich Gontrum Protest eingelegt. Der Kreisausschuß wies die Reklamanten kostenpflichtig ab und erklärte die Wahl für giltig. Ter neue Bürgermeister ist der Sohn des alten Bürgermeisters, der ans Rücksicht auf sein hohes Alter eine Wiederwahl ablehnte. f Butzbach, 23. SeFt. Heute fand hier eine Versammlung der Gauturnwarte des M i 11 e lrh'e Inkreises statt, in der Prof. Wämser-Butzbach einen Vortrag hielt, der sich mit den eidgenössischen .(Schweizer) Turnfesten und einen Vergleich derselben mit den mittelrhtzinischen Turnfeste befaßte. Im praktischen Teil der Veranstaltung wurde u. a. von Turninspektor Schmuck- Darmstadt eine Uebungsstunde im Damenturnen gezeigt, während unter Leitung des Kreisturuwarts Volze-Franksurt Keulenschwingen geübt wurde. Am" Samstag abend hielt der geschäftsführende Ausschuß des Mittelrheinkreises hier eine Sitzung ab'. Darmstadt, 23. Sept. S. K. H. Prinz Heinrich von Preußen traf, wie die „Darmst. Ztg." meldet, am Freitag mittag 1 Uhr, von Karlsruhe kommend, zu kurzem Besuch des Großherzogspaars im Automobil in Jagdschloß Wolfsgarten ein. Er nahm am Mittageffen teil und wurde abends 7.30 Uhr von S. K. H. dem Großherzog mittels Automobil nach dem Frankfurter Hauptbahnhof geleitet. Dort nahmen die Herrschaften das Abendessen ein. Prinz Heinrich trat darauf mit der Bahn die Rückreise nach Kiel an, während der Großherzog nach WolfSgarten zurückkehrte. — Minister Breitenbach war heute auf Schloß Wolfsgarten zur Frühstückstafel geladen. Nachmittags kehrte er nach Wiesbaden zurück und am Dienstag wird er nach Berlin zurückfahren. sd. Michelstadt, 23. Sept. Die Beisetzung des Abg. Häusel fand Samstag nachmittag hier statt. Trotz der ungünstigen Witterung hatte sich eine große Zahl von Leidtragenden aus ganz Hessen ein gefunden. Selbstverständlich waren die Parteigenossen Häusels stark vertreten, für die Regierung war Ministerialrat Freiherr von Biegeleben erschienen. Nach der ergreifenden Grabrede des Pfarrers Bernbeck sprach im Namen der zweiten Kammer der Landstände Vizepräsident Köhler erhebende Worte. Er schilderte die vorzüglichen Charaktereigenschaften des Dahingeschiedenen und legte einen Kranz nieder. Weitere Blumenspenden widmeten dann mit entsprechenden Begleitworten Landtagsabg. Breimer im Auftrage der nationalliberalen Fraktion, Kreisrat Schliephake unter Anerkennung der Verdienste des Entschlafenen unt das Bauwesen im südlichen Odenwald, Landtagsabg. Bähr namens des Bauernbundes, Revisionsgeometer Hiemenz namens des Vereins der Geometer 1. Klasse. Die Trauerfeier war ein Beweis für die Wertschätzung, 'bereu sich der Verstorbene in weiten Kreisen zu erfreuen hatte., [] Marburg, 23. Sept. Eine richtige Räuberhöhle wurde im dichten Tannenwalde hinter dem Dorfe Marbach entdeckt. Vier der Insassen, 18- bis 20jährige arbeitsscheue Burschen von hier, riffen aus, während der letzte einen Revolver hochhielt. Der Bursche wurde jedoch entwaffnet und zum Bürgermeister gebracht. In der Höhle fand man allerhand Tierfelle, Speisereste nsw. Uebrigens wurden in letzter Zeit in jener Gegend mehrfach allcingehende Frauen von den Bürschchen belästigt._______________________ Boranösichtlicke Witterung in Hessen für Dienstag, den 25. Sevtewber: Mäßige nördliche Winde; teilweise heiter. Trocken, nachts kühler, tags wärmer als am Portaoe. Märkte. fc. Frankfurt 0. M., 24. Sept. