Nr. 102 Zweites Matt 156. Jahrgang Erscheint UgNch mit Ausnahme de- Sonntag-. /äSS X* < - A Die „eichener ZamMrnblStter" werden dem KUH R O*W> M ff $ O X fl> 1) O »Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Ter tja»' >S ßi V-i fcj y Vi X, /'-.- f/j d H M S SiL .tzesflsche Landwirt' erscheint monaUich einmal. ” £ w v * V v v 3Vr Mittwoch 2. Mai 1906 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sch« UnwersttüiSdruckerei. 9L Lang», Dreßen. Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr. 6L Telegr.-Adr. r Anzeiger Gießen. General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Aus dem Aeichslag. R. Berlin, 1. Mai. Tie sozialdemokratische Reichstagsfraktion stellt sich insofern in Gegensatz zu der übrigen proletarischen Welt, als sie am heutigen „Welt feier tag" nicht durch Arbeitsruhe, sondern durch A r b e i t s e i f e r' demonstriert. Dem Fraktionsbeschluß entsprechend war die Fraktion Bebel nahezu vollständig zur Stelle, um den Steuer-Kompromißlern das Leben sauer zu machen. Tie Handhabe des Antrags aus namentliche ^lbstimmung über den Braust« ff e Ist eu er-Beschluß der Kommission war bereitgc- gestellt, aber auch die Steucrfreunde legten sich nicht auf die Bärenhaut, sondern versammelten sich in stattlicher Zahl, um das in der Kommission mühsam zustande gebrachte Werk vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Eine gewisse Gefahr drobt dem Kompromiß bei der Braustcuer schon von dem Abändcrungsantrag des Llbg. Speck (Ztr.). Der Führer der ausschlagaebenden Partei, ?lbg. Tr. Spahn, scheint zwar im Laufe des Vormittags seine Uebcrredungs- kunst anfgeboten zu haben, doch Speck will sich nicht zur Zurückziehung seines Antrags, sondern nur zu einer formalen Konzession bequemen. Aba. v. Vollmar (Soz.), einer d^ heutigen Tiskussionsreoner, meinte allerdings, Speck, ,*4if Landsmann aus Bayerm, wolle mit seinem Antrag nur das Ansehen des Zentrums als Volkspartei retten, da die Brausteuererhöhung entgegen den Bestimmungen des Flottengcsetzcs eine neue Belastung des Massenverbrauchs darstelle. Speck ttat dem entschieden entgegen und bemühte sich, dcm Schatzsekretär wegen der „finanzresormgcfährlichen" Wirkung seines Anttags zu beruhigen. Es solle ja nur den Abgeordneten eine Rückzugsmöglichkcit geboten werden, denen die von der Kommission beschlossenen Stasfelsätze zu hoch erscheinen. So wurde bis zu der mit Spannung erwarteten namentlichen Abstimmung noch hin und her geredet. Eine Art Ehrenrettung des Gastwirtestandes unternahm Abg. Kopsch (Frs. Vp.). Es war eine regelrechte Wahlrede, in der die Gastwirte gewarnt wurden, den Bierverteurern ihre Stimme zu geben. Auch ein Gastwirt selbst ließ sich hören, Ma. Schm al- feldt (Soz.), der Vertteter Bremens, ein ältlicher Herr, der unverzagt seine Sätze hineinschleudertc in die tosende Brandung des Stimmgewirrs. In einer Fülle, die einen erfrischenden Vorgeschmack gab von der diätengesegneten Zeit, präsentierte sich das Haus, als endlich die erste namentliche Abstimmung, über die von der Kommission beschlossenen Staffel- steuersätze, vorgenommen nmrdc. Es ergab sich bei einer Präsenz von 263 Abgeordneten die Annahme d e r K 0 m- missionsbeschlüsse mit 14 6gegen 113 Stimmen bei 4 sStimmenthaltungen. Tie Mehrheit ist also nicht gerade überwältigend, zumal die Brausteuererhöhung im Verhältnis am wenigsten umstritten war, aber cs gelang den Kompromißparteien doch, das Steuergebäude vor ernster Erschütterung zu bewahren. Abg. Speck fand mit seinem so viel erörterten Anttag im Zentrum selbst nur geringe Unterstützung, wie eine sich anschließende einfache Abstimmung erkennen ließ. Herr v. Vollmar lächelte vcrständuis- innig vor sich hin; er glaubt also wohl nach wie vor, daß der Anttag weniger auf das .Haus, als auf das Land wirken sollte. Im weiteren Verlauf wurde das Surrogatverbot für untergäriges Bier glatt angenommen und damit der norddeutschen Brausteuergemeinschaft eine Errungenschaft gesichert, deren man sich in Süddeuischland längst erfreut. Zu Klagen über das norddeutsche „Chemie bi er" wird also bald kein Anlaß mehr sein. Tas obergärige, alkoholarme und deshalb zur Verdrängung deS Branntweingenusses geeignete Bier kam nicht zu kurz. Auf Antrag der äußersten Linken wurde eine den Zucker zu satz zu diesem Bier bettefsende Verbesserrmg in das Gesetz eingefügt. Da sich Die Brausteuerdebatte — betr. Uebergangs- bestimmungen, lokale Bierbesteuernng usw. — in die Länge zog, kam die Tabakstenervorlag?, durch deren Ablehnung in der Kommission der Regierung 28 Millionen aus der Finanzreformrechnung gestrichen sind, sehr spät an die Reihe. Die wirtschaftlichen und sozialen Gründe, aus denen die Kommission die Tabakbesteuerung ablehnte, bestimmten auch das Plenum, diese dem Massenverbrauch zugedachte Belastung in beschleunigtem Verfahren, d. h. debattelos von der Bild- fläche verschwinden zu machen. seit Jahren dafür sorgten, daß eine allgemeine Teuerung eintrat, besonders durch die Annahme der Zollvorlnge. Staatssekretär Frhr. v. Stengel erklärt, Bayern habe nicht 7, sondern auf Grund der Regierungsvorlage 6 und auf Grund der Kommissionsbeschlüsse nur 3 Millionen Ausgleichsbeträge zu leisten. Keinesfalls würde Bayern von der Ablehnung der Steuer einen Profit haben, denn dann kämen höhere Matrikularbeiträge. Abg Speck lZentt.) erklärt, von einem Kompromiß bezüglich der ReichsNuanzreform könne feine Rede sein, sein Antrag gefährde die Reichsfinanzreform nicht, sichere vielmehr ihre Annahme und sei eine Rückzugslinie für die Freunde der Steuererhöhung, benen die Kommissionssätze zu hoch seien. Ein Teil der Mitunterzeichner werde zunächst für die Kommissionsbeschlüsse stimmen. Der Mißerfolg der Staffelimg in Bayern liege an der zu geringen Spannung in der Staffelung. _ Abg. S ch ni a l f e l d t (Soz.) bekämpft die Vorlage. Die Steuer werde sicherlich aus die Gastwirte abgewälzt werden. Damit schließt die Debatte über den § 3 a. Nach persönlichen Bemerkungen folgt n a m e n t l i eh e A b st i m m u n g. Der erste "Absatz des § 3 a, der die Steuersätze' enthält, wird mit 146 gegen 113 Stimmen, bei vier Stimmenthaltungen angenommen. Durch den gefaßten Beschliiß ist der Antrag Speck auf anderweitige Staffelung abgelehnt. Tas Haus berat sodann den § 1, der das Surrogatverbot für untergährige Biere und die Zulassung von Rohrzucker, Rübenzucker u. a. für obergährige Biere enthält. Die Sozialdemokraten beantragen, daß der dem obergährigen Bier nach Abschluß des Brauverfahrens zugesetzte Zucker nicht der Brausteuer unterliegen soll. Abg. Pachnicke (fr. Vg.) regt genauere Bestimmungen über das Gestatten der Materialien, namentlich für die Malzbier- bercitung an. Abg. : Man behauptet, Suddeutschland werde unter dieser Steuer nicht leiden. Bayern hat allem sieben Millionen mehr an Ausgleichsbeträgen aufzubringen. Wir Sozialdemokraten bekämpfen von je_bcr den hoben bayerischen Malzaufschlag. Bayern hat die Staffelung seit Zahrzehnlen. Gleichwohl gingen die kleinen Brauereien immer mehr zuruck und die großen wuchsen immer mehr. Wie kann Becker-Hessen von gehobener wirt- chastlicher Lage des Arbeiterstandes reden, nachdem seine yreunbe Zum Tode des Ministers v. Dudde. Berlin, 1. Mai. In dem Festsaale des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten fand heute in Gegenwart des Kr onprinzen als Vertteter des Kaisers sowie mehrerer Prinzen, sämtlicher Minister, des Staatssekretärs v. Tschirschkv, vieler Gesandter und des Unterstaatssekretürs v. Mühlberg eine Trau er fei er für den Minister v. Budde statt. Ter Reichskanzler war durch den Chef der Reichskanzlei v. Löbell vertteten. Der Reichstagspräsident Graf Ballesttem, Vertteter der einzelnen Parteien des Reichstages und die beiden Vizepräsidenten des Abgeordnetenhauses waren gleichfalls erschienen. Pastor Bahnsen hielt die Trauerrede. Ter Kronprinz, der einen prachtvollen Kranz im Namen des Kaisers niedergelegt hatte, sprach dann der Witwe und dem Bruder des Verstorbenen sein Beileid aus. Nachdem der Sarg auf den Trauerwagen gehoben worden war, bewegte sich der Trauerkondukt nach dem Anhalter Bahnhofe, von wo die Ueberführung nach Bensberg erfolgte. Frau Staatsminister v. Budde sandte an den Bürgermeister von Bensberg folgende Aufzeichnung, die der Minister in seinen letzten Lebenstagen gemacht hat: „An meine Heimatgcmeinde Bensberg! Nachdem Gott es beschlossen hat, mich ab zuberufen, freue ich mich der Rückkehr in die Heimat, wo eine Ruhestätte meiner wartet. Ich bitte um freundliche Aufnahme, v. Budde, Ehrenbürger von Bensberg." Tas gestern von uns erwähnte Berierdsfchretben des Reichskanzlers an die Witwe des Staatsministers v. Budde lautet; Hochverehtte Iran von Dudde! Euere Exzellenz bitte ich den Ausdruck meiner_ tiefen Teilnahme an dem Verlust entgegenzunehmen, der Sie bettoffen hat. Wenn etw^s Sie in diesen schweren Tagen z,i trösten oeri mag, so wird es die Einmütigkeit und Wärme sein, mit denen sich die Trauer um den frühen Tod Ihres ausgezeichneten Gemahls bekundet. Mit Euerer Erzellenz, mit S. M. dem Kaiser und König beklagt den Heimgang deS Staatsministers von Budde nicht nur der Kreis derjenigen, die das Glück hatten, in gemeinsamer Arbeit mit ihm an den großen Ausgaben des Staates zu schaffen; nicht nur die Armee, die in ihm einen ihrer beste« Männer gesehen hat; nickst nut die ^Angehörigen des große« Verwaltungskörpers dem feine treue Sorgfalt noch in der tödlichen Krankheit galt; es nehmen alle teil, denen die wirt- schastlick>e Entwicklung unseres Vaterlandes am Herzen liegt, weil sie beobachten konnten, mit wie erfolgreicher Umsicht und Tatkraft er daS ihm anvertraute Wirkungsgebiet gepflegt hat. Sein Lebenswerk, so früh er es abbrechen mußte, liegt klar vor unseren Augen: seine Verwaltung, so kurz sie war, wird in den Annalen PreußenZ stets einen hohen Ehrenplatz bewahren. Und für immer vorbildlich wird die hcroisckre Hingabe sein, mit der Ihr Gemahl im Angesicht des Todes, bis zum leisten Hauch, im Dienste des Königs und des Landes aus- gehartt hat. Sein Andenken wird unvergessen bleiben! In aufrichtiger Verehrung Euerer Erzellenz ganz ergebener (gez.) Fürst von Bülow, Reichskanzler. Der ^artritafl der Deutschen Aeformpartei, verbunden mit der Hauptversammlung be3 Deutschen Mittel- ftandsbundes, hat dieser Tage in Berlin stattgefunden. Der Parteivorsitzende Zimmermann bezeichnete in seinem parteipolitischen Ueberblicf die Situation als durchariS ernst. Tas Schmerzenskind der Pattei sei da§ Stammland des Antisemitismus Hessen. Die Schuld daran trage die soz. ,9$ ruber pari ei* der D eu ts ch s ozi a l e n, die dort in Kreise eingefallen seien, die zum Besitzstand der Reformpattei gehören. Auf Marburg halten wir aber die Hand, und Rechtsanwalt Harmoni wird dort die unklare Kandidatur deS, Tr. Böhme zu Fall bringen. Auch die deutschfoziale Kandidatur in Gießen focdett geradezu den Bruderzwist heraus, wir werden diesen Kreis nicht aufgebe n. (l! D. Red ) Die Schwierigkeit der Arbeit für die Partei liegt neuerdings hauptsächlich darin, daß die wirtschaftlichen Verbände mit Schlagwöttern die Masten an sich relßen wollen auf Kosten der Pattei. Dem jetzigen Re- gienmgSkurS gegenüber muß die Reformpattei mehr als bisher ihre oppositionelle Haltung betonen. Die Zeiten Bismarcks sind.vorüber, eine starke nationale Oppositionspartei ist jetzt am Platze. Der Justizminister Beseler steht zur Judensrage ganz anders als sein Vorgänger, und auch an der höchsten Stelle wird eine Politik getrieben, die wir nicht mitmachen können. Die Reformpartei hat nur eine Zukunft a(5 nationale Volkspartei. Zu den nächsten Wahlen bemerkte Zimmermann noch, in Alsfeld-Lauterbach hoffe man Bindewald wieder durchzubring-v. (!) Die Haltung der Partei in Wetzlar-Altenkirchen hänge davon ab, ob die Christlich-Sozialen in Marburg sich für Dr. Böhme oder für Rechtsanwalt Harmoni entscheiden. Abg. Werner besprach die hessischen Verhättniste. Die Hcsten würden den deutschsozialen Eindringling Dr. Böhme hinauswerfen und Rechtsanwalt Harmoni unterstützen, sofern er sich auf den Boden der Reformpartei stelle. 