Rotationsdruck und Verlag der Brühl'lche» Unwersitätsdruckeret. 9L Lange. Bretz«. Redaktion, Expedition u. Druckerei: Scbusstr.A. Tel. Nr. 5L Te1egr.-3Idr.: Slnictga Bretz«». cbruar 1906 Nr. 43 Zweites Blatt 156. Jahrgang Dienstag 20 ertdxtnt ««114 mil Auknatzm« brf Somitagf. v ÄT ® xssrc: ©iCnvitvl 2liRCt(I£l* ^<|ß|dX UBOötrf* erichetnt rnonallich einmal. V Mr ND VV WV General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. LiKera'e ßinigung? Die drei freisinnigen Parteigruppen haben in Berlin eine Konferenz abgehalten, in .welcher über eine Einigung der lib. Fraktionen beraten wurde. Die Beratungen haben zur Aufstellung eines Einigungsprogramms geführt, das sich an den gesamten Liberalismus wendet und eine Art liberaler Plattform darstellt, auf deren Boden dann der liberale Block erstehen soll. DaS Einigungsprogramm, daS man sich hier gurecht gefügt hat, klingt recht vernünftig. Man hat alle, oder doch ziemlich alle parteipolitischen Unterschiede zwischen den drei freisinnigen Fraktionen gestrichen. Einige Details sind recht interesiant. So ist vor allem zu betonen, daß an dem allgemeinen, gleichen und geheimen Wahlrecht unter allen Umständen festgehalten werden soll. Es scheint den Delegierten, die das neue Programm redigierten, auch nur um ein Zusanunengehen mit dem linken nationalliberalen Flügel zu tun zu sein, denn für den Teil dieser Partei, der nach rechts inkliniert, sind selbst die gemäßigten Sätze des Programms unannehmbar. Zum anderen ist zu betonen: das Programm fordert die Gewährung der Mittel für Heer unb Flotte, soweit zur Aufrechterhaltung des Friedens und der Sicherheit deS Reiches und seiner Angehörigen unbedingt notwendig. So allgemein dieser Satz gehalten ist, eS mag manchen Delegierten picht ganz leicht geworden sein, ihm zuzustimmen — er ist mit Rücksicht auf die nationalliberale Partei gefaßt worden, darüber besteht kein Zweifel. Wenn das Programm die schrittweise Abschaffung der Zölle auf die notwendigen Lebensmittel und Rohstoffe fordert, so wird die nationalliberale Partei sich niemals auf den Boden dieses Programmes stellen. Diese Partei wünscht keinesfalls, daß die Zollfrage wieder aufgerollt wird, sie ist in ihrer Mehrheit zufrieden mit der letzten Zollgesetzgebung, und wenn auch innerhalb der Partei grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten in dieser Richtung herrschen, so müßte die Partei doch auSeinanderbrechen, ehe ein Teil sich zu dem hier ausgestellten Programmsatz bekennen könnte. DaS aber ist nicht zu erwarten. Und aus diesem Grunde wird die Einigung aller Liberalen ein frommer Wunsch bleiben, ein Wunsch, der vorübergehend zu einem gemeinsamen Vorgehen Anlaß geben, aber eine Verschmelzung der jetzigen liberalen Partei leider nicht zur Folge haben wird. Es kann nicht fern, daß Dr. Barth und der Herr v. Hept einmal mitsammengehen; an eine Verbrüderung dieser beiden Herren wird kein Mensch glauben können, weil bis jetzt die Frage noch nicht gelöst ist, wie man aus einer Haut heraus und in eine andere hineinfahren kann, ohne sich zu ramponieren. Anerkannt muß werden, daß das Programm sich durchaus frei hält von allen Kampfandrohungen auf konfessionellem Gebiet. Das Zentrum wird gar nicht genannt, der Kampf soll sich nur gegen die Reaktion und gegen die äußerste Linke wenden. Ob die liberalen Jugendvereine damit einverstanden sein werden, ist eine Frage, die wir nicht beantworten können. Wir glauben gern, daß beispielsweise Herr Schrader, dem daS Hauptverdienst an den Einigungsbestrebungen zuzumessen ist, sich mit allen Schattierungen ganz gut vertragen würde, so gut wie mit den Rationalsozialcn, aber seine Frak- tionSgenossen sind nicht alle so gemäßigt in ihren Anschauungen und viele von ihnen sitzen so tief in der Wolle engen FraktionSgeistes, daß sie nicht herauSkönnen. Eine liberale Partei aber, die nicht einig ist, bedeutet nichts. Wir halten eS für fraglich, ob nicht die neue Zeit mit allen Parteidok- trincn so ziemlich aufräumen und statt der Parteigruppierungen Jnteressengruppierungcn bringen wird — es sind Anzeichen genug dafür vorhanden, daß diese Umwandlung sich bereits langsam, aber sicher vollzieht. WaS schließlich erreicht werden kann, ist ein gemeinsames Vorgehen in den Punkten, über die man in all diesen Lagern gleich denkt. Ein großer liberaler Block — daran ist unter den gegebenen 23er- hältnissen leider nicht zu denken. Die „Fr. deutsche Pr." schreibt, daß die Mitteilung, wonach auch Mitglieder der freisinnigen Volkspartei auf dem Patteitage der freisinnigen Vereinigung an dem Einigungs-Programm, das die Einigung der Liberalen vorschlägt, mitgewirkt haben, unzutreffend ist. Kotttische Tagesschau. Fahrkartensteuer-Mißerfolg. R. Berlin, 19. Februar. Wie in parlamentarischen Kreisen verlautet, sind die