Dienstag 20. März 1906 Erstes Blatt 156. Jahrgang Metzener Anzeiger General-Anzeiger ** ** Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen VezugSpretsr monatlich 7ö$f.,vicrtel- jährlich Mk. 2^0; durch Abholc- u. Zweigstellen monatlich 6d Pf.; durch diePost Mk. 2.— viert cl- jährl. auöschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für tue Tagesnummer bis vormittags 10 Ut)c Seilenpreid: lokal 12 Ps, auswärts 20 Pfg. Verantwortlich füt den polst, und allgem« Teil: P. Witt ko; füt »Stadt und Land'' unb „Gertchtssaal^-. Ernst Heß-. für den An- zeigenteil: Hans Beck. Nr. 67 Erscheint täglich auster Sonntag». Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener Zamilicn- blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck il Verlag der Brüh l'scheu Univers.-Buch-u. Steindruckerei. R. Lange. Redaktion, Eroedstion und Druckerei: Schukstraste 7. Redaktion 112 Verlag u.Exped.s^öl Adresse für Deveschen: Anzeiger «testen. Die öentige Kummer umfaßt 8 Seiten. Aus dem Keichsrag. R. Berlin, 19. März. Ter tapfere „Afrikaner" Oberst r. Deimling, der heute dem Reichstag Auskunft erteilte über den Stand der Kriegs Operationen in Süd we stafrika mochte mehr in seinem Element gewesen sein, als er in den Oranjebergcn gegen Morenga zu Felde zog. Es war ja auch eine nichts weniger als angenehme Aufgabe, der Volksvertretung zu eröffnen, daß nur bei Fortführung der Eisenbahn bis Kcctmaunshoop sich die Möglichkeit eröffne, den gefährlichen Morenga unschädlich zu machen, dessen romantische Persönlichkeit in der vom Oberst v. Deimling gegebenen Schilderung an einen Rinaldo Rinaldini erinnert. Nicht einen einzigen Mann der zurzeit in Südwestafrika stehenden rund 14 000 Militärpersonen hält Oberst v. Deimling für abkömmlich, soll nicht der unter der Asche glimmende Funke wieder zur Flamme des allgemeinen Aufruhrs cmporlodern. Eine betrübliche Aussicht, der gegenüber cs schwer fällt, sich aufzurichten an den ideellen Vorteilen, die nach Herrn v. Deimlings Meinung dieser Kolonialfeldzug bringt. Der Oberst gab andererseits mit soldatischer Offenheit zu, daß er es verstehe, wenn die Rücksicht auf die Steuerzahler manchen Abgeordneten den südwestafrikan ischen Feldzug bis in den Grund verwünschen lasse. Abg. Ledebour (Soz.) zeigte, daß er zu diesen Abgeordneten gehört. Eine weitere Meinungsäußerung der Parlamentarier erfolgte nicht, und Herr von Deimling trat ab. Beim nächstfolgenden Etat Kameruns wurde die Szene zum Tribunal. Mau verhandelte über den „Fall P u t t k a m c r" auf (Z-rund der bekannten Beschlverde der Akwaleute. Die Verhältnisse in Kamerun hätten vielleicht nicht eine so unerfreuliche Entwicklung genommen, wenn die Untersuchung des Verhaltens v. Puttkamers energisch betrieben worden wäre, die schon vor Jahr und Tag vom Reichstag gefordert wurde, speziell vom früheren Abg. Schrempf. Heute trat als Ankläger gegen den Kameruner Gouverneur der Abg. Kopsch (frs. Bp.) auf, der dessen Rcchtfertigungsschrift zerpflückte und die „Denkwürdig- feiten" des kolonialen Lebenswandels des Gouverneurs schonungslos erörterte. Die amtliche Untersuchung der Kameruner Vorkommnisse ist noch nicht abgeschlossen, wie der Erbprinz zu Hohenlohe erklärte, aber die Verwal- tung will nicht ruhen, bis vollständige Klarstellung hcrbei- geführt ist, denn das liege in ihrem eigenen Interesse ebensosehr wie in dem des Gouverneurs. Man gewann aus den Morten des stellvertretenden Kolonialdirektors nicht den Eindruck, daß die Regierung den „Fall Puitkamcr" für einen Kolonialskandal hält, denn es liegen ihres Erachtens nur zwei Beschuldigungen gegen den Gouverneur vor, nämlich die Akwa-Affäre und die „Cousinengeschichte". 216g. Dr. Arendt u nternahm eine Art „Mohrenwäsche" an Herrn v. Puttkamer, den er baldmöglichst nach Afrika zurückgesandt zu sehen wünscht. Doch in Kamerun ist, wie Abg. Dr. Ablaß lfrs. Vp.) darlegte, eine Lässigkeit der Sitten eingerissen, die das Verlangen nach einem Shstemwechsel fordert. Auch Abg. Storz (südd. Vp.) stellte auf Grund seiner persönlichen Wahrnehmungen in Kamerun fest, daß Herr v. Puttkamer in der Kolonie nicht das erforderliche Ansehen genieße, weshalb sich seine erneute Hinaussendung verbiete. Deutscher Reichstag. 6 9. Sihuug vom 19. 9)1 ä r $ 1906. Bei Beginn der Sitzung widmet Graf 23 aII e ftr e m dem verstorbenen Bureaudirektor des Reichstags Geheimrat Knack einen Nachruf. Tas Haus ehrt das Andenken des Verstorbenen durch Erheben von den Plätzen. Ter dritte Nachtragsetat zum K o l o n i a l a m t imb zum R e i ch s h au s h a l t s e t a t wird in dritter Lesung a n gell om in en. Es folgt die dritte Lesung des vierten Nach- tragsetats für 1905. Abg. Ledebour (Soz.) fragt an, ob es wahr fei, das; Morenga sich auf englisches Gebiet flüchtete. Dann wäre der Auf stand beendet. Redner bezweifelt die ?lngabe der Denkschrift des Generalstabs, daß die Hereros ebenso kriegstüchtig seien wie die Buren. Tie Engländer hätten doch int Burenkrieg höhere Verluste gehabt. Redner wünscht schließlich Auskuust über das Ergebnis der Untersuchung der Windhuker Burenverschwörung. Oberst d. Deimling bespricht die jetzige taktische Lage in Südwestafrika, da die Verwunderung laut geworden sei, daß wir nvck unsere ganze Trnppenzahl draußen haben. Die Ovarn- bos im Norden verhalten sich ietzt ruhig. Ihnen gegenüber halten wir den Grundsatz: „Qnieta non mobere" ein. Von den HereroS wurden durch uns bis Milte Februar 10 700, davon 2700 Männer gefangen. Abgegeben sind jedoch nur 500 Gewehre. Wie groß der Nest der Hereros ist, läßt sich gar nicht taxieren. Der öereroaufiranb kann entschieden als niedergcworsen gelten. Ich bin aber überzeugt, daß, wenn wir unsere dortige Besatzung schwächer, der Aufstand wieder zu voller Flamme emporlodert und daß die Ovambos teilnehmen würden. Ter Aufstand in der nörbüchen Hälfte des' Hottentottenlandes ist ebenfalls niedergeworfen. 