Drittes Blatt Nr. 18 Heev und FLsLte. Paris, 20. Jan. Im Bericht des Deputierten Klotz r über das Kriegsbudget, der demnächst in der Kammer der ^rdig verlaufenen . zur .Verteilung gelaugt, wird die Wichtigkeit des Budget- I- ein-^inden. -1. für 1906 hervorgehoben unter dem Hinweis darauf, daß der „Deutschen Elche ein - Frankreich, trotzdem es den Frieden wünsche, auf alle Falle statt. Schon um 8 Uhr ran gerüstet sein müsse, und mit dem weiteren Hinweise auf besetzt, sodaß eine große Anzc i! (Serie! ita Mer zen ürzen ick 58 Ne. I- Jacken Preis- -—' Erscheint »glich mit Ausnahme deS GonntogS. Die „Eichener ZamillenblSttett' werden dem ^glnxeiaer viermal wöchentlich beigelegt. Ter ^hesßjche Landwirt" erscheint monatlich einmal. ueber DU 98 Pfg- ,ten === Hsebtücher k. 3^ . > zend Mk 1*-' izenge iHg. fea ’m , 145 g- IckMk $‘9a en tick Mk-11** itins » =r - lanelle 48 Pfg. onrs M 1.50 Apolitische Tagesschau. Ter badische Vermögensstener-Gesetzeutwurf. In der badischen zweiten Kammer legte Finanzminister Decker den neuen Vermögenssteuer-Gesetzentwurf vor.. Nach badischen Zeitungsnreldungen sind in dem Entwurf nicht alle Konsequenzen des Vermögenssteuerpriuzips gezogen. So ist z. B. das Fahrnisvermögen frei gelassen und ebenso, zur Schonung der Landwirtschaft, das landwirtschaftliche Betriebskapital, Grundlage der Besteuerung soll fortan nicht mehr der Ertrag bilden, sondern der laufende .Verkehrswert, und das Kapitalvermögen wird in Zukunft nach dem Kurs- oezw. Nennwert besteuert. Dem ne inen Kapitalbesitzer soll insofern eine gewisse Schonung gewährt werden, daß eine Besteuerung erst ein tritt, wenn die Gesamteinnahme 900 Mark übersteigt. Ter Schuldenabzug ift, vis zur Hälfte des Vermögenswertes vorgesehen; ginge man weiter, so würde dadurch nach Ansicht der Regierung die Ueberleitung in die neuen Verhältnisse erschwert,und die Verschiebung der Steuerlasten verschärft. Borge,ehen ist ferner die progressive Be steuerun g d e s gewerblichen Vermögens, wobei die Progression.beieinem Steuerkapital von 50 000 Mk. beginnt und bei loO 000 Mk. aufhört. Es dürste eine sehr erhebliche Berscyieb- unq der Steuerlasten eintreten vom Lande nach der Stadt und von der Landwirtschaft und dem Gewerbe nach dem Grund- und Ge- bäudebesitz. Nach den neuesten Katastern betragt in Baden das Vermögenskataster 9500 Millionen Mark, der gesamte Schuldenstand 2029 Millionen Mark, sodasi nach dem geplanten Abzug 7920 Millionen Mark zur Versteuerung gelangen. Die bisherigen Ertragssteuern haben 8,3 Millionen Mark ergeben; in Zukunft aber wird das nteuer- »ergebnis, bei Zugrundelegung eines Steuerfußes von 11 Pfennig, auf 8,7 Millionen Mark sich belaufen. Das preußische KrönrrngS- und Ordensfest. Berlin, 21. Jan. Die Feier des Krönungs- und Ordens festes im königl. Schlosse fand beute vormittag in gewohnter Weise statt. Um IIV2 Uhr begann die (Sour der vorzustellenden neu dekorierten Personen vor dem Kaiser und der Karserin in Gegenwart des Kronprinzen, der Prinzen und Pr^ zessinnen des königlichen Hauses, der Ritter des Orde^ vom Schwarzen Adler, sowie der Staatsminister. In der Schloßkirche hatten sich inzwischen zur Feier die geladenen Personen, sowie das drplonmtsiche Korps eingefunden. Unter