Schöpfer und Befürworter der neuen ReichS-Fahrkartensteucr (Kilometerzuschläge) von der Negierung verständigt worden, daß es den Verbündeten Regierungen unmöglich sei, auf den Boden dieses Antrags zu treten, und daß auch nicht von einer nochmaligen Erwägung eine Aenderung der Entschließung zu erwarten sei. Man gewinnt übrigens den Eindruck, daß angesichts der Erregung der Oeffentlichkeit durch die kühne Tat derSteucrkonmnssion speziell die Nationalliberalen ganz froh sein würden, mit guter Manier von dein unglücklichen Projekt loszukommen. ♦ Ein sozialdemokratisches Urteil über den Bund der Landwirte. Georg Bernhard, der sozialdemokratische Herausgeber der finanzkritischen Wochenschrift „PlutuS", schreibt in Anknüpfung an die Generalversammlung de§ Bundes der Landwirte : „Man darf dem Zeitung^eser nicht einreden wollen, daß diese Ziri'usparade das iimersie Wesen des Bundesvloßlege. Und man darf weiterhin die Landbündler nicht durchaus als eine verkommene Rotte von egoistischen Gewaltmenscklen hinstellen wollen Die Tcftjache ist nicht mehr fvttzulengnen, daß der Bund her Landwirte die berufene Organisation einer großen Erwerbsklasse tfL Er bedeutet heule für die Landwirte genau dasselbe, toa5 die Zentralorganisation der Gewerkschaften den Arbeitern ist. . . Der Landwirt kämpft um hohe Getteide- gretfc genau mit dem gleichen Recht, wie der Arbeiter um hohe ohne." _______________________ Dcutsch-Ostafrika. Die „Eap Times* veröffentlicht eine Depesche, in der sie die Meldung einer Firma in Deutsch-Ostafrika wiedergibt, daß der Stamm der Wangeni in die nördlich vonNyafsa- See gelegene Provinz Langenburg eingefallen sei und Hauptmann Wiese und eine Abteilung eingeborener Truppen nieder machte. Eine Depesche dieses Berichterstatters vom 12. Februar erklärt, wenn nicht Deutschland unverzüglich eine starke Truppenmacht sende, werde der gesamte Norden des Nyassa-LandeS in Brand geraten. Dazu bemerkt das offiziöse W. T. B.: Diese Meldungen sind veraltet und entstellend. Gemeint ist der bereits am 19. Januar von uns gemeldete bedauerliche Vorfall am Buhudje-Fluß, wo am 6. Januar Stabsarzt Wieke mit elf farbigen Soldaten fiel. Die englische Ttzionrcde. London, 19. Febr. In der Thronrede zur Eröffnung des Parlaments spricht der König zunächst sein Bedauern auS über den Tod des Königs von Dänemark. Der König spielt sodann auf den erfreulichen Empfang an, der dem Prinzen und der Prinzessin von Wales in Indien bereitet wurde, ferner auf den Besuch des Königs der Hellenen in England. Die Beziehungen zu den fremden Mächten seien fortgesetzt freundschaftlich. Der König spricht seine Freude darüber aus, daß der russisch-japanische Krieg durch den befriedigenden Abschluß der Verhandlungen beendet sei. Die Thronrede erwähnt, daß mit dem Kaiser von Japan ein lieber- einkommen abgeschlossen worden ist, durch welches das Uebereinkommen vom Januar 1902 verlängert und weiter ausgedehnt wird. Weiter heißt eS in der Rede: Eine von dem Sultan von Marokko einberufene Konferenz, welche über die Einführung von Reformen in Marokko beraten soll, ist in Algeciras zusammengetreten und die Delegierten der Signatarmächte der Madrider Konvention von 1880 haben die Beratungen begonnen, die noch andauern. Es sei ernstlich zu hoffen, daß das Ergebnis der Verhandlungen zur Aufrechterhaltung des Friedens unter den Völkern führe. Dann erwähnt die Thronrede die auf friedlichem Wege erfolgte Auflösung der schwedisch-norweg. Union und die Besteigung deS norwegischen Thrones durch den Schwiegersohn und die Tochter deS Königs. Die auf- ltändische Bewegung auf Kreta, heißt es in der Rede weiter, hat nachgelassen. Die Lage in den mazedonischen Wilajets gibt, obgleich sie sich in mancher Beziehung gebessert hat, fortgesetzt Grund zur Besorgnis. Der Sultan hat seine Zustimmung zur Einsetzung einer internationalen Finanzkommission erteilt, die die Finanzverwaltung in den Provinzen überwachen soll. Um eine verantwortliche Regierung in Transvaal zu schaffen, habe der König angeordnet, daß die neue Verfassung so schnell eingeführt werde, als eS sich mit einer sorgfältigen Beratung der Angelegenheit vereinbaren lasse. Der König spricht sodann seine Befriedigung auS über die ständige Zunahme der Ein- und Ausfuhr. Die Jndust-rie des englischen Volkes bewege sich allgemein auf gesunden, fortschreitenden Bahnen. Sodann lenkte der König die Aufmerksamkeit des Parlaments auf die Vermehrung der Ausgaben des Staates während des letzten Jahres und die hauptsächlichsten Verbindlichkeiten desselben. Von den Ministern würden Pläne erwogen zur Einführung von Verbesserungen und Erzielung von Ersparnissen in dem Regierungssystem Irlands durch die Einführung von Maßnahmen zur Beteiligung des Volkes an der Führung der irischen Angelegenheiten. Die Thronrede