w Gin« Ausstellung von Werken der hervorragendsten SimplizifsimuS-Künstler, wie Th. Th. Heine, Meznicek, Thöny rc. findet z. Zt. in. der Hofbuchhandlung von Aug. Frees statt. (Siehe Inserat.) , — Das OrtSb au statut in Gießen bildet die Tagesordnung einer heute abend im Gasthaus zum Löwen stattfindenden Bürgerversammlung, deren zahlreicher Gesuch in Anbetracht der Wichtigkeit des Verhandlungs- Gegenstandes sehr erwünscht wäre. ** DaS Ehrenzeichen für Mitglieder freiwill. Feuerwehren wurde verliehen durch Entschließung S. K. H. de§ Groß Herzogs den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Heuchelheim (Kreis Gießen) Karl Volkmann IV., Karl Kroneberg, Ludwig KröckX. und Philipp Stern - müller IX. Wies eck, 19. Nov. Die auf gestern nachmittag an- gesetzte Bürgervereins-Versammlung wurde besonderer Umstände halber auf heute abend verlegt, worauf Interessenten aufmerksam gemacht seien. -I- Friedberg, 19. Nov. (Tel.) Die hiesige Handelskammer hat von der Königl. Eisenbahn-Drrektwn Frankfurt die Nachricht erhalten, daß die Verlegung des hiestgen Personen- und Güterbahnhofs geplant fei. Um aber jetzt schon dem reisenden Publikum beim Ein- und Aussteigen Schutz gegen die Witterung zu bieten, ist die baldige Errichtung von provisorischen Ueberdach- ungeu auf den Bahnsteigen beabsichtigt. >( Aus dem Vogelsberg, 18. Nov. Das Sinken 64 er Schweine preise hält an und die Landwirte, die früher jnit' dem Verkauf sehr zurückhaltend waren, würden jetzt gern zu den früheren Preisen abgeben, aber die Nachfrage der Metzger ist gering. Im Ohmtal und der UmgegenL von Ulrichstein sino die Preise um 8Pfg. das Pfund, in der Umgegend von Lauterbach, Angersbach und Stockhausen sogar um 10 Psg. gesunken. Hier kosten die Schweine zurzeit ca. 65 Psg. Schlachtgewicht. Preisabschläge der Metzger sind noch selten, deshalb spielen viele Landwirte selbst Metzger und verkaufen das Fleisch im /Dorf. Bei der gering ausgefallenen Kartoffelernte dürste das Angebot der Landwirte noch mehr steigern und damit die Schweinepreise weiter fallen. . \ -lV. Bingenheim, 19. Nov. Dieser Tage bewegte sich ein großer Trauerzug durch unseren Ort; galt es doch, unserem verehrten Bürge rm er st er Müller das letzte Geleit zu geben. Seit 1893 stand er an der Spitze der Gemeinde, die damals in zwei Parteien gespalten war, und sein verdienstvolles Wirken wurde im Jahre 1902 durch die einstimmige Wiederwahl anerkannt. Sein Andenken wird in der Gemeinde in Ehren bleiben. Darmstadt, 18. Nov. S. K. H. der Großherzog und Prinz Heinrich vonPreußen besuchten am Freitag, dem Todestage der Prinzessin Elisabeth, mittag? 12 Uhr das Mausoleum auf der Rosenhöhe. Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen sind heute abend nach Kiel zurückgereist. Sie nahmen in Frankfurt, wo sie mit dem Automobil eintrafen, beim Prinzenpaar Friedrich Karl von Hesien das Souper und setzten hierauf mit der Bahn die Reise fort. h. Frankfurt a. M., 17. Nov. In einer gestern abgehaltenen Versammlung der Buchdruckergehilfen wurde nach fünfstündiger Debatte eine Resolution angenommen, in der der neue Tarif zwar für durchaus ungeeignet, schließlich aber doch als akzeptierbar erklärt wurde. Hanau, 17. Nov. In Groß-Steinheim ist ein frember Landstreicher verhaftet worden unter dem Verdacht, den Mord an der 13jährigen Frieda Wey in Zell Haus en verübt zu haben. Der Mensch hatte sich in der W.rtschaft »Zum Karlsberg^ in Groß-Steinheim dadurch verdächtig gemacht, daß er ohne jeglichen Anlaß die Rede auf den Mord brachte und auffallend genaue Einzelheiten darüber angab. Dies fiel der Wirtin auf und sie machte die Polizei auf den Menschen aufmerksam, die ihn ins Bezirksgefängnis nach Offenbach verbrachte. Als man ihm das Messer abnahm, äußerte er: »Das ist nicht das Messer." (Frkf. Ztg.) Sitzung des Provinzial-Arrsschusses. Gießen, 17. November. Bei der auf den 7. Mai d. Js. anberaumten Neuwahl eines Beigeordneten der Stadt Lich erhielten Jakob beneide Herrn Trautmann um die Riesenarbeit, die auf feinen Schultern lastet, nicht. Ich fand die Bitte um Wiederholung der „Nänie" daher auch etwas unbescheiden, denn sie stellte doch hohe Anforderungen an alle Mitwirkenden. Was mir besonders gefällt, ist, daß Herr Traut- mann sämtliche Stimmen schön abzurunden versteht und das Hervordrängen einzelner „Talentvollen" vermeidet. Was nun den Gesang anbetrifst, so will ich von den kleinen Unstimmigkeiten, die einmal im Tenor auftauchten, jabsehen. Darf ich den „Parzengesang" und die „Nänie" schon als vorzüglich gelungen bezeichnen, so möchte ich die Darbietung des „ Schick salstie-des" einfach mustergiltig nennen. Nur etwas bessere Deklamation und etwas Unterdrücken der Zischlaute wäre zu wünschen. Nach dem gestrigen Abend wird jeder mit Spannung die „Matthäuspassion" erwarten. Auch der Akademische Gesangverein darf stolz sein auf den Erfolg seines Dirigenten. Beide haben geleistet, was in ihren Kräften stand. Schade nur, daß die schlechte Akustik des Saales so störend wirkte! Ich möchte nun noch an den Konzertverein die Frage stellen, ob er nicht auch einmal auf da? Publikum erzieherisch wirken kann. Wer sich über die Toilette deS Frl. Leydecker oder über den GeldeSwert des Trautmann gestifteten Kranzes unterhält, gehört nicht in den Konzertsaal, ebenso wenig aber, wer während der ergreifenden Darbietung des »Schicksalsliedes" den Operngucker benutzt, um sich über die Mienen der Sänger lustig zu machen. Demgegenüber habe ich mich gefreut über die einfachen Toiletten der Damen des Chores. Anderswo etwas Seltenes! Also, Herr Trautmann, der Riesenbeifall gestern ha Ihnen gezeigt, welcher Verehrung Sie sich hier erfreuen. Werden Sie uns verlaffen können? 0. R. « In der Vorbesprechung des Brahms-Abends in Nr. 269 wußte es richtig heißen in Zeile 7 von unten: »dabei freilich wehr G-oethe's äl§ Schillers Spuren folgend Heller 127, Gemeinderat Jhrmg 88, L. Scherff 77 Stimmen. Da bei 293 insgesamt abgegebenen Stimmen eine absolute Stimmen- mehrheit somit für feinen der Gewählten erreicht war, fand am 21. Mai l. Js. eine Stichwahl zwischen den beiden Lochst- bestimmten Heller und Jhring statt. Nach dem Wahlprotokoll erhalten Jhring 197 und Heller 194 Stimmen. 6 Stimmzettel wurden für ungiltig erklärt. Während der Offenlegung der Wahlakten liefen folgende Reklamationen ein: 1. Von H. Schmidt VIII., der beantragte, die beanstandeten Zeltel für giltig und Jakob Heller für gewählt zu erklären. 2. Von I. H. Ledermann, der wegen der Reklamation zu Gunsten Heller's vorsorglich zu Gunsten Jhring's reklamierte, mit dem Antrag, dessen Wahl zu bestätigen. 