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche Notierungen bet heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Mk. 17.00—17.25, Kurhessischer Mk. 18.00—00.00, La Plata Mk. 19.25—20.25, Kansas Mk. 19.25—20.25, Roagen (hiesiger) Mk. 15.25—16.00, Gerste (Wetterauerl Mk. 17.25—17.75, Franken- selber Mk. 17.75—18.25, Hafer 15.50—16.25, MaisMk. 13.00—13.50, Weizenmehl 26.75—27.75, M. 00—00, 2. Qualität Mk. 24.75 bis Mk. 25.75, 3. Qualität Mk. 22.75—23.50, Roggcnmebl 0 Mk. 24.25—24.75,1. Qualität Mk. 22.50—23.00, Weftenkleie Mk. 10.00 bis Mk. 10.50, Roggenkleie Mk. 11.00—11.25, Maiskeime Mk. 12.00 bis Mk. 00.00, Franken, Pfälzer, Ried All. 17.25—18,25. Alles per 100 Kg. ab hier. k^ Frankfurt a. M., 24. Sept. (Telegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz."). Amtl. Notierungen der hentigenViehmarktpreise. Zum Verkaufe ftanben: 348 Ochsen, 150 ans Oestreich, 65 Bullen, 0 ans Oesterreich, 0 aus Dänemark, 771 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 ans Dänemark, 241 Kälber, 318 Schafe und Hämmel, 1681 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100Pfund Schlachtgeivicht: Ochsen 1. Qualität 90—93 Mk., 2. Qual 82—85 Mk., 3. Qual. 72—76Mk.; Bullen l.Qual. 79 bis 81 Mk., 2. Qual. 73—75 Mk.: Kühe 1. Qual. 81-85 Mk., 2.Qual. 79—83 Mk., 3. Qual. 68-72 Mk, 4. Qual. 00—00 Mk., 5. Qual. 00—00Ml. Kälber: 1. Qual. 100—106Pfg., Lebendgewicht 60-63 Pf., 2. Qual. 96—102 Pfg., Lebendgewicht 58—61 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 75—80Pfg., Schafe: l.Qual. 83—85, 2. Qual. 00—00 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 80—00 Pfg., Lebdgew. 63.00—00.00 Pfg., 2. Qu. 79 — 00Pfg., Lebend-- gew. 62.00—00 Pfg., 3. Qual. 73—75 Pfg. Lebendgew. 00 P'g. Geschäft bei Hornvieh gut, bei Kleinvieh gut, Ueberftanb unbedeutend. OrigittaL-Drahtmeldnugen. (fc.) 93 ad) ar ad), 24. Sept. Im H.o t e l zum Blüchcr- tal entstand heute früh 4 Uhr Feuer, bas sich rasch über die Privatwohnung des Wirtes und bad daneben liegende Wohnhaus des Uhrmachers Taß verbreitete. Sämtliche drei Häuser wurden eingeäschert. Der Besitzer des Hotels, von der Rad, wurde wegen Verdachts der Brandstiftung verhaftet. G r a u d e n z , 24. Sept. Großes Aussehen erregt die Verhaftung des praktischen Arztes Dr. v. Grumbkow und des Kaufmannes Rudolf Q r 10 v i u s wegen Verdachtes der Verübung eines Verbrechens gegen das keimende Leben. Memel, 24. Sept. Die Strafkammer verurteilte die 18 jähr. Besitzerstochter Gudeit aus Schwengeln, welche im Jahre 1905 ihren Vater durch Arsenik vergiftet hatte, zu 12 Jahren Gefängnis. Ihr Vater hatte ein Liebesverhältnis seiner Tochter mit einem Knecht nicht dulden wollen. Mailand, 24. Sept. Der bayrische Ministerpräsident Freih. v. Podewils telegraphierte dem demokratischen Professor Quidde, daß c§ der Regierung eine freu dige Pflicht der Gastfreundschaft sei, den nächsten Weltfriedenskongreß in München eröffnen zu können. Da§ Telegramm erregt freudige Verwunderung, weil