3600 Hottentotten, davon 893 Männer, sind gefangen, aber etwa 10 000 Hottentotten, davon 3000 Orloglcute mit kleinkalibrigen Gewehren, sind vorhanden. Unfexe 500 Mann Besatzung sind dort unentbehrlich. Zm südlichen Hottentottengebiet, fleht der Aufruhr in hellen Flammen unter der Führung Morengas. Morenga tragt nicht etwa Ringe in der Nase und in den Ohren, sondern einen eleganten Reiteranzug, er hat ein Fernglas unb spricht holländisch unb etwas deutsch. Er plünderte bei Beginn der Unruhen 1904 mit etwa 300 Mann als eine Art Rinaldo die Farmen der Deutschen und Buren bei den Karosbergen. Morenga stand seit November in dem schwer zugänglichen Felsgebirge bei dem Oranjefluß. Er hat die engllsche Grenze im Rucken. Die schwachen englischen Grenzwachen, können ihm beit Uebcrtritt auf englisches Gebiet zmd zurück nicht r.:wehren. Jenseits der Grenze wohnen feine Stammesgenossen, die jederzeit bereit sind, ihn zu unterstützen. Bom 8. bis 13. März dauerten die letzten Kämpfe unter dem erprobten Afrikaführer Major v. Estorsi. Leider gelang cs Öto" renga, nordwärts durchzubrechen. Unsere Truppen taten ihre Schuldigkeit unter unsäglichen Strapazen. Hottentotten zu fangen ist so schwer, als Fische in einen Sack einzubinden. Tas einzige Mittel, sie niederzuwerfen, ist der Weiterbau der Dahn Lüderitz- buckt-Kubub nach Keetmanslwv. Jetzt ist unsere Truppe an die Verpslegungsbasis des Oranjeflusses gebunden, doch kann sie Gott sei Dank von den Engländern Verpflegung bekommen. Mer die Truppen leben von der Hand in den Mund, denn die Engländer lassen nicht mehr hinein als den notwendigen Mundvorrat. Ohne Reserven in der Verpflegung und Munition ist aber die Niederwerfung der Hottentotten unmöglich. Von unseren Truppen im Schutzgebiet ist nur etwas über ein Drittel am Feind. Der Rest dient zur Sicherung der rückwärtigen Verbindungen auf der langen Etavpenlinie, für Telegraphen- und Eisenbahnbetrieb und Sckeiniverferdienste. Nicht ein Mann ist zu viel dort. Das Feuer glimmt noch unter der Asche. Der Luftzug, der cd anfachen kann, ist die äthiopische Bewegung. Der Ausstand brachte uns aber auch Vorteile, zumal auf idealem Gebiet. Er zeigte der Welt, daß man in der deutschen Armee noch für Kaiser und Vaterland zu sterben versteht. Der Ausstand bildet ferner eine ganz ausgezeichnete Schule des Krieges für unsere Armee. Es ist auch ein Segen für die ganze Nation, daß Tausende die Welt jenseits des Meeres Tennen lernen. Ich bitte das Haus, alles für unsere Südwestafrikakämpstr zu bewilligen nach dem Grundsätze: Treue und Treue! (Beifall.) Was die Frage Lcdebours über die K'riegstüchtigkeit der Hereros betrifft, so wollte der Generalstab jedenfalls hervorheben, daß die Buren ausgezeichnet in der Defensive sind, die Hereros aber außerordentlich offensiv kämpfen. Erbprinz zu Hohenlohe-Langenburg behält sich die Auskunft über die Windhuker Burenverschwörung für spater vor. Nach kurzer Erwiderung Ledebours'(Soz.) wird der vierte Nachtragsetat in dritter Lesung angenommen. ES folgt die Fortsetzung der Beratung des Kolonialetats, und zwar der Etat für Kamerun in Verbindung mit der Beratung der Bahnvorlage Busla-Manenguba- Berge und der Petition der Akwaleute. , Abg. Erzberger (Ztr.' begründet die Resolution der Kommission betr. Einschränkung des Berordnungsrechtes in den lonien unter Erweiterung bei Mitwirkung der ReichSgesetzgebung. Der Reichstag dürfe nicht lediglich eine Gelbbewisligun.rsmaschine für die Kvlonien fein. Besonders hebürfe das Strafrecht unb bet Strafvollzug der reicksgefetzlichen Regelung. (Beifall im Zentrum.! Erbprinz zu Hohenlohe: Die Regierung wird den Antrag gründlich erwägen. Das K'ownialrccht rc .r bisher noch im Ent- wickelungsmstande. Gewiß kann eine Reihe von Materien durch Reichsgesetzgebung geregelt werden. Abg. Kopsch (fr. Pp.l stimmt der Resolution zu und bc spricht sodann die Petition der Akwaleute. Schon 1902 habe King-Akwa-Bell in Berlin versucht, eine Äenderung in der Verwaltung des Gouverneurs v. Puttkamer herbeizuführen. Redner bespricht sodann das gegen die Akwaleute erlassene Urteil und betont, es kennzeichne den Gouverneur Puttkamer, daß er, obwohl er ein Sohn eines' Ministers wäre, es beim Militär nickt einmal zum Vizegefteiten gebrockt habe. Mit der Wahl feiner Cousinen hätte er auch etwas vorsichtiger sein sollen. (Große Heiterkeit.) Erbprinz zu Hohenlohe-Langenburg bezieht sich ans seine früheren Erklärungen und feine Erklärung in der Kommission unb fügt hinzu: Das gegen bie Akwaleute gefällte Urteil war zu hart, unb das Verfahren mangelhaft. RlHner legt nochmals die Gründe für die Rückberusuna Puttkamers dar. Gegen bie vorgefcklagene Begnadigung von hier aus hatte ich sachliche und politische Bedenken. Bei der Stellung des Strafantrages gegen die Häuptlinge überschritt Puttkamer nicht seine Befugnisse. Puttkamer bestätigte das Urteil nicht, erstens weil er sich als Partei si'ihlte, zweitens weil er die Strafe für zu hoch hielt. WaS bie Angelegenheit mit der erwähnten Cousine betrifft, so gestand mir Puttkamer ein, daß er hier gefehlt habe. Die Dame ist ihm unter dem Namen v. Eckardtstein vorgestellt worden und er hat keinen Grund gehabt, das Gegenteil anzunehmen. (Heiterkeit.) Wenn er nickt in gutem Glauben gehandelt hätte, würde er bestraft werden. Dem Hause ging inzwischen ein Antrag Auer zu auf unverzügliche Haftentlassung der Akwaleute hmruwirkeu. Abg. Dr. A r e n b t (Reichst).) führt ans : Die