3. Von H. Heller, der gegen das Ergebnis der Wahl am 7. Mai reklamierte mit dem Antrag, die für Heller abgegebenen 127 Stimmen ämtlich für ungiltig und I. Jhring als gewählt zu erklären. Ter Kreisausschuß des Kreises Gießen verwarf die Reklamationen des I. H. Sebermann und des H. Heller als unbegründet und gab der Reklamation des H. Schmidt VIIL statt, indem er das Wahlergebnis dahin abänderte, daß dem I. Heller 199 und dem I. Jhring 198 Stimmen zuzurechnen und ersterer somit als gewählt zil bezeichnen fei. Es wurde dabei ausgeführt, daß die StZuun-- zettel, die angeblich mit einem äußeren Kennzeichen versehen feien oder die Person des Gewählten nicht unzweifelhaft erkennen liefen, als giltig angesehen werden müßten, unb dieser Standpunkt eingehend begründet. Gegen dieses Erkennttris verfolgten sowohl I. H. Ledermann, wie H. Heller Rekurs an den Prooinzial-Ansschuß, indem sie ihre vor dem Kreisausschuß gestellten Anträge wiederholten. Aber auch der Provinzial-Ausschuß konnte den von ihnen vorgebrachten Gründen nicht beipfhebten und verwarf, wie schoii am Samstag mitgeteilt wurde, ihren 91efur§ kostenpflichtig, indem er das Kreisausschußurteil bestätigte. Heinrich K r ö ck V. zu H e u ch e l h e i m war um die Erlaub- niS zum Betrieb einer Gastwirtschaft an der Kreuzung der Straßen Gießen-Rodheim unb ® i e f) e n - $ e u $ e I = heim eingekommen. Der Gemeinderat bejahte die Bedüfiiisfrage, während der Kreisausschuß des Kreises Gießen das Gesuch mangels Nachweises eines Bedürsnisses ablehnte. Hiergegen rekurrierte der Gesuchsteller an den Provinzial-Ausschuß. Ter Erfolg blieb ihm jedoch versagt, da auch dieser ein Bedürfnis nicht anerkennen konnte und daher den Rekurs f o ft e n fällig a b w i e s. Der B ü r g e r m e i st e r d o n Tübingen hatte auf Veranlassung des Großh. Kreisamts daselbst eine G e m e i n d e v a t s- sitzung auf den 9. März d. I. anberaumt. Diese Sitzung winde in letzter Stunde von dem Bürgermeister wieder abgesagt, weil sich so viele Gemeinderatsmitglieder entschuldigt hatteii, daß die Versammtiing beschlußiiufähig'gewesen wäre. Ter Großh. Bürgermeister stellte deshalb Strafantrag gegen die Mitglieder, die sich entschuldigt hatten, da nach seiner Ansicht die vorgebrachten Ent- schuldigungen nicht als stichhaltig zu betrachten waren. Der Kreis- ausschüß des Kreises Büdingen erkannte auf Bestrafung von vier Gemeinderatsmitgliedern, während er zwei als genügend entschuldigt betrachtete. Gegen die Strafverfügung legte der Anwalt der vier Gemeinderatsmitglieder Rekurs ein, den er in der Haupt- fache damit begrüiidete, daß die Bestrafung ohne Grund erfolgt sei, da die fragliche Sitzung ja überhaupt nicht stattgefunden habe. Diesen Standpunkt suchte er in der heutigen Verhandlung zu rechtfertigen. Der Provinzial-Ausschuß pflichtete ihm bei unb hob das Erkenntnis des Kreisaiissch uffes auf. GerichtsjaaU Berlin, 17. Novbr. Ter Rendant des kongl. Leihhailses, Rechnungsrat O st er mann wurde heute vom Schwurgericht wegen Urkundenfälschung unb Unterschlagung im Amte in 21 Fällen zu eineinhalb Jahren Z u ch t h a >i s unb drei Jahren Ehrverlust cerurteiL Der Staatsanwalt hatte vier Jahre Zuchthaus unb fünf Jahre Ehrverlust beantragt. Ter Verteidiger und die Geschworenen haben ein Gnadengesuch eingereicht. Rostock, 18. Novbr. Von der Staatsanwaltschaft war Anklage wegen Majestätsbeleidigung erhoben worden gegen den Redakteur Kühn von der sozialdem. »Mecklenburg. Volksztg". Die Strafkammer sprach ihn in der Sitzung vom 10. Mai frei. Das Reichsgericht hob auf Antrag der Staatsanwaltschaft das Urteil auf, weil der dolus eventualis nicht in Rücksicht gezogen fei bei der Urteilsfindung. In der gestrigen Verhandlung vor dein Landgericht rourbe Kühn zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Ter Staatsanwalt halte sechs Atonale beaiitragt. Preßburg, 17. Novbr. Das Schwurgericht verurteilte den Ab g. Pfarrer F. Juriga, welcher slovakischer Nationalität ist, wegen Anfreizimg gegen die ungarische Nation begangen durch Zeitungsartikel zu zwei Jahren Gefängnis und 1200 Kronen Geldstrafe. ICuiift rind Wissenschaft. — Professor Max Klinger hat, wie aus Leipzig geschrieben wird, eine neue lebensgroße M a r m or f i g u r „T i a n a" vollendet. Tie Figur ist in fnieenber Stellung anfgefaßt und gehört iiibezug auf plastische Durchbildung und seelischen Aurdruck jedenfalls zu dein Schönsten, das bis jetzt aus des Meisters Werkstatt hervorgegangen ist. Handel nnd Verkehr, Volkswirtschaft. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 19. Nov. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz/) Amtliche Notierungen der heutigen Frii chtmarktpre is e. Weizen Alk. 18.00—18.25, Kurhessischer Mk. 18.00—18.25, La Plata Mk. 20.00—21.00, Kansas Mk. 19.25—20.25, Roggen (hiesiger) Mk. 16.75—17.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 17.75—18.50, Franken- selber Mk. 18.75—19.50, Hafer 17.00—18.00, Mais Mk. 13.50—13.75, Weizenmehl 27.00—28.00, M. 00—00, 2. Qualität Mk. 27.00 bis Mk. 28.25, 3. Qualität Mk. 23.25—23.75, Roggenmehl 0 Mk. 25.00—25.50,1. Qualität Mk. 24.00—24.50, Weizenkleie Mk. 10.00 bis Mk. 10.50, Noggenkleie Mk. 11.00—11.25, Maiskeime Mk. 11.00 bis Mk. 11.50, Franken, Pfälzer, Rieb Mk. 18.00—18.50. Alles per 100 Kg. ab hier. fc. Frankfurt a. M., 19. Nov. (Telegr. Qrig.-Bericht des „Gieß. Anz/). Anitl. Notierungen der heutmen Diebinarktp reife. Zinn Verkaufe ftanben: 383 Ochsen, 89 au§ Oestreich, 37 Butten, 1 aus Oesterreich, 0 aus Dänemark, 806 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Dänemark, 234 Kälber, 605 Schafe und Häniinel, 00 Schafe aus Oesterreich, 0 Ziegen, 1575 Schweine. Bezahlt wurde für lOOPstmd Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 87—90 Mk., 2. Qual 78-82 Alk., 3. Quäl. 68—72Mk.: Bullen l.Qual. 76 bis 78 Mk., 2. Qual. 72-74 Mk.: Kühe 1. Qual. 77-80 Alk., 2. Qual. 70—75 Mk., 3. Qual. 58- 63 Mk, 4. Qual. 00-00 Mk., 5. Qual. 00-00Mk. Kälber: 1. Qual. 100-105Pfg., Lebendgewicht 60-63 Pf., 2. Qual. 90—95 Pfg., Lebendgewicht 52—55 Pfg., 3. Qual. 00-00 Pfg., Schlachtgewicht 70—76Pfg., Schafe: l.Qual. 78-80, 2. Qual. 00—00 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 70—00 Pfg., Lebdgew. 56.00—00.00 Psg., 2.Qu.68-69Pfg., Lebend- gew. 54.00-55 Psg., 3. Qual. 60—63 Pfg. Lebendgew. 