Nr. 346 Zweites Blatt L56. Jahrgang Freitag IS. Oktober 1906 Erscheint ülglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Giehener Samilienblätter" werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal. Giehener Anzeiger Rot^ionsdruck und Verlag der Brühl'schen Universrtät^druckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr. 51. Telegr.-Adr.: Anzeiger Gießen. Eeneral-Anzeiger. Amts- Md Anzeigeblatt für den Kreis Siehe«. politische Lagerschan. Vorbesprechungen. R. Berlin, 18. Oktober. In parlamentarischen Kreisen nimmt man an, daß Fürst Büloio vor dem Wiederbeginn der Reichstagsverhandlungcn die führenden Parlamentarier von den Mehrheitspacteien zu sich laden werde zur Rücksprache über die politischen Angelegenheiten, von denen anzunehmen ist, daß sie bei dec Generaldebatte zuin Etat berührt werden. Diese Annahme ist allerdings naheliegend, denn eiinnal stützt sic sich auf eine Gepflogenheit des Fürsten Bülow, und dann hat der Kanzler infolge seiner langen Abivesenheit von Berlin diesiual besonderen Anlaß, mit der Volksvertretung beizeiten Fühlung zu suchen. Im Laufe der letzten Monate ist allerdings bereits dieser und jener durchreisende Paclainentaricr — Prinz Aren berg, Graf Ori o la u. a. — vom Fürsten Bülow in der Sommerfrische zur Tafel gezogen worden, aber es hat sich seitdem doch mancherlei Neues und Bedeutsames zugetragen, über das es dem leitenden Staatsmanns von Wert sein muß, die Ansichten von Parteiführern kennen zu lernen. Daß der enthüllungsfrohe Abg. Erzberger nicht zu diesen voin Kanzler anerkannten Führern zählen wird, bedarf kaum der Erwähnung. * Ein Sittlichkeitskongreß fyat soeben in Hannover getagt. In dec ganzen deutschen Presse fand er sehr wenig Beachtung. Zwar läßt es sich leider nicht in Abrede stellen, daß sich oic Sittlichkeit in Deutschland derart verschlechtert hat, daß namentlich um der kommenden Generation willen dagegen anzukämpfen ist. Es sind vielfach Zustände eingerissen, die einer Remedur bedürfen, wenn nicht dem deutschen Volke an Leib und Seele Schaden zugesugt werden soll. Doü) alle die Bestrebungen stnd nicht scharf genug zu verurteilen, welche unter dem Deckmantel der Sittlich leit ein Attentat auf die Freiheit der Kunst ausüben wollen. Dabei wird nuui natürlich jenen Persönlichkeiten zustimucen, die auf die Gefahren yinweisen, welche der Jugend namentlich in Großstädten durch die Feilhaltung obszöner Bilder uitd Schriften an Straßenecken drohen. Es bedeutet wahrlich keinen Schlag gegen die echte und wahre Kunst, wenn gegen gewisse Ansichtspostkarten und Groschenbändchen mobil gemacht wird. Sitzttttg^e^Sta-werordneterr. Gießen, 18. Oktober. Anwesend: Oberbürgermeister Mecum, Beigeordnete Lurschmann, Georgi und Heyligenstaedt; die Stadtverordneten : Brück, Dr. Ebel, Eichenauer, Emmelius, Euler, Faber, Gabriel, Heichelheim, Helfrich, Helm, Jann, Jughardt, Keller, Kirch, Krumm, Leib, Löber, Petri, Schaffstaedt und Wallenfels. Mitteilungen. Kirchenrat Dr. Na umann, der 1. Stadtpfarrer, dec am 1. November d. Js. in den Ruhestand tritt, hat an den Stadt- vorstand ein Schreiben gerichtet, in dem er der Stadtverwaltung seinen Dank für das während seiner 26jährigen Tätigkeit bei ihr gefundene Entgegenkonunen ausspricht. Das Schreiben schloß mit der Versicherung, daß er auch in Zukunft als Bürger Gießens allezeit die besten Wünsche für das Wohl der Stadt haben werde. Der Vorsitzende erbittet und erhält die Zustimmung, das Schreiben dahin zu beantworten, daß die Stadt auch ihrerseits dem scheidenden Geistlichen dankbare Gesinnungen bewahren wird und sein Scheiden aus dem Amte bedauert. Herr W. Wilson hat namens der Familie Wilson schriftlich gedankt für die Ehrung des früheren Bergwcrks- direktors Wilson durch die Benennung einer Straße zu seinem Andenken. Der Frauenverein hat für die bereitwillige lieber» lassung eines Raumes zu Untcrrichiszwecken für die kaufmännische Fortbildungsschule seinen Dank ausgesprochen. Baugcsilche. Die Firma Alexander Salomon sucht um Genehmigung zur Anbringung von Schaukasten an ihrem Neubau in der Schulstraße nach. Das Gesuch wird abgelehnt, da die Notwendigkeit, neben den Schaufenstern noch Schaukasten anzubringen, nicht vorliegt, und durch die Anbringung die hübsche Fassade verunstaltet würde. Konrad Damm sucht darum nach, auf seinem Grundstück in der Lttbigstraße zuerst das Hintergebäude und dann das Vorderhaus errichten zu dürfen. Die Versammlung lehnt dies ab. Adolf Schmidt will an der Marburgerstraße ein Wohnhaus bauen. Die Baudeputation beantragt Ablehnung, da in absehbarer Zeit die Be- und Entwässerung des Grundstücks unmöglich ist. Stadtv. Wallenfels meint, man solle das Gesuch genehmigen unter der Bedingung, daß der Gesuchsteller auf Wasserleitung und Kanalisation verzichte. Stadtv. Löber ist der gleichen Ansicht und macht darauf aufmerksam, daß in einem ähnlichen Fall der Unternehmer einfach auf Wiesecker Gebiet gezogen sei, so daß die Stadt die Steuer verloren habe. Der Vorsitzende erklärt, selbst bei einem Verzicht nu: Master und Kanalisation durch den Besitzer könne die Stadt vom Staat zur Anlage der Be- und Entwässerung gezwungen werden. Gegen etwa 6 Stimmen wird hierauf das Gesuch abgelehnt. Brauereibesitzer Bich le r bedarf und erhält DispenS für bis Errichtung eines Eiskellers auf seinem Bcauercigrundstück. Städtische Arbeiten und Lieferungen. Es hat sich als ivünschenswert herausgestellt, den Saal im alten Rathaus, m dem die Eheschließungen vocgenommen werden, würdiger herzustellen. Vorgesehen ist u. a. Einrichtung elektrischer Beleuchtung, Anschaffung einer Tischdecke, eines Teppichs, Läufers und Garderobefensters, sowie bessere Beleuchtung des Wartezimmers. Der dafür geforderte Kredit von 410 Mk. wird bewilligt. Vciin Umbau der La st wage am Neustadter Tor hat sich herausgestellt, daß die dort zur Verwendung gelangende Waggonwage von der Margaretenhütte in ihrer Handhabung wesentlich vereinfacht werden kann, was einen Mehraufwand von 150 Mk. erfordert. Die Summe und ebenso die freihändige Vergebung der Arbeit wird bewilligt. Für die höhere Mädchenschule war früher die Beschaffung von Rolläden mit Filzunterlagen beschlossen worden. Es ist inzwischen festgestellt worden, daß Rolläden mit Leimvandbezug praktischer sind, außerdem kostet der Quadratineter 1.20 Mk. weniger. Die Vcrsainmlung ist mit dieser Verbesserung einverstanden. Für die untere Wandbekleidung in den Klosetts und an den Waschvorrichtungen wird die Verwendung Gailscher Tonplatten gutgeheißen und ihre Lieferung und Anbringung der Gailschen Fabrik für 1805.25 Mk. übertragen. Das Kuratorium der höheren Mädchenschule hat unter Zuziehung des Rektors Hahn eine Besichtigung dec nneren Einrichtung des alten Schulgebäudes vorgenommen. Es wurde für- zweckmäßig befunden, die Katheder, Schränke usw. mit Ausnahme der Schulbänke in bem Gebäude, in dem bekanntlich Volksschulllasten untergebracht werden, zu belasten und dementsprechend die neue Schule neu auszustatten. Hierfür sind im ganzen 40 000 Mk. erforderlich, deren Genehmigung beantragt wird. Stadlv. Petri wundert fiel) über die Höhe der Ein- richtungstosten des Direrrorzimmers (etwct 1250 Mark), woraus der Vorsitzende diese Position näher erläutert. Stadtv. Schuss fr adt fragt an, ob die 40 000 Mk. in der seinerzeit für den Neubau beivilligten Summe enthalten eien, und wünscht, als dies vom Vorsitzenden verneint wird, daß dies bei späteren Gelegenheiten geschehe. Stadtv. Eichenauer bittet, die innere