"ZA--L MO ^klisKsi^ünken. &50, W. 24,75 IW ,cfiett cfte. i,but9. 20. Stu. em Tlückwunschtele» Ihnen die aller. ;.nej Ebenso qlücklicken e Vergangenheit besitzt. pt!n) von Preußen. W sein Bild mit Uff» den Vertreter des n Bürgerineister von n Luxemburg ist "sendiabrieier der Stadt der Großherzogin aui- ch gedenke dieses Wen- daß ich für ein immer :t Stadt stets die aus- Gez. Wilhelm. Ter italienische 'ini, ist hier einge- eheimpolizei verhaftete er verdächtig ist, ein nten FallißreZ ge- de Schriftstücke sind bei den. ina" zufolge ist der lmter Sarto, gc» -.nb bie feierliche Gr* la ment beftiminten (fyi[ MÜcheLhrten qe fang vom Schah 143.90 . 121.1° ‘ 32 9' ' ]397° ' 2381° ‘ ]7l9-0 183.5° ' 158.1° ' 210.8° " meldet aus Ballen noch unter den ohne dah rinden, nachdem dec , noch vervoMnndigt tu dringen und 6un« orden. Großer Mangel den MchtAgen deich. Viele Mtlinge ^zenge bemächtigt, um inden. g. , Telegramm aus «n - M. dort bis M M"d te werden auf o0 Eil A» g ^sfloEc ausbrach. & •SS-* sentabn ■ ba1bEisenbalin baTdct^bAhn 'kn ' l44'50 ^Henri-^Db8bn ' n^ust, 1-1 o ^'br' 143,50 Lahmeyer . • • ]g7jo , Schnckert . - 1 253,50 iler Bersweff , - ireben B«Ä 163.20 [,-Amenk. rake et Bergwerk. - 235.00 lütte. • ' * 133.2° LL°°^S er ...... jtüdter Bauk • ehe Bank • , ch-Aaiat Bant , .„to-Ko®”** , [ner Bank _ . 218-5° a^ast- v , • . Tener W, . • ' 32,70 [fgliätU p . . • izz,00 ■kenl°se * 6uTtlä°ltUin)e|tb,ntl# 1 Nr. £95 Erscheint täglich ander Sonntag». Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dein Hessischen Landwirt die Giehener Kamillen- blätter viermal in der Woche bciflelegt Rotationsdruck il Verlag der Brüh l'scheu Univers.-Buch-u.Stern- druckeret. 9t Lange. Redaktion, Erpeditttm und Druckerei: Lchnlstrahe 7. Redaktion 112 Verlag u.Exped.^^51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Erstes Blatt 159.Jahrgang Dienstag AI. August 1908 VezngopretS, monatlich 75Ps., viertel- jährlich Alk. 2.20; durch Abhole-11. Zweigstellen monatlich Oo Pf.; durch diePost Alk.2.— viertel- jährl. anöschl. Bestellg. rinnahme von Anzeigen für die Tagesnnmmer bis vormittags 10 Uhr. ZeilenpreiS: lokal 12Ps, auswärts 20 Psg. Verantwortlich für den oolit. und allgem« Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW __________________________ " zeigenteil: HanS Beck. Gietzener AMger General-Anzeiger w ** Aie heutige Dummer umfaßt 8 Seilen. Iie Kroportionalrvayl bei den hessischen Kommunalwahlen. Man schreibt uns: Es verlautet, daß bei Beratung der dem Lairbtag vorliegenden Gesetzentwürfe einer neuen Städte-undLand- gemeindeordnung auch ein Antrag auf Einführung des Proportionalwuhlsystems zu erwarten sei. Wie erinnerlich, wurde schon bei der Beratung eines landständischen Wahlgesetzes der Versuch gemacht, dieses System einzuführen. Ein Antrag im Ausschuß der zweiten Kammer fand jedoch keine Mehrheit, und in der ersten Kammer zog Frhr. v. Hey 1 seinen Antrag, die .Verhältnis- und Listenwahl für die fünf großen Städte einzuführen, vor der Abstimmung im Plenum zurück. Die Regierung hatte sich durchaus ablehnend verhalten. Indessen war ihre Stellungnahme keineswegs grundsätzlich ablehnend, sondern sie gründete sich im wesentlichen aus dem Mangel an genügenden Erfahrungen mit diesem neuen, eigenartigen Wahlsystem. Es darf darum auch angenommen werden, daß sich darin heute nichts geändert hat, zumal die Anwendung des Systems bei den Kommunalwahlen viel komplizierter ats etwa bei den Wahlen zum Landtag ist. Wie sieht dieses Wahlsystem aus und welche Wirkungen zeitigt es? Nehmen wir an, in einer Stadt sind von 4000 Wahlberechtigten 18 Stadtverordnete zu wählen. Es stehen sich drei Parteien gegenüber. Gruppe A erzielt 2300 Stimmen, Gruppe B 1040 Stimmen und Gruppe C 660 Stimmen. Nach bisherigem Gesetz würde Gruppe A sämtliche Sitze errungen haben. Bei der Verhältniswahl ändert sich jedoch das Ergebnis zu gunsten der Minderheiten. Auf ein Mandat entfallen: (4000:18) gleich 222 Stimmen. Es erhielten somit Mandate Gruppe A (2300: 222) gleich 10, Gruppe B (1040:222) gleich 5 und Gruppe C (660:222) gleich 3. Wir haben also bei der Verhältniswahl, wie schon der Name andeutet, eine Berücksichtigung der Minderheiten bei der Verteilung der Abgeordnetensitze. Es ist das der unbestrittene .Vorzug dieses Systems. Während es bei den anderen Wahlsystemen Vorkommen kann, daß große Minderheiten überhaupt nicht zur Vertretung gelangen, sichert das Proportionalwahlsystem auch kleineren Minoritäten die Möglichkeit einer Berücksichtigung bei den Mandaten. Tiefer Lichtseite gegenüber steht aber auch eine nicht zu unterschätzende Schattenseite: die Per sü n l i ch ke i t des Einzelnen tritt zurück, die „Partei" oder „Gruppe" tritt an die Stelle. Es muß jeder Wähler einer dieser Gruppen angehören, oder er verliert auch die Ziffer, die er dann ohnedies nur ist, gegenüber der mächtigen Partei. Dieser Nachteil wird noch verstärkt bei den Wahlen, wo aus wirtschaftlichen Gründen heraus die Beziehungen der Wähler zu den Erwählten eine große Rolle spielen, wo nicht ausgesprochen „politische" (selbst im schönsten Sinne des Wortes) Interessen vor solchen lokaler Natur den Ausschlag geben — also bei allen Wahlen auf dem Lande, vornehmlich aber bei der Gemeindewahl. Hier ist die praktische Anwendung des komplizierten Systems höchst schwierig. Damaschke macht, zur Einschränkung der Gefahr, daß jemand nicht auf eine Vorschlagsliste mangels einer „Parteizugehörigkeit gelangen könne, den Vorschlag, wonach auch solche Vorschlagslisten zugelassen werden, die von nur 10 Wählern ausgehen. Tas Proportionalwahlsystem hat im letzten Jahrzehnt immer mehr Anhänger gefunden und sein Gebrauch ist ständig größer geworden. Es wird angewandt in Dänemark bei der Wahl zur ersten Kammer, in Belgien und Spanien bei. den. Abgeordnetenwahlen. Für Kommunalwahlen zulässig ist das Verhältniswahlsystem in Belgien (hier in Verbindung mit dem Pluralsystem), in Norwegen (sofern es von einem Viertel der Stimmberechtigten vor der Wahl verlangt wird) und in vielen Kantonen der Schweiz. In Deutschland ist das System erstmalig bei den Gewerbegerichtswahlen zu Mannheim zur Anwendung gekommen, nachdem die Gewerbegerichtsnovelle vom Sept. 1904 die Verhältnis- und Listenwahl ausdrücklich als zulässig erklärte. Seitdem ist eine stattliche Anzahl von Städten dem Mannheimer Beispiel gefolgt und hat dieses System für die Gewerbegerichtswahlen beschlossen. Damit ICkincs Feuilleton. — Die zwischen dem Direktor A. Steffter und den maßgebenden Faktoren gepflogenen Unterhandlungen betreffs Uebernahme der T h e a t e r in Homburg v. d. H. und Offenbach sind nunmehr zum Abschluß gelangt. Steffter, der bisher dem Residenztheater in Hannover angehörte und seit mehreren Jahren die Direktion des Fürstlichen Schauspielhauses in Putbus führt, gehl mit Begum der nächsten Spielzeit für ein Jahr als Spielleiter und Schauspieler an das Wiesbadener Hostheater und übernimmt ab 1907 die Leitung des Stadttheaters in Hanau. Die Ve rein i- gllng der viep Bühnen : Haii au, Homburg, Offenbach und Putbus ermöglicht eS Steffter, (einen Mitgliedern ganz- jährige Verträge mit einmonatigem Urlaub zu bieten.» — Im. Frankfurter Schauspielhaus hatte Samstag die Erstaufführung von Hugo von Hosmannsthals „König Oedipus und die Sphinx" einen Achtungserfolg. — -Die Frau ohne Lächeln", diesen barocken Titel hat, so ,vird uns aus Berlin geschriedeii, das neue Lustspiel, welches hier im T r i a n o u - T h e a t e r ansgeführt wird. Aber nicht nur die Frau oben aus der Buhne findet den ganzen Abend über fein Lächeln, sondern auch die Zuschauer kommen nicht dazu, geschweige denn zum Lachen. Erst roeint das Stück aus ist, sieht mau em Lächeln der Befriedigung aus allen Mienen, weil die Qual überstanden ist. Oder bedeutet es etwa keine Qual, wenn man drei Stunden zuhören muß, wie sich 'Dir. Rippmgill — so heißt der Held — abmüht, um Witze zu reißen, die seine Frau zum Lachen bringen sollen, und die immer fast- und kraftloser werden? Während Zufallsentscheidunaen, wie das von Passau, wo die Sozialdemokraten die Aweitgebersitze eroberten, die Sitze der M- beitnehnrer aber verloren, ausgeschlossen. Eine gerechte Verteilung der Mandate sichert das System eben in jedem Falle. So wurden bei der jüngsten Gewerbegerichtswahl (in Stuttgart) auf die Liste der vereinigten Gewerkschaften 8660, auf die der Christlich-°Nationalen 824 Stimmen abgegeben: erstere erhielten (statt seither sämtliche) nur 27 Sitze, die letzteren statt Null 3 Mandate. Auf die Arbeitgeberliste wurden Töö gewerkschaftliche und 652 Stimmen der anderen Gruppe abgegeben, sodaß die Gewerkschaftler (statt bisher Null) 6 Mandate und die Christlich-Nationalen nur 24 errangen. Bekanntlich ist auch im neuen württem- bergischen Landtagswahlgesetz die Verhältnis- und Listenwahl für die Stadt Stuttgart bestimmt. Auch im olden- burgischen Landtag gelangte schon vor zwei Jahren ein Asttrag zur Annahme, der die Regierung ersucht, eine ,Vorlage zu machen, durch