Nr. 52 etWetid »-Nch mh Ausnahme des Sonntags. Die „Stetzener §a«iNenbIStter" werden dem .«nzetger viermal wöchentlich beigelegt. Der fcaibwtrt** erscheint monatlich einmal. Zweites Blatt 156. Jahrgang Geheim Anzeiger Freitag 3. März 1806 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sch« UnwersilLtSdruckerei. R. Lange. ®teN». Redaktion, Expedition in Druckerei: Schulstr. K. Tel. Nr. 6L relegr.-Adr.: Anzeiger Gietz«. General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Giehen. Deurscher Reichstag 'k bte Beschwerde , Einfuhr und Durchfuhr von Rindern, etäfen6 Sie =n und Schweinen aus den Nied-r- der des n-n Anwesenheit des Kaiserpaares, der Großherzogin von Baden, de§ Prinzen und der Prinzessin Heinrich von Preußen, deS Prinzen und der Prinzessin Friedrich Karl von Hessen wurde heute mittag daS Kaiserin Friedrich-Haus für ärztliches Fortbildungswesen, das am Luisenplatz Die Eröffnung des Kaiserin Ariedrich-Kauscs. * * " Berlin, I.März. 5U ^Der^Bdnttralitätssekretär Robertson bringt das M a r i n e - budget ein und. erklärt: Die Regierung beabsichtige nicht, den Plan, R o s y t h zu einer Flotten b a , t s zu machen, fallen zu lassen; denn es sei eine gebieterische Notwendigkeit, an der Osiküste eine solche zu haben. Aber un Hinblick aus die Erfordernisse für die neuen Schiffstyven und m6"''ck^rw-lse noch eintretende Aenderungen des Entwurfs beschloß die chegrer- ung, die Einzelheiten des Planes noch weiterer Erwägung zu unterziehen. Tie Admiralität plane eine Verbesserung der Einrichtungen der S ch i f s s b a u w e r f t e n in Bor t» m o u 11) wegen der Größe der Schisse der „Dreadnoughi -Klaffe, da lveiter beabsichtigt werde, Schisse von der Grosze und Lange der „Dreadnought" zu bauen. Der Admrralitatssekretar bespricht sodann eingehend die Frage der Flöt 1cn ausg a_b en und sagt, landen in 'bie oder durch die österreichischen Kronländer nur mit von Fall zu Fall einzuholender besonderer Bewilligung des Ministeriums des Innern und unter den von diesem feft- zristellendcn Bedingungen stattsinden darf. Konstantinopel, 28. Febr. Bei Ljattova, Vlla,et Monastir, fand ein Kampf zwischen Truppen und^emer griechischen Bande statt. Die Griechen hatten einen xoten schenken. ... Staatssekretär Dr. 91 i c b e r b t n g erwidert, wenn es erst einmal so käme, daß die Sozialdemokraten zu der Reg,»- runq Vertrauen hätten, so würde es zweifelhaft sein, ob |ic. mit ihrer Rechtspflege aus dem rechten Wege sei. Ec habe- auch in Rechtssragen sich niemals leiten laßen von emer Voreingenommenheit gcaeliüber irgend einer Partei. ^ie Straf- vrozeßresorm zu fördern, daran, habe die Sozialdemokratie eirc ebenso lebhaftes Interesse wie dieses yauv. Deshalb habe er sich nleich so entschieden gegen die Resolution Ablaß ausgesprochen Was das Gesängniswesen anlange, so müsse er bitten, ihm von den einzelnen Beschwerdc'ällen vorher Mitteilung zu machen, damit er sich rechtzeitig informieren könne. Er könne nur wwder- bolen, daß sein Bestreben stets dahin gehe, die freie-Arbeit mchp dadurch zu schädigen, daß durch die Gesängnisarbelt die Lohne der freien Arbeiter gedrückt werden. Abg. Kirf ch lZentr.) tritt cm für dre Resolution des lvra'err Hompesch, bctrejfcnb Vorlegung eines Geseßentwurss, durch de>r den Geschworenen außer der Reisekosten°Eulschad,gung auch cme Vergütung mr Zeitversäumnis aus Landesmitteln der Bundesstaaten gewährt werde. Weiter wendet sich Redner gegen die neu- licheii Aussührimgen de§ Abg. Müller-Meiningen -und des Abg. Stücklen. sslusdrücklich müsse er letzterem erklären, daß das Zentrum, wenn cs auch den Antrag Ablaß ablehne, dennoch derAnsichNei, daß die Groß'Schöffengerichte keinesfalls ein Ersatz für die Schwurgerichte seien. ... ~ „,, u. - - Abg. Dirks en (Rp.) ist überzeugt, da» m Deutschland eine Rechtspflege besteht, die den Vergleich mit allen anderen aushalte. Redner polemisiert dann noch gegen die Sozialdemokraten und gegen die Abgg. v. Gerlach und Müller-Meiningen. o(bn Kämpf (hl. Vp.) befürwortet die vorn Grafen Hompesch, cingebrachte Resolution, betreffend Vereinfachung und Verbilligung dc-5 Wechselprotestverfahrens. Staatssekretär R iederdliig stellt die Emsuhrung von Post^ Protesten in Aussicht. , m x , t , Abg. von D a m m (wirtsch. Vg.) befurchtet von der geplmtten Erbschaftssteuer eine Schädigung der berechtigten Jntereffen der Erden. Abg. Heine (Soz.) drückt sein Befremden aus über dis drohende Erklärung des Staatssekretärs, daß er keinesfalls eine Unterstellung der Preßvergehen unter die Schwurgerichte zulaffen werde. Die Sozialdemokraten würden die Strasprozeßreiorm ob- lehnen, wenn sie, wie es scheine, nichts besseres bringe, sondern womöglich noch eine Verschlechterung des jetzigen Ziistandes. Wie es bei uns bei politischen Prozessen zugehe, so brauche es nicht git Jain und so bürie es nicht sein. Redner kommt dann auf das Urteil im Falle Löwe-Breslau und andere solche Fälle zu spreche? und zwei Verwundete; die Bande hatte drei Tote, unter denen sich der Anführer, Kapitän Georghi, befand. Der Nest floh. „ . Washington, 28. Febr. Eme Proklamation Roose- veltS besagt, daß auf rohen Weinstein, rohe Wcmhefc, Bramit- wein, stille Weine und Kunstwetne deutscher Herkunft die ermäßigten Zollsätze der Sektion 3 des Dingleytarifgesctzes, welche Deutschland in dem heute außer Wirksamkeit tretenden deutsch-amerikanischen Handelsabkommen vom 10. Juli 1900 zugestanden worden sind, auch künftig Anwendung finden. 