4. Sitzung der Großh. Handelskammer Gießen für die 5ireise Gießen, Alsfeld und Lauterbach. Protokoll-Auszug. Gießen, den 25. April 1906. (Schluß.) 2. Voranschläge der Handelskammer und der Kaufmännischen Fortbildungsschulen. Der Voranschlag der Handelskammer wurde vargelegt und die Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 10 100 Mark festgesetzt. Desgleichen gelangten die Voranschläge der Kaufmännischen Fortbildungsschulen zu Gießen, Msfeld und Lauterbach zur Vorlage, und Annahme, Der Voranschlag der Käufm. Fachschule zu Gießen enthält einschließlich 2060 Mark Staats,zuschuß 7765 Mark Einnahmen und 8446 Mark Ausgaben, derjenige der Kaufmännischen Fortbildungsschule Msseld einschl. 320 Mark Staatszuschuß 1050 Mark Einnahmen und 1137,50 Mark Ausgaben und der Voranschlag der Kaufmännischen Fortbildungsschule Lauterbach einschließlich 230 Mark Staatszuschuß 813,25 Mark Einnahmen und 813,25 Mark Ausgaben. 3. Einführung des Fortbildungsschnlzwangs für weibliche Angestellte im Handelsgewerbe der Stadt Gießen. Ter K'reisverein Gießen des Verbands deutscher Handlungsgehilfen zu Leipzig hat die Handelskammer ersucht, dafür einzutrtten, daß durch Ortsstatut die Fortbildungsschulpflicht in dem Umfange, wie sie bereits für die männlichen Handlungslehrlinge und Gehilfen besteht, für die Stadt Gießen auch auf alle im Handelsgewerbe beschäftigten Personen weiblichen Geschlechts unter 18 Jahren ausgedehnt werde. Tie Handelskammer erkannte an, daß bei einem großen Teile der weiblichen Angestellten eine hinreichende Vorbildung für ihre kaufmännische Tätigkeit fehlt und d.'.ß vielen unter ihnen neben der praktischen Llusbildung im Geschäft eine gründliche theoretische Fortbildung notwendig ist. Trotzdem glaubt die Handelskammer von der Stellung eines Anttags auf ortsstatntarische Einführung des Fortbildungsschnlzwangs für alle im Handelsgewerbe beschäftigten weiblichen Angestellten unterhalb einer gewissen Altersgrenze zur Zeit noch Wstand nehmen zu müssen, und zunächst die Erfahrung^ abzuwarteil, die sich au5> den von privater Seite in hiesiger Stadt geplanten Fortbildungskursen für weibliche Angestellte ergeben werden. 4. Einschränkung der Vormärkte _bor den Gießener Viehmärkten. Nach § 4 der Gießener Viehmarktordnung ist daS Handeln mit Vieh außerhalb des Marktplatzes im Stadbeztirk Gießen auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen an den Markttagen, und während der vier vorhergehenden Tage verboten. Trotz dieser Bestimmung hat sich seit längerer Zeit ein umfangreicher Vormarkt entwickelt, dem bisher nickt wirksam entgegengetreten werden konnte, der aber auf die Hauptmärkte einen schädigenden Einfluß ausübt. Die Handelskammer beschoß, der Großh. Bürgermeisterei auf eine dahingehende Anfrage mitzuteilcn, daß es zur Einschränkung der Viehmärkte notwendig sei, die Belästigungen und Erschwerungen, denen der Handel auf den Hauptmärkten unterworfen ist, zu beseitigen. ES sei daher u. a. die schon früher beantragte Beschleunigung der ärztlichen Untersuchung durch Anstellung ivciterer Tierärzte erforderlich, damit der Auftrieb rascher beendigt ivcrbc, als' jetzt. Ferner empfahl die Handelskammer ein schärferes Borgehen der Eisenbahnverwaltung gegen den Biebhandel auf der Bieh- rarnpe beim Eintreffen vstpreußisckter Viehtransporte. Eine Aen- derung der Gießener Viehmarktordnung durch Erweiterung des Vormarktsverbots hält die Stimmer dagegen für ziemlich wirkungslos. 5. Handelsbeziehungen z u den Vereinigten Staaten von Nord-Amerika. Die Bestimmungen der Bereinigten Staaten von Amerila über das Verz-ollungsverfahren sind vom 1. März d. I. ab in einigen Punkten geändert worden. Darnach ist ieder ctmerikanist'e Konsul zur Beglaubigung der Fakturen zuständig, in dessen Bezirke die Ware gekauft oder hergestellt ist. Ferner soll der Konsul in der Regel das persönliche Erscheinen des Exporteurs oder seines Vertreters zur Faktur- beglaubigung nicht verlangen dürfen, sondern die Faktura beglaubigen, wenn sie ihm durch die Post oder einen Boten übersandt worden ist. Ferner wird der Konsul verpflichtet, falls er die Richtigkeit der Angaben des Exporteurs über den Marktwert oder die Herstellungskosten der Ware bezweifelt, sich mit den Handcls- kammern oder anderen Handelsorganisationen seines Bezirkes in Verbindung zu setzet! und die ihm von diesen etwa mitgeteilten Bescheinigungen oder anderes Belveismaterial an die Zollbehörden in den Vereinigten Staaten zu übersenden Dem Agenten des amerikanischen Schatzamts in Berlin ist es zur Pflicht gemacht worden, bei Anstellung von Ermittelungen über den Marktwert oder die Herstellungskosten von Waren sich 'zwecks' Erlangung der nöligen Informationen zunächst mit den betreffenden HandeMammern und .Handelsorganisationen in Verbindung zu setzen. Außerdem wird für das Verfahren vor den Abschätzungs- Leamten in Amerika in zweiter und dritter Instanz (vor einem general-avvraises oder vor bem board os general appraisers) die Oeffentlichkeit cingeführt. — Nähere Mitteilungen über die Peuer- ungen könnten die interessierten Firmen von der Handelskammer direkt erhalten, lieber die Erfahrungen mit diesen Acnderungen Hot die Hande^kammer dem Grotzh. Ministerium des Innern bis zum 15. Oktober d. I. zu berichten. 