Erstes Blatt 156. Jahrgang Freitag ÄL. September 1906 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Die Heutige Yumrner umfaßt 10 Seiten. erschiM mti. 60-10 Wt V-W Lana.Ä St* 23 06816 __ 61^4-1« pl 0fl iAolits-cbe Lagesscha«. Das Neichstagswahlrecht. Der Tropfen höhlt den Stein! So mag wohl der frei- konservative Paclainentaricr Fchr. v. Zedlitz und Neukirch denken, wenn er faum eine Gelegenheit vorübergehen lägt, ohne seiner Ueberzeugung von der „Unzweckmäßigkeit des ReichStagSwahlrechts und der Notwendigkeit seiner Beseitigung* Ausdruck zu geben. Auch jetzt hat er wieder in einem Artikel über „die politischen Ehrenpflichten Preußens* ganz beiläufig die Bemerkung einfließcn lassen, er halte es für nahezu unabwendbar, daß die Staatsnotwendigkeit einmal die Beseitigung des „Fundamentes der Machtstellung der Sozialdemokratie* des gleichen Wahlrechts, erheischen würde. Wirkliche Versuche nach dieser Richtung HM würden immer vergeblich sein. Aber daß eine Stimmung vorhanden ist, die allmählich nach dieser Richtung gelenkt werden könnte, kann nicht geleugnet werden. Es ist eine schwere Täuschung, daß die Beseitigung des allgemeinen, gleichen Wahlrechts die sozialdemolratische Bewegung unterbinden würde. Diese Täuschung, daß man eine starke Volksbewegung dadurch unterdrücken könne, daß man sie in der gesetzlichen Volksvertretung nicht zu Worte kommen läßt, würden wir unter Umständen teuer zu bezahlen haben. Dann soll man auch nicht mit einem Gedanken spielen, der nur dazu dienen kann, Unzufriedenheit und Erbitterung zu erzeugen oder, wo sie schon vorhanden sind, zu schüren, und der das Vertrauen zu der bestehenden Staatsordnung in noch weiteren Kreisen, als schon bisher, erschüttern muß. Herr v. Zedlitz drückt sich sehr vorsichtig auS; er hält ein gewaltsames Vorgehen gegen die Sozialdemokratie nur für möglich, falls der Staat, wie Bismark es einmal ausdrückte, ein gutes Gewissen hat, d. h. alles getan hat, um den gesetzlichen Schutz der Schwächeren und das höchste Maß sozialer Gerechtigkeit zu gewährleisten. Es ist merkwürdig, wie sehr bei der Agitation gegen das Reichstagswahlrecht übersehen wird, daß auch die Schmälerung des Wahlrechtes das „gute Gewissen* des Staates zu schädigen geeignet ist. Wenn man ein Recht, das mehrere Jahrzehnte ausgeübt worden ist, ge- ivissen Klassen der Bevölkerung wieder entziehen will, so setzt man sich denen gegenüber, die das Reckt genossen haben, in jedem Falle ins Unrecht, auch dann, wenn der Maßregel die Ueberzeugung zugrunde liegt, daß allerlei Mißstände und Gefahren auf den Mißbrauch des Rechtes zurückzuführen sind. Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, 20. September. Anwesend: Oberbürgermeister Mecum, Beigeordnete Curschmann und Georgi; die Stadtverordneten: Brück, Dr. Ebel, Eichenauer, Emmclius, Euler, Gabriel, Dr. Gutfleisch, Haubach, Heichelheim, Helfrich, Helm, Huhn, Jann, Kellers Kirch, Krumm, Loos, Orbig, Schaffstaedt, Schwall und Wallenfels. ■ Mitteilungen. l Der Vorsitzende heißt die Versammlung in bet 1 ersten Sitzung nach den Ferien herzlich willkommen und hofft, daß die Beratungen auch künftig nach der Erholungspause friedlich und zum Wohle der Stadt verlaufen möchten. Weiter wird mitgeteilt, daß das Oberkonsistorium seine Zustimmung bezüglich der Abschaffung des Reprä- sentati onsrechts der Stadt für die beiden 1. Pfarrstellen gegeben hat. Die Stadt hat dann in Zukunft den seither geleisteten Zuschuß zu den Pfarrgehältern von etwa 1 1800 Mk. nicht mehr zu bezahlen. Beig. Curschmann macht Mitteilung über den Schriftwechsel bezüglich des seinerzeit im Gieß. Anz. erschienenen Berichtes wegen einer Verhandlung des Feldgerichts mit der Staatsanwaltschaft. (Siehe „Stadt und Land*.) Baugesuche. Th. Geilfus will in der Hammstraße einen Holzlager» platz errichten und bedarf für die Errichtung einer Holzlagerhalle Dispens. Die Baudeputation beantragt Ablehnung, da der Bebauungsplan für die in Frage kommende Gegend noch nicht feststeht. Die Versammlung beschließt jedoch nach kurzer Besprechung, den Dispens zu erteilen unter der Bedingung, daß die Lagerhalle parallel zum Weg und in 15 Meter Entfernung vom Euler'schen Wohnhaus errichtet wird. Ferner muß der Gesuchsteller sich verpflichten, .seinen jetzigen Lagerplatz an der Westanlage bis 1. Juli n. Js. aufzugeben und die darauf befindlichen Holzbauten zu entfernen. A. Scheppelmann hat an seinem Hause in der Roon- straße einen Balkon angebracht, der weniger als 3 Meter von dem Nachbargrundstück entfernt ist. Der deshalb erforderliche Dispens wird erteilt. F. Georg will an dem Wege nach dem neuen Friedhof Gewächshäuser und einen Ausstellungsraum anlegen. Der Dispens, der erforderlich ist, weil die dortige Gegend außerhalb des Bebauungsplanes liegt, wird erteilt unter der Bedingung, daß die Baulichkeiten 8 Meter vom Wege entfernt bleiben und das Gelände nach der Straße zu als Vorgarten angelegt wird. Die Gebr. Im Heuser wollen an ihrem Hause in der Wagengasse anstatt des vorhandenen Giebels einen Stock mit Holzzementdach aufbauen, wodurch der Bau 9,80 Meter hoch werden würde. Da die dortige Straßenbreite bei der günstigsten Auslegung der betr. Bestimmungen nur eine Bebauung bis zu 8 Meter Höhe vorsieht, wird der nachgesuchte Dispens nicht befürwortet. W. Valentin hat außerhalb de§ Bebauungsplanes an seinem Besitztum an der Hardt ein Nebengebäude errichtet; der hierfür erforderliche Dispens wird bewilligt. Ein Bauqesuch von C. Gans für einen Giebelaufbau an seinem Besitztum Astcrweg wird genehmigt, ebenso wird zugestimmt, daß kein Durchgang nach dem kleinen vorhandenen Hof geschaffen wird. Ein nach den vorliegenden Plänen weiter erforderlicher Dispens wegen einer Brandmauer nach dem Nachbargrundstück, der bis jetzt nicht nachgesucht wird, soll dagegen nicht befürwortet worden, zumal die Grundrißgestaltung eine andere Lösung der Sache zuläßt. H. Henkel will die Abortanlage in seinem Grundstück in der Walltorstraße verlegen und die Wurstküche vergrößern. Der nötige Dispens wird nicht befürwortet, da die neue Abortanlage nicht 3 Meter von dem Nachbargrundstück entfernt und sie von der Straße aus sichtbar wäre. Ein Baugcsiich von C. Gans für die Marburgerstraße (außerhalb deS Bebauungsplanes) wird genehmigt unter der Bedingung, daß das fragliche Gebäude — ein Holzstall — rückwärts am Stall eingebaut wird. Die Einfriedigung des Pros. Dr. P op pertschen Grundstücks an der Wilhelmstraße in Form eines dem architektonischen Charakter des Hauses entsprechenden Holzspaliers anstatt Estengitters wird genehmigt unter der Bedingung, daß Holzwerk und Anstrich dauernd in gutem Zustand erhalten werden. um 1. Starts* Auf bequem.e Nr. 222 Orsch«t»t täglich außer Sonntag-. Dem VießenerAnzetger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siegener Familien« blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univers.-Buch-u.Stein- brudereL 9t Lange. Redaktion, Exoeditto« und Druckerei: Schul Pratze 7. Redaktion 113 Vertag u.Expeb.s^tzl Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Städtische Arbeiten und Lieferungen. Die Arbeiten an der Kanalisation sind durch dis Firma Liescnhof rascher gefördert worden, als angenommen war. Dadurch konnte mehr gearbeitet werden als vorgesehen war und es wurde der Nachbezug von Zementrohren erforderlich. Die seither gebrauchten runden Rohre waren nicht vorrätig und die ovalen Rohre kosten pro Meter 75 Pfg. mehr. Um die Arbeiten nicht stillstehen zu lassen, wurden die Rohre bereits bezogen. Die Versammlung erteilt ihre Zustimmung unter Bewilligung des Mehraufwands von 265 Mk. Ein Gesuch der Duisburger Zementwarenfabrik um Ersatz des Frachturkundenstemvels, der bei der iJektrf®’ O.