Nr. 3 Erscheint tSqktch aufter Sonmag». Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Kamillen- blätter viermal in der Woche beigeleflt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'sehen Unwerf.-Buch-u.Stem- drnckerei. 9t Lange. Redaktion, Ervedmo« und Druckerei: Schulstraße 7. Redaktion 112 Verlag u.Exved.^-^51 Adresse für Deoeschen: Anzeiger Gießen. Donnerstag 4. Jmmar 1906 156. Jahrgang 6trftc§ Blatt Amts- und Anzeigeblati für den Mreis Gießen VezugSpretSr monatlich 75Ps., vierteljährlich Alk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Ps.; durch diePosl Mk. 2.—viertel- jährl. ausschll Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnuinurer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenvreis: lokal 12Pf^ auswärts 20 Plg. Berantivortlich für den voltt. und allgem. Teil: P. Witiko; für »Stadl und Lank/ und -Gerrchtsfaal"-. Ernst H e ß; für den Anzeigenteil: §>ans Beck. Die fieuiige Kummer umfaßt 8 Seiten Zaslresschau 1905. C. Das Weltthe ater. Wenn eS, wie der selbstsüchtige Spruch der alten Römer behauptet, ein Trost im Unglück ist, Genossen zu haben, dann darf da? deutsche Volk mit dem abgelaufencn Jahr sehr zufrieden sein, denn e§ Hot nicht nur bei allen seinen Mißlich- keiten Gefährten gehabt, sondern eS ist einer Reihe von Völkern noch viel, unendlich viel schlechter ergangen. Das Jahr 1905 war für die Welt kein Glücksjahr; es gab selten eine unruhigere und unglückseligere Zeit, wie diese. 9hn schwersten vom Geschick getroffen wurde während dieses JahreS unser östlicher Nachbar — das Geschwür Jahrhunderte alter Verbrechen und Mißwirtschaft ist aufgebrochen. Am 20 Januar, beim Fest der Ncwawafferweihe, fiel ein scharfer Schliß und schlug in der Nähe des Zaren em. Es ist nie aufgeklärt worden, was es mit diesem Schuß für eine Bewandtnis hatte, aber er war, wenn auch vielleicht das zufällige und ungewollte Signal zur Revolution, die zwei Tage später in Petersburg losbrach. Man erinnert sich an den 22. Januar, der mit Blut geschrieben ist, dem Blut Tausender unschuldiger und wehrloser Arbeiter, die unter Führung des Popen Capon nach dem Winterpalasl ziehen und „Väterchen* um Reformen bitten wollten — sie sind niedergemetzelt worden, und aus dieser blutigen Saal wuchs das Verderben empor. In wenigen Tagen verbreitete sich der Brand über das ganze Riesenreich. Straßenkämpfe, Attentate, Bauernaufstände, Generalstreiks, Judenhetzen Jammer und Mord ohne Ende. WaS ist im Laufe dieses einzigen Jahres aus dem „heiligen, schweigenden Rußland" igeworden? Ein'rauchender Trümmerhaufen, auf dem heute ’bie wildeste Volkswut, morgen die verstockteste Reaktion ihre grausigen Orgien feiert. Es ist unmöglich, in engem Nahmen auch nur die wichtigsten Daten auS dem Reoolutionsjahr ^aufzuzählen oder die hochgestellten Persönlichkeiten mit Namen anzuführen, die der Volkswut erlegen sind, lieber die Zahl der Opfer im Volke selbst hat man keine AnhaltS- haltspunkte; es sind Tausende und Abertausende, die dahin gewürgt wurden. Der Zarismus sah sich zu Zugeständnissen gezwungen. Es kam der Toleranzerlaß, es kam die sogenannte Verfaffung. Das Volk zeigte sich empfänglich für diese abgezwilngenen Geschenke, die Revolution ließ nach. Aber sofort waren die Schergen der Regierung wieder oben, und begannen das alte Handwerk der Knebelung. Da kam denn, was kommen mußte: das Volk verlor allen Glauben an die Regierung und ihre Versprechungen. Es vollzog fyi) ein widerliches Schauspiel. Lohten die Flammen der Empörung bedrohlich auf, dann kamen schöne Versprechungen — daS Volk wartete. ES sah sich bald getäuscht und wieder brach die Empörung £in Arief ’gaut Zoh. Anlilm Acucrbiichs an Sen Kußener Professor Johann Klnst Kijristian Schmidt. 