00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh Markt gut, kein Iteberftanb; bei Kleinvieh schleppend, kein Ueberstand. vermischtes. ♦23 ei einem Duell zwischen einem Hauptmann und einem Leutnant des 86. Jnfantrie-Regiments wurde, wie aus Kiel gemeldet wird, der Hauptmann schwer verletzt. * Der weltbekannte Sänger Enrico Caruso, der in Conrieds Oper in Newstork mit anderen Berühmtheiten gastieren wollte, wurde int Affenhause des dortigen Zoologischen Gartens unter eigenartigen Umständen verhaftet. Ein Polizist beobachtete den Sänger, der einer ihm unbekannten Dame, die dagegen protestierte, handgreifliche Zärtlichkeiten ausdrängte. Caruso, der in der Zelle her Polizeistation in Tränen ausbrach, bestreitet nlXeS. Kr wurste und), mehrstündiger Halt gegen eine von Conried erlegte Kaution freigelassen. Dabei fiel er, nochj immer weinend, Conried um den Hals. Es dürfte Wohl! noch erinnerlich sein, wie die Zeitungen von Son Franzisko gelegentlich des Erdbebens berichteten, Caruso sei von einer Frau geohrfeigt. Caruso drückte sich unter dem Vorwand, krau kgeworden zu fein, vor dem Polizei dichter. Die Frau, die er in Gegenwart ihres Söhnchens um die Hüften faßte, hat einen falschen Namen angegeben, um sich der Oeffentlichkeit zu entziehen; sie erschien ebenfalls nicht. Danach erklärte der Staatsanwalt die Akten über den Falb für geschlossen. Die Parkpolizisten sagen aber aus, daß sie von fünf ähnlichen Fällen, in denen Caruso sich an Frauen in unzüchtiger Weise herandrängte, wissen und behaupten, ihn schon einmal aus dem Affenhaus wegen eines gleichen Angriffs hinausgeworfen zu haben.______________ Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Anfrage att den Bund der Bodeureformer. Hält cs der Vorstand nicht für seine Pflicht, in der Na h run gs- berg-An gelegeuheit seinen Standpunkt im Sinne der Bodenreform zu vertreten und will er die sich so selten bietende Gelegenheit zu praktischer Betätigung feiner Ideen vorüber gehen (offen? Es handelt sich hier doch um nicht mehr oder weniger die Frage: „Soll der eingesesfene Grundbesitz einer Gruppe von Großspekulantcn zum Opfer fallen unb gibt es keine Mittel dem entgegenzuwirken?fl Erbarmt sich niemand einmal über die skandalösen Garderobezustände in der Turnhalle? Vielleicht werden die Garderobiers einmal auf Vereinskosten ausgebildet! Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am Dienstag den 20. November: Abnehmende Bewölkungi Nur geringer Regen. Kühler. Starke nördliche Winde. , Originat-Drahtmeldungen. W. Marburg, 19. Nov. Im ganzen kurhessischen Oberhessen unb den angrenzenden Gebietsteilen tobten am vergangenen Abend orkan artige Stürme mit heftigen Gewitterregen. Vereinzelt waren auch Schneefälle zu verzeichnen. Berlin, 19. Nov. Der polnische Schulstreik soll nun auch hierher verpflanzt werden. Ein allgemeines polnisches Kirchen-Komitee für Berlin unb Umgegend veröffentlicht einen Aufruf an die polnischen Eltern, in dem diese aufgefordert werden, ihre Kinder nicht zu dem in der Schule veranstalteten Vorbereitungs-Unterricht für die Beichte und Kommunion zu schicken. Da dieser Unterricht nicht zum Lehrplan gehört, können die Kinder auch nicht gezwungen werden, sich daran zu beteiligen. Tas Komitee hat Vorkehrungen getroffen, um auch in Berlin die polnischen Kinder in ihrer Muttersprache auf ihre religiösen Pflichten vorzubereiten. Für die Kinder unvermögender polnischer Eltern ist der Unterricht kostenlos. Posen, 19. Nov. Es schweben gegenwärtig bei den Landgerichten in Posen, Lissa, Ostrowo, Bromberg unb Gnesen 160 Stra fprozesse, die mit dem polnischen Schulstreik zusammenhängen. Den Eltern wird angedroht, es würden ihnen ihre Kinder fortgenommen unb in Fürsorge- Erziehung gegeben werden, falls sie den Kindern ferner verbieten, am deutschen Religionsunterricht teilzunehmen. Die Bromberger Regierung ordnete die Enthebung des Stadtverordneten RozdzynSki in Usch von seinem Amte als Mitglied der städtischen Schuldeputation an, weil er seinen Kindern untersagte, beim Religions-Unterricht in deutscher Sprache zu antworten. London, 19. November. Der Berliner Korrespondent der Sundy-TimeS glaubt auf Grund bester Informationen mitteilen zu können, daß demnächst eine Begegnung zwischen Kaiser Wilhelm und König Eduard erfolgen werde. Die beiden Monarchen würden sich auf der Insel Wight treffen unb zwar werde der Kaiser gelegentlich des Antrittes seiner Mittelmeerreise einen Abstecher nach der Insel machen. Rom, 19. Nov. Mit der Rede BülowS meint man hier, habe eine Periode peinlicher Mißverständnisse und bedenklicher Beargwöhnungen ihr Ende erreicht. Die Färbung der Rede Bülows in demPaffuS über Italien ist ein deutliches Zeichen, daß die Gespräche zwischen Tschirschky unb Tittoni nicht unnütz gewesen sind. Rom, 19. Nov. Die Regierung hat eine Prämie von 1000 Lire für die Ergreifung des Täters der im Petersdom geworfenen Bombe ausgesetzt. Der Papst hat neue Instruktionen zum Schutze der vatikanischen Museen erlassen. Eine zweite Bombe platzte in einem Tunnel in der 9!ähe des königlichen Palastes. Auch hier wurde kein großer Schaden angerichtet. Der neue Aufschwung in der Anarchistenbewegung wird darauf zurückgeführt, daß kürzlich viele Anarchisten aus Patterson in die Heimat zurückgekehrt sind. Neapel, 19. November. Der Mörder des Anatomie-Pro f. Giovanni Rossi ist Anarchist. Dr. Severio Lagano trieb unter den Studenten einen schwunghaften Handel mit den antographierten Bortragen der Profefforen, die diese ihm umsonst überließen. Professor Rossi hatte sich geweigert, ebenso zu verfahren und verteilte feine Vorträge an feine Schüler selbst, worauf Lagauo den Unglücklichen einfach niederstieß. DcThompson’s .Seifenpulver Marke 'Schwan gibt weisse Wäsche ohne Bleiche. Z\i \x\ aWexv besserGeschäften. S e Kleiderstoffe empfehlen wir In grosser Auswahl zu sehr billigen Preisen Kleider nach Ma$$ ■ eigenen Atelier an. Gebrüder Imheuser Marktplatz 9—10 Vorzugspreise 6919 H 6 —,80 —,90 5 Klavier- Becker. Schneider, Neuen Bäua 3, zu haben. 08435 in [DVS durch V“ 11. Ziehung 5.K1. 215.Kgl.Preuss.Lotterie. 817 2 2069 828 48 11t 49 680 3 5106 88 81 204 875 519 61 64 68 668 708 54 182043 898 5O040 214 513 SS 55 288 308 [3000] 11 71 406 604 902 2 1 9211 37.386 99 >09 358 444 666 006 966 2 8 2037 101 200 852 63 452 709 846 97 79 fertigen wir aus geschmackvoller 335 274 868 750 611 300 000 M., 2 & 60 000, 858 99 974 2 1 083 149 210 58 87 [500] 549 745 858 2 6006 27042 134 272 303 922 800 620 98 624 42 11 878 684 7 9 428 825 224 878 485 5.84 804 98 947 239122 240 218 73 858 92a 321 994 643 965 417 898 928 404 967 939 880 9*9 600 140 616 33 [3000] 50 SlS 67 788 829 947 258101 8 81 67 27-1 829 5(13 80-1 27 2 ä 50 000, 1 3 40 000, 9 ä 80 000, 14 & 15 000, 44 6 10 000, 87 L 6000, '«77 L 8000, 1996 Ä 1000. 80» t 500. 04 [8000] 999 24124 880 458 776 [1000] 891 891 902 2 7242 828 87 78 818 [500] 68 997 3O032 141 247 64 460 424 88 87 60 698 780 864 2 3674 728 [1000] 453 583 607 79 [8000] 25180 2 6045 94 240 440 503 651 702 [1000] 417 [ 3000] 49 662 634 817 64 2 8042 26132 246 677 [1000] 648 801 673 96 652 72 706 99 944 31349 386 79 489 715 96 783 8’8 936 841 197005 79 19 8373 435 98 97 868 71 649 [8000] 741 810 256651 53 110 290 257105 516 642 49 259236 326 722 25 79 92 157 434 785 55046 49 86 18102 805 527 657 1 9001 140 434 60 600 2 48 47 20882 403 677 639 946 21185 98 835 [8000] 419 627 Stämmen Reparieren Polieren tadelloser Ausführung 736 966 32026 105 [600] 61 266 888 612 21 711 80 850 »0 3 3042 74 106 817 84 614 889 96 3 4092 204 873 L, Steinhäuser 17 Neuen Baue 17. 