Petitioil der Ak'.valeute ist ungerechtfertigt. In Kamerun sagten mir die Kaufleute, Kina Akma sei ein verkommener Trinker. Er war wiederholt mit Gefängnis bestreut. Kein Neisender, kein Missionar beurteilt bie Akwaleute günstig. Der Abg. Kopsch sprach nur so gehässig, well Puttkammer ein Neffe Bismarcks und ein Sohn des Ministers v. Putlkanliner ist. Die Bestrafung der Akwaleute war nötig, nur war das Strafmaß zu hoch. Tie Rückkehr Puttkammers nach Kamerun ist nötig, sonst denken die Neger, ihre Petition habe beit Gouverneur beseitigt. Tie Resolution der Vudgetkommission erscheint mir bedenklich.' Redner befürwortet schließlich den Bahn- bau Duala-Manengubaberge. Abg. A b l a ß (frs. Vp.) meint, der Abg. Arendt versuche eine Mohrenwäsche. Puttkammer hätte sich längst den Hals gebrochen, wenn er nicht ein Ministersohn wäre. Redner befürwortet einen inzwischen einqegangenen Antrag Storz, für Bauten in Kamerun statt 431 350 Mk. nur 165100 Mk. zu bewilligen, unb wirft dem Gouverneur Laxheit in Sitten und Willkürakte vor. Er frage, ob nicht bie Kolonialverwaltung von einer Beschwerde des Kommandanten des „Habicht" Kenntnis habe, dem Puttkammer seine angebliche Kusine als Ticsdame gab. Erbprinz zu Hohenlohe: Eine amtliche Beschwerde von Marineoffizieren über Herrn v. Puttkammer ist hier nicht ein- qegangen. Es hat aber eine persönliche Aussprache über diese Angelegenheit stattgesunden. Herr v. Puttkammer hat sich entschuldigt, und damit ist diese Sache beigelegt. (Lachen links.) Tie Beantwortung der übrigen Fragen behalte ich mir für bie nächste Sitzung vor. Abg. Storz (deutsche Bp.) begründet seinen Antrag. Ter Bau einer Wasserleitung sei aus sanitären Gründen notwendig, dagegen seien Prachtbauten für das Gouvernementsgebäube zu vermeiden. Für Schiffbarmachung der Flusse halten einige Tausend Mark in den Etat eingestellt werden können. Nunmehr wirb die Weiterberatuna auf Dienstag vertagt. polififd?c Tagesschau. Wer schimpft, hat unrecht. Den sozialdemokratischen Blättern ist bekanntlich lieber» Itreibung Regel, die Aufbauschung der harmlosesten Vorgänge Grundsatz, die Verwilderung des Tons Kennzeichen, die Schmäht,ng des Gegners und die Verunglimpfung feiner redlichsten Absichten ihre einzige Stärke. Fürsten werden nicht als „ber Kaiser" ober „ber Großherzog" bezeichnet, sondern in absichtlich unehrerbietiger Weise spricht bie rote Presse von „Wilhelm dem Zweiten" ober „Ernst Ludwig". Auch bie höchsten Staats- und Reichsbeamten müssen sich die albernsten Namen gefallen lasten. Fürst Bulow ist der „ Zitatenkanzler V „Bernhard der Gefürstete*, der „Mann mit dem RhinozeroSsell^. Der preußische Land- wirtschaftsminister figuriert unter den Namen „Pod der Dicke* ober ber „Oberanführer ber Garde ber Fleischwucherer". Der hamburgische Bunbesratsbevollmächtigte wirb mit dem Titel „Pfesfersackverlreter* belegt, „ber feine Harlekinabe aufgeführt habe", er ist eine „Postenfigur"; Graf Posabowsky wirb zum „berüchtigten 12000 Mark-Grafen", zum „Sklaven beS Zen- tralverbandS ber Großindustriellen", zum „Vater beS Wuchertarifs"; die sächsische Kammer ist eine „Ordnungskanaille, bie juristische Flohknackerei über bas Recht ber Straßenbemon- stration treibe". — Durch biefe Beleibigungen unb Verhöhnungen beweist die Sozialdemokratie täglich die Wahrheit beS Sprichworts: „Wer schimpft, hat unrecht!" Tie Fran bringt vor. Auf immer weiteren Wirtschaftsgebieten nimmt die Fran die Konkurrenz mit dem Manne aut. Schon sind etwa eine Million weiblicher Arbeitskräfte in der Industrie beschäftigt. Die Gießener Sigarrenfaßi iTcn geben einer großen Menge junger Mädchen vorn Lande zum Bedauern der Landwirte besseres Brot als der Bauer zn geben vermöchte. Im Handelsgewerbe ist jede vierte erwerbstätige Person eine Frau, und auch hier steigt der Prozentsatz. Die Gesamtsumme der erwerbstätigen Frauen, sowohl der selbständigen wie der als Hilfskräfte beschäftigten, betrug nach der letzten Berufsstatistik mehr als fünf Millionen, d. h. beinahe den fünften Teil ber gesamten weiblichen Bevölkerung. Diese Zunahme mußte schon deshalb erfolgen, weil für eine große Zahl der Frauen die Möglichkeit einer, Versorgung durch die Ehe gegenwärtig ausgeschlossen ist. Deutschland zählt runb eine Million mehr Frauen als Männer. Aehnlick ist das Mißverhältnis in anderen Staaten. So kamen m Oesterreick auj 1000 männliche im Alter von 20 bis 40 Jahren 1047 weibliche, in der Schweiz 1080, in Dänemark sogar 1102. Verheiratet war vor gen 5obren von heiratsfähigen Frauen in Deutschland nur ungefähr die Hälfte, in Oesterreick 43 Prozent, in Frankreick 62 Proz., in den Vereinigten Staaten 56 Prozent, in England 41,71 Pro,', ent. Eine erhebliche Zahl von Frauen konnte .nickt heiraten, weil eS an Männern fehlt, andere deshalb nicht, \ucil die Heiratslust der ledigen Männer keine große ist, in der Anfechtbaren Meinung, daß Euripides recht habe, der die 4>rau ein „liebel trügerischen Glanzet nennt. (Vgl. die lieber« tragnng der Euripideischen Tragödie „HippolytoS" in deutsche Verse von Otto A l t e n d o r f, Verlag von B. G. Teubner in Leipzig.) Die Uebriggebliebenen müssen, wenn sie nicht von den Elterm versorgt werden, ober selbst Vermögen besitzen, sich durch die Tätigkeit von K'opf und Hand ernähren. Die Erweiterung der Erwerbsfähigkeit der Frau war somit eine dringende Notwendigkeit. Damit aber wurden zugleich Interessen geschaffen, die über die Enge des Hanfes hinausweifen. Sie liegen nicht nur auf wirtschaftlichem, sondern auch auf politischem Gebiet. In wirtschaftlicher Hinsicht kommt es daraus an, daß die Arbeitszeit für die Frauen nicht übermäßig verlängert und der Arbeitslohn auskömmlich