Nr. 222 Zweites Blatt hält Gießener Anzeiger Eeneral-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen verlegt. vom H jederzeit ohne HauptQewinne bar Geld 106000 Ibrador Geistlichkeit des eiinfügcn lassen, eine Bibel mit ineindesegnung 886 I8 aller Art Freitag 21. September 1906 b«tr Grobherzog und die Grobherzogin sowie das Kronprinzen- p»aac von Schiveden in den Prunkränmen des Schlosses in Gegenwart aller anwesenden Fürstlichkeiten eine Desilier- cquc ab. Erich eint tSßttch mit Ausnahme des Sonntags. Die ^Oietzener Samllienblälkt** werden dem .Anzeiger nteunal wöchentlich beigelegt. Der Landwirt"' erscheint monallich einmal. Montag, den 15. Oktober 1906, nachmittags 2 y2 Uhr, die Lieferungen der Firma Tippelskirch an die Schuhtruppe. Die Schuhmacher-Innung habe sich seinerzeit erboten, Sachverständige zur Beurteilung der Schuh waren zu stellen. Darauf sei vom Kommando der Schuhtruppe erwidert worden, das; bereits Sachverständigen-Gutachten vorliegen; diese seien Redaktion, Expedition n.Druckerei: Schulstr.D. Tel. Nr. 5L Telegr.-Adr.: Anzeiger Giebe», 1S6. Jahrgang Im übrigen nehmen wir auf unsere Verfügung 19. d. M., Kreisblatt Nr. 117, Bezug. I. V.: Dr. W a g n e r. Der „Meteor" ankerte im Haien von Portsmouth. Sofort kam ein Boot längsseits. Es wurde zweimal gerufen: „Befehl des - .. . , Hasenme i fr er 3 des Königs: Es i st hier kein Platz gerieten. Sir loste n |,ui hi Heute Banden auf, bte in diesem Hafen für Sic!" Der Kapitän benennt hierfür! Uch am Oranje, am Fischfluß, in den Großen und Kleinen Zeugen und erklärt: Der „Meteor" habe nicht an einer Boie fest-I Karasbergen und Bergschluchten verstecht aujhchlten. Haupts Um 8V2 Uhr abends fand Festtafel im Galeriesaal statt. Jedes Couvert war mit goldenen und silbernen Myrthensträußchen geschmückt. Trinksprüche. Bei der Festtafel"brachte der Kaiser folgenden Trink- spruch aus: gesetzten Verfolgung durch Wobring die Hottentotten nicht mehr geschloffen aus die ihm bei der grünen Hochzeit von der Landes verehrte Bibel ein Gedenkblatt habe und überreichte daraus dein Grobherzogspaare goldenen Beschlägen. Mit Gebet und Ge- schloß die erhebende Feier. Hierauf nahmen auch nicht, daß die Maßregel, die augenscheinlich nicht von Stettin, 20. Sept. Gestern nachmittag erfolgte bei London aus, sondern wahrscheinlich von den Portsmouther Schwedt a. d. O. der erste Spatenstich für den Groß- Hafenbchörden aus lokalen Gründen verfügt worden sei, eine schiffahrtsweg Berlin—Stettin in feierlicher Weise, politische Spitze gegen Deutschland enthalten sollte, ztnnal Wasserbau-Inspektor Niehrenheim hielt eine feierliche An- nichts davon bekannt geworden sei, daß sich die Maßregel spräche. Darauf erfolgte der erste Spatenstich. An der Feier ausschließlich gegen den deutschen Dampfer gerichtet habe. nahmen die städtischen und staatlichen Behörden teil. Die Hamburg-Amerika-Linie teilt dagegen mit, daß vom iife fric!) der Weihe und der Rührung des Augenblicks entziehen. Oberkirchenratspräsident Helbing teilte noch mit, daß der Großherzog in '' gemacht. Der Hafenlotse in Portsmouth wurde beim Absehen von einer Kriegsschisfpinasie mit einem Offizier abgeholt. Eine Mitteilung des Neuterschen Bureaus lautet wörtlich: „Mit Bezug auf die Berichte über Mangel au 8'ivor- kommen auf englischer Seite gegenüber den?Dampser „Meteor erklären die Seebehordcn in Portsmouth, daß der Dampfer am Dienstag morgen in den Hafen einlief, ob ne die Erlau buis dazu zu haben. Er machte an der Admiralitätsboje eft. Da dies nicht gestattet ist, wurde der „Meteor" anqcroiefen loszuwerlen. Er verließ bald darauf den Hafen, ohne einen Befehl erhalten zu haben, dies zu tun. Gießen, den 21. September 1906. Detr.: Die Ableistung des HuldigungS- und VerfasiungSeideS. Das KraßherzogliKe Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien der Amtsgerichts-- bezirke Lich und Butzbach. Der auf Donnerstag, den 11. Oktober 1906, nachmittags 2 !/, Uhr, anberaumte Huldigungstermin in dem Rathause zu Lich wird eingetretener Hindernisse wegen nnf mächcrn den Besuch des Königs der Belgier. König der Belgier ist heute nachmittag wieder abgereist. , - . , u Der Kaiser hat aus Anlaß der hiesigen Jubiläums- läumS in seinem Landhause am KönigSsee. feier verschiedene Ordensnuszeichnungen verliehen,!.. — Affäre Tippelskirch wurde in der gestrigen unter anderem dem Großhofmeister Dr. 0. Brauer bie ber Berliner Handelskammer gestreift. Bei Brillanten zum Roten Adlerorden 1. Kl. mit Eichenlaub, Frage der Errichtung eines Sachverständigen-Jnstituts dem Direktor im Ministerium des Auswärtigen Dr. Kühn erörterte der Obermeister der Berliner Schuhmacher-Innung Kelmnntmachnng. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Bellersheim; hier: Die Arbeiten des III. Abschnitts. In der Zeit vom 27. bis einschließlich 29. September l. I. liegen auf der Großh. Bürgermeisterei Bellers- heim: Die Abschrift der Entscheidungen des Schiedsgerichts vom 15. August l. I. über die Einwendungen gegen die Arbeiten des HL Abschnitts zur Einsicht der Beteiligten offen. Diese Offenlegung erseht die Zustellung der Entscheidung an die Reklamanten und an diejenigen von der Entscheidung betroffenen Beteiligten, die gegen die Arbeiten des III. Abschnitts nicht reklamiert haben. Friedberg, den 18. September 1906. Der Großherzogl. Feldbereinigungskommissär: S p a m e r, Kreisamtinann. a Rotationsdruck und Verlag der !▼ UnroetfitälSbrucferet UL Sange, Gießen, t ■. ■ ** r a _ ... — Die Ausführungs-Bestimmungen zu den der er die- stnb. Werter hat das ^ui.lzmrmstcrrum eine Anzahl Po- neuen Steuergesetzen sind schon in mehrfacher Beziehung ... r..i «... 1 t x p 1 ftr n f p rt n n rfi n p I nf 1 P n. I. , Y r, ... , 1 < ,. , . J J J durch amtliche Erläuterungen gemildert worden. Wie ver- Die goldene Hochzeit des badischen Großherzogspaares. Karlsruhe, 20. Sept. Der Kaiser und die Kaiserin sind heute vormittag um 10 Uhr hier eingetroffen. Um 12 Uhr traf der König der Belgier ein, zu dessen Begrüßung sich das Kaiser- paar, daS GroßherzogSpaar sowie sämtliche anwesende Fürstlichkeiten auf dem Bahnhofe eingefunden hatten. Um 121/, Uhr sand für sämtliche anwesende Fürstlichkeiten im Schloß Familientafel und für daS Gefolge Marschall- tafel statt. Hieran schlossen sich um 2 Uhr GesangSvorträge der vereinigten Männergesangvereine vor dem Schloß, denen die Fürstlichkeiten vom Balkone aus beiwohnten. Heute abend um 6 Uhr versammelten sich in der Schloßkirche diejenigen Personen, welche zu der kirchlichen Feier des goldenen Ehejubiläums des Großher- zogSpaares und des silbernen Ehejubiläums des schwedischen Kronprinzenpaares geladen waren. Die ganz in weiß gehaltene, festlich beleuchtete Kirche füllte sich mit den Herren und Damen der Hofgesellschaft in Galauniformen und in Courroben. In feierlichem Zuge nahten unter brausendem Orgclspiel die Fürstlichkeiten. Boran schritten