die in allen Gemeinden das Proportionalwahlrecht auf Grundlage des allgemeinen, geheimen, gleichen und direkten Wahlrechts ein geführt wird. Ob in Hessen ein dahingehender Versuch — wenigstens für die Städteordnung — gemacht wird, wagen wir zurzeit nicht zu entscheiden. Dringender wäre in jedem Falle erst die Abschaffung des Passivzensus und die Einschränkung der Kautel über die Ansässigkeit auf ein Jahr, wie dies vor kurzem an dieser Stelle näher begründet wurde. polififc^e Tage-scharr. Die Todesstrafe. Es ist wohl noch in aller Erinnerung, wie im Vorjahr ein alter pensionierter Oberstleutnant in einer rheinländischen Stadt von seinen Wirtsleuten und einem Komplizen ermordet worden ist. Die beiden männlichen Verbrecher haben vor einiger Zeit das Verbrechen mit dem Tode durch Henkersbeil gebüßt, dagegen wurde der Strafvollzug an der Frau ausgesetzt, weil sie ihrer Entbindung entgegen sah. Nun ist die letztere erfolgt und nach den Buchstaben des Gesetzes müßte 8 Wochen nach erfolgter Geburt das Kind der Mutter weggenommen werden, damit an dieser das Todesurteil vollstreckt werde. Es handelt sich hier um ein tragisches Ereignis, welches, so sehr auch die Frau zu verabscheuen ist, doch das Mitgefühl herausfordert. Zwar wird man das Kind doch früher oder später der Mutter wegnehmen müssen, und sie wird es erst nach vielen Jahren, wenn überhaupt, wiedersehen. Trotzdem läge eine dem humanen Geiste unseres Jahrhunderts nicht entsprechestde Grausamkeit darin, dem jungen Kinde die Mutter zst töten, ob ihr auch diese Strafe nach den Buchstaben des Gesetzes zukommt. Es ist nicht ohne Interesse, daß sich eine geistig bedeutende Frau dieses Falles angenommen hat, und merkwürdiger Weise ist diese Dame nicht aus Deutschland, sondern aus Frankreich gebürtig, wo sie eine Agitation §nr Begnadigung der. Frau Blümers eingeleitet hat. Es ist bedauerlich, daß diese Bewegung nicht von deutschen Frauen ausging und das Ausland uns darin zuvorgekommen ist. Ueberhcmpt regt der Vorfall dazu an, sich wieder einmal mit der Frage der Todesstrafe zu beschäftigen, die in keiner Weise in den Rahmen der heutigen Kultur mehr paßt. Auch in dieser Beziehung scheint uns Frankreich vorangehen zu wollen, denn die Budgetkommission der Deputiertenkammer hat vor einiger Zeit das Gehalt des Scharfrichters gestrichen und damit kund gegeben, daß sie die Abschaffung dieser Strafe wünsche. Es steht außer Frage, daß auch die Parlamentsmehrheit diesem Beschlüsse zustimmt und auch die Regierung angesichts der von ihr im allgemeinen vertretenen Tendenz kein Veto einlegen dürfte. Die Todesstrafe ist seinerzeit eingeführt worden m der Anschauung, daß sie abschrecken und die Zahl der Morde verringern würde. Diese Hoffnung ist aber irrig gewesen, nicht einmal die öffentlichen Hinrichtungen haben eine solche Wirkung ausgeübt, vielmehr eingestandenermaßen vielfach sogar zur Begehung von Morden angestachelt. Wozu also eine Strafe beibehalten, die doch ihren eigentlichen Zweck nicht erfüllt l! des ganzen „Lusl"-Spieles baumelt eine Hampelpuppe in der Milte der Bühne von der Decke herab, und wenn nran an einem Faden zieht, so „hampelt" sie nach berühmten Mustern mit den Armen und Seinen. „Seht den kleinen Hampelmann, wie er luftig strampeln kann", so lautet ein längst vergessener Gassenhauer, aber barauf ist die Sache nicht zugespitzt, sonder,! wenn ein Liebespaar sich auf den Divan des Zimmers eine Treppe höher setzt, so gerät der Hampelmann selbsttätig ins ©trampeln und darin liegt der — Witz! — „Die Kunst". Monatshefte für freie und angewandte Kunst. (München, Bruckmann.) Das August-Hest wird durch einen Artikel über Gotthardt Kuehl von Max Morold eingeleitet. Zahlreiche Abbildungen begleiten den Aufsatz und geben ein rechtes Bild von dem i msangreichen Schaffen des Meisters, insbesondere der brillante Vierfarbendruck zeigt seine koloristische Kunst. Fritz von Ostini lieferte einen Aufsatz über die gegenwärtige Ausstellung der „Scholle" im Münchener Glaspalast, die die hervorragenden Leistungen dieser neuesten Münchener Malerschule schön zusammcnfeßt und dem Beschauer Offenbarungen und Einsichten besonderer Art bietet. Eine Reihe Bilder, teils mit Tondruck, lassen ihre Bestrebungen erkennen. — Mit dem zweiten Teil des Artikels über die Tritte Deutsche Kunstgewerbe-Ausstellung in Dresden wird das G-ebiet der angewandten Kunst betreten. Man sieht Reproduktionen nach Arbeiten Fritz Schumachers iyrotcftanti)d)c Kirche), Details vom Sächsischen Hans von Wilh. Kreis, von verschiedenen anderen Künstlern einzelne Interieurs, ferner noch Friedhofsanlagen, zeugend von dem hohen Können und glücklichen Geschmack ihrer Schöpfer. — Alles in allem ist dieses Heft mit seinen 114 Abbildungen zum neuen Bei uns in Deutschland war vor Gründung deS neuen Reiches die Todesstrafe in verschiedenen Einzelstaaten abgeschafft, wie in Sachsen, Oldenburg und Anhalt. Erst durch das Strafgesetzbuch de§ Norddeutschen Bundes, aus welchem sie in daS Strafgesetzbuch des Deutschen Reiches überging, ist sie in den genannten Staaten wieder eingeführt worden, aber man hat gesehen, daß es auch ohne sie gegangen ist. Tatsächlich wird die Zahl der Gegner der Todesstrafe immer größer, auch hervorragende Nechtslehrer verwerfen sie ganz entschieden, nicht in letzter Linie im Hinblick auf die Möglichkeit von sogenannten Justizmorden, die sicherlich in höherer Zahl begangen worden sind, als festgestellt werden konnte. Gänzlich abgeschafft ist die Todesstrafe in Italien, Holland, Portugal, Rumänien und verschiedenen Staaten Amerikas und in der Mehrzahl der schweizerischen Kantone, wobei man auch von der richtigen Ansicht ausging, daß eine lebens- längliche Einkerkerung bei schwerer Arbeit im Grunde ge< noinmen eine viel härtere Strafe sei, die andererseits aber doch dem Täter die Möglichkeit nicht gänzlich abschneidet,. sich zu bessern. Sollte nicht auch in Deutschland die Zeit gekommen fein, diese Strafe aus dem Gesetze zu streichen? Die Reform deS Strafprozesses ist in Angriff genommen und bei dieser Gelegenheit könnte auch wohl die Todesstrafe beseitigt werden. Erziehung in der Strafe Uns wird geschrieben: 'Auf dem bevorstehenden Parteitag der Sozialdemokraten in Mannheim soll n. a. verhandelt werden über- Volks er zieh un g unö Strafrecht, Strafprozeß« und Strafvollzug. Tie -Anordnung der vier Begriffe ist unstreitig geschickt. Tas erziehliche Prinzip der Strafe ist entschieden das wichtigste, wichtiger als die Sühne fürs die geschehene Tat oder die Mschreckung vor neuen Ver-> gehen. Leider betonen die Juristen vom Fach dieses Prinzips nicht genug. Doch gibt es auch unter ihnen eine rührige Schar mit dem Berliner Professor v. Liszt an der Spitze^ die für eine Reform des Rechtswesens und damit natürlich auch für eine solche der Strafe eintritt. Neu ist es also, nicht, was der sozialdemokratische Parteitag in Mannheims verhandeln will. Mer daß er es in aller Oeffentlichkeit tut,, ist wichtig. Die jetzt übliche Mt der Strafe — Gefängnis und Zucht-i haus — bleibt insofern wirkungslos, als die Zahl der: Strafrückfälligen zu- statt abnimmt. Im Jahre 1882 gab' es in Deutschland 46 384 mit einer Vorstrafe und 7268 mit sechs und mehr Vorstrafen, 1896 dagegen 67 326 mit einer Vorstrafe und 27 430 mit sechs und mehr Vorstrafen^ Ter Strafvollzug versagte also, was die Bolkserziehung an-, betrifft, vollständig, besonders bezüglich der Kinder. Diese letzteren wurden durch Gefängnisstrafen fast niemals ge-i bessert, sondern im Gegenteil" erst verdorben. Auf Grund dieser Tatsache hat das preußische Ministerium des Innern vor kurzem an die Polizeibehörden einen Erlaß gerichtet, um möglichst zu verhindern, daß Schulkinder auf Grund polizeilicher Strafverfügungen den Gefängnissen zugeführt' werden. Ter Minister fordert von den Polizeibehörden, in jedem einzelnen Falle zu prüfen, ob Kinder, denen eine- Uebertretung zur Last gelegt wird, bei Begehung derselben die zur Erkenntnis der Strafbarkeit erforderliche Einsicht (§ 56 des Reichsstrafgesetzbuches) besessen haben. Tieser Erlaß bedeutet einen Schritt vorwärts, der freilich! noch nicht genügt Tenn auch Kinder, die die erforderliche Einsicht besitzen, gehören nicht ins Gefängnis. Küider? sind bildungsfähig, also auch erziehungsfähig, und deck Staat hat nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht^ zumal die Kinder, die gegen die Gesetze verstoßen, zu brauchbaren Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft zu erziehen., Und das kann erfahrungsgemäß im Gefängnis mit Drill!