&Oe. Sonnte ben UlSbel „ naDieD' OM- liessen und Umgehend. .nieten daß der Bericht 6b« baö chastSjahr 1905,00 In uii- t SerfauiSflefien flfitttttg 6 Va-a-ofssraße 81 iut!Iii - gelangt unb empfegltn mir btn gefl Statbtung. M eaenheit, leine Schul«« er AM an?uWn. irrhnes in der GeichaM Schneiderin °fü* passende LlL l Ä-auch Wale. ' Angebote unter Mz LjWner Anzeiger trtoer. ädchen welches kochen k- lucht Aushüssstelle, prr Reftaurant. Näh, durch fe enberger, Lellersw. 67. „Etwas schwerer noch, als bei dem Lairdarbeiter hält es, den Kleinbauer, selbst schon wenn er zu uns gehört, mit sozialistischem Denken zu erfüllen und ihn 5um Klassenbewußtsein zu erziehen. Unser Endziel, die vollständige Umwälzung der Eigentumsverhältnisse, die Vergesellschastlichung von Grund und Boden usw. will ihm nicht so leicht in den Kopf, es sträubt sich in ihm etwas dagegen, sein Denken und Fühlen ist zu stark von seinem Privatbcsitz beeinflußt, sein Gesichtskreis reicht oft wenig über die Grenzen seines kleinen Besitztums hinaus. Das 'st feine Welt, in der er lebt und stets gelebt hat, deshalb wird es ihm sehr schwer, zu begreifen, daß eine vollständige Umwälz- ung bieier Verhältnisse ohne wirtschaftlichen Nachteil für ihn möglich sein sollte. Doch auch diese Schwierigkeit ist nicht imuberwindlim. Tie Sozialdemokratie hat auch bereits in diesen dresche gelegt. So stark sitzt der Aiitikollettivismus in den Kopien der Kleinbauern nicht fest, daß ihn der Sozialismus nicht verdrängen könnte. Gewiß, diese Arbeit ist keine leichte ober sie kann und muß geleistet werden. Mit dem zweiten Teile Anieres Programms gewinnen wir die Kleinbauern in großer Hayl. Im weiteren Verlause des Artikels beschäftigt sichhann Braun mit ber Frage eines Massenstreikes der r f n? ?,r 6 CJ te r und kommt, — entgegen der Meinung ftines Genossen Marchionini, - zu dem Schlüsse, daß die Landarbeiter ,ich vorläufig schwerlich einem Massenstreik onschließen wurden. " 1 Sozialdemokratie und ZSauerntunr. In dem letzten Hefte der „Neuen Zeit", der offiziellen Wochenschrift der Sozialdemokratie, legt Genosse Braun feine Ansichten über die eventuelle Gewinnung der Bauern und Landarbeiter für die Sozialdemokratie H,ar. 'Die'Großbauern und Mittelbauern sind nach seiner Meinung keine geeigneten Objekte für die sozialdemokoatische Agitation, wie man aus folgenden Sätzen ersehen kann: ,,Nicht iu getoinnen sind die Großbauern bis herab zu den M it t e l b a u e r n, die noch Arbeiter, Knechte und Mägde gegen Lohn beschäftigen. Sie produzieren z. V. für den Markt, beuten ihre Leute ebenso rücksichtslos wie die Junker aus, ihr wirtschaftliches Interesse ist dem der Prolet. Landbevölkerung geradezu entgegengesetzt, borniert kehren sie gegen den Arbeiter protzrgen Herrn heraus. Sie find Privateigentumsfanatiler schlimmster Art und wurzeln fest in der kapitalistischen Wirtschaftsweise. Mit einer auf diese Bevölkenmgsgruppe zugeschnit- teuen Agitation unter Hervorkehrung rein bäuerlicher Forderns! 0 en, «als da sind Verstaatlichung des Hypothekenwefens, Staats- yilfe zu Meliorationen, Erweiterung des Gemeindelandes, und waS ^gleichen mittelstandsretterliche Forderimgen das Breslauer Vlgratiproaramm seligen Angedenkens mehr auswies, würden wir uuS geradezu zwischen zwei Stichle setzen. . . . Ebensowenig, wie wir in der Stadt unsere Agitation darauf richten, den Hand- werksmeister, ber sich mit seinen Berufskollegen in Arbeitgeber- Verbünden zusammenschließt und die organisierten Mbeiter ans- sperrt, für die Partei zu gewinnen, ihn mit dem bitter bekämpften Arbeiter in das Parteigespann zusammenzuschließeu, ebensowenig toir baran denken, den Leute beschäftigenden Groß- und Mittelbauern in die Partei einzureihen. Einzelne ideal veran- btc gegenwärtiges wirtschaftliches Interesse zurückstellen hinter allgemeine ideale und politische Rücksichten, Werden, wie aus arideren bourgeoisen Kreisen auch aus dieser Berufsgruppe, zu uns kommen, doch die Masse wird uns stets feindlich gegenüberstehen." Dagegen erscheinen ihm die Kleinbauern als passendere Objekte. Man höre: "Ganz anders liegen die Verhältnisse bei den Kleinbauern, die sich von ihrem Besitztuni unter großen Mühen und oft auch Entbehrungen nähren, jedoch keine fremden Arbeiter gegen Lohn beschäftigen. Sie produzieren meist gar nicht ober sehr wenig für ben Markt Ihre Lebensweise ist eine rein proletarische, haben lie noch Schulden, was meist der Fall, so leiden sie in Jahren schlechter Ernte oft bittere Not. Dann ist das Elend bei ihnen großer als bei dem Jnstmann, der das Glück hat, bei einem anständigen Besitzer in Arbeit zu stehen. Der Fuselgenuß mit [einen verblodenden Wirkungen ist gerade unter dieser Kategorie bes Landvolkes erschreckend stark verbreitet, hat auch, was bei ben Lanbarbeitern weniger ober fast gar nicht der Fall ist, die H-rauen erfaßt.... Man zweifelt daran, diese Menschen aus dem Sumpf heraus auf eine höhere Kulturstufe heben, sie für das politische Leben interessieren, für höhere, die ganze Mensch- lvit bewegende Aufgaben begeistern zu können. Und doch ist das Ulcht unmöglich, man muß es nur richtig anfassen!" Wie nun die Kleinbauern für die sozialdem. Partei gewonnen werden sollen, sagt Braun in folgenden Darlegungen: MetzenerAineiger General-Anzeiger ** ofet M ©anflelftem-0' -Sfimba^ f 0 etunben. pener ßd) Froni^ lbfö"v-rn^/7 Der eigentliche Parteitag wird am Sonntag abend eröffnet. Von Montag früh au wird dann die ganze kommende Woche hindurch das reichhaltige Arbeitsprogramm des Parteitages erledigt werden unter Einhaltung des achtstündigen Arbeitstages. Der wichtigste Verhandlungsgegenstand des diesjährigen Parteitages ist unstreitig „der politische Massenstreik". Nachdem die Gewerkschaften gegen den Plan, B e b e i als alleinigen Referenten hierzu sprechen zu lassen, in schärfster Weise opponiert haben, ist inzwischen der Gewerkschaftsführer L e g i c n zum Korreferenten bestellt worden. Daneben stehen F-ragen wie die Maifeier, „Sozialdemokratie und .Volkserziehung", Strafrecht, Strafprozeß und Strafvollzug, der internationale Kongreß 1907 und die Berichte der Parteileitung, der Koutrolllommission und der Parlamentssrattion auf der Tagesordnung, ganz abgesehen von der Fälle der Anträge, die zu den verschiedenen Punkten der Tagesordnung eingelaufen sind und deren Zahl schon heute über 100 beträgt. s« « fou§atbej?t' t Don ’ Nonen) «Sm« 1 e unb Attufaf.ytebt. 1« WH Mkklr frei bi, RädchL 6li vezugSpret-r monatlich 75Ps^ viert «l- jährlich Dik. 2.20; durch fJlblioIc- u. Zweigstellen inonaklicb 65 Pf.; durch diePost TiL 2.