führt dann Maßregeln für Großbritannien auf, darunter eine Untersuchung über die Mittel, durch die eine größere Anzahl der Bevölkerung auf das Land gezogen und ihm erhalten werden könne. Ferner sei eine Abänderung des Schulgesetzes, Verbesserung der Lage der arbeitenden Klassen und Maßnahmen, betr. die Gesetze über die Kauffahtteischiff- sahrt, geplant. Deutscher Reichstag. (47. Sitzung vorn 19. Februar.) Die Weiterberatung des Etats des Reichsamts des Innern wird fortgesetzt beim Kapitel Reichsversicherungsamt. Aba. v. Richt Hof en (fonf. i erklärt, er selbst und ein großer Teil seiner Freunde seien nicht Anhänger sondern Gegner einer Erhöhung der kleinen Rente. Abg. v. Ger l a ch (fr. 23g.) wünscht Aufbesserung der Bureau- beanrten beim Reichsversicherungsamt und führt Beschwerde über deren nicht angemessene Behandlung seitens der höheren Beamten. 2ll>g. Körst en (Soz.) erneuert seine Beschwerde über die be- rufsgenossenschaftlichen Schiedsgerichte. Abg. Frölich (Antis.) klagt über die landwirtschaftlichen Berufsgenvssenschäften, die den ländlichen Arbeitern ost unter ganz unzulänglichen Vorwänden die Ren tc v erweigern. Abg. Stadthagen (Soz.) bezeichnet es als eine empörende Ungerechtigkeit, daß Arbeiter^ keine Rente erhalten, wenn der Unternehmer es aus Fahrlässigkeit unterlaßen hat, eine genügende Anzahl von Marken zu kleben. Weiter übt Redner ähnlich wie Körsten Krstik an den Berufsgenossenschaften, an den Vertrauensärzten derselben und an der den unfallvecketzten Arbeitern zuteil werdenden unwürdigen Behandlung. Staatssekretär Graf Posadowsky legt die Notwendigkeit dar, daS Reirtenfestsetzungsverfahren sachlich zu verbessern und zeitlich zu beschleunigen. In Fällen, wo wirklich ein Unfall im Betrieb und eine Erwerbsunfähigkeit vorliege, müsse unbedingt Rente gewährt werden. Aber, daß Simulationen vorLimen, sei uryweifelhaft, ebenso, daß Rente mit unlauteren Mitteln angestrebt würde. Abg. GieSberts (Str.) betont gegenüber Körsten und Stadt- hagen nochmals, daß der Gedanke der Abschaffung der FI einen Rente nicht vvm Zentrum nie solchem vertreten werde. Redner bedauert es sodann, daß die berufsgenossenschaftliche Lohnstatistik keine zuverlässige Lohnstatislik barftcÜe, weil, zumal in der höchsten Lvhnklasse, nicht die wirllichen Löhne in Anrechnung kämen. Abg. Tr. Mugdan (fr. Vp.) regt an, die Stellung eines Dorsitz.enben in den berufsgenossensch^stlichen Schiedsgerichten zu eurer hauptamtlichen zu machen. ES sei notwendig, daß die Versicherten das 23erlrauen zu den Aerzten gewännen, daß sie nach jeder Richtung hin unabhängig seien. Staatssekretär Graf Pviabowsky führt gus, die Regierung beschäftige sich sehr ernst mit der Reform dieser sozialpolitischen Gesetzgebung. Eine Denkschrift sei in Ausarbeitung, lieber die Wege der Reform seien die Meinungen sehr verschieden, besonders darüber, in welcher Richtung die Krankenversicherung zu reformieren sei. Abzuwarten sei namentlich auch, ob die Krankenversicherung zu reformieren sei erst in Verbindung mit der Invalidenversicherung oder ob sie vorweg zn nehmen sei. Ev verhehle allerdings nicht, daß sein viele und gewichtige Gründe dafür sprächen, daß die Revision der Krankenversicherung nicht zurückzustellen sondern möglichst bald vvrzunehmen sei. Abg. Molkenbubr (Soz.) hält gegenüber dem Zentrum den Vorwurf aufrecht, das; es gerade bei den sozialen Versichev- »ngsgesetzen sein oft gegen das gestimmt habe, was es selber für aut gehalten. Abg. Erz berge r (Ztr.) erwidert, die Sozialdemokraten! trieben Opposition nm jeden Preis, seine Partei aber treibe praktische' Politik und müsse dabei auf andere 23en Bchcmd^ lung Dtefer fundamentalen Fragen die großen national-politischen Gesichtspunkte, die eine Mehrbcfteuerung unumgänglich machen, nrrgends außer Acht gelassen werden, wo man die ftoxtbauer einer friedlichen Entwicklung n a ch Außen wie tm Innern wünscht. (Bravo!: Meine Herren, wir haben oft gelesen und vielleicht auch schon selber gesagt oder gedacht: Der Bülow Italic nur Sinn nn d Verständnis für a grarische Gesichtspunkte und Fordern ngen. /Heiterkeit.) Wenn ich so cinfeitig märe, wie dieser Vorwurf, dann stände ich wohl jetzt nickst in Ihrer Mitte. (Bravos Ein deutsckwr Reichskanzler ohne Verständnis sür die Bedeutung von Handel und Industrie — ist ein Unding. (Lebhafter Beifall.