0 Aus dem Hause des strengen, pedantischen Vaters, der für die groß angelegte Natur seines Sohnes kein Verständnis hatte, war der 16jährige Feuerbach 1792 von Frankfurt nach Jena geflüchtet. Aller Hilfsmittel beraubt, notdürftig von armen Vecivandten unterstützt, warf er sich mit einem Wissensdrange, der seine Kräfte überspannte, der Philosophie in die Arme und wurde durch Reinhold in die Kant'sche Lehre eingeführt. Dem philosophischen Studium glaubte er fortan sich widmen zu müssen; 1795, kaum zwanzigjährig, ward er bereits zum Doktor der Philosophie promoviert. Aber der unnachgiebige Vater, der die Verbindung mit dem verlorenen Sohn bald nach dessen Flucht wieder angeknüpft hatte, drang darauf, daß der junge Philosoph die juristische Laufbahn einschlage. Vergebens, daß Anselm schrieb: „Sie sehen aus meinem ganzen Benehmen, daß ich mich mehr zum Gelehrten von Profession, als zum Geschäftsmann, mehr zum Philosophen, als zum Juristen gebildet habe. Ich habe mich genau geprüft, wozu ich tauge, ich habe nicht bloß mich, sondern auch andere Männer vernoiumen und gefunden, daß ich mehr zum ersteren, als zum letzteren bestimmt sei. Ich habe mehr Talent für den Katheder, als für die Schranken des Gerichts, mehr Talent dazu, die Wissenschaften weiter zu bringen, als sie anzliwenden. Wehe dem, der nicht den Winken folgt, die die Natur ihm gibt, der die Talente verrosten läßt, welche die Natur ihm verlieh, und sich das erzwingen will, was sie ihin oerfagte.* Der Vater blieb unbeugsam, am Ende zwang die bittere Armut den Sohn zum Gehorsam. Der Doktor der Philosophie löitrbe als Student der Jurisprudenz inffribirt. Mit beispielloser Schnelligkeit drang er in die Rechtswissenschaft ein, 1796 eröffnete er die große Reihe seiner juristischen Schriften mit der „Kritik des natürlichen Rechts als Propädentik zu einer Wissenschaft des natürlichen Rechts", und 1799, fast gleichzeitig mit seiner Habilitierung als Lehrer der Jurisprudenz, trat er mit seinem berühmten Werke „Revision der Grundsätze und Grundbegriffe des positiven peinlichen Rechts" hervor. „Ich arbeite", schrieb er an den Vater, „mit Ver- *) Der Originalbrief befindet sich im Besitz der großherzoglichen Universitätsbibliothek zu Gießen. los. Tann kamen wieder Zugeständnisse der Schwachheit, Witte übernahm die Regierung. Man hoffte wieder, aber man hoffte umsonst. In den letzten Tagen des alten Jahres ward in Moskau ein Riesenkampf entfesselt, der mehr als 15 000 Opfer gekostet haben soll. Es heißt, daß auch diesmal die Soldaten über da§ Volk siegten. Das ist zu glauben, aber daran, daß eine augenblickliche Niederlage der Revolutionäre die Ruhe wieder Herstellen könnte, daran glauben wir seit langem nicht mehr. Zuviel Blut ist geflossen. Und wie es mit der Zarentreue des russischen Heeres und der Marine aussieht, haben die vielen Meutereien zur Genüge gezeigt. Tie Soldateska macht sich wohl ein Vergnügen da- ralls, auf die Arbeiter zu schießen, aber das ist, wie man gesehen hat, kein Beweis für ihre absolute Zuverlässigkeit. Tie furchtbare Krise ist für das Niesenreich wohl noch lange nicht überstanden; eS kracht aus allen Fugen auseinander. Die Polen, die Letten haben nationale Wünsche neben den revolutionären, die Volkswut ist entfesselt. Nur ein Gutes hat das letzte Jahr Rußland gebracht: den Friedensschluß mit Japan. Unter freundlicher Mitwirkung deS Präsidenten Roosevelt wurde im August der Friede unterzeichnet, der Krieg war beendet, der Rußland so schwere Niederlagen gebracht hatte. Er hat die totale Unfähigkeit und die Niesenkorruption der russischen Armee gezeigt, und wie sich die Marine benahm, das hat die RoschijestwenSkysche Flotte genügend demonstriert; er kostete Rußland nebst ungezählten Milliarden b:e Vorherrschaft im Osten Asiens, Port Arthur, halb Sachalin und — das Ansehen unter den Großmächten. In Oesterreich-Ungarn verlief daS Jahr ebenfalls recht traurig. Tie ungarische Krise ist anscheinend unheilbar, und von Zeit zu Zeit sah es aus, als wollten die magyar. Bramarbasse ein neues Jahr 1848 heraufbeschwören. Sie verlangten Trennung von Oesterreich, ungarische Kommandosprache und der Hiinmel weiß, was sonst noch alles. Sie stürzten den liberalen Szell, da gab ihnen der König den Trutzminister Fejervarp, der sich nun seit mehr als einem halben Jahre mit ihnen herum streitet. Sie haben fein Kabinett angespuckt, er droht ihnen mit den Sozialdemokraten. Alle vierzehn Tage wird die Krise akut Fejervary reist nach Wien und expreß wieder zurück; wie das enden soll, weiß nientand. In Oesterreich dauert der Sprachenstreit unver- mindert fort. Dazu kam ein kleiner Elsenbahnerstretk, der recht hübsche Zustände zeitigte. Frankreich hat den Bruch mit dem Vatikan im alten Jahre völlig vollzogen und dasVermächtnis Waldeck-Nouffeaus somit erfüllt. 