Einrichtung der Schule so zu fördern, daß sie bis Ostern 1907 bezogen werden könne. Oberbürgermeister Mecum hält dies für ausgeschlossen, bis Pfingsten werde der Einzug möglich sein. Es ei alsdann genügend Zeit, bis zum yecbst die nötigen Vorkehrungen zur Aufnahme der Volksschule zu treffen. Stadtv. Lob er hält die geforderte Summe für recht hoch und regt an, zu prüfen, ob nicht -im einzelnen gespart werden könne. Stadtv. Jann gibt zu, daß die Summe im ganzen genommen hoch erscheine, aber es handle sich um zahlreiche Einzelpositivnen, und alles sei so angesetzt, wie es dem Zweck des Baues entspreche. Stadtv. Petri wünscht, daß Hie zu beschaffenden^Gegenstände hier gelaust würden, und nicht, wie bei der Einrichtung des alten Schlosses, auswärtige Unternehmer zugezogen werden. Für einen Teil der Weitzbinderarbeiten habe man einen Friedberger Unternehmer genommen, ohne die hiesigen Meister zu besragen. Der Vorsitzende bemerkt: Die Herstellungen im alten Schlosse unterliegen nicht der Kritik der Stadtverordnetenversammlung und er glaube, daß eine solche Kritik sür die Herren, die für das Sasioß Gelder gegeben hätten, keinen guten Eindruck machen werde. Stadtv. Petri will sich als Vertreter des' Handwerks das Recht nicht nehmen lassen, in der Stadtverordnetenversammlung die Meinung der Handwerker zu vertreten. Stadtv. Kirch unterschreibt, daß die Stadtverordneten die Vergebung der Arbeiten im alten Schloß nichts angehe, hält aber dennoch die Versammlung sür den richtigen Ort, die Sache zu besprechen. Er sei z. B. der Ansicht, daß die Lieferung der Möbel zum mindesten teilweise auch durch hiesige Geschäftsleute hätte erfolgen können und misse, daß ein Teil der Stifter hierüber nicht gefragt worden sei. Wenn auch nicht die Versammlung, so hätte Doch deren Leiter in dieser Beziehung Einfluß ausüben können. Dec Vorsitzende entgegnet, zu Men Sitzungen seien sämtliche Stifter eingeladen worden und die Erschienenen hätten ihre Beschlüsse einstimmig gefaßt. Er selbst habe dabei nichts tun können. Die 40000 Mk. werden hierauf bewilligt. Für die bereits früher beschlossene Einführung der Gasleitung in die Wolf st raße werden die erforderlichen 4b0 Mk. bewilligt. Die Bauarbeiter-Schutzvorschriften. Stadtv. Löber führt ans, Ende Juli d. I. sei in der „Mitteid. Sonntagztg." ein Artikel erschienen, nach dem eine in Gießen errichtete Vauarbeiterschutzkommission aus Bauten Revisionen veranstaltet habe. Es entziehe sich der Kenntnis der Versammlung, wer die Kommission berufen und wer ihr das Recht erteilt habe, aufs Geradewohl Bauten zu kontrollieren. Auch sei es sehr fraglich, ob alle die gerügten und angeblich ausgedeckten Mißstände von so großer Bedeutung und Wichtigleit sür den Bauarbeiterschutz seien, außerdem Hütten ihm Fachleute die Richtigkeit der Ergebnisse sehr bezweifelt. So viel ihm bekannt sei, arbeite auf dem Gebiet des Arbeiterschutzes die Hessisch- Nassauische Baugeiverksberufsgenoffenschaft seit einigen Jahren mit ersprießlichem Erfolg, worüber vielleicht Stadtv. Petri einiges mitteileu könne. Allein er wolle die Aufmerksamkeit insbesondere auf die Bürgermeisterei-Verordnung vom 18. März 1901 richten und anfragen, welchen städt. Beamten die lleberwachung dieser Vorschriften üvertragen ist, in welcher Weise'und wie oft die Bauten nach den Vorschriften kontrolliert werden und mit welchem Erfolg, sowie ob die betreffenden Beamten die notwendige Zeit zum Revidieren haben. Der Vorsitzende erwidert, die betr. Arbeiterschutz- Kommission gehe die Stadt nichts an, für diese kämen für die Bautenkontrolle nur die Baupolizei und die Baugewerks- Berufsgenossenschaft in Betracht. — Stadtv. Löber bleibt dabei, es sei eigentümlich, daß sich ohne weiteres eine solche Kommission bilden könne. — Stadtv. Krumm meint, es habe keinen Zweck, sich über diese Frage zu unterhalten, denn man könne niemand verivehren, eine solche Kommission zu bilden. — Stadtv. Petri führt aus, die Arbeitecschutz- kommission besitze keine Autorität und einen Zweck habe die ganze Geschichte nicht. Nach dem Zeugnis der Bürgernielsterei und der Baupolizei werde von der Beriifsgenossenschaft hinsichtlich der Bautenüberwachung mehr getan, als notwendig sei. Die ganze Geschichte mache ihm den Eindruck, als ob die Sache einen politischen Hintergrund habe, und der Hauptzweck der Acbcltccschutzkommission scheine zu sein, einzelne Unterlassungen in der soz. Presse bccitzutceten. Bester wäre es jedenfalls, wenn man die Arbeiter zur Vorsicht ermahne und auf Unvorsichtigkeiten aufmertsam mache; auch sei es den Arbeitern unbenommen, auf den Bauten, wo sie beschäftigt eien, auf Unterlassungen aufmerksam zu machen. — Stadtv. Krumm bemerkt, in allen Arbeiterversammlnngen und in der Gewerkschaftspresse würden die Arbeiter immer wieder darauf hingewiesen, die Unfallverhütungs-Vorschriften zu beachten unb an ihrer Verbesserung teilzunehmen. Man könne den Arbeitern nicht verbieten, durch Bildung von solchen Kom- niissivneii an dec Sache teilzunehmen, denn cs handle' sich dabei um ihren Pelz. Im übrigen habe die Debatte keinen Zweck; die Versammliing könne nichts in der Sache tun imd könne den Gewerkschaften nicht verwehren, solche Kominissionen zu bilden. — Der Vorsitzende teilt mit, daß die Arbeiterkommissionen auch auf städtischen Bauten schon nachgesehen haben. Er habe dies nicht verwehrt, sondern sich darüber gefreut, denn diese Tätigkeit sei geeignet, die Bestrebungen, Unfälle zu verhüten, zu unterstützen. — Stadtv. Löber hält zu viel Kommissionen auf diesem Gebiete für überflüssig, und fragt nochmals an, ob die 1901 erlassenen Bestimmungen auch ausgeführt würden. Dec Oberbürgermeister beantwortet diese Anfrage dahin, daß die Baupolizei ihre Schuldigkeit tue. Stratzenaugelegeuheiten. Für den Ausbau der Stephan st raße zwischen Bismarck- und Bleichstraße — Ausfüllung des ehern. Klingelbachbettes — werden nachträglich 1248 Mk. bewilligt, die von den Anliegern später zurückerstattet werden. Stadtv. Krumm macht bei dieser Gelegenheit auf die neuerlichen Ausdünstungen deL Schoorgrabens aufmerksam. Der Vorsitzende sagt Abhilfe zu. Stadtv. Wallenfels rügt den schlechten Zustand der Weserstraße jenseits der Steinstcaße; die Fahrbahn sei so zerfahren, daß von den Fuhrwerken die Fußsteige benützt würden. Oberbgm. Mecum erklärt, die Straße sei längst hergestellt, wenn die Anlieger das Gelände zu entsprechenden Preisen hergeben wollten. Stadtv. Jughardt macht auf die Zustände in der Dreihäusergasse aufmerksam, wo der Stadtbach sich wieder unangenehm bemerkbar mache. Stadtv. Heichelheim meint, man solle mit diesem Stück Stadtgraben so verfahren, wie an der Ost- und Südanlage. Der Vorsitzende erwidert, daß dies die Versammlung seinerzeit abgelehnt habe und sagt im übrigen Prüfung zu. Die Wiederherstellung des Pflasters über den Gasrohrgräben erfordert statt 2000 Quadratmeter Arbeitsleistung 4000, auch ist der angefetzte Betrag für die Arbeit zu niedrig. Die Versammlung genehmigt die Vergebung der Mehrarbeit an den jetzigen Unternehmer zu einem um 25 Psg. für den Quadratmeter erhöhten Preis. Bei der Ausschreibung der Pf la st er st ein lief erung für den Landgraf Philipp-Platz ist nur ein Angebot eingegangen, das auf 1450 Mk. statt der vorgesehenen 1250 Mk. lautet. Die Versammlung hat nichts dagegen, zumal die 200 Mk. an anderen Positionen gespart wurden. Im SelterSweg sollen in aller Kürze die Bürgersteige wieder hergestellt werden, bei welcher Gelegenheit die Straßenbeleuchtung