« Ich bin schon, als ich die über «Ile Erwartung vielgestaltige Entwickelung des deutschen Lebens seit der Reickisgründung noch front Auslande l)or beobachtete, rrt kleinen und großen Fragen darauf hingewiesen worden, welches Aktifrum eine leistungsfähige Industrie und ein blühender Handel für die ikrterncttnmale Geltung ihrer Länder in die Wagschale werfen. (Bravo?) Und welcher Deut|\ sollte nicht Freude darüber empfinden, daß HanS der Träumer m-eltwirtsdxfttlich Mach geworden ist und seinen Mann stelst im Wettbewerb mit anderen älteren HandelSvölkeni. Wer fühlt nicht, ich möchte sagen, den nationalen Herzschlag stärker, wenn er im Rheinland und Westfalen sich den Hochburgen unterer Eisenindustrie nähert, wenn ihm in den Berliner Elektrizitätswerken die Fortsckwitte unserer Technik fror Augen treten, wenn er im Hamburger .Hafen, in dessen Nähe ich ausgewachsen bin, hie Niasenbcrnttfter sieht, die den deutschen Handel über alle Meere tragen. (Lebhafte Zustimmung.) Ich will das glänzende Bild, so berechtigt der patriotische Stolz auf unserem wirtschaftlichen Aufschwung ist, nicht weiter ausmalen. Möglicherlveisc luerbcn wir ohnehin morgm lesen, ich sei nun auch dem Merkantilismus nud dem Industrialismus ins Garn gegangen. (Heiterkeit.) Es ist nun einmal fa int guten deutschen Lande, daß mehr oder weniger alle Er- n-rr»« an die deutsch« Industrie und den deutschen M mah tona>.fprüd>en M in Den inciftcn eätalÄ Hts°s°dt eri»6c>. fuf, bie A^^denmacn an Erzeug, sien des Luxus, die mit solider Ge- bSurfiÄigfcit auch Feü,' it'dcs Geschmacks verbinden sollen, und von ^edarfsgerätschafteii, melche praktisch, dauerhaft und durch die Preisbemessung den U'.itesten VolkSircisen zugänglich fern müssen. Gerade in diesen beiden Beziehungen hat umcrc Industrie erstaunliche Fortschritte gcuiadrt. Unsere Maschmen mtd unsere Eltemie haben den Weltmarkt erobert. Die Industrie K umsomehr Recht, Meranf stolz zu sem. als uns ntchtmo reichem Maße Rohmaterialieir zur Verfügung stehen, dte die Natur verschwenderisch anderen Ländern uerliehcn hat Was uns an Reichtum deS Bodens und an Gunst des Mimas fehlt, wird die deutsche Schaffenskraft ersetzen unbjm Leiche dieses Schatzes können wir jedem Wettbewerbe die Spitze bieten und mutig in die Zukunft blicken. f,...s. Alsdann erstattete Dr. So et beer den Geschäftsbericht. Nunmehr wurde in die Beratung über die Ordnung des NeichShauSbaltS eingetreten. Hierzu liegt eine Erklärung vor, welche die Einführung von neuen Steuern als notwendig anerkennt, insbesondere die Erbschaftssteuer, weitere Ausbildung der Verbrauchssteuern auf entbehrliche Genußmittel Bier/ Tabak, Ta bakfabrikate einschließlich Zigaretten, ferner die Steuer auf Kra ftfa hrz eugc. Gegen die Steuer auf Personenfahrkarten soll kein Ein» spruch erhoben werden. Die Erklärung spricht sich gegen die Steuern auf Frachturkunden und Quittungen aus. Als Mittel zur Deckung des ReichsbedarfS empfiehlt die Erklärung die Branntweinsteuer. Nachdem Generalsekretär Soetbeer zu den Reichs stem- pelabgaben und der Erbschaftssteuer Stellung genommen hat, wurden die vom Redner behandelten Sätze der Ausschußerklänmg angenonnnen. Hierauf wurde ein von 25 Handelskammern unterzeichneter Antrag verlesen, an Stelle deS Absatzes 3 der AuSfchußerklärung, der von Steuer und Zoll auf Bier und Tabak handelt, als Absatz 5 anzufügen : „Die Vorlagen der verbüirdeten Regsiwungcn über die höhere Besteuerung des Bieres und Tabaks einschließlich der Zigaretten imfc importierten Tabaksfabrikate bedeuten eine schwere Belastung einzelner ErwerbSzweige, die für deren Entwicklung sebr unheilvoll werden kann. Der Haudclstag kann zu diesen Vorlagen keine z u ft i m m e n b e Haltung annehmen: er überläßt bie nähere Begutachtung berfelben den- jenigen Handelskammern, in deren Bezirken die betr. Erwcrbs- zweige ansässig sind." , £ Ungefähr dieselben Handelskammern befürworteten einen Antrag zur Tabaksteuerfrage, worin cS heißt: Der deutsche Handelstag spricht die Erwartung aus, daß der Reichstag dein fron scin-m Steuerkommission bereits einstimmig ab g e l e hn t e n (^fetzeutwurf betreffend die Aender- ung des Tabaküeuergesel'es seine verfassungsmäßige. Zustimmung versagen wird. Betreffend die frorgeschlageue Zigarettensteuer inuß der Handesstag die Zustinimung ven'agen, weil dieselbe die Zigarctteiiindliftric zu sehr belasten würde; einem Ausgleich der fteuerlidwn Ungleichheit zwischen Zigarette und Zigarre, welche durch steuerfreie Verwendung des Zigarettens-apiers gegeben ist, würde der Handelstag zu stimmen." Zur Biersteuer erklärte Geh. Kommerzienrat Michel- Mainz, die Notwendigkeit zwinge dazu, daöBier heranzuziehen, während Neichardt-Magdeburg entschieden dagegen eintrat. Neich-.Hamburg befürwortete dann eine lange die Brau- fteuer betreffende Nesolutton gemeinsam mit anderen Herren. In der namentlichen Abstimmung wird der Antrag Reichard mit 175 gegen 131 Stimmen angenommen. Die Besprechung über die Tabak- und Zigarrettensteuer wird verschoben. 