22G076 228173 230074 232248 501 63", 943 1-iorl 51U 16 I>1> • >-9 '-J |3wi A-*4Ui 6 78 138 9 1 211 M 537 975 148221 383 878 149065 189 66 211 [1000] 418 150296 333 428 508 84 930 1 5 1 056 163 675 883 987 1 5 2048 424 75 96 984 1 53028 8SO 154225 91 [1000] 779 864 1 5 5093 171 612 [8000] 61 99 776 877 992 1 56128 34 48 310 641 767 1 57184 809 421 536 [500] 602 781 928 1 5 8236 46 88 606 11 762 89 954 1 5 3304 81 453 666 848 934 [L00] 67 2169 5 35 62 606 82 912 3 026 62 217 514 [1000] 925 32 4187 297 567 [1000] 85 750 [ 500 ] 5107 68 99 678 820 49 6090 111 31 62 494 [500] 999 7042 140 41 431 703 852 910 24 28 8174 251 339 [500] 412 51 572 36164 210 856 461 784 817 [1000] 37160 85 343 591 38266 723 935 80 [8000] 39005 11 374 76 [1000] 908 71 188363 630 83 776 96 [5U0] 956 1 89 188 570 661 81 89 851 989 [500] 190289 481 500 842 959 [500] 191015 29 213 418 87 654 778 921 64 192080 102 88 52 223 850 657 643 76 739 857 938 94 193253 470 [500] 72 18002 5 130 524 803 [1000] 44 [8000] 459 576 603 795 836 20110 61 79 216 331 523 741 75 [1000] 59 359 946 [500] 22819 23035 24367 548 627 718 932 25045 58 416 Klammern belgefügt (Nachdruck verboten.) 1232 607 [1000] 667 742 45 [1000] B"/u Luten reinwollenen Stoffen in Ausführung zu Mk. 45.— im 24. sondern am Montag, den 26. d. Mts., vormittags 11' Uhr auf unserem Amte (Stephanstraße 18) statt. Großh. Hochbauamt Gießen. 622 767 79 917 194077 111 63 247 59 936 1 9 5286 633 [ 500] 64 96 692 [1000] [50 000] 196262 [500] 70 [1000] 482 600 [8000] 110 60 [1000] 77 487 847 60 923 94 510 [3000] 679 995 59351 523 610 8-3 865 , C 60024 57 388 440 722 802 [5001 36 [506] 987 61015 40 287 358 607 87 732 930 [500] 62025 58 180 274 491 625 783 830 65 90 4 6 3 213 68 450 647 7.. 6 4 81 [3000] 211 77 426 607 79 65011 45 70 179 384 599 [500] 761 91 [1000] 924 [300] 66039 131 262 310 82 429 65 515 609 863 93 67033 264 [3000] 301 [500] 27 484 93 701 83 816 68216 33 [500] 37 409 36 81 512 726 77 [1000] 800 051 6 9041 302 [3.000] 575 [500] 626 41 50 CO [1000] 707 [5001 39 49 58 902 7 0224 94 [500] 544 607 5 7 819 79 923 [1000] 76 71144 89 243 329 422 526 [1000] 607 25 33 [500] 705 37 97 72901 33 165 236 41 84 471 811 lbOO) 992 73903 10 61 [500] 114 250 311 28 783 74.073 145 205 314 415 [500] 73 94 983 7 5r'4G 586 756 822 26 76188 245 488 [1000] 536 741 72 9 6 77191 421 519 31 813 83 [3000] 78'129 HF 62 369 544 69 7 9143 50 91 [1000] 289 351 [500] 436 655 Nur die Gewinne über ) Nummern in (Ohne Gewähr.) 92 409 699 751 826 Marktplatz 9—10 a’/16 empfehle allen sparsamen Hausfrauen angelegent lichst C“/ E. Fritz Nassauer, Neuen Weg 15. 951 279034 160 408 [500] 585 974 81 2 8 0055 822 85 677 991 28 1 455 510 644 706 40 87 285'91 156 [5<-nj 296 3»! 410 772 907 (1000] 286014 167 81 4 3 ,53 644 08 720 [500] 95 287*083 885 (10C0-1 507 OSS 818 283359 819 284014 [3000] 187 [80001 578 145 43/ 17 544 45 615 976 2 8 6 134 [3000] 916 2 8 7030 234 92 350 679 817 995 Im Oevlnnrade verblieben: 1 Prämie ä 1 Gewinn ä 150 000, 2 ä 100 000, 1 ä 75 000, Vergebung von Erd arbeite» für den Neubau der Irrenanstalt. Der Eröffnungstcrmin findet nicht am Samstag, den 815 853 319 237 672 909 674 52 486 98 650 880 960 94 1445-13 72 629 79 706 804 14 928 35 145142 [500] 651 [3000] 74 1 4 6557 [ 500] 601 26 790 826 099 1 47418 615 705 82 877 972 1 4 8006 174 [1000] 244 509 988 62 [5000] 149144 236 98 855 Ci 150501 676 722 85 81 15 1 044 266 448 529 61 608 09 846 1 5 2004 289 450 542 [1000] 710 916 153586 81 676 709 912 154798 818 82 [1000] 155011 86 [8000] 281 563 634 42 57 761 [600] 871 93 1 5 6288 814 18 29 84 401 80 593 718 838 939 63 1 5 7002 28 [500] 144 87 860 609 19 22 28 [600] 915 [1000] 59 158065 135 319 66 416 17 [5001 644 947 97 159029 113 76 81 345 781 836 1 160610 84 730 946 81 161261 64 [600] 766 97 825 88 [600] 947 162017 89 [1000] 667 738 955 1 6 3 260 435 98 753 1 64363 413 737 56 848 94 1 6 5037 90 [500] 120 569 610 98 [500] 852 60 74 915 93 1 6 6083 98 107 28 [500] 26 1 374 619 687 746 [ 3000] 167021 [50p] 103 235 80 333 414 542 836 952 1 6 8 333 51 441 [500] 991 169001 [1000] 28 [500] 86 159 4*5 553 674 886 [ 8000] 17 0352 89 602 906 98 [500] 17 1 082 884 530 1 72101 50 479 834 60 1 73194 289 327 414 634 81 914 [500] 174019 [500] 68 299 »27 664 77 722 829 39 1 7 5027 87 539 706 822 82 1 7 6092 268 506 761 807 47 1 7 7007 68 643 772 944 1 78-107 13 [500] 16 500 7 8 59 [3000] 726 47 801 179145 77 303 529 647 Wd. Ändolpii Grossh. Hess. Hoflieferant Pianohandlg. n. Reparaturwerkstätte, Seltersweg al. 's. Blüthenmehl (Weinheimer 0) [6773 10 Psd. $it. 1,75 11. Ziehung 5. Kl. 215. Kgl. fleuss. Lotterie. Ziehung vom 17. November 1906, vormhtafca. Kor die Gewinne Ober 240 Mark eind den betretenden Nummern In Klammern belgefüfrt. (Ohne Gewahr.) (Nachdruck verboten.) 68 88 [1000] 669 [600] 720 46 1064 831 617 723 940 2100 89 268 69 831 478 614 688 982 3828 425 729 964 4478 520 624 718 894 947 5431 [8000] 506 927 6084 [1000] 97 [5001 228 880 606 83 [ 600] 788 827 7371 460 620 783 8064 1500] 180 283 859 [1000 ] 418 54 721 908 9172 448 [ 600] 903 10194 219 311 [1000] 88 616 765 11022 280 [500] 88 94 [8000] 869 841 12211 15 809 781 89 989 1 3109 200 80 497 609 942 67 14122 76 287 15012 69 319 601 601 84 [1000] 16088 [600] 184 846 1 7112 70 405 69 601 28 [1000] 87 in Baumwolle, Wolle, Sammet und Seide fürHaus, Strasse u. Gesellschaft 552 Gl 61 [lOOu] 72 [500] 931 ,•120021 69 209 43 417 785 864 121066 2-19 12*677 100 GU 317 4-11 80 521 755 [500] 988 95 123072 2U8 3-18 [3000] 424 641 [500] 58 722 28 124077 107 45 73 579 717 51 871 88 950 1 2 5087 232 69 459 528 30 1 2 6019 163 298 621 46 93 [ 3000 ] 756 88 804 33 [500] 901 127043 228 828 417 550 811 37 1 28'33 221 368 525 693 796 1 29074 183 226 303 834 908 1 3 O015 104 303 35 77 421 982 131845 531 [500 ] 915 132108 [500] 43 215 312 410 690 801 133009 38 UOOoj 146 362 571 731 922 134015 110 1500] 607 821 935 135190 682 [ 500] 87 626 36 935 136019 129 [500] 331 573 1 3 7 230 41 600 77 723 65 859 1 38119 830 968 590] 86 139088 126 545 46 602 749 140199 858 408 94 572 700 815 79 928 J41413 778 980 67 1 42073 147 204 78 361 *64 903 143053 10] [5091 ff. Blüthenmehl 10 Psd. Mk. 1,55 Pferdebesitzeri Original-H-Stollen LLmi Fabrikanten; LEONHARDT L COM Berlin-Schöneberg. . t Jll. 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Heringe, Bratheringe, Sardinen i. Pickles, Sardinen in Del, Sardellen, Hummer in Dosen, Krabben, Kaviar, Ochsenzunge, diverse Sorten FleischpaiuS re. re. Wiederverkäusern Totalausverkauf wegen Geschäftsaufgrab© Mein noch gut assortiertes Lager in Tapisserie-, Weil-, Kurz- und Weiss-Waren wird von heute ab zu bedeutend ermässigten Preisen ausverkauft Selten günstige Gelegenheit f ür Weihnachtseinkäufe Ph. SchEatier, Neuenweg 10. 