der Kaiser, welcher die Uniform seines badischen 110. Infanterieregiments mit den Abzeichen eines General- fcldmarschalls trug, und die Kaiserin, welche eine Cour- Kapitän des .Meteor" ein Bericht vorliegt, in welchem es heißt: Zur Lage in Südwestafrika. Einer amtlichen Meldung zufolge sind seit der fort- ^ten Verfolgung durch die Abteilungen Bech und> Eine Trennung im Kolonialamt. Aus Berlin wird uns heute geschrieben: Der koloniale Syste-nwechsel scheint in der Tat aitiB auf Scheidung der Zivil- und Militär Verwaltung abzuzielen, d. h. aus Msondcrung des' Oberkommandos der Schntztruppe von der Kolonialabteilung und Angliederung des ersteren an ein militärisches Ressort, wohlan das preußische Kriegsministerium', wozu allerdings, bm es sich um eine Reichstruppe handelt, die Genehmigung! der bundesstaatlichen Kontinaentsherren erforderlich wäre. Zur Vereinfachung der Verwaltung und damit zur Entlastung des KolonialLrrektors Ternburg führt solche Trennung unzweifelhaft, aber sie bedeutet andererseits wohl einen weiteren Schritt auf dem Wege zur Errichtung einer K 0 l 0 n i a l a r m e e, denn es ist ja bereits erklärt worden, daß eine entsprechende Machtentfaltung in den Schutzgebieten auch im Frieden erforderlich sei, die man für das militärisch im Vordergrund stehende Südwestasrika- auf mindestens 7000 Mann wird bemessen dürfen. Die Unterhaltungskosten für solche Truppe sind mit 3 5 Mill. Mark pro Jahr gewiß nicht zu hoch gegriffen, eine Lumme, die die Sanierung des Schutzgebietbudgets durch den neuen Kolonialvirektor nicht eben erleichtert. (Die Ausgaben für den militärischen- Schutz der Kolonien j'inbi 11. E. völlig getrennt von dem wi r t sch a ft li ch en Finanz-' ressort zu verrechnen. Das Schutzgebietbudget ist also in' Zwei von einander völlig getrennte Teile zu teilen, von denen der eine der Militär-, der andere der Zivilverwaltung zu unterstehen hat. D. Lid.) Doch auch 'Dernburg dürfte sich außer stände sehen, ein anderes Mittel zur Beendigung des Kleinkrieges gegen die Hottentotten und zur Sicherung des schließlichen Friedens in Vorschlag zu bringen, als dauernde militärische Machtentfaltung, da nur das Verbauen in die Beständigkeit geordneter Verhältnisse dis deutschen Fmanzmänner veranlassen kann zu großzügigen Unternehmungen in den Kolonien. Deshalb ist anzunehmen, daß mit der Unterstellung des Oberlommandos der Schutztruppen unter das preußische Kriegsministerium die fyrage der Errichtung einer ständigen Kolonialarmee, für die kurz vor feinem Tode auch Wtß- mann eingetreten ist, der Lösung zugeführt wird. Ein aus militärischen Kreisen gemachter Vorschlag, die drei hanseatiichen Jnsanterieregimentcr dauernd in Südwesp. er« und ß3* Bis» mit robe von Silberbrokat und reichen Diamantschmnck angelegt hatte. Es folgten: der Herzog von Connaught mit der Großfürstin Maria Georgiewna von Rußland, Prinz Heinrich von Preußen und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, Großfürst Georg Michailowitsch und die Erbprinzessin Charlotte von Sachsen-Meiningen, Prinz Ferdinand von Rumänien und Prinzessin Adolf zu Schaumburg-Lippe, Prinz Eugen von Schweden und die Herzogin von Anhalt rc. re. Hierauf betraten der Groß Herzog in Generaloberstenuniform, auf seinen Stock gestützt, und die Großherzogin das « < n «r - - . Gotteshaus, die Großherzogin mit dem goldenen Krani im öcn ^tcn Adlerorden 2. Kl. S-iai-e und in einer Mafjßctbcn Robe mit SilberNickerei rn und bte Sttifcrtn sind um 11 Uhr 40 Min. HnmtHprhnr c 1 e ‘ Uber Wildpark nach Rominten abgereift. Prinzessin von Schwede.? lebtere inVbem Die Illumination der Stadt, die bald nach Eintritt schmückt Weiter fchlafien fiA nn* Oilberkrauze ge- der Dunkelheit ihren Anfang nahm, machte überall einen die Erbaroßber-oaiii mm Bad-n und imposanten und glänzenden Eindruck. DaS Gedränge in den von der Handelskammer erstattet worden. Durch diese Gut- Schweden urV die M m-puin (KnffnS 9TS r? 1 nü Straßen war an vielen Stellen geradezu lebensgefährlich, da achten, die von Lederhändlern abgegeben seien, wäre zu einem sowie Prinz Wilhelm von Schweden f bic Zahl der Festbesucher ins Tausendfache gewachsen ist. Teil verschuldet, daß die Schutztruppe minderwertige nahmen vor dein Altäre R'nk , ° Jubelpaare Eine heute erlassene Amnestie trifft u. a. schwere Ware bekam und daß die den Mannschaften gelieferten Schuhe Snr Z ‘ K 3UC Se-te des Großherzogs- Verbrecher, die sich gut geführt haben, darunter zwei schon in drei Tagen zerrissen waren, paares der Kaiser und die Kaiserin. Rach Chorgesang hielt Mörder, die zn lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt Oberkirchenratspräsident Helbing eine Ansprache, s'..... ~ --- 1 ienigen Bibelworte zu Grunde legte, welche schon bei "der tizeistrafen nachgelassen. grünen Hochzeit des Großherzogpaares als Brauttext gedient I lautet, wirb der Bundesrat "alsbald nach seinem Wieder- halten naml.ch 1. MoseS 12 2: „Ich will dich segnen und Poetische Cageskcharr. zusam.nentritt noch weitere Aenderungen beschließet um n sollst em Segen fern. Rach weiterem Chorgesange kniete Der Meleor-Zwlschenfall rn Portsmonth. Unstimmigkeiten und Härten zu beseitigen, zu Las Sllverpaar vor dem Altäre nieder und empfing den Die gestern uns drahtlich zligegangene Mitteiliing über denen die Ausführungs-Bestimmungen gegen den Willen des feegcn. Jidfg einem abermaligen Vortrage des Chores folgte die dtichtzulassung des Dampfers „Meteor^ in den Hafen Gesetzgebers geführt haben. Wie weiter mitgeteilt wird, hat a ^go dene Jubelpaar. Der Kaiser war den: Groß- von Portsmouth sei, so meint die „Post^, augenscheinlich sich infolge der neuen Handelsverträge und des außerordcnt- tzerzog beim Niederknien behiflich. Mit herzlichen starkaufgebauscht. Jedenfalls sei unrichtig, daß die Hamburg- lich spezialisierten Zolltarifs die Notwendigkeit ergeben, das ^dorten segnete der Geistliche das Großherzogspaar ein, indem Amerika-Linie die Slngelegenheit der Reichsregierung zur Beamtenpersonal des ReichSschatzamtes zu oer- ec nochmals an den obigen Bibeltext anknüpfte. Draußen diplomatischen Verfolgung übergeben habe. Man glaube mehren. donnerte der Kanonensalut, die Kirchenglocken dec Residenz vind die im ganzen badischen Lande läuteten. Niemand konnte ’tmg L 619 6. Cfli6tr 1905 wseWerger !k.