großem Vortritt nähte das Kaiserpaar, während der E- chor mit Psalm 95 einsetzte. Tie allerhöchsten £errfa).ajten nahmen vor dem Altäre Platz. Nach dem Gemeinoegesang hielt Hofprediger Kritzinger die Predigt; den Schlug machte das Niederländische Dankgebet. Vor der Feier hatte der Kaiser beim Reichskanzler vorgesprochen. Nachdem die Majestäten sodann eine 3eü lang im Marinesaal verweilt hatten, begaben sie sich um W4 Uhr in feierlichem Zuge nach dem mäßen Saale zur Tafel. Dem Kaiserpaare gegenüber saß der Reichskanzler. Im Verlaufe des Mahles erhob sich der Kaiser und trank auf das Wohl der neu ernannten Ri'tter. Nachher hielten die Majestäten Cercle ab. , . Nack) dem „Staatsanz." erhielten Ordensauszeichnungen zl o.: den Stern zum Roten Adlerorden 2. Klasse nut Eichenlaub: der große Geigenkünstler Professor ^50 se f Joachim. Roter Merorden 2. Klasse mit Eichenlaub: Professor Haupt-Halle. Kronenorden 1. Klasse: Reichstagspräsident Graf Balle st rem, Generalin, per- teitr der Festungen Generalleutnant v. B e s e l e r. Steril, zum Kronenorden 2. Klasse: Wg. v. Kar dorff, Universi- tätsprofessor Kekulö v. Stradonitz -Berlin. Krmien-- orden 2. Klasse mit dem Stern: Wg. Gamp, Abg. Fryr. v. Zedlitz-Neukirch. Roter Wlerorden 3. Klasse mir Schleife: Oberbürgermeister Ehlers-Danzig, Professor v. Kropatschek, Cheftedakteur der „Kveuzztg.", Geheimrat Wg. Sattler, Gouverneur Solf-Papia. Roter Wlerorden 3. Klasse: Die Geh. Kommerzienräte Arnhold und Oppenheim -Berlin. Roter Wlerorden 4. Klaste: Seine Rede klang in ein Hoch auf S. M. den Kager aus, an welches sich ein lebendes Bild: „Huldigung für S. Maj. durch die Lokomotivbeamten^ anschloß. Ein sehr reichhaltige^ Programm, bestehend in Musikpiöcen, Theater, komischen Vor- trägen und lebenden Bildern nebst darauffolgendem -ranz hielt Mitglieder tlnd Gäste bis zur frühen Morgenstunde zusammen. Die fidele Stimmung und die fröhlichen Gesichter |inb wohl ber beste Beweis, daß das Llrrangement den Beifall aller Teilnehmer gefunden hatte. Eine Zusammenkunft un Ver^ns» lokal (Felsenkeller) ant Sonntag nachmittag bildete den Schluß Bergeshöhen. Aber Michel und Pippa wären jämmerlich erfroren, wäre nicht Wann getoutmen, eine „mystische Persönlichkeit, tote bar Theaterzettel sagt. Eine Art Rübezahl, der Hunderte von Jahren auf seinem gekrümmten Rucken tragt, und anscheinend mehr kann als Wurzeln suchen. Er hat eine Art Ob,etwatortum auf der Spitze des Berges, scheint auch priesterliche Befugnis) c zu besitzen und gibt die Beiden zusammen. Aber der Huhn lWaldschratt-Nickelmann) ist Pippa nachgeschlichen und findet sich als unwillkommener Gast in der Hiitte des Wann ein, der eben eine schöne Rede an die Neuvermählten hält und ihnen Ratschläge für ihr ferneres Fortkommen gibt. Mr ein Fortkommen ins Traumland. Wis er den allen Huhn erblickt ftürit er sich auf diesen unb würgt ihn, besinnt fick) aLr, daß Ls nicht nötig ist. Er braucht dem Zottelbär-en ja nur den Tod zu ioünschen was er aua) tut. Und Pippa tanzt— mit dem dem Tode Gewechten und must auch sterben. Michel ljat mtn den Tod aesehen und erblindet plötzlich Aber, er wül weiter wandern nach "dem Traumland, er will das Blmdelied singen und Wasser zu, Ägeln ballen. Der Vorhang