6. Versäumnisse des Unterrichts in der Kauf- urännischen FachschuleGicßen. Im abgelaufenen Schuljahre haben wieder die Lelwlinge einiger Firmen in Gießen in zahlreichen Fällen ohne hinreichende Entschuldigung den Unterricht der Kaufm. Fachschule versäumt. Es loirb deshalb hier nochmals darauf hingewiescn, daß in Zukunft bei wiederholten unentschuldigten Versäumnissen die Ausweisung aus der Fachschule und gegebenenfalls die Ueberlveisung an die obligatorische Allgemeine Fortbildungsschule ersolgt. Ferner wird darauf aufmerksam gemacht, daß nach § 76 deS Handelsgesetzbuchs und den 120, 150 der Gewerbeordnung der Lehrherr verpfliclstet ist, feinen Lehrlingen zum Besuche einer vom Staate als Fortbildungsschule anerkannten Untcrrichtsanstalt die erforderliche Heit zu gewähren, widrigenfalls Geldstrafe bis zu 20 Mark und im Un- vermöganSfallc Haftstrafe bis zu drei Tagen für jeden Fell Eintritt. 7. Eingänge: Von zuverlässiger Seite sind der Handelskammer Mitteilungen zugegangen über eine Internationale Dauer-Ausstellung in Amsterdam, die Rumänische Landesausstellung in Bukarest 1906, Handel und Industrie int Moskauer. Rayon zu Anfang Februar d. I., Einziehung von Erkundigungen über nordbulgarische Geschäftsleute, Absatzgelegenheit für Hafenbaumaterial, Maschinen, Eisenbahnmatcrial, Kleinmotoren, Motorwagen, Motor- »cihrräder nach Britisch-Indien, die Gewerbe- und Landwirtschafts- WnssteUnng in Benares im Jahre 1905, Umwandlung von Pferdebahnen in elektrische Bahnen in ?ldelaii>e, Mißstände in Bezug von amerikanischen getrockneten Aepfeln, die Besiedelung des BananenlandeS in Cvsta-Rica, Handelsorganisation Boliviens, 'ferner über zweifelhafte Firmen in London, Charkow, Piräus', Konstantinopel, Bombay, Ontario (N. P.) und in Navyork. Die Eingänge können während der üblichen Geschäftszeit im Bureau der Handelskammer eingesehen werden. Vom Wetterauer Heimatpflege- und Volkstrachtenfest. (Original-Artikel des Gießener Anzeigers.) d. B u tz b a ch, 1. Mai. / Gestern sand im Hotel zum Hessischen Hof biet eine Sitzung bes Komitees und des geschäftsfährenden Ausschuss e s des Heimatpflege- und Volkstrachtenfestes statt, das bekanntlich am 16. und 17. Juni hier gefeiert werden soll, um bei der kernigen bäuerlichen Bevölkerung der Wetterau den Heimatsinn und Heimatstolz zu heben und zu fördern. Aus säst allen Orten der Wetterau und den benachbarten Bezirken waren zahlweiche Vertreter erschienen, so daß der Festvorsitzende, Kreisrat Fen -Friedberg, alsbald nach dem Eintreffen des Ehrenvorsitzenden, S. D. Fürsten Karl zu Solms-Hobensolms-Lich, vor dicht besetztem Saal die Versammlung eröffnen konnte. Er dankte zunächst dem Fürsten für die Uebernahme des Ehrenvorsitzes, ivodurch er nicht allein dem Feste, sondern dem Bauernstand überhaupt seine Sympathie erwiesen habe. Der Fürst zu So l ins dankte sodann für die Uebcrtragnng des Ehrenoorsitzes und gab seiner warmen Spmpathie für den Bauernstand Ausdruck. Er begrüße das Fest mit Freuden, weil er davon eine Förderung der Bestrebungen erwarte, den deutschen Banernstand in seiner Eigenart, seinen alten Sitten und Gewohnheiten, wie er sie von seinen Vorfahren übernommen habe, zu erhalten. Kreisrat Fey begrüßte sodann die auswärtigen (Reifte, insbesondere die Vertreter der Staatsregierung, 63cb. Oberbaurat Hofmann und Regierungsrat Kranzbühler. Ministerialpräsident Braun, der durch Dienstgefchäfte am Kommen verhindert war, hatte fchriftlich fein und der Regierung lebhaftes Interesse an dem Fest ausgedrückt. Sodann teilte der Vorsitzende mit, daß Seine Königl. Hoh. der G r o ß h e rz o g auf eine Immediateingabe hin fein lebhaftes Interesse an dem Fest habe aussprechen lasten. Der Landesherr wünscht dem schönen Unternehmen, das der Erhaltung und Entwickelung des Heimatsinnes in unserer ländlichen Bevölkerung dient, von Herzen besten Erfolg und stellt seinen Besuch in sichere Aussicht. In ähnlicher Weise hat I. K. H. die Großherzogin sich über das Fest ausgesprochen und ihr Kommen in Aussicht gestellt.^ Das Ministerium des Innern bringt dem Feste ebenfalls mit Rücksicht auf feinen Zweck regstes Intereste entgegen. Hieraus erstattete der Vorsitzende über die Organisation mtb die Ordnung deS Festes einen ausführlichen Bericht. Das Fest gelte nichts idealen Gütern, sondern dem Schutze idealer Güter, eckt deutscher Güter, denn es solle den Heimatsinn fördern mtb den in unserem tüchtigen und stolzen Bauernstand herrschenden Kunstsinn erhaltet, und fördern helfet? Mlc Kunst gehe auf die Natur zurück und stütze sich auf das wahre und echte Volksleben, das am meisten bei unfern Bauern erhalten sei, und das zu fördern Aufgabe des Festes sei Es solle nicht eine Schaustellung der ländlichen Bevölkerung vor den Augen Neugieriger sein, sondern ein F e st für die l ä n d l i ch e B c v ö l k e r u n g, und dazu beitragen, daß die idealen Güter unseres Volkslebens aus dem Bauernstand heraus wieder mehr zur Geltung kommen. Die Organisation für das Fest besteht aus einem Kvmitee mehr beratender und beschließender Art und einem gcsckäftMhrenden Ausschuß für die Durchführung des Festes. Daneben bestehen eine Reihe Einzelausschüsse — Zug- und Festausschuß, Ausstell- nngsausschuß, FestspielauSschuß. Finanzausschuß und Preßausschuß — und Ortsausschüsse in zahlreichen Orten der Wetterau. An Mitteln stehen bis jetzt zur Verfügung je 500 Mark vom landw. Provinzialverein für Oberhessen und vom Kreis Gießen, je 50 Mark vom hist. Verein für das Großherzogtum Hessen und der Gesellschaft für hessische Volkskunde in Gießen. Ferner ierhoffe matt noch Bewilligungen von der Provinz Oberhessen und *om Kreis Gießen. Falls diese Gelder und die Einnahmen des .Festes nicht ausreickeu, steht