bemessen wird. ?lußev< dem gibt es Forderungen, die mit der Erwerbsarbeit nickt un- mrttelbar zusammen hängen, die aber dock gestellt unb erfüllt werden müssen, wenn sich die Position der Frau erhöhen soll. Sie betreffen bie Sckulgesetzgebung, bie bie Zukunft der Kinder mit bestimmt, bie .Handelspolitik, von welcher ber Lebensfland der Familie abhängt, bie Zulassung zu einzelnen Zweigen der Gemeindeverwaltung unb manches andere. Der Reichstag hat unlängst einen Antrag Pachnicke ait- genommen, ber bie gesetzliche Erweiterung der Frauenrechte bezweckt. Dieser Antrag wünscht hauptsächlich für bie Frauen größere Bewegungsfreiheit in Vereinen, lieber das politisch« Stimmreckt der Frau soll indes die Entscheidung vertagt werden. Vielleicht gelangt die Welt auch einmal dazu, aber man verfährt ungeschichtlich, wenn man das mögliche Ende einer Entwicklung an den Anfang setzen, das Letzte als das Erste behandeln will. Einmütig auch wies der Reichstag den Standprmkt von Anita Äugstnirg zurück, die ohne Sckeu das Prinzip der freien Ehe proklamiert hat. In dieser Auffassung begegnet er sich mit allen ernsten Führerinnen ber Frauenbewegung, welche gleichfalls Wert daraus gelegt haben, derartigen Exzentrizitäten gegen* über hcrvorzuhebei!. daß bei' bureb die Ehe und Mutterfchaft gezogene Pflicktinckreis ber erste und vornehmste ist unb bleiben muß. • Zu einer recht charakteristischen Polemik ist es wegen Hess, der Veruneinigung der beiden antisemitischen Gruppen, zwischen der Friedberger „Deutschen Volksmacht^ des Herrn Hirschel, die ins Lager der Deutschfozialen übergegangen ist, und der reformerischen „Sachsenschau^ de§ Herrn Zimmermann . gekommen. Unter der Ueberschrift: „Ein deutscher Reformer als Feind der hessischen Landwirtschaft^ richtete das Friedberger Blättchen folgenden scharfen Angriff nach Magdeburg: „Wir habei: in Nr. 17 der „Deutschen Volksmacht" versucht, dein Parteiblatt der deutschen Reiormpartei der „Sachfenschau" in Magdeburg klar zu machen, welcher Unterschieb besteht zwischen Trust» unb Rmgbildung unb Einschränkung von Ucberprobuftion. Tas war aber ein vergebliches Unterlängen, es scheint absolut fein 23 e r ft ä n b n i 5 in diesen hohlen Schädel hinein zu bringen zu sein. Tenn die „Sachsenschau" antroortet hieraus wie folgt: „Friedberg. Der Redakteur der „Sachfenschau" stammt vom Lande und kennt die ländlichen Verhältnisse ebenso gut wie Sie. Er ist nur ehrlich genug, um die Mißstände auf dem Lande mit richtigem Namen zu nennen. Wenn er die R i n g b i l b u n g der Bauern und den Beschluß der vereinten hessischen Landwirte, die Ai i l ch v r o d u 111 o n herabzusetzen, um so die Preise bochzuhalten, als S a u w l r t s ch a s t bezeichnet hat, so gibt es hier ht Norddeutschland keinen besseren Namen für diese Ring- und Trustwirtschast. Er hat dabei die verständigen und ehrlichen Bauern auf seiner Seite. Die übrigen schenkt er dem Bauernbünde. Wirklich naiv rst Ihre Bemerkung, „dass es sich bei dieser Aufforderung um einen Beschluss des Vorstandes der Vereinten Landwirte von Frankfurt und Umgegend handelt. Die Aufforderung bezweckt lediglich, einer Ueberproduktion von Milch vorzubeugen. Wenn der Verfasser so etwas Sauwirtschaft nennt, so braucht er sich nicht zu wundern, wenn bie Sauern nichts von solchen Reformen wissen wolle n." Das ist ja die reine Unschuld vom Lande! . . . Wir wollen -er „Sachsenschau" hierauf nur kur- und zum letzten Male antworten. Wenn sie behauptet, der Verfasser ihrer Artikel stammt vom Lande, wollen wir ihr das glauben, leider müssen nur aber dann att§ seinem Geschreibsel die Folgerung ziehen, dass bei ihm einer der Falle vorzuliegen scheint, wo das Sprichwort zutrisft: Dumm geboren u n d n i ch t s d a z u g e l c r n t! Und seine eigene Schlussworte benutzend, werben bie Mitglieber der Vereinigten Landwirte von Frankfurt a. M. und Umgegend, die der Artikelschreiber indirekt als unverständig und unehrlich bezeichnet, das Wort „Sau" jetzt auch in ihrer tieferen Bedeutung erkannt haben. Der Deutschen Reformpartei aber rufen wir zu: „Der Herr behüte dich vor solchen Freunden." Faßhauer, der Redakteur der „Sachsenschau", revanchiert sich für diese Charakteristik durch folgende Briefkastennotiz: „Ihre Manieren waren früher seiner und besser. Wie kommen Sie letzt zu der Tonart und den Redcblüten, welche man sonst nur in Kutscherde stillen, Kaschemmen und aus der L a n d- st r a ss e findet? Wenn Sic eS so weiter treiben, werden sich die verständigen und gebildeten hessischen Landwirte bald von Ihnen zurückziehcn. Im Ernst, geben Sie ruhig ein paar Mark für einen Anstandskursus ans. Das Geld ist wirklich nicht roeg- geworsen. Vielleicht stecken die hessischen Baucrngenossenschasten etwas Geld in die Verfeinerung ihres Blattes. Soviel wird doch wohl übrig sein." Preußische Landtagswahlreform! Der soeben erschienene Gesetzentwurf betreffend die Aenderung der Landtags Wahlbezirke setzt die Zahl der Abgeordneten auf 4 43 (bisher 433) fest. Für Berlin sind 12 neue Wahlbezirke mit je einem Abgeordneten in Aussicht genommen, also 12 gegen bisher 9. In dem Wahlbezirk PotSdamDIX wird ein neuer Wahlbezirk aus dem Stadtkreise Charlottenburg, ein zweiter aus Schöneberg und Rixdorf mit je einem Abgeordneten gebildet. Den beiden zu einem Wahlbezirke zu vereinigenden Landkreisen werden die bisherigen zwei Abgeordneten belassen. Der Wahlbezirk Oppeln V wird geteilt und erhält statt zwei drei Abgeordnete. Der Wahlbezirk Arnsberg, der größte der Monarchie, erhält sechs anstatt drei Abgeordnete, die aus sechs Wahlbezirken zu wählen sind. Der Wahlbezirk Düsseldorf V erhält vier anstatt drei Abgeordnete, wobei ein neuer