54. Sitzung vom 1. Marz. Bei sehr schwach besetztem Hause wird die Beratung des Etats Re ichsjustizverwaltung fortgesetzt. Abg. Po rzig (konf.) äußert sich zunächst über die Mangel Konkursverfahrens und beurteilt namentlich den Zwangs- vcrgleich abfällig. Bei dem Beschluß der StrasprozeßkomnufNorr haiidle cs sich gar nicht um eine Abschaffung der Schwurgerichte^ sondern nur Munn, die Heranziehung'des L°ien-E^ angemessene Form zu bringen. Man solle dem Volke klar machen^ daß es sich bei Umwandlung der Schwurgerichte m Groß-Schoffen gerichte gar nicht um eine Schmälerung dec Volksrechte handle. Daß das Vertrauen in unsere Rechtspflege gesunken sei, müsse er bestreiten, ebenso, daß bei uns Klassenjustiz bestehe. Redner polemisiert noch zum Schluß gegen die Sozialdemokraten. Abg. Lucas (nail.) ist gleichfalls der Ansicht, daß die gegen unsere Rechtspflege vorgebrachten Fälle weder grundsatzliche noch, typische Bedeutung hätten. In Bezug aus die Frage desZeugnis zwangcs gegenüber Redakteuren stehe die na wnalliberale Par er nach wie vor auf dem Boden des früheren Antrages Janicke, .luv auf einen der hier vvrgcsührten Fälle gehe ich ein, weil imd« genau Bescheid weiß: ans den vom Abg. v. Gerlach vorgebrachten Fall des Redakteurs Zielowskr von d c r Fr an kf Volksstimme. Was nun seine Behandlung Zwangshaft langt, so lasse ich am besten Zlclowski selbst spachem Er nach seiner Haftentlassung, die nach fünf Tagen etrolgte, w l>«c „Franks. Volkskammer einen offenen D^cf „an seine Genossen^ gerichtet. Dieser Brief ist im Frankfurter Dialekt I?altC1L y^osse^ M^öwe im Zeichen der Plötzlichkeit: net bloß "in der Bolletik, auch in der Justiz. Wenn vier an ntr Böses benft, wird mer plötzlich eingesponne, un ebenw plötzlich werd mer von der Madame Justizia wieder enausgeschmiste l Heiterkeit.) „Warum ich eigentlich so Plötzlich Widder auÄ dem scheene Hotel im Hanauer Bangert enausgeworfe morde bin, des wääß ich 1'elwer net. Am Dienstag ging s den Herrn net schnell genug, bis ich im Kittchen wa^Mei Be^nnelmag im .Hanauer Kittchc war „cvmniil st/ . Se hawe mer bte sA^nste Zett im ganze Gefängnis gegewe, der LcrrEttchte Staa^- anivalt is selwer getinnme und hat sich brrvon iwerzeugt^ des mir nix fehle dhet un hat g^agt wann ich en Wunsch, het, sollt ich eit nor äußern. No, hab ich gedacht. Bescheidenhech is enne Zier, doch weiter kimml mer ohne ihr, un hab ert und c paar Sigarrn gebete. Da hat er awer verlege gecmtwort: Die kennt er mer net gerne. Net geschenkt, Derr StaatSanwa^ hab ich gesagt, Sie solle mer nor erlauwe, des ich wde Taq^ e paar Sigarrn raache derf, des Else verdaut sich beper. Das' Tann ich Jlmen nicht gestatten, hat er mer höflich erwidert, das verträgt sich nickst mit der Gefängnisordnung No, hab ich bei mir gedacht, bann net; es werd nach ohne gehe Im Fwrige hawese mich awcr mit ausgc,uaster Höflichkeit und Zuvorkommenheit behannelt, wie mcrs sonst in Ge> sänqnisse gar net gewölbt is." (Stürmische Heiterkeit ' Im Prinzip erkenne er den Antrag Abla» (Preßveraehen vor Schn'ugrerichtcn) als berechtigt an, aber er hege doch Bedenken, dem Anträge zuziistimmen. Auf eine anderweitige Bemerkung des - Redners erklärt . , n . , , Staatssekretär Dr. Nieberdtng, die Lex Hagemann habe allerdings noch nicht in dem erwarteten Umfange zur Entlastung des Reichsgerichts mitgewirkt, aber man möge sich das Urteil darüber noch vorbehalten. . ü Abg. Stücklen (Soz.) bleibt gegenüber Porzig dabei, daß bei uns Klassenjustiz herrsche, daß der Arbeiter von den Gerichten anders beurteilt werde als Angehörige der bürgerlichen Schichtern Weiler fei Tatsache, daß auch in den Gesängniffen die Behandlung von Arbeiteni eine über das Erfordernis hinaus schlechte sei. Redner schließt: er werde fortfahren, der Justiz fern Vertrauen zu ÄtV, f-ke-lich eröffnet/ Da, K°is- Stistung, dem Direktor des Hauses Professor Kutner, herige Regierung zu bfgtc^inG Arzte der Kaiserin Friedrich, Professor Renoers -c Im Hör- auf ctnxi 9 250 000 » saale hatten sich versammelt die Spitzen der ärztlichen Wißen- K Archte indessen, daß die Bewilligungen fnr Neuschaft Deutschlands und die Vertreter der städtischen Behörden, hauten künftig im Durchschnitt mit 9500000 Psd ^ Nachdem die Majestäten auf Ehrensesseln Platz ge- jährlich werden anzusetzeu sein. ^Wcnn E Ehme, bas kommen hatten. Begann die freier mit einem «rb® fe? ÄJlrt trage. Dann hielt Profeffor v. Bergmann erne Fest- bauten! E Ä«^«tten » in' b1en 3^rcn 1907 und 1908 rede, in der er hervvrhob, baß die Karser rn Fried - das owtt^ ^000 Pfund belaufen und in ben_ Jahren 1910 r i ch den Gedanken einer planmäßigen Vorbildung unb 19n ou= 35 400 000 Pfund anstcigcn werde. >veil.der Haager der Aerztc während ihrer eigenen schweren Krankheit seien die Flottenausaaben der Mächte m Europa.und angeregt habe. Das Haus, dessen rascher Bau dem Afrika von 68V2 Millionen Pfund auf 101 Millionen Pfund Interesse des Kaiserpiaares -zu danken sei, werde eine hervor-1 angewachsen. . r raacnde Bedeutung für das Wohl des deutschen Volkes haben. Lee (kons.) erklärt, wenn die Regierung m großem Umrii bab^ische GesaudteGrafd Z e r ch n f e l d überbrachte die Flottenpolitik der letzten Regierung fortzufuhren gedenk Utn für ein gefegj so K uetes Wirken des Hauses für die ganze Welt. Arat bänbern filr eine Herabsctznng*ber Flotten- König Eduards, Sir Felix Semon, brachte die sei, so meine er doch, es sei nicht ^ache Eng- Wünsche seines Königs für das Hans, das auf Anregung L ü n , dessen ganze Existenz von einer Flottenherrfchast ab- der verewigten Schwester König Eduards cptstanden jci, I ß5ngC irgend eine Politik der Abrüstung a n z u fangen, dar. Ter Vorsitzende des Deutschen Aerztevercins, Profeifor kurzer weiterer Debatte nimmt das Haus den Posten Zöbker, dankte der Staatsregierung, den Donatoren und .Mounsl'bmOsr.r.