> und düsterem Grauen nicht geschehen. Auch wohl nicht ind Fürsorgeanstalten in vergitterten Fenstern und bewaffnetem! Ailfsichtspersonal. Wohl aber könnte es geschehen in „Landerziehungsheime n" mit reichlichem Aufenthalt im' Freien, mit leichter, aber konsequenter Garten- und Feldarbeit, mit Strenge aber Freundlichkeit in Erziehung und Belehrung. Diese Heime wären weniger Strafanstalten als Er- Ttit hervorragender Beweis von der Fül>rer,chaft Der „Kunst" auf ihrem Gebiete. kfg. DieHäufigkeit der Blinddarmentzündung. Von den meisten Beobachtern wird angenommen, daß das weibliche Geschlecht seltener von der Blinddarmentzündung heim- gesncht wird als das männliche, und zwar soll ent Drittel der Fälle auf Frauen, zwei Drittel auf Diänner entfallen. Man erklärt sich das so, daß häufigere Gelegenheitsursachen für letztere vorhanden sind, indem sie durch ihren Beruf, die Knaben aber durch die lebhaftere Art ihrer Spiele den Schädigungen mehr ausgesetzt sind, welche leichter Kotmassen in einem schwer ein- und auslässigen Wurmvorsatz (jineintreiben können. Es würden also zu Ungunsten des männlichen Geschlechtes mehr mechanische Ursachen als individuelle mitsprechen, da die letztere natürlicherweise bei beiden Geschlechtern die gleichen fein müßten. Nach den Untersuchungen von Dr. 5i arrenftei n (Deutsche Mediz. Wochenschrift) scheint indes die bisherige Annahme, die auch durch die von ihm ausgestellte Statistik aus früheren Zeiten bestätigt wurde, doch nicht ganz cm« ivaiidsfrer zu sein. Er hat zu unjerer großen Ueberrajchuiig entdeckt, daß für Berlin die Zahl der blinböarinfvanfen Frauen nur wenig hinter der der Männer zurücksteht, daß aber in Hamb u r g ihre Zahl sogar in auffallender Weise bedeutend größer als die der Männer ist. — Es wäre auch sonderbar, lucnn die geringeren körperlichen Bewegungen der Frauen in Verbindung mit der unglückseligen und törichten Tracht des Korsettes nicht auch in dieser Beziehung ernstlichere Schädigungen für den weiblichen Körper verursachen sollten, ivie es ja leider schon oft genug der Fall ist. $ fil I,- der ; L/ Pareinlagen bei den Gcnossensche 1 k diesem Ti war, wie träglich Origin Quente La" gegenwä stehenden Wahlaus Köhler v einpfic! politisc denke, । tagswahl, waltun- habe er b. feinen friify vetloten. Gd/ulben petfönlifyn Mäßigt rr Gegner der Hinderung w WGch ei und seine G Kohlers geh HFri sich gewiße über anon ^achlassigk schriftcn bi dagegen, n ^irgermeis Unigebn beitagen soeben freilich 75 Pfg präzis, Nauheim sind die bereits r alles D lehrreich hübsch t graben, S an dec K in Braue Rotlas Klcin-Li Gemünd Sickendc brand Holzmü! in Brat rigkeit habe es bei den Vorarbeiten zum Katholikentag gegeben: Algeciras! Wir befürchteten ernsthaft, daß der Lärm der sonst so gut gezogenen Essener Kinder, der Kruppschen Kanonen, (Heiterkeit», den Frieden unserer Tagung stören könnte. Aber der Friede ist uns erhalten geblieben. Tank unserem Bundesgenossen Oesterreich. Oesterreich und Deutschland als gute Kame- ,raden halten gleichen Schritt, nicht nur in der Politik, sondern auch in der Verfolgung der christlichen Ideale. Der Redner verwies dann auf ben Schmuck der Straßen. „War das der dumpfe Schritt von haßerfüllten Arbeiterbataillonen, die zur Revolution 'schreiten? Rein, das war eine seelenfrohe Schar von glaubens- und tönigstreuen Mannern., So lange es solche Männer gibt, stehen fest und unerschütterlich Thron und Altar! Es folgte die Begrüßungsrede des Oberbürgermeisters Geh. Ober-Reg.-Rats Holle. In wenig mehr als einem Menschenalter habe sich die Einwohnerschaft verzehnfacht. „Und es ist von allerhöchster Bedeutung, baü in gleicher Weise auch an anderen Orten die christlichen Konfessionen ün edlen Wettstreite den Antrag ein: „Die des Reichsvcrbandes sind Vcrbandsdirektor Dr. Wegcner-Po'm sprach über das Thema: In welcher Weise kann in höherem Maße eine Liquidität der Einzel- und Zentralq ossenschaftcn herbei- geführt werden? und brachte so glü-il'äie die^' recht heft Daß es dir die Treue wahrt. Daß es auf des Glaubens Pfaden Sich um Christi Fahne schart." Hierauf betrat Landgerichtsdirektor Laarmann -Essen,, . Vorsitzende des Lotälkomitees, die Rednertribüne und eröffnete die Versammlung. „Der eine heilige katholische Glaube umschließt, verbindet und begeistert uns alle". Nur eine Schwie- Berlin, 18. Aug., abends. Auf ein an den Kaiser gerichtetes Begrüßungstelegramm ging folgende Antwort an den Großherzog von Oldenburg ein: „Ich habe mich über das freundliche Gedenken des unter Ew. Königlichen Hoheit Protektorat dort zusammengetretencn deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaftstages sehr gefreut und bitte Ew. Königliche Hoheit meinen wärmsten Dank selbst entgegenzunehmen und ihn den Vertretern der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften gütigst zu übermitteln. Meine herzlichsten Wünsche begleiten die Beratungen des Genosscn- schaftstages. Wilhelm." Aus StdM und Land. Gießen, den 21. Aug. 1906. ” Die feierliche Ueberreichung der Meisterbriefe fand am 19. d. M. im Saale des Cafä Ebel statt. Banuieister Traber, der 1. Vorsitzende der Mcistcrprüfungs- kommission für.Oberhessen, begrüßte die zahlreich erschienenen Festteilnehmer. Er übermittelte die Grüße und Glückwünsche der Großh. Negierung, der Zentralstelle des Großh. Kreis- amts und der Stadt Gießen. Sodann gab er eine lieber» sicht über den Verlauf der Prüfling, welche trotz höherer Anforderungen ein so günstiges Resultat alifwies, daß alle Prüflinge, 55 (3 Kandidaten sind vor der Prüfling zurückgetreten) als „bestanden" hervorgingen. Nach ivarmen Ermahnungen ernannte er sie zu gesetzlich geprüften Meistern. Hierauf richteten Kommerzienrat Koch im Namen der Handelskammer und Kommerzienrat Heyli g e n staedt namens des Orts- gewerbcoereins zli Herzen gehende Worte an die Jungmeister. Letzterer versämllte nicht, seinen Dank Staat, Stadt und Privaten für ihre Zuwendungen abzustatten imb gedachte dann der großen Bemühlmg der Prüfungskommission und der Altmeister. Stadtverordneter Petri sprach im Auftrag der Handwerkskammer und forderte die Jungmeister auf, den bestehenden Innungen und Ortsgciverbevereinen beizlitreten, denn nur Einigkeit zeitige die erhofften Früchte. Sodann 53. Deutscher Katholikentag. (Unberechtigter Nachdruck verboten.) S. u. H. Essen, den 20. August. Vorgestern war eine Anzahl Zentrumsabgeordneter und Jour- iralisten von der Firma Krupp zu einer Besichtigung des Riesenwerkes eingeladen worden. Abg. Gröber hielt dort eine Rede, in der er bemerkte: Die Firma Krupp habe sich mit diesen Geschützen in das Herz der Besucher hineingeschossen. Aber welche Entschließungen dies zur Folae haben werde, könne er noch nicht sagen. «'Heiterkeit und Zuruf: Eine neue Artillerievorlage!) Zu der abendlichen Begrüßungs-Versammlung des Katholikentages war der Andrang des Publikums ganz ungeheuer. Den Damen und den sehr zahlreich erschienenen Studenten waren besondereTribünen eingeräumt worden. Die Studenten erschienen in vollem Wichs. Sie sind in der Industriestadt der Gegenstand der Bewunderung. . Kurz nach 8 Uhr erschienen der Kardinal-Erzbischof Fischer, Kardinal V a n u t e l l i aus Rom, der päpstliche Nun- lius Monsign. Caputo aus München und die Bischöfe Voß von Osnabrück und Dingelstadt-Münster i. W., van den Randen de Reeth-Mecheln, der neue Oberbürgermeister von Essen, Geh. Ober- Regierungsrat Holle mit mehreren Stadträten und der Landrat Bei den Einzelgenosfenichaften: 1. Die Geschäftsanteile der einzelnen Spar- und Darlehnskassen sind auf mindestens 50 Mark zu erhöhen und einzuzahlen. 2 Die Mitglieder sind zu veranlassen möglichst auf eme Dividende zu verzichten. Bei den Genossenschaften, die eme geben, JoUen die Mitglieder mit einer mäßigen Dividende von höchstens 4 Proz. verlieb nehmen, damit die Reserven und formt das eigene Kapital so schnell wie möglich vergrößert werden. 3. Es muß erstrebt werden, mehr Spareinlagen mtt langfristiger Kündigung zu erhalten. 4. Der § 49 Ms. 1 G. g. muß mehr auf Rücksicht der Liquidität hin beachtet werden. 5. Hypotheken sind nur als Sicherungshypotheken zu gewähren mit festen, kurzfristigen Abzahlungsbedingungen; Hypotheken ohne Abzahlungsbedingungen sind unzulässig. 6. Der auf landwirtschaftliche Verbrauchsstoffe gewährte Kredit i,t in Normalfahren innerhalb eines halben Jahres, spätestens aber m einem Jahre abzuzahlen 7 Die Genossenschaft muß sich bei ihrer Zentralkasse rechtzeitig einen Bankkredit sichern und einen Betrag stets offen halten, der in einem entsprechenden Verhältnisse zu den kurzfristigen Verpflichtungen steht. Der offene Kredit (zuzüglich des Guthabens bei der Zentralkasse) sollte je nach der Lage der sonstigen Verhältnisse, insbesondere der Höhe des eigenen Vermögens, mindestens 25 Prozent der Spareinlagen betragen. 8. Ganz besonders ist, abgesehen von den Kreditgenossenschaften, aus starke Abschreibung und Ansammlung von Reserven bei den sonstigen Genossenschaften zu halten. — b) Bei den Zentral- kassen: 1. Bei den Zentralkassen ist ebenfalls auf rasche und starke Vermehrung der Reserven hinzuarbeiten. 2. Die Geschäftsanteile sind tunlichst zu erhöhen, und es ist keine höhere Dividende, als der Sparkassenzins oder der Zinsfuß des Normal- kredits beträgt, zu bewilligen. 3. Zentralkassen, die starke Einlagen der Genossenschaften haben — abgesehen von Wechseln — ist zu empfehlen, ihre Reserven und einen Teil ihres Geschäftskapitals in Schatzscheinen und Konsols anzulegen, damit sie . im Falle einer Kreditkrisis jederzeit dieses Kapital am offenen Geldmärkte ftüssig machen können. 