ein Garantiefouds von 7000 Mark zur Verfügung und auch das Ministerium des Innern hat für den Fall eines Defizits einen Zuschuß von 1000 Mark in "Aussicht gestellt. Ein etwaiger Ueberfchuß wird je zur Hälfte dem historischen und Trachten-Museum zu Butzbach und dem Heimatpflege- und Trachtenverein zu Gute kommen. Das Fest umfaßt eine Ausstellung von Bau er tt hauSplän e n , Geräten usw. in der Turnhalle, die am 10. Juni eröffnet werden und 6—8 Wochen dauern soll. Am 10., 13., 17., 20., 24. und 27. Juni gelangt ein historisches Fe st spiel „Der Hüt- tenberger" von Hauptlehrer Ktirl Storch ?ur Aufführung, das in und um Butzbach spielt. Fernere Festveranstaltungen sind der Festzug am 17. Juni, Musikaufführungen in der Festhalle, Aufführung alter Volkstättze, Reigen in historischen und jetzigen Trachten, alte Butzbacher Schwertertänze, Vvlksgesänge, sowie Tanz und Volks-Belustigungen auf dem Festplatz. Der Festzug soll die 4 Jahreszeiten in Gruppen und Bildern aus dem Landleben darstellen und ferner Trachtengruppen und Szenen aus Butzbachs Vergangenheit vor Augen führen. 25 Gruppen sind bereits sicher angemeldet. Die einzelnen Gruppen sind wie folgt gedacht: 1. Frühling (Kinder in Tracht, hierzu sollen alle Elterti aus Orten, wo die Kittder noch Trachten tragen, die von über 10 Jahren mitbringen, 2. Aussaat, 3. Gärtnerei, 4. Musterung (hierzu sind alle diesjährigen Gestellungspflichtigen aus dem Bezirk Butzbach in ihrem bunten Schmuck zu er- schieinen), 5. Girlandenträgerinnen, 6. Brautzug, 7. Singschule, 8. Lohschläger, 9. Heuernte, 10. Getreidebau, 11. Flachsbau, 12. Marktzug nach Butzbach, 13. Kirchweihzug, 14. Obsternte, 15. Jagdzng und Schützengilde, 16. Reservisten, 17. Spinnstuben, 18. Hvlzernte, 19. Tumergmvpe, 20. Brauergruppe, 21. Gerbergruppe, 22. Webergruppe, 23. Wirtshausgruppe, 24. Alt-Butzbach mit seinen Zünften, 25. die Neuzeit, dem hessischen Fürstenpaare huldigend. Da Männertrachten in unserem Gebiet kaum mehr vorhanden sind, sollen die Männer möglichst int grünen Lodenanzug und Gamaschen oder hohen Stiefeln erscheinen. MH aus anderen Gebieten ist Besuch zu ermatten. So werden aus dem Kreis Biedenkopf 100 Frauen und Mädchen in Trachten erscheinen, ebenso sind aus den Kreisen Alsfeld, Gießen (soweit nicht Gruvpeit gestellt werden) und Lauterbach bereits Anmeldungen erfolgt. Eine der Haupturs<-chen des Rückgangs der Trachten ist nach des Redners Ausführungen der Unverstand, mit der gedankenlose Leute die trachtentragenden Landleute belächeln. Demgegenüber sollten die Bauern stolz sein auf ihre heimische, echt deutsche Tracht. In diesem Sinne solle das Fest auck ein Trachtenfest sein und dazu beitragen, einen guten Bausinn und Formensinn hervorzukehren. Die Tracht ist der Ausdruck einer Volksanschauung und ihre Erhaltung geschieht im Interesse der Hebung der ländlichen Kultur. Die jetzigen Trachtenvereine sind aber hierzu ungeeignet, sie müssen gauweise, nicht nach der jetzigen politischen Dezirkseinteilung, eingeteilt und von der Bevölkerung selbst, insbesondere von den Frauen, verwaltet werden. Mit dem Fest wird neben der Erhaltung der Trachten die Förderung der Heimat- Pflege, ded Heimatschutzes und Wohlfahrtspflege erstrebt. Dieselben Bestrebungen hat der deutsche Verein für ländliche Heimat- und Wohlfahrtspflege. Auch 'mit diesem Verein hat sich der Ausschuß in Verbindung gesetzt, und dessen bekannter Geschäftsführer, Schriftsteller Svhnrey, bat seinem lebhaften Interesse an dem Fest Ausdruck gegeben. Um aber dem Fest erst die rechte Bedeutung zu geben, ist es nötig, eine dauernde Organisation zu schaffen. Der geschäftsführende Ausschuß schlage daher vor, zu beschließen, das F est bestens zu fördern, ferner die Ermächtigung zu erteilen, die Herausgabe eines hessischen Tracht en buch es in die Wege zu leiten und die Owündung einer hessischen Ländesgruppe des deutschen Vereins für ländliche Heimat- und Wohlfahrtspflege in die Wege zu leiten. Die Versammlung stimmte unter lebhaften Beisalls'rufen diesen Vorschlägen zu. Nach einer kleinen Pause begann Professor Walste aus Darmstadt einen Vortrag über das hessische Bauernhaus, in dem er an der Hand von Lichtbildern etwa folgendes ausführte i Das Bauernhaus hat bis jetzt nicht die Beachtung gefunden, die eS verdient, bis jetzt haben es nur die wissenschaftlichen Forscher beachtet, die, weil es in seinen Grundformen sich nichts selbst Jahrhunderte hindurch, ändert, durch seine Vergleichung schätzenswerte Feststellungen über die Wanderungen der deutschen Dolksstamine usw. anstellen fonuten. Dies ist der wissenschaftliche Wert des Bauernhauses, aber noch höheren Wert besitzt es als Künstwerk. Ueberall findet sich bei den deutschen Bauernhäusern das Bestreben, Schönheit und Schmuck, natürlich und ungekünstelt zum Ausdruck zu bringen. Nirgends findet man einen Widerspruch zwischen Zweck, Form und Baumaterial, der in städtischen Bauten so häufig ist und leider in den letzten Jahren vielfach auch auf dem Land Eingang fand. Im B'auernhauS ist Natürlichkeit, Zweckmäßigkeit und Wahrheit, durch alle Wandlungen ist sein Prinzip das' gleiche geblieben. Es ist ein Holz ha sis!..und das Prinzip beruht darauf, daü jedes im HauS angebrachte Stück Holz eine konstruktive Mission hat, und als Künstform mit dem natürlichen Material in Widerspruch stehende Verwendung findet. Leider wurde in der letzten Zeit auch das Bauernhaus von der unnatürlichen Mode ergriffen und wenn erst einmal der Bevölkerung zum Bewußtsein gekommen ist, wie halb oder gar nicht gebildete Architekten das Aussehen des Landes verschändet haben, bann wird ein furchtbares Erwackwn sein. Man solle jedoch das alte nicht einfach sklavisch nachbildeu, sondern es den veränderten Berbältnissen entsprechend naturgemäß weiter