Wahlbezirk Düsseldorf XV aus der Stadt Mülheim a. Ruhr, dem Kreis Mülheim und dem Kreis Ruhrort gebildet wird. Ferner wird die entsprechende Aenderung der Wahlorte zur Vermeidung zukünftiger Wahlen in Kirchengebäuden und die Benutzung günstigerer Verkehrsbedingungen vorgeschlagen. Der Entwurf betreffend die Abänderung des Land- tagSwahlverfahrcns bestimmt: Artikel 1. Protokollführer und Beisitzer des Wahlvorstandes werden durch den Wahlkommissarius aus der Mitte der Wahlmänner ernannt. Haben bei der ersten Abstimmung nur zwei Personen oder, wenn nur zwei Wahlmänner zu wählen sind, nur vier Personen, und zwar gleichviel Stimmen erhalten, so entscheidet daS LoS. In Gemeinden über 50 000 Einwohnern findet die Abstimmung innerhalb einer festzusctzendcn AbstinrmungS- frist statt, anstatt der bisherigen gemeinschaftlichen Versammlung der Urwähler zur Terminswahl. Abteilungen über *50 Wähler können in Abstimmungsgruppen geteilt werden, Auf Antrag deS Gemeindevorstandcs kann für Gemeinden über 50000 Einwohner Terminsmahl oder für Gemeinden unter 50000 Einwohner Fristwahl angcordnet werben. Der Minister deS Innern kann bei Wahlbezirken mit 600 Wahlmännern ober mehr anorbnen, die Abgeorbnetcnwahl in Gruppen der Wahlmänner vorzunchmen, die Wahlortc bestimmen oder Abstimmung in Form der Fristwahl fefifeijen» lieber die Giltigkeit der Wahlmännerwahten entscheidet die Gruppe, zu der der Wahlmann gehört. — Artikel 2 setzt die Verpflichtung der Urwähler fest, die Mitgliedschaft des Wahlvorstandes zu übernehmen, sowie die Ablehnungsgründe. Die Garnison von Mainz wirb hinsichtlich der Ab- georbnetenwahlen von bem Wahlbezirke Coblenz III abge- trennt unb bem Wahlbezirke WieS bad en IX zugewiesen. — Das Gesetz tritt am 1. Oktober in Kraft. Bescheidener hätte diese „Wahlreform" schlechterdings nicht sein können.___________________________________________________ Das lenkbare Luftschiff. Berlin, 19. März. Der „Voss. Zig." wirb von militärischer Seite geschrieben: In einer Unterrcbung, die der Kaiser kürzlich mit ben Herren I. Loewe, Paul Schwabach, James Simon und W. Rathenau nebst einer Anzahl höherer Militärs hatte, wurde ein Tema berührt, dem der Kaiser das lebhafteste Interesse entgcgenbringt, das lenkbare Luftschiff. Den Anstrengungen des im Dienste der Brüder Lebaudy stehenden französischen Ingenieurs Juillot ist es gelungen, ein lenkbares Luftschiff herzustellen, das bei den vordem französischen Kriegs Minister angcstellten Versuchen als kriegsbrauchbar bezeichnet werden konnte. Die Gebrüder Lebaudy, die namhafte Summen für eine lange Reche von Versuchen ausgegebcn und noch fernerhin ausgeben werden, da Juillot an der weiteren Verbesserung der Erfindung arbeitet, haben ihre auf aeronautischem Gebiete gemachten Errungenschaften ihrem Vaterlande unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Dieses Verhalten und der Umstand, daß das Problem des lenkbaren Luftschiffes tatsächlich soweit als gelöst betrachtet werden kann, daß es sich ernstlich lohnt, sich weiter mit der Frage zu beschäftigen, war für die Gäste des Kaisers der Anlaß gewesen, dem französischen Beispiele zu folgen. Die Besprechungen, die bisher in der Angelegenheit stattfanden, führten schon dazu, dass eine Studiengesellschaft, die später einen eigenen Klub gründen dürfte, ins Leben gerufen worden ist, zu deren Komitee- mitgliedern Admiral z. D. v. Hollmann, Vertreter der einschlägigen militärischen Behörden und die bereits genannten Männer der Industrie und der Hochfinanz gehören. Als Grundkapital wird eine Million zunächst für ausreichend erachtet. So hofft man auf diesem Gebiete vorwärts zu kommen, die militärischen Behörden in ihren Bemühungen, em völlig k r i c g s b rauchbar es lenkbares Luftschif herzustellen, tatkräftigst zu unterstützen. 3. Sitzung der Großh. Handelskammer Kietzen 1 für die Kreise Gieße«, Alsfeld und Lauterbach. ! Protokoll -Auszug. (Schluss.) 3. Verkehr mit Essigessenz. Wie verlautet, hat der Reichskanzler beit Bundesregierungen den Entwurf einer Verordnung über die Regelung des Detailverkehrs mit Essigessenz vangelegt, wonach Essigessenz in offenen Verkaufsstellen an daS Publikum in Mengen und Gefässen von einem Liter und darunter nur in einer Verdünnung, welche in 100 Gewichtsteilen 15 Gc- wichMeile Essigsäure enthält, abgegeben werden darf. Diese Beschränkung des Kleinhandels mit Essigessenz soll mit Rücksicht auf die durch den Genuß von Essigessenz verursachten Unglücks- fälle getroffen werden, um das Publikum vor gesundheitlichen Schädigungen möglichst zu bewahren. Von mehreren Gährungs- cssigfabri kanten ist in einer an die Handelskammer gerichteten Eingabe darauf hingewiesen worden, dass dieser Zweck durch die vorgeschlagenen Massregeln nickck erreicht werde. Die Kammer ist deshalb ersucht worden, darauf hinzuwirken, daß Essigessenz in Mengen von 15 Litern und darunter nur in einer Verdünnung von 15 Prozent Säuregehalt in den Handel kommen dürfe. Dt Handelskammer lehnte es ab, diesem Ersuchen zu entsprechen, da nach ihrer Ansicht die Durchführung dieses Vorschlags cinci.i Verbot des Kleinverkaufs mit Essigessenz überhaupt gleickdommen würde, wofür aber keine hinreichende Veranlassung vorliegt. Sie war vielmehr der Ansicht, daß die vom Reichskanzler vorgeschlagene Regelung genügen würde, um den aus der Verwendung von Essigessenz drohenden Gefahren entgegenzutreten. 