9ln die Stelle des braven Combes ist Noiivier getreten, der TelcassK durch einen anderen Herrn ersetzen mußte, weil dieser sonderbare Minister des Aeußeren um jeden Preis Krieg mit Deutschland haben wollte. Frankreich war dabei besonders um die englische Freundschaft bemüht und in diesen Bemühungen nicht ganz erfolglos. Das Werben um Italien hat indeß zu keinem Resultat geführt, gntigen, teils weit ich mich dadurch einem guten Vater gehorsam bezeige, teils aber, weil ich nun überzeugt worden bin, daß ich sonst nur darum keinen Geist in der positiven Jurisprudenz fand, weil ich keinen hineinzulegen wußte * So unbegreiflich uns der Umschwung erscheinen muß, der sich in dem jungen Gelehrten vollzogen, so ruhig und zuversichtlich der Ton klang, den er in den Briefen an den Vater anschlug, so offenbart andrerseits ein merkwürdiger Brief aus dieser Epoche an den Gießener Professor Johann Ernst Christian Schmidts, den Seelenkampf und die Verslimmilng des jungen Feuerbach und zeigt, wie schwer es ihm geworden war, der geliebten Philosophie Valet zu sagen. Feiierbach hatte während eines kurzen Aufenthaltes in Gießen Schmidts persönliche Bekanntschaft gemacht. Letzterer, der mit den bedeutendsten Männern feiner Zeit, unter Anderen mit Fichte, Niethammer, Schleiermacher im Verkehr stand, hatte Feuerbach eine seiner Schriften übersandt. Die Antwort auf diese Sendungen lautet: „Ich entschuldige mich nicht, teuerster Freund, daß ich erst jetzt auf Ihren lieben Brief antworte und Ihnen Dank sage für das schöne Geschenk, mit welchem Sie mich beehrt haben, ©robnan* 2) weiß die Stimmung, in der ich bisher gelebt habe, die mich noch jetzt niederdrückt und mich mir selbst verleidet. Selbst nicht die Freude, das Herz eines edlen Mannes und das Zutrauen eines hellen Kreises durch Wahrheit gewonnen zn haben, selbst dies nicht konnte aus dem Sumpfe meiner Empfindungen mich emporheben und die Lethargie überwinden, von der meine bisherige Brief- Schreib-Trägheit nur des geringste Zweiglein war. Ich will mich nicht entschiildigen und doch entschlildige ich mich und beinahe bin ich daran, auch über diese Entschuldigung ein neues Entschuldigungs-Chrie auSzugießen. Also genug I lieber die Schrift, welche Sie mir zu übersenden so gütig waren, nraße ich mir kein Unteil an. Ich darf nur sagen, was sie mir ist. Cie gewährte mir ebenso Unterhaltung als Belehrung und ich gestehe, daß ich mehr damit Übereinstimmte, als ich anfangs damit übereinzu slim men glaubte. Ich sah bis jetzt nichts darin als Philosophie und echt philosophischen Geist, ich fand nicht die Seiltänzerkünste der gährenden Phantasie, die man uns jetzt so oft für 0 Geboren 1772 zu Busenborn, Professor der Theologie und Philosophie, Prälat und Geheimrat zu Gießen. 2) Geboren 1775, Professor der Rechte in Gießen. da die Italiener am Dreibund festhalten wollen — offiziell wenigstens. In Italien selbst hat sich Besonderes nicht ereignet In England brachten die letzten Wochen einen Kabinettswechsel, die Liberalen haben das Wort. In Norwegen machte man unblutige Revolution; die Bevölkerung schickte den König Oskar in Pension und einigte sich mit Schweden auseinander. Die Sache sah sich recht iinterbaltlich an; sie hatte den Reiz der Neuheit. Nun haben sich die Norweger ihr eigenes Stühlchen aufgesetzt und Inhaber ist ein dänischer Prinz, Haakon IX. Die Freude ist gegenseitig noch groß, aber ob Haakon nicht einige Angst vor der möglichen Kündigung hat, ist eine Frage, die wir nicht entscheiden können. Im europäischen Wetterwinkel am Balkan gewitterte es ab und zu, doch ist man daS von dieser intereffanten Gegend schon gewöhnt. Die Leutchen können ohne ein wenig Kopsabschneiden nun einmal nicht auskommen. Der Sultan hatte jüngst die Ehre, eine europäische Demonstrationsflotte in den türkischen Gewässern zu sehen, die ihm die Finanzreform in Mazedonien abzwang, er nahm eS aber nicht besonders tragi ch, denn er ist es schon gewöhnt, daß man >bn von Zeit zu Zeit etwas kneift. Im übrigen haben sich die Verhältniffe da unten nicht geändert und werden sich auch nicht ändern. In den Vereinigten Staaten geschah nichts von Belang; die umliegenden Dörfer hatten ab und zu kleine Revolutiönchen, um das Renommee aufrecht zu erhalten. Das ist in groben Umriffen die Geschichte des JahreS 1905. Wir nahmen von ihm ohne Bedauern Abschied. Es hat viel, unendlich viel gebracht für uns sowohl wie für alle Welt, aber wenig, sehr wenig GuteS. Seien wir ihm nicht gram deshalb, denn — wer weiß, was daS Neue bringt? Vorerst freilich sehen wir es durch die rosenrote Brille der Hoffnung und