zum ersten Male eine deutsche Bundesregierung gegenüber der Friedensbewegung eine freundliche Haltung einnimmt. Mita24. Sept. Seit einiger Zeit erscheint eine lettische Zeitung „Ezina" als Organ der lettischen Sozialdemokraten, dessen letzte Nummer die Vereinigung derlettischen Sozialdemokraten mit der russischen Arbeiterschaft meldet. Die Administration ist bemüht, die Druckerei dieses Organs aufzufinden, das in 30 000 Exemplaren aebrueft und überall, wo Letten wohnen, abgesetzt wirb. Ganze Listen von Todes- Kandibaten, welche als angebliche Spione der nuten Sache schaden, werden offen darin abgedruckt. Die letzte Liste weist 12 Gutsverwalter, einen Pastor, 2 Förster, 3 Landräte, 5 Dorfschulzen und 3 Frauen auf. Washington, 23. Sept. Die Tarif-Differenzen zwischen Amerika und Deutschland wurden heute zwischen dem Hilfssekretär Keep vom Schatzamt und dein Führer der Deputation deutscher Fabrikanten, Vossen, besprochen. Vossen machte bett Vorschlag, baß eine ameri- konische Abschätzungsbehörde die deutschen Handelskammern besuchen und die Mißstände besprechen möchte, um wieder gute Handelsbeziehungen herzustellen. Keep verständigte Vossen, daß die Beschwerden der Deutschen bereits int Kongreß als Vorlage eingebracht,'.im Senat jedoch bei der Vertagung des Kongresses stecken geblieben sei. Vossen erklärte sich mit den Bestimmungen der Vorlage zufrieden und ersuchte nur um möglichste Beschleunigung der Angelegenheit. Havanna, 23. Sept. (Reuter.) Es hat den Anschein, daß das Ende des Aufstandes bevorsteht, ohne daß es zu einer Intervention der Vereinigten Staaten kommt. Kriegssekretär Taft und Unterstaatssekretär Bacon hatten eine Besprechtmg mit den revolutionären Führern, die ein Komitee von sieben Mann ernannten, das Vollmacht hat, die Liberalen bei den morgigen Friedensverhandlungen zu vertreten. 1500 Mann amerikanische Marineinfanterie und Matrosen werden bereit gehalten, in Havanna zu landen, wo sie in 30 Eisenbahnwagen nach dem Lager von Columbia ' gebracht werden. Diese Vorsichtsmaßregel wird getroffen für den Fall, baß bie Aufstänbischen, unzufrieben mit den Verhandlungen, bi» Stabt angreifen sollten. Magenkranke und schwächliche Kinder bebürfen einer kräftigen, aber habet leicht verdaulichen Nahrung. Am besten eignet 'sich bas altbewährte Nestle'sche Kittdermehl, ivelches mit Wasser gekocht, eine vollstättbige Nahrung ergibt. Bemttzt man bas Nestle Mehl als Zusatz zur Milch, so macht es letztere leichter verbaulich und tverben hierdurch im Sommer die so häufig mtftretenbeu Magen» unb Darinkatarrhe verhütet. [ss31/a Arheitsvergebrmg. Tie nachstehenden Arbeiten für den Nettbau der höheren und erweiterten Mädchenschttle sollen Donnerstag, den 4. Oktober d. I., vorm. 11 Nhr öffentlich vergeben werben. Loos I: Knnstfchmiedearberten darunter 7 Stück Haupteingangstüren „ ca. 70 lsd.Mir. Treppen- n.sonstige Geländer ein zweiflügeliges Einfahrttor Loos II: Schlosscrarbeiten Loos III: GipSestrichböden 1418 qm Zeichilimgen, ArbeitSbeschreiblmg und Bedingungen liegen während der Dlenststlmden bei uns zur Einsicht offen. Angebote ans $oi> druck, der dastlbst erhältlich, sind bis zum genannte,' Zeitpunkt bei uns emzure'.chen. — Znschlagssrist 14 Tage. “* Gießen, den 22. September 1906. Städtisches Hochbanaml Gerbet. [B6/^ Todes-Anzeige Heuchelheim, den 23. September 1906. 