verbessert werden soll. Das GaSiverk hat einige Vorschläge,'gemacht, u. a.soll em Kandelaber ausgestellt, eine Laterne neu angebracht und eine andere versetzt werden. Dec Oberbürgermeister macht den Vorschlag, eine durchgreifende Verbesserung dec Beleuchtung in dec Hauptverkehrsstraße der Stadt herbeizuführen und schlägt vor, einen Kredit von 1500 Mk. zu bewilligen und dec Deputation das weitere zu überlasten. Stadtv. Löber regt im Hinblick auf die kommende elektrische Bahn an, dec Frage dec Einführung elektrischer Beleuchtung im Seltersweg näherzutreten. Dec Vorsitzende wollte keinen dahingehenden Vorschlag machen, da die von ihm früher angeregte elektrische Beleuchtung mehrerer Plätze abgelehnt wurde. Stadtv. Kirch will die Deputation beauftragt wisten, den Vorschlag deä Stadtv. Löber zu prüfen. Was allerdings besser beleuchtet werden solle, sei nicht schön. Das Trottoir des SelterSwegs werde in Zukunft keinen guten Eindruck machen, da die in letzter Sitzung beschlossene Herstellung den Erwartungen nicht entspreche. Die Steine seien schwarz und es seien Zwischenräume von 1 Ctm. vorhanden. Der Vorsitzende bemerkt, die Steine würden später grau werden und der Stadtbaumeister habe erklärt, die Arbeiten würden gut ausgeführt. Stadtv. Sch aff städt ist für den Vorschlag des Stadtv. Kirch, auch Stadtv. Krumm ist der Ansicht, daß man der Frage der elektrischen Beleuchtung näher treten solle. Es wird beschlosten, die Deputation zu beauftragen, bei ihrer Beratung über die Beleuchtung im Seltersweg auch die Frage, ob elektrisches Licht einzuführen sei, zu prüfen. Unbeschadet dessen, welche Straßen im nächsten Jahr gepflastert werden sollen, wird die Ausschreibung der Lieferung von 500 Kubiknieter Pflastersteinen, 300 Kubikmeter Kleinpflaster- und 200 Kubikmeter Mosalkpflastersteinen schon jetzt beschlosten. Verschiedenes. Für die Vergrößerung des Vieh Marktplatzes ist der Ankauf eines 7800 Quadratmeter großen Grundstücks der Plockschen Stiftung erforderlich. Die Versammlung stimmt Sem m. Auch mS dem Preis — 7900 Mk. — ist man einverstanden. Dem EiSverein werden für den kommenden Winter wie in früheren Jahren die Wiesen hinter den Eichen überlasten. ES hat sich ein Verband von Elektrizitätswerken für Baden, Hestcn und die Pfalz gebildet, dem das hiesige Werk mit einem Jahresbeitrag von 10 Mark beitreten wird. Die hiesigen Gärtner haben eine Eingabe an die Stadt gerichtet, daß die Gräber, deren Unterhaltung durch Zuwendung von Vermächtnisten seitens der Stadt erfolgt, nicht mehr durch die Stadtgärtnerei, sondern durch die selbstständigen Gärtner unterhalten werden sollen. Die Versammlung beschließt, dieses Gesuch abzulehnen, da die Instandhaltung durch städtische Gärtner jedenfalls im Sinne der Leute liegt, die hierfür Zuwendungen gemacht haben. Die Versammlung hat am 20. September ein Gesuch von L. Moll in Grünberg um Uebcrnahme von Aktien der Lich-Grünberger Bahn abgelehnt. Herr Moll hat sich nunmehr abermals an die Versammlung gewendet, solche Aktien zu übernehmen und u. a. in einem Schreiben an den Vorsitzenden gemeint, daß jetzt eine bestere Stimmung für die Uebernahme vorhanden sei. Es wurde ihm erwidert, daß sich die Versammlung nicht von Stimmungen, sondern von sachlichen Erwägungen bei ihren Entschließungen leiten laste. Die Versammlung schließt sich dem an und lehnt die Abnahme von Aktien neuerdings ab. Die Löberstiftung schließt für 1906 mit 3918,67 Mark Einnahmen und 36,96,83 Mk. Ausgaben ab. Das Vermögen ist um 300 Mk. auf 53 442,86 Mk. gestiegen. Der Voranschlag für 1907 sieht in Einnahme und Ausgabe 2545,20 Ml. vor und es sollen wieder 8 Pfründner verpflegt werden. Die Versammlung hat hiergegen nichts einzuwenden. Gesuche um Erte-kkung Von Schankkonzessionen sollen befürwortet werden für Schulstraße 10 (für eine Frühstücksstube bis 9 Uhr abends), für Mäusburg 1, Brandgasse 3 und Seltersweg 70 (hierbei handelt es sich um bestehende Wirtschaften, die in anderen Besitz übergehen). Ein Gesuch von H. Förtsch "für die Kirchstraße wird xurückgestellt, da die baupolizeiliche Genehmigung des Neubaues noch nicht erfolgt ist. Stadtv. Gabriel fragt an, ob nicht ein Beschluß gefaßt werden könnte, daß der Genehmigung für später nichts im Wege steht. Dies ist, wie Beig. Curschmann ausführt, nicht möglich. Stadtv. Krumm meint, daß wohl niemand in der Versammlung das Bedürfnis für diese Konzession später verneinen werde. Stadtv. Löb er fragt an, wann die Festsetzung der Kaualgebühren erfolgen werde. Der Vorsitzende sagt, daß die Frage im Gang sei. Stadtv. Helm regt an, für die Wagen, die mit Obst usw. hereinkommen und die der totoSt für Reinigung usw. viel Kosten verursachen, eine Gebühr von vielleicht 20 Mg. zu erheben. Stadtv. G a b r i e b unterstützt diesen Vorschlag und erweitert ihn dahin, daß auch für den sonst in Anspruch genommenen Platz eine Gebühr, ähnlich wie in Darmstadt, erhoben werde. Es könne mit Leichtigkeit eine -Einnahme von 2500—3000 Mk. erzielt werden. Der Vorsitzende hält die Einsüh-rungs einer solchen Gebühr nicht für gerechtfertigt, auch werden die Erheb ungs- kosten sehr hoch werden. Stadtv. Löb er hält es' ebenfalls nicht für richtig^ eine solche Gebühr einzuführen. Ihr Fehlen komme allen Einwohnern ^ugut. Stadtv. Eichenauer ist derselben Ansicht, ^ebenso die Stadtv. Krumm und Wallenfels und Beig. Georgi, der die Abwälzung dieser Gebühr unter wesentlicher Erhöhung! auf die Konsumenten voraussagt. Schließlich wird gegen 8 Uhr beschlossen, den Antrag abzulehnen. Auch eine Beratung in der Marktdeputation wird nicht beliebt. Der Räuber-Hauptmann von Köpenick. ' Der Urheber des raffinierten Handstreichs aus die Köpenicker Stadtkasse ist trotz der eifrigsten Nachforschungen noch nicht er- tnrittelt Außer dem Degen hat man am Temeplhofer Feld noch die Mütze, die Schärpe und die Hose des angeblichen Hauptmannes gesunden. Der Verbrecher muß sich in Rirdors aufgehalten und dort gute Ortskenntnis gehabt haben. Zu den weiteren Ermittelungen ist nunmehr auch die Gendarmerie der Kreise Teltow und Niederbarnim ungezogen worden. ' In Düsseldorf erschien vor einigen Tagen ein Mann in der Uniform eines Infanterie-Hauptmanns und erbat von den Besitzern mehrerer Hotels für einen Bekannten 150 Mark, die ihm auch in drei Fällen ausgefolgt wurden. Mit dem Gelbe versuchte er nach dem Bahnhofe und von dort weiter zu entkommen, was ihm aber nur in einem Falle gelang. Die Düsseldorfer Polizei vermutet, daß es sich um denselben Mann Handelt, der den Köpenicker Raub vollführt hat. Lange hat jedenfalls Deutschland nicht so gelacht wie über den falschen Hauptmann von Köpenick. Der kühne, mit einem Schauspieler-, und man kann sagen, einem Feldherrntalent durchgeführte Streich beschäftigt alle Welt mehr als alle politischen Er- ieigniffe. Die Bewunderung der Schlauheit und Kaltblütigkeit des Pseudo-Hauptmanns hat derartig die Gemüter verwirrt, daß man ganz gesetzte Leute davon sprechen hören kann, eigentlich Wüßte ein solcher Kapitalkerl, wenn er ergriffen würde — notabene scheint die Möglichkeit ziemlich fern — nur mild be- ft r a f t und irgend einer für die Allgemeinwelt nützlichen Tätigkeit zugeführt werden, wo er feine Fähigkeiten ianwend en könne. Nur ist die Frage nicht so einfach zu ientftreiben, welcher Art diese Tätigkeit, ohne Gefährdung des jEigentums und des Lebens friedlicher Bürger, wohl sein könnte. Ueber die Bühne des Berliner Metropoltheaters schlurrte, — so schreibt uns heute einer unserer Berliner