5. Abänderung der K o n kn r so rd n u n g. Von dem Verband der Vereine SPrcbitreform ist die Kammer um Unterstützung einer an den Reichstag gerichteten Eingabe ersucht worden, in der vorgeschlagcn wird, datz in Fällen, in denen eine zur Durchführung des Konkursverfahrens genügende Masse nicht Vvr- liegt, der Ablehnungsbescklutz auf Staatskosten öffentlich bekannt zu geben ist. Die Handelskammer hat diesen Antrag schon vor mehreren Jahren unterstützt und billigt auch heute noch seine Tendenz, hält aber die Durchführung des Antrags zur Zeit für aussichtslos. Dagegen beschloss die .Handelskammer, entsprechend den ihr in letzter Zeit wiederholt aus Geschäftskreisen zugegangenen Anregungen dafür einzutreten, daß jedermann gestattet wird, sich eine Abschrift der Manifestantenlisten gegen Erstattung der Sckireibgebühren erteilen zu lassen. 6. Lehrlingszüchtcrei im Handelsgewerbe. Infolge mehrerer an den Bundesrat gerichteter Beschwerden, wonach in sehr vielen kaufmännischen Geschäften die Zahl der Lehrlinge in einem Missverhältnis zu der Art unb dem Umfang des Betriebes stehen soll, sodass die Prinzipale außer Stande seien, den ihnen nach dem Handelsgesetzbuch zustehenden Verpstichinngen zur Ausbildung der Lehrlinge zu genügen, hat das Grossherzogliche Ministerium des Innern die Kreisämter auf die Bestimmungen der Gewerbeordnung hingewiesen, die den unteren Verwaltungsbehörden die Befugnis geben, in derartigen Fällen die Entlassung eines Teils der Lehrlinge zu veranlassen ober bie Annahme von Lehrlingen über eine bestimmte Anzahl hinaus zu verbieten. 7. Notleidenbe Risiken in b er Mobiliar- Feuer-Ver sicher un g. Das Großh. Ministerium bes Innern hat die HanbelÄammcr beauftragt, für ihren Bezirk Erhebungen barüber zu veranstalten, in welchem Umfange sogenannte „notleibende Risiken" in Bezug aus bie Mobiliarseuer- verficherung vorhanben sind. Unter „notleibenden Risiken" sind solche zu verstehen, für welche eine Versicherung — sei es ganz oder teilweise — nicht erlangt werden kann. Die Handelskammer ersucht deshalb die Firmen ihres Bezirkes, ihr von solchen Fällen Kenntnis zu geben, in denen der Versicherungssuchende nach ergebnislosen Verhandlungen mit mindestens zwei Gesellschaften von einer Versicherung seiner Mobilien gegen Feuersgefahr abgesehen hat. 8. Eisenbahnfrachtsatze für die Station Gießen. Tie Firma Pöschel u. Eo. in Frankfurt a. M. plant bie Herausgabe eines EifcnbahngütertarifS, in ben auch bie Frachtsätze für Gießen nach unb von sämtlichen deutschen Stationen Ausnahme finden sollen, sofern eine hinreichende Zahl von Exemplaren von den interessierten Firmen gezeichnet wird. Die Handelskammer hält die Herausgabe eines solchen Tarifs, der auch die Station Gießen als Kopsstation enthält, im Interesse der Geschäftswelt von Gießen unb Umgegend für sehr erwünscht unb ersucht bie Interessenten, das Zustandekommen des Werkes durch Uebernahme je eines Exemplars deS Werkes, dessen Preis sich auf 6 Mark stellen soll, zu fördern. 9. Eingänge. Der Handelskammer sind von zuverlässiger Seite Mitteilungen zugegangen über die Tätigkeit ausländischer A g e it t e n für Sch Windelausstellungen, über die Verhältnisse im Warenabsatz nack Rumänien, Absatzgelegenheit für landwirtschaftliche Maschinen und Düngstoffe in Spanien, nvrbamerikanische Bemühungen in Chile, Absatzgelegenheit für Nahrungsmittel nach Transvaal, eine in Bombatz eröffnete Handelsäuskunftsstelle, ferner über zweifelhafte Agentur- firmen in Rumänien lGalatz^, der Türkei (Konstantinopel), Italien (Neapel), Oesterreich-Ungarn 'Budapcftz, Frankreich (Paris, Aix, Marseille), Großbritannien (London, Liverpool, Vereinigte Staaten von Amerika (Rochester), Brasilien (Rio de Janeiro) und in Französisch-Indien (Haiphong). Die Eingänge können während. der übliclsen GeschäftHcit im Bureau der Handelskammer eingesehen werden. R. Ans Stadt und Land. Gießen, den 20. März 1906. ** Ruhestandsversetzungen. S. K. H der Großherzog hoben ben Oberlehrer an bem Ostergymnasium zu Mainz Prof. Joh. Bapt. Heinrich auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste in ben Ruhestanb versetzt. In ben Ruhestand versetzt würbe der Oberlehrer an bei* Gemeinde schule zu Eber stabt, im Kreise Darmstadt, Lubw. Friedr. Schmibt auf sein Nach suchen, unter Anerkennung seiner mehr als 50jährigen treuen Dienste. ** Für dieSitzungber Stadtverordneten - V c r - fammlung am nächsten Donnerstag (wenn notig, Fortsetzung am Freitag) ist folgende Tagesordnung vorgesehen: 1. Daugesuch des S. Rothschild für bie Marktstraße 18. 2. Baugesuch des Kasper Heinzerliug für bie Liebigstraße. 3. Baugesuch des Joh. Gg. Pfaff für bie Goetheftraße. 4. Gesuch ber Firma Kaufmann m. Co. um Frist zur Erbauung eines Vorderhauses am Scknffenberger Weg. 5. Abhaltung von Lustbarkeiten auf Oswalbsgarten: hier: Verlegung des JuxplatzeS auf den Schweinemarktplatz. 6. Gesuch des Gießener Fußballklubs um Ueberlassung cinesl Spielplatzes auf bem Trieb. 7. Gesuch bes Gärtners Moser um Verpachtung eines Lagerplatzes am neuen Friedhof. 8. Verkauf des Bauplatzes Bahnhofstraße, Ecke Tiefen- >veg unb von Grabengelänbe am Tiefenweg an ben Seiters- Sprubel Augusta Vikwria. 9. Gesuch bes Lesehallenvereins wegen Vergrösserung ber Räume für die Lesehalle. 10. Ausführung von Entwässerungsanlagen durch das städtische Gas- unb Wasserwerk. 11. Straßeuwstenbeitrag ber evaNgel. Kirchengemeinde zur Kirckstraße. 12. Herstellung eines Feldwegs an der Hardt. 13. Herstellung am Leicknnwagenscknlppen. 14. Beschaffung von Geräten für die Desinfektionsanstalt. 15. Vergebung ber Fuhr- leiftungcn beim Tiefbauamt für 1906. 16. Erhöhung bes Fuhr- lokms für Kohlen und Koks beim Gaswerk. 17. Vergebung der Schreibmaterialienlieferung für 1906. 18. Reparatur des großen Kochkessels in ber städtischen Kaserne. 19. Vergebung ber Weiß- binberarbeiten für ben Neubau ber höheren und erweiterten Mädchenschule: hier: Eingabe von L. Petri III. unb anberen. 