begrüßen es mit Freude und Vertrauen. Möchte es diesen Gruß rechtfertigen. Politische Tagesschau. Sinkende Schweinepreise. Mit dem neuen Jahre trat, wie wir schon mitteilten, eine überaus erfreuliche Erscheinung in Wirksamkeit. Zum ersten Male seit Ende 1904 zeigen die Vi ehpreise wieder eine rückgängige Bewegung. Schon der Dezember hatte für alle Viehsorten nicht nur keine weitere Verteuerung, sondern vielmehr eine erh e bliche Verbilligung gebracht. Noch im November waren die Preise weiter gestiegen, trotzdem bei Schweinen der Preis vereinzelt fast 50 Prozent über dem vorjährigen stand. Nun ist im Dezember gerade bei feiner -ber anderen Viehsorten der Preis so bedeutend zurückgegangen wie bei Schweinen. So scharf wie seinerzeit die aufsteigende Preisbewegung bei Schweinen cinsetzte, so plötzlich kommt auch der Rückgang. Als Philosophie dahingibt, sondern den ruhigen Gang des wahren Forschers, der nicht durch Schimmer glänzen, sondern durch Wahrheit belehren will. In einigen Punkten will mein Kopf nicht mit Ihnen gehen, aber an diesem Kopf ist nichts mehr der Philosophie gelegen, sowie ihr auch wohl nie etwas daran gelegen war. Den heiligen Stand des philosophischen Comitats habe ich verlaßen und bin in den gemeinen Laienstand zurückgetreten. Die Flügel meines Geistes sind beschnitten und ich wühle nur, ein kleiner Wurm in bestaubten Bänden nnd in trockenem Gesetz-Wust. DaS ist jetzt meine Ideenwelt. Ich war ein Icarus, mit den an- gesetzten Flügeln konnte ich in den höheren Regionen mich nicht halten. Wer nicht groß im Großen sein kann, der tut wohl, wenn er macht, daß er wenigstens etwas im Kleinen ist. Schellings Transscendentalphilosphie haben Sie gewiß schon gesehen. Sie übertrifft, meines Bedünkens, Fichtens Wiffenschaftölehre weit. Es ist mehr Slrbeit darin; Form und Methode find anziehend — aber alles ist und bleibt ein Kunststück und bei Gott nichts weiter. Es ist eine lustige, sinnreich zufammengereihte Ansicht, in die man wohl einmal treten mag, in der man ober nicht lange bleiben kann, weil überall der Boden wankt. Ueberhaupt Philosophie ist mir ein problematisches Ding. Sie gehört, glaube ich, mit dem perpetunm mobile, der Quadratur des Cirkels und dem Stein der Weisen in eine Reihe — wir suchen sie, wir werden sie nimmer finden. Das Philosophiren ist ein köstlich Ding und das wird bleiben. Die Philosophie mag immer zu Grunde gehen, wenn uns nur diese nicht jenes nimmt. Welch Geschwätz, werden Sie sagen. Das ist nun einmal io mein Wesen, nehmen Sie den nackten, unverstellten Feuerbach, wie er ist. Behalten Sie mich lieb, denn ich glaube wir find als Freunde geschieden. Mir wenigstens sagte eS meine beklommene Brust und eine Träne im Auge, als ich den guten Gießenern den Rücken wandte, daß ich mein ganzes Herz an sie verloren hatte. Darf ich Sie bitten, mich bei Rümpft) wegen meines langen Stillschweigens zu entschuldigen, nächstens werde ich ihm schreiben. Haben Sie Geduld *) Kustos an der Universitätsbibliothek, später Professor der Theologie zu Gießen. N s Feuerbach. den 18. August 1800. Jena, an der Schelling'schen Die scharfe Kritik, die Feuerbach t Hockiste Temperatur am 8.-8. Ja,war Niedrigste „ „ 2.-3. „ die Alfr. B. Philosophie Amt und Einnahmen bringe. Da wandte mich mit raschem, aber festem Entschluß von meiner liebten Philosophie zur abstoßenden Jurisprudenz, wurde mir bald minder unangenehm, weil ich wußte. Sudelei, Herzen Sie den Sie wohl, geliebt und braven Minnigerode') innigst geachtet von mit meiner und leben Ihrem ich ge- Sie daß 0,9° C. 7,2° C. Leben der Menschheit nützlich gewesen ist. 7 ») Advokat zu Gießen. Mitglieder und 9 Pfarrer gewählt. Vorsitzender der Vereinigung ist Pfarrer D. Euyot in Heppenheim a. d. Bergstr. In einer sich anschließenden öffentlichen Versammlung sprach Professor Nnbergast auS Heidelberg über die Bedeutung des JesuSbildeS in FrensienS Hilligenlci (siehe Feuilleton). An den Vortrag schloß sich eine rege Diskussion. die Branntwein-Liebesgabe annehmen, aber gegen direkte Reichssteuern unüberwindliche Abneigung hegen, daS ist eine Frage, die Professor Wagner sich nicht gestellt hat, deren Beantwortung ober wohl auch ihm keinen Zweifel verursachen dürfte. Die RevslutionSromantlker. Die Niederlagen, welche die russischen Revolutionäre beim bewaffneten Aufstand und beim Maffen- klreik erlitten haben, sind geeignet, Wasser