4. Bei den Immobilien der Zentralkassen sind starke Abschreibungen vorzunehmen." . Auf Antrag des Generalanwalts wurde das Material zur weiteren Erörterung und Prüfung und zur demnächstigen Vorlage an den Genossenschaftstag den einschlägigen Organen des Reichsverbandes überwiesen. Zentralkassen-Direktor Biernatzll-Kiel berichtet über Unstimmigkeiten zwischen den von den Genossenschaften geführten Milgliederverzeichnissen und den gerichtlichen Listen der Genossen, sowie Unrichtigkeiten in den letzteren.. Ein Antrag des Berichterstatters lautet: „Unstimmigkeiten zwischen den von den Genossenschaften geführten Mitgliederverzeichnissen und den gerichtlichen Listen sind unstatthaft und zu vermeiden, wenn die Verzeichnisse lediglich auf Grund der diesbetreffenden gerichtlichen Benachrichtigungen genau geführt und letztere auf ihre Richtigkeit stets vom Genossenschaftsvorstande geprüft werden. Die Verbände haben die Pfticht, darauf zu halten, daß dies geschieht und daher dauernd die Mitgliederverzeichnisse der Genossenschaften zu prüfen, ob sie mit den gerichtlichen Listen über» einstimmen. Ihre Revisionsbefugnis legt den Verbänden diese Pfticht auf; sie muß ihnen aber auch mit Rücksicht auf ihre Zentralkassen zugemutet werden, weil diese ein lebhaftes Interesse daran haben, daß die Mitgliederverzeichnisse der Einzel- genossenschaften genau geführt werden. Tatsächliche Unrichtigkeiten kommen in den Listen der Genossen ebenfalls vor und sollten berichtigt werden. Sie aufzufinden und ihre Berichtigung zu veranlassen, ist auch eine Pfticht der Verbände und ihrer Revisoren." Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. lieber Organisation und Erfolge des genossenschaftlichen Bezuges landwirtschaftlicher Maschinen und Gerät e berichtete Verbandsdirektor Klettenhoff-Ersiirt. Ein Antrag des Berichterstatters wurde ohne Debatte wie folgt angenommen: „Der Genossenschaftstag erllärt: Es ist die Aufgabe des ländlichen Genossenschaftswesens, der ländlichen und landwirtschaftlichen Bevölkerung in jeder Weise zu dienen und alle Einrichtungen zu treffen, um die wirtschaftlichen und ' sittlichen Verhältnisse zu bessern. Ein hervorragendes Mittel zur Erreichung dieses Zweckes liegt im gemeinsamen Bezug der landwirtschaftlichen Bedarfsartikel als Futtermittel, Düngemittel, Kohlen, sowie landwirtschaftliche Maschinen und Geräte durch die Genossenschaften resp. ihre Zentralen. Während der Bezug der drei erstgenannten Artikel mit größtem Erfolge durchgeführt worden ist, hat der Bezug von Maschinen usw. noch mit gewissen Schwierigkeiten zu kämpfen, welche hauptsächlich in der Gleichgültigkeit und den alten Gewohnheiten der Genossen zu suchen sind. Allen Genossenschaften und deren Zentralen wird deshalb empfohlen, mit aller Energie und in geeigneter Weise die Organisation des Bezuges landwirtschaftlicher Maschinen und' Geräte weiter auszubauen und alle Maßnahmen zu ergreifen, welche geeignet sind, die Landwirtschaft von jeder schädlichen Bevormundung frei zu machen." Zum letzten Punkt der Tagesordnung sprach Volkshochschul- direktor Lembke-Albersdorf über Ländliche Volkshochschulen und ihre Bedeutung für die landwirtschaftlichen Genossenschaften. Es liegt folgender Antrag des Berichterstatters vor: „Der Genossenschaststag erklärt: Die ländl. Volkshochschulen als Anstalten, die Wirtschafts- und Bürgerkunde in engster Verbindung mit dem Leben auf dem Lande unter der erwachsenen Landjugend verbreiten wollen, die Unterricht und Erziehung für das praktische Leben auf das Engste verbinden, sind wohl geeignet, das Leben auf dem Lande zu befruchten und zu befördern, besonders auch das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen." Die Resolution wurde einstimmig angenommen. in den letzten Jahren um je 100 Millionen gewachsen. Es besteht deshalb für die einzelnen Genossenschaften die Versuchung, einen verhältnismäßig großen Anteil dieser Gelder fester anzulegen, als es für ihre Liquidität zulässig erscheint. Da. im sich in gleich maßvollen Bahnen halten, die die Vorbedingung für die Erhaltung des konf. Friedens sind. Es bedarf dabei aber auch des Zusammenhalts gegenüber allen den Bestrebungen, die auf die Vernichtung der Grundlagen des Staates gerichtet sind. Ich bin überzeugt, daß Ihre Verhandlungen vom Geiste der Toleranz getragen sein mögen. Landgerichtsdirektor Laarmann: Es wird nie geschehen, daß wir die kränken, welche durch ein anderes Band von uns ge- trennt sind, mit uns aber doch verbunden sind durch das Band der Taufe. . , .. „ , Hierauf überbrachte Graf von Vretrng Hoff-Scheel- Wien die Grüße der Oesterreicher. Eine von den östteichischen Katholiken seit einigen Monaten betriebene Agitation habe schon 4'2 Millionen Stimmen, meistens von Männern gegen die Zivilehe ausgebracht. c. t Jesuitenpater d e Santi-Rom überbrachte die Gruße des hl. Vaters. ,. , - - ..... In der heutigen öffentlichen Sitzung hielt der Präsident Reichstagsabg. Dr. Gröber seine Antrittsrede. Msdann referierte Reichstags- und Landtagsabg. Dr. P o r s ch über die S ch u, l- frage. Später wurde die Antwort des Kaisers auf das beute morgen abgesandte Huldigungstelegramm verlesen, das folgendermaßen lautet: „Schloß Wilhelmshöhe. Ich habe den freundlichen Gruß der dort versammelten deutschen Katholiken gern entgegen» genommen und mich aufrichtig über die Versicherung gefreut, daß die Generalversammlung der Versöhnung der konfessionellen und sozialen Gegensätze zu dienen bestrebt Jein werde. Für diese Kundgebung treuer Ergebenheit spreche ich der Generalversammlung meinen wärmsten Dank aus. Wilhelm." Die Verlesung des Telegramms wurde mit jubelndem Beifall ausgenommen, worauf der Präsident ein dreifaches Hoch auf den Kaiser ausbrachte 22. deutscher landwirtschaftlicher Genossenschaststag. (Unberechtigter Nachdruck verboten.) III. S. il H. Oldenburg, 17. Aug. Zuerst sprach heute Pfarrer Heyde-LohrHausen über die Erfahrungen mit der Einrichtung von Geflügelzucht- und M a st g e n o s s e n s ch a f t e n. Die Produktion von Küken mit Hilfe von Glucken ist bei schweren Rassen in der Hand von Landwirten eine problematische Sache, zumal da wirkliche und so notwendige Frühbruten sehr schleckt ausfallen. Der Antrag des Berichterstatters lautet: „Der Genossenschaststag erllärt: Die genossenschaftlich bettiebene Nutzgeflügelzucht zur Erzielung von 'Tafelgeflügel steht unter den mancherlei Mitteln, die landwirtschaftliche Nutzgeflügelzucht zu heben, an erster Stelle. Dementsprechend groß sind freilich auch die Schwierigkeiten, die auf persönlichem, züchterischem, kaufmännischem und organisatorischem Gebiete liegen. Sie lassen sich nur beheben durch praktisches Vorgehen wagemutiger Männer, die unbedingtes Vertrauen genießen, durch richtige Auswahl und Zucht der gewinnbringendsten Geftügelrassen, durch streng kaufmännische Preiskalkulation und Buchführung sowie durch Beschaffung von genügend hohem Betriebskapital durch die Organisation von Genossenschaften womöglich mit unbeschränkter Haftpflicht." Die Resolution wurde einstimmig angenommen. Dann sprach Dr. Krueger-Darmstadt über: die Klärung der Molkereiabwässer. Folgender Antrag lag vor: „Der 22. deutsche landwirtschaftliche Genossenschaststag erllärt: Die Frage der Klärung der Molkereiabwässer ist in den letzten Jahren für unsere Molkereibetriebe eine äußerst brenner.de geworden. Die hierfür bisher angewandten Verfahren genügen im Allgemeinen den seitens der Behörden gestellten Forderungen nicht. Der, Reichsverband wolle deshalb diese Frage baldmöglichst einer eingehenden Bearbeitung unterziehen und die nötigen Schritte tun, um sie zum befriedigenden Abschluß zu bringen", wurde angenommen. Zentralkassen-Direktor Hallstein-Posen sprach über „Die Zeichnungs-Vorschriften für den Vorstand (8 25 G.-G.) und die Bevollmächtigung von Beamten oder einzelnen Vorstandsmitgliedern (§ 42 G.