Mitarbeiter — am Mittwoch abend ein falscher Hauptmann, begleitet von einem Kommando verständnisvoll nickender Soldaten. Ein Sturm der Heiterkeit erhob sich beim Anblick des getreu nach der polizeilichen Beschreibung maskierten Schauspielers, mit schiefen Beinen, in unmilitärischer Haltung, mit schlecht sitzender Mütze auf dem Haupte. W war der stärkste Erfolg des Abends, als auch dieser Hauptmann dem Teufel in der Revue die Kasse abverlangte, und der Teufel bemerkte: „Aha, das find die Koppe- Vicker!" — Sehr amüsant sind auch die Auseinandersetzungen in der Presse über den FaU. Die linksstehenden Zeitungen und sogar lein Zentrumsblatt, die „Germania", hatten über den „Kadavergehorsam preußischer Soldaten", über die unglaubliche Düpier- Ung gespottet, die uns vor dem AuSlande blamiere. Die rechtsstehenden Zeitungen hingegen machen sich weidlich lustig über die Angst und das schlechte Unterrichtetsein der Herren von der Köpenicker Selbstverwaltung. Was die Opser des Gaunerstreichs alles hätten wissen und bedenken sollen, das läßt sich nachträglich leicht aufzählen. Aber, auch der Tapferste wird nicht ohne Besinnen sich einem Bajonettstich oder gar der Kugel aussetzen, nur um die Rechte der Selbstverwaltung und der persönlichen Freiheit wacker hoch zu halten. Ist es am Ende nicht sehr begreiflich, daß in Preußen, wo der Bürger in tiefem Respekt vor der Uniform des Pvlizeibeamten und gar erst des Militärs von Kindesbeinen an erzogen worden ist, ein gemessener Befehl den Mund verschließt, ganz zu schweigen von der Ahndung eines Widerstands gegen die Staatsgewalt? Nach der „Kreuzztg." wird der Fall zur Ausfüllung etwaiger Lücken in der militärischen Dienftinstruktion führen. Auch andere Instruktionen könnten unseres Erachtens einmal auf die Möglichkeit des Mißbrauchs nachgeprüft werden. Wie verlautet, soll der Kaiser, der sich eingehend die Taten des famosen Hauptmannes schildern ließ, beabsichtigen, bei der nmfjften Rekruten-Vereidigung eine Kabinettsorore zu erlassen, durch die Vorgänge, wie sie sich jetzt in Köpenick ereigneten, unmöglich gemacht werden sollen. Ferner wird gemeldet, daß eine Untersuchung gegen die Köpenicker Beamtenschaft eingeleitet werden wird, insbesondere darüber, inwieweit die einzelnen Beamten sich haben Pflichtverletzungen zu Schulden kommen lassen. So wird insbesondere geprüft werden, ob die Beamten es nicht doch hätten verhindern können, daß ein Unbefugter sich in den Besitz von städtischen Geldern setzen konnte. Auch bei der Post-Verwaltung wird die Sache noch ein Nachspiel haben, da hier eine sofortige Verständigung der Behörden hätte dazu führen müssen, den Schwindler abzufangen. Der Frankfurter Polizei ist von privater Seite mitgeteilt worden, daß der Köpenicker Kassenräuber mit einem Friseur identisch sein könne, der sich in der letzten Zeit in Frankfurt aufgehalten habe und erst vor wenigen Tagen verschwunden, sei. Dieser Friseur habe vor zehn Jahren ähnliche Gaunerstreiche in Bayern verübt, sei deswegen schwer bestraft worden und habe sich nach feiner wohl erst kürzlich erfolgten Freilassung nach Frankfurt gewandt. Nach der „Frkf. Ztg." kennt die Polizei den Namen des verdächtigten Friseurs, hält es aber für ausgeschlossen, daß dieser der vielgesuchte „Hauptmann von Köpenick" ist. Die Hamburger Polizeibehörde stellte bei den Versuchen, den Schwindler zu identifizieren, fest, daß dieser mit einem gewissen Adolf Miln er identisch ist, über welchen die Hamburger Polizeibehörde schon umfangreiche Sttafakten besitzt. Weiter wurde festgestellt, daß Milners Vater ein deutscher Geschäftsmann, Milner junior in Amerika geboren ist, sowie daß kürzlich in Hannover ein Unbekannter eine Offiziersuniform für Gardeinfanterie machen ließ, dessen Signalement mit Milner bis auf kleine Abweichungen übereinstimmi. vermlschteA. • Krupp von Bohlen und Halbach. Herrn von Bohlen wurde, wie gemeldet, vom Kaiser der Name Krupp von Bohlen und Halbach verliehen. Der kaiserliche „Nam en-Vcrmchrungsbr ief* hat folgenden Wortlaut: »Wir Wilhelm von Gottes Gnaden, König von Preußen usw. tun kund hiermit für Uns, Unsere Erben und Nachiolger in der Krone, daß Wir Uns ans dieserhalb geschehenes ehrerbietiges Ansuchen entschlossen haben, dem Legationssekretär bei llufcrer Gesandtschaft am päpstlichen Stuhl, Legationsrat Dr. jur. Ghiftao voll Bohlen und Halbach, Oberleutnant der Reserve des 2. Bad. Dragoner-Regiments Nr. 21, nachdem er die Ehe mit des verstorbenen Wirklichen Geheimen Rats Friedrich Alfred Krupp ältester Tochter und Erbin geschlossen, die Genehmigung zu erteilen, für seine Person den Namen »Knipp von Bohlen und Halbach" zu führen. Gleichzeitig erstrecken Wir zur Erhaltung des Kruppschen Namens dieselbe Genehmigung auf denjenigen Abkommen des Mannesstammes au§ dieser Ehe, welcher gemäß den teftamentar. Bestimmungen des verstorbenen Wirklichen Geheimen Nates Friedrich Alfred Krupp und derjenigen des Vaters des letzteren dereinst in den Besitz des mit der Nacherbfolge belasteten (? D. N.) Kruppschen Fabrik-VermögenS sukzedieren wird." Dieser „Namen-VermehrimgSbrief" ist in Zierschrift auf Pergament auSgeführt und in einer Mappe aus ziseliertem Leder untergebracht. DaS Siegel ist geborgen in einer getriebenen silbernen Kapsel und das ganze in einer Lederkassette untergebracht. • Einseitige Vaterfreuden. Freunden herzlicher Heiterkeit, so schreibt Justizrat Dr. Strauz in der „Deutschen Juristenztg.*, sei folgendes in Schweizer Zeittingen berichtete Rechtskitriosum unterbreitet: Ein Italiener, dessen Wohnort Genf ist, heiratete eine Waadtländerin, welche Mutter eines außerehelichen Zwillingspaares ist. Der Italiener hat nun bloß einen der Zwillinge als ehelich und seinen Sohu anerkannt, weigert aber die Anerkennung des anderen. Der Richter in Lausanne, desien Entscheidung man angerufen hat, ist in einer ähnlich schwierigen Lage wie Salomo: der weise König sollte einem Kinde die Mutter, der Lausanner Richter soll einem Kinde den Vater finden. Ob er ein gleich berühmtes Urteil fällen wird? * Rothaarige Bnrea«burschen, aber nur solche, verlangt in einem Inserat in Chicagoer Blättern die dortige bekannte Firma Dolese and Shepard. Die Inhaber der Firma wurden natürlich sofort interviewt, was die Gründe für diese merkwürdige Bedingung bei der Anstellung seien. Sie erklärten, sie hätten die Erfahrung gemacht, daß rothaarige Leute größere Energie, Rührigkeit und Tüchtigkeit besitzen und auch länger in ihren Stellungen bleiben. * Der dicke Professor. Professor M., der an einer berühmten süddeutschen Universität über Physiologie liest, ist nicht nur ein sehr beliebter, sondern auch ein exorbitant beleibter Lehrer. Aus letzterem Grunde machen sich seine Hörer gern über ihn lustig und sie haben ihm den Spitznamen „Professor Faß" aufgebracht. Eines Tages schiebt sich der dicke Professor schweißtriefend in den Lehrsaal, besteigt fauchend das Katheder und will mit seinem Vortrag beginnen. Die Herren Studenten sind heute ganz besonders guter Laune, sie lachen und zischeln und auS dem Trubel hört man deutlich den Ruf: „Das Faß ist da!" heraus. Der Prostsior ergreift das Wort: „Ich weiß es, ich weiß es ganz gut, man vergleicht mich mit einem Faß. (Zustimmung im Auditorium.) Aber der Vergleich stimmt nicht im geringsten. (Gelächter und Ohorufe.) Zwischen mir und einem Faß ist ein bedeutender Unterschied. (Lebhafter Widerspruch und langanhaltender Lärm.) Wollen Sie, meine Herren, wissen, welcher Unterschied? (Rufe: Wir wollen