6907 Die elektrische Beil-Kraft steht einzig da! leidende und Geschwächte erhalt, grat. d.Buch über die preisgekrönte etektr. Maschine (24'/, von P.Freygang Nachf. in Zschachwitz-Dresden 40. [6b00 Ziehung vom 17. November 1906, nachmittag«. " 240 Mark sind den betreuenden 615 900 1 99085 102 222 [500 ] 47 846 478 2 00111 94 297 679 826 2 011-38 64 67 615 990 2 0 2036 66 100 230 [500] 817 61 482 513 612 97 742 883 ZOJ068 806 471 77 [1000 ] 655 741 854 204106 479 [500] <05 42 2O 5 002 177 249 [30001 326 623 [1000] 39 6(1 13000] 76 605 747 75 99 865 [500] 976 [1000] 206135 1500] HO 290 362 [1000] 40-1 41 59 561 71 860 8.8 »23 32 207062 72 508 46 976 2O820I 451 55 [40 000] 62, 715 99 209045 108 98 741 53 98 987 [15 000] 21O034 [1000] 87 129 488 [ 8000] 600 82 879 919 21 1028 92 1500] 287 333 492 503 58 756 859 992 2 1 2190 638 2 1 3188 331 74 463 660 [10001 950 2 1 4041 112 249 07 65ß [500] 741 92 960 [600] 2 1 5113 897 600 2 1 6524 28 63 1 759 [500]1631 801 906 2 1 7004 214 37 382 441 80 [500] 591 641 2 1 8100 Frcidkulm-NminiWg Gichn. Montag, den 19. November 1906, abends 9 Uhr pünktlich im (Lass Leib (Gießener Festfaal) OeffentL Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille aus Berlin über: „Was ist Leben, was ist Tod“ Eintritt für Nichtmitglieder 20 Pfg. pro Person. Karten sind im Vorverkauf bei Herrn Buchhändler 177 Mart» 682 735 ... 40124 422 619 44 54 [8000] 600 764 [8000] 41050 426 69 670 689 097 4 2004 77 105 388 630 821 43099 88 294 433 37 667 762 017 60 4 4239 862 704 14 845 4 5077 281 546 640 71 80 798 801 18 [600] 19 4 6231 672 313 SH 47042 811 423 [1000] 638 62 817 68 4 8076 97 127 410 70 603 15 757 90 49163 290 849 [5001 78 780 °»° «***“* 126 985 51074 169 218 67 819 [3000] 77 688 52002 120 81 617 600 20 843 78 5 3 006 17 61 1500] 84 682 81 708 5 4022 86 630 [505] 660 484 73 631 90 766 889 56121 233 82 445 [1000] 87 [500] 878 [500] 9148 284 [ 500] 569 84 667 740 814 31 31 1O270 411 598 640 715 (500) 820 1 1106 18 64 820 75 972 [1000] 12051 137 802 60 412 759 [500] 809 93« 49 13-333 416 24 940 14115 425 708 79 959 15264 300 1500] 482 37 587 629 [ 500] 48 (30000) 844 [500] 46 61 914 85 16173 296 378 703 962 [1000] 17 183 833 640 87 653 ------ 955 19179 228 359 Backzutaten in gewohnten unübertroffenen Qualitäten zu billigste« Preisen bei 6837 Emäi Fischbach. 26O102 258 80 91 842 408 2 613’9 1'30Jü] 529 31 649 778 [500] 901 2 6 2168 451 568 913 2 631M 09 L'Gti 31 -.4 552 647 833 901 264180 [500] 262 324 421 726 08 931 265071 209 36 86 819 716 93» 26 6140 417 721 74 [1000] 905 34 [1000] 45 85 2 0 7 272 328 430 751 97 886 2 6 8285 531 [3000] 660 731 91? 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Bekanntmachung. Benzlor ä 2000 M. L 1000 Die trauernden Hinterbliebenen 2 Staufenberg, den 18. November 1906. 6918 Die Beerdigung findet Dienstag, den 20. ds. Mts., nachmittags gegen 1 Uhr, statt. -• Herrn Günter bekundete Teilnahme sagen wir unseren innigsten Dank. 6908 6920 Giessen, den 19. November 1906. a Heinrich Mack, Ulm a. D. M Pelzwaren 6678 hv11/. Stimmen auf vorgenannte Herren zu vereinigen. V Der Vorstand des Detaillisten-Bererns. gemahiena 6909 Reitz. 1 L K WW 2 2 L 500 ä 200 L 1UO Spezialitäten: Tola-Selfe und Kaiser-Borax. v der E der welch Genei durch und Nach schrei uiiiiiiiiiiiiniiiiiiimiiiiiiiiiin 11111 tim I sicht auf dem Bureau des Bürgermeisters offen gelegt. Lumda, den 16. November 1906. Der Bürgermeister. Schultheiß.____________ Für die uns anlässlich des Ablebens unseres teueren, unvergesslichen Gatten, Vaters, Sohnes, Schwagers und Onkels ■ ■== Fusssäcke = Umänderungen und Reparaturen $r< trlj «mb teme werde' blatt« Oi Notat! lag IW drucke Nedak ui eck 9kt" Verla Zldres An^ Im Namen der Hinterbliebenen: Lina Günther, geb. Möser. Irene Günther. ... -■ . _<:■.■ ■■ ' v . •• Auf Kredit und gegen Bar Möbel, Betten Herren-, Damen- u. Kinder- Konfektion Spielend leichte Abzahlung J. Jttmann Gleesen, Plockstr. 14—16 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsern lieben Gatten, Vater, Grossvater, Schwiegervater, Bruder und Schwager den Grossherzoglichen Beigeordneten und Spsrkassenrectsier Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Inheiden für das Rech- nungsjahr 1907 liegt vom 21. November d. I. acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf dem Bureau des Bürgermeisters offen. Inheiden, den 17. November 1906. Großherzogl. Bürgermeisterei Inheiden. 0. Schultheis Kürschner Marktstrasse Nr. 3 Giessers Marktstrasse Nr. 3 — Gegründet 1832 — Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Lumda für das Rechnungsjahr 1907 ist vom 28. November 1906 an acht Tage lang zur Lin- WMLV'' ‘ des Oberh. Bienenzüchlervereins befindet sich einzig und allein bei ß. G. KBeenhenn Bahnhofstraße 59. 171 Daselbst ilt la garantiert reiner Bienenhonig stets vorrätig. heran den K Unter; Grwar ßtundi zur Fr Lotter. nahm ten $ welche nur « gewes treu sers tief i daß 1 als n vern soebei möge: lichste 2 Reic heran fträu ten: , geglaub finden." hoch ai in Lew der Sp schastei h tasel \ nahm« Prinz« A Prinz« Holstei gin be das Kc fers. ( Visiten. Ar saßen «« spruch Lu der Ta Berlin, Mein reichhaltig sortiertes Lager bietet die größte Auswahl aller Neuheiten in Pelzkolliers, Kragenstolas von den einfachsten bis zu den edelsten Pelzarten. --------- Erstklassige Ausführung —------ Moderne Muffen Herren- und Knabenpelze • ® 1?ellteppiche Kespr T Berich steiler chener ausdel oußeri Ächtei an be das jsi vortöni den Qj ung r traue aus d ein £h nichts in die der vo 9lau Uten; A toi »n ub-r deni « dabej jm A< habe, über d d°ht Mir 6 i*1 h° "A y«iae, Serie 2 2 nach langem, schweren Leiden im 58. Lebensjahre in ein besseres Jenseits abzurufen. AM Wlmkkus in prima [08494 Solinger Stahlwaren wie: Alle Arten Schcereu,Nasier- nicsser, Taschen-, Schlacht- und ttücheu-Messcr, feine Tisch- messer und Löffel. Farbige Gipsfiguren und solche aus (Llfenbcinmasse sowie viele andere Artikel zu billigst. Preisen. ittäase, Messerschmied, Äirchenplatz 11. Kränchen Altbtwübrt bei /(atarrhen. Husten Heiserkeit, Verschleimung. Ma&ensäure. Ueher all erhältlich. Men viel ante ausdrücklich das Naturprodukt c, weise BltiJranteboteneSurroiati (künstliche L Imser Wasser und Saha), zurück, daß die Einsendung dieser Schuldverschreibungen bei der Ltavtkasie in Gießen, bei dem Bankyause Delbrück, Leo & Cie. zu Berlin und bei rer Mitteldeutschen Kreditbank zu Frankfurt a. M. erfolgen kann und 6a|3 die Berzmsung mit iSnbe Februar 1907 au dort. Gießen, den 17. November 1906. , B /u Großhcrzogiiu,e Liurgcrmcisterei Gießen. Mecum.