1 werbsstände liebevoll die Regierung itmbrängcn, wie m „Werthers Leiden"" die Kinder die brvtschneidcvde Lotte. (Große Heiterkeit.) !lnb eine ordentliche Regierung muß auch dafür sorgen, daß jeder nicht nur sein Brot, sondern auch Butter aufs Brot bekommt. Ich verleugne aber auch nicht, was ich im Kreise von Landwirten öfters ausgeführt habe. Ich scheue mich nicht, mich vor dieser Versammlung zu wiederholen: Ich betrachte allerdings die deutsche Landwirtschaft alS das Sorgenkind des deutschen Reichskanzlers. Ich bin überzeugt, daß ihr Gedeihen auch den anderen großen Zweigen unseres Wirt- schastslebens Vorteil bringt, nicht zuletzt dem Handel. Ein neues Aufblühen unserer Bodenkultur wird auch dem Handel neue Triebkräfte geben und wenn es ihm vergönnt sein sollte, wie ich das aiiftichtig hoffe, in Zukunft noch glücklicher als bisher in die Ferne zu schweifen, so nwge der die Schwester nicht vergessen, die treu auf der heimatlichen Scholle arbeitet und deren Arbeit wirtschaftlich und sozialpolitisch bie Grundlage eines dauerhaften Anfschwunges und bleibender Blüte bildet, das Fundament oes deutschen Hauses. Ihr eigener Ruhmestitel wird dadurch nicht geschmälert. (Lebhafte Zustimmung.) Niemand kann überleiten, wie viel zähe Ausdauer int Konkurrenzkemrpfe, wieviel Wagemut und Selbstvertrauen nötig war und ist, um für den deutschen Handel die Stellung. zn dringen und zu behaupten, die er zum Stolz des deutschen Namens jetzt in der Welt einnimmt, und es ist keine leere Schmeichelei, wenn ich Inet vor Ihnen und von Jlmen, den Pionieren unseres Handels sage: Den g r ö ßer e n Te i l I hr e s W er t e s haben Sic sich selbst geschaffen. (Bravo!) Ihre besten Gewinnchancen lagen in Ihrer eigenen Tüchtigkeit. (Lebhaftes Bravo!) Einer meiner erprobtesten Mitarbeiter, der heute Ihre Versammlung begrüßte, hat kürzlich den vortrefflichen Eigenschaften des deutschen A r b e i t e r st a n d e s ein nnuniwnndenes Zeugnis ausgestellt, das ich Wort für Wort unterschreibe. Ich werde bei Ihnen keinem Widerspruch begegnen, wenn ich anerkenne, welcher Schatz an gesunden Kräften, an Intelligenz und Fleiß im werktätigen Volk Tag für Tag lebendig ist. (Bravo.) Ich füge aber hinzu, und diefe Ergänzung mache ich auch im Sinne des Grafen Posadowski), daß sich die in den Massen schlummernden Fähigkeiten nicht so ftuchtbar entwickeln könnten ohne die Verdienste der deutschen Arbeitgeber. (Zustimmung.) Wenn ans unserem Einsatz im Welthandel die geistige Energie, der weite und freie Blick des beutfdnnt Unternehmertums gestrichen würbe, müßten sich für Millionen von Arbeitern bie Lebensbcbmgnngeu verschlechtern. (Sein richtig.'' Dann könnten wir auch nickst Untrer die wirtschaftliche und politische Stellung anfrechterhalten, die wir jetz4 in der Wett einnehmen. (Lebhafte Zustimmung^ Ans vollem Herzen rufe ich: Der deutsche Handel und der deutsche Hande Mag, sie leben Hoch! Nach dein Reichskanzler trank der Präsident der Han- delskammer Mainz Geh. Komm.-Rat Michel auf die Ehrengäste und besonders auf den Handelsminister Tr. Delbrück, auf dessen Wirken der deutsche Handel große Hoffnungen setzte. Dr. Delbrück dankte für die schmeichelhaften Erwar- hntgen, die auf ihn gesetzt seien. Freilich Misse er, daß die Kritik beim Diner erheblich freundlicher sei als eine Kritik an anderer Stelle. (Heiterkeit.) Einer seiner Freunde in Hinuntersaufen stieb die junge Dame, die als vorzügliche Schnee- fehuhläuferin bekannt ist, gegen einen lief herabbängenden trocfenen Fichienzweig. Am linken Ange schwer verletzt, brach sofort zufamrnen. Man yiußte sie nach Harzburg in das Krankenhaus bringen. _______ Arbeiterbewegung. Leipzig, 19. Febr. In der heutigen Kommifsionssitzung des Verbandes von Arbeitgebern der sächsiseben Textilindustrie mürben nach sorgfältiger Prüfung ber Verhältnisse die Arbeits- e i n st c l l u n g e ii eines Teiles ber Tlrbeiier ber Leipziger Baumwollspinnereien als vertragswidrig und ungerechtfertigt erklärt und den genannten Etablissements der Schutz des Arbeitgeberverbandes zngebilligl. — D i e L o y n b e w e g u n g im Hamburger Hafen zielst immer weitere Kreise. Den bisher Slreikenden gesellten sich 5000 Sehauerlcute zu, die höhere Lohnforderungen stellen Umt?crfitäte4tacbrid>tett. — Der Privaidozeut der Philologie an der Universität Halle- Wittenberg Tr. Bertold R! a u r e n b r c d) c r hat einen Ruf als Redakteur des Thesaurus Lingua Latin ae in Ri ü n ch c n erhalten und angenommen. Allerdings wird er dadurch auf läugere Zeit feiner Lehrtätigkeit entzogen werden. handel und Verkehr, Volkswirtschaft. ** Konkurse in Hessen. Ucbec bnS Vermögen des Schlossers Ludwig Schultheiß in Offenbach a. M. wurde am 15. Febr. nachm. 4 Uhr das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Dr. Bangel zu Offenbach a. M. wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis znm 20. März bei dein Amtsgericht Offenbach anzu- mclbcn. — lieber den Nachlaß des Johann Jakob Happel II.r Landwirt zu Köngernheim, wurde am 15. Febr. nachm. 