20. Rechnungsabschluss der Omnibus-Gesellschaft für 1905. 21. Uebernahme ber gärtnerischen Unterhaltung ber Vücking'schen Grabstätte. 22. Ueberlassung ber Faßlpalle ber Aktienbrauerei für bas Universitätssest 1907. 23. Herausgabe eines Wegweisers durch Gießen gelegentlich des Universitätsfestes 1907. 24. Vorlage ber Rechnung und des Berwalwngsberichts für 1904. 25. Errichtung neuer Schulstellen an der Volksschule. 26. Dcp Voranschlag des GaS- unb Wasserwerks für 1906. 27. Desgleichen des Elektrizitätswerks. 28. Der Voranschlag des Stadterweiter- ungsfonds für 1906. 29. Vorläufige Kreditbewilligung für das Rechnungsjahr 1906. 30. Gebühren für Benutzung d:3 Sektions-- 5immer?'. 31. Gesuch des Löb Grünewald dahier um Erlaubnis zum Wirtschaflsbetrieb im Hause Westanlage 35. ** Ein Abschlag ber Schweinefleischpreise! dürfte, wie wir badischen Blättern entnehmen, für die nächsten Wochen zu erwarten sein. Die Preise haben ihren Höhepunkt erreicht und es mache sich schon jetzt ein laug-, sanier Rückgang bemerkbar. Ter Schweineibestand in der Umgegend Mannheims z. B. hat ganz bedeutend znge- nommen und dasselbe dürste wohl auch in anderen Gegenden der Fall sein. Die Zollerhöhung ist bis! jetzt ohne Einfluß auf die Preise des' Fleisches geblieben. ** Der Unteroffizier-Verein des zweiten Bataillons vom Infanterieregiment „Kaiser Wilhelm" feierte am Samstag abend in der Turnhalle sein W i n t e r- fest in recht schöner Weife. Den sehr gut gespielten Theatervorstellungen und Couplets usw. folgte ein Ball, der bis zum frühen Morgen anhielt. Am Sonntag nachff mittag war Ausflug nach dem Windhof, wo man wiederum ein kameradschaftliches Beisammensein zwischen hiesigen Bürgern und den Unteroffizieren des Bataillons sehen konnte. ** I m Evangelischen Arbeiterverein sprach am vergangenen Sonntag Abend Herr Tr. med. Richter hier über „Ansteckungsgefahr". Auf die häufiger auftretenden Infektionskrankheiten, wie Scharlach, Masern, Tiphtcrie und Influenza und die dabei zu beobachtenden Vorsichtsmaßregeln näher eingehend, zeigte D-r. Richter am Schlüsse seiner ungemein interessanten Ausführungen den Anwesenden unter dem Mikroskop verschiedene Krankheitserreger (Bazillen). Reicher Beifall wurde dem Redner zuteil. )( Granberg, 19. März. In der Sitzung des Gemeinderats am 16. d. M. waren sämtliche Gemeinde- ratsmitglieder, Bürgermeister Zimmer und Beigeordneter Keil anwesend. Für die im Jahre 1906 erforderlichen Tecksteinc und den Grus lautete die Offerte der preußisch- hessischen Basaltwerke in Kesselbach für Decksteine auf 4,85 Mk. pro Kbm., frei Eisenbahnstation Grünberg. Pflasternreister Werner-Grünberg hatte offeriert Decksteine pro Kbm. 5,40 Mk. und Grus pro Kbm. 4,50 Mk., alles frei Verwendungsstelle und mit gleichzeitiger Eindeckung. Letzterer erhielt den Zuschlag. Der vom Amtsgericht beantragten Zwangserziehung des Georg Eger und des Christian Repp wurde zugestimmt. Die beiden Jungen, die nächste Ostern konfirmiert werden und wiederholt wegen Diebstahls mit Gefängnis bestraft wurden, sollen in eine Zwangst erziehungsanstalt verbracht werden. Dem Vorschlag des Kreisamts gemäß werden die im Jagdbezirk 4 bei Grünberg belegenen Enklaven nach. dem .Verhältnis des' letzten Pachtpreises an Herrn v. Oettinger (Eigentümer des Warthofes bei Grünberg)abgegeben. Die Umpflaster^ un g der Fr ankfur te rstr aße soll alsbald ausgeschrieben und vergeben werden. Der Voranschlag betr. Umänderung des früheren städtischen Brauhauses in Kleinwohnungen wurde entgegen genommen. Das Gesuch des Bankiers Jö ckel um Abgabe von Gelände (Böschung) au seinem Bauplatz (Bahnhofstraße) wird genehmigt. Damit war die öffentliche Sitzung erledigt. ____________ Spielpla« btt «ttrnngten Frankfurter Stadttheater. Opernhanö- Mittwoch ben 21. März"): Gastspiel der Frau Erika Wedekind: „Die lustigen Weiber von Windsor." Donnerstag den 22. März: rFlauto solo.“ Hierauf: „Sylvia/ Freitag den 23. März geschlossen. Samstag den 24. März: „Der Prophet." Sonntag den 25. März, nachmittags halb 4 Uhr: „Die Fledermaus." Abends 7 Uhr: „Margarethe." Montag den 26. März geschlossen. Schauspielhaus. Mittwoch ben 21. März*): „Lumpacivagabundus." Donnerstag den 22. März, abends halb 8 Uhr: Volksvorstellung: „Judiths Freitag den 23. März: „Minna von Barnhelm." Samstag den 2-1. März: „Ter Kaufmann von Venedig." Sonntag den 25. März, nachmittags 31/, Uhr: „Ter Heller." Abends 7 Uhr: „Judith." Montag den 26. März: „Zapfenstreich." Dienstag den 27. März: Neu einstudiert: „Eoriolanus." *j dlniang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Märkte. Gieße«, 20.März. Marktbericht. Aus heutigem Wochenmarckte kosteten: Butter pr. Pid. 1.00—1.05 Mk., Hühnereier 1 St. 7—8 Vsg., 2 Stck. 00—OO Psg., OZänseeier 00—OO Psg., Enteneier 0—0 Psg., Käse vr. Stck. 6—8 Ps., Kasematte 2 Stck. 5—6 Psg. Erbsen pr. Liter 21Psg^ Linsen pr. Liter 32 Psg.,Taubenpr.PaarO,8Ö— l,00Mk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Ml., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1.80—2,20 Mk., Gänse nr. Psd. 00-00 Psg., Ochsensseisch pr. Psd. 74—82 Psg., Kuh- und Rindfleisch pr. Psmrd 70—72 Psg., Schweinefleisch pr. Pssmd 86—90 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 94 Psg., Kalbfleisch pr. Psd. 70—80 Psg., Hammelfleisch pr. Pscmd 60—80 Psg. Welsche per Pfund —.