Nr. 67 General-Anzeiger. Amtr- und Anzeigeblati für den Kreis Siehe» Rotationsdruck und Verlag da BrÜ hlfche» Unwerfitätsdruckeret. 9L Lang», Ghefeen. Redaktion, Expedition ».Druckerei: @d)uIftr.T. Tel. Nr. 6L Telegr.-Adr.: SlnLctger Gießen. Erscheint «sllch mit Ausnahme des Sonntags. Die ..Siebener ZamillenblStter" werden dem Anzeiger viermal wöchenUich beigelegt. Der ^eipfd}» kavdwtrf erscheint monatlich einmal. preußisches Abgeorvneteul-aus. Berlin, 19. März. Erste Beratung des Gesetzentwurfs über die B e f ä h i g - an g zu m höheren Verwaltungsdienst. Minister v. Bethmann-Hollwea bemerkt, daß die Vorlage feine großzügige Reform, sondern eine praktische Maßnahme dcrrstellen soll. Er bitte, an dem jetzt herrschen-- ^arLMnentarisches. Berlin, 19. SNärz. Ter von dem Abg. BurLhardt in der Steuerkommission des Reichstags gestellte Antrag aus Einführung einer Jnseratensteuer ist dem Vernehmen nach zurückgezogen worden. Ans SraSt uns £anO. Gießen, den 20. März. •• Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den Oberstcuerinspektor des Hauptsteueramts Gießen Adolf Weißenbruch mit Wirkung vom 1. April l. I. unter Verleihung des Amtstitels Oberfinanzrat" zum Vortragenden Rat bei dem Ministerium der Finanzen, Abteilung für Steuer- wesen, ernannt; den Haupt-Steueramts-Rendanten bei dem Hauptsteueramt Gießen, Adam Leißler zu Gießen in gleicher Diensteigenschaft an das Hauptsteueramt Darmstadt versetzt und dem Pfarrer Ludw. Draudt zu Wohnbach die evangcl. Pfarrstelle zu Gundcrnhausen übertragen, lieber** tragen wurde dem Schulamtsaspiranten Joh. Hill en brand aus Lampertheim die Lehrerstelle an der Schule zu Buchklingen (Gemeinde Löhrbach). S. K. H. der Großherzog haben den Hochbauaufseher Gg. Graulich in Mainz auf sein Nachsuchen aus dem Staatsdienft entlassen. *» Erledigt sind: 1. die Stelle des Obersteuer^ inspektors bei Großh. Hauptsteueramt Gießen vom 1. April 1906 ab; 2. die Stelle de§ Hauptsteueramtsrendanten bei Großh. Hauptsteueramt Gießen. 3. Ferner sind Meldungen schon jetzt einzureichen für die folgenden im Hauvtvoranschlag für 1906 neu vorgesehenen Stellen: a) je eines Rcvisionsinspektors bei den Großh. Hauptsteuerämtern Darmstadt und Offenbach; b) je eines Hauptsteueramtsassistenten bei den Großh. Hauptsteuerämtern Darmstadt, Offenbach und Bingen; c) von vier Hauptsteueramts- assistenten bei Großh. Hauptsteueramt Mainz. ** Vom hessischen Landtag. Der Finanzausschuß der 2. Kammer trat heute Dienstag früh 9 Uhr zu einer Beratung zusammen, uni sich über die Regierungsvorlage betr. die Verlängerung des Provisoriums des Ge- nieindeumlagengesetzes schlüssig zu machen. — Am Mittwoch vormiitag kommt der Finanzausschuß der 1. Kammer zu seinen Beschlußfassungen über den Staatshaushaltsetat zusammen und dann wird Mitte nächster Woche das Plenum der ersten Kammer seine Etatsberatung aufnehmen, die sich, da fast alle Dissense über den Etat zwischen beiden Kammern beseitigt sind, voraussichtlich in zwei Sitzungen erledigen wird. Der Haushaltsetat wird demnach noch gerade rechtzeitig zum 1. April fertig werden. * Die Entwickelung der menschlichen Kultur (der Mensch und die Metalle) bildete das Thema des Vortrags, den Herr Dr. Delkeskamp gestern abend in dem von dem kaufmännischen und dem Ottsgewerbeverein veranstalteten Vortragszyklus vor ziemlich zahlreicher Zuhörerschaft im Hotel Saalbau hielt. Der Vortragende erörterte in seinen interessanten Ausführungen die Bedeutung, die die Auffindung verschiedener Metalle für die Entwickelung der menschlichen Kultur hatte. Durch ihre Verwendung erhob sich der Mensch, der in den Zeiten seines ersten Daseins unter den Tieren ge- Deutsches Reich. Berlin, 19. März. Der Kaiser hat an den Besitzer der „N ordd. Allgem. 3tg/, Frhrn. v. Ohlen- dorff, zu dessen 70. Geburtstage nachstehendes Telegramm gerichtet: „Ich spreche Ihnen zur heutigen Vollendung Ihres 70. Lebens- sahres meinen herzlichsten Glückwunsch ans. Möge Ihnen durch Gotte? Fügung noch em langer, schöner Lebensabend beschieden fein nur Freude Ihres, für Ihre ost bewährte patriotische Ovferwilligkeit in treuer Ergebenheit dankbar ergebenen Wilhelm I. R." — Der Zweigverein Ratibor des sozialdemokratischen Zentralverbandes der Handlungsgehilfen hat anläßlich der silbernen Hochzeit des Kaiserpa ar eS eine Feier veranstaltet. Wir sind neugierig auf das Scherbengericht, das man über diese nicht zielbewußten Genoffen abhalten wird. den System festzuhalten, er halte es für besser, als bie Ausbildung ausschließlich bei den Gerichten oder der Verwaltung. 'Er wurde auch nur Beschäftigung der Justizbeamten für gut halten, wenn das möglich wäre. Sein Ziel gehe dahin, die Beschäftigung bei den kleinen Regierungen eiuzuschränken und statt dessen gute wissen- chaftliche Vorbereitungskurse einzurichten. Er bitte, nicht darauf zu bestehen, daß die Annahme durch den Minister erfolgen müsse, vielmehr solle man die Annahme den Ober- präsidenten und den Regierungspräsidenten überlassen. Abg. Peltasohn (frs. Vg.): Seine Partei sei der Ansicht, daß erst das Fundament durch Reform des Uni» ver sitätsstudiums geschaffen werden müsse. Abg. Vorst er (freikons.) meint, was die jungen Re ferenda re mit von der Universität brächten, sei mehr zu bedauern, als zu begrüßen. Abg.Tr. Fried berg (ul.) nimmt noch die Professoren der Nationalökonomie in Schutz. Die Vorlage geht an eine Kommission von 21 Mitgliedern. Heer und Flotte. — Der „Köln. Ztg." wird aus Berlin gemeldet, daß die Umbewaffnung der Armee mit dem a b g e ander t e n G e w e h r und mit R o h r r ü ck l a u s a e s ch ü tz e n bereits zum Teil durchgeführt ist und bezüglich des Restes regelmäßig fortschreitet. ähnliche Gefühle des Mißtrauens hinsichtlich der „nneingeftanbenen Nebenabsichten" Deutschlands. Die französische Regierung hätte ruhig auf den Boden des österreichisch- ungarischen Vermittlungsvorschlages treten