5769 Die Beerdigung findet Dienstag, den 25. d. Mts., nachmittags 5 Uhr vom Sterbehause, Marktstrasse 12, aus statt. 5604 Frd. Moese Naclffolaer. auswärls versandt. B2tA> Ä B“/o x X „Phönix-Wolle“ Danksagung Kaufmännischer Verein E Wissen 06980 a7» Eilt! Eilt! Markt-Anzeige Apfelwein Lilienweiß, B’V, £. Keilers yenester verliess. TterilisleraWarat 5776 5428 r GiebtschönsteWäsche ~ Ri Wasche mit Lüh ns sehen u. mit unserer Sirma bedruckt ist. von Gebt. Müller, Oetblingen u/Ieck. z Die noch ausstehenden Rechnnngen über Ciefc- runqen zum diesjährigen Ingcndfcst finb bis spätestens 1. Oktober 1906 an Herrn Rektor Lahn einzuscnden. Gießeit, den 22. September 1906. Doepfer, Stadtrechner. rosig angehaucht wird ihr Teint, Sommersprossen, rauhe Haut verschwindet durch Lilicu-Milch von Hahn & Hasselbach, Dresden. I5767 LFl. dl 1.50 b. Georg Wallenfels sowie dem Gesangverein Gemütlichkeit für den erhebenden Gesang anl Grabe und dem Herrn Pfarrer Schwabe für die trostreichen Worte sagen wir aus diesen: Wege unser,: herzlichsten Tank. Die trauernden Hinterbliebenen: Georg Eioos. Gießen, den 22. Sevtember 1906. Der Festausschuß: Cursclnnann. Direktion dec Bezirkssparkasse Gießen. Doering. der Interessenten offen. Obbornhofen, den 24. September 1906. Großh. Bürgermeisterei Obbornhofen. Leschhorn. 15—18 hl, sowie die sämtlichen Geräte zu Obstkeltern als Presse, Mühle, Bottiche und Fässer ?c. sind billig zu haben. (06699 Treis a. d. Lda., Fels-Eck. weiblicher Angestellter Giessen. Beginn der Kurse in Buchführung, Schreibmaschine, Stenographiere, an: 1. Oktober. Nah. Mitteilung Donnerstag abend in: Easö Ebel und in der Stellenvermittlung Süd-Anlage Nr. 7, wo auch An- ineldungen zu jeder Zeit schriftlich und nachmittags von 2 bis 6 Uhr mündlich entgegen genoinmen werden. Ter Borstand. Stembrnchversteigermrg. Die fürstliche Obersörsterei Lieh wünfebt ihre beiden Steinbrüche in der Hard einer Verpachtung aufs Meislgebot auszusetzen. Termin an Ort und Stelle an: SamStag dem 29. September, nachmittags 0 Uhr. Die Bedingungen werden im Terinine verlesen, können auf dem Obersörsterei-Bureau alltäglich vorinittags zwischen 10 nnd 12 Uhr eingesehen werden und werden auch auf Verlangen gegen Einsendung von 70 Psg. in Briefinarken nach Carl OeissSes0, SoissseBi ■übernimmt schriftliche Arbeiten, Vermittlung von An- und Verkäufen, Vermietungen, Aufnahme von Vermögens- Verzeichnissen, Vermögens- n. Nachlassverwaltungen, Freiwillige Versteigerungen, Inkasso und Beitreibung von Ausständen 4745 bei mässigem Honorar und sachgemässer Ausführung. Geschäftsstube: iiotol Einhorn, Stube 12. zur Frischhaltung von Gemüse, Fleisch, Fischen u. allen Obstsorten. Gläser in 6 verschiedenei: Höhen föunen gleichzeitig eingespannt werden. Besondere Vorzüge: Das Ein- und Answechseln der Federn, bezw. Gläser geschieht auf die denkbar einfachste Weise. Jede Feder ist unabhängig vor: der ai:deren. Stets vorrätig Bekanntmachung Das 3. Ziel Gemeindesteuer für 1906 ist innerhalb 8 Tagen bei Vermeidung der Beitreibung zur hiesigen Stadtkasse zu entrichten. Zahltage: Täglich vormittags, mit Ausnahme des 26. und 29. d. Mts. Versteigerung. DienStag, den 25. dS. Mts., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich gegen Barzahlung: 1. Neustadl oo dahier, 21 eichene Bohlen, 1 Drehbank und Möbel aller Art. 2. um 2*/, Uhr nachmittags, Hammstr. 