-G.). Der Antrag des Berichterstatters lautet: „Der Genossen- schaftstag erklärt: Die in § 25 des Genossenschafts-Gefetzes gegebene Vorschrift, daß bei Willenserllärungen und bei der Zeichnung für die Genossenschaft mindestens zwei Vorstandsmitglieder zusammenwirken sollen, bietet einen gewissen Schutz gegen den Mißbrauch der Befugnisse von einzelnen Vorstandsmitgliedern. Es sollte daher auch im ländlichen Genossenschaftswesen der noch vielfach anzutreffende Brauch beseitigt werden, daß der Abschluß von allerlei Rechtsgeschäften, insbesondere die Annahme von Einlagen und die alleinige Unterzeichnung von Quittungen einem einzelnen Vorstandsmitgliede ganz allein überlassen wird, sofern der andere Teil, z. B. der Einleger, sich damit zuftieden gibt. Nur eine solche Erklärung und Zeichnung, die keine Verbindlichkeiten für die Genossenschaft begründet, kann unbedenklich durch ein Einzelnes Vorstandsmitglied erfolgen. Es ist den Genossenschaften auch dringend abzuraten, den § 42 des Genossenschafts-Gesetzes zur Umgehung der in § 25 vorgeschriebenen Doppelzeichnung zu benutzen, indem sie ein einzelnes Vorstandsmitglied oder gar einen einzelnen Angestellten, welcher nicht dem Vorstand angehört, zu der selbständigen Führung der lausenden Geschäfte und der alleinigen Zeichnung für die Genossenschaft ausdrücklich bevollmächtigen. Wenn bei größeren Genossenschaften die Bestellung von Bevollmächtigten für die laufende Geschäftsführung — also nicht nur für einzelne besondere Fälle der Vertretung — sich wegen des Umfangs der Geschäfte als notwendig herausstellt, so sollte diese Bevollmächtigung im Statut vorgesehen oder von der Generalversammlung ausdrücklich genehmigt, nur auf bestimmte Arten von Geschäften beschränkt und schriftlich genau festgelegt sein. Sie sollte ferner auch nur in der Weise erteilt werden, daß zur rechtsverbindlichen Willenserklärung und Zeichnung Entweder das Zusammenwirken eines Vorstandsmitgliedes mit einem Bevollmächtigten oder von zwei Bevollmächtigten erforderlich ist. Dann sprach Ingenieur Krukenberg-Hannover über die zweckmäßige Anlage und Einrichtung von Getreidelagerhäu- ferii. Die Ausführungen gipfelten in folgendem Anträge des Berichterstatters: „Der Genossenschaftstag erllärt: Mit Rücksicht auf die beim Bau und der Einrichtung von genossenschaftlichen Lagerhäusern nicht selten vorgekommenen technischen Fehler und Versehen ist den ländlichen Genossenschaften und Verbänden dringend zu empfehlen, sich in allen einschlägigen Fällen des Rates und der Unterstützung einer erfahrenen und von den Sonderinteressenten der Bauunternehmer unabhängigen Beratungsstelle zu bedienen, wie sie nunmehr in der maschinentechnischen Geschäftsstelle des ReichsverbandeS zur Verfügung steht." Der Antrag wurde angenommen. Sodann sprach Verbandsdirektor Oekonomierat Dr. Rabe- Halle a. S. über den Geschäftsverkehr zwisch-en Sparund Darlehns- und den Zentralkassen mit den Kreis- und Kommunal-Sparkassen. Seine Resolution lautete: „Der 22. deutsche landwirtschaftliche Genossenschaftstag erblickt in der Anbahnung eines direkten Geschäftsverkehrs zwischen den ländlichen Kreditgenossenschaften und den Kommunalsparkassen die Gefahr der Zersplitterung für die wohl- bewährte genossenschaftliche Organisation. Er beschließt daher, allen diesbezüglichen Anträgen und Bestrebungen entgegenzutreten und alle Maßnahmen zu fördern, die geeignet erscheinen, dem derzeitigen genossenschastlicheu Zusammenschluß für die Zukunft zu erhalten und zu stärken." Nach einer kurzen Debatte wurde die Resolution angenommen. W stark. Qn3er unb „ k- L» hier in ?nec Sein w-rd, wie gebracht. _ ?ußte infof, üm kommen $r°9oiler Ser?■ 1,11 . r W*KT j.. Sy? ' Hlbe t ziehungsanstaltcn und würden ihren Zöglingen nicht zeitlebens den verdammenden Stempel aufdrücken. Für erwachsene Stromer und gewerbsmäßige Bettler hat man ja bereits solche Heime oder Kolonien geschaffen und damit feine schlechten Resultate erzielt. Man sollte dasselbe baldigst für die Kinder tun. Vielleicht ließen sich die existierenden Fürforgeanstalten aus den Städten auf das platte Land verlegen und ihres zuchthausarttgcn Charakters ent- ffeiben. Das gäbe ein Fundament, auf dem weiter gebaut werden könnte. Wenn irgendwo die Anwendung des Ausdrucks „Ungesunde Moral" berechttgt ist, dann sicherlich bei Kindern, die weniger als Verbrecher denn als sittlich zu heilende Kranke betrachtet und behandelt werden müssen. Die Encyklika Pius' X. über das französische Trennungsgesetz. Die päpstliche Encyklika an den französischen Episkopat über das Trennungsgesetz ist eine Musterleistung der Diplomatie der römischen Kurie. Die Encyklika befriedigt sowohl die Antiklerikalen als auch die Extrem-llltramontanen, dagegen hat sie die gemäßigten Katholiken wie auch die deutschen Zentrumsopportunisten enttäuscht. Die „Köln. Volksztg." wenigstens schaut trübe in die Zukunft des Isrcmzösischen Katholizismus. m .. , Die Exttem-Ultramontanen sind zufrieden, iveu der Papst noch einmal das ganze Trennungsgesetz und insbesondere die Kultiis- vereine verwirft und sie nun auf einen erfolgreichen Kulturkampf hoffen. Aber auch die Antiklerikalen reiben sich die Hande, weil sie von dein bevorstehenden Kamps die Vernichtung der katholischen Kirche in Frankreich erwarten. Um jedoch auch die gemäßigten Katholiken nicht ganz ohne Hoffnung zu lassen, ivill Pius X. einen praktischen Versuch mit der Bildung von' K u l t u s v e r e i n e n machen, knüpft aber diesen Versuch an Bedingungen, von deren Unerfüllbarkeit er sich keine Vorstellung niachen mag. Wurde pcirnlich der vorgeschlagene praktische Versuch gelingen, kaine, wie der Papst wünscht, statt der Kultusvereine eine andere Vereimgungs- form zustande, die den gesetzlichen und den kanonischen Anforde- rrungen genügen würde, so hätten wir die Kultusvereine nur unter einem anderen Namen und das könnte der Negierung der Republik "gleichgültig fein. Indem aber Pius X. als Bedingmig dieses Versuchs die Forderung stellt, daß das Gesetz nicht bleibt wie es ist, sondern im Sinne einer größeren Berücksichtigung der Rechte deS Papsttums und des französischen Episkopats geändert werde, schneidet er selbst die Möglichkeit des Versuchs ab; denn abgesehen davon, daß die französische Regierung nicht daran denkt, das Gesetz im ultramorttaueii Sinne zu amenbieren, ist dazu bis zum Dezember, in dem die Folgen der Nichtlinterwerfmig der Hierarchie eintreten, Seine Zeit mehr. Tie Folgen aber bestehen nach § 9 des Gesetzes in der Ueberroeifuug der beweglichen und unbeweglichen Güter der öffentlichen Kultusanstalten an die Gemeinden für Armenpflege unb Wohltätigkeitszwecke; unb diejenaen Güter, bie vom Staat herstammen, fallen an biesen zurück. Die katholische Kirche Frankreichs wirb also förmlich expropriiert. Der Papst behauptet, baß er burch bie Pflicht seines Amtes Igezwungen sei, den Kampf bis aufs Messer gegen bie französische 'Republik aufzunehmen. Die französischen Notabeln unb Akabemiker, welche bie bedingungslose Annahme ber Kultusvereine empfohlen haben, widersprechen bem. Pius X. protestiert zwar bagegen, „baß Wir ben Franzosen uorcntbaUcn, moflen, was der Heilige Stuhl anberen ohne Schwierigkeit zugestauben habe," allein bas preuß. Gesetz über bie Verwaltung bes Kirchenvermögens vom 20. Juni 1875 entspricht formell unb materiell in allen wesentlichen Punkten ben Bestimmungen bes französischen Treiiimngsgesetzes über bie Kiiltus- vereine, und die preußischen Bischöfe haben sich nach anfänglicher .Weigerung ihm unterworfen. Ebeiiso ivie daS französische Trennungs- gesetz ist auch das preußische Kirchenvermögensgesetz aus reiner Machtvollkommenheit des Staates erlassen worden; ebenso wenig wie das erstere, kennt auch das letztere aus „der göttlichen Ver- ifaffung der Kirche" stammende, „unveräußerliche Rechte be§ röm. Papsttums und der Bischöfe", verleiht diesen and) feine selbständige Autorität über die der Kirche uneiitbehrlichen Güter und Kiiltus- gebäude." Das preußische Gesetz vindiziert allerdings nicht dem Staate, wie das französische Trennungsgesetz es tut, das Eigentum am Kirchenvermögen, es setzt aber stillschweigend bie Kirchen- •gemembe als Eigentümerin voraus. Mithin verwirft bas preuß. Kirchenvermögensgesetz ebeiiso gut bas Dogma von bem Eigentums- unb Verfiignngsrecht bes Papstes unb der Bisckiöfe an dem Kirchen- vermögen, wie das französische Treniiungsgesetz. Das Papsttum ist hiernach an einem kritischen Wendepunkt seiner Geschichte angelangt. Verliert es die Partie in Fraiikreich, so können die Folgen von unberechenbarer Bedeutung sein. '-ZsK "erden, s^ene °"Ssrisiiger R?."ß '■ g muß ^'Ndlg- «« 5UBl mth «if SÄ ttäfe £ LttZAe kLLL'L WL ?E- 1 rEn Zentral- vt ? 'd°s» !m- E 2)01' die stach (?in. tz.v°nWechseln^ wVl 'bres Geschäfts, Wiegen, damit sie > Novität am offenen ' nbcn Immobilien der orzunehmen." )e .^s Material zur r demnächstigen Vor. tägigen Organen des ^tttüberUnstim. Iienschaften geführten en gerichtlichen ..m den letzteren. Gin hmmigfeiten zwischen utglicderverzeichnissen [t und zu vermeiden, der diesbetreffenden ährt md letztere auf uandc geprüft werden, zu halten, daß dies nverzeichnissc der Gerichtlichen Listen über. den Verbänden diese nit Rücksicht auf ihre e ein lebhaftes Inter- rzeichnisse der Einzel- Tatsächliche Unrichtig, len ebenfalls vor und n und ihre Berichtig- ier Verbände md ihrer tmig angenommen. ! genossenschast- ischinen und Gc- 'e ohne Debatte wie ag er flirt t: Es ist escns, bet länblidjen er Weise zu bienen wirtschaftlichen unb vorragendes Mittel einsamen Bezug Vt mittel, Dlmgemlttel, i und Gerate durch Bauend der Bezug L Erfolge durchgeführt u ufro. noch mit ge- e hauptsächlich in der eiten der Genossen zu deren Zentralen wird nd in geeigneter Weise afllicher Maschinen mid aßnahmen zu MK/ von jeder iMchen sprach VBdochstzl- dliche «olkshoch. yMM*1 * Ä*SÄ 'L.MwÄmd« 6e >rt S“'™mSt gefreut » roaÄut(djii>1* em d-r » " ” fle» iuübc,r„b»nöii"’ l*6' d-"2 het gneift«- d- dC^7 -W"C"-" "2h. St«5’ itSb ®r*u*' "" ?”bit06 dShct'2 «ui*6' "iid.vlr*”) 1 Prüsu"^ , ,oar".e»57 W 1« de-^'^L-l5’ lJt|t an 1,1 %bt L.