—viertel- jährl. ansschl. Bestellg. Annahme von Anzeige» für die Tagesnummei bis vormitlagZ 10 Uhr, Zeilenpreis: lokal 12Pf^ auswärts 20 Pig. Verantwortlich tüt den poliL und nllgem. Teil: P. Wi 111o; für „Stabt und 2anbJ und „Gerichtssaal*: Ernst Heß; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Sozialdemokratischer Parteitag. (Unberechtigter Nachdruck verboten.) S.u.H. Mannheim, 20.Sept. und Jndustrieempore rüstet sich, den diesjährigen wztaUiemokratischen Parteitag in ihren Mauern empfangen. Nicht untfon)t hat Mannheim seinem gewaltigen Arbeiterheer einen sozialdemolcatischen Reichs- ttig'^übgeordneten zu verdanken, der, lote der „Genosse" ^reesbach cs verstanden hat, sich im ganzen badischen Lande einen ziemlich bedeutenden Einfluß zu verschaffen, swdaß er auch im Mannheimer Stadtparlament zunächst tv:e Hergäbe der neuerbauten städtischen Fefthalle, des „.Itoiengarten , für die Zwecke des Parteitages durchzusetzcn v erstanden hatte, bis die Jubiläumsfeierlichkeiten für den peifen Großherzo^ dazwischen kamen und damit die be- Mnnte ^>aalverweigerung. Nur am Begrüßungsabend ontrsen deshalb die „Genossen^ in den schönen Räumen des Professor Schmitz in Charlottenburg geschaffenen MiMonenbaues verweilen, die übrigen Tage müssen sie 171 dem „Apollo-Theater" zubringen, in dem abends nach >am Gruft der politischen Rede und Gegenrede leichtge- Hürzte Brettldamen dem garstigen, dem politischen Lied, jüe neuesten Gassenhauer folgen lassen und der Artist im .C^identrikot auf dem scraffgespannten Drahtseil tanzt, wo eben noch Radikale und Revisionisten sich bemühten, das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Die Verhandlungen des Parteitages werden durch die sozialistische Frauentonferenz eingeleitet, die am Samstag ihren Anfang nimmt und in der ffich die Koryphäen der soziattstischen Frauenbewegung unter dem Vorsitz der Frau Klara Zetkin aus Stuttgart ein Stelldichein geben werden. Jir der Frauenkonserenz ist eine der eisiigen Rednerinnen, Frau Lilly Braun-Gizycky, die Tochter des Generals v. Kretschman, und Gattin des Herausgebers der revisionistischen Svenen Gesellschaft, in der „Genosse" Bernhard kürzlich für Dernburg eintrat. Das Hauptthema der Frauenkonferenz wird die sozialistische Jugenderziehung bilden. Frau 5llara Zetkin fordert freie Kindergärten. Die sozialdem. Kinderhorte erscheinen ihr als der geeignetste Weg zur Gewinnung der Jugend. Ferner verlangt sie eine entsprechende geschlechtliche Belehrung der Heranwachsenden Jugend und im Verein mit Lilly Braun eine Mutter- schaftsversicherung. Ferner steht auf der Tagesordnung der Bericht der „Zentralvertrauenspersou", als welche Frl. Ottilie Baader-Berlin, von den „Genossen" spöttisch „Das Zentralweib" genannt, fungiert. Sie wird sich insbesondere über die Agitation unter den Arbeiterfrauen und über die Presse verbreiten. Weiterhin steht noch zur Erörterung: das Frauenstimmrecht, die Agitation unter den L a n d a r b e i t er in n e n, die D ie n ftö 0 te n b e we g- u n q und die Fürsorge für Schwangere und Wöchnerinnen. Wie ber Parteitag mit Fragen der Jugenderziehung eingeleitet wird, so wird er mit einer Konferenz der sozialistischen Jugend geschlossen. Diese Konferenz ist von dem Verbände der sozial. Jugend in Berlin einberufen worden. Sie tagt in diesem Jahre zum ersten Male und hat sich neben dem Streben der Verbesserung der Lohn- und Arbeitsbedingungen auch die vom Reichstagsabg. Rechtsanwalt Dr. Liebtnecht-Verlin auf dem Bremer Parteitage gegen den Widersprach Bebels warm empfohlene sozialistische Belehrung der Rekruten zur Aufgabe gestellt. Preibkalkulation nicht voralisgefehen werden konnte, wird aus prinzipiellen Gründen abgelehnt. Stadtv. Emmelius hat angeregt, Papierkästen für die Anlagen zu beschaffen und die Lieferung von zwei Kästen nach dem in Homburg gebräuchlichen Muster veranlaßt. Die Kosten mit 33,50 Mk. werden bewilligt. Der Badeofen in der Stadt Mädchenschule ist schadhaft und wurde bereits durch einen neuen ersetzt, damit die Badeeinrichtung beim Wiederbeginn des Unterrichts betriebsfähig war. Die hierfür nötigen 410 Mk. werden nachträglich bewilligt. . Mr die städtischen Wiesen sollen 300 Zentner Kamst und 200 Zentner Thomasmehl bestellt werden. Außerdem wird die Beschaffung einer Streumaschiue vorgeschlagen. Stadtv. Watlenfels regt die Düngung der städtischen Wiesen mit dem bei der Kläranlage gewonnenen Schlamme an. Der Vorsitzende teilt mit, daß sich die damit angestellten Düngungsoersuche bewahrt haben. Nach einigen Bemerkungen des Stadtv. EmmeliuS wird ein Kredit von 300 Mk. für die Streumaschine bewilligt und die Frage der Düngerbeschaffung an die Deputation zurückverwiesen. Die Kosten der Fe l d b erc i nigun g recht? der Lahn belaufen stch auf 81 571,20 Mk. Bereits früher waren 60 000 Mk. bewilligt worden und heute erfolgt Nachbemilli- gung des Restbetrages. Stadtv. Helfrich teilt hierzu mit, daß die Stadt da§ neue Gelände für die neue Straße nach Krofdorf bei den Feldbercinigungsarbeitcn kostenlos erhalten habe, das mit 14 000 Mk. zu bewerten sei, und ebenso das Gelände für den Fußsteig an der Straße nach Heuchelheim, dessen Wert 7000 Mk. betrage. Somit habe die Stadt einen Wert empfangen, der den-heute angeforderten Mehrkosten entspreche. Wirtschoftskonzcssionsgesuche. Ein Gesuch des A. Reuter um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetrieb im Hause Son neu str aß e 13, bei dem es sich um eine bestehende Wirtschaft handelt, wird befürwortet. Auch bei dem Gesuch des O. Sieck für das Haus Hamm st raße 14 handelt es sich um eine bestehende Wirtschaft, doch beantragt der Ausschuß Nichtbesürwortung, da ein Bedürfnis für die Wirtschaft nicht vorliege. Gegen die Person des Gesuchsteller? liegt nichts vor. Stadtv. Schmall empfiehlt Genehmigung de? Gesuches, da der Gesuchsteller weniger Wert auf die Schank- als auf die Gastwirtschaft lege. Auch die Stadtv. Haubach, Huhn, Krumm und Dr. Ebel sprechen sich im Sinne des Gesuchstellers aus, worauf die Bedürfnisfrage gegen eine Stimme bejaht wird. H. Page ersucht ebenfalls um Wirtschaft?betriebS-Er- ckaubnis und zwar für den großen Steinweg 14. Die Wirtschaft dort ist seit einem Jahr in Betrieb und der seitherige Inhaber gibt sie auf, weil er seine Rechnung nicht gefunden hat. Die BedürfniSsrage soll deshalb nicht befürwortet werden. H. Diergardt will die Konzession, die er im Hause Da mm str. 39 besitzt, von zwei auf drei Zimmer ausgedehnt haben. Die beantragte Ablehnung dieses Gesuchs findet die Genehmigung der Versammlung. G. T rin kau? sucht auf Grund dec Bauplans um Konzessionserteilung für seinen Neubau im Seltersweg nach. Die Versammlung spricht sich für Konzessionserteilung au? und zwar von dem Tage ab, in dem die Konzession in dem gegenwärtigen provisorischen Lokal de? Gesuchstellers erlischt. Verschiedenes. Die Querstraße zwischen Liebigstraße und Riegelpfad wird nach dem in der letzten Zeit befolgten Grundsatz, die Straßen nach Stiftern zu benennen, Wilsonstraße genannt. Stadtv. Dr. Ebel fragt an, ob dort nicht ein alter Flurname vorhanden sei, dessen Erinnerung man in dem Straßennamen noch erhalten könne. Der Vorsitzende erklärt, zu diesem Zweck könne eine andere der vielen in jener Gegend noch zu benennenden Straßen dienen. Stadtv. W a l lenfels befürwortet den vorgeschlagenen Namen. Die Straße bei den Wohnhäusern für Eisenbahnbeamte neben der Frankfurterstraße soll den Namen Budde straße erhalten, was Zustimmung findet. Die von L. Moll im Auftrag des Eisenbahn-Komitees für die Bahn Lieh-Grün berg beantragte Uebernahme von Aktien dieser Bahn durch die Stadt Gießen wird ab- gelehnt. Ein Gesuch um Erlaß von Grasgeld wegen Verlusts der Ernte findet aus prinzipiellen Gründen keine Zustimmung. Einige freihändig erfolgten Holzabgaben aus der Hand, die in den Rechnungsjahren 1905 und 1906 vorfielen, werden genehmigt. Die von Dr. Zinßer nachgesuchte Erlaubnis zur Aufnahme Unfallverletzter in seinem Haus Goethestraße 10 wird erteilt. Der Wirtschaftsp lan