-t^ud" on. ----- insbesondere den Majestäten im Namen der dcutschen'Aerzte. Unruhen in China. Ter Generalstabsarzt Schjer nin g schloß sich an. Mmrstcr ^ach Tokioer Telegrammen wurden die Unruhen in Studt brachte ein Hoch auf das Kcnscrpaar aus. Rantschwang am 27. v. M. unterdrückt; sie entstanden Die Ansprache des Kaisers ^ei einem von chinesischen Katholiken dem Magistrat gelautete: . . «ebenen Festmahl. Tie Katholiken verlangten dre Bestraf- „Fch möchte in meinem Namen und im Namen der Kaperm unb J Von mer onen des Landadels, die ihrer Religion femd- in dem der Großherzogin von Baden deii herzlichsten ank aus^ » Hierauf versuchte der oberste Beamte nach sprechen für die Köne F-eier der wir hier berwohnen konnten ES " Meldung sich selbst zu erstechen, nach der ist am heutigen Tage in.leb-nd.ger Werse unserm Volke und der der emen^ewM» , Anwesenden erstochen. Er i) en br= U «B.‘ftVr? * !m°i Ä nüt'ernftii» mtvunbet. 4er Pöbel'setzte darauf unbbf eft7n Bunde mit den Acrztcn des Landes zu er- a lle Kirch e n und M rssr o n en rn Br an d und m as s a- füllen bestrebt ist. Das großcGebotder Liebe; u r Men sch- x x s e r t e katholische und protestantrsche Mr s s r on are. beit, dos uns von oben vorgcschrieben ift, bat erm feuetten auf die Aufruhrer. Ern wohn er verlas sen heutigen Tage einen besonders erhebenden Ausdruck gefunden. I bie Stadt aus Furcht vor der Ankunft ausländischer Ka- Als Enkel der großen Kaiserin, brern Verdienste für MSI onen6oote. Viele wurden verhaftet- Ter Provrnzrrchter militärische Santtätskorf^ l)ervorgehoben worden sind, und aiö bie Angelegenheit. Es werden Vorbereitungen zu ÄlÄ idTta "r" ÜmJtaU einem respektvollen Empfang der m-sländischen Konsuln den Herren meine F-reudc aussprcchen, daß wir diesen -i.ag zu- l getroffew_____ sammen feiern können, und besonders bitte ich dem Sohne Kamerun-Untersuchung. dieser hohen Fran dic,es ^4111^0^ ^ 9eftattcn ^?r heutt^n einer Meldung aus Kamerun sind nunmehr sämt- Tage vermögen wir wieder einmal die wunderbare »Higung oct j hf rinne frei bis auf Kina Akwa Vvrsehnng zu erkennen! Tenn niemand unter uns Kindern liche P 6 (,r,.'r Bevölkerung 6e- auch untre ben Stennben unb lvreundinnrn rneener vmtorb-nen und wer GroMauptlmge. ^ie Kameruner Levoirerung ° Frau Mutter, die heute hier versammelt sind, frnrd fick wohl trachtet bte Fretlas,ung als Beweis des Anbruchs einer damals die sck'merzerfüllte Frage haben beantworten können, neuen Aera in Kamerun. Tie Emgeborenen wünschen einen warum dieses herrliche Gebilde, d i c s e r g e w a l t i g e i gebildeten Gouverneur und sind dann zu- 65 e i ft in so erschütternder Weise und so srnh uns - ieben Sie fordern jedoch auch die Abberufung des entrissen werden mußte Tw Antwort^wird am^ls'uUgcn ^ebeimrats v. Brauchitsch, der kein Vertrauen Tag teilweise gegeben. Durch die fchwere Prüfung, welche bis, f,r genießt. Die R e ck> t f e r t i a UN g s s ch r i f t Putt- Himmels Hanb auf die erlauchte Frau unb ihr ^eleg^.hat, bem-'bigt selbst seine Freunde nicht, weil sie N.L “eti6 Ä fr N d7m bi’e"7US k°iU «iflSlt. In fr?Budget-om. Aufdruck verliehen, unb bas Samenkorn, das sic sterbend aus- Mission wird bte Mehrheit den Antrag stellen, Z^gen zu streute, sand Boden und schlug Wurzel. Unter dem Gmbrurf (aben, nm Puttkamers Rechtfertigungsversuch nacyzuprusen. ihres erschütternden Hinganges hat es bie Gefühle ber Menschen-, — — —1,1 ' liebe erweckt, bie ihretteits roieber Taten ausgciö)t haben tn allen Stänben nnb Kreisen. So erkennen wir benn auch hier London I.März. Am 26. Februar ist ein Ab- k-° nro®VtfU£ Ä CbcbrC Ä 'rs?» ung . °° l ne “bi'e“ Ihre komm-n zwischen Engla nb nnb Fra N k r - i ch über bi- g a n z c K u n st , m c i n c H e r r c n n i ch t s ist! Denn wenn sic R c u e n Hebriden unterzeichnet worden. . dem Fvrscher nicht gestattet, die Gesetze der Wissenschaft festzu- „ Das Reulerbureau verbreitet die Nachricht, Komg l-g-m mrnn.fi- bi-Danb b-s Ar,t-s nicht führt, k«” «f* $buotb werd- in einem nahen Zeitpunkt eine Begegnung b-m'Zb^rnNMu^a?s°LkAnf-mru^°E mit Kaiser Wilhelm haben, wahrfchemlich auf ofsener Wortes, ans dem Zusammenstreben aller hier Versammelten, See ober m einem Hasen. um ihre GJcbnnFcn zu heiligen unb zu ehren, Quellen und — Der Engländer Glanvillc, Beamter der Euphrat- £>» ä» r-Ä- s l, .*«*> bie beute zur Vollenbnug bicses schonen Werkes hier beigetragen ocrtcibigtc. Es sind jetzt britische Kriegsfchifse in Basra. haben." f Paris, 1. März. Bei ber gestrigen Inventar- Ter Chor sang nun Beethovens „xtc Htmmel rupmen * , c ™ St Alban fand ein Zusammenstoß zwischen x i « xr - Äs Teil der Feier folgten Ansprachen der Delegierten, darunter durch einen Rcvolverschuß, ben em Munögeoer g.gen Sir Felir Sem on-London, Tr. Blondel von der Pa- Gendarmen abgefeuert hatte, getötet. riser Sorbonne Professor v. Groß-Budapest und Pros. Paris, I.März. Der ölterretchilchc Bot,chaftcr Busch b eck, letzterer im Namen der sächsischen Regierung, Khcvenhüller hat sich der Inventaraufnahme in Ten Schluß machte ein Itttndgang sämtlicher Festgäste dunckf bcr $ {(e Des Cordininiers, in welcher sich bte Graber der die Räume des Hauses und Laboratorien, sowie