können. Zu neun Zehnteln erhielt Frankreich durch Annahme des Vorschlags seine Ansprüche in der Polizeifrage erfüllt. Doch wollte Frankreich auch noch das letzte Zehntel haben, d. h. die Polizei nach feinem Gefallen und seinen Zwecken dienend organisieren. Von Teiitschland wird der Republik ein Weg angedeutet, auf dem sie mit allen Ehren, ohne der Wurde das Geringste zu vergeben, mit Deutschland zusammenkommen kann. Easablanea hatte ivie daS „rote Tuch" gewirkt, die deutsche Regierung nimmt das Tuch fort; nun bleibt abzuwarten, ob die Pariser Blätter und die sie informierenden Staatsmänner sich beruhigen. Eine glänzende Gelegenheit, einzulenken und die Stimme der Vernunft sprechen zu lassen, hat die französische Regierung schon Vorbeigehen lassen. Als die westfal. Bergleute bei der furchtbaren Katasttophe von Cour- rieres zur Hilfe eilten und Wunder von todesmutiger Tapferkeit und deutscher Tüchtigkeit vollbrachten, als sogar Zeitungen vom Schlage des „Matin" mit Begeisterung von dem Werk der Nächstenliebe sprachen, als in g an z Fr ank- reich etwas wie B e s ch ä m u n g sich regte, daß der geschmähte Feind Frankreichs abermals eine großmütige Tat vollzogen hatte: da wäre der geeignete Zeitpuntt für em Abspannen des Bogens gewesen. In diesem Augenblick hätte die öffentliche Meinung in Frankreich die Nach- giebigkeit verstanden und sie stillschweigend gebilligt. Statt dessen ließ man ohne Widerspruch im Lager der frcmzchilchen Regierung zu, daß anerkannt offiziöse Blätter ime der Pariser „Temps" fortfuhren, Tag für Tag die albernsten und törichsten Verdächtigungen der deutschen Marokkopolitik in die Welt zu setzen. Französische Ritterlichkeit, französische Dankbarkeit! Ten Italienern faltt dieser Mangel an Takt an ihren neuen Freunden aus. ^tnL Zeitungen stellen die deuts che Umsi ch t und Besonnenheit in Gegensatz zu der soanzosischen .^erchb- ferttgkeir,^ordd Ag." hofft, daß die Marokkokonferenz nicht scheitert. Wir hoffen es auch, denn es kann für die Franzosen nicht verlockend sein, mit dieser Last von Mißstimmung üb ihres Verhaltens abzuziehen. Paris, 19. März. (Kammer.) Das Haus beginnt die Beratung über das Budget des Ministeriums des Auswärtigen. Ter Minister des Auswärtigen Bourgeois beantragt, die dazu cingebraäten Interpellationen von der gegenwärtigen «Je* ratung zu trennen, um sie bei der Debatte über die Erganzungs- kredite für die .lwnferenz in Mgeciras zur Beratung zu stellen Er hebt hervor, daß er die friedliche Politik seines Vorgängers fort fetze. Millevoye nimmt Kennttlis voü der friedlichen Erklärimg und stimmt der Vertagung der Beratung der Interpellationen zu. .Tie Vertagung wird oe,chlosten. Madrid, 19. März. Das Blatt „Univer,al" leckt mit, daß der deutsche Kaiser nicht vor Beilegung der Maro k ko - Angelegenheit Spanien besuchen .ngrbe. tz.ne neue in -üdwelafrika. Berlin, 19. März. (Amtlich.) Major Täubler hat am . ,i gnär- bet Pelladrift einen Angriff gegen den von ibm umstellten Gegner auägcfübrt. Tie Abteilung des Vaupt- inanns Siebert griff von Westen, die Abteilung des Oberleutnants Rever die bereits einen zehnstündigen Nacktmanch zuruckgelegt batte ' von Osten her an. Nach längerem Widerstande g e t an g 'dennoch den Hottentotten, deren Stärke aur etwa 100 Gewehre geschätzt wird, nach Nordosten zu e n t f I ic b c n und Mi in dem unwegsamen Gebirge zu zerztteuen. Moren ga soll diese Bande persönlich geführt hoben. Auf deut, ch e r ©eite ift ein Reiter gefallen, einer wurde Ywer verwundet. Maior v. Estorff ordnete sogleich die Befetzung der Wayerstellcn von Arns, Bclloor und Nantsis und die V e r so lg u n g deS Gegners durch die vereinigten Wteilungen Siebert und Beyer aen Oranje aufwärts an. Tie Abteilungen der Hauptleute von Eckert und v. Hornhardt. die am 12. März den Gegner bei Hartebeestmundgefcklagen hatten, Atzten noch am Abend desselben Tages den Vormarsch in der Richtung auf PclladrM fort. Auf Saumpfaden, die Geschütze und Maschinengewehre lohne die Verpflegung auf Tragtieren verladen, verfolgte man den Feind, dem es möglich war, von den zeitlichen hohen Felswänden herab unsere Kolonnen zu beschießen und zu zcckraubenden Entwickelungen zu zwingen. Am 13. März morgens wurde endlich eine frifchvcrlayenc Werst erreicht, aus der nur noch vereinzelte Schüsse fielen. Die mit Decken und Hausgerät gefüllten Pontoles, zurückgelasfene^ (Gewehre und Sättel ließen die Eile erkennen, mit der der tfemb sich geflüchtet hatte. _ . k Das in diefer Werst ausgcsuudeue Tagebuch öe» am 26. Juli 1905 unweit Nornansdrist von Nkorrislcuten erschossenen Generaloberarztcs Sedlmayr läßt darauf fchließen, daß die Werst von diesen bewohnt war. Die früherer Insassen zogen sick rechtzeitig über den Oranjefluß zurück und fetzten sich zum Teil auf den dicht bewachsen en eng hüben Flußinseln, zum Teil auf dem südl. britischen Ufer fest. Nack einer Mitteilung des Gouverneurs an Oberst Tarne hat der Kolonialfettetär in Kapstadt die Entwaffnung und Internierung der Flüchtlinge bereitwilligst zugefagt. Wie Oberst Dame bervoryebt, bedeuten die in den Tagen vom 8. bis 13. Marz geführten Kämpfe in materieller und moralischer Hinsicht einen wichtigen Erfolg unserer Waffen, indem sie den Gegner von den Wasserstellen am Oranje vertrieben unb ihn von der dort besonders günstigen Zufuhr ab schnitt en. Der Erfolg sei m erster Linie der umsichtigen und energisckten Leitung der Operationen durch Major v. Estorfs und der zähen Ausdauer unfern; Truppen und ihrer Offiziere zu danken. Oberst Dame ging mit seinem Stabe am 14. März nach Warmbad zurück, wo am 15. März auch Maior tx Estorff wieder eintraf. Am 12. Marz sind im Gefecht bei Hartebeestmund gefallen: Unteroffizier Karl Ewald, geb. in Assen heim, früher 2. kurhess. Hufarcn-Regimenl Nr. 14 (Herzsckuß), und der Gestecke Adam Jünger. Leicht verwundet: Leutnant Willy Schlettwein, früher 