für die Stadtwaldungen fieht entsprechend dem kürzlich von Stadtv. Profeffor Dr. Wimmenauer vorgeschlagenen und kürzlich genehmigten allg. WirtschaftSplan für 1907 da? Sehlagen von 8200 Festmetern Holz vor. Für Wegverbcfserungen sollen 2350 Mk. (200 Mk. weniger als im Vorjahr) und für neue Wege 7783 (rund 1000 Mk. weniger) aufgewendet werden. Die Versammlung stimmt zu. Ebenso wird zugestimmt, daß nach einem von Professor Dr. Wimmenauer gemachten Vorschlag, das Stammholz, falls die Submission vor der Fällung erfolgt, je nach Wunsch der Steigerer mit oder ohne Rinde abgegeben werden soll; wenn die Submission nach der Fällung erfolgt, soll die Abgabe mit Rinde Regel sein. Stadtv. Enimdiu? spricht sich für letztere Form aus, zumal in Preußen, wo diese allgemein üblich sei, nach von ihm gemachten Feststellungen höhere Preise erzielt worden seien als in Hessen bei der Abgabe ohne Rinde. Die Stadtvv. Jann und Schmoll bitten zum Schluß der öffentlichen Sitzung noch um Beschleunigung eines Gesuch? des Herrn Brnchhäuser um Einführung von Gas in seinen Neubau. Die Sache steht nach Mitteilung deS Vorsitzenden auf der Tagesordnung der nächste Woche statt- sindenden Deputationssitzung. * In der nichtöffentlichen Sitzung erfolgte die Feststellung mehrerer Bebauungspläne. Ihre Offenlegung wird in kürzester Zeit erfolgen. Der Prozeß Karinernann-Wertöold« (Ausführlicher Bericht.) R. B. D a r m st a d t, 20. Sept. Ein interessanter Preßprozeß ist heute vor der hiesigen Strafkammer verhandelt worden. Wenige Tage nach der Wahl des Reichstagsabg. Berthold hier tauchte in der Stadt überall das Gerücht auf, der Abgeordnete sei nach einem sozialdemokratischen Siegesfest in Arheilgen betrunken in die Weinstube zum „Sporer Tor" gekommen, habe sich dort als Reichstagsabgeordneter feiern lassen und sei schließlich völlig bezecht unter den Tisch gesunken, wo man dann allerlei Allotria mit ihm getwieben Hube, bis er infolge eines Streits an die frische Luft befördert wurde. Als dies Gerücht immer offener und bestimmter erzählt und geglaubt wurde, entschloß sich der Redakteur Friedrich Hannemann, der Sache auf den Grund zu gehen und sowohl die Inhaberin der Weinstube, wie alte leicht ermittelten Zeugen des Vorfalls und ein Schutzmann bestätigten die volle Wahrheit des Gerüchts. Hannemann teilte nun die stenographisch von ihm fixierten Zeugenaussagen dem ihm befreundeten Kollegen Bandlow vom „Tägl. Anz." mit, und die Folge war ein Artikel mit der Schilderung des ganzen Vorfalls in diesem Blatte. 9hm stellte sich aber alsbald heraus, daß sich zwar der ganze Vorfall wirklich so zugetragen, aber der Held desselben nicht der Abg. Berthold gewesen ist, sämtliche Zeugen und die Wirtin also der Mystifikation eines Schwindlers zum Opfer gefallen sind, der obendrein noch einen Schuldschein mit dem Namen Berthold ausgestellt hatte. Die Parteifreunde des Herrn Berthold beriefen eine große Volksversammlung ein, sprachen heftig stundenlang über den „Schurkenstreich" der beiden Redakteure, ließen im ganzen Wahlkreise viele Tausende von Flugblättern mit der Aufforderung zum Boykott der bürgerlichen Presse erscheinen, welche die öffentliche Moral vergifte usw. und forderten Herrn Berthold auf, den Staatsanwalt gegen die Beiden anzurufen. In der heutigen Verhandlung bestätigten nun sämtliche Zeugen, daß sich der Betrunkene selber als der Reichstagsabg. B. vorgesteltt habe und sie alle fest davon überzeugt waren, es mit der Person desselben zu tun gehabt zu haben. Redakteur Hannemann bekundete, daß er lediglich diese Zeugenaussagen weitergegeben habe. Er habe die berechtigten Interessen seiner Partei gewahrt und ihm stehe daher der § 193 zur Seite. Sein Nechtsbeistand, Justizrat Hallwachs, führte aus, daß dec Angeklagte weder straf- noch preßrechtlich verantwortlich zu machen fei; der iulriminierte Artikel enthalte nur Tatsachen, keine formellen Beleidigungen. Auch der Verteidiger Vandlows, Dr. Hofmann II., beantragte unter Berufung aus § 193 Freisprechung, während der Staatsanwalt für jeden der beiden Angeklagten 100 Mk. Geldstrafe beantragte. Der als Sachverständiger vernommene Chefredakteur Dr. W a ld ä st e l belündete, daß Redakteur Haiinemann ihm feit Jahren als ein äußerst zuverlässiger und gewissenhafter Journalist bekannt sei und das Möglichste getan habe, um die Wahrheit zu ermitteln. Der Gerichtshof erkannte, wie wir meldeten, gegen Hann e- mann auf Freisprechung und Neberweisung seines Gerichtskostenanteils auf die Staatskasse; er habe mit offenem Visier seine Rechte zur Belämpsung eines politischen Gegners ausgeübt und in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt. Redakteur Bandlow wurde zu 50 Mark Geldstrafe verurteilt, dem Beleidigten auch die Publikationsbefugnis im „Tägl. Anz." zugesprochen. Wir unsererseits haben dazu noch zu bemerken, daß auch uns die Nachricht von diesem angeblichen häßlichen Abenteuer des Herrn Berthold sofort zukam. Indes haben wir von ihrer Veröffentlichung Ab stand genommen. Kurz vor Schluß der Redaktion ist uns über diesen Prozeß noch ein zweiter Bericht zugegangen, dem wir folgendes entnehmen: Ein vom Vorsitzenden Landgerichtsdirektor Dornseiff angeregter Vergleichsversuch scheiterte an dem Widerspruch des Beleidigten. Der Vorsitzende sagte u. a.: „Wenn es doch endlich einmal so weit wäre, daß derartige persönliche Dinge aus den Zeitungen heransblieben. Ein anständiges Blatt bringt so etwas nicht. Das ist nicht die rechte Art der Kampfesweise. Das hätten Sie (zu dem Redakteur Bandlow gewandt) fühlen und Herrn Hannemann sagen müssen". Demgegenüber meint Hannemann, daß es ein Usus geworden sei, in den politischen und Wahlkampf persönliche Dinge zu tragen, worauf der Vorsitzende erwiderte: „Dann ist es erst recht Sache der Journalisten dafür zu sorgen, daß das in den Zeitungen vermieden wird." Die Anklagerede des Staatsanwalts Dr. Krug enthält einige sehr beachtenswerte Stellen, die hier wiedergegeben seien: Berthold war auf gesetzlichem Wege berufen zur Mitarbeit im vornehmsten Amt, das das Volk zu vergeben hat, als Reichstagsabgeordneter. Aus diesem Recht ist aber auch für ihn die Pflicht erwachsen, mehr als ein anderer in öffentlich:r Stellung seine moralische Tadellosigkeit zu wahren. Nicht nur zur Wahl, sondern auch zur Ausübung seines Amtes bedarf der Abgeordnete des Vertrauens. Und dieses Vertrauen dürfe nicht untergraben, sondern müsse geschützt werden gegen leichtfertige Angriffe. D-as öffentliche Interesse geht darum hier über die eigene Wählerschaft hinaus. Jeder Bürger deS Kreises hat ein Interesse daran, daß an der sittlichen Festigkeit des zum Abgeordneten GewäRten nicht gerüttelt werden kann. Mlgcmein wird bei Wahlen über Mangel an Kandidaten geklagt. Zweifellos ist Schuld daran, wie sehr die Kandidaten (Wir möchten diesen vortrefflichen und leider nur allzu richtigen Worten hinzufügen: nicht nur die Kandidaten, sondern jeder, der sich auf die öffentliche Arena des Wahlkampfes begiebt, namentlich auch jeder politische Journalist. D. Red.) im Wahlkampfe frivolen und leichtfertigen Angriffen auf die private Ehre ausgesetzt sind. Man wollte hier eben dem Sieger im Wahlkampfe noch eines auswischen. Als straferschwerend müsse auch in Betracht kommen, daß der Tägl. Anz. eine Richtigstellung verspätet gebracht hat, und damit die Woh'anstnndig- keit hat vermissen lassen, die man fordern muß. Der Schutz des § 193 liegt aus dem Nahmen jeglicher Erörterung. Ms einzigen Milderungsgruud will er bei Bandlow dessen Jugend gelten lassen und bei Hannemann liormlose Gutgläubigkeit, die wohl seinem Charakter eigen sei. Der Staatsanwalt beantragt für beide Angcllagten eine Geldstrafe von je 100 Mark. In dem Urteil sagt das Gericht, dem Angeklagten H. müsse geglaubt werden, daß er als Mitarbeiter nationalliberaler Blätter im politischen Interesse gehandelt habe. Der Schutz des § 193 stehe ihm also zur Seite. Er müßte danach freigesprochen werden, auch weil aus der Form der Notiz nicht die Wsicht einer Beleidigung zu entnehmen ist. Anders liege es bei Bandlow, der selbst erklärt hat, die Mgelegenheit nicht als eine politische betrachtet zu haben. Also müsse ihm der Schutz des § 193 versagt bleiben. Vielmehr müßte er wegen Beleidigung (§ 183) verurteilt werden. Ans Oia-t und Land. Sprechstunden der Redaktion 11—1 Ub-r vorm., i/?7—1/28 Uhr a^ds. Gießen, 21. Sept. 1906. •• I n dec nächsten Schwurgecichtsperiode werden nachstehende Fälle zur Verhandlung gelangen: 1. Montag, 24. September, vormittag? 