5 Uhr daS Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Dr. Winkler in Oppenheim wurde zum Konkursverwalter ernannt Konkursforderungen sind b>8 zum 1. Mai 1906 bei den» Amtsgericht Oppenheim anzumelden. Märkte. Gießen, 20.Febr. Marktbericht. Auf heutigem Wocbenmarkte kosteten: Butter pr. Pfd. 1.00—1.05 Mk., Hühnereier 1 St. 7—8 Pfg^ 2 Stck. 00—00 Psg., Gänsecier 00—00 Psg., Enteneier 0—0 Pfg., Käse pr. Stck. 6—8 Pf., Käsematte 2Stck. 5—6 Pfg. Erbfen pr.Liter 21 Pfg., Linsen pr. Liter 32 Psg., Tauben pr. Paar 0,80-1,00 Mk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hähne vr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse vr. Pfd. 00—00 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfd. 74—82 Psg., Kuh - und Riudfleisd) pr. Psiind 70—72 Pfg., Schweinefleisch pr. Psuud 86—90 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 94 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—80 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 60—76 Psg. Welsche per Pfund —.— Kartoffeln pr. 100 Kg. 5,50—6,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,00—8,00 All., Milch per Liter 20 Psg., Aepiel per Pfund 18 bis 30 Psg., in Körben 00 Pfg., Nüsse 100 Stück 30—40 Psg., Birnen per Psd. Mk. 0.15—0.20, Weißkraut per Stück 10—30 Pfg., per Zentner Mk. 0.00—0.00. —» Marktzeit 8—2 Uhr. Die Marktpreise für Vieh und Frucht «ud die Gießener Fleisch-- und Brotpreise am 19 Februar 1906. Gericht-saal. Höchste Schlachtviehpreise in ftranffutt a. M. Fletschpreife in Gießey Ochsen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 74—76 Mk. '/, Kg. Schlachtgew. 89— 93 Pf. V, , „ 82-00 , Kg. 71-80 Vtg. 7, , 70-80 , 7, - 76 80 , Getteidepreife tn Mannheim Drotprerfe tn Gießen Wetzen 100 Ng. 19.00 - 00.00 Alk. Roggen 100 Kg. 17.35—00.00 Mk. Weißbrot 2 Kg. 54 Pig. Schwarzbrot 2 Kg. 50 Pfg. Bromberg, 19. Febr. Die Strafkammer verurteilte den Realgymnasial-O berlehrerKuwcrt wegen Zweikampfes mit tätlichen Waffen zu drei Monaten F e st u n g. Sein Gegner, Oberleutnant Lehmann ist schon früher vom Kriegsgericht zu der gleickwn Strafe verurteilt worden. Vricfkastcn oev Lle-aktion. (Auoutsme Anfragen bleiben unberücksichtigt). F. M. Altersrente erhält ohne Rücksicht auf daS Vorhandensein von Eriverbsfähigkeit derjenige Versicherte, welcher das 70. Lebensjahr vollendet hat. Die Altersrente beginnt mit demjenigen Tage nach vollendetem 70. Lebensjahre, an dem die Wartezeit erfüllt ist, und bauert bis zum Tobe. — Wir empfehlen bie 35 Pfg.-Broschüre von Ernst Finke ,Was muß jeber Versicherte von ber Arbeiterversicherung wissen(Verlag von Franz Vahlen in Berlin W., Mohreustr. 13 14). Der Liebling der Aerzte! jur raschen Hebung ber gesunkenen Körperkrast als Krankenkost usw. ist heute Aioson. So schreiben: Dr. med. Schaper, Esenz, Ostfriesland, 10. September 1905: „Biofon wurde mit gutem Erfolg angewandt bet: 1. Anaemie, 2. Rekonvaleszenz nach Lungen-Abszeß. Es wurde gern genommen und gut vertragen. Bei Behandlung von Chlorose hat es auch insofern den Vorzug vor Eisentinkturen, daß eS keinen Alkohol enthält." Dr. med. Huber, Heidelberg, 1. September 1905: „Bioion wurde in einem Falle von Rekonvaleszenz und in einem solchen von Kräsieverfall bei Diabetes angewendet, bei beiden Fallen mit s e h r gutem Erfolge. Der Appetit hob sich rasch, besonders im 2. Fall. Gewichtszunahme in beiden Fällen. Habe uuolgedeffen Bioson stets empfohlen nnd verwendet." vr. wcd. Luxen H ofer, Todtuau i. Baden, 1. September 1905: „Bioson wurde in einem Falle Rekonvaleszenz nach Diphterie und einmal nach Kicferhohlcueiterung (vorher viel Schwindel, nachher keinen mehr) beide Mal mit sichtbarem und raschem Erfolge angewendet. Das Präparat wurde immer gerne genommen und e-3 ist sicherlich nur dringend zu empfehlen"'. -o'okon ist erhältlich in Apotheken. Drogerien re. das halbe 5ttl0'Paket zu drei Akark, mit Bouillonextraet oder mit Eaeao, critcrcß jur euppenbereitimg, letzteres als Morgengetränk. Man verlange vom Biosonwerk Bensheim die Broschüre'mit den Berichten "o/r dle von den Professoren, Aerzten und in Krankenhäusern re. erzielten Erfolge. b6. Programme frei. Ftischans! Tie Luft gcht frisch und rein ®und es ist eine Wohltat, daß man endlich wieder einen kleinen Spaziergang riskieren kann. Aber vorfehen muh man fich aud): Nicht zu leicht auziehen und eine Schachtel ttays achte SodenerMmeral-Pastillen in die Tasche' Die W M. n2?.nJm ^ben und vermeidet damit Reizi.ngcn der ^chlcimhante ..ud der Luftwege; mau kommt fröhlich heim nd lacht über bie anderen, bie ohne Vorsichtsmaßnahmen 5 re" nel;e.i und Erkaltungen mit nach Hause bringen, nm «- r; Sodener Muieral Paslillcn sind zum Preise M .per schachtel in allen Apotheken, Trogen- und l'-'necalwaffcrhandlimgen erhältlich. hvV '■ ■ Rheinisches — Technikum Bingen teohnlk, """vertÜZden rrjr~ii .Lüiwmjjw «m , ,, _ Chauffeursohule. Ö * sr e r-» o 8 OD £.dc- ® ' Q 5 ® =? £64 "'S (0 CD V (vi ~r~f N Ö.S5 K Ä ?N S dO es — Vh> .»x O Aü c do © V ri Q D ES 5 o 2 fto K 3 ^-o ö y i» ® do 5 <$5 N V3 do'jQ S V k> 'S oa es •ff E o C *&© it=cr? 3^(93 S^L) N K co co es cn =5 S sr C9 » o Cv- eocq >3 er? Q <0 Q GO :D u DD a E os j® £ S 3 . 