____ Bekanntmachung. Die am 15. Oktober stattgcfnndeue Verpachtung dort Triebvierteln mit Ausnahme der Tricbviertel tu Gewann 7 hei dem Philosophenwald, sowie die am 5. November statt- aesunoene Verpachtung von Gelände aus dem Nahrungsberg, am Aulwcg, aut der Warte und bei der Maraaretenhütte find haben binnen 8 Tagen für Bürgschaft zu sorgen und wollen sich dieserhalb an den Ratsdieuer Dörr im vormaligen Hospital zwischen 12 und 2 Uhr mittags und */,7 und 8 Uhr abends wenden. Gießen, den 15. November 1906. . B /«. K^AOuihiAum.......ifterci Gießen. Mecum. _________ Handelskammer-Wahl. In unserer am 14. er. stattgefundenen Generalversammlung wurde beschlossen, in erster Linie wieder für unseren verdienten Vorsitzenden, Herrn Earl Nähr, emzutreten, der wie bisher, auch in Zukunft bestrebt sein wird, die Interessen des Detailhandels jederzeit zu wahren und die Wiederwahl der ferner ausscheidenden Mitglieder der Kammer, nämlich der Herren Terpentin-J | Seife Z R i$T % 1 unstreitig s das % S Best© 4 peterafl ll> hbem ft Packet 15 ft Emil Lchmall, Fabrikant, Earl Klingspor, zu unterstützen. Wenn wir diesmal von der Aufstellung eines weiteren Kandidaten unsererseits, wie dies gewiß berechtigt gewesen wäre, Abstand genommen haben, so geschah dies lediglich deshalb, well es sich um die Wiederwahl bereits in der Kammer tätig gewesener Herren handelt. Wir richten daher an unsere verehrlichen Mitglieder die ergebene Bitte, ihre nehme man Jodoform. (Orthooxybenzotzsäuremethylcnacetat-. Glänzende Ersolge,^»^: Gyne sll^vllche Uebenwirlungen'. Vf. med. W. in F. schreibt: Bei meinem seil 8 Atonalen bestehenden DchultergelenkSrheumatiS- muS ist der Erfolg durch Jndo- form ein sehr befriedigender. Vorrätig in Apotheken zum Preise von 75 Pf. u. Mk. 1.50. Aerztl'.che Anerkennungen und Krankenberichte auf Wunsch zu Diensten. Nach Orten,wo nicht zu haben, veclcnde b.Voreinsend. d.Betr. portofr.! Zritz Schulz, Lhem. Sabri!, Leipzig. Leute abend 9 Uhr entschlief nach kurzem, schwerem Leide,: unser inuigstgeliebtes Töchterchen und Schwesterchen Else im Zarten Alter von 1 Jahre, was wir hiermit tief- betrubt anzeigen. trauernden Hinterbliebenen: Familie Peter Watertamp. Hergestellt mit dem beliebten Tola-Parfüm, mild and W angenehm.Überall vorrätig. W Preis 25 Pfg. 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Mürz 1907 zur Rückzahlung kommenden < chuldver- schreibungcu des Ltnlchcnö der Stadt Gieven vom Jahre 1901 wurden folgende Stücke zur Rückzahlung bestimmt: Nr 51, 91, 172, 203, 221, 231, 260 361, 547, 585, 653, 723, 728, 729, 890, " 967, 1007, 1023, 1059, 1084, 1098, 1103, Versteigerung. Dienstag, den 20. dss. Mts., von vormittags 10 Uhr ab versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: [6905 ca. 20 Mille Zigarren, 3 Zigaretten- schränkchen, 1 Spielautomat, 4 Fahrräder, (darunter 2 neue) 8 Fahrrad- laternen,2Nä«maschinm,3Regulateur- uhren, 1 Standuhr, 1 Milchzcntrifuge. 1 eisernen Karren, 22 eiserne Lüpfe, 1 großen eisernen Kochkessel, 6 Ofen- rolle und andere Sachen. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Born, Gerichtsvollztel-er. Prima Kognak | Spezialiuarke, garantiert srauz. Verschnitt, ärztlich empsohlen, per Literflasche 2 Mk., ist der preiswerteste und beliebt roegenJeineS vorzüglichen Geschmackes. Ferner gelten meine srnnzosijchenLtvguakS unter Originalver|chluß als die " 'ten, welche der Markt bringt. E. Dort, Walltorstraße 45. '■W [ M| M Montag 19. November 1906 Nr. 27S Zweites Blatt 156. Jahrgang Erscheint täglich mit Aufnahme deS Sonntag«. General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für Len Kreis Siegen **uäidieg Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr. bl. Telegr.-Adr. ; Anzeiger Gießen. Die „Lietzener ZamilienblStter" werden dem »Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der »Hessische Landwirt' erschetm monatlich einmal. r würde das Anschlägen n Türen übernetjmen? ßchriil Angebote unter 6903 Y L'iizeiger erbeten. — Es ist davon die Rede, die Erhöhung deS Abgeordnete ngehalts von 9000 auf 15 000 Franks zu beantragen. Wien, 17. Nov. Im Abgeordnetenhause erklärte Graf Sternberg unter Hiniveis auf den Deutschen Reichstag, er habe gehört, daß selbst Konservative Tadel an die höchsten Stellen richteten. Trotzdem möchte er über die Grenze rufen: »Schickt uns den Wilhelm her, damit man sehe, wie regiert werdet wonber be 6^ ^r # meiden die auch"''' ollen sich rini), i) bedus'S ^^orstav^ Deutsche» Reich. Berlin, 18. Slovember. Anläßlich der 26. Wiederkehr des Tages der kaiserlichen Botschaft vom 17. Stovern, der 1881 fand heute eine vom Ausschuß für Arbeiter- Wahlen und soziale Angelegenheiten, von den christl. Gewerkschaften, von den konfessionellen Arbeitervereinen und von dem deutsch- nationalenHaudlungsgehilfenverband einberufene Versammlung statt. Kurz vor Beginn der Versammlung erschienen Staatssekretär Graf Posadowsky, Geh. Regierungsrat Prof Dr. Adolf Wagner, Abg. Professor Hitze, Hofprediger a. D. Stöcker u. a. Nach mehreren Ansprachen wurde einstimmig eine Entschließung angenommen, in welcher das Verhalten der Sozialdemokraten gegenüber der bisherigen Sozralreform verurteilt und die Regierung und die Parlamente aufgefordert werden, die Sozialreform tatkräftig fortzuführen. An den Kaiser wurde ein Danktelcgramm Ausstiches. In Poltawa wurden von unbekannten Mördern der Garnisonschef, General Polkownikow, und ein zufällig auf der Straße befindlicher Soldat erschossen. Aus Warschau wird gemeldet: Die Gräfin Pott in sla gestattete zwei elegant gekleideten Radfahrern, welche spät abends auf ihrer Besitzung eintrafcn, zu übernachten. Als sich sämtliche Gutsbewohner zur Ruhe begeben hatten, drangen beide in das Schlafzimmer der Gräfin, knebelten sie und zwangen sie 3 0 000 Rubel sowie den gesamten Familienschmuck herauSzugeben, worauf sie die Flucht ergriffen. Die beiden Räuber wurden jedoch von den Verfolgern ergriffen, man fand bei ihnen noch sämtliche geraubten Sachen. Der eine von ihnen namens Szmit, hatte noch eine große Reihe genauer Pläne hervorragender Palais und Besitzungen bei sich, auf welche anscheinend ähnliche Raubanfälle beabsichtigt waren. Im Odessaer Gefängnis hatten die politischen Gefangenen einen unterirdischen Gang hergestellt, um zu entfliehen. Der Gang wurde infolge Anzeige eines der Gefangenen entdeckt und das Gefänguis von Truppen umzingelt, da die Gefangenen, etwa 300 an der Zahl, zu meutern begannen. Der Verräter wurde von den Gefangenen getötet. Auf der Station WoSkreSsenSk der MoSkau-Kasanbahn überfielen 25 Bewaffnete einen aus Moskau kommenden Güterzug und raubten 80 Pud Frachtgut. Sie entkamen. Ittahms-Kvend. Gießen, 19. Roo. Man stelle sich eine Universitätsstadt vor, nicht viel größer als Gießen, auch, was den Charakter, was die Liebe und das Verständnis der Einwohner zur Kunst angeht, nicht sonderlich verschieden von der hessischen Universitätsstadt. Nun denke man, daß in dieser Stadt Abend für Abend ein Konzert mit wirklich gutem Programm stattftndet, daß