8. brandend. Infanterie-Regiment Nr. 64 iStteissckuß in die rechte Handfläche), SanitätSgesteiter Gustav Teschner und Gefreiter Heinr. Hotz, geb. in Seckmauern hm Odenwald, Kr. Erbach. D. Red.), stüher 3. gwsch. Hess. Jn- santerie-Leibregiment Nr. 117 (Steinsplitter im linken Handrücken), Gesteiter Emil Ncickirck. — Nm 10. März sind auf Patrouille bei Pclladrift gefallen: Die Gesteiten Hermann Noszack und Iohaim ftübon. Am 11. März ist bei Pelladrift gefallen: Reiter Ferdinand Franz. Ferner ist der Bizefcldwebel der Landwehr 2. Aufgebots Karl Göttig im Lazarett zu Swakopmund an Leber- cstrhofe gestorben. Hamburg, 19. März. Mit dem Postdampfer „Ernst Woer- mann" sind aus Teutsch-Südwestastika 8 Offiziere und 47 Mann heute hier eingetroffen. Hinßtano. Tie Regierung veröffentlicht einen an den Senat ge- tichteten Ukas, der folgenden Inhalt hat: Zur Unterstützung der Landwirtschaftlichen Bodenkreditbank zu Gunsten der Bauern, die durch Vermittelung der obengenannten Bank Ländereien zu^kaufen wünschen, hat die Regierung Provinz- und Bezirkskommiffionen eingesetzt und die Generalleitung der Tätigkeit dieser Kommissionen in die Hände eines Bodmorganifativnskomitees gelegt, welches in der Generalverwaltung für landwirtschaftliche Angelegenheiten geschaffen worden ist. T'^v Zweck diefer neuen Einrichtung ist die Ausmerzung von Mißständen, die bezüglich des Befitzrechtes und des Betriebs von Landgütern, wie .in den Besonderheiten der Gegenden bestehen. In dem NkaS wird die Hoffnung ausgesprochen, daß durch die vereinigten Bemühungen der Vertreter der Regierungsgewalt unb der Mitglieder der ScmfthTvs die dringenden Bedürfnisse der bäuerl. Bevölkerung befriedigt werden können, unbeschadet der von den Grundeigentümern erworbenen Rechte. Leutnant Schmidt und drei Matrosen vom „Potemkin" wurden am 19. d. M. in Oischakow erschossen. Ter H a u p t m a n n S ch a m a n s k i, der im November sich weigerte, in einer Moskauer Fabrik eine Exekution mn ausständigen Arbeitern vorzunehmen, wurde vom 'Kriegsgericht zu 16 Monaten Festung und Ausstoßung aus der Armee verurteilt. Der Hauptmann hat Revision eingelegt. Tie Bestrafung der Revolutionäre in den baltischen Provinzen dauert fort. In Golgowsk traf eine Strafexpedition unter dem Kommando eines Offiziers ein, der körperliche Züchtigungen an 30 Personen vornehmen ließ. Tabei erhielt ein Kaufmann Lessing 200, ein Lehrer K. 50 Knutenhiebe. Letzterem wurde außerdem sein Eigentum niedergebrannt, ebenso einem zweiten Lehrer. In einem leeren, unter der Gendarmerieverwaltung zu Odessa gelegene« Zimmer explodierte eine Höllenmaschine. Die Decke des Zimmers wurde zerstört und das Arbeitszimmer des Geudarmerieobersten schwer beschädigt. Durch die Sprengstücke wurden etwa zehn Passanten auf der Sttaße leicht verletzt. Am 18. März entgleiste bei der Station Skarzysko der poln. Weichsetbahn infolge mutwilliger Schienenlockerung ein Personenzug. Mehrere Personen wurden getötet. In Wladiwostok vernichtete ein B r a n d in der Abteilung der Bauanstalt für Unterseeboote viele Mate- rialien und Maschine«, darunter auch ein Periskop. Ausland. Paris, 19. März. In Hollain verweigerte ei« Pfarrer die Jnventuraufnahme mit geladenem Gewehr in der Hand. Er drvhte dje Poliz eikomm issar e und Gendarmen zu erschieße«, weil sie in die Kirche eindringen wollten, und nannte sie Mörder und Diebe. Es gelang schließlich einem Gendarmen, in die Fenster der Kirche einzusteigen. Der Priester wurde verhaftet. Er wird sich vor Gericht wegen Beleidigung der Beamten, verbotenen Waffenttagens und Bedrohung mit dem Tode zu verantworten haben. St. Etienne, 19. März. Das sozialistische Komitee der Bezirke von Südoste« und Südwesten von St. Etienne hat gegen die Ausschließung Briands aus der Vereinigten sozialistischen Partei Protest erhoben, ebenso der Veretti in La Päraic. Diese drei Gruppen haben beschlossen, aus dem sozialistischen Verbände aus- zuscheide«. Die Marokko-Konferenz. Die „Nordd. Allg. Zig." schreibt: Nach amtliche« Berichten des Botschafters v. Radowitz hat bisher auf der Konferenz von Algeciras unter den Delegierten allerseits das redliche und loyale Bestreben geherrscht, die großen sachlichen Schwierigkeiten sachlich zu behandeln, den Einfluß erregter Preßerörterungen sernzuhalten und so das Werk, wenn möglich, zu gutem Ende zu bringen. Tie gesamte ernste Presse Tcutschlands darf, wie wir glauben, die Aneikennung beanspruchen, daß sic die Arbeiten der Delegierten respektiert hat und dem Gange der Verhandlungen mit Ruhe gefolgt ist, im (Segensatz zu der aufgeregten, zum Teil gehässigen Haltung mancher PariserBlätter, immer kehrt in ihnen, so beispielsweise in der letzten Nummer dcS „TempS", der Versuch wieder, die von Deutschland verlangten internationalen Garantien atü verkleidete Annexionsgelüste hinzustellen. Ter in dem österreichischungarischen Vermittelungsprojekt ciithaltene Vorschlag, neben dein neutralen Generalinspektorat eine neutrale Station in C a s a - b Innca einzurichten, ist ein untaugliches Beweismittel für die Bchailptung, daß die deutsche Politik uicht bloß volle Garantie sür die offene Tür verlange, sondern sich von uneingestandenen Sieben- absichten leiten lasse. Für die spezifisch deutsche« Interessen ist cs gleichgültig, ob gerade in Casablanca ein paar schweizerische oder holländische oder spanische und französische Instrukteure iür die marokkanische Polizei tätig sind. Wir glauben auch uicht, daßDeutschlnnd d i e D e r st ä n d i g « n g in der Polizeifrage lediglich an Casablanca scheitcrii lassen kann, wenn Frankreich bereit ist, dieP o l i z e i i n s p ek t i o n in den Häfeii mit wirklich genügenden Bürgschaften für ihre allen fremden Interessen n n v a r t e i i s ch dienende Ausübung zu versehen. Ter erste Schritt dazu ist geschehen mit dem Zugeständnis, daß ein neutraler G e n e r a l i n s p e k t eu r eingesetzt werden