in den brausenden Wein unserer deutschen „RevolutionSromantiker* zu gießen. Der „Vorwärts-, sonst voll Begeisterung über den großartigen Fortgang des Befreiungswerkes und mit stammende, Reden um sich werfend, ist merklich stiller geworden. Ma, hatte sich in dem Generalguartier der NevolutionSromantikei daS Vorspiel zu den geplanten Vcrsanimlungs- „und womöglich Straßen-Demonstrationen", die am 21. Jan in Berlin gegen das preußische Wahlrecht statt- finden sollen, um viele? imposanter und foctreißender gedacht Tie Taten der „russischen Brüder- sollten wie ein leuchtende? Beispiel dastehen. Damit ist es nun nichts. Die Aufständischen ergeben sich und dem Befehl des Maffenstreiks wirt keine Folge geleistet. Die Freiheit mit dem Blntgeruch fängt an, den nicht ganz Verrohten zum Ekel zu werden. Und welcher Unterschied besteht darin, ob die „Schergen des Zaren- knuten, oder ob die Führer der Freiheitsbewegung diejenigen höchst exen,plansch traktieren, die nicht blinden Gehorsam leisten? Von mehreren Blättern ist das Verbot der Berliner Temonstrationsversammlungen gefordert worden. Eine solche Maßregel ist unseres Erachtens aus verschiedenen Gründen nicht ratsam und keineswegs erforderlich, schon weil mit Erfolgen in Rußland nicht zu paradieren ,st. Ebenso werben die in Rußland gemachten Erfahrungen schwerlich dazu anreizen, Maffenumzüge zu veranstalten. Doktorgrad genommen, um als Lehrer der Philosophie aufzutreten. Aber siehe, da wurde ich mit Deiner Mutter be könnt. Es galt ein Fach zu ergreifen, das schneller als V. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Bersin . Breslau Dresden Cbemnitz Magdeburg Hamburg Dortmund Franklurt a. TL Stuttgart München Nürnberg Köln .'Die deutschen Tabakbauern und die Tabaksteuervorlage. Z In einer vorige Woche in Mannheim unter dem Vorsitz des Geh. Regierungsrates tz a a s in Darmstadt statt- nchabten Sitzung hat die Deutsche Tabakbaukommis- sion, die Vertretung der deutschen Tabakbauinteressenten, zur Tabaksteuervorlage Stellung genommen. Einmütig hat sie der nachstehenden Erklärung zugestimmt: „Die dem Reichstag vorliegende Tabaksteuervorlage erscheim den deutschen Tabakostanzern nur dann annehmbar, wenn 1. an i»er im Interesse des heimischen Tabakbaues unbedingt erforderlichen Zollerhöhung von 125 Mark pro Doppelzentner für unbearbeitete Tabakblätter festgehalten wird. 2. Die Begünstigung der zur Herstellung von Rauch-, Lau- und Schnupi- tabak dienenden Tabakblätter durch einen Zollsatz von nur 110 Ml Lransscendentalphilosophie übt, begreift man, wenn man jweiß, daß ihm Fichte und seine Lehre verhaßt waren; -konsequenterweise stand er auch der Schelling'schen Philo- sophie, die aus der Fichte'schen hervorgegangen war, feindlich gegenüber. Heber die seltsame Wandlung, die der Begründer der -deutschen Strafrechtswiffenschaft damals in seinen Anschau-. otngtn durchlebte, gibt ein Brief Aufschluß, den er später einmal an seinen Sohn Anselm, den Verfaffer des Vatica- nischen Apollo, gerichtet hat: „Wie der Gedanke an Pflicht und Notwendigkeit selbst gegen innere Neigung zu begeistern vermag, wie man selbst in einem unsrer Lust gar nicht zusagenden Fache ausgezeichnet werden kann, wenn man nur ernstlich will und es sich etwas Mühe kosten läßt, wenn man nicht bloß den Gelüsten nachgeht, sondern vor allem auch durch die ernste Pflicht sich führen läßt, die bald freundlich unS lächelt und für unfern Schweiß uns lohnt — dafür kann ich Dir mein eigenes Beispiel nennen. Die (Jurisprudenz war mir von meiner frühesten Jugend an in der Seele zuwider; und auch jetzt noch bin ich von ihr als Wissenschaft nicht angezogen. Auf Geschichte und besonders Philosophie war ausschließend meine Liebe gerichtet. Meine ganze erste Universitätszeit war allein diesen Lieblingen gewidmet. Ich dachte nichts als sie, glaubte nicht leben zu können ohne sie. Ich hatte schon den philosophischen ifch sie liebgewinnen müße: und so gelang e§ meiner Unvet- Drossenheit, meinen durch die bloße Pflicht begeisterten Mut Lei verhältnismäßig beschränkten Talenten — daß ich schon pach zwei Jahren den Lehrstuhl besteigen, meine Zwangs-, Mot- und Brotwiffenschast durch Schriften bereichern und so 'einen Standpunkt fasten konnte, von welchem ich rasch zu Ruhm und äußerem Glück mich emporgeschwungen und von der Mitwelt das laute Zeugnis gewonnen habe, daß mein Kirche und 5dhtfe. — Die „freie landeskirchliche Vereinigung für das Großherzogtum Hessen- hielt am 2. Januar im Hotel-Restaurant Taunus zu Frankfurt ihre erste Hauptversammlung ab. Nach den von ihr angenom-- menen Satzungen will die Vereinigung, welche aus Gemeinde- gliederir und Geistlichen besteht, durch freien Zusammenschluß Mnb tatkräftige Arbeit die hessische evangelische Landeskirche itftrfen. Das soll im Gerste freier Frömmigkeit, wie sie allein der Geschichte unserer Kirche enlspricht, geschrlM. Sie will die Kirche mit Wiffenschaft und Bildung, wie mit dein modernen Volksleben im geistigen Austausch halten, und Kirche, Schule und Hochschule vor Eingriffen in ihre Freiheit bewahren helfen. . Mitglied kann jeder evangelische Mann und jede evangelische Frau werden, die mit diesen Zielen einverstanden sind. In den Vorstand warben 9 Gemeinde- Hagelschäden her Taboktulkurkn enOprcdienbe _ * 9 Sie Deutsche Tabarbaukommissron wird diese Stellungnahme in Kürze in einer Denkschrift begründen. Mangel an Pflicht-eM- Ein deutscher Hochschullehrer von der ^rnner Nationalökonom Adolf Wagner erhebt m einer Zuschrift au die „Tägl. Rundfch." bittere Klage über den Mangel an Pflichtgefühl" aller Schichten deS deutschen Volkes der sich in der Protestbewegung gegen die neuen Steuer for d erun gen bekunde. Mmi könne verzweifeln am deutschen Volke, 'wenn man das Gejammere und das Gestöhn hört? während doch alle Bevolkerungö kl assen sich mehr Genüsse erlaubten, als irgend eine andere Naftom Prof Wagner stellt sich damit auf den Standpunkt des preußischen Finanzministers, der im Reichstag erstaunt fragte, ob es in Deutschland denn nur noch Interessentenkreise gebe'!' Was das Bedürfnis nach besserer Lebenshaltung anlannt, so findet es sich wohll in allen Kulturstaaten, venu es ist eine unausbleibliche Begleiterscheinung des allgemeinen Kulturfortschrittes. Tie Behauptung, daß das deutsche Volk besonders genußsüchtig sei, wird so leicht nicht bewiesen werden können. Auf der anderen Seite darf das rhöhte Maß von Arbeit nicht vergessen werden, das der Kampf ums Dasein allen Erwerbstätigen auferlegt. Daraus ?r!lärt sich nicht zuletzt das gesteigerte Verlangen nach Erholung. Im allgemeinen sträubt sich das deutsche Volk gegen neue Steuern durchaus nicht mehr, als andere Nationen auch. Wogegen es sich mit Recht wendet, t, daß einzelne Erwerbsklassen, und zwar solche, ie ohnehin ein gerütteltes Maß von Steuern aufzubringcn haben, willkürlich herausgegriffen werden, um neue Lasten zugunsten der Allgemeinheit zu Übernehmen. Muß denn immer und immer wieder der Massenverbrauch besteuert werden? Und ist es denn Professor Wagner unbekannt, daß die Erhöhung der Tabak- und Bier steuer zahlreichen kleinen und inittelständischen Existenzen geradezu verhängnisvoll werden kann? Magner meint, der Quittunasstempcl iverde ebenso wenig wie die Briefmarke ,chen Verkehr ruinieren". Von dieser Besorgnis sind mich wir frei. Indessen sehen wir mit Tausenden und Abertausenden im öffentlichen Leben stechenden Leuten voraus, daß in brr Praxis diese Steuer zweifellos belästigend wirken müßte, wie das auch hn Auslande, da, wo eine solche Steuer .-xistiert, als Last empfunocu wird, die man freilich nach- gerade gewohnheitsmäßig ans sich genommen hat. Welchen Umfang die Steigerung der Geschäftsunkosten annchmen würde, ist in den an den Reichstag gerichteten kaufmännischen Petitionen nachgewiesen. Ter Erkenntnis verschließt sich keine Partei, daß dem Reiche neue Einnahmen verschafft werden müssen; aber die große Mehrheit der Volksvertretung sieht in diesen Steuervorlagen nicht den richtigen Weg zur Erreichung des Zieles. 53 ist anzuerkcnnen, daß Professor Wagner die ablehnende Haltung seiner Freunde gegenüber der Reich setb- s ch a f t s st e u e r ebenfalls verurteilt. Wenn er aber derart nach allen Seiten hin Kritik übt, warum kann er sich dann nicht entschließen zur Vesürwortungg eines Verzichtes auf jD'ie Branntwein-,^Liebesgabe"? Gerade diese stellt doch eine Zuwendung an eine bestimmte Devölkerunas- gruppe aus Reichsmitteln dar, die vom Standpunkt der Gerechtigkeit nicht gebilligt'werden kann. Ob also der Vorwurf mangelnden Pflichtgefühls ebenso zutreffend ist bc der großen Masse des Volkes, daS gegen die Vermehrung der indirekten Steuern protestiert, als bei denen, die zwar «au qeqen November qesunken. Es wurd-n vqmllck, 451 LM