jeden Abend in einem anerkannt guten Stadttheater Vorstellungen gegeben werden, daß eine Militär- und Stadtkapelle, beide unter guter Leitung, sich den Rang abzulaufen versuchen, während Bier- konzcrte noch zwei kleineren Kapellen überlassen bleiben. Man möge mir ferner glauben, daß wöchentlich mindestens zweimal auswärtige Musikvirtuosen sich hären lassen, daß an jedem Sonntag Kammermusikmatineen stattfinden, daß immerfort einheimische Größen sich berufen fühlen, ihre Stimme oder ihr Talent an irgend einem Instrument hören zu laffen. Es ist dies in einer norddeutschen Stadt der Fall. Ist nun diese Ueberproduktion von Vorteil für das musikalische Leben? Eigentlich müßten die Bewohner jener Stadt doch nun nahezu alle selber Virtuosen, wenigstens aber begeisterte Kunsijünger sein. Aber gerade das Gegenteil ist der Fall. Der musika- lische Sinn verflacht, das Interesse sinkt. Gleichgütltigkeit tritt immer mehr zu Tage. Hier ist die Musik leine hohe, hehre Kunst mehr, hier ist sie eine Last. Ja, derjenige, der durch seine Stellung zum Besuch der Konzerte gezwungen ist, wird zum nervösen Musikfeinde. Zudem wird durch bombastische Reklame die Kunst in den Staub gezogen, Warum führe ich das hier wohl alles an? Ich will damit sagen, daß Gießen in dieser Hinsicht eine bevorzugte Stellung einnimmt. Andererseits darf bas Publikum in den Konzerten in Gießen auch wieder mehr verlangen. Wenig, aber gute Musik! Das müßte für die Musikwelt jeder Mittelstadt die Parole sein, und wenn das in Gießen der Fall ist, so liegt das meines Erachtens nur daran, daß das Musikleben hier organisiert ist. So weit ich den Konzertverein kenne, scheint er dieser Devise zu folgen. Leicht ist das gefaulte Musikleben einer Stadt von dem Willen einzelner abhängig. Doch darüber kann ich nicht urteilen. Zuwellen verwandelt sich ja dieser Nachteil auch in das Entgegengesetzte, zuweilen vermögen auf diesem Ußcge einzelne Musikjünger einer verflachenden Neigung entgegenzuarbeiten. Jedenfalls erhält man vom Gießener Konzertoerein einen guten Eindruck. Gestern bot er uns einen Chorabend. Der akademische Gesangverein unter Herrn Trautmanns Leitung, trat, unterstützt von Frl. Agnes LeydHecker aus Berlin und parlamentarisches ans Hessen. Die Vereinigung hessischer Zeichenlehrer hat an die 2. Kammer eine Vorstellung gerichtet, in der um eine Regelung der StellungS- und Gehaltsverhältnisse der für höhere Schulen geprüften und an solchen Anstalten an- gestellten Zeichenlehrer ersucht wird, und zwar in der Art, wie sie bei den Landwirtschaftslehrern, den Seminar- und den Hauptlehrern an den Gewerbeschulen besteht. Die Straßenwärter des Großherzogtums bitten, ihnen vom 1. April 1906 ab eine feste Anstellung mit Pensionsberechtigung, Gehaltsausbesserung nach Dienstjahren und den Witwen und Waisen nach Ableben ihres Ernährers einen Gehalt zu gewähren. Die Rabbiner und Vorsteher der (orthodoxen) israelitischen Religions-Gesellschaften Darmstadt, Mainz, Gießen und Bingen ersuchen, den den Ständen vorliegenden Entwurf zum Gesetz über die Verfassung und Verwaltung der israelitischen Religionsgemeinden in der vorliegenden Form abzulehnen. Die betr. Vorstellung an die Zweite Kammer endigt mit folgenden Worten: Wenn der Entwurf Gesetz werden sollte, so würde das bestehende Gute in Gesetzgebung und Verordnung aufgehoben und daS in dem neuen Gesetz Gebotene müßte zur Knechtung der Gewissen und zu schwerer Gefährdung der Religion führen und einen Zustand schaffen, der zum Massenaustritt aus dem hessischen Judentum mit zwingendster Notwendigkeit drängt. Bei aller Anerkennung und Dankbarkeit für die guten Absichten der Regierung wiederholen wir deshalb angsterfüllt die dringende Bitte, diesem Gesetzentwurf, der in der Neuschaffung einer israelitischen Oberbehörde für Religionsangelegenheiten gipfelt und die Autorität der Rabbiner, selbst den Gemeinden gegenüber, bezüglich religiöser Fragen untergräbt, in seiner jetzigen Form die Zustimmung zu versagen. Arr-lanS. Paris, 18. Nov. Das »Echo de Paris* veröffentlicht eine sensationelle Nachricht, wonach Admiral Touihard, Oberbefehlshaber beS Mittelmeergeschwaders, eine Flotten- Demonstration in den marokkanischen Gewäffern vorzunehmen, berichtet habe, daß angesichts des Zustandes, in welchem sich die unter seinem Befehl stehenden Schiffe augenblicklich befänden, er eine Verantwortlichkeit für eine solche Expedition nicht übernehmen könne. Es heißt, daß die Kessel der Mehrzahl der Schiffe verbraucht seien, und daß eine solche Fahrt mit großer Gefahr verbunden sei. Auf Befehl des Marinemimsters hat sich ein Spezial-Ausschuß an Bord der Schiffe begeben, um eine Untersuchung vorzunehmen. für den erneuten Ausdruck seines festen Willens, ein« gesetzliche Sozialreform auf christlicher Grundlage fortzuführen, gerichtet. Das Weltwohlfahrts-Komitö hat an den Reichstag eine Petition gerichtet, in welcher die Bitte ausgesprocheil wird, tunlichst bald ein Gesetz auszuarbeiten, durch welches der Reichstag selbst ermächtigt wird, unbeschadet des Begnadigungsrechtes der Regenten auch seinerseits bei jeder sich bietenden Gelegenheit Gnadenakte zu erlassen. Köln, 17. Novbr. Die „Köln. Volksztg." veröffentlicht ein Schreiben des Papstes an Kardinal Fischer. Er lobt den Eifer und die tatkräftige Klugheit der deutschen Katholiken, die in allen religiösen Dingen der Autorität des Papstes folgen wollen. „Dieser Gehorsam," so heißt es in dem Schreiben, „läßt, wie eine fortwährende Erfahrung zeigt, einem jeden eine vollstän- bige und unbeschränkte Freiheit in den An- gelegenheiten, welche die Religion nicht betreffen. Karlsruhe, 17. Nov. In einer halbamtlichen Zuschrift der Südd. Reichskorr. heißt es: »Fürst Bülow hat in Homburg nicht auf beschleunigte Erledigung des Rücktritts- gesuches des Ministers v. Pod diel Ski gedrängt, sondern im Gegenteil von sich aus eine aufschiebende Behandlung empfohlen bis zur weiteren Klärung der Umstände, die damals von Podbielski dem. Gedanken seines Ausscheidens auS dem Aiiite nahe gelegt hatten. Dieser Auffassung des Ministerpräsidenten ist die Krone beigetreten und dabei verblieben. Auf gänzlicher Unkenntnis des wirklichen Verlaufs beruht die Ausstreuung, der Monarch sei in irgend einem Augenblick vor die Frage gestellt worden zwischen der Entlassung deS Landwirtschaftsministers oder deS Reichs- kanzleLß zu wählen. So haben die Dinge nie gestanden. An die Aufwerfung der K a b i n e t t S f r a g e hat Fürst Bülow überhaupt nicht zu denken brauchen. Der Rücktritt des Landwirtschaftsmlnisters erfolgte auf eine von ihm selbst ausgegangene Erneuerung seines früheren Abschiedsgesuches. 1\ dem N Aeaen Pe- »'«Äi’'11 2 der Jakob Schmidt 1 ieeUti, 2!