soll. Wir wollen noch an der Hoffnung festhalten, daß sich skrupelloser Ueberener nicht mächtiger als nüchterne Ueberlegnnq erweisen und daß das Bemühen der Delegierten, die von Deutschland von Anfang an anerkannte Sonderstellung Frankreichs und Spaniens mit dem internationalen Recht in Ucbercinftimmimg zu sehen, doch zu nl Ziele führen wird. Sollte die Konferenz scheitern, so wird nicht Deutschland die Verantwortung tragen unb die Folgen würden für uns nicht empfindlicher fein als für andere. Das alles klingt nicht gerade hoffnungsvoll. Der allseitige lebhafte Wunsch „LoS von Algeciras"! findet in den dochoffiziöse« Bemerkungen nicht eben eine Stütze. Man schlägt den Sack und meint den Esel. Denn es ist nicht nur die französische Presse beständig von dem düsteren 2lrg- mohn erfüllt, Deutschland beabsichtige Frankreich in Marokko nach allen Regeln der Kunst hereinzulegen, sondern die verantwortlichen Leiter der Republik hegen ganz Zweites Blatt 15«. Jahrgang _ Dienstag Ä0. März 1806 Giehener Anzeiger febt Halle, über diese. ES ist eine Entwickelung von vielen Jahrtausenden, die nicht überall gleichzeitig vor sich ging, lind Geschichte und Ueberlieserung lassen un§ über diese erste EntwickelungSperiodc der Menschheit völlig im Dunkeln, da die Aufzeichnung der Geschichte deS Menschengeschlechts erst da einsetzen konnte, als es eine gewisse Kulturstufe erreicht hatte. Es ist die Aufgabe der historischen Geologie, über das Dunkel der prähistorischen Zeit Aufklärung zu verschaffen und zahlreiche Gelehrte bemühen sich, der Lösung dieses großen Problems näher zu kommen. Der Redner erörterte, an einzelne Funden anknüpfend, die bis jetzt erzielten Forschungsergebnisse, die mit Sicherheit erkennen lassen, das; die ersten Menschen zwischen den beiden letzten Eiszeiten der Diluvialzeit in Europa gelebt haben, und schilderte die Verwendung der Metalle in ihrem einfachen, im wesentlichen der Jagd und dem Kriege gewidmeten Leben. Namentlich die frühe Verwendung von Kupfer, Bronze und Eisen fand eingehende Würdigung. Zahlreiche Lichtbilder veranschaulichten den mit Beifall aufgenommenen Vortrag. •’ Der Wasser st and von Lahn und Wies eck ist immer noch sehr hoch und and) auS der ganzen Umgegend werden hohe Wasserstände und Vorliegcn von Hochwasier- gefahr gemeldet. Die jLahn ist zwischen Gießen, Wetzlar und Heuchelheim im Begriff, über ihre Ufer zu treten, stellenweise stehen die Wiesen unter Wasser. Der Lückenbach überschwelnmt bei Leihgestern und Großen-Linden das Wiesental. Alle Flüßchen des Vogclshergs führen Hochwasser und sind bereits anSgetrcten. Lumda und Ohm sind wieder über die Ufer getreten, und in der Wetterau stehen bei Offenheim, Ilbenstadt, Klein-Karben und Vilbel lieber-« schwemmungen bevor. Aus Frankfurt wird gemeldet, daß der Main wieder stark steigt. Von Kassel werden Ueberflutungen der Niederungen vom Oberlaufe der Fulda, Werra und Eder gemeldet, und auch Rhein und Mosel führen erneut Hochwasser. Die Niederungen sind überschwemmt. In, Moseltal entsteht großen Schaden. ** Aus dem Bureau des Stadttheaters. Besonders sei ans die 12. und letzte Volksvorstellung hin- gewicsen, die morgen Mittwoch, 21. März, Kleist's „Prinz von Hamburg" bringt. Ta diese Aufführung beä' „Prinzen von Homburg" zugleich die letzte ist und die Darstellung unseres Ensembles als wohl abgerundet anerkannt ist, so dürfte die Vorstellung große Anzielnmgskraft ausüben. — Arn Freitag gelangt als W e n e f i z v v r ft c l l u n g für Regisseur Georg Witt mann, L'Arronges Dr. Klaus zur Ausführung. Das Werk gehört zu den beliebtesten Repertoirestücken aller Bühnen und unser Publikum wird zweifellos Herrn Wittmann, bent e« manche stimmungsvolle Inszenierung in dieser Spielzeit zu verdanken hat, seinen Dank durch zahlreiches Erscheinen aussprechen, umsomehr als der Dcnesiziant in der Rolle des Dr. Klaus eine seiner Individualität besonders zusagende Aufgabe gewählt hat Unsere ersten Kräfte unterstützen den Benefizianten an feinem .Ehrenabend. . ” Prämiierter Geflügelzüchter. Herr Emil Kalbfleisch errang aus der 11. großen allgemeinen Ausstellung für Geflügelzucht und Vogelschutz in Bonn bei sehr starker Konkurrenz rwei drille Preise für silbcrh. Italiener und schwarze rosenkämmiqe Bantam. Er war der einzige Aussteller von hier. •* Ein heiteres Stückchen teilt unS'ein Leser vom Lande mit. In der letzten kalten Nacht vergangener Woche brachte der Klapperstorch einem biederen Bäuerlein einen kräftigen Jungen. Fast gleichzeitig meldete sich da§ Mutter- schwern mit 11 Ferkeln, von denen das letzte allerdings recht schwach war. Man brachte es der Kälte wegen zur Wöchnerin inS — Bett und deckte das Tierchen bis zum Schnäuzchen zu. Die Nachbarin hörte bald das frohe Familienereignis, tritt gleich im Halbdunkel de§ Morgen? zum Bette hin und ruft beim Anblick des niedlichen GnmzerchenS freudig aus: D'r zwat Voadder! D'r zwat Voadder! Friedberg, 18. März. Eine Wohltätigkeits- Einrichtung für arnte Kranke hat der Geh. Kirchenrat L. Meyer auS Anlaß seiueS 50jährigen Jubiläum? aus einer ihm von der evang. Gemeinde überreichten namhaften Geldsumme gestiftei. t. Ulfa, 19. März. Gestern abend fand in dem Müllerschen Saale ein Familienabend des Zweigvereins vom Evangelischen Bunde statt, der stark "besucht war. Pfarrer Werner von Södel sprach über die Zustande unserer Gegend sowie der Wetterau zurzeit de? dreißigjährigen Krieges. Aus Grund eingehenden Studiums entwarf der Redner ein 'treffliche? Bild der Verwüstungen, von denen in jener Zeit unsere Heimat heimgesucht worden ist. Wie sehr der Vortrag das Interesse der Zuhörer erweckte, zeigte deren gespannte Aufmerksamkeit und der reiche Beifall. Schüler der Oberklasse brachten Szenen au? Wallensteins Lager und trugen weiterhin durch den Vortrag von Gedichten zur Unterhaltung bei. Dem Bunde traten wiederum acht neue Mitglieder bei, sodaß der