e§ wissen!) Nun also: ein Faß ist von Reifen umgeben; ich aber bin von Unreifen umgeben. Das ist der Unterschied." (Sehr viele lange Gesichter und langanhaltende Stille.) * Kleine Tagcschronit. Ter Standard meldet, daß Neger den größten Teil der Stadt Seneca im Staate Karolina n i e d e r b r a n n t e n ans Racbe für die Lynclwp'er rcr letzten Zeit. Das Geschästsviertcl von Seneca wurde dem Erdboden gleich gemacht. Unter den Einwohnern herrscht Pan k. — In N i e d e r l a h n st e i n wurde ein t o l l w u t v e r d ä ch t i g e r H u‘n d einge'angen und getötet. Eine Dame, die von dem das Urteil gefällt. Dasselbe lautet wegen mehrfacher Verbrechen gegen das keimende Leben und wegen Körperverletzung auf 2 Jahre 10 Monate Zuchthaus unter Abrechnung von' 4 Monaten Untersuchungshaft, sowie 10 Jahre Ehrverlust. Mannheim, 18. Okt. Das Schwurgericht öerurteiltejbeute nach fünfstündiger unter Ausschluß der Oefsentlichkeit geführter Verhandlung den Tagelöhner Wilhelm Siegwarth wegen versuchter Notzucht und räuberischer Erpressung zu 14 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust. Offenburg, 18. Okt. Der 22 Jahre alte Albert Stolz aus Bühlertal, welcher die 17 Jahre alte Elise Kauffer aus Achern durch zwei Revolverschüsse so schwer verletzte, daß binnen kurzer Zeit der Tod eintrat, wurde heute vom Schwurgericht zu 31/2 Jahren Gefängnis verurteilt. Würzburg, 18. Okt. Heute wurde von der hiesigen Strafkammer gegen die beiden Brüder Johann und Jakob Will, welche vor einigen Tagen ans dem Gefängnis in Frankental ausgebrochen waren, wegen Bettugs verhandelt. Sie hatten sich Ende Oktober 1905 dem Bäckermeister Schneider in Kitzinyen als Grafen von Barum ausgegeben mit 40 Millionen Mark Vermögen und demselben unter allerlei Komödienspiel um 2000 Mark beschwindelt. Johann Will wurde zu fünf Jahren Zuchthaus und 7 Jahren Ehrverlust und Jakob Will zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. — Wie das „Fr. T." berichtet, erhielt der verhaftete Gefängniswärter Glas von dem inzwischen auch verhafteten Kaufmann Schwalb aus Ludwigshafen für Freilassung der zwei Verbrecher Will lumpige 40 Mark, aber das Versprechen einer fürstlichen Belohnung von 300 000 Mark. Bilder aus einer Ehe. Eigenartige Einblicke in das Milieu einer „modernen" Ehe gestattete eine Verhandlung gegen eine Frau Anni Borg, die sich wegen angeblicher Hochstapeleien vor der 3. Sttafkammer des Landgerichts 3 zu Berlin zu verantworten hatte. Frau B. war vom Schöffengericht zu einem Monat Gefängnis verurteilt worden. Sie hatte kurz hintereinander von der Firma H. Söhne ein Nerzpelzjackett, von der Firma B. u. Co. einen Ring, von der Firma G. einen Pelzkragen für 225 Mark und von der Firma Rud. H. einen Pelzkragen im Werte von 280 Mark entnommen, ihre Visitenkarte mit der Aufschrift „Frau Leutnant B." überreicht und um Zusendung der Waren mit quittierter Rechnung gebeten. Wenn dann die Hausdiener die Ware ablieserten, ergaben sieb wegen der Bezahlung allerlei Schwierigkeiten ; in zwei Fällen ist es sogar zur Anwendung von Gewalt seitens der Hausdiener gekommen, um von der Schwester der B. die Waren, die diese in Empfang genommen hatte, wieder herauszubekommen. In .'.wei Fällen ist das Pelzjackett und der Ring, von der Frau B. sehr bald versetzt worden, schließlich ist den Lieferanten aber fein Schaden entstanden, sie haben vielmehr nachträglich ihr Geld erhalten. — Gegen ihre Verurteilung hatte die Angeklagte, die jetzt erst 21 Jahre alt ist, Berufung eingelegt, sie behauptete im Termine, in der Tat geglaubt zu haben, daß sie eine „Frau Leutnant" sei, und daß ihr jetzt 25 Jahre alter Ehemann zu der Zeit ihrer Bestellungen sich in günstigster Vermögenslage befände. Die Verhandlung ergab folgendes ungewöhnliche Ehebild: Der Ehemann der Angeklagten, früherer Student Paul B., ist der Sohn eines sehr vermögend gewesenen Arztes in West- preußen: sie ist die Tochter eines gleichfalls dort ansässig^ früheren Schlächtermeisters und jetzigen kleinen Rentiers. Er machte das Abiturientenexamen, diente als Fahnenjunker, besuchte dann eine Kriegsschule und wurde infolge eines Duells dann zum Regiment zurückversetzt. Er nahm aber bald seinen Abschied. Für die Angeklagte war die Ehe ein wahres Martyrium, denn ihr Ehemann verfiel vollständig der Morphiumsucht. In diesem Zustande kam es nach ihrer Schilderuna zu entsetzlichen Szenen. Eines Tages zog er sich eine Blutvergiftung zu, und die Frau mußte in aller Eile zwei Aerzte zu Hilfe holen und für Medizin, Bandagen und sonstige ärztliche Bedürftiisse eine Menge Ausgaben machen, die sie in eine große Notlage brachten. In dieser kritischen Zeit versetzte sie zweimal die Waren, die ihr von den genannten Firmen geliefert worden waren. Frau B. ist, als sie wegen der ihr zur Last gelegten angeblichen Hochstapeleien verantwortlich vernommen wurde, darüber so erregt worden, daß sie einen Selbstmordversuch machte, indem sie sich in die Spree stürzte. Sie ist durch einen Offizier gerettet worden. Der Gerichtshof hct das erste Urteil aufgehoben und die Angeklagte freigesprochen. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Höchste Temperatur am 17.—18. Oktober — + 14,3 • C. Niedrigste „ „ 17.—18. „ =+ 3,8e C. Oktober 1906 Äaromeler auf 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter 18. 2” 747 2 14,3 8,6 71 S ' 2 Sonnenschein 18. 9’5 746,2 9,9 8,3 91 ESE 2 KlarerHimmel 19. 7” 746,3 8,0 7,7 96 NW 2 Nebel Kranke. Warme, geschätzte Lage WäneelTKUr IUI ->w büdabhang des Taunus. Behag. M lieh eingerichtete, kleine Anstalt (bis 30 Patienten). Centrale Heizung und Beleuchtung, geheizte Liegehalle und Coiriaore Sorgsame lichandlnng und Verpflegung. Diätliuren. (Dependance für Minderbemittelte.) Prospekte franko. W. Dr. HI. Schulze-Kahl oyas. Nervenarzt. Sanatorium Hofheim im Taunus. PsstpM-Adreffen m« Mma llelc billigst Btübllcbe UniverMätsWruderei. Sieben. 47, Mecklb. Hyp. u. Dbk. Ser. I Verl. L 125 Oest.-Ung. Ctsb. 1873/74 i.G. 109.10 5 Brünn-Rs. 72 stf. i. (S. 100 Staats-Anleihen, 100.50 Wiesbaden v. 1900 unf. b. 1905 v. do. do. Preußische ConsolS M. 1000/2000 do. do. Badische Anleihe v. 1901 unt 1909 1907 100. i. S. Lire 31/, do. 4 Würzburg v. 1899 itnT. b. 8 do. 3 Hamburger v. 1902 itnT. b. 1912 . M. Hamburger St.-Anl. amrt. 1900 u. 1909 102.40 i. G. v. 1891 4059 r do. 4 Kovenhag. v. 1901 uns. 1011 2043 r 1899 . 2000 r Ser. 30-33 mit b. 1913 3®/l6 Neavel staatl. qnr. lOOOr gar. 99.40 1908 Ser. 2 . 100.90 b. Ausländisch-. v. 1888 do. do. Südd. Boden Str. S. 53 n. 54 uns. b. 1906 Str. 100.20 M. do. bis incl. Ser. 52 4 do. do. 97.60 Lire B . do. L G. 65.80 Raah-Odend. . . 39.10 do. do. M. N. P. ö.fl. Standesherrlichc Anleihen. M. 41/, ®rl. Henckel Hg.v.Donn. r.äl05ö.84 (conv.) Provinzial- nnd Commnnal- 101. Fürst!. Solms-Braunfels v. 1880 . Obligationen. v. 1886 . do. do. 4V, r. 102 do. s.fl- 96.30 Sff.G. 41/, Eilend. Neutenbans Nheinprovinz Ausg. 20 n. 21 uns. b. 1902 100. do. 29 99. 4 Fürstl. 37, Hess. Provinz Oberhessen 57. M. 3 M. Verzinsliche JLose. Bank 156. Badische Bank . M. 101. 4'/, Ruff. 3'/,Gothaer Präm. Pfandbr. I 31/, do. II do. 73.10 M. 81/, Schwedische v. 1880 abgest. Fr. 101.80 4 Erlangen v. 1900 unk. b. 1911 i. B. v. 1900 uns. b. 1905 4 Freiburg 27,Sluhlweis;enb.-Naab-Graz ii. 1881 abge ö. ff. 150 2 V, Unverzinsliche Lose. 4 Fulda v. Ungarische Golb-Rente 2025 r 177.50 76.60 95.25 103. Außereuropäische. n. P-s. inn. G.-Anl. v. 1887 abgest. do. 100.55 1890 v. 388. do. do. Lstr. Ultimo Fr. 31.50 Lstr. Indnstrie-Aktien. 