91/, Uhr: Johanne? Keßlec in Großen wegen Notzuchtsversuchs. Anklagevertreter: Staatsanwalt Hoos; Vertcidigec: Rechtsanwälte Grünewald, Leun und Fischer. 2. Dienstag, 25. Sept., vorm. 9 Uhr: Peter Rnckelshaufen Eheleute von Ehringshausen wegen Meineide?. Ankl.-Vertr.: Ober" staatsanwalt Theobald; Vert.: R.-A. Raab. 3. Mittwoch, 26. Sept., vorm. 9 Uhr: Christian Streurn von Locbach wegen Notzuchtsversuchs. Ankl.-Vertr.: Gerichtsassessor Neurath; Vert.: R.-A. Dr. Stahl. 4. Donnerstag, 27. Sept., vorm. 9 Uhr: Kallmann Schwab von Grebenau wegen Meineides. Ankl.-Vertr.: Gerichtsassessor Dr. Hetzel; Vert.: N.-A. Katz. 5. Freitag, 28. Sept., vorm. 9 Uhr: Friedrich Buß von Niedernhausen wegen Totschlags. Ankl.-Vertr.: Oberstaatsanwalt Theobald; Vert.: N.-A. Justizrat Weidig. 6. SamStag, 29. Sept., vorm. 9 Uhr: Elisabeths Nenkec von AngerSbach wegen Körperverletzung mit tätlichem Erfolg. Ankl.-Vertr.: Ger.-Äss. Dr. Hetzel; Bert.: N.-A. Engisch, 7. Montag, 1. Oktober, vorm. 9 Uhr: Otto Ullrich von Geiß-Nidda wegen Verbrechen? im Amte. Ankl.-Vertr.: Ger.-Ass. Dr. Hetzel; Vert.: N.-A. Justizrat Dr. Gutsteisch. 8. Dienstag, 2. Okt., vorm. 9 Uhr: Friedrich Zimmer von Bisses wegen Verbrechen? im Amte. Ankl.-Vertr.: Staatsanw. Neuß; Vert.: N.-A. Arnold. -t- Langsdorf, 19. Sept. Der von btfm Bürgermeister Köhler mit Unterstützung Großh. Statttsregierung und unter Mitwirkung de? Professor? Sieglin zu Hohenheim, de? verstorbenen Forstmeisters Heyer zu Gießen, des Herrn Schulrats Dosch zu Worms, des Fischmeister? Hartmann daselbst, besonders aber unter liebevoller Förderung durch den verstorbenen hochverehrten Pöooinzial- dircktoc Gehcimerat v. Bechtold wieder herge stellte hiesige sogen. Gemeindesee wurde heute durch den Fischhändler Heinrich Döll V. zu Villingen unter Assistenz des neugewählten Bürgermeister? Beigeordneten Schiel abgefischt und gab einen Ertrag im Werte von mehr als 1000 Mk. Dec Gcmeindesec mißt 9 Morgen 114 Klafter. Unterm 2. Juni 1901 hat dec Bürgermeister Köhler dem Großh. Kreisamt Gießen einen sehr ausführlichen Bericht erstattet, von dem Abschrift im Pcotokollbuch der Gemeinde LangSdocf niedergelegt ist, dahingehend, daß in der Gemarkung Langsdorf bezw. in Eigentum der Gemeinde, des Fürsten zu SolmL- Braunsels und von Privaten im ganzen 68 Morgen 855 Klafter teils zerstörte Teiche, teils versumpfte Ländereien vorhanden seien, die zu Teichanlagen geeignet seien und rentieren würden. Wenn man bedenkt, daß dieser Teich, der erst feit kurzer Zeit zufolge de? energischen Vorgehen? de? Bürgermeister Köhler nmuehr bereits insgesamt 1800 bi? 2000 Mk. — man kann wohl sagen — Nettoeinnah men der Gemeinde verschafft hat, so bleibt es gewiß zu bedauern, daß dec Gemeinderat dem Bestreben de? Bürgermeisters Köhler auf dem Wege zu weiterer Wiederherstellung der vorhandenen und unter der früheren 23enva(tung zerstörten Teiche nicht erfolgt ist. Der Gemeindesce hat nach seiner Neubespannung mit Wasser feine Mindererträge an Gras und Ried ergeben, lieferte dazu aber die oben erwähnten Mehreinnahmen (für Fische), versorgt die Langsdorfer Bier-Niederlage von Friedel u. Asprion zu Gießen, eine Metzgerei und alle Privaten von Langsdorf, die Letztere der vorgenannten beider Eisbäuser sich bedienen, mit dem erforderlichen Eis, bietet im Winter eine prachtvolle Schlittschuhbahn und schafft dem neugegründeten Schw im m v ere in, dec in diesem Sommer eine Nuderbootfahctgelegenheit einrichtete, erst die Existenzmöglichkeit. Man sieht hieran?, wie so sehr Nützliches noch innerhalb unserer Gemeindeverwaltungen auf diesem Gebiete zu schaffen möglich märe, wenn nur die Leute immer den guten Willen und das nötige Verständnis dazu hätten. _____________ Au? Lich wird uns von geschätzter Seite geschrieben: Die Zahl der Fachwerkhäuser, die sich der verhüllenden Tünche entledigen und wieder so zu präsentieren suchen, wie ihre biederen Werkmeister sie einst hingestellt hatten, ist hier erfreulich im Wachsen. Soeben ist wieder eine charakteristische Fassade (Bahnhofstraße 14, das zweite Haus vom Wall, nnmillelbar neben dem alten Arns- burger Hof) freigelegt worden, die den Wanderer auch durch einen sinnigen Spruch erfreut. Es steht an dem Hanptbalken zu lesen: DIESES (HAUS HA)T ERBAUT HERMANN PHILIPS HÜTZEL UND SEINE HAUSFRAU ANNA CATHARINA DURCH GOTTES HILF UND MACHT AUS NOTH UND NICHT AUS PRACHT DER ZlMMERMAN JOH. ADAM SPAHR. ANNO 1725 D. 16 T. MARTY. Das hübsche, stolz bescheidene Versleiu, aus dem der gute, alte Vürgersinn so vernehmlich spricht, war nicht Herrn Hermann Philips Hützels alleiniges geistiges Eigentum; es findet sich auch über dem Torweg von Johann Henrich W i n n s Haus, Schindergasse 11/15, das Zimmer- melfter Johannes Ulrich, wohl um dieselbe Zeit, erbaut hat. Wie mancher nette Suntd) mag mit der Zeit zum Vorschein kommen und, mit heller Farbe auf kräftig rot gestrichenem Holz hervor- geboben, den Leser erfreuen, ohne ihm viel Kopfzerbrechen zu machen. Nur ist Vorsicht im Ergänzen angezeigt, sonst kann der alle Sinn verdunkelt werden, wie in dem lateinischen Distichon am Reh e'schen Hans in der Schloßgasse, das schon vor mehreren Jahren einmal, aber in zwei falschen Fassungen in diesem Blatte veröffentlicht wurde. Vor der Wiederherstellung las man und liest mit einiger Mühe auch ietzt noch: NON EST CREDE MIHI INSIGNES QVI POSSIDET J3DES DIVES: SED DIVES CVI SATIS VNA DOMVS. I. T. SPRENGER 2EDIFICATOR. Zu deutsch: Nicht der, glaube mir, ist reich, der prächtig« Paläste besitzt, sondern reich ist, wem ein Haus genug. I.T. Sprenger, Erbauer. 8.__ Äsrnft rind rvissenschast. — Ein neues Drama von Vanl Heyse vermittelt das neueste Heft von „Nord und Süd" (Breslau, Schlesische Verlagsanstalt von S. Schottlaender). Es ist betitelt „M utter unb Tochter* und behandelt das durch unglückselige Verquickung der Umstände zerstörte Glück einer bis dahin friedlich lebenden Familie. _ Wann, schließ mir die Sparbüchse auf, ich will mir Fcn)s ächte Sodener Mineral-Pastillen kaufen, damit ich morgen wieder gesund bin und in die Schule geben kann. — Schäfchen du, die brauchst du dir doch nicht selbst zu kaufen ! Der Papa bringt wieder sechs Schachteln mit, damit wir sie im Hause haben und dann sollst du sehen, wie schnell die Schluckbeschwerden und der dumme kLW Husten fort sind. Fays ächte Sodener kosten nur 85 W mm und sind in allen einschlägigen Geschäften zu haben, (hr /, Km 3«/, ’ 0 bo. 31/ Pttiißil^ q ' bo. 4 Misch« A ZI/ bo. 31/ bo. 3 1 bo. 4 W- E-' 311 bo- öl? bo. 3 ? bo G/ 31/, Bremer - 3 bo. 3 Hamburg 4 yambiirgc Zi/. bo. 3 bo. 4 Hessische \ 4 bo. 4 3'/. bo. 5 3‘A bo. 3 bo. 3 31/. Wrtlemb 3‘4 bo. ZI/ bO. 3 ' bo. b. I 4»/, Bosnien n.' 4 bo. 5 Piifqor. Ta !'