hiesige Zweigverein jetzt einer der stärksten in unserem Kreise ist. ? Vom hohen Vogelsberg, 19. März. Da? herrliche Frühlingswetter brachte uns über Nacht einen plötzlichen Umschlag in der Witterung. Ein eisiger Nordwind mit heftigem Schneegestöber weht, wie man lange keinen erlebte. Darmstadt, 19. März. II. KK. HH. der Großherzog und die Großherzogin empfingen am Samstag den Königlich Großbritannischen Geschäftsträger Mr. Grant Duff in Audienz; derselbe wurde hierauf zu der um 1 Uhr stattgefundenen Frühstückstafel im Neuen Palai? zugezogen, an welcher die Prinzessin Ludwig von Battenberg, sowie Prinzessin Louise mit Gefolge teilnahmen. Auderdern waren geladen Staatsminister Eivald, Geh. Staatsrat Krug von Nidda, sowie die Damen und Herren des Hofstaates. (Darmst. Ztg.) R. B. Tarmstedt, 18. März. Das Dekorierung s- fest des Odenwaldklubs hatte auch diesmal wieder in dem von Waldesgrün und Tannenduft erfüllten großen Saal des städtischen Saalbaues wohl 500—600 Freunde des Odenwaldes zufammengesschrt; auch von auswärts waren Deputationen befreundeter Vereine erschienen. Der hochverdiente Vorsitzende, Ministerialpräsident Braun, hielt eine poesiedurchzogene Vegrilßungsrede, in der er darauf hinwies, daß sich die Zahl der Sektionsmitglieder bereits dem 14. Hundert nähert und day die Zahl der zu dekorierenden Wandergewossen auf 51 gestiegen sei. Mit einen: kräftigen dreifachen „Frisch auf!" auf den Großherzog und die Großherzogin schloß die von stürmischem Jubel begleitete Ansprache. ES kam dann eine Anzahl musikalischer und deklamatorischer Genüsse zum Vortrag, Gesänge des Herrn Fr. Scheich, Prolog und 'Deklamationen bi . Herrn •$. Göbel, prächtige, stimmungsvolle Konzerte des Zither- und Mandolinenllubs und eine interessante Schilderung von Reiseerinnerungen des Sanitätsrats Tr. Maurer aus dem Neckar-, Mosel-, Rhein- und Lahntal usw., die der- selber durch vortreffliche Lichtbilder illustrierte. Eine besondere Ueberraschung ivurde Ministerialpräsident Braun durch einen ihm von K'arlSchäfer gewidmeten poetischen Frühlingsgruß aus dem Schnellertsberg zuteil, der stürmischen Beifall sand und Gelegenheit zu eitler Ovation für den Klubpräsidenten gab. Es folgten Begrüßung?- und Beglückwünschungsansvrachen seitens' verschiedener ^Abordnungen und für jede hatte der Präsident Worte des Dankes. Erst nach Mitternacht begann die Dekorierung der 51 Wandergenossen, von denen 18 zum 1., 12 zum 2., 5 zum •3., 9 zum A., 4 zum 5;, 2 zum 6. und endlich einer, Herr Konrad Pietz, zum 9. Mal die Auszeichnung des Klubs in der üblichen Weise erhielten. Auch hier waltete der Klubpräsident mit unverwüstlichem Humor seines Amtes. Tie Versammlung blieb auch nach der Dekorierung unter fröhlichen Ansprachen, Vorträgen und Gesängen noch mehrere Stunden beisammen. sd. F. ankfurt a. M., 19. März. Kürzlich starb hier die Gattin '.ines sehr wohlhabenden Kaufmannes im Alter von 40 Jahren. Der Witwer war fast untröstlich. Etwa eine Woche nach der Beerdigung fr amte er in den Effekten der Toten herum. Manches liebe Andenken fiel ihm dabei in die Hände. Schließlich warf er auch einen Blick in das Tagebuch der Verstorbenen. Es enthielt Eintragungen, daß eine Reihe seiner Fremde Besuche gemacht hatte, an Tagen und zu Stunden, wo er nicht zu Hause war. Von diesen Besuchen hatte er auch niemals etwas vernommen. Nähere Benterkungen über diese Besuche, die das Tagebuch enthielt, ließm den Marm nicht darüber im Zweifel, daß ihn seine Frau mit einigen seiner Freunde hintergangen hatte. Diese Entdeckung brachte den Unglücklichen so in Verzweiflung, daß er sich durch einen wohlgezielten Revolverschuß in den Kopf das Leben nahm. Wetzlar, 19. März. Beträchtliche FelSabstürze haben sich hente nacht in dem Schalsteinbruch vorm Haufertor ereignet. Abgestürzt sind Felsmassen, die nach oberflächlichen Abschätzungen 2- bis 3000 Kubikmeter betragen, darunter mächtige Stücke von mehreren hundert Zentnern. Weitere Abstürze sind noch zu erwarten, durch die die nach Garbenheim führende Chauffee bedroht wird. In Erkenntnis der Gefahr hat das Bürgermeisteramt einen Wachtposten an der gefährdeten Chaussee aufgestellt. (W. A.) (:) Dillenburg, 18. März. Herr Frank, Besitzer der Adolfshütte, hat für das geplante Wilhelm-Augusta- Viktoria-Krankenhaus 15000 Mk. in Aussicht gestellt, wenn das Krankenhaus und die mit ihm verbundenen Anstalten nicht nur den Kranken und Invaliden der Stadt Dillenburg, sondern auch der Landgemeinden des Dillkreises geöffnet wird. * Kleine Mitteilungen aus Hessen und den R a ch b a r st a a t e u. In R a i n r o d verunalückte der 18 Jabre alte Gg. Z ö g n e r im Steinbruch „Rauster Berg" bei der Arbeit am Rollwagen. Er starb an den erlittenen furchtbaren Verletz- ungen. —.In N i e d e r - G e m ü n d e n wurde der seitherige Bürgermeister Friedr. Berg mit 94 Stimmen einstimmig w jeder g e w ä st l t. — In Fro nhauseu ging das seither von Herrn Schlabach au§ Wäldershausen (Kreis Alsfeld) gepachtete R o r m a n n s eh e 63 it t in Stedebach für 120 000 All. in den Besitz des Landwirts Mann in Cappel über. Das Grubenunglück in CourriLres und der Bcrg- arbeiterausstand. Sicn'S, 19. März. Tie Annäherungsarbeiteu zur Bekämpfung der Feuersbrunst, die das Vorgehen gegen den Schacht 3 unterbricht, werden in planmäßiger Weise forlgeführt. Die heute vorgenommenen Luftanalysen scheinen den Nachweis dafür zu liefern, daß der Brandherd durch Abdämmungen cingeschlosseu und das Feuer teilweise erstickt ist. Tie Ingenieure befürchten aber, daß es wieder heftig auf flammen wird, sobald die Abdämmungen durchbrochen werden. Däe Wetterführung muß vervollständigt werden, um die Sicherheit der Feuerwehrleute und der Bergungsmannschaften zu gewährleisten. Man geht daher jetzt daran, am Schachst Nr. 3 Hilfsventilatoren auf zu stellen. Ein solcher befindet sich bereits im Schacht 4, doch ist dieser Ventilator