-Lotterie 13597 Ww M N» „Sieber CnfcJ und liebe Tante! Zu den vielen Gratulationen und herzlichen Wünschen, die Euch aus Euerem Lande und auch von fern am heutigen Tage zu Füßen gelegt worden sind, möchten wir auch, die wir die Ehre haben, bei Euch hier das Fest' mit- leiern zu dürfen, unfern Tribut beitragen. Ich wage es, diesen zimachst in die Form beS Dankes zu kleiden, des Dankes' gegm Gott, der Euch so herrlich gefüTjtt hat und erhalten hat, und der Ei ich uns zum Vorbild hat fein lassen. Wie wir in so herr- : "Pen Worten schon in der Kirche vernommen haben, ist es Euch beschieden gewesen, in so vielen schönen Festen und in so vielen ernsten Zeiten Euerem Lande und uns andern ein V o r b i l d zum Nacheifern zu sein. Und diesem Dank gegen Gott möchte ich den Dank lnnznfügen dafür, daß es durch Eure Güte uns ver gönnt ist, heute an Eurer Seite und unter Eurem Dache dieses unvergleichliche Fest mitzumacheu. So wollen wir wünschen, daß der liebe Gotte, der Euch bis hierher geleitet hat, auch ferner Eure Lebensbahn segnen möge. Wie der Geistliche so treffend be- mertte, fehlen allerdings aus der friiteren Zeit, aus dec alten Generation so viele teure Häupter. Es ist das aber nur ein A.cwels dafür, daß unser Lebensweg an den Denkmalen unserer Lieben vorbeiführt, und daß Prüfungen Eurem Leben nicht erwart geblieben sind. Wenn ich nun namens der jüngeren Generation, welche die Ehre hat, eingerückt zu sein an die Stelle, ^teuere Häupter gestanden haben, unsere feste Abficht Euch zu Füßen legen darf, alles zu tun, was in unseren Kräften steht, um denen na (foul eben, b i e einstens hier geft anben haben und bic zu Deiner Ge- neration sich gerechnet haben, so be.rf ich wohl auch in biefem intimen Kreise nut einem Blick bie große Zeit unseres Vaterlanbes firmelt, wenn ich baran erinnere unb bie Hoffnung äusspreche, daß, so lange ein beutsches Herz im deutschen Busen schlägt, niemals der Mann vergessen sein wird unb vergessen werden berf, ber der erste war, der seine Stimme erhob, um ber Sehnsucht bes beut sch en Volkes nach Wiedererrichtung des Deutschen Reiches bic Wege zu ebnen unb bie Ziele zu weisen und ben neuerstandencn Kaiser zu begrüßen, ben unser Volk so lange ersehnt hatte, ber Mann, ber cs miterlcbte unb mit baran arbeitete, baß wieder in den Lüsten entrollt ist deö Reiches wehende Standarte. Alle unsere Wünsche, bic wir auf bem Herzen haben, fassen wir bahin zu- inmmen: Möge Gott im Himmel Euch noch lange erhalten für Euer Laub unb für uns andere zu heiligen Vorbildern, denen nachzustreben ein jeder von uns für feine heiligste Pflicht halten möge! Gott segne, schütze und erhalte Euch beide!" iter Großherzost antwortete: „Gestatten Eure Majestät, baß ich auf die wundervollen Worte, auf bte schonen Gedanken, bic Eure Majestät ausgesprochen faten meinen Dank in Kürze sage. Alles, was Sie bie große Güte hatten, über uns zu äußern, wirb weit übertroffen badurch, daß toir ben Vorzug hatten, bie beiden Majestäten hier bei uns zu leftfecn, eine Auszeichnung, die wir sehr hoch schätzen, hoch chatzen persönlich, aber auck) bezüglich ihrer großen politischen Bedeutung. Eure Ma;estät haben selbst bargeicgt, welche Bedeutung es hat, wenn Kaiser unb Kaiserin persönlich bei einem Fest c . -------<>-y------- ------- »» —".«Widerscheinen unb so dessen nationale Bedeutung Hochhalten Unb a!rJ;a "" fiarm|oitteren, wird ber Militärverwaltung wohl biese nationale Bedeutung ist cs, um derentwillen ich an Eure 'ucht erwägenswert erscheinen, denn es kann sich beim Maicstat die Bitte richte, uns r«is V e r t r a n cn und bas Wohl- Ueberseedienst stets nur um Truppenverb and e handeln die wollen, das Sie uns bisher immer zuteil werben ließen, auch durchweg aus Freiwilligen bestehen. Zn Süchwest- kunsttg zu bewahren. Wir werden trachten, uns dieses Vertrauens asrika soll übrigens versuchsweise eine Svezialtruvne von würdig zu erwei'en. Wir werden auch immer von neuem trachten, Kamelreitern znsamwenaestellt werden ™ T bie. W Stellung, bie Eure Maj. in unserem Deutschen Reiche ■—^U^e r n stnamn.enaesiellt werden, bentzen, burch die Hilfe aller derjenigen, welche mitzuwirken haben, zu starken, zu schützen und zu bewahren. Unb in biefer m Gesinnung bankbar ft er Verehrung bitte ich bie anwesen- V e rl t n, 20. Sept. DerHerzog von Cumberland ?ü:zustimmen: Gn Hoch auf S. M den hat seine Reise nach Karlsruhe zu den Festen am Groß- SMer unb 3- M. bie Malierin beä Deutschen Reiches! Sie leben Herzoglichen Hose n usg-geben und ist nach Dresden gereist. » Er will also offenbar einer Begegnung mit dem Kaiser Der Kaiser emplcng heute nachmittag in seinen Ge- Ausweichen. Der — Herzog Georg von Meiningen verbringt den heutigen Tag seines 40jährigen Regierungsjubi- lor» ^S.Schäfer. Nürnberg* ml«»1 » ‘epteffi’5® * , KoBzeri Dg,desn c. Kraus96 ^TVerei«- mann Bech gelang es noch ant 13. d. M, bei Kvmchanas in den östlichen Karasbergen eine größere Hottentotten- Lande zu überfallen und zu zersprengen. Bei diesem Ueber- sall fielen fünf Hottentotten, neun wurden gefangen. Nach Aussage Gefangener leidet der Feind unter N a h r u n g s n o t, da er bei der steten Hetze durch unsere Truppen fast alles Vieh verloren hat. Es gelang den Hottentotten, am 11. d. M. bei Bpstek, nördlich Keet- manshoop, etwas Vieh abzutreiben. Sonst find sie jedesmal durch Wachen und die Truppen abgewiesen und energisch verfolgt worden. Wurden sie eingeholt, so entzogen sie sich der Verfolgung durch Auseinandcrtaufen. Bei der Abweisung von Viehdieben und deren Verfolgung fielen im ganzen ein Unteroffizier und zwei Mann: ein Manu wurde fchwer, ein Mann leicbt verwundet. Der Gegner hatte erheblich größere Verluste. Eine angebliche Verschwörung gegen da8 Zarenpaar. Unbestimmte Gerüchte, welche in den letzten Tagen in Anknüpfung an die Seereise des Aarenpaares und ihre Verlängerung in Umlauf waren, haben sich nun zu der Meldung verdichtet, daß man in Petcrbof einer Verschwörung gegen das Leben des Kaisers auf die Spur gekommen sei. Ob diese angebliche Entdeckung nur auf übergroße Aenastlichkcit der für die Sicherheit des Aaren verantwortlichen Behörden zurückzusichren ist, oder ob ihr tat- fächliche Vorgänge zugrunde liegen, läßt sich fchwer beurteilen. Ter nicht gerade zuverlässige Petersburger „Tuily Expreß"-Korrespondent will von autoritativer Seite erfahren haben, daß eine Verschwörung zur Ermordung des Zaren und seiner Familie, die bei General Trepows Begräbnis ausgeführt werden sollte, entdeckt wurde, und daß der Zar deshalb nicht an der Feierlichkeit teilnahm. Ein halbes Dutzend im kaiserlichen Haushalt anacstellter Personen sei beteiligt, darunter zwei frühere Dienstboten der Kaiserin-Witwe "und ein Offizier, der zu Trepows Stab gehörte, als dieser Palastkommandant war. Vor sechs Wochen hätten die Terroristen einen kaiserlichen Angestellten, wie es heißt, einen Gärtner, für sich gewonnen, und seit der Abreise des Zaren hätten sie rapide Fortschritte gemacht. Tie Verschwörung sei schon reif gewesen, ehe Trevow starb. Es sollen sogar Bomben in den Palast geschafft worden fein. Der Offizier, der sich bestechen ließ, weil er nach Trepows Tod Entlassung fürchtete, habe Selbstmord begangen. Einer der Dienstboten habe die Verschwörung verraten, und Stolypin habe darauf dem Zaren sofort telegraphiert, er möge vorläufig nicht nach Peterhof zurückkehren. Eine Bestätigung diefer Meldung fehlt. Die Zarensamilie verbleibt in den Schären bis Ende September. Ausland. London, 