fällt, das Glashutten- m“ri§)ic reim^st'rahlende Flamme, die den kristallklaren Kelch des Glases formt, die Wunderblumen lichten Zaubers aus dem Glasvfen erspriesten laßt, das ist die kleine Pippa, deren leichter, schwebender Tanz den dumpfen Stoft durchgeistigt^nd bildet, wird Pippa aber auch zum Symbol des edlen ^elenrunNelus, das in der erloschenen Asche des Menichenherzens glicht. Wie die formlose, dumpf geballte Masse des Glasflußes durch den Tnni des Feuers geläutert zu einer vollkommenen Bildung erblüht, so ist für die Menschheit Pippas Tanz das überirdische Erlebnis ihrer idealen Träume, In dem alten Huhn laßt er die dunkle Sehnsucht nach Erlösung, nach Licht und Glanz auf- alühen- in der brutalen Seele des Direktors loat er alle edlen, schönheitsdurstigen Stimmen ans Licht. Dem Träumer aber, dem Poeten, wirb durch Pippas Tanz die Pforte der Phantasie und der Träume ausgeschlossen: sie bringt ihm Seligkeit und Krach mm Aufwärtsstrebeu durch Nacht und EiS. .Doch Pippa sechst, hiS 2arte Seelchen, zerschellt an der dumpseu Mage des Elementes dem sie entsproß. Sie darf den FEin.ss selbst nicht atmen in den sie die Auserwählteu weilt, sie ist teil gebannt an ber nordischen Winter, an die seelenlose Materie. Wie das Glas ein leichtes, zartes funkelndes Kind von Murano, kam sie nach dem fernen yäorden; nun läßt sie die Macht des Winters und des kristallenen Eises nicht mehr fort. „Der alte, Huhn" hat selbst sterbend gesiegt. ES ist unmöglich, den ganzen Trefsrnn imb die wundervolle! Schönheit dieser Dichtung nach den kurzer: stunden emer erstens Ausführung auszudeuten. Sie hebt an rote ein schltastes Volks* Märchen, und sie klingt aus in einem Lichtmythus, einer Sonnens sage, wie sie die germanische Edda einst gestaltete. Wohl smd aeroii'fe Motive der „Versunkenen Glocke" aufgenommen; oben sie sind jedes äußeren Effektes eutfleidet. Weitab von aucml äußeren Schein der Ausstattungsmärchen unserer Bühnen, roadM hier das Wunder aus niederen Hütten auf. Die himmlycheuf Sphären beginnen zu tönen, der Winterroald braust sein gewaltiges Lied: in das wilde Hussa des Nachtjägers lautet das leig Klingen der Eiszapfen. Die Menschen sind Plötzlich nur noch ein Teil deS Mls, Stimmen, die aus dm geheimm diesen ^dev Natur rufen, und sie tv-achsen auf zu SiMvvlen der sttsten zprasre^ der wundertätigen ^walten, die die Erde mit dem Himmel verbinden. Man denkt an Shakespeares „Sturm", wo ganz tote in dem mythischen Wann und dem alten Huhn in Vrospero und Caliban Licht und Dunkel mit einander ringen, <>-ruhlmg unü Winter, Kultur und Wildheit, Verstand und Justiull. Vielleicht mag Brownings „Pippa geht vorüber", jenes wunderiame We^ erlesenster Stilkunst, in dem die arme ^eidenspmnerm Pippa durch! ihr glückliches Lied den großen Augenblick in das Leben von viev Menschen bringt, auf die Jdeengestaltung Hauptmanns em-s gewirkt baben, auch seine Pippa ist ja ciu Synwol jenes ver-, kläreudeti Lichtes, das aus der Ewigkeit in die irdischen Herzen^ jedenfalls ist sein Werk zu einer weltenweiten, ganz,! arideren Dichtung aufgewmchsen. Der naive Märchenton klingt; zuerst leicht und anmutig durch die verschnörkelt zierlichen Betrachtungen des ehrsamen Handroerlsburschen. In Michel ist dieser