27, 4 Buchcn-Stämmnic, 1 Haufen Fichirn-Stangen. Tie Versteigerung zu 2 findet bestimmt statt. 5738 Bor n, Gerichtsvoll ueber. Halte Sprechstunde von jetzt ab A nur bis 5 Uhr. Schwalm, Zahnarzt Giessen, Blockstrasse 7 (Nähe Seltersweg). g9 J* 5754 WWÄW/WW/ww Todes-Anzeige. Gott dem Alln:ächtigen hat es gefallen, unser innigst geliebtes Söhnchen undEnkelchen Karl im zarten Alter von 1 Jahr 5 Monaten nach kurzem aber schwerem Leiden zu sich zu rufen, was wir Verwandten, Freunden und Beka»mten mit der Bitte um stille Teilnahme anzeigen. Die tiestrauernden Eltern. Familie Schmäht. Gießen (Wilhelmstr. 45), 24. September 1906. Die Beerdigung findet Mittwoch, nachm. 3 Uhr vo>: der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 5780 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Obbornhofen liegt von: 28. September bis einschließlich 5. Oktober l. Js. 8 Tage lai:g auf dem Bureau der Großh. Bürgermeisterei Obbor>:hosen zur Einsicht Am Mittwoch treffe wieder mit einer RiesenanswaM prima Emaillcwaren auf Oswaldsgarten ein und verkaufe iuie bekannt eine Auswahl schöner Artikel Stück zu 35 Pfq., 3 Stück für eine Mark. |o7/2 KKGOSTGDESMGGGDGM Lwdwsg BCröBi Spezial-Haus- und Kücliengeräte-Magazin Plockstrasic 10 Plockstraße 10 §kMl!sh«lkiijsk Gikßc». Wir bringen hierdurch zur Kenntnis der Bezirksange- hörigen, daß vom 1. Oktober l. I. ab bei unserer Kasse die tägliche Verzinfnng der Einlagen zur Einführung gelangt und daß jeden Werktag von vormittags 8—1 Uhr und nachmittags von 3—4V2 Uhr die Kasse geöffnet ist. Gießen, am 22. September 1906. Obstversteigeruug. Donnerstag den 27. September 1906, vormittags 9 Uhr, wird auf dem städtischen Obstbaumstück hinter der neuen Kaserne das Obst uon etwa 40 Bäumen, bestehend in Tafel-, Wirtschafts- und Mostobst, auf den: Etamn: versteigert. Nach dieser Versteigerung werden um 10 Uhr im Bürgermeistereihof etwa 15 Körbe haltbarer Tafelbirnen versteigert. Gießen, an: 24. September 1906. B24/8 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. HmMW BeHmg zu «rkusti! Das den Erben des Herrn Kommerzienrats Noll gehörige, Ost-Anlage 33 zu Gießen gelegene herrschaftliche Anwesen ist freihändig zu verkaufen. Dasselbe besteht aus emen: geräumigen HerrschaftShanS mit 14 Zimmern (darunter größere Gesellfchaftsräume), großen, geräumigen Korridors, Küche, Bad und 7 Kammern; ferner aus einem Nebenban, ei:thaltei:d Stallung, Remise, Waschküche und große Kutscher- bezw. Dieuer- wohuung. Die Gebäulichkeiten stehen inmitten eines großen, schattigen Gartens. Ter Gesammtflächeninhalt der Besitzung beträgt 9830 Quadratmeter. Ernste Selbstreflektanten wollen sich wegen weiterem Aufschluß Einsicht der Pläne und Besichtigung des Anwesens selbst nur wenden an das mit dem Verkauf beauftragte Jmmobuien- geschäft des Bankbeamten Seb. Ecklcr in Darmstadt, Rheinstraße 9, Telephon 243, 0312 Mittwoch, den 26. September, mittags 2 Uhr 16765 versteigere ich im Bieker'schen Saale, Neustadt 55, das zum Nachlaß der Witwe Tamm gehörige Mobiliar als: 1 vollst. Bett, 1 Kleiderschrank, 1 Vertikow, 1 Küchenschrank mit Glasaufsatz, eine große Partie Frauenkleider, Weißzeug, Hemden, Daus- und Küchengeräte gegen Barzahlung. Gießen, den 24. Sepldr. 