— Kartoffeln pr. 100 Kg. 5.50—6,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,00—8,00 Mk., Milch per Liter 20 Psg., Aepsel per Pfund 18 bis 30 Psg., in Körben 00 Psg., Nüsse 100 Stück .30—40 Psg,, Birnen per Psd. Mk. 0.15—0.20, Weisskraut per Stück 10—30 Pfg., per Zentner Mk. 0.00—0.00. — Marttzeit 8—2 Uhr. G i e ß e n, 19. März. Viehmarkt. Bei dem am!3. und 14. März stattgeilindenen Markte waren aufgetrieben 16 8 8 Stück Rindvieh, 391 Schweine. Der nächste Markt findet am 27. und 28. Alärz 1906 statt, an letzterem Tage auch Pferde- marlt und Krämermarkt. Die Marktpreise für Bich und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 19. März 1906. Höchste Schlachlvichpreise in Fra n ksu rt a. M. Fleischpreise in Giessen Ochsen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 75—77 Mk. ’/, Kg. Schlachtgew. 89—93Ps. V? „ „ 79-80 „ 7> Kg. 72-80 Pfg. '/, , 70—80 , V, „ 76 86 „ Gctrcidcpreise in Mann heim Brotpreise in Gießen Wetzen 100 Kg. 19.00-00.00 Mk. Roggen 100 Kg. 17.25-00.00 Mk. Weissbrot 2 Kg. 54 Psg. Schwarzbrot 2 Kg. 50 Psg. Qnmmarl'lll* ■für Kranke. 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E __ Gz ’2 i? 35 - =C 3 sZZ CD Jd «2 er E C & Ü ,_3 33 tj O — = 3, C .2 N § •2^2? « .'n. e c-*^^ *2r o cj 2 —» X/ m' q cj ^-L L-Z^ = .2öo S S o <2 3 "q 3- 2 «=2> oö7- 3 « o -3 öS« C!:o?) o 3 o *° « Lo .3 <_» O 2 3 ° 3 o 2 JZS « 2 <=D.ä = 2 - £» “ Ji. 3 a>S 2 2^ 3 «S ZQ 4-> t» Z o <5D — E €O e> 5 e Gz — 2 5* * CD 00 2 2 Gz _-Q O ä> .2 — es o -3 3 2 — «-* 3 2 « ^-3. 2 “O - o °3 ZH-^.3 ^*§g •S??3 § o 54 . 3> <=> CJ A - » 3" O Gz 3 v= ~ 3LLU §«3Z MS- SL- 2CT*" 2v» G-S - c 2 u 3 — oT«xO - = j» o ö o -’o c i-> -2_ gi -'zG ■ — 3; o "c 2 |5 2 2 K O ß-ZZ^Z LZL s. o. o •- >3 2- C ->O « x = 2-S 2 2 o „ =-5s; 3 2 .2 "S' ÖK.3 = Z?H ZotZ 3 = 2 >®fr' 1-1 2 ci ** c 2 S1 oi «21 S2 ."° 2 C~ = ~ W = Z(2 t% 22 >2e ° ’S = e 5 - •= ©ÖOQäO = r?5^5 s sij 5 g* = =ä„a« = S g> 2 “ (ij -J _)• -2) L 47.^ 3 =- - e O 12 CO <^2. ~ c O E- e ZD y • g 2^3 04.^* ra2o£ =rs^?D^ts o 8 - ? *s,c 2 - O 2 - , =e^ 2 .- V- o -ü='=c?^ 2.3 >22 =i“^5e®p^w o3 o S'G ~w> a-*xflSgQ ~ > 3 d L = C 2 C es 2 2U-3- © y, CO 0*3' . •»' n?3 o :co£ re > Cz C ~ O >2 "ZZ K :O 'S" S1 C ZK 3 <® ±1 *& « V a 2 M 3 2 2 <ö> S 5 Z § u---C » =c 2© a- *3- er. Z ^ZZ ’ff A Q ■St .Zs #. o GZ 3 003 tz S 2 O ' 2 3* = C S 35 2 O ~2 > C 3 .= S? 3 «* S^5 2 i3- o S o ^<21 ■3-^-0 o L >6» <5 g- L 3) "3 07- Gz S(§ «® - „^^NS ' iO > ?. > CD . Gz CD — C 2° O o N- . 2 oa G. Zufallskauf Boxcalf-Herren-Schnürstiefel Springmanns Schuhhaus Giessen, Bahnhofstrasse 58 Aschaffenburg. Würzburg Goodyear-Welt-Ausführung 7?? Mk. '■y j?» ‘?>e fJSiSrt WWW . . ".-• x "-■ ' -77" .- , - -.'? z': ‘ -__, W^egeenro MO^^tSr^tSM VOO 2 b% Vauerbrand-Gefen Lora und Zuno ist unerreicht an Leuchtkraft und Haltbarkeit Nur echt zu haben bei den Gasanstalten sowie allen Geschäften, welche durch unser Plakat mit dem roten Auer-Löwen kenntlich sind. Dsulscha Gasglühiicht Bktiengesellschaft (fluergesellschaft), BERLIN SW.13 Mk. an Grammophone garantiert echt, mit Hartgummi-Platten. 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Zur Deckung der Kosten werden freiwillige Gaben in die Büchsen teil......... des Ev.KirclieDgesangvereiDs° in der Stadtkirche zu Giessen am Sonntag, d. 25. März 1906 abends 7*/4 Uhr. Dirigent:. Herr Univers.-Musik- direktor G. Trautmann. Mitwirkende: Frl. C. L. Wirz, Konzertsängerin (Sopran) aus Zürich, Frl. J. Ochsenius, Konzertsängerin (Mezzosopran) aus Marburg, Herr Franz Müller, Tenor Herr H. Reinhardt, Bass Konzertsänger aus Darmstadt, Herr 0. Görlach, Organist u. andere geschätzte hiesige Kräfte. Programm: 1. Fantasie für Orgel in C-moll J. 8. Bach. 2. Stabat Mater f. Soli u. Frauenchor unt. Begleitung v. Streichlet Regierungsbaumeister Heß. wich. Wee ±?± Diese oben angeführten Posten sind für die Preise sonst nicht zu liefern. Bitte, sich von der Preiswürdigkeit zu überzeugen. Vekaunrmuchrmg. Das 6. Ziel Gemeindesteuer für 1905 ist innerhalb 8 Tagen bei Meidung der Beitreibung zur hiesigen Stadtkasse zu bezahlen. Zahltage jeden Vormittag, mit Ausnahme des 26. und letzten d. 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Für den Neubau des Amtsgerichts- und Gefängnisgebäudes kn Fronhausen lLahn) sollen auf Grund der allgeineinen Bestimmungen betreffend die Vergebung von Leistungen und Lieferungen vom 23. Dezember 1905 und der allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ai'sführung von Staatsbauten vom 17. Januar 1900 nachstehende Arbeiten bezw. Lieferungen öffentlich verdungen werden. Los I: Glaserarbeüen. Los II: Anstreicherarbeiten. Jedes Angebot muß mindestens ein volles Los umfaffen. Tie Unterlagen liegen im Baubureau in Fronhaufeu zur Ginftcht aus. Verdingungsänschlag und technische Vorschriften können, olange der Vorrat reicht, gegen post- und bestellgeldsreic Einsendung der Abschrcibegcbühr von 0,75 Mk. für Los I und 1,25 Ml. für Los II von ebenda bezogen werden. DerVerdingungstermin rst auf Mittwoch, den 4. April 1906, vormittags 10l/t Uhr festgesetzt. Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis dahin an das Bauburcau in Fronhaufeu (Lahn) postfrei einzureichcu, wo auch die Eröffnung derselben stattfindcl. Zuschlagsfrist 4 Wochen. D*% Marburg, Fronhausen, den 19. März 1906. Zaim Umzug empfehle ich mein reichhaltiges Lager in elektrischen und Gas-Beleuchtungskörpern, Gaskochapparaten (auch leihweise), Gasöfen. Vollständige Badeeiurichtungen U. 8. W. Reparaturen und Umänderungen werden schnell und billigst ausgeführt. Richard Fertsch, Ingenieur Bureau und Werkstätte für technische Anlagen Lebendfrisch erste S«rdrmg ff. Schellfisch, Kabliau,f*§ " t"""""" Backfische s=s Botzungen, Schollen, Salm cheörüder Aerdur a"z- Gießeuer Seefischmarkt. beste Einreibung bei rheumatischen Gticdcrschmeizen, He^en- chnst, Reißen. Wirkt spezifisch gegen die Krankheitsursache. ______In Apotheken Flaschen zu Mk. 1,20 und 2,—. D18/, Fortsetzung der Ä ^jiöbei Möbel-Versteigerung Geben Sie L! 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