altkluge, einfältige Ton des Summen Haus", der fein Glück in seinem reichen Gemüte trägt, fein fcftgehalten. Bald! aber llopsen die Versrhhthmen durch die Prosa hindurch, biÄ sie daun in der nihstischen Wohnung des alten Wamr in nmnder-i vollem Glanze und farbenreichen Visionen losbrechen: der Seelenton aus des armen Hannele Phautasieen tönt hier wieder, nur stärker und silberheller, wie das Läuten eines kostbaren Glases. . < Und Dippa tanzt. (Nachdruck verboten.) Berlrn, 20. Januar. „Es liegt eine Glocke im tiefen See, unter Geröll und Steinen. Sie ivill in die Höh', wo die Lichter des Dimmei- scheinen." Aber sie (nun nicht. Sie ist zu schwer und da_ Wasser ist viel zu tief. Wenn aber der Dichteftinger Ger hart Hauptmanns an diese Glocke rührt, dann gibt es ein dumpfev, sehnsuchtsbanges Klingen, das weithin schallt, ^mnn lauschen die einen andachtsvoll, und lagen, das Klingen lammt vom Berge. Die anderen aber lachen, und meinen, es seien nur Unken, die da unten in der großen Pfütze guaken. Schauplatz: das Lessing-Theater m Berlin Em großes Publikum in voller Toilette, die Aristokratie des( W mens, des Mammons und des Geptes ist versammelt zum Gericht über Hauptmann. Auf dem Theaterzettel steht: -Und Pippa tanzt, ein Glashüttenmärchen m vier Akten". Mau ist ^spannt das Ungeheuer Publikum ist hungrig Nack ungeahnten Srregungm. Der Vorhang hebt sich. In einer Schenke int Riesengebirge sitzen die Glasbläser beisammen und unterhalten pch. Eine seljr realistische Szene in schlesischem Dialekt. Da kommtPiPpa. Da^ ist eines italienischen Glasblasers Ktnd, der llch auch unter den Aedienben befindet. Pippa tanzt. Nicht den Tau^, oen weiland Salome um das Haupt des Täufers tanzte, sonderat einen reinen Tanz voll Schönheit, ^hnsucht und Eoenmaß. Der Hüttendirektor bekommt Üwpetit nach beui äarckm Mädchen, aber sie weist ihn ab. Da führt der „alte Huhn",^ em früher Bläser und nunmehriger Waldschratt, einen merkmirdiger: Varen- tanz um daS Mädchen auf, imd der Vater des, Madck)^s benutzt die Aufmerlsamkeit der aiideren aufda^ ^elsiame Schauspiel, im Spiel zu betrügen. Darob ^kaudal. Der Italiener fllcy.. wir Erfahren, daß er draußen totg^schlagen wird. Der Waldschrall bleibt unterdes mit Pippa allem m der schenke, und dann^pack er, nachdem er verworrene Reden geführt hat, das Kmdntit Holdrich in seine zottigen Aime und schlagt hi» Wüirfie Wie finden Pippa wieder IN der Hütte des at^en Huhn Rautendelein bei Nickelmann. Da erscheint Hcmrich, verksbursch mit hellen Augen und frohem Gcmutz Und W tanst Die Beiden gehen zusammen fort, au Marts m die ireuen Montag SS. Januar 1906 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu Unwerfttätsdruckerei. R. Lange, Gießen. Redaltiou, Expedition «.Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr. 51. Telegr.-Adr.: Anzeiger Gießen. die M>gg. v. K 0 e h 1 e n d 0 r f - Koelpin, H i l b ck - Dortmund, Hi mb er g-Osterberg, L a t t ich iil s - St. Goarshausen, Münsterberg-Tanzist; Ehefredakteur der „Tästl. Rundschau" Ri ppi er und Ehefredakteur der „Nordd. Allg. Ztg." Runge. Kronenorden 2. Klasse: Professor Harnack- Berlin, der katholische Feldprobst Bo Ilmar. Kronenorden 3. Klasse: Abg. v. B 0 ckc lb erg-Oft Sternberg, Professor Hitz e-Münster, Prof. I r m e r - Berlin. 