®« OeL*. dem Musikkorps des hiesigen Regiments ans den Plan. Gleichzeitig mit der Anzeige dieses Konzertes sielen mir einige Konzertankündigungen aus unseren Großstädten in die Hände, über denen allen der Name »Brahms" prangte. Der letzte große Meister der Musik scheint also heute, wo man allmählich wieder abschwenkt von dem Wagnerkultus, an Bedeutung zu gewinnen. Brahms war einer der ersten Gegner der neuen Bahnen, die Wagner und Liszt beschritten, und er und die »Rechtgläubigen* waren es, die den großen Meistern heiße Stampfe lieferten. Brahms war im Irrtum, und das Seltsame an ihm ist, daß er das selbst einsah. In seinen eigenen Werken spüren wir den Pulsschlag der neuen Zeit. Ja, er hat versucht, das zu verehren, was die anderen verdammten. Aber seine Freunde Hanslick und Billroth wußten den Charakterschwachen festzuhalten. Dieser tragische Zwiespalt spiegelt sich m Brahmsens Werken. Er war doch trotz alledem der größte Meister der Töne aus den letzten Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts. Kraft, Individualität und doch Vielseitigkeit kennzeichnen sein Talent. Logisch und formell vollendet sind alle seine Werke, abgesehen von seinen ersten Werken, besonders den Klaviersonaten. Edles, aber bitteres Empsinden, nichts Sonniges bekunden seine Schöpfungen. Bei der Wahl seiner Texte hat ihn das Schwermütige, Sehnsüchtige immer ange- zogen. Seine Chorwerke sind seine Meisterstücke, und gerade in ihnen zeigt sich feine Kunst und dabei die Tragik seines Wesens. Aus der reiferen Periode bot man uns gestern Gaben bar. Die Kympojttioneri §u Goethes Parzengejang, Schillers Nänie und Hölderlins Schicksalslied bildeten das Gerüst des gestrigen Konzertes, das mit einigen von Brahmsens trefflichsten Liedern ausgeschmückt war. Tie Werke zu kritisieren, steht mir nicht an und würde auch zu wett führen. Wer Brahmsens Vertonungen verstehen will, der muß des Meisters Tragik in Wesen und Wirken kennen. Ich glaube, es sagt genug, wenn einer von Brahmsens heftigsten Gegnern — und die hat jedes Genie — von ihm als von „Meister Johannes" doch nur zu sprechen wagt, ja, wenn derselbe Gegner zugibt, daß Brahms freilich ein Platz unter den Unsterblichen gesichert fei." Uns interessiert vor allem oie Ausführung. Brahmsens Werte sind groräe Gemälde — keine [ein ausgeklügelten Voudoirstücke, ober große Striche, helle Lichter, starke Schatten, überhaupt Äiqt zeugen von dem Genialen. Das atmet auch in seinen AHebcrn. Brahms hat das Volk belauscht, und heimisch klingen uns seine Lieder; freilich steht noch etwas zwischen chnen und uns, etwas Unsichtbares, nicht direkt Trennendes, aber uns dach Bedrückendes — die Tragik des Koniponisten. Gebannt lauschen wtt den schlichten und pwch |o viel aussprechenden Liedern, und noch gebannter lauschen nur chnen, wenn sie uns von einer solchen.Sängerin wie Fr l. Lehdecker dargeboten werden. N Mi sfc ?l Prwalsl.z.l.Ltz. TunhM ttenberfler, Seliersw. 6? r"1 l —>— 5 MA Atz n, ted??u K-bügeln u. etwas fann u'ge rMdchHH- Knabe« dom Lande leichte Fabnkarbeit gejucht. $r.e5 m der Geschäftsstelle _Oie{jtnei Aniägecs. 6893 p,L?eiemb' Mädchen 1 ■ kann |oi. eintr. Lellersm» ? Aus Stadt und CanO» Sprechstunden der Redattion 11—1 Uhr Darin., *,j7—y28 Uhr abdS. Gießen, 19. Nov. 1906. ** Eine Entgleisung bei Lang-Göns. In der Nacht vour 17. auf 18. d. M. entgleisten infolge Defekts an der Lokomotive des Schnellzugs 43 (der 12 Uhr 31 Min. in Gießen eintrisst) auf |teter Sireae zwischen oen Bahnhöfen Uirchgöns und Lang-Gons der Lime Frantjurt-Kassel, zwei Achsen des hinter oer Lokomotive lausenden Postwagens. Personen wurden nicht verletzt, oer Materialschaden ist gering. Nach 3 stunden war die Strecke wieder fahrbar. Während dieser Zett wurde der Betrieb eingleisig aufrechterhalten. Daß die Künstlerin uoer eine uanguulit, um,a.ngreiche und modulationsfahige Stimme verfügt, daß sie selbstverständlich technisch vollkommen durch gebildet ist, kam gestern für mich wenig in Betracht. Mehr als das alles hat mich die ausdrucksvolle Vortragsweise, die echt brahmsisch war, gefangen genommen. Aus ihren Darbietungen sprach echtes, wahres Gefühl. Wen das altbekannte Lied aus unserer Kinderzeit, vas traute „Sandmännchen" gestern nicht ergriffen hat, dem spreche ich jedes poetische Enipsinden ab. llttir haftet Frl. Lehdecker schon etwas V'tttuosenhaftes an, was zu den Liedern nicht paßte, und dann dürfte die Dame noch etwas mehr Rücksicht auf die Vokale, besonders das „a", nehmen. Jedenfalls verdiente sie den Beifall, den man ihr sowohl bei ihrem Auftreten als nach jedem Liede in reichem Maße darvrachte, voll und ganz. Eine bessere Solokrast wäre füv den Vrahmsabend taum zu gewinnen gehzefen. Run zu den Chorwerken. Einige Kleinigkeiten will ich gleich vorweg anfüljren. Es sieht nicht schön aus, wenn, zumal da das Podium Heller erleuchtet war als der Saal, einige Herren ihre Anstrengung auch körperlich durch gymnastische Hebungen mit Kops und Armen zeigen und wenn andere mit dem Notenblatte den Takt schlagen. Dann krankt auch die hiesige Kapelle an dem Hühnerauge der meisten Kapellen, au oen Hornern. Auch hätten die Chor- mttglieder sich, etwas diskreter, gleichmäßiger erheben können. Aber wie gesagt, das |inb Einzelheiten, für die der Dirigent nicht oeramwortlich gemacht werben kann, während der Erfolg, der auf der ganzen Linie zu verzeichnen war, in erster Linie, wenn nicht gar ganz, ihm zuzuschreiben ist. Offen gejtanbeu, es war falsch, vorher in einer Zeitungsnotiz von dem Ehrenabend des Herrn Trautmann zu plaudern. Die tteberraschung wäre ohne das noch größer gewesen. Trotzdem ist die Ovation als gelungen zu bezeichnen, wenngleich sie eigentlich an das Ende gehörte, da sie bei vielen oa» Interesse ablenkte. Freilich tat es mir, ohne Herrn Trautmann nahe zu treten, wehe, daß man über uein Feiern des Dirigenten den Meister vergaß, daß der Abend kein Brahrnsabend mehr war, sondern ein Trautmannabend. Trotzdem verdiente Herr Traut- rnann die Ovattoii, allein sthon für die gestrige Leistung. Ich hoffe auch, daß alle Konzertbesucher aus aufrichtigem Herzen Herrn trautmann in solcher Weise ihren Dank ab- Itatten;. OesLiert wurde er ja offiziell durch ein Poem und einen Kranz. Noch viel mehr aber kann und muß man ihm danken drÄmrch, daß man ihn unterstützt, daß man ihm eittgegentommt. Denn aus seiner Dankrede wollte es mir doch klingen, als sei ein Abschied von Gießen für ihn Nicht unmöglich. Darum kann man ihn nur fssthalten durch Liebe, burch Mttarveit, durch Verehrung auf allen Setten. Einen Bessern betommt^ Gießen nicht wieder. Ich weiß aus Erfahrung, wieviel Schweißtropfen em Regisseur vergießt, der alle drei Wochen einmal eine .Aufführung zu leiten hat, und ich Gießener rlnzerget — ..........- UOO an. zn «gen toppdtt Sicherheii. een ufuer G.C.lö po(lla^ m Posianu 2. er. . vjbk Isham ö 1-.S&l am physiols- :,01 - morgen l'rüit- «aber. iunltjubiläum