20. Sept. Shannon", der längste und wahrscheinlich schnellste Panz erkreuzer der Welt, ist heute in Ehatham vom Stapel gelaufen. — Der Riefendampfer der White Star Line „Adriatic" und der Niesenturbinendampfer der Ennard-Line „Mauritania" sind heute in Belfast bezw. Wallsend vom Stapel gelaufen. .Mailand, 20. Sept. Der Friedenskongreß nahm einen Antrag an dahingehend, daß alle nationalen Verbände eine Volks Universität gründen und sich zu einem großen internationalen Bnnde vereinigen sollen. Bemerkenswert ist eine gesellige Zusammenkunft der deut- fchen und französischen Delegierten. Prof. Dr. Quidde- München und Passy-Paris toastet"n auf ein Einvernehmen beider Länder, Ruch et-Paris auf Kaiser Wilhelm und Stadtrat H c ilb er g-Breslau auf Fal- liöres. Teheran, 20. Sept. Nach dem Erlaß betr. die persische Nationalversammlung haben das Aktiv Wahlrecht alle männlichen Staatsangehörigen im Mter von 30 bis 70 Jahren, die lesen und schreiben können, unbestraft sind i'.nd nicht im Staatsdienste stehen. Persien wird in 12 Wahlbezirke eingcteilt. von denen ieder 6 bis 19 Abgeordnete entsendet. Teheran bildet den 13. Wahlbezirk. Das Wahlverfahren ist in den Provinzen indirekt, in Teheran direkt. Die Wahl erfolgt durch Abgabe von Wahl- Zetteln in geschlossenen Kuverts. Die Mgeordneten genießen Unverletzlichkeit der Person, unterstehen mit ihren schriftlichen oder mündlichen Aeußernngen nicht der Zensur, sind jedoch strafbar, wenn sie gegen Religion. Moral und die öffentliche Ordnung verstoßen, derartige Fälle werden von der Nationalversammlung abgeurteilt. Die den Abgeordneten zu leistenden Entschädigungen werden vom Parlament festgesetzt. In der-ersten Sitzung wird der Schah den Vorsitz führen. Ar«s Sta-t uns £ano. Gießen, den 21. Sevt. •• Justizpersonalien. Se. Kgl. Hoh. her Groß- Herzog haben den Landrichter bei dem Landgericht der Provinz Rheinhessen, Nich. Härtner, zum Landgerichtsrat bei diesem Gericht ernannt ** Landgerichtsrat Möbius t- Ein in weiteren Kreisen bekannter und hochgeschätzter Richter, Landgerichtsrat i. P. Dr. Friedr. Wilh. Möbius, ist heute vormittag gestorben. Der Verstorbene, der seine ganze richterliche Laufbahn in seiner Heimatprovinr Oberhessen zubrachte, wurde am 22. Febr. 1842 zu Trais-Horloff geboren, besuchte das Gnmnasium zu Büdingen und studierte dann von 1860—1863 an der Universität Gießen die Rechte. 1863 promovierte er als Doktor der Rechte. Nach der weiteren juristischen Vorbcreitunaszeit erhielt Dr. Möbius 1871 am Bezirksstrasgericht Gießen seine erste Anstellung als^ Sekretär. 1872 wurde er zum Landgerichtsassessor in Grünberg ernannt Bei der Einführung der neuen Gerichtsorganisation im Jahre 1879 wurde er zum Amtsrichter in Grünberg befördert und im März 1885 erfolgte seine Berufung als Landgerichtsrat an das hiesige Landgericht. Seine richterliche Tätigkeit fand 1897 die Anerkennung des Landesherrn durch die Verleihung des Ritterkreuzes 1. Kl. des Verdiensstordens Philipps des Großmütigen und 1902 (bei seiner Pensionierung > durch die Verleihung der Krone zu diesem Orden. In feinen Mußestunden widmete sich Dr. Möbius mit großem Erfolg der Dialektdichtung; unter dem Namen Friedrich von Trais ist er als ober- hessischer Volkspoet in weiteren Kreisen bekannt und beliebt geworden. Sein Andenken wird allezeit in Ehren gehalten werden. "Vom Gießener Feld schütz. Vor einigen Monaten erschien im v®ieö. Anz.^ ein Bericht über eine Sitzung des Feldgerichts, in dem u. a. dem Vertreter der Anklagebehörde die Bemerknng zugeschrieben wurde, das Gießener Feldschutzpersonal erstatte häufig Anzeigen, die jeder Begründung entbehrten und beim gerichtlichen Austrag der Sache zur Freisprechung führten. Beig. Curschmänn wies darauf in einer öffentlichen Stadtverordnetensitzung nach, daß solche Fälle gerade in Gießen nur in geringem Maße vorgekommen seien, und erhob beim Oberstaatsanwalt deshalb Beschwerde. Nach dem nunmehr bei der Bürgermeisterei ein» gegangenen Bericht der Staatsanwaltschaft bezogen sich die betr. Aeußerungen de§ Beamten überhaupt nicht aus Gießen, er hatte speziell die Zustände in zwei Landgemeinden im Auge. Der Artikelschreiber habe, anscheinend in tendenziöser Absicht, seine allgemeinen Ausführungen speziell auf das Gießener Feldschutzpersonal zugeschnitten. — Wir haben dem Artikel seinerzeit im Vertrauen auf die sonst immer vorhandene Zuverlässigkeit unseres Berichterstatters Ausnahme gewährt, da er einen öffentlichen Mißstand zu berühren schien und uns die Erörterung solcher Angelegenheiten eine der wichtigsten Aufgaben der Presse zu sein scheint. Es lüäre selbstverständlich nicht geschehen, wenn wir hätten annehmen können, daß der durchaus den Eindruck der Objektivität machende Bericht, sei cs nun absichtlich oder unabsichtlich, tendenziös zuaeschnitten war. Wir freuen uns, daß die im Jntereffe der Feldschutzbeamten dringend nötige Klarstellung der Angelegenheit uunmehr erfolgt ist und bemerken noch, daß es nicht an uns lag, daß diese Klarstellung erst jetzt erfolgte. Durch persönliche Rücksprache hätte sich diese Angelegenheit, die vom größten Teil unserer Leserschaft zweifellos längst vergessen ist, sofort erledigen lassen. ** Heber den Kaliberabau in Oberhefsen finden wir, so schreibt die , Darm st. Ztg", in hessischen Blättern die iedenfalls auf eine Notiz der „Deutschen Bergwerkszta." sich stützende Bemerkung, daß die hessische Regierung am Abschluß einer Reihe von Verträgen, die für sie von großer Bedeutung seien, gehemmt sei, weil das neue Berggesetz noch der Genehmigung durch die zweite Kammer harre: sonst hätte zweifellos die Regierung sich durch Vertrag bereits das Recht der Ausbeutung der Kalilager in Oberhessen gesichert. Hierzu möchten wir bemerken, daß ein Abschluß von Verträgen unter Berücksichtigung des neuen Gesetzes doch a u ch j e tz t s ch o n s e h r w o hl möglich, ia für die Bohrgesellschaften eigentlich notwendig ist. Das neue Berggesetz wird aller Voraussicht nach die parlamentarische Genehmigung finden und dabei zugleich eine rückwirkend? Kraft bis zum 1. April b. I. erhalten. Es wäre daher geradezu töricht, wenn bei jetzt vorgenommenen Bohrungen die Veranstalter sich nicht jetzt schon auf Grund des zu erwartenden Gesetzes die Mutung für später sichern würden. Nach dem Gesetzentwurf ist eine Mutung nur dann gültig, wenn die Schürfarbeiten auf Grund einer besonderen Erlaubnis vorgenommen wurden: diese Erlaubnis kann fraglos auf Grund eines Vertrages erteilt werden, und die hessische Regierung ist durchaus in der Lage, solche Verträge schon jetzt mit dem Vorbehalt der Annahme des neuen Berggesetzes durch die Kammern abzuschließen. ** V o m M a n ö v e r d e r 25. ih e s s i s ch e n) Division. Die 49. Infanterie-Brigade (Reg. 115 und 116, ohne Reg. 168) bezog am 17. Sept, abends auf dem Gefechtsgelände bei Groß- Bieberau Viwack. das 2. Bat. 116 wurde als Vorposten bis