/„ Mdj. 1’/( bn. Wo 4 Italienische 2‘/.„ bo. 41/, Dell. 2i(bn 41/, bo. M'.t 4 bo. M>' 4 bo. einfieit 4 bo. Staat 4 Oell. lk.-P. MM. । 51/, Dcf}. G.A Tranvlf 2 Dcflcrr. Pol 57, bo. GA WA, 3 Portug. m,'5i bo. iiniRt, bo. ©ijfiil 4 Nimm, omor 6 bo. ho. 4 b". bo. 4 bo. amort. 4 bn. nmnrf. 41 Staatfanl 4 do. GonWib.. 4 bo. M.M 4 bo. M. (?. 4 do- Mint '/,°do. Staaten L bx°- do. H bo. Colbys ", 1'°- do. -Mifbiffy tz S b". v. 1. bo. 4 »'/ 4 4 4 4 4 4 Zi/ 3 ’ 5ibq «ecb. amort. ^bnn. nii4f. i 2"rk.-§olivl. 4 b°- briti. h. b». fOTlf, b. b°. fnnh. nr ,, ^aqbab. "irische ßo|| 5 bo. äußere i 5 3 5 4'/, if Hnifij bribif oaran bo. iiiü. (? innere 1 bo. bo. bo. n. Aiiß c ^ent. inn. m 4 ' k Q"nere 5 6tar ft bon: 31, Hhviish oZ’ bo. bo. , 4 ftobaiter (Sfr j ’S* 4“! Bi8enba L dkSUche io. 3 ’ "o. - . . 3'/ > 91/ &l|bb. bo. 4 4 f?5' 1^7 fl, 4 Stlol/ M fl 1 ! "f L.K >1 'n bo. do. Oest.-Ung. Stsb. 1873/74 i.G. 100.50 Brünn-RS. 72 stf. i. (S. 100 Staats-Anleihen. Meininger Hyv.-Bk. Ser. 2 86.40 Wiesbaden y. 1900 nnk. b. 1905 do. do. Preußische ConlolS 1000/2000 M. do. do. Badische Anleihe v. 1901 unf. 1909 97.60 4 Preuss. b. 1907 do. 4 Vorarlberg . . '. S. Lire 3'/, ho. 101 Würzburg v. 1899 nnk. b. 1910 . do. do. 8 Hamburger v>. 1902 unk. b. 1912 . 4*/ Bukarest M. 102.20 Hamburger St.-Ank. amrt.1900 >r. 1909 i. ßj. do. 4059r 4 Kovrnhag. ti. 19^1 unk. 1011 2043t 1899 51 nein. Huv. nuk. 104.30 38/m Reanel HaatL oar. 101.60 4 Russische (SüboQ 97 fkurrfr. gar. Westd. Bdkr. Hyti. S. 1 unk. b. 1904 1908 70.60 3»/. Zürich n. 1989 Stadt BueuoS-AireS v. 1892 101 do. v. 1888 do. $Tr. Aktien ausländischer Transport- M. bis incl. Ser. 52 . . do. 4 do. 5 Vulgär. Griech. E.-B. v. 1890 steuerfr. 34.90 Monovol.?lnl. ti. 1887 . do. Italienische Rente Lire do. 66. 113. do. M. N. P. ö. fl. Standesherrliche Anleihen M. v. 1886 do. r. 102 do. s.fl- öff.G. Rheiuproviuz Ausg. 20 u. 21 unk. b. 1902 4*/, Eisenb. Rentenbank do. 26 29 99. 9*/, Hess. Provinz Oberbestcu M. 3 101.50 M. Verzinsliche I^ose. Bank . Badische Bank . M. 9130 289. 4’/, Ruff. 70.30 3'/,Gothaer Präm. Pfandbr. I 87, do. do. n 138. M. 9V1 Darmst. abg. v. 79 Lit. TJ it. 81 Lit 125. Fr. Erlangen v. 1900 nnk. b. 1911 4 Freiburg i. B. v. 1900 nnk. fi. 1905 2'/,Stuhlweißenb.-Raab-Grar n. 1884 abgest. 27, Lstr. 100.40 Fulda v. 1901 Ser. I Unverzinsliche Lose. Ungarische Gold.Rente 9025r M. 44.50 103 30 II. 4 Heidelberg Preuss. Bodenkreditbank Argent. inn. G.-Anl. v. 1887 . Pes. do. abgest. 1890 v. 37, Karlsruhe 482. 96. 3 do. do. do. <7, Chile Mold-Anl. ti. 1889 Chinesische StaatS-Anl. 101.80 Lstr. 145.80 . Ultimo 353. 4 Egyvtischc ?yr. Lstr. Industrie-Aktien. 4 abgest. 80°/c do. . - Pes. Ser. 100.40 Eisenbahn-Prioritäten Kommunal ©er. 11111T. 1910 101.70 00 it. 42 unk. 1905 do. S. 97, 3 do. 37, 31/, do. do. 4 Nürnberg v. 1902 unk. b. 1913 do. 1903 unk. a. b 47, Ostenbach Haiubg. Hyv.-Bk. 400 (Lomb.) stf. i. G. Fr. Ser 331-350 unk. b. 1913 v. 1883 abgest. . do. E. v. 71 i. G. v. 1889 v. 1891 do. do. 5 3 do. do. dy. do. do. do. do. I'n. do. do. do. do. do. 500 500 ö. fl. M. ö.ff. Kr. M. Kr. 100.30 100.40 Vrag-Dnr v. 1896 Raab-Oed.-Ebenf. Sard. See. stfr. gar. 111. II Sicilianischc steuerfr. i. G. S'hweiz. Central v. 1880 . MoSkou-Kalan unk. 1915 do. do. do. do. do. do. do. do. do. v. 1889 I. Rq. v. 1889 TT. Rg 1000 500 1000 ö. fl. M 8.6. 4 4 Ocst.-Ung.Staasb. Oest.Südb.lLomb ) Ocst. Nordwcst A 4 31/ do. do. do. do. do. b. 1901 b. 1914 i. B. i. G. 7 7 4 4 4 4 37, 3 3 57. do. do. do. do. do. do. do. v. v. 100 — 100.40 4 4 4 do. do. do. de. da. do. do. do. do. b. b. b. b. 1902 1908 1906 500 200 do. do. do. do. do. do. do. do. do. M. 1000 M' 1000 A" B.M. 1 n^n Mitteldsche. Kreditb. . M. 300'1200 Ratlb. s. Dtschs. S. I-V M.30O./1200 M. 1000 . M. 600 a. fr. 200 ö. fl. 200 Ö. ff. 200 . M. 600 . s.fl, 350 4'/, Eisenwerke Loflar r. 102 47, Elcktr. Werk Homburg r. 103 4 4 4 4 fl8/, 4 37, 3 87, 37, 3 6 5 5 47, 47, 4 4 4 4 4 A 4 37, 3 I E abgest. IIIE nnt b. 1905 öflG Kr. 101.30 101— 37, 4 4 4 4 4 37, 37, 37, 37, t. m. v. 1903 i. G. ti. 1891 v. 1894 . ti. 1898 . mitgeteilt von der Sächsische Rente Wsirttembg. v. 1875—80 abgest. änst. E.-B t. G. innere v. 1889 . änstere Gold-Anl. 4 37, 37, V. 1886 . v. 1895 . v. 1886 . Ser. 30-33 D. Atlant Telegraf Franken-Allee, garant. v. Frankfurt Franks. Hof r. 105 Neue Boden r. 102 Rente Rente ho. Rente Rente Giesten do. do. do. do. do. Nürnberger Bonk . Nilrnbera. BereiuZbk. Oest.-Una. Bonk Oest.-^änderbonk Rest -Kredit-Anstalt. Pfäfeische Bank . . 100.05 100.10 99 40 98.85 99.20 i. G. i. G. i. K. i. G. i. G. 1901 . 1902 . 1008 . 1910 . 4 4 37, 4 37, 3 4 4 Badische Prämien . . Bayerische Prämien . Donau-Reguliernng . 17. 4 27., 104 80 101.50 97.50 v. 1895 v. 1898 Stockholm v. 1880 . . Wien Kommunal i. ß5. Madrider abgest. . . Meininger Präm. Pfandbr. Oestcrr. v. 1860 . . . Oldenburger Russische v. 1864 . . . Russische v. 1866 . . . < 37, 37, 4 37, 3 95.65 88.90 94.80 94.80 84.10 87, 37, .37, 37, 37, 37, do. do. do. do. do. v. 1903 p. 1870 V. 1900 it. 1894 . . v. 1891 Lit. H 400 400 400 S. 141 - 340 nnk. b. 1905 S. 341 - 100 nnk. b.1910 S. 401-470 unk. b. 1913 12 5 6 9 «7, do. Gold-Rente do. einbeitl. Rente (conti.) . . do. Staats-Rente Oest. E.-B. St. Sch.-Bersch, (conti n1/, 87, 87, 37, do. do. do. do. do. T?onn' Fsirstl. do. ho. do. Ser. Ser. Ser. it. 34 nnk. (i. 1907 . 11. 41 nuk. b. 1910 . unk. b. 1913 . . . nnk. b. 1908 . . . M. 1000 Tlr. 100 37, 4 4 4 4 37, 37, 37, 37, 4 Rbl Lire M. AnSbach-Gtmzenh. . Augsburger . . . Braunschweig . . Finnländische . . Freiburger . . . Genua Mailänder . . . Mailänder , . . Meininger . . . Reuchateler . . . Oestr. b. 1864 . . Oestr. Kredit ti. 1858 Pavenb. Gräff. . . Rudolfs-Stiftung . Türkische .... 4 37, 87, 3 V, 37, 37, 37, 37, 37, 37, 4 4 4 37, 37, 37, 37, 37, 37, 4 37, 37, do. do. do. d:. do. ti. 1.881 h. 18RR h. 1898 ti. 1903 Fr. Fr- 96— 98.— 97.95 98— 37, 37, 37, 4 4 4 4 4 amort. do. do. amort. amort. Pes. Lstr. M. 37, ■87, 37, 4 •37, 87, 37, 37, 37, 37, M. Tlr. M. Fr- do. S. 31 do. S. 40 do. S. 43 3 Hambnraer ti. 1866 . . 3 Hofländische Komm. ti. 1871 3'/,Kölu.Minden er .... 3'/,Lübeckcr ti. 1863 . . . 27,Lsitticher ti. 1853 . . . 71.50 63.20 47, 47, 47, v. 1903 unk. b. 1910 . ti. 1881 conti ti. 1R8R conti 69.70 70.70 170— 118.85 121— 140.— tiriv. ti. 1890 steuerfr. 20/1 Om conf. ti. 1890 steuerfr. eonti. nnit. v. 1903 . . Bagdad-Babn ... . M. 1000 M. 300 9200 ho. . . Ungar. Staats Venetianer Kr. 1400 3. ff. 200 3. ff. 260 M. 1200 Tlr. 200 da. do. do. do. do. nnk. b. nnk. b. do. do. Lissabon Moskau do. do. 93.50 86.10 100.40 100.60 68.20 do. do. Oest. Süd do. 91.75 101.50 91 30 37, 4 37, 4 4 4 4 4 3’/, 37. 37, 37, 3V, 4 4 37, 37, r- 4 4 4 4 37, 87, 4 37, 16 n. 17 nnk. 1910 18 unk. b. 1905 . 20 12. 13 r. nnk. b. 1906 . 19 do. von 1892 11. 94 do. v. 1902 unk. b. 1910 do. ti. 1896 ti. 1895 . ti. 1896. ti. 1898. Vereinsbank . TiZkonto-Geseflschaft Dresdner Bank . . Dresdner Bankverein Ser. 69.82 nnk. b. 1904 Kommunal M. Fr. ti. 1888 .... ti. 1«95 .... ti. 1898 nnk. b. 1903 1905 v. 1888 contiert. ti. 1897 ti 1902 ti. 1905 Fr. M. . . ff. 7 - - ft. 7 . Tlr. 20 . Tlr. 10 . . Fr. 15 . Lire 150 . Lire 45 . Lire 10 - - f.fl. 7 . Fr. 10 . 