die Aus- „ uon Lothringen befinden, widersetzt. Die Kapelle stellung für die ärztlich-techntschc B^duftrie rc;ncntuiu des österrcichifchen Hofes seit 1637. und die Sonderausstellungen sur dre Geschichte der Medrzm, . in Rom residierende Superior von Lehrmitteln iür den '.lütcrrtcht m^derPflego und.Omgl- b^ M °ristcn «hL -in T-l-gramm aus Schanghai dauungäkrankheiten Ain Abend fand im Kaiserhof ein vom 27.Februar, in dem cs^heißt: Fünf unserer Bruder Festmahl statt, wobei der Kultusminister den Vorsitz sind ermordet worden. L-rci standen un Alter von 20, führte. die anderen im Alter von 27 fahren. Professor v. Bergmann hat die Bronzebüste Zürich, 1. März. Der 1. Abteilungschef des schwetze- bes Kaisers erhalten, Direktor Professor Kutner Den • • n 2Qi(itärbcpartcment§, Oberft Gutzwiller, hat plötz- Rotcn Adlerorden 4. Kl., Ministerialdirektor Althofs die e-ncn erzwungcncn Urlaub erhalten. Er soll auf a m V Lrillo'.iten zum Krguenordeii 1. 5U_ Ud)em Wege sich wichtige Angaben verschafft und diese Tlus dem eiißL Unterhause. ;fic Privatzwecke verwendet haben. London, 2. März. Wien, 1. März. Das Ministerium des Jmtem ver- Jn Beantwortung einer Anfrage, die sich f dic Beschwerde bezog, daß die iapanischeu Behörden - die Landung in mandschurisch en H a s e n und die Wei - tersendung von Waren nach dem Fonern verboten, erwiderte der Staatssekretär des Aeutzeren Lir Grey Es find der jap. Regierung Vorstellungen gemacht itwrben. ^ie.e hat erklärt, das Verbot sei dadurch notig, daß die Bahn »Ui. Beförderung der japanischen Truppen gebraucht ^^de. ^er biitiickc Gesandte in Peking ist ausgefordcrt worden, die Angelegenheit ^md schließt: Solsnge die pofiftlcnc Justiz nicht an die Ehrlichkeit des Gegners glaubt, solange dürfte sie auch nicht erwarten, daß das Volk an 'die Ehrlichkeit der politischen Justiz selber glaubt. Tas Volk sehe in ihm nicht den Richter, sondern den Feind. Staatssekretär Nieberding erwidert, er Habe doch nur offen gesagt, er glaube, das? die verbündeten Regierungen fid) zur Resolution Ablaß stellen werden. Der Vorredner habe behauptet, das? salsche Protokolle ausgenommen würden und das; viele Ent- scheidunaen des Gerichts nicht unparteiisch seien. Für diese Art, unsere Rechtspflege schlecht 511 machen, fehle ihm der Ausdruck. Wie dürie der Vorredner es wagen, zu sagen, daß solche Fälle die Regel sind. Sie verlangen, so sagt der Staatssekretär, Ehrlichkeit und Wahrheit. Nun, so sagen Eie das vor Allem Ihrer sozialdemokratischen Presse, denn Ehrlichkeit und Wahrheit sind nirgends weniger zu finden, als in Ihrer sozialdemokratischen Presse. (Stürmische Ruse des Widerspruchs bei den Sozialdemokraten.) Hierauf erfolgt Vertagung. Morgen Fortsetzung. Marokko. Es ist bekanntlich der Gedanke aufgetaucht, den Marokkokonflikt durch einen Schiedsspruch aus der Welt zu schaffen, den kein Anderer zu fällen hätte, al? der bewährte Generalschiedsrichter jenseits des Atlantic, Präsident Roosevelt. Flugs schreibt ein alldeutsches Blatt, Roosevelt habe zwar am Mittelmeer nichts zu suchen, aber er könne, auch wenn er eine Formel der Verständigung finde, die inneren Gegensätze nicht beseitigen, sondern lediglich den Riß überkleistern. Da ist e§ interessant, einen Vorschlag der Rewyorker »Sun* kennen zu lernen, der möglicherweise die Auffassung dcS Präsidenten wiedergibt. Er geht dahin, in Marokko etne aus Mohamed an ern bestehende und von Schweizer Offizieren befehligte P0liz eimacht zu organisieren, weil allein dadurch die Gefahr eines Religionskrieges befestigt, und ein in Afrika nicht territorial interessierter Staat zu versöhnlichem Wirken berufen würde. Die „Sun" meint allerdings selbst, es werde schwer fallen, Frankreich einer derartigen Neuordnung geneigt zu machen. Danach scheint man auch in den Vereinigten Staaten von der Grundsätzlichkeit der französischen Vorrechtsansprüche überzeugt zu sein, die einer schiedsgerichtlichen Beendigung des Marokkokonflikts nur provisorische Bedeutung zuweisen wurde. AuS Algeciras besagt eine Havasmeldung vom 1. ds. Mts.: Das RedaktionZkomitee hielt eine Sitzung ab. Die Beratung erftreefte sieh . auf Punkte des V a n ke u t wu r fs, wobei ein Einvernehmen leicht ist. Um nicht das Spiel des be- ftäirbigen Zurückweichcns fortzusetzen, wurde beschlossen, diejenigen Artikel, deren Redaktion festgesetzt ist, von denen abzusondern, die referbiAt bleiben werden. Gegenwärtig sind sechsPunkte zurückgestellt: Verteilung des Kapitals, Sitz der Gesellschaft, Aussichtsrat oder Bankkommissare, Gerichtsbarkeit, Verhältnis der Bank zum Maghzen und Verhältnis zur Spezialkasse, lieber die anderen Punkte scheint ein Einvernehmen leicht zu sein. Die Spezialberichterstatter mehrerer Pariser Blätter stellen in ihren Telegrammen aus Algeciras fest, daß unter den Konferenzdelegierten von neuem eine größere Zuversicht zu Tage trete. Jnbetreff der Bankfrage hege man fast allgemein die Ansicht, daß Deutschland gewisse französische Vorschläge annehmen und daß auch Frankreich sich nicht unversöhnlich zeigen werde. Ebenso herrscht bezüglich der Lösung der Polizeifrage neuerdings wieder weniger Pessimismus vor. Iaurös bestrestet in der „Humcmits" die in der Mcrrokkokonferenz zutage getretene Tatsache, daß die Fabrik in Er en zot von Marokko Konzessionen für zwei Häfen erhalten habe, ohne daß die französische Regierung davon Kenntnis habe. Der Besitzer der Ereuzot- werke sei der Abg. Schneider, der zum französischen Marokkokomitee gehöre. Dieses Komitee habe bereits das ganze Sultanat unter sich verteilt gehabt und w 0 l l t c d i e K 0 n f c r c n z z u m S ch c i t e r n bringen, um freieHand zu behalten. Iaurös beschuldigt das Komitee, seine Hand ans die Presse und selbst auf die Diplomatie gelegt zu haben.