( 6W'1 . l1(b(i# ■ lrMb. Ä« 6 überreichte Dchlvuermcister Martin Dörr als 2. Vorsitzender der Prüfungskommission unter besten Segenswünschen den Prüflingen die Meisterbriefe. Den Dank der P-üsungs- kominission stattete Jungschreinermeister Karl Beil ab. Den Handschlag nahmen Schreinermeister Georg Hanbach unb Glasermeister W. Ro 1 ärmel ab. Ein Festessen vereinigte die Gäste, Alt- und Jungmeister bis zum Nachmittag in froher Stimmung. "Die Keuchhustenepidemie in Gießen ist zurzeit glücklicherweise im Abflauen begriffen, nachdem sie seit Beginn dieses Jahre? hier überaus stark gehaust hat. Jetzt tritt sie recht heftig in Orten der Umgegend auf. In Wieseck ist nahezu die Hälfte der Schüler davon befallen. " Viehseuchen. Die Schweinepest herrscht zurzeit in Brauerschwend, Vadenrod, Heidelbach, Allmenrod, Gießen; Rotlaufseuche in Kirtorf, Alten-Buseck, Garbenteich, Klein-Linden, Ettingshausen, Langsdorf, Lang-Göns, Rieder- Gemünden, Ranstadt, Münster, Fauerbach, Friedberg, Staden, Sickendorf, Hemmen, Reichlos, Laubach und Schotten; Milzbrand in Echzell und Wiffelsheini; Rausch brand in Lich, Holzmühl, Großen-Buseck und Hcibertshausen; Schafräude in Brauerschwend. *• „Bad-Nauheim und Friedberg i. H. nebst Umgebung mit Stadtplänen von N. und Fr. und 10 Kunstbeilagen' nennt sich ein von Oberlehrer Helmke bearbeiteter, soeben bei Walter Seifert in Stuttgart, für diese Saison freilich reichlich spät erschienener handlicher „Führer' (Preis 75 Pfg.). Die Karten fanden wir im allgemeinen recht präzis, wenn auch die Neubauten auf dem Goldstein beim Nauheimer Bahnhofe noch nicht verzeichnet sind. Dagegen siud die neuen Badehäuser und das neue Verwaltungsgebäude bereits richtig vermerkt. Auch sonst scheint das Büchelchen alles Wissenswerte kurz und richtig zu enthalten. Recht lehrreich ist der vortreffliche historische Anhang, und besonders hübsch die beigegebenen Friedberger Abbildungen (Hirschgraben, Burgtor, die windschiefen malerischen alten Häuser an der Kaiserstraße). *• „Sommertage in der Provence". Der unter diesem Titel im Feuilleton unserer Nr. 190 erschienene Aufsatz war, wie wir auf Wunsch des Herrn Verfassers gern nachträglich mitteilen, eine für den „Gieß. Anz." geschriebene Originalarbeit des Herrn Lehramtsreferendar Ludwig Quente ll, zurzeit in Oppenheim. La ngsdorf, 20. Aug. Wie hoch in unserem Dorfe gegenwärtig die Wogen der Wahlagitation zu der nahe bevorstehenden Bürger meist er wähl gehen, kann man aus einem Wahlaufruf ersehen, der von den Gegnern des Bürgermeisters Köhler verfaßt ist und die Wahl des Beigeordneten Schiel empfiehlt. Der Aufruf betont, daß Köhler durch seine politische Tätigkeit, die er noch zu erweitern gedenke, als Kandidat zur Landwirtschaftskammer und Reichstagswahl, außer stände sei, sich der Gemeindeverwaltung in wünschenswerter Weise anzunehmen. Auch habe er durch die bisherige Verwaltung, die im Gegensatz zu seinen früheren Versprechungen stehe, das Vertrauen vieler verloren. Ferner habe er der Gemeinde eine große Schuldenlast aufgebürdet und für die Durchsetzung seiner persönlichen Wünsche und Ideen gearbeitet. Zuni Schluß beschuldigt man ihn direkt de§ Wortbruches. Er sei zuerst Gegner der Feldbereinigung gewesen und habe ihre Verhinderung versprochen, sie aber dann selbst herbeigeführt. Da tatsächlich eine starke Strömung gegen Köhler im Gange ist und seine Gegenpartei eifrig agitiert, so ist die Wiederwahl Köhlers gefährdet. b Friedberg, 19. Aug. Schon längere Zeit bemühen sich gewiße Leute, unsere Stadtverwaltung in gehässiger Weise, aber anonym, anzugreifen. Unserem Bürgermeister werden Nachlässigkeit, Unverträglichkeit, Außerachtlaffung der Vorschriften der Bauordnung usw. vorgeworfen. Wir meinen dagegen, unsere Stadt kann sich glücklich schätzen, einen solchen Bürgermeister zu haben. Wie waren unsere baulichen Verhältnisse früher, und wie sind sie jetzt, seit dem kurzen Regime des Bürgermeisters! Gewiße Herren glauben wohl bei der nächsten Stadtratswahl auf diese Weise in den Stadtrat zu kommen, indem sie die Bürgerschaft aufhetzen. Doch sie irren sich. Der Haupthetzer ist übrigens heute nationalliberal, morgen Freund des Bundes der Landwirte, übermorgen Sozialdemokrat usw. -i- Friedberg, 19. Aug. Die vor einigen Wochen eingerichtete erste deutsche Kraftwagen-Postverbindung von Friedberg nach Ranstadt weist fortgesetzt einen starken Personenverkehr auf. Es stehen zwei Wagen zur Verfügung, von denen jeder ein Gewicht von 1900 Kg. hat, 14 500 Mk. kostet, 10 Sitze enthält und elegant ausgestattet ist. Die Fahrzeit von Friedberg bis Ranstadt beträgt V/a Stunde. Die Fahrpost zwischen beiden Orten bestand schon seit 1642. Dem Postillon hat nun das Automobil sein Ende bereitet. Mücke, 20. Aug. Daß das Jugendfest hier nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat, bewies das gestrige Fest. Trotz ungünstigen Wetters war der Besuch recht stark. Ein Festzug leitete das Fest ein; Karussell, Seiltänzer und Tanzmusik sorgten für Jugendvergnügen. k- Lauterbach, 20. Aug. Am Samstag erhängte sich hier in seiner Wohnung der dem Trünke ergebene Taglöhner Heinrich Schleuning. Die Leiche des Selbstmörders wird, wie man hört, nach der Anatomie in Gießen gebracht. — Das für gestern anberaumte „Hainigsfest' mußte infolge der zweifelhaften Witterung ausfallen und wird am kommenden Sonntag abgehalten. R. B. Darmstadt, 19. Aug. Das Jubiläum des Dragoner-Regiments Nr. 23 als Garderegiment ivuröc am Samstag nachmittag durch ein Festessen im Offizierkorps und am Abend durch eine allgemeine Negiments- sestlichkeit im städtischen Saalbau in schönster Weise begangen. Der Feier im Saalbau, die mit einem allgemeinen Festmahl Legann, wohnten auch nahezu hundert alte Regimentskameraden bei. Während des Essens hielt Wachtmeister Manna rd eine herzliche Ansprache an die Festversammlung, in dec er besonders den Kombattanten Worte des Dankes rvidmete. Er schloß mit einem dreimaligen kräftigen Hoch auf <5e. königl. Hoheit den Großherzog. Im Auftrag des Hassia- Berbandcs brachte darauf ein Vorstandsmitglied desselben dem Regiment die herzlichsten Glückwünsche des Verbandes dar; dasselbe könne mit Stolz und Freude auf seine Geschichte zurückblicken. Er erinnerte dann daran, daß auch von hessischen Truppen zur Zeit viele als Vorkämpfer der deutsch-nationalen Sache in den deutschen Kolonien weilten und brachte ein dreifaches Hoch auf die deutschen Truppen in Afrika aus. Im Laufe des Festes erschien auch das Offizierkorps des Regiments mit dem Regiments-Kommandeur, Herrn Oberstleutnant von B e r in u t h, an der Spitze. Er nahm auch alsbald das Wort und sprach seine große Freude darüber aus, die alten und jungen Kameraden des Regiments in so harmonischer Weise hier vereint zu finden. Er forderte alle Anwesenden auf, auch in Zukunft immerdar dem Regiment ihre wärmsten Sympathien zu bewahren und allezeit für die Ehre und das Wohlergehen des Regiments ihre volle Kraft einzusetzen. Zum Ausdruck dafür brachte die Festversammlung noch ein dreimaliges begeistertes Hoch auf Großherzog Ernst Ludwig als dem allverchrten Chef des Regiments aus. Später kamen noch lebende Bilder mit interessanten patriotischen Szenen zur Darstellung, während abwechselnd die Kapellen der beiden hiesigen Dragoner-Regimenter konzertierten. Zum Schluß folgte noch ein allgemeiner Festball. Aus dem Odenwalde, 19. Aug. Unfreiwillige Komik offenbart eine Friedhofs ordnung, die gegenwärtig am Friedhoftore zu Groß-Bieberau zur Nachachtung der Bewohnerschaft prangt. Darin findet sich wörtlich der merkwürdige PassuS: „Kinder dürfen den Friedhof nur in der Bekleidung Erwachsener betreten." Man vergegenwärtige sich mm die Bübchen in Großvaters Kirchenrock, Männerhosen, abgeschabtem Zylinder oder vormaligem „Dreimaster" und dem obligaten Familienregenschirm von riesigen Dimensionen und anderseits die kleinen Mädels in den Urgroßmutterhauben k. bei einem Begräbnisse! Die Ortsbehörde hatte wohl keineswegs die Absicht, durch diese Anordnung zur Erheiterung der „tieftrauernden Hinterbliebenen" beizutragen; eS dürfte vielmehr die ausführende Künstlerhand mit der deutschen Rechtschreibung etwas auf dem Kriegfuße leben. fc. Mainz, 20. Aug. Josef David Heidelberger bestimmte außer den gestern gemeldeten Vermächtnissen 5000 Mk. für die Gemeinde Weisenau, wo sein Schwager 27 Jahre Bürgermeister gewesen. Der Verein Mainzer Ferienkolonien erhält 25 000 fOtf., die Angestellten der Schuhfabrik I. Schumacher Sohn m Mainz erhalten 100 000 Mk., die in Moskau 50000Mk. Weitläufige Verwandte in Mainz und Paris erhalten ansehnliche Legate. Die Schwester des Verstorbenen, Frau Werner in Darmstadt wurde Uni- versalerbin. Unter den Arbeitern der hiesigen Fabrik werden einige genannt, die Beträge von 5000 bis 15 000 Mk. erhalten. Homburg v. d. H., 20. Aug. Der Kaiser hat bestimmt, daß