3. ff. 100 . 3. ff. 100 . . s.ff.7 . 3. ff. 10 . Fr. 400 . Fr. 400 . 3. ff. 100 . Lire 30 86.50 95.50 abgest. 1«78 it. 83 . . nbae9. Oil. .7 ti. 1881 . ti. 1886 n. 88 . . . . ti. 1894 ti. 1905 nuk. b. 1915 heim ti. 1^01 nnk. b. 1906 do. do. nnifiücrte vrivil. . . garantierte StaatSb. v. 83 „ I—VITT Em. „ IX Em. „ ti. 1885 „ (TrgänzgS.-N.) , ti. 1895 stf. i. G. r. 5 47, do. do. St.-Rente St.-Aul. ti. Anl. abgest. do. . . do. . . 22 n. 23 . 10, 12-16, 24 Tlr. 100 Tlr. 100 3. ff. 100 Tlr. 100 Tlr. 100 Tlr. 50 b. ff. 100 Tlr. 100 Tlr. 50 Fr. 80 Fr. 100 Tlr. 100 3. ff. 500 Tlr. 40 37, do. 37, Gräff. 37, Fsirstl. 37, Gräff. Staatl. oder vrovinzial-qarant. "'/, Hess. LandeS-Htiti. Bf. Ser.I—V nnk 1909 3V, do. do. Kommunal Ser In. II unk. 1909 37, Naffanische LandcSb. Lit. F. G. H. K. u. L. 37, do. 37. do. alt. K. Rbl. 100 alt. K. Rbl 100 . . 3. ff. 150 . Starkenburg . . . a. M. Lit. N n. Q abgest. „ R abgest. (StrastenbaluU ti. 1899 ti. 1901 Abt. I. . . 86.30 98.- 98.- 98 — 88.50 ti. 1903 nnk. b. ti. 1899-1901 . . . ti. 1901 unk. b. 1906 . abgest ti. 1887 ti. 1891 abgest. . . . ti. 1896 V. 1898 ti. 1992 Ser. II unk. b. i. G. i. G. i. G. i. G. i. S. ti. 91 ti. 97 ti. 1890 ti. 1893 ti. 1896 ti. 1897 ti. 1903 ti. 1905 75.40 74.50 109 — 100.40 112.25 99.70 VnrL Dlv. 7.04 87, 57, 3 12.91 8 4 4 6 67, 7 37, do. 109.80 106— 100 — ti. 1900 . . ti. 1903 . . ti. 1896 . . 115.90 143.50 197- 158.- 185.60 do. .... Tab. Anl. ti. 1902 i. G. do. Raab-Odcnb. 79.75 79.90 SolmS-Lanbach abgest. . . SolmS-Lich Solms-R3dclbeim .... Wittgenstein-Hobcustein . . Bscnburg-Bsidiugeu . . yfcnb.n. Bsid -Birstein ti. 1887 do. -Wächtersbach ti. 1881 Staat-anl. ti. 1905 Confolid.-Anl. v. 1880 . . „ Gold-Anl. u. 1-N9 Conf. E. B Ser. I n. TT 89 Gold-Anl. Em. HI ti. 1890 . StaatS-Rente ti. 1894 . alt. Kr.Rbl. Raubeim ti. 1902 nuk. f>. 1912 Neustadt a. d. H. ti. 1899 . . Rnmän. ho. do. do. do. Ser. 6 Ser. 7 nnt. b. 1906 . Ser. 8 unk. b. 1911 . Ser. 9..... abgest 1905 u. b. Derl. nmtschb. 1907 Merik. amort. innere Ser. I—IV . Pes. do. conf. äussere ti. 1899 steuerfr. Lstr. 3 s* 4 37, H 3 4 37 r* do. conf. innere . . do. do. Franz.Fofl Kaschau-Odrb. Aflgemeiue Deutsche Kleiubabuen abg. 60°/o Südd. Eiscnbalm-Ges. Darmstadt . . . Ser. 10 . Hyvotheken-Akt.-Bk.> . ' do. ) auf 807, abg. a. Deutsche 37, Deutsche ReichS-Anleihe , 2000 r b. 1913 1000 r 101.— 102.— 103.— 101.30 100— 102 20 103— 100.80 . . M. 600 M. 600'1200 M. 600/1200 239.40 111.40 129— 2*/.. do. 27to do. 37, do. do. 37, Frankfurt < Anstalten. —.— stotthardbabn. . 192.75 4 4 4 4 4 4 B 4 do. do. 139.80 159.20 158.50 111 90 121.— 207 50 156.20 95 50 121.75 4 do. Bahr. E.-B.-Anl. unk. b. 1906 do. E.-B. u. Afla. Anl. . . do. Landeskultur-Rente . . do E.-B.-Anl inländische. Braunschweig. Landcs-E.-B. II R 101.45 102.50 98.15 do. i P. . . n. 1898 nuk b. Fuvcst-Aul. . . 3 3 103 — 102.10 89.90 101.10 85 20 do. S. °8, 30. 32 11. 33 (tilgb.) do. S. 29 unk. b. 1906 . . . do. S. 45 /tilgb.l . - . . . Landw. Kreditbank Lit. D-J . . . do. Lit. N-P do. ti. 1887.91,93,99 do. ti. 1886,97,1902 98.80 86.50 98 65 86.50 102.60 to. do. 4'/, Grt. Henckel Hq.ti.Doun. r.ü105ö.84 4 Fsirstl. SolmS-BraunfclS ti. 1880 . 3 4 4 3 5 do. ti. 1896 nnk. 1912 Lstr. M. Lstr. M. A 37, 3 4 4 3'7 37, 3 3 37, 37, 37, 3 99.— 99 — 106.25 96 — 67.50 67.50 139.30 140 — 150 — 150.50 do. do. do. do. do. do. do. 3'/, do. do. r. 101 do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. ti. 1901 h. 1804 ti. 1905 ti. 1902 unk. b. 1907 ti. 1903 unk. b. 1908 ti. 1897 27,^üdital. (Merid.) Sr.Ä-H. 4 ToScanische Central . . 5 Westsicilian ti. 1879 37, Gotthardbabn .... 3'/, Fnra-Bern-Lnzern gar. 31/, Fura-Simtilon v. 1894 8 do. 3'l, do. Saloniguc-Constant. Jonction do. Monastir . . 2020/4010 do i. G. 37, Al;eti ti. 3'7 Aschaffenburg ti. 1888 do. do. Hessische do. do. do. do. 87, 77, 57, 674 9 7*7 4", 6 6 5 10 4°7 6 8’7 4 7 5 6'7 9 7'7 8 9*7 7 77, 7 7 Provinzial- und CommnnaL Obligationen. 100 80 96.95 75— «3— 92.80 StaatS-Rente . . . da. ti. 1897 sieuerfr (Eisern Thor) Goldstfr. Aussereuropäische. B . I —.— I Urince Henri . . . | 36.30 i Prag.Dux St.Akt. do. do. do. do. Hyv-Akt.-Bk. M. 600/1200 Rhein. Kreditbk. M. 600'1090/1200 Rhein. Htiti.-Bauk M. 600/1900 Pank-Aktien. . . M. 1000/3000 1907 100— 100.- 100.— 101.— 101.80 95.- 95.- 95.— 96.— 100.— 94.- 100.— 98.25 100.40 100.40 101.— 101.— 101.75 98.60 99.— 94.10 94.25 96.— 100.20 100.20 95.30 95.30 97.- 100.50 101.— 101.— 101.50 101.80 94.80 95.80 101.10 97.10 unk. b. 1906 Schaffhaus. Banktier. Ssidd. Bad->nkredit-Bank Unaar. Kreditbank . . Nuionbank (Wien) . . Wiener Bankverein. . Wsirttbg. Bankanstalt . do. Bcrcinsbauk 5 5 4 3 3 3 3 3 3 3 3 3 4 4 5 c9 50 99.60 unk. b. 1913 do. do. do. do. do. do. ho. WormS do. do 6*7 9‘ 7*7 47, 67, 7 5*4 10 57, 6 8'4 4*7 7V, 5 7 0 8*4 8 7° 97.90 97 90 98.70 98.70 do. 98 unk. 1909 Ofr. gar. do. 1901 nncv.b.1915stf.g. 1903 Schv'edische ti. 18R0 abgest. do. ti. 1890 . do 47, Javaner Ser. TT ti. 1905 do. J ti. 1905 . . t«hb. °orin„ i-7 en, 21 1 -«Älä« 1 .'./“"»ilta« 7 Ausländische. Clifab^.h 0er..rfr. i. G. . . 2000 K. Fcrd. Nrdb. 1887 stf. i. S. 4 Augsburg ti. 1901 nnk. b. 1908 . 4 Babenhausen (Heuen) 3*7 Baden-Baden ti. 1898 nnk. b. 1903 37, Bamberg ti. 18RR 3'7 Berlin ti. 1886/92 4 Bingen ti. 1901 nnk. b. 1906 . . do. Fr?., Htw.-Bk. do. do. do. do. Pfälzische . . . ho. ... do. do. do. do. do. do. do. dv. do. do. do. do. ho. ti. 1902 steuerfr Gold-Anl. ti. 1894 steuerfr. do. n. 1896 steuerfr. 4 Stuttgart ti. 1895 unk. b. 1905 . 3*/, do. v. 1904 untilgb. b. 1912 4 Trier v. 1901 unk. b. 1906 . . 37, do. v. 1899 3*4 Ulm v. 1905 r.-tr.te Div. 6.15 SV, 57, 0 12.95 9 4'4 4'4 7 7’ 1887 stf. gar. . . . . i. S. 200/1000 ti. 1889 i. S. . - ti. 1889 i. G. ti. 1891 i. G 4’7 Mecklb. Hyv. u. Wbk. Ser. I verl. ä 125 3*7 B. ff. Kr. M. Fr. Pcs.i Lstr. Elifah. Obl.) i. G. steuerfr. . 57. Oest. E.-B. St. Sch.-Bersch. /conti 3*4 Casseler LandeS-Creditanst. unk. . . I>iver*e Obligationen. 4 Buderus r. 103 5 Tisch. Lnremb. r. 100 3*4 Ludwigshafen ti. 1896 .... 3*7 do. ti. 1903 nnt b. 1908 4. Main', ti. 1900 unk. b. 1910 . . 9*7 8*4 3*4 9’4 2<4o Ftal.stl.gar. E.B.Ser. ^.-F. i.G. . . 4 Ital. Mittelmeer steuerfr. i. G. . . 27,«LivorueS. Lit. C. D. it. D/2 500 Bahr. Bank (Msiuch.1 abg. M. 1000 do. Hnv.» u. Wechselbk. s. fl. 500 Berliner HandelSg. . M. 500/1000 do. Hyv.-Bk. Lit. A M. 1000 do. do. Lit. B M. 1000 BreSl. Diskontobank 91?t 600/1200 Cammer,, u. DiSkonto-Bank . . Darmstädter Bank . . M. 1000 (Bankf. Handelit. Fudustriel Deutsche Bk. ©J-VIT M. 600/1200 Effekt.- u. Wechselst. Tlr. 100 Pfandbriefe. Bcrl. Hyp.-Bk. (vr. Pommr.) abgest. 80°4 3'/, Metz ti. 1903 unk. b. 191° 4 München n. 1900'01 mit l> 3*4 do. ti. 1900 untilab. do. do. do. do. Rudolf . . Ait.V do. Südwest stfr. gar. 408/2040 Rgäsan-KoSlow steuerfr. gar. . . do. UralSk steuerfr. gar. 404/2020 do. do. 97 steuerfr. gar. Warfch.-Wien. stfr. gar. 2020/4040 Wladlkawk. 95 stfr. gar. 408/9040 Anatolische i. G 2040r do. i. G. (S. H Erqnz.) 2040 Portg. E. B. ti. 86 Balra Balxa . . Mannheim unk. st. 1902 do. unk. b. 1907 Gifenbabn-Renteu-Bk. . F-rankf. Htitiotbek -Bank da. Hfiti.-Kred -B. M. Fran^-Fofcf) i. Silb. fi eiter fr. Ocsterr. Lokalb. /tierstaats.) . . 1 do. E.-B. St. Sch.»Berfch. (astges Esifab.