______________________________ Außtand. Tas Gesetzblatt veröffentlicht ein vom Zaren genehmigtes Reglement, wonach das Vorgehen der mit der stn terdrückung der Unruhen betrauten Truppen künftig einznrichten ist. Tas Reglement enthält namentlich die Bestimmung, daß die Truppen in solchen Fällen weder in die Luft noch blind schießen dürfen. Am 1. d. M. fand in Zarskoje Sselo unter dem Vorsitz des Zaren eine Beratung statt, an der die Minister, der Präsident des Reichsrats, die Vorsitzenden der Departements des Reichsrats und einige Mitglieder desselben teilnahmen. Tie Prüfung des von der Kommission unter dem Vorsitz des Grafen Solsky ausgearbciteten Entwurfs über die Reorganisation des Reichsrats und über die Neuordnung der Reichsduma wurde beendet. Tie Vorlage wurde mit geringen Mänderungen angenommen und wird demnächst veröffentlicht werden. Die im_ Budget des Marineressorts ausgeworfene Summe von 72 Millionen Rubel zu Schiffsbauzwecken wurde vom Reichsrat auf 20 Millionen gekürzt. Ter Betriebschcf der Warschau-Wiener Bahn Rucklow ist an den Folgen eines Attentats gestorben. In Charkow verurteilte der Appellationsgerichtshof einen P 0 l i z e i 0 f f i z i e r und fünf Geheimpolizisten wegen systematischer Mißhandlung von in Untersuchungshaft befindlichen Personen zu einer Ge- fängnishaft von zwei bezw. einem Monat. Aus Bakum meldet die P. iersb. Tet.-Ag.: Die von einem Schutzmann begleitete Post wurde heut" auf dem Wege zum Bahnhof durch ein quer über die Straße gespanntes Seil aufgehalten. 10 bewaffnete Räuber verwundeten den Schutzmann und beraubten die Post um 7000 Rubel teils in Bar, teils in Wertpapieren. Ten Postsack mit Geldsendungen im Wert von 10 000 Rubel ließen sie liegen. Sie sind entkommen. Aus Berlin wird eine Massenrückkehr geflüchteter Russen in ihre Heimat gemeldet. Die Heimkehrenden gehören namentlich der Intelligenz und dein Mittelstände an und fürchten, bei einem längeren Aufenthalt im Auslande ihre Existenz zu verlieren.__________ Heer und Flotte. — D ic Flottenspendr der Schülerinnen, die von einer höheren Töchterschule in M.-Gladbach angeregt war, und dem Kaiser anläßlich der silbernen Hochzeit übermittelt wurde, hat an vielen höheren Mädchenschulen Deutschlands Beteiligung gefunden und ergab 1 2 000 Mark. Der Unterrichtsmimster teilte mit, daß der Kaiser die Flottenspende gern annehmen wolle und über die Betätigung des patrio- tlschen Sinnes Deutschlands seine Freude ausspreche. Die neueste südwcstafrikauische Verlustliste. Am Typhus gestorben im Lazarett Warmbad die Reiter Rob. Schmidt, geboren zu Westig, Adam Goebel, geb. zu 9(15- bach, früher 1. Großh. Hess. Dragoner-Regiment (Garde-Drag.-Regt.) Nr. 23, Karl Gerold, aeb. zu Gienaen. Itircbe und Schule. — Einem römischen Blatte zufolge hat eine nicht genannt sein wollende Persönlichkeit dem Papste zwei Millionen Fr. zur Verfügung gestellt für die k a t holt s ch e K i r ch e i n Fr a n kr c i ch. Es heißt, die Spenderin sei die Exkaiserin Eugenie.___________________ Aus SiaOt uno Land. Gießen, den 2. März. " Eisarmer Winter und keine Kühlanlage. Die hiesigen Metzger hatten gestern abend eine Versammlung, um über den diesjährigen Eisbezug zu beraten. Eine große Mißstimmung machte sich hierbei bemerkbar, daß man die schon lange projektierte Kühlanlage im hiesigen Schlachthaus noch nicht zur Ausführung gebracht hat. Wie sehr das Metzgergewerbe bei Eintritt der wannen Jahreszeit zu leiden hat, wenn nicht genügend Ei§ vorhanden ist, wird allgemein bekannt sein. Auch im Interesse des konsumierenden Publikums ist eine Kühlanlage in hygienischer Hinsicht sehr erwünscht, denn die Möglichkeit, in der warmen Jahreszeit gut bedient zu werden, ist ausgeschloffen, wenn nicht genügend Eis vorhanden ist, um die Nahrungsmittel längere Zeit frisch zu erhalten. ** Aus dem Bur eau des S t a d t t h e a t e r s. Nochmals sei auf die heutige Benefizaufführung für Frl. Lily Don ecker hingewiesen, die Hauptmanns „Versunkene Glocke" bringt. — Am nächsten Sonntag findet als 12. Sonntags- AbonnementSoorstellung eine Wiederholung von Kleist's „Prinz von Homburgs statt. Bei der Festvorstellung am vergangenen Mittwoch hat das Werk bei Kritik als Publikum allgemeinen Beifall gefunden. ** T er Frühjahrs-Pferdemarkt zu Gießen mit Prämiierung findet am 28. Marz statt. Die letzten Märkte waren durchschnittlich mit über 300 Pferden befahren und von Händlern und Landwirten sehr gut besucht. Es wurden recht bedeutende Käufe abgeschlossen. Für die Prämiierung der Pferde stehen 1670 Mk. zur Verfügung. Tie Prämiierungskommission besteht aus Oeko- nomierat Müller-Neuhof bei Gießen, Vorsitzender des Landespferdezuchtvereins, Oekonomierat .Hofmann-Hofgüll, Gutspächter Bene-Hof-Altcnbcrg bei Wetzlar, Schlachthof- direktor Dr. Liebe-Gießen, Oberstleutnant Zahn-Gießen. An Preisen sind vorgesehen: 1. Abteilung: Reitpferde: 30 und 20 Mk. 2. Abteilung: Wagenschläge (paarweise) 80, 60 und 40 Mk. 3. Abteilung: Arbeitsschläge (paarweise) a) schwere: 80, 60 und 40 Mk., b) leichte: 60, 40 und 20 Mk. 4. 