47, Javaner Ser. H v. 1905 v. 1903 uns. b. 1908 v. 1905 . . do. 4 Mainz v. 1900 uns. b. 1910 . abgest. 80°/< 101.50 4 Mannheim unk. b. 1906 Eisenbahn-Prioritfiten unk. b. 1903 Kommunal Ser. l nnk. 1910 3V. 37, Metz v. 4 1903 uns. b. 1912 102. do. S. 27, 37, 39 u. 42 unk. 1905 do. S. 31 S. 40 92.80 31/; do. do. do. 4 Nürnberg 1902 unk. 4 b. 1913 unk. b. 1913 do. S. 44 unk. 0. b. 1908 3 100.80 10n.40 47, Offenbach b. 1906 unk. Kaschau-Odib. v. 1889 37, Offenburg v. 1898 unk. b. 1904 409 Oest. Süd (Lonb.) stf. 37, Hambg. Hyp.-Bk. Fr. abacst. da. E. v. 71 i. G. 2‘/u b(k do. do. do. 190.90 97.10 100. 100. 4 4 97.70 97.70 98.70 98.70 v. v. 104 50 101.10 96.75 87 55 72.80 98 15 97.40 do. do. do. do. 10140 102.40 4 37 4 37: 4 NcichSbank Frankfurter do. do. do. do. do. 106.— 136.75 145.80 146.50 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 37, 3 4 5 5 3 do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. v. 1889 v. 1891 do. do. öfl.G Str. M. Fr. 101.10 97.40 4 4 4 37, 37, 37, 37, do. do. do. do. do. do. do. 1903 1879 1900 unk. unk. 1000 500 1000 47, 47, 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. da. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. da 1910 1910 3 4 4 3 5 5 do. do. do. do. do. do. do. 5 5 5 47, 1V’ 4 4 4 4 4 4 5 4 27. 1888 . 1897 . 500 500 101.25 80.45 97.— 84.20 MoSkau-Kalan unf. 1915 Russische Südost 97 steuerlr. do. do. do. bc. do. do. do. do. do. do. unk. unk. unk. unk. b. b. b. b. Oest.-Ung.StaaSb. Ocst.Südb.lLomb' Oest. Norbwest A v. 1886 v. 1895 v. 1886 M. 1000 M. 1000 M. 1000 4 4 4 4 4 5 4 4 4 do. Bavier-Nente do. Gold-Rente. do. einbeitl. Rente do. StaatS-Rente S.fl. Str. M. ö. ft- (ErgänzgS.-N.) „ v. 1895 fif. i. G. am ort. ab 1907 amort. ab 1910 b. 1901 b. 1906 b. b. b. Eisenbahn-Ncnten-Dk. . Franks. Hv>othck.-Bank 4 37, 4 4 4 4 37, 37, 37, 146.30 37.— 16 18 20 141>O 149.— 149.80 do. er. A. Sch. Anrechtscheine . Ser. 5 Ser. 6 Ser. 7 Ser. 3 Ser. 4 Prag-Dur v. 1896 Raab-Oed.-Ebenf. 114.30 102 20 99.50 100.70 Stockholm v. 1880 . . Wien Kommunal i. G. Ser. Ser. Ser. Ser. Ser. Ser. 5 7 9 87. 8 7- 77, 7 7 47, Eisenwerke Lollar r. 102 47, Elektr. Werk Homburg r. 103 unk. b. unk. b. nnk. b. unk. b. unf. b. do. do. do. I E abgest. UTE nnk. b. 1905 Bel. Lstr. Pes. 37, 37, v. 1901 V. 1888 V. 1895 v. 1898 1905 1902 1908 1906 S.fl- M. s.fl. ö. fl. 200 ö. fl. 200 ö. fl. 200 . M. 600 , s. ff, 350 it. 17 nnk. 1910 unk. b. 1905 Staatsb. i-vm 500 200 -37, 3 4 4 Sächsische Rente Württembg. v. 1875—80 abgest. 6. fl. M. 99 7« 99.65 98.70 98.60 98.90 67.10 73.80 65.40 v. 91 v. 97 78- 102.80 102 80 92.— 101.— 87.— S. 46 S. 47 Aotthardbahn. . Ftal. Mittelmeer . Anatol. Eiscnb. . flrince Henri . . Prag-DuxSt.Akt. i. B. i. G. Merik. amort. innere Ser. I—IV . do. cons. äußere v. 1899 steuerfr. do. cons. innere Rente Rente do. Rente Rente 4 4 4 4 4 37, 37, 4 37, Badische Prämien . . Bayerische Prämien . Donau-Regiiliernng . 4 37< 37, u. 1894 . . v. 1891 Lit. H nnk. unf. nnk. 72.— 72.20 D. Atlant Telegraf Franfen-Allee, garant. v. Franfsnrt Franks. Hof r. 105 Nene Boden r. 102 .... do. v. 1887,91,93,99 do.v. 1886,97,1902 i. S. i. G. i. G i. G. i. G. i. G. Pes. Lstr. M. do. (Salzkgtb.) stf. i. G. . Ungar.-Galizische . stf. i. S i. G. i. G. i. G. i. G. i. G. 400 400 400 4 4 37, 37, 37, .37, 37, 3V, 4 37, 37, 211*5. E.-B i. G. innere v. 1888 . äußere Gold-Anl. 3V, 37, 37, 37, 37, 37, Sard. See. st fr. gar. I it. II . . Sicilianische steuerfr. i. G. v. 1889 v. 1899 v. 1901 v. 1883 M. 1000 Tlr. 100 Argent. do. do. do. do. do. Pank-Aktien. . . M. 1000/3000 98.- 86.15 98.- 86.25 102.20 97.25 4 37, 37, 3V, 37, mitgeteilt von der 37, do. 37, do. Rbl Lire M. 37, 37, 37, 3^ 37, Fr. Fr. do. von 1R92 n. 94 do. v. 1902 nnk. b. 1910 do. v. 1896 53.35 102.70 169.80 119 — 120.30 139.50 alt. St. Rbl. 100 alt. K. Rbl 100 . . ö. ft. 150 priv. v. 1890 steuerfr. 20/10 m cons. v. 1890 steuerfr. conv. nnif. v. 1903 . . Bagdad-Bahn .... v. 1«96 v. 1898 37, 37, 37, 37, 37, Gräff. SolmS-Latibach abgest. 37, Fürstl. Solms-Lich . . . do. Ser. 14 106.85 96.60 67.— StaatSanl. v. 1905 Consolid.-Anl. v. 1880 . „ Gold-Anl. v. 1889 .... ff Cons. E. B. Ser. I n. IT 89 „ Gold-Anl. Em. HI v. 1890 . StaatS-Rente v. 1894 . alt.Kr.Rbl. v. 1901 unk. b. 1906 . abgest . v. 1887 v. 1891 abgest. . . . v. 1896 v. 1«98 . . . . v. 1902 Ser. II uns. b, v. 1901 mit b. 1907 . . P. 1887/89 v. 1896 nnk. b. 1901 . . v. 1903 unf. b. 1914 . Lstr. M. Str. Oest. E.-B. St. Sch.-Versch. (conv Elisab. Obl.) i. G. steuerfr. . v. 1881 v. 1888 V. 1898 v. 1903 1901 Ser. I Fr. M. 12, 13 . . . 15 unk. b. 1906 19 .... do. do. v. 83 Em. Em. 1885 do. do. Pfälzische do. do. BcreinSbank . DiSkottto-Keselllchaft Dresdner Bank . . Dresdner Bankverein do. do. St.-Rente St.-Anl. v. Aul. abgest. do. . . do. . . T.etele Dir. 6.15 87, 57, 0 12.95 9 47, 47, 7 67, 8 59.50 241.30 127.— 321.— 208.25 129.50 241.90 209.75 222.60 211.60 212.50 153.75 95 65 87.75 22 it. 23 . . 10, 12-16, 24-26 v. 1888 convert. v. 1897 V. 1909 v. 1905 37, 3V, 37, 3V, 37, 6. fl. Str. M. Fr. Pes. Lstr. v. 1903 unk. b. v. 1881 conv. . v. 1898 conv. . v. 1895 . . . v. 1898 . . . Frankfurter §örfe Aschaff.Masch.Pap Nene Boden A. G. Brauerei Binding „ Henninger . „ do. Pr.Akt. „ Kemp ff . . „ Mainzer Akt. „ Rettenmeyer „ Stern(Oberr.) „ Werger . . Zements. Karlstadt Ehem. Bad. Anilin „ Bleiu.Silb.Br. „ Gricsh. Elektr. „ Albert . . . Dt. All. Telegraph Elektr. Böse Borz. „ Allgem. Berlin „ Lahmeyer . . „ Schlickert . . „ Siem. L HalSke „ Untern. Zürich Farbwerke Höchst. KunstseideFft.a.M. Masch. Kleyer. . M Gritzncr . . „ Fab.LSchleich. Hamb.-Am.-Pcktft. Nordd. Lloyd . . SteauaNom.Petr. v. 1900 v. 1903 v. 1896 i. G. i. 6'. i. G. i. M. i. S. 37, 37, 4 3’/< do. 37, dv. 37, do. 37, do. Starkenburg . . . a. M. Lit. N u. Q abgest. ff R abgest. (Strak-enbahn) v. 1899 v. 1901 Abt. I. . . v. 1901 Abt. II. it. III Vori. Dir. 7.04 87, 5 ■/< 8 12.9b 8 4 4 6 67. ?' Lstr. M. Lstr. M. 105.10 78.80 72.20 72.10 72 20 72.20 129 50 147.— 111.— bo. i. P. . . v. 1898 uni. b. Jnvest-Anl. . . Tlr. 100 Tlr. 100 8. fl. 100 Tlr. 100 Tlr. 100 Tlr. 50 b.fl.100 Tlr. 100 Tlr. 50 Fr. 80 Fr. 100 Tlr. 100 ö. fl. 500 Tlr. 40 12 5 6 9 87, 6 67. 9 77. 47, 67, 7 57, 10 57, 6 8% 4 V, abgest. 1878 u. 83 . abgest. Lit. J v. 1884 v. 1886 u. 88 . . . v. 1894 v. 1905 unt b. 1915 167« Oest. E.-B. St. Sch.-Bersch. /conv Franz-Josef) i. Silb. steuerfr. 3 Oesterr. Lokalb. (verstaatl.) . . 4 r 4 4 87, 3^ 3 3 87, 37, f' 473 — 154.- 224.50 158.- 202.- 134.— 107.— 289.10 171.90 a. Deutsche. Deutsche RcichS-Anleihe . . 94.20 88.10 94.70 94.50 27,«>Südital. (Merib.) Sr. A-H. 4 ToScanische Central . . 5 Wcstsicilian v. 1879 . 31/, Gottbardbakui .... .37, JUra-Bern-Lnzeru gar. 204.90 231.75 126.80 249.10 146.- 184.50 156.10 329.75 128.40 211.— 324.50 197.50 210.25 22.50 39.— Madrider abgest. . . Meininger Präm. Pfandbr. Oesterr. v. 1860 . . . Oldenburger Russische v. 1864 . . . Russische v. 1866 . . . 3 Hamburger v. 1866 . . 3 Holländische Komm. v. 1871 37,Köln-Mindener .... .37,Lübeckcr v. 186.3 . . . 27,Lütticher v. 1853 . . . Alisbach-Gunzenh. . AngSbnrqer . . . Braunschweig . . Finnländische . . Freiburger . . . Genua..... Mailänder . . . Mailänder . . . Meininger . . . Ncuchateler . . . Ocstr. v. 1864 . . Oestr. Kredit v. 1858 Pavenb. Gräff. . . Rudolfs-Stiftung . Türkische .... do. .... Ungar. Staats . . Venetianer . . . 69.30 70.20 13.60 90.80 101.35 91 — 4 do. 67.30 138.75 157.— 127.70 350.— 255.