entwickeln. Nunmehr erläuterte der Redner an Hand von zahlreichen Lichtbildern die deutschen Bauernhaustyven, das niederdeutsche, fränkische und oberdeutsche Bauernhaus. Im nieder- und oberdeutschen Bauernhaus wohnen Menschen und Vieh mit ihren Vorräten unter einem Dach, sie unterscheiden fick dadurch, daß ersteres auf dem Prinzip der Längsteilung beruht, das oberdeutsche Haus' dagegen qucrgctcilt ist. Beiden gemeinsam ist auch, daß sie einzeln stehen und jedes Haus von dem dazu gehörigen Feld umgeben ist. Anders das fränkische Haus, zu dem auch das hessische Haus gehört. Dem heiteren geselligen Sinn seiner Bewohner entsprechend, steht es' dichtgedrängt in Dorfschaften zusammen. Mensch und Vieh, sowie, die Vorräte sind getrennt untergebracht. Das gewöhnlich zweistöckige Wohnhaus steht mit dem Giebel nach der Straße, eine Steintreppe führt von der Hofseite aus in das Haus und wenn Ställe angebaut sind, sind sie durch eine feste Querwand getrennt. Die Scheuer befindet sich im Hintergrund des HvfeS und gegenüber dein Wohnhaus sind kleinere Wirtschaftsgebäude und Ställe. An Hand zahlreicher Beispiele aus ganz Oberhessen mürben sobann bic charakteristischen Einzelheiten des hessischen Hauses näher erläutert, bic Holzkoustruktion des Fachwerks, das Vorspringcn der oberen Hausteile, die Zusammengruppierung der Fenster, die Türdächer, Hvftore usw., sowie der natürliche Schmuck durch Ktirbschnitt und Anstrich. Der Redner schloß mit der Aufforderung, bei Neubauten mit dem Nachahmen städtischerBau- ten aufzuhören, das bestehende Alte mit allen Mitteln zu erhalten und keinen alten Hausrat ans der Hand zu geben. Dem Vortrag folgte lebhafter Beifall. K^reiSrat Feh dankte dem Redner mit warmen Worten und schloß dann die Versammlung mit einem Hoch auf ba5 Grvßherzogspaar, das in der Forderung der Heimatkunst eine seiner schönsten Aufgaben erblicke. Vermischtes. • Brände. Am 1. Mai ist das Kurhaus bc§ Ostseebades Binz auf Rügen vollständig niedergebrannt. Man befürchtet Brandstiftung. — In Schweidnitz brach gleichfalls am 1. Mai in der mechanischen Weberei Rosenthal, die gegen 800 Arbeiter beschäftigt, Groß feuer aus, durch welches mehrere Gebäude der Weberei vernichtet tmivbcn. Etwa 400 Arbeiter sind infolge des Feuers beschäftigungslos geworden, doch wird gehofft, in etwa 14 Tagen den Betrieb wieder aufnehmen zu können. Von den Webstühlcn wurden nur drei leicht beschädigt. — Der Musketier Ege in Hohen- salza desertierte und versteckte sich in einer Scheune bei Königsbrunn. 91(5 er sich verfolgt sah, steckte er die Scheune in Brand und verbrannte. Nur der verkohlte Rumpf und das Seitengewehr des Soldaten wurden aufgefunden. * 3 to ei englische Dampfer Unfälle. Ter kleine Passagierdampfer „Courier" (150 Tonnen) kehrte am 30. porigen Monats abends mit Passagieren von Sark nach Guernset; zurück. Während die Passagiere^ auf Dock sangen, stieß der Danrpfer auf einen Felsen. Das Schiff sank, und es war kaum Zeit, die RettungSgürtet zu ver- teilen und die Boote herabzulassen. Der Kessel explodierte. In ein Boot waren 14 von den 20 Passagieren sowie 9 Personen der MannsckMft gestiegen. Dieses Boot schlug am Felsen von Tethou um. Die Schiffbrüchigen klammerten sich an den Felsen an. Von Guernsey, wv das Unglück gesehen war, kam sofort Hilfe. Unter den Geretteten befinden sich zwei Teutsche. Bei dem Untergänge sind acht Personen ertrunken. Das Schiff ging binnen vier Minicten unter. Auf dem Schiffe spielten sich schreckliche Szenen ab. — Am 1. Mai hat vier Seemeilen von B e a d h y H e a b ein Zusammenstoß des Dampfers „Blanefield" von London mit dem Segelschiff ,,Kate Thomas" stattgefundeu, bei dem der Dampfer mittschiffs so unglücklich getroffen wurde, daß er in vier Minuten sank. Ter Kapitän und 12 Mann von der Besatzung, von denen inzwischen ein Mann gestorben ist, sind in Newhaven gelandet, 11 andere wurden von einem Fischerboot ausgenommen. Man befürchtet, daß die fehlenden fünf Mann ertr unken sind. * Des Kaisers Dackel. Ter Kaiser besitzt zwei wertvolle Dachshunde, die er sehr gern hat und die ihn zuweilen auf seinen Reisen begleiten. Auch nach Homburg v. b. H. waren sie mitgenommen worden; einer von ihnen hatte diese Rücksicht aber nach Tackelmanier damit vergolten, daß er ausriß. Ter Tackel, ein brauner Kcumm- bein, auf den Namen „Schnapp" hörend, ist gelegentliche eines Ausfluges d'-es Kaisers zwischen Kronberg und der. Hohen Mark' in Verlust geraten. Er trägt ein Messing- Halsband mit einer Krone und einem W darauf. Tie im kaiserlichen Hochalt befindlichen Vierfüßler scheinen von einem großen Freiheitsdrange beseelt zu sein; denn erst vor kurzem machte das Verschwinden des Hündchens der Prinzessin Viktoria Luise und des der Kronprinzessin Geeilte in Berlin von sich reden. * Das Hochzeitskleid der Prinzessin Ena von Battenberg wird die Kleinigkeit von 28 000 Mk. kosten. Hierbei ist der kostbare Schleier noch nicht einmal inbegriffen, den die Prinzessin am 31. Mai bei ihrer Vermählung mit dem König Mfons von Spanien tragen wird und der derselbe ist, den des 5t'öuigs Mutter Maria'Christine einst zu ihrer Trauung trug. Das' Kleid ist ein Geschenk des Königs für seine Verlobte und luirb nicht von einer Schneiderin, sondern von einem Schneider in Madrid an- gefertigt. Ter Stoff ist weiße Tuchesse-Seide, reich mit weißen großen Rosen bestickt. Die Schleppe, die an den Schultern beseitigt wird, hat eine Länge von vier Metern und von den Brüsseler Spitzen, die Verwendung gefunden haben, kostet der Meter rund 240 Mark. Attnst und Wissenschaft^ Rom, 1. Mai. In der heutigen Hauptsitzung de§ Internationalen Kongresses für angewandte Chemie sprach Profeffor Frank-Charlottenburq über direkte Nutzbarina chung b e 5 Stickstoffs bet Atmosphäre für d i e Gern