9lbteilung: Arbeitsschläge (einzeln) a) schwere: 30, 20, 15 und 10 Mk., b) leichte: 30, 20, 15 und 10 Mk. 5. Abteilung: Arbeitsschläge: (diese Pferde müssen mindestens 6 Monate im Besitz von Landwirten jein, die Mitglied des Hessischen Laudespferdezuchtvereins oder eines landwirtschaftlichen Bezirksvereins sind: a) einzelne Pferde: 30, 20 und 10 Mk., b) paarweise: 50, 30 und 20. Mk. 6. Llbteilung: Dreijährige Fohlen (geb. 1903) a) Wagenschläge: 40, 30, 20 und 10 Mk., b) Arbeitsschläge: 40, 30, 20 und 10 Mk. 7. Abteilung : Zweijährige Fohlen (geb. 1904) a) Wagenschläge: 30, 20, 20 und 10 Mk., b) Arbeitsschläge: 30, 20, 20 und 10 Mk. 8. Abteilung: Zuchtstuten mit Fohlen oder nachweislich gedeckt. (Prämien für inländische Züchter, welche Mitglied des Lanoespferdczuchtvereins sind.) a) Wagen- chläge: 60, 50, 30, 20, 15 und 10 Mk., b) Arbeitsschläge: 60, 50, 30, 20, 15 und 10 Mk. In den Llbteilungen 1—4 werden für im Privatbesitz befindliche Pferde, die nicht um Geldpreise konkurrieren, Ehrenpreise gegeben. In den Abteilungen 2, 3 und 4 werden nur Pferde im Besitz von Händlern zugclassen. Ter Prämiicrungsplan, der die näheren Bedingungen enthält, wird von Wcinhändler August Schwan zu Gießen auf Mansch übersandt. *• Lehrerpersonalien. Bestätigt wurde der von dem Kreisrat des Kreises Offenbach, sowie dem kath. Pfarrer und dem Gemeinderat zu Jügesheim auf die 1. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Jügesheim präsentierte Lehrer Jak. Phil. Maleton zu Weiskirchen. — In den Ruhestand ver- etzt wurde der Lehrer an der Gemeindeschule zu Neustadt i. O. Mart. Pullmann auf sein Nachsuchen unter Anerkennung einer mehr als 50jährigen treuen Dienste. w Darmstadt, 1. März. Die Stadtverordnetenversammlung bewilligte mit 28 gegen 10 Stimmen die geforderten Mittel in der Höhe von 3 30 000 Mark für die Errichtung eines bleibenden Ausstellungsgebäudes nebst Aussichtsturm auf der Mathildenhöhe anläßlich der im Jahre 1907 unter dem Protektorat des Großherzogs stattfindenden hessischen Landesausstellung für freie und angewandte Kunst. Mainz. 1. März. Gestern nachmittag erfolgte auf dem hiesigen Friedhöfe die Beerdigung des in Darmstadt bei einer Schlägerei zwischen Dragonern durch einen Säbelhieb getöteten Dragoners Masson, de§ Sohnes des Bureaudieners Masson auf dem städtischen Bauamte. Eine Abteilung des Dragonerregiments Nr. 24 wohnte mit den Offizieren dem Leichenbegängnis bei. (Mainz. Tagebl.) Mainz, 28. Febr. Der Hauptvoranschlag der städt. Verwaltung für das Rechnungsjahr 1906 schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 9 917 567 Mk. ab. An Kom- muualumlagen sollen 2610 662 oder 56 426 Mk. mehr erhoben werden wie im Vorjahr. Eine Erhöhung der feit» herigen Anschlagsziffer ist hierdurch nicht notwendig. — Die Bürgermeisterei hat beschlossen, zur Förderung der tädtischeu Bodenpolitik vom 1. April ab einen städtischen ^rundstücksfonds zu errichten. Diesem Fonds sollen >ie bereits im Besitz der Stadt befindlichen Grundstücke im Werte von 4Vr Mill, überwiesen werden. (Frkf. Ztg.) Alzey, 28. Febr. Die gestrigen Ausschreitungen haben das erste Opfer gefordert. Der Polsterer Kavser, der einen Schuß in die Lunge erhielt, ist an der Verletzung noch in der Nacht gestorben. Die Polizei hat 15 Verhaftungen vorgenommen. Worms, 28. Febr. Das Preisgericht für die Entwürfe zum Rosengarten beschloß, von einem 1. Preise abzusehen, dafür zwei gleichwertige 9(rbeifen mit je 250 Mk. zu prämiieren. Es sind dies die Pläne ^Turnierplatz" (Einsender zurzeit noch unbekannt) und „Bitte schön" 9lrchitekt Johannes Vollert-Dresden und Garteningenieur Max Stulpe-DreLden-Blasewitz). Weiter erhielt eine Prämie von 200 Mk. der Entwurf „Rosen und Minne der Taten Sold* (eingereicht durch die Herren Stadtgärtner F. Tuten- berg, Offenbach; Gartenarchitekt Fred Henkel, Darmstadt und Architekt Kurt Hoppe, Darmstadt. Mit 175 Mk. wurde der Plan „Rosendom" ausgezeichnet (eingereicht von Architekt Georg Mehendorf, Bensheim und Rosenzüchter Peter Lambert, Trier. (Worms. Tgbl.) Zwingen berg a. d. B., 28. Febr. In den frühen Morgenstunden des letzten Sonntags ist ein ca. 30 Meter langer Teil des Restes der Stadtmauer eingestürzt. Von Anwohnern wurde mitgeteilt, daß ein donnerähnlicher Krach in den Morgenstunden 311111 Sonntag sie aus dem Schlaf aufgeschreckt habe. Anscheinend ist der Einsturz nicht durch den „Zahn der Zeit" entstanden, sondern auch durch Abgrabungen bezw. Bearbeitung des Bodens beschleunigt worden. Es ist nicht ausgeschlossen, daß weitere Einstürze eintreten. (B. B.) Frankfurt a. M., 1. Marz. In der Papageigasse kam es gestern abend nach 11 Uhr zu einer schwcren Blirt- tat. Die 35jährige Näherin Ulitzsch auS Erfurt stand mit einem früheren Liebhaber auf der Straße. Plötzlich kam ihr gegenwärtiger Verehrer. Als er sie bei dem anderen stehen sah, geriet er über die vermeintliche Untreue derart in Zorn, daß er sein Dolchmesser zog und es dem Mädchen bis ans Heft in die Herzgegend stieß mit den Worten: „Endlich habe ich erreicht, was ich schon längst wollte!" Dann lie" er davon. Die Ulitzsch konnte noch ins Haus gehen. Sie sagte nur: „Ich bin gestochen!" Im Bürgerhospital wurde festgestellt, daß der Stich unter der linken sechsten Rippe in der Nähe der Herzspitze tief eingedrungen war. Nach Angabe des Mädchens ist der Täter der 28jährige Braumeister Fritz Haas aus Siegen. Er war zuletzt in Offenbach tätig und ist zur Zeit stellenlos. Die Verwundete befindet sich den Umständen nach wohl, zurzeit besteht keine Lebensgefahr. (K. P.) vermischtes. * Ueher die Flucht eines sozialdemokratischen Verbandskassierers weiß das „B. T." folgendes zu melden: Große