in schlechtem Zustande. Es liegt Gefahr vor, daß sein Versagen den Fortgang der Arbeiten in Frage stellen konnte. Tie Jngenieurkommissiou gab heute folgende Mitteilungen bekannt: In den Abdämmungen der ersten und zweiten Linie find Türen cingeschnitten worden, odaß man bis zur dritten Abdämmung gelangen kann. Tie Aufstellung des Hilfsventilators in Schacht 3 wird ortgesetzt. Einige Arbeiter, die die Aufstellung vornehmen öllten, sind anscheinend durch Ausständige festgehalten worden. Aus ständige zerstörten das Gitter am Eingänge von Schacht 6 in Villh-Montigny und verhinderten die Arbeitswilligen, zur Arbeit §11 gehen. Die Bergarbeiter haben die von den Grubenbesitzern zu gestandenen Konzessionen abgelehnt. Man glaubt, daß der morgen stattfindcnde Kvngreß der Bergarbeiter sie gleichfalls ablehnen und einen Tagelohn von 7 Francs verlangen wird. In Tvurges, Ostrieourt und Gccrvin ist der Bettieb völlig eingestellt. Tie Zahl der Ausständigen beträgt zurzeit 4 6 000, die der Arbeitenden 7000. Teil Vorsitz des Hilfs-Komitees hat der frühere Präsident Laub ei angenommen. Die Pariser Presse hat für die Hinterbliebenen bis jetzt 716 974 Franes gesammelt. Kardinal Mattstieu hat unter den Mitgliedern des Kardinal-KollegiumS eine Sammlung veranstaltet. Wie verlautet, hat der Papst beschlossen, zu demselben Zweck 20 000 Francs zu spenden. Der Vorsitzende des Pariser Gemeinderats Ehantard gedachte in der Sitzung in anerkennenden Worten der hingebenden Hilfeleistung der d^e n < sch en Re t tun gsm an n sch a ften. Eine Anzahl von Senatoren und Deputierten beschloß jedem Teilnehmer an der deutschen Rettungsmannschaft, die den französischen Bergleuten zu Hilfe geeilt ist, als Zeichen der Dankbarkeit eine Erin n e r u n g s d e n k m ü nz e zu stiften. Auch unter der Arbeiterschaft der Compagnie d'Ansin macht sich eine unzufriedene Stimmung bemerkbar. Dort blieben mehr als 300 Arbeiter der Arbeit fern. Rom, 19. Marz. Man ist hier voll Anerkennung und Bewunderung für das tatkräftige C in greifen der westfälischen Berg« teirte. „Giornale di'Jtalia" bemerkt, auch dieser traurige Anlaß bekunde die lateinische Leichtfertigkeit und die deutsche Umsicht und Besonnenheit, die die mobern- sten wissenschaftlichen Leistungen der Universitäten und Polytechniken für gewerbliche und soziale Zwecke nutzbar macht. Verwischtes. ♦ Vom Raubmörder Hennig. Wie sehr Hennig mit feinen Verfolgern gespielt hat, kann man aus einer Geschichte ersehen, die einem Berliner Lokalblatt passiert ist. Hennig wollte ans seinem Mord an Giernoth (Mb chlageu und eine „anihentische Tarstellung" veröffentlichen. Er sandte an die Redaktion des Lokalblattes einen Brief unö erbot sich, in drei Artikeln für 1200 Mk. Honorar einen wahrheitsgetreuen Bericht über die Ermordung Gier- noths zu liefern! Tie Redaktion übermittelte das Schreiben der Kriminalpolizei, die feststellte, daß das Schreiben von der Hand des Mörders geschrieben sei. Potsdam, 19. März. In der Nacht vom Sonntag zum Montag kam ein Automobil die Neue Königstraße entlang. Am Knie Farn ihm ein Transport Pferde entgegen. Das Automobil wich links nach dem Reitwege hin aus und fuhr hier mit voller Kraft gegen einen Baum. Das Automobil wurde völlig zertrümmert. Ter eine Insasse, Adolf Winter, Oekouom der Wendebornschen Weinstube in der Französischen Straße siel mit dem Kopf gegen den Baumstamm. Der Kopf wurde zerschmettert. Winter wurde als Leiche nach dem städtischer! Krankenhause gebracht. Ter Eigentümer deS Automobils, Bankier Friedberg, wurde aus demselben herausgeschleudert und erlitt leichte Hautabschürsungen. Der Chauffeur fiel gegen die Steuerung, blieb aber unverletzt. Tie Herren waren auf der Reise von Berlin nach Magdeburg begriffen. * D ie Lage der im Memeldelta (Oschr.) von derUebersch w c m m u n g betroffenen Bevölkerung macht es, wie aus Königsberg i. Pr. geschrieben wird, anscheinend dringend notwendig, daß die W o h l t ä t i g ke i t in diesem Falle in umfassender Weise eingreift. Zwar läßt sich der Umfang des Schadens noch nicht ermessen, jedoch steht fest, daß die Bewohner der von den Ueberflutungen betroffenen Ortschaften den größten Teil der Vorrateund viel an sonstigem Hab und Gut verloren haben. Ein Hilfskomitee ist in der Bildung begriffen und dürfte alsbald mit Aufrufen, hervortteten. * Eine Frau, die ihren Mann im Schlafe ersticht. Diese neueste Sensation wird aus Budapest gemeldet. Der 39jährige Ritter Paul v. BjeloSkursky hatte vor zehn Jahren eine Frau geheiratet, die öfter war als er, und mit der er höchst unglücklich lebte. Tagtäglich gab es Zank und Streit. Vorgestern nacht überfiel nun die Frau den Gatten mit einem scharsgeschliffenen Küchenmeffer und versetzte ihm 9 Stiche, die den Tod des Gatten herbeifühtten. Dann ver- suchie sie, sich den Hals durchzuschneiden. Sie wurde lebensgefährlich verletzt in das Hospital gebracht. Das neunjährige Kind des Ehepaares war bei der Schreckensszene anwesend. '"Kleine Tageschronik. Ein gemischter Zug entgleiste zwischen Gerolstein und Müllenborn (EiscÖ. Vier Wagen wurden total zertrümmett. Der Materialschaden ist bedeutend. — In Treptow a. Rega e r s ch o ß ein junger Bursche zweiMitscküler mit einem Gewehr. — InLöwen (Belgien) werden eine Frau und deren Geliebter beschuldigt, fünf Kin- der getötet zu haben. Die Leiche des letzten Kindes wurde ausgegraben und zeigte Spuren von Erdrosselung. — In W ashin g t on hat Caroline von dem Bussche, angeblich eilte Tante des deutschen Botschaftsrates, einen Selbst- m o r d v e r s n ch verübt. lüinfi itttfc Wissenschaft. — In Dar in st a d t hat sich ein So n d e r a nsschu ß für ein deutsches Heinrich Heine-Denkmal gebildet, der in einem Aufruf um Zeichnung von Beiträgen für das Denkmal bittet, '„lieber die Ausführung und den Ort des Denkmals werden uock Entschließungen zu fassen fein", heißt es in dem Aufruf, der u. a. folgende