Brensbach und Wersau vorgeschoben. Das Viwack fand bei schönstem Wetter statt und war deshalb von zahlreichen Schlachtenbummlern besucht. Tas Biwack der 50 Infanterie-Brigade (Reg. 117, 118 und das ihr zugeteilte Rgt. 168) erfolgte bei Longen- und Kirchbrombach und Rebbach. Am Dienstag früh 5 Uhr traten die Regimenter den Vormarsch noch der feindlichen Stellung gegen Böllstein-Brombach an. Es war bitter kalt und sehr nebelig, sodaß die Gegner erst bei etwa 500 Meter Abstand sich erkannten. Auf den Höllen zwischen Rebbach. Kirch-Brombach und Nieder-Kainslmch entwickelte sich ein hartnäckiger Kampf. Die rote Partei (49. Brigade) wurde nach längerem Hin- und Herfchwonken des Gefechtes nördlich zurückqedröngt. Um^l.2 Uhr erstürmten die Regimenter 117 und 118 die feindliche Stellung und warf die rote Partei vollständig zurück. Die 49. Brigade mußte den Rückzug antreten, den das 25. Artillerie-Regiment durch lebhaftes Feuer zu decken suchte. Rot stand unter Führung des Obersten von Werder, die 115 er hatten den rechten, die inzwischen wieder zu Rot kommandierten 168 er den linken Flügel, die 116 er das Zentrum, zugeteilt waren die 25 er Mtillerie, 23 er Dragoner und drei Kompagnien 21 er Pioniere. Blau wurde von Generalmaior von Nieder befehligt, der 50. Inf.-Brigade (117 er und 118 er') war zuoeteilt die 24 er Dragoner und 61 er Artillerie. Die einzelnen Regimenter hatten an diesem Tage anstrengende Marschleistungen zurückzulcoen. teilweise bis zu 40 Kilometer, so die 116 er, die in Groß-Umstadt <3. Bat), Lengfeld (2. Bat), Hering, Wiebelsbach und Heubach (1. Bat.l erst um 4 Uhr ins Quartier Tarnen. Die 168 er und 115 er waren in Grost Umstadt, Klein-Umstadt, Richen, Semd und Umaeaend einguartiert. Am Mittwoch und Donnerstag wurde das Gefecht fortgesetzt, es zog sich mit Rückdrangung der raten Partei nordwärts in den Kreis Dieburg nach dem Gersprenztal. Die Truppen bezogen von Mittwoch ab fast nur noch Viwack oder Notguartier, um die. Uebunaen möglichst kriegsmäßig zu aestalten. Am Freitag schließt das Divisionsmanöver, und am Samstag geht die gesamte Division gegen einen markicten Feind vor, den ein Regiment stellt, dies Gefecht wird sich südöstlich von Dieburg abfvielen. Noch eine wichtige Tätigkeit werden dann die „alten Leute" ausführen, nämlich das am Ende des Manövers übliche ..Löffelbegraben". Mit Stolz singt dabei der „alte Mann" „Nicht lange mehr, nicht lange mehr, dann hat die Qual ein Ende". Die Regimenter werden in Dieburg und den nächsten Statinen verladen. Die 116 er um 5.30 Uhr, sie treffen um 9 Uhr in Gießen ein. (-) Friedberg, 20. Sept. Zur Krisis in der hiesigen Gewerbeakademie sei noch mitgeteilt, daß das Küra- torium der Akademie in mehreren Sitzungen zusammentrat und das Direktorium der Akademie, einen Dozenten und eine Abordnung der Studierenden anhörte. Es ist aber dem Kuratorium weder gelungen, eine Einigung zwilchen Direktor und Dozenten zu erzielen, noch die berechtigten Wünsche der Studierenden in irgend einer Weise zu erfüllen. Eine Verhandlung der Stadtverwaltung mit dem Kuratorium hat bis jetzt nicht stet gesunden, es muß aber im Interesse der Stadt und ihrer Bürger geschehen, um die Krisis zu lösen. Das wird nach dem Anspruch des Bürgermeisters auch geschehen, der in der letzten Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung erklärte, daß er d-'s nötige Aktenmaterial nun gesammelt habe und Verhandlungen mit den maßgebenden Faktoren ankuüpfen werde. Hoffentlich werden sowohl die Bürger wie auch die Studierenden, welche die Verhandlungen mit Spannung abwarten, in ihren Erwartungen nicht getäuscht. p. Hohensolms, 20. Sept. Tätlich verunglückt ist heute der 32jährige Arbeiter Christian Haus von hier ans dem Nohrwerk zu Wetzlar. Glühendes Blei ergoß sich über den Bedauernswerten. Man wollte ihn sofort zur Gießener Klinik verbringen, doch war er nach Aussage des Arztes nicht mehr transportfähig. Man übergab ihn deshalb sofort dem Wetzlarer Krankenhaus und rief telephonisch die Angehörigen hinzu. Ter Verunglückte ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Die drei mitverunglückten Arbeiter wurden nach Gießen gebracht. ** Kleine M ig u r m § Hoffen und den Nachbarstaaten. Air Bad-Nauheim feierte der älteste Bürger, Friedrich S ch i e r nm 19. Sevt. seinen 97. Geburtstag. — Heinrich H ohmeie r von Frauro nt b a ch wurde zum B n r - 0 ernte i ft er gewählt, bestätigt und in den Dienst eingewieseu. — Von dem Dache der Eiusteigehalle des neuen Wiesbadener Bahnhofes stürzte ein junger A n strciche r herab unb trug jo schwere Verletzungen davon, daß au feinem Auskoinmen gezweifelt wird. • 1. Herbst-Zttchtviehmarkt und Pscrdeschau zu Butzbach. /\ Butzbach, 20. September. Ter zum ersten Male heute hier abgehaltcue Herbst- Zuchtviehurarkt erfreute sich eines ziemlich guten Besuches. Vedauerlicheriveise kamen wegen der Abwesenheit der jüdischen Handelsleute, die heute hohen Feiertag haben, wenig Handelsgeschäfte mit Rindvieh zustande, obwohl es an schönem verkäuflichen Zuchtvieh nicht fehlte. Schlachtvieh war nicht auf- getrieben. Tie von der Marktkommission des Landw. Bezirks- Vereins vorgenommene Prämiierung hatte folgende Resultate: a) Bullen: 1. Preis (25 Mk.) Konrad Häuser XV., Niederweisel; 2. Preis (20 Mk.) Bürgermeister Fauerbach, Okarben; 3. Preis (10 Mk.) Joh. Heinr. Geibel, Klein- karben, Anerkennungen von je 5 Mk. erhielten: Joh. Konrad Philipps, Fauerbach, Hans Konrad Werner III., Fauerbach. b) Kühe mit höchstens 4 Kälber: 1. Preis (30 Mk.) Bürgcrn'.eister Moscherosch, Burggräfenrode; 2. Preis (je 20 Mk.) Jakob Bieber, Okarben, und Johannes Fenchel, Gambach; 3. Preis (10 Mk.) Heinr. Jakob Straßheim, Griedel. Anerkennung von 5 Mk. erhielt: Friedr. Wilh. Wetz, Griedel. c) Kühe mit hoch st ens 2 Kälbern: Drei 2. Preise von je 20 Mk. an Rich. Moscherosch-Burggräfenrode, Wilh. Betz, Melbach, und Peter Häuser XL, Niederweisel; drei 3. Preise (je 10 Mk.) an Karl Tilge?, Fauerbach, Jakob Tröster, Griedel, und Phil. Hildebrandt L, Niederweisel. Anerkennungen von je 5 Mk. erhielten: Jakob Tröster, Griedel, Wilhelm Löbrich II, Ostheim, Joh. Karl Bill, Niedcrweisel. d) Rinder: Drei 2. Preise (je 20 Mk.) an Karl Erle, Melbach, Wilh. Altvater, Melbach, und Nich. Moscherosch, Burggräfenrode. Vier 3. Preise (je 10 Mk.) an Karl Studt, Niederweisel, Friedr. Häuser III., Niederweiscl, Bürgermeister Fauerbach, Okarben, und Joh. Hildebrandt, Niederweisel. Drei 4. Preise (je 8 Mk.) an Peter Häuser XI., Niedcrweisel, Heinr. Jak. Haub, Niederweisel, und Nich. Moscherosch, Burggräfenrode. 