— 114.25 T- I1'- 4 87, 8 4 87, 87, 3 72.- 101 70 101.10 101.70 37, Zürich v. 1889 .... 6 Stadt Bnenos-AireS v. 1892 Gießen do. do. do. do. do. 37, do. do. .37, Frankfurt 1 4 Stuttgart v. 1895 unf. b. 1905 . . 37, do. v. 1904 untilgb. b. 1912 . 4 Trier v. 1901 unt b. 1906 . . . 37, do. v. 1899 37, Ulm v. 1905......... . . ff. 7 . . ff. 7 . Tlr. 20 . Tlr. 10 . . Fr. 15 . Lire 150 . Lire 45 . Lire 10 . . f. ff. 7 . Fr. 10 . 9. ff. 100 . 9. ff. 100 . . s.fl. 7 . 9. fl. 10 . Fr. 400 . Fr. 400 . 9. ff. 100 . Lire 30 4 Borarlberg . . .3 3 berliner gorlt. BliesenbachBcrgw. Bochumer Guß . DuderuS Eisen . Concordia Bergb. Dt. Lnxemb. Bgw. Eleftr.Lichtn. Kraft Eschwciler Bergw. Fayon Mannstäbt Gelsenfirch. Brgw. Harpener „ Hasper Eisernv. . Hemmoor Zement Hibernia Bergw. Hörder Borz.Bgw. Hösch. Eisenw. Humbold Masch. . LanrahütkL. . . Maffen Bergbau. Mülheimer Bergw. Nordd. Wollkämm. Nordstern Kohle . Oberschlcs.E.-Jnd. Phönix Bergw. . Rhein-Naff.- Rhein. Stahlwerke Ricbeck Montan . Schalter Gruben Schles. Berg- Wegelin L Hübner Westeregeln Alkali i. G. v. 1903 i. G. v. 1891 v. 1891 . v. 1898 . 170.- 133.7, 233. - 152.- 157.- 136.- 274.— 129.— 226.70 Bayr. E.-B.-Anl. nnk. b. 1906 bo. E.-B. it. Allg. Aul. . . do. Landeskultur-Rente . . do E.-B.-Anl. ..... 37, do. 5 Bnlgar. Tab. Anl. v. 1902 i. G. 17,9 Griech. E.-B. v. 1890 steuerfr. 174 do. Monovol-Anl. v. 1887 . 4 Italienische Rente 5 do. 47, do. 1901 . 1902 . 1908 . 1910 . < U 4 37, 3 37, 37. 238.50 110.90 130.— 183.30 157.— 112.— 121.60 207 HO 155.90 94.40 121.20 128.90 117,— 215.— 126.— 113.25 37, do. do. r. 101 Inländische. Braunschweig. LandeS-E.-B. H E do Allgemeine Deutsche Kleinbahnen abg. 60e/o Südd. Eisenbahn-Ges. Darmstadt . . . Staats-Rente . . . do. v. 1897 steuersr (Eisern Thor) Goldstfr. v. v. v. 1889 T. Rq. v. 1889 II. Rg . . M. 600 M. 600'1200 M. 600/1200 »0. do. do. bo. Lissabon Moskau 116.90 143.25 196.80 156.70 185.10 dö. Frk., Hyv.-Bk. 17, Chile Gold-Anl. v. 1889 . . R Chinesische StaatS-Anl. v. 1895 2«/,„ do. do. 41/, Oest. Silber-Rente 11. 34 mit b. 1907 11. 41 nnk. b. 1910 unk. b. 1913 . . unf. b. 1908 . . 1909 1911 1913 1905 1907 Hambg. Hyv.-Bk. S. 141 -340 unt. b.1905 bo. bo. S. 341-100 nnk. b.1910 bo. do. S. 401-470 unk. b. 191.3 Ser. 1—190 unt b. 1905 ©er. 301-310 uttf.b. 1908 Ser 331-350 unt b. 1913 Staat!, ober prov inzi al-gar aut. -37, Hess.Lanbes-Hyp.Bk. Scr.I—V unk. 1909 31/, bo. bo. Kommunal Ser Iit.U nnk.1909 37, Naffanische Lanbesb. Lit. F. G. H. K. n. L. Ungar. Krebitbank . Unionbank (Wien) . Wiener Bankverein. Württbg. Bankanstalt bo. Vercinsbank 37, Alzey v. 1899 unk. b. 1912 . . 37, Aschaffenburg v. 1888 .... 4 Augsburg v. 1901 unf. b. 1908 . 4 Babenhausen (Hellen) 3’/, Baden-Baden v. 1898 nnk. b. 1903 .37, Bamberg v. 1888 37, Berlin v. 1886/92 4 Bingen v. 1901 nnk. b. 1906 . . 3 bo. v. 1895 37, bo. v. 1898 ..... 97, Darm st. abg. v. 79 Lit. U 11. RI Lit. A do. do. do. do. 500 500 500 500 4 5 5 4 4 4 4 4 4 37. 37, 3 Rum Sn. do. bo. bo. bo. 4 München v. 1900/01 unk. b. 1910/1 37, bo. v. 1903 untilgb. b. 1908 37, Raubeini v. 1902 unt b. 1912 . 37, Neustabt a. b. H. v. 1R89 . . . 100.— 88.30 55.7, 84.7, 85.60 79.90 79.50 77.80 76.— 75.- 37, Schweiz. Eibg. (A.-G.) unf. b. 1911 4 Serb. amort. . 1895 (405) . . . 4 Span. auSl. Rente v. 1882 abgest. 37, Türt-Egvpt. Tribut bo. bo. bo. bo. bo. bo. bo. bo. bo. 101.90 103.— 97:25 97.60 84.30 86.10 97 50 97.50 97.90 9310 85 80 99.80 102.20 67.10 Aktien ausländischer Transport- Anstalten. bo. Sübwcst stfr. gar. 408/2040 Ryäsan-KoSlow steuerfr. gar. . . bo. Uralsk steuerfr. gar. 404/2020 bo. bo. 97 steuerfr. gar. . Wars^.-Wien. stfr. gar. 2020/4040 Wlablkawk. 95 stfr. gar. 408/2040 Anatolische i. G 2040r bo. i. G. /S. II Erqnz.) 2040 Portg. E. B. v. 86 Balra Balxa . . 101.75 101.50 100.— 102 10 102.60 99.70 99.70 101.— 97.20 91.40 bo. S. 28, 30. .32 n. 33 (tilzb.> bo. S. 29 unt. b. 1906 . . . bo. S. 45 (tilgst.) Landw. Krebitbank Lit. D-J . . . do. Lit. N-P 99.50 93.50 100.60 101.20 100.70 102.30 95.80 95.80 97.— 93.50 bo. bo. bo. bo. bo. bo. bo. bo. 98 nnk. 1909 sttr. gar. bo. 1901 nncv.b. 1915 stf. g. v. 1890 v. 1893 v. 1896 v. 1897 V. 1903 v. 1905 bo. dv. bo. bo. bo. bo. amort. bo. bo. amort. amort. 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 5 5 .3 47, 134.10 476.60 138.70 260 90 389.20 128.- 84.20 212.25 141.50 126 70 183.50 186.— 430 - 436.- 345.55 220.- 182.50 159.75 124.60 118.- 100.— 100 — 100.— 100.80 101.50 95.- 95.— 95.— 96.— 100.— 93.50 99.R0 97.75 100.30 100.30 100.80 100.70 101.50 98.30 98.90 93.90 94.10 95.75 100.05 100.05 95- 95.— 96.25 100.30 100.30 100.80 101.20 101.50 94.60 95.40 101.— 96.80 bo. v. 1902 steuerfr Golb-Anl. v. 1894 steuerfr. bo. v. 1896 steuerfr. 31/, bo. Frk. Hyp.-Kred.-Ver. S. 15-19, 21-26, .35, 36 it. 38 100.— IGO.— 103.20 101.60 101.40 100.60 101.80 99.— 96.40 96.40 96.80 99.— 99.50 100.25 100.50 101- 93.75 94 25 95.— 4 Egyvtische unisizierte 37, bo. privil. . . 3 do. garantierte do. do. Hessische do. do. do. do. M. Tlr. M. Fr- 37, Gräff. SolmS-Röbelheim . . Wittgenstein-Hohenstein bo. v. 1890 bo. ... bo. bo. bo. bo. Rudolf . . v. v. v. v. v. v. v. V. 1901 V. 1894 V. 1905 v. 1902 unt b. 1907 v. 1903 unt b. 1908 v. 1897 Bsenburg-Büdingen . . Bienb.n.Büb -Birsteiu v. 1887 ' 1884 4 3 3 3 3 3 3 3 3 8 4 4 bo. bo. bo. do. do. bo. Hyp.-Kreb.-B. M. 600/1200 Mittelb. Ddkr. (Greiz) Au. B. M. 1000 Mittelbsche. Krebitb. . M. 300/1200 Natlh. f. Dtschl. S. I-VM.300/1200 Nürnberger Bank . . . M. 1000 Nürnberg. BereinSbk. M. 300/1200 Oest.-Ung. Bank . . Kr. 1400 Oest.-Läuderbank . . ö. fl. 200 Oest.-Kredit-Anstalt. . ö. ff. 260 Pfälzische Bank . . . M. 1200 Prenß. Bobenkreditbank Tlr. 200 bo. Hyp.-Akt.-Bk. M. 600/1200 Rhein. Strebitbt M. 600/1000/1200 Rhein. Hyp.-Bank M. 600/1200 Schaffhans. Bankver. . M. 1000 Sübd. Bodenkredit-Bank . M. 600 bo. bo. bo. bo. do. bo. bo. Worm-Z bo. bo. bo. do. bo. bo. bo. bo. 12 5 6 R 7, 77. 5'/. 6V4 9 7V, 41', 6 6 5 10 47, 6 87, 4 7 5 67, 9 77. 8 7. 77, 7 7 37, Fnra-Simvlon v. 1894 Schweiz. Central v. 1880 . bo. bo. bo. bo. bo. bo. bo. bo. bo. bo. .V 4 ' Heidelberg 37, bo. 37, bo. 37, Karlsruhe 37- do. 3 bo. 1891/92 (abgest . 1898 1902 uni b. 1908 1905 Salouiqtie-Constant. Jonction . . bo. Monastir . . 2020/4010 do. v. 1904 37, Casseler LandeS-Creditanst. unt . . Diverse Obligationen, 4 Dudenis r. 103 5 Tisch. Lnxemb. r. 100 4*/, Bukarest 47, 37, Bremer St.-Anl. v. 1RR8, 92, 99 . 3 bo. bo. v. 1896 nnk. 1912 27,<» Ftal.stl.gar.E.B.Ser. A-E. i.G. . . 4 Ital. Mittelmeer steuerfr. i. G. . . 27,n LivorneS. Lit. C. D. it. D/2 500 4 Pforzheim 4 do. 31/, bo. Pfandbriefe. Bert Hyp.-Bk. (vr. Pommr.) abgest. 807, L Europäische. 47, Bosnien u. Hercegov. v. 1902 mit 1913 do. -Wächtersbach v. bo. bo. Ser. 3 abgest bo. bo. Ser. 2 n. 3 nnk. b. 1905 Meininger Hyv.-Bk. Ser. 2 ... Ausländische. Elisadech ffet-tfr. i. G. . . 2000 K. Ferd. Nrdb. 1887 stf. i. S. . . bo. bo. 1887 stf. gar. . . Franz-Jofl . . i. S. 200/1000 Kursblatt des Gießener Anzeigers vs>ur 18. Oktober 1906. bo. E.-B. St. Sch.-Vertch. (abges Elisab.-A.) i. fienerfr. Pv. Portug. unisiz. v. 1902 Ser. I . do. imisir. v. 1902 Ser. HI . do. Svezisiz 31/. Kallel abgest 37^ Kilsinqen'v. 1886, 1888 11. 1903 4 Köln v. 1900 37, Kreuznach v. 1838 u. 1898 . . 37, Lahr v. 1989 37, bo. v. 1902 37, Limburg abgest 31/, Ludwigshafen v. 1996 . . . Bayr. Bank (Münch.) abg. M. 1000 bo. Hvv.- u. Wechselbk. f. fl. 500 Berliner HaubelSg. . M. 500/1009 bo. Hyp.