Unterschriften trägt: Maler Adolf Bever, Professor Dr. Berger (der bekannte Schillerbiograph), Schriftsteller Criftaller in Jugenheim, Maler I. V. Ciffarz, Hofrat Hugo Edward und Frau, Hoffchauspielerin Frieda Eichels- heim, Landtagsabg. Dr. Hch. Fulda, Oberstleutnant Gab (Vorsitzender des Journalisten und Schriftstcllervereins), Justizrat Gallus, Professor Ludwig Habick, Professor der Kunstgeschichte Tr. Kautzsch, Regisseur H. 5knispel und Frau, .Hofrat Alexander Koch und Frau, Geh. Vaurat Pros. Dr. Landsberg, Kommerzienrat W. Langenbach, Maler Hans'Dietrich Leipheimer, Kabinettsrat Menges, Professor Arnold Mendelssohn, Dr. mcd. h. c. und Phil. Will). Merck, Professor I. 9)(. Olbrich, Buchhändler Ludw. Säng, Hofbibliothcisdireitor Dr. Adolf Schmidt, Frau Gottfried Schwab, Rabbiner Tr. Selvcr, Piof. Dr. Franz Äaudinger und Frau, Frau Lilli Wolfskehl, Sck'riststeller Ernst v. Woszogen, Privatdvzent A. Zeller, Hauptmann c. D. und Käbinettssekretär Zobel. Beiträge zu dem Denkmal nehmen alle in Darmstadt erscheinenden Zeitungen mit Ausnahme der „Darmstädter Zeitung" entgegen. — G r n ft vonWolzogen, der bekanntlich jetzt in D a r nist ad t lebt, hat soeben ein neues Lustspiel „Der Kraftmayr" vollendet. Es hat denselben Stoff zum Gegenstand, den er in seinem köstlichsten und erfolgreichsten Romane behandelt bat. M ü n ch e n, 19. März. Josef Kainz, der große Mime, ist e rkrankt: es handelt flch nach dem ärztlichen Beftmde um einen von starker Erkältung herrührenden Brusttätarrb. Eine leichte Besserung ist bereits eingetreten. Frankfurt a. 3)1., 19. März. Siegmund Haus egg er beantragte, ihn von der Leitung der Museumsgesellschast mit Schluß der Saison zu entbinden, da er trotz ersolgreicl)sler Durchsührung seiner künstlerischen Resormbesirebimgen (Stil, einheitliches Pro» gramin re.) zu wenig Unterstützimg sänd. Univerfetäts-Nachkichten. — Der Kaiser hat der Universität Greifswald! zu der bevorstehenden Feier des 450. Jubiläums seinen Besuch zugesagt. Ter a. o. Professor Tr. Denker wurde zum ordentlichen Prosessor der Oh-reir, Nasen- und K^ehlkopfheilkunde sowie zum Direktor der Klinik und Poliklinik für Ohren , Nasen- und Kehlkopfkranke in der medizinischen Fakultät der Universität Erlangen ernannt. Pros. Denker hat erst kürzlich einen Ruf als ordentlicher Professor der Olyrenheilkunde an der Akademie in Köln abgelchitt. Tie Prof. Denker übertragene o. Professur ist das erste Ordinariat für Ohrenheilkunde in Batzcrn. In Prrnßcn besteht nur ein Ordinariat für dieses Fach in Halle a. S. (Geh. Mcd. Rat H. Schwartzr): außerdem siud Ordinarien ür Ohrenheilkunde Körner-Rostock und seft kurzem bekanntlich auch Leulcrt in Gießen, Gerechtsscral. Rennes, 19. März. Das Kriegsgericht verhandelte gegen den M ajor H e r y und die Hauptleute Langavant und 'S» b i r a I, welche sich bei der Inventaraufnahme in bet Kttche von St. Servan cinzuschreiten weigetten, und dem Ersuchen der Zivilbehvrde nickst nachlkamen. Hery erklärte, er verweigerte der Zivilbehörde den Gehorsam, weil er das Verlangen ur gesetzwidrig hielt und weit er der Ansicht war, daß das Ein- chlagcn von Kirchentüren _ nicht Sache der Soldaten sei. Die beiden Hauptleute gaben ähnliche Erllärungen ab. Hery wurde zu e i n c m M o n a t G c s ä n g n i s, die Hauptleute zu einem Tag Gefängnis verurteilt, sämtliche mit Strafauffchub. Handel nnd Verkehr, Volkswirtschaft. a v i l a l c r h ö h n n g der D a r m st a d t e r B a n k. Die Bank ist infolge der ganz bedeutenden 3lnipannung gezwungen, zu einer aberwaligcn Kapitalerhohnng zn schreiten. Vor einigen Tagen kam die dtachrictst, die Bank werde das Bankhaus Wmgenrodt Scherz & Co. in Mannheim in eine Filiale des eigenen Instituts uinwandcln. Es wurde dem zwar zuerst widersprochen, aber ichließlich wird c§ doch dabet bleiben. Ferner wird gemeldet, das; die Darmstädter Bank die Bayrische Diskonto- und Wechselbank die ihr sehr nahe sielst, beauftragt hat, in Regensburg eine Filiale zu errichten. Durch alte diese Transaktionen tritt die Wahrscheinlichkeit einer baldigen 5wpitalSerhohnng näher an die Darmstadter Bank -mV ft ■W-! c ft! L ))* Ha»seqc,er mit mit Schluß Durchführung Zeitliches Pro- isschuß für gebildet, der das Denkmal es Denkmals ft es in dem Maler Wals illerbivMch, V. Einar-, riebe Eichels- t Gab $ot- ?), ßuiiiirat mstgeschrM t Alexander VvmmmM- MmMm ). i). c. md ftMer ßubft. -mi Gottfried taudinger und t>. Bolzogcn, bincllrseketär lle in Darm- „Darmstädter chtinDarm- raitmayr d, den er in idelt bat. -oste Mime, ist , ychinbe nm 6, Fine leichte hlase et, st gemeldet. vor zehn v und mit Zank und >en Gatten Letzte ihm Dann ver. tbe lebens* neunjährige anwesend. 8ug ent* otn Ml. 'talübaden ist mgcr Amfche 'Cn(SBelgitn) füns^in, lindes wurde ng. - Sn ssche, Aiv neu Selbst- KL '"et?* ^"hause ® Stieb, ""d erlitt »n die »«tat auj ftt-l »on %s ?. sich der steht feit, ^ett0Üenei[ unbbie( 'ben: An durste als. ireifswald ,s feinen n ordentlichen dc sowie M itn» und M>l Ll« «j: “ $*S Lauern. Fach in Me inh OldinarM A bekanntlich e 3^°/e 3?s 3^°/0 BMX Schiffsnachrrchten. Red Star Linie. Der Postdampfer „firoonlanb* der Red Star Linie in Antwerpen, ist laut Telegramm am 13. März wohlbehalten tn Newyork anqekommen Literarrjches. — Kulturgeschichte. Werden und Vergeben im Volkcr- lcbcn. Von A. v. Schweigcr-Lcrckcnfeld. Mit mehreren hundert Abbildungen im Texte r*h 40 Tafeln. In 10 Lieferungen: zum Preise von 50 Pf. Erschienen in bisher -fg. 1. (A. Hartleben v Verlag in Wien.) — Tiefe KNlturgcschichte tritt zu dem denkbar günstigsten Zeitpunkte ins Leben. Abgesehen davon, daß leit einer langen Reibe von Jahren eme zusammcnfan.ende Kulturgeschichte aller Zeiten und Völker nicht c/^icncn ilt, die gewisse „Lücke" (sonst meistenteils eine bloße Redensart hier wnach tatsächlich ausgcfüllt wird, hat die kulturhistorische Forschung in unseren Tagen eine völlig neue Grundlage gewvnnen. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Elektriz. Lahmeycr . F.lektriz. Schnckert . . . Eschweiler Bcrrrwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Ham hure-- Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk. . . Laurahütte...... Nordd. Lloyd . - - Obmschles. Eisen-Industrie Berliner Handelsgcs Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . - • Deutsch-Asiat. Bank - . Diskonto-Kommandit. . . Dresdner Bank . . • Kreditaktien . . . • • Baltimore- und Ohio- Eisenl ahn . . Gotthardbahn..... Lombard Eisenbahn . - 100 55 100.60 95.20 106.20 69 60 70.50 92.10 94.50 94 — 148 80 53.75 91.40 68 50 97.60 20. März. Anfangskurse. Harpener Bergwerk . . Lanrahütte - . « , f ombarden E. B. . . Nordd. Lloyd .... Türkenlose . . . Beichsanlcihe do. Konsols . . do. . . Hessen . . . Oberhessen . . 100.75 . . 88.70 . . 100.60 . . 88 80 . . 99.65 Berliner Canada E. B..... Darmstädter Bank . . Deutsche Bank ... Dortmunder Union C. . Dresdner Bank . . . Tendenz: sehr still Wie sehr gekräftigt fühlt sich jeder, der nur einmal das von den bedeutendsten Professoren und Aerzten verordnete PerdyreamiBI versucht hat. Perdyna- iTi i n ist das wohlschmeckendste Kräftigungsmittel, Perdynamin-Kakao das nahrhafteste und bekömmlichste Frühstücks-Getränk. a 2.50 M. in den Apotheken. 1345 Der Rheinisch-Westfälische Effektenmarkt. Mülheim a. d. Ruhr, 19. März 1906. Auf dem Kohlcnkuxenmarkte kam an heutiger Börse -ine feste Tendenz ;um Durchbruch, Fast sämtliche Werte triefen Kürserhöhungen aus und das Geschäft war ziemlich umTnnqreid)1. Lebhafte Umsätze wurden in Anne Liese, Trier und Westfalen getätigt. Bevorzugt waren Dorstfeld, Königin Elyabeth, Mont Cenis, Graf Schwerin, Schürbank und Charlottenburg, Poertmgs- Csiepen, Eintracht, Tiefbau und Tremonm Größere Umtatze fanden zu erhöhten Preisen in Schürbank und Charlotte statt. Das Kaligebiet war weniger lebhaft und die Kurse kaum verändert EtwaS fester waren Alexandershall, Kaiseroda, vohen- fHft .Hodenzollern und Beienrode. Einiges Geschäft war tn Neu- Bleicherode und Bismarckshall Aktien. Rothenberg wurden ebenfalls mehrfach umgesetzt. .. Ter Erzkuxenmarkt lag unverändert, Bon Braunkohlen Schallmauer mehrfach gefragt. Alles Uebrige still. Airchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. In der Stadtkirche. Mittwoch, den 21. März, abends 6 Uhr: 4. Passionsandacbt. Pfarrer Schwabe. Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung, stilrein und preiswert die BrühVsche Universitäts-Druckerei. Schulstr. 7 Orrginat-Drahtmeldungen. Berlin, 20. März. In der Finanzkommission des Herrenhauses wurde die Agitation zu Gunsten der Aenderung des Wahlrechts gestreift. Finanzminister Frhr. v. Rhein- baben erklärte, daß die Regierung an dem bestehenden Wahlrecht in Preußen prinzipielle Aender- ungen niemals zulassen werde. (Das neueste „Wahl- rechtsreförmlein" legt schon davon untrügliches Zeugnis ab. D. Red.) Essen a. d. R., 20. März. Auf der Zeche ,Eintracht" wurde ein Kohlenfahrer verschüttet und 'ist erstickt. — Durch ausströmendes Gas starben in Werden die beiden Dienstmädchen eines Metzgermeisters im Alter von 15 und 22 Jahren. Minden i. W., 20. März. Auf dem hiesigen Bahn- Hofe wurde einem Hilfsbremser durch eine zuschlagende Packwagentür der Kopf zerquetscht. Lübeck, 20. März. Der Synode in Lübeck ging cm Gesetzentwurf zu, nach welchem Abweichungen Geistlicher vom positiven Glaubensbekenntnis als Amtsvergeh en bezw. Amtsverbrechen bestraft werden sollen. Lens, 19. März. Zu heute abend hatte das Berg- arbeitersyndikat eine Versammlung einberufen. Bei der Wahl des Bureaus kam es zu einer stürmischen Szene, indem der Kassierer des Syndikats von der Tribüne heruntergeworfen wurde. Durch Vermittlung des überwachenden Beamten wurde die Ruhe wieder hergestcllt. Ein Vertreter der Bergarbeiter hielt daun eine Rede, in der er sich für die Fortsetzung des Ausstandes aussprach. Der gegenwärtige Augenblick sei günstig, da die Bergwerks- gesellfchaft keine Kohlenvorräte besäße. Man könne sogar auf einen internationalen Ausstand hoffen, da auch die belgischen Bergarbeiter Lohnforderungen zu stellen hätten, und da die amerikanischen Bergarbeiter im Begriff ständen, neue Vereinbarungen mit den Gesellschaften zu treffen. Die Versammlung faßte einen Beschluß zu Gunsten des achtstündigen Arbeitstages und löste sich dann ohne Zwischenfälle auf. Iicron Augenblicklich ist allerdings, so wird wenigstens aus Der- waltu'nqskreisen versichert, diese Angelegenheit noch nicht m em «ifutee Stadium treten, doch durste es bet einigermaßen guter Verfassung der Börse nur noch eine Frage der nächsten Zeit fern, wann eine Kavitalerböhung seitens der Verwaltung des gen. Instituts ’°t8ÄTen M en.re«rg»Ct!.et t,® . f Ter »mit» ceroinn betrug 26 798 868 Mk. auf ein bmibenbenberecbhgte§ Äküeukavital von 119 Mill. Mk. Dazu kommen tn diesem Jahre 806 974 Mk. Einnahmen aus den Beteiliannaen an anderen Gesellschaften (Schalter Gruben- und Hüftenverein und Aachener 6üttenverein), während im vorigen Jahr 90 959 Mk. Gewmnreserve hcr Qedie Vereinigte Hamburg und Franziska verrechnet wmbe Dielen Einnahmen stehen 3 538 505 Mk. Ausgaben (3 373 (77 Mk) nenemiber Rack' den üblichen 2lb$dncibnnqcn verblnbt ent Rem- flctvinn von 13 744 210 Mk. (7 977 895 Mk.). Die Speztalreserve bnt mit der neuesten Zuweisung von 300 000 Mk. die Hobe von 660 000 Mk. erreicht. Die Dividenbe von 11% gegen 10 ,0 im Vorjahr nimmt 13 090 000 Mk. in Anspruch. Die Beteiligung der Gesellschaft an anderen Unternehmungen, zu denen tut la men dem ^flbre die Anteile der fiirnm Raab, Karcher L Eie., der Rbeuu ch- Mest'älisckcn Berqwerksgesellichaft nt. b. mlnerw. m.alt. Zubeh.sII.St.) per l.Apr.zu verni. 1371 Grünberger Str. 13. Wilhelmstr. 8 3. Obergeschoß 5-Zimmerw. m. Bad, Üöleidjpt. u. 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