i n n it n g von Düngemitteln unb emberen chemiscben Probukten. Der Vortragcnbe machte besonders Dl'itteilungen über die volkswirtschaftliche Sicbeutung eines von ihm unb Caro her- gestellten Düngemittels, welches einen vollwertigen Ersatz bes Ehilisalpeters bilbe unb auch die beutfche Laub- wirtschast von bem Import dieses bislang unentbehrlich erscheinenden D ü n g e st o f f e s unabhängig machen werde. Gerichtssanl. Berlin, 1. Mai. Der RaubmörderHcnntg hat gegen bas Urteil bes Potsbamer Schwurgerichts Revision angemelbet. F r a n k f u r t a. b. O b e r, 1. Mai. Wie bie „Franks. Odcr- zeitg." berichtet, verhanbelte bic hiesige Strafkammer gegen bie S ch r i f t st e l l c r K e r k o w u n b Schreiber, ben Schauspieler Pauli mtb ben Redakteur des Sertiner Nomanverlags, Ra senack, sämtlich au5 Berlin, wegen Verbreitung unzüchtiger Schriften (Inttntc Geschichten). Die Angeklagten waren uont Berliner Landgericht sreigesprochen worbeit. Das Reichsgericht hob aber dieses Urteil auf unb verwies die Sache an bad hiesige Lanbgericht zur nochmaligen Entscheibimg. Kerkow unb Rasenack würben zu je 50 M k. G e l b st r a s e ober fünf Tagen Gefängnis verurteilt. Gegen Pauli unb Schreiber: wurde bas Verfahren eingestellt. HcrndeL und Verkehr?, Volkswirtschaft. Hantrovcr, 30. April. Die Battk für Haube! und I tt b u ft r t c hat Hettle ihr nettes stattliches Heim bezogen. Der binnen zehn Monaten ausgeführte vornehme Van, wie bie prakti- fcheit Einrichtungen bcSfcIben fonben ungeteilten Beifall; bas tnonu- mental-schönheitsvollc Gebänbe wirb adgemcin als eine Zierde Hannovers betrachtet. Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreifc am 30. April 1906. Höchste Schlachtvichpreise in F r a n k f u r t a. M. Fleischprcisc in Gießen Ochsen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 74-76 Mk. ’/. Kg. Schlachtgew. 90—95 Pf. ' 72-73 „ 7t Kg. 72-80 Pfg. 7, , 70-80 , .7, t w 76 86 „ Getreibepreise in Mannheim Brotpreise in Gießen Weizen 100 Kg. 19.50-00.00 Mf. Roggen 100 Kg. 18.00-18.20 Mk. Weißbrot 2 Kg. 54 Pfg. Schwarzbrot 2 Kg. 50 Pfg. Eingesandt. (Für Form und Inhalt -i'.tr >m>. 3 r Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Rebakti^n b.'. 'i'’iuum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Mehrere Burger empfehlen der Stabtverwaltrmg, die Grünberg e r S t r a ß c, die mit ihren schönen Battmattlagen offenbar einen recht günstigen Eindntck auf ben Kaiser gemacht hat, zur Erinnerung an seinen Bestich fortab „ K a i s e r st r a ß e * zu nennen. Für Blutarme, Nervöse 1984 Off® BC(Welzen-Lecithin-EIWEISS). EJF*. MOpier kJliain Tägliche Ausgabe ca. 25 Pfg. In Apotheken, Brog. — Wissenschaft!. Literatur kostenfrei. Dr. Volkmar Klopfer, Dresden-Leubnitz. MnWter WMbrik. Deutschlands. 300 Zitntnercinrichtunqen stets lieferst vorrätig. Man verlange Preisliste und AbbUdungen. [b1®/* 2091 vervollständigter -—i——Ä M enthaltend ।—r-A- ___!__/ J H die Fahrzeiten der S > I BH auf den Stationen B _ Z| B r Siebe«, Frankfurt a.m B ßX. Zj ® EZ 8affel» Marburg, FrieddergXB ffl X | H 7 Lollar, Londorf, Fronhaufen N® M Bh S N/Wetzlar, Loblenz, Köln, Fulda, LIsfeldxB gj g? WSrünberg, Selnhaufen, Mdda, Schotten^A W HZ hvngen, Laubach, Lich, Stcxkheim u. S'dernX W ankommenden und abgehenden Lifenbahnzüge, ^S| Vsowie die Fahrzeiten der vieberthalbahn zum Preises von 20 Pfg. in der Seschäftrftelle der Sieh. An). vor- rätig, kann auch durch die Austräger bezogen werden. 5elterswej 22 Telephon 460 Eigene Werkstätte for Ku nstver£las linken Treppenhäuser, Veranden Altdeutsche Zimmer etc. Kirchenfenster mit und ohne Malerei jzx in jedem Styl 22. ClüutiergerPserlitvcrflcherlluB-Vereill zu Grünberg. Die noch rückständigen Prämien vom 1. Semester l. I. können innerhalb 4 Wochen noch ohne Kosten an den Unterzeichneten bezahlt werden. '4 Grünberg, den 26. April 1906. Hch. Zimmer ll. Im Klavierstimmen empfiehlt sich [2057 Hermann Bauer, Asterweg 39 mW ■Luv.ee Croße Auswahl tn Rasierapparaten verschied. Systeme, rote Rapide, Non plus ultra, Piccolo, Komfort, Pascha, sorote Sicherheits- Rastermcster Ailas u. Figaro empfiehlt unter Garantie Ad Reinig, Stahlwareugeschaft, Gießen, Seltersweg 30. Photographische Apparate Bedarfsartikel. GIESSEN S«Prr»*.«g Klütz- und Seefische J. $1. Schulhof Lelephon 119. Sroewtet 93erlaubt nach aut» Herren-Hemden in weiß und farbig, sowie nach Mas; liefert in bester Ausführung zu billigsten Preisen 2714 I. Kaan fr., krtWlch. Alle Kräftigungsmittel rote Fcrromangauiu, Ferrocarniu, Hae» matogcu, ScottS Emulsion, Soma- tose, Sanatogen usw. kaufen Sie stets frisch in der [2554 Germania-Drogerie Carl Seibel, Frankfurter Str. Telephon 593. Prompt. Versandt nach auswärts. Anierik. Brillant Glanz-Stärke । mit Schutzmarke Waschkörbe 3 f giebt^®^ die schönste Plättwäsche Waschleinen Waschklammern Kokosstricke Raffiabast Hängematten empfiehlt in großer Auswahl zu billigen Preisen Carl Müller Plockstratze 12. [267t artbar, hochglänzend, elegant, über Nacht trocknend. Alleinverkauf bei August oll, Drogerie, Bahnhofstr. 51 2159 Wäsche mit K GiebtschönsteWäschel Luhns Nur echt MIT ROTBAND Gro er Ausverkauf unter den bisherigen Preisen. 2787 Neustadt Möbel 2261 1426 Dunkelkammer. Photographische Arbeiten. chancen sehr beliebt. |2686 an So 22] liefert billigst hv30/. ä M 3.60 Sie sind es! ä 2.60 Telephon 391 en detail en gros Calcium-Carbid.KilobüchseL D75 Neueste Jauchepumpe 2360 CMMmte HU. o 2304] Adler- Drogerie Otto Schaaf. Seltersweg 39. 2304 Neustadt 56 Telephon 76 Reparaturen fachgemäß und prompt. l W 3 L ä. ä L ä ä Hängematten von 1.— Mk. bis 10.— Alk. Futzbälle von 2.— Mk. bis 15.— Mk. Tennisschläger und Bälle, alle Preislagen CroquetteS von 5.— Mk. bis 20.— Mk. Ziehung am 11. Mai 1906. Lose ä Mk. 1.- (USt. Mk.10.