-A.) i. steuerfr. Pv. Portug. uniff,, ti. 1902 Ser. I . do. nnitir ti. 1902 Scr.ITI . do. Stic,iss, Kursblatt des Siebener Anzeigers vom 20. September 1906. do. er. A. Sch. . ö. ff. 150 Anrechtscheine ti. 1901 Abt. IT. it. III 1899 unk. b. 1912 . . eibar burd) einen n Äff PHI1S nÄÄ JOB. ADAM tzSs'- ÖatoR, E»", t epreni« nd Sud ’ fjetiieli 6er)- lebend et bl6 _______ _ do. do. Ser. .3 abgest do. do. Ser. 2 it 3 unk. b. 1905 .3'4 Hambg. Htiv 'Bk. Ser. 1—196 unk. b. 190.1 - Ser. 301-310 unk. b. 1908 3'7 Schwei,. Eidg. (A,.cn,^ nnk. b. 191 4 Serb. amort. . 1895 (405) . . 4 Stian auSl. Rente ti. 1882 abgest 3'', Tsirk.-Eavvt. Tribut .... do. ti. 1904 37, Kaffes abgest 3*7 Kissinqen ti. 1886, 1888 u. 1903 4 Köln ti. 1900 3'4 Krenpiach ti. 1888 u. 1898 . . 3*4 Labr ". 1M0 3*4 ho. ti. 1902 3'4 Limburg abgest 3'/, Offenburg ti. 1898 nnk. b. 1904 Pforzheim ti. 1899 unk. b. 1904 v. 1901 nnk. b. 1906 8*7 Bremer St.-Anl. ti. 1888, 92, 99 3 - - ti. 1891/92 (abgest . ti. 189R ti. 1902 nnk b. 1908 ti. 1905 Frk. H'.)ti.-K> ed.-Bcr. S. 15.19, 21.?6. 35, 36 u. 38 Bank für handel und Industrie Depositenkasse Siesten. d», 6l<.t ffiieöeth bann IJ M« T?*- '‘ ^c>ab. 3 l4'^kr. n ^treum ' ctr.: ö°u -orbafi *: Dtfo UUr®»* etaatsanro. Mn dkm <8ir. ) ei*tSit7g 6>eglin iu 3 ^c^et zu ließen, beä 7^' des Fischmisters bet unter liebevliller FSr, hochverehrten Koinzial. wieder hergefielltr hiesige l,ie durch den Mandler lnteü WM des neuge» ten schiel abgefischf uni mehr als 1000 Mk. Klafter. Unterm 2. > er dem Großh. Kreisan cricht erstattet, von l~ meinbe Langsdorf nietb der Gemarkung Lang?!. des Fürsten zu 6ä- 1 ganzen 68 Morgens versumpfte Ländereien geeignet seien und reniitun B dieser Teich, der erst feil m Vorgehens deS Arger- gesamt 1800 bis 2000 Ml, ^oeinnahmen bet ®e» gewiß yi bebauten, dütz § SürgcnneifkrS J!3f|kr rfkKimg ber üorfjanbenm 1 zerstörten Leiche nicht ch seiner Neubespanmng Gras imÄb ergebe, brser von e Metzgerei und alle Ptl- der vorgenannten beider erforderlichen Eis, bietet ttschuhbahn und sW tvetein, der in diesem tgelegenheit cinnN, , sieht hieraus, wie V W ©cmcinbcüenoflM1?1’" °‘li ' ,vare, wenn nur bieto aS nölige W«"tal8W' b. Ausländische. I. Euroväische. 4*/, Bosnien it. Hercegov. v.1902 unk. 1913 do. Hhv. B. Ff. 4% gar. v.d.G. b. 1904 ho. do. da. do. Pfdbr. Bk. S. 18 nnt b. *1908 .' do. do. S. 19 unk. b. 1909 . do. do. S. 22 nnt b. 1912 . do. do. S 25 nnt b. 1914 . ho. do. S. 27 nnk. b. 1915 . do. do. S. 28 nnt b. 1°12 . do. do. S. o6 nnt b. 1°14 . ho. do. S. 17 nnt b. 1905 . do. do. S. 18 nnk. b 1*108 . do. do. S. 24 nnt b. 1912 . ho. do. do. ^cr. 2..... dv. do. do. Ser. 5 nnk. b. 1909 do. do. ho. Ser. r. unk. b. 1911 do. do. do. Ser. 7 nnt b. 1913 do. do. ho. Ser. 3 nnk. h. 1905 do. ho. ho. Ser. 4 unk. b. 1907 Siidd. Boden Kr. S. 53 it. 54 nnt b. 1906 franhfurfer 5ärfe berliner Börse. 99.50 Afchaff.Masch.Pav —.— BliesenbachBergw. 65.— I 93 50 Neue Boden A. 6). 135.- Bochumer Guß . 245.25 ! 100.70 Brauerei Binding 237.— BuderuS Eisen . 125.— . 101.30 „ Henninger . 156 — Concordia Bergb. 329.75 1 100.80 „ do. Pr.Akt. 160- Dt. Lnremb. Bgw. 217.75 102.30 „ Kemvss - - 137.- Elektr.Lichtu.Krast 135.50 95.80 „ Mainzer Akt. —.— Elchweiler Bergw. 248— 95.81 H Rettenmeyer 130 50 Fayon Nkanustädt 206.30 97.— „ Stern(Oberr.) 227.- Gelsenkirch. Brgw. 225.40 98.80 „ Werger . . — . — Harpener „ 214.50 Rcmentf. Karlstadt 130.- Hasper Eiscnw. . 213.75 100.— Cb em. Bad. Anilin 460.50 Hemmoor Zement 151.25 100.— „ Blei u.Silb.Br. 140.- Hibernia Bergw. —.— 100.40 „ Griesh. Elektr. 260 — HörderBorz.Bgw. 210— ! 00.80 ,. Albert . . . 387.25 hösch. Eisenw. 235 25 101.40 Dt. Atl. Telegravb 123- Humbold Masch. . 128.50 100.80 Elcktr. Bose 93or^. 85.- Laurahütte. . . 247.60 101.80 „ Allgem. Berlin 214.— Masten Bergbau. 146.— 99.40 „ Lahmerer . . 141 — Msilheimer Bergw. 189.60 97.— „ Schlickert 129.50 Nordd. Woflkämm. 155.— 9'.— w Siem. & Halske 181.50 Nordstern Koble . 320.— 97.— „ 'Intern. Zürich — — Oberschles.E.-Jnd. 129.75 99.— Farbwerke Höchst. 415 90 Phönix Bergw. . 216.25 99.50 KunstfcideFft.a.M. 433.50 Nhein-Nass.- 326.25 100.50 Mash. Klcyer. . 341.— Rhein. Stahlwerke 200.— 101.— „ Gritzncr . . 220.- Riebeck Montan . 208.25 101.5'1 „ Fob.LSchleich. 187.50 Schalker Gruben - - —■ 94.30 Hamb.-Am.-Pcktft. —-— Schlcs. Berg. 45150 95 — Nordd. Lloyd . . —.— Wegelin L Hübner 151.— —.— Steaua Nom.Petr. —.— Westeregeln Alkali 226.75 Möbelfabrik-Lager u. 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Mitglieder haben persönlich freien Eintritt, ebenso Aussteller, veznr. solche Personell, die namens eines Ausstellers einen Hund einliefern und mit einem sie legitimierenden Annahmeschein versehen sind. pn/e Vergebung. Für das Großh. Provinzial-Arresthaus dahier soll die Lieic- rung voil co. 10000 Kilo abgetrockneter, guter Speisckartoffclu im Verdingung swege vergeben werden. Versiegelte Angebote u»b Proben sind kostenfrei bis zum Eröffnungstermin Samstag dem 6. Oktober 1906, vormittags 10 Uhr, auf der Kanzlei Großh. Staatsamvaltschaft dahier — Zustizgebäude, Ziinmer Nr. 43 — uiederzulegen. Die Vergebung erfolgt unter den in Anlage A zu dem Miniiterialerlas; vom 16. Juni 1893, das Verdingungswesen belr., Kaufmännischer Verein. Samstag, den 6. Oktober, abends 8 Uhr im Hotel Saalbau (Steins Garten) zur Feier des Stiftungsfestes Kianstler-SConzeM und Bali. Wünsche für Einladungen sind bis zum 25. September spätestens schriftlich cm den Vorstand zu richten. v /• Der Vorstand. Lose sind zu beziehen durch: L. F. Ohnarker, Darmstadt ÄW (Steins Garten) 5675. Sonntag den 23. September 1906: Grosses Keoxert ausgeführt von der Kapelle des Inf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Gr. Hess.) Nr. 116 unter Leitung des Grossh. Musikdirektors Herrn C« Krausse 1 eleganter Wagen, Zweispänner mit 2 Pferden und kompl. _ Geschirr im Wert von co. Mk. 6000. 1 Reit- ob. Wagen- ob. 2 Arbeitspferde i.W. v. ca.Mk. 2000 l^tUhlwagen mit 1 Pferd n. Geschirr i. W. v. ca. Mk. 1700. 17 93|erbe ober Fohlen im Gesamtwerte von 53o andere Gewinne im Gesamtwerte von Spezialabteilung: Sehlafzimmermöbel Für sämtliche Lieferungen wird dauernde Garantie übernommen. Die Besichtigung der Musterzimmer und Lagerräume ist jederzeit ohne Kaufzwang gestattet. Lieferung franko jeder Bahnstation, oder durch eigenes Fuhrwerk. Hauptgewinne bar Geld dOOOOQ .40000 enthaltenen allgemeinen und von dein Unterzeichneten aufgestellten besonderen Bedingungen, welche auf der Kanzlei Großh. Staals- anivaltschast eingejehen und gegen Erstattung der Schreibgebühren bezogen werden können. Der Zuschlag bleibt drei Tage vorbehalten. Gießen, den 20. September 1906. Der Großherzogliche Oberstaatsanwalt. Theobald. Braut-Austattungen einzelnen Möbeln s Teppichen, Portieren, Gardinen, Tischdecken, eleganten stilgerechten Dekorationen hinsichtlich Beellität und Preiswürdigkeit die grössten Vorteile I Tanz-Unterricht Wein diesjähriger Kursus beginnt wieder am 1. Ott. d. Js. flenommen.' a*nmcIbu"9cu rocrbcu W-tzsteiugajj- 31 entgegen- Hochachtungsvoll KaH SeBimieK, Tanzlehrer, Mitglied des Bundes deutscher Tanzlehrer. Prtvat-Uuterricht zu jeder Tageszeit. [5175 Anfertigung eleganter und einfacher Strassenkleider Ball- und Gesellschaftstoiletten • Blusen- und Kostümröcke 5341 in eigenem Atelier. Spezialität: Beforinkleider. 1 rauerkleider in kürzester Zeit. Aufwartung mit Stoff-, Seiden- und Sammet- Mustern sowie Pariser Mode-Journale auf Wunsch zu Diensten. 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