05 gp o >b Co Q a " o S CQ r -3 c'i g? N e <2 s « £ Ä U = S S«?2f §1® ®-~ do°? s " .SN ro © es 8S T-s«' u iO -do = _.CQ- o S^ö N © 3 o - oft " •* 56 M --V _ «- o •ffdO’ CO ® >2 ato ►S' c; " "0 © jS' 2 ’E S? 2 «s do 2 (9 > « 05 Bei Barzahlung an dieselbe Stelle werden 4% Rabatt (pro anno) bis zum Fälligkeitstermin berechnet., rheumatische Gliederschmerzen r beste Giurciouug ist das fyc- ztstjch gegen die Krankheitsursache, nicht bloß hantreizeud wirkende D18/1 _____In Apotheken ^taschcu zu Mt. 1,20 und 2.—.______ (ßierkeller) Tagt grosse Variete-Vorstellungen Anfang abends 81/, Uhr. 1039 Es ladet ergebenst ein Die Direktion. Wein-Versteigerung in JZingen a. Aßein. Mittwoch, 14. März d. IS., vormittags lV/2 Uhr, int oberen Saale des „Binger Bahnhofes", zu Biugeu a. Rhein läßt Herr Hauptmann a. D. und Kommerzienrat feinste Pflanzenbuttep 2um Kochen, Braten vnd A. Jvenarius Weiugutsbesiher in Gaualgesheim, Ingelheim und Ockenheim l Rheinhessen) 8/1 und 6/2 Stück 1963 er l Gaualgesheimer, Ockenheimer und 14/1 „ 9/2 „ 1904 er J Niederheimbacher Weißweine; 20 2 , 4/4 , 1903 er | Gaualgesheimer und Ingelheimer 22/2 „ 4/4 , 1904 er j Rotweine worunter seine Auslese«, öffentlich versteigern. Allgemeine Probetage: In der Kellerei des Versteigerers gegenüber der Station Gaualgesheim am 7., 8., 9., 10. und 12. März sowie in Bingen im Versteigerungslokale am 14. März vor und während der Versteigerung. Giessener Lesehalleverein Mittwoch, den 21. Februar 1906, abends 8 Uhr Mailiche Mitglieder-Versmnilung int Caf6 Ebel. d Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht über da? abgelaufcne VereinSjahr. 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Borstand. Vertretung. Für Giessen und Umgebung ist die Vertretung eines allgemein beliebt. Mineralbrunnens auf eigene Rechnung an einen tatkräftigen Vertreter ru vergeben. Nur erste Finnen, im Besitze von Pferd und Wagen, erhalten den Vorzug. Angebote an Haasen- stein a|Br Detlagy MÜe * ds. IS., vormittags 11 Uhr, bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 19. Februar 1906. «10/ a h öyar, dii ausdrückte Trägerlieferung. 11600 kg eiserne Träger. Grobschlosserarbeit. Zimmerarbeit. 40 cbm Tannenholz zu liefern; 2290 Ifdm. Holz abzubinden; 143 Ifdm. Gesimse 2C. Dachdcckerarbeit. 590 qm Dachfläche in Schiefer decken 2c. Spenglerarbeit. 101 Ifdm. Hängerinnen 2c. Blitzableiteranlage. Anstreicherarbeit. 143 Ifdm. Gesimse und Gauben streichen. Großh. Baubehörde für die Universitäts-Neubauten. B ecker. Stammholz-Bersteigernng Montag, den 5. März lfd. Js., vormittags ioy.2 Uhr fomnien im Gemeindemald Grävenwiesbach zur Versteigerung: ö Eiupfehle für die moberne Frisur nbone leichte Zöpfe von 3 Mk. an. genier werden Dreher, Tonrrc, ^chcrtel, Perücken und Haar- tthrkctteu sauber und gut anae- fertigt bei 1775 Heinrich Ticfow Seltersweg 43, Ecke Goethcslraße. Hohversteigerung Montag, den 26. Februar, d. Js., werden aus dem Distrikt Lange Buchen der Forstwartei Remhardshain versteigert: Scheiter Rm.: 795 Buche, 2? Eiche, 2 dieser; Knüppel Nm.: 131 Buche, 18 Eiche, 2 Kiefer; Beisig Rm.: 485 Buche, 40 Eiche, 2 Kiefer; Stöcke Rm.: 131 Buche (hierunter 2 Rm. brennklein), 16 Eiche, 2 Kiefer. Zusammenkunft vorm. 9 Uhr im Distrikt Lange Buchen auf dem B euerer Weg bei Brennholz Nr. 1133. Nur ein Teil des Holzes wird vorgezeigt. Die Nummern des zur Versteigerung kommenden Holzes sind blau unterstrichen. Grimberg, 17. Februar 1906. Großh. Oberförsterei Grünberg. Schober.|B30/, BkMvlmg von Bauarverten. Zur Erbauung eines Fsolierhaufes für die neue Augenklinik zu Gießen sollen folgende Rohbauarbeiten auf Grund des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 öffentlich vergeben werden. foulen', f' m» -S » carnevalistischem Konzert. Anfang 8 Ehr. Anfang 8 Uhr. Fuhren jeder Art prompt und billig. Näheres 94^ Bureau Emil Horst. Oettkers Backpulver 3 St. 25 Pfg. Gebr. Berdux VerhiUNg Vil Wal-roliNßslll'heiteil. Die für die Feldbercinigung Bellersheim zur Ausführung gelangenden Rodungsarbeiten (ca. 26000 qm) der Waldabschnitte in den Distrikten ,An der Eisenkaute", „Oberholz", „Steinhäuserwald" und „Münchwald" sollen Freitag, den 23. Februar, vorm. 10/, Uhr aus dem Wege schriftUchen Angebots in 9 Losen getrennt vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen aufGroßh. Bürgermeister e BellerShheim zur Einsicht offen, woselbst auch die Angebote in Pro. zenten des Voranschlages, verschl. und