rnrrcfDonbicrcnbcn Markttagen tm Dezember 190b Ä7M eÄ «Heben geqen 34 717 im November, 1904 watTbev Porollelze.t der Auftrieb um SlOO Stuck aeftieqen. Nock, deutlicher spricht em Ver«lr,ch mit Ottobkl des Fabres 19G5. An dem entsprechenden MqrMvq- wurden J7 851 Stück zuqetri-ben, also sogar 21 tk mebr a im De ember Trotzdem war der Pre.sstond für Schwe.ne m, Dezember in allen wichtigen Plätzen mit Ausnahme van Dresden und München niedriger als nn Oktober Sie Spannung der Preis-, d,° im Oktober 1905 A' enüber Oktober 1904 schon äußerft stark war, verschärft- Ich im November noch weiter, um dann >rn Dezember auf. -fallend nachjiilafsen. Stellt- sich doch m, Nav-mb-r 1906 bei ll; «• h r i n ft e VreiS für Schweine auf 60 M k. pro 50 Kilo gegen 44 im November 1904, ber Preis auf 88 &?. gegen 65 Mk. im Jahre 1904 Im Dezember nahm die Spannung bann ganz erheblich ab; der n.edr.g le Preis, ber in München bezahlt wurde, betrug 1905 56 M aeaen 44 Mk. 1904, ber höchste, d-r in Dresden erziell würbe 80 Mk. gegen 68 im Dezember 1904. Auf bic einzelnen' Marktorte verteilten sich die Preisschwankungen ganz anders als im Vorjahre. Ende 1904 wurden bie höchsten Preise in Stuttgart und Nürnberg bezahlt, verhaltmSmaßw am billigsten waren die Schweine in Mittel- und West- Deutschland; Hamburg, Berlin, Dortmund hatten relativ niedrige Preise. Im Dezember 1905 war zwar auch w.edei in Süddeutschland der Preisstand noch sehr hoch, fast ebenso hoch waren aber die Schweinepreise an sachuschen Marktorten. An den wichtigsten deutschen Plätzen stellten sick die Preise für 50 Kilogramm Schweine Lebendgewicht aus Mark: und Verkesir. Volkswirtschaft. Die Hausse tm Neuen Jahr. Seit Ende des tret- (t*Äflcxen Jahres ift *n den deutschen Börsenplätzen wieder eine SSteiotruifg d'r Jnditstriewette, sp'tiell Monl^nakticn em getreten, die wir als nich4 nnbedenllich bezeichnen müssen. Schon m den letzten Börsent-sen des vergangenen Jahres waren für eine ganz Anzahl J«dnflrieaktien SbirSHetgcnmgen voii 3—10 Prozent zu »eichnen imb diesen Dienstag, am Tage des. uscmcemaßigen K-nr».^«AageS, gnfc er weitere Steifferunqen. Bei Gelsenkirchener BergwrrkS.iktien ttnrrbe infolge der Schatzimg der Dividende aus 10 Prozent ein usancemäßiger Kursabschlag von 6 Prozent vorgensmmcn. Die Aktien wurden unter 93crüaj:.nytigunn dieses Schlages nm 3V? Prozcirt höher gehandelt. — Die Aktien des Bergwerks Konsolidation wurden an der Berliner Börse in der ersten Stunde nickt notiert, sodaß die Wirknug des Abschlages von 18 Prozent (Dividendenschätzungen 22 Proz.) im Kurse zu- nächst nickt zum Ausdruck kam. Tie Aktien des Bochumer Guß- 'tahlvcreins festen um 41/2 Prozent höher ein, btc des Dörpener Bergwerkes um ca. 3 Prozent, die der Laurahütte um co. d,7o Prozent Dabei war es wieder das Provinzpublikum, das Mit reicken Ordres am Markte war. Nicht zum mindesten, auch in russischen Prioritäten. Es wird uns eben so wundern wie freuen, wenn es nicht wieder zu einer Enttäuschung kommt. Die letzte Diskonterhöhung der Neichsbank kommt in dem gestern bekannt gegebenen Ausweis günstig zum Ausdruck. Die Änsprück)e w-ren, wie stets in den ersten Januar- tngrn. sehr groß Die Goldzuflüssc aus Rußland und Landon, die im gmtsen 100 Mill. Mark betrugen, dürften jetzt wohl aufharen. Der Eingang wurde ausgeglick?en durch starken Golv- Inlandsbedarf. In den letzten Tagen des Dezember sind auch, wie die ,.F. Z." bei dieser Gelegenheit mitteilt, die früher am offenen Markt begebenen Sckatzsckeine an die Neichsbank zurück diskontiert worden. Das gen. Blatt ist auch der Ansicht, daß die Neickisl' nk demnächst wieder Schatzsckicine an den Markt bringen wird, aber die Auswahl der für die Börse genehmen Fälligkeiten bereitet einige Schwierigkeiten. Jedenfalls dürfte die Bmk erst den nächsten Ausweis abwarten, um eine Diskont- ermäßig"ng in Env'äguna zu ziehen. Es wird geglaubt, daß ber 10. d. M. der Tag wird, an dem eine solck^e und gleich um ein volles Prozent, vorgeschlagen werden kann. Die Zukunft der russischen Finanzen Der bei- gische Nationalökonom George be Lavelcye bespricht bte Möglichkeit für Rußland, sich finanziell wieder zu erholen und habet bte Interessen bet Rentenbesitzer zu wahren. Er sagt, man btmiche d'sür nickts neues zu schaffen, fonbern nur auf bas ©cfenta des argentinischen und brasilianischen Moratoriums zutückzu- greifen. die sich seinerzeit