das Denkmal für die Landgräfin Elisabeth, welches von den deutsch-englischen Fürstenhäusern errichtet wird, auf den FerdinandSplatz als Büste zur Aufstellung gelangt. Mit der Anfertigung ist wiederum Professor Gerth beauftragt worden. Beim Abschied von Homburg äußerte Se. Majestät dem Kurdirektor gegenüber: „Nun sorgen Sie nur dafür, daß viele Fremde hicrherkommen. Sie müssen mehr Reklame machen!" ** Kleine Mitteilungen ans' Hessen und den N a ch b a r ft a a t c n. Rentner Schick in Nackenheim, der vor wenigen Wochen durch notariellen Akt der Stadt Mainz gegen eine jährliche Rente fein Gut und Vermögen vermacht Hat, ist jetzt gestorben. Damit fällt der Stadt Mainz ein Vermögen von 200 000 bis 300 000 Mk. zu. Vermischtes. * Saarbrücken, 19. Ang. Ein heiteres Vorkommnis hat sich hier ereignet. Eines Morgens entdeckte die Polizei, oder es wurde ihr angezeigt, daß die König in-Lniseii- Büste aus der Luisenanlage verschwunden sei. Sie arbeitete tagelang fieberhaft, die Räuber der Verschwundenen ausfindig zu machen, alles war umsonst. Da eines Morgens stand die Büste wieder auf ihrem Postament, und zwar schöner, als sie vorher gewesen war. Ein Anstreicher hatte ihr nämlich im Auftrage der Stadt einen neuen schneeigen Anstrich verliehen und hatte sie zu diesem Zwecke so lange in seiner Werkstatt gehabt. Die mit der Untersuchung des „Raubes" betrauten Kriminalschutzleute sollen bitterböse Gesichter gemacht haben, als sie das hörten. (Reichsbote.) * Blitzschläge. Die goldene Hochzeitsfeier der Eheleute Elkan in Raesfeld (Kr. Borkent ist dadurch jäh unterbrochen worden, daß der Blitz in das Haus einschlug, in dem eine Gesellschaft von 60 Personen versammelt war. 25 Personen wurden betäubt, konuteu aber, ohne erheblichen Schaden zu erleiden, ins Freie geschafft werden. Das Haus, brannte bis auf den Grund nieder. — 15 Kinder, die einem Heiligenhäuschen in Bausendorf in der Moselgegend vor einem Unwetter Schutz suchten, wurden durch einen Blitzschlag verletzt. (Reichsbote.) * Eine alteingesessene Bauernfamilie. Die Familie Hegenbart in Niederebersdorf bei Bensen in Böhmen beging am 12. ds. den Jahrestag ihrer 233 jährigen Seßhaftigkeit auf dem dortigen Baucrngute. Der Urahn der Familie erwarb die Wirtschaft am 12. August 1673 von einem gewißen Christoph Lorenz um dreihundertundsechzig meißnische Schock Groschen. *SchweigsameSchwiegermütter gibt es in Nubien. Tort herrscht die Sitte, daß, sobald sich ein Mädchen verheiratet, dessen Mutter niemals mehr ein Wort an den Schwiegersohn richten darf, sei es im Bösen ober Guten. — Es gibt bei uns boshafte und gemütsarme Männer, die die Einrichtung der „nu- bischen Schwiegermütter" auch gern in unsere Kultur verpflanzen möchten. * Viel Wissen macht Kopfschmerzen. Bei einer Schulprüsung in Preston sind, nach dem „Morning Leader", von den Schülern folgende Antworten gegeben worden: „Eine junge Kuh wird manchmal Ochse genannt. — Der Vater einer Kuh heißt Ochs. — Der Fleischer tötet die Kuh, um ihr Herz und ihre Leber zu bekommen. — Alles, was auf einem Bauernhof lebt, heißt Rindvieh. — Wenn die Kuh noch lebt, macht man Milch aus ihr; wenn sie tot ist, macht man Hammelfleisch aus ifrr. — Der Bauer melkt die Ziegen, um kondensierte Milch zu machen. — Ein junges Pferd heißt — Esel!" * Kleine Tageschronik. Am 19. d. M. fuhr eine Drucklokomotive bei Call so heftig auf den Schnellzug Köln-Trier, daß der letzte Personenwagen in den Postwagen hineingedrückt wurde. Mehrere Reisende wurden v c r letzt — In Elberfeld verhaftete man einen Hausierer, der verdächtig ist, am 2'2c - .lachtsabend 1891 in Köhlerhaide bei Altenhagen an der 19 jährigen Näherin Amalia Mander einen Lustmord verübt zu haben. — Laut Meldung der „Pfalz Pr" sind in Bliesransbach bei Saargemünd eine Anzahl Wohnhäuser niedergebrann 1; 52 Personen sind obdachlos geworden. — Der „Voigtl. Anz." meldet aus Z c u l e nr0 d a, daß dort innerhalb dreier Tage drei Mitglieder der Familie eines Hutmachers an B e r g i f t u n g gestorben sind. ,Tie tfarmhc hatte Gurkensalat gegeßen, ucr in einem kupfernen Steffel zubereitet war. — Fürst Otto Windischgrätz, der (Satte* einer Enkelin des Kaisers Franz Josef, erlitt einen Automobil- Unfall. Auf der Fahrt nach Melnik stieß fein Automobil! mit einem Wagen zusammen, Posier pedientin saß. Diese wurde ans dem Wagen geschl^^M und erlitt Arm- unb; Beinbrüche und innere Verletzungen st Windischgrätz blieb' unverletzt. Tie Frau erstattete gegen den Fürsten Strafanzeige. NnrveL'ftLcsts-Naehrrehten. — Das Programm der Technisehen Hoch» schule zu Darmstadt für das Studienjahr 1906/1907 i)t uns vorgelegt worden. Danach beginnen die Vorlesungen am 16. Oktober für das Winter-, am 23. April für das nächstjährige Sommersemcstcr. Aufnahme und Immatrikulation erfolgen bis zum 9. Oktober bez. 16. April. TaK> Programm enthält außer dem Jahresbericht Mitteilungen über die Einrichtungen der Hochschule, Aufnahme, Zeugnisse, Prüfungen, Gebühren usw., Persoualbestand, Verwaltung, Institute, Dienerschaft, Kommissionen, Prüfungen,' Bibliothek, Großh. Techn. Prüsungsamt. Ferner in 316 Fächern ein Verzeichnis der ordentlichen und außerordentlichen Vorlesungen unter den Hauptrubriken: Mathematische Wissenschaften, Naturwissenschaften, Baukunst- und Bau- wissenschaften, Jngenieurwisfcnschaften, Maschinenwissen- schaften, Elektrotechnik und allgemein bildende Facher. Weiter enthält das Programm d" Studienpläne, Mitteilungen über Lehrmittelsammlungen, Preisaufgaben, Stiftungen, Gebührenordnung usw. usw. — Wie uns mitgeteilt wird, steht die Ernennung des! a. 0. Professors für Strafrecht und Prozeßrecht an bet; Universität Königsberg i. Pr. Tr. Eduard Ko h lvausch^ (geb. 1874 in Darmstadt) zum ordentlichen Professor daselbst; als Nachfolger des vom Lehramte zurückgetrctenen Geh.' Jnstizrats Prof. Dr. K. Güterbock bevor. Seine Abhandlungen betreffen Fragen aus dem Strafrecht und der Kriminalpolitik. Gerrehts?crcrL. — Vergehen gegen bie Gewerbeordnung. Eine' ganze Reihe Offenbacher Firmen, die Sonntags morgens die, P 0 st e i n g ä n ge aus ihren Postschließfächern durch ge werb-' liches Personal ab holen ließen, wurden vom dortigen > Schöffengericht in eine Geldstrafe von 10 M k. genommen. — Majestätsbeleidigung. Tie 32jährige Schneiderin! S u s a n n e B e n z in Darmstadt hat sich eines Tages über, den Großherzog und die Groß Herzog in in höchst un-1 flätiger und beleidigender Weise geäußert. Sie wurde, von der Strafkammer zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. — Der Prozeß gegen den Leutnant Mühe in; Landau war der Vorläufer zu einem weit größeren Wucher-, prozeß, der demnächst gegen den in München praktizierenden Naturheilarzt H 0 f k r u ck e und 19 6) en offen wegen Wuchers rer«. handelt werden wird. Die Anklageschrift umfaßt 600 Druckseiten. In den Prozeß ist eine Reihe aktiver und verabschiedeter bayerischer Kavatlerieofsiziere als Zeugen verwickelt, die alle in schamlosester Weise ost mit einem Auffchlag von 100 Prozent bewuchert wurden.^ Sport. ** Goldenes Rad Gießen. Wie wir bereits gemeldet haben, startet derNegerVendredi im internationalen Stim- bernennen um das goldene Rad von Gießen. Der Afrikameifter^ der bereits im verflossenen Jahre den großen Preis von Gießen gewann, hat dieses Jahr mehrere Rennen gewonnen, so die Preise von Mailand, Bologna, Mexandria, Genf, den Preisj von Lothringen in Metz, sowie am Sonntag das goldene Rad, von Mainz. Ms zweiter Teilnehmer startet Europameister Georg Drescher aus Mainz. Drescher blieb im verflossenen Jahre im Goldenen Rad von Gießen Sieger, ist also Verteidiger des klassischen Stundenrennens Der dritte Konkmwent ist der in Gießen ständig trainierende Ludwig Fröhlich aus Frankfurt. handel und Verkehr», VolkswZvtfehaft. , Braunkohlen werte. Braunkohlenkuxe und auch die Aktien einiger Braunkohlengesellschaften sind in letzter Zeit gestiegen- Es ivird nämlich angenommen, daß infolge der anhaltenden Stein- kohlentnappheit der Braunkohlenfeuerung mehr Aufmerksamkeit, zugewendet ivird. Tie Industrie hat auch bereits sich teilweise wenigstens, der Braunkohlenfeuer'ung zugewendet. Man sollte sich daraus jedoch keine übertriebenen Hoffnungen machen, denn erstens ist die Braunkohlenfeuerung und auch nur in Form von BrikettÄ vorzugsweise nur iiir den Hausbrand geeignet und zweitens müßten die Industriellen Unternehmungen, die Vraunkohlenseuerung em- f(ihren wollten, ihre Oefen und sonstigen Einrichtungen umbauen' lassen, ganz abgesehen davon, daß Braunkohle für verschiedenes Jndnslrieen nicht genug Holzkraft besitzt. D i e Berliner Börse war am Montag fest, im Anschluß; an gute Newyorler und Londoner Kurse. Weiter regte die Preise erhöhnng der niederrheinischen Eisengruppe an. Bevorzugt waren, amerikanische Werte. Großes Arbitrage-Geschäft fand in Penn-, sylvania statt. In Kanada wurden zu erhöhten Kursen Realisationen vorgenommen. Baltimore stiegen um gut 1 Prozent.. Russen waren abgeschwächt. Von Montanwerten waren