mit entspr. Aufschrift versehen, bis zum obigen Termin emzurcrchen sind. Eröffnung der Angehote in Gegen- wart etwa erschienener Bieter. Zuschlagssrist 3 Wochen. Gießen, den 19 Februar 1906. Großh. Kulturinspektion Gießen. wr, das Derbe Sj 5Iei11 fut\ W $ srZ Olt R . , n Iv Wir zwei utis hiqt des Schr gewisser Stände Stände i Lyrup 1 immer Jag der Rei Zweifel, darüber würden, schäft es dnr Arbeits- mit war sehr erf Staatsse zu Ansen - daß t gab, daß bem AH aus nmb j bem Mzli Tenn bie dienste der des dei so kann i sagt, die hat nur Kräfte n behaupte! in Kraft deutschen Industrie auf viele Handel 11 Zwischen Zufrieden Ter geistertes der Reich 1 crem < Sehr rief Zu befd Worte zu Kauf, hwi Gerungen Welt, wie t ^ichese Handels? 1 ^g/Mgeik, Rechte des d £en handel o/eisinn jn 3, 1° ans. ^n, seibs Jeßintereffe besonderes' v Wir 4 Frei Große Zufuhr tadellos frischer Fluß- und Seefische, Angel-Schellfisch, Portious- und Bratschellfisch, ff. Nordsee-Kabliau, ' Billiger Kabliau Bester Ersatz für Städt. Seefischmarkt-Kabliau . . . per Pfd. 20 Pfg. -rer Mlseillster ^dgoIinüer-SoWiün per Pfd. 32 Pfg., ss. Sttlin imXuWfttttt p. Pfd. 95 M. im ganzen Fisch p. Pfd. 90 M. $ X, K Anfang im Distrikt Kapch. Grävenwiesb ach, den 19. Februar 1906. Jung, Bürgermeister. D3% Wtzversteigerung im Sicher Stadtwald Freitag, den 23. Februar, nach Öufantmeitfunft auf der Hatten- röder Straße oberhalb des Pflanzstartens, vorm. 10 Uhr in den Distrikten Fichtenkopf, Eichwald und Schweinstallshege. Scheiter, Rm.: Buche 129, Eiche 32, Fichte 2,5; Knüppel: Buche 37,5, Eiche 56, Fichte 5,6; Stöcke: Buche 41, Elche 65, Fichte 18,3; Wellen,. Stuck: Buche 1100, Eiche 1150, Fichte 50. lEiy/J Lieh, den 16. Februar 1906. Dörmer, Beigeordneter. Gebr. Berte Lindenplatz 12 Lonys Bierkeller Schanzenstraße 18 Schauzenstraße und j)omino5 in großer Auswahl Wr zu verleihen. Johann ßland Weideugasie 1, II. Stock (CM Krämer) Berleih-Anstalt in schwarzen u. Gesellschafts- _________Anzügen.______[398 Antiseptisches 747 Zahn- und Mundwasser. Die Zähne sind die wichtigsten und unentbehrlichsten Faktoren zur Verdauung und ist die Pflege zur! Erhaltungoerselbenfür jedermann eine unabweisbare Notwendigkeit. Unter den vielen zu Gebote stehenden Präparaten nimmt das in der Fabr. chem. cosmet. Präp. von Otto Schaaf, Gießen hergestellte antiseptischeZahn-u. Mundwasser den vornehmsten Rang ein. Dieses Zahn- und Mundwasser desinfiziert die Mundhöhle, beseitigt jeden üblen Geruch aus dem Munde, zersetzt alle an den Zahnen hauenden Unreinigkeiten und hierdurch wird das Stocken und das Verderben der Zähne verhütet. Dieser Vorzüge wegen amffeptlsche Zahn- und' Mundwasser auf keinem Toilette- t'iche fehlen. - Flasche Mk. 1.30. 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Es ladet ergebens! ein Die Direktion. Für dse KrePPerbäckerei heißt die Parole der sparsamen Hausfrau TELLO“ unbedingt bei Herstellung per Pfund 80 Pfg. 5 Pfund ä 78 Pfg. Zum Backen: Mutiert reines, bestes LchWkineslbmch bestes Pflanzenfett „T«ilin"b°M."LB nllerseinstes setbstMtlMiies Lpeise-Rnböl (Backöl) per Liter 66 Psg. st. Mötenniehl £ $£$ hochfeines Diamantmehl 5Pfd. 90 Pf., 10 Pfd. 1.75, 25 Psd.-Säckch.4.25M. atterfeinstes Schneeflockeumehl 5 Pfd. Mk. 1.-. 10 Pfd. Mk. 1.90, 25Pfd.-Säckchen Mk. 4.50. Distrikt Kapch: 38 Eichen-Stämme von 16,56 Fstm. Nothweil:2 Eichen-Stämme von2,48Fstm. Wolsskaut:64 Eichen-Stämme von 58 Fstm. darunter Stämme von über 4 Fstm. bis zu 105 Ztm. Durchmesser. Gebrande Haag: 123 Eichen-Stämme von 140 Fstm. Neuer Saalbau (Steins Garten) Sonntag den 25. Februar 1906: to^ner, Emser und Homburger Pastillen Z aus d. Germauia-Drogcric von Carl Seibel leisten bei Verschleimung, Husten u. Heiserkeit unschätzbare Dienste. Krieger-Lml-ll.CkMfeste Vereinsabzeichen, Bandschleüen, Noseuen, Herren», Damen- und Kinderschärpen, gestickten, gemalte Fahnen n. Fahnenschleifen, Deko- rations-Arukel fabriziert [01007 H. Nügcr, Gießen, Kreuzplatz 4. Die Landsmannschaft Darm- stadtia fordert hiermit alle die« jenigen, welche Forderungen an dieselbe haben, auf, über ihre Guthaben Rechnungen an den Unterzeichneten bis spätestens zum 24. Februar zur Vermeidung vorläufiger Nicht- berucksichtigung einzusenden. J.A.: R. Dsmm D30/,] Bleichstr. 1L Institut Boltz, JlmeuB L Schnell, sich. Vorher, z. Ein j-.Fflhnr.- u. Prim.-Examen. Progr frei. Ihv“/. Die Verdingungsunterlagen liegen auf unserem Amte, Wilhelmstraße 21, zur Einsicht auf und können von dort, (mit Ausnahme der Zeichnungen) soweit der Vorrat reicht, zum Selbstkostenpreis bezogen werden. Angebote mit genau bezeichnender Aufschrift sind bis bis zum Eröffnungstermin, Dienstag, de« 6. März verringert die Gasrechnung bei höchstem Lichteffekt des Gasglühlichtes. 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