186. Jahrgang . Mk 2.50 . , 3.25 . » 3.50 Linden, 21. Jan. Gestern fand im Saale ein Volksunterhaltungsabend yraniTeia), «, v=u ....... Schon um 8 Uhr waten SaLl und Nebenranm dicht gerüstet fein müsse, und mit dem weiteren Hinweise aus besetzt, sodaß eine große Anzahl teils im eaalc flehend, tcus das neue Rekrutierungsgesetz, das in biejcin Jahre zum voc ^cn Eingängen sich mit einem Plätzchen begnügen mußten, erstenmale zur ^Anwendung gelangt. Klotz führt aus, daß Nachdem Lehrer Boßler die Anwesenden begrüßt, begannen die Republik einen Grad militärischer Macht erreicht habe, ^ollamationeii von Schülerinnen der Oberklasse vorgetragen. äÄÄ". «... w. m ww land? diejenigen Frankreichs 1904 um das dreifache, mühen aus dennoch vorhandenen a en ©cmcmbcattcn unb 1905 um das fünffache überstiegen. Klotz kritisiert kirchenamtlichen Protokollen gefchichtliches Wiatenal «Dec dann das Vorhandensein eines Generalsisimus in Friedens- unseren Heimatsort gesammelt und in äußerst fepelnder Weife zeiten, tadelt das Beförderungssystem der Offtziere und feinem Vortrage verraertet. Nach dem erften des prüft alle juristischen Fragen, welckjL die Mwendung ber s^ovtrQQ§ folgte auf der Bühne eine Szene aus dem Spinn- zweijährigen Dienstzeit nach sich Z-iehen kann. Jni weiteren & 10 0 $ Q r c n. Die Verfasser der eigen- Verlaufe sein.es Berichtes geht Klotz ar igem dra.uatischen Handlung, Gemeinderechner Germer, N MMchnen^beLa? Germer und Eisindreher Holler, hatten mit Millionen übersteigt. _ , ----^rn^in Verständnis und Geschick ihre Aufgabe geloft und ernteten nebst den Darstellern reichen Bestall. Der zEte s<>r ^-h-trt-i?erfaMüaM für den preuß. Teil des Vortrags behandelte hauptsächlich du kriegerischen Wahlkreis ^Fu lda wurdeO-Ober!an^esgerichtspräsident Dr. Ereignisse im siebenjährigen Krieg und die sog. ^öosenzei Splh^n einstimmig wiedergewählt. Ein Gegenkandidat zu Ende des 18. und Anfang des 19. Mar nicht aufgestellt worden. der Ueberfullung des Saales folgten die Zuhörermit be — Während dem Reichstagspräsiden Len eure ^uudernsraertcr Ruhe den hochinteressanten Ausführungen offizielle Benachriäftiguug vom Ableben des Staats- Vortragenden. Daran anschließende deklamatorische Vorsekretärs Frhrn. tr. Richthofen zugeg!an-gen ist, hat über Heiniat und Vaterland wurden von Schulkindern Bülow beiden Häusern des preuß. Landtage s eme solche Leitung von Lehrer Möller musterhaft zum Ausdruck Benachrichtigung zugehen lassen. gebracht. Reicher Beifall gab Zeugnis von dem tiefen Ein- -druck, 'den alle Darbietungen auf die Anwesenden machten.. ANL- „.aM uns L«ns. bie erschienenen Gießener dankte Herr von Munchow Gießen, 22. ^anuac 1906. Veranstaltern für den darqebotenen Genuß. Erne Teller- - 26. Lahntal.Sängerbundfest zu Gießen, ^mmlung ergab eine ansehnliche Summe, die zur Llnschaffung Auf Einladung der festgebenden Bundcsgefangvereme Hcrr- bec Schülerbibliothek verwendet werden soll. Im monie, Heiterkeit, Gemütlichkeit und des Bauerichen Ge.ang- Qn bcn Vortrag wird im Laufe deS Winters auf oereinS, resp. des vorbereitenden Ailsfchusies, zu einer Ver-1 oo eine Hungersnot ausgebrochen ist, zurückzuweisen. — Ans dem Rittergute Wieck bei Gützkow (Pommern) brannte der große K u h st a l l n i e b e r. Bei den Rettunasarbeiten erlitt infolge Aufregung der Besitzer, H a n p t m a n n ®r .v. Level, einen Herzschlag, dem er gleich darauf erlag. Spielplmc der vereinigten Frankfurter Ztadttheater. Lpcruhanö. Dienstag den 23. Januar, abends halb 7 Uhr: „Lohengrin/ Mittwoch den 24. Januar*): 4. Abonnements-Konzert. TonnerS- tag den 25. Januar: «Der Freischütz." Freitag den 26. Januar geschlossen. Samstag den 27. Januar, nachmittags halb 4 Uhr: „Prinzeß Tausendhändchen/ Abends 7 Uhr: Zur Feier von Kaisers Geburtstag: Mozart-Zyklus, 5. Abend. Neu einstudiert: „SituS/ Sonntag den 28. Januar, nachmittags halb 4 Uhr: „Prinzeß Tansendhändchen/ Abends 7 Uhr: „Amclta oder der Maskenball^ Montag den 29. Januar geschlossen. Schauspielhaus. Dienstag den 23. Januar*): Erstes Gastspiel von Else Leh- m a u n vom Lessing-Theater in Berlin: „Fuhrmann Henschel." Mittwoch den 24. Januar: „Don Earlos." Donnerstag den 25. Januar: „Der Biberpelz." Wasch'rau Wolff: Else Lehmann. Freitag den 26. Janrrar: Letztes Gastspiel von Else Leh m a n n: „Rose Bernd." Samstag d-n 27. Januar: Zur Feier von Kaisers Geburtstag: „Wilhelm Teil." Sonntag den 28. Jan., nachmittags halb 4 Uhr: Frankiurter Dialektstück: „Ter alte Bürgerlapttän." Hieraus: „Der rote Schornsteinfegers Zum Schluß: „Dodgeschosse." Abends 7 Uhr: „Im bunten Rock." Montag den 29. Januar: „Tas Urteil Salomos." •) Anfang, wenn nicht anber» bemerkt, abends um 7 Uhr. AvSM LUS den Stgr.ökss8!jsretz!8ero der Ste-j Gjeßeo. Aufgebote. Jan. 12. Eugen Lang, prakt. Tierarzt in Schlotheim, mit Adolfine, gen. Johanna Koch dabier. — 13. Heitrrich Peter Hübner, Feldwebel dahier, mit Luise Emilte Ranft in Beuern — 17. Johannes Sohn, Pserdckirecht dahrer, mit Wilhelmine Schäler in Mudersbach. — 19. Friedrich Keßler, Kgl. Buchhalterei-Assistent in Hannover mit Emma Schuchard dahier. Geborene. Jan. 7. Dem Schuhmachermeisler Johannes Glitsch ein Sohn Wilhelm. — 10. Deut Laternenwärter Friedrich Schupv em Sohn Friedrich. — Dem Berufs-Feuerwehrmann Joses Link em Sohn Rudolf Georg. — Dem Katastergeometer Otto Kalbfleisch eme Tochter Ruth. — 11. Dem Kaustnaun Hermann Natt eine Tochter Johanna. — 13. Dem Sergeauthoboisten Hermann Schulze ein Sohn. — Tein Schuhmacher Robert Mader ein Sohn. — Dem Schmied Christian Funk em Cohn Louis. — 14. Dem Taglöhner Ludwig Rosenbaum eme Tochter Elisabethe. — Dem Metzger- meister und Wirt Gustav Adolf Müller eine Tochter Anna Tlnni Ottilie Berta. — Dem Kaufmann Karl Bucher ein Sohn Karl Emil Robert Hans. — 15. Dem Schneider Karl Heinrich Roth cm Sohn Friedrich Julius. — Dem Schreiner Friedrich Berges ein Sohn Friedrich Jakob. — Dem Schneider Georg Rennert ein Saht, Hermann Ernst. Gestorbene. Jan. 13. Gerda Richter, 3 Jahre alt. Tochter des Buchhalters Walter Richter dahier. — Robert Peter Herrmann, 1 Monat alt, Sohn des Taglöhners Ferdinand Herrmann dahier. — Katharine Damm, geb. Elff, 71 Jabre alt, ohne Berni dahier. — 14. Philipp Weller, 78 Jahre alt, Küsermeisler dahier. — 15. Mader (noch ohne Bornamen) 1 Tag alt, Sohn des Schuhmachers Robert Mader dahier. — Karl Liudcnstruth, 2 Jahre alt, Sohn des Schriftsetzers Karl Lindenslruth dahier. — Katharine Bang, 60 Jahre