so sehr bewährt hatten. Für Rußland wäre die Sack-e um so einfacher, als es keine äußere Rente gibt, welche durch Monbere Privilegien ober Spezialgaranticn gedeckt ist. Der Verfaffer setzt voraus, baß Rußland ein Moratoriunt 'us folgender Basis Vorschlägen würbe: 1) An Hebung während 5 Jahren der Amortisation der äußeren und inneren Schuld; Zahlung während dieser 5 Jahren der Kupons ber äußeren Schuld in Titres einer noch zu schaffenden Funding-Anleihe, beten 4r/, Proz. Zinskupons in Rußland in Gold zahlbar wären; 3) diese Anleihe würde ein absolutes Vorrecht vor allen anderen Schulden, wie sie auch seien, haben und würde z. B. durch ihre Staatsb^hnen ga-rantiert sein; 4) die Regierung würde autorisiert werden, Oblig'tionen ber Fiinding-Auleihe bis zum Betrag des Zinserforbernisses für bte ausivärtige Schuld während der 5 Iahte des Moratoriums auszugeben. — Wit zweifeln noch seht, daß die baute sinance sich mit einem derartigen Plan einverstanden erklären würde. Berlin, 3. Jan. Gegenüber einer ZeitungSmcldung, daß ein Pariser Konsortium unter Führung ber Danaue be ('Union Parisienne von ber Internationalen Vohtgesellsclmst eine größere Anzahl K'0hlenfeldet in Lothringen übernehme, wird von zuständiger Seite mitgeteilt: .Die Nachricht ist in dieser Form unrichtig. ES wird allerdings beerte sichtigt, zur Ausbeutung einet gtösteten Anzahl der von ber internationalen Bohtgesellsckwft in Lotbringen ausgeschloffenen K'-hlenselb-t eine EienpeseNschast zu bilden, an bet sich auch französisches K'apital in starkem Umfange beteiligen wirb. Die Aktiengesellschaft selbst aber wirb ihren Sitz tn eu tsckl anb haben und unter beutfckem Rechte stehen. Die Führung bet Geschäfte liegt in ben Händen deS A. Schaaffhausenschen Bankvereins und an der Blldung bet Gesell- schest werden sich mehrere unserer ersten deutschen Banken be- teiliaen. NüheteS kann zur Zeit nicht mitgeteilt werden, weil bie Bet Handlungen noch nickt in allen Einzelheiten abgeschloffeo sind^ Die Marktpreise für Dieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 8 Januar 1906. Deiember November Dezembe 1904 1905 45-53 67—76 65—70 49—58 66—73 63—71 52-60 72-83 70-80 51-58 73-81 74—79 44—56 67-77 62—70 46—53 70—75 63-68 48-55 64—73 68—72 50—60 73-80 67—74 55—68 73-81 68-75 50—60 60—80 56-79 56—60 74—77 68-74 46-56 64—74 62-72 A 1 Höchste Schlachtviehpreise in F r a n k i u r t a. M. Fleischpteise in Gießen r „ Ochsen ■ Kälber 5 Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 82—84 Mk. 1, Kg. Schlachtgew. 86— 90 Pst '/, „ , 76-00 ,, V, Kg. 72-82 Pfg. 7. » 70-80 , „ 76 86 , g Getreidepreise in Mannheim Arotpreise in Gießen - Weizen 100 Kg. 00.00 'M b Roggen lOO Kg 00 00-00.00 Mk. Weißbrot 2 Kg. 54 litg. Schwarzbrot 2 Kg. 50 Ptg. Januar 1906. Barometer aui 0° reduziert Temperatur ber Lust Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Winbrichtung Windstärke Wetter 3. 2“ 746,8 -1.6 3,5 86 SSE 4 Vew. Himmet 3. 9" 749 0 -1,1 4.0 94 SW 4 4. 7" 749,9 —0,7 4,3 98 SSW 2 Sprühregen C5 &?» C 'S 00 eo s & & ö »£> C -Z' L S «r ö^j c 5 X © »o 05 -. t *e <9\g c E m r? 2 s 'S 2 E k7 5$ N § g® g SS <5 5 r SS: 3 er? o :Q a £• wjk Ch> 3S-; § g Ä-tß-M 3 ° 3 -5 vQ 3 GO HE<£ 8 L tn -j 8 3" na co H 3 .. 5> o B d 3 3 L 3 Z © © prelle in Sieben *- ® E ^L)S? 5 ‘5 o o •ET na 8 t—2 e<_* Ec^-xo S°-§L^E8 »—1 o -5 CS O a 3 N S © CQ 3CQ 's © 3 'S Et SN . s e KZ 3» E c E-L & •3 Gv 3 © 55 «a *8 M E « 3 e 3 N #6 3 y 5 Z S © 4 4 2 © E e? ©5 3 tä s= *> © 3 v so S 2 2 ■e na 3 Ö? 3 E e r IG £ ’S St © 3 3 C m <4» E Et® aa 'S © 3 S aa tg. 72'82 Pi5 70—80 ' 76 JL j8 £ 3 tu <3® = o iö Sg § So o Gl E o p E 3 W au na S«3 s 3 o e w P 2 p P© N §s 3.^ S © L oi " 3 _to g- 3 _ g h'Ö B S-3 aa w Frucht Zrotpreise 3Ä; S- 3 3 E « •—33 «eilt ‘n22^_ —rcT^Iw^ « g v 33 e. ■3" f® I® 3^ JE w ZE A 3 Ns «a 3 3ä 3Ö Z«a S >ti' 35 2 O uQ »S N S2 — o CT. «a ÄCT Ml ScQ 3 Ä E^r.a — 3 _ w 1^5 3 3 'S 3 o^trDÖ t-00 .5 CD 35 J 3rti 3^ 3 _ CO o * i-t = © >5=3 ’S 'C >3- o eS?* »5S§; = 5 e .-s K o . B «5 6j oE" E-E, ti 65 X *3 Gl 3 5 E o» jj *P Q-0 5 •» \ m 5Bet’ , • Berast, ;“u"8 *2 “(ton). ,4|) P-"o *ti äs 3© gR 3-K tz E S “ “ “■ »5.3'5 ^KEaa 3g( "-3^ 3 gO? P — rH , fiS «* 3 Cfw ..: k-co = g e ? c s' ■« C n v N ö? ' 3^^. o »Ci o* 5 Ä C0 5<®„ SAIN S 6, CQ g |CQ K § 353 opc"- ® 0 2 -3 ELZ'. 3 5 « 4>H 5. B « S K» Q P O : s es« Sä . 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