Deutsch- Luxemburger und Dortmunder gut gefragt. Die gute Meinung für Banken konnte sich nicht recht halten und es fand im Laufe des Verkehrs einige Abschwächung statt. Privatdiskont steigend 3% Prozent. FasnMen-NachrZchten. Gestorbene. Herr Konrad Schmalbach, Maar. — Hern Hofbuchhändler Carl Echoeller, Offenbach am Main. — Herr Gastwirt Carl Bernhardt, Nieder-Wöllstadt. — Frau Elisabeth Kersting, geb. Reich, Bad-Nauheim. — Frau Georg Stöpler Wwe., geb. Wolf, Hopfmannsseld. — Fräulein Elise Blum, Schlitz. — Fräulein Erna Eichenauer in Offenbach. Spielplan der vereinigten Frankfurter Stadtkheater. Opernhaus. Dienstag den 21. August, abends halb 7 Uhr: „Lohengrin." Mittivach den 22. August*): „Tie Fledermaus." Donnerstag den 23. August: „Ter Evangelimann." Freitag den 24. August: „Figaros Hochzeit." Samstag den 25. August: „Undine." Sonntag den 26. August: Reu einstudiert: „Manon." Montag den 27. Aug.: „Mignon." Schauspielhaus. Dienstag den 21. August*): „Alt-Frankfurt." Mittwoch den 22. August.: „Oedipus und die Sphinx." Donnerstag den 23. Aug., abends halb 8 Uhr: „Heimat." Freitag den 24. August: „Mamsell Nitouche." Samstag den 25. August: Zum ersten Male: „Der Weg zur Hölle." Schwank in drei Aufzügen von Gust. K a b c l b 11 r g. Sonntag den 26. August, nachmittags halb 4 Uhr: „Mamsell Nitouche." Abends 7 Ubr: „Der Weg zur Hölle." Montag den 27. August: „Oedipus und die Sphinx." *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Gute Kost bei gutem Wetter. Ein Mondamin-Milchflammeri mit gedämpften frischen Früchten ist eines der beliebtesten Sommer-Gerichte. Das Mondamin erhöht den Nährwert solcher Kost. Kreisblatt W dm Kreis Gietzen. rs «ft 3 <=S 5*—* v sS> «ft « Ä- p >-» Lo c . o C p- p | E o «ft *a E o p 2 z> 3 -C .O S «ft 2 K . 2 •- L p o p c _ 8? .*§ . « £? 7 «ft K- --7 X> Cp o ZM b^ ® ä =■ 2 £ «ft E ’? 2 .E c/ O K p ’S = e-2 c — c? r— 2 *•§ CD _ g*^ - — •— c c c 'S" § Ä x> -2 KN o O tooo s .<2 p K -o C 2 CQ 2 c - o Z p c \ Sa ■S y. !ä I® «.E 71 a, n> 03 Oft ♦ 5 sK- _ ij O o C^’)‘!= 5 - «ft JP . w x ®; CD CD.P 5 £ ^•.'c CD <— CD 3"52 CD E c 2 ‘C p W CQO r- O C S CQ-5.5 c jo 2 s P o - jS Q E = ,tL o c - 2 "q Ä oN VQ £ p p :O LP. CD^ a» c rr 2-0 0 § OK vn p CT>C S-. O >0- r- y Z p ** 33 " =7 CD P P CDiS o C © — " *ts -LP-O ‘€■>8' "3 2 SH- S-Se » 2 c e-^ -Q «E S' p.2ö; ö pF :P £ «! «5> N L JO — P cu — . CD t-> CD 2-2 p-S 5 co O$«JI 2 2e ! Ä CQ t£> L-» I Z~> '-«—«ft P Jo >e 2 j p ~ -o c 2 sfs ■X O O p •— ^ c^<§ 2-§ § 5 ü) c 3o SriCQc « 2 T a cd c g*t€ o *P" CN P VQ 2 *5" p *p P u .” -•— o AsS. r**-, CT ^7 O K -2 ‘o’ N- K '-'O o L » c 2>b = w^y=.2^^o_o .S-o^E? " — ?? = yg' tS.E P 2 U _ „ z ä 2ZL o.2 6-r o E E E o O C VO :c o O CT- s QJ> C ro *-— CD-p '' P -< c- C. 2 -P" c Ä '5- L2" VD x£ »8*^ c b "2 g CT 5 o rS e £ c - X e -g- s -CT^-- a ■- W CD O

S. « p yg- oZ — o e c ö *♦ g M- 6tW ®le . ,Lnzc öffentli Nkgintt bereits 2 tragt, ® M Ml lager । nationc führen Vei nm sammen feit nur verhalf, für die Äalamiti darf, w lands ii bevöller Leute dadurch Kriegsn diett u beitci nisten, i aenTie: heransz aber mi Nische Lrovagc kein 5^1 weniger in den e «Stil ■ß-:v f W MS . ' A KrKanntmachmg. Die unterin 8. August d. I. ungeordnete Sperre der Nordanlage zwischen Stcinstraße und Neustadt wird hicr- nrit aufgehoben. Wegen Nornahiue von KanalisationLarbeiten wird die Land in ann st raße von heute an bis auf weiteres für den Fährverkehr gesperrt. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Kaplansgasse von heute an bis auf weiteres für den Fährverkehr gesperrt. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Löberstraße zwischen Goethe- und Gartenstraßc von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 18. August 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. - [T . -__________________I. V.: Roth.___________________ Kclranntmachung. Detr.: Rotlaufseuche unter den Schweinen des Bäckcrnieisters Karl Euler in Gießen. Unter dem Schweincbestand des Bäckermeisters Karl Euler in Gießen, Ludwigsplatz 3, ist die Rotlaufseuche ausgebrochen. Gehöftsperre ist angcordnet. B e tr.: Notlaufseuche unter den Schweinen des Adam Dietz in Gießen. Unter dem Schiveinebcstand dcL Adam Dietz in Gießen, Schützenstraße 7, ist die Notlaufseuche aus- gebrochen. Gehöftsperre ist angcordnet. Gießen, den 20, August 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. __________________I. V.: Roth._________ ! Krmnmergras-Jersteigerung. Dienstag, 28. 'August l. I., vormittags 9 Nhr tuitb das Grummetgras von den fiskalischen Wiesen in den Gemarkungen Garbenteich, Leihgestern, Schiffenberg und Watzenborn und das Gras von Schneisen und Mähplatten, in der Forstwartei Baumgarten auf dem Rathause zu Watzenborn versteigert. Weitere Auskunft erteilen der Großh. Förster Schlag zu Baumgarten und Güteraufseher Mack zu Hausen. Gießen, den 21. August 1906. Großhcrzogliche Oberförsterei Schiffenberg. I. 23.: Kutsch, Forstassistent. B’78 ’m Hrummetgras-Derkeigernng. Freitag, den 24. Tlugust, nachmittags von S Uhr ab soll an Ort und Stelle das diesjährige Hcugras von der fiskalischen Sorauwiese versteigert »erden. x->/ Treis a. d. Lumda, den 20. August 1906. Großhcrzogliche Oberförsterei Treis. S chn eid zie Ailanz am 31. Januar 1906 Aktiva 771953.91 22670.88 23734.— B’V, 804 811.76 74 (Eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht.^ Johns tocoiiitiine 4533 7874.43 1249.60 Schuldscheine 200831.24 Güterkaufgeld. 376350.45 Der Rechner: Wagner. An Ausgeliehene Kapitalien a) geg. Obligationen 127613.89 b) c) d) e) Der Direktor: Henrich. Der Kontrolleur: I. Wagner. Immobilien ! Wertpapiere nach dem Cours vom 31. Januar 1906 . . . . i 75 [5034 2 500.— 14264.19 3369.74 3599.89 Mönchwiese. Lich, den 23. August 1906. Fürstlich Solmsische Rentei Kreiling. ueucstcü Modell spart Geld, Zeit und Aerger. Beweis: Kostenlose Probelieferung. Passiva Per Aufgenommene Kapitalien . . . „ Geschäftsguthaben der Alitglieder . „ Bank-Konto . . u Nachlaß für noch nicht fällige Güterkaufgelder . . . „ Reservefond . . „ Betriebsrücklnge. u Reingewinn . . Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1904 Während 1905 gingen zu ..... . Daher Stand der Mitglieder Ende 1905 " Lang-Göns, den 20. August 1906. Spar- und Leihkasse Vorzügliches Putz-u. Scheuermiiiel k zur raschen Beseitigung von Schmutz und Fett. SAP0NIA re'n,9+ all« Metalle (mit Ausnahme von Gold u.Silber) ohne sie anzugreifen. Ferner Porzellan, Holz. Emailgeschirr. Badewannen. Kacheln, /Marmor,etc. Unentbehrlich Für Hotels.Cafes.Restaurants. Läden. Küche und Haus. SA PO NIA - WERKE • OFFENBACH WAIN. Hrummetgras Versteigerungen der Fürstlich Solmsischen Rentei Lich. Der Grumtnetgras von den Fürstlichen Wiesen :c. wird versteigert: Donnerstag, den 30. Augtlst 1906, vormittags präzis 8 Uhr von deir Wiesen in der Gemarkung Lich, oberhalb der Stadt, zusammen 115 Morgen. Zusammenkunft an der Saubrücke itächst der Peuunühle. An demselben Tage, ttachmittags präzis 1 Uhr, von den Wieselt mtterhalb der Stadt Lich. Zusainmenkunft im Schloßgarten cm der Eisenbahnbrückc. Freitag, de>t 31. Aitgust 1906, vormittags präzis 8 Uhr vott deit Wicseit in beit Gemarkungen Mühlsachsen, Ober- und Rieder- bessingen iin Ganzen 130 Morgen. Zusammenkunft in Viühlsachscn. Montag, den 3. September 1906, vormittags präzis 9 Uhr von der Fürstlichen Aiönch- und Slrauchivaldwiesc, Gemarkung Burkhardsfelden zusamnten 70 Atorgen. Zusammenkunft in der Wringmaschinen Ma gelmaschin^ Bügeleisen jede Art billigst bei August Kröll Leltersrveg 12, ir Köee veliebtgen Schttstarr anb «onoH» Tr gl forte, sowie mit Zirkeln aller fiudentischea Vereinigungen, liefert zu mäßigen preise» örühl'fche Universitäts-Druckerei. Schuiftrasie 1. ■'Lacke, Firnisie aller 9(d, ■189 jß Bohnerwachs, Linoleum- :i wichse, Stahlfpähne, Pinsel, W I staubb. Fußbodenöl, inSbes. K Fnsibodenanstrichfarben, rasch und hart trocknend § empfiehlt Anglist Noll, Gustav-Adolf'Fest. Der Butzbacher Z-.veigverein der Gustav-Adolf-Stiitung feiert „in Jahres,°st Pohl-Göns am Sonntag, den 26. August d. I. Zu dem Feste sind alle Freunde und Förderer des Vereinet herzlich willkommen. 5035 Beginn des FestgottesdiensteS: Nachmittags 2 Uhr. Festprediger: Dekan Hainer, Hungen. Tie Nachvcrsammlung findet in der Gartenwirtschaft voll Wilhelm Jung statt. Der Kirchcnvorstand zu Pohl-GönS. u Kassenvorrat . . 19 035.07 v Vorlagen.... 4373.69 „ Ausstände . . . 30087.20 ,. Mobilien 128.15 10°/» Abschreibung 12.81 115.34 804811.76 beM'chi betiölfc gern faß migfle W intenialion mächtig an toitb. Tahc Stt|Uü bt§ ^olitauat zeitig leicht zu l Vorfalles si bei Ein bekannt. . Als b m Warscho vom Gebär Minuten e Sefallen tierin v. L überging, s letzte jhm Limite fi( baöon. ffi”’ im- M durch M den j ii KAhttl toQ, «iftt den s °'°tt tüt j glichen' Mil auf F iur 6d4 ft ^haste J“B deintz •’n IM r ®ont i Ä d-m nimmt9in| ^Meifi wollen A zumeist d brin" bec 'Gingen s n welche 5 kommen ledigen ' lvoh -ichlm" « Von AiN und A Herren de dkz '*?, imi *» '&$ Nid).’ b'e Sing E