alt, ohne Bcrlis dahier. — 18. Julius Martin Ruckstuhl, 36 Jahre alt, Bauunternehmer dahier. Hingesanbt. (Für ben Inhalt der unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die RedaUum dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Die Torhäuöcheu der Stadt Gießen. Jii der Stadtocrordneteuversammlung am 18. wurde über die Erweiterung der Lesehalle gesprochen. Dabei siel, töte ich in der gestrigen Nummer des Blattes las, die Bemerkung: „Man sei doch darüber eitiig, daß btc Torhäuschen fern Schmuck für die Stadt feien." — Da sie ciniach den Bedürfnissen des Verkehrs entsprangen, wollten sie das freilich nicht sein und doch wurden sie zum Schmtlcke unserer Stadt. Jtt ihrer schlichtett, aber schonen Form zu beiden Seiten der Straßen liegend, zeigen sie dem von auswärts Kottimendett die früheren Grenzen des alten, kleinen Gießens. Und wandelt man die schonen Anlagen entlang, wie angenehm unterbrechen die hellett Häuschen das Grün der ALnme und Büsche und geben dem Auge einen Merkpiintt für die Ernteilung der Straßen in Süd--, Ost-, Nord- und Westanlagen. In mobemen Städten baut man in künstlerischer Absicht kleine öffentliche Ge- bäiide, die Lesehallen, Erfrischungsräume, Blumenstände usw^ zwischen das viele Grün. In der Blütezeit der alten Garten- kunst war die Mitwirkung der Vaulunst selbstverständlich. Mit lücnig Mitteln, meine ich, müßten die Häuschen- zu noch wirkungsvollerem Schmucke der Anlagen hergerichlet werden fönnen und würden dann durch ihr ehrwürdiges Alter noch eine besondere Zierde sein, um ote manche andere Stadt unser Gießen beneiden tonnte. Ich weiß nicht, ob die Häuschen schon unter Denkmalschutz stehen. Ta sie weder dem Verkehr, noch bem Ausbau der Stadt in irgend welcher Weise hindernd entgegenstehen, konnte doch die Bürgerschaft Gießens nur Freude daratt haben, diese Vertreter der guten alten Zeit unserer Urgroßväter in ihrer neu erblühendes Stadt dauernd zu erhalten. Einer vom Dürerbund. ".......-----"-==■■■■ i | Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Januar 1906. Barometer au' 0° rediiziert Temperattlr der Lust Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke ---------—v Wetter 21. 2“ 7491 1,4 4,5 89 8 4 Schneefall 21.1 9;6 750,5 1,0 4,6 92 SSW 2 Beo. Himmel 22. 716 752,2 1,8 4.6 91 NE 2 «# M Höchst Temp eratur am 2 >.-21 Januc xr — + 0,8 • C. Niedrigste „ 2 21 - — 4- 0,3° C. Kindererziehung UVrLL “"Ätf Myrrholinseife. bVi & 3< r-r ä @67 .— TZ . «So — CD o o xz* & 2 3 i ra ° ° S-r - >-t - ir? —. ~ o e o cd o 04 © (J) = ? — TZ 3 - ° CD - » CD O CT> 8 O D 3 S § o xr« 'Xo C* CT — 2.» 2 S er £ S o ST 3 ° S' cz 2 _ 3 CD ~ 5 3 2.S« er 2. rt «SV ” ä gj ■iS 3 ?crr er 3 « «g, CD ' qÖQ" £ s er H C> — o Cv 3 zz er v ZD £5 3 —*-15 äoL S S t-t c o O£- -2, - » " 5T. o » 8 g & ° «ST » S 3 ~’ *2 0» 2$ ® *■* ■jd ~ r 3 n®, s -r £ ** SD 2 — 2 zx Ä - <ä> r- LO« e ; e' 5. <5 o LO B o<_ e" Ui <3 O Ä » 53 5 * to tow- 2< : trez-xD, 023 3 — 3 3 O ♦O S 5t D D3 sa » ® 2 ci'A O ~ es.- o 5 er C7- — 2 § 2 • Ti r. -L ■ r.ö zr^t. » gg O r» —. C 2D 3 — O 5-cr— 3. CD o c*. o *— Zj *“* % -■(yi 6 ) er D P er ' 3 CD> C6 "3 77 o - TZ — TZ O <5 3 s 3 er =.'S - ® - s, o- E- & 3 ö 3 O ^=(7 3 cö e & 2 3 ?jr ■ . c CD O er " eg o ?? 3 y , D 53 6? s n