1906. Earl Geißler, Geschästsagent. Gestern entschlief plötzlich unser lieber Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder und Onkel Herr Jakob Hofmann VIII. im 65. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen: Ferdinand Hofmann Heinrich Rinn odes-Anzeige Verwandten, Freunden und Bekannte,: die schmerzliche Mitteilung, daß unser lieber Gatte und Vater Herr $)ljiliji|i Wer plötzlich verschieden ist. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Frau Lepper. Gießen, den 22. September 1906. Die Beerdigung findet Dienstag, den 25. ds. Mts., nachtn. 3 Uhr, vom neuen Friedhof aus statt. 06973 Bringe den verehrt. Bewohnern von Gießen u. Umgegend meine Glaserei, Wildereinrahmungsgeschäst und reichhaltiges Sarglager in empfehlende Erinnerung. [5609 Theo Schaefer, Glasermeister NodHeimer Straße 2. vis A vis Bieberthalbahnhok. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung unseres lieben Sohi:es, Bruders und Bräutigams Herrn Wilhelm Hoos mit 21/, Pfund Federn gefüllt Stück zu 4.75, 5.50, 6.75, 8.— Mk. und besser stets in großer Auswahl vorrätig. Beffiedern und tonen in jeder Preislage billigst bei C. Röhr & Co Bahnhofstraße 44. Ohstverstkigerung-MMerod, Nächsten Dienstag, den 25. September, von nachmittags l1/* Uhr ab soll das Obst des Hofgutes Winnerod, bestehend irr Aepfeln (Tafel- und Wirtschaftsobst), Birnen und verschiedenen Sorten Zwetschen versteigert werden. Anfarrg am Guishofe. 572^ . —M—III IUI m 1 Partie gebrauchte und neue Fahrrädev bmigu. Neparatnrwerkst. H. Fitzlcr, 5513j Walltorstraße 63. Tanz-Lehrinstitut von M° Will (vormals Frd. Roese). Meine diesjährigen Winterkurse beginnen: Montag, den 8., Dienstag, den 9., Mittwoch, den 10. Oktober. Zur gefl. Beteiligung ganz ergebenst einladend, bemerke ich, daß von heute ab Anmeldungen ut meiner Wohnung, Weidengaffe 7, entgegcngenomn:en werden. Gleichzeitig empfehle n:ich in Einübung von Ficigen- ittih Kiuppcn-Iänzen sowie zur Leitung Doti Tauzveraustaltungeu Privat-Danz-Nntcrricht zu jeder Tageszeit. Hochachtungsvoll W. Will, Tanz- u. ÄBSlandslehrer Preiswerte gefüllte Federbetten mit 6 Pfund Federn gefüllt, Stück zu 12.—, 15.—, 18.—, 21.— Mk. und besser. Das Beste ist das Billigste! PhÖBDsx - StirisckwollG M Reinwollen, dauerhaft, ächtfarbig. X „IPhii B ix-W olle“ A präpariert geg. Eingehen in der Wäsche. ' "3 Phöniv -Wolle“ nur ächt, wenn jeder .. „rnoniX-OOB« Strang mit Zettel | Tihnnix-.WnltP,“ und ScbuQmarhe „Phönix« I Kahn- und »Wiöber“ ver- X- Ä- Tüchtiger Packer, Schön möbliertes Zimmer evtl, j S mit Pension zu vermieten. Schillerstraße 20. 5373) gesucht. 5544, IZLden etc. Frankfurter Strasse 58 II. Laden mil Wohnung u. Werk-108t,88| Will). Hamel, Bleichstr. 7. Atz. 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