Aufregung verursacht unter den Mitgliedern der Berliner Verwaltungsstelle des Deutschen Metall- arbeiterv erbandeS die Defraudation und Flucht ihres Kassierers Alfred Klemt, der in Nixdorf wohnte. Klemt hatte als Bezirkskassierer die Verbandsbeiträge von den Vertrauensleuten der einzelnen Betriebe seines Bezirkes in Berlin einzukassieren und bis zum 10. jeden Monats an den Oberkassierer abzuliefern. Im Februar ist nun Klemt, der feinen Posten etwa zwei Jahre innehatte, mit den eingezogenen Geldern im schätzungsweisen Betrage von 3000 bis 4 00 0 Mark nicht bei dem Oberkassierer erschienen. Wie festgestellt wurde, hat er sich mit dem Gelde aus feiner Wohnung in Rixdorf entfernt und ist seitdem verschwunden. Man nimmt an, daß er ins Ausland geflüchtet ist. ** Vom Hochwasser. Ter Main ist bei Frankfurt andauernd im Steigen begriffen. Weiteres Steigen ist nach den Meldungen vom Obermain zu erwarten. Aus näherer und fernerer Umgebung liegen weitere Nachrichten über das Steigen der Gewässer vor. Der Untermain ist bei Flörsheim über die Ufer getreten. Sein Wasser bedeckt die anliegenden Wiesen und Felder, auch die rechtsseitig befindlichen Krippen zwischen Flörsheim und Hvchheim. Bei Hanau ist der Main um 30 Cm. gestiegen, die Kinzig fyat die Ortschaft Wirtheim wieder von der Station abgeschnitten. Bei Mannheim sind Rhein und Neckar weiter stark gestiegen. Ueber Süd-Hannover ging am 1. d. M. ein heftiger Schneesturm mit leichtem Gewitter nieder. Das Le in e tal ist größtenteils überschwemmt. Im Siegerlande sind die Sieg, Weitz und Alcke weit über ihre Ufer getreten; die tiefer gelegenen Dörfer sind überschwemmt. Das gleiche wird aus dem Ruhr-, bezirk sowie dem Wuppertal gemeldet. * Springfield (Ohio), 1. März. Gegen Neger gerichtete Tumulte, die am vorigen Dienstag dadurch hervorgerufen wurden, daß ein weißer Eisenbahnangestellter von Negern erschossen wurde, wiederholten sich gestern trotz der Anwesenheit von 8 Kompagnien Miliz. Verschiedene Negerhäuser wurden verbrannt und über ein Dutzend durch Steine und Gewehrkugeln demoliert. Ein Neger, dessen Haus mit Steinen beworfen wurde und der aus einem oberen Fenster einen Mann erschossen hatte, wurde verhaftet. 'Schlagfertig. In einer Provinzstadt am Rhein ereignete fick während einesDiners ein Intermezzo, das in der Gesellschaft noch lange besprochen wurde. Man hatte die Tischordnung so getroffen, daß ein Pärchen nebeneinander saß, von den: man diesmal aber bestimmt erwartete, es werde sich „aussprechen" und „einig werden". Man schien sich getäuscht zu haben, denn die junge Dame behandelte den eleganten und beliebten Leutnant äußerst schnippisch. Da wurde ihr der Hecht gereicht, bei dem die rheinische Sitte verlangt, daß man beim Nehmen der Hechtleber ein Berschen mache, aber ohne ein Plagiat zu verüben. Die Dame ist nicht verlegen und sagt laut und deutlich, indem sie ihren Tischherrn anschaut: „Die Leber ist vom Hecht und nicht von einem Schwein — wer um mich freien will, muß mehr als LeuMant sein!" Ein beklemmendes Schweigen entstand. Aber es ivar noch nicht aller Tage Abend gekommen. Dem Leutnant wird der Hecht gereicht, und er sagt: „Die Leber ist vom Hecht und nicht von einem Pfau, ein flotter, schneid'ger Leutnant nimmt keine Gans zur Frau V* Ein Händeklatschen und . Bravorufen belohnte den schlagfertigen Offizier. * Schwiegermutter (der der Schwiegersohn sein Leid geklagt hat): Warum stelltest du denn meiner Tochter das nicht in Güte vor ? —* -Schwiegersohn: Weil sie mich gar nicht anhörte, sie schrie mir gleich zu, ich möchte zum Teufel gehen. — Schwiegermutter: Hm — und was tatest du alsdann? — Schwiegersohn: Ich — ich kam zu dir — liebe Schwiegermama! ' Zu Cincinnati lebt ein alter Farmer, der ist so taub, daß er, als kürzlich während eines Gewitters der Blitz in sein Haus schlug, bei dem nachfolgenden Krach des Donners mit freundlicher Miene „Herein' rief, da er glaubte, es habe — geklopft. Kleine Tageschronik. Durch den Absturz einer gnjfcii i5clÄvcmd auf der Lokalbahn St. Pölten-Mariazell (Oefterr.) wurden vier Bahnarbeiter getötet, 13 vev- — Wahrend orkanartigen Sturmes in der letzten Nacht r:ß die Ankerkette des Mischen Haugesund und Bergen (Norwegen) legenden Dampfes „Thor". Der Dampfer strandete und sank. Ungefähr 30 Personen sind ertrunken und nur drei gerettet. — Bei Grvßenbaum (Rhld.) wurde der 60jährige Rvttensuhrer Breithoff von einem Zuge üb erfahren. Die Untersuchung der Leiche ergab, daß Breithoff einen großen Geldbetrag bei sich hatte, des gesamten Geldes beraubt und danach augensck>eiulich auf das Balmaeleise aesi^levnt worden ist. Aunft nnS rvjssenschcrft. •r .Abgevrdneten hause zu Berlin wurde am 1. d M. eine von den Abgg. von Scheuckendorff und Professor Berndt veranstaltete Zeichen- und Handfertigkeits- Ausstellung eröffnet. Kultusminister Studt, Ministcrial-Di- rekwr Schwärtzkops, sowie zahlreiche Abgeordnete nahmen unter Anerkemrung einen Einblick in die Ausstellung. Er habe sich jedoch einen Ausweg erkämpft. Morenga 1906. Vormittags von 6'/, Uhr an um 8 Uhr 1906 .30 Uh Hande) Reichsanleihe Konsols Obei’chles. Eisen-Industrie 125.2» 110.50 Uhr unfern K kmitrniieii Hintcrbiiebciiei- 1356 Gießen (Neuenweg 10), den 2. März 1906 fain zu keim' Der Vorstand 3^°/, 3^°/, 247.50 127.00 81.60 164.30 67.60 96.50 24.60 145.10 134.00 )00 bis in. Wie u§ seiner jrounbfn. 101.00 88.85 101.00 88 80 99.50 68.75 69.75 91.75 93.70 93 25 145.00 54.00 141.00 130.00 257.20 221 50 165 00 31190 247.00 126.20 173.03 148.60 241 80 182.60 189.10 164.50 211.70 211.20 237.20 24.30 126.30 144.80 der Hecht nicht von Börse, . 