-) so lange Vorrat reicht bei Richard Buchacker, Neuen Baue 11 zu hab. 2.— 0.50 1.—• 0.60 0.05 0.15 0.60 -MchWe mit unb ohne Federstellung, ,»Planet jr." Hand-- und Pferdehackeu, Hackmaschinen Aizeyer Herbie- 8 --VMLL sind wegen ihrer £4sit^öö < ünsti^enGewinn-- Wafferpumpen, Jauchepumpen, Jauche fässer, Jauchcverteiler, Jauchewagen, Gattenspritzen, Rübenschneider Vorrat reicht: prachtvolle Ltäntel gute Lustschläuche mit Dunlop-Bentil Ferner offeriere Acetylen-Laternen schon Trillerglocken „ stiadlaufglocken N Pumpen „ Gummilösung „ Reparaturkasten „ WcWig-Wrriiüer. Verlangen Sie, bevor Sie anderweit kaufen, unseren Katalog gratis und franko. Bertreter überall gesucht. A Milchkannen Milchkühler Melkeimer Matzeimer Milchsiebe empfiehlt Herborner Pumpenfabrik, Herborn. Preislisten an Händler gratis imb franko. Johns verbesserte Volidampf-Wascjmaschine. Puppenwagen, Sandwageu u. Schubkarren v.50 Pfg. Garteugeräte von 10 Psg. an bis 6.50 Wik. bester Bernstein-Fussboden-Gianzlack mit Farbe streicht sich wunderbar leicht, trocknet über Nacht, gibt spiegel« blanke Fläche und ist außergewöhnlich dauerhaft. Kleiderschränke, Küchenemrichtnngen, Tische Bettstellen, Stühle usw. stets vorrätig zu billige» Preisen 8Sl6/i Ohne Ofen auf dem Küchenherde verwendbar. Emil Pisior NacM. Giessen, ölarktstr. 10. welche sich durch hochmodernen Bau u. sinnreiche Konstruktion vor all. anderen Marken anszeichnen Motorfahrzeuge, Ersatz u. Zubehör Reparaturwerkstätte. 2014 BL Strohbach, Bleichstr. 3 Ä MMille« m>> Geräte 1893 in grösster Auswahl, neueste .Modelle uei ersten F abriken zu ui .giualpreisen von Mk. 5 an bis zu den feinsten Marken. Auf Wunsch Teilzahlungen. — (System Buss) Vorzüge: Kein Rosten des Cylin- ders und Kolbens. Keine Verstopfung. Ventil oben tm Auslauf. Leichtester Gang, größte Leistung. Prospekte kostenfrei. 14 Tage zur Probe. Carl Buss Wetzlar I Vertreter gesucht. s M. WW Licbigstr. 13 Fernsprecher 218. sowie jmtliße Klee- il. GmjMy in allen Sorten, garanl. seidefrei, enrpstehlt in besten Qualitäten Robert Stuft! 2318 Neustadt 23. neben Herrn Küfer Kohlermann, ersichtlich durch weisse Plakate am Fenster. N° Buttenwiesen Objektive und sämtliche Bedarfs-Ai tikel für Photographie. Preisliste kostenfrei! Adolf Bieler, Blarktstrasse 5. Gebrauchte, tadeUos arbeitende Apparate billigst abzugeben. Wilh. Müller, cdjteiiiemiiikr Stemstratze 68. Zur Saison Große Auswahl» Kiuderstühleu, Kiudersportwagen, in allen Preislagen. Leiterwagen von 2.50 an Das Neueste und Beste auf dem Gebiete der zzzz Waschmaschinen, zzzz GeleZenheMM. Dtein Geschäft liegt etwas abseits, ober es lohnt sich, zu mir zu kommen. Zur Saison - Eröffnung setze einen großen Posten neue Pneumatiks, rcnom. Fabrikat, einem Aus« verlauf aus und erlasse, solange Turngeräte und Schaukeln von 1.50 Mk. bis 15.— Mk. Sandformen, Eimer und Schippchen Rucksäcke von 75 Pfg. an =: Konfirmatronsgescheuke als Schmucksachen und dergleichen Reiches Lager in Spazierstöcken, Pfeifen u. Zigarrenspitzen Lederwaren, Hosenträger :c. empfehlen Moritz Gregori tz Ietzs m cUcn 3rlen Fahrrädern ArMlllluM schnell unb billig. C. Klingelmeyer Ludwigstrasse 57. Kostenanschläge gratis. äm. SXesren- nnd Bnaben-Kleidern Um bis spätestens 1. Juli d. J. geräumt zu haben, verkaufe zu jeden einigermassen annehmbaren Angeboten zum Teil 30—35 % Es Mot sich für MliM0 te etwaigem Bedarf auf Vorrat zu kaufen Der Verkauf beginnt Samstag, den 5. Hai. Komplette moderne Fahrräder mit Glockenlager, ohne Kurbelteil, mit Pneumatik schon ä Mk. 69.— Job. Fr. Schaaf. Fahrrad-Versandgeschäst 1409 44 Wetzsteinstrasse 44 MAGGI’5 Bouillon-Kapseln 1 Tasse vorzüglicher I KkelfchSrühe A 1 Tasse extra starker — 2 Portionen in Kapseln zu 10 bezw. 15 Pfg. — empfiehlt an- gelegentlichst [C2/5 Hemr. Arr.old II Markrstr. 28. Sät sämtliche Getreidcarten ohne Wechsel der Säräder. empfiehlt LerHeiiilckWe 9»f%., über Nacht glashart trocknend, LMMch'ack 80%. sofort trocknend, Delfarberr, Lacke, Pinset. Pitchpmeöl, | staubfreies Futzbodenöl, trocknet sofort. Liter - Krug 1 Mk. Parketrosc, Parketwichse, Stahlspähne. Zllsiav Waller, Mäusbnrg B3. Telef.386 - . auf den Lebensfall bei der 1838 gegr. Preussischen Renten-Versicherungs-Anstalt in Berlin. ciiwu (|ej|ell[|it|le Versitlieruuffsansialt. hvT,/-= Einkominenserhöhuug, Altersversorgung, Kapitalversicherung für Studium, Militärdienst, Aussteuer. —Aufnahme ohne ärztliche Untersuchung Portofreier Rentenbezug ohne Lebenszeug- nis unter den von der Direktion zu erfahrenden Bedingungen. — Strengste Verschwiegenheit. Nähere Auskunft, Tante und Prospekte kosten^el bei: dir. Emil Derschow Frankfurt a. 31., Kaiserstrasse 1J, Kaiserplatz. Eisschränke Eisbnffets UNd Kühlanlagen empfiehlt in neuester Konstruktion Lebende fette Karpfen, Hechte, Backfische, Schellfische,Kabliau, Zauder, Zungen usw. zu den niedrigsten Tagespreisen. Täglich frische Zufuhren frisch vom Fang. Gießener Fischhaus 30 Sonnenstraße 30 ,,, 2 neue elegante Landauer, 1 neues leichtes Halbverdeck mit abnehmbarem Bock, 1 neues leicht-Kutschier-Phaeton, 1 neuer Jagdwageu, trsitzig, mit Langbaum, 1 gut erhalt. Kutschier-Phaeton, 1 gebrauchtes 4sitziges Break billigst abzugeben. [2678 Gebrauchte Wagen werden in Tausch gcnommeu. Neue u. gebrauchte Chaisengeschirre stets aus Lager. August Kilbinger. Ein Schatz Z ist ein zartes, reines Gesicht, rosiges, lugendfrischeS Aussehen, weiße, fammetweiche Haut und blendend schöner Teint. Alles dies wird erreicht durch die echte Sleckeupleid - Li'ieHuiiich-Seiie v. Bergmann & Co., Radebeul mit Schumuarke: Steckenpferd aSt.50 Pf. bei: PJ. Mobs, Emil Koch. ' Oeifarben j Lackfarben S FussW.enlacke MMI Parquetwachs und alle sonstigen Artikel zum Anstreichen und Wichsen der Fußböden bei [1551 Emil Fischbach. r-M und