-Bk. Lit. A M. 1000 bo. bo. Lit. B M. 1000 BreSl. DiSkoutobauk Mk. 600/1200 Commerz, it. DiSkonto-Bank . . Darmstädter Bank . . M. 1000 (Bank f. Handel». Fndustriel Deutsche Bk. S.I-VII M. 600/1200 Effekt.- u. Wechselb. Tlr. 100 v. 1903 unt b. 1903 1899-1901 Westd. Bbkr. Hyp. (Stöln) S. 1 unt b. 1904 bank für handel und Industrie Depositenkasse Giesien. 4 4 bo. do. bo. Ser. 6..... bo. Ser. 7 unf. 6. 1906 . 4 bo. bo. Ser. 8 unt b. 1911 . 4 bo. bo. Ser. 9..... 37, bo. bo. abgest...... 37, bo. unf. b. 1905 u. b. Perl, nmtschb. 67, bo. unt b. 1907 ....... 37, bo. Ser. 10........ 4 Preuß. 37, bo. 4 bo. Hyp.B. Bf.4%gar.v.d. G.b. 1904 37, bo. bo. bo....... 4 bo. Pfbbr. Bf. S. 1R unt b. 1908 . 4 bo. bo. S. 19 unt b. 1909 . 4 bo. bo. S. 22 unt. b. 1912 . 4 bo. bo. S 25 unf. b. 1914 . 4 bo. bo. S. 27 unf. b. 1915 . 3% bo. bo. S. 2.3 unf. b. 1912 . 37. bo. bo. (5. 26 unt b. 1914 . 37, bo. bo. @. 17 unt b. 1905. 37, bo. bo. <5. 18 unt b. 1908 . 3'/, bo. bo. S. 24 link. b. 1912. 4 Rhein. Hyv. Mannheim mit b. 1902 . 4 bo. bo. bo. unt b. 1907 . 37, bo. bo. ......... 37, bo. bo. Ser. 69-82 unt b. 1904 . 37, bo. bo. Kommunal...... 101.70 1 1 f l Bekanntmachung. Wegni Vornahme von Straßenbauarbeiten wird der östliche Bürgersteig des SelterSwegS zwischen HauS Nr. 71 und Südanlage mit Ausnahme der Zugänge zu den Häusern bis auf Weiteres für jeden Verkehr gesperrt. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Wetzsteinstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Südanlage zwischen Garten- und Bismarckstraße vom 18. Oktober an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Die unterm 12. Oktober 1906 angeordnete Sperre Schanzen st raße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 18. Oktober 1906. Großh. PoUzeiantt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Für den NahrnngSberg ist von der Stadlverordneten-Ver- sammlung in der Sitzung vom 18. dieses Monats ein BebannngS- plan mit einem dazu gehörigen Ortöstatut ausgestellt worden. Bebauungsplan und Ortsstatut liegen biS zum 20. November dieses Jahres bei unserem Siefbauamte zur Einsicht offen. Einwendungen dagegen sind binnen der gleichen Frist bei Meidung des Ausschlusses bei uns vorzu'oringen. Gießen, den 19. Oktober 1906. B19/io Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. A. wurde eingetragen bezüglich der Firmen: I. a) .Musik- und Sänger-Zeitung für Mitteldeutschland, Druck und Verlag von Stibin Klein zu Gießen* und b) »Hessische Turnzeitung, Turnzeitung im ©an Hessen, Mitteldeutsche Turnzeitung, Druck und Verlag von Max Albin Klein in Gießen*: Geschäfte sind vereinigt gur Firma Musik- und Sänger-Zcitkng für MitteLdeutsch- land (Hessische Sänger-Zeitung), Hessische Lurnzeitung (Turnzeitung im Gau Hessen) Albin Klein zu Gießen. II. a) »Gießener Verlagsdruckerei Max Albin Klein, Verlag der Gießener Neuesten Nachrichten, (Gießener Tageblatt und Gießener Zeitung) zu Gießen;* b) »Grünberger Zeitung* (Grünberger Neueste Nachrichten, Grünberger Tageblatt) Druck und Verlag von Albin Klein in Gießen* c) »Bote für das Ohm- und Feldatal, Oberhessischer Bote und Oberhcssischer Beobachter, Besitzer Albin Klein zu Gießen* d) »Illustrierter Stadt-Anzeiger (Wochenblatt für Gießen) Inhaber Albin Klein", Geschäfte sind vereinigt zur Firma Albin Klein, Gießener DerlagSdrnckerei (vorm. Wilh. Keller), Verlag der „Gießener Neueste Nachrichten" (Gießener Zeitung, Gießener Tageblatt), der „Grünberger Zeitung", de§ „Boten aus dem Ohm- und Feldatal" und des „Stadt- auzeiger für Gießen". Gießen, den 15. Oktober 1906. Großh. Amtsgericht. B1,/10 DGGGWGGGG28SLGOGWWGG MltWsWssmnZ. Meinen werten Freunden und Gönnern zur Mitteilung, daß ich Sonntag, den 21. Oktober in meinem neu erbauten Hause W W fe ?>'»■* ;Vr GIESSEN Telephon 399 Kaplansgasse 18 Wirklich leistungsfähiges Geschäft in dieser Branche am Platze Streng feste Presse une8 reelle Bedienung Lieferung durch eigenes Fuhrwerk und frei jeder Bahnstation Besichtigung meiner komplett eingerichteten M üusterzimmer — sowie meiner - und Legera'sasme ohne Kaufzwang erbeten Eigene Tischler-, Polster- und Dekorations-Werkstätten. ' Die besten und preiswürdigsten Braut-Ausstattungen sowie komplette Einzel-Zimmer-Emrichtungen und =Einzel-Möbelstücke= finden Sie in reichster Auswahl in dem iöbel-Fabrik-lager u. Ausstattungsgeschäft Pete r Kronenberg RUDOLF MOSSE-GIESSEN SCHULSTRASSE 7 I— . ......—I SCHULSTRASSE 7 Annoncen-Annahme für alle Zeitungen und Zeitschriften m FSodheim eine Gastwirtschaft eröffnen werde. Reingehaltene Weine und Bier aus der Union-Brauerei Gießen kommen zum Ausschank. Um geneigten Zuspruch bittet (6394 Restauration zum „Goldenen Becher". GGGSSTGGGSGGSGGGAGGG Preiswerte gefüllte Federbetten mit 6 Pfund Federn gefüllt, Stück zu 12.—, 15.—, 18.—, 21.— Mk. und besser. Mässen a'/, mit 21/, Pfund Federn gefüllt Stück zu 4.75, 5.50, 6.75, 8.— Mk. und besser stets in großer Auswahl vorrätig. Bettfedera und Bannen in jeder Preislage billigst bei 0. Mhr & G@. Bahnhofstraße 44. _ ”Z“| Nachstehende Zeitungen und Zeitschriften I il haben der Firma RUDOLF MÜSSE die I „T. alleinige Inseraten-Annahme übertragen: Berliner Tageblatt Berliner Neueste Nachrichten Berliner Morgen-Zeitung Augsburger Abend-Zeitung Neue Züricher Zeitung Schweizerisches Handelsamtblatt Technische Rundschau Mitteilungen a. d. Praxis des Dampfkessel- u. Dampfmaschinenbetriebes Schweizerische Bauzeitung Zeitschrift des Österreich. Ingenieur- und Architekten-Vereins Der Kompass Münchener medizin. Wochenschrift Deutsche medizinische Wochenschrift Aerztliches Vereinsblatt Zeitschrift für diätetische und physikalische Therapie Medizinisches Korrespondenzblatt Hospitalstitende Kopenhagen Tidsskrift for d. Norske Laegeforenmg Apotheker-Zeitung Deutsche Kolonialzeitung Mitteilungen des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins Haus, Hof, Garten Wochenblatt des landwirtschaftlichen Vereins in Bayern Die Bahnhofswirtschaft Deutsche Juristen-Zeitung Deutsche landwirtschaftliche Genossenschaftspresse Berliner Il’.ustrierte Zeitung Bank-Archiv Privat-Beamten-Zeitung Deutsche Eisenbahnbeamten-Zeitung Allgem. Zeitung des Judentums fliegende Blätter Kladderadatsch Lustige Blätter Gartenlaube Ueber Land und Meer Westeimanns Monatshefte Bazar Elegante Mode Wiener Mode Neue Musik-Zeitung Berliner Architekturwelt Architektonische Rundschau Giesserei-Zeitung Württembergische Bauzeitung Sondags-Nisse, Stockholm De Hollandsche Uhistratie De Amsterdamer, Weekblad vor N. Magyar Salon-Otthon, Budapest Novi, St Petersburg etc etc. GIESSENER ANZEIGER ... • • -- X TURK PABST A11 hoyy Paste Sardellen Mtei I WsBorjpeüeu zu taticnT'Äü'fidram eine oyvctitreizendeLelikatesse. I | In Echlnfieldosen oder Tuben sparsam und vreiswert im Berbranch. j DrThompson’s* Seifenpulver v Marke ® Sehwan ist das beste. _ Ias \va\^x\ \n a\\en besseren Geschäften. Kein Ewige Jugend erhält man sieh durch den Gebrauch Abscbmotzen von färbt sofort „.nllert m.mehrer, gold. Medaillen. Garantiert unschädlich. Alleinverkauf: iJ7< Emil Koch Herren- a Damen - Frlaeurgeschlft 62 Bahnhofstrasse 62 ÜIÜMdillMMMlI! Ärztlich empfohlen. ßißderlßyon durch Plakate orMtf/ch. Hafer-Mahl. G T< 'M <4% Im Stricken, Anstricken sowis Auweben v. Strümpfen empsehle ich mich angelegentlichst. Außerdem habe ich den Verkauf von Planen'schen Stickereien und Gardinen sür eine leistungsfähige Fabrik übernommen und empsehle auch dieses Unternehmen. Strickgarne (beste Qualitäten) habe stets vorrätig. 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