4 Anerkennungen (je 5 Mk.) an Wilh. Gäbel, Pohlgons, Jakob Tröster, Griedel, Heinr. Jak. Straß- heim I., Griedel, und Phil. Schindel, Niederweiscl. Folgende Besitzer von Ziegen wurden mit Prämien bedacht: al für ältere Böcke: Gemeinde Hausen (1. Preis), Gemeinde Niederweisel (2. Pr.), Gemeinde Butzbach (Anerkennung). b) für jüngere Böcke: Wilh. Heyer III., Wölfersheim, und Eberh. Gillmanu-Butzbach (1. Preise), Karl Nagel-Gambach und Joh. .Haub-Niederweisel (letzterer zweimal) 2. Preise, Konrad Mathäus-Niederweisel und Friedr. Baumart-Niedererlenbach 3. Preise, Konrad Mathäus-Nieder- weisel 1 Anerkennung, c) Milchziegen: Joh. Heinr. Bartel- Butzbach 1. Preis, Eberh. Gillmann-Butzbach und Karl Jüng- Ostheim 2. Preise. Heinrich Winter-Niederweiscl, Heinrich' Streng-Butzbach, Joch. Haub VIII., Niederweisel, Georg Aimmer-Niedcrwcisel 3. Preise, d, Ziegenlämmer: Adam Studt-Niederweisel und Tierarzt Mörlcr-Butzbach 1. Preise, ferner kamen zur Verteilung für diese Abteilung noch fechs 2. Preise und zwei Anerkennungen. Ter Schweinemarkt war flott und der Absatz ein guter. Die Preise sind seit dem letzten Markttage aus ihrem! seitherigen Stand geblieben: nur ganz junge Ferkel zeigten einen geringen Rückgang im Preis. Man bezahlte für 5—7 Wochen alte Tiere für das Paar 30—45 Mk., 8—10 Wochen alte kosteten 45—60 Mark. Einleger von 12—16 Wochen waren nur einige aufgetrieben und erzielten der heutigen Marktlage entsprechend unverhältnismäßig höhere Preise. Im ganzen waren etwa 700 Schweine ungefähren, davon etwa 120 Zuchttiere. Tie Beteiligung an der Pferdeschau war gut. Ter. 1. Preis (120 Mark und eine silberne Medaille) für ein Pferd mit Fohlen wurde dem Konrad Häuser XX., Nieder- weisel, erteilt. _ Arbeiterbewegung. Berlin, 20. Sevt. Auf den Kohlcnplätzen haben heute die am Ausstand beteiligten K o h l e n k u t s ch e r und Arbeiter die Arbeit wieder n u f q e n o m m e n. Stettin, 20. Sept. 9(u§ Kreisen der Reedereien wird zu dem ?l b s cb l ii ß des H a s e n a r b e i t e r a u s st a n d e s folgendes bemerkt: Der Streik ist zugunsten der Reedereien ausgefallen. Der Schutzverband der Arbeitgeber bat sieb als durchaus wirksam erwiesen. Der Schiedsspruch des Gewerbegerichts, welcher vor zirka 14 Tagen gefällt wurde, wurde seinerzeit von den Reedern anerkannt, jedoch weigerten sich die Schiffsarbeiter, denselben anzu- nehmen. Nachdem jetzt die Schiffsarbeiter cmgesehen haben, daß fie mit ihren Forderungen nickt durchdringen, haben ste heute eine Petition an die Reeder gesandt, in der ste bitten, ihnen die Wiederaufnahme der Arbeit zu gestatten. Früher arbeiteten die Schiffs- arbeiler nur mit Mitgliedern ihr-es Verbandes, jetzt müssen dieselben mit jedem Arbeiter, der von dein Reeder gestellt wird, zusammenarbeiten: jetzt haben die Reeder, nicht wie früher die Arbeiter, über Art' und Weise der Arbeit zu bestimmen. L e i v z i g, 20. Sept. Die hiesigen Barbier- und Friseur- g e h i l f e n bcfchlossen, da die bisherigen Verhandlungen erfolglos waren, die Lohnbewegung bis zum nächsten Frühjahr zu vertagen und dann gleichzeitig den A ch t u b r l a d e n s ck l n st zu erstreben. Telefonische ^»rsherichte des Giessener Anzeigers. imta-eteiN von der Bank fllr Handel und Industrie, fliessen. Frankfurter Börse 3%°/0 Beichsanleihe . . 98.85 3% do. . . 86.50 3%°/0 Konsols .... 98.«0 3% do. . ... 8650 3^°fn Hessen 98.40 Oberliessen . . . —.— 4 Oesterr. Goldrente. . 99.60 4l/e Oesterr. Silberrente 100.00 4% TInsar. Gold reute . . 94.50 4 Italien. Rente . . . 103.10 3 % Portugiesen Serie I . 69.70 3% Portugiesen „ III 7060 4 %0/n russ.Staatsaul. 1905 85 45 4%n „ japan. Staatsanleihe 94.00 4 % Conv. Türken von 1903 95 65 Türkenlose .... . . 145.40 4% Griecb. Monopol-Anl. 54 00 4% äussere Argentinier . 89 70 3°/0 Mexikaner . . . 68.55 4)4 °/0 Chinesen .... 97 50 Aktien: Bochum Guss 245.80 Bilderns E. W ... 125.00 Tendenz: fest. Berliner Börse, 21. Cauada E. B 179.40 T'anustädtcr Bank . . . 139.70 Deutsche Bank .... —.— Dortmunder-Union C. . . 84 60 Dresdner Bank .... 158.30 Tendenz; fest. 21. September, 1.15 Uhr. Elelrtriz. Lahmeyer . ■ .141.00 EleMriz. 8ehnck*rt . . . 130.50 Kschiveiler Bergwerk . . 258 00 fiel sänkt rohen Bergwerk - 225.00 Hamhuro--Amerik. Paketf. 158 75 Harpemer Bergwerk. . . 215 00 I anra-bütte 251.00 Nordd. Lloyd . - . • • 127.80 Obeisclfles. Eisen-Industrie 129.00 Berliner Handelssres . 173.70 DarmstfMter Bank . . . 139 90 Deutsche Bank . . < 239.40 Deutsch-Asiat. Bank . • 174.00 Diskonto-Konunandit. • . 183.30 Dresdner Bank . . . 158.50 Kreditaktien 209.80 Baltimore- und Ohio- EisentaUn . - • 126.10 Gotthardbahn —•— Lombard. Eisenbahn . . 34.90 Oesterr. Staatsbahn . . . 144.00 Prince-Hcnrr-Eiseubahn . 145.00 September. Aufangskurse. Harpener Bergwerk. . . 214.50 Lanrahütte 258.25 ( ombarden E. B. ... 34.70 Nordd. Lloyd —-— Türkenlose 115.10 Danksagung 5696 Gießen, 21. September 1906. Mr die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schivercn Verluste, sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagen wir unfern innigsten Tank. 3ut Namen der trauernden Hinterbliebenen: Edmund Eelbing. L W V L M.» t ,,;V" ; MMWWWW den Ober Statt besonderer Anzeige Heute morgen 7 Uhr entschlief sanft nach schwerem Leiden im 65. Lebens] ihre unser innigstgeliebter Gatte, Vater, Schwiegervater und Grossvater Landgerichtsrat i. P Um stille Teilnahme bitten Die tieftrauernden Hinterbliebenen Giessen (Löberstrasse 1), am 21. September 1906. Die Beerdigung findet Sonntag, den 23. d. Mts., vormittags 11 Uhr, von der Kapelle des alten Friedhofes aus statt. D’1/» 1 Partie gebrauchte und neue aus statt. 5692 Doering. Adelheid Iflöbius, geb. Möbius KQara Larsdmann, geb. Möbius ß3r. Friedrich Wilhelm Höbius, Gerichtsassessor in Hungen Friedrich Landmann, Pfarrer in Ensheim Emma und Friedrich Wilhelm Landmann Voraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag, den 22. September: Veränderliche Winde; tcilivcise heiter. Trocken; Temperatur nicht erheblich geändert. Hannover, 21. Sept. Nach Verübung eines Sitt Vermischte». • Ein furchtbares Eisenbahn-Unglück ereignete sich am 20. ds. M. in der Nähe von Grantham auf der Great-Northern-Linie (England). Der Expreßzug nach Schottland, der London voll besetzt verlassen hatte, entgleiste in unmittelbarer Nähe der Station Grantham. Die Lokomotive und einige Wagen fielen über eine Brücke auf die Reparaturwerkst. H. Fitzler, 5513] Walltorslraße 63. 238' 317G 10> Adler-Trogerte Seltersweg 39 Otto Schaaf [Ö644 wvv uvy omvuuuujivw Vllll. OVIKvi, welche an dem Gebäude beträchtliche Zerstörungen anrichtete. Personen kamen jedoch nicht zu Schaden. Ter Friedensrichter gab auf die Täter lickikeits-Verb reckens an einem 14iäbriaen Mädcken iit m^hrere chüsse ab, ohne jedoch zu treffen. Zn Remiremont s , 0(rf ,, r-.. v' wurden Erdstoße verspürt. Ter in den Wohnungen angerichteto der Schutzmann Robert Albrecht fluchtig geworden. Man Schaden ist beträchtlich. vermutet, daß er ins Ausland geflüchtet ist. Madrid, 21. Sept. Es bestätigt sich, daß die Königin Halle, 21. Sept. Bei Gorsleben a. d. Unstrut, wo Viktoria einem freudigen Ereignis entgegensieht. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unfern lieben Sohn, Bruder und Bräutigam Hm, Wilhelm Hoos nach 14 wöchigem, schwerem Krankenlager zu sich zu rufen. Um stilles Beileid bittet namens der trauernden Hinterbliebenen: Georg hoos, Schuhmchcr. Gießen (Mänsburg 7), 21. September 1906. Tie Beerdigung findet Sonntag den 23. ds. Mts., nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes E V •' l • Jßlo*® * cnplctjen babm baile die scher '"-d W« b,e 'ÖÄ* S ter, benielbe" ans«- ’sÄ-f'gE inen. Kriseul' lvbVrwen«*l6i ®erfl’Ät u »«Ma" »“SS** >n tlcl z Ln.hmever - M ■ SchneW1' . Ser Ber- 1Tk . 0°S 2 - ... Brumataienn ^ayrraoer billigst. I Pergamentpapicr', Äindsadcn etraße, etwa 10 Meter hinab. Im Augenblick war von Manöver siattflnden, drehte ein Landwirt, der seinem sieben- .^^^^roße Geschwindigkeit ge- jährigen Sohne ein Geschütz erklärte, das Verschlußstück habt hatte, nichts als em Trümmerhaufen übrig geblieben. Ein Schuß krachte und riß dem Sohne Die Trümmer fingen sofort zu brennen an. Es gelang, körper weg. viele Passagiere auS den Trümmern zu retten. Aerzte wurden Luxemburg, 21. Sept. In Rödingen scheuten die schleunigst aus der Stadt herbeigeholt, um den furchtbar Pferde eines Wagens vor einem Automobil. Der Wagen Verletzten die erste Hilfe zu leisten. Die Exchange Telegraphen- stürzte den Abhang hinunter. Der Fuhrmann und sein Eompam) meldet, daß 10 Personen getötet worden Sohn wurden getötet. Die Frau des Fuhrmanns brach seien. Die Ursache des Unglücks ist noch nicht festgcstellt. beide Beine. ^VIClm6t' bcJ\3U9 auf. cin ^^engeleise geraten war London, 21. Sept. Ein außerordentliches Geheimnis und die Bremsvorrichtung versagte. Die Leichen von neun umhüllt die Ursache der furchtbaren B a hn ka t a str o p he Reisenden sowie deS Lokomotivführers und des Heizers und b e i Gr a n tha m. Ter Tislriktsaufseher der Bahn von Granthtim Briefsortierers sind aus den Trümmern gezogen worden' absolut niemand sich findet, der Licht auf .Vun^r^6 6efinbrenJit% '!" ®OfPltü/- ^ÄVCt* ÄÄ Ä mundeten Passagiere find weiter gereist. Deutsche befinden geklärt werden, da er und der Heizer sofort getötet wurden, sich nicht unter den Veriinglücktcn. In Grantham kursieren dunkle Gerüchte hierüber. Es heißt, man - 77777 habe beim Einfahren in den Bahnhof Grantham den Lokomo- L4nrversrttrts-Nacdrrcl)ten. tiv führ er und den Heizer in verzweifeltem Kampfe — Wie das „Mainzer Journal" meidet, wurde Professor gesehen und schließt daraus, daß einer von ihnen wahnsinnig Kneib vom Mainzer Priesrersem inar als Nachfol- obcr Dom Delirium befallen war. ger Schells nach Würzburg berufen. London, 21. Sept. Ans Hongkong wird tele- graphiert, daß die Stadt um Mitternacht von einem zweiten heftigen Sturm heimgesucht wurde, der sechs Stunden dauerte. Britische Tv«.p«woboote umfahren fortwährend die . . , _ , , Insel, nm Leichen aufzulescn. Fortgesetzt laufen Nachrichten (DvtßtnabPta^hiBClöllugCtt» von Unfällen zur See eili. Ter Dampfer „Albatroß" mit te. Frankfurt a. M., 21. Sept. Heute früh legten 150 Passagieren kenterte in der Nähe des Fm- die sämtlichen 350 Arbeiter der Gummiwarenfabrlk tanmen-Passes. Nur acht Personen wurden gerettet. Stöckicht wegen Differenzen über die Arbeitszeit die Arbeit Der Dampfer „Hongkong" ist gesunken, die Mannschaft wird nieder noch vermiet. Tas Tmupffchrss „Ymasat" kenterte. 130 Essen, 21. 6e»t Bor dem Bahnhof Kupserdreh fuhr die "6 10 ber werden Lokomotive eines Güterzuges infolge falscher W e i ch e ii st c l l- ung in die Flarike eines anderen Güterzuges. Ein Beamter Paris, 21. Sept. In St. Germain explodierte vor wurde v er le hl. Die Lokomotive und 5 Wagen sind schwer be- der Wohnung des Friedensrichters eine Bombe schädigt worden. <-- ~ kirchliche Nachrichteth Cvangetifche Gemeinde. 15. Sonntag nach Trinitatis, d e n 23. S e p^t e m b e r: Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 91/. Uhr: Piarrer v. Schlosser. Vormittags 11'Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer D. Sch lysser. Die Vorbereitung zur Kinderkirche findet Samstag, den 22. September, vormittags 11 Uhr statt. Sonntag, den 30. d. Mts., nimmt die Kinderkirche der Markusgemeinde wieder ihren Anfang. Die Vorbereitung findet Freitag, den 28. d. Mts., nachmittags 4 Uhr statt. In der Joharrncskirche. Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Kraus. Vormittags 11 Uhr: Kmdergottesdienst für die Johannes- gemeinde. Pfarrer Kran s. Am nächsten Sonntag, den 30 September, beginnt der Kinder- gottesdlensl für die L u k a s g e in e i n d e. An deinselben Tage Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukas- und die Johannesgemeinde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gememde erbeten. Katholische Gemeinde. Samstag, b c n 2 2. September: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag, den 2 3. September: 16. (Sonntag nach Pfingsten. Vormittags von 61/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte. r um 7 Uhr: Tie erste heil. Messe, vor und in derselben Ansteilung der heil. Konununio>t. , um 8 Uhr: Die zweite heilige Messe. „ um 91/, Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr: Andacht. iabcn-'Denin c bl,^en ■ « (inÄ Andels. Ävich »er. bc§ o. . nt^t (Ulf, ’« wV- folgende Jä'"xv- Mm: 5 ?"n- 'rner iit onDab Mtoientobe ”• 3nebr. lttn: ®»i 2. &iit 8"*«l'ntob(, Sin. •> JtabetmtiftI; b«i MhrtA 3atob , bl9>rtcnDeiH. !tn: b3»M SröFtcr, eim' v!°h. Karl Bill, Ml.j an M Ne Moscherasch, 3 Ml-) an Karl Studt, ?riDC'fcC Biirqernreister kbrondt, Niederweisel Hmlser XI., Nieder.' und Nich.Moschergsch, je ö M.j an Wilh. del, Heinr. Jak.Stratz. Niederweisel, wurden mit Prämien de Sausen (1. Preis), neinde Buhbach (An. Ii. Heyer III., Wölfers, ch ll. Preise), Karl rweisel «letzterer zwei. Verweises und ß-rie-r. •urab Mathäus-MeLer« v. Joh. heinr. Vartel- uhbach und Karl Jung. -Niederweisel, Heinrich Mederweisel, Georg Ziegenlämmer- Adam rler-Butzbach 1. Preise, se Messung noch sechs >ft und der Maß ein Marktlage auf ihrem junge pverM zeigten an feflWe für 5-7 5 Mk„ 8-10 Wochen von 12-16 Wochen hielten der che'Men inäßig döchere Preise, ae angeschren, davon beschau war gut. Der. rne Medaille) sur em ib Häuser XL, Nieder- ct,1nftFnde^eS ' 139% ier nftOk • ' 939.1° ?chdi^t ' 138.3° se’l'ÄKonmiandit ' . .20.-80 itaktlen j Ohio- _ 1261° irnOte' - . • 34.90 d"^K-»d.d» ' : 1M-00 hard=f^ubal>Vhn . Ho-00 errdSisenblb Ce-Henfl Steiubrnchverstergerung. Tie fürstliche Oberförsterei Lich wünscht ihre beiden Ste,n» brüche in der Hard einer Verpachtlmg aufs Meislgebot auszusehen. Termin an Ort und Stelle am Samstag dem 29. September, nachmittags V Uhr. Tie Bedingungen werden un Termme verlesen können aui dem Obersörslerel-Bureau alltäglich oormittagy rwi chen 10 und 12 Uhr eingesehen werden und werden auch auf Verlangen gegen Euijendung von 70 Pfg. in Briefmarken nach auswärts versandt.______________________B ;o__ Die Entwässerungs-Anlage im Grundstück „Gartenstr. 