173.60 . 148.10 100.50 101.80 95.70 Hessen . . Oherhessen ach An. "'neisler i Dorf« Ruhrq Neger ge* ) hervor« jnange» ederholten ien Miliz, und über ierl. Ein und der :te, wurde iliedern etall. )t ihres vohnte. ion der N in > on br« [ernt, V\ irnnksurt ist nach näherer :en über ei Flors- : die an« z befindet hanw hat die 'dritten, ter start b. M Utter tmml selben Austeilung der heil. Die zweite heil. Messe. Beicht. und in der- Ronnnunioit Mittwoch, andacht. (Gelegenheit ;nr heil, erste heil. Blesse, vor atia^u ? 13 W Berliner Handelsecs Darmstädter Bank . . Deutsche Bank Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . Kreditaktien Baltimore- und Ohio- Eiseiü ahn . Gotthardbahn . . - ■ Lombard Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbahn Berliner Canada E. B..... Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder Union C. . Dresdner Bank . . - Tendenz: ruhig;. Dresden gebildet seien, den Krebserrcger z pathologischen Anatomen einen Krebserreqer gebe. echargierung des Rechners. 1351 ecken' n»d n die junge eutnont •i bem die vkckllebtt Ste 2ante sie ihren >on einem Leutnant 1. Jahresbericht. 2. Abnahme der JahreSrechnung und 3. Statutenänderung. 4. Vorstandswahl. 5. Anträge laut § 36 des Statuts. 6. Verschiedenes. Samstag, den 3. Mär Nachmittags um 5 Uhr und abends zur heil. Beicht. Die Beerdigung findet Sonntag den 4. März, nachmittags 2 Uhr, vom Portale des neuen Friedhofs aus statt. Montag, den 5. Mär;, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konfir- mandensaal der Lukasgemeinde. Text 1. Petr. 2, 11 ff. Psarrcr Euler. 6ott i-.or .Hbie erregte Menge verlangte hierauf die Freilassung des Räubers. Zur Unterstützung der Polizei wurden Feuerwehrleute requiriert. Im ganzen wurden neun Personen verwundet. Washington, 1. März. Der französische Botschafter Iusserand hatte heute im Staatsdepartement eine längere Besprechung mit dem Staatssekretär JRooY Wie verlautet, war die Konferenz von Algeciras ,v> n u h t aeaenfia " d d"r Unterredung. Leipzig. 1. März. Der verantwortliche Redakteur der „Leipz. Volksztg." Kressin, wurde heute wegen Maie st ä t § b c Ic t b i g u n g begangen durch bie Prepe zu sechs M 0 11 l- t C n (V c i ö n n n > -> r>rri ■ r tri (t. Todes-Anzeige. Heute morgen 4'/. Uhr entschlief sanft nach Längerem, schweren Leiden unsere innigftgeüebte ~od)tev, Schwester, Schwägerin und Tante Fräulein Kätchen Bachmann in noch nicht vollendetem 21. Lebensjahre^ 3m Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Friedrich Bachmann, Schaffner. Gießen (Hammstraße 19), den 1. März 1906. Die Beerdigung findet Sonntag den 4. März, vormittags 11'/. Uhr, von der Kapelle des Neuen Frtedhoses fiz.it 1O04 Stenerberufungen sowie sonst. Reklame - Eingaben, Bittschriften ii. Gnadengesuche fert. „Bureau Universal." Inh. Karl Wenzel, M339i Neuen Baue 911 Universitäts-Nachrrchten. Göttingen, 1. März. Ter ordentliche Professor der Germanistik, Moritz .denn e, ist heute nachmittag nach kurzem Kramen- lager im 67. Lebensjahre verstorben. , . J — Der senior der juristischen Jalultat an der Berl i n c r Universität (>'ch. Zustizrct Prof. Heinrich D er n b urg glied des pre, ü. lberrenhuiseS, vollendet am Marz da., <<. ^e I bensjahr Uv ist seit 55 fahren afobemn^er Lehrer — Der Direktor der Röntgt. Kltnik für Lhrenleidende ec.ui I Breslau, Professor Dr. Viktor H i n s b e r g , erhielt einen Jan I als Nachfolger deS Profeffors Kalb an die Kölner Akademie für vrakiüstu- •'V’|ic'v;iii._ _ _____ _ Gevichtssaal. (j Die beiden Brüder tz a v p e l aus Watzenborn- Steinberg, die, wie seinerzeit gemeldet wurde, Ende Dezember ihren Baler mißhandelten und nach ihm fchopen, | standen dieserhalb kürzlich vor dem S ch ö ff eng er i m t in Gießen. Sie erhielten 3 Monate bezw. 6 Wochen Ge-I fängn i s unter Anrechnung von je 3 Wochen Unteriuchungshatt. Hb. । Darmstadt, 1. März. Zwei j n gen d l, w. c t n = brecher standen heute vor ber Strafkammer. Die Fabrikarbeiter Karl Kilian, 19 Fahre alt, und Johann Gotha, U ^hrc alt, beide ans Bürstadt, führten im Odenwald gemeiMchan- lich eine Reibe von Diebereien aus. Bei zwei Einbrüchen wurden sie gestört, dann stahlen sie einem Waldarbeiter den Brotlack, singen ein Reh und brieten cs im Walde. -Kil'an hat allein zwei Diebstähle verübt, er ist wegen Diebstahls schon mit einem Jahr Gefängnis vorbestraft. Beide Angeklagten leugneten. -Lie wurden aber vom Gericht schuldig befunden und Kilian zu 2 Jahren 6 Monaten Gefängnis und 6 Tagen 5^aft, Gotha zu | 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis und zwei Tagen Äast verurteilt. Die .^aftstrasen ivurben wegen Bettelns ausgesprochen. Mainz, 28. Febr. Der Dieiistlnecht Zohann L, ick aus Börrstadt hatte in Mörstadt bet Worms ohne jede Veranlagung einen Kollegen auf der Straße z u i a m in c n g e |t o ch e n. Der Schwerverletzte schwebte längere Zeit in großer Lebensgefahr, genas aber schließlich. Die hiesige Strafkammer verurteilte heute den Dick zu 3r/2 I a h r e n G e f ä n g n i s. Erfurt, 1. Marz. Das hiesige riegsg er ich t verurteilte den Sergeanten Korn vom 71. ?nsanterie-Neg,ment wegen Soldateniuißhandlung zu einer Woche Acittel- ar re st. Der voii ihm g c o b r । n i n t e G)L u £> f c t i c r ^anuer F B’eäfeank. Heute von 4 Uhr ab: IB?'3 StierflcisÄ 58 Pfg.__ Ille Korten la? Ekmülk-1!. 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