11" soll verdungen werden. Offerten auf vorgedrucktem Formular mit entsprechender Aufschrift versehen sind spätestens bis 28. d. Mts., abends 6 Uhr im Bureau, Johannesstraße 5, abztlgeben. Pläne und Bedingungen liegen bei dem Archttekten Hamann, Bergstraße 11 zur Einsicht offen. Angebotsformulare sind dortselbst erhältlich. Gießen, den 22. September 1906. Bezirtsspartaste Gießen Kaltenbach und Krikgmttm v21A Läden etc. 06862) Sonnenstraße 13. gesucht. 6544 Frankfurter Strafe 58 II. Nene [5354 mit kann mit c 056 am 1. Juli 1905 . sind Mischbare zu wenden. [s319/9 Ost-Anlage 30, II. 5697 verkauft 06910 [de Teilzahlung | ßfflöbel Bergstr. 11, I. 5691 'i; T 4 1 Schlosser öreher und Arbeits^eute Zu haben in den einschlägigen Geschäften; ivo nicht, beliebe man sich an: 5. <£. Kipp, Franks, a. M., Am Tiergarten 18 . 17 . 172 - Auf bequeme V Ö Eine schöne Wohnung 31t »ernt, C68971 Aiäusburg 3. Ein fyleines^ Mmmtsveesammlung Samstag bett 22. l. Mts. auf „^bettbfkiai' Tlbfahrt abends 626; Rückfahrt 10»«. Herren-, Damen- u, Kinder-Garderobe Manufakturwaren etc. u*l LehrsrSnieln und ruchrrge Verkäuferin iür Kolonialwaren-u. Delikotesien^ GeschäftamVlatzep.sofort gesucht. Schristl. 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Wir laden unsere verehrlichen Mitglieder Eine 2- u; 3-ZIli i m e r wo hn ün g zu verm. Neuen Bäue 7, II. |5288| J, Jttmann Giessen Piock strasse 14-16 Passiva: Anteil der Mitglieder Hypotheken Nescrveiond Spezialreservefond Guthaben d. Lieferanten Darlehen Kaution Nichterhob. Nückvergüt. dto. Zinsen Noch zu zahl. Unkosten Reingewinn Aktiva: Kaffenbestandbar 413.95 dto. Gewerbeb. 9059,33 9473.28 Anteil bei der Großem- LirznzchWst. Der bestimmte nach dem Philosopheuwald ftnbet erst am f • Oktofeer statt. v21/» Der Vorstand. 62208.38 . 865 Die Haftsumme beträgt 15660.— Mk. Gießen, im September 1906. Für den Vorstand: Michael Kessler, Geschäftsführer. Paul Niewisch, Kassierer. Für den Aussichtsrat: Karl Orbig, Vorsitzender. Sonntag, den 30. September 1906, nachmittags 3 Uhr Generalversammlung im Saale des Hotel Einhorn, Lindenplatz. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht. 2. a) Kassenbericht, b) Re- vlsionsberlcht, c) Genehmigung der Jahresrechnung. 3. Verteilung des durch gemeinsamen Einkauf Ersparten. 4. Geneh- miguftg des Antauss der beiden Häuser Asterweg 2 und 6 aus der Kuhne'schen Konkursmasse. 5. Ergäiizuugsivahl des Vorstandes und Aufsichtsrates. 6. Etivaige Anträge. Die Mitglieder sind dringend gebeten, der Einladung zur Generalversammlung zahlreich Folge zu leisten. Ter Vorstand. für dauernde Stellung bei hohem Lohn gesucht. [hv7e Henschel & Sohn, Lokomolivsabrik, Cassel. kaufsgesellschast Immobilien Warenvorrat Inventar nach Abschr. Ausstände Geräucherte [5194 FranM. Würstchen in bekannter Güte von heute ab stets vorrätig. Friedr. Schreiner. Liebigshöhe täglich frischen [5164 'Fisch’bei Frankfurt a. M. ' Polytechnisches Institut 1 fflr Xngenipure und Architekten. Zwetfchen und Zwiebel [06899 prima Wetterauer Winterware morgen Sainstag a.d.Braudplatz. Frau Krumbach, Lang-Göns. Konsum - Ver ein Giessen uneä EBgragegend. E. G. m. beschr. H. Bilanz am 30. 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September 1906, von 10 Uhr vormittags bi? 7 Uhr nachmittags, findet die Wahl eines Wahlmannes für den 8. ober- hessischen Vertrauensmännerkreis Garbenteich mit Hausen und Schiffenberg in der Gemarkung Schiffenberg in dem Sitzungssaale des Bürgermeistereigebäudes zu Gießen, Gartenstraße 2, statt. . Wahlberechtigt ist nur, wer in die festgestellte Wählerliste eingetragen ist. Zur persönlichen Teilnahme an der Wahl sind solche Verbandsangehörige berechtigt, die zur Zeit der Wahl deutsche Reichs- angehöriqe, männlichen Geschlechts und volljährig sind. Ein persönlich Wahlberechtigter kann sich bet der Stimmabgabe durch einen Bevollmächtigten vertreten lassen. Das Wahlrecht von Verbandsangehörigen, die unter Vormundschaft oder Pflegschaft stehen oder nicht natürliche Personen sind, i|t von ihren gesetzlichen Vertretern, das Wahlrecht von weiblichen Verbandsangehörigen durch Bevollmächtigte auszuüben. Em Bevollmächtigter muß denselben Erfordernissen entsprechen wie ein persönlich Wahlberechtigter, braucht jedoch nicht Verbandsangehöriger zu sein. Er darf nicht mehr als eine Vollmacht übernehmen. Die Vollmacht bedarf der schriftlichen Form und ist von der Bürgermeisterei des Bctriebssitzes des Verbandsangehörigen kosten- und stempfelfrei zu beurkunden. Der Wahlvorstaud besteht aus dem unterzeichneten Oberbürgermeister als Vorsitzenden, dem Beigeordneten Eurschmann, dessen Stellvertreter, und den Beisitzern Stadtverordneten Philipp Euler IV. und Ludwig Huhn zu Gießen. v.. Gießen, am 21. September 1906. B21/9 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. x , _______________Mecum.___________~ Bekanntmachung, die Wahl eines Wahlmannes für,die.Wahl zur Landwirlschafts- kammcr betreffend. (§ 7 der Wahlordnung.) Am 27. September 1906, von 10 Uhr vormittags bis 7 Uhr nachmittags, findet die.Wahl eines Wahlmannes für den 1. ober- hessischen Vertrauensmännerkreis Gießen und Klein-Liitden in der Gemeinde Gießen in dem Sitzungssaal des Bürgermeistereigebäudes, Gartenstraße 2, statt. Wahlberechtigt ist nur, wer in die festgestellte Wählerliste eingetragen ist. Zur persönlichen Teilnahme an der Wahl sind solche Verbandsangehörige berechtigt, die zur Zeit der Wahl deulsche Reichsangehörige, männlichen Geschlechts und volljährig sind. Ein persönlich Wahlberechtigter kann sich bei der Stimmabgabe durch einen Bevollmächtigten vertreten taffen. Das Wahlrecht von Verbandsatigehörigen, die unter Vor- mundschast oder Pflegschaft stehen oder mcht natürliche Personen sind, ist von ihren gesetzlichen Vertretern, das Wahlrecht von weiblichen Verbandsangehörigen durch Bevollmächtigte auszuübcn. Ein Bevollmächtigter muß denselben Erfordernissen entsprechen wie ein persönlich Wahlberechtigter, braucht jedoch nicht Verbandsangehöriger zu sein. Er darf nicht tnehr als eine Vollmacht übernehmen. Die Vollmacht bedarf der schriftlichen Form und ist von der Bürgermeisterei des Betriebssitzes des Verbandsangehörigen kosten- und stempelfret zu beurkunden. Der Wahlvorstand besteht aus dem unterzeichneten Oberbürgermeister als Vorsitzenden, dem Beigeordneten Curschmann, dessen Stellvertreter, und den Beisitzern Stadtverordneten Philipp Euler IV. und Ludwig Huhn zu Gießen. Gießen, am 21. September 1900. b31/0 Großh-erzvgliäsi! Bürgermeisterei Gießen. __ Mecum. Lehrmädchen aus guter Familie für.unser Ge-c schäft per bald gesucht. * [5664 Gest. Offert, erbitten Richard Loewenthal & Co., Bahnhofsir.l Mehrere tüchtige Mädchen bei hohem Lohn gesucht. [5680 Frau Rieb, Kirchenplatz 21. WtiB MWW C>räiilct:i oder Frau, auch Herr für leichte, lohnende Beschäftigung auf sofort gesucht. 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